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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt aus der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ von Mirjam Giebfried wird Offenbarung 2, Verse 15 und 16a beleuchtet. Die Predigerin erklärt die Lehre der Nikolaiten und Bileams, die in der Gemeinde Pergamon zu finden waren, und zieht Parallelen zu heutigen Glaubensfragen. Sie betont die Wichtigkeit, sich nicht an falschen Lehren festzuhalten und die Wahrheit anzunehmen, um nicht von Jesus enttäuscht zu werden.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:47] Hallo und ein herzliches Willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Es ist schön, dass ihr heute hier seid, schön, dass ihr jetzt auch live eingeschaltet habt oder euch später das Video anschaut. Wir haben das letzte Mal über Offenbarung 2, Vers 14 gesprochen. Das werden wir gleich noch einmal wiederholen und heute soll es um Offenbarung 2, Vers 15 gehen. Doch bevor wir damit starten, lasst uns gemeinsam niederknien, wo es möglich ist, zum Gebet.

[1:24] Unser Vater im Himmel, wenn wir jetzt dein Wort aufschlagen, dann bitten wir dich, dass du uns mit deinem Geist erfüllst. Herr, schenke uns Weisheit und Erkenntnis, schenke du uns ein Herz, das sich gerne verändern lässt. Vater, du siehst, was in unserem Leben, auch in unseren Familien, in unseren Gemeinden an Missständen da ist, und du möchtest nicht, dass es so bleibt. Bitte mach uns bereit dafür, dass wir uns von dir verändern lassen. Schenk uns deine Liebe in unser Herz, dass wir es aus Liebe zu dir tun und vielleicht auch neue Ansichten, neue Gedanken zulassen, die in deinem Sinne sind. Wir bitten dich im Namen Jesu darum und danken dir jetzt schon, dass du nach deinem Willen gerne Gebete erhörst. Amen.

[2:31] Wie gesagt, das letzte Mal hatten wir es von Offenbarung 2, Vers 14, und da ging es um die Lehre Bileams. Wir wollen noch einmal kurz wiederholen, woraus sich die Lehre Bileams gegründet hat. Wir haben das letzte Mal viel gelesen und über die Geschichte von Bileam nachgedacht in 4. Mose und was war so die Kernessenz, die wir daraus gezogen haben? Was ist die Lehre Bileams?

[3:29] Wir hatten gesagt, bei Bileam ging es hauptsächlich darum, dass er versucht hat, Gott mit halben Herzen zu dienen. Da war einmal das Geld, nach dem er getrachtet hat, und einmal waren es die Götzen, durch die er Israel verführen wollte, nur dass sie von Gott nicht mehr so gesegnet sind, dass Balak sie dann doch überwinden kann. Und jetzt stand in Offenbarung 2, Vers 14, dass in der Gemeinde Pergamon Menschen sind, die noch an der Lehre Bileams festhalten.

[4:11] Lasst uns mal den Vers für heute lesen. Offenbarung 2, Vers 15. Der klingt ganz ähnlich. Offenbarung 2, Vers 15. Ja, "Ich habe aber noch etliches gegen dich, weil du dort solche hast, die an der Lehre Bileams festhalten, der lehrte den Balak, ein Ärgernis vor die Kinder Israel zu werfen, zu essen von Götzenopfern und Hurerei zu treiben." Und dann Vers 16: "Tue Buße, sonst komme ich rasch über dich und werde gegen sie Krieg führen mit dem Schwert meines Mundes."

[4:39] Ja, bei mir ist noch der Nachsatz, was ich hasse. Also Jesus sagt, er findet das nicht gut. Und wie es bei dir stand, "in gleicher Weise". Also da gibt es Parallelen zwischen denen, die die Lehre Bileams haben und denen, die die Lehre der Nikolaiten haben.

[5:01] Schlag mal mit mir auf 1. Timotheus 6 und dort die Verse 9 bis 12.

[5:28] "Denn die, die reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstricke und viele törichte und schädliche Begierden, welche die Menschen im Untergang und Verderben stürzen. Denn die Geldgier ist eine Wurzel alles Bösen; etliche, die sich ihr hingegeben haben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viele Schmerzen verursacht. Du aber, o Mensch Gottes, fliehe diese Dinge, jage aber nach Gerechtigkeit, Gottesfurcht, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du auch berufen bist und worüber du das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast." Danke schön.

[6:12] Hier geht es am Anfang um Geldgier, ein großer Punkt bei Bileam, der nach dem Geld eigentlich hinterher war. Und jetzt sagt Paulus zu Timotheus: Es gibt solche Menschen, die nach Geld und Reichtum trachten, aber du hast nicht so zu sein. Wie soll Timotheus sein?

[6:47] Ja, dann soll er Gottesfurcht haben. Er soll Glauben, Liebe und Geduld in sich tragen und die Sanftmut.

[7:07] Geduld und Gottesfurcht zu erstreben und Sanftmut. Okay, so viel.

[7:24] Gut, halten wir das fest. Er soll anders sein. Er soll all diese guten Charaktereigenschaften haben und gerade was die Gerechtigkeit angeht, auch was Glaube angeht.

[7:40] Da finden wir schon einige Hinweise auch an die Gemeinde Pergamon. Wenn wir zurück zu Offenbarung 2 gehen, dann hieß es ja in Vers 14: "Aber ich habe ein Weniges gegen dich" oder "Ich habe ein paar Dinge gegen dich". Und wenn wir jetzt heute uns den Vers 15 anschauen, dann fällt auch dieses: "So hast du diejenigen, die an der Lehre der Nikolaiten festhalten."

[8:13] Fällt auch unter die paar Dinge, die Jesus gegen die Gemeinde Pergamon hat. Jetzt hier ist es da in Offenbarung 2, Vers 15: "Sie halten an der Lehre der Nikolaiten fest." Und wo haben wir das jetzt vor kurzem gelesen, dass jemand an einer schlechten Lehre festhält?

[8:36] In Ephesus. Ja, da kommen wir gleich noch hin, wenn es um die Nikolaiten geht. Aber jetzt einfach mal der Wortlaut: Sie halten an der Lehre fest.

[8:52] In 2, Vers 6. Ja, das sind die Nikolaiten. Das sind die Nikolaiten. Aber jetzt lasst euch mal auf dieses "an der Lehre festhalten" ein. Schaut mal, das war auch letzte Woche da in Vers 14.

[9:08] "Aber ich habe ein Weniges gegen dich, dass du dort solche hast, die an der Lehre Bileams festhalten." Könnt ihr das sehen? Da heißt es genauso: Sie halten an der Lehre fest.

[9:20] Was können wir daraus lernen? Jesus sagt nicht nur, du hast solche, die die Lehre Bileams und die Lehre der Nikolaiten haben, sondern die daran festhalten.

[9:36] Ja, genau. Die streben danach, die wollen es nicht loslassen.

[9:44] Und daraus können wir lernen: Jesus findet es schlimm, wenn jemand eine falsche Lehre glaubt und hat. Aber er findet es besonders schlimm, wenn jemand daran festhält und sich nicht korrigieren lässt.

[9:57] Das hat mich vor einiger Zeit ziemlich beschäftigt. Das schreibt eine weit im Zusammenhang mit dem Sündenfall von Adam und Eva, und sie sagt dort: Ja, buchstäblich im Gericht werden Menschen nicht deshalb verdammt werden, weil sie eine Lüge für glaubwürdig hielten, sondern weil sie die Wahrheit ablehnten und nicht lernen wollten, worin Wahrheit besteht.

[10:30] Das heißt, so gut Deutsch, "ihr Lehren sind schlimm, die sind nicht gut". Wir hatten auch den Vergleich mit dem Sauerteig das letzte Mal, aber das Schlimmere ist, wenn man die Wahrheit ablehnt. Wenn man neben der Irrlehre nicht zulässt, dass die Wahrheit einen korrigiert.

[11:02] Noch etwas anderes, das sage ich aus aktuellem Anlass, weil ich da ein Thema dazu hatte vergangenen Sabbat. Wir können das auch in der Geschichte sehen, dass ihre Lehren Menschen, die es eigentlich gut gemeint haben, auf den falschen Weg gebracht haben und sie am Ende davon von Jesus enttäuscht waren.

[11:32] Wie war das denn bei den Jüngern? Gab es eine Irrlehre, die die Jünger geglaubt haben? Weißt du, eine weit verbreitete Meinung, die man damals so allgemein hatte, die die Jünger geglaubt haben? Was war das?

[11:52] So ist der König ist und dass ich sie von den Römern befreit. Also ein irdischer König und der sie von den Römern befreit. Ganz genau, darauf wollte ich hinaus. Das haben sie geglaubt, und das hat dazu geführt, dass sie enttäuscht waren, bitter enttäuscht waren, als Jesus dann doch nicht als König auf dieser Erde geherrscht hat, sondern gekreuzigt wurde, gestorben ist.

[12:19] Es gab noch eine andere Gruppe von Menschen, die waren auch enttäuscht, und das hat sich jetzt am Samstag, ja, vergangenen Sabbat, zum 178. Mal gejährt. Die große Enttäuschung oder 1844. Sie hatten auch eine falsche Vorstellung von dem, was Wahrheit ist, und deswegen waren sie von Jesus enttäuscht.

[12:42] Heißt im Umkehrschluss für uns: Wenn Jesus uns auf Irrlehren hinweist, dann will er es auf jeden Fall vermeiden, dass wir von ihm einmal enttäuscht werden.

[13:00] Jesus will nicht, dass wir etwas Falsches glauben und dann von ihm enttäuscht nach Hause gehen.

[13:07] So, aber jetzt zu den Nikolaiten. Wir waren die Nikolaiten nach gleich? Ihr habt schon den Vers gefunden.

[13:24] 2,6. Ja, magst du mal lesen?

[13:27] "Ja, magst du mal lesen, aber diese hast du, dass du die Werke der Nikolaiten hast, die ich auch hasse."

[13:38] Wir hatten das damals studiert, was es bedeutet. Die Bibel spricht wenig davon, aber könnt ihr euch noch daran erinnern, was die Nikolaiten gelehrt haben?

[13:48] Falsche Lehren. Ja, okay. Wir hatten jetzt schon die schlechte Lehre Bileams und haben auch hier die der Nikolaiten.

[14:05] Ja, das waren die Sadduzäer. Die Nikolaiten waren diejenigen, und das können wir mal aufschlagen.

[14:12] Hebräer 1, Vers 9 wurde damals genannt.

[14:22] Ja, ich habe sexuelle Freizügigkeit, Götzenopfer und Kaiserkult, was sie gelehrt haben. Okay.

[14:29] Da bist du, glaube ich, auch noch in einem anderen Vers. Denn bei den Nikolaiten sagt Jesus ja, ein Offenbarung 2, Vers 6: "Ich hasse ihre Werke." Ja, und jetzt auch: "Ich hasse ihre Lehre." Und in Hebräer 1, Vers 9 finden wir genau das, was Jesus hasst.

[15:02] "Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit. Darum hat dich, oh Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen."

[15:18] Ja, das ist eigentlich ein Zitat aus Psalm 45, Verse 6 und 7, wo es um Gott geht. Aber hier sehen wir ganz klar, von wem ist da die Rede in Hebräer 1, Vers 9?

[15:40] Ja, Jesus. Hier geht es um Jesus, und Jesus ist ja auch derjenige, der in Offenbarung 2, Verse 14 und 15 und die ganze Zeit schon spricht. Ja, also Jesus hasst die Gesetzlosigkeit. Und wenn wir jetzt dann noch weit dazu nehmen, erfahren wir, dass die Nikolaiten genau diejenigen waren, die gelehrt haben, dass der Glaube ausreicht, dass man das Gesetz Gottes nicht mehr braucht.

[16:10] Hauptsache, man nimmt an, dass Jesus für einen gestorben ist, und dann kann man machen und leben, wie man will.

[16:19] Ja, du möchtest was sagen. Ja. Das ist deswegen ist diese Lehre der Nikolaiten sehr relevant für uns. Das war nicht irgendeine verkorkste Vorstellung, die sie damals hatten, die mit uns heute nichts zu tun hat, sondern ich glaube, das ist ein riesiges Problem in vielen unserer Gemeinden, dass man auch Menschen heutzutage hat, die sagen: "Naja, solange ich an den historischen Jesus glaube, ist alles gut." Aber so ist es nicht.

[16:48] Jetzt zurück zu Offenbarung 2, Vers 15, wo Jesus eben sagt: "So hast auch du solche, die an der Lehre der Nikolaiten festhalten, was ich hasse."

[17:03] Zu wem hat Jesus hier gesprochen? Genau zur Gemeinde Pergamon. Wir hatten die Nikolaiten schon, wir sind denen schon einmal begegnet und zwar in Offenbarung 2, Vers 6. Um welche Gemeinde geht es da?

[17:27] Und ich glaube, daraus können wir zwei Dinge lernen. Wir haben ja einmal eine historische Anwendung und wir haben eine prophetische und eine allgemeingültige von diesen sieben Sendschreiben.

[17:38] Und historisch muss man sagen, zu der Zeit, als Johannes die Offenbarung aufgeschrieben hat, sollte er ja die Offenbarung, den Brief, den sieben Gemeinden schicken. Das heißt, damals gab es in der Provinz Asia sieben Gemeinden. Ja, die gab es zeitlich parallel zueinander. Da gab es einmal die Stadt Ephesus, einmal die Stadt Philadelphia, und überall da waren Gemeinden.

[18:11] Das bedeutet für uns: Wenn wir einmal diese Sache mit den Nikolaiten in der Gemeinde Ephesus finden und einmal in der Gemeinde Pergamon, dann kann es sein, dass verschiedene Gemeinden auch heutzutage. Und sagen wir mal, hier haben wir eine Gemeinde, hier haben wir eine Gemeinde, hier haben wir eine Gemeinde. Das ist jetzt auf der Landkarte anders, aber ist auch egal.

[18:46] Es kann sein, dass hier Nikolaiten sind und auch hier Nikolaiten sind.

[18:56] Und jetzt ist die große Frage: Wie sind die Epheser mit den Nikolaiten umgegangen? Und wie die Pergamen, die haben das, also die haben die, sich daran gehalten und wie ich haben das übernommen. Und das ist der Unterschied.

[19:19] Ja, genau. Die einen in Ephesus haben es richtig gemacht, könnte man so runterbrechen. Und die anderen, die haben die Lehre in ihren Reihen geduldet.

[19:33] Ich glaube, wir können für uns damit nehmen: Auch wir haben verschiedene Ortsgemeinden, und jede Ortsgemeinde hat andere Stärken, andere Schwächen. Aber was wäre denn gewesen, wenn die Gemeinde Pergamon jetzt durch den Brief erfahren hätte, in Ephesus gehen die anders damit um mit den Nikolaiten? Wir könnten uns ja vielleicht mal eine Scheibe von ihnen abschneiden.

[20:06] Denn sie hatten ja, so kann man davon ausgehen, auch den Brief an Ephesus.

[20:14] Jetzt, lasst mich aber auch noch eine andere Lehre daraus ziehen und zwar das prophetische. Prophetisch kann man ja sagen, oder der zeitlich gesehen. Wir haben einen Zeitabschnitt, der beginnt so ab der Urchristenheit, wo wir Ephesus hin verorten.

[20:53] Bis wann ordnet man ungefähr die Gemeinde Ephesus ein? Wisst ihr das? Bis zu welcher Zeit?

[21:06] Also es hat ungefähr da begonnen, diese so von den Eigenschaften war die Gemeinde Ephesus eben von da an, wo es so richtig angefangen hat, die Gemeinde zu werden, also nach Jesu Himmelfahrt.

[21:27] Letztendlich dann auch. Und das ging ungefähr bis 313 nach Christus.

[21:38] Dann kommt die nächste Gemeinde. Was war die nächste Gemeinde, die wir uns angeschaut haben? Genau, ist mir da die verfolgte Gemeinde. Ja, erinnert euch. Das waren diejenigen, die treu sein sollten bis zum Tod, die viel Leid ausgehalten haben. Und das ging.

[22:04] Und da musste ich mich korrigieren, weil ich hatte damals eine andere Jahreszahl gesagt. Der dürft ihr nicht, der Miriam aus September, in dem Punkt vertrauen. Das ist 313 nach Christus endet diese Zeitperiode von Smyrna.

[22:25] Jetzt kommt [Musik] Pergamanten. Warum sage ich das? Ich glaube, dieser Punkt, dass die Gemeinde Ephesus hier richtig mit den Nikolaiten umgegangen ist und die Gemeinde Pergamon nicht mehr zeigt, eigentlich hätte Gemeinde Pergamon aus der Geschichte lernen können.

[22:59] Weil hier taucht das gleiche Problem wieder auf, das ist das, was vorher schon einmal bewältigt worden ist.

[23:12] Und oft ist es ja auch so, wir lesen in der Bibel und dann lesen wir und denken uns: "Oh, Noah war ein guter Mann. Da steht ja in 1. Mose 6, Vers 9: Noah war untadelig." Boah, das war ein guter Mann. Oder dann lesen wir weiter und lesen von Daniel, dass seine viel geliebter Gott. Bei uns sagen: "War der Daniel, das war ein guter Mann."

[23:38] Und dann staunen wir vielleicht, aber was wir stattdessen noch mehr machen sollten, ist zu sagen: Ich möchte auch sein. Nur sein. Was hat der Noah eigentlich gemacht, dass er untadelig vor Gott war? Was hat eigentlich der Daniel gemacht, dass er von Gott so besonders geliebt war?

[24:01] Kann ich nicht die gleichen Prinzipien auch in meinem Leben haben? Was haben wir eigentlich die Epheser gemacht, dass sie von Jesus gelobt werden?

[24:12] Sie eben die Werke der Nikolaiten hassen.

[24:24] Sind ja, sie hatten die Wahrheit. Oder denn, wenn man die Wahrheit hat, wenn man das wie mit einem echten Geldschein, wenn man den hat, dann kann man auch schnell Fälschungen erkennen und abwenden.

[24:49] Ja, jetzt haben wir über die Lehre der Nikolaiten gesprochen. Möchtest du noch was sagen? Okay.

[24:54] Und weil wir noch ein bisschen Zeit haben, können wir auch schon mit dem nächsten Vers anfangen. Was haltet ihr davon? Lasst uns mal Offenbarung 2, Vers 16 angehen.

[25:07] "Und werde gegen sie Krieg führen mit dem Schwert meines Mundes." Wir schauen uns jetzt mal hauptsächlich diesen ersten Halbsatz an: "Tue Buße." Aber davor möchte ich noch eine Sache sagen, weil wir diese Parallelen hatten zwischen der Lehre Bileams und der Lehre der Nikolaiten, die ja beide als ihr Lehrgang dort in der Gemeinde Pergamon existiert haben.

[25:46] Dieses Wochenende war ich spazieren, da hat mir Gott etwas so aufs Neue klar gemacht. Ich war spazieren und vielleicht erinnert ihr euch, es war herrliches Wetter dieses Wochenende. Sonne hat geschienen, wirklich es hat schon richtig nach draußen gelockt. Habe ich mich ja, einen Stein gesetzt am Wegesrand und die Sonne auf mein Gesicht strahlen lassen.

[26:11] Ich plötzlich sein so ein dumpfes Klacken und der mich umfällt, eine Walnuss auf den Weg. Und ich habe mich umgeschaut. Über der Walnuss schwingt sich plötzlich so ein Rabe hinweg und ich habe gleich verstanden: Ah, der Rabe hat mit Absicht die Walnuss auf den Weg fallen lassen, weil der weiß wahrscheinlich aus Erfahrung, wenn dann so ein zweibeiniger Mensch daherkommt oder so ein rollendes Auto, dann machen die meine Walnuss kaputt, dann habe ich was zum Essen. Schlauer Rabe.

[26:54] Gab aber auch noch einen anderen Raben, den ich beobachtet habe. Der flog sogar auch durch die Luft und hatte, wie ich sehen konnte, eine ganze Nuss in seinem Schnabel. Die hat er mit auf den Baum genommen und wenn er nicht von seinem Gefährten gelernt hat, dann ist die Walnuss bestimmt bis heute noch nicht geknackt.

[27:26] Weil das eine zu harte Nuss für ihn selbst ist. Und ich fand das so schön anschaulich dafür, dass wir manchmal mit Problemen zu kämpfen haben, wie jetzt die Irrlehrer in der Gemeinde Pergamon. Und manchmal sind wir wie dieser zweite Rabe, sehen das Problem und nehmen es gerade so mit nach Hause, und das Problem lässt sich nicht lösen.

[27:54] Aber wie wäre es denn, wenn wir unser Problem mal abgeben, wenn wir es mal Jesus vorwerfen?

[28:03] Denn eben, wenn man solche falschen Ansichten in der Gemeinde hat, dann ist man auf schnell dabei zu sagen: "Ha, wie kannst du nur so denken! Ich zeig dir jetzt mal, hier steht das und das und das und das spricht auch gegen deine Ansicht." Und hier und da ist es schon richtig, dass wir mit dem Wort Gottes kommen dürfen. Das ist ja auch dieses Schwert, von dem ihr geredet haben.

[28:28] Aber was wäre, wenn wir die Probleme nicht nur sehen, sondern echt Jesus im Gebet vorlegen? Weil ich sage hier, dass deine harte Nuss, die wir zu knacken haben, kannst du uns bitte helfen? Kannst du bitte mal hier für uns eingreifen? Denn wir lesen ja auch in Offenbarung 2, Vers 15: "Habt ihr gut vorgelesen."

[28:56] Ich Vers 16, Entschuldigung: "Tue Buße, sonst komme ich rasch über dich und werde gegen sie Krieg führen mit dem Schwert meines Mundes."

[29:02] Als es sind hier nicht die Pergamen selbst, sondern Jesus, der mit dem Schwert kämpft.

[29:26] "Tue Buße, sonst komme ich rasch über dich und werde gegen sie Krieg führen mit dem Schwert meines Mundes." Vielleicht schauen wir uns das nächste Mal noch genauer an, aber habt ihr schon eine Idee, warum es heißen könnte: "Ich komme rasch über dich, aber führe Krieg gegen sie"?

[29:59] Tust, dann komme ich zwar rasch zu dir, aber die, die nicht umkehren, gegen die kämpfte. Oder ja.

[30:07] Warum soll denn die ganze Gemeinde Buße tun, wenn es nur ein paar wenige gibt, die die falsche Lehre haben?

[30:18] Weil die Gemeinde es duldet. Ja, wir sollen uns ja ermahnen und zurechtweisen und brüderlich in Liebe.

[30:23] Und umkehren. Ja, sehr gut, sehr gut.

[30:29] Wann hat Jesus denn schon mal gesagt: "Tue Buße"? Ach, das hatten wir studiert.

[30:37] Und Offenbarung 2,5.

[30:50] In Offenbarung 2,5. Ja, super. Magst du mal vorlesen? "Bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke, sonst komme ich rasch über dich und werde deinen Leuchter von seiner Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust." Dankeschön.

[31:08] Und hier können wir einen ganz ähnlichen Aufbau zwischen dem Sendschreiben an die Gemeinde Ephesus und an die Gemeinde Pergamon sehen. Denn vorher hat Jesus der Gemeinde, also vor Offenbarung 2, Vers 5, hat Jesus der Gemeinde Epheso klar gemacht, was brauchten die noch mal?

[31:27] Die Liebe, die erste Liebe. Genau. Und wir hatten auch gesagt, den Heiligen Geist, der die Liebe Gottes in ihre Herzen ausgießt.

[31:35] Genau. Und jetzt bei der Gemeinde Pergamon sagt Jesus ihnen auch wieder, was nicht stimmt.

[31:44] Und dann sagt er: "Tue Buße." Und auch da können wir etwas für uns lernen. Schaut mal mit mir noch in Matthäus 3 und dort Vers 7 und 8. Da haben wir den Bußprediger schlechthin.

[32:07] Und auch da können wir ein ähnliches Muster erkennen. Matthäus 3, 7 und 8. Als aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sahen, sprach er zu ihnen: Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, ihr könntet den zukünftigen Zorn entfliehen? So bringt denn Früchte, die der Buße würdig sind. Und denkt nicht bei euch selbst, sagen zu können: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. Okay, bis dahin. Danke schön.

[32:45] Könnt ihr da auch wieder die gleiche Struktur erkennen? Johannes sagt erst, was nicht passt, dass eben die Pharisäer und die Sadduzäer sich für besser als andere halten und dann meinen, naja, über sie wird schon kein Gericht kommen. Und danach sagt er: "Jetzt sage ich euch, tut Buße."

[33:03] Und das ist wichtig für uns in der Mission. Denn wir neigen manchmal dazu, dass wir zu anderen sagen: "Tue Buße" oder "Verändere dich." Oder manchmal sprechen wir es auch gar nicht aus, sondern denken uns nur: "Als so, der sollte jetzt mal schon ein ganzen..."

[33:25] So, der sollte jetzt mal schon einen ganzen Schritt weiter sein im Glaubensleben. Schritt weiter sein im Glaubensleben. Aber wir haben vorher noch gar nicht gesagt, fast diese Person eigentlich verändern sollte.

[33:43] Noch in der Gemeinde und den Geschwistern kommt es manchmal vor, dass man sich so denkt oder auch miteinander redet und sagt: „Warum hat Bruder XY immer noch diese schlechte Angewohnheit? Seit Jahren kommt der hierher und es hat sich immer noch nicht verändert.“ Oder ich kenne Schwester YZ jetzt schon so lange und immer noch macht sie dies und jenes. Das kommt manchmal so in einem hoch für dich, zu meinen, dass man sich da ärgert.

[34:21] Aber habe ich überhaupt XY schon gesagt, dass er diese schlechte Angewohnheit hat? Habe ich die Schwester überhaupt schon mal darauf hingewiesen, dass sie das und das anders machen könnte?

[34:43] Mir geht es auch, also nicht nur in der Gemeinde so, sondern manchmal zum Beispiel mit Kommilitonen, wenn ich rede, die schon mal durch eine Prüfung gerasselt sind, dann sagen die auch zu mir: „Ich weiß gar nicht, woran es lag. Ich habe so viel gelernt und gelernt und gelernt und trotzdem bin ich durch die Prüfung durchgefallen und ich weiß nicht, was ich besser machen kann. Das nächste Mal werde ich wieder lernen und lernen und lernen und halt probieren.“

[35:15] Aber Jesus ist anders. Jesus sagt nicht nur, du musst dich ändern, sondern er sagt auch konkret, was zu ändern ist. Und dann kommt er und sagt: „Tu Buße.“

[35:33] Wenn es so ist, dass wir nicht zu den Personen hingehen und sagen: „Das hast du“, sondern zu anderen Personen, und das ist eigentlich der falsche Weg. Ja, genau. Also wir sollen den Menschen liebevoll, natürlich nicht mit dem Hammer, sondern liebevoll aufmerksam machen: „Das und das passt nicht, oder das und das kannst du besser machen.“

[36:04] Und ich finde, die Tatsache, dass Jona nach Ninive gegangen ist und sich daraufhin die ganze Stadt bekehrt hat, die zeigt ja, dass man manchmal nur Dinge ansprechen muss und dann ist schon die Bereitschaft da zur Umkehr.

[36:21] Tu Buße. Als Abschluss lasst uns noch Markus 2 Vers 17 lesen.

[36:34] Geht das durch den Propheten Jeremia gesagt ist: „Es spricht eine Stimme ist im Rama gehört worden, viele jammern.“ Markus 2 Vers 17: „Wir brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, sondern Sünder zur Buße.“

[37:04] Danke schön. Das sagt Jesus auch an mehreren Stellen, das überliefern mehrere Evangelien. Aber ich finde, es ist so schön, dass er sagt: „Wenn Menschen erkennen, dass sie krank sind, dann gehen sie zum Arzt. Vorher nicht.“

[37:22] Und ich möchte auch gewissermaßen, dass die Menschen erkennen, dass sie sinnlos sind, weil dann erkennen sie, dass sie mich brauchen.

[37:32] Und so können wir das, glaube ich, auch bei der Gemeinde Pergamos oder überhaupt bei den ganzen Gemeinden sehen. Jesus tadelt nicht, um ihn mal so richtig zu zeigen, sondern Jesus tadelt sie deswegen oder deckt Missstände auf, dass sie erkennen: „Wir brauchen Hilfe, wir brauchen Jesus.“

[37:57] „Doch auch glückselig die geistig Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel.“ Aber du erkennst, dass du geistlich arm bist, dann gehst du zu Jesus und dann hat er verheißen.

[38:19] Ja, ja, sie sind da wie die Pharisäer und Sadduzäer, ja, die meinen, über sie kommt kein Gericht. Also sie sind schon gut genug. Ja, und das ist eben auch, wir sollen anerkennen, ja, es gibt Macken in unserem Leben, in unseren Gemeinden.

[38:42] Aber dann dürfen wir die harte Nuss Jesus vorwerfen. Hier ist es vor die Füße legen und er kann dann an uns arbeiten.

[38:56] Manche, wo sich nicht trauen, auf Menschen zuzugehen, auf die Geschwister zuzugehen. Sie sehen vielleicht nicht noch so gut, kennen nicht die Beziehung. Aber ich habe erlebt, dass eine Schwester einfach gebetet hat. Die hat nur wirklich, also bisschen um mich, mich vor Gott hingebracht und mich und Gott hat dann gewirkt. Also wenn man es nicht so macht, kann man es durch Gebet auch erreichen.

[39:20] Ja, Gott hat verschiedene Wege. Er kann auch, wenn man betet, ein ermutigen, dass man dann doch was sagt.

[39:25] Okay, dann lasst uns für heute Offenbarung 2 Vers 15 und einen Teil von Offenbarung 2 Vers 16 abschließen. Wenn das nächste Mal gehen, machen wir dann den Vers noch fertig.

[39:39] Aber ich hoffe auch, dass wir nicht nur jetzt einiges erkannt haben, sondern auch von Gott die Kraft und Überwindung bekommen, genau das umzusetzen. Lasst uns jetzt noch darum beten.

[40:06] Unser Vater im Himmel, wir haben heute vieles gesehen, dass wir von anderen lernen können, dass wirst du Geschichte lernen können. Aber ganz besonders wollen wir von dir lernen. Herr, du hast auch Missstände angesprochen, du hast sie nicht einfach so laufen lassen, denn du möchtest, dass wir dir in Wahrheit folgen, so wie es heißt: „Wir sollen dich im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

[40:40] Herr, ich danke dir, dass du durch den Heiligen Geist uns auch in unserem Leben zeigen wirst, wo noch Verbesserungsbedarf da ist und dass du uns auch die Kraft gibst, Dinge zu ändern.

[40:55] Herr, hilf uns auch im Umgang mit anderen, dass wir sie auch in liebevolle Art und Weise ermahnen.

[41:04] Heiland, du bist sehr geduldig und gütig mit uns und dafür danken wir dir jetzt schon, dass wir das auch, wenn wir von hier gehen, aufs Neue erleben dürfen. Im Namen Jesus. Amen.


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