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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 21:9 spricht Christopher Kramp über die Vision vom Neuen Jerusalem und die Braut des Lammes. Er beleuchtet die unerwartete Verbindung zwischen den Plagenengeln und der Beschreibung des himmlischen Jerusalems. Dabei wird die Bedeutung der Braut als Symbol für die reine Gemeinde und die tiefe Liebe zwischen Christus und seiner Kirche herausgearbeitet. Die Predigt erklärt, warum die Gemeinde als Frau dargestellt wird und welche Rolle sie in Gottes Plan spielt.

In dieser Predigt über Offenbarung 21,9 beginnt Christopher Kramp die Betrachtung der Vision vom Neuen Jerusalem. Er beleuchtet die unerwartete Einführung durch einen Plagenengel und zieht Parallelen zu Offenbarung 17, um die Bedeutung der Braut und der Hure herauszuarbeiten. Dabei wird die Gemeinde als die Braut Jesu Christi vorgestellt und ihre tiefe Verbindung zu Gott und dem Evangelium erklärt.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:46] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und dass ihr jetzt live eingeschaltet habt oder später das Video seht auf www.joelmedia.de. Wir sind immer noch in Offenbarung 21, werden aber heute einen letzten großen neuen Abschnitt beginnen. Die letzte große Vision der Offenbarung, von allen wahrscheinlich die schönste, wenn nicht die spannendste, auf jeden Fall die schönste, mit der das Buch Offenbarung schließt, mit ganz vielen interessanten Details, die wir in den nächsten Wochen und Monaten studieren werden. Die Vision von der neuen Erde, vom neuen Jerusalem. Ich habe den Eindruck, dass man manchmal bei der Offenbarung das ein bisschen ausklammert. Wir haben sehr starke Offenbarungen 13, 14, 16 und 17 studiert, aber da sind etliche Verse hier, die über das neue Jerusalem sprechen und die wollen wir uns genau so gründlich anschauen und einiges daraus lernen.

[1:44] Bevor wir das tun, möchten wir Gott bitten, dass er unsere Gedanken leitet. Ich lade euch ein, dazu niederzuknien. Lieber Vater im Himmel, du bist derjenige, der uns am allerbesten erklären kann, wie es im neuen Jerusalem ist, denn du wohnst dort schon seit unvorstellbaren Zeiten. Und wir wollen uns heute etwas beginnen, uns Gedanken zu machen über die neue Erde und über das himmlische Jerusalem. Und deswegen möchten wir dich bitten, der du dich am allerbesten auskennst, dass du durch deinen Heiligen Geist uns nicht nur Informationen schenkst, sondern vor allem ein Verlangen, ein echtes Sehnen danach, einmal dort bei dir zu sein. Wir möchten dich bitten, dass du unsere Herzen erfüllst, wie Bill sagte, dass jeder von uns diese Ewigkeit ins Herz gelegt bekommen hat und dass wir sehen, wie genau das, was du uns anbietest, die Antwort ist auf all unser Sehnen. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist und danken dir dafür, im Namen Jesu. Amen.

[2:56] Schlagt mit mir auf, Offenbarung 21. Offenbarung 21 und dort ab heute Vers 9. Wir haben das letzte Mal zusammengefasst, wie Vers 7 und 8 eigentlich den ganzen Abschnitt von Offenbarung 20 und den ersten Versen von 21 abschließen, mit der großen Frage, wer wird gerettet, wer geht verloren. Das haben wir gesehen, Vers 7 und 8 geben so eine ganz präzise Zusammenfassung, die eigentlich sehr schön alles auf den Punkt bringt, was die restliche Bibel bis dahin geschrieben hat. Und jetzt lesen wir Vers 9 und schauen uns an, wie das Ganze jetzt hier weitergeht. Wer von euch möchte mal Vers 9 lesen?

[3:52] Und er kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen voll der sieben letzten Plagen gehabt hatten, und redete mit mir und sprach: Komm, ich will dir die Braut, das Weib des Lammes, zeigen. Ganz genau. Also, eigentlich ganz interessant, ich meine, wir wissen ja schon, was jetzt gleich kommen wird, nicht wahr, dass Neu-Jerusalem wird beschrieben, mit allen Edelsteinen und Toren und alles, was da so ist, das werden wir uns alles anschauen. Aber wenn ihr jetzt diesen Text noch niemals gelesen hättet, und jemand sagt euch, ihr werdet jetzt eine Vision lesen von Neu-Jerusalem, und die geht so los, was ist vielleicht ein bisschen merkwürdig, auf den ersten Blick? Hättet ihr auch erwartet, dass das so losgeht, wie es hier so losgeht? Was ist unerwartet an diesem Anfang?

[4:52] Unerwartet sind die Plagen. Ja, genau, man würde doch denken, jetzt ist doch endlich gut, nicht wahr, jetzt haben wir gerade das Millennium studiert, und das Feuer, das nach dem Millennium fällt, und die Gottlosen sind tot, sie sind jetzt tot, tot, sie werden nie wieder kommen, und jetzt geht es um Neu-Jerusalem, und das geht gleich los mit dem Engel, der die Plagen hatte. Das ist auf jeden Fall merkwürdig, ja, und es wird sogar extra betont, oder? Einer der sieben Engel, welche die sieben Schalen hatten, die mit den sieben letzten Plagen gefüllt waren. Also was hat denn die neue Erde und das Neue Jerusalem mit den sieben letzten Plagen zu tun? Warum kann es nicht irgendein anderer Engel sein? Es wäre doch schön gewesen, wenn da irgendwie vielleicht ein... Und ich sah einen anderen Engel, der aus dem Himmel kam, vom Thron, und der sagt, hier ist die Botschaft, ich war vom Neuen Jerusalem. Warum einer von den Plagenengeln? Habt ihr euch da mal Gedanken gemacht? Ich meine, es gibt ja Engel genug, oder? Es war ja nur kein Mangel an Engeln, dass man jetzt einen von den sieben nehmen musste. Das hat ja einen Sinn.

[6:02] Welchen Sinn könnte das haben? Dass die Beschreibung von Neu-Jerusalem gegeben wird von einem der sieben Plagenengel. Also ein Sinn für mich wäre, dass der Neue Jerusalem erst nach den sieben Plagen kommt. Also diese Reihenfolge. Ja, das stimmt. Okay, ja, also erst haben wir die Plagen, ja, dann die Wiederkunft, Millennium, Feuer, das stimmt. Okay, sehr gut. Fällt euch noch eine Idee ein, warum diese Beschreibung mit diesem Engel beginnt, der die sieben Plagen hat, also einer von den sieben Plagenengeln ist? Sehr merkwürdig, oder? Man könnte auch, also, wenn man jetzt nicht genau weiß, was das bedeutet, wie könnte man da jetzt dahinter kommen? Welche Methode schlagt ihr vor? Auch wenn wir es noch nicht wissen, vielleicht. Welche Methode schlagt ihr vor, dass wir da ein bisschen dahinter kommen?

[6:50] Also ich würde die Methode schauen, und zwar sich anschauen, ob der Engel, der sagt, von dem Braut, vielleicht sagt etwas auch mit den sieben Plagen, oder etwas, eine Verbindung. Ah, ja, wenn jetzt später hier was über die sieben Plagen steht, aber ich kann euch schon verraten, jetzt in den folgenden Versen wird nicht mehr viel von den Plagen gesprochen. Da ist jetzt eigentlich nur noch, nur noch schön. Da kommt noch mal ganz kurz in Vers 27 so ein bisschen von denen, die Gräuel und Lüge verüben und verunreinigen, aber ansonsten ist eigentlich...

[7:26] Ah, ok, ein bisschen vorblättern. Wo kommen die denn zum ersten Mal vor? In Kapitel 15, da sehen wir die sieben Engel. Ja, und die haben die sieben Zorneschalen. Und übrigens, wenn ihr euch erinnert, das muss ja schon, also das muss ja schon jetzt Jahre her sein, als wir Offenbarung 15 studiert haben, da haben wir damals gesagt, Offenbarung 15 beginnt gleich am Anfang mit einem Ausblick in die Zukunft. Ja, Offenbarung 15, Vers 1, da sind die sieben Engel, und dann in Vers 2 und 3, wer mag das mal lesen? Vers 2 und 3.

[7:59] Und ich sah etwas wie ein gläsernes Meer mit Feuer vermischt, und die, welche als Überwinder hervorgegangen waren über das Tier und über sein Bild und über sein Mahlzeichen, über die Zahl seines Namens, standen an dem gläsernen Meer und hatten Hafen Gottes. Und sie singen das Lied Moses, das Knecht des Gottes, und das Lied des Lammes und sprechen: Groß und wunderbar sind deine Werke, oh Herr, Gott, du Allmächtiger. Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, der Heilige.

[8:29] Genau, wir hatten damals schon gesehen, der Beginn der Plagen, dieser Plagenvision, da war schon so ein Vorgriff auf den Himmel. Quasi als wenn Johannes gesagt bekommt, auch wenn es jetzt eine schreckliche Botschaft gibt, wisse, alle, die gläubig sind, werden das überleben und werden im Himmel sein. Das Happy End gleich am Anfang sozusagen. Also, da haben wir schon so eine Verbindung mit dem ewigen Leben.

[8:57] Schauen wir ein bisschen weiter. Wo kommen denn... In 16,1 haben wir dann die sieben Engel, wie sie die Schalen ausgießen. Da kommen die sieben einzelnen Plagen. Und dann, nach Kapitel 16, wo die Plagen erwähnt werden, kommt dann nochmal irgend so ein Engel, der von den sieben Engeln einer gewesen ist. Und wo? In Kapitel? Ja, 21. Aber ich meine jetzt noch direkt so, wir hatten ja offenbar... Kapitel 17 und da Vers 1. Lesen wir den.

[9:37] Das ist sehr interessant. Und einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, kam und redete mit mir und sprach zu mir: Komm, ich will das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wassern sitzt. Gibt es irgendeine Parallele zwischen dem Vers, Offenbarung 17,1 und Offenbarung 21,9?

[10:01] In beiden Fällen steht ein Engel, einer von den Engeln, die die sieben Schalen hatten. Das sind die beiden Stellen in der Bibel, wo das beide mal vorkommt. Ich schreibe jetzt einfach mal ein Plagenengel. Und hier auch. Ja, die gleichen Worte. Der sagt, beide Male komm. In beiden Malen sagt er komm. Und warum sagt er komm? Was soll er machen, der Johannes?

[10:31] Ja, in 17 sagt er komm, ich will dir wen zeigen. Der Engel sagt, ich will dir was zeigen. In Offenbarung 17 sagt er komm, ich will dir etwas zeigen. In Offenbarung 20 sagt er, komm, ich will dir was zeigen. Was will er ihm in Offenbarung 17 zeigen?

[10:53] Eine Hure zeigen. Er sagt, das Gericht über die große Hure. Eine Hure ist eine eine Frau. Eine Hure. Um es ganz plastisch auszudrücken. Johannes sieht sieben Engel, die haben die sieben Schalen. Dann gießen die Schalen aus und dann sieht er die Plagen und dann kommt einer von den Engeln und sagt, hey, komm mal mit. Ich zeig dir jetzt die Hure. Ich zeig dir die Hure Babylon. Und jetzt, ein paar Minuten später, kommt ein anderer oder vielleicht derselbe Engel und sagt, hey, komm, ich zeig dir was. Nämlich, ich zeige dir die Braut.

[11:39] Die Hure ist eine Frau. Die Braut ist eine Frau. Frage. Normalerweise, wenn wir über Offenbarung 17 und die Hure sprechen, mit wem kontrastieren wir die Hure normalerweise in Offenbarung 17? Wir sagen immer, es gibt die schlimme Frau in Offenbarung 17 und es gibt die die Schöne. Und wo sehen wir die immer? 12, oder? Kapitel 12 und 17. Ist auch nicht verkehrt. Da gibt es die reine Frau und da gibt es die unreine Frau. Aber biblisch ist der eigentliche Kontrast zwischen der Hure in Offenbarung 17 und der Braut in Offenbarung 21. Nun, wir werden schon sehen, die Gemeinde aus Offenbarung 12 hat was mit der da zu tun. Aber biblisch gesehen, kommen da zwei Engel oder derselbe Engel, zweimal heißt es, dass ein Engel von den Plagenengeln kommt und sagt, komm, ich will dir was zeigen. Ich zeig dir die Hure. Und dann sagt er, komm, ich zeig dir die Braut.

[12:49] Interessant ist auch, wie geht es dann weiter? Wie wird denn Johannes dahin geführt, dass er die Hure sehen kann? Schau in den nächsten Vers in Offenbarung 17 Vers 2. Vers 3, Entschuldigung, Vers 3.

[13:05] Und er entrückte mich im Geist in eine Wüste. Genau, da reicht es schon. Jetzt vergleicht man Offenbarung 21 Vers 10. Offenbarung 21 Vers 10.

[13:23] Und er brachte mich im Geist auf einen großen und hohen Berg. Ja, genau. Reicht schon. Seht ihr die Parallele? In Offenbarung 17 heißt es, und er brachte mich im Geist an einen Ort, nämlich an die Wüste, und da sieht er die Hure. Und jetzt heißt es hier, wieder ein Engel, komm, ich zeig dir was. Im Geist bringt er ihn jetzt auf einen Berg, und da sieht er jetzt die Braut. Also es ist offensichtlich, dass diese beiden Verse ganz eng zusammenhängen.

[13:53] Man könnte eigentlich denken, wenn man jetzt Offenbarung 15 beginnt, ja, Offenbarung 15, die sieben letzten Plagen. Da kommen die sieben Engel raus. Da werden die sieben Engel erwähnt. Sieben Engel. Dann kommen in Kapitel 16 die sieben Plagen. Und dann teilt es sich auf in zwei Teile. Teil 1. Ab Vers 17, 1. Die Hure. Kapitel 17, Kapitel 18 und 19. Wiederkunft 20. Das Gericht. 21 sogar bis Vers 8 eigentlich noch über das Millennium. Also 17 bis 21, 8. Da wird auch die Wiederkunft beschrieben und was die Gläubigen im Himmel tun. Aber das Hauptthema von 17, 18, 19, 20, 21, 1 bis 8 ist die Vernichtung der Gottlosen. Das Gericht über die Hure. Und jetzt als zweiter Teil Komm. Jetzt zeige ich dir das Gegenstück. Jetzt zeige ich dir die Braut. Das heißt, alles was wir jetzt in den letzten Jahren hier studiert haben, ist auf der einen Seite und als Gegengewicht zu Kapitel 17, 18, 19, 20, was so gigantisch gewaltige Kapitel sind, als Gegengewicht dazu, diese Verse, die wir meistens immer so, naja, als, ach, bisschen schön, ich war in der neuen Erde, so blumig, ja. Das ist das Gegengewicht. Das ist der zweite Teil. Der Kontrast sozusagen. Ab Vers 21, 9.

[15:39] Also, das muss man sich jetzt vor Augen halten und sagen, für den Johannes war das ja alles viel präsenter, weil der hat das ja quasi an einem Tag alles gesehen und gehört. Das ist die eine Richtung, das ist die andere Richtung. Die Hure und die Braut. Wie heißt die Hure? Babylon. Wie heißt die Braut? Jerusalem, oder? Das ist Jerusalem.

[16:11] Und das ist interessant, weil Babylon, Jerusalem, was kann man über diese beiden Städte sagen, schon im Alten Testament? Babylon und Jerusalem. Das sind quasi die repräsentativen Städte für Gottesreich und für den Abfall. Für die Rebellion gegen Gott. Der Turmbau zu Babel und die Stadt des Herrn, ich meine Zion, die Stadt Davids. In welchem biblischen Buch prallen die beiden Städte schon im ersten Vers aufeinander. In einem biblischen Buch, wo diese beiden Städte, Babylon und Jerusalem, schon im ersten Vers aufeinander clashen. Und man merkt, da geht es um den großen Kampf.

[17:15] Daniel 1, Vers 1, im dritten Jahr der Regierung, der König von Babel und der König von Juda. Da ist Babylon und Juda, Jerusalem. Er kommt nach Jerusalem und belagert Jerusalem. Da merkt man, wenn man den Hintergrund kennt, es ist nicht einfach nur Geschichte. Daniel sagt, hier spielt der große Kampf Babylon gegen Jerusalem. Und das zieht sich ja durch die ganzes Alte Testament. Hesekiel, Jesaja, Jeremia, die sprechen immer sowohl von Jerusalem als auch von Babylon. Allerdings in Offenbarung geht es jetzt nicht mehr um das wirkliche Babylon, das da als Ruinen irgendwo im Irak liegt, sondern es geht ja um welche Stadt?

[18:01] Oder fangen wir mal anders. Um wen geht es denn eigentlich wirklich hier im endzeitlichen Babylon? Um die ehemalige Hauptstadt von Nebuchadnezzar. Babylon ist ein Symbol für Verwirrung. Aber in Offenbarung 17, 18, 19, 20 ist Babylon ein Symbol für Ja, das stimmt auch. Ja, ja, ja. Also im allergemeinsten Sinne schon. Aber vor allem in Kapitel 17 und 18 ist Babylon sehr präzise was? Die große Stadt. Sie wird genannt Hure und Stadt. Eine Hure, eine Frau und eine Stadt. Warum eine Frau?

[19:03] Eine Kirche, also Menschen. Eine Gemeinde, eine Kirche, eine religiöse Gruppe. Also wir haben quasi eine abgefallene Kirche. Eine abgefallene Gemeinde. Aber wir haben noch mehr. Babylon ist nämlich auch die große Stadt. Und welche Stadt ist Babylon? Oder welche Stadt steht in der Endzeit repräsentativ für den ganzen Abfall Rom? Genauso wie nicht alle Menschen, die ungläubig waren im Alten Testament, alle in Babylon gelebt haben. Aber Babylon war Repräsentant der Rebellion gegen Gott. Sozusagen wie eine Schifre, wie ein Symbol. So gibt es auch am Ende eine Stadt, die repräsentativ gegen Gott rebelliert und das ist Rom.

[19:57] Genauso ist es jetzt auf der anderen Seite. Jerusalem, weil die Frage ist ja sozusagen, wer oder was ist jetzt diese Braut? Dann gibt es immer diese lange und breite Diskussion. Wer ist die Braut? Aber wenn man das verstanden hat, diese Verbindung mit Babylon, wird das sehr deutlich.

[20:15] Wer ist die Braut in der Offenbarung? Ja, also wir haben ja gesagt, hier Babylon ist eine abgefallene Gemeinde und ist eine Stadt, nämlich die Stadt Rom. Und auf der anderen Seite, Jerusalem ist was? Die reine Gemeinde? Die erlöste Gemeinde? Also natürlich Zion, ja klar. Und gibt es auch eine Stadt, die repräsentativ ist für diese reine Gemeinde? Neu-Jerusalem, ja genau. Neu-Jerusalem. Neu-Jerusalem, das ist eine reale Stadt. Und wenn euch jemand mal fragt, der ist jetzt die Braut von Jesus, ist es jetzt die Stadt oder ist es die Gemeinde? Das ist ungefähr genauso unsinnig zu fragen, als wenn man fragen würde, ist jetzt Babylon in der Offenbarung, ist es die Stadt Rom? Oder ist es der Vatikan? Oder ist es die abgefallene Kirche? Ja, das gehört zusammen, eins geht nicht ohne das andere. Und genauso ist das hier auch mit der reinen Gemeinde.

[21:17] Deswegen werden wir sehen, das nächste, was er ja sehen wird, er steigt ja dann, das werden wir nächste Woche dann noch genauer studieren, er steigt ja auf den Berg, er wird im Geist auf den Berg gebracht und er sieht dann was, als die Braut? Er sieht? Er sieht die Stadt. Aber interessanterweise sagt er ja in Vers 9, oder sagt der Engel in Vers 9, komm ich will dir wen zeigen, ich will dir die Frau zeigen, die Braut. Er sagt nicht nur die Braut, er sagt die Frau, die Braut des Lammes. Und das ist sehr wichtig, weil die Frau des Lammes, die Braut des Lammes kennen wir schon. Woher kennen wir die? Wenn wir gut aufgepasst haben, in den letzten Ja, wo wird etwas gesprochen von der Frau des Lammes?

[22:07] Vers 2, da haben wir die Braut. Die für ihren Mann geschmückte Braut. Aber das ist der Punkt, den ich gerade meine. Er sagt in Offenbarung 21,9 nicht nur die Braut, er sagt die Frau, die Braut. Kapitel 19, Vers 8, genau, lesen wir das mal. Offenbarung 19, Vers 8.

[22:29] 7, ja genau, da nimmst du das Recht, 7, genau, Offenbarung 19, Vers 7. Lasst uns fröhlich sein und frohlocken und ihm die Ehre geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen und sein Weib hat sie gerüstet. Genau, sein Weib, oder also, wenn man hier steht, und seine Frau hat sich bereit gemacht. Und dieses Bereitmachen wird im nächsten Vers erklärt. Worin besteht dieses Bereitmachen? Im nächsten Vers. Wie macht sich die Frau bereit?

[22:57] Das Kleid, ja, das Kleid steht für die Gerechtigkeit Jesu, aber in dem Vers sogar, interessanterweise, die Gerechtigkeit der Heiligen. Es ist die Gerechtigkeit Jesu, die den Heiligen gegeben wird, die ihnen angerechnet und verliehen wird, sodass sie dann selbst gerechte Taten tun. Das sind nicht die gerechten Taten einer Stadt mit Mauern und Straßen, sondern die gerechten Taten von Menschen. Das heißt, die Frau in Offenbarung, also Braut, bezieht sich auf beides, auf Frau und Stadt. Aber die Frau ist die reine Gemeinde. Denn eine Frau ist eine Gemeinde. Eine Frau ist keine Stadt. Die Braut kann beides sein. Aber das ist die Frau. Und deswegen, schon in Offenbarung 21 wird auch die Gemeinde mit angesprochen.

[23:45] Das heißt also, was ist eigentlich das Ziel von all den Versen, die wir jetzt lesen werden? Ist das einfach nur in Offenbarung 21 und 22? Ist es jetzt Gottes Ziel, einfach ein bisschen zu zeigen, schaut mal, was ich für ein toller Architekt bin. Ich zeige euch mal die Straßenpläne. Was ist sein eigentliches Ziel dann?

[24:15] Der Fokus liegt nicht auf den Straßen aus Gold und nicht auf den Edelsteinen und auf den Perlen. Der Fokus in diesem ganzen letzten Abschnitt liegt auf den Menschen, die in der Stadt wohnen. Es ist die Frau, die Braut des Landes. Er sieht dann natürlich Neu-Jerusalem. Aber das Wichtige jetzt sind die Menschen, die in der Stadt wohnen. Mal ganz so querbeet gefragt. Kennt ihr Pferde oder fallen euch Pferde sicher ein jetzt in Offenbarung 21 und 22, wo von den Menschen in Jerusalem gesprochen wird. Die man jetzt als die Frau, die Braut bezeichnen kann. Gibt es da Pferde, die von den Gläubigen, von den Menschen sprechen, die dort leben?

[25:01] Ja genau, ich meine jetzt ab Vers 9. Bis Vers 8 war ja nochmal der andere Abschnitt, aber ab Vers 9 jetzt, was jetzt kommt. Welcher Vers ist das? 24. Die Heidenvölker, die gerettet werden, werden in ihrem Licht wandeln, die Könige der Erde werden ihre Herrlichkeit und Ehre in sie bringen. Da seht ihr die Braut. Die Frau. Wo noch? Genau, die, die im Buch des Lebens des Landes stehen. Auch 26 schon. Man wird die Herrlichkeit, die Ehre der Völker in sie bringen. Das ist ganz international. Aus allen Stämmen, Völkern, Sprachen. Und dann weiter. Vers 22. Vers 3 und 4. Es wird keinen Thron mehr geben und der Thron Gottes und des Glaubens wird mir sein und seine Knechte werden ihm dienen und sie werden sein Angesicht sehen und sein Name wird auf ihren Stirnen sein.

[26:01] Also ihr seht, trotz aller Beschreibung der Straßen und der Mauern und der Maße, geht es eigentlich um die Menschen, die da drin sind. Das ist ganz wichtig. Es geht nicht nur um die Schönheit von Neu Jerusalem und von den Naturwundern und den Tieren und ich weiß nicht was. Es geht um die Menschen, die da drin sind. Und deswegen wird am Ende auch noch mal das dann letztendlich thematisiert werden. Aber halten wir fest, eigentlich ist nach Offenbarung 16 ein, es sind zwei Teile, die gezeigt werden. Einmal das Gericht an der Hure mit all dem, was wir jetzt über Jahre studiert haben und jetzt die Reine Braut. Das ist eigentlich, könnte man sagen, wie die Fortführung von Offenbarung 12. Die reine Frau, die dort beschrieben ist. So wie Offenbarung 17 ja die Fortführung von Offenbarung 13 ist.

[26:51] Nun, aber das bringt uns nochmal zu einer Frage, die wir verschiedentlich schon studiert haben, noch ein bisschen auffrischen können. Warum wird dann die Gemeinde überhaupt als eine Frau dargestellt? Was denkt sich Gott dabei? Seine reine Gemeinde als die Frau von Jesus dargestellt? Jesus ist der Bräutigam. Und wenn Jesus der Bräutigam ist, muss er auch eine Frau haben. Ja genau, er ist ja der Bräutigam, weil die Gemeinde eine Frau ist. Deswegen ist er der Bräutigam. Aber die Frage ist, warum ist die Gemeinde eine Frau?

[27:27] Du hast schon vollkommen recht, es braucht einen Bräutigam, aber warum ist das so? Ja genau, die Hochzeit gibt es auch, weil die Gemeinde eine Frau ist. Weil die Gemeinde eine Frau ist, ist Jesus der Bräutigam, gibt es eine Hochzeit, gibt es ein Hochzeitsmal. Aber warum wird die Gemeinde als Frau dargestellt?

[27:51] Eine Frau hat Kinder. Ja, das stimmt. Eine Frau hat Kinder, ja. Der Paulus spricht im Galaterbrief, nicht? Von den Kindern. Wir sind Kinder von Neu-Jerusalem. In der Gemeinde kommt immer wieder Neugeborene. Durch die Teufel. Durch die Teufel, ganz genau. Das ist das, was der Paulus auch sagt. Unsere Mutter ist das Jerusalem dort oben. Galater. Also das ist ein interessanter Punkt. Die Frau ist fruchtbar, sozusagen. Sie bringt Frucht hervor. Noch eine Idee?

[28:38] Ah, okay. Dem ersten Adam wurde eine Frau gegeben. Das stimmt. Auch in Offenbarung 12 wird ja die Gemeinde als eine Frau dargestellt. Meine Frage ist jetzt, warum verwendet Gott in der Bibel, im Alten und im Neuen Testament ständig dieses Bild von der Frau. Man hätte alle möglichen Bilder wählen können. Hätte auch ständig von einem Ochsen reden können. Ein Ochsen, der den Karren zieht. Kommt ein paar Mal auch vor, aber nicht so häufig.

[29:22] Wenn wir verstehen wollen, was ist eine Frau, müssen wir zurück an 1. Mose 2. Gehen wir nochmal kurz dahin. Ihr kennt ja die Geschichte nur zu gut. Wir müssen nicht alles lesen, aber vielleicht können wir ein paar Punkte sammeln. Weil das, was hier über das Verhältnis von Mann und Frau geschrieben wird, soll uns ja etwas sagen über das Verhältnis von Jesus zu seiner Gemeinde. Hier haben wir dann Hinweise darauf, dass tatsächlich die Art und Weise, also die Schöpfung von Mann und Frau schon so konzipiert war, dass wir etwas quasi über das Evangelium lernen. Über die Beziehung zwischen Gott und seiner Gemeinde.

[30:20] Okay, also Eva war ein Teil von Adam. Was sagt der Adam, als er die Eva sieht? Er sagt, im Hebräischen sagt er, das ist endlich! Er hat Krokodile angeschaut und Niedlpferde und Riesenschlangen, alles mögliche. Alles sieht irgendwie nicht so aus wie er. Selbst die Schimpansen sehen ganz anders aus als er. Jetzt sagt er, das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch. Was hat denn das mit Jesus und der Gemeinde zu tun? Adam sagt, das ist Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch. Beziehung? Ja, was ist das mit Jesus und der Gemeinde?

[31:14] Ja, das ist der genaue Punkt. Paulus sagt, diese Geschichte hier, die Schöpfung von Mann und Frau gibt uns die Prinzipien, um die Beziehung zwischen Christus und seiner Gemeinde darzustellen. Jesus wurde Mensch. Unser Fleisch, unser Gebein. Er ist Mensch geworden und zwar nicht nur für ein paar Jahre, sondern für immer. Wir sind tatsächlich wirklich das Leben der Frau. Das ist der Grund, warum die Frau geschaffen wurde.

[32:08] Warum wurde die Frau geschaffen? Die Liebe, die Gott uns geschenkt hat, und die Liebe, die wir ihm zurückgeben können. Ah, genau. Die Schöpfung der Frau sollte zuallererst einmal das Prinzip der Liebe illustrieren, weil Gott hat nicht nur Liebe, sondern Gott ist Liebe. Das heißt, wenn die Gemeinde die Braut ist, was ist dann so mit die allerwichtigste Aufgabe, die die Gemeinde hat? Sie soll die Liebe Gottes illustrieren. Sagt nicht Jesus das, daran wird die Welt erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.

[33:08] Schauen wir mal in Vers 18, in 1. Mose 2, Vers 18. Wie begründet denn Gott die Erschaffung der Frau? 1. Mose 2, Vers 18. Wie begründet er sie? Sollen wir vorlesen? Als Hilfe, als Gehilfe. Gibt es da auch eine Beziehung zwischen Jesus und der Gemeinde? Also wenn die Frau, die Gehilfin ist von Adam, was ist dann die Rolle der Gemeinde in Bezug auf Jesus? Sie soll ihm helfen. Helfen wobei? In der Mission. Ja.

[34:06] Wer war denn die erste Gemeinde, die es gab? Adam und Eva. Hatten die auch die Aufgabe, Jesus zu helfen bei der Mission? Ah. Denn als Adam und Eva die erste Gemeinde waren, die es gab, gab es noch keine Sünde, es gab auch noch keine Notwendigkeit für das Evangelium, noch keine Mission und trotzdem hatten sie eine Aufgabe. Sie als Gemeinde sollten was tun? Herrschen. Und zwar wie sollten sie herrschen? Was sagt der Vers, 1. Mose 1, Vers 26 und Gott sprach, lasst uns Menschen machen, in unserem Bild uns ähnlich, die sollen herrschen. Also wie sollen sie herrschen? Sie sollen herrschen wie Gott herrscht.

[35:04] Also als Jesus auf die Welt kam und gepredigt hat, was war sein Predigthema immer? Worum hat er immer gepredigt? In jedem seiner Gleichnisse, in jedem seiner Predigten? Das Reich Gottes, das Königreich Gottes, wie Gott regiert. Und die Grundlage des Königreiches Gottes ist eigentlich was? Die Liebe, ausgedrückt in, was ist das Fundament des Todes Gottes? Das Gesetz. Das ist wie Gott ist und wie er regiert und wie das ganze Universum unter, wie das ganze Universum leitet und führt aus Liebe und als der Satan Gottes Gesetz angegriffen hat, hat er eigentlich was angegriffen? Seinen Charakter, seine Herrschaft. Ob Gott wirklich das Universum richtig regiert?

[35:54] Also, wenn man etwas veranschaulichen will, als Lehrer an der Tafel malt man ein Bild. Man malt ein Bild und sagt, schau her, so soll das, so ist es eigentlich gemeint. Also nimmt Gott die Menschen, er nimmt die erste Gemeinde, da gibt es noch keine Sünde, noch kein Evangelium, er nimmt die erste Gemeinde Adam und Eva, schafft sie als seine Gehilfen sozusagen, damit sie durch ihre Verbindung zu Gott vor dem Universum demonstrieren, so wie sie mit den Tieren umgehen und mit der Welt, so geht Gott mit uns Menschen, mit dem ganzen Universum um. Das heißt, die Gemeinde hatte schon immer vor dem Sündenfall die Aufgabe eigentlich, das Wesen Gottes, den Charakter Gottes zu illustrieren, darzustellen. Da gibt es übrigens einen interessanten Bibeltext in Epheser, schaut mal, Epheser Ja, ganz genau, der ist das, Epheser 3 und dort Vers 10.

[37:26] Genau, also die Frau ist Gehilfen des Mannes. Jesus kann alles, was er tun, kann er alleine tun, aber er nimmt sich die Gemeinde zur Hilfe. Sie führt unter seiner Leitung den Missionsauftrag aus. Aber die Aufgabe beschränkt sich nicht daran, einfach nur an Türen zu klopfen und zu predigen, sondern eigentlich besteht die Hauptaufgabe darin, den Charakter Gottes wiederzuspielen, wie ihr gesagt habt, Mann und Frau sollen ja eins sein und dadurch, dass der Mensch mit Gott eins ist, zeigt sich der Welt, wie Gott eigentlich ist.

[38:08] Was sagt 1. Mose 2, damit Mann und Frau eins werden können? Was muss der Mann tun? Das steht in 1. Mose 4 dann, Vers 1, genau, aber was muss der Mann tun, damit sie zusammenhaften? Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und sie werden aneinander kleben, im Hebräischen. Wie passt das auf Jesus?

[38:50] Jesus hat deinem Vater den Himmel, den Thron, all das verlassen, er war sogar bereit, am Kreuz eine tatsächliche Trennung, eine echte Trennung vom Vater zu erleben, die so real ist, dass wir uns das gar nicht vorstellen können. Die so real war, dass obwohl sein Vater neben ihm stand, er rausgerufen hat, mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Damit er den Menschen dort erreichen kann, wo er ist, denn die Menschen sind getrennt von Gott. Nun, das ist natürlich nur die Hälfte des Bildes, weil gleichzeitig war er Gott und konnte damit die Menschen wieder zu Gott zurückführen, aber Gott versuchte durch all diese Bilder uns nur die Tiefe eigentlich dessen vorzuführen, was Jesus bereit war zu tun.

[39:40] Ihr wisst, wie Adam zur Eva gekommen ist, oder? Wie ist das konkret abgelaufen? Wie ist er zur Eva gekommen? Was hat Gott gemacht, damit es eine Eva gab? Er hatte die Operation, aber nicht am Wachen Adam, sondern was hat er erst gemacht? Adam einschlafen lassen. Da fiel ein tiefer Schlaf und dann hat er die Seite aufgemacht, hat eine Rippe rausgenommen und hat sie wieder verschlossen. Wie war das bei Jesus? Erst ist er gestorben. Die Bibel sagt, der Tod ist ein Schlaf und dann wurde er an der Seite verwundet und aus der Seite Adams kam die Rippe und aus der Rippe formte er die Frau. Was kam aus der Seite von Jesus? Wasser und Blut. Das Blut macht was? Das Blut, das reinigt von der Sünde. Das Wasser war das Wasser des Lebens. Das sind also, die Bibel spricht von Wasser und von Blut als den Dingen, die uns reinigen und die die Gemeinde, also die Grundlage der Gemeinde. Die Gemeinde ist der, der sich vom Blut des Lebens vom Blut Jesus hat reinigen lassen, das Wasser des Lebens angenommen hat. Das sehen wir also schon bei der Schöpfung der Frau. Ich meine, Gott wusste was kommt, oder? Hat er all diese Dinge angedeutet, um deutlich zu machen, welche Aufgabe die Frau die Gemeinde haben wird.

[41:14] Aber auf der ganz ganz ganz menschlich simplen Ebene, was war es denn, was Adam als allermeistes gelernt hat, von der Tatsache, dass er jetzt eine Frau hat? Was war das offensichtlichste für ihn? Also eine Frau zu haben. Gut, er hatte eine Hilfe gehabt, Kinder gehabt, Hilfe gehabt, ja, aber was hat er plötzlich? Was hat ihm ein Gegenstück? Er hatte Freude, er hatte jemanden, der ihn zurückliebt. Er hatte jemanden, der ihn zurückliebt. Jemanden, der ihn verstehen kann und ihn zurückliebt.

[41:56] Und halten wir fest, ja, Jesus nimmt die Gemeinde, um die Mission voranzubringen, um durch die Gemeinde seinen Charakter vor dem Universum zu zeigen. Aber all das ist nicht der eigentliche Hauptgrund. Gott muss nicht seinen Charakter beweisen. Das macht er, weil er so freundlich ist, aber wenn er es nicht machen würde, wäre er trotzdem noch Gott. Und er braucht nicht die Gemeinde, um die Welt zu erreichen. Der allererste Grund, warum er die Gemeinde hat, ist, weil Gott selbst sich freut, wenn er zurückgeliebt wird. Und zwar aus freien Stücken. Gott schätzt es, wenn Menschen ihn mögen. So wie ein Mann es schätzt, wenn eine Frau ihn liebt und umgekehrt. Das ist ein schönes Gefühl, wenn man weiß, der andere mag mich und ich habe ihn nicht dazu gezwungen, er hat nicht eine Aufgabe dafür, sondern er tut das einfach nur, weil ich so bin, wie ich bin.

[42:56] Ein schöner Text von Sepania, Kapitel 3, Vers 17. Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held der Siegschaft. Er jubelt über dich in Freude. Und ich in seiner Liebe jauchze über dich mit Frohlocken. Also hier sehen wir diese Liebe Gottes zu seiner Braut. Ja, ganz genau. Und Jesus hat ertragen diesen Schmerz am Kreuz, weil er hat gesehen, die Freude von der Zukunft für die geretteten Leute. Ja, ganz genau.

[43:26] Schaut, ein Mensch, der verliebt ist, tut ziemlich alles. Er macht sogar ganz verrückte Dinge. Unsere Dinge. Liebe ist der stärkste Faktor, die stärkste Kraft, die ein Mensch so spüren kann. Und Gott ist Liebe. Aber Liebe, die einseitig ist, die immer nur von A nach B geht, aber nie zurückkommt, ist nicht dasselbe wie Liebe, die hin und her geht. Auch wenn unsere Liebe niemals so groß sein kann, wie die Liebe Gottes, aber die Liebe Gottes ist unendlich. Und diese Sache, dass wir ihn zurücklieben können, bedeutet Gott so viel. Und deswegen wünscht sich Gott als allererstes, was das allererste und größte Gebot, höre Israel, der Herr ist dein Gott, der Herr ist unser Gott, der Herr allein und du sollst den Herrn, deinen Gott lieben. Von deinem ganzen Herzen, von deiner ganzen Seele, von deiner ganzen Kraft. Das ist das, warum es die Gemeinde gibt. Und deswegen wird sie als Frau dargestellt. Also, ja?

[44:50] Ja, in den Büchern Moses steht, dass Gott den Namen eifersüchtig trägt. Ein verzehrendes Feuer. Warum gibt es die Gemeinde? Es gibt diese Gemeinde und die weltweite Gemeinde und überhaupt die Gemeinde Gottes. Nicht nur, damit endlich die Mission vorangeht und nicht nur, damit irgend die Menschen den Charakter Gottes repräsentieren. Zu allererst gibt es die Gemeinde, damit Menschen sich treffen, die Gott lieben. Die ihn wirklich von Herzen mögen. Und ich glaube, wenn wir Gott richtig mögen, wenn wir richtig Freude an ihm haben, ich habe jetzt bei Henoch gelesen, also über Henoch. Henoch hatte Freude daran, an der Gemeinschaft mit Gott. Das war nicht irgendwie nur eine Pflicht. Das hat ihm Freude gemacht. Das war so ein Verlangen danach. Oh, ich habe schon lange nicht mehr gebetet. Ich muss unbedingt wieder beten. Eine Freude daran zu haben. So wie man sich freut, seinen Partner wiederzusehen. Und wenn diese Liebe da ist, untereinander und zu Gott, dann hat die Gemeinde ihre Aufgabe erfüllt, weil dann wird sie die Mission, dann wird sie alles den Charakter Gottes widerspiegeln, all das tun. Aber darum geht es. Und deswegen wird die Gemeinde als die Braut, die Frau von Jesus dargestellt.

[46:04] Aber am Ende, ganz am Ende, glaube ich, Gott möchte durch sein Weib, durch seine Frau, dem ganzen Universum demonstrieren, dass wir in der Lage sind, das Gesetz zu halten. Denn Satan hat angeklagt. Und das wird am Ende die größte Demonstration. Wer hat recht? Gott oder Satan? Durch seine Gemeinde gerade. Das ist auch ein Faktor, den man nicht vergessen sollte. Dieses Gesetz wird offenbart, dem ganzen Universum, dass wir aus Liebe zu Gott sind, wir in der Lage sind, das zu halten. Nicht alleine durch Christus, aber auch durch die Gemeinde. Weil das ist ja das, die Regierung, das ist die Regierung Gottes, nicht wahr? Aber nicht Menschen, denen er befohlen hat, das ist der entscheidende Punkt, nicht Menschen, denen er befohlen hat, haltet man meine Gesetze und die strengen sich an, sondern Menschen, die ihn so sehr lieben, dass sie sich fürchten, ihm wehzutun. Dass sie sich davor scheuen, ihm nicht mehr geholfen zu wollen. Die ihn von ganzem Herzen lieben und deswegen alle seine Gebote halten, aus Glauben an ihn.

[47:06] Wollen wir Gott bitten, dass er in unserem Herzen seine Liebe jeden Tag hineingießt und dass wir uns Zeit nehmen können, ihn so gut kennenzulernen, dass wir ihn richtig mögen von Herzen. Bitte.

[47:28] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, wir danken dir wirklich, dass du uns so gern hast. Wir können es eigentlich gar nicht richtig begreifen und selbst das, was wir begreifen können, begreifen wir oft gar nicht genug, weil wir uns nicht Zeit dafür nehmen. Und trotzdem magst du uns und liebst uns und hast so viel für uns getan und tust so viel jetzt in diesem Moment, wo wir hier knien. Herr, wir möchten dich binden, dass du unsere Herzen erwärmst mit deiner Liebe und dass wir aus Dankbarkeit uns immer mehr mit dir beschäftigen, immer mehr dich verstehen, Freude an deiner Gemeinschaft haben. Lass uns so sein wie je noch, dem es angenehm war, in deiner Gegenwart zu sein. Und dass wir aus Liebe all das tun, was du uns sagst, weil das sowieso das Beste ist, weil wir aus Erfahrung wissen, dass du nur das Beste für uns willst. Darum bitten wir dich, wir bitten dich, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst. Im Namen Jesu. Amen.


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