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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt zu Offenbarung 3, Vers 1, taucht Christopher Kramp tief in die Botschaft für die Gemeinde in Sardes ein. Er beleuchtet die historische Bedeutung der Stadt Sardes und wie diese mit dem biblischen Text zusammenhängt. Dabei wird die Selbstvorstellung Jesu als derjenige, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat, ausführlich analysiert und mit früheren Kapiteln der Offenbarung sowie alttestamentlichen Texten wie Jesaja 11 in Verbindung gebracht. Die Predigt betont die untrennbare Verbindung zwischen dem Heiligen Geist und der Gemeinde.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr da seid heute Abend und schön, dass ihr live eingeschaltet habt auf joelmedia.de. Wir beginnen heute ein neues Kapitel. Ja, wir gehen zwar langsam voran, aber wir gehen voran. Ja, mit der Zeit merkt man, dass man so die Abstände schafft und das dritte Kapitel eröffnet mit einer neuen Gemeinde. Ja, wir haben uns jetzt lang und ausführlich mit Thira beschäftigt. Ich weiß gar nicht, wie viel Monate, aber das war schon ausführlich, weil auch langer Zeitraum von über 1000 Jahren. Und jetzt kommen wir zur Gemeinde Sardes. Ich habe überlegt, ich würde vermuten, die Gemeinde Sardes ist von allen Gemeinden wahrscheinlich die, über die am wenigsten gepredigt wird, am wenigsten so gesprochen wird. Und deswegen lohnt es sich mal genauer hinzuschauen. Ich glaube auch heute schon im ersten Vers werden wir so etwas richtig aufrüttelndes lesen und verstehen. Und damit wir es auch verstehen und Gott einladen, dass er unsere Gedanken führt.

[1:53] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir die Offenbarung haben, dass wir sie lesen können, dass wir sie studieren können, dass du durch deinen Heiligen Geist heute zu mir und zu jedem einzelnen von uns sprechen möchtest. Wir möchten dich bitten, dass die Botschaft uns wirklich in unserem tiefsten Innern Herzen erreicht, dass wir merken, wie sehr wir dich brauchen, wie sehr wir das Wirken des Heiligen Geistes brauchen in unserem Leben, jetzt in dieser Zeit der Weltgeschichte. Wir möchten dich bitten, dass die Botschaft in Offenbarung 3, Vers 1 zu einer persönlichen Botschaft für uns wird. Das alles bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:45] Schlagt bei mir auf Offenbarung Kapitel 3, Vers 1. Offenbarung Kapitel 3, Vers 1. Das Thema heute ist wirklich super praktisch und enorm wichtig. Bin ganz begeistert über dieses Thema in Offenbarung 3 und dort Vers 1. Wer mag den Vers mal lesen?

[3:14] "Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Das sagt, welcher die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat. Ich kenne deine Werke, du hast den Namen, dass du lebst, und bist doch tot."

[3:28] Genau, willkommen zur fünften Gemeinde. Wir kommen zur Gemeinde Sardes. Manchmal findet ihr auch Sardis. Im Griechischen heißt eigentlich Sardis, mit E-I. Also das könnt ihr euch aussuchen. Weiß jemand von euch so ganz... irgendetwas? Das sind jetzt die fünf Minuten Geschichte. Danach waren wir den...

[3:47] ...restliche Studium, aber fünf Minuten Geschichte. Ach, höchstens müsste mir einräumen. Weißt jemand, wo Sardes liegt und was es mit Sardes irgendwie auf sich hat? Pergamon weiß man, Pergamon hat man auch schon einiges gehört über diese ganzen Dinge, die dort waren. Aber das hat... Habt ihr irgendwann in deinem Leben schon mal außerhalb der Offenbarung auf Sardes gestoßen? Etwas über Sardes?

[4:11] Noch nie gehört? Nicht so schlimm. Das liegt natürlich, wie alle anderen sechs Gemeinden, ungefähr wo? Also ungefähr so auf der Weltkarte in Kleinasien. Genau, also in der heutigen Westtürkei. Ja, also da sind diese ganzen Gemeinden so oft wie auf einer Perlenschnur fast aufgereiht. So, das ist von den Gemeinden relativ weit im Zentrum, so also Richtung Zentrum der Türkei. Und Sardes war früher eine königliche Hauptstadt und zwar eines relativ bekannten und wichtigen Königreichs. So, gegen Ende der Zeit des Alten Testaments. Weiß jemand von euch, welches Königreich in Kleinasien, also der heutigen Westtürkei, da sich so in der Zeit von Daniel und davor und kurz danach da gewesen ist?

[5:00] Ja, zur Zeit von Daniel, kurz davor, da gab es ein König. Das habt ihr alle schon mal gehört, wenn ihr Daniel studiert habt und habt es nie damit in Verbindung gebracht. Das war die Hauptstadt von Lydien. Ich mal gehört, Lydien. Vielleicht könnt ihr euch daran erinnern, dass die Meder und Perser das zweite große Weltreich, drei Nationen haben, nämlich Babylon, Ägypten und das hier. Das sind erwähnt und man weiß eigentlich nicht, ja, das ist in der Westtürkei. Das ist Lydien. Ihr kennt alle mit Sicherheit den letzten König der Lüder, das war nämlich Krösus.

[5:35] Krösus. Reichtum. Ja, ob der Krösus der letzte König von Sardes wirklich reich gewesen ist, wissen wir nicht, aber wahrscheinlich kommt die Legende daher, dass tatsächlich in Lydien das Münzgeld erfunden worden ist. Womit hat man früher bezahlt, also bevor man Münzen hatte?

[5:58] Mit Naturalien, natürlich. Mit Gerste und mit... Aber man hat schon auch mit Metall bezahlt, aber das waren dann so Silberstücke, ja, sondern dann irgendwie gebrochen oder gehackt, besser gesagt, ja, abgewogen. Und die sind wahrscheinlich so, ist es geschichtlich zumindestens rekonstruiert, die ersten gewesen, auf die Idee gekommen sind, dass man das so quasi standardisiert, so kleine, kleine Stückchen macht, das waren dann so und so Münzen geprägt haben aus Elektrom.

[6:20] Ja, was da gewonnen wurde, so ähnlich wie viel Gold. Und weil die halt so viele Münzen dann hatten, ja, entstand diese Geschichte, da hat der Krösus ist so reich, reich wie Krösus. Die war natürlich eng mit den mit den Griechen immer hin und her. Wenn ihr mal euch Herodot interessiert habt, da kommt das ganz viel vor. Ist nicht so wichtig. Und Kyros hat dann die Lydier besiegt. Ja, vielleicht kennt ihr die Geschichte, dass er die Kriegslist angewandt hat und... wusste, dass die Lydier eine ganz tolle Kavallerie hatten mit tollen Pferden. Und dann hat er seine Soldaten auf Kamele steigen lassen, weil er wusste, dass Pferde keine Kamele riechen können.

[7:00] Und dann, als die Perser auf ihren Kamelen angeritten kamen und die Lydier aus der Stadt geritten kamen mit ihrer Kavallerie, dann sind die Pferde gescheut, weil sie die Kamele gerochen haben. Ja, und so hat dann der Kyros Sardes. Oh Gott, ähm, also nur, dass das ist so ein bisschen, was eigentlich so im Hintergrund eine alte Königsstadt aus der Zeit des Alten Testaments. Natürlich jetzt auf der anderen Seite, Offenbarung, was so lange passieren. Ich war das, das war dann Zeit, das war dann Teil des persischen Reiches und was Teil des griechischen Weltreiches. Dann ist es irgendwann mal untergegangen in einem Erdbeben zur Zeit von Kaiser Tiberius. Dann wurde es wieder aufgebaut. Jetzt war es halt eine von vielen griechischen Städten dort in Kleinasien mit einer großen Mixtur von verschiedenen Völkern, die dort gelebt haben. Oder weil es eine christliche Gemeinde, also nur einmal so ein bisschen euch eine Vorstellung machen können, dass Sardes eigentlich meine wichtige Stadt war. Ja, das war so richtig. Also das war wahrscheinlich mit die berühmteste Stadt von all den sieben Gemeinden da in der Gegend, so vom von der politischen Bedeutung her oder von der geschichtlichen Bedeutung.

[7:54] Aber natürlich schreibt Johannes die, das sind Schreiben an die Gemeinde Sardes, nicht wegen der Vergangenheit, ne? Das interessiert ihn jetzt eigentlich nicht, sondern er schreibt es wegen der Zukunft. Ja, also natürlich wussten wir auch gerne etwas über die Gemeinde von Sardes damals, die christliche Gemeinde. Aber wie viel wird uns in der Poststelle Geschichte oder in sonstigen Briefen über die Gemeinde in Sardes berichtet? Also bei manchen Gemeinden, wie Ephesus, den Epheserbrief, ja, oder da kommt man hier und da so ein Stückchen vor. Aber wir wissen jetzt nicht so viel über die Gemeinde Sardes zur Zeit von Johannes. Aber wir haben ja schon gelernt, diese sieben Gemeinden sind ja eigentlich vor allem Symbole, sind mit Tafeln oder Gleichnisse für die verschiedenen Abschnitte der Weltgeschichte. Da müssen wir jetzt im Kopf behalten, diese Gemeinde Sardes, die ist damals gab eine Kirche, eine christliche Gemeinde dort an diesem Ort. Die hat Jesus angesehen und gesagt: "So, wie es bei euch gerade in der Ortsgemeinde los ist, wie es bei euch gerade zugeht, so wird es einmal allgemein in der Christenheit sein zu einem bestimmten Zeitpunkt." Und das wollen wir ein bisschen besser verstehen.

[9:04] Wie immer beginnt es mit einer Aussage von Jesus über sich selbst. Wir haben gelernt, in allen Sendschreiben beginnt Jesus immer mit z.B. "Das sagt der, welcher die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat." Das ist interessant, das darf man nicht überlesen. Er sagt, also die sieben Geister und die sieben Sterne. Beides ist relativ bemerkenswert, wenn ihr die letzten Monate gut aufgepasst habt. Wir haben nämlich gelernt, okay, fangen wir andersrum. Hat es denn eins von den beiden schon mal gegeben irgendwo hier in den Sendschreiben?

[10:07] Genau, es hat schon einmal gesagt: "Ich bin der, zu einer Gemeinde, ich bin derjenige, der den Stern in der Hand hat." Und zwar zu welcher Gemeinde? Wo finden wir schon mal, dass er sagt: "Ich habe sie"? Genau, also da werden wir gleich noch darüber sprechen. Das ist das kommt zum zweiten Mal vor. Ja, bisher hatten wir immer verschiedene Attribute, die Jesus hat, und es waren jedes Mal andere. Hier kommt zum ersten Mal etwas vor, was schon mal vorkam. Hatte sieben Sterne. Und wo kam und diese ganzen Attribute, woher kommen die eigentlich? Also, den hat er sich einfach ausgedacht oder womit hängen diese ganzen Attribute von Jesus zusammen? Er stellt sich ja jeder Gemeinde anders vor, aber woher nimmt er das jeweils? Wo kam das alles schon mal vor, dass wir das im Hinterkopf behalten?

[11:02] Offenbarung Kapitel 1 bei der Beschreibung von Jesus selbst. Genau in Offenbarung 1, als Jesus auf Patmos erschienen ist, bevor er sagt: "Schreibe das nieder." Da wird gesagt, dass Jesus durch die sieben Leuchter ging, dass Jesus tot war und lebendig war, dass er sieben Sterne in der Hand hat und so weiter. All das wird jetzt in den Sendschreiben immer wieder aufgegriffen.

[11:26] Das auch. Schaut mal, in welchem in welchem Vers in der Selbstbeschreibung von Jesus ab Offenbarung 1, Vers 11 oder 12, besser gesagt, wird gesagt, dass Jesus die sieben Geister hat.

[12:02] Ich habe ganz bewusst gefragt, von Vers 12 bis 20, dort, wo Jesus sich vorstellt im Johannes. Ja, ab Vers 9 sagt er: "Johannes, ich war auf Patmos, nicht wahr? Ich war da alleine. Jesus kam, hatte mir vorgestellt." Und bisher, ja, sehr gut, aber bisher waren alle Attribute von Jesus, die sich mit denen er sich den Gemeinden vorstellt, aus dieser Beschreibung von Jesus. Könnt ihr sie finden, diese sieben Geister in Vers 12 bis 20? Nein. Das heißt, sie kommt zum ersten Mal etwas vor, womit er sich noch nicht in Offenbarung 1 vorgestellt hat.

[12:42] Interessant. Jetzt hast du Recht, die kommen schon mal vor, nämlich wohin? Vers 4. Und was bedeutet, einfach gesagt, in Vers 4. Maximal vorlesen.

[12:57] "Johannes an die sieben Gemeinden, die in Asien sind: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, und von Jesus Christus."

[13:13] Der wird also gesagt, ganz am Anfang, das war nur der Gruß, mit dem Johannes die Offenbarung grüße euch alle und zwar: "Ich grüße euch von dem von am Ende Jesus Christus." Genau, dann...

[13:22] ...der war, der ist und er kommt. Was ist wer ist das? Also, wenn er sagt, immer ganz kurz, er sagt: "Ich grüße euch von dem, der war, ist und kommt, und von den sieben Geistern, und von Jesus Christus." Dann ist der, der war, ist und kommt, der Vater. Oder er sagt: "Ich grüße euch von dem, der war und ist und kommt, und ich grüße euch von den sieben Geistern, und ich grüße euch von Jesus Christus." Alle drei, der Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist. Die sieben Geister Gottes. Wenn wir gleich noch ein bisschen ausführlicher studieren, haben natürlich etwas zu tun mit dem Heiligen Geist.

[14:02] Dahin Offenbarung 1, Vers 3 und 4 kommen sie schon mal vor. Wir gehen mal ein bisschen weiter in Offenbarung. Die kommen nämlich öfter vor hier am Anfang der Offenbarung. Schaut mal mit mir ein...

[14:13] ...Offenbarung 4. Offenbarung 4 und dort Vers 5.

[14:20] Offenbarung 4 und dort Vers 5. Johannes dann etwas später in der Vision im himmlischen Tempel und er sieht den Thron Gottes und vor dem Thron Gottes sieht er etwas stehen, nämlich in Vers 5. Wer mag das lesen von Offenbarung 4 und...

[14:39] ...von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus. Und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind." Genau, die sieben Geister werden in der Vision am Thron Gottes wieder dargestellt.

[14:52] Wie wenn sie dargestellt. Genau. Und zwar, wie viele? Sieben Feuerfackeln. Sieben Feuer. Fackeln. Jetzt, wenn ihr an die Offenbarung denkt, sieben Fackeln, was machen Fackeln?

[15:08] Sie leuchten. Gibt's noch irgendwo eine...

[15:10] Offenbarung 7. Leuchte. Wo gibt's denn auf dem Baum?

[15:19] Ja, in der Offenbarung erstmal noch das. Das ist gut. Aber bin auf dem Baum.

[15:26] Genau, eins der geht ja Jesus zwischen den sieben Leuchtern. Oder er geht zwischen den sieben Leuchtern. Und wofür stehen die sieben Leuchter?

[15:35] Genau, die sieben Gemeinden sollen ja Leuchter sein. Haltet es im Hinterkopf. Nicht wahr? Und da haben wir damals, als wir das studiert haben, gesagt: Im Himmel, der Heilige Geist am Thron Gottes wird beschrieben als sieben Feuerfackeln. Die Gemeinde Gottes auf der Erde wird beschrieben als sieben Leuchter, um deutlich zu machen, es gibt eine untrennbare Verbindung zwischen dem Heiligen Geist und der Gemeinde. Denn wann ist die christliche Gemeinde gegründet worden? Wodurch? Durch die Ausgießung des Heiligen Geistes. Als zu Pfingsten der Heilige Geist vom Himmel kam, sozusagen eine Verbindung zwischen dem Thron Gottes und der Gemeinde auf Erden geschaffen hat. Da begann die Gemeinde zu leuchten. Petrus hat gepredigt und 3000 Menschen haben sich bekehrt. Ja, das ist das Leuchten der Gemeinde. Und immer dann, wenn der Heilige Geist und die Gemeinde zusammenarbeiten, dann leuchtet sie. Das ist die Idee. Sieben Feuerfackeln, das Wirken des Heiligen Geistes.

[16:30] Aber jetzt gibt's noch was Interessantes, denn Jesus sagte hier: "Ich bin derjenige, der die sieben Geister hat." Ja, der gibt also Jesus sagt nicht einfach nur, es gibt sieben Geister und ihr braucht die sieben Geister. Er sagt: "Ich bin derjenige, der die sieben Geister hat."

[16:45] Und wenn ihr in Offenbarung 4 noch seid und einfach das Offenbarung 5 weitergeht, dann stellt ihr fest, dass dort die sieben Geister schon wieder vorkommen. Und zwar waren Offenbarung 5 und dort Vers 6.

[17:14] Ja, genau, danke. Und ich sage mitten zwischen dem Thron und den vier Gestalten und mitten unter den Ältesten stand ein Lamm, wie es erwürgt wäre. Und hat es sieben Hörner und sieben Augen. Das sind die sieben Geister Gottes, gesandt in alle Lande.

[17:30] Genau, hier werden die sieben Geister noch anders beschrieben, nämlich als sieben Augen und als sieben Hörner. Aber das Entscheidende jetzt hier ist, diese Hörner und Augen sind an was? An einem Lamm. Bei dir stand: "Wie es erwürgert war." Bei mir stand: "Hat jemand eine andere Übersetzung noch?" Schlachtet. Ja, also ein getötetes Lamm. Und in der Offenbarung ein Lamm, das geschlachtet worden ist, ein Lamm, das getötet worden ist, ist natürlich ein Symbol für wen? Jesus. Also, wer Offenbarung 5 liest, stellt fest, Jesus, der für mich am Kreuz gestorben ist, wird dargestellt als, dass er die sieben Geister hat.

[18:14] Jesus sagt hier in der Gemeinde: "Ich bin der, der die sieben Geister hat." Interessant ist, das hatte er dem Johannes vor Offenbarung 1 noch gar nicht so offenbart. Das kommt erst auf morgen 4. Und ohne jetzt, das nur eine Fußnote für alle, die schon mal so weit ist das studiert haben und sich für Offenbarung 4 und 5 interessieren. Da kommen wir dann mal ein paar Monaten dazu. Und der Fußnote, ich glaube, das ist ein guter Hinweis dafür, dass Offenbarung 4 und 5 bei der Himmelfahrt Jesu spielen und nicht beim Untersuchungsgericht. Denn die Gemeinde Sardes muss schon davon wissen, und die ist definitiv vor dem Gericht. Ja, es gibt immer so eine Diskussion, ist Offenbarung 5:4 das Gericht oder die Himmelfahrt. Ja, und ich glaube, dass ein interessanter Hinweis darauf. Aber das nur so als Fußnote. Könnte einfach mal so im Gedanken weiter bewegen. Jesus wird dargestellt als der... also hier ist ein Engel, Verbindung mit Jesus. Und das geht alles zurück, alles, was du gerade gelesen haben, auf einen alttestamentlichen Text.

[19:07] Kennt ihr einen Text in der Bibel im Alten Testament, wovon sieben Geistern die Rede ist?

[19:15] Rede ist. Also, das steht nicht "sieben Geister" da. Wird gesagt, der Geist ist und der Geist des und der Geist des und der Geist des. Sondern zusammenzählt es, es ist sieben Mal.

[19:28] Alle diese Stellen beziehen sich auf Jesaja 11. Schaut mal mit mir in Jesaja 11 und dort in Vers 1 und 2.

[19:36] Jesaja 11, Vers 1 und 2. Da heißt es: "Und aus dem Stamm Jesse wird ein Schössling hervorgehen, und ein Zweig aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen. Und der Geist des Herrn wird auf ihm ruhen, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn."

[20:28] Genau, das ist mit anderen Worten der Heilige Geist, dass der Geist Gottes. Und er wird hier in quasi sieben Facetten beschrieben. Und die Zahl Sieben in der Bibel hat meistens auch was für eine Bedeutung. Was für eine Assoziation verknüpft man mit Sieben?

[20:43] Vollkommenheit. Heiligkeit. Der Gott hat die Welt in sieben Tagen vollendet. Der siebte Tag ist geheiligt. Ja, das ist der Heilige Geist sozusagen in Vollendung, könnte man sagen. Das ist das interessante Bild, ja, dass da, wenn ich mir das vorstelle, dass du ein Stumpf, ein Baumstumpf ist abgeschnitten, da kommt so ein kleiner Zweig raus, sieht eigentlich relativ schwach aus, sieht nicht so aus, als ob du irgendwas aushalten könntest. Aber auf ihm gut, nicht einfach nur der Geist Gottes, sondern siebenfach. Und wann immer die Bibel vom Heiligen Geist spricht, spricht von Kraft. Wie gesagt, Jesus ist mit dem Heiligen Geist und mit Kraft gesalbt worden. Ja, wann immer der Heilige Geist auf die Richter kam, auf die Könige, haben sie die Feinde in die Flucht geschlagen. Mit anderen Worten, hier ist die ganz krasse...

[21:29] ...das Evangeliums. Auf Jesus, in Jesus, denn was sagt Paulus? Das Evangelium ist was? Es ist eine... Er sagt: "Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden." Ganz genau. Wir sehen also, dass Jesus mit dem Heiligen Geist in besonderer Weise erfüllt war. Und wir wissen ja, wann Jesus mit dem Heiligen Geist gesalbt worden ist? Oder man ist ja dann, was fand er eigentlich noch statt?

[22:03] Seine Taufe. Nun, war Jesus vorher nicht mit dem Heiligen Geist erfüllt? Selbstverständlich. Ja, er hat ein sündloses Leben gelebt, seine knapp 30 oder ungefähr 30 Jahre seines Lebens, bevor er getauft worden ist. Das schafft nicht einen einzigen Tag, nicht eine einzige Minute ohne den Heiligen Geist. Er war die ganze Zeit vom Heiligen Geist erfüllt. Die Bibel sagt, er nahm zu an Weisheit und Gnade bei Gott und den Menschen.

[22:24] Was war also dann das Besondere seiner Salbung mit dem Heiligen Geist? Was war dann nach seiner Taufe anders als vor seiner Taufe?

[22:34] Jetzt ein Werk begonnen hat, angefangen.

[22:34] jetzt ein Werk begonnen hat, angefangen das Evangelium zu predigen. Das, was war, das allererste, was er gemacht hat.

[22:42] Genau, was macht ein König, wenn er im Alten Testament schaut? Ein König wird mit dem Heiligen Geist erfüllt. Ein Richter wird mit dem Heiligen Geist erfüllt. Was ist das erste, was er macht?

[22:52] Ja, vielleicht nein, aber wenn es heißt, der Geist kam auf Jeftah, der Geist kam auf Simson, der Geist kam auf Othniel, der Geist kam auf diese Richter und auf diese Könige. Was haben die dann immer sofort gemacht?

[23:05] Sofort gemacht. Das heißt, der Geist kam auf Simson. Was hat er dann gemacht?

[23:12] Ja, er hat Feinde besiegt. Der Geist kam auf Saul und er hat die ganze Armee in die Schlacht geführt. Der Geist kam auf Jeftah und er hat die Feinde besiegt. Der Geist kam auf Jesus und war das, was war das allererste, was er gemacht hat?

[23:26] Er hat den Krieg gegen den Feind schlechten geführt, nicht in die Römer, nicht gegen die Perser, sondern gegen den Satan. Das allererste, weil er wirklich König war, ist der König der Könige. Er führt Krieg gegen den Satan. Und als er ihn in der Wüste besiegt hat, beginnt er, dem Satan seine Anhänger zu haben. Er beginnt sein Reich auszubreiten, ja, und zwar von Herz zu Herzen, von Wohnung zu Wohnung, von Familie zu Familie, von Heilung zu Heilung. Und er fängt es an.

[23:53] Und wann soll es beendet sein? Ist das Reich Gottes an die ganze Welt gegangen? Deswegen sagte die Bibel, wenn das Evangelium vom Reich Gottes, also von der Königswirtschaft Jesu, gepredigt wird bis an das Ende der Welt, dann kommt Jesus wieder. Ich war um sein Reich in Besitz.

[24:13] Das ist ein fantastisches Thema. Was ich damit sagen wollte, ist, Jesus hat mit dem Heiligen Geist gesalbt, hat angefangen, die Wahrheit vom Evangelium zu predigen, ja, sozusagen Krieg zu führen gegen den anderen. Mit anderen Worten, ja, und dem Satan seine Untertanen zu entreißen.

[24:29] Und die Bibel sagt, schaut mal mit mir in Johannes Kapitel 1, dass Jesus nicht nur selbst mit dem Heiligen Geist erfüllt war, um das zu tun, sondern in Johannes 1 und dort in Vers 33, Johannes 1 Vers 33, da sagt hier Johannes der Täufer: „Und ich erkannte ihn, also Jesus, ich erkannte ihn nicht, aber der mich sandte mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: „Auf den du den Geist herabsteigen siehst, er absteigen und auf ihm bleiben siehst, der ist es, der da tauft.“

[25:08] Mit dem Heiligen Geist. Johannes der Täufer hat Menschen im Wasser getauft. Und wie hatte sie getauft? Also, wie wurde ein Mensch getauft? Wurde er mit so Wasser angespritzt? Wurde er angesprenkelt? Er wurde, sein ganzer Körper, seine ganze Person wurde in das Wasser hineingetaucht, so dass, als sie raus kam, voller Wasser, ne?

[25:32] Jetzt werden wir die Analogie nehmen. Was heißt das über die Taufe mit dem Heiligen Geist? Heißt das, dass Jesus uns einfach so ein bisschen Heiligen Geist geben möchte? So, du brauchst noch ein bisschen Kraft für dein Leben. Er möchte, dass unser ganzes Leben vom Heiligen Geist erfüllt ist.

[25:48] Jetzt kann man natürlich überlegen, was passiert, wenn ein Gläubiger mit dem Heiligen Geist erfüllt ist? Wir sehen ja, was passiert ist, als Jesus den Heiligen Geist bekommen hat. Er hat angefangen, das Reich Gottes zu verkündigen in Kraft und Vollmacht. Was passiert, wenn ein Mensch mit dem Heiligen Geist erfüllt ist? Er tut genau dasselbe.

[26:04] Das wird jetzt für die Gemeinde so ganz wichtig, denn das erste, was Jesus der Gemeinde sagt, er sagt: „Ich bin der, der die sieben Geister hat. Ich bin erfüllt mit dem Heiligen Geist. Ich habe den Heiligen Geist. Ich kann ihn euch geben.“

[26:17] Wie wichtig ist die Taufe mit dem Heiligen Geist? Sie ist lebensnotwendig, denn Jesus sagt: „Es sei denn, dass ein Mensch durch Wasser und Geist getauft wird, so sonst kann er nicht das Reich Gottes sehen.“ Ja, das ist die Bedingung. Wir brauchen den Heiligen Geist, um das Reich Gottes sehen zu können.

[26:37] Schaut mal mit mir in Johannes 15. Jesus hatte viele Themen, die er gesprochen hat. Wisst ihr, was ein Lieblingsthema war? Wenn das am meisten gepredigt hat von allen Themen, die es gab. Jesus hat am meisten über den Heiligen Geist gepredigt, gerade nachher in Johannes 14, 15, 16. Unmengen an unglaublich tollen Aussagen von Jesus über den Heiligen Geist.

[27:00] Greifen wir nur eine raus in Johannes 15 und dort Vers 26. Johannes 15 Vers 26 sagt: „Wenn aber der Beistand kommen wird, den ich euch vom Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der von mir Zeugnis geben.“

[27:24] Auch ihr werdet den Heiligen Geist bekommen.

[27:28] Fußnote: Jesus ist mit dem Heiligen Geist gesalbt worden. Habt ihr auch mitbekommen, dass vor wenigen Tagen ein Mensch gesalbt worden ist? Nicht mitbekommen? Die ganze halbe Welt hat mitbekommen, dass das britische Königshaus ist noch das einzige Königshaus in der Welt, das bei einer Königskrönung noch eine Salbung durchführt. Ja, und die ist so heilig angeblich, dass sogar immer noch, wie vor 70 Jahren bei der Salbung von Charles, da wurden dann so Wände aufgestellt, dass man es nicht gesehen hat, wie er gesagt worden ist.

[28:01] Er, wisst ihr, womit der Charles gesagt worden ist? Er wurde mit Salböl gesalbt und zwar mit Öl direkt von Oliven aus Jerusalem nach ganz spezieller Rezeptur gesalbt, äh, gesegnet von Patriarchen von Rosalle. Also da hat man da in Jerusalem vom Berg, vom Ölberg Oliven genommen, paar Sachen dazu genommen, dann hat der Patriarch das gesegnet, dann wird das nach England gebracht und damit ist der Charles gesagt worden. Ja, riesen, riesen Sachen. Das ist das einzige Königreich noch in der Welt, wo eine echte Salbung, wie vor 1200 Jahren stattfindet, zum Teil noch mit mittelalterlichen Geräten.

[28:39] Und was jetzt sehr interessant ist, Jesus auch gesagt worden war in einer Kathedrale, war da eine große, ein großer Chor von Leuten, die da gesungen haben. Nein, aber Jesus, als er gesagt worden ist, war demütig, ganz einfach. Hätte nicht mal erkannt, dass er was Besonderes. Das hat sich eingereiht bei Johannes dem Täufer, um getroffen zu werden.

[29:13] Was gibt's noch, was ganz spannendes hier? Denn Jesus ist am Kreuz von Golgatha gestorben, er ist auferstanden und dann ist er in den Himmel gefahren, um was zu tun?

[29:30] Und mein Sohn. Und zwar wo? Im Heiligtum. Wenn man im Heiligtum als Hohepriester eine Aufgabe beginnt, was ist das erste, was man tun muss, um als Hohepriester arbeiten zu können im Alten Testament? Was gesagt werden? Das heißt, Jesus wurde noch mal gesagt, er wurde am Jordan gesalbt mit dem Heiligen Geist. Er wurde offensichtlich im Himmel noch mal gesalbt, diesmal nicht in einer Kathedrale, nicht, sondern im himmlischen Tempel, ja, mit dem ganzen Chor von Millionen.

[30:00] Also das, da kann der Charles ab. Also das sind nichts, nichts. Und das erst gesagt war mit dem Heiligen Geist.

[30:09] Schaut mal, ganz kurz, wir gehen gleich wieder zurück, aber das ist total spannend. Schaut mal im Psalm 133. Da gibt's nämlich eine schöne, eine richtig schöne, eine richtig poetische Beschreibung einer Priester-Salbung.

[30:26] Psalm 133, Psalm 133, und dort Vers 1, schaut mal. Psalm 133 und dort Vers 1, schaut mal. Psalm 133 und dort Vers 1. „Wie fein und wie lieblich ist, wenn Brüder in Eintracht beisammen sind.“ Ja, das ist das Ziel Gottes, dass die Gemeinde eins ist. Sieht von Jesus oder dem priesterlichen Gebet: „Auf dass sie alle eins sind, wie das feine Öl auf dem Haupt, das herabfließt in den Bart, den Bart Aarons, das herabfließt bis zum Saum seiner Kleider.“

[30:57] Wer war Aaron? Warum war Hohepriester? Hier wird quasi symbolisch die, die, die, also poetisch die Salbung von Aaron dargestellt. Wo, wo beginnt die Salbung? Wo kommt das Öl zuerst? Auf dem Kopf. Und was macht denn das Öl? Es fließt den Haaren auf die Schulter, in den Bart, ja, den ich jetzt nicht habe, aber fließt alles rein, ja. Und wo fließt es dann hin? Nach dem Gesetz der Schwerkraft zu den Füßen. Genau. Aber die Füße sind nicht so groß, dass sie alle Tropfen auffangen.

[31:29] Oder wo fließt es? Es tropft auf den Boden. Und dann der nächste Vers sagt wieder: „Taut es herab, das herabfließt auf die Berge Zions, denn dort hat der Herr den Segen verheißen.“ Wo ist Zion? Welche Stadt liegt auf den Bergen Zions? Jerusalem. Dort hat der Herr den Segen verheißen.

[31:49] Leben, ein bisschen Ewigkeit. Als Jesus in den Himmel aufgefahren ist, um dort gesalbt zu werden, was hat er seinen Jüngern gesagt? Wo sollen sie bleiben? In Jerusalem. Jetzt das König. Sagt: „Kümmert euch nicht um das Datum. Ja, bleibt hier in Jerusalem, die Verheißung vom Vater empfangen hat.“ Dann haben sie gebetet und waren sie dann wirklich eins. Sie waren ein Herz und eine Seele. Und dann wurde Jesus getauft im himmlischen Heiligtum mit dem Heiligen Geist, um als Priester dienen zu können.

[32:20] Also Symbol ist natürlich jetzt, das ist also nur ein Symbol, er hat eine Metapher, wieder Heilgeist an ihm herabgetropft ist, sozusagen und dann auf die Erde. Und als der Heilige Geist auf die Erde, in Anführungsstrichen, ja, symbolisch tropft, was passiert auf der Erde?

[32:34] Pfingsten. Die Ausgießung des Heiligen Geistes ist eigentlich die Krönung von Jesus im himmlischen Heiligtum.

[32:46] Stell dir mal vor. Glaubt ihr, der, der, also womit wohl niemand, also der, der Charles hat niemanden noch mit Salben lassen davon sein Untertan oder nicht. Gesagt: „Okay, ich werde gesalbt. Wer möchte noch gesagt werden?“ Oder aber Jesus sagt: „Ich werde gesalbt. Wer möchte auch noch gesalbt werden?“ Was sagt die Gemeinde in? Er sagt in der Gemeinde: „Leute zu ja, wer überwindet, der wird mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich mit meinem Vater überwunden habe und so weiter.“

[33:11] Wir befinden uns, Jesus ist ein König, der uns mit König sein lassen. Also er sagt: „Ihr könnt Könige erst König. Wir dürfen mit König sein. Erst Priester. Wir dürfen mit Priester sein. Wir dürfen mit ihm auf dem Thron sitzen.“ Er ist nicht für die Königinnen dieser Welt, die alles für sich haben wollen, nicht wahr, als Diktatoren, Tyrannen uns unterdrücken. Erst ganz anders.

[33:29] Und was ist passiert, als die Gemeinde mit dem Heiligen Geist erfüllt worden ist, als Jesus gesagt worden ist? Und was haben sie gemacht? Sind raus, sie haben geleuchtet. Oder sie haben geleuchtet.

[33:41] Jetzt müssen wir noch ganz kurz uns anschauen, was das alles bedeutet für die Gemeinde. Schade, dass wir haben gesehen, was sagt Jesus zur Gemeinde. Das auch übrigens nur ganz kurz, das haben wir schnell zusammengefasst. Die sieben Sterne in seiner Hand, die kennen wir schon, die haben wir schon studiert. Ja, die sieben Sterne, sagt Offenbarung 20, ganz kurz mal schauen, ob man eins bis 20. Diese Sterne sind ein Symbol für wen oder was?

[34:17] „Das Geheimnis der sieben Sterne, die du meine Rechte gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter ist: Die Engel der sieben Gemeinden.“ Ja, das sind die Boden, das sind die Prediger, das sind die Verkündiger. Ja, da geht es um diejenigen, die besonders, also die Sterne sind sowohl die Leuchten, ja, auch am Himmel für Moment, die Botschaft der Gemeinden. Und dieses bringt das beide zusammen. Er sagt: „Ich habe den, ich habe den Heiligen Geist und ich habe euch auch meine Hand.“

[34:38] Etwas das Problem in der Gemeinde, er sagt: „Ihr habt einen Namen, dass ihr lebt, und ihr seid tot.“ Das heißt, da gibt es einen krassen Unterschied zwischen dem Anspruch und der Realität. Ihr habt einen Namen, dass ihr lebt, aber tot. Das braucht man, wenn man tot ist.

[35:10] Aber aus Gottes Perspektive, wenn man tot ist, was braucht man? Leben. Man braucht eine Erweckung. Wir reden öfter über Erweckung, ja, aber Erweckung funktioniert nur dann, wenn ich verstehe, ich bin geistlich tot.

[35:27] Jetzt möchte ich kurz darauf eingehen, was eigentlich, also welche Zeit Epoche das hier ist. Wir haben schon ein bisschen vorgearbeitet, nicht wahr? Wir haben ja gesagt, davor ist die Gemeinde Türe und die gemeine Tür Tiere, da ist die gemeint, dass die Frau Isabel, ja, die Isabelle ist ein Symbol für die römische Kirche, egal Mittelalter, über die 1260 Jahre. Und die gehen noch mal von wann bis kurz noch eine Erinnerung haben von genau 538 bis 1798. Und dann haben wir gesagt, das ist die Zeit für Türe, ja, bis kurz ans Ende des 18. Jahrhunderts.

[36:09] Ihr werdet feststellen, es gibt immer wieder auch Ausleger, die sagen: „Einer nein, Türe ist kürzer, einige hunderte kürzer und endet schon bei der Reformation.“ Ja, der Hauptgrund dafür ist, dass sie sagen, die Reformation ist so ein beeindruckendes, großes, wichtiges und einschneidendes Ereignis gewesen, das muss irgendwo hier besonders hervorgehoben sein. Ja, das kann ich zwar nachvollziehen, nur das Problem ist, wenn wir jetzt diese Texte lesen in Sales, wenn wir feststellen, das passt nicht zu Reformation.

[36:35] Wir haben gesehen, in Türe gibt es einige Hinweise auf die Reformation, wie z.B. „deine späteren Werke sind mehr als die ersten“ oder „ich lege keine weitere Last auf euch“. Da ist diese Idee von Entwicklung von Reformation ist da drin. Ja, und die Reformation ist ganz wichtig, ist keine Frage. Aber konnte man 1517 oder 1520, als Luther vor dem Reichstag steht, konnte man sagen, wie die Gemeinde Gottes: „Du hast einen Namen, dass du lebst, und bist tot?“ Nein. Ja, weil also die römische Kirche war nie gemeint Gottes. Ja, die kann manchmal gar nicht gemeint sein. Und die Gemeinde Gottes zu dem Zeitpunkt war ja gerade am Aufbrechen. Da war ja gerade Reformation, da war ja gerade Erweckung. Das hat sich ausgebreitet. Werden das passt nicht dazu.

[37:16] Aber wenn wir ein bisschen jetzt weitergehen ins Jahr 1780 und einmal so ein bisschen uns gegenwärtigen, was war denn dort los in der Christenheit? Fangen wir erstmal, was war los mit der römischen Kirche? Papst Pius VI. wurde gefangen, vorübergehend erstmal aus dem Sichtfenster, weil sie noch offen morgen 13, was erhält eine tödliche Wunde. Ja, die wird wieder heil, aber momentan nicht. Das heißt, die römische Kirche ist schon mal hier aus dem Blickfeld. Wer bleibt denn noch übrig? Wer ist die Gemeinde Gottes im Jahre 1780?

[37:53] Der Protestantismus. Okay, danke schön. Es gibt die Methodisten und die Calvinisten und die Lutheraner und und und wie sie alle heißen. Es gibt die verschiedenen protestantischen Kirchen. Wir bleiben mal beim Begriff Protestantismus.

[38:08] Weil Jesus sagt ja: „Du hast einen Namen, dass du lebst.“ Warum heißen die Protestanten Protestanten?

[38:18] Fast. Haben also, es stimmt schon, dass sie auch gegen den Papst protestiert haben, aber deswegen heißen nicht Protestanten, obwohl sie natürlich auch gemacht haben. Aber deswegen.

[38:32] Ja, und zwar, ihr kennt er vielleicht, wenn ein bisschen die Geschichte von Luther kennen. Ich wüsste, das ging über mehrere Jahre, die Kapelle, Thesenanschlag und dann gab es die Rotation und dann gab es den von dem Reichstag 1521, aber auch dann 1521, also gesagt hat: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfen mir.“ Hießen sie noch nicht Protestanten. Und zwar gab es ein paar Jahre später, könnt ihr alles noch mal nachlesen im Buch „Vom Schatten zum Licht“, einen Reichstag in Speyer. Und bei diesem Reichstag in Speyer haben sich die, die römischen Vertreter überlegt, wie können wir das ganze eingrenzen? Weil man hatte gemerkt, das war wie ein Lauffeuer. Man hatte gesehen, man kann es nicht mehr auslöschen. Es war schon zu tief in bestimmten Teilen Deutschlands verankert, in Sachsen zum Beispiel. Man konnte es nicht mehr auslöschen.

[39:14] Jetzt hat man sich überlegt: „Okay, da kann man es ja vielleicht aufhalten, jemand ein Kompromiss macht und sagt, dass er vom Kompromiss, ihr dürft glauben, wie ihr wollt in eurem Königreich oder in eurem Fürstentum, dafür verpflichtet ihr euch nicht mehr zu missionieren und nicht nur woanders hinzugehen. Wir lassen euch leben, wir lassen euch den Glauben, wie er ist, ja, könnt eure Glaubensfreiheit haben in eurem Gebiet. Gleichzeitig müsst ihr dann versprechen, dass ihr nirgendwo anders geht, nicht mehr nach Bayern oder sonst irgendwo anders und nach Italien, oder Mission macht.“ Ja, da dachten sie, ein guter Kompromiss. Ja, und dann sind fünf Fürsten aufgestanden, die alle schon lutheranisch waren. Und die haben gegen diesen Kompromiss protestiert. Das ist der Protest.

[40:01] Und seitdem heißen die Protestanten gar nicht unbedingt, weil sie gegen das Papsttum protestieren, haben sie so gemacht. Die Protestanten hießen Protestanten, weil sie gegen einen Kompromiss protestiert haben. Und was wäre der Kompromiss gewesen?

[40:15] Genau, der Kompromiss wäre gewesen: „Du kannst Lutheraner sein, das ist aber nicht weitergehen. Du kannst deinen eigenen Glauben haben, darfst aber nicht missionieren. Du darfst ihn nicht weitergeben.“ Aber was waren die Gemeinden? Sie waren Lichter, sollten leuchten. Und deswegen haben sie gesagt: „Du nicht.“ Das heißt, jeder, der sich von Herzen nennt, ist jemand, der sagt: „Ich protestiere dagegen, dass man mir verbietet, meinen Glauben weiterzugeben.“ Ja, ist im Grunde genommen eigentlich egal, ob es jetzt vom Papst zum kommt, das historisch war oder woanders.

[40:49] Und jetzt sagt Jesus 1780: „Du hast einen Namen, dass du lebst, ja, dass du aber in Wirklichkeit bist du tot. Du machst genau das Gegenteil von dem, was du eigentlich vom Namen sagst.“ Der Name sagt: „Wir möchten gerne das Evangelium weitertragen.“

[41:04] Und weiß jemand von euch so ganz, ganz bisschen über kirchengeschichtlich Ende des 18. Jahrhunderts, wie war so der Zustand der Gemeinden in Bezug auf die Mission?

[41:18] Man hat seit Beginn der Reformation im Grunde genommen fast gar keine Mission gemacht. Das Christentum war ungefähr immer noch in den gleichen Gebieten, wo es zur Zeit von Luther gewesen ist.

[41:30] Es war mittlerweile so schlimm geworden, dass als ein junger Mann aufstand und gesagt hatte: „Ich möchte nach Indien gehen, zwar in England und möchte ein bisschen nah sein.“ Da hat man ihm gesagt, auf einer großen Synode, an der Sitzung: „Setz dich wieder hin, junge Mann. Wenn Gott die Heiden erreichen will, dann kann das auch ohne dich tun.“

[41:50] Und ihr wisst vielleicht, das ist dann die Zeit, und das werden wir sehen, wenn wir jetzt die Botschaft an Sardes studieren, was Jesus ihnen anbietet, wo es einige Leute gibt, die sagen: „So geht es nicht weiter. Wir müssen das Evangelium in die Welt bringen.“ Wo dann tatsächlich Menschen beginnen, weil der Zustand so katastrophal ist, weil das Evangelium sich gar nicht verbreitet, dann beginnt die große Missionsbewegung. Ja, dann beginnt das große 1900 der Missionare. Ja, das, wenn wir uns als im Einzelnen anschauen, warum? Weil die Gemeinde Gottes an einen Punkt gekommen ist, wo sie zwar noch protestantisch heißt, aber das, was der Name eigentlich ausdrückt, gar nicht mehr auslebt.

[42:25] Wie ist es dazu gekommen? Also, ein Hauptgrund war, man hat sich intern gestritten. Ja, jeder hat mit dem anderen theologische kleine Meinungsverschiedenheiten gehabt über alles Mögliche. Und dann gab es die Aufklärung. Ja, dann wurde man sehr vernünftig, hat man alles naturwissenschaftlich erklärt, hat gesagt: „Naja, Gott hat die Welt irgendwie geschaffen wie so ein Uhrmacher, und jetzt läuft alles von alleine. Man braucht ihn eigentlich nicht.“ Ja, schön, dass es immer gegeben, also, dass es ihn gibt, aber man hat nicht mehr so das direkte Eingreifen Gottes im eigenen Leben gesehen. Das war alles natürlich erklärt, alles Folge von Naturgesetzen. Ja.

[43:01] Und wenn Gott nur so ein ferner Uhrmacher ist, der alles mal aufgezogen hat und jetzt einfach beobachtet, dann kann man keine Erfahrung mit Gott machen. Und was diese Gemeinde so dringend brauchte, war, was sie brauchte, eine

[43:11] Was sie brauchte, eine oder was brauchte sie so dringend? Sie brauchte die sieben Geister, denn die sieben Geister erwecken eine tote Gemeinde. Und der Heilige Geist führt dazu, dass man das Evangelium weitergeben möchte. Deswegen, du hast den Namen, dass du ein bisschen nach bist, dann bist du tot. Du machst gar nichts. Aber weißt du was? Ich habe den Heiligen Geist. Ich habe ihn, wenn du zu mir kommst, kannst du die ganze Fülle des Heiligen Geistes bekommen und dann wirst du wieder ein Leuchter sein, ein Leuchter, wie ihn Jesus sich ursprünglich vorgestellt hat.

[43:57] Übrigens, die Botschaft an die Gemeinde Saales, auch auf die Gemeinden unserer Zeit anzuwenden ist. Wir haben den Namen, dass wir glauben, dass Jesus bald wiederkommt. Aber wie steht es mit unserer Bereitschaft, diese Wiederkunft auch zu beschleunigen? Ihr hinzu. Ja, wir können natürlich sagen, auch die Protestanten damals, ja, das, wie viel, wie können die nur her? Aber ich glaube, wenn wir uns die Geschichte genauer anschauen, sehen wir enorm viele Parallelen. Und deswegen studieren wir das ja nicht einfach nur, damit wir Kirchengeschichte kennenlernen, wissen, ah, so schlimm, was man mit den Prozessionismus, so dass man selbst ich, muss mir selbst die Frage, ich habe mir selbst die Frage gestellt: Kann es sein, dass ich vielleicht nur einen Namen habe, aber gar nicht richtig lebe?

[44:43] Das Schlimmste, was passieren kann, sagt, wenn ein Christ nur einen Namen hat, aber wenn der Name und die Realität nicht meine Stimme. Wir werden auch so ein Schild haben: Ich bin 27, ich bin Protestant, ich bin ein Nachfolger Jesu, ich bin dies und jenes. Was nützt, wenn wir den Namen haben, aber die Realität nicht dazu stimmt? Und was ist hier so? Antwort: Diese Antwort ist: Ich kenne dich. Ja, ich habe dich an meiner Hand, meiner rechten Hand, und ich habe die sieben Geister Gottes, die gesamte Fülle des Heiligen Geistes, der auf Jesus auf diese Erde ausgeschüttet worden ist, um all diese Wunder zu tun, all diese Predigten zu halten, um Menschen zu begeistern, Menschen zu retten. Derselbe Heilige Geist in derselben Fülle ist auch zu Pfingsten ausgegossen worden, ja, auf die Gemeinde Ephesus. Die hat das schon mal erlebt, ja, die weiß das.

[45:33] Das ist auch für die Gemeinde hier möglich gewesen und jeder, der das angenommen hat. Deswegen sehen die nächsten Wochen, es gab die größte Missionsbewegung aller Zeiten, aber nicht nur von der ganzen Gemeinde, sondern von einzelnen, von Missionsgruppen, Missionsgesellschaften. Die Liebe Gesellschaft hat angefangen, die Bibel in allen möglichen Sprachen zu übersetzen. Und außerdem heraus kommt dann die Erweckungsbewegung, auch mit der Prophetie. Und dann kommt unsere Bewegung. Das ist ganz wichtig. Und deswegen glaube ich, müssen wir, also ich muss mich fragen, wir müssen uns fragen: Kann es sein, dass wir erneut die Taufe, die echte Taufe, nicht so eine charismatische, sondern die echte Taufe mit dem Heiligen Geist benötigen?

[46:17] Dass wir wieder Realität bekommen zu unserem Namen, zu unserer Berufung her, zu unserer Bezeichnung. Weil Jesus möchte, dass wir mit Könige sind, dass wir mit Priester sind. Wenn euch Leute fragen: Hast du gesehen, dass das Charles gesalbt worden ist? Könnt ihr sagen: Ich auch. Ich will auch gesalbt worden, aber nicht mit Öl aus Jerusalem, sondern mit dem Heiligen Geist. Aus neueren, viel besser als dieses komische Öl da.

[46:57] Diesen König und Priester, wenn wir uns vom Heiligen Geist führen lassen, jeden Tag sind wir Königin und Priester. Und man kann gar nicht nicht davon erzählen, wenn man erst einmal wieder die Verbindung mit dem Heiligen Geist zurückgewandert. Und das werden wir jetzt in den nächsten Wochen studieren. Wir werden sehen, wie in Saales die Botschaft von der Erweckung und von der Mission, zumindestens Teile des Volkes Gottes, wieder aufgeweckt haben. Ja, manche sind völlig abgedriftet und glauben heute fast nichts mehr, was in der Bibel steht. Aber die, die das angenommen haben, die haben ein riesen Werk vollbracht. Und da werden wir nächsten Wochen uns Gedanken zu machen.

[47:32] Wollen wir Gott bitten? Ich möchte Gott bitten, dass er mit dem Heiligen Geist in meinem Leben wird, er mich mit dem Heiligen Geist salbt, weil ich glaube. Letzter Satz noch: Wenn Pfingsten der Frühling war und eine Salbung von Jesus war zum Priester, dann warten wir auch noch auf den Spätregen. Und sagt nicht die Bibel, dass Jesus kurz vor der Wiederkunft im himmlischen Gericht zum König gekröntelt. Könnte das auch mit einer Salbung zusammenhängen, die dann uns noch einmal befähigt, das Evangelium in die ganze Welt zu tragen? Die Salbung des Spätherbstes.

[48:09] Aber noch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke so sehr, danke für dein Wort und danke für die Ermutigung, die wir haben dürfen, dass mit der Erfüllung mit deinem Heiligen Geist wir vorwärts gehen können, ein Licht sein können, dieses Werk abschließen können. Herr, bitte hilf uns, dass wir uns selbst hinterfragen, dass wir uns unsere eigenen Herzen hineinschauen und uns von deinem Wort spiegeln lassen, ob wir nur einen Namen haben oder ob wir wirklich echte Nachfolger sind. Wir möchten dich bitten, dass du uns buchstäblich mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir eine Begeisterung haben, das Evangelium in die Welt zu tragen, anderen Menschen davon zu erzählen. Danke, dass wir mit König und mit Priester sein dürfen. Und vergib uns, wenn wir unseren Auftrag aus den Augen verloren haben. Gibt es uns wieder vollständig darauf konzentrieren, damit auch wir ein Licht sein können dieser dunklen Welt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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