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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 21, Vers 6b, beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung des „Wassers des Lebens“. Er erklärt, dass dieses Wasser nicht nur eine Metapher ist, sondern einen realen Ursprung im Thron Gottes hat. Die Predigt zeigt auf, wie dieses lebendige Wasser symbolisch für Gottes Heil, Errettung und das Evangelium steht. Es wird betont, dass Gott dieses lebensspendende Wasser umsonst anbietet, und die Zuhörer werden ermutigt, es im Glauben anzunehmen.

In dieser Predigt über Offenbarung 21, Vers 6b, taucht Christopher Kramp tief in die Bedeutung des „Wassers des Lebens“ ein. Er erklärt, wie dieses Wasser nicht nur ein reales Element im Himmelreich ist, sondern auch symbolisch für Gottes Heil, Errettung und das Evangelium steht. Die Ausführungen beleuchten, wie wir aus dieser Quelle schöpfen können, indem wir auf Gottes Wort hören und eine bewusste Entscheidung treffen, dieses kostenlose Geschenk anzunehmen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid, dass ihr live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir wollen heute noch den Vers 6 aus Offenbarung 21 zu Ende studieren. Wir haben letztes Mal nur die erste Hälfte geschafft und das ist ein schöner Satz, der jetzt auch vor uns steht und von dem wir einiges lernen können. Und bevor wir beginnen, wollen wir natürlich mit einem Gebet starten und ich lade euch ein, dazu die Knie zu beugen.

[1:12] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du jetzt zu uns sprechen möchtest. Wir möchten zu dir kommen, so wie wir sind und dich bitten, dass du alles hinweg nimmst, was dich hindern könnte, uns zu segnen. Dass die Fülle deines Heiligen Geistes unsere Herzen durchdringt und dass wir uns ganz auf das konzentrieren können, was du uns sagen möchtest. Bitte sprich du zu uns und zeige uns, wie wir mit dir leben können, jeden Tag aufs Neue. Wir danken dir für die Schönheit und die Kraft deines Evangeliums. Im Namen Jesu. Amen.

[2:03] Offenbarung 21 und dort Vers 6. Vielleicht können wir den nochmal komplett lesen und uns erinnern, was wir letzte Woche gemeinsam besprochen haben. Offenbarung 21 und dort Vers 6. Und er sprach zu mir: „Es ist geschehen. Ich bin das Alpha, also A und O, also Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus dem Quell des Wassers des Lebens geben umsonst.“

[2:40] Genau. Was haben wir das letzte Mal darüber gesprochen, dass Jesus, wie heißt es hier, das A und das O ist, der Anfang und das Ende. Wir haben auch gesprochen über die Idee, es ist geschehen. Könnt ihr euch ein bisschen erinnern, was wir da so gesammelt haben, zusammengetragen haben? Nur kurz als Wiederholung, dass wir uns so ein bisschen im Kontext des Verses uns wieder hineinversetzen hier. Was haben wir das letzte Mal gesagt über diese beiden Ideen? Wir haben gesagt, auch, dass am Anfang schon in Offenbarung steht auch das vom Alpha und Omega, dann am Ende auch in Offenbarung steht Alpha und Omega, also mehrmals man findet diese Alpha und Omega in der Heiligen Schrift. Genau, Alpha und Omega steht für Anfang und Ende und ist eine Bezeichnung für wen? Also sowohl für Gott Vater als auch für Jesus. Ganz genau. Hier an der Stelle haben wir gesagt, ist es eigentlich aufgrund des Kontextes von Vers 5, haben wir gesagt Gott der Vater oder Jesus. Das ist jetzt eher eine technische Unterscheidung, weil die beiden sowieso eins sind, aber Gott der Vater, haben wir gesagt, der auf dem Thron saß.

[3:57] Ganz genau. Und jetzt geht es hier also weiter mit diesem Satz: „Ich will dem Dürstenden geben, aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst.“ Das sind mehrere Ideen. Also Gott sagt, ich will etwas tun. Er sagt, wir haben diese Idee, es ist geschehen. Wir haben gesagt, es ist geschehen, kommt an mehreren Stellen der Bibel vor. Nämlich diese Idee, dass etwas vollbracht ist, haben wir letztes Mal ausführlich studiert am Kreuz. Es ist vollbracht im himmlischen Heiligtum, wenn die Gnadenzeit vollendet ist. Und dann haben wir auch am Anfang die Idee bei der Schöpfung. Wir haben gesagt, die Schöpfung war vollendet, Gott ruhte am Sabbat. Es ist vollbracht, sagt Jesus am Kreuz und er ruhte im Grab am Sabbat. Und dann haben wir das Ende der Gnadenzeit. Es ist dann das Werk in den Menschen vollbracht und als Folge dessen ruhen sie in Gott. Das Siegel Gottes, der Sabbat als äußeres Zeichen des Siegels kündigt davon. Und dann haben wir sozusagen am Ende der Zeit auch dieses, es ist geschehen, wenn die Erde neu geschaffen wird. Diese Idee von Schöpfung und Sabbat, die geht da durch. Jetzt sagt er also in diesem Kontext: „Ich will dem Dürstenden geben, aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst.“

[5:21] Es sind mehrere Ideen drin. Gott will etwas geben. Wem will er es geben? Dem Dürstenden. Und was will er geben? Wasser. Er will Wasser geben. Und zwar Wasser woher? Wasser aus der Quelle des Wassers des Lebens. Wenn die Bibel hier von dem Wasser des Lebens spricht, was meint denn hier eine Offenbarung dieses Wasser des Lebens? Wovon spricht er denn? Jesus sprach auch oder steht im Johannesevangelium irgendwo, dass er das Wasser des Lebens auch ergibt. Wir finden mehrmals solche Hinweise. Ja, genau, denen werden wir gleich alle nachgehen, den Hinweis auf das Wasser des Lebens. Aber in der Offenbarung, was ist so die allererste primäre Bedeutung von dem Wasser des Lebens? Kommt das in der Offenbarung nochmal vor, diese diese Quelle hier? Wasser des Lebens. Vom Thron Gottes, ja, wo genau steht das? Dass vom Thron Gottes da Wasser kommt. Ja, steht auch etwas in 22, 17 auch vom Wasser des Lebens. Ja, genau, aber bleiben wir in Kapitel 22. Buch steht, was vom Wasser des Lebens aus dem Thron hervorkommt. Vers 1, genau, Offenbarung 22 Vers 1. Und er zeigte mir einen reinen Strom vom Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der ausging vom Thron Gottes und des Lammes. Das ist nicht nur eine Metapher, das ist nicht nur eine Evangeliums Allegorie, da ist ein echtes Wasser, ein echter Fluss. Das Wasser des Lebens, das seinen Ursprung hat im Thron Gottes. Interessante Idee. Wir haben das Wasser des Lebens, das ist real, das ist ein realer Fluss, der aus dem Thron Gottes hervorkommt. Den Thron Gottes haben wir hier und die Bibel sagt mehrmals in Offenbarung, dass es dieses Wasser tatsächlich gibt. Schaut man in Offenbarung 7 und dort Vers 17, haben wir auch so diese Idee. In Offenbarung 7, da geht es dann um die Erlösten, die 144.000, die große Schar, die man zählen kann, die dann vor dem Thron Gottes sind und da heißt es in Vers 17: „Denn das Lamm, das inmitten des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu den lebendigen Wasserquellen und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen.“

[8:08] Genau, das mit dem Abwischen hatten wir schon in Offenbarung 21, oder? Also hier sehen wir die Verbindung. Auch hier wird gesagt, das Lamm ist natürlich wer? Jesus. Er wird sie führen zu den Wasserquellen, zu den lebendigen Wasserquellen, die Quellen des lebendigen Wassers und das schwingt natürlich schon ein bisschen mit, was Jesus dann ja später der Frau gesagt hat am Jakobsbrunnen, da kommen wir noch dazu. Halten wir fest, da gibt es im Himmel einen tatsächlichen Strom, ein tatsächliches lebendiges Wasser, genauso wie es einen Baum des Lebens gibt, der ja, wo steht der Baum des Lebens? An beiden Ufern, genau, von diesem Strom, das Wasser des Lebens. Und zwar in Offenbarung 22 kann man das lesen, in Vers 2. In der Mitte zwischen ihrer Straße und dem Strom, von dieser und von jener Seite aus war der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt, jeweils eine und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker. Und die Idee ist also die, dass das Wasser des Lebens, der Fluss mit dem Baum des Lebens verbunden ist und der Baum des Lebens ist ein realer Baum mit realen Früchten, aber er hat eine symbolische Bedeutung. Was soll der Baum des Lebens ausdrücken? Ewiges Leben, Abhängigkeit von Gott, denn man muss ständig vom Baum essen. Also mit dem Baum des Lebens, so real wie er ist, sind geistliche Lektionen verbunden. Das ist also ein ganz wichtiger Punkt jetzt, weil das mit dem Wasser des Lebens auch so ist. Das Wasser des Lebens war primär und ist eigentlich immer ein realer Fluss im himmlischen Heiligtum oder vom himmlischen Heiligtum ausgehend, aber mit dem Wasser des Lebens sind auch geistliche Prinzipien verbunden und die wollen wir uns jetzt ein bisschen genauer anschauen.

[10:22] Und das Ganze geht los im Alten Testament, in Amos? Amos, interessant, woran denkst du bei Amos? Ja, genau, haben wir da auch so das Wasser des Lebens, die Quelle, die Idee. Also wir suchen sozusagen, wo das Wasser sozusagen irgendwie eine geistliche Bedeutung hat. Also wir haben sozusagen das reale Wasser, das wirkliche Wasser auf der neuen Erde, aber wir suchen jetzt Bibelfers im Alten Testament, wo deutlich wird, dass Wasser so eine geistliche, Jesaja, genau. Bevor wir in Jesaja gehen, schauen wir mal ganz kurz erstmal in die Psalmen und zwar in Psalm 36, Psalm 36 und dort Vers 10, Psalm 36 und dort Vers 10.

[11:36] „Denn bei dir ist der Quell des Lebens, in deinem Lichte schauen wir das Licht.“ Genau, da haben wir diese grundsätzliche Idee, dass es eine Quelle des Lebens gibt und die ist wo? Bei dir, also bei Gott. Bei Gott ist die Quelle des Lebens. Was ist so die Idee von einer Quelle? Der Ursprung. Da kommt alles her, das ist der Ursprung. Bei ihm ist die Quelle des Lebens, das ist so eine grundsätzliche Idee und mit der gehen wir jetzt ein Stück weiter, nämlich zu Jesaja. Jesaja 12, Vers 3 und da haben wir einen ersten wichtigen Punkt jetzt. Jesaja 12 und dort Vers 3.

[12:21] Ihr mögt das mal lesen. Jesaja 12, Vers 3. „Und ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils.“

[12:34] Genau, also die Quelle ist jetzt ein Symbol wofür? Ja, genau, aber in diesem Vers ist die Quelle, wird die Quelle verwendet als ein Bild für was? Das Heil, anderes Wort für Heil, Errettung, Evangelium. Also Jesaja sagt, das Evangelium, die Rettung, Gottes gute Botschaft ist wie eine Quelle. Die Quelle ist wo? Wo ist die Quelle? Steht nicht hier, haben wir gerade gelernt. Die Quelle ist wo? Bei Gott. Aha, bei Gott ist die Quelle, bei Gott ist die Errettung und die Quelle bringt immer sozusagen aus sich selbst heraus etwas hervor. Also eine Quelle muss man nicht, da muss man nicht pumpen oder so. Das kommt von alleine, das kommt immer heraus. Was ist die Aufgabe des Menschen jetzt in Bezug auf die Quelle? Okay, kann der Mensch durch sein Schöpfen das Wasser erzeugen? Nein, das Wasser kommt sowieso. Das heißt, was passiert, wenn der Mensch das Wasser nicht schöpft? Dann fließt es weiter. Es ist genauso da, nur bezüglich des Menschen. Er kann es nicht nutzen.

[13:55] Wir sehen hier in diesem erstmal ziemlich unscheinbaren Vers eigentlich das gesamte Evangelium verbunden. Wir sehen das, was Gott tut und wir sehen, was der Mensch tun muss. Was macht Gott? Er gibt das Evangelium, er gibt die Kraft, er gibt die Rettung. Es ist alles da, es sprudelt hervor. Das Wasser, die Rettung wird nicht zusammengesetzt aus dem, was Gott tut und was der Mensch tut, sondern das Wasser kommt einfach, es sprudelt hervor. Aber der Mensch muss etwas tun. Was muss er tun? Er muss es schöpfen. Und zwar, wie soll er es schöpfen? Ja, genau, aber wie steht es hier? Mit Freuden. Also er soll es mit Freuden schöpfen. Also das ist so ein bisschen die Idee. Stellt euch vor, ihr seid auf der Suche nach Wasser und ihr wisst nicht, wo ihr Wasser finden sollt. Und man guckt überall und man findet kein Wasser und plötzlich findet man eine Quelle, weil man schon fast am Verdursten ist. Die Zunge klebt am Gaumen und man ist schon ganz schwach und man findet plötzlich diese Quelle. Mit welcher Emotion wird man dann schöpfen? Voller Freude, damit niemand jetzt schöpfen sagt: „Oh, meine Güte, ich muss schöpfen.“ Oder: „Hoffentlich wird es noch genügend Wasser da sein“ oder so. Wenn er es gefunden hat, freut er sich, dass er es gefunden hat und schöpft deswegen. Und so sollte es auch mit dem Evangelium sein. Wir sollten das Evangelium unser Leben annehmen, weil wir froh sind, dass wir es gefunden haben. Leider gibt es ganz oft beim Evangelium so eine gewisse Verbissenheit. Also vielmehr bei den Menschen, die sich mit dem Evangelium beschäftigen. Die versuchen irgendwie sich anzustrengen, um irgendwie dann würdig zu sein. Aber hier steht nicht von Kraftanstrengung oder so. „Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus den Quellen des Heils.“

[15:49] Schaut mal in Vers 2. „Siehe, Gott ist mein Heil. Ich will vertrauen und lasse mir nicht grauen. Denn ja, der Herr ist meine Kraft und mein Lied. Und er wurde mir zur Rettung.“ Er sagt, Gott ist meine Kraft, Gott ist mein Lied, Gott ist meine Rettung. Er ist alles für mich. Und deswegen, was ist seine Einstellung von dem, oder das ist ja so ein Lied, das gesungen werden soll von den erlösten Israeliten. Was ist die Einstellung angesichts der Tatsache, dass Gott Kraft hat und dass er mich rettet? Was ist die Einstellung des Erlösten? Freude, genau. Er sagt, ich will, siehe Gott ist mein Heil, ich will, ich will vertrauen, sagt die Schlachter. Ich will vertrauen und vertrauen ist ein anderes Wort für Glauben. Das heißt, dieses Schöpfen ist der Akt des Glaubens. Ich will vertrauen. Ich will vertrauen darauf, dass dieses Evangelium mir nützt.

[16:52] Okay, also haben wir diese grundsätzliche Idee, dass das Evangelium, die gute Nachricht, die Rettung, die wir alle brauchen, wie eine Quelle ist, aus der ich schöpfen kann. Und die Quelle fließt, und das ist jetzt sehr wichtig, die Quelle fließt, egal ob ich schöpfe oder nicht. Es ist für Gott unerheblich, ob jemand die Erlösung annimmt oder nicht, sie ist trotzdem da. Ich kann durch mein Schöpfen nicht mehr Erlösung erzeugen, nicht mehr Liebe Gottes und nicht mehr Geduld. Die ist sowieso schon da und wenn ich sie nicht nutze, fließt die Erlösung ungenutzt vorbei. Und das ist ein wichtiger Gedanke.

[17:29] Jetzt schauen wir mal weiter in Jesaja 55. Das ist wahrscheinlich den, den du gemeint hast, oder? Jesaja 55. Gott will ja nicht, dass das Evangelium ungenutzt verstreicht, verfließt sozusagen. Und dort in Jesaja 55 und dort ab Vers 1. Lesen wir Vers 1 bis 3.

[17:49] „Auf, ihr Durstigen alle, kommt zum Wasser, und die ihr kein Brot habt, kommt. Kauft Korn ohne Geld und esst ohne Kaufpreis Wein und Milch. Warum wägt ihr Geld da für das, was nicht nährt, und euren Verdienst für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich, so bekommt ihr Gutes zu essen, und eure Seele labt sich an Fette. Neigt euer Ohr und kommt zu mir, hört, so wird eure Seele leben. Ich will einen ewigen Bund mit euch schließen, getreu der dem David verheißenen Gnade.“

[18:33] Genau, also was heißt wohl an? Wohl an heißt, was heißt wohl an? Von nun an? Ja, also wohl an kommt, so ja, auf geht's. Ja, das ist so, die Erbauer vom Turmbau zu Babel haben gesagt: „Wohl an, ja, lasst uns eine Stadt bauen, einen Turmbau.“ Wohl an, jetzt, das ist quasi ein Aufruf zur Handlung. Handlung, was zu tun? Zum Wasser zu kommen. Das Wasser kann nicht erzeugt werden, es ist schon da, es fließt und fließt und fließt und und und und und Gott sagt quasi: „Kommt doch, wohl an, komm her, ja, kommt her zu mir.“

[19:19] Und welche Bedingungen muss ich erfüllen, um vom Wasser haben zu können? Was ist die Bedingung? Durst haben, genau. Ich muss durstig sein, denn nur wenn ich weiß, dass mir etwas fehlt, werde ich das Evangelium schätzen. Nur wenn ich weiß, dass ich Schuld habe, werde ich es schätzen, dass Jesus mir die Schuld nimmt. Welche anderen Qualifikationen brauche ich? Welche anderen Qualifikationen brauche ich? Hunger, Durst haben wir gesagt, was noch? Wie viel Geld muss ich mitbringen? Jeder kann es bekommen. Es wird umsonst gegeben. Das Wasser des Lebens ist umsonst. Das ist genau das, was wir in unserem Vers dann auch haben. Ja, das ist in Offenbarung 21, wie heißt es in Offenbarung 21? Genau, da heißt es in Vers: „Ich will dem Durstigen geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst.“ Das ist quasi die Erfüllung von Jesaja 55. Und er sagt, ich war dann auch noch Wein und Milch und Brot. Und dann in Vers 3 sagt er, was wir noch tun müssen. Wir sollen kommen. Wie kommen wir denn zum Wasser? Also wo muss ich denn hinlaufen? Ich muss es kaufen, genau. Aber bevor ich kaufe, bevor ich, ich muss erst mal kommen, um kaufen zu können. Und wie komme ich? Können wir das vielleicht mal kurz erläutern? Also ich muss zum Wasser kommen und dann muss ich es kaufen. Also kommen und kaufen. Ich muss hinhören, ich muss mich damit beschäftigen, ich muss zuhören, was Gott mir sagt. Ich komme zum Wasser, indem ich auf sein Wort höre.

[21:11] „Wer da liest und wer da hört und bewahrt die Worte der Weissagung.“ Das Hinhören ist das zum Wasser kommen. Ja, also mit anderen Worten, da kann das Evangelium gepredigt werden von der Kanzel und wenn ich einfach nur da sitze und mich nicht groß dafür interessiere, dann fließt das Wasser des Lebens an mir vorbei. Ich komme nicht zum Wasser. Also Hinhören ist das Kommen. Und was ist dann das Kaufen? Was wäre denn das Kaufen in dem Bild? Ja, also was ist Kaufen? Also Kommen ist sozusagen, ich gehe hin und schaue, was es gibt. Also wenn ich jetzt um was kaufen gehe, ich gehe in einen Laden, dann gehe ich in den Laden hinein, ich komme zu der Ware, aber dann muss ich es kaufen. Ja, und was ist das Kaufen? Also ich denke, so wie der Kaufmann, der ging nach einer Perle zu suchen, das heißt Evangelium ist kostenlos, aber doch er sucht nach. Ja, genau, das ist das Kommen.

[22:20] Genau, also wenn ich in einen Laden gehe, ich gehe zu, also meine Damen und Herren, ich will eine Hose kaufen. Ich gehe hin, ich gehe zur Hose und dann, was muss ich dann machen? Ich nehme sie, genau. Und dann, also warum nehme ich sie? Wenn ich sie kaufe, was ist passiert? Wenn ich sie kaufen will, was ist passiert, damit ich sagen will, ich will sie kaufen. Wenn ich in den Laden gehe, weiß ich schon, dass ich sie kaufen will? Ich muss eine Entscheidung fällen. Nachdem ich es gesehen habe, die Hose will ich kaufen. Das heißt, das eine ist, ich muss erst mal kommen und dann muss ich kaufen. Ich muss erst mal hören, was bietet mir das Evangelium an und dann muss ich eine Entscheidung fällen, dass genau das in meinem Leben Realität werden soll. Man kann nämlich auch das Evangelium hören, auch sehr interessiert zu hören, ohne jemals eine Entscheidung getroffen zu haben. Ellen White spricht von denen, die sich immer wünschen, Christen zu sein, aber sich nie entscheiden, Christen zu sein. Man muss sich entscheiden. Man muss das Wasser, es reicht nicht nur zum Wasser zu kommen und zu sehen, wie schön, das glitzert so sehr, hell wie Kristall. Man muss sich entscheiden zu schöpfen und sagen: „Okay, dieses Wasser will ich haben und zwar umsonst.“ Ich muss das Wasser des Lebens, das Evangelium selbst annehmen.

[23:45] Nun, dass es hier um das Evangelium auch geht, kann man ganz deutlich sehen. Schaut mal in dem, also es geht ja, er sagt, was will er uns gewähren in Vers 3? Er sagt, ich will euch gewähren einen ewigen Bund. Das ist welcher Bund? Das ist der neue Bund, der die Sünden vergibt, der uns eine direkte Beziehung, eine innige Beziehung zu Gott bringt und, also wir haben Sündenvergebung im neuen Bund, wir haben die Beziehung zu Gott und wir haben das Gesetz Gottes, wo? Im Herzen. Gehorsam gibt es auch im alten Bund, aber im alten Bund gibt es nur äußeren Gehorsam, kein inneren Gehorsam. Das ist ein Unterschied. Im neuen Bund gibt es den Gehorsam aus Liebe. Das ist der einzige Gehorsam, der wirklich echter Gehorsam ist. Das andere ist nur so, ja, ich mache halt mit, weil das gefordert wird, aber das ist echter Gehorsam.

[24:36] Genau, Jeremia. Und zwar die Gnadengüter, David, die zuverlässig sind, also es ist die beständige Gnade, auf die man sich verlassen kann. Warte, warte, genau, kommt gleich, kommt gleich, kommt gleich. Jeremia, lesen wir gleich. Sehr gut, nächster Vers gleich. Aber bevor wir da hingehen, schaut mal in Jesaja 54 und dort Vers 17, direkt davor, da heißt es nämlich, also die Frage ist sozusagen, was genau ist das, wonach man durstig ist? Wir wissen aus Jesaja 12, es ist die Quelle des Heils, aber hier in Jesaja 54 steht noch genauer: „Keine Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen.“ Das ist das, was? Das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zuteil wird, spricht der Herr. Das ist die Gerechtigkeit, die von wem kommt? Von Gott, das ist die Gerechtigkeit Gottes, die Gott verleiht. Und die Gerechtigkeit, die Gott verleiht, ändert natürlich woran? Die Herr unsere Gerechtigkeit, das ist auch die Idee im Römerbrief, die Gerechtigkeit durch den Glauben, das ist die Gerechtigkeit Gottes, die uns verliehen wird, die uns gegeben wird und eigentlich muss, eigentlich diese Kapiteleinteilung, sage ich immer wieder, ist eigentlich hier schlecht, weil es geht genau um diese Gerechtigkeit. Wenn ich mir also die Frage stelle, wo finde ich eine Gerechtigkeit, die dazu führt, dass jeder Feind an mir scheitert? Da steht er ja, keine Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll alles gelingen. Und wo ist die Gerechtigkeit, die mich durch das Gericht bringt, ohne dass ich angeklagt werden kann, dass ich untadelig bin? Diese Gerechtigkeit, sagt Jesus oder sagt Gott, kommt her. Wenn ihr das haben wollt, wenn ihr durstig danach seid, das kann ich euch geben.

[26:21] Dieser Durst meint jetzt nicht einfach nur, ich fühle mich irgendwie schlecht und ich brauche bessere Gefühle oder so, darum geht es nicht unbedingt. Es geht um diese Gerechtigkeit, um dieses Erbe, das Gott jedem geben möchte. Und er sagt, wenn ihr danach durstig seid, nach der Gerechtigkeit Gottes, die euch untadelig macht, im Gericht, kommt, kommt, kommt, kommt. Ich denke an die Bergpredigt, wo Jesus sagte, gerade das ist diese, unser Hunger und Durst nach der Gerechtigkeit, das ist ähnlich. Bergpredigt. Ja, ganz genau. Das ist genau der Punkt. Selig sind, welche Seligpreisung ist das? Das ist die wievielte von den acht? Also die erste ist, glückselig sind die geistlich Armen, denn ihr ist das Reich der Himmel. Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden. Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben. Und dann glückselig sind die, nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten. Das sind die ersten vier. Vor allem Herzlichkeit ist die fünfte dann. Genau, das ist diese Idee. Die ersten vier beschreiben die Rechtfertigung, die anderen vier die Heiligung. Und das ist die Idee, dass wenn ein Mensch merkt, dass ihm etwas fehlt, er zu Jesus kommt, traurig wird, echte Buße bekommt und nicht mehr in seinen eigenen Augen groß ist, dass er dann nach einer Gerechtigkeit hungert und dürstet, die außerhalb von ihm ist. Und dann heißt es ja: „Selig sind die, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen gesättigt werden.“ Und ihr wisst vielleicht noch, wir haben das ja vor x Jahren studiert, das Wort gesättigt hier meint das Mästen von Mastkälbern, die so richtig fett werden. Ihr werdet so richtig voll, ihr werdet fett werden von Gerechtigkeit. Also nicht nur ein bisschen, ihr kriegt mehr, als ihr fast verdauen könnt sozusagen. Gott hat mehr als genug davon.

[28:12] Jetzt gehen wir zu Jeremia 2, Vers 13. Jeremia 2 und dort Vers 13. Da haben wir diese selbe Idee. Da heißt es nämlich jetzt, gibt noch einen neuen Aspekt, der dazu kommt. Wir wissen schon, die Quelle des Heils, wir müssen schöpfen. Wir kommen dorthin, indem wir auf das Evangelium hören und wir schöpfen, indem wir kaufen, indem wir eine Entscheidung fällen. Es geht um die Gerechtigkeit Gottes. Und was sagt jetzt Jeremia 2, Vers 13?

[28:39] Genau, lesen wir mal vor. Jeremia 2, Vers 13. „Okay, jetzt gibt es mehrere Punkte, die wir hier lernen können. Was kann man aus diesem Vers ableiten? Man hat Gott verlassen, seine Gerechtigkeit und man sucht nach anderen Quellen.“

[29:04] Also Menschen suchen sozusagen nach einem Ersatz für Gott. Damit haben wir schon eigentlich den Punkt gesagt. Wer ist denn die Quelle eigentlich? Gott sagt, ich bin die Quelle selbst. Er selbst ist die Quelle. Gott der Vater sagt, ich bin die Quelle, deswegen kommt auch die Quelle hier. Das wird dargestellt, dass das Wasser aus dem Thron Gottes hervorkommt. Gott selbst ist die Quelle und wenn wir eingeladen sind, zur Quelle zu kommen, dann werden wir wohin geführt? Zu Gott dem Vater. Mit anderen Worten, wenn Jesus die Erlösten zu den Quellen des ewigen Wassers führt, dann führt er sie buchstäblich zum Thron Gottes, wo Gott ist. Jesus führt uns zum Vater. Er ist die Quelle des lebendigen Wassers.

[30:08] Und was kann man noch lernen aus diesem Vergleich? Also richtig gesagt, man kann, man wird hier niemals festgebunden. Ja, man kann Gott den Vater verlassen. Ja, man kann die Quelle des lebendigen Wassers verlassen, sich eine Ersatzzisterne bauen. Aber was ist das Problem mit der? Die hält das Wasser nicht. Ja, das ist unbeständig. Heißt, ja? Okay, genau, also das ist ein doppeltes Problem eigentlich. Ja, es ist keine richtige Quelle, es ist nur eine Zisterne. Das heißt, es ist eigentlich nur so Second-Hand-Wasser. Ja, das sammelt nur von woanders und kann es dann nicht mal richtig halten. Während bei Gott das immer von ihm selbst heraus sprudelt.

[31:01] Und es ist sozusagen die Frage, woher bekommen wir unser Bedürfnis nach, oder womit befriedigen wir unser Bedürfnis nach Gerechtigkeit, Frieden, Harmonie, Liebe. Das haben wir alle. Wir sind durstig nach Gerechtigkeit, durstig nach Liebe, durstig nach Frieden im Herzen, nach Harmonie. Wir können es entweder versuchen zu befriedigen, indem wir sozusagen das versuchen zu nehmen, was andere schon vorher uns irgendwie gesagt haben oder so. Ja, so diese Zisternen, die halten aber nicht. Oder wir kommen zu Gott selbst, bei dem das alles ständig frisch sprudelt. Ja, habt ihr mal so eine Quelle gesehen? Kennt Quellen, oder? Was haben diese Veröffnungszeiten, die Quellen? Die sind ständig da. Du kannst die ganze Zeit da bleiben. Du bekommst ständig neues Wasser raus. Und das ist die Idee, Gott hat nicht, er hat zu jedem Zeitpunkt, wann immer wir sofort zu ihm kommen, morgens, mittags, abends, an welchem Wochentag, es ist immer frisch. Das ist, glaube ich, ein interessanter Gedanke. Das Evangelium bei Gott ist immer frisch. Und er wünscht sich auch, dass wir immer frische Erfahrungen haben. Dass wir nicht aus dem leben, was vor drei Jahren passiert ist.

[32:26] Zu der Frage kommen wir gleich, ganz genau. Ich denke an einen Text von Johannes 4, das hat mich schon vor Jahren angesprochen. „Wer an mich glaubt“, sagt Jesus. Kommen wir noch dazu, kommen wir noch dazu. Dankeschön, sehr gut. Wir gehen Schritt für Schritt. Wir bleiben noch im Alten Testament kurz und gehen zu Joel. Schaut man Joel, da ist ein Vers, den man nicht so direkt auf dem Schirm immer hat, aber sehr schön. Joel Kapitel 4 und dort Vers 18. Joel 4 und dort Vers 18.

[32:48] Wer mag den mal lesen? „Und zu jener Zeit wird es geschehen, dass die Berge von Most rufen und die Hügel von Milch überfließen werden. Alle Bäche Judas werden Vollwasser sein und aus dem Haus des Herrn wird eine Quelle hervorbrechen und das Tal Sittim bewässern.“

[33:09] Genau, hier haben wir die Idee, dass eine Quelle hervorbrechen wird. Und woher kommt die? Die kommt aus dem Haus Gottes. Das ist ein anderes Wort für aus dem Tempel. Aus dem Tempel, da kommt die Quelle. Und der Tempel ist natürlich der Ort, wo Gottes Thron ist. Und das bewässert jetzt dieses Tal Sittim, ist das Tal des Toten Meeres. Und da gibt es noch eine andere prophetische Stelle im Alten Testament, wo dieser Vorgang noch viel ausführlicher beschrieben wird. Wo eine Quelle, da wird das Wort Quelle nicht verwendet, aber da kommt Wasser aus dem Tempel und geht dann in das Tal, da wo alles todvoll gewesen ist. Das ist Hesekiel, weiß jemand wo das ist? 47, Hesekiel 47, ganz genau. Haben wir nicht die Zeit, das anzuschauen, aber das ist die berühmte Stelle. Da kommt das Wasser, am Anfang ist das Wasser wie? Ganz, ganz, ganz flach. Ja, das geht nur so bis zum Knöchel und dann geht es bis zum Knie und dann wird es immer tiefer und irgendwann kann man gar nicht mehr drin stehen. Ja, das nimmt immer mehr zu. Je mehr man sich mit dem Evangelium beschäftigt, desto tiefer und tiefer und tiefer wird es. Ich hoffe, also wir machen alle die Erfahrung, oder? Jeden Tag kann man etwas Neues lernen. Jeden Tag erschließen sich neue Gedanken. Je näher man Gott kommt durch Jesus, desto tiefer wird dieses Buch, desto tiefer wird die Erfahrung. Man kann immer mehr lernen davon. Es gibt kein Limit sozusagen und das ist die Idee von der Quelle.

[34:24] Jetzt hast du Johannes 4 angesprochen. Gehen wir da kurz hin. Jesus, der verweist ja jetzt auf das Wasser des Lebens und die Situation ist ja ganz, ganz bekannt. Ihr kennt die Geschichte. Er sitzt an einem Brunnen und der Brunnen ist der berühmte Brunnen von Jakob und die Frau kommt und sie kommt, warum? Sie kommt, um Wasser zu schöpfen und was ist ihr Problem? Sie ist verdurstet, aber das ist nicht ihr eigentliches Problem. Was ist ihr eigentliches Problem? Das ist auch ein Problem. Was ist ihr eigentliches Problem? Das ist nur ein Problem, das aus den eigentlichen Problemen resultiert oder aus vielen anderen. Was ist ihr eigentliches Kernproblem? Wenn man alle Probleme, die sie hat, runter bricht auf das eine entscheidende Problem. Was ist ihr Problem? Okay, die Sünde ist eine Folge ihres Problems. Wonach dürstet sie? Sie dürstet nach Liebe. Warum rennt sie sonst einem Mann demnächst hinterher? Sie sucht Liebe. Das ist ihr Problem und sie ist jedes Mal enttäuscht worden. Sie sucht es auch auf dem falschen Weg, auf den löchrigen Zisternen, die kein Wasser halten. Sünde ist ja letztendlich immer dann, wenn wir ein Bedürfnis, das wir haben, woanders stillen als bei Gott, gegen Gott sozusagen. Essen ist ein Bedürfnis, das wir haben, aber wenn ich am Baum der Erkenntnis stille, gegen Gottes Willen, ist das Sünde. Das war ja der Punkt, dass der Satan versucht hat, der Eva einzureden, dass sie ihre Bedürfnisse gerade dann stillen kann, wenn sie gegen Gott sind. Also das Problem am Anfang ist, es ist immer sozusagen ein Bedürfnis und das Bedürfnis ist ja nicht verkehrt. Das Bedürfnis ist nicht schlimm, nur die Frage ist, wird es mit dem mit der Quelle des Wassers befriedigt oder halt mit irgendwas anderem? Und dann gibt es Sünde und Schuld und Verderben und all diese Dinge.

[36:31] Jetzt, diese Frau sucht Liebe dringend, dringend, dringend und ist wahrscheinlich schon völlig verzweifelt und denkt, dass es sowas wie Liebe gar nicht mehr gibt. Und dann steht sie vor dem Mann, von dem man sagen kann, er ist die Liebe, er ist Gott, Gott ist die Liebe. Und das Interessante ist, sie steht vor zwei Brunnen eigentlich. Sie kommt, will von dem einen Brunnen und weiß nicht, dass bei dem Brunnen ein anderer Brunnen ist. Während der eine Brunnen nur Wasser gibt, hat der andere Brunnen Wasser, lebendiges Wasser.

[37:15] Schaut mal in Vers 10. Jesus antwortet und sprach zu ihr: „Wenn du die Gabe Gottes erkennen würdest und wer der ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken, so würdest du ihn bitten und er gebe dir lebendiges Wasser.“ Jesus sagt, hier ist ein zweiter Brunnen. Du willst von dem Brunnen und das ist auch gut, aber das Wasser wird dich wieder durstig machen. Aber hier ist ein Brunnen, der dich versorgen kann für immer.

[37:33] Schaut mal in Vers 13. Jesus antwortet und sprach zu ihr: „Jeder, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dursten. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dursten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt.“ Wer gibt ihr das Wasser? Einfache Frage, wer gibt das Wasser? Jesus. Wer war die Quelle in Jeremia? Gott. Hier sehen wir wieder auch diese Stelle, wenn Jesus sagt, ich kann dir von mir lebendiges Wasser geben, sagt er mit anderen Worten, ich bin derjenige, der in Jeremia 2, Vers 13 gesagt hat: „Mich, die Quelle des lebendigen Wassers habt ihr verlassen.“ Also ich sammle immer die Stellen, wo deutlich wird, Jesus ist Gott. Noch eine und ihr wisst ja, wie das dann weitergeht, die Geschichte.

[38:37] Und wurde das Wasser in ihr zu einer Quelle? Wie lange hat es gedauert? In dem Moment, als das tatsächliche, die wirkliche Liebe Gottes in ihrem Herzen ist, das fängt sofort an zu sprudeln, das fängt an zu sprudeln, weil Gottes Liebe sprudelt hat. Gottes Liebe ist nie irgendwie so, Gottes Liebe ist nie einfach abgestandenes Wasser. Könnte also bedeuten, dass wenn unser christliches Leben so ein bisschen aussieht wie abgestandenes Wasser, wir wissen so, was wir glauben, was wir tun, aber irgendwie, wo es bewegt sich nichts, dann fehlt uns möglicherweise die Quelle, die direkte Beziehung zur Quelle gerade. Da haben wir uns vielleicht ein bisschen entfernt, denn wenn wir verbunden sind mit der Quelle, was macht die Quelle? Die Quelle quillt, die erzählt, die redet, die spricht, die liebt Jesus, die möchte was von Jesus sagen und das macht sie und sie wird selbst zu dieser Quelle und bringt dann eine ganze Stadt zu Jesus, die Quelle des lebendigen Wassers.

[39:42] Jetzt gehen wir noch zu Johannes 7, das, was du erwähnt hast, kannst du auch vorlesen. Johannes 7, Vers 37 und 38. Ja, Johannes 7, Vers 37 und 38. „Am letzten, dem großen Tage des Festes aber stand Jesus da und rief: Wenn jemand dürstet, komme er zu mir und trinke. Wer an mich glaubt, auf diesen Leib werden, wie die Schrift gesagt hat, Ströme lebendigen Wassers fließen.“

[40:14] Genau, bei mir steht noch, ich fasse es ein bisschen schöner übersetzt: „Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat.“ Ja, mit anderen Worten, wer an, nicht einfach nur an Jesus glauben, sondern an Jesus glauben, wie die Bibel es sagt. Ja, aber das ist die Idee. Also, Jesus ruft hier an und sagt nicht wahr, wenn jemand dürstet, komme zu mir, kommt her zu mir, alle, die hier müde und beladen seid. Aber dann im nächsten Vers sagt er jetzt was, wer dieses Wasser darstellt. Und das Wasser stellt wen dar? Vers 39. Das sprach er von dem, das sagte er von dem Geist, den die empfangen sollen, welcher an den Glaubenden der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. Das heißt, wir haben jetzt einen Vers in Jeremia, wo einfach steht Gott und wir können sagen, vielleicht auch Gott der Vater, ja, die Quelle. Dann haben wir in Johannes, haben wir Jesus, der sagt, ich habe die Quelle des lebendigen Wassers und dann spricht Jesus selbst von dem Heiligen Geist. Also alle drei Personen der Gottheit werden mit diesem Wasser, diesem lebendigen Wasser, dem Wasser des Lebens in Verbindung gemacht. Das ist eigentlich sehr, sehr interessant. Und das heißt, im Grunde genommen, wenn das davon spricht, dass wir zum Wasser des Lebens geführt werden, werden wir zu allen drei Personen der Gottheit geführt. Sie alle drei arbeiten zusammen. Je näher wir bei ihnen sind, oder wenn wir mit ihnen verbunden sind, dann quillt das Leben in unserem Herzen. Und deswegen ist es so wichtig, sich immer wieder gedanklich daran zu erinnern, mit Gott zu leben, sich immer wieder mit ihm zu verbinden, immer wieder bei ihm zu bleiben, festzuhalten, weil dort ist die Quelle.

[41:40] Nun, wir haben gesehen und das sagt Offenbarung 21 ganz deutlich, wir bekommen von diesem Wasser umsonst. Ich möchte ganz kurz am Ende noch ein paar Bibeltexte mit euch lesen, einfach um das ganz deutlich zu machen. Schaut mal mit mir in Hosea 14 Vers 5. Hosea 14 ist mein Lieblingskapitel, ganz großartig schön. Hosea 14 und dort Vers 5, da heißt es, da sagt Gott über die abgefallenen Israeliten: „Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen. Gerne, gerne will ich sie lieben, denn mein Zorn hat sich von ihnen abgewandt.“ Das ist ein wichtiger, das hat jetzt erstmal nicht so sehr mit Quelle zu tun, aber was ist die Idee, wenn Gott sagt, gerne will ich sie lieben? Wie können wir das mit anderen Worten umschreiben, diese Idee, gerne will ich sie lieben? Ich vergebe ihnen, ja, das macht er ganz deutlich, sagt: „Kommt, bekennt eure Schuld, ich werde euch gerne annehmen.“ Was ist die Idee? Ich werde euch gerne lieben. Sein Bedürfnis, er muss nicht erst überzeugt werden, uns zu lieben.

[43:22] Und ihr Lieben, das muss viel tiefer in unser Bewusstsein rein. Gott muss nicht erst überzeugt werden, um uns zu mögen, er mag uns. Und das war das, was die Frau am Jakobsbrunnen so bemerkenswert gefunden hat. Sie hat gemerkt, Jesus weiß alles von ihr, er kennt alle ihre Sünden und mag sie trotzdem. Er ist trotzdem nett zu ihr, freundlich, liebevoll, obwohl er alles von ihr weiß. Und da beginnen wir etwas zu verstehen von der Quelle des lebendigen Wassers, wenn wir uns bewusst machen, Gott kennt jede einzelne Sünde von mir. Er kennt alle Motivationen, die falsch gewesen sind. Er weiß sogar das, was ich nicht weiß. Er weiß, wie dunkel es in mancher Herzenskammer ausgesehen hat oder vielleicht noch aussieht. Und trotzdem mag er mich. Er hat mich trotzdem gern. Er will mich gerne lieben. Und wenn ich das einmal verstanden habe, dann weiß ich, dass diese Quelle von alleine sprudelt. Da kann ich nichts hinzufügen. Ich kann nur nehmen. Ich kann nur in Anspruch nehmen. Ich kann nicht irgendwie was dazu machen, weil es ist schon da, lange bevor ich überhaupt irgendwas machen konnte.

[44:29] Wir haben leider zu oft die Idee, dass wir erst bereuen müssen, erst irgendwie was ändern müssen, bevor wir zu Gott kommen können. Das ist grundsätzlich falsch. Grund, Grund, grundsätzlich falsch. Wie es sagt in Römer Kapitel 3 und dort Vers 24. Römer 3 und dort Vers 24. Wie werden wir gerechtfertigt? Ihr wisst, Rechtfertigung ist ein anderer Begriff für Vergebung. Genau. Wie werden wir gerechtfertigt? Wie wird uns vergeben? Vers 24. „So dass sie, richtig, ohne Verdienst gerechtfertigt werden, durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist.“ Uns wird vergeben, nicht weil wir gekommen sind, nicht weil wir gehört haben, nicht weil wir das und jenes gemacht haben, sondern uns wird vergeben, weil Gott uns gerne vergeben möchte. Er möchte es unbedingt und weil das Wasser sprudelt und weil es sowieso da ist, können wir es in Anspruch nehmen für uns und sagen: „Okay, deswegen höre ich hin, deswegen entscheide ich mich, weil er mich sowieso retten will.“ Das macht einen großen Unterschied. Gott rettet keinen Menschen, weil der gekommen ist und Gott sagt: „Okay, du bist gekommen, dir sind seine Sünden also bewusst, okay, dann kann ich dich retten.“ Niemals, niemals, niemals. Wenn wir so von Gott denken, haben wir das Evangelium nicht verstanden, sondern Gott will sowieso retten. Jesus ist am Kreuz gestorben für wie viele Menschen? Da fließt das Wasser und jetzt lädt er jeden ein, zu kommen, das Wasser zu nehmen. Er ist für alle gestorben und alle, die ihn annehmen, werden gerettet. Nicht weil sie ihn annehmen, sozusagen, sondern sie nehmen nur das an, was ohnehin schon da ist.

[46:21] Schaut mal in Römer 8 und dort Vers 32, steht ein ziemlich interessanter Gedanke. Römer 8, Vers 32. „Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahin gegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch? Wie viel? Alles, was? Schenken.“ Gott schenkt uns alles. Alles, was wir bekommen von Gott, ist geschenkt. Unsere Erlösung, unsere Heiligung, die Gebote, der Gehorsam, alles. Die Freude, die Emotionen, die Talente, die Gaben, die Werke, die wir tun, am Ende die Vollendung, wenn wir denn in der Gegenwart eines heiligen Gottes ohne Fürsprecher leben, ist alles ein Geschenk. Es sprudelt alles aus der Quelle, alles geschenkt. Geschenkt, geschenkt, geschenkt, geschenkt, geschenkt, geschenkt. Was Gott sucht, sind Menschen, die so demütig sind, dass sie sagen: „Okay, ich kann es nicht aus eigener Kraft, ich werde einfach alles mir schenken lassen. Ich schenke mir die Buße, ich schenke mir die Erkenntnis, ich lasse mir die Gnade schenken, die Erkenntnis schenken, die Buße schenken, die Vergebung schenken, die Heiligung schenken, den Gehorsam schenken, ich lasse mir das alles schenken, ich nehme diese Geschenke alle der Reihe nach an.“ Das ist das Evangelium.

[47:31] Und das sagt Gott, der Vater, im Himmel, auf dem Thron, wenn er sagt in Offenbarung 21 und dort Vers 6: „Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, ich will dem Dürstenden geben aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst.“

[48:03] Die Frage ist heute Abend, auch alle, die zuschauen oder später die Aufnahme anschauen: Bist du an der Quelle des Lebens? Sprudelt das in deinem Herzen gerade? Oder ist das so ein bisschen stagnierend, wie so eine Zisterne, wo das Wasser fließt ab, aber kommt nichts Neues rein? Dann lass uns doch heute, jetzt hier erneut unser Herz Gott ganz übergeben. Lass uns einfach hinhören und entscheiden, lass uns zum Wasser kommen und kaufen, so wie wir sind. Und es wird in unserem Herzen quellen. Und noch gemeinsam hinterknien und beten.

[48:53] Lieber Vater im Himmel, nichts hat so eine Kraft wie dein Wort und wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir durch diesen einen Satz in Offenbarung erneut daran erinnert worden sind, dass bei dir alles Leben ist und dass dieses Leben nicht stagnierend ist und vor sich hingammelt. Nein, dass es eine Quelle ist, die immer frisch, immer klar, immer wieder neu ist und die alles wegwäscht, was an Sünde, Schuld und schlechten Gewohnheiten sich in unserem Leben eingenistet hat. Herr, wir möchten dich wirklich von ganzem Herzen bitten, dass wir in reichen Zügen von dieser Quelle nehmen dürfen und wir danken dir, dass wir kommen können, wie wir sind und möchten heute hier, wo wir knien und zuschauen, unser Herz dir ganz weinen und dich bitten, dass du das Wasser des Lebens in uns zu einer Quelle werden lässt, das bis ins ewige Leben quillt. Und wir danken dir, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllen möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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