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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt wird Offenbarung 22, Vers 2 im Detail beleuchtet, insbesondere der Baum des Lebens und seine Bedeutung. Es wird erklärt, wie der Baum des Lebens von der Schöpfung bis zur Offenbarung eine zentrale Rolle spielt und wie er symbolisch für Jesus Christus steht. Die Funktion der Früchte und Blätter des Baumes wird erläutert, wobei die Blätter als Gottes Wort und Wahrheiten für die Heilung und das Wachstum in der Erkenntnis interpretiert werden.

In dieser Predigt wird der Baum des Lebens aus Offenbarung 22:2 im Detail betrachtet. Christopher Kramp erklärt seine biblische Bedeutung, von seiner Erwähnung im Paradies bis zu seiner Wiederkehr am Ende der Zeit. Der Sprecher beleuchtet die Verbindung des Baumes zu Jesus Christus und die Bedeutung seiner Früchte und Blätter für das ewige Leben und die geistliche Heilung der Gläubigen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr heute da seid und schön, dass ihr euch jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir entschuldigen uns noch einmal für den Ausfall letzte Woche ganz, ganz kurzfristig krankheitsbedingt.

[1:01] Aber heute wollen wir das nachholen, was wir letzte Woche verpasst haben und wir werden uns noch mal mit Offenbarung 22 Vers 2 beschäftigen. Wir sind ja gerade beim Baum des Lebens und wir haben noch gar nicht geschafft, über die Blätter nachzudenken und ein bisschen wiederholen und vertiefen und einiges Neues hoffentlich heute auch lernen. Und bevor wir das tun, möchten wir Gott bitten, dass er unsere Gedanken führt. Lass uns hinterknien, wo es möglich ist.

[1:26] Lieber Vater im Himmel, es ist dein Wort, das du uns gegeben hast. Nicht nur, damit wir Gelegenheit haben, über etwas nachzudenken, sondern dass wir Leben erhalten. Leben, das aus dir kommt. Du hast uns sagen lassen, dass es ein lebendiges Wort ist, ein kräftiges Wort und dass unsere Gedanken und Gesinnungen schneidet und richtet. Herr, wir möchten dich bitten, dass du durch deinen heiligen Geist, durch dein Wort sprichst und dass wir verstehen, was du jedem Einzelnen von uns persönlich sagen möchtest. Herr, wir sehnen uns so sehr nach der ewigen Gemeinschaft mit dir am Baum des Lebens. Und wir möchten dir Danke sagen, dass du jetzt schon durch dein Wort uns Anteil haben lässt an dem Himmel und wir mit dir in Gemeinschaft leben können. Herr, sei du jetzt unser Lehrer und gib, dass wir zu deinen Füßen sitzen, etwas lernen können, was unseren Alltag wirklich stärkt. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen. Schlagt mit mir auf, Offenbarung 22, Vers 2.

[2:39] Offenbarung 22 und dort Vers 2. Wir lesen den nochmal komplett. Wir haben ja schon letztens den ersten Teil oder den Anfang so ein bisschen uns hinein studiert. Aber wir machen doch mal den ganzen Vers lesen. Offenbarung 22, Vers 2.

[3:34] Genau hier am Ende der Bibel treffen wir ihn wieder, den Baum des Lebens. Und wir wiederholen ganz kurz nur, dass wir alle gemeinsam auf einem Nenner sind, bevor wir dann weiter studieren. Der Baum des Lebens kommt zum ersten Mal wovor? Im Paradies. Weiß jemand noch den Vers? Wo finden wir den? Das ist 2. Mose 2, Vers 9 ist das. Und da haben wir gesehen, gibt es nicht nur den Baum des Lebens, sondern auch viele andere Bäume. Und die waren auch gut und auch zum Essen. Ja, und das Essen war ja auch notwendig fürs Leben. Also in einem geringeren Sinne haben auch diese anderen Bäume zum Leben beigetragen. Aber es war nur ein Baum, der der Baum des Lebens ist. Und trotzdem gab es noch einen anderen Baum neben den Bäumen und den Baum des Lebens. Und das war der Baum der Erkenntnis. Jetzt im Laufe der weiteren Geschichte ist der Fokus oft mehr auf dem Baum der Erkenntnis. Ja, dann spricht Gott ein Verbot aus, dass man von allen Bäumen zu essen darf, aber von diesem Baum der Erkenntnis nicht essen darf. Und dann sehen wir 1. Mose 3. Die Geschichte spielt nicht am Baum des Lebens, sondern am Baum der Erkenntnis. Aber im Laufe dieser Geschichte von Adam und Eva taucht der Baum des Lebens noch mal auf. Obwohl sozusagen das meiste sich um den Baum der Erkenntnis dreht, taucht dieser Baum noch einmal auf. Und zwar wo? 1. Mose Kapitel, nicht 2, sondern 1. Mose 3. Ja, genau, mit Feigenblättern. Die waren vielleicht nicht vom Baum des Lebens unbedingt. Vielleicht eher von einem Feigenbaum. Ja, in Vers 22. Genau, da finden wir den Baum noch mal erwähnt. Und zwar mit welcher Idee? Was ist die Idee hier in Vers 22 und den folgenden Versen? Also Gott möchte nicht, dass die Menschen weiterhin von dem Baum des Lebens essen, denn der Baum des Lebens würde sie, wenn man fortgesetzt davon isst, unsterblich machen. Denn im Grunde genommen ist der Baum des Lebens so etwas, jetzt mal in Anführungsstrichen gesagt, wie eine Art Tankstelle gewesen. Man konnte dort immer weiter sich sozusagen das Leben immer wieder erneuern lassen sozusagen. Und Satans Ziel war es, Menschen auf seine Seite zu ziehen, zu sündern zu machen und dann sie immer wieder vom Baum des Lebens essen zu lassen, sodass die Sünde quasi für ewig existiert. Und das wollte Gott nicht. Interessant ist, Gott hat zwar die Sünde zugelassen, aber er wollte nicht, dass sie ewig da ist. Und er hat den Zugang, was hat Gott jetzt gemacht, um zu verhindern, dass die in Sünde gefallene Menschheit weiterhin Zugang zum Baum des Lebens hat? Was hat er gemacht? Er hat Engel, Cherubim aufgestellt. Übrigens ganz interessant, welches ist der berühmteste Cherub, den wir kennen in der Bibel mit Namen? Okay, wir wissen nicht, ob Gabriel ein Cherub oder ein Seraph ist, aber er ist ein Engel. Aber einen kennen wir auf jeden Fall mit Namen, der ein Cherubim ist. Luzifer, genau, Satan, der war der bekannteste. Der war ja, was war seine Aufgabe? Was war seine Aufgabe? Er war auch Chorleiter, das stimmt, das sagt uns Ellen White, ja. Aber das war nicht seine einzige Aufgabe. Was war seine wichtigste Aufgabe nach Hesekiel 28? Er war ein schützender Cherub, ein Schutzengel für den Thron Gottes, für das Gesetz Gottes. Und es ist interessant, dass Gott jetzt einen schützenden Cherub oder schützende Cherubim, vielmehr schützende Cherub hier aufstellen lässt, die den Sündern den Weg versperren. Und zwar, wie versperren sie den Weg? Mit was für einer Waffe? Mit einem flammenden Schwert. Und dann verlieren wir den Baum des Lebens aus den Augen in der Bibel. Er wird zwar noch, das haben wir letztens angeschaut, manchmal doch so metaphorisch erwähnt, aber den eigentlichen Baum des Lebens sieht man danach nicht mehr, weil der Mose geht natürlich in Gedanken jetzt mit Adam und Eva aus dem Paradies hinaus. Das Paradies bleibt zurück und für die nächsten 65 Bücher der Bibel oder so sehen wir vom Baum des Lebens nichts. Und dann jetzt ganz am Ende, sozusagen auf den allerletzten Metern der biblischen Geschichte, sozusagen im letzten Kapitel, sehen wir plötzlich wieder denselben Baum des Lebens. Also wir wissen zwar, dass dieser Baum des Lebens noch 1000 Jahre auf der Erde gewesen ist. Ellen White sagt uns, er war 1000 Jahre war der Garten Eden noch da und wurde dann empor gehoben. Aber jetzt sehen wir wieder. Und wir haben gesehen, da schließt sich so ein ganz großer Kreis. Und wir haben uns überlegt, wenn damals der Baum des Lebens nicht mehr, also man nicht mehr hin konnte wegen der Sünde, das war das einzige Problem, das war die Sünde, die den Sünder daran gehindert hat, vom Baum des Lebens zu essen, was ist dann die logische Schlussfolgerung, wenn jetzt wieder Menschen vom Baum des Lebens essen dürfen? Die Sünde ist besiegt. Das Problem der Sünde ist gelöst, denn jetzt können die Menschen wieder dorthin. Und die Frage ist natürlich, wie? Wie löst Gott das Problem der Sünde in der Bibel? Wie löste das? Wie löst Gott das, wie hat Gott das Problem der Sünde gelöst? Durch Jesus, denn er war geboren worden, sagt Matthäus 1 Vers 21. Du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk erretten von der Sünde. Was hat Johannes der Täufer gesagt am Jordan, als er Jesus gesehen hat? Siehe das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt. Er hat deswegen gesagt, Daniel 9, dass innerhalb der 70 Wochen die Sünde abgetan wird. Das Problem der Sünde ist durch Jesus gelöst. Und wir haben letztes Mal auch gesehen, dass der Baum des Lebens selbst eine Verbindung zu Jesus hat. Könnt ihr noch mal kurz erklären, was soll die Verbindung zwischen dem Baum des Lebens und Jesus? Inwiefern gibt es eine Verbindung zwischen dem Baum des Lebens und Jesus? Er sagt, ich bin das Leben. Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Von Jesus kommt das Leben. Dieser Baum des Lebens, der Leben gab, war eine sichtbare, greifbare Darstellung, sozusagen eine Metapher für Jesus. Denn die Bibel sagt, wer den Sohn hat, der hat das Leben. Und wer den Sohn nicht hat, hat das Leben nicht. Und das macht natürlich deutlich und das sollte zeigen den Menschen, dass die Sünde nicht nur von einem Baum trennt, sondern die Sünde trennt eigentlich von wem? Von Gott selbst. Die Sünde trennt von Gott und deswegen führt sie zum Tod. Und das sollte sozusagen auch illustriert werden durch diese Trennung vom Baum des Lebens. Und jetzt sehen wir in Offenbarung 22, der Baum des Lebens ist da, aber die wir dann in den nächsten beiden Versen sehen werden, in Offenbarung 22 Vers 3 und 4 noch viel entscheidender als der Baum des Lebens ist die Tatsache. Und es wird keinen Fluch mehr geben und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein und seine Knechte werden ihm dienen und sie werden sein Angesicht sehen und sein Name wird auf ihren Stirnen sein. Sie haben unbeschränkten Zugang zu Gott selbst, was die Sünde verhindert hat. Das heißt, eigentlich ist diese ganze Geschichte mit dem Baum des Lebens eine Illustration für die direkte Beziehung zwischen Gott und Mensch. Und deswegen sagt auch Ellen White, der Baum des Lebens ist eine Repräsentation der fürsorgenden und bewahrenden Sorge Christi für seine Kinder. Also der Baum des Lebens hat repräsentiert, dass Gott sich um seine Kinder kümmert. Es ist die Sünde, die uns von Gott trennt und deswegen ist es auch die Sünde, die uns immer einredet, dass Gott sich nicht um uns kümmert und dass Gott nicht das Beste für uns will und dass wir irgendwie unser Leben selbst in die Hand nehmen müssen. Nun, übrigens wusstet ihr, dass Adam und Eva trotzdem noch vom Baum des Lebens profitiert haben, obwohl sie nicht mehr davon essen konnten? Hat jemand mal von euch gelesen? Wie lange hat die Wirkung, diese Frucht gewirkt? Wenn man jetzt so eine Medizin nimmt oder so, ist ja die Frage, wie lange wirkt das, wenn man so eine Tablette nimmt oder wie lange hält das an sozusagen? Wenn man jetzt irgendwie bei der Anästhesie ist und man bekommt irgendwie ein Mittel, ist die Frage, wie lange bleibt man dann in diesem Zustand? Wie lange hat diese diese Frucht des Lebens gewirkt? Denn, und das ist impliziert, Adam und Eva hatten schon davon gegessen. Manchmal gibt es Leute, die denken, die haben gar nicht davon gegessen und wenn man einmal davon gegessen hätte, wäre man für immer unsterblich und könnte nicht mehr sterben. Aber das stimmt nicht. Sie hatten davon gegessen und jetzt dürfen sie nicht mehr essen. Weiß jemand von euch, wie lange diese Frucht wirkt? Adam wurde fast 1000 Jahre, 930 Jahre. Und sein Sohn? Also Abel wurde deutlich weniger alt, aber das ist eine andere Geschichte. Schaut mal nochmal in 1. Mose 5, nur dass wir das mal so ein bisschen vor Augen haben. Also Adam wurde 930 und dann, wer haben wir den Nächsten? Den Seth, wie alt wurde der? 912 und dann haben wir den Enosch, der wurde 905 und dann Kenan, 910. Mahalalel, der war schon richtig jung, als er mit 895 gestorben ist. Und das geht immer so weiter. Lamech war der, 777 und Noah wurde nach wie alt? Nach der Sintflut noch? Weiß jemand, wie alt Noah wurde? 950, ganz genau, noch älter als Adam. Also und Noah, das war jetzt schon anderthalb tausend Jahre nach der Schöpfung. Also Noah starb, ich habe es mir aufgeschrieben mal. Noah starb im Jahre 2006 der Schöpfung. Nach 2000 Jahren gab es also noch Menschen, deren Langlebigkeit immer noch so ein vererbtes Produkt dieser Frucht gewesen ist. Also Adam und Eva haben davon gegessen. Ellen White sagt, aufgrund dessen, dass Adam und Eva davon gegessen haben, haben sie so viel Lebenskraft noch weiter vererbt, dass über Generationen, sieben, acht Generationen später, Menschen immer noch relativ alt wurden. Und irgendwann nahm das ja später ab. Dann wurden sie 400 und dann Abraham wurde noch 175 und so, dann hört das irgendwann auf. So 120 bei Mose und dann kommen wir irgendwann in die Gefilde, die wir heute noch kennen. Aber da sieht man einmal, was für ein großer Segen dieser Baum des Lebens gewesen ist. Und wenn das so viel Wirkung hat, dann könnte ich natürlich vorstellen, aber da kommen wir gleich noch zu. Jetzt ist also die Frage, wer da von diesem Baum essen und die Offenbarung sagt da sehr deutlich in Offenbarung 2 und dort Vers 7, während ihr sucht, noch kurz dieser Satz von Ellen White, Christus war der Baum des Lebens für alle, die pflücken und essen wollten. Also die Idee sozusagen, obwohl der reale Baum des Lebens nicht mehr erreichbar ist, kommt Jesus auf die Welt, weil er ja der eigentliche Lebensgeber ist und gibt uns diesen Weg zum Baum des Lebens zurück. Schaut in Offenbarung 2 und dort Vers 7.

[16:49] Ganz genau. Also was ist die eindeutige Bedingung? Nicht jeder kann da hinein spazieren, sondern was ist die Bedingung? Überwinden. Und ihr wisst vielleicht noch, überwinden heißt eigentlich was? Das klingt immer nach Hürdenlauf, aber überwinden heißt eigentlich siegen. Genau, das griechische Nikao heißt siegen und wenn man siegt, dann ist man in was? Dann ist man in einem, wenn man siegen muss, dann ist man in einem Kampf, in einer Auseinandersetzung, in einem Streit, in einem, in irgendeinem Konflikt. Und die Frage ist, gegen wen muss ich siegen? Oder gegen was? Gegen die Sünde? Genau, gegen die bösen Mächte, gegen das, was sozusagen mich von dem Baum des Lebens abhält. Das ist im Wesentlichen die Sünde und der Satan. Und wie überwinden wir ihn? Was sagt Offenbarung 12, Vers 11? Wir überwinden ihn durch das Blut des Lammes und durch das Wort ihres Zeugnisses und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod. Also Menschen, die sich so sehr auf Jesus und seinen Kreuzestod verlassen und davon ohne Scham berichten, sich zu Jesus bekennen und das tun, egal was die Konsequenzen sind, die gewinnen. Nicht die, die sich anstrengen, um Jesus zu überzeugen, sondern die, die sich auf das Blut Jesu verlassen und bei ihm bleiben, egal was man ihnen androht, die gewinnen, weil Jesus gewonnen hat. Ja, Jesus hat den Tod besiegt, er hat den Satan besiegt, er hat die Sünde besiegt und alle, die sich an Jesus heften, an ihm bleiben, mit ihm zusammen sind, egal was passiert, die können gar nicht anders als gewinnen, weil Jesus gewonnen hat. Das sind die Überwinder. Jetzt, diese ganze Passage in Offenbarung 22, die basiert auf einem alttestamentlichen prophetischen Text, den wir auch schon uns mal ein bisschen angeschaut hatten, dieses Bild von dem Baum hier, der an beiden Seiten des Ufers vom Fluss ist, sozusagen von beiden Uferseiten des Flusses und wo die Früchte jeden Monat erscheinen und die Blätter zur Heilung der Völker dienen, das kommt alles aus einer bekannten oder einigermaßen bekannten Prophezeiung, weiß jemand von euch, wo das steht? Genau, in Hesekiel, Hesekiel 47 und das haben wir uns schon angeschaut, ein bisschen, als es um das Wasser des Lebens ging, weil dort haben wir auch dieses Wasser des Lebens, das vom Thron ausgeht und wir haben ganz deutlich gesehen, ich meine, wir haben das ja schon oft gesehen, dass Hesekiel, insbesondere dieser letzte Abschnitt von dem neuen Jerusalem in Hesekiel, die Vorlage ist für Offenbarung 21 und 22, auch mit den Toren und mit der Stadt und dem Berg, auf dem der Prophet steht und all das. Hier ist dieser neue Tempel jetzt beschrieben natürlich. In Hesekiel 47 und ab Vers 1, das kennt ihr, oder? Da sieht er, das haben wir uns angeschaut, wie aus dem Thron Wasser hervorkommt und was passiert mit diesem Wasser, das da so am Anfang so daherplätschert?

[20:04] Genau, also entweder es steigt oder der Boden wird tiefer. Das Wasser wird immer tiefer, sozusagen, und zwar muss eine ganze Menge laufen, also 500 Meter muss man laufen, dann ist es erst mal bis zum Knöchel. Da könnte der eine oder andere schon denken, meine Güte, wie lange muss ich noch laufen? Aber dann, je weiter man läuft, desto tiefer wird es. Nochmal 100 Meter geht es bis zu den Knien und nochmal 100 Meter bis zu den Länden und dann nochmal 100 Meter, also 500 Meter, 500 Meter, 500 Meter und dann 500 Meter. Also nach zwei Kilometern ist es so tief, dass niemand mehr darin stehen kann, man muss schwimmen. Und dann schaut mal in Vers 7. Wer mag mal Vers 7 lesen? Hesekiel 47, Vers 7.

[20:48] Okay, woran erinnere ich das? Vergleich mit Offenbarung 22, wenn auf beiden Seiten Bäume stehen. Das ist wie der Baum des Lebens, oder? Der Baum des Lebens ist quasi nur noch eine Verschärfung dieser Sache, weil es ist ein Baum auf beiden Seiten. Aber hier stehen erst mal viele Bäume auf beiden Seiten und dann wird beschrieben, dass wo dieses Wasser hinkommt, was macht dieses Wasser, wo immer es hinkommt? Es kommt vom Tod, aber was bewirkt es, wo immer es hinkommt? Es bewirkt Leben, es macht alles lebendig, es fließt in das tote Meer hinein. Und was passiert mit dem toten Meer? Es wird wieder gesund, da gibt es wieder Fische im toten Meer. Das heißt ja nicht umsonst totes Meer, weil es ist so tot. Aber das Wasser, das vom Thron Gottes ausgeht, das Wasser des Lebens, von dem wir gesprochen haben, dass das Jesus sagt, ich bin die Quelle, Gott ist selbst die Quelle des Lebens. Und wenn wir ihn in uns haben, dann haben wir in uns eine Quelle des Wassers, des lebendigen Wassers, das bis ins ewige Leben sprudelt und das Gesundheit bringt, egal wo es hinkommt sozusagen. Das haben wir jetzt hier auch, dieses Wasser. Und dann schaut mal in Vers 12. Wer mag mal Vers 12 lesen?

[22:29] Okay, toller Vers. Schauen wir uns mal den genauer an. Zunächst einmal lernen wir, auf beiden Seiten sind diese Bäume. Und was lernen wir über diese Bäume? Genau, sie gehen nicht kaputt. Konkret heißt es, also es sind essbare Früchte. Es sind essbare Früchte und die Blätter verwelken nicht. Wann kommen die Früchte? Jeden Monat. Da ist etwas impliziert. Wenn die Frucht jeden Monat kommt, das ist quasi so die Implikation. Man muss vielleicht regelmäßig essen, dass möglicherweise, obwohl wir gerade gesehen haben, dass die, und das ist interessant, die Frucht ja eigentlich sehr viel länger vorhält, oder? Es war ja nicht so, dass Adam und Eva nach einem Monat tot waren. Es ist also nicht so, das ist ja ein interessanter Gedanke, dass man jeden Monat essen muss, weil man sonst tot umfällt, sondern es scheint so zu sein, dass, obwohl Adam und Eva ein paar Mal davon gegessen haben, sie noch Jahrhunderte weiter gelebt hätten. Das heißt, dass wir jeden Monat dazu kommen, davon zu essen, muss mehr zu bedeuten haben, als nur, dass wir jeden Monat ständig das brauchen. Aber das ist noch ein anderer Punkt. Aber gut, ja, wir müssen davon essen. Wenn es jeden Monat immer wieder Früchte gibt, was können wir auf jeden Fall auch ableiten? Das heißt, jeden Monat. Es ist beständig, man kann sich darauf verlassen. Es ist nicht so, wie manchmal bei der Ernte, wo man denkt, okay, jetzt kommt jetzt da was oder kommt da nichts, sondern jeden Monat kommt und zwar immer, wahrscheinlich auch zu einer bestimmten Zeit. Man kann sich darauf verlassen. Es würde hier nicht so sein, dass drei Monate lang mal keine Frucht kommt und dann kommt mal wieder eine und dann kommt mal wieder keine, sondern es kommt jeden Monat seine Frucht. Jetzt habe ich mal eine Frage. Kommt euch diese Idee bekannt vor? Früchte, die zu ihrer Zeit kommen und Blätter, die nicht verwelken? Psalm 1, oder? Schaut mal in Psalm 1. Lasst mir euren Finger hier, wir kommen sofort zurück. Psalm 1 und dort Vers. Psalm 1, Vers 3. Der ist wie ein Baum gepflanzt an Wasserbächen. Denkt daran, der Baum, der Wasser des Lebens, der Fluss hat ja nicht nur, ist ja nur ein Fluss und der viele Bäche auch nicht. Ein Baum gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit und seine Blätter verwelkt nicht und alles, was er tut, gerät wohl. Über wen geht es hier? Ja fast, es geht ja um der, nicht das ist der, sondern der ist wie ein Baum. Wer ist der? Nicht das Gesetz, sondern die, die das Gesetz lieben. Wichtig, es geht also um Menschen, es geht um Gläubige. Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nach sind Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum gepflanzt an Wasserbächen. Jetzt hier in Hesekiel, sozusagen im Bild dieser allgemeinen Erlösung, dieses fast, dieses endzeitliche Bild vom neuen Tempel, da stehen viele Bäume an Wasserbächen, die ihre Früchte bringen und zwar ziemlich regelmäßig jeden Monat zu ihrer Zeit und ihre Blätter verwelken nicht. Also jetzt ein Leser von Hesekiel, der jetzt erst mal nur das Alte Testament kennt, woran würde der also zuallererst denken? Die Bäume sind also Repräsentanten für gläubige Menschen und zwar für alle diejenigen, die das Wort Gottes lieben und darüber nachsinnen. Jetzt könnte man noch einen Gedanken weitergehen, ich gebe zu, es ist ein bisschen mal zum Nachdenken. Ich würde jetzt nicht sagen, dass es der weiße letzte Schluss ist, aber wir haben hier in Hesekiel 47 viele Bäume, aber wir wissen auch aus Offenbarung 22, es gibt wie viele Bäume des Lebens? Einen. Einen Baum des Lebens. Und wir haben ganz viel gemeinsam, so sehr, dass diese Bäume in der Art und Weise, wie sie sind, schon auf den Baum des Lebens hinweisen und wenn der Baum des Lebens ein Symbol für Christus ist, für Jesus, dann sind die Bäume ein Symbol für Christen, für Gläubige. Und ist es nicht interessant, dass im Garten Eden es viele gute Bäume gab und einen Baum des Lebens und einen Baum der Erkenntnis. Das war genau eigentlich die Situation im Garten Eden. Es gab die Gläubigen, in dem Fall waren es nur zwei, Adam und Eva, es hätten ja noch viel mehr sein können, es hätten ja 300.000 sein können und Jesus, aber es gab auch den Satan im Garten Eden. Auf der neuen Erde gibt es dann wieder viele Bäume und den Baum des Lebens, aber keinen Baum der Erkenntnis mehr, weil der Satan weg ist. Ganz interessant, oder? Das heißt, diese Bäume sind nicht einfach nur so Vegetation, sie haben eigentlich eine tiefe Bedeutung. Die Art und Weise, wie diese Bäume zum Baum des Lebens stehen, soll zeigen, wie sehr Gläubige auch Christus repräsentieren können. Nun gehen wir nochmal einen Schritt zurück zu Hesekiel. Hesekiel 47, Vers 12. Jetzt haben wir gesehen, dass sie jeden Monat Früchte bringen. Warum jeden Monat? Also auf der Erde war doch einmal im Jahr auch ganz toll. Es gibt manche Früchte, manche Pflanzen bringen sogar mehrmals Früchte, aber warum jeden Monat? Gibt es da irgendwo noch Bibeltexte, die so vielleicht uns helfen, das besser zu verstehen? Weil offensichtlich ist es wahrscheinlich nicht so, dass wenn wir einmal aus irgendeinem Grund vergessen davon zu essen, weil wir gerade irgendwie auf Exkursion sind und irgendwo in einer ganz, ganz entfernten Welt mit Henoch uns da die Leute interviewen und dann irgendwie merken, es sind schon 40 Tage um und dann fallen wir nicht so dumm, oder? Das könnte vielleicht sein, ja, jeden Tag, jeden Monat eine Antefrucht. Könnte sein, da wäre ich gespannt, ja. Genau, es gibt noch einen Vers in der Bibel, der zwar so wie er steht nicht direkt mit dem Baum des Lebens verknüpft ist, aber der auch noch einmal davon spricht, dass etwas jeden Monat geschieht auf der neuen Erde. Es gibt eigentlich nur zwei Texte, die von etwas monatlichem sprechen, nämlich einmal, dass der Baum immer Früchte bringt, jeden Monat und dann in Jesaja 66, das können wir mal, ja genau, Jesaja 66, schaut mal, Jesaja 66 und dort steht in Vers 22 und 23, wer mag das mal lesen?

[30:55] Genau, also Sabbat ist vollkommen klar, weil Sabbat ist der Gedenktag der Schöpfung, das Siegel Gottes dann auch als äußerliches Zeichen der Verbindung zu Christus und jeden Sabbat werden wir Gottesdienst feiern, aber der Text sagt auch, und das wird immer so ein bisschen unterschlagen, meine ich mal, dass wir jeden Monat gemeinsam uns dort einfinden werden und es wäre ja merkwürdig, zumindest sage ich mal, wenn das nicht vielleicht auch etwas mit monatlichen Früchten zu tun haben könnte. Also wäre denkbar, dass wir von den Früchten essen und deswegen ja dorthin kommen nach Neu-Jerusalem, um gemeinsam Gott anzubeten. Also die Frucht vom Baum des Lebens sozusagen auch verbunden mit der Anbetung. Wie gesagt, das steht in den Texten nicht explizit, aber das ist so eine interessante Idee, die man sich machen kann. Also halten wir fest, das haben wir schon gesagt, von diesem Baum zu essen bedeutet abhängig zu sein von Gott. Wenn es jetzt aber so ist, wie wir gesagt haben, dass die Frucht, dass wenn man einmal davon isst oder zweimal, einem über Jahrhunderte lang Leben gewährt, was sagt uns das dann, dass wir trotzdem jeden jeden Monat mindestens zu diesem Baum gehen werden? Was will Gott damit ausdrücken? Er hätte auch sagen können, okay, machen wir alle alle 100 Jahre, das würde ja immer noch ausreichen. Ja, die Menschen würden das immer noch gut überleben. Alle 500 Jahre scheint kein Problem zu sein. Ja, 1000 Jahre wäre vielleicht ein Problem, aber warum? Ja, das heißt also, dass die Abhängigkeit von Gott oder die Gemeinschaft mit Gott tiefer geht als nur, ich brauche von Gott halt meine Lebensenergie, damit ich überleben kann. Das Leben im Himmel ist mehr als nur ein Überleben. Wenn man jemanden gern hat, dann fragt man nicht, wie oft muss ich mit ihm zusammen sein, oder? Sondern man möchte so oft wie möglich mit ihm zusammen sein und das zeigt sich ja auch. Es ist nicht das Mindestmaß, sondern es zeigt eigentlich, dass man immer wieder ganz besonders bei Gott sein möchte. Also sehen wir eine ständige Abhängigkeit, die aber nicht einfach nur eine Notwendigkeit ist, sondern eigentlich Ausdruck zu einer Liebesbeziehung, die sich in diesem Monatlich wohl auch zeigt. Jetzt habe ich noch eine Frage und zwar die Blätter. Von der Frucht wird viel geredet, die Blätter gehen manchmal etwas unter. Die Blätter, die kommen mir hier in Hesekiel 47 auch vor. Wozu dienen diese Blätter? Sie dienen zur Heilung. Jetzt müsst ihr mir mal erklären, warum braucht es Heilung mitten auf der neuen Erde? Das wäre doch interessant, oder? Was denkt ihr? Danke, dass du das sagst. Das habt ihr wahrscheinlich alle auch gehört, oder? Dass wir waren, wir sind klein, Adam und Eva waren mehr als doppelt so groß als wir und die Blätter sorgen dafür, dass man groß ist. Woher wissen wir das? Wer von euch hat das schon gehört, die Idee? Wer hat sie schon gelesen? Ich möchte euch ein bisschen schocken. Es stimmt, dass Ellen White sagt, dass wir wachsen werden. Sie begründet das auch mit Maleachi. Aber ich suche immer noch den Text, wo sie das mit den Blättern vom Baum des Lebens verbindet. Ich habe heute noch mal alle 82 Ellen White Texte gelesen, wo sie von dem Heilen der Nationen spricht. Es gibt nicht einen einzigen, wo Ellen White, soweit ich das sehen kann, wenn ich einen übersehen habe, bitte schreibt mir, sagt mir, ja, ich nehme es sofort an. Aber ich sehe keinen, ich habe bisher noch keinen Ellen White Text gefunden, wo sie sagt, dass die Blätter bewirken, dass wir wachsen. Das ist oft schon gesagt und oft auch schon gedacht, weil es irgendwie jeder sagt und jeder denkt, dass es bei Ellen White irgendwo steht. Und Ellen White sagt, dass wir wachsen werden und sie sagt, dass wir wieder heran, das sagt sie ganz eindeutig im Großen Kampf, dass wir erst mal wieder auf die vier Meter noch was kommen müssen. Aber Ellen White selbst verbindet es nirgends mit den Blättern. Ich glaube, das kommt daher, da wir oft diesen Text lesen mit der Heilung und nicht wissen, wer soll denn geheilt werden? Und überlegen wir, was gibt es denn noch, was geheilt werden muss? Ah, die Körpergröße gibt es noch. Und wir wissen, dass Ellen White sagt, dass die Körpergröße wachsen wird und deswegen machen wir uns am Kopf, aha, Ellen White sagt, wir werden wachsen. Wozu sonst sollen die Blätter sein als dafür, oder? Und dann ist das ein logischer Schritt. Aber ich wollte euch nur sagen, es scheint mir so der Fall zu sein, dass es dafür gar keinen direkten, also für diese Verbindung keinen direkten schriftlichen Beweis gibt.

[37:18] Jetzt schauen wir uns mal ganz kurz an, den Minuten, die wir noch haben, was wir denn aus der Inspiration auf jeden Fall sagen können. Weil das andere ist natürlich eine interessante und auch durchaus plausible Theorie, aber wir könnten nicht mal mit Ellen White sagen, das ist so. Wir können sagen, wir werden wachsen, aber vielleicht gibt es ja auch einen anderen Grund für die Blätter. Jetzt gucken wir uns die Heilung mal kurz an. Das Wort, das hier steht im Griechischen, kennt ihr, auch wenn ihr kein Griechisch kennt, das ist das Wort Therapeia. Hat jemand von euch irgendeine Ahnung, an welches Wort erinnert euch Therapeia? Therapie, genau. Und an Therapie denkt man sofort an Arztkrank, eine Therapie. Aber jetzt ganz kurz, das Wort Therapeia bedeutet im Griechischen längst nicht nur Heilung. Schaut mal mit mir, also es heißt zum Beispiel Heilung, es kommt eigentlich gar nicht so oft vor. Ich gebe euch zwei Beispiele, einmal in Lukas 9, in Lukas 9, Vers 11, dort finden wir Therapeia als Heilung. Schaut mal in Lukas 9, Vers 11, als aber die Volksmenge es erfuhr, folgten sie ihm nach und er nahm sie auf und redete zu ihnen vom Reich Gottes und die, welche, wie geht es weiter, die welche Heilung brauchten, macht er gesund. Das ist Therapeia. Braucht es im Himmel noch Heilung? Gibt es Menschen, die krank sind, die Schmerzen haben? Die Bibel sagt auf der neuen Erde, das ist jetzt wichtig, weil wir reden jetzt nicht mal von den tausend Jahren, wir reden von der neuen Erde nach den tausend Jahren, wo alle Tränen abgewaschen sind. Und obwohl natürlich der Baum des Lebens auch schon vorher im Himmel zur Verfügung steht, das stimmt schon. Therapeia bedeutet Heilung, aber wir wissen, es gibt keinen Schmerz, keinen Tod, keine Krankheit auf der neuen Erde und im Himmel. Jetzt gibt es noch eine Stelle über Therapeia. Schaut mal mit mir in Matthäus 24. Jetzt machen wir mal ein Spiel. Ihr ratet mal, welches Wort im Deutschen Therapeia ist. Matthäus 24, Vers 45. Matthäus 24, Vers 45. Das ist das berühmte, da geht die Endzeitrede natürlich von Jesus mit den Gleichnissen auch und da heißt es Matthäus 24, Vers 45. Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, der Mitte ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit. Welches Wort ist Therapeia? Was denkt ihr? Also Heilung kommt da nicht vor, oder? Keine Heilung in Vers 45. Welches Wort ist Therapeia? Zur rechten Zeit geben? Ja, könnte sein. Ist es nicht. Speise? Könnte auch sein. Ist es nicht. Ja, welches Wort? Es ist ein Wort, die direkte Übersetzung von Therapeia. Was denkt ihr? Das könnte es noch sein. Also es ist nicht. Zur rechten Zeit. Es ist nicht Speise, sondern auch nicht setzen. Es ist, Achtung, Dienerschaft. Dienerschaft ist Therapeia, denn das Wort Therapeia kommt von Therapeia. Und Therapeia hat drei Bedeutungen. Erstens dienen. Das ist die Hauptbedeutung. Dienen. Dann bedeutet es auch verehren im Altgriechischen, weil wenn man einen Gott oder eine Göttin verehrt, dann dient man der Göttin sozusagen. Und dann bedeutet es im dritten Fall einen Menschen pflegen oder heilen, weil wenn ich jetzt einen Menschen habe, der krank ist, dann diene ich ihm. Also Heilung meint hier, wenn Therapeia steht, meint Heilung nicht im Sinne von einem, ich heile dich einfach, sondern ich diene dir, damit du wieder gesund wirst. Und das ist also nur eine Sonderform von allgemein von dienen. Das heißt, was man eigentlich übersetzen kann, ist, diese Blätter sind zum Dienst. Sie dienen den Völkern. Ja. Ja, natürlich. Heilen ist ja Wiederherstellung. Wenn du jemanden heilst, machst du ihn wieder gesund. Das ist so. Wiederherstellung ist hier mit heilen mit drin. Aber der Punkt ist, man kann auch jemandem dienen, der gar nicht krank ist. Also, wenn man kann dienen jemanden, der krank ist und wenn man einem kranken dient, dann führt der Dienst dazu, dass man ihn wieder gesund macht oder ihn wiederherstellt. Man kann auch einem gesunden dienen. Nicht alle Diener dienen kranken. Das heißt, die die die weitere, die grundlegende Idee ist die des Dienstes. Und natürlich, Verehrung passt in unserem Fall nicht. Ja, die Blätter verehren uns nicht, aber die Blätter dienen uns. Und die Frage ist, wofür stehen eigentlich diese Blätter? Und ich habe ein bisschen, wie gesagt, eine ganze Reihe, etliche Zitate von Ellen White gelesen. Und es gibt eine Sache, die sie immer und immer und immer wieder mit den Blättern in Verbindung bringt. Weiß man von euch, was Ellen White immer wieder mit den Blättern vom Baum des Lebens in Verbindung bringt? Es gibt ein Thema, das sie ständig, also könnt ihr euch 50 Zitate vorlesen, ohne Pause. Sie vergleicht immer die Wahrheit der Bibel, die Verheißungen, die Schriften, die Bücher, die die biblische Wahrheit enthalten. Die Erkenntnis, die von Gott kommt, vergleicht sie immer mit den Blättern vom Baum des Lebens. Ich gebe nur ein paar Beispiele. Sie sagt, die lebenden Aussprüche Gottes, es ist geschrieben, sind die Blätter vom Baum des Lebens, die menschliche Wesen essen müssen, um geistliches Leben zu bekommen. Oder sie sagt, Wahrheit ist der Baum des Lebens, die Blätter von denen, die Blätter müssen wir davon essen und leben. Oder sie sagt, die Lehren von Christus sind für uns die Blätter vom Baum des Lebens. Und dann sagt sie hier, die lebendigen Prinzipien der Bibel sind die Blätter des Baumes des Lebens für die Heilung der Nationen. Oder sie sagt, nimmt das Wort Gottes, das Wort Gottes auf unsere geistlichen Notwendigkeiten und Bedürfnisse anzuwenden, bedeutet die Blätter vom Baum des Lebens zu essen, der für die Heilung der Nation ist. Und die Erkenntnis, die von Gott kommt, ist das Brot des Lebens. Es sind die Blätter vom Baum des Lebens für die Heilung der Nationen. Noch ein letztes, es sind die Verheißungen, die Christus uns gesagt hat, die Gnade und Kraft uns weitergeben. Sie sind die Blätter vom Baum des Lebens, der für die Heilung der Nationen ist oder die für die Heilung der Nationen sind. Heißt also, ob die Blätter selbst auch dazu dienen, dass wir wachsen werden, kann sein, muss aber nicht unbedingt. Vielleicht wachsen wir auch aus irgendeinem anderen Grund, weil Gott uns andere Früchte gibt oder es einfach sagt, dass wir wachsen. Die Blätter sind nicht nur dazu da, dass wir wieder auf fünf Meter wachsen, weil ansonsten, was machen die Blätter für Adam? Adam wächst ja nicht, oder? Die Blätter sind ja nicht nur für die Menschen in den letzten 2000 Jahren. Und vor allem, was würden die Blätter machen, wenn wir dann endlich mal so groß sind? Nein, die Blätter sind für alle Ewigkeit da und die Blätter, so wie die Frucht repräsentiert, wie die Frucht das Leben selbst repräsentiert, repräsentieren die Blätter die Wahrheiten, die Lehren, die Verheißungen, die Aussprüche, die wir in alle Ewigkeit brauchen werden, die uns dienen werden. Wir werden biblische Wahrheiten und noch viel größere Wahrheiten, als sie in der Bibel enthalten sind, immer immer und immer wieder zu uns nehmen. Und das wird uns dienen, es wird uns auch pflegen, es wird uns in diesem Sinne dann auch heilen. Da kommt ein bisschen das, was Gabriel gesagt hat. Wusstet ihr, dass Ellen White sagt, dass es im Himmel Menschen geben wird, die die Wahrheit gar nicht komplett kennen? Ja, also wir kennen das vielleicht mit den Leuten, die so irgendwie im Urwald oder so bekehrt worden sind. Ich habe heute ein Zitat gefunden, wo sie sagt, es wird Menschen im Himmel geben, die sich erst auf dem Sterbebett bekehrt haben. Und sie sagt, die Menschen, die sich auf dem Sterbebett bekehrt haben, kennen gar nicht den Erlösungsplan vollständig. Und wenn die in den Himmel kommen, wird Gott ihnen erst einmal, also nicht nur den Menschen, die im Urwald gelebt haben, die was von gehört haben, sondern auch die Menschen, die sich sozusagen auf die letzte Minute bekehrt haben, denen wird Gott den Erlösungsplan erklären. Geistliche Wahrheiten, und da seht ihr eigentlich diese eigentliche Bedeutung der Blätter vom Baum des Lebens für die Heilung der Völker. Sie werden dann erst mal so richtig verstehen, was Gott mit ihnen vorgab hat und was Gott für sie getan hat. Übrigens, Klammer auf, die Tatsache, dass Menschen sich auf der letzten Minute noch bekehren werden, sollte uns nicht dazu führen, dass wir die Entscheidung aufschieben. Ein berühmter Prediger hat mal gesagt, es gibt diese Geschichte vom Verbrecher am Kreuz, damit wir alle Hoffnung haben. Und es gibt nur eine Geschichte davon, dass wir trotzdem nicht uns darauf verlassen, dass das bei uns dann auch so sein wird. Aber halten wir fest, diese Blätter stellen auch symbolisch dar, dass wir lebenslang, und zwar auf der neuen Erde ist lebenslange ein interessanter Begriff, in all die Ewigkeiten immer auch von den Verheißungen, den Worten, den Gedanken, den Wahrheiten Gottes uns abhängig machen werden, daraus leben werden. Es ist nicht so, dass die Bibel nur so eine Brücke ist in den Himmel und dann können wir sagen, naja, jetzt kann ich irgendwie alles vergessen. Wir werden immer mehr uns mit dem beschäftigen, was wir jetzt schon in der Bibel finden. Also man könnte auch sagen, wer jetzt die Bibel liest, der hat schon ein Stück buchstäblich vom Himmel. Wenn wir die Bibel langweilig finden und kein Interesse daran haben, also was sollen wir im Himmel machen, weil im Himmel werden wir uns ständig damit beschäftigen. Ja, sehr gute Idee, dass sozusagen auch die Gläubigen untereinander, die haben zwar alle eine enge Beziehung zu Jesus, aber nicht jeder ist bisher mit jedem Freund geworden auf dieser Erde und sie müssen auch ein Volk sozusagen werden. Und ihr wisst, in der tausend Jahre gibt es noch viel Redebedarf. Warum ist der dabei? Warum ist der nicht dabei? Und wie löst Gott das Problem? Was macht er? Ja, das auch. Aber wie löst Gott das Problem, dass wir vielleicht noch Fragen haben, warum der dabei ist und der nicht dabei ist und wie löst er das? Er öffnet die Bücher, er erklärt es uns. Es sind die Worte Gottes. Dieses Problem wird nicht dadurch gelöst, dass wir alle wachsen. Dieses Problem wird dadurch gelöst, dass Gott uns sein Wort erklärt, dass er uns die Prinzipien erklärt, dass wir die Dinge, die wir hier gelesen haben, so richtig begreifen und dann feststellen, ah deswegen, aufgrund dieser ganzen Verheißungen, diese Prinzipien konnte Gott diesen Menschen retten und diesen Menschen nicht. Wir werden dann das verstehen und das führt dann auch zur Einheit ganz genau. Gut, also ihr seht, die Blätter vom Baum des Lebens sind sehr interessant. Und wenn das nächste Mal jemand hört, der sagt, durch die Blätter werden wir wachsen, dann fragt ihn einfach ganz fröhlich und höflich, wo das steht, weil ich würde es wirklich gerne wissen. Ich habe es bisher nicht gefunden und ansonsten können wir das, wenn es das bei Ellen White nicht gibt, einfach in den Schrank stellen mit den frommen adventistischen Traditionen. Nicht verkehrt vielleicht, aber wir wissen es nicht, können wir nicht genau sagen. Aber was wir wissen können ist, wir werden wachsen, aber was noch viel entscheidender ist, diese Blätter stellen Gottes Worte dar, die uns dienen werden bis in alle Ewigkeit und von denen wir uns abhängig machen müssen. Ja, wir werden wachsen in der Erkenntnis. Einigen wir uns darauf, diese Blätter sind für das Wachstum in der Erkenntnis und da gibt es kein Ende. Nicht Adams Körpergröße, sondern es geht immer weiter, immer weiter, immer weiter und dafür sind sie da. Und auch gemeinsam Gott danken dafür. Wisst ihr übrigens, dass Ellen White sagt, dass diese Blätter vom Baum des Lebens schon über die Mauer hängen und wir sie essen können, wenn wir dieses Wort hier nehmen. Das sind die Blätter vom Baum des Lebens, schon ein paar, noch nicht alle, aber schon alle, die wir brauchen. Wollen wir Gott dafür danken, lasst uns hinter den Knien. Lieber Vater im Himmel, was würden wir nur ohne dich und dein Wort machen? Wir danken dir so sehr, dass du mit deinem heiligen Geist durch dein Wort zu uns sprichst. Danke, dass wir auf jeder Seite der Bibel Verheißungen und Aussagen über dich finden können, die uns zeigen, wie du wirklich bist. Danke, dass du zu deinem Herzen sprichst und dass die Blätter vom Baum des Lebens unsere Herzen stärken. Lass uns jeden Tag Zeit haben und Zeit für dich nehmen, um unsere Beziehung zu dir zu festigen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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