[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid und schön, dass ihr jetzt eingeschaltet seid auf www.joelmedia.de. Verzeiht die heutige enorme Verspätung aufgrund von Stau, aber wir werden jetzt sofort hinein starten in das Thema. Wir sind ja in Offenbarung 22, haben letzte Woche mit Vers 1 begonnen, haben uns den Strom des Wassers des Lebens angeschaut, der aus dem Thron Gottes hervorgeht. Wir haben über dieses Wasser des Lebens gesprochen, über das Angebot, das Gott uns gibt, dass er die Quelle des Lebens, das Wasser des Lebens in uns sein möchte, sodass wir selbst zu einer Quelle werden. Heute soll es weitergehen an dieser Stelle. Bevor wir beginnen, wollen wir, wo es möglich ist, niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir jetzt dein Wort studieren können und möchten dich bitten, dass du durch deinen heiligen Geist zu uns sprichst, dass wir dein Wort verstehen können, so wie du es gemeint hast und dass wir lernen, dir zu folgen. Herr, nimm alles hinweg in uns oder um uns herum, was dich hindern könnte, uns zu segnen und sei du jetzt unser Lehrer, das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:18] Schlagt mit mir auf, Offenbarung Kapitel 22 und dort Vers 2. Wer mag mal Vers 2 lesen in Offenbarung 22, laut und deutlich. Genau, da geht es hier um, also wenn ihr mal den Vers euch mal so erstmal allgemein anschaut, was ist so das Kernelement, was ist so der Fokus von diesem Vers? Es geht um den Baum des Lebens. Ja, jetzt, wir hatten gerade in Vers 1 auch etwas mit dem Leben gehabt, nämlich nicht den Baum des Lebens, sondern das Wasser des Lebens. Ja, also es ist natürlich kein Zufall, dass diese beiden Begriffe hier nebeneinander stehen. In Neu-Jerusalem haben wir diesen Strom vom Wasser des Lebens und wir haben den Baum des Lebens. Nun interessant ist jetzt, wenn wir uns das mal anschauen, wo der genau steht. Also wir haben gesehen, das Wasser des Lebens fließt woher? Das fließt vom Thron Gottes und kommt da hinaus, das haben wir uns genau angeschaut. Wo ist jetzt der Baum des Lebens lokalisiert? Der steht inmitten der Straße. Was hast du für eine Übersetzung? Zürcher, okay. Genau, ja, ganz genau. Also genau, es ist die Straße der Stadt, inmitten der Straße. Hat jemand eine andere Übersetzung? Zwischen dem Strom und der Straße, genauso sagt die Schlachter auch. Die Schlachter sagt in der Mitte zwischen ihrer Straße und dem Strom. Das ist ein bisschen merkwürdig. Warum ist das ein bisschen merkwürdig, wie die Schlachter das übersetzt? Zwischen der Straße und dem Strom. Das ist ein bisschen unglücklich übersetzt, weil wenn es da eine Straße gibt und einen Strom und der Baum zwischen Straße und Strom ist, was sagt der Vers aber noch? Wo ist der Baum? Auf beiden Seiten des Stromes. Also was wir auf jeden Fall sagen können, da fließt hier so ein Strom entlang und der Baum, der ist auf beiden Seiten sozusagen. Das vereint sich dann zu einem sozusagen. Das sind auf beiden Seiten. Der ist jetzt nicht so richtig zwischen dem Strom und der Straße. Also es gibt ein paar andere Übersetzungen, die das vielleicht ein bisschen besser ausdrücken. In der alten Schlachter steht inmitten ihrer Straßen oder die alte Luther sagt mitten auf ihrer Gasse, auf beiden Seiten des Stromes oder Luther 2017 mitten auf ihrer Straße. Und es gibt so Übersetzungen, die dieses mit der Straße noch auf Vers 1 beziehen. Also zum Beispiel in der Neue-Leben-Übersetzung heißt es: "Und der Engel zeigt ihm einen reinen Fluss mit dem Wasser des Lebens, so klar wie Kristall, der vom Thron Gottes und des Lammes entspringt und in der Mitte der Hauptstraße hinabfließt. Punkt. Auf beiden Seiten des Flusses war ein Baum des Lebens." Das heißt, dieser Anfang des Verses, der könnte sich grammatisch auch noch auf Vers 1 beziehen. Dieses Wasser geht aus und fließt dann quasi in der Mitte zwischen diesen Straßen. Aber das ist ein bisschen unklar. Aber es ist jetzt auch nicht so entscheidend, dass ihr mal das gehört habt, dass auf jeden Fall wir sagen können, dieser Baum des Lebens, der ist hier auf beiden Seiten des Wassers des Lebens, dieses Stromes, der dahin durchfließt.
[6:46] Jetzt, woher kommt diese Idee von einem Baum des Lebens? Ja, genau. In 1. Mose Kapitel 2 und dort Vers 9. 1. Mose 2 und dort Vers 9, da heißt es: "Und Gott, der Herr, ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen." Also, wir haben hier interessanterweise den Baum des Lebens, aber wir haben noch mehr in diesem Vers. Was haben wir noch? Wir haben den Baum der Erkenntnis. Okay, was haben wir noch? Andere Bäume, okay, ganz wichtig. Wir haben noch viele andere Bäume und was wissen wir über alle diese Bäume? Was wissen wir über alle diese Bäume? Die vielen Bäume, den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis. Genau, aber was wissen wir bezüglich aller Bäume? Welche Aussage kann man treffen über alle drei Kategorien, über die anderen Bäume, den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis? Gott hat sie geschaffen, okay, das stimmt. Alle von Gott geschaffen, was noch? Okay, also das ist für den Baum der Erkenntnis hier in Vers 9 nicht so klar, aber wir wissen aus einem anderen Vers, dass seine Frucht wie aussah. Die Frucht vom Baum der Erkenntnis sah wie aus? Schön, aha, okay, also wenn hier heißt es, dass die anderen Bäume alle gut aussahen, ja, ihre Frucht sah gut aus und das galt auch für den Baum der Erkenntnis, denn das ist ja genau das, was die Eva dann denkt in 1. Mose 3, Vers 6, wo es dann heißt: "Und sie sah, hier könnt ihr nachlesen in Vers 6, und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre, dass eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht." Also alle drei sahen äußerlich sehr gut aus und trotzdem gab es einen Unterschied. Was war der Unterschied zwischen diesen drei Kategorien? Okay, von den ersten beiden hier konnte man essen, ja, von den anderen Bäumen und vom Baum des Lebens. Okay, was waren noch Unterschiede? Also man konnte von dem auch essen, oder? Man durfte nur nicht davon essen, das ist ein Unterschied, aber man konnte davon essen, man durfte aber nicht, aber warum? Gott hat es verboten, ah okay, Gott hat es verboten.
[10:09] Jetzt müssen wir überlegen, warum. Nochmal überlegen, was ist, gibt es da einen Unterschied zwischen diesen beiden Bäumen, also zwischen den anderen Bäumen und dem Baum des Lebens? Wozu waren denn die Bäume überhaupt erstmal da, wenn wir mal die beiden ausklammern hier, wozu waren die Bäume da? Wenn wir die beiden mal ausklammern hier, wozu waren die anderen Bäume da? Zum Essen, aha, und warum muss man essen? Ja genau, warum muss man essen? Ah, zum Leben. Auch die anderen Bäume dienten zum Leben, aber hießen nicht der Baum des Lebens. Muss man mal richtig durchdenken. Die anderen Bäume waren nicht nur Dekoration, die waren nicht einfach nur so Beiwerk, von allen konnte man essen und sie waren alle zur Nahrung gegeben. Gott hatte gesagt, nicht wahr, alle Bäume, ja schaut mal in Kapitel 1, Vers 29, "Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles Samen gewechselt, das auf der ganzen Erdoberfläche wächst, auch alle Bäume, an denen samentragende Früchte sind, sie sollen euch zur Nahrung dienen." Alle Bäume sind zur Nahrung und die Nahrung brauchen wir, um zu leben und trotzdem heißt einer von ihnen nur Baum des Lebens. Warum? Wenn noch alle dazu dienen, dass man überlebt, weil wer nicht isst, stirbt, das wäre sogar eben, also ich meine, wenn sie nicht gegessen hätten, sie brauchen die Nährstoffe. Eine andere Funktion, erklär mal genau, was ist die andere Funktion von diesem Baum des Lebens? Ja, also wir wissen später in Offenbarung, die Blätter dienen auch zur Heilung, da kommen wir noch zu, aber bleiben wir in 1. Mose. Also Adam sieht die Bäume und er merkt, er ist manchmal auch hungrig, er muss essen, er kann von, abgesehen von dem, von allen essen und überlebt dadurch, er lebt, nicht wahr, und trotzdem nennt Gott einen Baum den Baum des Lebens. Er nennt die anderen nicht die Bäume des Lebens, er nennt nur einen den Baum des Lebens, das muss eine besondere Funktion sein. Die Frage ist solche. Der Baum des Lebens stellt also was zuallererst erstmal dar? Also ganz, er stellt das Leben da an sich, das Leben, okay, deswegen heißt der Baum des Lebens. Aber warum muss Adam, neben all den anderen Bäumen, noch von einem anderen Baum, von diesem Baum essen, der ihn ständig irgendwie an den Begriff Leben erinnert? Was hat sich Gott dabei gedacht? Verlängerung des Lebens, sagst du, okay, ja, ja, was, was denken die anderen?
[13:35] Okay, du sagst die Abhängigkeit von Gott, dass man einen Lebensgeber braucht. Adam war ja nicht schon ewig da, oder? Wie war Adam entstanden? Er wurde geschaffen. Gott hatte ihn aus dem Staub der Erde gemacht, hatte den Odem des Lebens in ihn hineingeblasen und dann sagte, hier gibt es einen Baum des Lebens. Adam lebte und doch musste er ständig von dem Baum essen, um ihn an etwas sehr Fundamentales zu erinnern. Lass uns mal ein bisschen nachdenken, was dieser Baum des Lebens ist. Schaut mal mit mir in Sprüche 3, Vers 18. In Sprüche 3, Vers 18. Sprüche 3 und dort Vers 18. Wer mag denn mal lesen? Sprüche 3, Vers 18. Genau, da steht, dass irgendjemand, irgendetwas ein Baum des Lebens ist. Die Frage ist nur, wer ist dieses Sie? Das heißt ja, sie ist ein Baum des Lebens. Und die Frage ist, wer ist sie? Die Weisheit, in Vers 13, könnt ihr sehen, oder? Vers 13, da steht: "Wohl dem Menschen, der Weisheit findet, der Einsicht erlangt. Und dann heißt es: Denn ihr Erwerb, ja, ihr Gewinn, sie ist kostbarer als Perlen, an ihrer Rechten ihre Wege, sie ist ein Baum des Lebens." Also die Weisheit oder auch die Einsicht. Die Weisheit wird beschrieben mit dem Symbol eines Baumes des Lebens. Und Weisheit hat zu tun mit welchen Eigenschaften des Menschen? Hat das zu tun einfach nur mit unserer Muskelkraft und mit unserem Körper? Womit hat die Weisheit zu tun? Mit dem Charakter, mit dem Denken, oder? Natürlich, wir brauchen all die verschiedenen Nährstoffe, wir brauchen die Pflanzen, die Gott gemacht hat, zur Nahrung, damit unser Körper immer wieder auch regeneriert wird, sozusagen, und dass er entsprechend ernährt wird. Aber dieser Baum des Lebens geht darüber hinaus. Er ist verbunden in der Bibel mit der Weisheit. Und Weisheit, vor allem im Alten Testament auch, ist ja mehr als nur Klugheit. Da geht es nicht nur um den Intelligenzquotienten. Worum geht es denn eigentlich biblisch gesehen bei der Weisheit?
[16:27] Wie kommst du darauf? Ja, genau, sehr gut. Also welche biblischen Hinweise finden wir, dass Weisheit eigentlich so ein Code-Wort, sozusagen eine Metapher ist, im Alten Testament für eigentlich Jesus, für den Sohn Gottes, für den Erlöser? Kennt ihr da eine? Also es gibt die berühmte Stelle in Sprüche 8, wo die Weisheit personifiziert spricht. Aber es gibt einen ganz deutlichen Vers, schaut mal in 1. Korinther. 1. Korinther, Paulus sagt das, der kannte sich gut aus im Alten Testament. 1. Korinther 1, Vers 30. Wer mag mal lesen? 1. Korinther 1, Vers 30. Genau, also hier wird Jesus Christus beschrieben und er ist nicht nur unsere Gerechtigkeit, er ist nicht nur unsere Heiligung. Ja, durch den Glauben werden wir gerecht durch ihn, wir werden geheiligt durch ihn, wir werden nicht nur erlöst durch ihn, sondern wir werden auch, oder er ist auch unsere Weisheit. Und deswegen immer wieder, wenn es eigentlich in den Sprüchen, zum Teil auch in den Psalmen oder bei Hiob um die Weisheit geht, geht es nicht einfach nur um Klugheit im Sinne von, ich bin schlauer als andere. Es geht eigentlich um diese Weisheit, ein Leben mit Gott zu führen. Ja, die Beziehung zu dem, der das Leben möglich macht. Die Weisheit hat zu tun mit Jesus und wenn die Weisheit dargestellt wird durch den Baum des Lebens, aber die Weisheit im Alten Testament eine Person letztlich ist und nicht nur Klugheit, wenn es bei der Weisheit um Jesus geht, dann ist der Baum des Lebens auch ein Symbol für Jesus.
[18:26] Gibt es denn irgendwelche Bibelfersen, die Jesus verknüpfen mit der Idee des Lebens? Er sagt, ich bin das Brot des Lebens. Er sagt, ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Er sagt, ich bin das Leben. Man kann also mit anderen Worten sagen, der Baum des Lebens im Garten Eden war ein Symbol, weil Gott immer schon, auch schon vor dem Sündenfall gerne in Symbolen, in anschaulichen Bildern mit den Menschen kommuniziert hat, ein Symbol für den Sohn Gottes, für den Schöpfer, für den, der das Leben gegeben hat. Denn die Bibel sagt, dass wer uns erschaffen hat letztendlich praktisch Jesus. In ihm ist alles erschaffen worden, was entstanden ist. Er ist derjenige, das sagte Hebräer 1, Kolosse 1, Johannes 1, er ist der Schöpfer. Warum sollte also Adam neben all den Früchten, die er essen durfte, immer wieder vom Baum des Lebens essen? Das war also die, die simple Idee war, du kannst auf Dauer nur ewiges Leben haben, wenn du abhängig bist von deinem Schöpfer. Zu dem Zeitpunkt galt noch nicht Erlöser, weil ein Erlösungsplan brauchte es zu dem Zeitpunkt noch nicht. Das kam dann später und hat sich natürlich dazu ergänzt. Aber schon in einem sündlosen Zustand brauchte der Mensch immer Jesus. Und das heißt für uns, Jesus ist nicht nur ein Notbehelf, weil wir Sünde sind. Der Erlösungsplan ist nicht nur eine Krücke, weil wir es halt nicht anders hingekriegt haben. Selbst wenn wir sündlos wären und noch nie gesündigt hätten, bräuchten wir trotzdem Jesus. Jeder Engel im Himmel lebt durch den Glauben an Jesus, in der Abhängigkeit von ihm.
[20:33] Jetzt gibt es aber noch einen anderen Baum, nämlich den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Und man muss nicht lange nachdenken, wer wohl hier eigentlich auch mit symbolisiert wird. Genau derjenige, der genau dieses Prinzip abgelehnt hat und der sich dann genau in diesem Baum auch zeigt in der Schlange. Letztendlich ist es ein Baum des Todes. Wer denn davon ist, der wird sterben. Genau, die Erkenntnis des Guten und des Bösen. Also Gott wollte nicht, dass die Menschen Böses kennen. Wenn die Bibel von Erkenntnis spricht, ganz kurz nebenbei, wenn die Bibel von Erkenntnis spricht, was meint sie dann? Das ist ja nochmal so ähnlich wie Weisheit. Man liest das und denkt immer nur, es geht um Intelligenzquotienten. Aber wenn die Bibel von Erkenntnis spricht, was meint sie mit erkennen? Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist und den du gesandt hast, Jesus Christus erkennen. Heißt es also, wenn ich weiß, ich schaue durch das Teleskop und sehe das Universum und sage, ich erkenne, dass es Gott gibt. Ist das das ewige Leben? Was heißt erkennen?
[22:01] Ja, ja, okay. Es gibt eine berühmte Passage in 1. Mose 4, Vers 1. "Adam erkannte seine Frau, und sie wurde schwanger." Ich habe früher immer gefragt, also war das so, dass Adam auf einem Hügel stand und im Licht der untergehenden Sonne gesehen hat, ah, das ist Eva. Natürlich nicht, wir würden lachen. Aber manchmal denken wir, dass so Erlösung funktioniert, dass wir so irgendwie so in der Ferne sehen, ah ja, ich glaube, Jesus hat da das und das getan. Ja, er hat da in der Bibel das und das gemacht. Was ist Erkenntnis? Erkenntnis ist eine tiefe, innige Beziehung. Das Erkenntnis. Was ist dann die Erkenntnis des Guten und Bösen? Ja, dass man zumindest das Gute und das Böse an eigener Haut erlebt hat, dass man es kennt, dass man weiß, was das bedeutet. Gott hatte die Erde gemacht und sie war gut oder schlecht. 1. Mose 1 ist ganz eindeutig. An jedem Tag sagt er, es war gut, es war gut, gut, gut, gut und am Ende sagt er, es war sehr gut. Gott wollte nicht, dass Menschen erkennen, dass Menschen eine persönliche, direkte Erfahrung mit dem Bösen und den schrecklichen Konsequenzen der Sünden haben. Aber schaut mal in 1. Mose 3, Vers 22. Da steht einer der schwierigsten Verse, den es so am Anfang in den ersten Kapiteln der Bibel gibt. 1. Mose 3, Vers 22. Ich bin mal gespannt, wie ihr den versteht. 1. Mose 3, Vers 22. "Und Gott, der Herr, sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unser Einer, indem er erkennt, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht seine Hand ausstreckt und vom Baum des Lebens nimmt und isst und ewig lebt." Warum sagt Gott, siehe, der Mensch ist geworden wie unser Einer, er erkennt, was gut und böse ist. Das ist ja merkwürdig, oder? Weil ja, was hat die Schlange gesagt? An dem Tag, wo ihr davon esst, na das hat Gott gesagt. Was hat die Schlange gesagt? An dem Tag, wo ihr davon esst, 1. Mose 3, Vers 5, werdet ihr sein wie Gott. Und jetzt liest man hier, Gott sagt: "Siehe, der Mensch ist geworden wie unser Einer, erkennt Gutes und Böses." Was meint Gott? Das ist einer von den Sätzen, über die liest man vielleicht manchmal schnell weg, weil man denkt, naja, irgendjemand wird schon mal erklären, oder? Was meint Gott, wenn er sagt, siehe, der Mensch ist geworden wie unser Einer, erkennt Gutes und Böses.
[25:07] Ja, ja, also es geht um Schmerzen. Kennt denn Gott Gutes und Böses? Offensichtlich ja, denn er sagt, der Mensch ist geworden wie einer von uns, erkennen Gutes und Böses. Gott hat zu diesem Zeitpunkt schon sehr viel Leid erlebt. Er hat erlebt, wie ein Drittel seiner Engel sich von ihm abgewandt haben, so sehr rebelliert haben, dass sie nie wieder zurückgenommen werden konnten. Er weiß zu diesem Zeitpunkt auch schon, dass er selbst Mensch werden wird und leiden wird. Interessant ist, wenn man sich anschaut in den Versen vorher, da geht es ja ab Vers 16 um viele folgende Sünde. Ja, die Frau wird Schmerzen leiden, der Mann wird unter Schweiß, mit Schweiß und Tränen sozusagen, sein Schweiß vom Angesicht, sein Brot essen. Ja, dann gibt es die Kleider aus Fell, dazu muss ein Tier sterben. Plötzlich merken sozusagen Adam und Eva am eigenen Leib, was das Böse für Auswirkungen hat. Und das hat Gott nie gewollt. Gott selbst hat zwar gewusst, was das Böse auslöst, aber er wollte nicht, dass die Menschen das auch so am eigenen Leib erfahren. Aber jetzt ist es geschehen. Also etwas ganz anderes, als Eva gedacht hatte, was die Schlange so behauptet hat. Und interessanterweise ist jetzt diese Idee hier verknüpft, damit nun aber, dass er nur nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe. Das eine ist, dass Gott sagt, siehst du, schaut mal, jetzt hat der Mensch doch die Erfahrung gemacht, die ich ihm eigentlich so gern erspart hätte. Aber, und jetzt kommt ein anderer neuer Gedanke, er sagt, er soll vom Baum des Lebens nicht mehr essen. Warum?
[27:33] Okay, also dann würde Gott sozusagen auf ewig die Sünde weiter verewigen sozusagen. Okay, ja. Was denken die anderen? Warum sagt Gott, dass der Sünder nicht vom Baum des Lebens essen darf? Ja, schauen wir mal ein bisschen weiter in Vers 23. "So schickte ihn Gott, der Herr, aus dem Garten Eden, damit er den Erdboden bearbeite, von dem er genommen war. Und er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Cherubim lagern und die Flamme des blitzenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen." Also wir haben hier am Ende von 1. Mose 3 ein sehr simples Bild. Da gibt es einen Baum des Lebens, den braucht man, um ewiges Leben zu haben. Und dann gibt es hier den Sünder. Und der Sünder will natürlich ewiges Leben haben, aber was ist das Problem? Was steht dazwischen? Dazwischen stehen Cherubim. Und nicht nur die Cherubim allein sind das Problem, sondern ihre Waffe wird genau beschrieben. Was ist ihre Waffe? Ein Schwert aus Cherubim, Cherub mit einem Schwert aus Feuer. Okay, wenn der Sünder also wieder vom Baum des Lebens essen möchte, wo muss er durch? Er muss hier an diesem flammenden Schwert vorbei. Und jetzt ist die interessante Frage, was lesen wir in Offenbarung 22? Wir sehen dort Völker, die in die Stadt hineingehen. Wir haben gelesen, Offenbarung 21 von den Völkern, die gerettet werden. Und sie kommen in die Stadt hinein und dort sehen wir einen Baum des Lebens unbewacht. Was ist also die Idee hier sozusagen? Was ist passiert?
[30:03] Ganz genau, das flammende Schwert trennt Sünder vom Baum des Lebens. Denn eine Sünde bewirkt grundsätzlich was? Ja, das ist die Folge davon. Was bewirkt eine Sünde, selbst bevor wir gestorben sind? Eine Trennung. Kennt ihr den Bibelvers, der sagt, dass eine Sünde eine Trennung bewirkt? Dass Sünden Trennung bewirken. Kennt ihr den Bibelvers? Es gibt so den einen oder anderen vielleicht ganz berühmtes Jesaja 59. Schaut mal. Jesaja 59 und dort Vers 2: "Sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört." Sünde trennt von Gott. Gott selbst hat sich im im Garten Eden quasi unter anderem symbolisiert durch den Baum des Lebens. Und was die Menschen lernen sollten durch diese Idee war, dass die Sünde sie vom Leben trennt. Jede Hoffnung darauf, wieder einmal vom Baum des Lebens essen zu dürfen, hängt hundertprozentig davon ab, ob dieses Problem der Sünde gelöst wird. Wenn man 1. Mose 30 anschaut, sieht man, Gott kann keinen Sünder in den Himmel nehmen. Er kann nicht. Dann hätte nämlich auch Adam und Eva einfach im Garten Eden lassen können. Und das ist ein sehr wichtiger Gedanke, weil es heute manchmal so die Idee gibt, bei vielen Christen, naja, ich bin ein Sünder und ich werde auch immer ein Sünder bleiben und ich werde auch immer sündigen und Hauptsache ich habe so einigermaßen ein gutes Herz und meines halt nicht allzu böse, dann kann Gott mich halt doch irgendwie vielleicht hineinschmuggeln und dann im Himmel bin ich dann auf wundersame Weise irgendwie anders. Wie viele Sünden hatten Adam und Eva begangen? Ja, also erstmal eine und dann könnte man sagen, noch so ein bisschen Folgesünde, ja, aber im Wesentlichen war das ja im Vergleich zu dem, was vielleicht wir alle schon getan haben, marginal. Und trotzdem hat es sie vom ewigen Leben ausgeschlossen und der Weg dahin ist sehr gefährlich, das schlammende Schwert. Einer hat gelangt, ganz genau, eine Sünde hat gelangt und sie waren schon, das hat ja schon das Gespräch ergeben, ja, sie waren nicht mehr in der Lage zu Gott zu kommen, auf ihn zuzugehen.
[33:09] Warum können dann Menschen am Ende vom Baum des Lebens wieder essen? Sie sind frei von der Sünde. Wie werden sie frei von der Sünde? Also wenn ich jetzt, haben sie einen Kurs belegt in Schwertbenutzung, mit dem man sogar das flammende Schwert der Cherubim besiegen kann. Ja genau, also ich meine, die Cherubim, die gibt es immer noch oder? Die gibt es auch im Himmel. Ja, ja, ja, es gibt keine Sünde mehr, weil das Feuer gibt es immer noch oder? Denn dasselbe Feuer, schon mal, in Jesaja und zwar in Jesaja Kapitel 33 Vers 14. Jesaja 33 und dort Vers 14. Genau und dann kommt die Antwort: "Wer in Gerechtigkeit wandelt und aufrichtig redet, wer es verschmäht durch Bedrückung Gewinn zu machen und so weiter." Also im Himmel gibt es da Feuer, ja oder nein? Es gibt ewiges Feuer, denn die Liebe Gottes ist ja wie ein Feuer. Wer hat Angst vor dem Feuer? Der Sünder. Die Cherubim haben ja nicht plötzlich ein neues Schwert sich geben lassen. Die Cherubim sind immer schon Feuerflammen, sagt Hebräer 1. Als Gott am Sinai sprach, kam auch im Feuer herab und warum hatten Israeliten Angst? Wegen ihrer Sünde. Die Völker, die in Offenbarung 21 und 22 durchgehen, sehen dieselben Cherubim mit denselben flammenden Schwertern und es macht den Erlösten gar nichts. Warum? Das Problem der Sünde ist gelöst, sie sind keine Sünder mehr und jetzt ist die Frage, wie und warum? Haben sie sich besonders angestrengt? Wodurch sind sie ihre Sünde losgeworden, sodass sie wieder hindurchgehen können durch die Tore, die von Cherubim bewacht werden in Neu-Jerusalem? Wodurch sind sie ihre Sünde losgeworden? Durch Jesus.
[36:02] Kennt ihr ein, zwei Bibelfersen, die sagen, dass Jesus uns die Sünde wieder wegnimmt? Erstes Johannes? Ja, erstes Johannes 1 können wir mal kurz lesen. Die anderen könnt schon mal überlegen, ob euch auch noch Bibelfersen einfallen. Erstes Johannes Kapitel 1 und dort Vers 7, meinst du oder? "Wenn wir im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde." Vers 9: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünde vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit." Okay, kennt ihr noch andere Bibelstellen, die sagen, dass Jesus die Sünde wegnimmt? Offenbarung 1, Vers 5, ja ausgezeichnet. Da heißt es genau, er hat in seinem Blut uns gewaschen von unseren Sünden. Ein Vers, der mir gut gefällt, ist, ja, das ist auch ganz ausgezeichnet, ja genau, schaut mal, Micha, Micha 7 und dort Vers, genau, Vers 19: "Er wird sich wieder über uns erbarmen, unsere Missetaten bezwingen. Ja, du wirst alle ihre Sünden in die Tiefe des Meeres werfen." Schaut mal, Matthäus 1, das ist auch ganz toll, da heißt es Matthäus 1, "Sie wird aber einen Sohn gebären, Vers 21, du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden." Er wird sein Volk erretten von ihren Sünden. Schaut mal, Daniel 9 und dort Vers 24, da geht es um die Ankunft des Messias. Daniel 9, Vers 24, da heißt es: "Über dein Volk, über deine heilige Stadt, sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, die Missetat zu sühnen." Jesus kommt nicht einfach nur an dem Problem der Sünde zu feilen, er löst das Problem der Sünde, er nimmt die Sünden hinweg. Johannes der Täufer hat gesagt: "Siehe das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinweg nimmt." Wohin hat er sie genommen? Auf sich selbst. Das können wir noch zum Ende lesen, Jesaja 53, und dort Vers 4 und 5 und 6. "Fürwahr, er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. Wir hielten ihn für bestraft von Gott, geschlagen, niedergebeugt. Doch er wurde um unsere Übertretung willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg, aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn." Jesus ist für meine Sünden gestorben, und zwar für alle, für jeden Einzelnen. Und wenn ich ihm das glaube und sie ihm gebe, reinigt er mich, sagt die Bibel, von aller Sünde, von aller Ungerechtigkeit, so dass, wenn er wiederkommt, ich tatsächlich, und dann später auf der neuen Erde, wir durch diese Tore durchgehen können zum Baum des Lebens und davon essen können. Nicht, weil die Cherubim entfernt worden sind, sondern weil das Problem, das in 1. Mose 3 entstand, die Sünde, weil dieses Problem gelöst ist.
[40:32] Wir sehen also, wie hier so quasi ein ganz großer Bogen vom Anfang der Bibel bis zum Ende der Bibel. Hier sehen wir quasi jetzt das Happy End, die Auflösung sozusagen von diesem Problem, das in 1. Mose 3 geschaffen ist. Alles dazwischen zeigt, wie, den Weg sozusagen. Aber hier sehen wir, dass eben kein Sünder mehr, sondern Gerechte, die die Gerechtigkeit Jesu haben, weil Jesus ihre Sünde genommen hat. Ja, diesen Austausch erlebt haben, dass Jesus für mich einsteht, dass er für mich stirbt. Und dann kann ich wieder, dann habe ich wieder ewiges Leben. Was sagt die Bibel? Wer den Sohn hat, der hat das Leben. Wer den Sohn nicht hat, hat das Leben nicht. Wenn wir dann das Leben haben, wie müssen wir leben? In Abhängigkeit von Jesus. Das heißt, denkt mal darüber nach, das höchste Ziel der Erlösung ist, dass wir dann wieder vollständig in Abhängigkeit von Jesus leben können. Das heißt, durch Jesus, durch den Glauben wird aus einem Sünder ein Gerechter, damit er dann durch den Glauben geheiligt wird, damit er irgendwann durch den Glauben ewig leben kann. Es ist von Anfang bis Ende der Glaube an Jesus. Genau, Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Ohne mich könnt ihr nichts tun. Das gilt nicht nur für die Zeit bis zur Wiederkunft, das gilt bis in alle Ewigkeit. Und deswegen ist der Erlösungsplan so, wie er ist. Wir lernen im Erlösungsplan das, was uns die ganze Ewigkeit dann gerecht erhalten wird. Denn wir werden nur deswegen ewig leben, weil wir Gott ewig vertrauen werden.
[42:32] Wenn ihr euch jemals fragt, warum Gott uns in unserem Leben immer wieder prüft, dann bitte denkt nicht, dass er uns immer wieder Hindernisse auf den Weg stellen will. Nein, nein, die Bibel sagt, das sagt Jakobus 2, meine Brüder, achtet es für lauter Freude, wenn ihr, Jakobus 1 bis 2, in mancherlei Anfechtungen geratet, da ihr ja wisst, dass die Bewährung eures Glaubens, was bewirkt, standhaftes Ausharren. Dann sagt er, das standhafte Ausharren aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt. Und wenn es jemandem an Weisheit mangelt, sagt er, so erbittet er von Gott, der allen gerne und ohne Vorwurf gibt, so wird ihm gegeben werden. Der Punkt ist, Gott weiß, dass das ewige Leben daran besteht, ihm ständig zu vertrauen. Wenn wir also sagen, wir würden gerne das ewige Leben haben, ja, durch unsere Bekehrung, durch unsere Taufe, durch unseren Glauben an Jesus sagen wir, wir würden gerne ewig mit dir leben, will er uns beibringen, ihm immer zu vertrauen und dazu bringt er uns in Situationen, in denen wir das Vertrauen ausüben können, lernen können, testen können. Durch die Bewährung unseres Glaubens wird unser Glaube standhaft und genau das ist das, was letztendlich dazu führt. Nächste Woche schauen wir uns dann noch die Blätter an, haben wir heute nicht mehr geschafft, die Blätter vom Baum des Lebens zur Heilung der Völker, das wird nochmal ein Extrastudium. Bis dahin, lasst uns heute mitnehmen, Jesus ist das Leben. All die Dinge hier, wie der Baum des Lebens, das Wasser des Lebens, sind nur Bilder, die uns deutlich machen, wie wichtig Jesus ist. Es wird nie einen Zeitpunkt geben, wo Jesus unwichtig wird und wenn er in der Ewigkeit unser Zentrum ist, warum soll nicht auch jetzt schon heute hier mein Zentrum sein. Wollen wir noch gemeinsam Gott danken dafür, dass wir Jesus haben?
[44:33] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Herr, wir haben gesehen, dass wir ohne Jesus nichts tun können und wir danken dir, dass er auf diese Welt gekommen ist, um meine Sünde, um unsere alle Sünden auf sich zu nehmen, damit wir rein vor dir stehen können. Herr, vergib uns, wenn wir uns das nicht immer so bewusst machen und schenke uns den Glauben, Tag für Tag so zu leben, dass sichtbar wird, dass wir Jesus als unseren persönlichen Erlöser angenommen haben. Herr, hab Dank, dass du uns nicht nur zeigst, dass wir Sünder sind, sondern dass du die Kraft und den Willen hast, ja die tiefe Liebe zu uns, uns von unserer Sünde zu retten und zu befreien. Herr, wir möchten dir erneut unser Herz geben, so wie es ist und ich bitte, dass du uns ganz rein machst, so wie du es schon oft getan hast und uns rein erhältst durch deine Kraft. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.