In dieser Predigt über Offenbarung 2, Vers 16, taucht Mirjam Giebfried tief in die Bedeutung des „Schwertes seines Mundes“ ein. Sie erklärt, wie dieses geistliche Schwert, das Wort Gottes, sowohl richten als auch heilen kann. Anhand biblischer Beispiele wird verdeutlicht, dass Jesus als unser Hirte und Verteidiger handelt, dessen Worte Klarheit schaffen und uns auf Gottes Seite stellen.
Offenbarung 2:16b
Mirjam Giebfried · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:47] Hallo und ein herzliches Willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr heute gekommen seid, schön, dass ihr jetzt auch live eingeschaltet habt auf joelmedia.de oder wenn ihr euch das Video später anschaut. Wir haben letztes Mal so ein kleines Stückchen von Offenbarung 2, Vers 15 begonnen. Heute wollen wir diesen Vers abschließen und weil wir das unter der Leitung des Heiligen Geistes tun wollen, lasst uns gemeinsam niederknien zum Gebet.
[1:23] Lieber Vater im Himmel, ich danke dir, dass wir heute hier sein dürfen, dass wir heute dein Wort haben können, um es zu studieren. Ja, du bist uns schon oft durch dein Wort begegnet, du hast uns schon oft gezeigt, was in unserem Leben nicht stimmt, aber du hast uns auch eine Zukunft gegeben, dass wir sehen können, was uns erwartet, wenn wir uns täglich entscheiden, mit dir zu leben. Vater, heute bitten wir dich erneut um den Heiligen Geist, dass du ihn in unsere Herzen ausgießt, dass wir dir dienen und dich in deinem wahren Licht erkennen. Herr, bitte sprich du jetzt auch zu uns persönlich und lass uns durch dein Wort bewegt werden. Im Namen Jesu beten wir darum. Amen.
[2:19] Schlagt mit mir den heutigen Vers auf: Offenbarung 2 und dort Vers 16. Ja, wir sind schon in Vers 16. Wir können noch mal beide Verse lesen, weil sie zusammengehören. Entschuldigt, Offenbarung 2, Vers 16. Ich lese mal: "Du hast auch solche, die die Lehre der Nikolaiten festhalten, was ich hasse. Tu Buße, sonst komme ich rasch über dich und werde gegen sie Krieg führen mit dem Schwert meines Mundes."
[3:27] Das letzte Mal, ihr erinnert euch, hatten wir schon uns diesen kleinen Wortlaut "Tu Buße" angeschaut und wir hatten da gesagt, Jesus ist einer, der nicht einfach so zu Umkehr und Buße aufruft, sondern was macht er vorher? Er sagt vorher, was nicht passt. Oder was hat denn in der Gemeinde Pergamon nicht gepasst? Da gab es zwei Lehren: einmal die Lehre des Bileam, genau, und einmal die Lehre der Nikolaiten, die wie eine Seuche sich durch die Gemeinde gezogen haben und manche befallen haben. Und jetzt sagt Jesus: "Tu Buße!" Und heute wollen wir in Vers 16, wohlgemerkt, weiter schauen, wie es heißt: "Sonst komme ich rasch über dich und werde gegen sie Krieg führen mit dem Schwert meines Mundes."
[4:27] Kommt euch dieser Wortlaut bekannt vor? "Sonst komme ich rasch über dich..."
[4:53] "...bedenke nun, wovon du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke, sonst komme ich rasch über dich und werde deine Leuchte von ihrer Stelle wegstoßen, wenn du nicht Buße tust." Okay. Wir haben es also schon mal studiert, dass Jesus erst zu Buße aufruft und dann sagt: "Wenn du aber nicht Buße tust, dann wird das Folgen haben. Dann werde ich in Offenbarung 2 den Leuchter, also dein dein Licht, das du hast, werde ich wegnehmen." Und hier sagt er jetzt: "Sonst komme ich rasch über dich und werde gegen sie Krieg führen mit dem Schwert meines Mundes."
[5:38] Was bedeutet das denn, wenn jemand rasch kommt?
[5:52] Lasst uns mal einen Vers anschauen, wo jemand rasch zur Hilfe gebeten wird. In Josua 10, Vers 6. Das kann eben diesen Anklang haben von Überraschung. Dann ist es wohl eher negativ, aber es kann durchaus auch positiv ausfallen, so wie wir das in Josua sehen. Vers 6. Ich weiß nicht, ob ihr die Geschichte aus Josua 10 kennt. Dort ist der Kontext, dass die Gibeoniter sich mit den Israeliten verbündet haben und da gibt es noch viele andere ja, so Stämme oder ja, kannanäische Könige außen herum. Die sehen das jetzt und sagen: "Es gefällt uns nicht, denn wenn sich die Gibeoniter mit Israel verbinden, dann sind die stark und dann sind die gegen uns." Und sie sehen ähm darin seine Feindschaft. Was machen die Stämme, diese kannanäischen Könige? Sie setzen einen Krieg gegen die Gibeoniter an. Und jetzt kommt unsere Stelle in Josua 10, Vers 6: "Bote zu Josua in das Lager nach Gilgal und ließen ihm sagen: Zieh deine Hand nicht ab von deinen Knechten, komm rasch zu uns, herauf und errette uns und hilf uns, denn alle Könige der Amoriter, die im Bergland wohnen, haben sich gegen uns versammelt."
[7:35] Hört ihr da auch diesen Hilferuf heraus? Und sie kommen zu Josua und als es denn jetzt die Gibeoniter und sie sagen: "Komm du rasch und hilf uns!" Was sagen sie denn? Genau: "Komm rasch zu uns herauf und rette uns und hilf uns."
[7:58] Wisst ihr, das ist eine Parallele auch zu Jesus. Es klingt ein bisschen bedrohlich in Offenbarung 2, Vers 16, zugegebenen Maßen, wenn Jesus sagt: "Wenn ihr nicht Buße tut, dann komme ich rasch." Aber letztendlich will Jesus nicht zum Verderben, sondern zur Hilfe kommen. Er will auch... wir können sagen, er will helfen.
[8:25] Was war noch die anderen Worte? Rettung oder...
[8:31] Und bei mir hieß es noch: "Komm rasch zu uns herauf, errette uns und hilf uns." Also es ist auch so diese Bitte: Sei bei uns, da sein, ja, schnell da sein. Genau.
[8:56] Es ist dringend. Es ist dringend. Es liegt ein Problem vor und das soll gelöst werden. Und Jesus sagt so ungefähr: "Wenn ihr nicht eine Lösung mitarbeitet, ich werde trotzdem die Lösung bringen." Das zeigt uns aber auch, Jesus steht schon in den Startlöchern. Hier ist es, er möchte etwas tun. Er möchte deine Veränderung sehen. Und ja, nicht losgelöst von dem Volk Gottes, sondern deswegen sein Aufruf zur Buße. Aber in unserem persönlichen Leben können wir auch daraus lernen, wenn wir Hilfe brauchen, dann ist Jesus schon bereit, auch zur Hilfe zu eilen.
[9:45] So, jetzt hier ist es, was, wie will Jesus einschreiten in Offenbarung 2, Vers 16? Mit dem Schwert seines Mundes. Wofür steht das noch mal?
[10:01] Ja, gibt es auch einen Vers oder könnt ihr vielleicht so ungefähr sagen, wie der heißt, der uns das deutlich macht?
[10:16] Ja, genau. Wo finden wir dieses zweischneidige Schwert schon mal? Ja, ja, genau. Such mal in Offenbarung 1, dazu ab Vers 12 ist dann die Beschreibung von Jesus.
[10:43] Offenbarung 1. Habt ihr schon gefunden? "Und er hat in seiner rechten Hand sieben Sterne, aus seinem Mund ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert hervor, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne ihre Kraft."
[11:10] Danke schön. Was bedeutet das für uns, wenn das in Offenbarung als Vers 16 schon mal bei der Beschreibung von Jesus vorkommt?
[11:27] Naja, wir können daraus mitnehmen, dass gehört zu Jesus. Das ist unscheinbar von Jesus. Es ist nicht so, dass Jesus sagt: "Ich sehe das Problem und die machen nichts, die reagieren nicht auf meine auf meine Warnung. Jetzt gehe ich mal hin und ich nehme dieses Schwert und dann gehe ich wieder zurück und fange an gegen sie zu kämpfen." Nein, dieses Schwert, das ist in Jesus Mund. Und deswegen heißt es ja auch, das Schwert, es seines Mundes. Und dieses Schwert, das hat er losgelöst davon, ob er es jetzt dann auch wirklich in diesen Krieg schauen wir uns noch an, einsetzen wird oder nicht. Dieses Schwert gehört zu Jesus. Okay.
[12:13] Was, was können wir noch eben dem Vers 16 entnehmen? Es ist wie, ist das Schwert? Es ist zweischneidig und es ist scharf.
[12:31] Genau. Diesen Wortlaut finden wir noch einmal in Hebräer 4, Vers 12. "Lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens."
[13:16] Ich mag den Text jedes Mal, wenn man ihn liest. Das ist schön beeindruckend. Ja, was sagt uns jetzt Hebräer 4, Vers 12? Das Schwert des Mundes ist ja eine Metapher. Und wofür steht diese Metapher?
[13:40] Dieses Bild, wofür steht dieses Bild von dem Schwert? Was soll das eigentlich bedeuten?
[13:49] Das von beiden Seiten hat es benutzt werden kann und nicht nur von einer. Ja.
[13:53] Okay, wir haben gesagt, das ist ein scharfes Schwert, es ist ein zweischneidiges Schwert. Es trennt. Aber wie müssen wir uns das jetzt vorstellen? Hat Jesus bildlich ein Schwert, das in seinem Mund ist? Also so ist das Bild. Aber ist jetzt Jesus im Himmel mit einem Schwert im Mund? Was, was soll dieses Schwert darstellen?
[14:15] Das Wort Gottes. Genau. Das haben wir in Hebräer 12 gerade gelesen. Und wenn wir jetzt die Waffenrüstung Gottes in Epheser 6 aufschlagen, dann merken wir, dass das ist auch genauso unterstützt. Epheser 6, und dort Vers 17: "Und nehmt euch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welche das Wort Gottes ist."
[14:55] Gottes ist. Also das gleiche Bild wird an unterschiedlichen Stellen in der Bibel verwendet. Einmal haben wir dieses Bild, als Johannes Jesus sieht, und einmal haben wir das Bild, als Paulus diese Waffenrüstung Gottes beschreibt und er sagt dir: "Das Schwert, welches Schwert ist es?"
[15:25] Das Schwert des Geistes. Genau. Das Schwert des Geistes, dass das Wort Gottes ist. Das ist sozusagen die Übersetzung von dem Bild.
[15:33] Und das ist ein geistliches Schwert. Das ist ganz interessant, weil das zeigt uns, das Wort Gottes ist nicht einfach nur aufgeschrieben, sondern das ist buchstäblich inspiriert. Das ist von dem vom Geist Gottes schon gedrängt.
[15:53] Es gibt jetzt noch einen Vers, der ist da nicht ganz eindeutig mit dem Schwert des Mundes, aber lasst uns auch den mal aufschlagen in Jesaja 49, Vers 2.
[16:35] "Er hat meinen Mund gemacht wie ein scharfes Schwert, er hat mich im Schatten seiner Hand geborgen und mich zu einem geschärften Pfeil gemacht, er hat mich in seinem Köcher gesteckt, versteckt."
[16:53] Also, wofür steht hier das Schwert, das scharfe Schwert?
[17:05] Für Menschen oder...
[17:08] ...letztendlich, es heißt ja: "Er hat meinen Mund gemacht wie ein scharfes Schwert." Und letztendlich ist das auch wieder Jesus, der dann spricht, dessen Worte wie ein scharfes Schwert sind.
[17:20] Jetzt, warum eigentlich dieses Bild von einem Schwert? Da hätte ja auch sagen können: Gottes Wort ist wie ein Pfeil, der immer trifft, oder?
[17:35] Gottes Wort ist wie...
[17:37] ...wie...
[17:42] Man kann das mit etwas anderem vergleichen. So, ich sag's noch mal, weil man von beiden Seiten schneiden kann und egal wie, es schneidet also durch. Aber was schneidet man? Was hatten wir in Hebräer 4 gelesen?
[18:03] Geist. Ja, was bedeutet das? Mark und Bein. Lass uns noch mal zu Hebräer 4, Vers 12 zurückgehen.
[18:11] Da heißt es: "Und das dringt durch bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein. Es ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens."
[18:25] Das heißt, es unterscheidet eigentlich oder ist...
[18:34] Ja, ja. Es unterscheidet zwischen unseren Gedanken. Das ist nicht mehr so ein Kuddelmuddel in uns drin, sondern es liegt da, was ist in unserem Herzen. Und wenn es heißt, es ist ein Richter der Gedanken, was macht ein Richter?
[18:50] In so einem in so einer Gerichtsversammlung, ich war zwar jetzt noch nicht dabei, aber ich stelle mir das sofort, der fällt doch ein Urteil, oder? Ein Richter sagt: "Das ist richtig und das ist falsch." Oder das sind jetzt die Folgen für dein Handeln.
[19:11] Und so ist es auch mit dem Wort Gottes. Oft haben wir so ein Kuddelmuddel in unseren, in unserem Kopf, weil wir nicht wissen, was ist Wahrheit, was ist richtig? Wie soll ich mich entscheiden? Wir können auch die Zukunft oder die Vergangenheit nicht beurteilen. Welche Entscheidung soll ich da treffen? Oder wie ist das und das zu bewerten, was ich in der Vergangenheit gemacht habe? Aber alles zeigt uns doch das Wort Gottes auf. Ähm, im Wort Gottes ist uns da gelegt. Wir haben es zum Beispiel in 5. Mose, Segen und Fluch. Ja, wir haben die zehn Gebote, die uns zeigen, was sollen wir tun, zum Beispiel den Sabbat halten, Vater und Mutter ehren. Was sollen wir nicht tun? Stehlen, lügen.
[20:03] Wir haben die Seligpreisungen zum Beispiel und überhaupt all die Geschichten, die uns zeigen, wie kann ich nach Gottes Willen leben und wie tue ich es eben auch nicht.
[20:15] Insofern ist das Wort Gottes wirklich ein Schwert, das trennt, das klare Linien aufzeigt.
[20:25] Interessant ist, finde ich auch, dass Ellen White schreibt: "Die Wahrheit wird als Schwert des Geistes dargestellt, keine zahme Botschaft von unseren Lippen kommen." Das Wort Gottes ist schnell und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert. So zitiert sie das. Macht das Wort zu einer Macht. Sie sagt damit keine zahme Botschaft von unseren Lippen kommen. Wir dürfen das Wort Gottes nicht entschärfen, wir dürfen es nicht abstumpfen. Manchmal ist es so, zum Beispiel in der Verkündigung, dass man Dinge relativiert und dann sagen: "Naja, und ist irgendwie versucht anzugleichen, das ist doch für alle Menschen gut zu hören ist und man ja niemanden verletzt." Das Wort Gottes kann aber auch eine Wirkung verlieren, wenn wir, wenn wir nicht zulassen, dass es uns trifft.
[21:27] Steht dir was ich meine? Also manche Menschen, die sind so abgestumpft in ihrem Gewissen, dass wenn der Heilige Geist zu ihnen spricht, es wenig bei ihnen bewirkt. So sollte es nicht bei uns sein.
[21:47] Jetzt zurück zur Offenbarung 2, Vers 16: "Sonst komme ich rasch über dich und ich werde Krieg gegen sie führen mit dem Schwert meines Mundes." Frage: Wer ist mit "sie" gemeint?
[22:14] Für Menschen.
[22:21] Gläubige? Von wem war denn vorher die Rede? Schaut mal den Vers 15 zum Beispiel an, Vers 14.
[22:37] Ja, die Nikolaiten. Haben wir zum einen. Und dann haben wir noch diejenigen, die...
[22:44] Genau. Es ist ein Menschen, die an der falschen Lehre, wir haben gesagt, festhalten. Genau. Jesus möchte Krieg gegen sie führen. Und wenn Jesus Krieg führt oder Gott Krieg führt, dann ist es jetzt nicht so ein buchstäblicher Krieg, wie manche Menschen denken, mit Säbel oder so, sondern es ist an sich eigentlich ein geistlicher Krieg.
[23:14] Finden wir zum Beispiel in Offenbarung 12, oder da haben wir den großen Kampf zwischen Michael und dem Drachen. Aber auf welcher Seite? Als wenn es einen Krieg gibt, dann gibt es doch mindestens zwei Seiten, ja, die gegeneinander kämpfen. Auf welcher Seite befindet sich Jesus?
[23:41] Ja, auf der Seite Gottes. Jesus ist auch Gott dem Vater gleich. 2. Mose 14, Vers 14. Das ist vielleicht eine einfache Frage, aber das müssen wir uns bewusst machen. Denn ja, Jesus kämpft gegen etwas, aber hier kämpft er auch für etwas.
[23:59] Zweite Mose 14, Vers 14: "Der Herr wird für euch kämpfen, und ihr sollt still sein."
[24:12] Ein bekannter, ein schöner Vers, oder? Was geht daraus hervor, auf wessen Seite kämpft Jesus?
[24:25] Auf unserer Seite. Auf der Seite von seinem Volk, oder? Da gibt es noch viel mehr Verse. Und weil es so schön sind, schauen wir sie uns auch an.
[25:01] Kein Tag war dieser gleich wieder zuvor, noch danach, dass der Herr so auf die Stimme eines Mannes hörte, den er, Herr, kämpfte für Israel. Gott kämpft für Israel. Ja, und jetzt noch 2. Chronik 20, Vers 15.
[25:37] "Und er sprach: Horcht auf, ganz Juda und ihr Einwohner von Jerusalem und du, König Josaphat! So spricht der Herr zu euch: Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor diesem großen Haufen, denn nicht eure, sondern wessen Sache ist der Kampf?"
[25:51] Gottes. Gottes Sache ist der Kampf. Gott kämpft für sein Volk.
[26:02] Gott kämpft für sein Volk. Und das ist auch wichtig. Selbst wenn Jesus hier kommt mit dem Schwert seines Mundes, dann tut er es, um eigentlich diejenigen zu beschützen, die da nicht mitmachen. Ja.
[26:16] Beschützen, die da nicht mitmachen. Ja, ja.
[26:28] Das ist eine gute Frage. Wenn Gott für uns kämpft, wie können wir...
[26:31] ...still sein?
[26:42] Oder was wäre das Gegenteil von still sein?
[26:57] Denke auch, Vertrauen zu Gott ist hier das Stichwort.
[26:59] Ja.
[27:00] Ja.
[27:15] Genau. An einer Stelle hatten wir auch gelesen: "Fürchtet euch nicht." Ja, der Herr kämpft für euch. Also, erstmal ist es wichtig, dieses feste Vertrauen auf Gott zu haben, wie du selbst gesagt hast. Zum anderen heißt es aber auch: Ich kann am besten auf eine leise Stimme hören, wenn es still um mich herum ist. Oder an der Heilige Geist ist auch wie seine leise Stimme in unserem Leben. Deswegen würde ich da noch hinzufügen: Still sein bedeutet auch, auf Gott zu hören.
[27:48] Das heißt, im Umkehrschluss, nicht unbedingt, dass wenn ich still bin und Gott für mich kämpfen lasse, dass ich gar nichts tue. Nein, im Gegenteil, ich achte auf die Befehle. Das kann man das im Kampf, weil wir sind ja schließlich auch Streiter Christi, oder?
[28:10] Genau. Und deswegen sollen wir sein Anweisungen genau folgen in dem, was auch zu bewältigen ist.
[28:22] Ich möchte noch einmal auf dieses Schwert eingehen und zwar...
[28:27] ...wir haben jetzt schon gesehen, das ist nicht nur so negativ zu betrachten. Gibt es in der biblischen Geschichte eine Begebenheit, wo in dem Fall war es kein explizites Schwert, aber ein Kämpfer, ein und derselbe Kämpfer, die eine Gruppe von Menschen geschlagen hat und die andere Gruppe von Menschen verschont hat?
[29:05] Wo in der Nacht ein Kämpfer Gottes, ein Held Gottes durch die Städte zog und in manchen Häusern hat er großes ja, Unheil angerichtet, dass Menschen starben, und in den anderen Häusern, da hat er sie verschont.
[29:30] In Ägypten. Ganz genau. Eine Ägypten muss sich da denken, der Engel Gottes, der Wirkengel Gottes zieht durch Ägypten. Und was hat den Unterschied gemacht?
[29:46] Ganz genau. Da gab es zum einen gläubige Menschen und es gab Ungläubige. Und es war aber dasselbe Engel. Versteht ihr, was ich sagen möchte? Das Wort Gottes kann, trotz dessen, dass es scharf und zweischneidig ist, unterschiedliche Wirkungen erzielen.
[30:11] Das ist ja, das ist auch mit dem Wort Gottes so. Und wenn wir jetzt zu Jesaja 11 gehen, auch wieder den Hinweis auf Jesus.
[30:35] Da finden wir auch zwei Gruppen und Jesus kommt eigentlich zu beiden Gruppen, aber für die einen hält der Segen und für die anderen eher Unheil bereit.
[30:45] 11, Vers 4: "Sondern er wird die Armen mit Gerechtigkeit richten und den Elenden im Land eine unparteiische Urteil sprechen. Er wird die Erde mit dem Stab seines Mundes schlagen und den Gesetzlosen mit dem Hauch seiner Lippen töten." Boah, ein starker Kontrast, oder? Zum einen wird dir die Armen mit Gerechtigkeit richten und für die und den Elenden rechtsprechen, aber dann ist auch gleichzeitig für die Gesetzlosen ja, vernichtend.
[31:30] Jetzt ist es interessant. Hier heißt es: "Er wird die Erde mit dem Stab." Hier ist es in dem Fall, der Stab seines Mundes, nicht Schwert. Schlagen. Frage: Wofür braucht Jesus eigentlich einen Stab?
[31:49] Ja, sagt laut, der Hirte hat einen Stab und führt seine Schafe. Der Hirte führt seine Schafe, er geht ihnen voran. Und Jesus, ja, Jesus möchte uns auch mit dem Hirtenstab führen. Er ist unser Hirte. Aber traurigerweise muss man sagen, dass obwohl Gottes Wort uns eigentlich zu Weisung, zu Führung dienen soll, dass es auch Menschen gibt, die empfinden, dass es sehr schlägt.
[32:25] Oder dass es Menschen gibt, die sagen: "Was ich da lese..."
[32:37] Und was uns dieses Bild zeigt, oder auch das Bild eben von Ägypten ist, das liegt da nicht an dem Wort Gottes, weil das ist gleich, ja, das das bleibt. Aber woran liegt es?
[32:49] Also, wenn das Schaf, also der Gläubige, bei Jesus bleibt, wie so ein Schäfchen bei seinem Hirten, dann braucht er den Stab gar nicht zu benutzen, weil das Tier mit dem Hirten ja verbunden ist. Aber die Schafe, die halt auswärts gehen oder nicht mit dem Herrn zusammen...
[33:13] ...gebrauchen, um den wieder her zu treiben. Ja, ja, genau.
[33:18] Ja, ja, genau. Das ist richtig. Und eben dieses hier, heißt es ja noch drastischer, er treibt nicht nur die Schafe oder zieht sie, sondern er schlägt sie. Ja, und das liegt aber an dem Schaf. Das liegt daran, wie wir Gottes Wort aufnehmen, ob es uns erschlägt oder ob es für uns heilsam ist. Deshalb aber trotzdem merkt man trotzdem auch, wenn er schlägt, doch die Liebe dahinter, weil lieber schlägt es, bevor es verloren geht.
[33:55] Ja, ganz genau. Und der Psalm ist in Psalm 119, sagt Vers 104: "Von deinen Befehlen werde ich verständig." Ich Vers 103, Entschuldigung. "Wie süß ist dein Wort in meinem Gaumen, mehr als Honig meinem Mund." Wer kann das sagen? Der hat das Wort Gottes so erlebt, dass es für ihn süß ist. Und dann gibt es aber Menschen, für die ist das ganz schön trockenes Brot. Das liegt daran, wie wir Gottes Wort kennengelernt haben, ob wir auch den Heiligen Geist in uns wirken lassen, ob wir offen sind für das, was Jesus uns zu sagen hat.
[34:49] Zurück zu Jesaja 11, Vers 4. Das ist auch interessant, weil es wird einmal dieses Bild des Stabes verwendet, dann gibt es aber noch das zweite Bild.
[35:09] Womit wird er die Gesetzlosen töten? Mit seinen Lippen. Ja, mit seinen Lippen oder...
[35:12] ...mit dem Hauch seiner Lippen. Ja, genau.
[35:18] Wo, wozu dient eigentlich der Hauch Jesu von...
[35:23] Wozu dient eigentlich der Hauch Jesu von Jesu? Ist doch auch der, oder? Ja, und dass er den Odem abzieht. Ja, es heißt ja, der Hauch von Jesu Lippen, der wird die Gesetzlosen töten. Aber wozu ist eigentlich der Hauch von Gott, oder Gottes Odem? Wozu dient der eigentlich? Ja, genau, sagst laut zum Leben. Zum Leben. Wir kennen das aus der Schöpfungsgeschichte, oder? Da haucht Gott dem Adam seinen Odem ein und der Adam wird lebendig.
[36:03] Ich habe ja hier ab 33 Vers 4 können wir kurz aufschlagen. Ich habe 33 Vers 4. Das sagt, dass der Geist Gottes hat mich gemacht und der Boden des Allmächtigen erhält mich am Leben. Also eigentlich ist Gottes Odem fürs Leben gedacht. Und so ist es ja auch mit dem Wort Gottes, oder? Das ist ja auch der Hauch von Gottes Mund. Da heißt es doch auch dann an einer Stelle, das ist dein Leben. Es dient uns zum Leben.
[36:48] Aber wie kann es sein, dass Gottes Wort auch dann letztendlich unser Todesurteil sein kann? Das hatten wir ja in Jesaja, äh, gelesen. Wenn wir uns von Gott entfernen, ja, wenn wir Gottes Wort ablehnen, dann wird Gott bewahre, darf uns davor, dass es passiert. Aber wenn jemand Gottes Wort ablehnt, dann wird Gottes Wort letztendlich im Gericht der Maßstab sein, woran ist dein Leben gemessen wird und verurteilt wird. Und so kommt es, dass es dann doch zum Tod sein muss.
[37:33] Bzw. das ist auch dieser Krieg, den wir verstehen können. Das ist dann vernichtend für diejenigen, die es nicht annehmen. So geht es auch einem bestimmten einer bestimmten Person, und die finden wir in zweiter Thessalonicher 2 Vers 8. Wir können das jetzt leider nicht ergiebig studieren, wer diese Person ist und woran man sie erkennt. Aber trotzdem wollen wir zweite Thessalonicher 2 und dort Vers 87 lesen. 2 Thessalonicher 2, Vers 7 und 8.
[38:23] "Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken, nur muss der, welche jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein. Und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, denn der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird."
[38:47] Die Wiederkunft Jesu ist eigentlich etwas Herrliches, etwas Freudiges. Und doch ist das für diese Person hier das Ende. Vielleicht eine kurze Vorschau und damit wollen wir auch enden, auch wenn es jetzt kein freudiges Ende ist. Später dann in Offenbarung 19, ich habe mir den Vers nicht aufgeschrieben. Doch Offenbarung 19 Vers 15, da ist auch von dem Schwert aus dem Mund die Rede.
[39:40] "Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor, damit er die Heiden Völker mit ihm schlage und er wird sie mit eisernem Stab weiden und er tritt die Weinkelten des Grimmes und des Zornes Gottes des Allmächtigen." Danke schön. Ja.
[39:57] Erinnert euch, wir hatten das schon vor einigen Versen, hatten wir das auch schon mal gelesen. Und was ist eigentlich in Offenbarung 19 hier passiert? Hier ist das Wort Gottes jetzt schon, ja, wie ein Urteil. Ist dieses Schwert aus dem Mundes schlägt wirklich zu. In Offenbarung 2 Vers 16 war nur die Warnung da. Der wäre das Schwert wie ein Heilmittel gewesen, ein Heilmittel für was?
[40:28] Ja, zur Umkehr, die Wahrheit gegen die Lüge, gegen die Irrlehrer. Vorher hatten wir ja deswegen auch. Deswegen spricht Jesus zur Gemeinde Pergamon, genau so, weil er vorher da gelegt hat, ihr Lehrer, die ihr Lehrer, die ihr Lehrer, die ihr Lehrerin Nicola Eden. Und ich bringe euch aber die Wahrheit. Hier, die Wahrheit braucht ihr als Heilmittel. Wenn ihr sie nicht annehmt, dann wird es euch zum Verhängnis.
[41:04] Wir wollen aber die Wahrheit Gottes annehmen. Ja, wir wollen das tun. Und so lasst uns Gott darum bitten, dass sein Wort auch die nötige Wirkung in uns zielt, dass es schlechte Gedanken, falsche Gedanken von der Wahrheit trennt und auch wirklich abschneidet, dass da keine mehr in unserem Kopf ist.
[41:32] Und lasst uns zu denjenigen gehören, die auch Gottes Rat befolgen. Wie hieß es in Offenbarung 2 Vers 16 am Anfang? Buße zu tun. Buße zu tun, dass Gottes Wort uns zum Wegweiser und zum Leben dient. Wollen wir darum beten? Lass uns gemeinsam niederknien.
[42:04] Unser Vater im Himmel, wir haben jetzt davon gelesen, dass dein Wort eigentlich für uns zum Leben dient, zur Weisung. Und wir danken dir, dass wir das schon so auf der leben durften. Aber hilf her, dass es uns nicht zum Gericht wird. Hilf uns, dass wir diese Warnung annehmen und uns jetzt schon von dir korrigieren lassen, so dass es nicht einmal über uns kommt und wir durch dein Wort gerichtet werden.
[42:46] Herr, wir bitten dich, dass die Wirkung deines Wortes auch in uns nachwirkt. Ja, dass es in uns bleibt und uns verändert. Danke, Herr, für den Heiligen Geist, den du dazu gegeben hast, dass es auch ausführen wird. Danke, Herr, dass du selbst derjenige bist, der in uns den Wunsch weckt, von Sünde, von falschen Ansichten, falschen Vorstellungen, falschen Plänen frei zu werden. Danke dir dafür. Amen.
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