Christopher Kramp setzt seine Serie „Offenbarung Vers für Vers“ fort und konzentriert sich auf Offenbarung 3:14c, wo Jesus als der „Treue und wahrhaftige Zeuge“ beschrieben wird. Er beleuchtet die biblische Bedeutung dieses Attributs, indem er Bezüge zu Offenbarung 1, Offenbarung 19 und dem Alten Testament (Jeremia 42) herstellt. Der Sprecher betont, dass Jesus als treuer Zeuge im Gericht die Wahrheit über unsere Werke und Sünden sagen wird, was die Gemeinde Laodizea zu ernsthafter Selbstprüfung und vollständiger Hingabe aufruft.
Offenbarung 3:14c
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Gemeinde, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir sind dabei, die Botschaft an die Gemeinde Laodizea zu studieren, und das wird uns auch die nächsten Wochen noch beschäftigen. Wir haben schon den ersten Vers angefangen zu studieren. Wir haben uns Gedanken gemacht, was eigentlich aus der Bibel sonst noch über die Gemeinde Laodizea herausfinden können, was Gottes Plan für die Gemeinde Laodizea ist. Wir haben über die Frage nachgedacht, wer der Engel der Gemeinden ist und dass das Ziel ist, dass die Gemeinde Laodizea die Botschaft der Offenbarung verstehen soll, und wir haben über den Begriff nachgedacht, dass Jesus der Amen ist. Und heute wollen wir weitermachen mit dem Begriff der Treue und wahrhaftige Zeuge – ein weiteres Attribut von Jesus Christus. Und bevor wir beginnen, wollen wir mit einem Gebet starten. Ich lade euch ein, liebe Freunde, dass wir dort so gemeinsam niederknien.
[1:54] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du in deinem Wort zu uns sprichst und dass wir Jesus immer besser kennenlernen können. Hilf uns jetzt, dein Wort so zu verstehen, wie du es gemeint hast, und dass wir verstehen, was die Offenbarung für uns persönlich im Alltag bedeutet. Das bitten wir, weil du versprochen hast, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen, wozu du es gesandt hast. Und das ist unser Wunsch. Sei du jetzt unser Lehrer. Und hab Dank dafür. Amen.
[2:28] In Offenbarung 3 und dort Vers 14 lesen wir: „Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der Amen, der Treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes.“ Wir haben das letzte Mal gesehen, was es bedeutet, dass Jesus der Amen ist, dass in ihm alle Verheißungen Gottes ihr Ja und Amen haben. Was immer Gott in seinem Wort verspricht, wird uns durch Jesus und in Jesus geschenkt. Wir haben ja gesehen, dass das große Ziel, das schon Paulus mit der Gemeinde Laodizea hatte, war, dass sie in Christus sind und Christus in ihnen die Hoffnung der Herrlichkeit. Und wenn wir in Christus sind und Christus in uns, dann können wir auch alle Verheißungen Gottes in Anspruch nehmen, denn er ist das Amen. Dann ist es nicht mehr unser Versprechen, sondern sein Versprechen, dass er uns gibt, aus dem wir leben können. Die Grundlage des neuen Bundes, die besseren Verheißungen. Jesus hat sie bestätigt, er hat den Bund bekräftigt, sagt Daniel 9 in Vers 27. Er ist das sichere Fundament, auf dem wir leben können. Jesus möchte, dass, wenn wir die Laodizea-Botschaft verstehen, lesen und studieren, dass wir verstehen, dass er das einzige und das verlässliche Fundament ist für unser Leben.
[3:59] Heute soll es gehen um das zweite Attribut, die zweite Beschreibung von Jesus, die hier in Vers 14 genannt wird: der treue und wahrhaftige Zeuge.
[4:17] Nun, wir haben gesagt, letztes Mal, glaube ich, dass die Beschreibung von Jesus hier nicht direkt auf die Erscheinung von Jesus in Offenbarung 1, als er sich dem Johannes dort auf Patmos offenbart, zurückgehen. Das müssen wir für diesen Fall ein bisschen modifizieren, denn obwohl diese Beschreibung nicht in den Versen vorkommt, wo Johannes dann Jesus auf Patmos in seiner verherrlichten Gestalt sieht, kommt dieser Begriff oder diese Begrifflichkeit so ähnlich tatsächlich schon in Offenbarung 1 vor, allerdings ganz am Anfang. Direkt nach den einleitenden drei Versen haben wir den Gruß des Johannes an die sieben Gemeinden. Es heißt hier in Offenbarung 1, Verzeihung, Offenbarung 1 Vers 4: „Johannes an die sieben Gemeinden, die in Asia sind, also in der kleinasiatischen Provinz Asia: Gnade sei mit euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind, und von Jesus Christus – jetzt kommt – dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde, ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater, ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit.“
[5:48] Der treue Zeuge ist das allererste Attribut von Jesus in der Offenbarung überhaupt. Er wird in Vers 1 Jesus Christus genannt, und dann hier in Vers 5, wo sein Name wieder aufkommt, ist das Erste, was zur Beschreibung von Jesus gesagt wird, dass er der treue Zeuge ist. Meistens überlesen wir das vielleicht ein bisschen, weil wir dann zu den anderen Punkten kommen: dem Erstgeborenen aus den Toten, dem Fürsten über die Könige der Erde, der uns geliebt hat, der uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut, der uns zu Königen und Priestern gemacht hat. Sind alles Aspekte von Jesus, die uns gut bekannt sind, die wir oft und intensiv studieren. Aber das Erste, was die Offenbarung über Jesus sagt, ist: Er ist der treue Zeuge.
[6:41] Auch hatten wir bereits in den Sendschreiben genau den – also der treue Zeuge findet sich in Offenbarung 1. Auch der Begriff der „Wahrhaftige“ ist bereits vorher in Offenbarung vorgekommen, und zwar in Offenbarung 3 Vers 7 in der Gemeinde an Philadelphia. Da heißt es in Vers 7: „Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige.“ Da haben wir auch diese Idee der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, so dass niemand zuschließt, und zuschließt, so dass niemand öffnet.“ Man könnte also fast sagen, dass hier Offenbarung 3 Vers 14, der treue und wahrhaftige Zeuge, quasi wie eine Kombination ist aus diesen beiden Begriffen: der treue Zeuge und der Wahrhaftige. Jesus ist der treue Zeuge und er ist der Wahrhaftige.
[7:48] Es gibt dann noch eine Kombination, nämlich als der Treue und der Wahrhaftige. Und das findet sich in Offenbarung 19. In Offenbarung 19 und dort Vers 11 heißt es: „Und ich sah den Himmel geöffnet – das ist die Beschreibung der Wiederkunft Jesu – und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß, heißt der Treue und der Wahrhaftige.“ Übrigens, das Griechische hat eigentlich gar keinen Artikel. Man könnte übersetzen: Er heißt treu und wahrhaftig, also als Adjektiv, wie hier auch treu und wahrhaftig. Können wir vielleicht so in der Form aufschreiben, dann ist die Parallele vielleicht noch deutlicher. Da heißt er sozusagen, das ist sein Name: treu und wahrhaftig. Das ist also ein Name, den wir vielleicht nicht so oft vor Augen haben. Wir kennen den Namen Jesus, wir kennen den Namen Immanuel, wir kennen den Namen Michael und wir kennen den Namen „das Wort“, „das Lamm“ – Beschreibungen, die bestimmte Aspekte von Jesus illustrieren. Aber auch treu und wahrhaftig ist ein Name von Jesus. Hier wird das ganz deutlich gesagt in Vers 11. Auch hier ist es sein erster Name, die erste Beschreibung. Also Jesus wird beschrieben, er sitzt auf einem weißen Pferd, und das Erste, was hier über gesagt wird, ist der Treue und der Wahrhaftige. Offensichtlich will die Offenbarung immer wieder betonen, wie wichtig es ist zu verstehen, dass Jesus treu und wahrhaftig ist.
[9:14] Und dann gibt es noch etwas, denn diese Begriffskombination treu und wahrhaftig wird in der Offenbarung nicht nur auf die Person von Jesus bezogen. In Kapitel 21 und dort Vers 5, Offenbarung 21 Vers 5, lesen wir: „Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er sprach zu mir: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss.“ Was hier als „wahrhaftig und gewiss“ übersetzt ist, ist in Wirklichkeit genau dasselbe. Es wird hier nur als „gewiss“ bezeichnet, weil man meistens im Deutschen nicht von Worten sagt, dass sie treu sind. Aber es ist genau dasselbe Wort im Griechischen. Also wahrhaftig und gewiss im Sinne von treu. Und es macht natürlich auch Sinn, denn Jesus wird ja in der Bibel genannt: das Wort Gottes. Die Worte Gottes sind wahrhaftig und gewiss. Er selbst als das Wort Gottes ist treu und wahrhaftig. Auf dieselbe Art und Weise finden wir in Offenbarung 22 in Vers 6 die Worte hier am Ende der Offenbarung: „Und der sprach zu mir: Diese Worte sind wahr, gewiss und wahrhaftig.“ Also treu und wahrhaftig, gewiss und wahrhaftig. Und der Herr, der Gott der heiligen Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll.“ Also haben Offenbarung 22 Vers 6, da haben wir „gewiss und wahrhaftig“, genau dasselbe im Griechischen. Das heißt, diese Worte werden verwendet für Jesus, die werden verwendet für die Worte Gottes. Jesus ist ja auch das Wort Gottes. Und sie werden verwendet für die Worte der Offenbarung, die ja das Wort Gottes sind und die als die Offenbarung Jesu Christi bekannt sind. Und so wie wir uns auf die Worte Gottes verlassen können, die sich nicht ändern werden und die sich nie abgetan werden, so wie wir uns auf die Worte der Offenbarung verlassen können als eine sichere prophetische Grundlage, so können wir uns auf Jesus verlassen, der so treu und wahrhaftig ist wie Gottes Wort.
[11:41] Und was bedeutet das konkret jetzt für uns? Dazu müssen wir, wie so oft, in das Alte Testament gehen, denn dieser Ausdruck vom treuen und wahrhaftigen Zeugen hat seine Wurzeln im Alten Testament in Jeremia 42 und dort Vers 5. Hier geht es um die Geschichte der Übrigen. Interessanterweise, übrigens, kaum eine andere biblische Passage enthält so oft das Wort „die Übrigen“, „die übrig Gebliebenen“, wie diese Kapitel ab Jeremia 41, dann die folgenden Kapitel, wo diese ganze Geschichte beschrieben wird. Das heißt hier jetzt, dass einige der Obersten dieser übrigen Judäer zu Jeremia kommen und ihn bitten, dass er zu Gott beten soll, um ihnen zu zeigen, was sie als die Übrigen tun sollen. Sollen sie bleiben, wo sie sind, oder sollen sie nach Ägypten ziehen? Da heißt es jetzt in Vers 5: „Da sprachen sie zu Jeremia: Der Herr sei ein wahrhaftiger und zuverlässiger Zeuge gegen uns, wenn wir nicht nach dem ganzen Wort handeln, mit dem der HERR, dein Gott, dich zu uns senden wird.“ Sie sagen also: „Bitte Gott, und wenn dir Gott eine Antwort gibt, wenn er sagt, was wir tun sollen, dann wollen wir auf jeden Fall Gott gehorchen, und wenn wir es nicht tun würden, soll Gott ein treuer und wahrhaftiger Zeuge sein.“ Erstmal fällt uns auf, dass hier der treue und wahrhaftige Zeuge JHWH ist, der HERR in Jeremia 42 Vers 5. Der treue und wahrhaftige Zeuge, oder zuverlässig hier.
[14:17] Ähm, wenn also Jesus in Offenbarung 3 dies für sich in Anspruch nimmt, dann wiederum, um zu zeigen, dass das, was im Alten Testament von Gott ausgesagt wird, von Jesus ausgesagt werden kann. Nun, was passiert? Das Interessante ist, tatsächlich Jeremia betet für diese Übrigen. Er betet zu Gott und fragt, was sie tun sollen, und Gott antwortet. In Vers 19 lesen wir: „Der Herr sagt zu euch, ihr Überrest, Übrigen von Juda: Ihr sollt nicht nach Ägypten ziehen. Merkt euch wohl, dass ich es euch heute ernstlich bezeugt habe.“ Gott spricht ganz deutlich. Jeremia übergibt das Wort des HERRN und sagt: „So hat Gott gesprochen.“ Was passiert dann? In Kapitel 43 lesen wir, dass genau die Obersten, die gesagt haben: „Wir wollen tun, was Gott immer sagt, und der Herr sei ein treuer und wahrhaftiger Zeuge gegen uns“, als sie hören, was Gott durch den Propheten sagt, wollen sie es nicht wahrhaben, dass das von Gott ist. Wir lesen hier in Vers 2: „Da sprachen Asaja, der Sohn Hosaias, und Johanan, der Sohn Kareahs, und alle frechen Männer zu Jeremia: Du redest Lügen. Der Herr, unser Gott, hat dich nicht gesandt zu sagen: Ihr sollt nicht nach Ägypten ziehen, um euch dort als Fremde aufzuhalten, sondern Baruch, der Sohn Nerias, hetzt dich gegen uns auf, um uns in die Hand der Chaldäer zu bringen, damit sie uns töten oder nach Babel wegführen.“ Sie glauben also, dass die Botschaft, die sie erhalten durch den Geist der Weissagung, gar nicht wirklich von Gott kommt, und sie wollen dem nicht gehorchen. Sie rebellieren dagegen und sagen, das ist gar nicht Gottes Botschaft und tun etwas anderes. Und im Hintergrund steht diese Überlegung: Sie haben gesagt: „Der Herr sei ein treuer und wahrhaftiger Zeuge gegen uns.“
[16:04] Und Jesus scheint hier in Offenbarung 3 an diese Geschichte zu erinnern, um den Übrigen, wie sie in Offenbarung 12 heißen, „den Übrigen von ihrem Samen“, Offenbarung 12 Vers 17. Da heißt es interessanterweise: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen, dem Überrest von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu Christi haben.“ Was ist das Zeugnis Jesu Christi? Offenbarung 19 Vers 10 sagt uns am Ende, da heißt es: „Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung.“ Der Geist der Weissagung. Jesus macht deutlich: Wenn ihr auf mein Wort hören wollt als die Übrigen in Laodizea, aber den Geist der Weissagung, das prophetische Wort, ablehnt und behauptet, das wäre gar nicht Gottes Wort und gar nicht Gottes Botschaft, dann ist er tatsächlich ein treuer und wahrhaftiger Zeuge.
[17:10] Jesus wird die Rebellion gegen seine Botschaft nicht ignorieren. Als ein Zeuge tritt Jesus im Gericht auf. Er ist nicht nur der Richter, der das Urteil fällen wird. Er ist nicht nur der Fürsprecher, der unser Verteidiger, er ist auch Zeuge. Jesus war bereit, alles zu geben, was er hatte, damit du und ich gerettet werden können. Er hat sich selbst gegeben, und es gibt keine Sünde, die nicht in seinem Blut reingewaschen werden kann. Es gibt keinen Grund, verloren zu gehen, aber Jesus wird niemanden retten, der seine Sünden festgehalten hat. Denn Jesus kann im Gericht nicht lügen. Er kann nicht sagen, jemand hat seine Sünden überwunden, der es nicht wollte. Jesus wird im Gericht nicht lügen. Er wird für uns sprechen, er wird sein Blut für uns präsentieren. Er wird aber nicht lügen. Er wird nicht behaupten, dass wir Sünden überwunden haben in seiner Kraft, wenn wir das nie gewollt haben.
[18:20] Er ist ein treuer und wahrhaftiger Zeuge, und als solcher kennt er unsere Werke. Und deswegen werden wir später lesen: Er kennt natürlich unsere Werke, und als ein solcher wiegt er jedes Wort. Er weiß ganz genau, was wir reden, was wir sprechen. Er bewertet jede Handlung. Er kennt jedes Motiv. Durch den Heiligen Geist erforscht er unsere Herzen. Jesus ist nicht nur derjenige, der sagt: „Was immer Gott verheißen hat, durch mich kannst du es haben.“ Er ist auch derjenige, der sagt: „Ich möchte, dass du absolut aufrichtig und ehrlich bist und alle deine Sünden zu mir bringst und in alle mir vertraust, und nicht auf der einen Seite ein Christ sein vorspielst, auf der anderen Seite deine Sünden bei dir festhältst.“ Die Botschaft an Laodizea ist ja, dass sie sich entscheiden soll, sie soll nicht mehr lauwarm sein. Und eine wichtige Erkenntnis dafür ist, dass Jesus alles weiß und alles sieht, und er im Gericht nicht lügen wird. Wenn du gedacht hast: „Na ja, ich überwinde mal ein bisschen, und das Rest, das wird schon passen. Jesus wird mich da schon irgendwie durchmogeln“, möchte ich dir ganz deutlich sagen: Jesus ist der treue und wahrhaftige Zeuge. Die Laodizea-Botschaft ruft uns dazu auf, ernst zu machen und nicht uns selbst zu betrügen. Jesus wird nicht lügen im Gericht. Er wird – er hat alles gegeben, er wird alles geben, aber er wird nicht lügen. Die Laodizea-Botschaft ist dazu da, uns aufzurütteln und zu erkennen, dass Jesus immer die Wahrheit sagen wird, auch in unserem Fall. Wir können nicht eine Ungerechtigkeit vor Gott verbergen, und werden getestet schon jetzt in diesem Leben, ob wir die Götzen aufgeben und den Rat des treuen Zeugen annehmen werden, oder ob wir ihn als nicht von Gott kommend missachten, und so wie die Obersten der Übrigen zur Zeit von Jeremia dann doch das tun, was wir selbst wollen und nicht, was Gott uns sagt.
[20:25] Wann haben wir das Zeugnis des treuen Zeugen angenommen? Wenn wir alles annehmen, was er uns zeigt, wenn wir jeden Test in seiner Kraft und durch seine Gnade, durch seine Verheißung, bestehen und überwinden, egal wie viel es uns kostet, weil wir vertrauen, dass er der Amen ist und der treue und wahrhaftige Zeuge, weil wir glauben, dass es nichts gibt, was man mit ihm nicht überwinden könnte, und weil wir glauben, dass ohne seine Vergebung und ohne eine völlige Übergabe wir nicht in den Himmel kommen können. Denn Jesus ist bereit, alles für uns zu tun, aber er wird nicht für uns lügen. Er wird nicht behaupten, dass wir überwunden haben, wenn wir das nie getan haben. Er wird nicht behaupten, dass wir seine Gnade vollständig angenommen haben, wenn wir das in unserem Leben nicht getan haben. Und deswegen ist die Botschaft an Laodizea so wichtig für uns, eine aufrüttelnde Botschaft, die uns deutlich macht: Wir können nicht im geistlichen Dämmerschlaf vor uns herschlummern. Wir müssen Jesus als den nehmen, der er ist: unsere ewige Hoffnung, unser festes Fundament und derjenige, der ganz bei der absoluten Liebe und absoluten Gerechtigkeit und Wahrheit ist. Es gibt keinen Grund, vor ihm Angst zu haben, denn er sagt: „Ich bin der Amen.“ Jede Verheißung findet in ihm ihre Erfüllung. Aber das ist kein Grund, nachlässig zu sein, kein Grund, Dinge auf die lange Bank zu schieben oder bestimmte Sünden für verzeihlich zu halten im Sinne von: „Die muss ich jetzt nicht unbedingt aufgeben.“ Jesus ist der treue und wahrhaftige Zeuge, und er rüttelt dich und mich auf, es ganz ernst mit ihm zu machen. Lasst uns die Laodizea-Botschaft studieren, damit wir erkennen, wo wir in unserem Leben Veränderung brauchen, damit Jesus als der treue Zeuge uns vergeben kann, uns heiligen kann, uns Überwinder machen kann, damit er im Gericht uns retten kann und dabei die Wahrheit sagen kann.
[22:40] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Bitte hilf du uns, dass wir verstehen, dass du niemals lügen wirst. Du hast uns nie angelogen, aber du wirst auch das himmlische Gericht nicht anlügen. Gib, dass wir verstehen, Herr Jesus, dass du ein treuer und gerechter Zeuge bist, dass wir uns auf dein Wort verlassen können, weil so, wie wir uns auf das Wort Gottes in der Bibel verlassen können, dass wir uns auf dich verlassen können, weil du der Amen bist, aber dass wir auch deine Hilfe in allem benötigen und es keinen Bereich unseres Lebens gibt, wo wir auf dich verzichten könnten. Wir brauchen dich. Wir möchten, dass du im Gericht die Wahrheit sagst, und dass es dann die Wahrheit ist, dass wir in deiner Kraft und durch deine Gnade überwunden haben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[23:29] Amen. Damit verabschieden wir uns für heute. Sehen uns nächste Woche dann wieder. Werden dann den letzten Aspekt von Jesus studieren in Offenbarung 3 Vers 14. Das wird dann noch einmal sehr interessant werden, wenn wir auch über das Thema der Schöpfung nachdenken werden. Bis dann, wünsche euch Gottes reichen Segen.
[23:45] werden. Bis dann wünsche euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium der Botschaft an Laodizea. Gott segne euch. Amen.
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