[1:34] Offenbarung 21 und dort Vers 4. Wer mag den mal lesen? Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen. Genau, das ist er jetzt in einem größeren Kontext. Was haben wir letzte Woche gelesen in Vers 3? Wisst ihr noch, worum es in Vers 3 ging? Was war so die Idee von Vers 3? Gott will bei seinem Volk wohnen. Und wie ist das ausgedrückt worden, mit welcher Metapher, mit welchem Bild in Vers 3? Dass er sein Zelt aufschlagen möchte. Und beim Zelt denken wir, und da haben wir uns überlegt, eigentlich geht es da auch um das Heiligtum. Wir sind jetzt also hier. Erinnert euch nochmal, zeitlich sind wir wann, wann genau spielen diese Verse 3, 4 in welchem Zusammenhang ist das hier nochmal? Das ist nach den tausend Jahren. Noch ein bisschen präziser, dass wir das mal in Erinnerung haben. Wir haben das schon ein paar Mal gesagt, aber hier in Vers 3 und 4 sind wir jetzt zu welchem Zeitpunkt? Das neue Jerusalem. Ja, genau. Also wann kommt das neue Jerusalem? Nach den tausend Jahren, aber noch vor dem Feuer. Dass wir das mal ganz klar haben. Ja, Offenbarung 21, Vers 3, 4. Das ist Gott, der spricht nach den tausend Jahren, aber noch bevor das Feuer fällt. Wir sind also jetzt noch nicht auf der neuen Erde und dem neuen Himmel sozusagen, sondern das kommt jetzt dann gleich. Das ist so in den letzten Augenblicken, bevor dann die neue Erde und der neue Himmel gemacht werden.
[4:01] Jetzt das, es heißt ja hier, Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen. Das heißt, es muss ja offensichtlich noch Tränen geben nach den tausend Jahren. Aus welchem Grund könnte es dann nach den tausend Jahren noch Tränen geben? Ja, ganz genau. Also da gibt es Ungläubige, die noch vernichtet werden, ja. Ja, also einige der vertrauten, bekannten Verwandten, Freunde sind nicht innerhalb der Stadt, sondern außerhalb der Stadt, und das wird noch mal, noch mal mehr traurig sein. Wolltest du das auch sagen? Ja, ganz genau. Und das heißt, wir werden also nicht nur bis zur Wiederkunft weinen, wir werden auch in den tausend Jahren weinen und wir werden auch nach den tausend Jahren weinen. Aber es kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo alle Tränen abgewischt werden. Kennt ihr noch eine Stelle in Offenbarung, wo gesagt wird, dass Gott alle Tränen abwischen wird? Das ist nicht nur hier, Kapitel 7. Genau, schauen wir da mal kurz das an. In Offenbarung 7 und dort Vers 17. Nimmst du das Mikrofon hier? Kapitel 7, Vers 17. Ja, hier steht es und zwar: Denn das Lamm, das inmitten des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu lebendigen Wasserquellen, und Gott wird abwischen alle Tränen vor ihren Augen. Genau. Also wir haben hier die Idee mehrmals in der Offenbarung, dass Gott alle Tränen abwischen wird, hier in Offenbarung 7, Offenbarung 21. Und diese Idee kommt aus dem Alten Testament. Hat jemand irgendeine Idee, eine Ahnung, welcher Prophet könnte denn gesprochen haben von dem Abwischen aller Tränen, dass das aufhören wird, dass der Tod vernichtet wird? Ja, Jesaja. Genau, Jesaja. Weiß jemand wo genau? Da gibt es um die neue Erde, aber das suchen wir nicht. Wir suchen die Stelle, wo es keine Tränen mehr geben wird, wo der Tod aufhören wird. Und zwar ist das Jesaja, Kapitel 25. Schaut mal mit mir in Jesaja 25. Jesaja 25 und dort Vers 8. Da ist genau diese Stelle eigentlich, auf die sich jetzt sozusagen die Schreiber oder der Johannes in der Offenbarung bezieht. Jesaja 25, Vers 8. Und wer das hat, darf mal gerne lesen. Vernichten wird er den Tod auf ewig, und abwischen wird Gott, der Herr, die Tränen von jedem Antlitz, und die Schmach seines Volkes von der ganzen Erde hinwegnehmen, denn der Herr hat es geredet. Ganz genau. Also hier haben wir die eigentliche Vorhersage von Jesaja. Er sagt, der Tod wird auf ewig verschlungen werden. Es wird also, wie Offenbarung 21, Vers 4 sagt, es wird keinen Tod mehr geben und die Tränen werden abgewischt werden.
[8:19] Worum geht es denn hier im Kontext von Jesaja 25, wenn man so ein bisschen die Verse davor auch anschaut? Ganz interessant, wenn man mal die Verse 6 und 7 anschaut, worum geht es da hier in Jesaja 25? Der Vers steht ja nicht so einfach isoliert da, sondern da geht es ja vorher schon so ein bisschen um was. Dass dieses Mal, das ist das, was wir in Offenbarung 19 gefunden haben, ja, und dann auch bei Gog und Magog, ja. Das ist also diese Idee von der Vernichtung der Gottlosen. Also das ist einmal was sich auf die Schlacht von Harmagedon bezieht vor der Wiederkunft, als auch dann auf die Schlacht von Gog und Magog nach den tausend Jahren. Und das zeigt also, dass hier der Jesaja auch wie so ein Gesamtbild entwirft. Die Gottlosen werden vernichtet und im Zuge dessen, dann heißt es auch noch, die Decke wird weggenommen werden, die alle Nationen verhüllt. Und die Decke, womit alle Nationen bedeckt sind, kann ich vorstellen, was damit gemeint sein könnte, dass die Decke, die alle Nationen verhüllt, jetzt weggenommen werden wird. Ja, hat jemand noch eine andere Idee, was diese Decke vielleicht bedeuten könnte, oder was es bedeutet, dass den Nationen die Decke weggenommen wird, die sie verhüllt hat? Ja? Der Schleier, die Schleierhülle wird weggenommen. Also wenn man, wenn man einen Schleier vor sich hat, was, ja, was bewirkt so einen Schleier, wenn man eine Decke vorm Kopf hat? Ja, genau. Also man kann nicht richtig sehen, ja. Wenn man einen Schleier vorm Kopf hat, wenn man eine Decke vorm Kopf hat, dann, dann weiß man nicht genau, was kommt. Man hat quasi ein Brett vorm Kopf, ja? Und das wird weggenommen werden. Die Nationen werden genau erkennen, was der Erlösungsplan gewesen ist. Diese Verblendung wird aufhören, weil Gott nämlich dann nach den tausend Jahren genau sagen wird, wer zu ihm gehört und warum er zu ihm gehört und wie der ganze Plan der Erlösung funktioniert hat. Und im Zuge dessen, wo diese Decke weggenommen wird, sagt Jesaja, wird der Tod auf ewig verschlungen werden, nämlich wenn das Feuer fällt. Und der Herr wird die Tränen abwischen von jedem Angesicht. Und dann wird es nochmal gesagt, am Ende, der Herr hat es versprochen, ja? Ja, durch Jesus, sagt er, durch Jesus, durch Erkenntnis von Jesus.
[11:20] Was jetzt interessant ist, das wollen wir noch kurz hier bemerken in Offenbarung 21. Welche Zeitform wird denn hier verwendet in Vers 4, übrigens auch in Vers 3, so grammatisch gesehen? Welche Zeitform? Zukunft, ja. Also ganz guter Hinweis darauf, dass wir noch nicht auf der neuen Erde sind, weil hier wird gesagt, der Herr wird abwischen alle Tränen, ja? Und er wird bei ihnen wohnen in Vers 3, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein. Das ist alles noch Zukunft zu dem Zeitpunkt, im allerletzten Sinne. Das heißt, warum sagt denn das Gott jetzt, bevor das Feuer fällt, als die Stadt Jerusalem herabkommt? Vers 2 sagt, die Stadt Jerusalem kommt herab. Wir wissen aus Kapitel 20, die Ungläubigen werden die Stadt umzingeln. Warum sagt Gott jetzt Vers 3 und 4, das zählt Gottes bei den Menschen und er wird ihre Tränen abwischen? Warum sagt das diese laute Stimme? Ja? Um Hoffnung zu geben, ja? Ich glaube, das meint Gott so, dass wenn die Sünde und der Tod besiegt ist, gibt es irgendwann keinen Grund mehr zu weinen. Wir werden nicht mehr weinen, sozusagen, ja? Gott wird abwischen alle Tränen in dem Sinn, dass es keinen Grund mehr geben wird zu weinen. Wir haben irgendwann verstanden, warum Gott so geurteilt hat, wie er geurteilt hat, ja? Ja, gute Frage Jan. Die Erde bleibt auch bestehen, sie wird nur durch Feuer gereinigt, ja? Und auch das Universum bleibt bestehen, aber Gott macht einen neuen Himmel und eine neue Erde. Dieser neue Himmel, diese neue Erde, dieser neue Himmel meint nicht unbedingt das gesamte Universum, aber all das, was um die Erde drumherum ist, wird alles neu gemacht. Nicht unbedingt, denke ich nicht. Gute Frage.
[13:49] Jetzt schauen wir noch mal genauer hin, was wird denn noch alles nicht mehr sein? Also die Stimme sagt, es wird keine Tränen mehr geben. Was wird noch nicht mehr sein? Wenn ihr das hier anschaut. Also er sagt, es sind keine Tränen mehr, ja, also alle Tränen abwischen. Kein Geschrei, kein Leid, genau. Kein Schmerz. Ja, schauen wir uns den Text hier genau an. Das sind diese vier Dinge, nicht wahr? Keine Tränen, kein Leid, kein Geschrei und kein Schmerz. Was sind denn das alles für Dinge? Also wie könnte man die denn zusammenfassen hier? Woher kommen denn Tränen, Geschrei, Leid und Schmerz? Sünde, genau. Aber es ist nicht Sünde selbst, oder? Das sind Folgen der Sünde, die sogar ein Sündloser haben kann, nicht wahr? Denn selbst Gott hat Schmerzen und Gott trägt Leid und Gott weint. Ja, es sind Konsequenzen des großen Kampfes. Aber was die Bibel hier damit deutlich macht, ist, wenn Gott das Problem der Sünde löst, dann vernichtet er nicht nur die Sünde, er vernichtet nicht nur die Konsequenz der Sünde für die Sünder, nämlich den Tod, ja, auch der Tod wird dann irgendwann vernichtet. Er vernichtet alle Konsequenzen, alle Folgen, die die Sünde jemals irgendwie gehabt hat. Keine Tränen, kein Geschrei, kein Leid und kein Schmerz. Und dahinter stecken eine ganze Reihe von Verheißungen in der Bibel. Wir können mal noch in 1. Korinther 15 lesen. 1. Korinther 15 und dort Vers 26. 1. Korinther 15 und dort Vers 26. Und der letzte Feind, der zunichtgemacht wird, ist der Tod. Genau, das ist was, was Paulus schon sagt, ja, der Tod wird aufhören, es wird keinen Tod mehr geben, als letzter Feind wird er besiegt.
[16:30] Jetzt schauen wir mal ein bisschen ins Alte Testament und schauen mal, ob wir diese Ideen hier, dass es das nicht mehr geben wird, schon im Alten Testament finden. Wir fangen mal an bei Jesaja, denn Jesaja hat darüber viel zu sagen. Jesaja Kapitel 30, Jesaja Kapitel 30 und dort lesen wir mal Vers 19. Jesaja 30 und dort Vers 19. Ja, Vessat kann gerne lesen, mit dem Mikro. Warte Jan, genau. Denn du Volk, das in Zion wohnen wird, in Jerusalem, du sollst nicht mehr weinen. Er wird dir gewiss Gnade erweisen, wenn du um Hilfe rufst. Sobald er es hört, antwortet er dir. Okay, ich frage euch, wovon handelt dieser Vers hier, wenn ihr den lest? Es steht: Denn du Volk, das in Zion wohnen wird, in Jerusalem, du sollst nicht mehr weinen. Er wird dir gewiss Gnade erweisen. Wovon handelt der Vers? Okay, vielleicht könnte es um eine Verfolgung gehen. Wie kriegen wir denn raus, worum es hier geht in diesem Vers? Vers 20. Ja, ein bisschen Verfolgung. Vers 20 oder erst mal Vers 18, oder? Jetzt schaut mal in Vers 18. Wir werden mal von Vers 18 lesen. Und darum harrt der Herr darauf, euch gnädig zu sein, und darum erhebt er sich, dass er sich euer erbarme. Denn ein Gott des Rechtes ist der Herr. Wohl allen, die auf ihn harren. Okay, dankeschön. Also, was ist die eigentliche Hauptbotschaft dieses Abschnittes? Was die eigentliche Hauptbotschaft dieses Abschnittes? Gott greift ein. Ja, er wird eingreifen. Wann wird er denn eingreifen? Ja? Ja, das stimmt schon, aber in dem Vers geht es nicht ums Sonntagsgesetz. Worum geht es hier in Vers 18? Wie will Gott eingreifen? Was will er tun? Er will begnadigen. Ah, okay. Was ist denn das für ein Eingreifen Gottes, wenn er begnadigen möchte? Das tut er aus Liebe, genau. Wann will er das tun? Wann will er begnadigen? Im Gericht will er begnadigen. Wann will er noch begnadigen? Ja, immer, wenn wir umkehren, wenn wir Bekehrung erleben. Es geht also nicht nur um die Wiederkunft. Gerichtet geht es nicht nur um die Wiederkunft. Darum, dass er warten kann, damit er euch begnadigen kann. Er greift nicht einfach ein. Er wartet auf etwas. Wartet worauf? Auf Menschen, die die Gnade gerne annehmen möchten, damit er sie begnadigen kann. Und wer wird diese Gnade bekommen, wenn ihr Vers 18 anschaut? Die, die auf ihn harren. Was ist ein anderes Wort für harren? Warten. Alle, die ausharren, die geduldig darauf warten, dass Gott in ihrem Leben eingreifen wird, die werden erleben. Er wird ihnen Gnade schenken, oder? Habt ihr das schon mal erlebt? Dass wenn ihr auf Gott gewartet habt, wenn ihr festgehalten habt an ihm, dass er euch Gnade geschenkt hat. Das haben wir alle erlebt, oder? Und in diesem Zusammenhang, also der Prophet Jesaja sagt, Gott wartet darauf, dass er euch begnadigen kann. Er steht quasi in den Startlöchern, möchte euch Gnade schenken. Und in dem Zug sozusagen, in dem Atemzug, sagt er: Denn du Volk, das in Zion wohnen wird, in Jerusalem. Wie nennt man denn dieses Volk? Was ist das für ein Volk, das in Jerusalem wohnt, das in Zion wohnt? Wie nennt man das Volk? Israel, genau. Das ist das heilige Volk, das ist eigentlich Gottes Volk. Das soll nicht mehr weinen. Und jetzt kommt, seht ihr, die Verbindung zu Vers 18. Warum werden sie nicht mehr weinen? Er wird dir? Er wird dir Erbarmen oder Gnade erweisen, wenn, was ist die Bedingung? Wenn du zu ihm schreist. Wenn du zu ihm rufst, wenn du zu ihm schreist. Und wie lange müssen wir warten? Sobald er es hört, antwortet er dir. Also wer ist derjenige, der warten muss? Gott wartet auf uns. Also wenn ich jetzt die beiden Verse nur für sich alleine nehme, ohne Offenbarung 21, sagt der Vers eigentlich, Gott wischt die Tränen ab, wenn ich zu ihm rufe, wenn ich zu ihm bete. Wenn er endlich seine Gnade mir geben kann, wenn ich auf ihn zähle. Du sollst nicht mehr weinen. Heißt also, die Verheißung, Gott wird abwischen die Tränen, ist nicht zu 100% nur Zukunft. Sondern Gott möchte auch jetzt schon unsere Tränen abwischen. Werden wir auf dieser Erde vor der Wiederkunft schon völlig ohne Tränen leben? Nein. Weil offensichtlich in Offenbarung 21 die Gläubigen immer noch Tränen haben werden. Also was heißt das jetzt praktisch, dass Gott meine Tränen hier schon abwischen möchte? Was will er mir damit sagen? Er möchte uns eine Hoffnung geben. Er möchte uns eine Zukunft geben.
[23:15] Das wird aber dann nach den tausend Jahren sein. Hier steht ja, wenn er uns begnadigt, wenn wir zu ihm beten, wird er jetzt unsere Tränen abwischen. Das ist doch was der Vers sagt, oder? Was wolltest du sagen? Ich stelle mir das gerade vor, wenn jemand traurig ist und du umarmst jemanden, du bist da, du tröstest jemanden und du wischst dann die Tränen und gibst ihm Hoffnung und ich bin da einfach, ich bin da bei dir. Heißt also auf Deutsch, in einem bestimmten Umfang möchte Gott schon heute meine Tränen abwischen. Er möchte schon heute mich trösten. Und auch wenn sozusagen die finale, die endgültige, die abschließende Tröstung erst nach den tausend Jahren ist, sollten wir als Christen nicht so leben, als wäre hier alles das Jammertal und das Tränental und dann irgendwann mal werden wir glücklich sein, sondern ein Christ sollte erleben schon hier in diesem Leben, dass Gott ihn tröstet. Dass er getröstet wird. Dass er nicht immer nur traurig ist. Denn nur wenn ich jetzt erlebe, dass Gott mich hier schon tröstet, dass hier meine Tränen schon abgewischt werden, immer wieder, dann kann ich ihm ja auch glauben, dass er am Ende alle Tränen abwischen wird, oder? Also wie wir das letzte Mal schon gesagt haben, der Blick auf Neu-Jerusalem ist eigentlich auch ein Blick in unsere Zeit. Wir schauen noch ein, zwei andere Stellen an. Jesaja 35 und dort Vers 10. Aber dieselbe Idee. Jesaja 35 Vers 10. Wer mag das mal lesen? Und die Befreiten des Herrn werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel, und ewige Freude wird über ihrem Haupte sein. Sie werden Wonne und Freude erlangen und Kummer und Seufzen werden entfliehen. Okay, jetzt machen wir was ganz Spannendes. Als der Jesaja das schrieb, woran hat er wohl gedacht, wenn er sagt, die Erlösten des Herrn werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jubel? Wo hat sich das zum ersten Mal, oder wo hat sich das eigentlich erfüllt? Ja, als die Israeliten, die in Babylon gewesen sind, aus dem Exil zurückkommen und jetzt nach Jerusalem buchstäblich zurückkehren. Und die Idee ist, Wonne und Freude werden sie erlangen, Kummer und Seufzen wird sich mehr geben. Kummer und Seufzen werden fliehen. Aber dann sagt er hier ein interessantes Wort. Du hast gesagt, die Befreiten oder so, losgekauften. Bei mir steht die Erlösten. Was ist die Verbindung zwischen Rückkehr aus Babylon und Erlösung? Warum nennt er sie die Erlösten? Babylon ist ein Symbol der Sünde. Sie waren in der Knechtschaft. Ja, wolltest du es auch sagen? Ganz genau. Das heißt, der Vers bezieht sich dann zweite Ebene auf die Erlösung, auf das Evangelium. Und erst sozusagen dann quasi im dritten Schritt kann man es auch anwenden auf Offenbarung 21. Denn auch dort werden die Erlösten kommen, sie werden nach Jerusalem zurückkehren oder dann kommen und damit ja auch und so weiter. Das heißt, hier sehen wir wieder, dass eigentlich diese Verheißungen, auf die Offenbarung 21, Vers 4 und 3 baut, eigentlich Verheißungen sind, die zu einem bestimmten Grad schon in unserem Leben hier Anwendung kommen sollen. Es ist also nicht so, dass die Bibel sagt, ja, ja, wir leben in einer Welt, da ist alles schlecht und alles schlimm und alles böse, aber irgendwann wird alles anders. Nein, nein, die Bibel sagt, jetzt in deinem jetzigen Elend hilft Gott dir, er stützt dich, er trägt dich, er will, dass du nicht weinst, er möchte, dass du kein Kummer hast, er möchte es so weit wie möglich dich davor bewahren. Und diese Verheißungen kommen dann quasi zum Höhepunkt, zum Abschluss, wenn alle Sünde weg ist. Das ist quasi nur das Ziel, aber die Verheißungen gelten jetzt schon.
[27:25] Ja, ganz genau. Wir müssen mit ihm leben. Genau. Jesaja 65, Vers 18 und 19. Da haben wir noch mal diese Stelle, die wir auch, glaube ich, teilweise schon angeschaut haben. Jesaja 65 und dort Vers 18 und 19. Auch das kann mal jemand vorlesen. Jesaja 65, Vers 18 und 19. Und 19 auch noch? Ganz genau. Da haben wir diese Idee, der Geschrei, kein Klagelaut, kein Leid, kein Geschrei, das kommt hier aus Jesaja 65. Frage wiederum: Worum geht es denn hier in diesem Abschnitt? Das ist jetzt sehr interessant hier. Den haben wir, glaube ich, schon ein bisschen studiert. Das stimmt. Danke Jan. Es geht um die neue Erde. Woher weißt du, dass es um die neue Erde geht? Vers 17. Geht es nur um die neue Erde? Warum geht es nicht nur um die neue Erde? Warum geht es nicht nur um die neue Erde? Es geht auch um die neue Erde und den neuen Himmel. Vers 17 macht das ja ganz deutlich. Ja, ich schaffe einen neuen Himmel, eine neue Erde. Aber es geht eben auch um... Geht es in dem Abschnitt nur um den neuen Himmel, neue Erde? Da würden wir ganz schön bald Probleme bekommen dann in den nächsten Versen. Ja, das stimmt. Schaut mal zum Beispiel in Vers... Ich glaube, das haben wir vor ein paar Wochen schon mal angeschaut, oder? Vers 20. Es soll dann nicht mehr Kinder geben, die nur ein paar Tage leben, noch Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern wer 100-jährig stirbt, wird noch als junger Mann gelten und wer nur 100 Jahre alt wird, soll als ein vom Fluch getroffener Sünder gelten. Spricht das von der neuen Erde? Nee. Okay. Also es geht nicht nur um die neue Erde. Worum geht es denn sonst noch? Ja, genau. Konkreter. Worum geht es hier in diesem Vers auch? Also er sagt, es geht um den neuen Himmel, neue Erde, aber es geht noch um etwas anderes, einen anderen Zeitabschnitt. Um Plan A ist was? Es geht um Jerusalem. Es geht und zwar um das irdische Jerusalem. Das hätte eine große Stadt werden können, das hätte am Ende weltweite Geltung haben können. Sie wären gesünder gewesen als alle anderen, hätten länger gelebt, hätten größeren Segen gehabt. Und wir haben es ja gesagt, dass dieser Plan A für das Volk Israel war sozusagen eigentlich der Typus für den neuen Himmel und die neue Erde. Also schon Jerusalem hätte so etwas wie so ein kleiner Himmel auf Erden sein können. Aber endgültig erfüllen sich all diese Verheißungen, obwohl Israel es nicht angenommen hat. Gottes Verheißungen erfüllen sich trotzdem. Nämlich dann endgültig auf der neuen Erde und unter dem neuen Himmel. Aber das zeigt auch wiederum, dass diese Idee hier von kein Geschrei, kein Klagelaut war nicht etwas, von dem Jesaja gedacht hat, naja, ich sag das jetzt, aber für die nächsten zweieinhalb tausend Jahre ist davon nichts zu sehen. Für Jesaja war diese Verheißung aktuell. Die Israeliten hätten diese Verheißungen für sich in Anspruch nehmen können und zu einem ganz großen Grad sie schon in ihrem Leben erleben können. Ja? Gut, Gott wollte es schon, aber wir haben in Irenäus einen Text, wo Gott gibt eine Verheißung, aber wenn er die Bedingungen für die Verheißung nicht erfüllt, dann kann er sie nicht erfüllen. Und umgekehrt, wenn er sagt, dass er schlecht ist und sie mal bekämpft, dann kann er auch nicht. Genau.
[32:21] Also, was wir damit festhalten wollen, ist, all diese Dinge, von denen wir manchmal lesen und sagen, es wird kein Geschrei mehr geben, kein Leid, kein Schmerz, und wir haben die Idee, es ist so eine unfassbare Utopie, ja, irgendetwas so fast so ein bisschen wie ein Märchen, ein Paradies irgendwo weit ab der jetzigen Lebensrealität, sind es eigentlich Verheißungen, von denen Gott sagt, ich wünsche mir, dass sie größtenteils schon in deinem Leben jetzt realisiert sind. Wir können also sozusagen, anders ausgedrückt, zu einem weiten, oder zu einem bestimmten Grad, den Himmel schon hier auf der Erde haben. Wer hat denn diese Idee versucht, den Menschen beizubringen, dass das Himmelreich nicht erst realisiert wird, wenn es einen neuen Himmel gibt? Wer hat das den Menschen versucht beizubringen? Hm? Wer hat versucht, den Menschen beizubringen, dass das Himmelreich? Jesus. Hat gesagt, das Reich Gottes ist mitten unter euch. Zur Zeit von Jesus war noch nicht jede Träne gestillt, noch nicht jedes Geschrei vorbei, nicht jedes Leid weg, aber dort, wo Jesus war, gab es weitaus weniger Schmerzen, weitaus weniger Leid, weitaus weniger Tränen, denn wo Jesus war, wurden Menschen geheilt, wurden Menschen getröstet, wurden Menschen gesegnet. Wo Jesus ist, da fehlt das mehr und mehr. Nun, es ist wahr, Jesus hat auch mal geweint. Jesus hat auch mal Schmerz gehabt, weil er auch in dieser sündigen Welt gewesen ist. Er hat es für uns auch auf sich genommen. Aber die Tendenz im Leben von Jesus zeigt ganz deutlich, nicht nur war er ohne Sünde, er hat auch den Menschen nicht nur Sünde vergeben, er hat auch die Konsequenzen, die Resultate der Sünde weitestgehend, soweit es möglich war, versucht wegzunehmen. Und das heißt, wenn wir mit Jesus sind, sollte es weniger Tränen geben und weniger Leid und weniger Schmerz, als wenn wir ohne Jesus sind. Nun, nicht, dass ihr mich falsch versteht, es kann auch sein, dass wir aufgrund unseres Glaubens Leid erleben und Tränen und Geschrei. Auch Hiob hat mal viele Tränen vergossen. Aber Hiob hat nicht 140 Jahre seines Lebens Tränen vergossen, sondern wahrscheinlich ein paar Monate. Also, das sind bestimmte Zeiten, so wie Jesus auch mal schwer geweint hat und auch wenn er gebetet hat. Aber das ist sozusagen eine grundsätzliche Idee, dass Jesus uns auch diese Dinge nehmen möchte, jetzt schon in diesem Leben.
[35:07] Bevor wir gleich zum Ende sind, in Offenbarung 21 heißt es ja am Ende, dann in Vers 4: Denn das Erste ist vergangen. Und da gibt die Bibel mehrere Aussagen dazu, dass etwas vergeht, dass das Erste Vergangenes. Himmel und Erde werden vergehen. Kennt ihr so Aussagen in der Bibel, dass so die Welt, wie sie jetzt ist, vergehen wird? Petrus spricht davon, ja. Schauen wir mal in 2. Petrus 3. Können wir drei Stellen dazu aufschlagen. Als erstes 2. Petrus 3. Und dort Vers 10, nicht wahr? Und da heißt es: Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht. Dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen. Das Erste wird vergehen. Und deswegen sagt er, dann haben wir glaube ich schon studiert hier, sagt der Petrus dann, weil das alles aufgelöst wird, was sollt ihr tun? Heilig leben. Weil das alles so aufgelöst wird, wie solltet ihr euch auszeichnen? Durch heiligen Wandel und Gottesfurcht. Die Tatsache, dass alles, was in dieser Welt uns so bekannt ist, vergehen wird, sollte dazu führen, dass wir anders leben. Kennt ihr noch Stellen, wo es heißt, dass alles vergehen wird, Himmel und Erde werden vergehen? Ja, genau. Wisst ihr, wo das steht? Wo sagt Jesus, Himmel und Erde werden vergehen, aber mein Wort? Genau, das gibt es mehrfach. Also ich habe es jetzt Matthäus 24, aber Lukas 21 wahrscheinlich genauso. Matthäus 24, Vers 35. Das ist eine Endzeitrede, oder? Matthäus 24, Vers 35. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Es wird also etwas geben, das bleibt. Das wird das Feuer überleben und die Neuschaffung und alles überleben, das wird bleiben und das ist Gottes Wort. Alles wird vergehen, aber Gottes Wort bleibt. Kennt ihr noch eine Aussage, wo es heißt, dass alles vergehen wird? Ja, meine Achi sagt, dass auch die Erde verbrannt wird, genau. Schaut mal noch mit mir in 1. Johannes 2. 1. Johannes 2 ist auch sehr, sehr schön. In 1. Johannes 2 und dort Vers 17. Da heißt es in 1. Johannes 2 und dort Vers 17. Wer mag den mal lesen? Und die Welt vergeht und ihre Begierde. Wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewigkeit. Genau. So wie Petrus sagt, die Werke und die Erde und ihre Werke darauf werden verbrennen, sagt Johannes, die Welt vergeht und ihre Lust. Und was meint der Johannes mit welcher, was für eine Lust meint er da? Kennt ihr vielleicht aus den Vers davor? Augenlust, Lust, der Stolz. Sagt, es vergeht alles. Manchmal denken wir, wir werden so gedrängt von unseren Trieben, von dem, was wir sehen, von dem Stolz, aber Johannes sagt, all das vergeht. Aber wer bleibt? Wer den Willen Gottes tut. Was hat Jesus gesagt? Wer bleibt? Oder was bleibt? Was hat Jesus gesagt? Wer hier bleibt. Nein, ja auch, das haben wir bei Matthäus gerade gelesen. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen. Das Wort Gottes bleibt. Und jetzt sagt Johannes, wer den Willen Gottes tut, der bleibt. Also was ist die Schlussfolgerung? Wie kann ich den Willen Gottes tun? Wie kann ich ihn tun? Also nochmal, Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen, sagt Jesus. Und dann sagt Johannes, die Erde wird vergehen und ihre Lust, aber wer den Willen Gottes tut, wird nicht vergehen. Wie kann ich den Willen Gottes tun? Durch seine Worte. Das ist ein großer Unterschied. Es macht einen Unterschied, ob ich Gottes Wort tun will oder ob Gottes Wort in mir tun darf, wozu es gesandt ist. Alter Bund, neuer Bund. Es reicht nicht aus zu wissen, was Gottes Wort sagt und ich will es tun. Das wird niemals reichen, denn dann versuche ich aus eigener Kraft einen Standard zu erfüllen. Aber das, was bleibt, das was alles überleben wird, das was die einzige Konstante ist, ist das Wort Gottes selbst. In ihm ist das Leben. Und wer also bleiben will, der braucht das Wort Gottes in sich. Der muss mit dem Wort Gottes verbunden sein. Jesus Christus selbst. Denn wenn ich das Wort, wenn das Wort Gottes bleibt und ich das Wort in mir habe, dann passiert was? Dann bleibe ich auch. Das ist genauso wie die Sünde wird vernichtet. Wenn die Sünde in mir ist, werde ich mit der Sünde vernichtet. Deswegen werden Sünde vernichtet. Sie werden vernichtet nicht, weil Gott sie nicht mag, sondern weil sie voller Sünde sind. Weil er die Sünde vernichtet. Also Sünde wird vernichtet, Gottes Wort bleibt. Und jetzt muss ich mich fragen, was soll in mir sein? Sünde oder Gottes Wort? Kennt ihr einen Bibelvers, der das deutlich macht, dass Sünde und Gottes Wort gegeneinander ausgespielt werden, sozusagen? Es gibt einen bekannten Psalm. In Psalm 119, damit schließen wir. Psalm 119 und dort Vers 11. Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht gegen dich sündige. Wir können entscheiden, ob wir Sünde im Herzen haben wollen oder Gottes Wort. Wenn wir Sünde im Herzen haben, werden wir vergehen. Mit den Werken, mit der Erde, mit dem Himmel, alles im Feuer verbrennen. Wenn wir Gottes Wort im Herzen haben, werden wir bleiben, denn Gottes Wort kann nicht vergehen. Sind wir uns das bewusst? Tränen werden aufhören, Geschrei wird aufhören, Dinge, die so menschlich erscheinen, dass wir uns gar kein Leben ohne das vorstellen könnten wahrscheinlich. Es wird alles vergehen, aber eine Sache wird bleiben. Das ist Gottes Wort. Wenn wir bleiben wollen, brauchen wir Gottes Wort in unserem Leben. Wir müssen aus jedem Wort leben, das Gott uns schenkt.
[41:55] Wollen wir noch gemeinsam beten? Knie nach Knien. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir lernen können, dass die Verheißungen, dass du Tränen abwischen wirst, dass es kein Geschrei und kein Leid und kein Schmerz mehr geben wird, nicht exklusiv alleine nur für die Zeit nach den tausend Jahren gemeint ist. Nicht allein für den neuen Himmel und die neue Erde, sondern dass zu einem gewissen Grad wir jetzt schon diese Verheißungen in Anspruch nehmen können. Obwohl der große Kampf jetzt immer noch tobt in unserem Leben, in unseren Familien, auf dieser Welt, dass du jetzt schon anfängst, Tränen abzuwischen, Schmerz zu lindern, Leid wegzunehmen und uns durch deine Gegenwart zu erfreuen. Herr, schenk dir uns diese Erfahrung Tag für Tag, dass du real bist und dass du uns Erfahrungen mit dir schenkst, die uns zeigen, dass du es gut mit uns meinst und dass wir glauben dürfen, dass wenn du jetzt schon in dieser Welt so viel für uns tust, wie viel mehr du uns segnen kannst, wenn einmal die Sünde vollständig besiegt ist. Und so möchten wir dich bitten, dass wir jeden Tag aus deinem Wort leben. Wenn das das ist, was alle Zeitalter überdauern wird, dann wollen wir das Wort Gottes in unserem Herzen haben. Herr, vergib uns, wenn wir zu wenig Zeit uns mit deinem Wort beschäftigen oder genommen haben und gib, dass wir jeden Tag bewusst machen, dein Wort ist ewig und wenn wir ewig leben wollen, brauchen wir dein Wort, wir brauchen dich. Und darum bitten wir dich, durch die Erfüllung deines Heiligen Geistes, im Namen Jesu. Amen.