[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir wollen heute weiter studieren in Offenbarung 21. Wir werden heute uns Vers 7 vornehmen. Bevor wir das tun, möchten wir Gott einladen, uns in unseren Gedanken zu führen. Ich möchte euch einladen, dass wir gemeinsam niederknien für ein Gebet. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen für dein Wort und für die Offenbarung, die zu uns spricht und die durch den Heiligen Geist wichtige Wahrheiten in unser Herz schreiben möchte. Wir möchten dich bitten, dass wir verstehen, was du uns heute sagen möchtest, dass wir tatsächlich zu Überwindern werden, wie es in diesem Vers, den wir heute studieren wollen, auch geschrieben steht. Wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst, die von dir kommt und danken dir, dass du durch deinen Geist in unser Herz kommen möchtest und dass du uns alles erklären möchtest, was wichtig für uns ist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:58] Offenbarung 21 und wir lesen dort Vers 7. Wer den hat, darf mal gerne lesen. Wer überwindet, der wird alles erben und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein. Genau, danke schön. Wir sind ja so ein bisschen noch in dieser Rede, die in den vorigen Versen schon angefangen hatte. Könnt ihr euch noch erinnern, wer ist derjenige, der hier in diesen Versen spricht? In Vers 3 und 4, also 5 vor allem, 5 und 6 und 7. Gott der Vater, ja in einer Rede, Worte von Gott dem Vater angesichts des neuen Jerusalems, das vom Himmel herabkommt und dass das Zelt Gottes bei den Menschen sein wird. Und wir haben das letzte Mal gesehen, dass Gott sagt, dass er dem Dürstenden geben will aus dem Quell des Wassers des Lebens umsonst. Die Erlösung ist für alle frei verfügbar und sie kostet nichts.
[3:28] Und jetzt sehen wir sozusagen in diesem Vers, was ist jetzt sozusagen die Bedingung, die wir haben müssen, um dieses Wasser des Lebens, das umsonst ist, auch wirklich in unserem Leben anwenden zu können. Und die Antwort ist sehr einfach. Was ist die Bedingung, die erfüllt werden muss? Überwinden. Genau.
[3:53] Jetzt das Überwinden ist eine interessante Sache, denn das Überwinden kommt in der Offenbarung häufiger vor, oder? Woher kennt ihr schon das Überwinden in der Offenbarung? In sieben Gemeinden. In welchen Gemeinden kommt das davor mit dem Überwinden? Welcher Gemeinde wird gesagt, dass sie überwinden sollen? Allen, genau. Also es geht los in Offenbarung 2 Vers 7, nicht wahr, in der Gemeinde Ephesus. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt. Wer überwindet, dem werde ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist. Ja, da haben wir schon diese Idee und dann geht es durch alle Gemeinden durch. Und dann bei der letzten Gemeinde, heißt es in Vers 21 in Offenbarung 3, Laodizea, Offenbarung 3, 21. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. Also alle sieben Gemeinden werden aufgefordert zu überwinden.
[4:57] Was können wir daraus schlussfolgern, wenn alle sieben Gemeinden aufgefordert werden zu überwinden? Was könnte eine Schlussfolgerung sein, eine Anwendung oder was wir daraus lernen können, wenn nicht nur ein oder zwei, sondern alle sieben Gemeinden aufgefordert werden? Dass man überwinden muss, ja. Also stellt euch vor, es würden jetzt nur in der sechsten und siebten Gemeinde das Vorkommen mit dem Überwinden. Alle haben dasselbe Problem, ja. Das Überwinden ist kein Endzeit-Spezifikum, sozusagen. Es ist nicht nur etwas für die Endzeit, sondern das galt zu allen Zeiten. Es gibt ja manchmal so ein bisschen die Idee, naja, Christen mussten immer glauben, aber in der Endzeit brauchen wir irgendwie so vielleicht eine spezielle extra Glauben oder so, ja. Irgendwie wir müssen heiliger sein als alle Gläubigen vorher. Wir haben zwar mehr Wahrheit, aber das Grundproblem ist für alle dasselbe, und die Bedingung ist für alle dasselbe. Überwinden war für alle Jahrhunderte der Christenheit hindurch immer das einzige Kriterium. Überwinden ist also nicht so sehr erst mal eine, allein auf die Endzeit bezogen, sondern eine grundsätzliche Erfahrung für alle Gläubigen.
[6:11] Und deswegen wird es angesprochen, okay, wo kommt noch das Überwinden vor? Gibt es noch Bibelstellen in der Offenbarung, wo wir das Überwinden oder die Überwinder haben? Ja, genau, das haben wir in der Offenbarung 3, genau, der Überwinder. Das Lamm hat überwunden, wo hast du das? Kapitel 5 Vers, genau, das ist dann ja auch das Lamm, nicht wahr?
[7:00] Sie es hat überwunden und einer von den Ältesten spricht zu mir, weine nicht, sie es hat überwunden, der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen und dann dreht sich um, will diesen Löwen sehen und sieht ein Lamm. Ja, also der Jesus selbst hat überwunden und deswegen wird hier auch in welcher Gemeinde von den sieben Gemeinden wird das Überwinden von Jesus als ein Vorbild für unser Überwinden gegeben? Da gibt es eine Gemeinde, da wird das Überwinden von Jesus verglichen mit dem Überwinden der Gläubigen. In welcher der sieben Gemeinden wird gesagt, wer überwindet, so wie ich überwunden habe. Das solltet ihr gut kennen. Welche der sieben Gemeinden hat eine Aufforderung zu überwinden mit dem Passus, so wie ich überwunden habe, sagt Jesus. Genau, Laodizea, bei Laodizea lesen wir in der Offenbarung 3 Vers 21, wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe. In der letzten Gemeinde wird ganz deutlich in Laodizea, dass das Vorbild fürs Überwinden Jesus ist. Das heißt, was auch immer das Überwinden bedeutet, wir müssen überwinden, wie Jesus überwunden hat. Ja, sehr gut. Also es ist nicht eine Sache getrennt von Jesus oder zusätzlich zu Jesus, sondern wie Jesus überwunden hat, so sollen wir auch überwinden.
[8:25] Wo kommt noch das Überwinden vor in der Offenbarung? Okay, Offenbarung 12 Vers 11, sehr gut. Und magst du mal vorlesen? Und sie haben ihn überwunden um des Blutes des Lammes und um des Wortes ihres Zeugnisses willen und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod. Okay, sie, wer sind sie? Vielleicht die 144.000, aber die kommen jetzt hier in Offenbarung 12 gar nicht so im Kontext vor, die sind erst in Offenbarung 14 dann dran. Es heißt ja, und sie haben ihn überwunden. Die Frage ist, wer ist sie und wer ist ihn? Ihn ist der Satan, ja. Genau, der kommt ja in dem Vers vorher vor, im Vers 10, oder? Hinabgestürzt wurde der Verkläger. Wie geht's weiter? Der Verkläger? Unsere Brüder. Der sie vor unserem Gott verklagte Tag und Nacht und dann heißt es und sie haben ihn überwunden.
[9:36] Also die Idee ist sozusagen, da ist der Satan und er klagt wen an? Wen klagt er an? Die Brüder. Also was anderes Wort für Brüder, wen klagt er an? Also nicht nur männliche Personen, wen klagt er an? Die Gläubigen, ja, die Geschwister. Er klagt die Gläubigen an, das ist ein interessantes Bild. Da heißt es, der Satan klagt, und wie lange klagt er sie an? Wie intensiv? Tag und Nacht beschmeißt er sie mit seinen ganzen Anschuldigungen und dann heißt es, aber sie haben ihn überwunden. Was heißt wohl also das Überwinden? Heißt das, er ist irgendwie ein Hindernis, über das man rübersteigen muss? Das Ding Überwinden ist jetzt nicht so das typische Wort, das wir so im Deutschen verwenden, wo wir sagen, ich habe das überwunden oder so. Das sieht mal aus wie ein Hindernis, über das man drüber muss. Aber wie könnte man das sonst verstehen, dieses Satan klagt an, aber sie haben ihn überwunden? Durch das Blut des Lammes und durch das Wort ihres Zeugnisses.
[10:46] Was heißt Überwinden? Sie waren über der Anklage, okay, sie waren sozusagen unverklagbar. Das ist das, was später die Bibel sagt. Aber hat denn der Satan einen Punkt mit seinen Anklagen? Oder erfindet er da die ganzen Sünden, die er vorbringt? Ihr wisst ja, der Satan hält unsere Sünden uns vor. Ich habe gerade heute bei Ellen White etwas Interessantes gelesen, das ist ziemlich spektakulär. Da sagt sie, dass Satan die Frage in den Raum stellt, wie kannst du Gott mich aus dem Himmel schmeißen wegen Sünde und dann diese Menschen, die genau die gleichen Sünden getan haben, in den Himmel nehmen, um mich zu ersetzen. Weil ihr wisst ja, die Menschen, wenn wir noch dazu kommen, die gerettet werden, werden die gefallenen Engel ersetzen. Und er stellt die Frage, wie ist das möglich? Also wegen Stolz und Hochmut und Lästerung und so weiter werde ich aus dem Himmel gestoßen und die Menschen, die du in den Himmel nimmst, die sind auch stolz gewesen, haben auch gelästert, haben alle möglichen Sünden begangen. Und er verklagt sie Tag und Nacht, aber sie haben ihn überwunden.
[12:06] Das Wort überwinden bedeutet es im Griechischen Nikao und da kommt, ihr kennt vielleicht Nike, die Siegesgöttin. Daher kommt das Wort von Siegen. Nikao heißt siegen, das sind die Sieger sozusagen. Die Überwinder sind Sieger und Sieger ist man in was? Wenn man sagt, er ist ein Sieger, dann hat es was gegeben. Ein Kampf, eine Auseinandersetzung, eine Kontroverse, irgendwie was, wo man gegeneinander ist. Das heißt, es gibt einen Kampf und natürlich in Offenbarung 12 ist was der Kampf, der große Kampf. Das heißt, es geht darum, sie sind die Sieger im großen Kampf und wodurch werden sie Sieger hier in Offenbarung 12? Das Blut des Lammes, also das Blut Jesu und was noch? Und das Wort ihres Zeugnisses.
[13:17] Also mal ganz runtergebrochen praktisch, was haben die Gläubigen gemacht, die gesiegt haben? Was haben die gemacht? Das Blut des Lammes ist ja für alle Menschen da, oder? Aber nicht alle sind Sieger, also was haben die gemacht? Was müssen die quasi tun? Ja genau, wie erlangen sie die Vergebung? Das ist ein ganz genauer Punkt, wie erlangen sie? Ganz simpel. Sie bitten darum, aber das Bitten allein würde noch nicht reichen. Genau, das andere Wort, sie brauchen Glauben. Sie haben Glauben. Sie glauben, dass das Blut Jesu für sie spricht. Sie glauben, dass Jesus ihr persönlicher Erlöser ist. Und was ist das Wort ihres Zeugnisses? Was haben sie gemacht? Was heißt das auf deutsch praktisch? Danach gelebt wäre schon genau die daraus sich resultierende Sache. Also ganz simpel ist das Wort ihres Zeugnisses. Sie haben darüber gesprochen, sie haben Jesus geglaubt und sie haben von Jesus gesprochen. Das macht sie zu Siegern. Also ihr Glaube und ihre Worte, die sie sprechen, dass sie glauben. Also mit anderen Worten, wenn man das zusammenfasst, ist das quasi ein öffentliches Bekenntnis zu Jesus.
[14:39] Genau, da kommen wir noch zu. Warten wir eine Sekunde noch. Nur die beiden zusammengenommen erstmal. Welches Ereignis in der Bibel zeigt ganz deutlich, dass man irgendwie sich öffentlich zum Blut bekennen muss? Taufe, ja genau. Das ist ein Punkt, also die Taufe ist ein öffentliches Bekenntnis. Jesus ist für mich gestorben. Welches andere berühmte Ereignis im Alten Testament zeigt öffentliches Bekenntnis, zum Blut bringt den Sieg. Ja genau, wo es eine Auseinandersetzung gab und es ging nicht so richtig vorwärts, bis Menschen sich öffentlich zum Blut des Lammes bekannten. Als sie beim Aufzug aus Ägypten das Blut des Lammes an die Türpfosten strichen, also sie haben geglaubt, dass das Blut hilft und sie haben das bezeugt. Das sind die beiden Elemente, der Glaube und das Bezeugen, dass ich glaube, das überwindet den Satan. Der Sieg ist also jetzt weniger sozusagen dadurch, dass Jesus tut was, das glaube ich und jetzt strenge ich mich an, um das auch wirklich umzusetzen, sondern der Sieg besteht in dem Glauben und zwar dem öffentlichen Bekenntnis.
[15:56] Ja klar, das Blut reinigt uns von aller Sünde. Ja ganz genau, also die Vergebung Gottes ist immer so, dass sie auch Gehorsam mitschenkt, dann ja ohne Frage. Jetzt kommen wir zu dem, was Jutta gesagt hat. Da kommt jetzt noch was dazu, was das dritte Element ist jetzt noch interessant. Es heißt nämlich, sie haben ihr Leben nicht geliebt, sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod. Das heißt also, mal mit deutschen Worten für uns jetzt so zusammengefasst, was wird da ausgedrückt über diese Überwinder und ihren Glauben? Sie haben diesen Glauben und dieses öffentliche Bekenntnis zum Glauben war ihnen wichtiger als ihr eigenes Leben. Das heißt, im Grunde genommen ist das eigentlich, wenn man so will, eigentlich nicht ein dritter Punkt noch, sondern eigentlich nur sagt, dass diese beiden Punkte waren die absolute Priorität mehr als das eigene Leben. Ja das heißt, das gesamte Leben durchdrungen. Es ist ja manchmal so, dass Menschen an Gott glauben, auch völlig begeistert sind bis zu einem bestimmten Punkt. Ja und dann kreuzt es ihre Lieblingssünden oder so oder dann kreuzt es ihre Familienplanung oder es kreuzt ihre Zukunftshoffnung und dann hört der Glaube auf. Aber dieser Glaube geht bis ans Ende, bis zum Tod.
[17:20] Ich denke aber schon an die Glauben, auch an die Werke, die man anschauen kann. Wenn ihr dein eigenes Leben nicht geliebt habt und das aktuelle Götzen verwandt und das hier in dem Namen lebst, dann ist das Leben, das Leben ist ein bestimmter Aspekt. Ja, also das ist ein guter Punkt, den du sagst, es geht um die Werke. Das ist ja nur eine künstliche Diskussion, die oft in unseren Köpfen stattfindet, ob es mit oder ohne Werke ist. Weil, versuch mal zwei Minuten lang kein Werk zu tun. Das geht gar nicht. Also wir tun immer Werke. Die Frage, die biblische Frage ist nie mit oder ohne Werke eigentlich, sondern die biblische Frage ist, meine Werke oder Gottes Werke in mir? Das ist immer die Frage. Tue ich selbst etwas, um Gott zu gefallen oder lasse ich Gott in mir wirken durch seinen heiligen Geist, indem ich ihm mein Herz übergebe? Das ist immer sozusagen die biblische Frage. Und genau das ist ja der Punkt hier, dass sie glauben an das, was Jesus getan hat und sie folgen ihm quasi und seinem Blut und bekennen ihn, bis und wenn sie dafür umgebracht werden, sozusagen. Und das verändert ihr gesamtes Leben. Also ganz genau.
[18:26] Schauen wir mal in der Endzeit. Dieses Überwinden hat dann noch eine konkrete Anwendung in Offenbarung 15. Offenbarung 15. Und dort lesen wir mal Vers 2. Offenbarung 15, Vers 2. Und ich sah etwas wie ein gläsernes Meer mit Feuer vermischt. Und die, welche als Überwinder hervorgegangen waren und über das Tier und über sein Bild und über sein Mahlzeichen, über die Zahl seines Namens, standen an dem gläsernen Meer und hatten Harfen Gottes.
[19:11] Okay, also hier haben wir jetzt sozusagen, was sind das für Überwinder, wenn sie über das Tier, über sein Bild, über sein Mahlzeichen den Sieg errungen haben? Zu welcher Gruppe gehören die dann? Das sind die 144.000, das sind die Gläubigen der letzten Zeit. Ja, weil zur Zeit von Luther oder also zumindest das Mahlzeichen gab es zur Zeit von Luther in der Form jetzt noch nicht so. Oder auch das Bild des Tieres noch nicht. Das heißt, hier geht es insbesondere auch um die Endzeit oder zumindest hat es auch eine starke Endzeit Anwendung. Und die Überwinder überwinden also nicht nur den Satan, sie überwinden auch wen?
[19:50] Die Mitarbeiter Satans sozusagen. Man könnte sagen, das erste und zweite Tier, das sind quasi Satans Repräsentanten auf der religiös-politischen Ebene. Und auch dort gibt es eine Auseinandersetzung und auch dort sind sie Sieger. Und jetzt können wir sozusagen auch so ein bisschen mit Blick auf die Endzeit sagen, wie werden wir siegreich sein, wenn das Sonntagsgesetz kommt, wenn die ganze Welt sich verbündet gegen uns? Durch diese beiden Dinge. Das war das, was die ägyptische Herrschaft zusammenbrechen lassen. Das wird das sein, was am Ende uns den Sieg gibt, auch wenn die ganze Welt sich zusammenrottet. Das Blut des Lammes und das Wort des Zeugnisses und zwar als Prinzip für das Leben bis ans Ende sozusagen, zeitlich und theoretisch mäßig.
[20:41] Fragt ihr euch, wer hat denn Jesus überwunden? Das heißt ja, wir sollen überwinden, wie Jesus überwunden hat. Jesus, brauchte Jesus das Blut des Lammes zum Überwinden? Nee, aber Jesus hat trotzdem überwunden, oder? Er sagt ja, wie ich überwunden habe. Also wie hat denn Jesus überwunden? Was war denn bei ihm so entscheidend?
[21:02] Also es war in der Wüste, oder? Bei den Versuchungen war es das Wort Gottes. Was musste er mit dem Wort Gottes machen? Er musste es verstehen, annehmen und ganz entscheidend, das ist der entscheidende Punkt, er musste es glauben. Er musste glauben, dass als Gott der Vater gesagt hatte, du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe und dann 40 Tage später er halbtot ist und der Engel von Himmel kommt und sagt, bist du es wirklich? Musste er glauben, dass Gottes Wort wirklich das gemeint hat, was es gesagt hat. Er musste glauben, dass wenn dort steht, der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht, das musste er glauben. Er hat buchstäblich aus dem Glauben gelebt. In dem Fall jetzt nicht an das Blut des Lammes, weil er war kein Sünder, aber an das Wort Gottes grundsätzlich.
[22:10] Das ist noch etwas allgemeiner, aber das ist quasi nur eine Spezifizierung davon. Wir müssen an das Blut des Lammes glauben, weil wir Sünder sind. Adam vor seinem Sündenfall hat auch aus dem Glauben gelebt, aber er brauchte nicht an das Blut des Lammes glauben, weil es gab noch keine Sünde. Aber der Satan hat auch den Adam und die Eva eher verführen wollen vor dem Sündenfall und sie hätten auch Sieger sein können. Und wodurch hätten sie gewonnen? Eva hätte gewonnen, indem sie nicht an ein Blut des Lammes gedacht hätte, sondern sie hätte gewonnen, indem sie einfach Gottes Wort geglaubt hätte.
[22:44] Das heißt, das eigentliche Entscheidende sozusagen, was wir tun müssen, ist der Glaube und weil wir Sünder sind, müssen wir an das Blut des Lammes glauben, das uns gerecht macht. Und wir haben ja gesagt, das ist das Glaube und das Wort. Und Jesus hat das ja gemacht. Jesus hat nicht nur geglaubt, dass diese Worte wahr sind, sondern er hat sie dem Satan buchstäblich ins Gesicht gesagt. Er hat sich dazu bekannt. Er hat gesagt, es steht geschrieben, danach lebe ich. Er hat das öffentlich, also öffentlich waren ja nicht viele Leute da, aber er hat das offen bekannt. Er hat das nicht nur für möglich gehalten oder für wahr gehalten, er hat das bekannt.
[23:20] Und jetzt kommt dieser Punkt in der Priorität. Wie lange hat er das getan, das Wort Gottes glaubt und quasi ausgesprochen, dass er sich dazu bekannt? In der Wüste, in dem Satan. Dreimal genau. Der Punkt ist, er war ja schon fast tot. Er wäre lieber gestorben, als eine Sünde zu begehen. Das ist der Punkt. Sie haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod. Jesus hat nicht gesagt, okay, ich war jetzt so lange treu, aber jetzt bin ich wirklich fast tot. Jetzt kann ich einmal sündigen, damit ich wenigstens überlebe oder so. Das ist eigentlich genau das, was gemeint ist. Sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod. Das ist so ein bisschen wie die drei Freunde von Daniel, die sagen, Gott kann uns retten, auch wenn er uns nicht rettet. Wir werden nicht uns beugen, weil das Gebot es sagt. Wir haben unser Leben nicht geliebt bis in den Tod.
[24:24] Und das ist natürlich im höchsten Sinne, das sind Werke, die Jesus tut. Das sind Werke, aber es ist nicht Werke im Sinne von, ich habe was getan und jetzt kann Gott sagen, okay, gut. Sondern es ist die Folge dieses radikalen Glaubens im Prinzip. Der Glaube, der durch die Werke vollkommen wird, die Priorität Nummer eins. So hat Jesus überwunden und Jesus sagt, so sollt ihr überwinden.
[24:47] Und es heißt jetzt hier, und das ist der schöne Aufmarsch 21, wer überwindet, wer also so den Glauben, sich so zum Glauben bekennt in allem, was er tut, egal wie die Lebensumstände sind, der wird wie viel erben? Das war die Bedingung, was ist jetzt das Resultat? In Vers 7, Offenbarung 21, Vers 7. Alles. Er sagt, wer überwindet. Er sagt nicht, wer die und die und die Leistungen bringt, sondern wer überwindet. Wir haben gesehen, das Überwinden besteht darin, dass ich Gott beim Wort nehme, egal was er sagt, egal wie es mir geht. Das ist ein Kampf. Das ist ein Kampf vor allem gegen das eigene Ich, sagt Ellen White. Aber es ist ein Kampf, den jeder gewinnen kann, denn jeder kann vertrauen. Also Leute gehen am Ende nicht verloren, weil sie zu wenig gemacht haben, sondern weil sie zu wenig vertraut haben. Jesus hat überwunden, weil er seinem Vater vertraut hat, egal was passiert ist. Und als er am Kreuz hing und nicht mehr sehen konnte, ob der Vater ihn noch liebt, hat er ihm trotzdem vertraut.
[25:53] Er wird alles erben. Das heißt, was ist denn eigentlich alles, was geerbt wird? Was fällt denn alles drunter? Könnt ihr Bibelstellen mir sagen, was wir erben werden, wenn wir überwinden? Was erben wir, wenn wir überwinden? Alles. Großer Begriff. Alles.
[26:26] Genau, der Baum des Lebens essen wird eine Säule sein im Tempel meines Gottes, wird auf dem Thron sitzen, der weiße Stein. Schauen wir mal ein paar Bibeltexte an, die uns sagen, was wir erben werden. Erste Samuel 2 Vers 8, wir gehen ein bisschen durch. Erste Samuel 2 Vers 8. Wir sammeln einfach ein paar Dinge, die geerbt werden von denen, die überwinden. Wer mag mal lesen? Erste Samuel 2 Vers 8. Er hebt den Geringen aus dem Staub empor, aus dem Schmutz erhöht er den Armen, um ihn unter die Edlen zu setzen, und den Thron der Ehre lässt er sie erben. Genau, also was wird geerbt? Der Thron der Ehre. Der Thron der Ehre. Bei mir steht, habt ihr das auch, Thron der Herrlichkeit? Also der Ehre oder Herrlichkeit. Okay, das ist eine Verheißung. Das diejenigen, die von Gott erhoben werden, die von Gott geführt werden, die werden den Thron der Herrlichkeit, den Thron der Ehre erben.
[27:38] Okay, was haben wir noch? Schauen wir mal in Sprüche 3 Vers 35. Sprüche 3 und dort Vers 35. Was erben die Überwinder? Sprüche 3 Vers 35. Die Weisen werden Ehre erben, aber die Toren werden Schande davontragen. Genau, die Weisen erben Ehre. Und Weisheit ist ein Begriff in der Bibel eigentlich für Evangelium, für Heiligung, für ein Erfülltsein mit dem Heiligen Geist, mit Jesus. Noch ein Vers, 1. Petrus 3 Vers 9. 1. Petrus 3 Vers 9.
[30:45] Was haben wir da? Zu denen, zu seinen Rechten. Kommet her, ihr Gesegneten meines Vaters, und ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt. Genau, das Reich, das ewige Leben, das Reich, den Thron der Ehre, Ehre, Segen. Und dann sagt uns Petrus noch etwas über dieses Erbe, also das sind so die einzelnen Elemente dieses Erbes, im Prinzip alles, was Gott geben kann. Und dann sagt uns Petrus noch in 1. Petrus 1, Vers 3 und 4, wie lange dieses Erbe anhalten wird, wie lange es quasi Bestand hat. 1. Petrus 1, Vers 3 und 4. Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat, zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus dem Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwälklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns.
[32:04] Genau, der Petrus, der benutzt sogar mehrere Worte, die eigentlich im Grunde genommen fast dasselbe sagen, so unvergänglich, unverwälklich, er will damit sagen, das bleibt immer frisch, das ist halt nie irgendwie ein Ablaufdatum, wo man sagt, oh naja, ich bin schon ein bisschen alt jetzt geworden. Es ist immer frisch, immer neu, es wird ewig bleiben und hört nie auf. Das Erbe ist unvergänglich, unverwälklich, unbefleckt, da wird dann nichts irgendwie noch Sündiges dran sein. Und Gott sagt jetzt mit anderen Worten, alles, er sagt ja nicht mal das alles, er zählt nicht nur fünf Dinge auf, also die fünf Dinge gibt es zu gewinnen, er sagt alles. Die Idee bei Gott ist sozusagen, alles was ich habe, das ewige Leben, den Thron, die Ehre, Segen, Reichtum, alles, alles, alles, alles was ich habe, kann jeder haben, der was tut. Helft mir, der was tut.
[32:51] Ja, was wir gelernt haben? Der Gott einfach bis ans Ende seines Lebens immer glaubt. In allem was Gott sagt, und das schließt Gehorsam ein, denn Gott sagt mir oft Dinge, die ich tun soll, und dann ist es der Glaube, der zum Gehorsam führt. Wenn ich Gott glaube, nicht weil ich einfach sage, Gott, ich tue jetzt einfach die Dinge, damit du mich gern hast, sondern weil ich ihm glaube, dass er mich lieb hat, dann tue ich so viele gute Dinge, aber nicht, weil ich jetzt irgendwie mich toll fühle, sondern weil ich Gott glaube. Was Gott sagt, ist eigentlich unglaublich spektakulär, er sagt, alles was das Universum bietet, alles was ich als Gott anbieten kann, kann jeder umsonst haben, der was tut. Alles was ich als Gott anbieten kann, kann jeder umsonst haben, der einfach unter allen Umständen glaubt, dass ich ihn lieb habe, der mir immer glaubt und immer folgt und das öffentlich bekennt.
[33:39] Und eigentlich ist das, wenn man darüber nachdenkt, ist das eigentlich ja gar nicht so schwer. Und die Engel im Himmel sind wahrscheinlich erstaunt und verwundert, wie wenig Überwinder am Ende es dann sein werden, weil der Satan natürlich genau dagegen ankämpft, weil der immer fragt, sollte Gott wirklich gesagt haben, und Gott meint das ganz anders, und das kannst du so nicht sehen, dem kannst du nicht vertrauen, du musst das Leben selbst in die Hand nehmen und da gibt es Segnungen, von denen Gott nichts erzählt hat und so weiter. All diese Anklagen, die zielen natürlich nur darauf, dass er uns zu Verlierern machen möchte. Sieger im großen Kampf ist derjenige, der so über Gottes Wort denkt wie Jesus. Denn darum ging es im großen Kampf um das Wesen des Gesetzes Gottes, um das Wesen Gottes selbst. Wie ist Gott? Ist er immer die Liebe? Alle, die ihm glauben, die auf das Blut des Lammes vertrauen und zwar grundsätzlich egal, was das für Konsequenzen für ihr Leben haben mag, werden alles erben. Alles, alles, alles, alles.
[34:45] Und die Frage ist natürlich für uns heute, bin ich bereit? Bist du bereit? Bist du bereit, Jesus unter allen Umständen zu bekennen, zu Jesus zu stehen, egal was passiert, ihm zu glauben und so wie Jesus in der Wüste aus dem Wort zu leben, egal was es sagt, weil dann werden wir alles erben. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Aber genau das sollen wir tun. Deswegen ist Offenbarung 21 da und das wird jetzt in Offenbarung 21 dann auch beschrieben, da wird alles genau beschrieben, wie es aussieht, wie es sein wird, damit uns bewusst wird, Gott verlangt von uns, dass wir ihm vertrauen, ohne eingeschränktes Vertrauen. Dafür gibt er uns alles, was er hat. Aber er kann es nur denen geben, die ihm vertrauen und die werden Überwinder sein.
[35:43] Ich denke, das ist eine ganz entscheidende Sache, dass wir uns bewusst machen, in welchem Bereich meines Lebens habe ich noch nicht den Sieg? Wo hat der Satan zu oft Siege über mich? Und dass ich mir dann überlege, wie kann der Glaube an das Blut Jesu, wie kann mein öffentliches Bekennen, mein Zu-Jesu-Stehen, mein Aus-dem-Wort-Gottes-Leben dazu führen, dass ich Sieger sein kann, auch in diesem Punkt. Was immer dieser Punkt sein mag. Noch Gott bitten, dass er uns die Kraft dazu schenkt.
[36:31] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr Dank sagen, dass du alles, was du hast, uns gerne schenken möchtest. Der Paulus, hat diese Frage gestellt, wenn du sogar deinen einzigen Sohn uns nicht vorenthalten hast, wie wirst du nicht auch alles mit ihm schenken? Und Herr, vergib uns, dass wir immer und immer wieder in Situationen an deiner Güte und deiner Gnade und deiner Liebe zweifeln, oder sie nicht so voll ausnutzen, wie wir es könnten. Herr, schenk du uns einen Glauben, der dir vertraut, was immer die Umstände sind, weil wir erlebt haben, dass du gut zu uns bist und dass du unser Leben gerne führst. Hab Dank für alles, was wir mit dir erlebt haben und hab Dank, dass du uns alles schenken möchtest und hab Dank, dass durch deinen Heiligen Geist wir überwinden können, wie Jesus überwunden hat. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.