In dieser Predigt über Offenbarung 2, Vers 24, taucht Mirjam Giebfried tief in die Bedeutung des Begriffs „Übrige“ ein. Sie erklärt, wer mit dieser Gruppe gemeint ist und wie dieses Konzept sich durch die gesamte Bibel zieht, von den Propheten bis hin zu den ersten Christen. Die Predigt beleuchtet Gottes beständige Absicht, auch in Zeiten des Niedergangs und der Zerstreuung, einen treuen Überrest zu bewahren und ihnen einen neuen Geist zu schenken.
Offenbarung 2:24
Mirjam Giebfried · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarung-Seminar. Schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt, schön, dass ihr heute hier seid. Wir wollen uns Offenbarung 2, Vers 24 heute anschauen. Ein interessanter Vers, ein bewegender Vers. Doch bevor wir das tun, lasst uns gemeinsam zum Gebet niederknien.
[1:16] Unser Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir und wir bitten dich um den Heiligen Geist, dass er uns durch dieses Schriftstudium heute führt. Vater, lass uns erkennen und verstehen, was du uns heute zu sagen hast. Bitte schreibe deine Worte in unser Herz hinein, dass sie auch wirklich auf guten Boden fallen. Ich bitte dich, Herr, dass du uns jetzt hilfst, vom Alltag und von all dem, was stören könnte, zur Ruhe zu kommen. Bitte halte alles fern, was uns daran hindern könnte, jetzt innige Gemeinschaft mit dir zu haben. Bitte, Vater, sei du jetzt nach deiner Verheißung mitten unter uns. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:13] Lasst uns Offenbarung 2, Vers 24 aufschlagen. Das letzte Mal hatten wir uns den Vers 23 angeschaut. Da ging es am Ende darum, dass Gott derjenige ist, der Herzen und Nieren erforscht, der jedem einzelnen gibt nach seinen Werken. Wie ist der Stand? Und jetzt lesen wir Offenbarung 2, Vers 24:
[2:52] "Auf euch aber sage ich, die anderen, die solche Lehren nicht haben und nicht erkannt haben die Tiefen des Satans, wie sie sagen: Ich will nicht noch eine Last auf euch werfen."
[3:09] Danke schön. Der Satz geht dann noch weiter in Vers 25: "Doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme." Schauen wir uns dann das nächste Mal noch an.
[3:25] Genau, hier heißt es: "Euch aber sage ich..." Wieder die Grundfrage: Wer spricht und zu wem spricht der? Wer ist "ich"? Wer ist "ich"? Jesus spricht zu allen Gemeinden. Die ganze Zeit schon in Kapitel 2. Wer ist jetzt mit "euch" gemeint? Du fühlst dich angesprochen? Ja, okay. Im Kontext der sieben Gemeinden, zu wem spricht Jesus? Ja, spricht zur Gemeinde, also zu den Gläubigen. Zu ihnen, das ist interessant, wie formuliert ist: "euch aber und den übrigen". Sind wahrscheinlich vielleicht sogar mindestens zwei, also kleinere Gruppen oder so.
[4:24] Ich arbeite es immer gerne auf Englisch aus und war etwas verwundert, als ich das im Deutschen gelesen habe, weil ich meine, im Englischen gibt es da keine Unterscheidung zwischen dir und euch. Und wenn er jetzt sagen würde: "Dir aber und den übrigen", dann würde es auch noch fast mehr Sinn machen. Denn an wen ist denn dieses "Sent" geschrieben? Zunächst einmal gerichtet.
[4:51] Was steht? Ja, genau. Als Adressat haben wir erstmal den Engel der Gemeinde Tyrus und die Engel, die einzelnen haben wir schon identifiziert als Boten, als irgendwie Vorsteher der Gemeinde, Leiter, Menschen, die hier eine verantwortliche Aufgabe hatten. Und wie mir scheint, also, wenn wir jetzt mal sagen, der Engel ist auf jeden Fall bei diesen "euch" mit einbezogen, dann muss wohl der ja, der Vorsteher oder wie auch immer diese dieser Gemeinde Tyrus auch durchaus auf der Seite der Treuen gewesen sein. Also, es gibt, wie schon richtig gesagt worden ist, innerhalb dieser Gemeinde mehrere Gruppen.
[5:50] Wir hatten ihnen, das bezieht sich auf, wer ist die andere Gruppe? Wir haben einmal die treuen Gläubigen und dann haben wir noch die Gruppe von nicht treuen. Über wen haben wir die ganze Zeit geredet? Über ja, sag's laut, ich sehebel oder ich Säbel. Und dann gibt es noch die, wo es dann heißt in Vers 22, glaube ich, die mit ihr Ehe brechen. Es gibt auch noch die Kinder ihres Säbels, die sind alle auf der schlechten Seite, sage ich jetzt mal so ganz grob, dass wir da so eine Vorstellung haben.
[6:28] Gibt es einen Vers, wo schon mal "euch" steht, wo schon mal diese gleiche Gruppe angesprochen worden ist? In im Umfeld, ja.
[6:41] "Und ich werde jedem einzelnen von euch geben nach seinen..." Ja, genau. Und wo ist diese Gruppe von Menschen, deren Werke Jesus genau anschaut, schon einmal aufgetaucht?
[7:03] Verknüpfen wir jetzt mal alle Verse so ein bisschen miteinander. In den Sendschreiben allgemein im zweiten, da steht: "Ich kenne deine Werke und deine Bemühungen." Bei Ephesus weiß ich, kenne deine Werke. Genau. Und die gleiche Formulierung haben wir ja auch in Offenbarung 2, Vers 19 bei der Gemeinde Tyrus, wo Jesus sagt: "Ich kenne deine Werke." Später sagte er: "Ich werde jedem einzelnen geben nach seinen Werken."
[7:33] Also, wir sehen das, und es ist gut, dass du es angesprochen hast. Eigentlich gab es in jeder Gemeinde diese verschiedenen Gruppen. Jesus hat immer unterschieden zwischen denjenigen, die vorgeben, seine Nachfolge zu sein und denjenigen, die es wirklich sind. Zwischen denjenigen, die sich gegen die Wahrheit stellen und denjenigen, die für sie eintreten.
[8:04] Jetzt haben wir zusammen mit "euch" eben auch die "übrigen".
[8:14] Bei dir stand "die anderen" oder so. Bei mir, ein Schlachter heißt es: "Euch aber sage ich und den übrigen." Und das ist ja mal jetzt ein interessanter Begriff, der kommt uns öfters mal beim Bibelstudium vor.
[8:27] Vor. Was wisst ihr bisher über "übrige" in der Bibel?
[8:48] Okay, also du sagst, sie sind auch. Übrigens, damit verbindest du, dass sie treu sind. Hatten wir jetzt auch gesagt, "euch" schließt auch schon die treuen mit ein. Was verbindet ihr noch mit dem Ausdruck "übrigens"?
[9:06] Zwei ganz wesentliche Konzepte im Alten Testament. Das eine ist, als die Assyrer von Israel stehen und ganz Juda erobert haben, da heißt es, dass alle, die in Jerusalem sind und Hiskia, die beten, dass die "übrigen" sind, die bleiben alle am Leben. Und der Engel des Herrn schreit ein, das sind also die Geretteten. Und davon abgeleitet gibt's da noch die Idee, dass als Israel dann später ins Exil gegangen ist, wird es "übrige" geben und diese "übrigen", die übrig bleiben, die am Leben bleiben, die kommen dann wieder zurück. Und diese "übrigen", diese Zerstreuten, werden dann das Volk Gottes. Das ist so, wo auch das eigentlich im Alten Testament zu Fuß und dann wird aufgegriffen.
[9:47] Aber im Alten Testament sehen wir das schon. Gibt es in jeder Gemeinde "übrige"?
[9:59] Gibt es also, wir haben jetzt gesagt, in den sieben Sendschreiben sehen wir immer verschiedene Gruppen innerhalb der Gemeinde. Gibt es in jeder Gemeinde sogenannte "übrige"? Du sagst ja.
[10:16] Was wir auf jeden Fall untermauern können, ist, es gibt zu jeder Zeit "übrige". Es gibt zu jeder Zeit Gottes Volk. Ich weiß nicht, ob man es so ganz pauschal sagen kann, dass ja, kommt auch wieder drauf an, was Gott dann unter einer Gemeinde versteht. Aber auf jeden Fall gab es noch keine Zeit in der Weltgeschichte, wo kein einziger Gläubiger da war, der Glaube wurde immer weiter getragen. Das sagt explizit im Zusammenhang mit Abraham. Das sagt, Abraham war inmitten von Aberglauben und Heidentum aufgewachsen. Sogar die Familie seines Vaters, die das Wissen um Gott bewahrt hatte, gab den verführerischen Einflüssen nach, die sie umgaben, und sie dienten anderen Göttern. Aber der wahre Glaube sollte nicht aussterben.
[11:18] Glaube wurde schon immer weiter getragen. Gott hat immer anders ist der entscheidende Satz: Gott hat immer einen Überrest oder "übrige" bewahrt, die ihm dienen. Und das ist eine große Hoffnung für uns. Weil manchmal denkt man, schaut man sich so die Gemeinde an und denkt so, wofür das wohl alles nach hinten oder man schaut sich die Welt an und denkt sich, ja, Satan hat hier so seinen Einfluss. Man sieht schon fast das Licht nicht mehr in der Dunkelheit. Aber wir dürfen uns sicher sein, Gott hat immer Menschen, immer die, die ihm treu sind.
[12:04] Das ist schon angesprochen. Also, wir finden diese Idee von den "übrigen" besonders einmal vor dem Untergang des Nordreichs und wir finden das auch vor der Wegführung nach Babylon. Also, als es dann mit dem Südreich zu Ende geht. Welche, was meint ihr jetzt, könnt ihr raten, in welchen Büchern kommt dieser Ausdruck von den "übrigen" am häufigsten vor?
[12:31] Oder vergleichsweise häufig. Jesaja ist schon mal gut. Das ist schon mal richtig. Ich glaube, fast ein Viertel aller Vorkommen sind in Jeremia, ja, nämlich dann, als dann sozusagen nach drei Belagerungen und drei Wegführungen sozusagen immer noch ein kleiner Rest übrig bleibt, er dann ja leider nach Ägypten geht. Das sind ganz oft "übrigens" dann. Ich habe euch ja schon öfters erzählt, dass ich das Buch Jeremia sehr gerne mag. Und als ich das gelesen habe oder wiederholt gelesen habe, ist mir mal wieder aufgefallen.
[13:02] Wieder aufgefallen. Jeremia, König, Gericht an und dann wird es also, dann kommt es auch so, dass das teuer Volk Gottes immer weniger wird. Aber interessant ist, seltsamerweise, es bleibt, es gibt immer "übrige", selbst wenn die wieder abfallen. Dann gibt es immer noch jemanden, der übrig geblieben ist, zu dem immer noch die Warnungsbotschaft ergehen kann. Es ist ganz interessant in dem Buch, selbst wenn du, wenn man denkt, jetzt dürfte eigentlich kein Mensch mehr da sein, dann gibt es noch jemanden. Okay, Jesaja, Jeremia.
[13:43] Was denkt ihr noch, was sind noch so Bücher, die in dieser Zeit geschrieben worden sind, so um eben das Ende von Nordreich oder später herum?
[14:02] Gut, in den Geschichtsbüchern, so erst der zweite Chroniker und Könige, da wird es ja auch erzählt, da geht es auch öfters um die "übrigen". Interessant fand ich auch noch, und hier seht ihr, finden wir es ein paar Mal.
[14:17] Und auch, wenn ihr jetzt gerade auf meiner Seite mitverfolgt, Micha, Michael ist ein kleines Buch, aber häufig kommt die Formulierung von den "übrigen" vor.
[14:34] Vielleicht auch noch ganz kurz zu der Geschichte, dass wir es so präsent im Kopf haben. Was hatte denn zum Fall vom Nordreich geführt, so ganz grob? Was war das, was war da los im Volk Israel?
[14:50] Anhaltender Götzendienst und absolute Widerspenstigkeit gegen alle prophetische Warnung in der Kombination. Ja. Und auch eben sich gegen Gottes Gesetz gewendet haben. Das, ich glaube, das war bei Zefanja, der das auch immer wieder so sagt, der explizit eigentlich die Zehn Gebote nennt und sagt, das und das habt ihr übertreten.
[15:17] Das geht einfach nur so weiter.
[15:19] Weiter. Was war das Problem vom Südreich?
[15:28] Ein, zwei Stichworte waren das politische, sicherlich auch.
[15:37] Wirtschaftlich oder warum? Was hat letztendlich dazu geführt, dass sie verschleppt worden sind?
[15:52] Ja, und am Ende war es ziemlich das gleiche, bis auf den Unterschied, dass sie ziemlich oft, als ziemlich oft, öfter mal große Erweckung erlebt haben und dann wieder zurückgefallen sind. Was, wenn man die Propheten liest, Gott eigentlich fast Leute schlimmer angesehen hat, dass sie solche Sachen, die unter Josia und vor Hiskia erlebt haben, und am Ende doch wieder zurückgefahren sind. Und Gott dann einfach auch nichts mehr machen konnte. Aber es ist schon durchgeklungen, letztendlich, was immer so, dass Gott sie davor bewahren wollte, aber sie haben nicht auf ihn gehört und deswegen konnte er ihn nicht helfen. Und sie haben die Folgen ihres eigenen Ungehorsams geerntet.
[16:32] Geerntet. Okay, also, wenn wir in die Geschichte schauen, dann können wir sehen, ja, dass die "übrigen" immer dann, wenn wir so, ich sage jetzt mal, in der Geschichte, haben waren sie, oder eigentlich müsste die Linie so sein, immer so ein Auf und Ab. Haben sie Gott gehorcht oder nicht? Aber dann, wenn es stetig mit ihnen bergab ging und irgendwann der Höhepunkt von Götzendienst, von Rebellion gegen Gott erreicht war, dann gab es in dieser Zeit auch "übrige".
[17:19] Entweder der fordert danach. Wir haben dann also, selbst nach der Wegführung, sagen wir da, wo Jerusalem dann eingenommen war, dann geht es trotzdem weiter. Die Geschichte dann, haben wir Daniel zum Beispiel, der in Babylon trotzdem Gott dient und so so ein "übriger" ist.
[17:45] Gott dient und so so ein "übriger" ist nach Gottes Herzen. Also, wir haben die ganze Zeit hindurch Menschen, die Gott gefolgt sind. Gibt es Geschichten, wo Menschen gemeint haben, oder Mensch sich gefragt haben, gibt es jetzt noch jemanden, der übrig ist, der auf Gottes Seite steht?
[18:17] Niemand da, außer er alleine. Nicht übrig. Ja, in 1. Könige 19 ist Elia so verzweifelt und sagt: "Ich bin allein übrig geblieben." Und was ist Gottes Antwort? "7000 haben ihre Knie nicht gebeugt und nicht mit ihrem Mund den Baal geküsst." Der es gab zum Beispiel in den Tagen der Richter auch die Bosheit so groß, dann sagt aber dann ruft Gott aber Gideon und Gideon sagt: "Ich bin doch einer von den geringsten, also auch nur einer von den Kleinsten." Und trotzdem wird dann Gottes Volk wieder stark.
[19:01] Es gab noch eine Zeit, wo fast alle Menschen ausgelöscht waren, wegen der Sintflut. Nur Noah. Was auch so, sogar die waren so böse, dass sogar Gott dem ein Ende setzen musste. Aber es gab "übrige". Viele, acht waren in der Arche.
[19:25] Okay. Die Frage ist, was bezweckt Gott damit? Oder welche Absicht hat Gott, wenn er Menschen übrig lässt? Weil ich meine, schaut mal, wir sind jetzt eben in dieser in der Gemeinde Tyrus in Offenbarung 2. Und Gott hätte ja auch irgendwie sagen können, naja, zumindest in der damaligen Gemeinde Tyrus, ist sein jetzt woanders hingehen, oder ich, ja, ich trenne sie jetzt ganz davon, dass sie für sich sein können, dass sie das ganze nicht miterleben müssen. Aber es hat Gott nicht gemacht. Was ist Gottes Plan dahinter, wenn er "übrige" lässt?
[20:17] Lässt. Neuanfang. Ja.
[20:24] Ja, gut. Lasst uns mal.
[20:27] Lasst uns mal Jesaja 10 aufschlagen und dort die Verse 20 bis 22. Hier gibt es eben auch "übrige", mit denen Gott einen besonderen schönen Plan hat.
[21:02] "Und es wird geschehen, in jedem Tag wird der Überrest Israels und das, was vom Haus Jakobs entkommen ist, sich nicht mehr auf den Stützen der ihn schlägt, sondern er wird sich in Wahrheit auf den Herrn verlassen, auf den Heiligen Israels. Ein Überrest wird sich bekehren, der Überrest Jakobs zu dem starken Gott. Denn wenn dein Volk, o Israel, wäre wieder Sand am Meer, so wird doch nur ein Überrest von ihm sich bekehren. Denn für Tilgung ist beschlossen, die einherflutet in Gerechtigkeit."
[21:34] Was entnehmt ihr diesen Versen? Was ist das Besondere am Überrest?
[21:49] Ein Überrest bekehrt sich zum starken Gott. Also, ein Überrest bleibt im immer im Glauben. Ja. Wie heißt das sogar in Vers 22, so ungefähr: "Wenn es aber viele werden, selbst wenn es ganz viele werden..." Ich sag jetzt mal, man hätte nicht viel davon, weil sie sich nicht bekehren lassen wollten. Aber dieser Überrest ist bereit. Ja.
[22:13] Ja. Deswegen, das ist viel nicht so bewusst, weil Paulus den im Römerbrief nimmt und damit deutlich macht, dass eigentlich die Christen der ersten Generation, das heißt, ihre Apostel und die ersten Christen, eigentlich die "übrigen" Israel sind. Er sagt, eigentlich sind wir, wir sind ja Israeliten, oder kommen jetzt viele Heiden dazu, die Heidenchristen. Aber wir sind die "übrigen", wir sind denen, die Israel weiter sind. Das heißt, einem sehr konkreten Sinne ist die Gemeinde Gottes abgefallen sind, übrigens diese Stelle und sagt, das ist genau das, was wir jetzt erlebt haben.
[22:52] Ja, ja, das ist sehr schön. Es ist geht darum, wo sind Gott suchende Menschen, die bereits in sich bekehren zu lassen, die wahre Herzensbekehrung zulassen und dann eben den Glauben weitertragen.
[23:08] Gehen wir mal zu Hesekiel 11 und dort Verse 13 bis 20.
[23:52] Ich lese mal den Vers 13: "Und es geschah, während ich weissagte, hier spricht er: Hier seht ihr selbst, da starb Pelatja, der Sohn Benajas, nicht viel nie darf mein Angesicht und schrie mit lauter Stimme und sprach: Ach, Herr, Herr, willst du den Überrest Israels gänzlich aufreiben?" Was ist Hesekiels Frage mit eigenen Worten?
[24:18] Sag doch indirekt: Sollte niemand von uns übrig bleiben? Jetzt stirbt er auch noch vor meinen Augen, und wo soll es hinführen? Da erging das Wort des Herrn an mich folgendermaßen: "Menschensohn, deine Brüder, ja, deine Brüder, deine Verwandten und das ganze Haus Israel, sie alles sind es, von denen die Einwohner Jerusalems sagen: Sie sind fern vom Herrn. Uns aber ist dieses Land zum Besitz gegeben. Darum sollst du zu ihnen sagen: So spricht Gott, der HERR: Ich habe sie wohl in die Ferne unter die Heidenvölker gebracht und in die Länder zerstreut, aber ich bin ihnen doch für eine kurze Zeit zum Heiligtum geworden in den Ländern, in die sie gekommen sind. Darum sollst du weiter zu ihnen sagen: So spricht Gott, der HERR: Ich will euch aus den Völkern sammeln und euch aus den Ländern, in die ihr zerstreut worden seid, wieder zusammenbringen und euch das Land Israel wiedergeben. Und sie werden dahin kommen und alle seine Scheusale und seine Gräuel daraus entfernen."
[25:28] Jetzt darf jemand von euch noch Vers 19 und 20 lesen, weil die so schön sind.
[25:39] "Ich aber will ihnen ein einiges Herz geben, ja, ich will einen neuen Geist in euer Inneres legen und ich will das steinerne Herz aus ihrem Leib nehmen und ihnen ein fleischernes Herz geben, damit sie in meinen Satzungen wandeln und meine Rechtsordnungen bewahren und sie tun, was sie sollen. Und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein."
[26:02] Also, hier stellt Hesekiel, wie gesagt, fest, wir werden immer weniger und Gott zerstreut dann auch noch. Aber was möchte er damit bewirken?
[26:22] Gewissermaßen, ja, in die Fremde schicken und es geht weiter bergab. Weil ich meine, das also gerade zur damaligen Zeit, das nicht wie heute, dass man sagt, ja, Auslandsaufenthalt, vielleicht lerne ich viel dazu, sondern das war ja, ähm, eine eine Schande, wenn das Volk plötzlich seine, wenn die Nation plötzlich aufgelöst war. Ja, und ähm, sie waren jetzt zerstreut. Aber was können sie in dieser Zerstreuung und Fremde lernen?
[27:02] Da steht etwas Interessantes in Vers 16: "Aber ich bin ihnen doch für eine kurze Zeit zum Heiligtum geworden in den Ländern, in die sie gekommen sind." Also, Gott verwendet das auch, dass sie trotz dieser Fremde um sie herum, Gott als ihr Heiligtum haben können. Und das erinnert mich daran, bei den Christen war das ja auch so. Die mussten auch zerstreut werden, und das war erstmal nichts Schönes, während der auch als die Verfolgung kam. Aber Gott hat das benutzt, um sie stark zu machen.
[27:45] Und hier sagt Gott ja dann auch: "Und wenn ich und sie werden dahin kommen und alles seine Scheusale und seine Treue daraus entfernen. Ich aber will ihnen ein einiges Herz geben, ich will ihnen einen neuen Geist in ihr Innerstes legen." Ja, vielleicht reinigt er sie in der Zeit, wo sie draußen sind, weil wenn du draußen bist, dann suchst du Gott viel näher und viel mehr, als wenn du in der Gemeinschaft bist, wenn du Sicherheit hast. Richtig. Mehr draußen haben sie mit Gott und innige Liebe wieder gefunden.
[28:20] Also, Gott möchte, dass diese Scheußlichkeiten und Gräuel entfernt werden. Er will ihnen ein einiges Herz geben, ein fleischernes Herz geben, das steinerne weg tun. Er möchte ihnen Gehorsam schenken und sie sollen, in Vers 20 heißt es dann, sein Volk sein und er will ihr Gott sein.
[28:44] Ach, ja, schön, oder? Das ist Gott sagt hier so etwas Liebevolles zu seinem Volk, auch wenn erstmal die Aussicht schlecht ist. Und ich glaube, das ist ganz wichtig auch für unser Offenbarungsstudium, trotzdem, was Gläubige in dieser Unterdrückung während der Vorherrschaft, die Silbe ist, also der römischen Kirche, ertragen mussten, trotzdem hat Gott sie bewahrt und wollte Gott eigentlich doch nur das Beste für sie.
[29:27] Da heißt es, den "Übrigen", all denen, die diese Lehre nicht haben, in Offenbarung 2:24: "Was ist denn, welche Lehre ist damit gemeint?"
[29:44] "Euch aber sage ich und den Übrigen, die diese Lehre nicht haben..."
[29:52] "...führt Unzucht zu treiben und Götzenopfer zu essen." Und alle, die das nicht haben, die das abgelehnt haben, die nicht mitgemacht haben. Das wissen wir, die übrigen 7000 zur Zeit Elia's, da gibt es auch "übrige", die übrig gelassen hat, die ihre Knie nicht gebeugt haben. Das ist eigentlich letztendlich auch ja.
[30:14] Zu schreiben und im ganzen Opfer essen. Bedeutet, wer jetzt auch noch mal eine Geschichte für sich, aber die haben nicht mitgemacht. Die haben diese fremde Lehre nicht angenommen. Und hier sehen wir schon wieder, dass es Jesus nicht um irgendwie um die historische Frau Israel geht, sondern es geht hier um Lehren, um...
[30:38] ...während dies die in Kirchen gesagt werden, ja.
[30:43] Aber dann wird es jetzt spannend. Die, die Lehre nicht haben und die nicht die Tiefen des Satans erkannt haben, wie sie sagen...
[30:56] Was hat es mit diesen Tiefen des Satans auf sich? Wahrscheinlich mehrere Ideen, aber was mir mal aufgefallen ist, ist, dass es in diesen ersten vier Gemeinden vier Stufen gibt. Ja, wir haben die, sagst du gerade die Verse dazu? Genau. Zwei, da haben wir die Apostel, die es nicht sind, also falsche Apostel, die Lügner sind, Lügenapostel sozusagen. Da wird der Satan nicht direkt erwähnt. Da wissen wir, der Satan ist der findet in der Lüge. Dann in Vers 9 haben wir die Synagoge Satans in der zweiten Gemeinde. In der dritten Gemeinde haben wir in Vers 13 den Thron des Satans und damit die Tiefen. Also am Anfang die falsche Lügner, dann die Synagoge Satans, die sich als Juden ausgeben, dann den Thron Satans. Das ist schon, also kaum noch irgendwie ein äußerlicher Schein drumherum. Und dann ist man in den Tiefen Satans.
[32:01] Und das zeigt aus meiner Sicht, auch wenn es immer wieder angezweifelt wird von einigen Leuten, dass diese Gemeinde tatsächlich auch progressiv sind, dass also wirklich vier Epochen der Kirchengeschichte, der Satan, der Abfall geht immer weiter. Das sind also vier Gemeinden, Abfall. Und wir werden ja dann demnächst dazu kommen, Vers 25, dann kommt die Wiederkunftbotschaft und dann kommt eine große Erweckung. Ja, aber das ist genau das, was ja in 2. Thessalonicher hier steht, der Tag des Herrn kommt nicht, dass seine, dass der Abfall, also voll, das ist von Abfall gibt. Diese Abfall wird hier sehr detailliert beschrieben und könnte sozusagen hier hat man sozusagen, Englisch sagt man "rock bottom" sozusagen. Ganz unangekommen.
[32:40] Die Entwicklung ist schon richtig, wie du sagst, es geht bergab. Es gibt also ab, meine ich jetzt in dem Sinne von der, Satan nimmt mehr Einfluss, immer mehr, immer mehr. Und jetzt sind wir hier in den Tiefen angelangt. Wir sehen das auch neben dem, hast du jetzt schon gesagt, hast mit der Synagoge und so. Ich weiß nicht, ob es euch aufgefallen ist, aber beim Studium haben wir immer wieder gemerkt, am Anfang hatten sie dann gerade mal mit den Nikolaiten zu tun. Da haben sie aber noch dagegen. Dann später kommt die Lehre Bileams, dann kommt jetzt die Lehre von von Isabell, mit der man sich doch ganz ausführlich beschäftigt. Und so nimmt die Welt immer mehr Einzug in die Gemeinde.
[33:30] Aber Gott ist trotzdem immer derjenige, der seine Gemeinden bewahrt hat, der auch gesagt hat, ich mache einen Cut, da wo es mir zu viel wird. Deswegen sagt er, wenn du nicht Buße tust, dann geschieht das und das. Wenn du, wenn sie nicht Buße tut, dann geschieht das und das.
[33:59] Hier ist es auch die, nicht die Tiefen des Satans erkannt haben. Und da können wir mal zusammen 2. Korinther 2 Vers 11 gehen. Da steht etwas Interessantes, was uns hilft, das Ganze noch mehr zu, ja, zu greifen. 2. Korinther 2 Vers 11 ist nur ein Halbsatz.
[34:35] Damit wir nicht von dem Satan übervorteilt werden. Seine Absichten sind uns nämlich nicht unbekannt. Wenn der Paulus hier sagt, die Absichten Satans sind uns nicht unbekannt, machen wir mal Minus Minus zu Plus. Dann sagt er, damit seine Absichten sind uns durchaus bekannt, oder?
[34:59] Jetzt ist der Paulus nicht gerade auf der Seite von denjenigen, wo wir vorhin gesagt hatten, dass sie abgefallen sind, sondern auch diejenigen, die auf Gottes Seite sind. Mögen Satans Absichten kann. Das heißt aber nicht, dass sie die Tiefen Satans erkannt haben. Ja, also das hatte ich glaube ich schon mal angedeutet, auch durch Bibelstudium lernen wir etwas darüber, wie der Satan vorgeht. Aber das heißt nicht, dass ich die schlimmsten, Verschwörung, nicht nur Verschwörung ist, immer so ein unschönes Wort, aber die schlimmsten Dinge dieser Welt studieren muss, um dann sagen zu können, hat das ist der Satan. Und davon halte ich mich jetzt fern, weil dann bin ich schon drin. Da habe ich da schon drin gebadet.
[35:56] Ja, ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt, den du sagst. Und das Erkennen der Tiefen Satans ist ja nicht unbedingt mal dein Verstehen. Und ich würde sogar davon ausgehen, dass die, die die Tiefen nicht erkannt haben, den Satan besser verstanden haben, als die, die in den Tiefen da drin sind. Dann ist es erkennen, ist im Hebräischen Insel, natürlich griechisch, aber das, was wir denken oder so, das sind ja Leute, die Hebräisch gesprochen haben.
[36:17] Das hatte was mit auch Verbindung zu tun, weil das ist das ewige Leben, dass du dich, dass du dich denn wahre Gott bist und den du gesagt hast. Hier geben sich Leute ganz dem Satan hin, in der, in der, in der Meinung, etwas zu erkennen, aber Wirklichkeit verführt zu werden.
[36:34] Ja. Ja, also die schwelgen schon in diesen Tiefen des Satans. Was auch immer, ich bleibe jetzt mal bei dem Begriff, weil gleich können wir das noch genauer präzisieren.
[36:52] Das, das ja gerade auffällt, deswegen nicht ganz bemerkenswert, dass man auch, wenn du darüber nachgedacht, aber der Satan wollte immer hoch hinaus. Sein Ziel, wenn man die Höhe, aber der wahre Satan ist eigentlich in der Bibel verbunden mit der absoluten Tiefe. Also ganz interessant.
[37:09] Dass wir es hier nicht mit Fall, mit einem Satan zu tun haben, den man leicht besiegt. Das merken wir auch, wenn wir mal genau hinschauen beim Lesen von Epheser 6, Verse 11 von 12. Ist das 6, ist welcher Stelle? Worum geht's da? Kennt ihr?
[37:31] Ja, genau. Können wir gleich aufschlagen. 12, da waren wir jetzt mal auf Paulus' Formulierung achten. Den Text kennt ihr sonst gut.
[37:56] Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels. Denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaft, gegen die Gewalten, gegen die weltbeherrschende Finsternis dieser Welt, seid gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.
[38:20] Also der Paulus war ja ein sehr gebildeter Mensch und der, man merkt, diese Worte, die er da benutzt, die sind nicht einfach nur so schlicht beschreibend, sondern er sagt, es sind listige Kunstgriffe. Unser Kampf richtet sich gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis unserer Welt.
[38:47] Seid, also er sagt, die haben nicht nur Macht, sondern die haben richtig, richtig viel Macht. Und er sagte, gegen die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen.
[39:00] Also das übersteigt alles, was wir irgendwie begreifen können und auch, wogegen wir selbst ankämpfen könnten. Der Feind ist sehr groß.
[39:18] Und gerade deswegen müssen, brauchen wir Gott, der noch größer ist. Auch der Feind zur Zeit von Thyatira war hat eine Macht und einen Einfluss angenommen, den konnte der Einzelne nicht bewältigen.
[39:37] Aber trotzdem war Jesus ja auf ihrer Seite. Ich finde, das ist auch, das passt auch gut dazu, wie Ellen White über das Papsttum in seiner Entstehung redet. Weil sie sagte auch, ja, sie sagt, um sich weltliche Vorteile und Ehre zu sichern, wurde die Kirche dazu verleitet, die Kunst und Unterstützung der großen Männer der Erde zu suchen. Und nachdem sie auf diese Weise Christus verworfen hatten, wurde sie dazu gebracht, dem Vertreter Satans, dem Bischof von Rom, die Treue zu halten.
[40:29] Es ist keine leichtfertige Beschreibung, sondern sie nennt den Bischof von Rom und Papst den Vertreter Satans. Dabei beansprucht er offiziell der Vertreter Gottes zu sein. Sie sagt dann noch, es ist eine der Hauptlehren des Römertums oder des Papsttums, dass der Papst das sichtbare Haupt der universalen Kirche Christi ist, ausgestattet mit höchster Autorität über Bischöfe und Pastoren in allen Teilen der Welt. Mehr noch, man hat dem Papst sogar den Titel einer Gottheit verliehen. Er wurde als Herrgott, der Papst, bezeichnet und für unfehlbar erklärt. Er verlangt die Huldigung aller Menschen. Derselbe Anspruch, den Satan in der Wüste der Versuchung erhoben hat, wird von ihm immer noch durch die Kirche von Rom erhoben. Und eine große Zahl von Menschen ist bereit, ihm zu huldigen.
[41:26] Seht ihr wieder den direkten Vergleich von dem Papst und Satan? Es ist schon krass, finde ich.
[41:41] Ja, ja, dazu passt ja auch eigentlich ganz gut, dass in Daniel 7 das entscheidende Kennzeichen zur Aufrichtung der 1260 Jahre, also zu Beginn der Jahre ist das sozusagen ihm, dass er die Herrschaft über alle anderen Christen, seine Gewalt gegeben hat. Gegeben und das passt sehr gut zu dem Gedanken, den den Himmel hat er wollte alle kontrollieren, er wollte über alle sich setzen, er wollte unangreifbar sein, er wollte Richter sozusagen sein.
[42:10] Und eines der Kernanliegen der römischen Kirche im vierten, Ende des vierten, fünften und sechsten Jahrhundert ist dann der un-sondern sagen als der Richter zu sein, dessen Urteil manchmal anfechten kann. Alle, alle zu beherrschen. Ja, und allen sozusagen, wo es lang geht. Mehr noch, also wir fokussieren uns oft sozusagen auf einzelne Lehren, ja, dann im Sabbat und Zustand der Toten, aber es gibt auch andere Kirchen, die das auch falsch haben, ja.
[42:35] Trotzdem diesen Anspruch haben die, sozusagen dann vielleicht die Kinder, benutzen, aber hier, das ist das eigentlich diese Anspruch über andere zu herrschen, der genau mit dem übereinstimmt, was da dann auch gemacht hat. Ja, du hattest vorhin gesagt, ähm, hier sind die Tiefen Satans, aber ich glaube, der Unterschied ist gar nicht mal so groß, ob jetzt einer an der Machtspitze steht oder ganz unten ist. Es hat was, es hat was Absolutes, oder? Das sind Superlative, die hier gebraucht werden. Ja, und ich meine, wenn im Reich Gottes ist ja der Herrscher, der sich am meisten ist auch ganz, also ist tatsächlich, ist es uns immer, wir müssen immer umdrehen.
[43:18] Sind aber tatsächlich aus Gottes Sicht, ist derjenige am höchsten sein wird, tatsächlich am tiefsten. Genau. Der Satan wollte hoch und wird das, wird ja gesagt, er wird sich hinabfallen. Ja. Wir wissen genau.
[43:39] Vor, wo auch wieder klar rauskommt, dass hier einfach nur eine falsche Anschuldigung an die katholische Kirche ist, sondern wirklich der Geist Satans hier herrscht. Die nominelle Bekehrung Konstantins zu Beginn des vierten Jahrhunderts löste großen Jubel aus und die Welt trat in die Kirche ein, umhüllt von einer Form der Rechtschaffenheit. Nun schritt das Werk der Korruption rasch voran. Das Heidentum, das besiegt zu sein schien, wurde zum Eroberer. Ihr Geist beherrschte die Kirche. Ihre Lehrer, Zeremonien und ihr Aberglaube wurden in den Glauben und die Anbetung der erklärten Nachfolger Christi aufgenommen. Dieser Kompromiss zwischen Heidentum und Christentum führte zur Entwicklung des Menschen der Sinne.
[44:30] Da haben wir heute jetzt nicht die Zeit dazu, aber 2. Thessalonicher.
[44:41] Und als er dann sagt, ich lege euch keine andere Last auf, dann sagt er eigentlich auch mit dieser Vorherrschaft von ihr Säbel habt ihr eigentlich schon genug zu tragen.
[44:55] Er hat Mitleid mit seinem Volk, mit seinen übrigen.
[45:04] Und doch, auch wenn es aussieht, als ob sie übrig und allein sind, kümmert sich Gott ganz liebevoll um sie. Vor allem dafür danke sagen. Dann lass uns jetzt gemeinsam beten.
[45:24] Unser Vater im Himmel, du hast zu allen Zeiten Menschen gehabt, die dir treu gefolgt sind, weil du sie bewahrt hast, weil du ihnen den Glauben geschenkt hast. Vater, du bist so gut und selbst dann, wenn um uns herum alles dunkel erscheint und wir merken, wie das Böse auf seine Macht ausübt, so dürfen wir doch wissen, wir haben es mit unserem Schöpfer und Erlöser zu tun, der noch sehr viel mächtiger ist, gegen den kein Satan ankommen kann.
[46:01] Vater, ich danke dir dafür. Danke dir, dass du jeden einzelnen von uns im Glauben bewahren möchtest. Und so bitte ich dich, dass du uns ja auch eben nicht von Satan umgangen werden lässt.
[46:20] Manchmal ist es so einfach, dass man gar nicht merkt, wie man in etwas hineinrutscht. Aber hier, du siehst alles genau. Deine Augen durchforschen die Erde und sind besonders auf die, die sich an dich halten. Danke, Herr, dass wir das wissen dürfen.
[46:49] Und danke, dass du uns trotz Satans Einfluss treu bewahren möchtest, uns keine Last auferlegst, die unnötig wäre. Danke dir dafür. Amen.
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