[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Wir wünschen euch nachträglich ein gesegnetes neues Jahr. Schön, dass ihr heute da seid und dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf joelmedia.de zur ersten Folge im Jahre 2020. Aber so viel mehr ist auch nicht neu, sondern wir sind immer noch in Offenbarung 21, wollen heute weiter studieren und werden allerdings natürlich zuvor beten.
[1:06] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir zu dir kommen dürfen und dass du uns unterweisen möchtest, dass du unser Lehrer sein möchtest. Wir möchten dich bitten, dass wir uns jetzt völlig auf dich konzentrieren können, auf deine Stimme hören und dass wir, erfüllt mit deinem Heiligen Geist, verstehen, wie wir leben dürfen, können und sollen angesichts der baldigen Wiederkunft Jesu. Bitte sprich du zu uns, das bitten wir in deinem Namen. Amen.
[1:53] Offenbarung 21 und wir sind in Vers 8. Wir haben ja vor dem Jahreswechsel uns etwas intensiver mit Vers 6 und 7 beschäftigt. Erinnert ihr euch? Vers 6 und 7 haben wen sprechen lassen? Gott, genau, noch konkreter. Gott, der Vater, hat hier gesprochen und hat in Vers 7 eine wunderbare Verheißung gegeben. Wer überwindet, wird auf ewig mit Gott leben und wird alles erben. Und in Vers 6 haben wir die Grundlage dafür, wie man überwinden kann. Die Basis ist, dass Gott etwas tut, seine Gnade. Er ist das A und das O, der Anfang und das Ende. Vom Anfang bis zum Ende des Erlösungswerkes sind wir völlig von ihm abhängig. Wir müssen ihn hineinlassen, wir müssen mit ihm kooperieren, aber er tut den Anfang, er tut das Ende, er tut alles zwischendurch und er gibt es uns umsonst. Wir müssen ihn nicht erst anbetteln, wir müssen nicht erst überzeugen, sondern er tut das alles gerne. Und wenn wir uns auf seine Seite stellen, mit ihm kämpfen statt gegen ihn, wenn wir überwinden, wenn wir Sieger sind, wenn wir uns öffentlich zu ihm bekennen, zum Blut des Lammes, ja, und wenn wir ihn mehr lieben, sogar als unser eigenes Leben. Sie haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod. Dann werden wir Überwinder sein und werden alles erben, haben wir ausführlich angeschaut und wir werden Gottes Kinder sein und bleiben.
[4:35] Jetzt kommt Vers 8 und den wollen wir uns anschauen. Der steht natürlich, wie wir sehen werden, im Kontext von Vers 6 und 7. „Die Feiglinge aber und die Ungläubigen und mit gräuelnden Flecken und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, ihr Teil wird in dem See sein, der von Feuer und Schwefel brennt. Das ist der zweite Tod.“ Woher kennen wir diese Formulierung? Das ist der zweite Tod und der See, der von Feuer und Schwefel brennt. In Offenbarung 20, ja, in Vers 14 und 15.
[5:22] Wir sind also eigentlich immer noch, ihr erinnert euch ja so ein bisschen an unsere drei oder vier großen Linien. Ich werde es nicht ausführlich wiederholen, aber ihr wisst noch, da waren in Offenbarung 20 mehrere Linien. Vers 1 bis 3 von der Wiederkunft bis zum Ende des Milleniums. Da waren die tausend Jahre, da wurde der Satan gebunden, da waren die Toten, alle tot auf der Erde. Der Satan kann nichts tun und dann nach den tausend Jahren wird er wieder losgelassen. Dann hatten wir Vers 4 bis Vers 10. Da hatten wir wieder die tausend Jahre von der Wiederkunft, diesmal in Bezug auf den Himmel und dort hatten wir dann gesehen, dass es sogar nach den tausend Jahren weitergeht. Da waren die tausend Jahre im Himmel und dann kam nach den tausend Jahren die Stadt vom Himmel, die Stadt kommt herab, die Ungläubigen werden erweckt durch Jesus und die Stadt kommt herab, sie werden umzingelt, die Stadt wird umzingelt und dann fällt Feuer vom Himmel. Und dann hatten wir Vers 11 bis, ja fast, das war das Trick, bis 21.1. Denn hier in dieser dritten Linie werden wir nicht nur, also wieder haben wir die tausend Jahre, diesmal als das Gericht, wir haben die Wiederkunft am Anfang mit dem großen weißen Thron, wir haben die Bücher, die aufgetan werden, wo die Toten gerichtet werden. Dann haben wir, dass die Toten auferweckt werden, um nochmal gerichtet zu werden und wir haben wieder den Feuersee, ja das Feuer, das herunterkommt und dann haben wir sogar die neue Erde.
[7:12] Und dann haben wir gesagt, ab Vers 21.2 haben wir nochmal eine kleinere Linie, das springt nochmal zurück und zwar in die Zeit, wohin? Zur Wiederkunft? In die tausend Jahre, nach den tausend Jahren, wo springt das hin in Vers 2? Kann man ganz genau bestimmen, wo die Stadt herunterkommt und das ist vor dem Feuer, oder? Wir sind also jetzt hier, genau, wo die Stadt herunterkommt hier und dort wird beschrieben, er sieht die Stadt, wie sie herab kommt und er sagt, und das heißt dann, Gott wird abwischen alle Tränen und dann wird am Ende hier gesprochen, wieder von dem Feuersee und es wird beschrieben, wer dort hineinkommt. Also das Ganze ist jetzt ein bisschen abstrakter hier, weil es mehr so den Charakter einer allgemeinen Verheißung hat und einer allgemeinen Warnung, die ja natürlich schon quasi jetzt für uns gilt. Aber das ist eigentlich hier nochmal so zwischen dem Herabkommen der Stadt und dem Feuersee. Das ist nochmal so der Fokus. Deswegen wird jetzt am Ende, deswegen ist das wichtig, deswegen betone ich das, dass hier in Vers 8 nochmal das Feuer und der Schwefel erwähnt werden, Feuer und Schwefel, der See, der zweite Tod, verbindet das direkt mit Vers 15, 14, 15 und auch mit Vers 9. Das ist dasselbe Feuer in Vers 9, 14, 15 und jetzt in 21, 8. Und jetzt wird uns hier sehr genau beschrieben, was ja eigentlich hier vorher nicht passiert ist. Das haben wir immer so quasi mit angenommen, weil wir sozusagen aus dem Rest der Bibel wissen, wer gerettet wird. Wenn man jetzt nur Offenbarung 20 hätte, wüsste man noch gar nicht so genau, wer eigentlich jetzt dazu zählt oder nicht. Es ist eigentlich, man könnte sagen, also hier wird beschrieben, was passiert mit den Verlorenen, hier wird beschrieben, was passiert mit den Geretteten, hier wird dieses Gericht nochmal beschrieben, quasi mit der finalen Endlösung sozusagen, mit der neuen Erde. Und eigentlich sind jetzt Vers 2 bis 8 die Antwort auf die Frage, ja, was muss ich tun, um in der einen Gruppe oder anderen Gruppe zu sein. Die Gläubigen sind diejenigen, die das Wasser des Lebens angenommen haben, die überwunden haben, die mit Gott gelebt haben. Und die Ungläubigen, die jetzt hier hineinkommen werden, die die tausend Jahre tot waren, die gerichtet werden, das sind jetzt genau die, die werden hier in Vers 8 definiert. Und zwar mit einigen Beispielen.
[9:52] Schauen wir uns mal die Beispiele ein bisschen genauer an. Wer ist denn die erste Gruppe, was das erste Attribut, das hier in Vers 8 erwähnt wird? Das ist ja eine Liste von Leuten, die nicht hineinkommen. Eine Liste von Leuten, die verloren gehen, ist jetzt erstmal nicht so das allererbaulichste zu lesen, aber es ist wichtig. Wer ist die erste Gruppe? Die Feiglinge.
[10:26] Jetzt müssen wir uns die Frage stellen, was ist denn das Besondere oder warum werden hier die Feiglinge erwähnt? Und zwar gleich am Anfang. Also mir kommt jetzt ein Text, ganz spontan, Hebräer Kapitel 10.
[10:52] Ja, danke, sehr gut, sehr gut. Du darfst ihn gleich vorlesen. Halt ihn gleich aufgeschlagen, wir kommen gleich zur Hebräer 10. Sehr gut, ausgezeichnet. Hat jemand noch eine Idee? Warum Feige? Ja, möglicherweise einfach, weil sie viel wussten, aber sich trotzdem dann dagegen entschieden haben, dafür einzustehen. Okay, warum wäre das ein Ausdruck von Feigheit? Das spielt sich gleich auf Apostelgeschichte 10 an, auf Hebräer 10. Ich meine, nicht alle, die sich, warum ist es feige, sich gegen etwas zu entscheiden, was ich gewusst habe? Also du hast ja vollkommen recht, aber es gibt ja auch Menschen, die so in vollem Bewusstsein einfach sagen, nee, das will ich nicht mehr. Wo kommt da die Feigheit ins Spiel?
[11:46] Also okay, Römer 1, Vers 16 sagt, Paulus sagt, ich schäme mich des Evangeliums nicht. Es ist eine Kraft Gottes. Also da hat, wir haben ja schon darüber gesprochen, wer überwindet, diejenigen, die überwinden, das sind diejenigen, die an das Blut Jesu glauben und öffentlich dazu einstehen, oder? Ja, die sich öffentlich, sie haben das Blut des Lammes sich dazu bekannt. Fangen wir mal an in 5. Mose 20, Vers 8. Warum ist Angst im großen Kampf so gefährlich? 5. Mose 20, Vers 8. Das ist ein allgemeines Prinzip, hat erstmal noch nicht direkt was mit dem Text zu tun, aber 5. Mose 20, Vers 8. „Und die Vorsteher sollen weiter mit dem Volk reden und sagen: Wer sich fürchtet und ein verzagtes Herz hat, der gehe hin und kehre wieder in sein Haus zurück, damit er nicht auch das Herz seiner Brüder so verzagt mache, wie sein Herz ist.“ Warum ist Furcht und Verzagtheit im großen Kampf so gefährlich? Wir haben eine Geschichte im 4. Mose, zwölf Kundschafter und davon haben viele entmutigt und die sind dann nicht in den, also 40 Jahre musste man dann. Zehn Spione hatten Angst vor dem Riesen, wenn man es mal ganz runter bricht und das hat dazu geführt, dass das ganze Volk Angst bekommen hat. Kennt ihr noch eine Geschichte, wo tatsächlich hier das ausgeführt worden ist, also das ist ja ein Befehl, wenn man in den Krieg zieht und man stellt fest, da gibt es Leute, die haben Angst vor dem Kampf, dann sollten sie nach Hause gehen. Welche Geschichte fällt euch da spontan ein, wo Leute nach Hause mussten? Gideon, wie viele mussten nach Hause? 22.000, ganz genau, Richter 7, Vers 3 steht das. 22.000 von 32.000, 10.000 blieben übrig, die wurden nochmal aus, ihr wisst, blieben am Ende nur 300 übrig, aber mehr als zwei Drittel der Armee hatten Angst und die Gefahr war zu groß, dass alle Angst bekommen, also hat man lieber alle, die Angst gehabt haben, nach Hause geschickt.
[14:12] Jetzt kommen wir ein bisschen mehr zum eigentlichen, worum es geht hier. In Jesaja 51 haben wir ein paar Textstellen, die von einer bestimmten Angst sprechen, weil es gibt ja auch Angst, die ist, oder sagen wir mal, Furcht, die ist ja durchaus auch angemessen. Also in einer schlimmen Situation, in einer gefährlichen Situation sollten wir, ist es ja auch etwas, was Gott in uns hineingelegt hat. Also wenn ich plötzlich irgendwo in der Steppe in Afrika da stehe und da kommen zwei Löwen auf mich zu, dann ist die Angst ja durchaus auch etwas Natürliches. Aber hier geht es jetzt um eine Angst, die gefährlich ist. Jesaja 51 und dort in Vers 12 und 13. Jesaja 51, Vers 12 und 13. „Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist aber du, dass du dich vor dem sterblichen Menschen fürchtest, vor dem Menschenkind, das wie Gras dahingegeben wird. Und dass du den Herrn vergisst, der dich gemacht hat, der den Himmel ausgespannt und die Erde gegründet hat. Und alle Zeit, den ganzen Tag fürchtest du dich vor dem Grimm des Bedrückers, wenn er sich rüstet, um zu verderben.“ Wo ist denn nun der Grimm des Bedrückers? Genau, also welche Art von Angst wird hier angesprochen? Menschenangst und womit geht diese Menschenangst einher? Dass man Gott vergisst. Das heißt, hier geht es nicht darum, dass Leute einfach ein bisschen ängstlich von ihrem Naturell sind und Gott sagt, ne, nur die, die so so hau drauf Typen sind, kommen in den Himmel. Es geht hier um Menschenangst, die gleichzeitig impliziert, dass man Gott vergisst.
[16:10] Wird sehr schön auch noch mal deutlich in Jesaja 57. Nur ein paar Seiten weiter. Jesaja 57 und dort Vers 11. Da sieht man das noch mal sehr schön. Jesaja 57 Vers 11. „Und vor niemand hattest du Scheu und Furcht, und so gingst du mit Lügen um, und dachtest meine nicht, nahmst es nicht zum Herzen. Ich schweige ja und verschließe die Augen, und so fürchtest du mich nicht. Vor wem hast du dich so gescheut und gefürchtet, dass du mich verleugnet und an mich nicht mehr gedacht hast?“ Interessant. Kennt ihr eine Geschichte, wo jemand Menschenangst gehabt hat und Jesus verleugnet hat? Petrus. Also das ist eine Feigheit, die sozusagen nicht einfach nur, wo man Angst vor Menschen hat, aber gleichzeitig sich von Gott abtrennt, abwendet.
[17:15] Im Neuen Testament wird das öfter mal beschrieben. Schaut mal in Matthäus 10. Matthäus 10, da werden wir auch im Seminar der Ersehnte dann nächste Woche wahrscheinlich darauf kommen. Matthäus 10, Vers 28. „Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen. Fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann, in der Hölle.“ Wir haben ja gerade schon bei Jesaja gelesen, dass Gott sagt, ihr fürchtet, du fürchtest die Menschen, aber ihr fürchtet nicht mich. Gott sagt, fürchtet nicht die Menschen, fürchtet mich. Und jetzt stellt Jesus uns hier vor eine Wahlmöglichkeit. Was sind die beiden Optionen, die wir haben? Entweder wir fürchten Menschen und oder wir fürchten Gott.
[18:30] Was ist denn die Option oder was ist die Konsequenz, wenn ich gegen den Menschen handele? Er sagt ja, warum viele Menschen andere Menschen fürchten. Warum fürchten sie sie? Die können das Leben nehmen. Also geht es um das, aber wie steht es genau? Sie können den Leib töten. Das ist jetzt interessant, ganz den Leib töten. Und was macht Gott allerdings, wenn wir ihn nicht fürchten? Was steht da? Leib und Seele. Merkwürdig oder? Wie würdet ihr das erklären? Gott tötet den Leib und die Seele. Naja, also mir geht es vor allem um Leib und Seele. Er tötet, weil Jesus sagte ganz deutlich, die Menschen töten den Leib, aber Gott tötet den Leib und die Seele. Ja, genau, also soll das ausdrücken, erster Tod, zweiter Tod.
[19:38] Was meint denn Seele eigentlich biblisch? Das Leben. Also das Leben ist eigentlich, das ist jetzt interessant, das Leben ist ja eigentlich an den Leib gebunden. Schauen wir uns nochmal eine Stelle an in Lukas, die Parallelstelle, nur dass wir das richtig einordnen, und zwar in Lukas 12. Lukas 12 und dort Vers 4 bis 9. Ab Vers 4, Lukas 12 Vers 4 und 5. „Ich sage aber euch, meine Freunde: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts Weiteres tun können. Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt. Fürchtet den, welcher nachdem er getötet hat, auch Macht besitzt, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage euch, den fürchtet.“ Genau, also hier Lukas beschreibt jetzt einen wesentlichen Aspekt noch davon, weil wenn man nur Matthäus liest, sieht es aus, als ob da gibt es den Leib und da gibt es auch die Seele. Ja, und die Menschen können nur eines töten, aber Gott kann beides töten. Aber was ist der wichtige Aspekt hier in Lukas, der jetzt hier ganz wichtig zu betonen ist? Ja, ja, genau, die Hölle, was ist der Aspekt? Es geht um eine Abfolge. Ja, der Mensch kann den Leib töten und dann nichts mehr. Das ist das, was wir gemeint haben mit erster Tod, da kommt dann nichts mehr, der Mensch kann nichts mehr tun. Aber Gott kann auch nachdem er den Leib getötet hat, nämlich den ersten Tod, auch noch den zweiten Tod geben sozusagen. Ja, und deswegen lädt uns Jesus einen darüber nachzudenken, wer ist die wichtige Person in meinem Leben? Gott oder irgendein Mensch?
[22:03] Und dann zeigt es man auch von einer anderen Perspektive. Schaut mal ab Vers 6, Vers 6 bis 9. Lukas 12, Vers 6 bis 9. „Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Groschen und nicht ein einziger von ihnen ist vor Gott vergessen. Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht, ihr seid mehr wert als viele Sperlinge. Ich sage euch aber, jeder, der sich zu mir bekennen wird vor den Menschen, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Engeln Gottes. Wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes.“ Ganz genau, also was ist das Thema? Wenn es hier um die Furcht vor Menschen geht, was ist das eigentliche Thema? Gott zu bekennen. Es geht darum, sich nicht zu fürchten, für Gott einzustehen. Und offensichtlich ist das ein entscheidendes Thema in Offenbarung 21, wenn es darum geht, wer wird am Ende bestehen, wer wird ewiges Leben haben, wer wird verloren gehen.
[23:32] Jesus gibt also im Grunde mehrere Punkte. Er sagt hier ab Vers 4, fürchtet euch nicht vor Menschen, weil sie können euch zwar den ersten Tod geben, aber sie können euch nicht das ewige Leben nehmen. Fürchtet Gott, weil wenn ihr gegen Gott euch stellt, werdet ihr nicht dabei sein können. Und dann sagt er, und das ist so schön, er sagt fürchtet euch nicht, warum in Vers 6 und 7. Also das ist ja eine Sache, dass man sagt, okay, bei Gott kriege ich die größere Strafe. Das allein wäre ja kein guter Grund, nur zu sagen, okay, Gott kann dich mehr bestrafen als Menschen. Das ist ja nicht der eigentliche Grund, warum wir ihn fürchten sollen. Was ist der Grund, warum wir uns nicht vor Menschen fürchten sollen? Ja, wenn du nochmal in Vers 6 und 7 schaust, was ist der Grund, den er anspricht? Er sagt hier eigentlich, dass wir Gott so viel wert sind, dass wir uns nicht fürchten sollen. Er kennt alles von uns und deswegen müssen wir nicht Angst haben, dass uns irgendetwas passiert, was Gott nicht zum Besten führen kann. Er sagt, darum fürchtet euch nicht. Wenn ich also mich vor Menschen fürchte, habe ich wahrscheinlich noch nicht begriffen, dass Gott alles weiß und sich immer um mich kümmert.
[25:09] Was haben die Israeliten gesagt, als sie vor Kadesh Barnea standen und plötzlich ihnen die Spione sagten, die Riesen sind so groß und die Städte sind bis zum Himmel befestigt und da kommen wir niemals rein. Was haben sie gesagt? Gott, was haben sie über Gott gesagt? Gott liebt uns. Was haben sie gesagt? Gott hasst uns. Könnt ihr euch erinnern? In 5. Mose 1 sagen sie, Gott hasst uns, deswegen hat er uns, weil der Herr uns hasste, hat er uns aus Ägypten geführt. Sie haben nicht geglaubt, dass Gott das Beste für sie will und deswegen haben sie Angst gehabt. Die Angst vor anderen Menschen, die Angst sich zu Jesus zu bekennen, ist eigentlich nur ein Symptom dafür, dass es an dem Entscheidenden fehlt, nämlich an dem Verständnis für die Liebe Gottes.
[26:00] Jetzt der Gedanke von Jesus, der Vater und Mutter lieben mich als mich, meine Werte. Später kommt dieser Satz, wer sein Leben findet, der wird es verlieren und wer sein Leben verliert um meines Willen, er wird es finden. Also es geht in die gleiche Richtung, wenn man hat mehr Angst vor Menschen, vor Vater, Mutter, Sohn, Tochter als vor Gott. Und das ist ein reales Thema. Schaut man Johannes 12. Johannes 12 Vers 42 und 43, da sehen wir, dass es genau diesen Kampf auch real im Alltag gab, als Jesus auf der Erde war. Lukas 12 Vers 42 und 43. Johannes, Entschuldigung, Johannes 12 Vers 42 und 43. „Doch auch von den Oberen glaubten viele an ihn, aber um der Pharisäer willen bekannten sie es nicht, um nicht aus der Synagoge ausgestoßen zu werden, denn sie hatten lieber Ehre bei den Menschen als Ehre bei Gott.“ Okay, da gibt es also Menschen, die glauben an Jesus, aber sie schämen sich dafür. Deswegen ist das, was Jakob, wenn er gesagt hat, am Anfang zu entscheiden. Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht. Das ist, was Paulus sagt, dass die Kraft Gottes, deswegen erinnert ihr euch, die Überwinder sind diejenigen, die sich zum Blut des Lammes bekennen. Man kann also durchaus überzeugt sein, dass die Wahrheit die Wahrheit ist, aber Gott nicht so sehr vertraut, dass er sich um mich kümmert.
[27:50] Und jetzt kommt es, gibt es solche Menschen, möglicherweise auch jetzt, mal von einer prophetischen Perspektive ausgesehen, gibt es da Menschen, die vielleicht schon die gegenwärtige Wahrheit kennen, glauben, aber sich ihr noch nicht angeschlossen haben. Aus welchen Gründen könnte jemand sagen, ich glaube eigentlich, der Sabbat ist schon der richtige Tag oder ich glaube, ich sollte eigentlich mich auf die Wiederkunft vorbereiten. Aus welchen Gründen könnten manche Menschen das noch nicht öffentlich bekannt haben? Verwandte, Kinder, Ehepartner, Arbeitskollegen, Arbeitsplatz, Studierende, alle möglichen Dinge, Karriere. Und ein wesentliches Element der Endzeit ist es ja, dass Gott sagt, ich habe da noch viele Kinder, wo? In Babylon, die sind schon meine Kinder, die glauben an mich, aber die müssen jetzt noch was tun, die müssen brechen. Warum? Damit sie sich öffentlich bekennen zur Wahrheit. Das heißt, wenn wir Menschen aus Babylon herausrufen, helfen wir ihnen damit auch eigentlich einen wesentlichen Schritt im Evangeliumsverständnis zu tun, nämlich Wahrheiten, die sie vielleicht schon verstanden haben, aber wo sie momentan noch ein bisschen zögern, dass sie diese Wahrheiten auch öffentlich bekennen mit allen Konsequenzen. Und gerade die Endzeit mit ihren dramatischen Ereignissen ist ja dann ein ausgezeichneter Test, um zu sehen, wer hat Menschenfurcht und wer hat Gottesfurcht. Deswegen lässt Gott diese Dinge in der Endzeit zu, weil dann sichtbar wird, wer kennt die Wahrheit zwar intellektuell, aber wer vertraut Gott so sehr, dass er auch bei Gefahr für Leib und Leben zu Jesus steht.
[29:53] In 1. Petrus 3 haben wir diese Idee, auch in der Urgemeinde sehen wir das immer und immer wieder. 1. Petrus 3 und dort Vers 14 und 15. 1. Petrus 3, Vers 14 und 15. „Doch wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr. Ihr drohen aber fürchtet nicht und lasst euch nicht beunruhigen, sondern heiligt vielmehr Gott, den Herrn, in euren Herzen. Seid aber allezeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und zwar mit Sanftmut und Ehrerbietung.“ Genau, wir kennen den zweiten Teil sozusagen, diese Idee, wir sollten immer Rechenschaft geben, aber interessant ist, dass das verknüpft ist im ersten Teil dieses Abschnittes, womit? Mit der Idee, fürchtet euch nicht. Fürchtet euch nicht, sondern was sollen wir tun, statt uns zu fürchten? Vor wem sollen wir uns nicht fürchten? Vor den Menschen, die verfolgen, vor den Menschen, die Angst machen, vor den Menschen, die durch äußeren Druck uns von Gott wegbringen wollen. Er sagt, fürchtet euch nicht vor ihnen, sondern was sollen wir stattdessen tun?
[31:25] Ja, das stimmt, aber was stand im Text? Was sollen wir tun? Vielmehr sollen wir was machen, anstatt uns zu fürchten? Das kommt danach, aber dazwischen hast du einen wesentlichen Punkt. Gott in unseren Herzen heiligen. Was heißt das, Gott heiligen im Herzen? Das sind so viele fromme Worte, Herz, Gott und heilig, aber was heißt das? Gott im Herzen heiligen. Was heißt heiligen? Absondern, besonders machen. Was ist das Herz? Unser Denken. Also was bedeutet es, Gott in unserem Herzen zu heiligen? Wir sollen ihn heiligen in unserem Herzen. Also heiligen bedeutet nochmal was? Besonders machen. Das heißt, wir haben viele Gedanken, aber was sollen wir mit Gottes machen in unseren Gedanken? Was sollen wir mit Gott machen in unseren Gedanken? Nicht Gott mit unseren Gedanken, sondern wir mit Gott. Was sollen wir machen? Wir sollen Gott nicht unterordnen. Wir sollen was mit Gott machen. Wir sollen ihn reinlassen, genau, weil wenn er drin ist, was sollen wir machen? Ihr habt es schon fast gesagt. Heiligen heißt besonders machen. Wir sollen Gott besonders machen in unseren Gedanken. Statt ab und zu über Gott zu denken, soll Gott den besondersten, den besonderen Platz in unserem Denken haben. Das ist ein Unterschied, ob ich nur sage, Gott kommt in mein Herz oder ob ich in meinen Gedanken ständig Gott an der ersten Stelle habe, ob ich ihn absondere, als das Besondere, das Wichtige, das, worum ständig meine Gedanken eigentlich kreisen. Er sagt, fürchtet euch nicht vor den Verfolgern, sondern heilig Gott. Denkt besonders viel über Gott nach. Um das mal praktisch zu machen, wenn wir in der Lage wären, alle unsere Gedanken mal zu sehen, die wir so 24 Stunden lang, wir schlafen ja auch ein Tag lang, von frühmorgens bis jetzt oder den ganzen Tag, weil alle Gedanken sehen würde, wie viele Gedanken rein statistisch wären an Gott gerichtet gewesen, über Gott. Das ist eine interessante Frage, die man sich stellen kann, weil da, das ist quasi die praktische Umsetzung von dem.
[34:29] Ganz genau, dankeschön. Also wir sehen das immer wieder, auch auf Paulus und Petrus. Petrus sagt ja auch nicht, betet dafür, dass eure Verfolger aufhören. Er sagt, nein, nein, die Verfolgung wird immer da sein, weil der Kampf hört erst hier auf. Bis zur Wiederkunft, wenn wir immer Kampf und Verfolgung haben und immer Schwierigkeiten, aber heiligt den Herrn in euren Herzen. Denkt zuerst an ihn.
[35:07] So, jetzt haben wir aber auch noch eine interessante Geschichte in der Bibel, wo Jünger von Jesus Angst haben, nicht wegen Verfolgern, sondern aus einem anderen Grund. Nicht, weil Menschen ihnen Angst machen. Und zwar ist es eine Szene, wo Jesus ihnen dann sagt, warum seid ihr so furchtsam? Und da steht sogar dasselbe griechische Wort wie in Offenbarung 21 Vers 8. Auf dem See, genau. Schaut mal in Matthäus Kapitel 8. Matthäus Kapitel 8 und dort Vers 26. Da heißt es, Matthäus 8 Vers 26, da sprach er zu ihnen: „Was seid ihr so furchtsam oder so feige, wenn man das mit Offenbarung 21 Vers 8 übersetzen will. Was seid ihr so furchtsam, feige? Ihr Kleingläubigen.“ Dann stand er auf und befahl den Winden und dem See und es entstand eine große Stille. Die Jünger haben nicht Angst vor Verfolgung. Sie haben, wovor haben sie Angst? Sie haben Angst vor dem Tod und es ist objektiv gesehen erstmal gar nicht so unberechtigt, weil sie sind fast am sinken. Warum, und wir haben es ja vor etlichen Monaten hier mal studiert, warum sagt Jesus ihnen, dass sie feige sind, dass sie furchtsam sind, dass sie Kleingläubig sind? Was hätten sie denn machen können? Sie haben vergessen, dass Jesus da war, ganz genau. Ja, sie haben irgendwann, irgendwann fällt ihnen auf, ja Moment mal, wir haben noch Jesus hier, ja, sie haben Jesus aus den Augen verloren. Was haben sie noch verloren oder vergessen? Außer, dass Jesus da ist, sie haben seine Gegenwart vergessen und? Sie haben die Erfahrungen vergessen, ja, sie haben die Erfahrungen vergessen, sie haben seine Gegenwart vergessen und was haben sie noch vergessen? Das ist ganz entscheidend, ja. Dass es ihnen helfen konnte. Warum sind sie denn überhaupt in dem Boot? Was hat Jesus gesagt? Er hat gesagt, wir gehen, wohin? Ans andere Ufer. Jesus hatte gesagt, wir fahren ans andere Ufer. Jesus hatte ihnen versprochen, verheißen, sie kommen am anderen Ufer an und jetzt sind sie mitten im Sturm. Sie vergessen ihre Erfahrungen, die sie gemacht haben. Sie vergessen, dass Jesus ihnen versprochen hat, anzukommen. Sie vergessen, dass Jesus da ist.
[37:39] Die Feigheit von Offenbarung 21 Vers 8 hat damit zu tun, wenn Menschen, die an Gott glauben, seine Verheißungen vergessen, seine Gegenwart vergessen und dann für die Furcht vor Menschen eine leichte Beute sind. Da werden Menschen am Ende vergessen, was sie mal gewusst haben. Sie werden vergessen, welche Verheißungen sie mal in Anspruch genommen haben. Sie werden vergessen, dass Jesus immer noch für sie da ist. Und dann zeigt sich in der Krise, dass ihr Glaube, von dem sie vorher vielleicht zu stolz gewesen sind, in Wirklichkeit zu klein gewesen ist.
[38:31] Ich glaube, da muss man sagen, warum es so kam, weil ich erinnere mich, Menschen wollten ihn zum König machen und sie waren sehr zornig gegen den Herrn. Und deshalb, glaube ich, kam auf diesem Wasser dieses Problem. Sie könnten nicht gesegnet werden, weil sie waren rebellisch gegen den Herrn. Ja, das war ein wichtiger Punkt.
[38:50] Jetzt schauen wir mal in Hebräer 10. Jetzt kommen wir zu Hebräer 10. Da sehen wir jetzt nämlich diesen Zusammenhang zwischen Glaube und Feigheit. Hebräer 10 und dort Vers 37 bis 39.
[39:33] Okay, das heißt, wenn wir diesen Vers jetzt anschauen, wird es sehr deutlich, die Feigheit ist genau das Gegenteil von was? Von Glaube. Es geht also nicht darum, dass ich sage, oh, ich habe Höhenangst und weil ich Höhenangst habe, kann ich in den Himmel kommen oder so. Das ist nicht der Punkt, sondern es geht um eine Feigkeit, die zurückweicht, weil ich plötzlich der Meinung bin, dass die Probleme größer sind als Gott. Die Schwierigkeiten, die Konsequenzen sind dramatischer als Gottes Gnade und deswegen weichen Menschen wieder zurück. Und Paulus sagt, wir müssen uns entscheiden, ob wir zurückweichen. Was passiert, wenn wir zurückweichen? Was sagt er? Das auch, der verleugnete Gott. Ja, was passiert? Was passiert mit uns, wenn wir zurückweichen? Zum Verderben. Deswegen steht hier als allererstes, das ist jetzt sehr wichtig, die Feiglinge stehen als erstes, weil damit angesprochen wird, sie haben nicht geglaubt. Sie glauben nicht, weil was ist das Einzige, was uns in den Himmel bringt? Der Glaube, oder? Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt. Die Feiglinge stehen dort als erstes, weil sie genau das nicht haben, was allein das ewige Leben hätte geben können, nämlich glauben. Sie weichen zurück.
[41:07] Und die Frage, die wir uns stellen müssen, ist, kenne ich Jesus im Alltag persönlich gut? Denn offensichtlich reicht die theoretische Wahrheit nicht aus. Die Israeliten wussten vor Kadesh Barnea ganz genau, wann der Sabbat ist. Sie wussten, was das Heiligtum ist. Sie kannten die Schöpfungsgeschichte, sie kannten die zehn Gebote, alle auswendig. Aber sie haben nicht geglaubt, dass Gott so gut ist, dass er sie auch vor den Riesen bewahren kann. Deswegen sind sie wieder zurückgewichen und zwar 40 Jahre.
[41:39] Was hat Jesus nochmal gesagt? Deswegen habe ich vorhin auch darauf beharrt. Was sollen wir bedenken, wenn wir uns nicht fürchten sollen? Wir sollen bedenken, unser Haar auf dem Haupt ist gezählt. Wir sollen die Sperlinge anschauen. Wir sollen uns im Alltag bewusst machen, wie sehr Gott uns liebt und wie viel wir mit ihm erleben können. Dann wird unser Glaube gestärkt für die Konflikte der Endzeit. Die Vorbereitung auf die Endzeit besteht nicht darin, alle Daten und Fakten zu kennen, sondern solch ein Vertrauen zu Gott zu haben, dass er es gut mit mir meint, dass wenn ich plötzlich auf massive Probleme stoße, wenn ich vielleicht mich plötzlich zu Jesus bekennen muss und das hat gigantische Konsequenzen, dass ich dann nicht zurückweiche, sondern im Glauben an ihn vorwärtsgehe. Ellen White sagt, die Israeliten hatten zitternde Knie in der zweiten Generation, als die Riesen den Berghang runter kamen. Die haben gezittert, aber sie sagt, sie gingen vorwärts. Man kann auch mit zitternden Knien tapfer sein, indem er nämlich auf Jesus vertraut und ihm folgt, vorwärts geht. Aber die Feiglinge, die weichen zurück. Wer von euch möchte sagen, mit Gottes Hilfe möchte ich heute und morgen nicht feige sein, sondern im Glauben vorangehen. Ist das euer Wunsch? Amen.
[43:07] Wir lassen uns noch gemeinsam niederknien und beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr, dass wir sehen durften, dass es bei dieser Feigheit in Offenbarung 21 Vers 8 nicht einfach um persönliche Ängste geht, die wir vielleicht haben vor Höhe oder vor Platz oder vor verschiedenen Dingen, wo Menschen Angst haben können. Aber dass es darum geht, dir nicht zu vertrauen. Und Herr, auch wenn uns manchmal die Knie zittern, weil wir vielleicht ängstliche Personen sind, kann doch jeder gerettet werden, der einfach dich gut genug kennengelernt hat, jeden Tag dir vertraut und aus deinem Wort lebt. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass wir anfangen, darüber nachzudenken, was du alles Gutes für uns tust, wie du uns erhältst und wie du für uns da bist. Dass wir in unserem Glauben uns an dich klammern und dass wir vorbereitet werden auf die vielen Krisen, die noch kommen werden in unserem persönlichen Leben und auch in dieser Welt. Dass wir nicht zurückweichen, sondern glauben, dass auch wenn der Sturm tobt, dass du doch mit im Boot bist und dass deine Verheißung, dass wir das Ufer erreichen können, gilt, dass wir aus dieser Verheißung leben dürfen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.