In dieser Predigt über Offenbarung 3:7a spricht Christopher Kramp über die Gemeinde Philadelphia und die Selbstvorstellung Jesu als „der Heilige“. Er beleuchtet die Bedeutung dieses Titels im Alten Testament, wo „der Heilige“ Gott selbst bezeichnet, der im Gericht seine Gerechtigkeit zeigt und im himmlischen Heiligtum wohnt, sich aber auch den Demütigen nahestellt. Die Predigt erklärt, wie dieser Aspekt Jesu für die Auslegung der Gemeinde Philadelphia und die Kirchengeschichte von Bedeutung ist.
Offenbarung 3:7a
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
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Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:49] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr heute wieder dabei seid. Schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt. Wir entschuldigen uns für die wenigen Minuten Verspätung. Nach der etwas verlängerten Sommerpause wollen wir uns wieder dem Offenbarungsstudium widmen. Und wir haben heute einiges vor. Eigentlich beginnen wir heute mit einer neuen Gemeinde. Ja, wir sind ja bei den sieben Gemeinden, den sieben Sendschreiben, und fünf Gemeinden haben wir studiert. Und wir beginnen jetzt mit der sechsten, Philadelphia. Und das wird sehr, sehr interessant werden. Und ich glaube auch sehr praktisch und hilfreich für unseren Glauben. Heute wollen wir uns dabei auf einen Aspekt konzentrieren, den man, glaube ich, vielleicht nicht immer so direkt vor Augen hat. Und der uns heute helfen soll, Jesus besser kennenzulernen. Das ist ja die Offenbarung Jesu Christi. Und deswegen werden wir heute auch diesem Studium Jesus ganz besonders im Mittelpunkt haben. Wir wollen zu ihm beten und bitten, dass der Heilige Geist unser Denken erfüllt. Und dazu wollen wir, wo es möglich ist, gemeinsam niederknien.
[2:07] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir seit so langer Zeit die Offenbarung studieren dürfen, dass wir sie immer besser kennenlernen können und dass wir dadurch Jesus immer besser kennenlernen. Und indem wir Jesus immer besser kennenlernen, lernen wir auch dich, lieber Vater, immer besser kennen. Wir möchten dich bitten, dass du in den kommenden Minuten durch deinen Heiligen Geist unser Herz erreichst, unser Studium segnest, damit wir nicht nur Dinge einfach verstehen, sondern damit wir dich erkennen und damit wir dadurch verwandelt werden durch die Kraft deines Heiligen Geistes. Du hast versprochen, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und Herr, darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.
[3:07] Wir schlagen auf Offenbarung Kapitel 3, Vers 7. Offenbarung Kapitel 3, Vers 7. Der Beginn der Gemeinde Philadelphia. Wer mag mal den ersten Vers lesen? "Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat, der öffnet, so dass niemand schließt, und schließt, so dass niemand öffnet." Genau. Zunächst einmal wollen wir uns ganz kurz Gedanken darüber machen, an wen dieses Sendschreiben gerichtet ist. Ja, es heißt an den Engel der Gemeinde Philadelphia. Eigentlich im Griechischen sagt man "Philadelpheia". Ja, aber das ist jetzt für uns nicht ganz so entscheidend. Im Deutschen sagt man meistens Philadelphia. Eigentlich müsste man "Philadelpheia" sagen oder "Philadelphia".
[4:10] Das war eine Stadt, die war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht so alt. Weiß jemand von euch zufällig, was Philadelphia heißt? Das ist eine, also es wird ja, wenn man so ein bisschen die Bedeutung der Namen analysiert, und bei einigen ist das vielleicht nicht ganz so klar, aber bei Philadelphia ist das absolut eindeutig. Weiß jemand von euch, was Philadelphia heißt? Dann erzähle ich euch die Geschichte, wie diese Stadt gegründet worden ist. Da kann man es nämlich dann ganz deutlich sehen. Die Stadt ist gegründet worden im zweiten Jahrhundert vor Christus von einem König des Königreiches Pergamon. Ja, Pergamon habt ihr schon gehabt, das ist auch eine Stadt in Kleinasien. Das hat ein Königreich. Und also es gibt ja hier in der in diesen, also einige dieser Städte sind ja sehr alt. Ephesos ist eine sehr alte Stadt gewesen, Sardes ist eine sehr alte Stadt gewesen. Ähm, und Philadelphia ist allerdings eine, sehr, also für die damalige Zeit relativ junge Stadt gewesen. Erst im zweiten Jahrhundert vor Christus hat ein König der König von Pergamon mit Namen Attalos, ich könnte vergessen, aber der hieß so, der hat diese Stadt gegründet. Und dieser Attalos, der war sehr eng befreundet mit seinem Bruder, der sein Vorgänger gewesen ist. Also sein Bruder Eumenes war vorher König und als der gestorben ist, kam sein jüngerer Bruder Attalos. Und weil die sich schon vorher so gut verstanden haben, was ja jetzt nicht so häufig ist. Ja, meistens, wenn einer auf dem Thron ist und der andere Bruder möchte auch vielleicht Politik machen, dann streiten die sich, dann gibt's Bürgerkrieg oder so. Aber die haben so gut zusammengearbeitet, deswegen hat sich dann der jüngere Bruder, der Attalos, genannt Philadelphos. Philadelphos, der den Bruder gern hat. Philadelphia heißt Bruderliebe. Ja, und weil dieser Attalos seinen verstorbenen Bruder so gern hatte, hat er sich dann genannt Attalos Philadelphos und hat dann eine Stadt gegründet, die er quasi zu Ehren seiner Freundschaft zu seinem Bruder Philadelphia genannt hat. Bruderliebe. Ja, das heißt Philadelphia. Philadelphia heißt eigentlich nichts weiter als Bruderliebe. Ja, die die Freundschaft zum Bruder. Und ist natürlich ein toller Name für eine Gemeinde. Ja, und hat allerdings, also zunächst einmal, der Grund, warum die Stadt so heißt, hat dieser Geschichte zu tun. Diese Stadt ist öfter mal von Erdbeben zerstört worden und musste dann immer wieder aufgebaut werden. Aber alles nur ist nur ein bisschen für uns Hintergrund. Ähm, sie wird ja nicht deswegen von Jesus angeschrieben, sondern weil es dort eine Gemeinde gab. Und die Gemeinde dort in Philadelphia, die hat ein paar Kennzeichen gehabt, die dann, wie wir sehen werden, eine bestimmte Zeitepoche in der Christenheit relativ, gegen Ende, gekennzeichnet hat. Aber das werden wir die nächsten Wochen und Monate dann ein bisschen besser verstehen, wenn wir das einzeln analysieren. Fangen wir mal vorne an. Also schreiben wir vielleicht noch kurz auf: Nicht W, Philadelphia heißt Bruderliebe oder Bruderfreundschaft. Ja, das ist so diese freundschaftliche Liebe, die da gemeint ist. Bruderliebe.
[7:23] Nun, wie immer ist derjenige, wer ist derjenige, der den Brief diktiert? Wer spricht zur Gemeinde? Wie immer ist es Jesus. Ganz genau. Und so haben wir gleich am Anfang auch wieder eine Selbstvorstellung. Und wir haben bisher gelernt, wenn Jesus am Anfang eines Sendschreibens sich vorstellt, dann benutzt er immer Eigenschaften, die wir aus Kapitel 1 kennen. Könnt ihr euch daran erinnern? In Kapitel 1 hatte sich Jesus offenbart, dem Johannes auf Patmos war ihm dort erschienen, und er hatte eine ganze Reihe von Kennzeichen, ja, die sieben Sterne in der Hand und das Schwert, das aus seinem Mund hervorging, und die sieben Leuchter, wohin durchging, nicht wahr? Und dann hat er, wenn er jedes Mal, wenn er zu einer Gemeinde dann etwas sagt, sagt er: "Ich bin derjenige, der z.B. die sieben Sterne in seiner rechten Hand hält, oder ich bin derjenige, der durch die sieben Leuchter geht, oder der die Augen wie Feuerfackeln hat und so weiter." Ja, und so gesehen, dass die Beschreibung von Jesus dann den Sendschreiben immer wieder aufgegriffen wird. Er sagt: "Ich bin derjenige, der sich dort offenbart hat." Nun, was ist das erste, was Jesus über sich sagt in Vers 7? Also als erstes sagt er: "Er ist der Heilige." Genau. Er sagt als erstes: "Er ist der Heilige."
[8:59] Nun schaut mal, Offenbarung 1. In welchem Vers wird dort gesagt, dass Jesus der Heilige ist? Ist gesagt, bei den anderen fünf Gemeinden konnten immer diese Korrelation, diesen Zusammenhang herstellen, nicht wahr? Wo in Offenbarung 1 steht in dieser Beschreibung von Jesus ab Vers 12, dass Jesus der Heilige ist? Könnt ihr das in einem Vers entdecken, wo es steht, dass er der Heilige ist? Es gibt eine Fangfrage. Genau. Die Tatsache ist nämlich, das steht dort nicht. Hier wird jetzt interessanterweise eine Beschreibung von Jesus, ein Attribut von Jesus verwendet, das in Offenbarung 1 nicht explizit erwähnt wird. Ja, also natürlich passt es zu dem, was in Offenbarung 1 steht, aber es wird doch nicht erwähnt. Und das ist etwas Interessantes. Hier kommt jetzt etwas Neues rein. Ja, derjenige, also der Leser von Offenbarung hat bisher, wenn er jetzt so die Offenbarung gelesen hat, diesen Begriff noch nicht auf Jesus angewandt gehört, dass Jesus der Heilige ist. Und das sollte uns aufmerken lassen. Ja, das ist also nicht einfach nur typisch, ah ja, zurückbezug auf Kapitel 1, sondern der aufmerksame Leser sollte merken: "Ach, hier ist ein neuer Begriff. Jesus ist der Heilige." Und wir wollen uns heute ein bisschen Gedanken machen, was das eigentlich heißt. Denn wir werden sehen, das ist nicht das einzige Mal in der Bibel, dass dieser Begriff vorkommt, der Heilige. Aber es ist nicht unbedingt vielleicht ein Begriff, den wir als erst, oder wenn wir über Jesus nachdenken, gibt es oft andere Dinge, die wir zuerst vor Augen haben, ja, und nicht die Bezeichnung "der Heilige". Aber Jesus stellt sich der Gemeinde Philadelphia explizit vor als der Heilige. Und das als allererstes, und obwohl er vorher gar nicht so beschrieben worden ist. Das heißt, da muss wirklich was dahinter stecken. Und wir wollen heute Gedanken machen: Was heißt es, dass Jesus der Heilige ist? Was würdet ihr sagen, so erstmal auf den ersten Eindruck hin, was bedeutet es, dass Jesus der Heilige ist? Was würdet ihr sagen?
[11:25] Ja, dass er sündlos ist. Sünde ja, ohne Frage. Ja, also Sünde und Heiligkeit können nicht miteinander vermischt werden. So, ja. Also weiß auf seine Sündlosigkeiten. Noch Gedanken, dass er abgesondert ist. Abgesondert, ja. Wir sagen Heiligkeit, was mit was? Also, weil Gott hat ja auch das heilige Volk für sich. Das Volk war heilig. Das ist so diese Idee, dass Gott sein Volk von der Welt absondert. Ja, ein heiliges Volk. Genau.
[11:58] Also, wir wollen natürlich wieder ein bisschen anschauen, was die Bibel dazu sagt. Und ihr werdet es natürlich schon ahnen, das ist ein Begriff, der kommt aus dem Alten Testament. Und da wollen wir mal ein bisschen hineingehen. Und zwar fangen wir mal direkt an in Jesaja. Jesaja, oder wir fangen in Hiob an. Es gibt eine ganze Reihe von Textstellen, die wir lesen können. Oder fangen wir an. Fangen wir hier an. Hiob, genau. Hier Kapitel 6 und dort Vers 10. "So lieb mir noch der Trost, und ich verlockte darüber im schonungslosen Schmerz, dass ich die Worte des Heiligen nicht verleugnet habe." Genau, da haben wir den Heiligen. Und der hier sagt: "Ich habe die Worte des Heiligen nicht verleugnet." Ja, was würdet ihr sagen, jetzt ohne dass wir viel drumherum gelesen haben, wen meint er mit "dem Heiligen" hier? Gott. Die Worte des Heiligen. Gehen wir mal ein paar andere Stellen uns anschauen. In Sprüche Kapitel 10, in Sprüche 9 und dort Vers 10. Können wir jetzt was Interessantes entdecken, was uns, wo uns hier so ein bisschen schon mal in die Richtung gewiesen hat? Sprüche 9 und dort Vers 10. "Ja, die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, und die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht." Genau. Wisst ihr, wie man so solche Verse nennt? Also, was fällt euch auf an diesem Vers? "Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, und die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht." FT. Da, was auf an dem Vers?
[14:08] Ja, genau. Und woran erkennt man das? Gedichthafte daran. Woran merkt man das? Ein Gedicht ist es. Reimt sich ja nicht. Direkt. Ganz richtig gesagt, das ist ein Gedicht. Ja, die Sprüche, Psalmen sind oft so geschrieben. Woran erkennt man das? Man hat einen ersten Satz A, und dann hat man einen anderen Satz, der quasi so ähnlich klingt, mit anderen Worten denselben Gedanken ausdrückt. Ja, man sagt, die sind parallel zueinander. Ja, also wie z.B. wenn ich sage: "Mein Name ist Christopher, Christopher werde ich genannt." Also zwei parallele Aussagen mit unterschiedlichen Worten. Ja. Oder wir studieren das letzte Buch der Bibel und wir tauchen tief in die Offenbarung hinein. Ja, da haben wir zwei völlig verschiedene Worte benutzt und trotzdem zwei parallele Aussagen. Ja, das ist so. Also, wenn ihr Hebräer wärt, ihr sagen: "Wow, was für eine poetische Aussage." Ja.
[15:08] Das ist das, was wir hier haben. Und da heißt es also: "Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit, die Erkenntnis des Heiligen ist Einsicht." Auf der Einsicht haben wir die Furcht des Herrn. Und wenn dort "Herr" steht, wer ist dann gemeint? Gott. Das ist der Name Gottes. Ja, und dann haben wir die Erkenntnis des Heiligen. Da haben wir eine Parallele zwischen dem Herrn und dem Heiligen. Könnt ihr das sehen? Ganz deutlich. Oder in paralleler. Gut. Jetzt gehen wir zu Jesaja 5. Jesaja Kapitel 5 und dort Vers 16. Und da wird jetzt das, was wir vor so ein bisschen angedeutet haben, jetzt ganz, ganz deutlich. Und diesen Punkt möchte ich heute so richtig betonen. Jesaja 5 und dort Vers 16. "Aber der Herr der Herrscharen wird erhaben sein im Gericht, und Gott, der Heilige, wird sich als heilig erweisen in Gerechtigkeit." Okay, wer wird hier der Heilige genannt? Gott. Gott. Hier wird explizit gesagt, dass Gott der Heilige ist. Und in welchem Kontext geht es hier? Worum geht es hier in diesem Vers? Ein Ausdruck im Alten Testament für Gott. Gericht. Und es geht um Gerechtigkeit. Gott erweist sich, weil, also ihr wisst vielleicht, worum es in Jesaja 5 geht. In Jesaja 5 geht's dort um die Gottlosen, ja, die gerichtet werden, die sich abgewandt haben von Gott. Und Gott wird im Gericht als der Gerechte gezeigt. Und es ist interessant, dass die Gemeinde Philadelphia beginnt mit Jesu Aussage: "Ich bin der Heilige."
[17:00] Der Heilige. Im Alten Testament ist Gott der Heilige, der im Gericht seine Gerechtigkeit zeigt. Und wir warten noch ein bisschen mit der Anwendung. Wir sammeln noch ein bisschen, aber ich kann euch jetzt schon sagen, das hat was für die Auslegung der Gemeinde Philadelphia in der Kirchengeschichte, was Wichtiges zu sagen. Ja, hier geht's um Gott. Schauen wir weiter in Jesaja 40. Und das ist so ein Begriff, habe ich festgestellt, den liest man, man denkt, man versteht ihn ganz gut, der Heilige. Ja, aber man hat ihn vielleicht noch nie so richtig mal durch die Bibel studiert. Und das wollen wir heute mal machen und dabei einiges entdecken. Jesaja 40 und dort Vers 25. "Mit wem wollt ihr mich dann vergleichen, dem ich gleich sein soll, spricht der Heilige?" Genau. Also, was sagt der Heilige über sich selbst? Er ist heilig, ja, das stimmt. Aber was sagt er über sich? Also, er wird genannt der Heilige. Was sagt er über sich? Er sagt: "Ich bin unvergleichlich." Unvergleichlich. Er ist der unvergleichliche. Er sagt: "Mit wem wollt ihr mich vergleichen?" Gott ist, und das ist einer der ganz großen Punkte in Jesaja, dass das hier Kapitel 40, Jesaja deutlich machen möchte, oder Gott deutlich machen möchte, dass Gott etwas ganz anderes ist als die Götzen. Ja, die Götzen sind, die können nichts, die sind nur nur nur nur so so so Rollklötze, die sind, die sind völlig fiktiv. Aber Gott ist der Schöpfer, er ist der Erlöser. Mit wem wollt ihr mich vergleichen, sagt er? Jesus sagt in Philadelphia: "Ich bin der Heilige." Und da schwingt mit: "Mit wem wollt ihr mich vergleichen?" Ist Jesus nicht auch tatsächlich buchstäblich unvergleichlich?
[18:49] Halten wir das auch im Hinterkopf. Jesaja 57. Ihr werdet sehen, Jesaja hat diesen Begriff, der Heilige. Das ist also, ich habe das selbst nicht gewusst, bis ich das heute studiert habe, dass Jesaja diesen Begriff so sehr geliebt hat. Das ist sein Begriff. Werdet ihr noch sehen. Jesaja 57 und dort Vers 15. "Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt und dessen Name der Heilige ist: In der Höhe und im Heiligtum wohne ich, und bei dem, der zerschlagenen und demütigen Geistes ist, damit ich den Geist der Gedemütigten belebe und das Herz der Zerschlagenen erquicke." Ganz großartiger Satz. Also, wirklich ganz toller Vers. Was steht hier? Was lernen wir über den Heiligen? Dass er demütig ist. Dass er demütig ist. Ja, ja, ja, das stimmt. Das stimmt. Ja, das lernen wir vollkommen richtig. Bleib dem, was wir direkt, also was dir im Text im Text erstmal steht. Und dann kann ja, er wohnt in der Höhe im Heiligtum. Er wohnt im Heiligtum. Und wie nennt man in der Höhe, wie nennt man dieses Heiligtum in der Höhe? Im Himmel. Im Himmel. Und da haben ist eine der Verse, die deutlich schon zeigen, dass die Bibel aus dem Alten Testament dieses himmlische Heiligtum kennt. Ja, Salomo spricht auch davon. Der Heilige ist ein Name. Könnt ihr das sehen? Er sagt: "Dessen Name der Heilige ist." Ist einer der vielen Namen Gottes. Er ist der Heilige. Und er wohnt ewig. Ja, manche übersetzen auch: "Er bewohnt die Ewigkeit." Das heißt doch quasi, dass er sein Ewigkeit existiert. Er ist hoch und erhaben. Er wohnt im himmlischen Heiligtum. Aber das ist nur einer von zwei Wohnorten. Er sagt hier in diesem Vers: "Ich hab zwei Wohnorte." Ein Wohnort ist im himmlischen Heiligtum, ja, auf dem Thron der Herrlichkeit seit Ewigkeit. Das ist ein Wohnort. Wo ist der zweite Wohnort? Der zweite Wohnort ist bei Menschen, oder sagt ja, bei Menschen mit zerschlagenem Herzen und gedemütigten Geistes. Genau. Er wohnt bei Menschen, die Reue zeigen. Er wohnt bei Menschen, die sich demütigen. Ja, und das zeigt natürlich, dass er selbst nicht nur hocherhaben ist, sondern dass er sich zu den geringen stellt. Ja, dass er sich selbst auch demütigt, sonst wäre das ja gar nicht denkbar. Sehr gute Beobachtung.
[21:21] Halt mal so fest. Das sind also Dinge, oder also, wenn jemand das Alte Testament liest und der Heilige studiert, dann stellt er fest: Ist der Heilige, das ist Gott. Der Heilige ist der, der im Gericht mit seiner Gerechtigkeit offenbart. Der Heilige ist der, der im himmlischen Heiligtum wohnt, ja, und sich gleichzeitig für jeden reuigen Menschen, also jedem reuigen Menschen ganz nahe sein möchte. Jetzt kommen wir zur Gemeinde Philadelphia. Und da sagt Jesus als erstes mit einem Attribut, dass er bisher nicht, also, dass das neu ist, das nicht bei den anderen Gemeinden bisher vorhanden gewesen, oder also nicht in Offenbarung 1 vorhanden gewesen ist. Er sagt: "Ich bin der Heilige. Ich bin der, der im Himmel Heiligtum wohnt." Und wenn wir die nächsten Wochen weiter studieren, werden wir feststellen, in der Gemeinde Philadelphia, da geht es um das Heiligtum, da geht es auch um dann das Gericht. Und diese Dinge werden alle eine Rolle spielen.
[22:13] Gehen wir weiter. Hosea Kapitel 11, Vers 9. Hosea Kapitel 11 und dort Vers 9. Auch interessanter Vers. "Ich will nicht handeln nach der Glut meines Zorns, will Ephraim nicht wiederum verderben; denn ich bin Gott und nicht ein Mensch, als der Heilige bin ich in deiner Mitte und will nicht in zornigen Zorn kommen." Genau. Hier haben wir wieder die Idee, dass er der Heilige ist, weil er wer ist? Weil er Gott ist. Und zwar diesmal ganz explizit, weil er Gott und nicht ein Mensch. Ja, also dieser Begriff, der Heilige, soll ganz ausdrücklich sagen: Er ist eben Gott. Er ist nicht, er ist nicht ein Mensch, der einfach Rache sucht. Gerade weil er nicht so ist wie die Menschen, sondern weil er wie Gott ist. Er ist anders. Er ist nicht so. Also, ihr kennt es ja, nicht wahr? Die Bibel sagt ja, wenn wir ihn verleugnen, verleugnet er uns auch. Aber wenn wir untreu sind, ist er nicht untreu. Ja, er behandelt uns nicht so, wie wir ihn behandeln, sondern er bleibt immer derselbe. Er hat immer seine göttlichen Eigenschaften. Und deswegen will er auch Menschen, die eigentlich tief im Abfall sind, nicht einfach aufgeben. Ja, das ist vorher gibt diesen Vers 8, diesen schönen Vers: "Wie könnte ich dich da hingeben, Ephraim? Wie könnte ich dich preisgeben, Israel? Wie könnte ich dich behandeln wie Adama, dich machen wie Zeboim?" Das sind diese Orte von Sodom und Gomorra, nicht wahr?
[23:46] diese Orte von Sodom und Gomorra nicht. Mein Herz sträubt sich dagegen. Mein ganzes Mitleid ist der göttliche Charakter. So ist Gott. Gott sträubt sich dagegen, Menschen verloren zu geben. Ja, das ist, das ist, wie Gott sagt: "Ich bin nicht ein Mensch, ich bin Gott, ich bin der Heilige." Nächstes Kapitel, Kapitel 12, Vers 1. "Ephraim hat mich mit Lügen umgeben und das Haus Israel mit Betrug." Das ist das, was dann auch Paulus in Petrus schreibt. Was jetzt Paulus, Petrus, was Paulus sagt: "Auch Juda schweift immer noch umher, neben Gott, dem Heiligen, der was ist der treue Seher?" Das ist das, was Paulus sagt: "Wenn wir untreu sind, ist er doch treu. Er kann sich nicht verleugnen." Ja, und da sehen wir, der Heilige ist treu. Es ist immer Gott, Gott, der Heilige. Das eine im Alten Testament ist das eine der wesentlichen Eigenschaften Gottes, dass er der Heilige ist, dass er treu ist, dass er liebevoll seine seine göttlichen Charakter-Eigenschaften, sozusagen.
[24:47] Ein interessanter Vers in dieser Hinsicht, Habakuk, Habakuk Kapitel 3, Vers 3. "Gott kommt von Theman her und der Heilige vom Berg Paran. Seine Pracht bedeckt den Himmel, und die Erde ist voll von seinem Ruhm." Genau, siehst du wieder das Gedicht. Da haben wir wieder, oder Gott kommt vom Theman her und der Heilige vom Berg Paran. Haben wir wieder die Parallele zwischen Gott und der Heilige. Also, was wir hier ganz deutlich sehen im Alten Testament, der Begriff "der Heilige" ist quasi Synonym für Gott. Und zwar tatsächlich in dem Sinne, dass er gerade nicht ein Mensch ist, sondern Gott, seine seine Göttlichkeit in einem ganz besonderen Sinne hier auch dann in Bezug auf das Endgericht, nicht wahr, auf die Wiederkunft auch Gott, dessen Herrlichkeit die ganze Erde bedeckt, seine Pracht den Himmel und so weiter.
[25:55] Noch ein letzter Vers in dieser Hinsicht, Offenbarung Kapitel 16 und dort Vers 5. Offenbarung 16, Vers 5. Und dann haben wir, glaube ich, einen ziemlich sicheren ein siches Fundament für unsere Schlussfolgerung. Offenbarung 16 und dort Vers 5. "Und ich hörte den Engel der Gewässer sagen: Gerecht bist du, oh Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du so gerichtet hast." Genau. Ihr wisst, in welchem Kontext steht hier Offenbarung 16, Vers 5? Also, was passiert drumherum? Da geht's um die sieben, die sieben letzten Plagen, ja, diesen Zornesschalen, die sieben letzten Plagen. Und da, da sprechen jetzt die Engel oder ein Engel an. Wen spricht er also an? Wen richtet er seine Worte an? Gott. Und wie wird Gott hier bezeichnet? Der Heilige. Der Heilige. Und das ist interessant auch im Licht der ganzen Offenbarung. Er wird genannt der, der ist und der war. Kennt ihr das?
[27:05] Gibt in der Offenbarung diese Bezeichnung noch mal irgendwo? Der ist und der war. Bang 1, da heißt es: "Der, der ist und der war und der kommt." Und wer ist das in Offenbarung 1? Das ist Gott, der Vater. Gott, der Vater. Ist explizit Gott, der Vater, denn in Offenbarung 1, da gibt es einen Gruß von dem, der ist und der war und der kommt, und von den sieben Geistern, dem Heiligen Geist, und von Jesus Christus. Das heißt, es ist explizit auch in der Offenbarung, nicht nur im Alten Testament, eine Bezeichnung eigentlich für Gott, den Vater. Der Heilige. Und wenn also im Alten Testament es immer und immer wieder eine Bezeichnung für Gott ist, und zwar immer parallel mit Gott, Gott der Heilige, Gott der Heilige, Gott der Heilige, und im in der Offenbarung eine Bezeichnung für Gott den Vater ist, dann ist das eine sehr deutliche Aussage. Wenn Jesus in der Gemeinde Philadelphia sagt: "Ich bin der Heilige." Also, wenn euch jemand jemals erzählen will, Jesus wäre nicht Gott, dann ihr euch an Offenbarung 3, Vers 7. Jesus sagt: "Ich bin der Heilige." Allein das ist schon deutlich genug. Aber jetzt lass ein bisschen weiter denken.
[28:22] Gottes Heiligkeit wird in der Bibel mehrmals explizit beschrieben. Es gibt Momente, in denen Propheten die Heiligkeit Gottes, also ein Stück weit von der Heiligkeit Gottes wahrnehmen konnten. Ja, schaut mal mit mir in Jesaja Kapitel 6. Das sind ganz großartige Momente in der Bibel. Jesaja 6 und dort ab Vers 3. Nee, ab Vers 1 bis Vers 3. Dort heißt es: "Ihr kennt das bestimmt, oder? Das ist die Vision, die Jesaja im Tempel hatte, im Todesjahr des Königs Usia. Sah ich den Herrn sitzen, wo auf einem hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel. Seraphim standen über ihm, jeder von ihnen hatte sechs Flügel. Mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße, mit zweien flogen sie. Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Herrscharen! Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit."
[29:29] Kennt ihr noch eine Stelle in der Bibel, wo gesagt wird: Heilig, heilig, heilig, dreimal heilig? Kennt ihr noch eine Stelle in der Offenbarung? Genau. Und zwar in Offenbarung 4. Und schaut mal, wie dort das Setting ist, wie dort die Situation ist. Heißt dort in Vers 8: "Und jedes einzelne von den vier lebendigen Wesen hatte sechs Flügel ringsherum und inwendig waren sie voller Augen. Und unaufhörlich rufen sie bei Tag und bei Nacht: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott, der Allmächtige, der war und er ist und er kommt." Ja, da haben wir Gott, den Vater. Und zwar, wo wisst ihr, wo er hier ist? In Offenbarung 4. Er ist im Himmel. Genau.
[30:23] Jetzt, wenn wir mal ganz kurz die beiden Stellen vergleichen, in Jesaja 6 und in Offenbarung 4, was haben die denn gemeinsam? Außer, dass in beiden Fällen es heißt: Heilig, heilig, heilig. Was haben die denn gemeinsam? Wo findet das denn statt? In beiden Fällen haben wir den Thron. Nicht wahr? In Offenbarung, in Jesaja 6 heißt es, dass er den den Herrn sah auf einem erhabenen Thron. Ja, in Jesaja 6, Vers 1. Und in Offenbarung 4, da ist das erste, was Johannes in der Vision sieht. Er sieht zuerst einen Thron und dann auf dem Thron jemand und dann die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten, alles um den Thron herum. Einen Thron. In beiden Fällen, wo es heißt: Heilig, heilig, heilig wird Gott auf seinem Thron gezeigt.
[31:17] Was können wir noch sagen, was ist noch parallel? Wo befindet sich dieser Thron? Im Himmel. Ja. In gewisser Weise, ja. In Jesaja 6 befindet er sich gewisserweise vielleicht auch im Himmel, aber nicht so direkt. Vielleicht. Aber er befindet sich an einer ganz wichtigen Stelle im Tempel. Oder Jesaja 6 ist eine Vision im Tempel. Hier hat man eher den Eindruck, dass es noch der irdische Tempel. Jesaja, nicht wahr, der, der fast zu groß, der viel zu klein ist für die Herrlichkeit Gottes. Ja, sie seine wie heißt es hier: "Seine Säume füllen den Tempel." Ja, eine Vision im Heiligtum. Und Offenbarung 4 ist eine Vision, wo in Offenbarung 4 haben wir eine Vision des himmlischen Tempels. Ja, das heißt, wir haben einen Thron und wir haben ein Tempel.
[32:12] Ist mal aufgefallen, dass an den beiden Stellen, wo Gott, Jesaja, Psalm, Entschuldigung, Psalm 89, dort wollen wir etwas Interessantes kennenlernen. Psalm 15, 15 können wir lesen. Dann können wir zu Vers 19 springen. "Recht und Gerechtigkeit sind die Grundfesten deines Thrones. Gnade und Wahrheit gehen vor deinem Angesicht her." Genau. Und dann Vers 19: "Denn der Herr ist unsere Schild. Ja, der Heilige Israels ist unser König." Genau. Hier wird jetzt gesagt, hier wird ein Begriff jetzt verwendet, nicht nur "der Heilige", sondern das ein ganz oft vorkommender Begriff, "der Heilige Israels". Der Heilige, also der Heilige für sein Volk. Und was für eine Funktion hat er in diesem Vers? Er ist, was der Heilige Israels ist, was er ist, ja, ist auch ein Schild. Genau. Also, der Herr ist unser Schild. Aber dieser Begriff "der Heilige Israels" wird genau, "der Heilige Israels ist unser König". Und wo sitzt ein König? Auf einem Thron. Er ist der Heilige Israels. Und wenn man Gott, der Heilige, der Heilige, ja, und wenn man Gott auf dem Thron sieht, dann singen die Engel über ihren König: Heilig, heilig, heilig. Und das muss man alles im Hinterkopf haben, wenn man zu Philadelphia kommt und Jesus sagt: "Ich bin der Heilige."
[34:01] Ich bin der König Israels, der Heilige, auf einem Thron sitzt im Tempel. Denn wir werden sehen, bei Philadelphia geht es dann das kommen die nächste Woche, nicht wahr, mit dem Schlüssel Davids und mit der Tür, die aufgeht und die Tür, die geschlossen wird, und mit der ersten Abteilung des Heiligtums und der zweiten Abteilung des Heiligtums. Wisst ihr, wisst ihr, ich meine, ich muss euch das ja nicht erst beibringen. Ihr wisst es ja. Was passiert jetzt in der Gemeinde Philadelphia im Bezug auf das Heiligtum? Mit Jesus. Jesus wird... er ist schon im Heiligtum, schon seit seiner Himmelfahrt im Heiligtum. Aber was wir er machen? Er wird zum Heiligen ins Allerheiligste gehen. Und was wird dort mit ihm gehen? Sein Thron. Ja, der Thron Gottes selbst, der Thron vom Vater. Auch wird sich von dem heiligen Allerheiligsten bewegen, ja, im himmlischen Heiligtum.
[35:08] Das heißt, wir lesen Philadelphia, dort steht: "Ich bin der Heilige." Und was wir meistens machen, wir sagen: Aha, na ja, das ist Jesus. Weiter und stolpern nicht darüber, dass hier ein neuer Begriff vorkommt, der bisher nicht da gewesen ist, der uns eigentlich sagen: Moment, Stopp mal. Studiere, was ist "der Heilige" in der Bibel? Was bedeutet das? Das ist nicht einfach nur, dass Jesus heilig ist. Da steckt all das dahinter. Und dieser Begriff "der Heilige Israels" ist etwas, was Jesaja über alles liebt. Ich gebe euch mal ein paar Beispiele. Ja, seid ihr bereit? Schnallt euch an. Wir machen jetzt ein Jesaja-Survey sozusagen. Wir fliegen einmal über Jesaja drüber und ihr sagt, wenn ihr überzeugt seid, dass Jesaja den Begriff "der Heilige Israels" mag. Okay?
[35:52] Jesaja 1, Vers 4. Aus Zeitgründen lese ich einfach dann schnell selbst. Jesaja 1, Vers 4: "Wehe der sündigen Nation, dem schuldbeladenen Volk, Same der Übeltäter, verderbte Kinder! Sie haben den Herrn verlassen, haben den Heiligen Israels gelästert, haben sich abgewandt." Ja, also, da sehen wir es. Parallel: "Der Heilige Israels ist der Herr." Ja, sie haben den Heiligen Israels gelästert. Okay.
[36:16] Wir springen zu Jesaja 10 und dort Vers 20. Jesaja 10, Vers 20. Und dort lesen wir: "Und es wird geschehen an jenem Tag, wird der Überrest Israels und das, was vom Haus Jakobs entkommen ist, sich nicht mehr auf den Stützen, der ihn schlägt, sondern er wird sich in Wahrheit auf den Herrn verlassen, auf den Heiligen Israels." Ja, der Herr. Okay.
[36:45] Jetzt Jesaja 12, gleiche nächste Seite. Jesaja 12, Vers 6. Das ist dieses wunderbare Lied der Erlösten, wenn Gott durch Jesus die Menschen zu sich zieht und erlöst. In Vers 6 heißt es: "Jauchze und rühme dich, du in Zion wohnst, denn der Heilige Israels ist groß in deiner Mitte." Ja, Vers davor geht es um den Herrn. "Singt dem Herrn, denn er hat Herrliches getan."
[37:10] Kapitel 17, Jesaja 17, Vers 7. Es gibt keinen anderen, der diesen Begriff eigentlich so richtig verwendet, wie Jesaja. Das ist das sein Begriff. Jesaja 17 und dort Vers 7. Jesaja 17, Vers 7: "An jenem Tag wird der Mensch auf den schauen, der ihn gemacht hat, und seine Augen werden auf den Heiligen Israels blicken." Wie wird der Heilige Israels hier beschrieben? Was, welcher besondere Aspekt wird noch hier rausgeholt? Er ist der Schöpfer. Ja. Also, wir haben schon erst: Er ist der König Israel, er sitzt auf dem Thron, ist im himmlischen Heiligtum. Er ist der Schöpfer. Auch, ja, der Heilige Israels.
[37:50] Dann Jesaja 29, Vers 19. Also Jesaja 29 und dort Vers 19: "Und die Elenden werden wieder froh am Herrn haben, und die Armen unter den Menschen werden frohlocken über den Heiligen Israels." Ja, ihr seht, das ist der Herr, Heilige Israels. Noch ein im gleichen Kapitel, Vers 23. "Denn wenn er, wenn seine Kinder das Werk meiner Hände in ihrer Mitte sehen, so werden sie meinen Namen heiligen. Sie werden den Heiligen Jakobs, dies nicht der Heilige Israel, der Heilige Jakob, kleine Variation, ja, Heiligen und Gott Israels fürchten." Ja, also haben wir nicht den Heiligen Israel, sondern wir haben den Heiligen Jakobs und den Gott Israels. Das ist einfach nur ein bisschen mit den Begriffen umhergespielt.
[38:35] Immer dasselbe. Jesaja 30, ab Vers 10. 30, 30, Vers 10: "Die zu den Sehern sagen: Ihr sollt nicht sehen! Und zu den Schauenden: Schaut uns nicht das Richtige, sondern sagt uns angenehme Dinge und schaut uns Täuschung. Verlasst den Weg, biegt ab von dem Pfad. Lasst uns mit dem Heiligen Israels in Ruhe." Israeliten, die sagen: "Wir wollen mit Gott nichts zu tun haben." Ja, dann Vers 12: "Darum so spricht der Heilige Israels: Weil ihr dieses Wort verwerft und euch auf Gewalttätigkeit und auf Verdrehung verlasst und euch darauf stützt und so weiter." Schaut mal zu Vers 15: "Denn so spricht Gott, der HERR, der Heilige Israels: Durch Umkehr und Ruhe könntet ihr gerettet werden. Im Stillesein und im Vertrauen läge eure Stärke, aber ihr habt nicht gewollt."
[39:29] Und dann wir springen bisschen in die 40er. Okay, jetzt wird richtig interessant. Jesaja 41. Jesaja 41, ab Vers oder Vers 14. Jesaja 41, Vers 14. Jetzt kommen einige Begriffe, die werdet Verse, wo ihr sagen: "Hey, den kenne ich doch." Ja. Jesaja 41, 14: "So fürchte dich nicht, du Würmlein Jakob, du Häuflein Israel, denn ich helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlöser ist der Heilige Israel." Also, wir haben nicht nur den Heiligen als den Schöpfer, sondern er ist auch... der ist Heilige Israel ist der Erlöser. Er ist der Schöpfer, er ist der Erlöser. Der Heilige Israels.
[40:11] Vers Kapitel 3, Vers 16. Vers 16: "Du wirst sie werfen, und der Wind wird sie davon tragen, und der Sturmwind wird sie zerstreuen. Du aber wirst fröhlich sein in dem Herrn und dich des Heiligen Israels rühmen." Kapitel 43, Vers 3. Den kennt ihr auch bestimmt, oder? Oder Vers Kapitel 43, Vers 3: "Denn ich bin der Herr, dein Gott, der Heilige Israels, deiner Retter, dein Erlöser." Deiner Retter. "Ich habe Ägypten hingegeben als Lösegeld für dich, Kusch und Seba an deiner Stelle." Das ist ein ganz berühmte Stellen über die Erlösung, ja, wo die Erlösung in Jesus schon vorher gesagt wird.
[40:48] Vers 14. Vers 14: "So spricht der HERR, euer Erlöser, der Heilige Israels: Um euren Willen habe ich nach Babel geschickt und hab hab sie alle als Flüchtlinge runtergejagt, und auch die Chaldäer den Schiffen ihrer Jubelrufe." Dann Kapitel 45.
[41:02] Ihr seid immer noch überzeugt? Seid ihr schon überzeugt, dass es Jesajas Lieblingsbegriff ist? Jesaja 45 und dort Vers 11. Jesaja 45, Vers 11: "So spricht der HERR, der Heilige Israels und sein Schöpfer: Wegen der Zukunft befragt mich. Meine Kinder und das Werk meiner Hände, lasst mir anbefohlen sein." Hier haben wir noch ein Aspekt über den Heiligen. Nicht nur, dass er Schöpfer ist, nicht nur, dass er Erlöser ist, sondern was kann und weiß der Heilige Israels? Die Zukunft. Er kennt die Zukunft. Ja, also, ihr seht, alle Begriffe, die wir mit Gott verbinden, die Tatsache, dass er König ist, dass er auf einem Thron sitzt, dass er der Schöpfer ist, dass er der Erlöser und der Erretter ist, dass er die Zukunft kennt, dass er Gericht hält, alles ist der Bibel immer verbunden mit dem Gedanken, dass er der Heilige ist. Der Heilige, der Gott, der hier in Jesaja so hoch gehalten wird.
[41:58] Und dann Jesaja 47 und dort Vers 4. Wir sind gleich durch durchs Buch Jesaja. Jesaja 47, Vers 4: "Unser Erlöser, sein Name ist Herr der Herrscharen, der Heilige Israels."
[42:16] 48 Vers 17. Jesaja 48 Vers 17: "So spricht der HERR, dein Erlöser, der Heilige Israel. Ihr werdet das jetzt nie wieder überlesen. Wer jedes Mal sagen: Der Heilige. Ja, da haben wir es. Dies Begriff, der Heilige Israels, dein Erlöser, der Heilige Israels. Ich bin der Herr, dein Gott, der dich lehrt, was dir nützlich ist, der dich leitet auf dem Weg, den du gehen solltest." Wisst ihr was, wenn wir zu Philadelphia kommen und aufschlagen und da steht: "Jesus sagt, ich bin der Heilige", sollten wir eigentlich in dem Moment uns an alle diese Jesaja-Verse erinnern. Die sollten quasi, also so ist eigentlich die Bibel gedacht, nicht wahr, dass ah ja, das ist der, das ist mein Schöpfer, mein Erlöser, mein König, der auf dem Thron sitzt, der im himmlischen Heiligtum für mich da ist, der mir den Weg weiß, in dem ich mich freuen kann. Das steckt alles drinne in "Ich bin der Heilige". Ja, das nur sozusagen die Zusammenfassung von allem, der Heilige.
[43:08] Nun, das war Jesaja 48 Vers 17. Dann Jesaja 49 Vers 7. Jesaja 49 Vers 7: "Dort heißt es: So spricht der HERR, der Erlöser Israels, sein Heiliger. Der Jesaja kann gar nicht aufhören davon zu reden. Nicht hör zu dem von jedermann verabscheuten, zu dem Knecht der Herrschenden und so weiter. Lesen wir noch zu Ende. Könige werden es sehen, Könige werden es sehen und aufstehen und Fürsten anbeten, die er fallen um des Herrn Willen, der treuest, um des Heiligen Israels Willen, der dich auserwählt hat." H. Haben wir jetzt noch die Auserwählung? Ja. Also, alle die verschiedenen Aspekte des Evangeliums sind hier vorhanden. Und wir sind gleich am Ende.
[43:47] Jesaja 54. Jesaja 54 und dort Vers 5. Jesaja 54 Vers 5: "Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann. Herr der Herrscharen ist sein Name. Und dein Erlöser ist der Heilige Israels. Er wird Gott der ganzen Erde genannt." Ja, der Gott der ganzen Erde. Das ist der Heilige Israels. Und da haben wir also, ihr seht, wie sich das immer und immer wiederholt. Und damit eigentlich für Leser des Alten Testamentes ganz deutlich war: Der Heilige, das ist Gott, der Erlöser, der Schöpfer, der für mich da ist, der mein König auf dem Thron ist. Das ist der Heilige.
[44:36] Jesaja 55 und dort Vers 5. Jesaja 55 Vers 5: "Siehe, du wirst ein Volk berufen, das du nicht kennst, und ein Volk, das dich nicht kannte, wird dir zulaufen wegen des Herrn, deines Gottes, und um des Heiligen Israels Willen, weil er dich herrlich gemacht hat." Da wird also gesagt, weil der Heilige Israels das Volk Gottes herrlich macht, werden Menschen sagen: "Da möchte ich auch dabei sein." Ja, also die Mission wegen dem Heiligen Israels.
[45:04] Und dann noch Jesaja 60 und dort Vers 9. Jesaja 60 und dort Vers 9: "Ja, auf mich warten die Inseln, und die Tarsis-Schiffe kommen zuerst, um deine Söhne aus der Ferne her zu bringen, samt ihrem Silber und Gold, für den Namen des Herrn, deines Gottes, und für den Heiligen Israels, weil er dich herrlich gemacht hat."
[45:34] Letzter Vers hier in Jesaja. Jesaja 60 Vers 14. Das ist auch interessant. Jesaja 60 Vers 14: "Und tief gebeugt werden die Söhne deiner Unterdrücker zu dir kommen, und alle, die dich geschmäht haben, werden sich zu seinen Fußsohlen niederwerfen. Jetzt kommt: Und dich Stadt des Herrn nennen, Zion des Heiligen. Iss sogar die Stadt Jerusalem soll nach dem Begriff der Heilige genannt werden. Es soll das Zion des Heiligen Israels genannt werden, soll sein Name sein." Ne, also könnt ihr sehen, dass Jesaja irgendwie mit diesem Begriff der Heilige etwas zu tun hatte. Das zieht sich durch das gesamte Buch. Und ich weiß gar nicht, also, warum es nur bei ihm ist, ist fast der einzige. Es gibt noch so zwei, drei Belege mal bei Jeremia und bei bei einmal in Ezechiel noch, aber der Begriff "der Heilige Israels". Ja, also.
[46:29] Der Begriff "der Heilige Israels" – ja, also der Heilige kommt ganz oft vor, ja, in verschiedenen Kontexten. Aber Jesaja prägt noch diesen Begriff "der Heilige" für sein Volk. Gott, der sein Volk erschafft, sein Volk errettet, der sein Volk führt, der sein Volk tröstet, seinem Volk Freude bereitet, der sein Volk herrlich macht. Und Jesus sagt: "Ich bin der Heilige, jemand, der auch für ein bestimmtes Volk da sein möchte."
[47:00] Ja, und dann ist natürlich die Frage: Wer ist das Israel in der Gemeinde Philadelphia? Wer, wenn er der Heilige Israels ist, wer, wer, wer ist denn jetzt Israel? Dann, gegen Ende der Kirchengeschichte, das werden wir die nächsten Male ja dann ausführlich anschauen. Aber eine Stelle müssen wir zum Ende noch lesen, und zwar in 2. Könige 19. Und da wird deutlich, mit was für, also, was für eine tiefe Bedeutung dieser Begriff "der Heilige" im Alten Testament gehabt hat.
[47:41] 2. Könige 19, und dort ab Vers 20. Das ist die Geschichte – ähm, ich freue mich immer wieder, wenn ich über sie sprechen kann. Die Geschichte von Sanherib, dem König Assyriens, der Jerusalem hier angreifen lässt durch seine Feldherren. Und ähm, ich kennt wahrscheinlich die Geschichte: Jesaja und Hiskia beten zu Gott. Und dann kommt folgende Antwort von Jesaja an Hiskia über die Worte dieser Schmähworte, die Sanherib ausgesprochen hat. Wer mag mal lesen ab Vers 20? 2. Könige 19, ab Vers 20: "Der sandte Jesaja, den Sohn des Amos, zu Hiskia und ließ ihn sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Was du wegen Sanherib, des Königs von Assyrien, zu mir gebeten hast, das habe ich gehört. Dies ist das Wort, das der Herr gegen ihn geredet hat: Er verachtet dich, es verspottet über dich die Jungfrau, die Tochter Zion. Die Tochter Jerusalems schüttet das Haupt über dich. Wen hast du verhöhnt und gelästert und gegen wen hast du deine Stimme erhoben und die Augen stolz emporgerichtet? Gegen den Heiligen Israels."
[49:01] Genau da kommt Sanherib, der König von Assyrien, und lästert Gott. Ja, und und und sagt nicht: "Wo, wo glaubt ihr wirklich, dass euer Gott euch retten kann? Ja, alle anderen Götter haben auch nichts tun können. Ich habe alle Städte eingenommen, alle Länder eingenommen, das alles jetzt assyrisch. Ja, und jetzt seid ihr so hier, die letzten. Ja, und ihr wollt euch auf euren Gott verlassen? Ja, was glaubt ihr wirklich, dass euer Gott euch helfen kann?"
[49:24] Ja, und dann kommt hier Jesaja und bringt die Botschaft: "Schau mal, was Gott sagt zu dem Sanherib: Wen hast du gelästert? Weißt du überhaupt, wen du, gegen wen du gelästert hast? Weißt du, wer das ist? Der hier Gott ist. Es ist der Heilige Israels."
[49:39] Und ihr kennt, wie die Geschichte ausgeht, nicht? Ja, der Heilige Israels, der verteidigt sich oder verteidigt sein Volk, besser gesagt. Ja, am Ende sterben 185.000 Assyrer, weil ein Engel des Herrn durchgeht. Und das ist diese Frage, ja, die, die, die, die Tochter Zion spottet über dich. Weißt du eigentlich, wen du vergelästert hast? Das ist der Heilige Israels.
[50:01] Ja, das, also, das, das ist eigentlich so ein, das, das drückt eigentlich aus: Du hast keine Ahnung, wie groß unser Gott ist. Du hast keine Ahnung, wie mächtig unser Gott ist. Du weißt gar nicht, dass er der Gott der ganzen Erde ist. Er ist der Heilige Israels.
[50:15] Eigentlich gibt es kaum einen Begriff in der Bibel, der die Größe, die Macht und die Gottheit Gottes so konzentriert ausdrückt wie "der Heilige". Und wenn die Gemeinde Philadelphia beginnt mit der Tatsache, dass Jesus sagt: "Ich bin der Heilige", dann sollten wir ein paar Schritte zurück machen und sagen: "Wow, Jesus ist all das für uns." Und zwar am Ende der Zeit, in der vorletzten Gemeinde. Und warum das so wichtig ist und was das mit dem Heiligtum alles zu tun hat, wir sehen, wenn wir dann die ganze Botschaft entfalten. Aber wir müssen im Hinterkopf haben: All das, was die Bibel über Gott im Alten Testament sagt, das kommt quasi zusammengepresst in diese eine Zusammenfassung: "Ich bin der Heilige."
[51:10] Und was haben die Engel gemacht? Was haben die Propheten gemacht, wenn sie Gott in seiner Heiligkeit gesehen haben? Auf die, auf die, auf die Knie niedergefallen. "Ich war ja Haupt bedeckt." Und ich glaube, je mehr wir die Herrlichkeit Gottes wahrnehmen, desto mehr ist es unser Vorrecht, vor ihm zu knien. Und das wollen wir jetzt auch tun.
[51:45] [Applaus] Anbeten. Lieber Vater im Himmel, Herr, wir haben ein bisschen ein kleinen Einblick heute uns uns genommen, ein Einblick bekommen, was es bedeutet, dass du der Heilige bist und was für eine gewaltige Botschaft du denn da verbirgt. Wenn auch Jesus, der Heilige, genannt wird. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns vergibst, wo wir in unserem Leben deine Heiligkeit aus den Augen verloren haben, deine Kraft zu retten, deine Kraft zu erlösen, neu zu schaffen und uns zu führen. Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass du uns bewusst machst, dass du unser Gott bist. Herr, du sollst unser Gott sein. Wir wollen deine Kinder sein. Das bitten wir im Namen Jesu.
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