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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ widmet sich Christopher Kramp Offenbarung 3:8 und der Gemeinde Philadelphia. Er beleuchtet, wie Jesus dort nicht die Werke der Gemeinde tadelt, sondern seine eigene Handlung hervorhebt: das Öffnen einer Tür mit dem „Schlüssel Davids“. Dies wird als der Übergang Jesu in das Allerheiligste des himmlischen Heiligtums im Jahr 1844 interpretiert, basierend auf der 2300-Tage-Prophezeiung aus Daniel. Die Folge erklärt die biblische Herleitung dieses Datums und seine theologische Bedeutung.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar! Schön, dass ihr heute da seid und dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Heute geht es weiter mit der Gemeinde Philadelphia und mit einem ganz besonderen Vers, mit einer geöffneten Tür. Und da knüpfen wir ein bisschen an das an, was wir letzte Woche mit Miriam studiert haben und werden einige richtig interessante Dinge, glaube ich, rausfinden mit Gottes Hilfe. Wir wollen gemeinsam beginnen mit einem Gebet und ich lade euch dazu ein, dass wir niederknien.

[1:21] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir jetzt zu dir kommen können und alle unsere Sorgen, unsere Nöte, unsere Gedanken, alles bei dir ablegen dürfen und dass wir jetzt zuhören dürfen, wie du zu uns sprichst. Herr, wir möchten dich bitten, dass nach deiner Verheißung dein Wort, das wir jetzt lesen werden, nicht leer zurückkehren wird, sondern in unseren Herzen das ausführen wird, wozu du es gesandt hast, durch deinen Heiligen Geist. Wir möchten dich bitten, dass wir wirklich erfrischt, gestärkt und ermutigt werden durch unsere Zeit zusammen jetzt mit dir. Danke, dass du verheißen hast, dass du in unserer Mitte bist. Wir wollen dich in unsere Herzen einladen, in unsere Gedanken und dich besser kennenlernen. Das alles bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:15] Wir sind in Offenbarung Kapitel 3, wir sind bei der Gemeinde Philadelphia, oder wie wir gelernt haben, im Griechischen Philadelphia. Aber das macht im Grunde genommen ja gar nichts aus. Wir haben gesehen, wir haben uns viel Zeit für den ersten Vers, Vers 7, genommen und haben Jesus in seinen Attributen sehr ausführlich studiert. Und Vers 8 beginnt jetzt so, dass wir sagen können: kennen wir schon, allerdings nur am Anfang. Wer mag mal Vers 8 lesen?

[2:51] Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, und niemand kann sie schließen; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet.

[3:05] Genau, jeder Gemeinde sagt Jesus: „Ich kenne deine Werke.“ Das haben wir jetzt in jeder Gemeinde gesehen und es wird euch nicht überraschen, wenn ich euch sage, es wird auch in der siebten Gemeinde noch mal wiederkommen. Jesus kennt unsere Werke und wir sehen daran, dass Jesus zu allen Zeiten ein Interesse auch an den Werken gehabt hat. Jesus, der uns erlöst hat allein durch den Glauben, durch Gottes Gnade, ist derjenige, der auch ein Interesse hat an dem, was wir tun.

[3:36] Nun ist aber dieser Vers 8 doch relativ interessant oder in gewisser Weise eigenständig anders vielleicht ein bisschen als die anderen zuvor. Das schauen wir uns ganz kurz an, nur noch mal so im Sinne der Wiederholung. Gehen wir zurück zu Offenbarung 2 und wir lesen ganz kurz jeweils diese „Ich kenne deine Werke“-Verse an und ich bin mal gespannt, ob ihr den Unterschied bemerkt, der jetzt in der Gemeinde Philadelphia besteht zu dem, was wir vorher immer so gefunden haben. Also in Offenbarung 2, Vers 2, heißt es:

[4:02] „Ich kenne deine Werke und deine Bemühung und dein standhaftes Ausharren und dass du die Bösen nicht ertragen hast und du hast die geprüft, die behaupten, die seien Apostel und sind es nicht und hast sie als Lügner erkannt.“ Das ist in der ersten Gemeinde. In der zweiten Gemeinde, Vers 9: „Ich kenne deine Werke und deine Drangsal und deine Armut – du bist aber reich – und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans.“ Dritte Gemeinde, Vers 13: „Ich kenne deine Werke und weiß, wo du wohnst, da, wo der Thron des Satans ist, und dass du an meinem Namen festhältst und den Glauben an mich nicht verleugnet hast, auch in den Tagen…“ und so weiter und so fort. Vierte Gemeinde, und zwar in Vers 19: „Ich kenne deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst und deinen Glauben und dein standhaftes Ausharren, und ich weiß, dass deine letzten Werke mehr sind als die ersten.“

[4:52] Ja, ich glaube, ihr merkt schon, worauf ich hinaus will. Kapitel 3 und dort Vers 1, also 1b: „Ich kenne deine Werke. Du hast den Namen, dass du lebst, und bist doch tot.“ Und jetzt kommt Philadelphia, Vers 8: „Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe eine geöffnete Tür vor dir gegeben.“ Könnt ihr das sehen? Es ist sonst immer: „Ich kenne deine Werke, du hast das gemacht, das war gut, es war schlecht“ und so weiter. Ja, es war, es wurde dann besser. Zum ersten Mal haben wir einen Satz hier, wo es heißt: „Ich kenne deine Werke, ich habe etwas getan.“ Das heißt, der Fokus hier in Vers 8 ist gar nicht so sehr erstmal auf dem, was die Gemeinde getan hat, sondern was Jesus getan hat.

[5:42] Also halten wir mal fest: In Offenbarung 3, Vers 8, Jesus öffnet die Tür. Ja, und wir werden gleich sehen, natürlich hat auch die Gemeinde was getan, aber die Werke der Gemeinde, die in diesem Vers angesprochen sind, sind quasi nur eine Reaktion auf das, was Jesus getan hat. Übrigens, wisst ihr, was das Besondere an der Gemeinde von Philadelphia ist, so im Vergleich mit den anderen Gemeinden? Sticht sie durch irgendetwas heraus?

[6:11] Also, man kann die Gemeinden werden ja quasi ein bisschen bewertet auch. Ja, einige schneiden besser ab, manche weniger gut, bei manchen ist es so gemischt. Wenn man jetzt so die Gemeinden so miteinander vergleicht, welchen Rang nimmt da Philadelphia ein? Sie hat keinen Tadel. Sie hat keinen Tadel. Es gibt doch eine Gemeinde, die auch keinen Tadel hat, die auch ähnlich gut ist, ja? Das war...

[6:32] ...kann man sich gut merken, die zweite und die vorletzte. Ja, danach kommt Laodizea, da sieht die Sache dann ganz anders aus. Aber viele, also, vielleicht kennt ihr diese, diese, manche Leute haben die Theorie entwickelt, dass sie sozusagen diese sieben Gemeinden auch noch als so sieben Typen von Christen bezeichnet haben. Ja, es gibt auch so eine Theorie, dann sagen einige: „Ja, ich bin dann ein Pergamon-Christ oder ich bin ein...“ Und am beliebtesten sagen sie natürlich: „Ich bin ein Philadelphia-Christ, das ist meine Gemeinde.“ Ja, also, ich weiß nicht, ob das jetzt der Sinn so sehr ist. Ich glaube viel mehr, dass es sich um die Zeitabschnitte in der Geschichte handelt. Aber der Punkt ist: Philadelphia ist beliebt, Philadelphia ist offensichtlich ein Glaubensvorbild. Und das könnte daran hängen, dass Philadelphia eben gar nicht so sehr etwas selbst getan hat, sondern auf etwas reagiert hat, was Jesus getan hat.

[7:25] „Ich habe eine geöffnete Tür vor dir gegeben.“ Und das passt natürlich sehr gut zu dem, was wir in Vers 7 schon gesehen haben, denn dort haben wir gesehen, mit welchem Utensil Jesus diese Tür geöffnet hat, nämlich mit dem Schlüssel Davids. Und jetzt können wir kurz wiederholen: Was haben wir gelernt über den Schlüssel Davids? Das war ja ein sehr interessantes Studium, das macht man eigentlich gar nicht so oft, nicht wahr? Der Schlüssel Davids, was haben wir darüber gelernt?

[7:56] Was ist der Schlüssel Davids? Was hat es damit auf sich? Ganz kurz zusammengefasst. Wer die Details noch mal nachhören möchte, kann das ja in der Aufnahme von letzter Woche tun. Aber was sind so runtergebrochen die wichtigsten Punkte zum Schlüssel Davids?

[8:17] Ja, es ging darum, dass Jesus diesen Schlüssel Davids hat und das zeigt zum einen seine königliche Majestät. Auch es hat aber auch etwas mit dem Heiligtum auf sich, dass Jesus in dieser Zeit vom Heiligen ins Allerheiligste gegangen ist. Genau. Also, der Schlüssel Davids: David ist der König Israels gewesen.

[8:37] Ja, ist Jesus auch ein König? Ja, wo ist der gerade König? Ja, wo, wo ist der König? Im Himmel. Aber das ist ein bisschen unkonkret. Wo ist der König? Wo genau ist er? Wo befindet sich sein Thron? Im Heiligtum. Ja, denn der Tempel Gottes, also sozusagen da, wo Gott regiert, das ist ein Tempel. Ja, deswegen sagt der Hebräerbrief, dass Jesus ein König ist nach der Weise Melchisedeks. Und Melchisedek hatte was, für was war besonders an Melchisedek? Er war ein Priester und ein König. Ja, das war bei David jetzt nicht so, aber wir dürfen nicht vergessen, als wenn Jesus den Schlüssel Davids hat, dann schwingt da im, weil der König ist, auch was Priesterliches mit, oder sogar sehr Priester.

[9:31] Denn Jesus hat sein Königreich im Heiligtum, weil das Königreich Jesu ein geistliches Königreich ist, kein politisches Königreich. Ja, und deswegen sollen wir ja auch ein Königreich von Priestern sein, die wir mit dem himmlischen Heiligtum verbunden sind. Das ist das Reich Gottes. Ja, das war Jesus schon immer der König vom Reich Gottes. Genau. Und deswegen hat es natürlich etwas mit dem Heiligtum zu tun, denn im Himmel gibt es nicht ein Heiligtum und noch extra politischen Palast. Ja, so es hat mit dem himmlischen Heiligtum zu tun und zwar mit einer geöffneten Tür. Und wir haben das letztes Mal schon das ein bisschen angeschaut, dass dort nämlich welche Tür geöffnet worden ist: die zum Allerheiligsten. Warum kann es nicht die Tür zum Heiligen sein?

[10:17] Warum hat Jesus nicht die Tür zum Heiligen geöffnet hier in der Gemeinde Philadelphia?

[10:27] Also, wie viel Türen hatte das Heiligtum? Also, das, die Stiftshütte, das hatte zwei. Es gab noch eine Tür ganz vorne, nicht wahr, am, am, am zum Vorhof. Genau. Aber was das Heiligtum selbst betrifft, gab es zwei Türen: eine zum Heiligen und eine zum Allerheiligsten. In der Stiftshütte waren das gar keine Türen, das waren mehr so Vorhänge. Ja, nachher beim Tempel Salomos waren das Türen. Genau, zwei Türen. Woher wissen wir, dass Jesus nicht durch die, dass er hier nicht die erste Tür geöffnet hat zum Heiligen?

[10:58] Also, man müsste nicht mal einen Bibelvers direkt dazu haben, einfach so von der Logik her. Was wäre denn, wenn das hier die Tür zum Heiligen wäre, die hier gemeint ist? Was würde das bedeuten?

[11:11] Das würde ja bedeuten, dass er vorher noch nicht als Priester im Heiligen gedient hat. Genau. Das würde bedeuten, dass es bis dahin noch keinen Zugang zum Heiligen gegeben hätte. Und dem widerspricht die Bibel ganz deutlich, denn das können wir doch jetzt kurz lesen in Hebräer.

[11:28] Steht ja in Hebräer Kapitel 6 und dort in Vers 19 und 20: „Diese Hoffnung halten wir fest als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht ins Innere hinter den Vorhang, wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist, der Hohepriester in Ewigkeit geworden ist nach der Weise Melchisedeks.“

[12:00] Ja, also Jesus, und wann schreibt Paulus das? Also, das schreibt er zu seiner Zeit im ersten Jahrhundert. Das heißt, von Anfang an, nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist, war die Tür zum Heiligen offen. Das heißt, wenn wir jetzt in der Gemeinde Philadelphia sind, sind wir nicht mehr am Anfang in Ephesus, sondern wir sind ja schon relativ weit in der sechsten von sieben Gemeinden. Und wenn jetzt eine Tür geöffnet, wenn Jesus jetzt eine Tür öffnet, dann kann es nicht die Tür zum Heiligen sein, denn die war schon offen. Ja, sondern es muss die andere Tür sein. Es gibt nur zwei Türen, und Jesus hat sonst, also sonst in der Bibel gibt es keine anderen Türen im Himmel, die er jetzt öffnen könnte. Das heißt, allein schon deswegen ist ganz klar, es muss die Tür zum Allerheiligsten sein.

[12:51] Das die Gemeinde Philadelphia historisch genauer festzulegen, wenn es hier heißt, dass Jesus die Tür zum Allerheiligsten im Himmel geöffnet hat, hilft uns das irgendwie, die Gemeinde historisch zu sagen: „Okay, dann ist das die Gemeinde in der Zeit der 2300 Abende und Morgen.“ Ah, okay, sehr gut.

[13:13] Wann wäre das denn? 1844. Okay, jetzt bin ich, jetzt, jetzt eure Chance. Sagt mir mal, wenn jemand davon noch nie gehört hat, ja, weil ich weiß gar nicht, ob wir schon mal im Offenbarungsseminar das ausführlich behandelt haben. Wie kommt man darauf, dass 1844 Jesus ins Allerheiligste gegangen ist?

[13:35] So, versammelt mal so die wesentlichsten Daten, also jetzt nicht alle Fußnoten, die man dazu geben könnte, sondern mal so das Kerngerüst. Ja, wie, wie kommt man darauf? Woher weiß man das? Was würdet ihr sagen? Daniel. Daniel ist mal gut. Daniel ist eine ganz ausgezeichnete Idee. Das kommt tatsächlich aus Daniel.

[14:06] Ich wiederhole das einfach mal ganz kurz, deswegen auch für uns, weil ich in Daniel 8, Vers 14: „Er spricht zu mir: Bis zu 2300 Abende und Morgen, dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden.“ Ja, okay, sehr gut. Daniel 8, 14. Ich sammel mal ein bisschen so an Ideen.

[14:21] Jetzt natürlich Daniel 8, Vers 14. Das hat eine 8, 1 und 4. Aber wie kommen wir von diesem Vers zu 1844? Also, ich frage euch deswegen, weil ich gemerkt habe, dass fast jeder dieses Datum kennt, aber die Herleitung dann doch irgendwie oft in Vergessenheit gerät. Und das, obwohl Ellen G. White mal gesagt hat, zu ihrer Zeit konnte das jedes Kind berechnen. Ja, deswegen wollen wir uns das mal kurz noch mal so in Erinnerung rufen.

[14:51] Wie, wie kommen wir darauf, 2300 Abende und Morgen auf 1844? Ganz kurz vielleicht. Du darfst gleich weitermachen. Aber das, um das noch mal in Bezug zueinander zu setzen, weil hier heißt es ja: „Dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden.“ Also, es bezieht sich deswegen aufs Allerheiligste, weil man könnte auch sagen, dann wird das Heiligtum gereinigt. Und das passiert eben am Versöhnungstag im Allerheiligsten. Genau, das da halten wir mal gleich, gleich fest.

[15:25] Gerechtfertigt ist gleich gereinigt. Übrigens ist dieser Punkt natürlich sehr umstritten gewesen, nicht wahr? Können wir gleich noch mal kurz dann, dann noch mal drauf eingehen, ob das auch wirklich stimmt und warum und wieso. Ja, aber wir halten es mal kurz erstmal fest.

[15:43] Genau, machen wir so, wir, wir gucken erstmal, ob wir das Datum hinkriegen und dann gucken wir, dass wir gucken, was da passiert ist, ja, mit dem großen Versöhnungstag und so, weil das ja genau der entscheidende Punkt ist. Und woher wissen wir, dass dann da eine Tür sich öffnet und so weiter? Es ist auch bei Daniel 9, da, da werden die auch noch die 70 Jahrwochen und da steht auch, wann das alles anfängt.

[16:00] Okay, was hat Daniel 9 mit Daniel 8 zu tun? Nur ganz kurz. Also, warum, das ist ein, ein, eine Zeitspanne von den 2300 Abende und Morgen, ist da so die an die Zeitspanne, die davor noch geschehen. Genau. Warum schauen wir nicht einfach Daniel 8? Warum gehen wir zu Daniel 9? Warum reicht uns nicht Daniel 8? Weil in Daniel 9 ist erklärt wird, genau, weil da das, die 70 Jahrwochen. In Daniel 8 gibt's keine Erklärung. Das ist entscheidender Punkt.

[16:20] Ihr wisst, Daniel hat diese Vision von dem Widder und dem Ziegenbock und dem, dem kleinen Horn und den verschiedenen Dingen und dann diesen 2300 Abende und Morgen. Und dann kommt wer und erklärt es ihm? Der Engel. Der Engel Gabriel. Und der sagt auch: „Ich bin Gabriel.“ Und der ist gekommen, um mir es zu erklären. Und erklärte ihm den Widder. Bitte, erklärt er ihm den Widder? Ja, ja, er sagt, dass Medo-Persien. Erklärt er ihm den Ziegenbock? Ja, ja. Erklärt er was über das kleine Horn? Ja. Was sagt er über die 2300 Abende und Morgen? Nicht. Er sagt, das ist die Zeit des Endes. Wahrheit, Wahrheit. Das sagt, das ist die Wahrheit. Und dann sagt er nichts weiter. Ja, und Daniel wird krank und muss jahrelang auf eine Erklärung warten. Das ist bei uns, wenn wir Evangelisation halten und Bibelstunden, wartet man höchstens einen Tag oder eine Woche, dann kommt in der nächsten Folge geht's gleich weiter, kommt die Erklärung. Der hat jahrelang...

[17:08] ...auf die Erklärung gewartet und hat dann was in Daniel gemacht? Gebetet. Gebetet, gebetet und gefastet. Und hat gefastet, hat seine Sünden bekannt. Und dann heißt es, dass noch bevor er Amen gesagt hat, was ist passiert? Ist der Engel schon, welch Engel? Der Engel, mmh, wieder der Gabriel. Michael? Nee, Michael nicht.

[17:32] Gabriel hat ihn abgelöst, damit er gehen konnte. Das kommt Daniel 10. In Daniel 9 kommt derselbe Gabriel, der Daniel 8 alles erklärt hat, kommt wieder. Und das sagt er ganz deutlich in Daniel 9, Vers 20. Wir machen heute jetzt nur so die Vogelperspektive Kurzvariante, ja.

[17:48] „Während ich noch redete und betete und meine Sünde und die Sünde meines Volkes bekannte und meine Bitte für den heiligen Berg meines Gottes vor den Herrn, meinen Gott, brachte, ja, während ich noch redete und betete, rührte mich der Mann Gabriel an, den ich anfangs in der Vision in Kapitel 8 gesehen hatte, als ich völlig erschöpft war um die Zeit des Abendopfers. Und er unterwies mich und redete mit mir und sprach: Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lehren. Als du anfingst zu beten, erging ein Wort, und ich bin gekommen, es dir zu verkünden, denn du bist ein vielgeliebter.“ Auch ganz toll. Haben nicht die Zeit jetzt darüber nachzudenken, aber so: „Achte nun auf das Wort und verstehe das Gesicht.“ Verstehe das Gesicht. Welches Gesicht? Das am Anfang ja, von aus Kapitel 8. Ganz genau.

[18:41] So, und dann sagt er, was in Vers 24? Was ist dann die, die, die Idee? Er erklärt, dass über sein Volk 70 Wochen bestimmt sind. Genau, bleib kurz. Wer ist sein Volk? Die Israel, also die Israel, Israel. Und die heilige Stadt ist Jerusalem, Jerusalem. Und über die ist was jetzt? Die sind 70 Wochen. 70 Wochen bestimmt. Was heißt denn bestimmt? Warum sind 70 Wochen bestimmt?

[19:07] Da können sie umkehren beziehungsweise sie können, es ist noch mal so eine Gnadenzeit. Ich, ich, ich will noch, du hast schon gesagt, diese, diese 70 Wochen sind da irgendwie so abgeschnitten. Ja, genau. Und das hängt an dem Wort „bestimmt“. Das Wort, das könnt ihr euch mal merken, das Wort „hatak“, das kommt eigentlich von dem Hebräischen und „hatak“ heißt abgeschnitten. Abgeschnitten. So, und das heißt, das wird davon abgeschnitten. Die Idee ist eigentlich, stell dir vor, du hast ein, ein, ein Laib Brot und ich möchte, und ich schneide etwas ab, um es dir zu geben. Dann sage ich, also, das ist das Brot und dieser Teil ist für dich bestimmt. Und um es dir zu geben, weil es für dich bestimmt ist und nicht für mich, schneide ich es ab. Ja, das ist die Idee, deswegen, weil abschneiden und bestimmen klingt erstmal ein bisschen unterschiedlich, aber ich schneide es ab, weil es für dich bestimmt ist. Ja, das wird so abgetrennt. Genau.

[20:01] Das ist für die bestimmt. 70 Wochen sind wie viel Tage? 490. 490. Sehr gut. Und ein Jahr steht für einen Tag. Tag. Sehr gut. Und das wissen wir, Jahre aus, das kommt aus...

[20:22] Ich grill euch heute, aber das ist nicht so schlimm. Ja, genau, Hesekiel. Hesekiel, genau. Hesekiel 4, Vers 6. Hesekiel 4, 6. Ganz genau. 490 Jahre werden hier abgeschnitten. Und da haben wir 2300. Und das große Problem an den 2300 ist natürlich, dass es keinen Anfangszeitpunkt in Daniel 8 gibt. Ja, den gibt es jetzt in Daniel 9. Und wo finden wir den? In Vers 25.

[20:52] Vers 25: „So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten und Fürsten vergehen 7 Wochen und 62 Wochen.“ Genau. Bis dann von wann? Von dem, von dem Erlass zur Wiederherstellung und von dem, was wiederherzustellen? Jerusalem. Jerusalem. So, jetzt seid ihr dran. Wann ist der Erlass in Esra? Der ist in Esra. Das ist gut, aber es gibt mehrere Erlasse, ja. Es gibt mehrere. Wir gehen in alle Details. Ich nur, wir müssen jetzt gar nicht alles lesen.

[21:27] Nur, müssen jetzt gar nicht alles lesen, aber nur wie Erlasse. Es gibt drei, drei. Der erste kommt von... Wer, wer hat Babylon erobert und die Israeliten freigelassen? Kyros! Genau, der erste kommt von Kyros. Und Kyros hatte eigentlich auch schon von Gott den Auftrag bekommen, Stadt und Tempel aufbauen zu lassen. Er sagt dann vor allem, dass der Tempel aufgebaut werden soll. Wen hat er nach Jerusalem geschickt? Wer hat sie angeleitet? Serubbabel! Genau, Serubbabel und Jeschua, die gehen dahin, und ist der erste Befehl. Ja, dann könnt euch erinnern, es gibt Probleme, ja? Streit, also Entmutigung, Probleme von außen. Das Ganze hört auf, kommt zum Stillstand. Und dann kommen welche, die beiden Propheten und ermutigen Serubbabel weiterzumachen: Haggai und Sacharja. Und dann, dann fragen sie auch, komm, kommen ja die die die die die die die Beamten der Perser und fragen, warum macht ihr das weiter? Und die sagen: Ja, Kyros hat uns erlaubt. Und dann fragen sie dann beim König nach, ob sie weiterbauen dürfen. Und das ist welcher König, der dann den zweiten Erlass gibt und sagt: Ihr dürft weiterbauen. Das ist der König in Esra 6. Also, der erste Erlass war Esra 1, der zweite ist in Esra 6. Und das der König Darius. Ja, nicht Darius der Meder aus Daniel 6, sondern Darius der Große. Der findet in einer seiner, in seiner Sommerresidenz in Ekbatana, in Achmeta, wie es in der Bibel heißt, findet er diesen Befehl von Kyros und sagt: Okay, weiterbauen, weiterbauen. Ist der zweite Befehl. Und das ist 520 vor Christus.

[23:01] Und dann gibt es noch einen dritten Befehl. Und der ist nicht in Esra 1 und nicht in Esra 6, sondern Esra 7. Sehr gut. Und wer gibt diesen Befehl? Artaxerxes! Ist ausgezeichnet. Das ist eigentlich der Enkel von Darius, der Sohn von... Wer war dazwischen noch zwischen Darius und Artaxerxes? War Xerxes, ja. Und Xerxes ist der, der der Ester gehabt. Nicht wahr? Nur so ein bisschen so persische Geschichte.

[23:29] Oh, ihr seid gut! Macht das gut! Esra, wir gehen mal ganz kurz, weil wenn man Esra 7 liest, ist eigentlich gar nicht gleich sofort klar, warum das jetzt ausgerechnet der Befehl ist, ja. Aber das ist vielleicht ganz hilfreich, das noch mal so vor Augen zu haben. Esra 7 und dort Vers ab Vers 11. Ich lese mal, ja? Und dies ist die Abschrift des Briefes, Esra 7, Vers 11: Den der König Artaxerxes, das es den Priester Esra gab, dem Schriftgelehrten, der gelehrt war in den Worten der Gebote des Herrn und seiner Satzung für Israel. Artaxerxes, der König der Könige an den, an Esra den Priester, den vollkommenen Schriftgelehrten im Gesetz des Gottes des Himmels. Ausgefertigt und so weiter. Schön. Dann Vers... Jetzt schaut gut zu! Vers 13: Es ist von mir befohlen worden, dass jeder mit dir ziehen soll, der in meinem Reich vom Volk Israel und seinen Priestern und Leviten willens ist, nach Jerusalem zu gehen, weil du von dem König und seinen sieben Räten gesandt bist, um eine Untersuchung über Juda und Jerusalem durchzuführen nach dem weisen Gesetz deines Gottes, das in deiner Hand ist. Also, was hat Esra für eine Aufgabe, als er dort von Artaxerxes gesandt wird? Was seine Aufgabe? Er soll eine Untersuchung durchführen. Also, was, was untersucht er dann, wenn er nach Jerusalem kommt? Untersucht, wie sieht die Stadt aus? Ist sie aufgebaut, zerstört? Ist sie noch halb aufgebaut? Wie sieht's aus? Und nach welchem Maßstab soll die Untersuchung stattfinden? Nach dem Wort Gottes. Er soll, also Artaxerxes sagt: Du gehst, also alle wissen ja, Jerusalem ist noch nicht ganz fertig. Du gehst jetzt nach Jerusalem, schaust, was sagt die Bibel, wie sollte Jerusalem sein? Und dann guckst du, ob das so ist. Und dann kriegst du Geld und dann kannst du halt so arbeiten, dass das, was dort ist, mit dem übereinstimmt, was hier steht. Was hatte denn die Bibel gesagt? Was sollte mit Jerusalem geschehen? Sollte aufgebaut werden, ja? Steht schon bei Jesaja und natürlich dann auch bei Daniel. Es sollte aufgebaut werden. Das heißt, Esra bekommt sozusagen das Vorrecht, er kann nach Jerusalem gehen und kann alles machen, was notwendig ist, damit Jerusalem wieder so ist, wie es die Bibel sagt. Das ist der Befehl, Jerusalem komplett wieder aufzubauen. Ist der dritte Befehl. In welchem Jahr von Artaxerxes wurde der gegeben? In dem siebten Regierungsjahr. In welchem? Also im 1, 2, 3, 4, 5, 7, 8... im siebten, siebten Regierungsjahr, ne? Das kann man lesen in Vers ähm 7. In Esra 7 Vers 7 steht, dass das siebte Regierungsjahr gewesen ist, ja? Kann man sich gut merken: Esra 7 Vers 7, siebtes Regierungsjahr.

[26:07] Was noch viel interessanter ist für uns: Wann ist das siebte Regierungsjahr? Wenn ihr es nicht wisst, schämt euch nicht. Seit ungefähr seit einem Jahr, über einem Jahr haben wir jetzt ein Autokennzeichen, wo diese Zahl drauf steht. Und ich habe schon ganz, ganz viele Geschwister, also da steht Esra drauf und dann stehen drei Zahlen. Und ganz, ganz, ganz, ganz viele Geschwister finden das Esra, also Kapitel so für so, ja. Und ihr glaubt gar nicht, wie viele diese diese Zahl sehen und keinerlei Verbindung zu dieser Prophezeiung bringt. Wir hatten vorher das Kennzeichen 1844, ja, das hat jeder gewusst, ja? Jeder kennt 1844. Aber den Anfangspunkt kennt irgendwie keiner. Deswegen wiederholen wir das. Es ist das Jahr 457 vor Christus. 457. Also eigentlich muss man als Adventist nicht viele Geschichtsdaten kennen, das ist nicht so schlimm. Aber das hier ist eigentlich ungefähr genauso wichtig wie 1844. 457, 1844. Ja, das versucht euch mal richtig gut zu merken, jeden Tag: 457, 457 vor Christus. Es kommt der Zeitpunkt, wo wir vielleicht alle mal erklären müssen, warum wir das glauben, was wir glauben, ja?

[27:31] Und diese Sache hier ist sozusagen einer der absoluten Pfeiler der Adventgemeinde, der Adventbotschaft überhaupt. Jetzt haben wir nicht die Zeit, alle Details hier anzuschauen. Aber ihr wisst, es gibt hier noch mehrere andere Daten in Daniel 9. Was sind die anderen Daten, die es hier noch gibt? Was aus dem Kopf? Jesu Taufe, wo er gesalbt wird als der Messias. Mit dem, womit ist er gesalbt worden? Womit ist er gesalbt worden? Mit dem Heiligen Geist bei seiner Taufe. Das war im Jahre 27. Genau. Und dreieinhalb Jahre später im Jahre 31 ist er gekreuzigt worden. Genau. Und auferstanden und den Himmel gefahren. Und dann noch mal dreieinhalb Jahre später im Jahre 34 war die Steinigung von Stephanus.

[28:24] Und dort endet die Zeit, in der das Volk Israel das besondere Volk Gottes ist, ja? Und deswegen sind auch alle Leute, die jetzt denken, dass die jetzige Auseinandersetzung zwischen Israel und Hamas etwas mit der Bibelprophetie zu tun hat, daneben liegt, ja? Weil sie verstehen nicht, Halt, ach, so schlimm das ist, ja, gar keine Frage. Ist eine Erfüllung der Prophetie, aber von Matthäus 24, nicht von irgendwelchen Israel-Prophezeiungen oder so.

[28:53] Genau. Jetzt, warum ich das noch kurz mal erwähne, ist: Worum geht es bei der Prophezeiung, bei diesem Datum, beim Datum 27? Da geht's? Worum es geht darum, dass Jesus als Messias seinen Dienst beginnt. Er predigt, er lehrt, er heilt. Worum geht's im Jahr Vers, Jahr 31? Es geht darum: Jesus stirbt mit und für meine Sünden, steht auf, besiegt den Tod und und ermöglicht Erlösung für alle Menschen. Worum geht's im Jahre 34? Also, das einmal Juden, aber das ist sozusagen nur die negative Seite. Positiv formuliert: Genau das, was Jesus gelehrt, gepredigt und geheilt hat. Und die Botschaft, dass er für all unsere Sünden gestorben ist, geht in die ganze Welt, ja?

[29:43] Man könnte also durchaus sagen, das Jahr 27, 31 und 34 sind drei der Gründungsdaten der Christenheit. Das sind die entscheidendsten Ereignisse, auf die sich eigentlich alle Christen berufen, ja? Es gibt eigentlich keinen Christ, der nicht glaubt, dass Jesus der Messias ist, dass Jesus gestorben ist und dass das die Botschaft in die ganze Welt gehen soll.

[30:01] Und das ist ganz wichtig: In diese Linie von Ereignissen steht 1844. Das ist keine Prophezeiung, die wir irgendwo noch am Rande ausgegraben haben auf einem ganz komplizierten Weg, sondern das ist eine Prophezeiung, die einfach nur das vollendet, was der Dienst von Jesus, sein Tod und die Verkündigung des Evangeliums schon begonnen haben. Das heißt, es geht hier nicht um eine Zusatzlehre, Sonderlehre, die irgendwie, wo wir einfach sagen: Wir wollen anders sein als die anderen. Es geht darum, das Evangelium zu vervollständigen. Jesus sagt: Ich habe eine geöffnete Tür gegeben. Jesus kommt auf die Erde, Jesus stirbt für uns. Jesus nimmt dann das Reich Gottes von der israelitischen Nation und gibt es dann, das in die ganze Welt geht, einem anderen Volk, nicht wahr? Und Jesus öffnet diese Tür.

[30:57] Also, haben wir das Datum vielleicht nur, aber das wisst ihr wahrscheinlich nicht, warum haben wir hier 1844 und nicht 43?

[31:12] Genau. Nur noch mal zur Erklärung: Es gibt natürlich eine Null, ja? 0, -1, -2, 1, 2. Aber die Jahre sind dazwischen, ja? Das ist das Jahr -1, das ist das Jahr -2, ja? Wir rechnen ja, wir rechnen nicht mit Punkten, wir rechnen mit dem Zwischenraum dazwischen. Deswegen geht es von -1 auf 1, logischerweise. Genau. Nur das noch mal als Ergänzung.

[31:44] Jetzt aber, was noch viel entscheidender ist: Jetzt haben wir das Datum, da ist was 1844 passiert. Aber warum wissen wir jetzt, dass dieses Datum von 1844 auch wirklich diese geöffnete Tür ist? Und das geht jetzt auf das, was Miriam vorhin schon gesagt hat: Was sollte geschehen im, im, in diesem Jahr? Gehen wir zurück zu Daniel 8. Was sollte geschehen? Was sollte mit dem Heiligtum passieren? Es sollte gerechtfertigt werden. Was heißt denn gerechtfertigt? Ja, genau. Wusstet ihr, dass es über diesen Punkt, dass gerechtfertigt gleich gereinigt ist, es eine Kontroverse gab in den 80er Jahren, die dazu geführt, dass tausend Pastoren die Adventgemeinde verlassen haben?

[32:23] Nie gehört? Desmond Ford Krise. Als 1979 Desmond Ford sich hingestellt hat und gesagt hat: Das stimmt nicht, das ist nicht dasselbe. Gerechtfertigt ist nicht dasselbe wie gereinigt. Und deswegen ist 1844 hat nichts mit dem großen Versöhnungstag zu tun, weil das sind tatsächlich zwei verschiedene Worte. Das Wort gerechtfertigt ist nicht dasselbe wie das Wort gereinigt. Warum glauben wir also, dass gerechtfertigt und gereinigt dasselbe sind?

[32:57] Es sind auf jeden Fall zwei verschiedene Worte. Und Desmond Ford hat gesagt: Könnt doch nicht einfach jetzt die Worte nebeneinander schmeißen und sagen: Ist alles das Gleiche. Und wenn ihr glaubt, dass das alter Käse ist, dann kann ich euch sagen, es gibt heute noch Leute, die das glauben. Also, die, die das, was ich gerade jetzt erklärt habe, glauben und auch noch unterrichten und auch entsprechend in ihren Gemeinden verbreiten. Deswegen sollten wir schon wissen, warum wir glauben, dass gerechtfertigt gleich gereinigt ist. Was würdet ihr sagen, was ist denn, was heißt denn eigentlich gerechtfertigt? Also, das klingt so theologisch, nicht wahr? Was ist denn eigentlich mal ganz praktisch gerechtfertigt? Kommt doch oft vor, nicht wahr? Die Rechtfertigung durch den Glauben zum Beispiel. Also, ich hätte jetzt mal so ganz vereinfacht gesagt, ähm, dass das bedeutet, dass die Schuld getilgt ist. Mhm. Aber ist denn die Schuld, ja, oder die die Schuld ja getilgt ist, vielleicht auch zu... Ähm, es gibt einen Unterschied zwischen vergeben und tilgen, nicht? Ja, ja. Genau. Aber gut, dass die Schuld vergeben ist, würde dann besser passen. Und dann passt, also dann kann man auch auf dieser einfachen Ebene sagen, ähm, gereinigt. Es sind zwar dann zwei verschiedene, schon noch ein bisschen zwei verschiedene Dinge im Heiligtum, auf die es sich jeweils bezieht. Aber es, also, es ist beides im Zusammenhang mit dem Versöhnungstag. Mhm.

[34:32] Mhm. Geh mal, wolltest du was sagen? Ja, ich wollte sagen, Jesus ist ja praktisch jetzt im Allerheiligsten. Da ist ja die Bundeslade, da ist das Gesetz. Und wenn wir jetzt praktisch unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns unsere Sünden vergibt und mit seinem Blut den, das praktisch so weg reinigt, wegwischt, reinigt. Ja, das stimmt alles. Aber vergeben ist... Das stimmt alles. Wir müssen die Frage klären: Woher wissen wir, dass er jetzt im, im Allerheiligsten ist? Denn im Allerheiligsten ist er ja am großen Versöhnungstag. Versöhnungstag, ja. Aber die Frage ist, und das, was die Leute anzweifeln, ist, dass das 1844 überhaupt passiert ist, ja? Wir müssen also verstehen, warum glauben wir, dass 1844 der große Versöhnungstag passiert ist, ja?

[35:13] Und also erstmal die Frage: Rechtfertigen. Wenn wir jetzt mal nicht ans Heiligtum denken, sondern nur allgemein an rechtfertigen. Wer wird normalerweise in der Bibel immer gerechtfertigt? Wer wird gerechtfertigt? Hm, der muss seine Sünde bekennen. Der Sünder wird gerechtfertigt. Genau. Ich werde gerechtfertigt durch das Blut von Jesus. Gerechtfertigung ist ein anderer Begriff für Vergebung. Ich habe Sünde, das heißt, ich bin nicht im Recht, ich bin im Unrecht, weil Sünde ist Gesetzlosigkeit, also Gesetzlosigkeit. Wenn Gott mich gerecht, wenn er mich rechtfertigt, dann vergibt er meine Sünde und ich stehe wieder vor dem Gesetz rein da.

[35:57] Und das Interessante ist, das sind sozusagen zwei, also bei der Erlösung ist es ja so: Wenn Gott mir vergibt, reinigt er mich auch? Oder vergibt er mir und lässt er mich schmutzig? Genau. Und das ist ein wichtiger Punkt. Das, was sozusagen die Theologen hier ständig diskutiert haben, wird völlig überflüssig, wenn man an die eigene Erlösung denkt. Wenn Gott mir vergibt, dann reinigt er mich auch. Das sind natürlich zwei verschiedene Aspekte, aber sie gehören dazu. Gott macht niemals, dass er sagt: Ich vergebe dir und ich lasse dich so schmutzig wie du bist, ja? Es sind zwei verschiedene Dinge, also das Vergeben und das Reinigen sind zwei verschiedene Dinge, aber sie gehören immer zusammen. Und deswegen sind vergeben und rechtfertigen und und reinigen letztendlich gehören sie immer zusammen. Wenn Gott rechtfertigt, reinigt er auch. Das ist der Punkt. Ja, Jesus hat ja auch gesagt: Wenn eure Sünde blutrot ist, wird sie weiß wie Schnee. Also durch ihn, genau.

[36:55] Also, Vergebung hat immer was mit Reinigung zu tun. Jetzt wird aber nicht ein Mensch vergeben und gereinigt, sondern ein Heiligtum. Warum wird dem Heiligtum, warum muss das Heiligtum gerechtfertigt werden? Hat das Heiligtum was verbrochen, dass ihm vergeben werden muss? Nein, aber das sind die ganzen Schulden, die ganzen Sünden drin bis zum Versöhnungstag. Genau. Ich komme mit meiner Sünde. Jesus ist für sie gestorben und überträgt sie auf das Heiligtum, ja? Also, solange die Sünde bei mir war, brauche ich Rechtfertigung und Reinigung. Jetzt ist die Sünde auf dem Heiligtum. Jetzt braucht das Heiligtum Rechtfertigung und Reinigung, sozusagen. Das ist sozusagen eigentlich die Idee. Und das heißt, also das mit der Reinigung ist also ganz, ganz biblisch.

[37:43] Und wo finden wir die Reinigung des Heiligtums? Hast du es, glaube ich, mal angesprochen. Wo wird im Alten Testament das Heiligtum einmal im Jahr gereinigt? Am großen Versöhnungstag. Und was ist am großen Versöhnungstag besonders gewesen?

[38:01] Da ging der Hohepriester ins Allerheiligste, ging ins Allerheiligste hinein und hat dort was hingebracht? Was hat er dort hingebracht? Das Blut von, das Blut des Sündenbockes? Ne, nicht das Sünden... also, das Blut, das Blut des Bockes, das gab zwei Böcken, nicht wahr? Das Blut des Bockes. Und hat dieses Blut wohin gebracht? Und zwar wohin genau? Auf den Sühnedeckel auf der Bundeslade, wo die Zehn Gebote sind, ja? Sozusagen so das, quasi Gottes Gnade und seine Gerechtigkeit sich endgültig treffen, sozusagen, ja? Gott nimmt sozusagen die alles zu sich. Das Heiligtum wird gerechtfertigt, es wird gereinigt am großen Versöhnungstag. Und da öffnet sich eine Tür.

[38:48] Jetzt haben wir noch einen Hinweis darauf, und zwar Daniel 7 und dort in Vers 9 und 10. Wer mag das mal lesen? Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Wie weit genau? Bis 10. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm und Zehntausendmal Zehntausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet. Genau. Hier finden wir was für eine Szene? Eine Gerichtsszene. Wer ist derjenige, der dort beschrieben wird? Gewand weiß wie Schnee, Haar seines Hauptes wie reine Wolle? Wer ist das? Das ist, das ist Gott der Vater.

[40:01] Gott der Vater. Woher wissen wir, dass es nicht Jesus ist? Ganz wichtige Szene: Daniel 7 Vers 9 bis 14. Was kommt jetzt gleich noch? Woher wissen wir, dass das in Vers 9 nicht Jesus ist? Er kommt in Vers 13. Und wie wird er genannt? Er wird genannt der, der Sohn des Menschen. Und er wird vor den Alten gebracht. Er wird also vor den Vater gebracht. Und was bekommt er dort? Er bekommt die Königsherrschaft über alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen, wird zum König gekrönt. Und dann das ganz wichtig: Was passiert? Das steht nicht mehr hier, aber was passiert, wenn er als König gekrönt ist, als König der Könige? Was macht er dann? Ja, herrscht. Genau, das stimmt. Aber was macht er dann? Er, er holt seine Untertanen zu sich in sein Herrschaftsgebiet. Denn wo sind seine Untertanen? Auf der Erde. Und was ist mit seinen Untertanen? Seine Untertanen werden angegriffen von den Endzeitmächten. Deswegen kommt Jesus als ein Feldherr mit seiner ganzen Armee und rettet seine Untertanen in sein Reich, ja? Bis er dann später einmal die ganze Erde mit uns neu bevölkert. Aber Jesus wird zum König gekrönt, und zwar vor der Wiederkunft, nicht wahr? Wenn er kommt, ist er König der Könige und Herr der Herren. Und deswegen müssen wir alle Völker darauf vorbereiten. Und deswegen predigen wir eine Botschaft an alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen. Ja, fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.

[41:30] Habt ihr Vers 9 gesehen? Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden. Was heißt denn das? Erstens: Mehrere. Sehr gut. Genau. Also, für Gott. Für... Genau. Wenn ich diesen Stuhl hierhin aufstelle, dann heißt das, er war vorher noch nicht hier. Er war woanders, ja? Das heißt, der Stuhl hat sich bewegt. Der Stuhl ist nicht plötzlich entstanden, das ist kein magischer Akt, so plötzlich war da ein Stuhl, sondern ein Stuhl, den es schon gab, der hat sich bewegt, er wurde hier aufgestellt. Wenn also Throne aufgestellt worden sind, das heißt, die Throne waren, sie waren vorher woanders. Wo war der Thron Gottes zur Zeit der Apostel und der weiteren Jahrhunderte der Christenheit? Wo war der Thron Gottes? Haben wir noch nicht studiert. Kommt noch in, in Offenbarung 4. Aber wo ist der Thron Gottes, als Johannes ihn zu seiner Zeit im Tempel? Er sieht den Tempel geöffnet, nicht wahr? Und dann sieht er dort den Thron und auf dem Thron sitzt einer. Und vor dem Thron sind wie viel Feuerfackeln? Sieben Feuerfackeln. Wo sind die sieben Feuerfackeln? Im Heiligen oder Allerheiligsten? Im Heiligen. Der Thron Gottes ist für Jahrhunderte im Heiligen.

[42:58] Und er wechselt vom Heiligen ins Allerheiligste am Tag des Gerichts. Jetzt, woher wissen wir? Sind gleich am Ende. Woher wissen wir, dass diese Reinigung des Heiligtums 1844 dasselbe ist wie das Gericht hier in Daniel 7? Weil Daniel 7 steht nichts von Reinigen, steht auch nichts von 1844. Aber Daniel 8 steht nichts von Gericht. Woher wissen wir, dass das beides dasselbe ist? Ich weiß, ich stell heute viele Fragen, aber wichtig, das ist so, wir, wir müssen uns mal wieder dran erinnern, was so die, das, das Rückgrat unserer Botschaft ist, ja? Das sollte man ab und zu sich wieder vor Augen führen. Woher wissen wir das, ne? Wir bleiben einfach hier in Daniel. Woher wissen wir das, dass das das Gleiche ist? Das hat mit einem ganz, ganz wesentlichen Merkmal des Buches Daniels zu tun. Wie das Buch Daniel geschrieben ist, nämlich wie ist es geschrieben? Wir haben eine Vision, haben wir noch eine Vision, wir haben noch eine Vision. Und wenn man die Vision miteinander vergleicht, was merkt man dann, wenn man die, die Visionen wiederholen sich mit mehr Details. Oder Daniel 2: Babylon, Persien, Griechenland, Rom. Was dann geteiltes Reich, Eisen und Ton. Und dann kommt der Stein, wird losgelöst im Himmel.

[44:26] kommt der Stein wird losgelöst im Himmel und trifft dann auf die Erde. Ja, also ein Stein im Himmel trifft auf die Erde. Das auf die Erde treffen ist die Wiederkunft. Was ist das davor? Ein Stein wird im Himmel gelöst. Daniel 7: Babylon, Medopersien, Griechenland, Rom, zehn europäische Länder und kleines Horn. Das ist beides in Eisen und Ton. Ja, und was kommt dann nach dem kleinen Horn? Das Gericht im Himmel, das Gericht vor der Wiederkunft. Der Stein, der im Himmel gelöst wird, das Gericht vor der Wiederkunft.

[45:01] Daniel 8, womit geht's los? Daniel 8 ist nicht Babylon, das ist schon Geschichte. Also Medopersien, Griechenland, Rom, Papsttum. Und was kommt dann? 2300 Abende und Morgen. Also, was ich damit sagen will: Wir haben immer Babylon, Medopersien, Griechenland, Rom, Papsttum, und dann haben wir das Gericht und die Reinigung des Heiligtums parallel. Und diese Parallelität beweist, dass das Ereignis hier in Daniel 7, das Gericht, dasselbe ist wie die Reinigung des Heiligtums. Das sind sozusagen verschiedene Aspekte desselben Ereignisses. Man muss es dann zusammendenken. Man muss Daniel 7 und Daniel 8 miteinander verbinden, das Gericht. Und deswegen sagt es die Stunde Daniel 8 seines Gerichts Daniel 7. Ja.

[45:51] Ganz wichtig, dass wir das uns noch mal ein bisschen vor Augen führen zum Schluss. Gab es Leute, die auf dieses Datum gewartet haben, die das ausgerechnet haben? Also erstmal gab es nicht so viele, weil die meisten haben nicht auf 1844 gewartet, sondern auf 1843, weil sie es ja noch nicht so richtig durchdacht hatten, nicht wahr? Aber als dann 1844 kam, hat man diesen Fehler entdeckt und man hat auf 1844 gewartet. Und dann hat man aber einen entscheidenden Fehler gemacht, der in der Offenbarung 10 ja auch ausführlich beschrieben wird, nämlich man hat was gedacht? Auf die Erde kommt. Und warum hat man das gedacht? Genau. Und warum, warum ist der Miller nicht auf die Idee gekommen, dass das Heiligtum im Himmel ist? Steht doch in der Bibel. Das war eine Meinung, genau.

[46:35] Aber wusstet ihr, dass William Miller tatsächlich in seinem Studium sogar beschreibt in seinem Buch, dass er drüber nachgedacht hat, ob das Heiligtum, das gereinigt werden soll, das himmlische Heiligtum ist? Er hat geglaubt, dass es ein himmlisches Heiligtum gibt. Aber wisst ihr, warum er gesagt hat, das himmlische Heiligtum kann es nicht gemeint sein? Er hat gesagt: „Das himmlische Heiligtum ist so rein, das muss nicht gereinigt werden.“ Also ist ja so durchaus ein interessanter Gedanke. Er hat gesagt: „Das himmlische Heiligtum, den Himmel muss man nicht reinigen. Die Erde muss man reinigen.“ Ja, die Erde ist voller Sünde. Und deswegen, so hat er gedacht.

[47:03] Was war der Denkfehler? Die unsere Sünden kommen tatsächlich ins himmlische Heiligtum. Gott nimmt ja den unseren Schmutz in unsere, in seine eigene Wohnung sozusagen. Das war der Denkfehler. Und er hat natürlich gedacht, wie muss die Erde gereinigt werden? Klar, wird die gereinigt durch nicht durch Wasser, sondern durch Feuer. Das ist die Wiederkunft. Jesus kommt wieder. Das ist also im Grunde war ein Missverständnis über die Art und Weise, wie die Sünden ins Heiligtum kommen, die dazu geführt hat, dass man die Wiederkunft erwartet hat.

[47:30] Und ihr alle kennt die Geschichte: Auf welchem Datum hat man es am Ende festgemacht? 22. Oktober. Wisst ihr, warum? Warum der Tag? Warum nicht der 21. oder der 23.? Hat mit Anlass nichts zu tun. Das hat damit zu tun, dass am 22. Oktober im Jahre 1844 war der siebte Tischri – nein, nicht der siebte, der zehnte Tischri. Und der Tischri ist der siebte Monat des Hebräischen Kalenders. Und was war am 10. Tischri im alten Israel? Der Versöhnungstag. Ja, der Versöhnungstag. Wenn am 10. Tischri, also das bei uns im Herbst dann. Ja, das war also in dem Jahr – das ändert sich ja jedes Jahr, weil der jüdische Kalender anders läuft als unserer. Das war am 22. Oktober.

[48:15] Und an dem Tag ist was passiert? Was ist passiert? Genau, eine ganze Menge. Jesus ist ins Allerheiligste gegangen. Ja, der Thron des Vaters hat sich erhoben, der Thron des Sohnes hat sich erhoben. Ein Riesenspektakel, eines der größten Ereignisse der Weltgeschichte jemals. Und wie viel hat man davon mitbekommen auf der Erde? Nichts, außer ein paar traurigen Leuten, die enttäuscht gewesen sind.

[48:39] So, und was jetzt der Text sagt, damit enden wir in Offenbarung, ist jetzt sehr wichtig. In Offenbarung Kapitel 3 und dort Vers 8. Da sagt er: „Ja, ich habe vor dir eine geöffnete Tür gegeben, und niemand kann sie schließen.“ Ja, der Satan versucht verzweifelt seit diesem Tag die Lehre von 1844 kaputt zu machen. Sie steht bis heute, aber glaubt, es gibt kaum eine andere Lehre, gegen die so viel attackiert worden ist wie diese Lehre hier. Ja, heute sind jetzt alle mit dem LGBTQ-Thema beschäftigt, aber hier hat es in den letzten über 100 Jahren die meisten Attacken gegeben. Deswegen ist es wichtig, dass man uns dem Thema auch wirklich widmet.

[49:16] Und dann sagt er: „Denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet.“ Wie war das mit den Adventgläubigen, wie die, was haben die meisten gesagt, als am 23. Oktober sie aufgewacht sind? „Das war alles so wie vorher.“ Was haben die meisten gesagt? Also am Anfang haben natürlich alle noch gedacht: „Okay, vielleicht haben uns ein paar Tage verrechnet.“ Ja, aber als dann die Wochen und Monate dahingingen, haben die allermeisten gesagt: „Okay, wir haben Fehler gemacht.“ Und sie haben das, ist jetzt sehr wichtig, sie haben das Datum aufgegeben, aber an der Interpretation, dass die Reinigung des Heiligtums die Erde ist, festgehalten. Deswegen gedacht: „Jesus kommt eben ein Jahr später wieder oder in drei Jahren.“ Oder haben neue Daten aufgestellt für die Wiederkunft.

[50:04] Es gab nur eine kleine Gruppe, die gesagt hat: „Moment mal, diese Daten sind biblisch fest. Wir haben nichts gesehen, wir haben nichts gehört, wir haben nichts gespürt, wir haben nichts erlebt, aber die Bibel sagt: Es ist etwas passiert.“ Das ist, was braucht man dazu, um zu sagen: „Es ist was passiert“, obwohl man nichts gesehen hat? Glaube. Das war ein eigentlich war das ein riesiger Glaubenstest. Wer hat genügend Glauben, um zu sagen: „Hier ist etwas passiert“, obwohl es nur die Bibel sagt und niemand sonst es nicht hören kann, nicht sehen kann, keine Nachrichten? Wir sind ja ganz begeistert, wenn wir sagen: „Oh, es ist Krieg im Nahen Osten! Matthäus 24! Wir haben doch das gewusst.“ Ja, oder vielleicht noch besser – also in Anführungsstrichen – wenn in Amerika was passiert und wir sagen: „Offenbarung 13! Das haben wir rausbekommen.“ Jetzt kann man das sehen. Ja, wir sind begeistert oder wir sind gestärkt, wenn wir sichtbare Beweise haben, dass die Prophetie sich erfüllt. Das ist auch gut so.

[51:04] Aber hier ging es darum, zu glauben, dass etwas passiert ist, auch wenn man es nicht verstanden hat, zu glauben, dass diese Berechnung stimmt. Also ist es Jesus wichtig, dass wir uns mit Prophetie beschäftigen. Da war sozusagen Glauben erforderlich an prophetische Daten. Und es gab eine Gruppe an Leuten, die haben daran festgehalten, haben gesagt: „Wir können keinen Fehler finden. Das steht dort in der Bibel. Da muss was passiert sein.“ Und diesen Menschen hat Gott die Tür geöffnet. Was haben sie nämlich plötzlich dann realisiert, so nach und nach, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr? Was haben sie realisiert? Ja, genau, sie haben realisiert: „Das Heiligtum meint Heiligtum und nicht Heiligtum Erde meint.“ Sie haben realisiert: „Jesus ist wirklich ins Allerheiligste des himmlischen Heiligtums gegangen, und dort wird er bald zum König gekrönt, und dann kommt er wieder. Er muss erst zum König gekrönt werden im Gericht, bevor er wiederkommen kann. Es gibt ein Gericht vor der Wiederkunft. Das Heiligtum muss gereinigt werden. Er ist jetzt dort.“

[52:09] Und das haben sie dann bekannt. Könnt ihr sehen, was hier steht in Vers 8: „Du hast mein Wort bewahrt.“ Zum Schluss möchte ich mit euch ganz wenige Verse lesen, die uns die Frage stellen: „Warum haben sie an diesem Wort festgehalten?“ Weil, glaubt ihr, dass Zeit auch mal wiederkommt? Es wird zwar keine Zeit mehr mit Zeitprophezeiung kommen. Es wird eine Zeit kommen, wo es so aussieht, als ob Gott selbst uns in den Rücken fällt, eine Zeit, wo wir nicht mehr unseren eigenen Augen vertrauen können. Dann müssen wir dem Wort Gottes glauben, auch wenn es unseren eigenen Sinnen widerspricht. Ihr wisst vielleicht, sie spricht auch davon, dass das tote Verwandte auf unserer Couch sitzen werden oder – also jetzt mit meinen Worten, ne? Woher kommt diese Bereitschaft, das Wort Gottes zu bewahren?

[53:00] Schaut mit mir in Johannes 14. Johannes 14. Diese Formulierung „das Wort zu bewahren“ kommt bei Johannes häufiger vor. Johannes 14 und dort Johannes 14, Vers 23 und 24. Jesus antwortete und sprach zu ihm: „Wenn jemand mich liebt, so wird er was machen? Sein Wort befolgen. Mein Vater wird ihn lieben, wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer mich nicht liebt, der befolgt meine Worte nicht. Das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.“ Was ist das Entscheidende, um am Wort Gottes, am Wort Jesu zu bleiben? Die Liebe zu ihm. Die Liebe zu ihm.

[53:45] Noch ein Johannes 17 lesen wir – äh, 1. Johannes 2, Vers 5. Gehen wir zuerst 1. Johannes 2, Vers 5. Das klingt vielleicht erstmal erstaunlich, aber 1844 hat die Liebe der Menschen getestet. Es war ein Liebestest, Test der Liebe, Test des Glaubens. Nicht einfach nur eine Datenschlacht und Geschichtsstunde, ein Test für Liebe und Glauben. 1. Johannes 2 und dort Vers 5: „Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig was vollkommen geworden? Die Liebe Gottes vollkommen geworden. Daran erkennen wir, dass wir in ihm sind.“ Wie hat Gabriel den Daniel noch mal genannt, der all diese Dinge hier vorher gesagt hat? „Du bist ein Vielgeliebter.“ Könnt ihr sehen, wie eng die Liebe Gottes und die Prophetie zusammengehen? Hört niemals auf die Leute, die das irgendwie trennen wollen, die haben keine Ahnung. Wenn jemand sagt: „Rede nicht so viel über die Prophetie, rede mehr über die Liebe Gottes!“, dann dürft ihr sagen: „Das geht gar nicht! Man kann doch nicht trennen, was zusammengehört. Es ist eine und dasselbe.“ Ähm, gerade hier zeigt sich die Liebe zum Wort, die Liebe zu Jesus.

[55:00] Da gab es also Menschen, die haben den Namen Jesu nicht verleugnet. Als Jesus – schaut mal, versetzt uns mal kurz in die Lage der Engel, okay? Die Engel warten seit ungefähr – haben seit etwas mehr als 1800 Jahren darauf gewartet, dass Jesus ins Allerheiligste geht. Ja, wir versuchen uns mal vorzustellen. Äh, auf der Erde war es natürlich trist, nicht, weil gefühlt nichts passiert. Im Himmel riesige Chöre, die Vertreter aller ungefallenen Welten, alle sind dabei, als der Vater und der Sohn ihren Herrschaftssitz verlagern vom Heiligen – also es muss ja viel größer sein als im salomonischen Tempel, nicht wahr? Eine riesige Sache. Millionen, Milliarden Engel dabei. Und Jesus kommt dort jetzt als Hohepriester ins Allerheiligste. Und dann ist die Frage: Wie viele von seinen Nachfolgern freuen sich darüber? Wie viele gehen mit ihm mit im Glauben? Wie viele sagen: „Ja, Jesus, unser Erlöser ist im Allerheiligsten!“ Und dann schaut man auf die Erde, und was sieht man? Fast niemand. Die meisten glauben nicht, dass er im Allerheiligsten ist, oder sie glauben – haben ganz den Glauben aufgegeben. Und man muss schon richtig suchen, bis man überhaupt jemand findet, der sagt: „Ich glaube, er ist dort, wo die und wo man Leute findet, die der Bibel genügend Glauben, um Jesus dort zu bekennen, wo er ist.

[56:24] Schaut mit mir Matthäus. Ich verspreche, das ist der letzte Vers. Aber die Das heißt, die Geschichte wiederholt sich. Denn als Jesus geboren wurde, wie viele haben da? Ja, ja, ja, ja, ja, sehr gut. Matthäus 10 ist mein Taufvers. Deswegen müssen wir den jetzt noch lesen. Und ihr werdet gleich sehen, was das für eine kraftvolle Bedeutung hat. Matthäus 10, Vers 32 und 33: „Jeder nun, der sich zu mir bekennt vor den Menschen, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel“, nämlich als in welcher Funktion? Als Hohepriester. Oder: „Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, dem werde auch ich verleugnen vor meinem Vater im Himmel.“ Das heißt, als Jesus ins Allerheiligste geht, möchte er im Allerheiligsten für die Menschen eintreten. Aber für wen wird er eintreten? Er wird im Allerheiligsten für die Menschen eintreten, die auf der Erde vor den Menschen bekennen, dass Jesus eben im Allerheiligsten ist. Denn der, der bekennt, dass Jesus im Allerheiligsten ist, und sich trotz der ganzen Kritik und trotz – „Seid ihr denn nicht fanatisch? Und warum glaubt ihr, dass das passiert ist? Es war doch gar nichts. Gebt doch euren Fehler zu!“ Nicht wahr? Wer an dem Wort Gottes festhält gegen die eigenen Sinne und bekennt: „Jesus ist im Allerheiligsten!“, zu dem bekennt sich Jesus, der im Allerheiligsten ist.

[57:50] Und deswegen ist die Botschaft von 1844 wirklich wichtig. Und deswegen ist das nicht einfach nur so ein Nebenpunkt, sondern sie unterscheidet uns fundamental jetzt von allen anderen christlichen Kirchen, die Jesus nicht im Allerheiligsten bekennen. Und deswegen ruft Jesus Menschen aus allen Kirchen heraus, damit sie auch Jesus im Allerheiligsten bekennen, dort wo er ist, damit sie verstehen, was er jetzt macht, damit sie sich vorbereiten auf die Wiederkunft, auf die er sich auch vorbereitet. Jesus bereitet sich auf die Wiederkunft vor. Wir wollen uns auf die Wiederkunft vorbereiten. Jesus bekennt: „Mich im Allerheiligsten.“ Ich möchte ihn bekennen im Allerheiligsten. Jesus ist dort, wo die Zehn Gebote sind. Ich möchte dort sein, wo die Zehn Gebote sind. Jesus bringt das Blut auf die Bundeslade. Ich möchte, dass das Blut Jesu auch auf mein Herz kommt, ja, mein Herz verändert. Könnte man weitergehen. Ja, wir bekennen Jesus im Allerheiligsten. Jesus bekennt sich im Allerheiligsten zu uns. Er sagt: „Es waren zwar nur wenige.“ Es ist noch heute nur wenige, also mehr als damals. Ja, wir haben eine kleine Kraft, aber sie werden nicht getadelt. Sie haben das Wort bewahrt.

[59:04] Und am Ende wird es so sein: Gerettet werden die, die Jesus so sehr lieben, dass sie an dem geschriebenen Wort Gottes festhalten, egal, was der Rest der Welt sagt, egal, was alle anderen sagen, egal, was vielleicht auch die ehemaligen Freunde und Geschwister sagen, die aus Liebe zu Jesus am Wort festhalten. Wollt ihr es heute vornehmen, heute festhalten, heute Jesus bekennen? Er bekennt sich zu uns. Wollen wir noch gemeinsam niederknien und beten?

[59:36] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, so sehr, dass wir so eine wunderbare Botschaft haben und dass wir sehen können, wie wichtig es ist, zu wissen, was Jesus jetzt tut und wo er jetzt ist und was es mit unserem Leben zu tun hat. Herr, wir möchten dir danke sagen, dass wir immer die Gelegenheit bekommen, immer wieder neu uns mit diesen Dingen zu beschäftigen, sie zu wiederholen, damit wir in unserem Glauben gefestigt werden, dass es nicht nur abstrakte Zahlen sind und trockene Theorien, sondern eine lebendige Hoffnung, die uns zeigt und erklärt, dass es ja nicht auf unsere Werke ankommt, sondern darauf, dass wir deinen Werken glauben und dass wir in deinen Werken folgen, die Du schon bereitet hast für uns. Und Herr, wir wollen dir glauben, wir wollen an deinem Wort festhalten, wir wollen deinen Namen bekennen und nicht verleugnen vor den Menschen. Und danken dir, dass du auch heute zu uns gesprochen hast durch dein Wort. Hab Dank dafür von ganzem Herzen.


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