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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 21, Vers 5, taucht Christopher Kramp tief in die Bedeutung von Gottes Verheißung ein, alles neu zu machen. Er beleuchtet, wer auf dem Thron sitzt, die Symbolik des Regenbogens als Zeichen des Bundes und die Parallele zwischen der Neuschaffung der Erde und der Erneuerung des menschlichen Herzens. Die Botschaft betont, dass Gottes schöpferische Kraft nicht nur die äußere Welt, sondern auch unser Innerstes verwandeln kann, und ermutigt dazu, diese Veränderung täglich im eigenen Leben zu erfahren.

In dieser Predigt über Offenbarung 21, Vers 5, beleuchtet Christopher Kramp die tiefgreifende Verheißung Gottes, alles neu zu machen. Er erklärt, wer auf dem Thron sitzt und welche Bedeutung der Regenbogen um den Thron hat. Die Predigt vergleicht die Erneuerung des Menschen mit der Wiederherstellung der Erde und betont, dass Gottes Wunsch nach einem neuen Herzen Priorität hat. Es wird aufgezeigt, wie diese Verheißung bereits heute im Leben eines Gläubigen erfahrbar wird.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de oder später dieses Video anschaut.

[0:57] Wir wollen heute weiter studieren, Offenbarung 21. Wir haben heute Vers 5 auf dem Plan. Und bevor wir uns in diesen Vers hinein vertiefen wollen, möchten wir Gott einladen, uns durch seinen Heiligen Geist im Studium zu führen. Und wem es möglich ist, den lade ich ein, mit mir niederzuknien.

[1:17] Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir als Lernende, als solche, die deine Weisheit brauchen, um dein Wort zu verstehen. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns jetzt all das vergessen lässt, was wir vielleicht den Tag über mit uns herumgeschleppt haben, dass wir alle Sorgen und alle Nöte am Fuß des Kreuzes abgeben können, dass wir uns jetzt konzentrieren können auf das, was du uns sagen möchtest. Herr, du bist mitten unter uns, das hast du verheißen. Wir möchten dich bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist unsere Herzen anrührst und erfüllst, dass wir gestärkt werden, ermutigt werden, den Weg mit dir zu gehen. Und wir danken dir, dass dein Wort nach deiner Verheißung nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich jetzt im Namen Jesu. Amen.

[2:27] Offenbarung 21 und dort Vers 5. Letzte Woche haben wir uns Vers 4 angeschaut und vielleicht kann jemand von euch nochmal kurz zusammenfassen, was war so der Punkt oder die Idee, die wir aus diesem Vers herausgenommen haben, was haben wir gelernt vielleicht aus Offenbarung 21 Vers 4? Kannst du dich noch erinnern, was wir da mitgenommen haben aus unserem Studium?

[3:03] Wir haben uns Gedanken gemacht darüber, dass das Erste ist vergangen, das Einste, wo herrscht noch immer der Tod, Schmerz und Leid und Geschrei, das wird nicht mehr sein, weil Gott wird etwas Neues schaffen. Ganz genau, wir haben gesehen, das Alte ist dann vergangen, Gott schafft etwas Neues. Und wir haben aber auch gesagt, diese Verheißung, es wird kein Geschrei und kein Leid und kein Schmerz geben, die ist hier nicht zum allerersten Mal da, oder? Könnt ihr euch erinnern? Wir haben gesehen, diese Verheißung gibt es schon vorher, und zwar im Alten Testament wird sie mehrmals angesprochen und dort bezieht sie sich eigentlich nicht immer nur auf die neue Erde, sondern auch worauf? Könnt ihr euch erinnern? Auf unser Leben jetzt, im Hier und Heute. Das heißt, wir haben gesagt, diese Verheißung, die Gipfeln dann in der neuen Erde, im neuen Himmel, in der Vollkommenheit, aber sie sind zumindest zu einem gewissen Teil, wir leben zwar noch in einer sündigen Welt mit den Konsequenzen der Sünden und deswegen wird es immer noch auch Tränen geben und auch Leid und Schmerz, aber zu einem ganz gewissen Grad kann Gott jetzt schon in diesem Leben uns Tränen wegwischen und Leid wegnehmen und Schmerz wegnehmen, denn wer mit Gott lebt, der hat eigentlich im weitestgehenden Sinne ein glückliches Leben. Und wir haben gesagt, wie wir das schon mehrmals in anderen Versen gesehen haben, dass Gott sich wünscht, dass wir so viel wie möglich schon auf dieser Erde ein Stück des Himmels erleben können und mit ihm leben immer mehr, sodass wir dann irgendwann bereit sind, die volle Herrlichkeit des Himmels und der neuen Erde und des neuen Himmels zu erleben.

[4:51] Und in diesem Zusammenhang wollen wir jetzt auch Vers 5 sehen. Es heißt hier in Vers 5, und wer das hat, darf den Vers gerne vorlesen, Vers 5.

[5:04] Und er auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er sprach zu mir: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss.

[5:17] Dankeschön. Also er spricht jetzt von jemandem, der auf dem Thron sitzt. Hatten wir den Thron in den Versen vorher hier irgendwo schon mal gesehen? In Offenbarung 20, Vers 11, hatten wir den Thron im Zusammenhang mit der Wiederkunft mit dem daraus sich resultierenden Gericht, ganz genau. Der Thron kommt ja häufiger vor in der Offenbarung und öfter auch mit jemandem, der darauf sitzt. Welche anderen Offenbarungsstellen fallen euch ein, wo Johannes den Thron sieht und den, der auf dem Thron sitzt? Gibt es da noch andere Stellen in der Offenbarung, wo Johannes jemanden auf dem Thron sieht?

[6:08] Das sind so, ich gebe euch einen Tipp, so Thronszenen. Szenen, wo der Thron Gottes im Mittelpunkt steht. In Offenbarung 4 zum Beispiel, ja, das ist eine ganz großartige Thronszene. Dort wird ja Johannes in den Himmel hinaufgeführt, im Geist, seine Tür ist geöffnet und wir lesen in Offenbarung 4 und dort Vers 2, was steht dort in Offenbarung 4, Vers 2.

[6:36] Und sogleich war ich im Geist und siehe, ein Thron stand im Himmel und auf dem Thron saß einer.

[6:42] Genau, in Offenbarung 4, Vers 2, da sagt Johannes, ich sah dort jemand auf dem Thron sitzen. Und ihr erinnert euch vielleicht, wir haben das öfter mal angesprochen, das ist ganz interessant, der Johannes, der sieht oft erst den Thron und dann der, der auf dem Thron sitzt oder erst das Pferd und dann der auf dem Pferd sitzt. Aber wie dem auch sei, wer ist denn das, den er hier sieht? Wen sieht denn Johannes hier auf dem Thron?

[7:19] Gott der Vater. Was würden die anderen sagen? Könnte Jesus sein? Jetzt müssen wir überlegen. Ja, also ein Argument wäre, jemand hat Gott gesehen. Gibt es denn andere Stellen, wo jemand in einer Vision sagt, ich sah Gott, den Vater? Also gibt es irgendjemanden, der sagt, ich habe da jemand gesehen auf einem Thron und es ist eindeutig Gott, der Vater gewesen?

[7:48] Als Adventisten könnte uns da eine Stelle ins Gedankengehen kommen. Lasst mal euren Finger hier, geht mal mit mir in Daniel Kapitel sieben.

[7:55] Daniel Kapitel sieben, da sagt Daniel in Vers neun, Daniel sieben Vers neun: Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und wer setzte sich? Wer setzte sich? Ein Uralter, ein hochbetagter, der sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß, das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron war ein Feuerflamm und dessen Räder ein brennendes Feuer. Und wer ist das hier, der auf dem Thron sitzt? Eindeutig Gott, der Vater. Warum eindeutig? Weil dann in Vers, in welchem Vers ist das? Genau, im Vers, wo kommt der Sohn des Menschen? Vers 13, genau.

[9:02] Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen. Er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und Jesus hat immer gesagt, er ist dieser Menschensohn. Er hat ja gesagt, ich bin der Sohn des Menschen. Er ist der, der zum Hochbetagten gebracht wird. Also hier haben wir ein Beispiel jetzt nur als quasi Gegenargument, wo ein Prophet in einer Thronvision den Thron Gottes sieht und Gott, den Vater da drauf.

[9:30] Nun, jetzt kann man natürlich sagen, und das muss man wahrscheinlich auch sagen, vermutlich hat hier Daniel das Ganze in einer, also er hat es nicht vermutlich, er hat, das war ja ein Traum, es war eine Vision. Er hat quasi ein Abbild des Thrones Gottes gesehen. Er hat nicht den tatsächlichen Vater gesehen von Auge zu Auge, denn wenn er das hätte gesehen, was wäre mit ihm passiert? Ja, ihr kennt vielleicht die Szene, wo Ellen White in einer ihrer ersten Visionen, 1845, in dieser Bräutigams-Vision, Jesus sieht und dann neben dem Thron und die Frage stellt, ob der Vater, der in seinem undurchdringlichen Licht ist, ob der auch eine Form hat wie Jesus. Denn es gab ja damals die vielen Vergeistliche, die nach 1844 gedacht haben, naja, vielleicht gibt es gar keine buchstäbliche Wiederkunft, vielleicht gibt es auch gar keinen buchstäblichen Tempel, vielleicht gibt es auch gar keine buchstäbliche neue Erde, vielleicht gibt es auch gar keinen buchstäblichen Gott, den Vater, vielleicht sind das alles nur so Prinzipien. Und sie fragt die Frage, hat er einen Körper, Gott der Vater? Und Jesus sagt dann, ja, genauso wie ich, nur du kannst ihn nicht sehen, denn in dem Moment, wo du ihn sehen würdest, würdest du aufhören zu existieren, sagt sie. Aber das heißt nicht, dass nicht sozusagen in einer Vision, in einer Darstellung, Gott der Vater so dargestellt wird, mit bestimmten Attributen. Also ob tatsächlich sozusagen er als ein Hochbetagter aussieht innerhalb seines Lichtes, das würde ich nochmal in Frage stellen. Aber es wird natürlich damit deutlich, dass er von Ewigkeit her ist. Das ist sozusagen die Idee in diesem Bild. Und also das heißt, die Tatsache, dass Johannes jemanden auf dem Thron sieht, ist noch kein Argument dagegen, dass es Gott der Vater sein könnte. Wir müssen also zurückgehen und überlegen, wen sieht er da auf dem Thron in Offenbarung Kapitel 4.

[11:21] Wir haben ja gelesen, er sagt, ich bin im Geist. Er hat eine Vision und er sieht den Thron im Himmel und er sieht jemanden auf dem Thron sitzen. Wer ist das jetzt? Ist das Gott der Vater oder ist das Jesus?

[11:43] Was meint ihr? Was könnten für Indizien dafür sprechen? Im Vers 10 steht es von 24 Ältesten, die beten ihn an. Okay, also du sagst, das könnte Jesus sein, weil die 24 Ältesten ihn anbeten, okay. Da geht es um die Schöpfung, ja, Vers 11. Aber was sagen die anderen? Vers 3 zum Beispiel. Könnte, ja, vielleicht auch in Jesus hindeuten, da sie ja genau beschreibt eigentlich, was sie sieht.

[12:10] Genau, also in Vers 3, da gibt es so verschiedene Dinge mit dem Regenbogen, ja, mit dem Bund, ja, okay. Also ihr sagt, es ist wahrscheinlich Jesus. In Kapitel 5 haben wir ja dann das Lamm, was eindeutig Jesus ist. In Kapitel 5 kommt das Lamm und das ist wo? Wo ist das Lamm? In der Mitte des Thrones, genau. Und in der Mitte der lebendigen Wesen, ja. Und ist das Lamm derjenige, der auf dem Thron sitzt? Oder sind das zwei verschiedene Personen? Vers 13, in Offenbarung 5, Vers 13.

[13:07] Genau, dem, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm, gebührt das Lob und die Ehre und die Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Also wenn das Lamm Jesus ist, dann ist der, der auf dem Thron sitzt, wer? Gott, der Vater. Genauso auch in Offenbarung 5 und dort Vers 7.

[13:24] Und es kam das Lamm und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß. Also der, der auf dem Thron sitzt, ist tatsächlich Gott, der Vater. Obwohl Jesus da eine ganz große Rolle spielt und eine entscheidende, zentrale Figur ist. Aber der, der auf dem Thron sitzt, ist Gott, der Vater.

[13:45] Jetzt schauen wir nochmal die Dinge, die um den Thron hier beschrieben sind in Vers 3. Jemand hat das schon erwähnt. Wer mag mal Vers 3 noch lesen? Offenbarung 4, Vers 3.

[14:00] Und der, der darauf saß, war seinem Aussehen nach gleich einem Jaspis und Karneusstein, und ein Regenbogen war rings um den Thron, seinem Aussehen nach gleich einem Smaragd.

[14:13] Genau, eines der wesentlichen Merkmale vom Thron Gottes ist dieser Regenbogen, der um den ganzen Thron herum geht. Jetzt, was meint ihr, warum beschreibt die Offenbarung den Thron Gottes so, dass ein Regenbogen um den Thron herum ist? Was soll das ausdrücken? Warum ein Regenbogen? Also man abgesehen davon, dass es wahrscheinlich sehr beeindruckend aussieht, aber das hat ja wahrscheinlich mehr zu sagen, als nur die Schönheit der Farben. Warum ein Regenbogen um den Thron?

[14:43] Wir müssen ja uns immer im Hinterkopf halten, die Verheißung Offenbarung 21, Vers 5. Siehe, ich mache es alles neu, kommt von dem, der auf diesem Thron sitzt. Das heißt, als Johannes ihn sieht, sieht er unwillkürlich auch den Regenbogen, der drum herum ist, oder? Also, warum Regenbogen? Den Regenbogen kennen wir aus der Zeit von Noah. Was war denn die Botschaft vom Regenbogen in der Zeit von Noah?

[15:10] Es war auch das Versprechen, dass Gott nie wieder die Erde auf die Art und Weise zerstören würde, wie bei der Sintflut. Ja, genau, es war ein Versprechen Gottes. Es war eine Verheißung, dass Gott nie wieder die Erde auf die Art und Weise zerstören würde, wie bei der Sintflut. Ja, genau, es war ein Versprechen Gottes. Es war eine Verheißung, zu der er stehen würde zu allen Zeiten.

[15:52] Dankeschön, also weil er die Lichtquelle ist, ich wiederhole das für die im Livestream. Kann der Regenbogen rundum sein? Regenbogen entstehen wann? Regenbögen entstehen wann? Nach dem Regen, und zwar als Sonne und Regen sind sozusagen quasi kombiniert.

[16:12] In der Arche-Noah-Geschichte, in der Noah-Geschichte steht der Regen für was? Was symbolisiert der Regen? Also, warum kam der Regen? Das war das Gericht Gottes. Und zwar das gerechte Gericht über die Sünde. Richtig? Also, direkt nach, also hätte man, direkt nachdem Adam, Adam ist ein Quatsch, Noah und seine Familie aus der Arche gegangen wären und sie gefragt, man hätte sie gefragt, was assoziiert ihr mit Regen? Wir denken heute vielleicht bei Regen auch, nicht wahr? Der Regen, der lässt die Pflanzen wachsen, nicht wahr? Und Regen, das kann ganz angenehm sein, irgendwie, wenn es heiß ist und so. Aber das war nicht ihre Assoziation. Ihre Assoziation war Regen, das Gericht. Da sind alle Sünder vernichtet worden. Regen war zunächst einmal mit Gericht verbunden.

[17:00] Im Kontrast dazu würde dann die Sonne, das Sonnenlicht, wofür stehen? Gibt es da so Bibeltexte, die von der Sonne sprechen, vom Sonnenlicht? Wofür steht das Sonnenlicht? Die Sonne der Gerechtigkeit, die heilt, nicht wahr? Die Heilung ist unter ihren Flügeln. Reinigt uns von aller Sünde, sagt die Bibel. Die Gnade Gottes. Das heißt, der Regenbogen steht dafür, dass die Gerechtigkeit, das gerechte Gericht über die Sünde und die Gnade Gottes sich harmonisch treffen. Denn nur in Gottes Plan ist es möglich, die Sünde vollkommen gerecht zu strafen und gleichzeitig die Sünder zu begnadigen. Wie ist das möglich? Indem Gott die Sünde auf sich selbst genommen hat. Und dadurch kann er gleichzeitig die Sünde bestrafen und den Sünder, der das möchte, retten. Gnade und Wahrheit, Gerechtigkeit und Gnade, die haben sich getroffen. Wie es im Psalm sagt, die haben sich geküsst. Die sind jetzt eins. Und der Regenbogen in all seinen schillernden Farben zeigt das an. Gott sagt dazu nur, das wird immer so sein.

[18:16] Übrigens, wir wissen ja, dass der Regenbogen ist ja nicht einfach. Ein Regenbogen kommt immer, wenn es Regen und Sonnenlicht gibt. Das war nicht einfach, wo Gott gesagt hat, Augenblick noch schnell hinein. Sondern er hatte von Anfang an, als er die Welt geschaffen hat, das so konzipiert, dass wenn es einmal regnen würde, Licht und Regen genau das ergeben. Das war von Anfang an geplant.

[18:44] Nun heißt also, diese Verheißung, siehe ich mache alles neu, ist Teil dieses großen Bundes, den Gott mit der ganzen Welt, letztendlich mit dem ganzen Universum geschlossen hat. Ein Bund, auf den man sich verlassen kann. Und zwar hundertprozentig.

[19:02] Jetzt schauen wir noch was an, der auf dem Thron sitzt, Offenbarung 4 Vers 9. Der mag mal Offenbarung 4 Vers 9 lesen.

[19:13] Und jedes Mal, wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Dank darbringen, dem, der auf dem Thron sitzt, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.

[19:22] Genau, was lernen wir über den hier, der auf dem Thron sitzt? Was lernen wir über ihn? Er lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Also nur, dass wir uns bewusst machen, wer das ist, der diese Verheißung hier gibt. Denn Johannes wird ja gesagt, schreibe, dies sind die wahrhaftigen Worte Gottes. Die Bibel ist immer Gottes Wort. Die Bibel ist immer das, was durch den Heiligen Geist inspiriert worden ist. Die Bibel ist immer das, was Jesus mitgesagt und mitgeteilt hat durch die Propheten, selbst am Berg Sinai und auf der Erde dann. Aber hier haben wir Worte, die direkt von Gott, dem Vater kommen, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt.

[20:12] Und vielleicht noch in Offenbarung 20 und dort Vers 11, da haben wir schon gesehen, wo der Vater bei der Wiederkunft dabei sein wird. Da heißt es in Vers 11: Und ich sah einen großen weißen Thron, und den, der darauf saß, vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz für sie gefunden. Das ist ziemlich gewaltig, dass der bloße Anblick von Gott, dem Vater, Himmel und Erde vergehen lässt. Und er sagt, Gott, der Vater, ich habe eine Botschaft, und die ist mir so wichtig, dass Johannes, der alte Johannes, als Gefangener auf Patmos sie aufschreiben soll. Und durch die Offenbarung spricht Gott, der Vater, der auf dem Thron sitzt, direkt zu uns, direkt zu mir und zu dir.

[21:12] Also ich weiß ja nicht, was du erwarten würdest, wenn du mit verhülltem Angesicht vor Gott, dem Vater, knien würdest, welche Worte du erwarten würdest, die er dir sagt. Aber die Verheißung Gottes, die er hier der sündigen Menschheit gibt, durch Johannes ist: Siehe, ich mache alles neu.

[21:33] Was steckt denn da für eine Idee dahinter, wenn jemand sagt, ich mache alles neu? Ein Neueinfang, okay, ein Neueinfang. Welche anderen Ideen kommen euch? Das alte vergeht, ja, da geht etwas zu Ende, etwas Neues fängt an. Vergebung, ja, wo denkst du noch, siehe, ich mache alles neu. Ja, das heißt, wir werden auch einen neuen Körper bekommen, auch der wird neu gemacht. Offensichtlich hat Gott den Wunsch, noch mal, wie du richtig gesagt hast, ganz von vorne anzufangen. Ich mache alles neu.

[22:28] Interessanterweise diese Idee, dass er etwas Neues schafft, kommt, und da werde ich euch jetzt nicht überraschen, kommt schon aus dem Alten Testament. Jesaja 42, und dort Vers 9.

[22:46] Und das ist mal allgemein gehalten, hier in Jesaja 42, und dort Vers 9. Wer mag das mal lesen, Jesaja 42, und dort Vers 9.

[22:59] Siehe, das Frühere ist eingetroffen, und Neues verkündige ich. Ehe es hervorsprosste, lasse ich es euch hören.

[23:06] Okay, was ist die Idee in diesem Vers, den Jesaja uns hier hat aufschreiben lassen? Was ist die Idee in diesem Vers? Bevor etwas kommt, sagt Gott schon voraus, dass es passieren wird.

[23:30] Also erst die Verheißung, dann ist die Erfüllung. Gott macht Neues, aber bevor er Neues macht, sagt er schon, er verspricht es. Das ist ein ganz interessanter Gedanke, und das ist erstmal allgemein, das spricht hier nicht nur von der neuen Erde oder vom neuen Himmel, das spricht grundsätzlich, wenn Gott etwas Neues macht, sagt er schon vorher, dass er es tut. Und dann ist es an uns, ihm zu glauben, dass er auch tatsächlich diese Verheißung erfüllen wird.

[24:06] Was denkt ihr, woher können wir wissen, die wir heute hier sitzen, dass Gott tatsächlich alles neu machen wird? Er sitzt auf dem Thron, er sagt, ich mache alles neu. Wenn euch jemand fragt, warum bist du dir so sicher, dass er wirklich alles neu machen wird, was würdest du antworten?

[24:35] Ja? Also eine Antwort, die wir dir geben, ist, alles, was Gott versprochen hat, hat sich bis jetzt erfüllt. Und wenn es sich 99% erfüllt hat, dann erfüllen sich alle anderen auch. Okay, also man könnte sagen, alle Verheißungen, die wir kennen, die wir getestet haben, haben sich als belastbar erwiesen, sie haben sich erfüllt, ja? Einfach, weil es Gott gesagt hat. Weil es Gott gesagt hat, und wir die Erfahrung gemacht haben, wenn Gott spricht, dann ist das nicht nur eine Beschreibung, sondern er tut das, was er sagt, ja?

[25:06] Gibt es denn noch irgendwo in der Bibel eine Verheißung, dass er alles neu machen wird? Außer in Offenbarung 21 Vers 5. Offenbarung 21 Vers 5 steht, dass Gott, der Vater sagt, ich mache alles neu. Aber diese Idee, dass alles neu gemacht wird, gibt es denn noch irgendwo anders?

[25:31] Ja? Er spricht ja davon, dass er ein neues Herz und einen neuen Geist geben möchte. Ah, okay, also jetzt sind wir der Sache schon ganz, ganz auf der Spur. In unserem eigenen Leben, sagt Gott, will er uns ein neues Herz, einen neuen Geist geben. Gibt es da irgendwo eine Verheißung, die in diesem Zusammenhang sagt, alles ist neu?

[25:56] Paulus im Korinther. Paulus im Korinther, das ist nicht im Alten, sondern im Neuen Testament. Welcher Korinther ist das? 2. Korinther 5 Vers 17. Und man ist ganz erstaunt, wenn man das jetzt vergleicht, dass es eigentlich fast dieselben Worte sind.

[26:09] 2. Korinther 5 und dort Vers 17. Da heißt es nämlich, wer mag das lesen? 2. Korinther 5 Vers 17.

[26:20] Ist somit jemand in Christus, so ist es ein neues Geschöpf. Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.

[26:27] Genau, das ist interessant, oder? Er sagt, eine neue, also schauen wir uns mal die Verse hier an, den Vers mal genauer an. Was sind die Elemente in diesem Vers? Was sind die einzelnen Aspekte? Er sagt, in Christus ist jemand eine neue Schöpfung. Okay, was noch? Das Alte ist vergangen und alles ist neu.

[27:08] Also Paulus sagt, wenn jemand, und jetzt ganz wichtig, was ist die Bedingung, damit diese drei Dinge zutreffen? Dass es eine neue Schöpfung ist, dass das Alte vergangen ist und alles neu ist. Was ist die Bedingung? In dem Vers. In Christus. Nicht, wenn ich einfach nur neben Jesus stehe. Nicht alle Menschen, die zur Zeit, als Jesus auf der Erde war, neben ihm gestanden haben, die haben das erlebt. Nicht alle Menschen, die wissen, dass Jesus existiert hat. Nicht alle Menschen, die glauben, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, sondern alle, die in Christus sind.

[27:39] Was heißt es denn, in Christus zu sein? Ist ja ein bisschen merkwürdig, oder? Also so von der grammatischen Konstruktion erst mal. Was heißt das, in Christus zu sein?

[27:52] Seine Gerechtigkeit annehmen? Ja. Mit ihm zu leben, mit ihm befreundet zu sein, ihn als seinen persönlichen Erlöser angenommen haben, mit ihm verbunden zu sein. Getrennt von mir könnte nichts tun. Wer mit Jesus verbunden ist, sagt die Bibel, der erlebt drei Dinge. Er ist eine neue Schöpfung, das Alte ist vergangen und alles ist neu geworden.

[28:16] Wo finden wir diese drei Ideen? Sogar in der gleichen Reihenfolge nochmal. Dass es eine neue Schöpfung gibt. Das Alte ist vergangen. Siehe, ich mache alles neu. Offenbarung 21. Denn Offenbarung 21 sagt ja genau das, oder? Wenn wir ab Vers 1 gucken, da heißt es, dass es eine neue Schöpfung gibt, einen neuen Himmel, eine neue Erde. Das ist Schöpfung. Am Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde und jetzt heißt es, dass Gott einen neuen Himmel, eine neue Erde macht, eine neue Schöpfung. Dann stand da irgendwo, dass das Alte vergangen ist. In Vers 4. Kein Schmerz, kein Geschrei, kein Leid, denn das Erste ist vergangen. Und hier heißt es, siehe alles ist neu geworden. Und dort heißt es, der auf dem Thron saß, sprach, siehe ich mache alles neu. Alle drei Aspekte treffen auf die neue Erde zu.

[29:18] Was ist der Unterschied zwischen 2. Korinther 5, Vers 17 und Offenbarung 21? Was ist der Unterschied zwischen den beiden Passagen?

[29:27] Das eine, ja das ist auch irdisch. Das ist irdisch, das ist nämlich auf der neuen Erde. Ja, aber es ist auf der neuen Erde.

[29:40] Okay, das eine ist der Mensch, das andere ist die Erde. Da gibt es also offensichtlich eine Korrelation zwischen dem Menschen und seiner Erlösung und dem Planeten selbst und seiner Wiederherstellung.

[29:56] Gibt es da noch andere Bibeltexte, die so ein bisschen davon sprechen, dass das Schicksal oder der Erlösungsplan der Menschen irgendwie auch was zusammenhängt mit dem Planeten? Gibt es in der Bibel irgendwo die Idee, dass als der Mensch sündigte, die Erde auch in Mitleidenschaft gezogen worden ist? Im Römerbrief war die ganze Erde seufzt, die ganze Schöpfung seufzt und wartet auf die Erlösung. Aber noch viel früher.

[30:32] Ja, ganz genau. Als Adam sündigte, noch am selben Tag begannen die Dornen zu wachsen und die Disteln zu wachsen. Das heißt, der Zustand der Erde ist direkt verknüpft mit dem geistlichen Zustand der Menschheit.

[30:50] Ihr wisst vielleicht, wie viele Flüche kamen auf die Erde in den ersten Jahrhunderten? Wie viele Flüche, ein Fluch, zwei Flüche, drei Flüche, vier Flüche, wie viele Flüche kamen auf die Erde? Bei Ellen White wird das ganz deutlich ausgeführt, sie sagt, es sind drei Flüche auf die Erde gekommen. Der erste Fluch kam als Adam sündigte, oder? Adam sündigte, die Erde ist verflucht um deine Willen. Wann kam der zweite Fluch? Bei Kains Sünde, das war nochmal eine Stufe mehr. Und dann der dritte Fluch? Das war bei der Sintflut, sagt sie. Und das war dann der schlimmste Fluch. Was also zeigt, das ist ja quasi auch so ein absteigendes Muster. Adams Sünde, Kains Sünde und dann die Sünden der ganzen Welt vor der Sintflut. Das führt auch zu einer Beeinträchtigung des Planeten, das führt zu Leid auf dem Planeten selbst.

[31:52] Denn selbst wenn morgen alle Menschen tot wären, würde ja trotzdem die Folge der Sünde den Planeten immer noch heimsuchen sozusagen. Und da sieht man also sehr schön, wie sozusagen unsere Umwelt irgendwie verbunden ist auch mit der Erlösung des Menschen. Der Erlösungsplan ist nicht nur für die Menschheit, sondern hat Auswirkungen darüber hinaus. Denn eigentlich war ja die Erde den Menschen gegeben, um sie zu bewahren und zu bebauen.

[32:26] Okay, also ein Unterschied ist, hier haben wir den Menschen, hier haben wir die Erde, die neue Erde. Was haben wir denn noch für einen Unterschied? Außer, dass das eine der Mensch ist und das andere die Erde. Gibt es da noch einen Unterschied zwischen den beiden Passagen?

[32:50] Was ist noch ein Unterschied? Den Unterschied kann man vor allem an diesem Aspekt hier sehen, der die beiden vergleicht. Mit scharfem Blick die beiden Textstellen miteinander vergleicht, gibt es einen ganz klaren Unterschied. Was heißt es in 2. Korinther 5, Vers 17, über alles ist neu? Da steht, denn das alte ist vergangen, siehe.

[33:15] Ja, es ist in beiden Verhältnissen Gott, der es macht. Dann gibt es einen Unterschied. 2. Korinther steht, es ist alles neu geworden, Vergangenheit. Ja, Vergangenheit, es ist alles neu geworden, jetzt, hier und? In Offenbarung 21 ist es Zukunft, siehe. Ich mache alles neu, in der Zukunft.

[33:41] Das eine ist, also wann wird das passieren? Haben wir jetzt schon so oft gesagt, kann man schon aus der Hüfte schießen. Wann wird das passieren? Nach den tausend Jahren, oder? Wann soll das hier passieren? Heute.

[34:00] Heute, da er seine Stimme hört. Jetzt haben wir eine Frage an euch. Was ist denn aus Gottes Sicht das, was ihm mehr am Herzen liegt? Das ist schwierig zu sagen, weil ihm wahrscheinlich beides sehr, sehr, sehr am Herzen liegt. Aber was ist das, was ihm wichtiger ist? Die Neuschaffung der Erde, oder die Neuschaffung eines menschlichen Herzens?

[34:30] Erster, weil nur diejenigen, die das erleben, erleben die Zweifel. Ja, das ist dann der Grund, genau. Weil die Erde, so schön sie auch ist, liebt ihn nicht zurück. Selbst die Tiere, ich meine, die sind zwar irgendwie so schön und so, aber die können ihn nicht so richtig lieben, ja. Die Tiere, die haben nicht die Kapazität, jetzt moralisch so wertzuschätzen, wie Gott ist. Deswegen gibt es ja die Menschen. Gott hat die Menschen geschaffen, als Wesen, die ihn zurücklieben können. Und natürlich achtet er auf jeden Vogel und auf jeden Grashalm und alles ist unter seiner Hand. Und er möchte alles wiederherstellen. Aber von den beiden Dingen, die Wiederherstellung des Planeten und die Wiederherstellung des menschlichen Herzens, ist ihm das menschliche Herz das Allerwichtigste und deswegen kommt das auch zuerst. Wenn menschliche Herzen wiederhergestellt sind, dann wird auch der Planet wiederhergestellt.

[35:43] Das ist ganz interessant, ja. Ja, ich sehe noch einen Unterschied, in dem ist deshalb, glaube ich, 1. Korinther 5, 17 mehr, ich sage nicht wert, sondern das macht Gott alleine. Im Psalm sagt es, ich sage etwas und es muss stehen. Aber bei den Menschen muss der Mensch mit ihm zusammenarbeiten. Ich habe an einer Kassette gehört, vor vielen Jahren, dass Gott etwas sagen kann und steht. Planeten, Sterne, aber bei den Menschen ist es anders. Wir haben freien Willen, wir müssen mit ihm zusammenarbeiten. Man könnte sagen, wie wir vor kurzem gesagt haben, das Herz des Menschen ist die Grenze Gottes. Er kann nicht, er wird nicht die Tür eintreten. Und deswegen hast du vollkommen recht. Die Erde muss sich nicht entscheiden, ob sie das Licht annimmt. Gott sprach, es werde Licht und es wurde Licht. Die Bibel sagt, das Gleiche kann unserem Herzen passieren. Gott kann Licht hineinsprechen, aber nur, wenn wir die Herzenstür auch aufmachen.

[36:44] Aber halten wir fest, was im Herzen passieren soll, ist eigentlich nichts anderes, als was nach den tausend Jahren passiert. Und das ist diese Idee, wenn er davon spricht, dass wir den Himmel im Herzen haben können, wenn Jesus sagt, das Reich Gottes ist mitten unter euch. Das ist eigentlich das Reich Gottes in seiner Herrlichkeit, wenn Gott der Vater mit dem Sohn im Heiligen Geist, wenn die in Neu-Jerusalem mitten auf der Erde regieren, wenn dann ist das Reich Gottes in Fülle buchstäblich auf der Erde. Aber Jesus wusste, was er sagt, als er sagte, das Reich Gottes, das hier, kann schon mitten unter euch sein. Denn genau das, was nach den tausend Jahren passiert, kann jetzt schon passieren. Das Alte ist vergangen, alles ist neu geworden.

[37:35] Was würdet ihr denken, wenn ihr auf der neuen Erde seid und ihr geht so ein bisschen durch die Gegend, geht durch die Wälder, geht über die Berge und dann seht ihr in den Wäldern einen Löwen, der ein Lamm frisst. Was würdet ihr denken? Wärt ihr nicht ein bisschen enttäuscht? Würdet ihr nicht sagen, Moment Gott, du hast versprochen, dass alles neu wird. Und stellt euch vor, Gott würde dann sagen, ja, weißt du, die allermeisten Löwen sind hier vegetarisch. Es gibt nur ein, zwei, drei Löwen, das ging jetzt nicht anders. Es kommt ja auf die grundsätzliche Idee an, oder? Wir haben auch genügend Lämmer, und ein paar Lämmer wird es ab und zu alle paar hundert Jahre mit einem Lamm draufgehen. Das ist ja nicht so schlimm, weil im Wesentlichen, das ist ja viel besser als früher, oder? Was würdet ihr sagen?

[38:46] Nee. Wisst ihr, genau das sagen wir oft, wenn es um das menschliche Herz geht. Da sagen wir, ja, natürlich, wir müssen Sünde überwinden, und ja, natürlich, aber ob man jetzt wirklich alle Sünde überwinden muss, und ob man dann wirklich ganz Gott treu sein kann, vielleicht kommt es da gar nicht so auf die Details an. Vielleicht geht es mehr so um die Herzenseinstellung, ja? Wenn Gott sagt, es war doch meine Herzenseinstellung, alles gut zu machen, und ja, es ist jetzt nicht ganz gelungen, es gibt immer noch ein paar wilde Tiere, und ja, vielleicht wird auch von den Millionen Menschen, vielleicht wird auch ein oder andere mal sterben, ja? Aber es war meine Herzenseinstellung. Dann würdet ihr sagen, Moment mal, du hast versprochen, alles neu zu machen, und das bedeutet, vom Alten soll, wie viel übrig bleiben? Nichts.

[39:30] Und ihr Lieben, das sagt Paulus. Und er weiß, was er tut. Über das menschliche Herz. Er sagt dasselbe über das menschliche Herz. Und wenn wir denken, naja, Hauptsache unser Herz wird mal ein bisschen besser gemacht, und unsere Lieblingssünde wird überwunden, und das wird überwunden, aber alles können wir vielleicht nicht überwinden, dann haben wir noch nicht verstanden, was Gott tun will. Und übrigens, wir haben zwar gesagt, wir müssen mit ihm kooperieren, aber es ist seine Schöpfung. Und so herrlich, wie er die neue Erde machen möchte. Neuen Himmel, neue Erde, alles neu. So neu möchte er auch unser Herz machen. Alles neu.

[40:20] Dann ist die Frage, die wir uns stellen können, ich meine, das steht ja hier, das sagt der Paulus, alles ist neu geworden, das Alte ist vergangen. Dann müssen wir uns mal die Frage stellen, warum gibt es da manchmal so Altlasten noch in unserem Herzen, oder? Vielleicht sind wir nicht immer so mit Jesus, wie wir denken. Denn wenn wir direkt, stetig mit Jesus verbunden sind, macht er alles neu. Und ja, wir wissen aus anderen Bibeltexten, das ist heute nicht das Thema, dass das nicht von heute auf morgen geschieht, dass es viele Schritte gibt, dass es ein Prozess der Heiligung ist, nicht wahr? Dass Gott uns Stück für Stück führt, um uns unsere Charakterfehler zu zeigen, aber jedes Mal, wenn er uns einen Charakterfehler zeigt, dann nicht, um zu sagen, siehst du, naja, niemand ist halt vollkommen, nicht wahr? Du auch nicht. Wenn er uns einen Charakterfehler zeigt, dann deswegen, um uns zu zeigen: Den kannst du mir geben. Ist euch das mal bewusst gewesen? Das fällt uns immer in dem Moment nicht ein, ja? Wenn so Charakterfehler sich zeigen, dann ärgern wir uns vielleicht, ja? Oder wir denken, ach, naja, siehst du, kann man eh nicht überwinden. Aber jedes Mal, wenn Gott uns in Situationen bringt, wo etwas aus unserem Herzen rausquillt, wo wir merken, oh nee, das ist ja wirklich furchtbar, dann lässt er das zu, damit wir sagen: Herr, genau das musst du mir jetzt nehmen. Damit er Stück für Stück alles neu machen kann. Denn das Alte ist vergangen. Siehe, ich mache alles neu.

[41:50] Mir kommt der Gedanke, dass Gott, glaube ich, durch die letzte Generation bei Wiederkunft Jesu, der Vorwiederkunft Jesu, zeigt, dass es Männer und Frauen gibt, die diesen Weg gehen werden. Dass sie vom Heiligen Geist folgen. Und sie werden überwinden über alle Arten von Sünden. So wie Henoch damals. Ja, grundsätzlich ist das etwas, das betrifft jede Generation. Paulus schreibt ja hier an die Korinther, die sind im ersten Jahrhundert. Er sagt, das ist ein Prinzip, das gilt für euch. Und natürlich, am Ende, die 144.000, wenn sie dann durch die Trübsalzeit gehen, werden genau das erleben. Dass Gott ihnen ein neues Herz schenkt. Ein neues Herz schafft neue Gedanken. Und deswegen sagt die Bibel, wir müssen uns, also was ist unsere Aufgabe? Unsere Aufgabe ist jetzt nicht zu sagen, oh meine Güte, hier ist noch was Altes. Ich muss das Alte schnell wegräumen. Nein, nein, nein. Unsere Aufgabe ist was? Bei Jesus sein. Je mehr wir mit Jesus sind, desto mehr kann er das tun. Unsere Aufgabe ist es, Jesus hineinzulassen, mit Jesus zu kooperieren. Ihm die Tür aufzumachen. Seine Aufgabe ist es dann, etwas Neues zu schaffen. Da haben wir keine Chance. Das können wir nicht. Er kann was Neues schaffen. Er kann das Alte wegnehmen. Er kann alles neu machen. Das ist seine Aufgabe. Aber wir müssen in ihm sein. Mit ihm leben, Tag für Tag.

[43:09] Wir sehen also, es gibt einen guten Grund, zu glauben, dass Gott alles neu machen wird. Wenn ich in meinem eigenen Leben erlebe, dass Gott alte Gewohnheiten verändert. Mir neue Gedanken schenkt. Neue Prinzipien schenkt. Wenn ich das in meinem eigenen Leben erlebe, dann fällt es mir auch nicht mehr so schwer zu glauben, dass er das mit diesem Planeten machen kann, oder? Für mich ist das das schlagende Argument beim Thema Schöpfung und Evolution. Ich bin kein Biologe, ich bin kein Chemiker. Es gibt wahrscheinlich viele tolle Argumente. Ich kann sie nicht so gut wiedergeben. Er hat Dinge in meinem Leben geschaffen, die ich alleine nie hätte machen können. Deswegen weiß ich, er kann schaffen. Er kann aus seinem Wort heraus etwas Neues machen. Deswegen glaube ich, er hat die Welt geschaffen. Wenn wir das erleben, dass Gott uns neu macht, dass er uns verändert, dass er uns schon so viel verändert hat, dann haben wir auch eine Grundlage, weil wir die Erfahrung täglich in unserem Leben machen. In diesem Sinne können wir wieder sehen, dass die Nachricht und die Verheißung von der neuen Erde, vom neuen Himmel, in Wirklichkeit auch schon in diesen Grenzen eine Verheißung ist für unser Leben hier.

[44:35] Um Gott bitten, dass wir jeden Tag erleben, dass wir mit Jesus sind und dass er in uns jeden Tag aufs Neue, alles Neue machen kann. Lass uns doch beten.

[44:56] Lieber Vater im Himmel, Worte können eigentlich nicht ausdrücken, was du denkst und was du dir wünschst. Du hast es uns in menschlichen Worten aufschreiben lassen, damit wir eine grundlegende Idee davon werden, was du in unserem Leben tun möchtest und was du für diesen ganzen Planeten planst. Du möchtest ganz von vorne anfangen mit dieser Welt, die Sünde komplett ausrotten. Du hast uns gezeigt, dass bevor du diesen Planeten neu schaffst, du Menschen vorbereiten möchtest, auf diesem neuen Planeten zu leben. Menschen, die aus Erfahrung wissen, was es bedeutet, dass du Sünde vergibst. Menschen, die aus Erfahrung wissen, was es bedeutet, ihr Herz dir zu geben, von dir verändert zu werden und die in ihrem eigenen Leben erlebt haben, welche schöpferische Kraft du hast. Herr, wir möchten dich um Vergebung bitten, wo wir diese Kraft ignoriert oder kleingeredet haben oder missachtet haben. Wir bitten uns, ein reines Herz, jeden Tag aufs Neue, und gib uns einen festen Geist, dass das Alte immer mehr vergehen kann und alles neu wird, so wie du es dir wünschst, durch deinen Heiligen Geist, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

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