In dieser Predigt über Offenbarung 3, Vers 2, spricht Christopher Kramp über die Gemeinde in Sardes und die Bedeutung von „Werke nicht vollendet“. Er erklärt, dass dies nicht bedeutet, dass die Gemeinde gar nichts tut, sondern dass ihr Auftrag noch nicht erfüllt ist. Anhand von Beispielen aus der Apostelgeschichte und dem Alten Testament wird verdeutlicht, was es heißt, ein Werk zu vollenden und wie wichtig es ist, Gottes spezifische Aufträge zu erkennen und zu erfüllen. Die Predigt betont die Notwendigkeit der Wachsamkeit und der gegenseitigen Stärkung, um Gottes Werk zur Vollendung zu bringen.
Offenbarung 3:2b
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibelstudium, Europa, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass du heute Abend da bist und schön, dass ihr live eingeschaltet habt oder später das Video anschaut. Wir entschuldigen uns für die Verspätung und wollen jetzt gleich weitermachen mit Offenbarung Kapitel 3 und dort Vers 2. Den haben wir das letzte Mal vor ein paar Wochen angefangen und den wollen wir heute vollenden. Und vollenden ist auch schon das Stichwort für den Vers heute für das Thema. Und ich glaube, wir haben einige interessante Dinge, die wir lernen können heute. Und bevor wir beginnen, wollen wir natürlich immer beten.
[1:25] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir jetzt zu dir kommen dürfen, dass wir dein Wort aufschlagen dürfen, dass du uns hilfst, das richtig zu verstehen und dass dein Wort, seine Kraft, die du hineingelegt hast, in unserem Leben entfaltet. Wir möchten dich bitten, dass wir persönlich angesprochen werden und dass du uns das zeigst, was wichtig ist für uns. Herr, sei du unser Lehrer. Lass dein Wort nicht leer zurückkehren, so wie du es versprochen hast, sondern ausführen, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir jetzt im Namen Jesu. Amen.
[2:11] Offenbarung Kapitel 3 und dort Vers 2. Offenbarung Kapitel 3 und dort Vers 2. Den haben wir ja zur Hälfte schon das letzte Mal uns angeschaut, aber wir können es noch mal vielleicht lesen und kurz rekapitulieren, was wir gelernt haben. Wer mag Offenbarung 3 Vers 2 lesen?
[2:38] "Werde wach und stärke das übrige, das im Begriff steht zu sterben; denn ich habe deine Werke nicht vollendet erfunden vor Gott."
[2:47] Genau, wir sind hier in der fünften Gemeinde und das ist die Gemeinde Sardes. Wir haben gelernt, diese Gemeinde kommt natürlich nach der langen Zeit der Verfolgung. Und wir haben fest eins gelernt: dass eine Gemeinde, die hat einen Namen, dass sie lebt, aber sie ist tot. Und sie ist nicht vollständig tot, denn es gibt einige, die sind so noch ein bisschen lebendig, ja, oder die müssen gestärkt werden. "Werde wach und stärke das übrige, das im Begriff steht zu sterben." Und wir haben gelernt, dass diese Phrase "werde wach" auch bedeuten kann: "Sei wachsam". Genau. Und das hat immer etwas zu tun in der Bibel, diese Wachsamkeit, mit welchem Thema? Wann werden Menschen in der Bibel aufgefordert oder in welchem Kontext von welchem Thema werden wir aufgefordert, wachsam zu sein?
[3:41] Die Wiederkunft. Ja, wir haben gesehen, dass ein Hinweis, dass die Wiederkunft Jesu jetzt in die Nähe gerückt ist. Ja, und dann haben wir gesehen, das hilft uns auch bei der Interpretation von Sardes, dass es sich nicht um die Reformationszeit handelt, weil da war die Nähe der Wiederkunft noch nicht so aktuell. Und da hatte auch die Gemeinde Gottes einen Namen, dass sie lebt, und sie lebt doch wirklich. Aber zur Zeit um 1798, also so Ende des 18. Jahrhunderts, die also wer war das Volk Gottes?
[4:15] Die Protestanten oder die protestantische Kirche. Die Protestanten. Und warum heißen die noch mal, Wiederholung, warum heißen die Protestanten Protestanten?
[4:33] Sie haben sich geweigert, einen Kompromiss einzugehen, der besagt hätte, dass sie zwar ihren eigenen Glauben behalten dürfen, aber niemanden sonst davon erzählen dürfen, also nicht mehr in die Welt hinausgehen können. Aber dagegen haben sie protestiert, weil sie der Meinung waren, wer das Evangelium hat, muss es auch weitergeben. Denn Gott zündet ja keine Lampe an und stellt sie dann unter Scheffel. Sie sind ein Licht. Und die Gemeinde, alle sieben Gemeinden, sind was für ein Symbol? Dargestellt als Licht. Ja, und so hat sich die Reformation auch verstanden. Aber gegen Ende des 18. Jahrhunderts war mit der Mission so gut wie nichts mehr los. Ja, und Menschen, die vielleicht noch die Idee bekommen haben, wir könnten ja nach Indien oder nach China, die wurden noch aufgehalten oder die wurden noch Steine gelegt.
[5:18] "Werde wach, werde wachsam." Es geht um die Wiederkunft. Und "stärke das übrige, das im Begriff steht zu sterben." Und wir haben dann festgestellt, dass auch wir andere Gläubige stärken können. Ja, könnte ich daran erinnern, dass wir die Aufgabe haben, uns gegenseitig zu stärken, nicht zu entmutigen. Ja, und wenn jemand kurz davor ist, geistig zu sterben, dann sollen wir stärken. Ja, und das ist die Botschaft hier an die Gemeinde in Sardes. Der zweite Satz in dem Vers 2, nach dem Semikolon, der beginnt mit einem interessanten Wort. Was ist das Wort, mit dem es beginnt?
[6:00] Denn. Und ihr wisst schon, wenn ein Satz mit "denn" beginnt, was kommt dann?
[6:07] Eine Begründung. Und es ist die Begründung für was?
[6:16] Also, es ist die, was jetzt kommt, ist die Begründung. Eine Begründung für was?
[6:23] Bedeutet also die Begründung dafür, dass sie wachsam sein sollen, dass sie wach werden sollen und dass sie das übrige stärken sollen. Warum sollen sie wachsam sein, sollen erwachen und sie sollen die übrigen stärken?
[6:41] Warum? Denn der Grund ist: "Denn ich habe deine Werke wie gefunden..."
[6:49] "...nicht vollendet vor Gott." Also Jesus sagt, Jesus schaut sozusagen herab und er sieht die Werke der Gemeinde. Und diese sind, naja, wie soll ich sagen? Also, wenn es jetzt hier so ein Glas ist, das ist noch halb voll. Da fehlt noch was. Da ist das nicht vollendet. Und weil das so ist, gibt er jetzt den Befehl: "Werde wach und stärke das übrige." Wir sind also eigentlich hier bei der Ursache: Die Werke der Gemeinde sind nicht vollendet. Sie sind dann, ja, also noch nicht vollendet. Und vielleicht kennt ihr diese Idee, wenn man über die Reformation spricht, dann haben wir ja auch so die Idee: Die Reformation muss was werden, sie muss Fortschritte machen, damit sie dann irgendwann vollendet ist. Ja, die Vollendung der Reformation. Wir alle sind der Meinung, dass Huss und Luther und Zwingli und Calvin ja noch nicht alles entdeckt haben, was es zu entdecken wird, ja, noch nicht das Werk abgeschlossen haben. Und so gibt es also die Notwendigkeit einer Vollendung. Aber wir schauen uns jetzt mal ein bisschen genauer an, biblisch, was das eigentlich heißt, dass die Werke noch nicht vollendet sind, oder was es heißt, ein Werk zu vollenden.
[8:27] Ja, und da beginnen wir in der Apostelgeschichte, Kapitel 14, Vers 26.
[8:47] "Von dort segelten sie auch hier im Werk, das sie nun vollbracht hatten." Genau, da finden wir ein Werk, das ist vollendet worden. Da ist ein Werk, das ist vollbracht worden. Wer hatte denn hier das Werk vollbracht? Oder wer ist das überhaupt, der dort nach Antiochia segelt?
[9:19] Das heißt, von dort segelten sie nach Antiochia, von wo aus sie der Gnade Gottes übergeben worden waren zu dem Werk, das sie nun vollbracht hatten. Dreimal. Die Frage ist: Wer ist sie?
[9:32] Die Jünger. Genau. Also welche Jünger?
[9:35] Genau. Also wir haben hier einen Ort, der Ort heißt eigentlich...
[9:41] Und...
[9:48] Ja, und na gut. Sie kommen jetzt hier sozusagen an. Sie segeln nach Antiochia.
[10:11] Was nehmen wir noch aus dem Text? Nicht nur, dass sie in Antiochia ankommen, sondern sie sind von dort losgezogen. Ja, sie sind von hier losgezogen und dann sind sie in Antiochia wieder angekommen. Man könnte also sagen, sie haben sozusagen eine Rundreise gemacht. Ja, sie sind doch losgezogen. Warum sind sie damals gezogen?
[10:39] Wie kamen sie daraufhin? Kennt jemand die Geschichte? Was ist denn das für eine Reise, die wir gemacht haben?
[10:50] Paulus. Paulus eigentlich damals und Paulus hat noch keiner geahnt, wie sehr Paulus richtig werden würde. Warum sind Barnabas und Paulus von Antiochia auf eine Mission?
[11:01] Genau. Und wir sind auf die Idee gekommen, eine Mission. Also das nennt man eine, das war die erste Missionsreise. Die erste Missionsreise des Paulus. Da gibt's noch ein paar mehr. Wie viel insgesamt?
[11:11] Drei Missionsreisen und die Reise nach Rom. Ja, genau. Er ist also Paulus sind hier losgezogen. Und warum sind sie losgezogen?
[11:24] Ein bisschen Bibelkunde. Nicht mehr die Kameras dazu da, loszuziehen.
[11:30] Ich werde zurückgehen in Kapitel 13, da heißt es, dass ihnen Kapitel 13, Vers 1, Apostelgeschichte 13, Vers 1 und 1 Jahr waren in der dortigen Gemeinde einige Propheten und Lehrer, nämlich Barnabas und Simon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und Manahen, der mit Herodes, dem Vierfürsten, erzogen worden war, und Saulus. Und als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: "Ja, ihr wisst, in der Apostelgeschichte bestimmt nicht Paulus so lang geht und ich Petrus so lang geht und auch nicht hier Lukas so lang geht, da bestimmt der Heilige Geist." Ja, wenn sie mal dahin gehen wollen, sagt alle Gast nein. Und er sagt dann aber da lang. Ja, der Heilige Geist. Manche haben gesagt, man könnte auch das Buch nennen: "Die Zitate des Heiligen Geistes." Ja. Auf jeden Fall ist der Heilige Geist der spricht. Und was spricht er? Er sagt nämlich in Vers 2: "Sondern wir Barnabas und Saulus zu dem Werk..."
[12:21] "...zu dem ist sie berufen hat." Also, wer hat Barnabas und Paulus berufen?
[12:28] Der Heilige Geist. Und wozu hatte sie berufen?
[12:31] Zu einem Werk. Nun, man kann natürlich sagen, das ist das allgemeine Werk, Verkündigung des Evangeliums überhaupt. Aber dazu waren sie schon längst berufen. Ja, das waren alle berufen, alle, die hier genannt werden: Barnabas, Simon, Lucius, Manahen. Die waren alle berufen, das Evangelium weiterzugeben. Oder man ist per Definition ein Missionar. Das heißt, was sie nicht gemeint ist, ist, dass der Heilige Geist sagt: Zwei sollen missionieren, der Rest bleibt zu Hause und macht nichts. Ja, das heißt, dieses Werk ist nicht das allgemeine Werk überhaupt, den Glauben weiterzugeben, sondern eine ganz spezifische Sache, nämlich was war der Auftrag?
[13:13] Die meisten von denen waren ja in Antiochia an den Straßen missioniert und vielleicht sind sie Dorf gegangen, von dort die nächste Stadt. Aber was war der Auftrag für die beiden hier?
[13:25] Sie sollten eine weite Reise unternehmen. Sie sollten nach Kleinasien. Sie nach wo sind sie erst hin? Aber auf welche große Insel im Mittelmeer? Erst nach Zypern. Ja, und dann in Zypern haben sie Abenteuer erlebt und also mit Gott. Und dann sind nach Kleinasien. Ja, und dann haben sie dort eine Rundreise gemacht und dann sind wir zurückgekommen. Das war die erste, sozusagen, man könnte sagen, in ferne Länder. Die erste, quasi, nicht Ausland, würde nicht passen, weil das alles Römisches Reich, ja, aber so vom Gefühl her war das jetzt mal ziemlich weit weg. Ja, die erste quasi in Anführungsstrichen Auslands-Missionsreise. Und dazu, das ist ein spezifisches Werk, eine besondere Aufgabe. Ja, sie war auch zeitlich begrenzt. Das sollte also nicht ihr Leben lang diese Reise in Anspruch nehmen. Andere Reisen gemacht, später haben sie sich auch geteilt. Seine Aufgabe und der Heilige Geist hat dem Barnabas und dem Paulus eine Aufgabe gegeben.
[14:13] Gott gibt uns nicht nur eine allgemeine Lebensaufgabe und sagt: "Sei wahr." Ja, er gibt uns auch spezifische Aufgaben, die dann auch zeitlich begrenzt sind. Ja, und sagt: "Bis dahin." Und diese Aufgabe solltest du jetzt vollenden.
[14:28] Und dann geht's los. Ja, dann ziehen sie los nach Zypern, und sie kommen dann nach Pisidien und Iconium und Lystra. Und ihr kennt die Geschichten. Und dann reisen sie zurück. Und dann sind wir in Apostelgeschichte 14, Vers 26, was wir gerade gelesen haben. Von dort, von Berge und danach Attalia und von dort segeln sie nach Antiochia, von wo aus sie der Gnade Gottes übergeben worden waren zu dem Werk, das sie nun vollbracht hatten.
[14:56] Was haben sie gemacht? Das Werk. Sie haben es vollbracht. Also hier habt ihr mal eine Aufgabe ist vollendet worden. Und was war die Aufgabe? Die Aufgabe war eine ganz spezifische Mission, seine Missionsauftrag. Gott hat den Auftrag gegeben, und sie haben erfüllt. Und dann war das Werk vollendet. Und jetzt sagt aber Jesus zur Gemeinde Sardes: "Ich habe deine Werke, ja, dein deine Aufgabe nicht vollendet gefunden." Ja, du tust, du hast noch nicht das getan, was du tun sollst. Und was ist eigentlich der Auftrag der Gemeinde?
[15:32] Jetzt geht es um die ganze Gemeinde, geht nicht um einzelne, geht nicht um was einzelne Leute jetzt hier in Sardes. Das soll die ganze Gemeinde. Und ich war deine Werke. Was ist der Auftrag der Gemeinde?
[15:43] Das Evangelium muss wohin?
[15:46] In die ganze Welt. Und nach fast drei Jahrhunderten Reformation, nachdem das Evangelium Menschenherzen in Europa verändert hat und weit bekannt ist, ja, und dass das Papsttum weit zurückgedrängt ist. Sagt Gott: "Eure Aufgabe soll erfüllt sein. Ihr steckt noch irgendwo hier, also im Bild gesprochen von Antiochia, also von Paulus. Ich stecke irgendwo mittendrin. Ja, ihr seid irgendwo hier, ihr seid noch nicht zu Ende, ihr habt doch gar nicht erfüllt." Und dann müssen wir uns vielleicht auch die Frage stellen: Haben wir eigentlich schon die uns von Gott gegebene Aufgabe vollendet? Also persönlich auch. Ja, also das gibt immer was zu tun. Aber sie hat eine besondere Aufgabe und eine wichtige Punkte. Wieder rausnehmen können ist: Weiß ich für mich persönlich, was meine spezifische Aufgabe ist? Denn ich kann ja nicht alleine die Welt retten. Ich kann nicht alles tun. Und ich kann, wenn Gott mir eine bestimmte Aufgabe gibt, muss ich kein schlechtes Gewissen haben, wenn es noch woanders Aufgaben gibt, die ich halt gar nicht tun kann. Aber ich muss wissen, an welchem Ort und für welche Aufgabe.
[16:53] Und habe ich das getan, oder habe ich mittendrin aufgehört? Und die Protestanten haben irgendwann aufgehört. Ja, die haben einfach sich dann bequem niedergelassen und haben einfach nichts mehr in der Richtung gemacht. Und das ging natürlich nicht so. Also, es gibt einen Auftrag, und der muss vollendet werden. Und die Gemeinde Sardes, eine Gemeinde, wo der Auftrag Gottes noch nicht vollendet ist, braucht eine Erweckung, um den Auftrag zu vollenden.
[17:25] Zweite Thessalonicher, Kapitel 1, Vers 11.
[17:49] "...alle Zeit euch der bewährte Glaube in Kraft zur Erfüllung bringen." Genau. Und was für ein Werk geht es dir?
[18:04] Werk des Glaubens. Und was soll damit passieren? Das glaube soll genau erfüllt werden. Ja, es soll vollendet werden. Und zwar mit Kraft. Ja. Also Gott schenkt Kraft, damit das Werk des Glaubens vollendet wird. Und wer tut das?
[18:28] Wer bringt das Werk zur Vollendung? In der Gemeinde geschieht es aber. Wer bringt es zur Vollendung? Sie beten. Ja, hier Paulus betet ja, betet für die Thessalonicher und er sagt: "Wir beten alle Zeit für euch, damit was geschieht?" Damit wer das Werk des Glaubens zur Erfüllung bringt.
[18:43] Gott. Ja. Und das zeigt uns natürlich, und ihr habt es wahrscheinlich schon geahnt, es geht nicht darum, dass Gott einfach nur eine Aufgabe gibt und jetzt sag mal so, nach dem Motto, wie ein, wenn man vielleicht Hausaufgaben mit unserer du bist noch nicht fertig, mach mal weiter, sondern es ist natürlich etwas, was Gott in uns tun möchte. Ja, dieses die Erweckung. Ja, dass das wachsam sein. Gott möchte, dass wir mit ihm leben. Denn wer mit ihm lebt, der möchte von dir erzählen. Ja. Und das Werk des Glaubens, das bringt Gott in uns zur Erfüllung. Paulus wusste, wir müssen füreinander beten. Wir müssen dafür beten, dass das Werk des Glaubens in meinem Leben und in deinem Leben vollendet wird, damit nicht Jesus irgendwann über uns sagen muss, nachdem er unser ganzes Leben anschaut: "Ich habe deine Werke als nicht vollendet erfunden."
[19:30] Ich weiß nicht, ich kann mich ändern. Ich war mal in einem Land in Südosteuropa, ein Osteuropa, ich sage jetzt nicht genau, wo. Aber da bin ich langgefahren und da gab es viele Häuser, die man angefangen hat, und von denen waren relativ wenig vollendet. Ja, weiß ich, ob das mal so gesehen hat. Ja, man merkt, okay, das Geld ging aus. Und wenn man jetzt, das war relativ oft so. Und wie oft gibt es auch in der Gemeinde unfertige Bau-Ruinen, oder Leute haben angefangen, den Glauben ernst zu nehmen, angefangen mit dir zu leben und dann ist wieder abgefallen. Und dann ist das Werk unvollendet geblieben.
[20:08] Und das liegt nicht an Gott, oder denn die Bibel sagt, Paulus sagt: "Ich bin überzeugt, dass der, der ein gutes Werk in euch angefangen hat, der kann es auch vollenden bis auf den Tag." Ja, also es liegt nicht, also Gott, der ist der Bauherr, und an ihm liegt es nicht. Ja, es gibt auch keinen Mangel an Baumaterial. Ja, der Heilige Geist ist da und hat alles zur Verfügung, um unseren Charakter zu bauen. Aber es fehlt manchmal die Bereitschaft, bauen zu lassen. Ja, weil wenn wir gehen, wenn wir unsere Aufgabe erfüllen, wenn wir unsere Mission nachgehen, dann lernen wir, dann kann der Heilige Geist mit uns wirken. Ja, der Heilige Geist sagte: "Und wenn wir mit ihm gehen, dann kann heiliges Werkzeug Vollendung bringen." Und deswegen ist es so, dass das Werk unseres persönlichen Glaubens vollendet wird, wenn wir anderen Menschen von Jesus erzählen. Ja, dieses kommt wieder, wenn das Evangelium der ganzen Welt gepredigt ist. Dieses kommt wieder, wenn der Charakter vollendet ist. Und das fängt beides direkt miteinander zusammen.
[21:03] Nun, schauen wir noch ein Beispiel aus dem Alten Testament an, wo es um das Vollenden eines Werkes geht. Erste Chronik, Kapitel 28, Vers 20.
[21:27] Da heißt es: "David sprach zu seinem Sohn Salomo: Sei stark und mutig und führe es aus. Fürchte dich nicht und erschrick nicht, denn Gott, der HERR, mein Gott, ist mit dir, und wird dich nicht loslassen, noch dich verlassen, bist du alle Werke für den Dienst am Haus des Herrn vollendet hast."
[21:57] Genau. Wer soll das Werk vollenden? Salomo. Und wer spricht zu ihm? David. Es geht um den Bau von was? Was gebaut werden soll? Der Tempel. Und warum?
[22:08] Weil Gott gesagt hat, weil das ein Auftrag war an Salomo. Ich dann da, aber wie kann man überhaupt auf die Idee, einen Tempel zu bauen? Hatte Gott zu Salomo gesagt: "Ich habe jetzt, ich möchte gerne Tempel haben." David wollte es von sich aus, weil er gesagt hat, weil er Blut vergießen, weil da Kriege geführt hat, gesagt: "Ein Mann, dein Sohn soll es bauen."
[22:27] Ja, der schlummernde Sohn des Friedensbringers. Aber wer hat die ganzen Materialien von Scratch angefangen, der von vorne angefangen? Die ganze Materialien waren schon da. Naja, muss im Prinzip alles nur noch wie beim Zusammenfüsseln. Ja, er muss das Werk vollenden. Und jetzt gibt es hier was Interessantes. Was sagt David immer? Weißt du, die Aufgabe ist nicht leicht. Ja, sie ist anstrengend, sie dauert Jahre. Dann, ganz konkret, wie hier ein ganz konkretes Projekt. Das wird Jahre dauern, wird viel kosten. Und was sagt David zu ihm? Wie ermutigt er ihn? Er sagt zu ihm: Dass Gott mit dem ist, das soll sich nicht fürchten. Sein Gott ist mit ihm. Und er wird ihm sehr stark und mutig an wen...
[23:16] Wer kennt diese Phase? Sehr stark und mutig. Wer sagt das noch?
[23:21] Aber vor Gott. Also Gott sagt, dass du Josua, weil Gott wiederholt im Prinzip nur das, was Gott schon durch einen anderen Menschen gesagt hat, nämlich Mose hat gesagt: "Der starke, mutige..." weil Josua war, wer Bezug auf Mose, hat ein Teil des Werkes Gottes getan. Ja, und jetzt kommt ein Josua, und der soll das Ganze vollenden. Ja, der bringt das Werk zur Vollendung. Und Mose sagt: "Sei stark und mutig, vollende das, was ich angefangen habe, mit Gottes Hilfe." Und David sagt zu Salomo, seinem Nachfolger auf den Thron: "Ich habe das Werk angefangen, vollende." Ja, also angefangen im Sinne von: alles bereitgestellt, alles gesammelt, die Lieder schon komponiert, das Liederbuch schon fertig. Ja, es fehlt jetzt noch das Gebäude, wo die Lieder gesungen werden. Instrumente sind auch schon fertig. Ja, alles, alles schon fertig.
[24:14] Und warum soll er mutig sein? Warum soll er stark sein und es ausführen und nicht erschrecken und sich nicht...
[24:16] nicht erschrecken und sich nicht fürchten. Du hast schon gesagt, denn Gott ist mit ihm und zwar wie lange? Bis er es vollendet hat. Haben wir auch ein Tempel zu bauen? Was sagt die Bibel? Gibt's im Neuen Testament einen Tempel? Es gibt einen Tempel im Himmel, nicht bauen, denn der Tempel im Himmel wird sich von Menschenhand nicht gebaut. Ja, da müssen wir nicht bauen, aber es gibt einen zweiten Tempel, den wir bauen sollen, nämlich...
[24:59] ...ist auch eine Aufgabe, oder müssen wir dazu die Rohstoffe mitbringen? Alles, was dazu notwendig ist, schon vorbereitet. Ja, wir müssen nur noch ausführen. Und in gewisser Weise sind wir, sind die Apostel und die frühen Christen bis zu unserer Zeit, ja auch die Nachfolger oder von wem? Wer das Fundament gelegt? Wer hat das ganze Deck gewonnen? Jesus. Oder Jesus hat gesagt, ich habe also hier ist uns gestorben, er ist auferstanden, er hat das Evangelium erklärt, er hat es illustriert, er hat alle Macht im Himmel und auf Erden. Und dann sagt er, das, was ich angefangen habe, das führt die aus weiter. Ja, und zwar in die Hose Lemm in Samaria, Samaria der Welt.
[25:39] Dieser Tempel muss gebaut werden. Und wie lange wird dieses bei uns sein? Was sagt er? Er: "Ich bin bei euch bis an das Ende der Welt." Und hier haben wir sozusagen die Idee, man könnte das jetzt vergleichen und sagen: "Ich bin bei euch, bis ihr diesen Tempel vollendet habt." Und da sind wir wieder hier. Jesus sagt: "Hey Gemeinde, Sadis, der Tempel ist noch nicht vollendet." Es ist noch... Übrigens, wenn ihr dann eine Gemeinde weiter schaut, dann werdet ihr feststellen, da gibt's eine Gemeinde Philadelphia, und da heißt es: "Wer überwindet, den werde ich zu einer Säule machen im Tempel." Nicht? Ja, da kommen dann diese Idee mit dem Tempel wieder auf.
[26:18] Also hier sehen wir ganz deutlich: Das Werk wird vollendet, weil Gott mit uns ist. Ja, er sagt ganz deutlich: "Denn der Herr, mein Gott, ist mit dir und er wird dich nicht loslassen, noch dich verlassen, bis du alle Werke für den Dienst am Haus des Herrn vollendet hast." Das heißt, das Problem, dass die Werke in der Gemeinde Sadis nicht vollendet sind, ist nicht das Problem, dass Gott aufgehört hat, oder weil irgendwie der Heilige Geist nicht mehr zur Verfügung steht, sondern weil man sich von Gott distanziert hat. Das ist das Problem. Und wenn wir in unserem Leben merken, es geht nicht vorwärts, ne? Das bleibt alles irgendwie unvollendet, dann ist genau das auch das Problem.
[26:50] Jesus hat gesagt: "Ich bin bei euch bis an der Welt Ende." Jetzt hat Salomo das Werk vollendet, also den Tempel hat er gebaut. Aber wenn man jetzt sein ganzes Leben betrachtet, hat er dann auch seine Lebensaufgabe vollständig erfüllt? Ich hoffe mit mir in 1. Könige 11, Vers 14.
[27:15] 1. Könige 11, Vers 14. Da heißt es: "Und es geschah zu der Zeit, als Salomo alt geworden war, da wendeten seine Frauen sein Herz an anderen Göttern zu, so dass sein Herz nicht mehr Wasser... ich bin ungeteilt mit dem Herzen seinem Vater war, wie das Herz seines Vaters dabei. Das ist mir von ganzem Herzen."
[27:45] Jesus sagt nicht: "Ihr habt keine, ihr habt gar keine Werke." Gesagt: "Eure Werke sind nicht vollendet, so halb angefangen, halbherzig", könnte man sagen. Ja, und Salomo folgt Gott jetzt nur noch halbherzig. Und das hat ganz dramatische Folgen für das Volk Gottes. Und zur Zeit Ende des 18. Jahrhunderts, nach der Aufklärung, folgt man Gott auch nur noch in den meisten protestantischen Kirchen nur noch halbherzig. Ja, man hält sich jetzt für so klug, für so gebildet, für so aufgeklärt, dass man jetzt wirklich so gewesen ist, dass man da hier und das Wunder da nicht wahr. Wenn ja, so ist ja schon das Beste, das ist schon gut für die Zivilisation, wenn man an Gott glaubt, war für den Moral und so weiter. Sie mir diese diese Herzensübergabe bei vielen Christen ist alles sehr formal geworden.
[28:32] Andere Götter, ja, Gott der Vernunft und der Gottes Reichtum ist und das Wohlstandes und so weiter. Ja, ähm, die sich breit gemacht haben. Das wird so schnell zu Tradition zum Ritual, leider. Ja, ganz genau. Oder finden wir jetzt viele Beispiele in der Bibel immer wieder? Wir nehmen auch ein Beispiel zweite Chronik 25.
[29:04] Das ist interessante Aussage. Es gibt ja meistens gute und schlechte Könige, aber der ist interessant. Ja, der möchte mal lesen, was über Amazia steht in 2. Chronik 25, Vers 2. "Und der tat, was recht wendete Augen des Herrn, doch nicht von ganzem Herzen." Ja, es geht so gut. Ende dramatische Bekehrung. Ja, weil normalerweise gibt es bergab mit denen. Und hier ist jemand, der tut es richtig, aber tut es so halbwertig. Ja, und das kommt nicht richtig ans Ziel. Und ich denke, ihr wisst wahrscheinlich auch, in der Gemeinde lautet sehr das Problem, ja, dass sie so halbherzig ist. Ja, das Richtige tut, aber nicht von ganzem Herzen, sondern mehr so aus Formen oder so. Also, die Botschaft hier an Sadis ist total aktuell auch für uns.
[29:53] Die Werke sind nicht vollendet. Und dieses Bild zeigt, dass Jesus durchaus auch auf das schaut, selbstverständlich, das schaut, was wir tun. Ja, unsere Werke nicht vollendet. Es ist interessant. Erkennt ihr eine Geschichte, wo Jesus sagt: "Ich habe sozusagen alles das, was du bist und was du tust, gewogen und es ist nicht stark genug"?
[30:26] Vielleicht davon genau nicht. Wer war das? In deine fünf der Königsberger und als seine Werke schlussendlich und sein ganzes Königreich und sein Leben und so weiter, als es zu leicht erfunden war. Was ist passiert?
[31:00] Wurde weggenommen. Babylon, Babel ist gefallen.
[31:13] Jesus sagt zu den Protestanten: "Eure Werke sind nicht vollendet. Ihr seid quasi geistlich tot." Ja, den Namen äußerlich, das erlebt ja ihr. Sagte: "Glaubt das alles Evangelium, aber wir handeln nicht so." Ja, oder kaum noch. Eure Werke sind quasi zu leicht. Deswegen: "Werde wach!" Ja, stärker ist übrigens, ihr müsst euch wieder zu Gott wenden, weil ansonsten, wenn das nicht geschieht, steht es nicht...
[31:42] ...in Offenbarung, aber also nicht auf morgen drei, sondern Offenbarung 14. Das würde dann passieren mit all denen, die diese Entdeckung nicht folgen.
[31:54] Was sagt man 14? Gefallen ist Babylon. Ich glaube, ich sehe jetzt schon als ein erster kleiner Hinweis, dass auch in die protestantischen Kirchen mehr und mehr zu Babylon dann werden am Ende der Zeit. Da werden wir später noch zu kommen, wenn wir auch dann die sechste Gemeinde uns anschauen, nämlich die Gemeinde Philadelphia. Genau. Also, das war so interessant. Ich war also diese diese Werke, die nicht vollendet sind, die Gott sich anschaut. Was heißt das? Das ist wir haben gerade gelesen...
[32:22] ...in Offenbarung Kapitel 3, Vers 2: "Denn ich habe deine Werke nicht vollendet erfunden vor Gott." Jesus sagt ja quasi: "Ich habe deine Werke nicht vollendet erfunden vor Gott." Was würde ich sagen? Was heißt dieses "vor Gott"?
[32:36] Was bedeutet das? Sonst irgendwann eine Bibel gelesen, dass etwas gesagt wird, das waren so so vor Gott? Wir sind schon gelesen, oder gibt man ein Beispiel? Schaut mal mit mir in Lukas, der verwendet das ganz oft.
[32:56] In Lukas Kapitel 1, und dort Vers 6. Der Markus mal lesen. Lukas 1, Vers 6. "Sie waren aber beide gerecht vor Gott und wandelten untadelig in allen Geboten und Rechtsbestimmungen des Herrn." Genau. Und Elisabeth. Und was heißt das, dass sie gerecht waren vor Gott?
[33:27] In Gottes Meinung oder nach Gottes Ansicht. Weil es kann ja sein, dass jemand sagt: "Das ist ein gerechter Mensch." Ja, die Pharisäer zum Beispiel waren auch gerecht, aber sie waren gerecht vor den Menschen, von den Augen der Menschen, ja. Die Menschen haben gedacht und heilig und so weiter. Aber in Gottes Augen waren sie das nicht. Ja, in Gottes Augen waren sie eher so und dann noch schlimmer. Aber diese hier waren gerecht vor Gott. Und das Entscheidende ist, ihr Leben ist nicht, ob wir gerecht sind, sondern vor wenigen gerecht sind. Wir sind gerecht, weil Menschen uns gerecht ansehen und wir deswegen als gerecht führen. Das sind wir gleich, weil Gott uns direkt, damit Gott uns gerecht ansieht.
[34:08] Was brauchen wir, damit wir vor Gott gerecht sein können? Wir brauchen eine Gerechtigkeit, die dem Maßstab Gottes entspricht, oder die vor Gott Bestand hat. Und was das für eine Gerechtigkeit, welche Gerechtigkeit hat vor Gott Bestand? Seine eigene. Ja, seine eigene Evangelium sagt: "Wir brauchen Jesu Gerechtigkeit, die er uns schenkt." Ansonsten können wir nicht vor Gott gerecht sein. Ja, ganz genau. Und da gibt es viele andere Beispiele. Ich nehme ein Beispiel Lukas 12 und dort Vers 6.
[34:51] Und das heißt es: "Verkauft man nicht fünf Sperlinge um zwei Groschen und nicht ein einziger von ihnen ist vor Gott vergessen." Dass diese Idee vor Gott, also Gott sieht alles. Ja, man kann etwas vor Gott nicht verbergen. Gott sieht sogar die kleinen Sperlinge, die kleinen Spatzen. Das heißt, in der Beurteilung unserer Werke, in der Beurteilung unseres Charakters, alles, alles, was es gibt. Und dann noch ein letztes Mal in Lukas 16, und dort Vers 15.
[35:23] Lukas 16 und dort Vers 15. Oder haben noch mal diesen diesen Kontrast zwischen vor Menschen und vor Gott. Das heißt es: "Und er sprach zu ihnen Lukas 16, Vers 15: Ihr seid es, die sich selbst rechtfertigen vor den Menschen, aber Gott kennt eure Herzen. Denn was bei den Menschen hoch angesehen ist, das ist ein Gräuel vor Gott." Und deswegen sagt: "Ich habe eure Werke als unvollendet erfunden vor Gott."
[35:51] Weil vor den Menschen erscheinen die Protestanten des 19. Jahrhunderts, also sehr gebildet, sehr protestantisch. Ja, sie nennen sie sagen: "Sind Kirchen, sind stolz auf ihre protestantische Moral." Ja, und jeder versteht, ich meine, also alle sind so, irgendwie haben das Gefühl, die Welt geht voran. Ich war, wir kommen von einem Optimismus zur nächsten Euphorie. Aber vor Gott ist die Sache anders aus. Ja, deine Werke sind unvollendet.
[36:21] Und das ist quasi auch eine ernüchternde Botschaft. Ja, dass wir manchmal uns für, oder ganz oft für besser halten, als Gott uns sieht. Und wir, woher kann man wissen, wie Gott mich sieht?
[36:45] Indem man Gott fragt. Ich muss ihn fragen: "Was siehst du mich?"
[36:55] Durch das das Wirken des Heiligen Geistes, der kann uns zeigen. Ja, wenn Menschen, wenn der Daniel fehlt, hat es ja zum Musical schon dargestellt. Wenn Gott sich offenbart, dann erkennen wir etwas über uns selbst. Dann wissen wir, wie Gott uns sieht.
[37:09] Es reicht nicht aus, wenn wir sagen: "Ja, ich liebe Gott." Wir müssen Gott fragen: "Fühlst du dich geliebt? Ja, wie siehst du das? Liebe ich dich wirklich? Ja, bin ich dir wirklich toll?" Sie fragt dich, stellen muss sie uns alle stellen. Müssen also...
[37:23] Die Werke sind noch nicht vollendet gewesen. Und wir haben damit schließen wir heute. Ähm, es ist sehr interessant in der Bibel ist es ja meistens so. Wir haben gerade ein paar Beispiele gelesen, dass oft jemand ein Werk anfängt oder ein anderer vollendet. Oder also wir haben Mose gesehen, der fängt etwas an und Josua vollendet es. Oder wir haben David gesehen, der fängt etwas an und Salomo vollendet das. Und eigentlich, wenn man so geschaut hat, irgendjemand mal sein Werk so richtig alleine vollendet, muss man sagen, kommt nicht sofort vor.
[37:57] Aber wusstet ihr, dass in der Bibel jemand gibt, der ein Werk angefangen hat und es auch vollendet hat? Und zwar vollständig? Jemand, den man gar nicht so sehr unbedingt auf dem Schirm hat, aber von dem ist explizit gesagt hat, dass er der das Werk angefangen hat, ist auch vollendet. Weil wir denken ja, okay, ich hier, ich fang vielleicht das an, aber jemand anders muss es vollenden. Aber in der Bibel ist ganz deutlich, es gibt die Möglichkeit, etwas, dass ich angefangen habe, auch zu vollenden. Auch Mose hätte ja das Werk vollenden können, oder wenn er den Fehler nicht gemacht hätte.
[38:28] Und zwar gibt es den, schaut mal mit mir in Sacharja. Hier ist, glaube ich, eine richtig gute Nachricht für uns heute. Sacharja, Kapitel 9, und dort ab Vers 8.
[38:55] Und das Wort des Herrn erging an mich folgendermaßen: "Die Hände von wem? Von Serubbabel haben dieses Haus gegründet. Seine Hände sollen es auch vollenden. Und du wirst erkennen, dass mich der Herr der Heerscharen zu euch gesagt hat." Kurze Frage: Wer war Serubbabel?
[39:21] Wer war eine ganz, ganz interessante Persönlichkeit. Serubbabel, der heißt ja schon so, der gezeugt in Babylon. Einer von denen, die aus Babylon zurückkam. Und zwar einer der allerersten. Das war der, der schon und der Kyros die Tempelgeräte mitbekommen hat und sie wieder zurückbringen durfte. Der dabei war, als der Grundstein gelegt wurde.
[39:39] Wir haben den Grundstein gelegt. Wir haben das Fundament gelegt. Da haben sie alle eingeladen. Und dann haben die einige sich gefreut, und die anderen haben geweint und haben gesagt: "Nein, nein, nein, das ist furchtbar, zu viel zu klein und das bringt ja gar nichts." Haben die Bauarbeiter entmutigt. Dann kam noch die Samaritaner haben gesagt: "Dass wir mitmachen." Da hat man gesagt: "Nein, ihr dürft nicht." Dann haben die angefangen schlecht zu reden. Dann gab es Intrigen und Reingespiel. Und jahrelang ging es nur schleppend, schleppend, schleppend voran.
[40:10] Und irgendwann hat man dann einen königlichen Perser zu fassen gekriegt und hat gesagt: "Der Bau muss aufhören." Und das Werk lag unvollendet da. Serubbabel hatte im Vertrauen auf Gottes Prophezeiung, ich war aus Jesaja und Jeremia, hatte er von Kyros die Erlaubnis bekommen, den Tempel wieder aufzubauen. Er hatte angefangen und er war mittendrin stecken geblieben. Aber buchstäblich stecken geblieben. Die Bibel sagt in Esra 4: "Damals hörte der Bau am Tempel auf, war vorbei."
[40:43] Hat aufgehört. Und ich weiß nicht genau, die Bibel sagt nicht genau, wie sich Serubbabel gefühlt hat, aber ich denke, ziemlich entmutigt. Oder? Also, wir sind manchmal sehr ermutigt, wenn es langsam geht.
[41:02] Ja, manchmal kann es ein bisschen frustrierend sein. Ja, in der Gemeinde Gottes. Das war ganz klar, wir müssen jetzt gehen. Und dann, wir müssen noch darauf achten und das noch nicht hier, nicht so schnell und und. Ja, manchmal ist sieht man sich selbst im Weg, nicht wahr? Das noch das schlimmste.
[41:17] An der Punkt ist, in der Regel geht's trotzdem irgendwie, wenn auch langsam und in kleinen Schritten, aber es geht voran. Da ging gar nichts mehr voran. Es war verboten.
[41:29] Und dann kommt, und dann kommt Sacharja, und dann sagen sie: "Baut weiter, auch wenn ihr noch keine Erlaubnis habt, baut weiter." Und dann geben sie hier also dem jetzt schon Kapitel 3 und dem Serubbabel in Kapitel 4 ganz echt, also der Sacharja ganz erstaunliche Botschaften. Schaut mal in die Sacharja, viel Vers 6. Da heißt es: "Der antwortete er und sprach zu mir: Das Wort des Herrn an Serubbabel nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist." Da war ein Mann, der war im Jahre, na ja, wahrscheinlich ungefähr 537 oder so, oder 36, 35 nach Jerusalem gekommen.
[42:16] Und ungefähr 15 Jahre später ist alles im Sand verlaufen, oder es stecken geblieben. Weiß nicht, ob ihr wisst, was ihr 15 Jahren gemacht habt. 15 Jahre, eine lange Zeit. Ja, die haben also angefangen, ein zwei Jahre richtig losgearbeitet an deinem Geburtstag schleppend und schleppend und schleppend und schleppend. Und irgendwann war Sense. Und der ganze Euphorie, ja, auf die jetzt ähm uns lass uns weitermachen. Die Euphorie ist schon 15 Jahre her. Seit 15 Jahren gibt es nur Frust. Also, stell dir vor, kommt in der Gemeinde Sadis, vor 15 Jahren, da war alles schön. Ja, da haben wir Missions- einfach gehabt und da hatten wir das Gefühl, jetzt geht's voran. Und seitdem nur Frust. Da würde man sagen: "Okay, wir können über eine neue Gemeinde nicht nach..." Nein, der Heilige Geist spricht durch Hagei und spricht durch und sagt:
[43:04] "Du bist über zehn Jahren quasi versuchst zu schieben und das geht nicht zu hören. Du wirst es verändern." Und das finde ich so ermutigend, weil wir alle haben vielleicht in unserem Leben Phasen, wo wir denken: "Meine Güte, ich habe versagt. Ich bin, ich bin zu langsam gewesen. Ich war, ich bin stecken geblieben. Ich bin mit hingefallen. Jetzt muss jemand anders weitermachen. Jetzt muss ja den Staffelstab übergeben." So wie Mose. Oder aber hier sagt Gott: "Nein, du kannst das Werk vollenden."
[43:31] Schaut mal in Vers 9: "Die Hände Serubbabels haben dieses Haus gegründet. Seine Hände sollen es auch vollenden." Und du wirst erkennen, dass mich der Herr der Heerscharen gesagt hat. Denn wer ist, Achtung jetzt, der den Tag geringer Anfänger verachtet und jene sieben werden mit Freuden das fängt gleich in der Hand sehen." Was ist ein Senkblei? Wozu braucht man das? Das ist ein Arbeitsgerät, nicht wahr? Das ist ein Hilfsmittel für die Arbeit. Und wer sind die sieben Geister? Ja, also, wenn wenn jetzt wieder anfängt zu arbeiten, sich seine Werkzeuge nimmt und loslegt, ja, dann sagt die Bibel, der Heilige Geist wird das mit Freuden sehen.
[44:10] Und wenn wir vielleicht zwischenzeitlich entmutigt worden sind, wenn wir vielleicht zwischenzeitlich gedacht haben: "Okay, wir sind stecken geblieben mit unserer Vision." Wenn wir vielleicht merken, unsere Werke sind nicht vollendet, dann reicht schon ein kleiner Anfang. Dann reicht schon eine Ermutigung vom Heiligen Geist durch den Geist, und wir können wieder das Werk annehmen und aufgreifen. Es hat noch ein paar Jahre gedauert, aber dann war der Tempel vollendet. Der Tempel stand fertig. Durch die, das zeigt uns, was die Gemeinde Sadis braucht und was wir brauchen. Ist eine Ermutigung durch den prophetischen Geist, eine Erfüllung mit dem Heiligen Geist. Erweckung, werde wach, weil dann können wir das Werk auch vollenden. Das Werk, das wir aufgetragen bekommen haben.
[44:57] Und Werk weiterbauen. Dann lass uns gemeinsam.
[45:09] Lieber Vater im Himmel, möchten wir von Herzen Dank sagen, dass du uns Kraft schenkst und Weisheit, dass du für uns da bist, lieber Vater. Dank, dass du jetzt auch durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Vielleicht nicht bitten, dass auch wenn wir in unserem Leben mal entmutigt gewesen sind oder das Gefühl haben, dass wir festgefahren sind oder es nicht weitergegangen ist, frustriert gewesen sind, dass wir lernen von Serubbabel, von Hage, bist du auch uns wieder gebrauchen möchtest, dass du uns Erweckung schenken möchtest, dass du uns stärken möchtest, dass das, was angefangen worden ist, auch vollendet wird. Hätte auch ein bitten wir dich in unserem Leben. Im Namen Jesu. Amen.
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