In dieser Predigt wird der Vers aus Offenbarung 2:28 beleuchtet, der die Verheißung des „Morgensterns“ für Überwinder enthält. Der Sprecher erklärt die Bedeutung des Morgensterns, der sowohl auf die Venus als auch auf Jesus Christus selbst verweist. Es wird betont, dass das größte Geschenk Gottes die Gemeinschaft mit Jesus ist, und dass das prophetische Wort als Licht in dunklen Zeiten dient. Die Predigt verbindet biblische Texte, um die tiefe Bedeutung dieser Verheißung für das Leben der Gläubigen zu verdeutlichen.
Offenbarung 2:28
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:49] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr heute Abend da seid und schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir haben heute einen richtig spannenden Vers für uns, einen relativ kurzen Vers, aber einen, wenn wir da ein bisschen hineintauchen, wo wir einiges entdecken können für unser persönliches Leben. Und bevor wir uns diesen Vers anschauen, am Ende der Offenbarung 2, wollen wir im Gebet starten. Das hat natürlich ein Muss.
[1:25] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für die Gelegenheit heute dein Wort zu studieren und für die Schönheit und Kraft deines Wortes, die wir heute wieder entdecken wollen. Wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass du uns die Wahrheit zeigst, wie sie in dir ist, und dass wir näher gezogen werden zu dir, dich besser verstehen und im Glauben wachsen dürfen. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.
[2:06] Offenbarung Kapitel 2 und wir schlagen Vers 28 auf. Offenbarung Kapitel 2 und dort Vers 28. Wir sind hier immer noch am Ende des Schreibens an die Gemeinde zu Thyatira und an bei den Verheißungen, die dieser Gemeinde, den Gläubigen dieser Gemeinde gegeben worden sind. Wer überwindet und meine Werke bis ans Ende bewahrt, sagt Jesus, nicht wahr, den werde ich Vollmacht geben über die Nationen und er wird dann, heißt es hier, heute mit eisernen Ruten eine Gefäße zerschlagen, wie auch ich es zu meinem Vater empfangen habe.
[2:43] Wir haben gesehen, das bezieht sich auf Jesu Königtum. Ja, Jesus wird zum König gekrönt, er wird König über die ganze Welt für alle Zeiten. Aber Jesus ist kein Diktator, der alleine Macht haben möchte, sondern Jesus teilt sein Königtum, ja, teilt es mit seinen Nachfolgern. Wir in Offenbarung 3 später sagen wird: „Wer überwindet, der hat nicht mit meinem Vater auf meinen Thron gesetzt, so sollen auch wir uns dann mit ihm auf seinen Thron setzen.“ Und deswegen können wir teilhaben an seiner königlichen Macht, in einem gewissen Maße natürlich nur. Wir sind ja nicht Gott, aber wir können teilhaben an seiner königlichen Autorität. An dem wir sind auch Könige und Priester, haben wir gelernt.
[3:28] Die Verheißung geht aber noch ein bisschen weiter. Vers 28 gehört auch noch dazu. Ja, wir haben gesehen, er sagt: „Ich werde ihm Vollmacht geben und er wird sie mit eisernem Stabe weiden“ in Vers 27. Und jetzt lesen wir Vers 28, der das ganze Bild noch vollständig macht. Wer mag mal Vers 28 vorlesen?
[3:54] „empfangen habe von meinem Vater und ich will ihm geben den Morgenstern.“ Eigentlich ziemlich kurz und bündig. Und ich werde ihm den Morgenstern geben. Aber wenn man anfängt, ein bisschen darüber nachzudenken, dann stellt man fest, dass es gar nicht so ganz klar ist, was das eigentlich bedeutet. Und je mehr wir da reinschauen, desto mehr sehen wir, dass hier eine ganze Menge dahinter steckt. Also wir wollen uns anschauen, was bedeutet es, dass Jesus den Gläubigen sagt: „Wer überwindet, der erhält von mir den Morgenstern?“
[4:27] Also ich weiß nicht, interessiert euch für Astronomie? Kennt ihr euch mit den Sternbildern aus? Und so, also ich bin immer froh, wenn ich den Orion finde. Genau, weiß jemand von euch, wer der Morgenstern ist oder was man sich unter dem Morgenstern vorzustellen hat? Wer oder was ist der Morgenstern? Ich habe auch ein bisschen dazu lesen und studieren müssen. Es gibt einen Stern, in Anführungsstrichen, der sieht eigentlich gar nicht wirklich ein Stern, der sieht aus wie ein Stern, nämlich ein Planet, der über viele Monate im Jahr vor dem Sonnenaufgang als besonders heller scheinbarer Stern erscheint. Und zwar ist das der Planet Venus. Und diese Venus ist schon im Altertum als der Morgenstern interpretiert worden. Ja, je nachdem im Jahr, manchmal ist sie dann auch, je nachdem, wo die Konzentration ist, dann auch abends zu sehen, dann spricht man vom Abendstern.
[5:32] Aber hier ist wahrscheinlich, also wenn im Altertum vom Morgenstern gesprochen wird, dann ist eigentlich in der Regel die Venus gemeint. Es gibt auch andere, Merkur hat manchmal zu seltenen Zeiten auch diese Funktion. Oder willst du als ein Morgenstern wahrgenommen werden? Und die Idee ist, dieser Stern ist somit das erste, was so hell leuchtet, oder besonders hell leuchtet, wenn so die Finsternis verschwindet, bevor die Sonne aufgeht. Die Idee ist also, dass du ein Morgenstern ist noch etwas, was der Sonne quasi ein bisschen, also jetzt poetisch gesagt, den Weg bereitet. Ja, erst kommt der Morgenstern, und wenn der Morgenstern sichtbar wird, kurz danach kommen die Sonnenstrahlen und die Sonne geht auf. Deswegen verwendet man dieses Bild vom Morgenstern manchmal auch so für einen Vorläufer.
[6:14] Vielleicht wisst ihr, dass es einen Reformator gibt, der wird auch der Morgenstern der Reformation genannt. Also man denkt sich dann so ein bisschen, mit Luther ist dann so das volle Licht der Reformation aufgegangen, aber man spricht von John Wycliff, ja, dem ersten Reformator im 14. Jahrhundert, als den Morgenstern der Reformation. Ist ein bisschen diese Idee, das war so der erste, wo das Licht des Evangeliums ganz hell und deutlich sichtbar war, und dann kamen andere nach ihm und die ganze Fülle des Lichts.
[6:47] Also das ist eigentlich erstmal der natürliche Hintergrund, was mit dem Morgenstern gemeint ist. Aber natürlich bekommen, also heißt es jetzt natürlich nicht unbedingt, dass alle Gläubigen die Venus geschenkt bekommen. Ja, das ist jetzt nicht unbedingt das, was damit wahrscheinlich gemeint ist. Also ein bisschen weiter schauen, was hier in Offenbarungen, in der Bibel sich mit dem Morgenstern verbindet. Und da bleiben wir erstmal in Offenbarung und kommen zu dem wahrscheinlich wichtigsten Vers erstmal in dieser Hinsicht, und zwar ganz am Ende, Offenbarung 22.
[7:18] Und dort Vers 16. Genau, Offenbarung 22 und dort Vers 16. Und dort spricht Jesus, das wird ganz deutlich dadurch, dass er selbst sagt in Vers 16: „Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, um euch diese Dinge für die Gemeinden zu bezeugen.“ Und dann sagte ich: „Ich bin die Wurzel und der Spross Davids, der leuchtende Morgenstern.“
[7:54] Also das allererste, was wir festhalten können: Der Morgenstern ist, Jesus selbst sagt in der Offenbarung: „Ich bin der helle Morgenstern.“ Und wenn wir das erstmal jetzt uns überlegen, dann bedeutet das, wenn Jesus sagt: „Ich will dir den Morgenstern geben“, zuallererst einmal, dass das größte Geschenk, das man haben kann im Himmel, sind nicht die goldenen Kronen und nicht die neuen Häuser, die wir uns bauen, und auch nicht die vielen interessanten Archive über die Geschichte, die ich alles studieren werde. Ja, das ist nicht das Wichtigste im Himmel. Das schönste und wichtigste Geschenk, das Gott uns überhaupt geben kann, ist Jesus selbst.
[8:42] Man könnte auch die Frage stellen: Wenn du die Wahl hättest, eine Ewigkeit mit Jesus ohne den Himmel, oder eine Ewigkeit im Himmel ohne Jesus, wofür würdest du dich entscheiden? Ja, all das ist so ein bisschen, wo man sich dann selbst fragen kann, was einem wirklich das Wichtigste ist, worauf man sich wirklich am meisten freut. Jesus ist das größte Geschenk, das überhaupt gibt. Ja, warte, das...
[9:18] Sehr gut, sofort. Ja, ja, gleich. Genau. Also Jesus ist das größte und wichtigste Geschenk. Und dieses Geschenk wird uns ja nicht erst gegeben, wenn wir in den Himmel kommen, sondern geistlich gesehen, im Glauben haben wir dieses Geschenk schon längst bekommen. Ja, Gott hat den ganzen Himmel in ein Geschenk verpackt, als Jesus auf die Erde kam. Ja, und das soll uns auf jeden Fall erstmal hier der wichtigste Punkt sein. Jesus verspricht, dass wir für immer bei ihm sein werden.
[9:46] Ich meine, auch jetzt haben wir eine enge Beziehung zu Jesus. Wir können sein Wort lesen, wir spüren oft unserem Leben, wir durch seinen Heiligen Geist uns gelenkt und geleitet hat, wir uns geführt hat. Und doch, es ist noch nicht dasselbe, als wenn wir ihn von Angesicht zu Angesicht sehen können. Oder sich das selbe. Ich erzähle das immer wieder gerne, wenn ich früher im Ausland öfter unterwegs gewesen bin und ein, zwei Wochen oder so, dann habe ich gerne mit meiner Frau geskypt. Ja, wir haben uns gehört, aber wir konnten uns nicht in den Arm nehmen. Und dieser Moment, wenn man nach längerer Trennung sich wieder in den Armen hat, das ist ganz besonders. Und das ist das, was Jesus sich ja auch wünscht.
[10:26] Ich hoffe, mit mir in Johannes 17. Ich weiß nicht, ob habt ihr ein besonderes, also müsste jetzt nicht laut sagen, aber habt ihr so ein ganz besonderes Gebet, sein irgendwo so richtig intensiv für betet? Jesus ist auch ein Gebet, ähm, in Johannes 17. Das ist dieses lange Gebet, das man auch das hohepriesterliche Gebet von Jesus nennt, weil er in diesem Gebet quasi schon zeigt, wie er dann im Himmel auch für uns eintreten wird. Und in diesem Gebet wird ganz deutlich, was sein größter Wunsch ist, was er wirklich will. Ja.
[11:04] Schaut mal Vers 24. Johannes 17, Vers 24. Dort steht: „Vater, ich will...“ Da kann man sehen, das ist das, was Jesus möchte, was sein Gebet sein Ding ist. Ja, wir sagen zum Beispiel: „Lieber Vater im Himmel, ich will unbedingt diese Arbeitsstelle haben.“ Ja, oder ich will unbedingt, dass mein Ehepartner gläubig wird, oder ich will unbedingt gesund werden. Wir sagen, was wir uns wünschen, was wir wollen, dass wir auf dem Herzen haben, was unser dringendes Gebetsanliegen ist.
[11:31] Und wenn wir uns jetzt die Frage stellen, Jesus ist ja hier kurz vor seinem Tod. Ja, das ist äh, das nächste Kapitel, das geht dann schon die Gefangennahme von Jesus los, in den letzten Tagen seines Lebens. Er wusste, dass seine Stunde gekommen ist. Die Frage ist, was war das wichtigste Gebetsanliegen, das ihm auf dem Herzen lag? Er sagt: „Vater, ich will, dass wo ich bin, auch die bei mir sind, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.“
[12:10] Sein Gebetsanliegen ist: „Vater, ich möchte, dass Christopher bei mir ist.“ Und ihr könnt euren Namen einsetzen. Das wünscht sich Jesus von ganzem Herzen. Die Frage ist, beten wir mit einem solchen, mit solch einem Eifer darum, dass wir bei Jesus sein können? Ich weiß, so wie Jesus darum bittet, dass wir bei ihm sein können. Ja, das ist das Gebet sein gegen Jesus. Das ist sein Wunsch. Und das hat er nicht einmal vor 2000 Jahren gebetet. Das heißt, das hohe priesterliche Gebet, weil das das ist, was Jesus die ganze Zeit betet.
[12:38] Wenn wir uns überlegen, wie Jesus für uns eintritt, dann so, dass er immer wieder deutlich macht: „Ich wünsche mir, dass diese Menschen, diese Gläubigen bei mir sind.“ Und deswegen vergib ihnen ihre Sünden. Ich bin am Kreuz für sie gestorben. Das ist also die Idee, bei Jesus zu sein. Aber wir gehen noch mal zurück.
[13:00] Offenbarung 22. Wir haben noch nicht alles hier in diesem Vers uns genau angeschaut. Jesus sagt: „Ich bin der leuchtende Morgenstern.“ Aber sagt noch mehr über sich. Er sagt nicht nur, dass er der leuchtende Morgenstern, sondern er sagt auch was...
[13:24] ...also sagt über sich selbst. Er sagt: „Ich bin der leuchtende Morgenstern.“ Und er sagt, er...
[13:34] ...er sagt, er Wurzel...
[13:44] ...von David. Das ist interessant. Was ist der Unterschied zwischen einer Wurzel und einem Spross?
[14:05] Genau. Mit anderen Worten, die Wurzel ist sozusagen das, wo alles herkommt. Das ist der quasi, das ist die Wurzel halt der Pflanze. Und dann der Spross ist das, was oben rauskommt. Ja, wenn Jesus die Wurzel Davids ist und der Spross Davids, heißt das, er ist derjenige, der David gemacht hat. Erst die Wurzel Davids, wenn man sich damit als Pflanze vorstellt, ist Jesus die Wurzel. David kommt von Jesus. Oder...
[14:44] ...also das heißt, Jesus oder David kommt von Jesus. Gehen wir doch Gedanken weiter. Und wenn er der Spross Davids ist, wenn man sie damit als Pflanze vorstellen und Jesus ist der Spross, dann können wir auch was sagen.
[15:01] Dann ist Jesus der...
[15:08] Nee, also stell mal vor, der David selbst ist die Pflanze. Ja, die Pflanze hat eine Wurzel unten und ein Spross oben. Ja, die Wurzel ist das, woher die Pflanze kommt. Die Pflanze kommt aus der Wurzel raus, nicht wahr? Und der Spross kommt dann aus der Pflanze. Also David als Pflanze kommt von Jesus, denn Jesus ist die Wurzel von heute. Aber Jesus kommt auch von David.
[15:31] Ganz genau, das ist der Punkt. Also David kommt von Jesus und Jesus kommt von David. Das ist so diese berühmte Stelle, wo Jesus die Pharisäer fragt, nachdem die Pharisäer und die Sadduzäer immer diese ganzen Fragen stellen, dann dreht er um und sagt: „Ich möchte auch eine Frage stellen: Wer ist der Messias?“ Sie sagen: „David.“ Und dann sagt er: „Okay, aber wenn er Davids Sohn ist, warum denn David ihn Herr?“ Das ist genau der Punkt.
[15:53] Denn warum kommt David von Jesus? Weil Jesus ist wer?
[15:55] ...ist Schöpfer. Genau. Er ist der...
[15:58] ...Schöpfer. Und er hat David geschaffen. Aber warum kommt Jesus von David?
[16:09] Ja, genau, weil er sozusagen der Messias ist. Ja, er ist der Sohn Davids. Ja.
[16:14] Und das verweist auf die beiden fundamentalen Eigenschaften Jesu. Er ist sowohl...
[16:23] ...genau. Und deswegen war der Schöpfer ist er, was...
[16:26] ...er ist Gott und...
[16:28] ...er ist Gott und...
[16:30] ...er ist Mensch. Als Gott ist der Schöpfer, als...
[16:33] ...Mensch. Als Gott ist der Schöpfer, als Gott hat er David gemacht und als Mensch kommt er aus der Linie David. Er ist die Wurzel David und er ist beides. Und das ist quasi in einem Bild beide zusammen.
[16:46] Er ist Gott und Mensch. Er ist Gott mit uns, Immanuel.
[16:50] Und das finde ich ganz interessant, dass sie das im Zusammenhang mit dem Morgenstern ist. Werden wir gleich uns überlegen, warum. Aber halten wir fest: Er ist Gott und er ist Mensch. Als Gott hat er welche... Wenn wir uns jetzt das Reich Gottes als eine politische Einheit vorstellen, welche Position hat er als Gott?
[17:11] Er ist König, oder er ist der König der Könige, der Herr der Herren. Wird gleich noch wichtig werden.
[17:18] Aber gleichzeitig, und das ist interessant, er ist eben nicht nur König, er ist auch Mensch geworden. Ja, er, der die höchste Position gehabt hat, hat sich erniedrigt und war gleichzeitig Diener. Ja, und das ist bei Jesus kein Widerspruch und nicht zwei Phasen, weil er nämlich ein König ist, der dient. Ja, da werden wir gleich noch ein bisschen mehr dazu sagen.
[17:51] Aber gehen wir erstmal ein bisschen weiter und schauen noch ein bisschen mehr über diesen Morgenstern uns an. Schaut mal mit mir in Lukas 1. In Lukas 1, der ist nicht ganz hundertprozentig klar, ob der Morgenstern gemeint ist. Deswegen werden wir das so ganz kurz im Vorbeigehen streifen.
[18:11] In Lukas 1, da gibt es eine längere poetische Prophezeiung. Wisst ihr, wer diese Prophezeiung dort gibt, nachdem ihm die Zunge wieder gelöst ist, nachdem er Monate lang nicht reden konnte? Das ist der Zacharias, nach der Geburt von Johannes, der einmal der Täufer werden würde. Und in dieser poetischen Prophezeiung sagt er in Vers 78 und 79. Macht das jemand mal vorlesen?
[19:09] Ganz genau. Also, wer ist wohl derjenige, der die Menschen besucht? Jesus, nicht wahr? Das geht ja hier darum, dass Johannes der Täufer ist, der Vorläufer für Jesus selbst. Und Jesus wird hier genannt: „Der Aufgang aus der Höhe.“ Also quasi im Himmel irgendetwas aufgeht. Ja, es ist nicht ganz klar. Manche Ausleger sagen, es ist der Morgenstern gemeint. Andere meinen, es ist vielleicht der Sonnenaufgang selbst.
[19:34] Gemacht. Der Jesus wird auch genannt die Sonne der Gerechtigkeit, ja, die aufgeht. Auf jeden Fall geht es um Licht, das wohin scheint?
[19:41] In die Dunkelheit. Das sagt Johannes auch nicht wahr. Er war das, dass sein Leben war das Licht der Menschen, und das Licht scheint in die Finsternis. Ich meine, die Finsternis hat es nicht ergriffen oder begriffen.
[19:54] Genau. Da haben wir auch diese Idee. Und das ist vielleicht für die Gemeinde Thyatira auch ganz interessant, weil würdet ihr sagen, das Mittelalter war eher eine Zeit des Lichts oder der Dunkelheit?
[20:03] Das war eine ziemlich finstere Zeit, ja. Und ausgerechnet diese Gemeinde sagt Jesus dann auch: „Es ist die Zeit des ähm des äh das Licht, das morgens oder oder besser gesagt, er offenbart sich als der Morgenstern, der halt eben auch Licht gibt.“ Aber halten wir fest hier: Jesus ist derjenige, der Licht bringt.
[20:29] Und möglicherweise ist jeder Morgenstern gemeint, eventuell aber auch der Sonnenaufgang. Aber es ist die gleiche Idee. So ein bisschen wie auch in Offenbarung 2. Eine Stelle müssen wir selber auf jeden Fall noch deutlich anschauen. Und zwar in 2. Petrus, 2. Petrus Kapitel 1 und dort Vers 19.
[20:49] Auch das eine relativ bekannte Stelle. 2. Petrus Kapitel 1, Vers 19. Wer mag diesen Vers einmal lesen? Möchte lesen. 2. Petrus 1, Vers 19.
[21:15] „dass ihr darauf achtet, als ob ein Licht, das da scheine dann einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe.“
[21:23] Genau. Also, was wird hier über den Morgenstern gesagt?
[21:28] [Applaus] Was lernen wir in 2. Petrus 19 über den Morgenstern?
[21:49] ...prophetische Wort haben. Also das ist prophetische Wort uns zum Licht führt. Okay, wir haben also die Prophetie, ja.
[21:55] Also biblische Prophetie. Und was macht die oder was ist die...
[22:07] ...scheint an ein dunklen Ort. Also wir haben also sozusagen Dunkelheit, ja.
[22:09] Dunkelheit.
[22:26] ...scheint und zwar wie in unser Herz gehen. Morgens...
[22:35] ...wie ein Licht. Ja, und weil das so ist, weil wir in einer dunklen Zeit leben und Licht brauchen. Und die Frage ist, woher bekommen wir das Licht? Sagt jetzt Petrus.
[22:42] Wohin sollen wir schauen?
[22:48] Auf das Wort Gottes. Der Mist sagt ja: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ Und Petrus sagt explizit: „Besonders brauchen wir das prophetische Wort.“ Weil was macht das prophetische Wort?
[23:02] Also was ist Prophetie?
[23:05] Die sagt, was in Zukunft kommt. Ja, die zeigt uns, was auf uns zukommt, damit wir nicht stolpern und nicht überrascht werden. Ja, wir brauchen also die Prophetie. Er sagt: „Ihr tut gut darauf zu achten.“ Wie auf Englisch, ja, übrigens ist...
[23:21] ...sich aufgefallen, dass er sagt: „So halten wir nun fest an dem völlig gewissen hat.“
[23:26] ...jemand von euch eine andere Übersetzung als „völlig gewiss“?
[23:42] Manche übersetzen auch, dass „gewissere“ oder das „festere“. Umso fester haben wir das prophetische Wort. Die Idee ist eigentlich ein Vergleich. Die Idee ist, das prophetische Wort ist noch fester, noch gewisser als etwas anderes, was er davor erzählt. Und worüber spricht der Petrus davor?
[24:03] Etwas, das auch enorm wichtig ist, aber das im Vergleich, oder im Vergleich da, dagegen ist das prophetische Wort noch fester.
[24:11] Fester. Er spricht von der Verklärung Jesu. Und was, was sagt, was ein Argument dort? Er vergleicht nicht die Verklärung Jesu mit dem prophetischen Wort, sondern wenn er von der Verklärung Jesu spricht, was sagt er dann, der Petrus? Warum kann er von der Verklärung Jesu sprechen?
[24:29] Er war dabei. Er sagt: „Ich war ein Augenzeuge.“ Ne, er sagt mit anderen Worten: „Schaut mal hier in Vers 16, denn wir sind nicht klug er, sondern Legenden gefolgt.“
[24:39] Was heißt das mit anderen Worten? Wenn er sagt: „Wir folgen nicht Legenden, nicht Fabeln, die irgendwie man sich ausgedacht hat.“
[24:50] Er sagt mit anderen Worten: „Das, was ich predige, ist kein Märchen.“ Ja, das, was wir euch predigen als Evangelium, ist nicht einfach nur menschlich gemacht. Und woher weiß ich das, sagt Petrus? Jetzt kommt der Punkt.
[25:01] Ich war dabei. Ich habe Jesus verklärt gesehen. Ich habe gesehen, wie dieser Mann, Jesus von Nazareth, vor meinen Augen sich verwandelt hat in die völlige, volle Göttlichkeit. Sowas ertragen konnte ich. Ich habe die Stimme des Vaters gehört. Ja, ich war dabei. Und dann sagte man, könnte denken, das ist der ultimative Beweis. Oder er sagt: „Ich habe die Stimme des...“
[25:22] oder er sagt, ich habe die Stimme des Vaters gehört, ich habe Jesus seine Göttlichkeit gesehen, ich habe Mose und Elia gesehen. Ja, ich war dabei. Und dann sagte er: "Obwohl ich das alles gesehen und gehört habe, habe ich einen noch festeren Grund, der noch fester ist als meine eigene Erfahrung."
[25:42] Nämlich was? Das prophetische Wort. Und es ist ganz wichtig. Also, versteht mich nicht falsch, unsere Erfahrung ist absolut entscheidend, das Wichtigste, was wir geben können, und unsere persönlichen Zeugnisse. Wir müssen Erfahrungen mit Gott haben, aber wir alle wissen, unsere Erfahrung, oder wir alle sind Menschen und wir sind manchmal auch täuschbar. Ja, wir haben manchmal schon vielleicht gedacht, dass es Gottes Wille ist, und wir haben uns aber einfach nur getäuscht. Ja, es gibt, wir können zwar, also wir sind dankbar für alle Erfahrungen, die wir mit Gott machen, aber unsere Gefühle und Emotionen, unsere Sinneswahrnehmung sind kein hundertprozentiger Garten.
[26:21] Wir müssen alle unsere Erfahrungen, die wir machen, immer woran messen? Am Wort Gottes. Ja, ich, wenn es Momente geben wird in der Zukunft, da werden wir Dinge sehen mit unseren Augen und werden zum Wort Gottes gehen müssen und sagen: "Aber was ich sehe, ist falsch." Ja, da kann ich nicht sagen: "Aber ich habe es sehr gesehen, ich bin mir dabei gewesen, ich habe es ja gespürt, ich habe es angefasst." Petrus sagt, die Erfahrung, die wir gemacht haben, sind super wichtig. Wir dürfen nicht auf sie verzichten, aber es gibt noch etwas Festes, und das ist das Wort Gottes.
[26:53] Weil Gottes Wort ist immer dasselbe, egal ob es draußen regnet oder schneit, egal ob ich mich emotional ganz toll fühle oder niedergeschlagen bin. Die Buchstaben auf diesem Papier sind immer dieselben. Da kann ich mich drauf verlassen. Das prophetische Wort ist ein Licht in der Finsternis. Und jetzt sagt er in Vers 16: "Das scheint wie lange, wie lange ist das so?" Dieses Bild, genau der Tagesanbruch.
[27:24] Und was ist das wohl symbolisch, dieser Tagesanbruch? Jetzt leben wir in der Dunkelheit, wir haben das prophetische Wort, das in der Dunkelheit ein Licht ist, nicht wahr? Aber was ist wohl dieser Tagesanbruch?
[27:37] Der bringt nichts. Genau. Aber wenn die Welt, in der wir jetzt leben, die Dunkelheit darstellt, wann wird der Tagesanbruch kommen?
[27:49] Also mit Gottes Wort, mit, wenn ich jetzt um 3 Uhr nachts rausgehe aus meiner Wohnung und ich habe eine Lampe, dann habe ich ein Licht mitten in der Dunkelheit. Und dieses Licht hilft mir, damit ich, wenn ich durch die Dunkelheit gehe, weiß: "Ah, hier ist ein Ast, hier ist ein Stock, da muss ich aufpassen." Ja, ich habe ein Licht in der Dunkelheit. Aber das ist noch nicht der Tagesanbruch.
[28:08] Eine Tagesanbruch ist, wann? Wenn die Sonne aufgeht. Ja, dann brauche ich auch die Lampe nicht mehr, weil dann sehe ich alles. Was ist also der Moment, wo wir dann nicht mehr das Wort Gottes lesen müssen und gucken, was passiert, bei der Wiederkunft? Ja, dann ist die Dunkelheit vorbei.
[28:31] Aber es gibt noch einen zweiten Punkt: die Prophetie.
[28:34] Die Prophetie weist auf die Wiederkunft Jesu hin. Bis dahin, bis zur Wiederkunft, brauchen wir sie. Aber noch etwas anderes passiert.
[28:41] Nicht nur, dass irgendwann die Dunkelheit ganz verschwindet, weil dieses kommt, sondern das Licht kommt in unser Herz. Unser Herz kommt unser Herz. Wer kommt unser Herz? Der Morgenstern.
[28:55] Und was ist der Morgenstern in Bezug auf den Sonnenaufgang?
[29:02] Bald ist es nicht, aber wir haben es heute schon gelernt. Ja, der Sonnenaufgang ist, wenn die Sonne aufgeht. Aber der Morgenstern ist die Venus, kurz vorher. Das ist dieses helle Licht, das leuchtet, bevor das richtige Licht kommt. Das heißt, das, was vor der Wiederkunft passiert und sie quasi einleitet, ist, dass der Morgenstern in unseren Herzen aufgeht.
[29:25] Und wenn der Morgenstern in unseren Herzen aufgeht, dann ist das die Ankündigung: "Jetzt kommt Jesus wieder." Da geht's also nicht nur einfach darum, dass man sagt: "Ja, ich liebe Jesus und ich habe oder ich glaube an Jesus." Hier geht's um etwas sehr Tiefes, nämlich: Was bedeutet das Herz in der Bibel?
[29:44] Ja, das Denken. Ich war das ist die Stirn. Das ist eigentlich da, wo wir uns Entscheidungen treffen. Und wenn Jesus in unserem Denken sozusagen, ganzes Denken erfüllt, wie nennt man das denn typisch auch noch?
[30:00] Diese Idee, dass Jesus unser gesamtes Denken erfüllt, dass wir dann in allem, was wir denken und tun, nach dem Willen Jesu tun werden.
[30:06] [Musik] Dann kommt ihr was an die Stirn? Die Versiegelung, das Siegel Gottes. Ja, Jesus sagt: "Setze mich wie ein Siegel an deine Stirn." Die Prophetie, das prophetische Wort Gottes führt dazu, dass Jesus immer sichtbarer wird. Mit anderen Worten, dass ihr immer mehr von meinen Gedanken, von meinen Plänen, von meinen Handlungen bestimmen kann, bis der Charakter Jesu von unserem Charakter reflektiert wird.
[30:42] Das ist die Idee, dass wir in sein Bild verwandelt werden, sagte die Bibel. Da gibt es viele verschiedene Bilder für dieselbe Idee. Und wir brauchen die Prophetie genau dafür. Das heißt, wir können nicht erwarten. Es gibt ja manche Menschen, die sagen: "Ach, was soll ich mit der Prophetie?"
[30:58] Nicht wahr? Hauptsächlich die Evangelien oder so. Ja, aber es ist gerade das prophetische Wort, das uns dazu helfen soll, dass Jesus unserem Herzen so richtig aufgeht, leuchtet. Ja, ihr wisst, direkt vor der Wiederkunft sagt die Bibel, dass die Erde erleuchtet wird mit der Herrlichkeit, aber nicht der Herrlichkeit der Wiederkunft. Ja, die ist dann also phänomenal.
[31:15] Ist das diese Helligkeit des Morgens, dass der Charakter Jesu sich in seiner Gemeinde zeigt, in den Gläubigen?
[31:27] Morgenstern. Ja, Jesus geht auf in unserem, in unserem Charakter. Das heißt, Jesus ist zwar nicht buchstäblich zu sehen, aber ist doch in gewisser Weise zu sehen durch gläubige Menschen. Und das heißt übrigens aber auch ein Prophetie-Studium, das nicht dazu führt, geht an der Sache vorbei.
[31:46] Wenn man, also es ist leider tatsächlich möglich, und das passiert manchmal, dass Menschen einfach nur biblische Prophetie studieren, um Daten und Fakten und Hintergründe zu verstehen und wissen, wer ist der Feind und wer ist böse und wer macht das und der macht das. Ja, und wenn man so da allein drauf konzentriert und Jesus außer Acht lässt, dann hat das ganze Prophetie-Studium seinen Sinn verfehlt.
[32:07] Das prophetisch, die Offenbarung heißt er nicht umsonst die Offenbarung Jesu Christi. Nicht umsonst ist die zentrale Figur im Buch Daniel Jesus, nicht ja, der Sohn des Menschen, der Michael. Und deswegen ist es wichtig, dass wir uns bewusst machen, der Morgenstern geht in unseren Herzen auf, wenn wir in dieser dunklen Welt auf die Prophetie schauen.
[32:31] Und zwar Jesus in der Prophetie. Ja, und deswegen studieren wir immer Offenbarung, das Leben zusammen hier an diesem Dienstag.
[32:40] Aber jetzt kommt ein interessanter Punkt, und zwar das Wort hier für Morgenstern. Interessanterweise, ich habe das mal nachgeschaut, diese Worte für Morgenstern sind sehr unterschiedlich im Griechischen. Also, das, was wir in Offenbarung 2 haben, "Eosforos", das ist ein bestimmtes Wort. Und dann Offenbarung 22 Vers 16, wo es heißt, dass Jesus der Morgenstern ist, ist ein bisschen anderes Wort. Ein bisschen anderes Wort.
[33:00] Und hier ist nochmal komplett anders. Das heißt, es geht immer den Morgenstern, aber da gibt's solche auch ein bisschen Nuancen, vielleicht. Und das Wort für Morgenstern hier ist sehr interessant.
[33:12] Schreibt mir das mal auf. Das heißt "Phos", Fuß. Und ähm, das sag ich erstmal nichts, aber "Phos" ist das Licht.
[33:25] Und "Phos" ist der Träger, der Lichtträger. Weil der Morgenstern so leuchtend ist, nennt man ihn auch der, der das Licht bringt, der das Licht trägt. Vor allem, weil sobald er zu sehen ist, das noch viel größere Licht, nämlich die das Licht der Welt, sozusagen die Sonne danach kommt. Ja, das ist sozusagen der Morgenstern ist der Lichtträger, der auf einen, auf das noch größere Licht verweist.
[33:54] So, jetzt müsste man natürlich wahrscheinlich nicht lange überlegen, weil man kann "Phosphorus" im Griechischen auch ziemlich einfach auf Latein übersetzen.
[34:11] Ganz genau. Luzifer. Und ob es glaubt oder nicht, im alten antiken Rom, wenn die Menschen den Morgenstern gesehen haben, haben sie auf Latein gesagt, dass es der Luzifer ist. Das ist der Träger des Lichtes. Weil die haben natürlich an den Satan gedacht, für die war der Begriff Luzifer, das ist genau, also von "Lux" Licht.
[34:33] Und fährt jetzt der Träger des Lichts. Und das ist jetzt interessant, weil in der Bibel auch Morgensterne als Engel bezahlt oder Engel als Morgensterne bezeichnet werden. Schaut mal mit mir in Hiob 38.
[34:47] Hiob 38. Hier ab 38. Das heißt, noch mal drauf zu sprechen, dann hier um 38 und dort Vers 7. Ich kenne vielleicht die Stelle. Da geht's darum, dass nachdem Hiob so viele verzweifelte Fragen gestellt hat, dass Gott ihm antwortet aus dem Gewittersturm. Und er sagt dort in Vers 6 und 7: "Worin wurden ihre Grundpfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt, als die Morgensterne miteinander juchzten und alle Söhne Gottes jubelten?"
[35:24] Also, das war nicht die Venus selbst. Wenn die kann ich auch, ne, das waren auch keine Menschen, denn die gab's zu dem Zeitpunkt nicht. Die wurden erst dann am Ende der Schöpfung geschaffen. Das sind Engel.
[35:35] Engel. Engel als Lichtträger. Ja.
[35:44] Und sie, kein Wunder, die Bibel, wenn sie von Engeln spricht, wenn sie in ihrer Herrlichkeit erscheinen, dann sind die meistens auch sehr hell und leuchtend und tragen Licht. Und von da ist natürlich jetzt kein weiter Weg mehr zu überlegen.
[35:58] Es gab unter allen Engeln einen, der besonders bedeutend war. Oder schaut mit mir und jetzt kannst du, jetzt kannst du kommen.
[36:24] Jesaja 14, dort Vers 12. Dort heißt es: "Wie bist du vom Himmel abgefallen, du Glanzstern?" Das ist eigentlich hebräisch "Helel", das ist auch dieser, dieser der Leuchtende. Ja, du Sohn der Morgenröte. Das ist eine poetische Beschreibung für, wenn die Morgenröte aufbricht. Die Sonne ist noch nicht zu sehen, aber man sieht schon diesen Morgenstern. Ja, der leuchtet in der Morgenröte. Das ist der Morgenstern.
[36:46] Das ist der, die, die, die römischen Astronomen hätten gesagt, das ist der Luzifer, der Morgenstern. Ja, was ist mit diesen Engel passiert?
[37:01] Es gefallen. Ja, der Luzifer war eigentlich der leuchtende Morgenstern. Was ist die Aufgabe des Morgensterns? Der Morgenstern verweist auf das größere Licht. Er ist unter allen Sternen dann am Himmel der am hell leuchtendste, aber selbst hat er nur die Aufgabe, auf das noch viel Herrlichere zu weisen. Ja, der Morgenstern mit der Sonne ist kein Vergleich. Ja, die Sonne ist viel heller und viel größer und viel prächtiger als der Morgenstern. Aber trotzdem ist der Morgenstern der herrlichste unter allen Engeln.
[37:30] Das ist die Idee, wo es hier eigentlich um den um den Luzifer geht. Er war in der Gegenwart Gottes. Schaut mal mit mir in Hesekiel 28.
[37:42] Hesekiel 28. Ihr kennt diese Stelle, wo der Luzifer beschrieben wird, als er noch nicht gesündigt hatte. Oder wir wissen ab Vers 12. Im Menschensohn Stimme, ein Klaglied an über den König von Tyrus und spricht zu ihm: "So spricht Gott, der HERR: Oh, du Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommener Schönheit. In Eden, im Garten Gottes, warst du mit allerlei Edelsteinen bedeckt: Sardis, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Saphir, Karfunkel, Smaragd und mit Gold. Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren beide am Tag deiner Erschaffung bereitet. Du warst ein gesalbter, schützender Cherub. Ja, ich hatte dich dazu eingesetzt."
[38:23] Mit anderen Worten, er hat eine bestimmte Aufgabe. Was ist eine Aufgabe? Wo war er? Wenn man sich den ganzen Himmel angeschaut, wo in, wo war seine Position?
[38:39] Ganz am Thron Gottes, ganz nah. Oder keiner war ihm, war Gott so nahe wie er. Ist Luzifer, oder er wird hier genannt, weil er so voller Licht war.
[38:54] Woher kam denn das Licht, dass er trug? Von Gott. Von Jesus, sagt die Bibel nicht. Auch zu uns: "Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir." Jesus sagt: "Ich bin das Licht der Welt." Aber dann sagt er zu uns: "Ihr seid das Licht der Welt." Ihr seid also, ihr seid das Licht der Welt.
[39:13] Mit anderen Worten, das Licht, dass er trug, hatte er deswegen, weil er eine so viel Licht, weil er so nah bei Gott war.
[40:01] Sich aufgefallen, wie der Luzifer hier gekleidet gewesen ist. Vielleicht gibt es so einen Hinweis auf seine Aufgabe, die er gehabt hat. Das heißt, ja, er war eingesetzt. Ja, also.
[40:13] Kennt ihr noch irgendjemanden in der Bibel, von dem es auch heißt, dass er so Edelsteine? Der Hohepriester. Und wann der Hohepriester im Tempel. Und wer war noch im Tempel außer dem Hohen Priester?
[40:29] Gott. Oder und wo, also der Hohepriester war, wo der war von allen Israeliten am nächsten bei Gott. Oder und deswegen, was war denn die Aufgabe des Priesters? Also, der Priester sollte natürlich das Opfer vollziehen und das Blut in das Heiligtum hineinbringen. Das scheidet hier für Luzifer im Himmel aus, weil es gab keine Sünde, es gab keine Erlösungsplan. Ja, er musste kein Opfer bringen. Er musste keine Erlösungsplan durchgeführt werden.
[40:52] Aber der Priester hat auch eine andere Aufgabe. Er sollte nicht nur die Menschen zu Gott führen, er sollte auch was machen?
[40:58] Versöhnen. Genau. Gut, das gab es nicht. Es gab noch keinen Streit. Wir denken immer noch an Luzifer in der Zeit vor seinem Fall, nicht wahr? Was sollte der Priester noch tun? Er sollte nicht nur Menschen zu Gott bringen, er sollte auch von Gott zu den Menschen reden. Die Priester waren die Lehrer des Volkes. Sie sollten erzählen, den Menschen erzählen, was hat Gott gesagt. Sie sollten das Wort Gottes auslegen. Warum? Weil sie Gottes Wort so gut kannten, besser als alle anderen. Sie kannten das Gesetz Gottes so gut.
[41:29] Die Bibel sagt vom Priester, von den Lippen des Priesters soll man das Gesetz erfragen. Ja, ich wollte sagen, er hat auch hier steht ja auch, deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir. Also, war auch für die Musik irgendwie.
[41:47] Aber ich glaube, was sie machen, ist die Tatsache, dass er dargestellt wird hier wie ein Priester, weil ein Priester ist ein Diener, ein Diener, der andere mit Gott verbindet und anderen erzählt, wie Gott ist.
[42:16] Er war Lichtträger, weil Gott ihm Licht gegeben hatte. Warum sind wir das nicht? Der Welt, damit wir es anderen weitergeben? Oder Paulus sagt, schaut mal mit mir, das ist sozusagen ein Aspekt in Römer 15 über das Priestersein, was wir so ein bisschen manchmal nicht so auf dem Schirm haben.
[42:36] Denn klar, ein zentraler Aspekt von Priestertum ist, dass ein Opfer gebracht wird, dass Versöhnung stattfindet, dass das Blut in das Heiligtum gebracht wird. Und all das ist nach dem Kreuz Jesu auf der Erde nicht mehr notwendig, weil Jesus in den Himmel aufgegangen ist, aufgefahren ist. Aber wenn ihr Römer 15 lest, dann stellt ihr fest, dass es trotzdem noch so einen Aspekt des Priestertums auf der Erde gibt.
[42:58] Nämlich, Paulus sagt in Römer 15 Vers 16, dass ich ein Diener Jesu Christi für die Heiden sein soll, der was macht? Der priesterlich dient am Evangelium Gottes. Was hat denn Paulus gemacht? Hat Paulus Opfer gebracht? Nein. Hat Paulus, was hat Paulus gemacht?
[43:26] Er hat den Menschen erzählt: "So ist Gott. Ich bin Gott begegnet, ich kenne Gott, ich kenne sein Wort. So ist Gott. Das ist ein Charakter, das ist ein Wesen, das ist sein Gesetz, das ist ein Evangelium." Dann natürlich auch den Erlösungsplan. So ist Gott. Er hat den Menschen von Gott erzählt, vom Evangelium Gottes.
[43:39] Gut, Gott ändert sich nicht. All die Dinge, die Eigenschaften Gottes hat der Paulus offenbart. Im Himmel gab es zwar noch kein Erlösungsplan, es gab also noch kein Evangelium im engeren Sinne, aber gab es schon einen Charakter Gottes. War Gott im Himmel gut, weil er die Liebe gab es ein Gesetz?
[43:59] Gab es Welten und Engel, die Gott geschaffen hatte? Könnte sein. Ich stelle mir die Frage: Könnte es sein, dass der Luzifer, also er hat auch die Musik gemacht, ja, und seine primäre Aufgabe war quasi wie ein, wie ein Priester, wie ein Morgenstern, den anderen Engeln deutlich zu machen, wie Gott ist, weil er Gott noch besser kannte als alle anderen Engel. Er war ja noch mehr bei mir, kannte das Gesetz Gottes noch besser. Er hatte noch tiefere Einsicht in die Liebe Gottes als alle anderen Sündlosen Engel.
[44:40] Und das ist eigentlich so interessant, weil das bedeutet, dass nämlich genau der gefallen ist und gegen Gott rebelliert hat, der genau mit der gegenteiligen Aufgabe betraut gewesen ist.
[44:56] Was uns übrigens auch sehr nachdenklich stimmen sollte, wenn wir von Gott eine Aufgabe bekommen haben, weil, wenn wir diese Aufgabe dagegen rebellieren, dann folgen wir letztendlich buchstäblich in den Fußstapfen dessen, der das zuerst getan hat.
[45:12] Und jetzt kommt noch ein wichtiger Punkt. In Daniel Kapitel 12 Sterne sind nämlich auch ganz offensichtlich ein Symbol für Botschafter.
[45:26] In Daniel Kapitel 12 und dort Vers 3. Daniel 12 Vers 3. Das heißt es: "Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung, und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich." Wer leuchtet wie die Sterne?
[45:43] Die, die anderen sagen, dass die Gerechtigkeit. Ja, nicht die sagen hier: "Ist die Gerechtigkeit bei mir." Ja, aber die Pharisäer, die sagen: "Ich bin die Gerechtigkeit." Sondern die auf die Gerechtigkeit Gottes hinweisen, die sich nicht selbst erhöhen, sondern auf das größere Licht weisen. So wie Johannes der Täufer, der gesagt hat: "Ich muss abnehmen, er muss zunehmen." Das war die Aufgabe von, von, von Luzifer. Er sollte sicherstellen, dass niemand denkt, dass Gott böse ist.
[46:11] Und dafür hat er Gaben übergaben bekommen, damit er sie einsetzt zur Ehre des Herrn, nämlich zur Ehre Gottes, zur Ehre Jesu. Wir bekommen alle unsere Gaben, alles theologische Erkenntnis, alles Wissen, den Heiligen Geist, alles, was Gott uns schenkt, aus diesem einen Grund, damit wir leuchten. Aber nicht, damit wir uns selbst in den Mittelpunkt stellen und sagen: "Schaut mal, wie toll ich leuchte."
[46:34] Sondern Morgenstern auf das größere Licht verweisen. Ja, dass wir sagen würden: "Das kleine Licht da, das ist das große Licht."
[46:40] Nun, und deswegen sagt die Bibel auch, dass sie Morgensterne Engel sind, denn Engel sind Boten. Ja, Engel sind Boten.
[46:50] Zum Schluss, vierte Mose 24. Vierte Mose 24, da geht es zwar nicht direkt um den Morgenstern, aber um einen Stern. Vierte Mose 24 und dort Vers 16. Vierte Mose 24 Vers 17, Entschuldigung.
[47:04] Vers 17. Das heißt es: "Ich sehe ihn, aber jetzt noch nicht. Ich schaue ihn, aber noch nicht in der Nähe. Ein Stern tritt hervor aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel." Ihr kennt alle die Prophezeiung, und wen geht es hier? Wer ist der Stern, der sich erleben wird?
[47:34] Jesus. Aber interessant ist, dieser Stern wird gleichgesetzt mit einem Zepter, ein König. Jetzt müssen wir zurück zu unserer Idee hier.
[47:45] Jesus sagt: "Ich bin der Morgenstern, ich bin die Wurzel und der Brust David ist ein König." Er ist ein König. Da war ein König.
[47:57] Kein Tyrann, keine Diktator, sondern ein König, der dient. Und als er auf die Erde kam, was hat er gesagt? Hat er gesagt: "Ich bin Gott, was ich sage, gilt, ihr müsst mich ehren."
[48:16] Was hat er gesagt? "Mein Vater, mein Vater." Er, der Gott ist, nimmt die Rolle eines Morgensterns einfach. Und auf der Erde sagt er: "Mein Vater, ich tue nichts, was nicht mein Vater mir gesagt hat." Er, der aus sich selbst hätte reden können, das wäre nicht mal verderblich gewesen für uns, weil...
[48:36] mal verderblich gewesen für uns, weil selbst Gott hat sich völlig abhängig gemacht vom Vater, hat die Worte des Vaters erhöht, hat den Charakter des Vaters erhöht. Er wollte, dass die Menschen seinen Vater kennenlernen. Deswegen ist er auf die Erde gekommen, damit wir mit dem Vater versöhnt sind. Er wurde dann zum Hohenpriester, der uns zeigt, wie Gott ist. Der sozusagen, man kann sich das fast vorstellen, als Lucia bekommt eine Aufgabe, die er völlig vermasselt, der überhaupt, also das Gegenteil macht. Und Jesus geht, er wird nicht nur Mensch, er stellt sich auch an diese Position und sagt: "Das, was du zu mir eigentlich hättest machen sollen, der macht das Universum zu zeigen, wie Gott ist. Das mache ich jetzt." Ja, erniedrigt sich auch in dieser Hinsicht, wird Morgenstern, um auf den Vater zu weisen.
[49:25] Und wenn der Morgenstern in unseren Herzen aufgeht, dann werden wir genau zu solchen Königen wie Jesus. Schaut mal mit mir in Offenbarung 1. Damit enden wir. Offenbarung 1. Nebenbei war offen, morgen eins war Luzifer ein König. Doch Jesaja 14 sagt: "Ich will meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen." Er war ein König, denn wenn Gott regiert, haben alle anderen auch mit Anteil. Er war ein König, hat einen Thron, nur er wollte diesen Thron erhöhen, er wollte sich selbst erhöhen auf den Thron. Ja, er war ein König, der sich, der zum Diktator werden wollte und deswegen ist er gefallen. Aber Gott ist kein König, der ein Diktator ist, der sich selbst erhöht.
[50:12] Schaut mal in Offenbarung 1, wozu Gott uns macht, wenn wir Jesus annehmen. Es heißt in Vers 5: "Und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut und uns zu Königen und Priestern, ein Diener, ein königlicher Diener." Ja, so wie Jesus. Ja, wir sind zwar nicht Gott, aber wir können den Charakter Jesu, der anderen dient, widerspiegeln. Und in der Hinsicht bekommen auch wir dann den Morgenstern. Ja, auch wir sind in so einer Weise dann quasi wie ein heller, leuchtender Morgenstern. Wir können schon in dieser Welt, vor der Wiederkunft Jesu, wie eine Art Morgenstern sein. Ja, wir können den Charakter Gottes, soweit wir es als Menschen leben können, widerspiegeln, damit wir auf Jesus verweisen, so wie Jesus den Charakter Gottes vollkommen wiedergespiegelt hat auf dieser Welt, um seinen Vater zu beweisen, dass das Wesen Gottes, das alles verwirkt, sich hätte dem einen Begriff Morgenstern.
[51:19] Ja, Jesus sagt einfach: "Ich will in den Morgenstern geben." Heute Morgenstern geben. Aber wenn man da anfängt, darüber nachzudenken, dann merkt man, das ganze Evangelium steckt dahinter und der ganze große Kampf und Gottes großer Plan und die Natur Jesu, seine Göttlichkeit und seine Menschlichkeit und unsere Aufgabe für die Endzeit. Und das alles als Verheißung, wenn wir treu sind, wenn wir überwinden, dann haben wir Anteil daran. Dann werden wir nicht nur Vollmacht haben über die Nationen, sondern wir werden auch den Morgenstern empfangen.
[51:50] Und ich möchte gerne in meinem Leben, ich weiß nicht, wie es mit euch ist, ich bin mir sicher, ihr möchtet auch. Ich möchte in meinem Leben erleben, wie Gott mich zu einem königlichen Diener macht, zu einem König und seinem Priester, der nicht auf sich selbst verweist, sondern auf Jesus, auf Gott.
[52:07] Und noch gemeinsam wieder Kindern. Lieber Vater im Himmel, was für eine wunderbare Botschaft, die du in deinen Wort hineingelegt hast. Ist nur ein Wort, der Morgenstern, aber die Idee dahinter ist so faszinierend, so wunderschön. Und wir danken dir, dass wir heute etwas mehr darüber verstehen und lernen durften. Herr, danke, dass du uns auserwählt hast, obwohl wir schwach und hilflos sind und so viel Fehler gemacht haben in unserem Leben, dass du uns auserwählt hast, dass wir als König und Priester, als sein heiliges Volk, anderen Menschen zeigen dürfen, wie du bist, dass du ihn erzählen können, dass sie bei dir erlebt haben, nicht um uns die Ehre zu geben, sondern dir die Ehre zu geben und damit zu zeigen, wie es in deinem Königreich zugeht, um das Wesen eines Königreiches zu erklären. Herr, gib, dass wir noch besser verstehen, wie du wirklich bist und dass wir durch Anschauen verwandelt werden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
Lizenz
Copyright ©2023 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.