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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt aus der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beleuchtet Mirjam Giebfried die Bedeutung des Titels „der Heilige, der Wahrhaftige“ für Jesus Christus, wie er in Offenbarung 3:7 beschrieben wird. Sie erklärt, was „wahrhaftig“ im biblischen Kontext bedeutet und wie diese Eigenschaft Gottes sich in verschiedenen biblischen Erzählungen widerspiegelt. Die Ausführungen zeigen, wie Jesus selbst diese Eigenschaft verkörpert und wie wichtig es ist, den wahren Gott zu erkennen.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. So schön, dass ihr heute da seid und schön, dass ihr jetzt auch live eingeschaltet habt. Wir haben das letzte Mal schon mit Offenbarung 3 Vers 7 angefangen und heute werden wir weiter studieren. Ich darf euch aber auch etwas Freudiges ankündigen, nicht, dass ihr erstaunt seid, wir werden heute auch später noch den Jahren haben, das wird nicht ausfallen. Ich darf statt euch dann im Livestream zu verabschieden in die Pause schicken, doch vorher wollen wir jetzt noch dieses gesegnete Studium haben und dazu lade ich euch alle ein, dass wir gemeinsam niederknien zum Gebet.

[1:32] Unser Vater im Himmel, danke, dass wir jetzt still werden dürfen, dass wir uns mit deinem Wort füllen dürfen, Herr. Erfülle du unsere Herzen mit deinem Geist. Lege du uns dein Wort aus, dass wir es richtig verstehen, dass wir es nicht nur vom Kopf her verstehen, sondern auch ins Herz tief aufnehmen und begreifen, was du uns für unser Leben zu sagen hast. Danke, Herr, dass du uns gerufen hast, danke, dass du unser Lehrer sein möchtest und danke, dass du uns auch verheißen hast, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Lass diese Verheißung jetzt an uns erfüllt werden. Das bitten wir im Namen Jesus. Amen.

[2:20] Schlag den Vers mal mit mir auf: Offenbarung 3 und da lesen wir noch einmal Vers 7. Offenbarung 3 Vers 7: "Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel Davids hat; der öffnet, so dass niemand zuschließt, und zuschließt, so dass niemand öffnet."

[2:47] Der Vers enthält einige Elemente, die ganz spannend sind. Und das letzte Mal haben wir uns schon damit beschäftigt, was bedeutet es, dass Jesus hier sagt: "Das sagt der Heilige." Wie würdet ihr es kurz zusammenfassen, der Heilige? Was ist so der Schwerpunkt, den er hier unterstreichen möchte?

[3:11] Ja, wir haben gesehen, dass im Alten Testament der Heilige ein Begriff ist für Gott. Wird oft genannt der Heilige Israels. Und all die Eigenschaften Gottes, dass der Erlöser ist, dass der Schöpfer ist, hängen alle an diesem Begriff dran. Und wenn Jesus das jetzt auf sich bezogen sagt, macht er deutlich: Ich bin Gott. Also Jesus spricht hier mit göttlicher Autorität.

[3:32] Wir haben in den letzten, vielleicht wollen wir das kurz bisschen wiederholen. In den letzten Gemeinden hatten wir auch schon immer eine Beschreibung von Jesus, und die ist ganz unterschiedlich ausgefallen. Teilweise hat sich das auch an Offenbarung 1 orientiert, wo wir Jesus schon mal einmal ganz beschrieben haben.

[3:54] Wie wurde denn Jesus bisher noch in den Gemeinden vorgestellt? Das kurz anschauen. Offenbarung 2 Vers 1, z.B. "Das sagt der, die sieben Sterne in seiner rechten Hand, der inmitten der sieben goldenen Leuchter wandelt." Okay.

[4:14] Lass uns das noch mal kurz ein bisschen durchgehen. Also wir haben Jesus, der in der die Sterne in seiner rechten hält und in den inmitten der Leuchter ist. Was sagt das bei ihm aus? Ja, dass Jesus inmitten seiner Gemeinde ist und dass die gesamte Gemeinde leiten wird bis ans Ende. Auch wenn wir gerade der ersten hier sind. Genau.

[4:37] Wir haben einmal den Jesus, der bei seiner Gemeinde ist. Dann haben wir in Offenbarung 2 Vers 8: "Den Ersten und den Letzten, der tot war und lebendig geworden ist." Was ist hier der Schwerpunkt bei Jesus? Hier ging es darum, dass er gestorben ist und dass er den Tod besiegt hat, weil die zweite Gemeinde halt auch genau damit zu tun hat, weil es viele Märtyrer gab dort. Genau.

[5:01] Also wir sehen, es hat auch immer viel mit der Gemeinde selber zu tun. In Offenbarung 2 Vers 12 hatten wir denjenigen mit dem zweischneidigen Schwert aus seinem Mund. Das war deswegen, weil es damals auch viele Irrlehren gab und Jesus derjenige ist, der die Wahrheit bringt.

[5:20] Dann haben wir Offenbarung 2 Vers 18. Das ist schon mehr in die Richtung von Offenbarung 3. Da beschreibt oder schreibt sich selbst als der Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und dessen Füße schimmern wie Erden gleich. Also auch wieder Jesus als der Sohn Gottes oder auch dieses Göttliche an ihm.

[5:44] Dann hatten wir jetzt Offenbarung 3 Vers 1 bei Sardes. "Das sagt der, welcher die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich kenne deine Werke, du hast den Namen, dass du lebst und bist doch tot." Jesus, die sieben Geister stehen für den Heiligen Geist, weil die Gemeinde Sardes so dringend Erweckung brauchte. Und die ganz genau, ganz genau Jesus, erfüllt von dem Heiligen Geist.

[6:10] Und der kümmert sich auch wieder. Sehen wir jetzt, kommen wir eben zu Offenbarung 3 Vers 7. Da haben wir den Heiligen, das Göttliche von ihm. Und wie heißt es bei euch dann danach, was das nächste Attribut ist?

[6:42] Sagen, wenn man, wenn jemand als wahrhaftig beschrieben wird, kann man sich darunter vorstellen, der Wahrhaftigkeit hat, was mit Wahrheit zu tun. Okay, genau. Das jemand, der ist, der sagt nicht nur Wahrheit, so eine Einstellung zur Wahrheit. Man kann ja die Wahrheit sagen und trotzdem damit verführen. Also Teile der Wahrheit sagen und trotzdem verführen.

[7:10] Der Wahrhaftige ist der, der aufrichtig ist. Aufrichtig, vielleicht würden wir auch glaubwürdig sagen. Ein Wahrhaftiger. Und diese Beschreibung, diese Eigenschaft, finden wir auch schon im Alten Testament. Da können wir mal zusammen zuerst 2. Mose 42 gehen. Finden wir das noch in einer von einer Geschichte umrahmt. Und das ist ja immer ganz, ganz hilfreich, wenn man sieht, wie jemand handelt, der wahrhaftig ist.

[7:44] Er Mose 22 und dort Vers 11: "Wir sind als alle Söhne eines Mannes, wir sind aufrichtig, der deine Knechte sind niemals Kundschafter gewesen." Okay. Ihr dürft euch kurz überlegen, wer spricht hier und in welchem Kontext. Das sind die Brüder von Josef, die nach Ägypten gekommen sind und wo Josef sie auch beschuldigt, dass sie Kundschafter sind. Genau.

[8:30] Und sie werden so hingestellt, als ob sie Lügner wären. Aber dann, oder was heißt, sie entschuldigen sich nicht, aber sie rechtfertigen sich und sagen: Nein, nein, nein, wir sind aufrichtig, wir sind wahrhaftig, glaubwürdig. Du kannst uns über den Weg trauen. Ja, die Idee ist ja, sie haben etwas gesagt und was ihnen vorgeworfen worden ist, dass sie etwas anderes noch vorhaben, als sie gesagt haben. Das also quasi ihren Worten eine zweite Ebene ist.

[8:58] Und das ist interessant bei Jesus auch, dass also Jesus uns damit sagt: Was ich sage, das meine ich so. Das keine zweite Ebene. Ich will nicht heimlich euch noch irgendwelchen Schaden zufügen, den ich nur...

[9:12] So, lass uns mal Vers 19 lesen. In dem Vers 19 antwortet jetzt Josef und der sagt: "Wenn ihr aufrichtig seid, so lasst einen von euch Brüdern hier gebunden im Gefängnis zurück. Ihr anderen aber geht hin und bringt Getreide heim, um den Hunger eurer Familien zu stillen." Was tun die Brüder daraufhin?

[9:39] Erweisen sich als wahrhaftig, als aufrichtig. Es bleibt einer zurück, oder sie folgen dem Josef. Oft sagt man auch, Josef prüft hier seine Brüder. Ja, aber sie sagen auch, das passiert den deshalb, weil sie damals gesündigt haben, weil sie das, weil sie Josef verkauft haben und jetzt kriegen sie praktisch so die Rechnung.

[10:03] Was man hier auch sehr schön sehen kann: Jemand, der es wirklich ehrlich meint, der ist auch bereit, sozusagen ein Opfer dafür zu bringen. Okay. Ja, das ist ja übrigens auch das, was sozusagen dann Märtyrer auszeichnet. Sie glauben das wirklich von ganzem Herzen, sind bereit auch dafür zu sterben. Jemand, der Heuchler ist, ist bereit für seinen geheuchelten Glauben zu sterben.

[10:24] Wenn wir dann noch die Geschichte weiterlesen in Vers 31, sagen sie auch noch mal: "Wir aber sagten, wir sind aufrichtig und sind keine Kundschafter." Und dann in Vers 33: "Der sprach der Mann, der Herr des Landes, zu uns: Daran will ich erkennen, ob ihr aufrichtig seid. Lasst einen eurer Brüder bei mir zurück und geht und nehmt mit, was ihr für eure Familien braucht." Sie erzählen das dann später noch mal.

[10:53] Und was man an dieser ganzen Rahmengeschichte sehen kann, ist: Die Brüder beanspruchen es, wahrhaftig zu sein, und es tut ihnen kein Leid, wenn sie darin geprüft werden. Also jemand, der wahrhaftig ist oder der auch die Wahrheit vertritt, der kann geprüft werden und der bleibt genauso wahrhaftig und wahr.

[11:23] So diese Idee, dass die Wahrheit sich leisten kann, getestet zu werden. Das kann man immer wieder neu testen.

[11:31] Und jetzt schauen wir weiter, wem dieses Attribut besonders zukommt. In 2. Chronik 15 und dort Vers 3: "Israel war lange Zeit ohne den wahren Gott und ohne einen Priester, der lehrt, und ohne Gesetz." Also wir haben jetzt gesagt, es ist ja eigentlich etwas Gutes, wenn jemand wahrhaftig ist, wenn man den prüfen kann und merkt, ja, der ist auch wirklich so, wie er sagt, oder er tut auch, was er sagt. Und das ist eine Eigenschaft, die trifft besonders auf einen zu und zwar auf den wahren Gott.

[12:25] Ist etwas ganz Wichtiges, weil heutzutage relativiert man ja so oft und sagt: Ja, Wahrheit ist das, was du für wahr hältst, was du glauben willst. Und na ja, Gott ist halt derjenige, den sich auch jeder gewissermaßen macht. Aber die Bibel spricht von einem wahren Gott. Und das anzunehmen ist bei jedem Bibelstudium wichtig, würde ich sagen.

[12:56] Weil, wenn es einen wahren Gott gibt, dann sollten wir den kennenlernen. Und dann können wir uns nicht einfach unser eigenes Bild basteln, wie es uns gerade passt. Sondern wenn dieser Gott existiert und lebt, dann sollten wir uns wirklich aufmachen und ihn kennenlernen.

[13:17] Jetzt wird dieser wahre Gott auch noch an andere Stelle gebracht. Und dazu im Zusammenhang passt Johannes 17 Vers 3. Wir kommen in das Neue Testament.

[13:30] Johannes 17 und dort Vers 3: "Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen."

[13:48] Erkennt. Wisst ihr, was hier der Kontext ist? Schlecht gestellt die Frage. Ihr wisst, was hier der Kontext ist. Was ist... Er sagt, es ist kurz davor zu sterben. Er hat gerade das Abendmahl mit seinen Jüngern genommen, hat ihnen die Füße gewaschen und er ist jetzt dabei, sozusagen die letzten Stunden, fast Minuten mit ihnen zu verbringen. Und er wird gleich beten, oder er betet ja schon. Und dieses Gebet soll ihn eigentlich zeigen, wie er die nächsten Jahrhunderte für sie beten wird, wenn er im Himmel ist, quasi so, weil das werden sie nicht mehr hören können. Aber das sollen sie jetzt hören, um zu sehen: So wird er im Himmel für sie eintreten.

[14:32] Priesterliches Gebet. Genau. Und Jesus betet jetzt: Was ist dein Anliegen? Johannes 17 Vers 3.

[14:49] Ja, sag laut, dass sie Gott erkennen, dass sie Jesus erkennen, dass sie einfach glauben und sehen, wie er ist. Und ja, das wird später noch wichtig. Wir kommen noch mal auf diesen Vers wahrscheinlich zurück.

[15:06] Jesus ist ja in die Welt gekommen, weil er möchte, dass die Menschen ewiges Leben haben können. Und jetzt knüpft er das aber an eine Bedingung, und die ist nicht irgendwie: Hier habt ihr alle Vorschriften von den Pharisäern erfüllt. Sondern was sagt er? Das ist das ewige Leben. Was ist das ewige Leben?

[15:34] Dass sie dich, den allein wahren Gott, also Gott den Vater, und Gott Jesus, also den Gott erkennen, dass sie ihn kennenlernen, dass sie ihn annehmen, dass sie sehen, wie wichtig das ist.

[15:47] Es geht hier nicht nur darum, dass Jesus jetzt eine Aussage über sich selbst trifft und sagt: So bin ich. Ihr habt mich bisher noch nicht so gut gekannt.

[15:55] Vielleicht, jetzt erzähle ich es euch. Hier geht es um das ewige Leben. Hier geht es um das, was wirklich zählt. Und Jesus sagt: Deswegen zeige ich mich euch.

[16:17] Wenn wir auch noch in Römer 3 schauen. Römer 3 Vers 4: "Da ist uns der Paulus ein Vorbild drin, das auch wirklich zu glauben." Römer 3 Vers 4: "Das sei ferne! Vielmehr erweist sich Gott als wahrhaftig, jeder Mensch aber als Lügner, wie geschrieben steht: Damit du recht behältst in deinen Worten und siegreich hervorgehst, wenn man mit dir rechtet."

[16:52] Hm, also es kann sein, dass Menschen sich irren, dass Menschen sich doch als Lügner erweisen. Aber es kann niemals sein, dass der, der wahre Gott, sich als Lügner oder nicht oder als unaufrichtig zeigt.

[17:07] Jetzt aber, warum das, ist ja eine Eigenschaft, und wir haben jetzt schon gesehen, es ist eine wichtige Eigenschaft, dass wir den wahren Gott kennen. Aber warum wird dies genau diese Eigenschaft der Gemeinde in Philadelphia gezeigt? Warum wird sie darauf hingewiesen?

[17:29] Ja, vielleicht gibt's einen Hinweis schon, wenn wir noch in Römer 3 ganz kurz noch bleiben, weil Römer 3 Vers 4 ist ja eine Antwort auf eine Frage. Er sagt: "Das sei ferne! Vielmehr weiß ich, Gott als wahrhaftig." Und die Frage steht in Vers 3: "Wie denn, wenn auch etliche untreu waren? Hebt etwa ihre Untreue die Treue Gottes auf?" Gott ist wahrhaftig, seine Worte bleiben bestehen.

[17:50] Und deswegen ist er treu. Und ich denke, wir können sicherlich noch mehr über Philadelphia entdecken, aber ein Punkt ist sicherlich, dass Gott treu zu seinen Gläubigen steht, auch wenn vieles zusammenbricht. Er steht zu denen, die fest an Glauben, an ihm halten. Zu denen bleibt er treu. Seine Worte bleiben stehen.

[18:06] Und wenn man weiterliest in Philadelphia, Philadelphia, ja, in Offenbarung 3 Vers 8 und Vers 10, dann sieht man auch, warum das dann passt. Es passt auch wieder mit dem Ganzen. Habe ich jetzt zu viel gesagt? Dann passt es alles so mit den Eigenschaften, die er davor auch gesagt hat: Der Wahrhaftige, der Heilige und der Aufrichtige. Da geht's nämlich um sie haben standhaft ausgeharrt, sie haben auf Gottes Wort vertraut, sie haben auf ihn vertraut, sie haben Glauben behalten.

[18:40] Und ähm, ja, ja, ohne jetzt schon zu viel vorauszugreifen über die Gemeinde Philadelphia, aber da wird's ja darum gehen, zu glauben, dass Gott sein Wort erfüllt hat, auch wenn man nichts sieht, nichts hört, nichts erlebt hat. Zu glauben, dass Gott wahrhaftig ist, dass er treu ist und dass sich das wirklich, also, dass das wirklich passiert ist, was dort steht, auch wenn ich nicht singen kann.

[18:58] Genau. Und noch etwas anderes, das finden wir in Jeremia 10 Vers 10.

[19:05] Jeremia 10 Vers 10: "...aber der Herr ist in Wahrheit Gott; er ist der lebendige Gott und ein ewiger König. Vor seinem Zorn erbebt die Erde, und die Völker können seinem Grimm nicht ertragen."

[19:29] Okay, hier, wenn ihr mal kurz schaut, worum geht es hier? Wer wird Gott gegenübergestellt in Vers 3? "Denn die Bräuche der Heiden sind nichtig; denn ein Holz ist das, man im Wald gehauen hat, und das der Künstler mit dem Schnitzmesser anfertigt. Er verziert es mit Silber und Gold und befestigt es mit Hämmern und Nägeln, damit es nicht wackelt." Und was wird daraus? Ein Götze. Erst holt er das Holz, dann verziert es, und dann muss er es erstmal noch festmachen, dass der Götze nicht umfällt.

[20:15] Und dann heißt es hier: "Aber der Herr ist in Wahrheit Gott." Also, es gibt einen, der sich oder den Mann als Gott ausgibt, und einen, der wirklich sagt: Ich bin Gott. Und woran er, woran zeigt sich das in Jeremia 10 Vers 10?

[20:36] Wenn ihr mal den letzten Teil des Verses anschaut: "Vor seinem Zorn erbebt die Erde, und die Völker können seinem Grimm nicht ertragen." Gott im Himmel, der wahre Gott, ist der Einzige, der wirklich was bewirken kann.

[20:54] Und in dem Fall, das ist jetzt nicht so, dass es sagt: Ja, ich stelle den Sturm oder so, sondern das hört sich eigentlich ziemlich bedrohlich an. Gott ist auch der Einzige, der Gericht bringen kann. Ja, das ist ein ganz wichtiger Vers und Gedanke, den du jetzt gerade angeführt hast, dass wenn in der Bibel, vor allem im Alten Testament, Gott als der wahre Gott bezeichnet wird, ist das immer mit der Intention im Kontrast zu den Götzen.

[21:22] Und ist deswegen wichtig, weil manche Leute Johannes 17 Vers 3 falsch verstehen. Sie lesen, da steht ja: "Dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen." Und daraus schlussfolgern sie dann: Okay, dann ist nur Gott der Vater allein wahrer Gott und Jesus nicht. Aber das ist nicht die Verwendung des Wortes "wahrer Gott".

[21:38] Sondern wahrer Gott. Jesus verwendet ja so etwas, was aus dem Alten Testament kommt. Und im Alten Testament wird es nie verwendet, um zu sagen, Gott der Vater ist mehr Gott als der Sohn. Es ist immer zu sagen: Es gibt den Gott der Bibel, und es gibt die anderen Götzen. Und nur der Gott der Bibel ist der wahre Gott. Und viele Stellen, wo im Alten Testament der Gott der Bibel als der wahre Gott bezeichnet wird, wissen wir, dass es sogar Jesus ist.

[21:59] Ja, also das ist einfach nur ein ganz wichtiger Gedanke, dass man weiß, es geht um die Abgrenzung von den Heiden, von den Götzen.

[22:08] Hm, ja, also es ist auf jeden Fall etwas, was mit Gott zusammenhängt, aber auch schon die Bibel gibt uns einen Hinweis darauf, dass nicht nur Gott wahrhaftig ist, also Gott der Vater meine ich damit, sondern dass Jesus es auch ist.

[22:21] In Matthäus 22 wird dieses Wort "wahrhaftig" wieder benutzt. Wir haben jetzt viele, viele Verse, die uns aber so einen Wegweiser geben, was Jesus hier sagen will. Matthäus 22 Vers 16: "Und sie sandten ihre Jünger samt den Herodianern zu ihm, die sprachen: Meister, wir wissen, dass du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und auf niemand Rücksicht nimmst, denn du siehst die Person der Menschen nicht an."

[23:06] Hm, also hier kommen Menschen zu Jesus und sie sagen: Wir wissen, dass du wahrhaftig bist.

[23:16] Woher? Woher konnte ein Mensch, der ein Zeitgenosse Jesu war, wissen, dass Jesus wahrhaftig ist?

[23:25] Durch die Beobachtung, durch sein Leben. Jesus hat das, was er gepredigt hat, auch gelebt. Er war authentisch mit dem, was er gesagt hat und was er vorgelebt hat.

[23:38] Sie sagen ja selbst dann die Begründung: "Denn du siehst die Person der Menschen nicht an." Ja, du machst dich jetzt nicht irgendwie bei manchen Leuten beliebt und andere ignorierst du oder so, sondern für dich zählt die Wahrheit, egal wie sie ist.

[23:48] Und wenn ich das noch ergänzen darf: Das Kuriose an dem Vers ist ja, dass gerade sie, die das sagen, selbst nicht wahrhaftig sind. Ja, weil sie nämlich das Ganze nur sagen, um ihm dann eine Falle zu stellen.

[24:02] Aber es ist trotzdem so, dass das sehen wir auch hier, dass Gott immer wieder, äh, Ungläubige auch dazu benutzt hat, die Wahrheit zu sagen.

[24:09] In dem Fall ist es so, aber du hast jetzt schon gesagt, Jesus hat das, hat auch gelebt, was er gesagt hat. Er war auch authentisch.

[24:25] Ein bisschen mit einem anderen Wortlaut sagt Jesus mehrere Male, dass er wahrhaftig ist. Oder...

[24:35] Ist? Nein, das meine ich jetzt nicht.

[24:41] Gesehen. Gesehen. Nein, vielleicht ist es zu leicht. Vielleicht liegt es auf der Hand. Schaut mal mit mir in Johannes 1.

[24:51] Johannes 1 Vers 9: "Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen." Okay, hier haben wir das wahre Licht. Wann sagt Jesus noch, dass er das...

[25:20] ...wahre, der wahre Weinstock. Okay, lass mal.

[25:23] Lass uns mal sammeln: Wahres Licht, der wahre...

[25:46] ...etwas. Ja, er sagt es nicht: Ich bin das Wahre, aber er sagt: Ich bin das Brot des Lebens. Und nennt es vorher zwei F, vorher das wahre Brot aus. Ja, genau, genau.

[25:56] Das wahre Brot.

[26:05] Also damit sagt er, und das ist ganz gut, dass du das vorhin gesagt hast mit dem...

[26:06] ...wahrhaftig.

[26:08] Wahrhaftig. Wahrhaftig.

[26:15] Verlass die Jesus also in diesem Wagen steckt drin, dass es wirklich glaubwürdig ist und dass es auch göttlich ist. Auch diese Komponente. Jetzt aber, wenn wir mal diese drei Sachen anschauen und nur mal dabei bleiben, was sind das denn?

[26:48] Jesus sagt auch uns, wir brauchen ihn. Und das gilt zwar alle Zeitalter hindurch, aber auch zu einer Zeit, wo man vielleicht eher so, wo auch verschiedene Weltanschauungen kursieren und wo man teilweise dachte, na ja, man kann die Religion vielleicht auch außen vorlassen. Aber Jesus sagt: Ihr braucht mich, ihr braucht Gott, und ihr braucht mich. Und das hatten wir auch in Johannes 17.

[27:35] Schauen wir noch Johannes 5, Vers 20 an. Das ist auch schön mit diesen Gedanken: Jesus ist derjenige, den wir zum Leben brauchen. Johannes 5, Vers 20: „Wir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Verständnis gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.“

[28:19] Okay, also hier ist jetzt mal so ganz komprimiert, so oft dieses Wort „wahrhaftig“, wie wahrscheinlich in keinem anderen Vers in der Bibel. Was sagt mal mit eigenen Worten vor lauter „wahrhaftig“, was steht in dem Vers drin?

[28:45] Zusammengefasst können wir durch Jesus Gott als den wahrhaftigen Gott erkennen, in Gott sein als den wahrhaftigen Gott, weil Jesus selbst wahrhaftiger Gott ist. Okay, das war das war sehr gut zusammengefasst. Also wir können durch Jesus zu dem wahrhaftigen Gott überhaupt erst kommen, überhaupt ihn erst verstehen.

[29:13] Das ist ja auch ganz wertvoll, dass wir gerade die Evangelien haben. Im Alten Testament ist er jetzt noch nicht so, ja, nicht so leicht sichtbar, aber das zeigt uns, wie Gott ist. Und das ist auch ähm, das das Schöne, dass wir unsere Bibel studieren dürfen, dass wir später dann auch das Seminar noch weiter haben dürfen. So ist Gott, wie die Bibel ihn uns zeigt.

[29:43] Ja, und hier ist wieder interessant, nur zur Ergänzung, wieder geht's um den wahrhaftigen Gott und wieder geht's im nächsten Vers um die Götzen. Kinder, hütet euch von Götzen. Seht ihr wieder, also das ist wieder dieser Kontrast, den die Bibel durchgängig immer zieht. Ja, also ist nicht die Frage, ist jetzt Gott wahrhaftig oder Jesus wahrhaftig? Ja, das ist es wird nicht differenziert. Sie sind beide wahrhaftiger Gott im Gegensatz zu den Götzen.

[30:06] Mhm, und ich hatte das vorhin schon gesagt, in Offenbarung 2, Vers 18, weil hier hatten wir ja jetzt auch, lass mich kurz schauen, in Vers 20, den Sohn Gottes, der Gott den Vater als den wahrhaftigen aufzeigt. Und in Offenbarung 2, Vers 18 hatten wir auch Jesus als den Sohn Gottes.

[30:27] Und jetzt kommen wir zu Offenbarung 3, Vers 7, wo Jesus auch als der Wahrhaftige aufgezeigt wird. Gibt es irgendetwas, was diese beiden Gemeinden gemeinsam haben? Also Offenbarung 2, Vers 18, da haben wir Tiatira. Und Offenbarung 3, Vers 7 haben wir jetzt Philadelphia.

[30:58] Haben die eine ähnliche Botschaft gebraucht? Könnte man das so sagen? Und wenn ja, warum? Und wenn nein, warum nicht? Zumindestens könnte man sagen, dass sowohl in Tiatira ist vergleichsweise wenig Gläubige gibt, weil sie zerstreut sind innerhalb der großen abgefallenen Isai-Kirche. Ähm, und auch Philadelphia eine kleine Gruppe ist.

[31:40] Mhm, das das also da gibt's vielleicht ist das ein Punkt, dass Jesus seine Göttlichkeit betont, weil mit Gott ist man immer eine Mehrheit. Ja, das wäre eine Idee. Was an beiden ist, die sollen festhalten an dem, was sie haben. Also haltet fest an dem, sagt er zu beiden.

[31:56] Mhm, mhm, mhm. Ich muss ehrlich zugeben, ich habe das jetzt auch nicht in die Tiefe studiert, aber ich glaube, es würde, dass das wäre mal ein Punkt. Was wir also beide brauchen: Gott, den Wahrhaftigen. Beide brauchen Jesus.

[32:15] Weil gut, Philadelphia ist ja eher die Gemeinde, wo sich jetzt einiges tut, könnte man so sagen, wo es auch einiges positive, einige positive Entwicklungen gibt. Und trotzdem ist es, ist immer der Feind hinterher, das auch wieder zurückzudrehen. Aber sie brauchen Jesus.

[32:42] Und in Johannes 5 hatten wir gelesen, wir können in Gott bleiben durch Jesus. Jetzt noch einmal zu Johannes 17, Vers 3.

[33:02] Aber in Johannes 17, Vers 3, das ist mir vorher nie so aufgegangen. Da heißt es: „Das aber ist das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Also noch einmal, Gott zu kennen und durch Jesus Gott zu kennen, ist ewiges Leben.

[33:27] Ewiges Leben haben wir in direkt auch in einem anderen Vers, wo es eine Parallele gibt. Und zwar geht mal mit mir zu Matthäus 28. Ganz bekannt.

[33:47] Matthäus 28. Und dort, ah, ich muss vielleicht noch etwas hinzufügen. Lass mich kurz schauen. Ah, lass mich mal lesen, Johannes 17, ab Vers 1 noch mal. Johannes 17, ab Vers 1 bis 3. Dass wir das ganze haben: „Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche, gleich wie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch, damit er allen ewiges Leben gebe, die du ihm gegeben hast.“

[34:32] Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen. Und dann in Vers 4 sagt er: „Ich habe das Werk vollendet.“ Und das war jetzt noch wichtig, weil hier dieses „das“ mit drinnen ist in Vers 2, wo es sagt: „gleich wie du ihm Vollmacht gegeben hast über alles Fleisch.“ Jesus hat Macht bekommen.

[34:58] Und auch in Matthäus 20 ist von dieser Macht die Rede. Und es gibt noch ein paar mehr Parallelen. Matthäus 28, und dort die Verse 18 und 19: „Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

[35:26] H danke schön. In beiden Szenen finden wir, dass Jesus Macht bekommen hat und dass er diese Macht auch für die Menschheit einsetzt. Und in Johannes 17 bittet er dann Gott, dass Gott doch eine enge Verbindung zwischen den Menschen und ihm selbst herstellt.

[35:53] Und in Vers 8, in Matthäus Kapitel 28, verspricht er dann in dem Vers 20: „Ich bin bei euch alle Tage bis an der Weltende.“ Also hier haben wir eine Gemeinschaft nicht zwischen Gott und Jesus, sondern zwischen Jesus und den Gläubigen. Und beide Male, du darfst gleich was sagen, beide Male geht es jetzt aber auch um die Zukunft, um die Ewigkeit. Oder ja, das Ende der Welt, das dann schon hier den Ausblick gibt.

[36:27] Also, wenn wir den Matthäus und das Ende davon zu Johannes 17 dazunehmen und diese Parallelen hier rausarbeiten, dann heißt es, wenn Jesus von Gott als dem wahren Gott spricht, oder selbst dieser wahrhaftige Gott ist, dann ist es auch derjenige, der zum Ziel hat, dass die Menschen ewiges Leben haben.

[36:56] Können. Jesus möchte auch auch der Gemeinde Philadelphia sagen: Ich habe einen Plan mit euch, ich habe eine Zukunft mit euch. Und diese Zukunft ist nicht nur ein paar Jahre, diese Zukunft ist eine Ewigkeit lang. Und das ist genau meine Absicht bei all dem, was ich euch sagen werde, bei all dem, was ihr zu tun habt. Die Ewigkeit sollte im Blick sein.

[37:24] Und die wünsche ich mir, dass wir sie gemeinsam verbringen können. So, jetzt habe ich lange geredet. Du darfst noch. Ich wollte sagen, ähm, ich weiß jetzt nicht, wo steht ganz genau, aber als Jesus seine Jünger zu zweit schickt, da gibt er ihm auch Kraft. Mm, also mit Jesus schaffen sie viel und können sie. Und ohne ihn können wir gar nichts.

[37:46] Und genauso können wir aus der Bibel lernen. Das heißt, wenn er uns Kraft schenkt durch den Heiligen Geist, durch die Kraft des Heiligen Geistes, dann können wir auch einiges für ihn ähm machen.

[37:59] Und das ist vielleicht auch noch wichtig. Das habe ich jetzt gar nicht so erwähnt. Hier geht es ja auch um Mission. Hier geht es darum, dass das Evangelium weitergegeben wird. Und nicht nur die Menschen, zu denen Jesus gerade eben redet, ähm, dann einmal ewiges Leben haben können, sondern es geht auch darum, Jesus möchte, dass noch viel mehr erfahren, wie wahrhaftig, zuverlässig, aufrichtig, verlässlich, glaubwürdig und treu Gott ist.

[38:35] Und damit auch er selbst. Ich hätte gerne mit euch jetzt noch das mit den Schlüsseln bisschen weiter angeschaut, aber das müssen wir aufgrund der Zeit vertagen, dass wir das das dann ein andermal ausführlicher anschauen können. Bis dahin wollen wir festhalten: Jesus, der Wahrhaftige, ist Gott. Und Jesus ist aber auch derjenige, der für uns, für unser Leben wirkt.

[39:07] Jesus ist zusammen der Wahrhaftige und der Heilige, also einer, der viel Macht hat, aber sie für uns zum Guten einsetzt. Und ich glaube, das ist Grund genug, ihm Danke zu sagen. Lasst uns gemeinsam beten.

[39:27] Unser Vater im Himmel, wir danken dir, dass du uns Jesus gegeben hast, so dass wir noch besser sehen können, wie du bist. Danke, Herr, dass wir in jeder Lebenslage auf dich vertrauen können. Und auch wenn Menschen sich ändern, auch wenn Theorien sich verändern mögen, du veränderst dich nicht. Du bist und bleibst wahr.

[39:52] Herr, lass uns dich noch besser kennenlernen, denn es nützt nichts, ähm, sich ja selbst etwas auszudenken, sondern wir wollen wissen, wie du wirklich bist. Lass uns durch Jesus noch näher zu dir kommen, dich besser erkennen. Ja, und dann bleibe auch in uns, dass wir es anderen weitergeben können, wie du bist.

[40:18] Wir danken dir, dass du das in uns bewirkst.


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