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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beleuchtet Christopher Kramp Offenbarung 3:18b, wo Jesus die Gemeinde Laodizea auffordert, „Gold, das im Feuer geläutert ist“, zu kaufen. Er erklärt, dass dieses Gold nicht buchstäblichen Reichtum, sondern einen reinen, geprüften Glauben symbolisiert. Anhand biblischer Verweise aus Sacharja, Maleachi und 1. Petrus wird deutlich, dass dieser Glaube von Gott geschenkt wird, um die Sünde zu überwinden und die Endzeitgemeinde für die Wiederkunft Jesu vorzubereiten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass du wieder dabei bist und dass wir heute weiter studieren können in Offenbarung Kapitel 3, in der Laodizea-Botschaft, der Botschaft von Jesus an dich und an mich, an seine Gemeinde der Endzeit.
[1:10] Wir sind jetzt im Herzstück dieser Botschaft angekommen, in dem, was Jesus mir und dir redet. Wir haben das letzte Mal studiert, was es bedeutet, dass er sagt: „Ich rate dir zu kaufen.“
[1:27] Wir wollen heute den ersten von den drei Dingen, den Gegenständen, anschauen, oder den Dingen, die Jesus anbietet. Wir wollen heute über das Gold sprechen, das im Feuer geläutert ist. Und wir möchten dieses Gold so verstehen, wie Jesus es verstanden wissen möchte, wie er es gemeint hat, damit wir auch wirklich sein Geschenk heute in unser Leben, vielleicht zum ersten Mal, vielleicht zum erneuten Male, in Anspruch nehmen und es für uns persönlich kaufen.

[2:05] Wir möchten deswegen Gott einladen, dass er durch seinen Heiligen Geist unser Studium segnet, dass er zu uns spricht. Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich dich ein, dass wir gemeinsam zu einem Anfangsgebet niederkniend...
[2:26] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du gut zu uns bist, dass du uns lieb hast und dass wir zu dir kommen können mit all unseren Sorgen, all unseren Nöten, unseren Sünden, dass du uns reinwäschst, dass du uns Vergebung schenkst und dass wir deine Stimme hören dürfen.
[2:49] Wir möchten dich bitten, dass, wenn wir dein Wort jetzt studieren, dass du gegenwärtig bist, dass wir uns bewusst machen, dass wir in deiner Gegenwart uns befinden und dass wir von der Quelle des Wassers des Lebens trinken. Herr, hab Dank dafür und sei du jetzt unser Lehrer.

[3:22] Amen. Offenbarung Kapitel 3, Vers 18. Wie schon gesagt, haben wir letzte Woche uns angeschaut, was es bedeutet, dass Jesus uns einen Rat gibt. Wir haben gesehen, das ist kein Rat von jemandem, der einfach nur einen Tipp mal hineinwirft in unser Leben, sondern der Rat von jemandem, der uns retten möchte, der unser Leben führen möchte durch die Schlingen der Endzeit hindurch, so dass wir am Ende am Ziel ankommen, in Herrlichkeit aufgenommen werden können.
[3:54] Wir müssen diesen Rat befolgen, wir müssen ihm gehorsam sein. Er lädt uns ein, etwas zu kaufen, und wir werden sehen, jetzt heute und die nächsten beiden Folgen, was wir kaufen sollen. Wir haben schon gelernt, dass wir dazu kein Geld benötigen. Es ist eine Entscheidung, die wir fällen müssen, und es ist eine Entscheidung, auch alles auf den Altar zu legen. Aber dieses Geschenk ist tatsächlich kostenlos. Wir kaufen etwas dadurch, dass wir es haben wollen. Wir können das nicht bezahlen, wir können nichts von uns bringen und es als Gegenwert aufwiegen. Das, was Jesus uns schenkt, ist unbezahlbar und es muss auch nicht bezahlt werden.
[4:45] Ein Geschenk. Jesus steht heute vor deiner und vor meiner Herzenstür und bietet uns etwas an. Er redet uns, es zu kaufen. Und du und ich stehen heute vor der Entscheidung, ob wir das, was Jesus dir und mir heute anbietet, kaufen wollen.

[5:04] Was genau bietet er uns an? Das erste, was wir hier lesen in Offenbarung 3, Vers 18, ist: „Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist.“
[5:23] Gold, das im Feuer geläutert ist. Da ist Gold und da kommt Feuer, und dieses Feuer macht das Gold rein. Denn das Feuer verbrennt alle Schlacken, all das, was nicht zum Gold dazugehört, so dass das Gold ganz rein wird und nicht mehr vermengt mit anderen Dingen, die da eigentlich nicht dazugehören.
[5:53] Wir müssen uns die Frage stellen: Was ist das Gold? Was ist das Feuer? Und was bedeutet es dann, dieses reine Gold zu haben?

[6:04] Beginnen wir unser Studium in Sacharja 13, Vers 9. Sacharja 13, und dort sehr interessante Stelle. Es heißt hier: „Aber dieses letzte Drittel will ich ins Feuer bringen und es läutern, wie man Silber läutert, und ich will es prüfen, wie man Gold prüft.“
[6:36] Wir haben hier eine Erklärung dessen, was Läutern bedeutet. Also, das Feuer läutert, ja, es läutert. Und wir sehen hier bereits, dass das bedeutet, dass es hier eine Prüfung gibt.
[6:56] Er sagt: „Ich will es ins Feuer bringen und es läutern, wie man Silber läutert, ich will es prüfen, wie man Gold prüft.“
[7:07] Wenn wir den Kontext anschauen, dann geht es hier darum, dass in Vers 8, da heißt es: „Zwei Drittel soll ausgerottet werden, umkommen, aber ein Drittel darin soll übrig bleiben.“ Es geht also um die Übrigen. Und das passt ganz interessant zu Offenbarung 3, Vers 18, denn dort geht es ja um die Endzeitgemeinde, die in Offenbarung 12, Vers 17, als die Übrigen bezeichnet werden.
[7:34] Heißt es nicht in Offenbarung 12, und dort Vers 17: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“
[7:49] Die Übrigen werden geprüft wie Gold im Feuer. Und dann heißt es weiter hier in Sacharja 13, Vers 9, also dieses letzte Drittel, die Übrigen: „Es wird meinen Namen anrufen.“
[8:04] Wir erinnern uns an Offenbarung 14, Vers 1, wo die 144.000 den Namen Gottes an der Stirn tragen. „Es wird meinen Namen anrufen.“ Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden, so sagt es in Joel Kapitel 3, Vers 5, über die, die in Zion, in Jerusalem sind. Da spielt auch dieses Bild von der Belagerung Jerusalems durch Sanherib eine Rolle, wo nur die Übrigen überleben, die in Jerusalem sind, die den Namen des Herrn anrufen.
[8:33] Es wird den Namen des Herrn anrufen. Verzeihung, es steht hier: „Es wird meinen Namen anrufen.“ Das ist das Gleiche. „Und ich will ihm antworten. Ich will sagen: Das ist mein Volk. Und es wird sagen: Der Herr ist mein Gott.“
[8:48] Im Alten Orient, so können wir rekonstruieren, es ist sehr wahrscheinlich so gewesen, dass eine Ehe geschlossen worden ist durch die Formulierung: „Du bist mein Mann, du bist meine Frau.“ Die sogenannten „Verba solemnia“, wie wir das heute in der Forschung benennen, feierliche Worte. Wir kennen sie explizit aus den Scheidungsurkunden, wir kennen sie aus den Adoptionsurkunden, und es wird daraus geschlussfolgert, analog, dass sie auch bei der Heirat verwendet worden sind. Solche Heiratsurkunden an sich sind zwar nicht überliefert, aber die Analogie legt das ganz nah, dass das genau die Bundesformel ist, die zwei Menschen normalerweise bei einem Ehegelöbnis miteinander verbindet und von Gott verwendet wird, nicht nur hier, sondern immer wieder in der Bibel, um seine Beziehung zu seinem Volk, zu den Treuen, zu den Erlösten, mit dem Bild der Ehe zu beschreiben.
[9:50] Die Übrigen, die Gottes Volk sind, die einen Bund mit ihm schließen, sie sind wie Gold, das im Feuer geprüft worden ist. Das heißt, das Gold, das hier Jesus uns anbietet, hat etwas mit uns selbst zu tun. Es ist also nicht etwas, was außerhalb von uns ist, sondern bei diesem Gold, das im Feuer geläutert wird, spielt der Aspekt mit einer Rolle, dass wir selbst geprüft werden. Die Übrigen werden geprüft wie Gold im Feuer.

[10:34] Ja, dieselbe Idee haben wir auch in Maleachi Kapitel 3 und dort in Vers 3. Wir lesen ab Vers 1, Maleachi Kapitel 3, ab Vers 1: „Siehe, ich sende meinen Boten, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, den ihr begehrt. Siehe, er kommt, spricht der HERR der Heerscharen.“
[11:01] Ein herrschender Text, der, so wie ich glaube, eine doppelte Erfüllung hat: Zum einen in dem Kommen Jesu auf diese Erde damals im ersten Jahrhundert, als er zu seinem Tempel kam als der Bote des neuen Bundes, und vor ihm her Johannes der Täufer, der den Weg bereitete. Aber ich glaube, es hat auch eine zweite Erfüllung, denn Jesus kommt noch einmal zu seinem Tempel in besonderer Weise als der Bote des Bundes, wie wir ihn in Offenbarung 10 finden, als einen Engel, der mit dem Regenbogen bekleidet ist und dort vom Heiligen ins Allerheiligste gehen möchte, der zu seinem Tempel kommt, vorbereitet durch eine Bewegung, die auf...
[12:04] Vers 2: „Wer aber wird den Tag seines Kommens ertragen? Und wer wird bestehen, wenn er erscheint?“ Ein klarer Hinweis auf die Wiederkunft. Diese Frage kennen wir aus Offenbarung 6 und dort Vers 17: „Denn der große Tag seines Zorns ist gekommen, und wer kann bestehen?“ ist die Frage der Ungläubigen angesichts der jetzt dort in diesen Versen beschriebenen Wiederkunft Jesu. Und die Antwort wird dort in Offenbarung gegeben, in Offenbarung 7, die 144.000, die das Siegel Gottes an ihren Stirnen tragen.
[12:40] Wir merken uns das aus Offenbarung 14: Wir wissen schon, dass sie den Namen Gottes an ihren Stirnen tragen. Sie rufen den Namen des Herrn an, sie werden gerettet, sie können bestehen.
[12:53] So gibt es auch in Maleachi 3 auf die Frage: „Wer wird bestehen, wenn er erscheint?“ eine Antwort. Es heißt hier weiter in Vers 2: „Denn er ist wie das Feuer des Silberschmelzers und wie die Lauge der Wäscher.“ So wie das Feuer der Metallarbeiter das Metall reinigt und das wahre, echte Metall von dem Schmutz und den Schlacken trennt, so wie die Lauge der Wäscher das reine Kleid von dem Schmutz trennt, so ist auch die Erscheinung Jesus, so wirkt Jesus an uns und für uns.
[13:31] Vers 3: „Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen. Er wird die Söhne Levis reinigen und sie läutern wie das Gold und das Silber. Dann werden sie dem Herrn Opfergaben darbringen in Gerechtigkeit.“
[13:51] Gott tut etwas für die Leviten hier, für die, die am Heiligtum arbeiten, für die, die das Heiligtum gut kennen. Er reinigt sie, er läutert sie, und nach der Läuterung bringen sie Opfergaben in Gerechtigkeit.
[14:05] Danach ist so, die Opfergaben sind ja ein alttestamentliches Ausüben des Glaubens an den kommenden Erlöser. Der Glaube an Jesus ist dann wieder richtig hergestellt. Wenn die Reinigung, die Prüfung erfolgreich ist, dann ist das Evangelium vollendet, sozusagen, oder besser ausgedrückt, dann ist das Evangelium in Gerechtigkeit – ich weiß gar nicht, wie ich das am besten ausdrücken kann – das Evangelium jedenfalls dann, dann haben wir sozusagen Opfer, schreiben wir so auf, wie es dort steht: Opfergaben in Gerechtigkeit.
[14:55] Dann ist der Dienst, der Gottesdienst, dann ist das gläubige Leben der Menschen, die daran glauben, tatsächlich vor Gott auch wohlgefällig. Dann geben sie ihre Opfergaben so, dass es tatsächlich der Gerechtigkeit Gottes entspricht. Sie sind geläutert und geprüft.

[15:15] Menschen werden in der Bibel immer wieder geläutert und geprüft. In Daniel Kapitel und dort in Vers 35 heißt es auch: „Von den Verständigen werden manche unterliegen, damit unter ihnen eine Läuterung geschehe, eine Sichtung und Reinigung bis zur Zeit des Endes.“ Denn es wird bis zur bestimmten Zeit, auch schon vor der Endzeit, schon vor Laodizea, gibt es diesen Gedanken, dass Gott sein Volk reinigt und läutert, dass er sichtet, dass es hier so eine Prüfung gibt, das Wahre vom Falschen getrennt wird.
[16:06] Jesus bietet also – und diesen Gedanken haben wir versucht, auch vorher schon öfter anzusprechen – Jesus bietet also nichts Neues an, was jetzt eine neue Erfindung wäre, sondern etwas, das zu allen Zeiten gläubige Menschen benötigt haben.
[16:24] Es geht um die Vorbereitung auf die Wiederkunft. Es geht darum, dass wir unseren Glauben tatsächlich so ausleben, wie Gott es sich wünscht, dass wir nicht einfach nur Opfergaben geben, die Gott nicht – also, wenn wir Maleachi denken, dann ist ja das Problem, dass da die Priester zwar Opfer bringen und dass sie zwar Gottesdienst feiern, aber dass Gott kein Gefallen daran hat, weil sie lahme Opfer bringen, weil sie gleichzeitig an Gottes Güte und Gerechtigkeit zweifeln, weil sie nicht das tun, was Gott sich eigentlich wünscht. Das ist ein formaler Gottesdienst, an dem Gott keine Freude hat, einer, der ohne missionarische Wirkung nach außen ist.
[17:02] Und Gott sagt: „Wenn ihr geprüft seid, wenn ihr geläutert seid, wenn das Gold sozusagen gereinigt ist, dann werdet ihr Opfergaben in Gerechtigkeit bringen, dann wird das Evangelium seine Strahlkraft haben.“
[17:12] Wir denken an Laodizea, das ja ein Leuchter sein soll, und genau das ist das Problem von Laodizea, dass man zwar formal Gottesdienst darbringt, dass man zwar formal die richtigen Gaben bringt, aber dass es quasi lahm ist, dass es mit Zweifel und Kritik an Gott verbunden ist, dass es nicht den Gottesdienst darstellt, wie Gott es sich eigentlich wünscht.
[17:37] Maleachi und Sacharja sagen uns, dass die Übrigen kurz vor der Wiederkunft eine besondere Läuterung erfahren werden. Sie selbst werden geläutert wie das Gold, das im Feuer geläutert wird.
[17:48] Wenn Jesus uns also Gold anbietet, das im Feuer geläutert wird, dann hat das etwas damit zu tun, dass wir selbst verändert werden müssen, dass wir selbst geprüft, selbst geläutert werden. Es ist nicht nur ein Geschenk, das wir von außen empfangen, sondern etwas, das Jesus in uns tun möchte. Und das zeigt uns, dass das Gold ganz offensichtlich nicht buchstäblich im Sinne eines physischen Goldes gemeint ist.

[18:16] Wir wissen aus der Bibel, dass Leute, die wirklich reich im Glauben waren, mitunter kein Gold gehabt haben. Apostelgeschichte 3, Vers 6: Petrus sagt: „Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi des Nazareners steh auf und geh umher.“
[18:33] Petrus hatte kein buchstäbliches Gold, trotzdem war er im Glauben reich. Das zeigt uns, dass wir kein buchstäbliches Gold brauchen, um im Glauben reich zu sein. Darum geht es also nicht.
[18:45] Worum geht es also, wenn es kein buchstäbliches Gold ist, das wir brauchen? Schauen wir 1. Korinther Kapitel 3, und dort ab Vers 11.
[19:02] Nicht 13, Verzeihung, 1. Korinther 3, natürlich Korinther 3, Verzeihung, ab Vers 11: „Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.
[19:15] Wenn aber jemand auf diesen Grund – auf welchem Grund? Auf Jesus Christus – Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden; der Tag wird es zeigen, weil es durch Feuer geoffenbart wird, und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben.
[19:37] Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, so wird er Lohn empfangen; wenn aber jemandes Werk verbrennen wird – aber jemandes Werk verbrennen – so wird er Schaden erleiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.“
[19:51] Das Bild hier ist ganz interessant: Wir haben das Fundament Jesus Christus, und auf das Fundament bauen Menschen jetzt Dinge. Einige bauen Gold, andere bauen Silber, kostbare Steine, Holz, Heu und Stroh. Und das Feuer prüft das Werk. Und die Idee ist sozusagen, dass manche von diesen Dingen werden bleiben, im Feuer bestehen, und manche Dinge werden durch das Feuer verzehrt. Und wir können uns ganz sicher sein, dass Holz, Heu und Stroh durchs Feuer verzehrt werden. Gold wird aber bestehen bleiben.
[20:30] Die Idee ist also eine zweifache: Zum einen, das Gold, das Jesus uns anbietet, baut auf dem Fundament Jesu auf und es bleibt bestehen, wenn es im Feuer geprüft wird.
[20:46] Das Feuer Gottes verzehrt etwas. Das Feuer Gottes verzehrt die Sünde. Das Feuer Gottes verzehrt das Sündopfer und am Ende der Zeit auch die Sünder, die an der Sünde festgehalten haben.
[21:09] Wenn Gold vom Feuer nicht verzehrt wird, dann ist das reine Gold ohne Sünde.
[21:15] Wir haben gesehen, das Hauptproblem von Laodizea, mit dem wir alle zu kämpfen haben, ist das Problem, dass wir eine theoretische Erkenntnis der Wahrheit haben, aber, wie Jesus sagt in Vers 17, in der Sünde leben und glauben, trotzdem gerettet zu sein.
[21:41] Jesus möchte das Gold reinigen, er möchte es läutern. Der Glaube, unser Glaube, wird geprüft.
[21:51] Was genau ist dieses Gold? Ich habe es ja gerade schon angedeutet, in 1. Petrus 1, Vers 7.
[22:12] 1. Petrus Kapitel 1, Vers 7, da heißt es: „Damit die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird, Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.“
[22:33] Halten wir fest: Zunächst einmal wird hier das Gold, das durchs Feuer erprobt wird, verglichen mit dem Glauben.
[22:51] Gold ist ein Symbol für den Glauben. Der echte Glaube ist sogar noch viel kostbarer als das vergängliche Gold. Und echter Glaube ist wie echtes Gold. Echter Glaube wird zwar vom Feuer gereinigt, aber nicht verzehrt. Echter Glaube ist ohne Sünde, denn Feuer verzehrt die Sünde, aber nicht den Glauben.
[23:25] Das Problem, das wir haben, ist, dass wir zwar gläubige Menschen sind, aber nicht alles, was wir tun, aus Glauben tun. Manches tun wir aus Eigennutz, manches tun wir aus Egoismus oder aus Stolz, aus Neid, aus Habsucht, aus verschiedenen anderen Motiven, die sich in unseren Glauben so hineinmischen, wie fremde Stoffe, wenn man so das Gold aus dem Bergwerk heraushaut. Und dieses Gold muss gereinigt werden. Die Fremdstoffe müssen weg.
[23:56] Was nicht aus Glauben ist, das ist Sünde, sagt die Bibel. Aber was aus Glauben ist, das bezieht sich auf Jesus. Wer aus Glauben lebt, der lebt aus Jesus, der lebt aus jedem Wort Gottes. Und Jesus ist ohne Sünde, das Wort Gottes ist ohne Sünde. Wer aus Glauben lebt, der kann durch den Glauben oder im Glauben, aus Glauben, durch die Kraft Jesu die Sünde überwinden. Das ist die Botschaft von der Gerechtigkeit aus Glauben.

[24:34] Jesus schenkt uns rettenden Glauben. Dass Glaube tatsächlich reich macht, das sagt die Bibel deutlich in Jakobus Kapitel 2, und dort Vers 5. Dort steht: „Hört, meine geliebten Brüder: Hat nicht Gott die Armen dieser Welt erwählt, dass sie reich im Glauben würden und Erben des Reiches, das er denen verheißen hat, die ihn lieben?“
[25:03] Wir haben gesehen, Jesus sagt: „Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst.“ Wenn also das Gold der Glaube ist, dann macht das jetzt genau Sinn nach Jakobus 2,5: Dann werden wir im Glauben reich. Das ist echter Reichtum.
[25:21] Laodizea sagt: „Ich bin schon reich, bin reich geworden.“ Laodizea glaubt, dass sie glaubt. Aber Jesus sagt: „Laodizea, dir fehlt der reine Glaube.“ Und das ist dramatisch.
[25:43] Denn Johannes 3, Vers 16, sagt, dass es nur eine einzige Bedingung gibt, nur eine einzige Bedingung, um gerettet zu werden. Johannes 3, Vers 16, dort steht: „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“
[26:02] Lieber Freund, liebe Freundin, es gibt nur eine einzige Bedingung, um ewiges Leben haben zu können, und das ist: Wir müssen an Jesus glauben. Und hier ist die schlechte Nachricht: Jesus diagnostiziert seiner eigenen Endzeitgemeinde, dass sie diesen rettenden Glauben nicht hat und deswegen in Gefahr steht, für immer verloren zu gehen.
[26:29] Aber hier ist die gute Nachricht: Jesus sagt uns das, weil es diesen Glauben noch gibt und weil wir ihn haben können, weil er vor unserer Tür steht und dir und mir heute diesen Glauben schenken möchte.
[26:44] Die gute Nachricht ist: Wir können ihn nicht bezahlen, wir müssen ihn nicht bezahlen. Wir bekommen den Glauben geschenkt, wenn wir es wollen.
[26:53] Lieber Freund, liebe Freundin, willst du echten Glauben haben? Jesus steht vor meiner Tür, er steht vor deiner Tür und bietet dir diesen Glauben an, echten, rettenden Glauben.
[27:09] Ich möchte einen Vorschlag machen: Fang an zu beten jeden Morgen: „Lieber Herr, schenk mir auch heute den rettenden Glauben, den du mir anbietest.“

[27:18] rettenden Glauben, den du mir anbietest. Du hast mir geraten, diesen Glauben zu haben. Du hast gesagt, dass ich ihn haben darf. Du möchtest ihn mir schenken. Ich möchte ihn in Anspruch nehmen. Ich möchte so glauben, dass ich auf dem Weg zum ewigen Leben bin.

[27:35] Der rettende Glaube, dieser Glaube sagt: Jesus ist im Feuer geläutert. Und das bringt uns zu der Frage, was das Feuer ist. In Hoheslied Kapitel 8, Vers 6, einem der wichtigsten Verse in diesem Thema, wenn es um das Feuer geht. In der Bibel lesen wir Folgendes: Hoheslied 8, Vers 6. Salomo sagt dort folgendes: „Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz, wie ein Siegel an deinen Arm.“ Geht's um die Versiegelungsbotschaft hier, interessanterweise, wenn wir noch darauf zu sprechen kommen gleich, hoffentlich. „Denn die Liebe ist stark wie der Tod, und ihr Eifer unbezwinglich wie das Totenreich. Ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des Herrn.“

[28:25] Feuer ist in der Bibel ein Symbol für die Liebe. Feuer ist ein Symbol für die wahre, rettende Liebe Gottes. Als Mose am brennenden Dornbusch steht, da offenbart sich Gott genauso im Feuer, und zwar ein Feuer, das nicht ausgeht, das brennt und brennt und brennt und brennt. Warum? Weil Gott uns etwas deutlich machen möchte, nämlich dass seine Liebe nicht aufhört. In Jeremia 31, Vers 3, sagt er: „Von ferne her ist mir der Herr erschienen. Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gnade.“

[29:17] Gottes Liebe ist sein Feuer. Es ist ewig, so wie der brennende Dornbusch brannte und brannte und brannte. Gottes Liebe verbindet Himmel und Erde, so wie am Sinai, als das Feuer bis in den Himmel brannte, bis in das Herz des Himmels, sagt das Hebräische, was bedeutet: bis in das Innerste des Himmels hinein. Himmel und Erde waren verbunden durch das Feuer, so wie Gottes Liebe Himmel und Erde miteinander verbindet. Als der Heilige Geist zu Pfingsten ausgegossen worden ist, da hatten die Jünger Feuerzungen auf ihrem Kopf. Und Römer 5, Vers 5, sagt uns folgendes: „Die Hoffnung aber lässt nicht zu Schanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“

[30:13] Das Feuer steht für die Liebe Gottes, die der Heilige Geist in unsere Herzen bringt. Diese Liebe verzehrt die Sünde. Warum? Denn Sünde, so sagt Jesaja 59, Vers 2, Sünde bewirkt Trennung von Gott, aber Liebe will genau das Gegenteil von Trennung. Liebe will Verbindung, Liebe will Bund, Verbindung. Und deswegen hasst die Liebe die Sünde. Liebe toleriert keine Sünde, denn Liebe weiß, Gott weiß, dass jede Sünde trennt, aber er will Verbindung. Und deswegen hasst Gott die Sünde wie die Pest. Und deswegen will er die Sünde aus unserem Leben wegnehmen, uns reinwaschen, uns läutern, uns rein.

[31:02] Laodizea glaubt, man könnte mit einem Bein im Glauben an Gott leben und dem anderen Bein trotzdem irgendwie in der Sünde verbleiben und glaubt sogar, das könne nicht anders sein. Aber die Botschaft an Laodizea ist, dass Gottes Liebe so stark ist wie ein Feuer, das reinigt, wie ein Feuer, das läutert, so dass der Glaube Laodizeas endlich rein wird. Es macht einen Unterschied, ob man einen Goldklumpen hat, der voller anderer Stoffe noch beigemengt ist, oder ob man geläutertes Gold hat.

[31:43] Unterschied. Die Liebe, das Feuer der Liebe Gottes, verzehrt die Sünde, so wie immer wieder im Alten Testament das Feuer kam und das Sündopfer verzehrt hat.

[32:00] Wenn das Feuer kommt, wird die Sünde verzehrt, aber der Glaube bleibt und wird gereinigt. Und das zeigt uns, dass Glaube mehr ist als nur ein intellektuelles Fürwahrhalten von Tatsachen. Glaube hat offensichtlich was ganz Tiefes, Praktisches, Persönliches. Deswegen sagt die Bibel in Galater 5 und dort Vers 6. Galater 5 und dort Vers 6: „Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch unbeschnitten sein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam wird.“

[32:45] Glaube, der durch die Liebe wirksam ist, der etwas bewirkt, der sich im Leben zeigt. Und hier steht, dass es nicht eine Option ist, sondern Paulus sagt: „In Christus Jesus gilt“ und jetzt wichtig: „weder Beschneidung noch unbeschnitten sein.“ Warum war das Thema damals so kontrovers diskutiert? Weil ja im Alten Testament die Beschneidung zunächst einmal auch ein Zugehörigkeitssymbol zum Volk Gottes gewesen ist. Also Paulus redet hier im Kontext von der Frage, woran erkenne ich einen wahren, ein wahres Kind Gottes? Muss ich beschnitten sein, um dazu zugehören? Muss ich beschnitten sein, um ein wahres Kind Gottes zu sein? Und Paulus sagt: „In Jesus geht es, ist das Erkennungszeichen nicht Beschneidung, sondern das Erkennungszeichen eines wahren Christen ist Glaube, der durch die Liebe wirksam wird.“ Das ist also kein „nice to have“, kein Add-on, nicht etwas, was wir noch zusätzlich so als Bonus dazu bekommen, als Bonus-Track. Nein, das ist das Kennzeichen, woran man wahre Christen erkennt.

[33:55] Jesus sagt Paulus sagt hier: „In Jesus ist das Erkennungsmerkmal echter Glaube, der wirkt, weil die Liebe ihn transformiert hat und durchdrungen hat, freigemacht hat vom Eigennutz und Egoismus.“ Das bietet Jesus seiner Gemeinde an. Er bietet seiner Gemeinde an, einen Glauben, der durch die Liebe wirksam ist. Wenn das das Erkennungsmerkmal ist und Jesus uns rät, als allererstes das zu kaufen, dann heißt das, Gottes Volk ist ohne Erkennungsmerkmal.

[34:40] Laodizea wird nicht dafür getadelt, die Theologie falsch zu verstehen. Laodizea wird dafür getadelt, zu wenig zu glauben und zu wenig zu lieben.

[35:02] Gläubige, die echten Glauben haben und wirklich Gottes Liebe im Leben haben. Denn eine gesunde Gemeinde hat genau das beides. Zweite Thessalonicher Kapitel 1, Vers 3. Zweite Thessalonicher Kapitel 1 und dort Vers 3. Was macht eine gesunde, gläubige Gemeinde aus? Paulus schreibt an die Thessalonicher, 2. Thessalonicher 1, Vers 3: „Wir sind es schuldig, Gott alle Zeit für euch zu danken, Brüder, wie es sich auch geziemt, weil euer Glaube über die Maßen wächst und die Liebe jedes Einzelnen von euch zunimmt allen gegenüber.“

[35:54] Also, erstens sehen wir hier diese treue Gemeinde der Thessalonicher, für die Paulus so dankbar ist. Sie hat Glauben und sie hat Liebe. Übrigens eine Liebe zu allen. Das ist die Liebe, die wir aus Matthäus 5 kennen: „Liebt eure Feinde!“ Die Bergpredigt, wie Jesus es ausgedrückt hat in Matthäus 5 und dort ab Vers 44: „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid, denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.“ Es geht also um die Liebe Gottes. Vers 48, Vers 46: „Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes? Machen es nicht auch die Zöllner ebenso? Darum sollt ihr vollkommen sein, gleich wie euer Vater im Himmel vollkommen ist.“

[36:56] Gott hat diese Liebe zu allen. Wir sollen diese Liebe zu allen haben. Und diese Liebe, diese Feindesliebe, ist wie Feuer für unseren Glauben. Feindesliebe ist das Feuer für unseren Glauben. Wenn wir unser Glaubensleben nehmen und in dieses Feuer hineinlegen, dann bleibt nur der wahre, echte Glaube übrig. Denn Feindesliebe reinigt Egoismus, Stolz, Habsucht, Boshaftigkeit, Rebellion, all das heraus, weil die Liebe Gottes, der für uns gestorben ist, Jesus, der für uns gestorben ist. Wer den Feind liebt, der kann ihm nicht gleichzeitig Böses wünschen. Im Feuer der Feindesliebe wird unser Glaube gereinigt.

[38:05] Dieser Glaube, diese Liebe waren gegenwärtig in Thessalonich. Und Paulus sagt sogar noch, wenn wir diesen Vers noch mal lesen, er sagt: „Wir sind es schuldig, Gott alle Zeit für euch zu danken, Brüder, wie es sich auch geziemt.“ Warum? Weil das der Grund. Er sagt: „Ich bin so dankbar, weil diese zwei Dinge zunehmen, weil euer Glaube über die Maßen wächst und die Liebe jedes Einzelnen von euch zunimmt allen gegenüber.“ Das heißt, die gesunde Gemeinde wächst im Glauben und sie wächst in der Liebe. Mit anderen Worten: Nach einem Jahr ist da mehr Glaube und mehr Liebe. Und nach drei Jahren noch viel mehr Glaube und noch viel mehr Liebe. Und nach zehn Jahren noch viel mehr Glaube und noch viel mehr Liebe. Und die Frage ist nicht nur: Haben wir da ein bisschen Glauben, ein bisschen Liebe? Die Frage ist: Wachsen wir? Gibt es in unserem Leben mehr Glauben und vor allem mehr Liebe als noch vor einiger Zeit? Eine gesunde Gemeinde nimmt nicht ab an Liebe und Glauben, sie nimmt zu an Glauben und Liebe. Könnte es sein, dass das Problem von Laodizea ist, dass wir im Wesentlichen abnehmen an Glauben und abnehmen an Liebe? Dass die Fassaden noch stimmen, aber dass die Substanz dahinter immer weniger wird? Dass wir zwar noch von Liebe singen, aber schon unsere Geschwister kaum lieben, geschweige denn dann unsere Feinde oder Verwandten.

[39:20] Jesus bietet uns die Liebe an, denn diese Liebe, lieber Freund, liebe Freunde, kann niemand selbst erzeugen. Kein Mensch. Ansonsten Menschen können ihre Verwandten lieben, also wenn die nett sind. Menschen können ihre Freunde lieben, ihre Ehepartner, aber Menschen können nicht die Feinde lieben aus Prinzip. Das kann nur Gott in ihnen. Deswegen rät uns Jesus das anzunehmen, nicht zufrieden zu sein mit einer menschengemachten Liebe, die wir für Gottes Liebe halten, nicht zufrieden sein mit einem menschengemachten Glauben, sondern dass wir den Glauben annehmen, der durch die Feindesliebe gereinigt wird, durch die Liebe Gottes, die wie ein Feuer alles ist.

[40:12] Diese beiden Dinge gehen Hand in Hand. Wir können nicht auf eines verzichten. Interessanterweise sagt aber die Bibel, dass wenn wir eine Entscheidung fällen müssten, welches von den beiden das Wichtigere ist, das Größere, was zumindestens sozusagen vorangeht, was würdest du sagen? Vielleicht steht schon 1. Korinther 13, Vers 13, erwähnt sie beiden beide den Glauben und die Liebe. In 1. Korinther 13 und dort Vers 13: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Die Größte aber von diesen ist die Liebe.“ Ist es nicht interessant, dass offensichtlich das größte Bedürfnis der Gemeinde heute die echte, biblische Liebe Gottes ist? Und das zu einer Zeit, wo fast jeder von der Liebe Gottes redet und singt und manch einer schon vielleicht das gar nicht mehr hören möchte, weil so viel von der Liebe gesprochen wird. Aber gerade das ist vielleicht das Phänomen von Laodizea. Oder das ist es: Wir denken, wir sind reich, wir haben es ja. Wir reden doch von der Liebe, wir reden doch von dem Glauben, aber haben wir die echte Liebe? Zeigt sich die Liebe Gottes in unserem Leben durch den Glauben? Ist unser Glaube durch die Liebe Gottes wirksam?

[41:39] Wenn Gold im Feuer geläutert wird, dann entsteht reines Gold. Und dieses reine Gold ist interessant. Es kommt häufig vor im Alten Testament in einem bestimmten Kontext. Und wir lesen ein paar Verse, einfach um einen Eindruck zu bekommen, ohne die Verse alle einzeln jetzt zu analysieren. In 2. Mose 20 und dort Vers 11, dort heißt es über die Bundeslade: „Die Bundeslade sollst du mit reinem Gold überziehen. Inwendig und auswendig sollst du sie überziehen und mache ringsum einen goldenen Kranz daran.“ Vers 17: „Und du sollst auch einen Sühnedeckel aus reinem Gold anfertigen. Zweieinhalb Ellen soll seine Länge und anderthalb Ellen seine Breite sein.“ Vers 24: „Und du sollst ihn überziehen mit reinem Gold und ihn ringsum mit reinem, mit einem goldenen Kranz versehen.“ Das ist der Schaubrottisch. Vers 29: „Du sollst auch seine Schüsseln machen, seine Schalen, seine Kannen und seine Opferschalen, mit denen man die Trankopfer ausgießt, aus reinem Gold sollst du sie machen.“ Vers 31: „Du sollst auch einen Leuchter aus reinem Gold anfertigen. Getriebene Arbeit soll dieser Leuchter gemacht werden. Sein Fuß und sein Schaft, seine Kelche, Knäufe und Blüten sollen das ein Stück mit ihm sein. Laodizea ist ja ein Leuchter, übrigens, ich war einer von den sieben Leuchtern.“ Vers 36: „Denn ihre Knäufe und Arme sollen aus einem Stück mit ihm sein. Das Ganze soll eine getriebene Arbeit sein aus reinem Gold.“ 38: „Und ihre Lichtscheren und Löschnäpfe sollen aus reinem Gold sein.“ Im Heiligtum wurde reines Gold verwendet, Gold, das im Feuer geläutert worden ist. Überall traf es an: die Bundeslade von außen und innen, der Schaubrottisch, der Leuchter, überall auch dann später der Räucheraltar. Wenn wir zu 2. Mose 30 gehen, Vers 3: „Und du sollst ihn mit reinem Gold überziehen, seine Platte und seine Wände ringsum und seine Hörner. Und du sollst ihn ringsum und sollst ihm ringsum einen goldenen Kranz machen.“ Überall war dieses reine Gold.

[43:45] Jesus bietet uns reines Gold an, das was im Heiligtum verarbeitet worden ist, innen drinnen. Und wir, die wir ein Tempel des Heiligen Geistes sein sollen, sollen auch innen und außen überzogen sein, sozusagen mit reinem Gold, mit Glaube, der durch die Liebe wirksam ist. Gott wohnt dort, wo das reine Gold ist. Gott wohnt in unseren Herzen. Er sagt ja, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer die Tür aufmacht, damit er dort wohnen kann, wer dort wohnen – er wohnt dort, wo Glaube an ihn durch die Liebe, die er hat für andere, wirkt. Dort wohnt er.

[44:40] 2. Mose 28 finden wir schließlich in Vers 36: „Du sollst auch ein Stirnblatt aus reinem Gold anfertigen und in Siegelgravur eingravieren: Heilig dem Herrn.“ Der Hohepriester sollte ein Siegel an der Stirn tragen. Jetzt können wir die Punkte zusammenbringen mit dem Namen des Herrn, der an der Stirn geschrieben steht in Offenbarung 14, Vers 1, wo wir gesehen haben, dass die Übrigen, die durchs Feuer geläutert werden wie Gold, dass sie den Namen des Herrn anrufen werden. Wir haben gesehen, dass die 144.000 dies sind, die bestehen können, wenn Jesus erscheint. Sie haben das Siegel Gottes an der Stirn. Wir haben gesehen in Maleachi, dass die bestehen können, wenn Jesus erscheint, die im Feuer geläutert sind wie Gold. Und sie tragen an ihrer Stirn das Siegel eingraviert in ihren Glauben, der durch die Liebe wirksam geworden ist. Sie gehören Gott. Sie sind heilig dem Herrn. Gott darf hier wohnen, es ihr Leben ist sein Heiligtum.

[45:49] Lieber Freund, liebe Freunde, darf Gott dir heute echten Glauben schenken, Glaube, der durch die Liebe wirksam ist. In Römer Kapitel 1 und dort Vers 17, Römer 1 und dort Vers 17 sagt Jesus, sagt Paulus: „Denn es wird darin geoffenbart im Evangelium die Gerechtigkeit Gottes, die aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Der Glaube führt zum ewigen Leben. Vergleichen wir diesen Satz, der aus Habakuk zitiert ist: „Der Gerechte wird aus Glauben leben“ mit Matthäus 4, Vers 4. Da heißt es: Jesus sagt, er antwortete und sprach: „Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.“ Glaube bedeutet, aus jedem Wort Gottes zu leben. Weil Gott mich so sehr liebt, ihm zu.

[47:13] Heute das Angebot, dass Jesus dir und mir macht, echten, rettenden Glauben zu haben, Glaube, der durch die Liebe Gottes, die Feindesliebe Gottes, gereinigt wird und der wirksam ist. Möchtest du es in Anspruch nehmen? Ich habe heute geschaut, der Goldpreis liegt bei 80.000 € pro.

[47:51] 0,00 €. Du musst kein Geld auf der Bank haben, um diesen Glauben zu kaufen, der durch die Liebe wirksam wird. Die Liebe kommt von Gott, der Glaube ist ein Geschenk Gottes. Wenn du das haben möchtest, wird er es dir schenken, und du wirst es in deinem Leben haben dürfen.

[48:25] Wenn wir diesen Glauben in Anspruch nehmen, dann werden wir reich. Laodizea sagt: „Ich bin reich.“ Es gibt also einen falschen Glauben, einer, der nicht zum ewigen Leben führt. In Jakobus Kapitel 2 wird uns gesagt, dass es dort sogar Dämonen gibt, die glauben. Was glauben sie? In Jakobus Kapitel 2 und dort in Vers 19: „Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt. Du tust wohl daran. Auch die Dämonen glauben es und zittern.“ Sie glauben an die Existenz Gottes, aber sie sind nicht reich im Glauben. Sie haben diese Liebe Gottes abgelehnt. Und deswegen ist ihr Glaube verunreinigt, voller Stolz und Rebellion und Hass. Sie glauben zwar einige Fakten, weil sie wissen, dass es stimmt, aber das verändert ihr Leben nicht. Dieser Glaube, den sie haben, der wirkt nicht. Er verändert weder ihr Leben zum Positiven noch das von anderen Menschen. Sie haben es, sie haben diesen Glauben verunehrt und verdorben.

[50:00] Wodurch werden wir reich? 2. Korinther 8, Vers 9. Lass uns eine wichtige Lektion heute lernen hier. 2. Korinther 8, Vers 9. Da heißt es: „Denn ihr kennt ja die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, dass er, obwohl er reich war, um eurer Willen arm wurde, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“ Wodurch werden wir reich? Ja, durch den Glauben, aber wodurch genau? Durch Jesu Selbstniedrigung. Wir werden reich, weil Jesus für uns starb, indem wir das glauben. Johannes 3, Vers 16: „Denn so hat Gott auf diese Weise hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Indem wir an die selbstaufopfernde Liebe Gottes glauben, dadurch wird unser Glaube gereinigt, dadurch wird er kostbar, dadurch wird er wertvoll. Und indem wir darauf schauen und glauben, werden wir gerettet und verwandelt in dasselbe Bild, sodass diese Liebe sich in unserem Herzen widerspiegelt und wir reich werden, weil er arm für uns geworden ist. Reich durch den Glauben, reich im Glauben.

[51:33] Was uns fehlt ist, dass wir wirklich auf Jesus schauen, denn wenn wir wirklich auf Jesus am Kreuz schauen und wirklich glauben, dass sein Kreuzestod jetzt im Allerheiligsten für mich angewandt wird. Das Kreuz ist keine Sache der Vergangenheit. Ja, es ist zwar historisch vergangen, aber es wird jetzt angewendet im Untersuchungsgericht. Geht es nicht darum, dass etwas Neues passiert, nachdem das Kreuz schon passiert ist, sondern es geht darum, dass in der letzten Phase des Evangeliums das Kreuz auf mich so angewendet wird, dass durch den Glauben die Schlacke weggebrannt wird. Darum geht es. Was Laodizea fehlt, was mir und dir, was uns fehlt, was wir im Glauben annehmen dürfen und müssen, ist, dass wir auf Jesus schauen, wie er alles für uns gegeben hat. Dieser Glaube wird wirksam sein. Durch diesen Glauben werden wir reich.

[52:27] Von Smyrna heißt es, dass sie echten Glauben hatte. In Offenbarung 2 und dort Vers 7 sehen wir, dass es also möglich ist, diesen Glauben zu haben. Das ist kein Ideal, das sowieso nicht zu erreichen wäre. Offenbarung 2, Vers 9, sagt Jesus sagt hier: „Ich kenne deine Werke und deine Drangsal und deine Armut. Du bist aber reich.“ Schon in frühen Jahrhunderten haben Menschen einen solchen Glauben gehabt. Uns fehlt etwas, was andere Christen schon hatten. Trotz all unserer theologischen Erkenntnis, trotz all unserer gegenwärtigen Wahrheit, die wir verstanden haben, fehlt uns etwas, was andere Christen früher schon hatten, nämlich echter Glaube, der durch die Liebe wirksam ist.

[53:10] Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus möchte heute dir und mir diesen Glauben schenken. Und heute darfst du ihn haben und morgen darfst du ihn immer noch haben und übermorgen darfst du dich jeden Tag neu dafür entscheiden, diesen Glauben zu haben, indem du auf Jesus schaust, seine Liebe betrachtest und im Glauben an seine Liebe genau das widerspiegelst. Ist das heute dein Wunsch? Ich glaube, es wird an der Zeit, dass wir nach Hause gehen, dass wir endlich die Laodizea-Botschaft ernst nehmen auf mich, dass ich sie auf mich beziehe. Ich möchte die Botschaft, ich Christopher möchte diese Botschaft auf mich beziehen und nach Hause gehen. Du auch? Lass uns aufhören, sie auf andere zu beziehen. Lass uns aufhören, sie zum Gegenstand theologischer Debatten zu machen. Lasst uns lernen, echten Glauben zu haben und Gottes Liebe tatsächlich im Herzen zu haben. Wir werden damit nach Hause gehen. Wollen wir noch gemeinsam beten, diese Entscheidung bekräftigen.

[54:19] Lieber Vater im Himmel, möchte dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast.

[54:24] durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Und Herr, ich möchte Dich bitten für echten Glauben, der durch echte Feindesliebe, so wie Du sie hast, gereinigt wird, damit ich reich werde. Herr, ich möchte Dich bitten für jeden einzelnen, der dieses Video sieht, diesen gleichen Wunsch hat, dass wir die Erfahrung machen dürfen, dass Du der Amen bist, der jede Verheißung Gottes wahr macht, dass wir reich werden, weil Du arm für uns geworden bist, indem wir auf das Kreuz von Golgata schauen. Herr, darum bitte ich Dich: Schenk uns dieses Gold und gib, dass wir es festhalten, nicht aufgeben, sondern jeden Tag neu uns bewusst machen, was Du für uns getan hast, und durch diesen Glauben und durch diese Liebe ein Licht zu sein in der ganzen Welt. Das bitten wir im Namen Jesu. Hab Dank, dass Du unser Lehrer bist. Amen.


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