In dieser Predigt analysiert Christopher Kramp den Vers 12 aus Offenbarung 22, der die baldige Wiederkunft Jesu und die Belohnung nach Werken thematisiert. Er beleuchtet die Bedeutung des Wortes „bald“ im biblischen Kontext und erklärt, wie die Botschaft der nahen Wiederkunft für die Endzeit besonders relevant ist. Zudem wird die Frage nach der Belohnung nach Taten erörtert und die biblischen Grundlagen dafür dargelegt.
Offenbarung 22:12
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: 4. Mose, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
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Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:03] Vers, der für uns im wahrsten Sinn des Wortes identitätsstiftend ist und den wir uns heute anschauen. Und bevor wir das tun, wollen wir gemeinsam niederknien. Seien anfangs gewählt, wo es möglich ist.
[0:18] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danken, dass wir jetzt aus deinem Wort leben dürfen. Wir möchten dir danke sagen, dass du gnädig und gütig bist, von großer Gnade langsam zum Zorn. Und dass du in unserem Leben immer und immer und immer wieder ein Geist erweckt. Wir danken dir für jeden einzelnen Vers, jeden Gedanken, jeden Satz in Offenbarung, denn überall steckt die Kraft des Evangeliums. Trainer und Herr, wir möchten dich jetzt bitten, dass du unser Lehrer bist, dass dein Heiliger Geist zu uns spricht und dass wir die Wahrheit erkennen, wie sie in dir ist. Dass wir uns vorbereiten können auf jenen großen Tag, wenn du, Herr Jesus, wiederkommst. Das bitten wir in deinem Namen. Amen.
[1:07] Schlag auf Offenbarung und dort Kapitel 22 und dort Vers 12. Offenbarung 22 und dort Vers 12. Wer mag mal lesen? Offenbarung 22 und dort Vers 12.
[1:40] [Musik] Dankeschön. Also das ist einer der großen Verse in Offenbarung, der von der Wiederkunft Jesu handelt. Wer ist es, der hier spricht? Wer ist das, der sagt: "Siehe, ich komme bald"?
[1:53] Jesus selbst. Ja, Jesus hat mehrere Verheißungen seiner Wiederkunft gegeben. Fallen euch noch andere Bibelstellen ein, wo Jesus selbst versprochen hat, dass er wiederkommen wird?
[2:12] In welchem Kapitel genau? Da haben wir schon in welchem Vers? In Vers 7 genau. Da kommen wir gerne mal drauf. Zu Vers 7 haben wir schon mal diese Idee gehabt und kommt dann noch mal vor in diesem Kapitel in Vers 7. Spricht er: "Dies bezeugt: Ja, ich komme bald." Also Offenbarung 22, das Kapitel, wo Jesus gleich dreimal sagt: "Ich komme bald." Ich komme, ich komme, ich komme. Also das ist mit großem Ausrufezeichen fett markiert, unterstrichen. Jesus sagt: "Ich komme bald."
[2:48] Gibt es noch andere Stellen der Bibel, wo ich den Sinn kommt, dass Jesus selbst sagt, dass er wiederkommen wird?
[2:55] Johannes 14. Er sagt dann: "Ich war so, komme ich wieder. Wenn ich hingehe, so komme ich wieder." Also die Wiederkunft basiert nicht nur auf der Auslegung von prophetischen Texten, die wir so interpretieren, sondern sie basiert auf dem eindeutigen Versprechen von Jesus. Das ist ja hier nicht symbolisch. Oder wenn er sagt: "Ich komme bald", ist das so buchstäblich, wie die Bibel nur buchstäblich sein kann.
[3:18] Also wir haben hier diese diese Idee, dass Jesus wiederkommt und er sagt: "Ich komme bald." Würde man die Frage stellen: Wann ist die Offenbarung geschrieben worden?
[3:40] So ungefähr 95, 96, 190 irgendwo so, so gegen Ende des ersten Jahrhunderts. Das sind jetzt wie viel Jahre her? So ungefähr über 1900 Jahre. Auf jeden Fall. Jetzt erklärt er mir mal, was bedeutet "bald", wenn Jesus vor fast zwei Jahrtausenden gesagt hat: "Siehe, ich komme bald." Das ist eine wichtige Frage für uns, weil wir uns die Adventisten nennen und aus unserer gesamten Identität heraus, oder unsere Identität daraus heraus speisen, dass wir glauben, Jesus kommt bald. Viele andere Christen glauben auch an eine Wiederkunft, vielleicht irgendwann. Aber wir sind nicht Adventisten, weil wir glauben, dass Jesus irgendwann kommt, sondern diese Adventisten, weil wir glauben, dass er bald kommt.
[4:52] Jetzt erklärt nun mal, wie hängt das mit diesem "bald" hier zusammen?
[5:13] Ja, also ganz genau in einem mit dem richtigen Verständnis und Zustand der Toten. Haben sie auf jeden Fall schon mal den Punkt, dass ich muss bis zu meinem Tod die Entscheidung gefällt haben. Und egal, wie lange Zeit nach meinem Tod noch vergeht, dann werde ich ihn dann sehen. Ja, das stimmt schon. Aber könnte es also bedeuten, dass Jesus vielleicht erst 3000 Jahren kommt und wir sagen: "Okay, wir hätten uns Adventisten, weil wir müssen fertig sein, vorbereitet sein bis zu unserem Tod." Aber ob er um ständig in 3000 Jahren kommt, wissen wir nicht. Also wie können wir also wie kommen wir also was heißt "bald"?
[5:54] Ja, schnell. Ja, das griechische Wort hat natürlich auch noch verschiedene Chancen. Ja, ich komme schnell. Es hilft, es hilft jetzt aber auch nicht so wahnsinnig viel mit den Problemen mit den 1900 Jahren. Oder also "schnell" wäre ja trotzdem nicht so, oder? Wie denkst du, wie würde das helfen? Also was, was könnte also das wäre das eine Antwort auf die Frage?
[6:24] Also im Sinne von muss eine Voraussetzung sein und dann geht's schnell, so zu sagen. Okay, das ist ein interessanter Gedanke. Was denkt die anderen noch? Alt, schnell, wo es sagt, denn Jesus sagt: "Ich stehe vor der Tür." Sagte, dass das in den sieben Gemeinden, Offenbarung 3, gibt es dort bei den sieben Sendschreiben auch eine Aussage, die heißt: "Siehe, ich komme bald." In der Gemeinde Philadelphia.
[7:01] Das ist mal aufschlagen. Das heißt, dieses Zitat: "Siehe, ich komme bald" ist eigentlich ein Zitat aus der Offenbarung selbst. Und es ist interessant, zu welcher Gemeinde er das sagt. Er sagt das nicht zu der Gemeinde Ephesus, er sagt es nicht zur Gemeinde Smyrna oder Sardes und ihr Team. Er sagt es zur Gemeinde Philadelphia. Die wievielte Gemeinde ist?
[7:19] Die Gemeinde Philadelphia, die sechste Gemeinde, die vorletzte Gemeinde. Dann lesen wir in Offenbarung 3, Vers 11: "Ich komme bald. Halt das fest, was du hast, damit niemand deine Krone nehme." Also wir haben dieses Zitat: "Ich komme bald" in der sechsten Gemeinde, in der Gemeinde Philadelphia.
[7:50] Gibt es denn in denen das jetzt einfach ein bisschen Wiederholung vielleicht, wenn ein anderer was ganz wichtig ist, wir uns vor Augen halten. Gibt es denn in den sieben Sendschreiben noch anderswo Hinweise auf die Wiederkunft? In einigen der anderen Gemeinden gibt es in einigen der anderen Gemeinden auch direkte Vorhersagen auf die Wiederkunft von Jesus in den sieben Gemeinden? Hatte da irgendwas im Kopf?
[8:23] Schon bald in der Gemeinde Philadelphia. Gibt es dort in der Gemeinde Smyrna irgendwo einen Hinweis auf die Wiederkunft? Genau, und zwar in welchem Vers ist das? In Vers 3. "Wenn du nicht wachst, so werde ich über dich kommen wie ein Dieb." Wir haben jetzt diese Formulierung: "Wie ein Dieb." Das meint natürlich was als eine Metapher, dass die fünfte Gemeinde überraschend, plötzlich, unerwartet.
[9:04] Das ist Sache des. Genau. Und haben wir in der Gemeinde Philadelphia einen Hinweis auf die Wiederkunft? Genau, 25 und 26. "Doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme." Da steht jetzt nicht genau, wann und wie, sondern nur er sagt: "Ich komme."
[9:28] Jetzt ist interessant, ist in den ersten drei Gemeinden gibt es keinen direkten Hinweis auf die Wiederkunft Jesu. Da gibt es also keine Aussage, dass er kommt und wann. Ja, weil die ersten Gemeinden oder welche Zeiträume stecken die ersten drei Gemeinden ab?
[9:56] Also die erste Gemeinde, wie meine Ephesus, das ist so mehr die Gemeinde der Apostel, so die Urchristenheit. Und dann die Gemeinde, ja, genau. Und dann die die Gemeinde ist die verfolgte Gemeinde, ja, so ungefähr ist zur Zeit von Konstantin. Und dann die Gemeinde Pergamon, Bergamon, das ist dann die Gemeinde, so ungefähr bis zum Mittelalter. Ja, und innerhalb dieser Zeit bis weit ins Mittelalter hinein ist die Botschaft von der Wiederkunft eigentlich nicht so sehr auf dem Radar hier der der der Verkündigung der ersten vier Gemeinden. Und das ist jetzt mal eine eine eine Auslegungssache.
[10:38] Viele Ausleger gehen heute soweit, dass die vierte Gemeinde geht bis zur Zeit der Reformation. Ich würde persönlich sagen, sie geht bis zur Zeit 1798. Aufgrund der Profite. Das ist jetzt nicht das Hauptthema. Haltepunkt ist in der vierten Gemeinde, Philadelphia. Haben wir jetzt die Botschaft: "Du Wiederkunft, ja, siehe, ich komme."
[10:59] Und dann das hilft mir meine sagte: "Siehe, ich komme wie ein Dieb." Und in der sechsten Gemeinde sagte: "Siehe, ich komme bald." Das ist unsere Aussage hier. Ja, "Siehe, ich komme bald." Und das was kommt denn der siebten Gemeinde? Da sagte sie: "Ich stehe vor der Tür." Das so, dass also quasi man hat erst die Idee, die Wiederkunft nicht so relevant und dann wird sie relevant und da kommt sie näher und näher und näher. Und dann ist es nicht mehr Jesus, der auf uns zukam, sondern dann ist es nur noch unsere Entscheidung.
[11:34] Ja, "Ich stehe vor der Tür." Wir müssen die Tür aufmachen. Das heißt, wenn ich jetzt also Offenbarung 22 lese und Jesus sagt: "Siehe, ich stehe vor der Tür." Jesus sagte: "Siehe, ich komme bald." Und sie: "Ich komme bald." Und ich aber schon Offenbarung 3, 2 und 3 studiert habe, dann sollten wir bewusst sein, dass das, was in Offenbarung 22 steht, nicht für alle Zeitalter der Christenheit gilt.
[12:09] Also als Jesus gesagt hatte: "Siehe, ich komme bald", hatte er nicht so sehr die Urchristenheit im Blick und nicht so sehr die Gemeinde der verfolgten Christen und das frühe Mittelalter, sondern die Aussagen Offenbarung 22 sind ganz besonders für den letzten Abschnitt der Kirchengeschichte gedacht. Ihr wisst vielleicht noch, was wir in dem Vers vorher gelesen am Start? Nochmal Offenbarung 22, Vers 11.
[12:32] Welcher Vers folgt direkt vor Vers 12? Er wagte mal lesen Vers 11.
[12:57] Ganz genau. Und wenn man gesagt, da haben wir jetzt ja zwei Einheiten studiert. Welches Ereignis wird hier angesprochen? Ende der Gnadenzeit. Und es ist ganz offensichtlich, dass dieser Vers 11 nichts zu suchen hat in der Gemeinde Thyatira, der nichts zu suchen hat in der Gemeinde Sardes oder in der Gemeinde Pergamon. Der wurde überhaupt erst relevant in der Zeit von Philadelphia.
[13:21] Philadelphia. Das ist die Gemeinde, um welches prophetische Datum herum, welches prophetische Datum spielt eine Schlüsselrolle in der Gemeinde Philadelphia? 1844. Und ihr wisst, mit 1844 enden die Zeitprophezeiungen. Mit 1844 war das, was von Gottes Seite getan hat, ist werden musste, kam jetzt sozusagen zu einem Ende des Geheimnisses Gottes. Muss noch vollendet werden. Mit 1844 war die Idee einer sehr baldigen Wiederkunft jetzt möglich und damit auch ein Ende der Gnadenzeit. Das heißt, wir haben es mit Offenbarung 22 hier, insbesondere mit Versen zu tun, die, obwohl sie zwar dem Johannes gegeben worden sind, aber eigentlich, wenn wir jetzt die ganze Offenbarung zusammennehmen, eigentlich besonders in unsere Zeit sprechen. Also seit 1844. Dieser ganze Epilog in Offenbarung 22, ab Vers, wir müssen das ab 6, diesen ganzen und lehrern Schlussworte, haben ihre besondere Bedeutung eigentlich für die letzten beiden Gemeinden, für die Endzeit. Und deswegen sollten wir dort genau aufpassen.
[14:32] Jetzt diese Idee: "Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir." Wirft spielt denn diese Idee an, dass Jesus sagt: "Ich komme bald und mein Lohn kommt mit mir." Was meint er damit?
[15:01] Woher kommt also? Gibt es gibt es andere Bibelverse, die genau dasselbe sagen, also wo wir wissen, in der Offenbarung ist es ja meistens irgendwie ein Zitat von woanders her aus dem Alten Testament oder anderen Büchern des Neuen Testamentes. Kennt ihr andere Stellen, muss und wie heißt, dass Jesus, dass Gott kommt und seinen Lohn mit sich bringt?
[15:35] Ja, genau. Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel. Herr, sie haben, wie heißt es hier denn dem so haben sie die Propheten Erfolg, die feucht gewesen und ja, genau. Okay, fangen wir mal im Alten Testament an und schauen mal in Jesaja. Jesaja Kapitel 40.
[16:22] Okay, was jemand von euch, worum es eigentlich Jesaja 40 geht? Was ist das für ein Kapitel? Was ist so der Hauptinhalt von Jesaja 40? Das ist ein recht bekannter Abschnitt in Jesaja, übrigens. Wusstet ihr, dass wir im nächsten Quartal Jesaja, Jesaja studieren wir in der Savanne? Ich freue mich schon ganz, ganz toll, aber ganz großartige Zeit. Also nehmt euch Zeit, das gut zu studieren. Aber jetzt geht's mir hat es den Teufel eingeht um Johannes den Täufer auch nur sekundär. Ist also eine Vorhersage auf Johannes den Täufer, den Rufenden in der Wüste.
[16:54] Aber was soll er tun? Der Ruf in der Wüste? Er soll vorbereiten den Weg des Herrn. Ja, und die Herrlichkeit Gottes wird sich offenbaren und alles Fleisch wird es sehen. Da geht es eigentlich zunächst einmal um das erste Kommen von Jesus. Oder schaut in den nächsten Versen in Vers 11. Da heißt es: "Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte. Die Lämmer wird er in seinem Arm nehmen und dem Bau seines Gewandes tragen. Die Mutterschafe wird er sorgsam führen." Wenn ihr das nächste klingt, das mehr nach erstem Kommen von Jesus oder mehr weitem Kommen von Jesus, mehr erstes Kommen oder zweites Kommen Jesu?
[17:33] Also, wenn ihr Vers 11 lest, wenn er nur Vers 11 so alleine für sich stehen würde: "Er wird die Mutterschafe sorgsam führen, die Lämmer in seinem Arm tragen."
[17:52] Also ich musste an das erste Kommen denken. Beim zweiten Kommen konnte er nicht wie ein guter Hirte, der die Lämmer aufnimmt. Er kommt als König der Könige mit Feuer vor sich her. Also die Verse davor und die Verse danach sind insbesondere eigentlich auf das erste Kommen von Jesus bezogen. Ihr könnt also vielleicht hier mal ein Gefühl dafür bekommen, dass es gar nicht so einfach war für einen gläubigen Juden, das erste und das zweite Kommen voneinander zu unterscheiden. Werden daher im zweiten Seminar auch sehen, wie Jesus versucht, ihn das auseinander zu dividieren und zu zeigen, was wann kommt. Und natürlich hängen die beiden Sachen aufeinander zusammen. Ja, er kann ja nur dann ein zweites Mal wiederkommen, wenn dann erst mal wiedergekommen gekommen ist.
[18:40] Interessant ist doch hier. Schaut doch mal Vers 10 an. Da geht es jetzt um seinen Lohn. Könnte sehen, sein Lohn ist bei ihm. Und dann steht doch etwas anderes interessantes. Da steht, was er sich erworben hat, geht vor ihm her.
[18:53] Also da wird hier dieser Lohn in Beziehung gesetzt mit dem, was er sich erworben hat. Kann es ist dann auch wichtig für die Offenbarung 22? Ja, das heißt: "Und sein Lohn ist mit ihm." Was muss man sich darunter vorstellen?
[19:20] Das heißt, was er sich erworben hat, er löste. Und womit hat er sie sich erworben? Durch sein Blut. Oder das heißt, hier geht es um er löste. Und das hat jetzt natürlich auch Konsequenzen für unsere Auslegung von Offenbarung 22, Vers 12.
[19:40] Übrigens, ist diese Botschaft, die Wiederkunft ist nahe, ist das eine schöne Botschaft? Eine frohe Botschaft? Jesus kommt bald. Das ist es, aber die Bibel macht auch deutlich, ist es eine sehr ernste Botschaft.
[19:56] Schaut mal nur ein Beispiel, ein Zephanja. Ja, wann immer sozusagen diese Idee da ist, dass der Tag des Herrn schnell kommt, ist das nicht unbedingt immer die russische Sprache, die verwendet wird.
[20:10] Schaut man ins Zephanja, Kapitel 1, Vers 14. Zephanja 1, Vers 14. Da heißt es: "Nahe ist der große Tag des Herrn, er ist nahe und sehr rasch kommt herbei. Horch, der Tag des Herrn." Und die geht so weiter. Bitter schreibt auch dort. Er hält also diese Botschaft: Jesus kommt bald, der Tag des Herrn ist nahe, hat eine ganz entscheidend ernste Komponente. Denn und das sagt uns auch unser Text heute, wenn er kommt, bringt er seinen Lohn mit sich, um jeden Menschen zu vergelten, wie sein Werk gewesen ist.
[21:08] Und dass man ein bisschen anschauen, ist es denn so, dass jeder Mensch das bekommt, was er getan hat? Also werden wir belohnt nach unseren Taten?
[21:25] Ja, ja, nein. Teilweise werden wir für unsere Taten belohnt oder nicht? Ja, ganz genau. Aber ist das dann so wie beim Chamer? Ich muss gute Taten tun, da bekomme ich auch etwas Gutes heraus. Wir werden nicht durch unsere Taten erlöst, aber belohnt. Aber er hat nicht der Lohn was mit der Lösung zu tun. Jeder hat, das ist ganz entscheidend, weil daran hängt es nämlich ganz oft mit unserem Denken, ja. Weil die einen dann sozusagen keine Lust auf das Gericht haben, weil sie das Gefühl haben, das Gericht ist irgendwie so gesetzlich und und bringt so Werksrichtigkeit. Auf der anderen Seite ist ganz schnell, dass man denkt: "Okay, ich muss gute Werke tun, damit ich einen Lohn bekomme."
[22:12] Also schauen wir uns das mal genauer an. Gibt es eine Belohnung entsprechend der Werke? In Jesaja Kapitel 3 und dort Vers 10 und 11. Jesaja Kapitel 3, Vers 10 und 11. Und das ist eine sehr deutliche, ganz klare Sache, wenn man das mal lesen. Jesaja 30, Vers 10. Und wir schauen zuerst im Alten Testament an und dann gehen wir uns Neues Testament, um diese Idee richtig zu begreifen. Jesaja 3, Vers 10 und 11. Wer mag lesen?
[23:04] Okay, sind ganz einfaches Prinzip und das zieht sich durch die Bibel durch wie ein roter Faden. Dem Gerechten geht es gut, und dem Gottlosen wird es schlecht gehen. Wer gerecht ist, wird belohnt. Wer ungerecht ist, wird bestraft. Ist ein eindeutiges Prinzip, daran darf man nicht rütteln. Die Bibel sagt das immer wieder als Grundlage: Der Gerechte wird belohnt, wer ungerecht ist, wird bestraft. Treibe mal weiter eben zwar in Psalm 62. Psalm 62 und dort Vers 12 und 13. 62, Vers 12 und 13.
[24:06] Genau, welcher Abschnitt hier von diesen beiden Versen hat man und direkt mit unseren Vers zu tun? Was ist hier so direkte Parallele? Welche Abschluss dieser beiden Verse spricht das gleiche? Die Offenbarung 22, 12, Vers 13. Das Ende, oder: "Denn du vergilt einem jeden nach seinem Tun."
[24:36] Dieser Teilsatz beginnt mit welchem Wort? Denn. Und wenn ein Wort das Wörtchen "denn" dort steht, dann heißt es immer seine Erklärung. Er habe es gerade eine Erklärung, warum vergilt allen Gott allen Menschen nach ihren Tun. Was die Begründung? Weil er gnädig ist. Und ja, das stimmt. Aber was steht also, was sind jetzt zwei Dinge, zwei Eigenschaften? Ja, also in zwei Eigenschaften hat ist eine Gnade und seine seine Macht. Könnte sehen, der David sagt, es sind zwei Dinge, die Gott hat. Er hat Macht und er hat Gnade.
[25:21] Und weil er mächtig und gnädig ist, deswegen vergilt der allen nach ihren Taten. Das ist interessant, oder? Denkt man darüber nach, Gott vergilt allen Menschen nach ihren Taten. Er schaut ihre Werke an und belohnt sie dann oder bestraft sie, weil er mächtig und gnädig ist. Erklärt mir das mal, wie hängt das eine mit dem anderen zusammen? Warum kann der David sagen, weil Gott Macht und Gnade hat, deswegen richtet er alle?
[26:13] Warum es steht ja nicht einfach: Gott hat das Recht zu richten, deswegen richtet. Dadurch Gott weiß alles, deswegen richtet er alles. Nein, weil Gott Macht hat und Gnade. Deswegen wird er von einem jeden Menschen die Werke anschauen.
[26:32] Das sind ganz, ganz, ganz praktische und entscheidende Punkte. Was ist die Logik hinter diesem Gedanken? Kann wie würdet ihr es jemandem erklären, der vielleicht auch noch nie was von gehört hat?
[26:57] Genau. Also zum einen richtet er uns, weil es nötig ist. Das heißt, also was kann also, was kann er im Gericht rauskommen? Also wenn jetzt mein Buch aufgetan wird, was könnte da jetzt potenziell stehen, wenn ich einzelne Sachen, aber so grundsätzlich, was könnte dort stehen in meinem Buch? Und was wird dort stehen? Stehen Urteile? Drinnen, sondern was steht in den Büchern? Taten. Und was sie Taten? Gibt es gute und schlechte? Okay, es gibt gute und schlechte Taten, gute und schlechte Worte, gute Gedanken. Also mit Werken und allgemein gesprochen, es gibt gute und schlechte Werke. Alle werden gerichtet. Warum? Aus zwei Gründen.
[27:45] Gott ist mächtig und gnädig. Wozu bräuchten wir seine Gnade? Umgebung von was? Von allen schlechten Werken. Also es gibt sozusagen jetzt nur zwei Möglichkeiten. Ja, gute Werke und schlechte Werke. Für alle schlechten Werke gibt es eine Gnade. Es gibt kein schlechtes Werk, das nicht. Ist eine Gnade getilgt werden könnte.
[28:20] ist eine Gnade getilgt werden könnte und wozu brauchen wir seine Macht? Ohne seine Macht können wir kein gutes Werk tun. Warum richtet Gott? Gott richtet nicht, wenn Gott einfach nur der Allwissende wäre, der nicht gnädig ist und nichts in uns bewirkt. Könnte er zwar auch einfach nicht und sagen: "Du bist falsch, du bist falsch." Aber das macht er nicht. Er richtet jeden Menschen, weil er jedem Menschen die Möglichkeit gibt, alle bösen Werke vergeben zu bekommen und alle guten Werke zu tun, die Gott ihm schenken möchte. Es ist ein Unterschied, ob Gott einfach nur als äußerer Beobachter beurteilt oder ob er alles tut, damit wir einen guten Bericht haben, sozusagen. Und weil er für jeden Menschen genügend Gnade bereitgestellt hat, dass da kein negatives Werk übrig bleiben muss, und weil dort genügend Kraft im Evangelium ist, dass jeder die guten Werke tun kann, die er tun soll. Deswegen kann ein liebevoller Gott, ohne irgendwie Tyrannis zu sein, jeden Menschen nach seinen Werken beurteilen. Man könnte sehen, dass es zwischen dem Evangelium und dem Gericht gar keinen Widerspruch gibt. Das ist immer das, was viele Christen glauben. Ja, wir wollen nichts von dem Gericht hören, weil wir wollen mehr das Evangelium hören. Ja, aber das Evangelium ist die Voraussetzung, dass Gott Gericht halten kann.
[30:02] Schauen wir uns noch einen Vers dazu an, der in diese Richtung geht, und zwar in Sprüche, Jeremia 17 und dort Vers 10. Jeremia Kapitel 17 und dort Vers 10. Schauen wir uns an, was Gott hier sagt. Jeremia 17 und dort Vers 10.
[30:50] Genau, hier sind auch zwei Gedanken, die interessant verknüpft sind. Schaut man genau hin, Gott sagt: "Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren." Mal abgesehen davon, dass Gott unser großer Arzt ist und er sich auch anatomisch gut auskennt. Was meint das aber eigentlich wirklich, wenn das heißt: "Ich erforsche das Herz, ich prüfe die Nieren"? Was wir damit sagen, wir sagen ja auch mal jemand auf Herz und Nieren geprüft. Das kommt ja aus der Bibel. Was will Gott damit sagen? "Ich erforsche das Herz, prüfe die Nieren."
[31:29] Genau, wofür steht das Herz in der Bibel? Stehen die Nieren? Also sieht man von euch, wofür steht das Herz? Für die Gedanken, die Entscheidung, das, was wir denken. Prüfen die Nieren, das Verborgene, für die Motive des Gewissens. Er also für die innersten Regungen, sozusagen. Ja, Gott prüft das alles, erkennt das alles. Jetzt schaut man genau hin, er sagt in Vers 10: "Ich, der Herr, erforsche das Herz und prüfe die Nieren." Und jetzt geht es weiter bis das nächste Wort. Was ist das nächste Wort? Nur bei mir steht es. Es steht euch auch, jedem einzelnen zu vergelten entsprechend seinen Wegen, entsprechend der Taten. Das heißt, was ist die Verbindung? Er tut das eine, damit er das andere tun kann. Er prüft nicht nur unsere Taten, er schaut sich nicht nur was wir gesagt und was wir getan haben. Er schaut sich ganz genau an, wie unsere Umstände gewesen sind. Er schaut sich ganz genau an, was wir dabei gedacht haben, was wir gefühlt haben, wie wir gedacht haben. Weil nur dann kann man einen Menschen richtig beurteilen. Also, das mal so gegangen, dass sie einen Fehler gemacht hat, aber er hat es wirklich gut gemeint und er hatte keine böse Absicht, aber es ist etwas schiefgelaufen. Und andere beurteilen euch dann sehr negativ, weil sie nur das Äußerliche beurteilen. Das ist, was wir Menschen ständig machen. Er will beurteilen, falsch, weil wir den Menschen, die können das Herz nicht anschauen. Wir können die Nieren sozusagen nicht prüfen.
[33:15] Wenn Gott Gericht hält, zählt er nicht einfach nur Werke, ja, im Sinne von Taten: gut gemacht, schlecht gemacht, gut gedacht, schlecht gemacht. Sondern er schaut den ganzen Menschen an. Du bist ein ganz wichtiger Gedanke, dass Gott nicht einfach so aus der Ferne uns einfach nur so aburteilt, sondern erkennt uns ganz genau. Weiß, ob die guten Taten, die wir getan haben, wirklich mit ihm getan worden sind oder nur um ihn zu beeindrucken, ohne ihn. Er weiß ganz genau, ob die Fehler, die wir gemacht haben, aus Bosheit entstanden sind oder weil wir aus bestem Wissen und Gewissen etwas versucht haben und uns einfach geirrt haben. Ja, und Gott kann das beurteilen, und er wird es auch beurteilen. Deswegen sagt die Bibel auch in Sprüche 24 und dort Vers 12. Sprüche 24 und dort Vers 12.
[34:12] Dabei auch diese Idee in Sprüche 24 und dort Vers 12. Das heißt, wenn du sagen wolltest: "Sie, wir haben das nicht gewusst." Wird nicht der Welt, ja, die Herzen prüft es, erkennt und der auf deine Seele achthat, es wahrnehmen und dem Menschen vergelten nach seinem Tun. Seine rhetorische Frage sagt: "Ja, natürlich." Gott prüft die Herzen, er achtet auf seine Seele. Er weiß ganz genau, er nimmt alles wahr.
[34:48] Wenn Jesus wieder kommt, wird jeder Mensch das erhalten, was sein Leben ausgemacht hat. Ist sein Leben so gewesen, dass er von ganzem Herzen mit Jesus gelebt hat, dann ist bei Jesus Macht genug Gnade, genug, um schlechte Dinge vergeben zu bekommen und ausgezahlt zu bekommen. Und Macht genug, um gute Werke hervorbringen zu lassen. Wie sagt nicht Philipper 2, sondern Epheser 2, dass wir in den guten, dass er Gottes Schöpfung sind, ja, dass wir wandeln sollen in den guten Werken, die Gott zu verschaffen hat durch seine Macht. Und wenn das aber nicht der Fall ist, ja, da können wir noch so sehr äußerlich guten Taten rühmen, es wird immer deutlicher werden, dass wir die Macht und Gnade nicht angenommen haben.
[35:37] Schauen wir mal in Römer Kapitel 2 und dort wird das ist auch sehr schön deutlich. Römer 2 ist, ich glaube, von den ganzen Anfangskapiteln vom Römer, der am wenigsten studiert und zitiert wird. Also Römer 1 ist immer ganz hoch im Kurs und vor allem Römer 3, 3:4 und 3:5, ja, weil die Gnade beschrieben wird und der Glaube. Aber Gnade und Glaube werden im Römer 3 und 4 eigentlich erklärt, nachdem Paulus erstmal grundsätzlich einigen Dingen in Römer 2 gesagt hat. Nämlich im Römer 2 lesen wir und dort ab Vers 5 oder in Vers 6 oder 5. Aber aufgrund einer Verstocktheit und eines unbußfertigen Herzens, fast ein unfertiges Herz. Das sind Gedanken, die nicht umdrehen wollen, ja, die sich nicht korrigieren lassen wollen. Läufst du dir selbst Zorn auf für den Tag des Zorns, für den Tag des Zorns und Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes. Und jetzt kommt es, der was tun wird, jedem vergelten wird nach seinen Werken. Und damit man das noch nicht missversteht, erklärt der Paulus genau, was er meint. Er sagt in denen, nämlich die mit Ausdauer im Wirken des Guten, Herrlichkeit, Ehre, Unvergänglichkeit erstreben, ewiges Leben. Also, was ist der Lohn? Der Lohn ist ewiges Leben. Für wen? Verbinden ich würde gerechnet, also nach Vers 7. Für wen? Für die, etwas erst zu reden, was er streben sie, sie erst streben Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit. Sie wollen dorthin. Ja, wissen, was ein Streber ist? Jemand, der viel Zeit investiert, um etwas zu erreichen. Ja. Jemand, der nicht nach dem Motto "Ich würde es auch gern haben", sondern der sich darauf konzentriert, es zu erreichen. Und jeder, der Jesus wirklich nachfolgt, der möchte so nah wie möglich an Jesus, ja, der möchte mit ihm im Himmel sein. Und der wird dann das gute wird, ja, aber dann heißt es in Vers 8: "Denen aber, die selbstsüchtig und der Wahrheit ungehorsam sind, dagegen, der Ungerechtigkeit gehorchen, Grimm und Zorn." Und dann kommen noch ein paar andere Verse. Man sagte am Ende in Vers 16: "An dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird, nach meinem Evangelium."
[38:23] Ja, ganz genau. Das sind die Menschen, und das kann uns auch passieren. Ist uns bestimmt schon mal passiert, oder, dass wir merken, der Geist Gottes spricht sehr deutlich und sagt: "Hör auf, so zu denken. Hör auf, das zu sagen. Hör auf, das zu tun." Und wir dann einfach trotzdem weitermachen. Ja, das ist das Video. Sicherheit. Und wenn wir den unserem Herzen lassen und nicht Jesus übergeben, dann wird das am Ende im Gericht deutlich werden. Und dann zeigt die Widerspenstigkeit nicht einfach, dass böse Menschen waren, weil das waren wir alle mal. Sondern die Widerspenstigkeit, die im Gericht stehen bleibt, zeigt, dass man die Gnade Jesu nicht angenommen hat. Und dann kann Gott und sich hätten, weil er hat nichts anderes außer die Gnade Gottes, sozusagen die Gnade durch Jesus. Nur die kann uns retten. Und es bleibt dann sozusagen Sünde bestehen. Dann ist es der unmittelbare Beweis, dass selbst Gott nichts mehr tun kann.
[39:23] Das sind interessante Gedanken. Wir müssen uns ganz tief einbrennen. Manchmal denken auch Adventisten: "Naja, hier ist das Evangelium, Ende. Und dann ist hier noch mal so eine Art extra Gericht. Gott schaut noch mal so quasi noch nach den Werken, so damit es vollständig ist." All das ist nicht der Punkt. Das Gericht beweist die Erlösung, denn in dem Moment, wo böse Werke übrig bleiben in den Büchern, ist deutlich, dass die Erlösung durch Jesus gar nicht vollständig angenommen worden ist. Denn jeder, der Jesus von Herzen liebt, wird Jesus auch in jede einzelne Herzenskammer hineinlassen. Und wie es dieser Jesus, er hat Macht und Gnade. Weil er nämlich Macht und Gnade hat, kann er nämlich durch seine Gnade die schlechten Taten wegnehmen und ist eine Gnade, die guten Taten bringen. Deswegen sagt der Paulus gleich am Anfang in meinem Evangelium auch, dass das Gericht, weil das Gericht Macht für alle offenbar, wer wirklich mit Jesus liebt. Und deswegen ist es auch wer, der gerichtet wird. Wer hält das Gericht? Wer ist der Richter? Jesus. Ja, der Paulus sagt in 2. Korinther 5, Vers 10: "Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl des Christus." Und das allein sollte uns zeigen, dass es keinen Unterschied gibt zwischen Evangelium und Gericht, weil nämlich der Heiland selbst Richter ist. Und deswegen sagt auch die Bibel in Offenbarung 14: "Der hatte ein ewiges Evangelium zu verkünden: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen."
[41:20] Bei der Wiederkunft kommt derselbe Jesus, der Erlöser ist, Richter und König. Deswegen vereint dieser Vers eigentlich so verschiedene Dinge. Und wenn wir sagen, wir sind Adventisten, wir warten auf diesen Moment, dann sagen wir: "Jesus ist unsere Erlösung, er ist unser Richter, er ist unser König." Und deswegen warnt uns die Bibel immer und immer wieder, auch im Alten Testament. Wehe denen, die den Tag des Herrn herbeiwünschen, wenn sie gleichzeitig an Sünde festhalten. Dann verstehen sie eigentlich gar nicht, was die Gnade in ihrem Leben tun möchte.
[42:13] Schauen wir mal in Römer 2 und dort Vers 13. Das ist ein wichtiger Vers. Römer 2, Vers 13: "Denn vor Gott sind nicht die gerecht, welche das Gesetz hören, sondern die, welche das Gesetz befolgen, sollen gerechtfertigt werden." Weil hören kann jeder, aber tun können wie viele? Hören kann jeder, aber tun kann nur der, der mit Jesus zusammenlebt. Denn nur Jesus, nur der Heilige Geist kann den Gehorsam bewirken. Jeder Gehorsam ohne Heiligen Geist ist kein Gehorsam. Und deswegen schaut Gott auf die Werke, denn die Werke beweisen, ob der Heilige Geist im Herzen war oder nur auf der Zunge, im Sinne von "und redet ständig vom Heiligen Geist", aber er hat ihn gar nicht im Herzen.
[43:24] Ja, ja, ganz genau. Jetzt schauen wir noch einen Vers. Das ist auch ein wichtiger Gedanke. Jetzt hier, wir machen ein bisschen über zehn Kapitel 6, Vers 8. Übrigens, wenn ich das richtig verstanden habe, hat kein Mensch mehr Angst vorm Gericht. Der weiß, dass Jesus heute mit ihm zusammen ist. Denn wenn er heute mit mir zusammen ist und wenn er heute nichts gegen mich hat, wenn er heute sein Angesicht mir leuchtet, dann brauche ich keine Angst vorm Gericht. Dem Gericht kommt ja nichts anderes als Jesus. Ja, aber wenn heute zu schmier- und Jesus etwas ist, dann sollte ich schnell zu ihm zurück. Ja, denn wenn heute zu schmier- und Jesus etwas steht, dann würde ich durch das Gericht nicht durchkommen. Aber ich brauche niemals Angst haben vor dem Gericht, wenn ich heute mit Jesus im Reinen bin. Und deswegen ist die beste Vorbereitung auf das Gericht immer: Heute mit Jesus zu dem, ja, und morgen wieder heute mit Jesus leben.
[44:29] Also, hab ich gesagt, Epheser 6 und dort Vers 8. Wer mag den mal lesen? Epheser 6 und dort Vers 8. Genau. Nicht nur ist es so, dass wer böse Werke immer noch weiter tut und die Gnade ablehnt, dass er dann den entsprechenden empfängt, sondern auch wer Gutes tut durch Jesus, wird seinen Lohn empfangen. Und was ihr schön ist, ganz egal, was sein Zustand ist. Was meint ihr, wer kann mehr gute Werke tun? Ein Sklave oder ein freier Mann? Frei. Weil der Sklave kann vieles gar nicht tun, wie er möchte. Was würdet ihr also einem Sklaven sagen? Er sagt: "Mensch, da gibt es Leute in der Gemeinde, wir sind frei, die tun so viel für Gott, und ich kann nicht. Ich bin an meine Arbeit gebunden und ich darf das nicht. Ich würde gerne, aber ich kann nicht. Die anderen sind bestimmt viel geistlicher als ich." Was würdet ihr denn sagen, wenn so ein Sklave in unserer Gemeinde leben würde und sagen würde: "Ich kann gar nicht so gut." Ja, also, wenn so ein Sklave sagt: "Ich würde gerne mehr Gutes tun, aber ich kann nicht, weil ich gebunden bin an meine Arbeit." Was würdet ihr ihm sagen?
[46:06] Der Gedanke ist: Gott kennt deinen Umstand, und Gott misst dich nicht an dem freien. Gott wird nichts sagen: "Schau mal, dein Bruder hat so viel Gutes getan und du nicht, deswegen kannst du hinbekommen." Sondern Gott weiß, dein Bruder hatte viele Freiheiten, er war frei, aber du warst nicht frei, du warst Sklave. Und deswegen wird von dir nicht so viel verlangt wie von ihm. Gott bedenkt die Umstände.
[46:38] Weltweit hat das interessanteste Part, als es galt die Zeit, als Geschwister den James White immer attackiert haben, er wäre nicht geistlich genug und er würde sich nicht genügend Zeit für das und jenes nehmen. Und da sagt sie: "Wisst ihr, wenn ihr eine Ahnung hättet, wie sehr mein Mann arbeitet und was da alles tut und was er alles für Stress hat." Sie sagt: "Es gibt andere, die haben oft Freizeit, die wissen gar nicht, was mit ihrer Freizeit anzufangen sollen, und die können dann ständig irgendwie nachdenken und nicht wahr und alles Mögliche tun. Derzeit hat mein Mann nicht." Und Gott sieht, dass Gott sieht, wie der Arbeitsalltag meines Mannes ist, und Gott sieht, wie der Arbeitsalltag von euch ist. Und Gott wird an jedem vergelten, wie sein Werk gemäß seiner Umstände.
[47:47] Ja, ja, ja, aber das spricht von einem anderen Fall von Sklaverei. Damals in den Südstaaten. Hier geht es ja um gläubige Sklaven in der Gemeinde, die allerdings, weil sie halt in bestimmten Situationen sind, nicht das für die Gemeinde tun können, was andere tun können.
[49:32] Das ist ganz, ganz, ganz entscheidend, dass Gott jedem Menschen die Zeit geben möchte. Geradezu ein Danke, danke für den Kommentar. Gehen wir ganz zum Schluss noch in 1. Korinther 3, Vers 8. 1. Korinther 3, Vers 8. Und ich glaube, es ist ganz wichtig, dass wir uns bewusst machen, auch dass, wenn wir mit Gott leben und er unseren Charakter verändert und er uns auch gute Werke schenkt. Und ich denke, ihr habt alle in eurem Leben schon erlebt, dass, wenn man mit Gott lebt, er schenkt einfach gute Werke. Oder das nicht nur Theorie, sondern man merkt, wie man vielleicht auch Dinge für andere macht und das andere gesegnet sind durch das, was man sagt oder denkt oder tut oder macht. Und dann sagt Paulus hier in 1. Korinther 3, Vers 8: "Der aber pflanzt und der aber begießt, sind eins. Jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen, entsprechend seiner eigenen Arbeit." Wisst ihr, jeder von uns kann mit Jesus leben und dementsprechend auch etwas für Jesus tun. Und wenn wir mit Jesus leben und etwas tun, ganz egal, ob es so wenig oder viel ist, wird jeder seinen eigenen persönlichen Lohn erhalten. Den erhalten wir nicht, weil Gott sagt: "Oh, ich bin so überwältigt, ihr habt mich überzeugt." Wird er was er getan hat? Nein. Den erhalten wir, weil wir ja mit Jesus zusammenleben. Ja, das ist das, was er für uns getan hat. Er lebt in uns. Ja, und entsprechend werden wir auch den Lohn empfangen.
[51:05] Ich glaube, es ist auch ein wichtiger Punkt. Bei dem Gericht geht es nicht nur darum, dass wir die Sünde überwinden. Es geht auch darum, dass wir tatsächlich Gutes tun. Und das ist manchmal ein bisschen zu wenig betont, weil man immer sozusagen Angst hat vor der Gesetzlichkeit. Aber Gott wünscht sich, dass wir Gutes tun. Oder er wünscht sich, dass wir gute Menschen sind. Er wünscht sich, dass wir freundlich sind. Er wünscht sich, dass wir nett sind, dass wir was wir anderen helfen, dass wir mit unserem Blick zuerst auf andere gerichtet ist als auf uns. Er wünscht sich, dass unser Leben ein Segen ist für andere, dass selbst nicht Gläubige sagen: "Dass es diesen Menschen gibt, das ist eine gute Sache. Ja, ich bin froh, diesen Menschen zu kennen." Und das ist vielleicht auch eine Frage, stellen können: Sind andere Menschen froh, dass es uns gibt? Ja.
[52:19] Schauen wir mal in 1. Petrus 1, Vers 17. Ein ganz großer Vers, ehrlich gesagt, der sehr ausgewogen eigentlich für unsere Zeit große Gültigkeit hat. 1. Petrus 1:17. Man sowieso immer gültig, aber denke ich gerade auch für die Endzeit von großem Interesse ist. Das heißt es: 1. Petrus Kapitel 1, Vers 17. "Und wenn ihr ihn als Vater anruft, unser Vater, der bis zum Himmel, der ohne Ansehen der Person richtet nach dem Werk jedes einzelnen." Also, der sagt nicht: "Naja, weil du eine Adventgemeinde bist, mache ich mal beide Augen zu." Ja, du bist, sage ich, dass die gleichen Sünden begangen wie alle anderen Sünder auch, aber du bist einer Adventist, deswegen, deswegen ja, dann tatsächlich mal noch mit dem Himmel hinein. Er wird ohne Ansehen der Person richten. Und jetzt sagt also Petrus, wenn wir also diesem Richter ihn anreden dürfen mit "Unser Vater", was ist die Konsequenz so für euren Wandel? Also euer Leben in Furcht und gemeint ist also Gottesfurcht, ja, nicht Angst vor Gottesfurcht, solange ihr euch hier als Fremdlinge aufhaltet. Und das interessante Sache, Petrus sagt: "Wir dürfen Gott Vater nennen." Nein, er ist nicht der ferne Richter. Wir dürfen zu dem Vater sagen. Wir dürfen auch wissen, wir müssen wissen, er wird uns nicht einfach besser beurteilen, nur weil er Vater zu sein. Er wird unser Leben genauso beurteilen. Und unser Vorrecht ist es, dass, wenn wir zu ihm Vater sagen, ihr seine Macht und Gnade im Leben auch tatsächlich anwenden. Meine Frage heute an mich und an euch und dann alle, die zuschauen, ist: Wollen wir uns erneut oder weiterhin oder zum ersten Mal, je nachdem, uns vornehmen, die Macht und die Gnade Gottes in unserem Leben anzuwenden? Somit Jesus zu gehen, dass wir keine...
[54:27] somit Jesus zu gehen, dass wir keine Angst haben brauchen, dass im Gericht
[54:31] Dinge auftauchen könnten, die Jesus nicht vergeben hat. Wollen wir
[54:36] ihn bitten, dass er unser ganzes Leben nimmt, so wie es ist, und noch mal mit der
[54:39] Kinder und beten.
[54:51] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du in
[54:57] deinem Wort uns sprichst, dass wir dich Vater nennen dürfen,
[55:01] der du der Richter der ganzen Welt bist. Und Herr, wir haben gesehen, du wirst
[55:06] keinen Menschen einfach nur aus Nettigkeit in den Himmel schubsen und
[55:11] seine Sünden übersehen. Nein, du hast für jeden von uns mehr als genügend Gnade
[55:15] und Kraft, dass du unser gesamtes Leben verändern kannst,
[55:20] Stück für Stück, so wie du es uns versprochen hast, und dass wir in dir
[55:28] genügend Kraft haben dürfen und gute Werke zu tun, nämlich die du uns
[55:33] bereitet hast, indem wir dir nachfolgen
[55:35] und dich imitieren durch deine Kraft und
[55:38] in dem du auch uns die Sünden vergibst
[55:41] und sie uns überwinden machst, dass diese
[55:45] nicht ständig wieder neu beginnen.
[55:50] Herr, wir möchten uns tatsächlich als Gläubige, als Menschen, die in der Zeit
[55:55] vor der Wiederkunft leben, vorbereiten auf die Wiederkunft. Denn wir glauben und
[55:59] wissen es jetzt, das Gericht stattfindet
[56:02] und dass, wenn Herr Jesus wieder kommt,
[56:04] das dann nur noch das Urteil ausgesprochen wird oder ausgeführt wird.
[56:07] Und Herr, deswegen bitten wir dich, dass
[56:09] sie nicht die Botschaft, dass die Stunde des Gerichts gekommen ist,
[56:12] predigen, sondern dass wir sie leben,
[56:15] jetzt heute hier im Alltag. Das bieten
[56:18] wir im Namen Jesu. Amen.
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