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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In diesem Offenbarungsseminar beleuchtet Mirjam Giebfried den Vers Offenbarung 3:9a und die drastische Formulierung der „Synagoge des Satans“. Sie erklärt, dass diese Bezeichnung Menschen meint, die sich bewusst von Gott abwenden und nur den Anschein von Frömmigkeit erwecken. Anhand von Psalm 109, Sprüche 28 und 2. Mose 22 wird die biblische Grundlage für Jesu harte Sprache dargelegt und der Kontrast zwischen Gottes wahrer Gemeinde und einer falschen Christenheit verdeutlicht. Das Video zeigt auf, wie sich diese „Gegengemeinde“ im Laufe der Kirchengeschichte, bis hin zum Protestantismus, entwickelt hat.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:17] [Musik]

[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr heute da seid, schön, dass ihr jetzt auch live eingeschaltet habt. Wir entschuldigen uns für die Verspätung. Trotzdem wollen wir es an diesem Abend nicht unterlassen, die Offenbarung zu studieren. Wir sind in Kapitel 3, Vers 9 angekommen, und bevor wir das gemeinsam angehen, lasst uns um den Heiligen Geist bitten und dazu niederknien.

[1:17] Unser Vater im Himmel, danke, dass wir heute zusammenkommen dürfen, um dein Wort zu studieren. Danke, Herr, dass du in unserer Mitte sein möchtest durch den Heiligen Geist, der jetzt zu uns spricht. Herr, öffne unsere Herzen. Wir können uns selbst dir nicht geben, aber wir bitten dich, dass du jetzt ganz von uns Besitz ergreifst, dass du alles Störende fernhältst, dass du jeglichen Unglauben austreibst und auch Irrtum. Vater, bitte sprich du jetzt zu uns und lass diese Zeit ein großer Segen für uns persönlich, aber auch für die Menschen in unserem Umfeld werden und segne auch jetzt alle Zuschauer im Livestream. Das bitten wir dich im Namen Jesus. Amen.

[2:12] Ihr dürft mit mir gemeinsam aufschlagen Offenbarung 3 und dort Vers 9. Offenbarung 3, Vers 9. Und nach guter Gewohnheit, wer es hat, darf lesen.

[2:31] „Siehe, ich gebe, dass solche aus der Synagoge des Satans, die sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen. Siehe, ich will sie dazu bringen, dass sie kommen und vor deinen Füßen niederfallen und erkennen, dass ich dich geliebt habe.“

[2:52] Danke schön. Wir haben in den letzten Wochen über Vers 7 und über Vers 8 gesprochen. Und bei welcher Gemeinde ganz grundlegend befinden wir uns gerade? Gerade Philadelphia. Was ist das so ungefähr für eine Epoche in der Zeitgeschichte? So mal ganz grob. Okay, hier weiß es jemand. Genau, so um 1844. Um 1844, also gar nicht so weit zurück. Wir erinnern uns, wir haben mit der frühen Christenheit angefangen. Das war noch sehr wenig greifbar für uns, aber so 1844 ist doch schon ähm in unserer Nähe.

[3:39] So, jetzt haben wir hier aber ähm etwas, was wir schon mal in einer anderen Gemeinde gefunden haben. Und zwar heißt es hier ähm in Vers 9: „Siehe, ich gebe, dass solche aus der Synagoge des Satans, die sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen. Siehe, ich will sie dazu bringen, dass sie kommen und vor euren Füßen niederfallen.“

[4:00] Diese Synagoge des Satans ist schon einmal aufgetaucht. Das weiß ich sehr gut, weil ich das mit euch gemeinsam studiert habe, und wir hatten es damals nur recht kurz angeschnitten. Deswegen wollen wir uns heute genauer damit beschäftigen, was diese Synagoge des Satans meint.

[4:19] Findet ihr das in den vorherigen Versen? Wenn ja, wo?

[4:43] Blättert mal vor. Wir hatten ja, und wo genau? Offenbarung 2, Vers Moment, wo habe ich es jetzt? Vers 9. Vers 9, genau. Vers 9. Also, das ist eigentlich ganz leicht zu merken: Offenbarung 3, Vers 9 und Offenbarung 2, Vers 9 haben beide die Synagoge des Satans.

[5:00] Und diese Synagoge des Satans kommt tatsächlich auch an keiner anderen Stelle vor, soweit ich das sehen kann.

[5:11] Was wir dazwischen noch hatten, vielleicht könnt ihr euch erinnern, ich habe da immer so dieses Bild vor Augen, dass wir gesagt haben, okay, es gibt da so eine Abwärtsspirale und dann geht das auch wieder aus den, ja, jetzt verrate ich schon zu viel, aus den Tiefen des Satans heraus. Was hatten wir noch dazwischen, wenn es um geht? Ja, sag's laut: den Thron Satans.

[5:41] Genau, in Offenbarung 2, Vers 13 müsste das sein. Da heißt es: „Ich kenne deine Werke und weiß, wo du wohnst, da wo der Thron des Satans ist.“ Das hatten wir auch noch dazwischen.

[5:53] Und jetzt kommen wir wieder zu der Synagoge des Satans. Was sagt uns das? Wir hatten das schon in der Gemeinde Smirna. Dann ist Zeit vergangen, und war das jetzt also, es liegt auf der Hand, ist die Synagoge des Satans etwas Positives oder eher etwas Negatives? Es ist etwas Negatives. Es ist ein echtes Problem oder ein Problem, dass wir schon bei Smirna hatten. Schreib das kurz dazu: 2, Vers 9, und was wir auch jetzt wieder bei Philadelphia haben.

[6:42] Daraus können wir etwas ganz Leichtes lernen: Es gibt manche Probleme in der Gemeinde, die nicht so leicht beseitigt werden, wo man lange damit zu kämpfen hat. Und vielleicht würde man sich wünschen: „Ach Gott, mach das doch bitte schon weg!“, aber es kann sein, dass es seine Zeit braucht, weil jetzt in der Gemeinde Philadelphia lesen wir das ja nicht als Vorwurf, dass die immer noch da sind. Es ist halt einfach so, sie haben weiterhin damit zu kämpfen.

[7:19] Jetzt ist es doch relativ krass, Menschen als Synagoge Satans zu bezeichnen, oder? Also, ich weiß nicht, aber sowas sagt man nicht einfach zu jemandem, der in der Gemeinde sitzt: „Du bist von der Synagoge des Satans.“ Aber Jesus wählt hier so eine drastische Sprache.

[7:41] Und ja, vielleicht ganz kurz noch, also es ist auf jeden Fall ganz wichtig noch im Hinterkopf zu behalten, dass sowohl in Smirna als auch in Philadelphia die Synagoge des Satans quasi außerhalb der Gemeinde ist. Die ist nicht Teil der Gemeinde. Also, das ist ja, das sind die beiden Gemeinden, die auch von Jesus gelobt werden, weil sie eben genau mit den Nöten zu tun haben, sozusagen. Also, das ist ein Problem quasi, das von außen auf die Gemeinde kommt. Mhm. Anders als manche Probleme, die es sozusagen von innen gibt. Das ist das auch noch im Hinterkopf behalten. Genau. Ja, ja, das stimmt.

[8:12] Obwohl sie sich dann auch so vermischen. Also, es heißt ja, diejenigen, die sagen, sie seien Juden. Es ist also ein Problem, das von außen kommt, aber schon in die Gemeinde hineindringt. Nicht so, dass sie sagen, wir sind ähm, ich bin aber Cäsar oder der Kaiser oder so, sondern es sind schon Juden auch. Okay.

[8:39] Lass uns mal gemeinsam Psalm 109 anschauen. Das ist ein Psalm, wo der Psalmenschreiber auch so eine sehr harte Sprache gegenüber Menschen, die es jetzt nicht so fromm sind, wählt. Und das zeigt uns besser auf, warum Jesus auch hier so eine krasse Sprache verwenden kann.

[9:02] Im Psalm 109 lesen wir mal die Verse 2 und 3: „Denn der Mund der Gottlosen und des Betrügers hat sich gegen mich aufgetan. Mit lügnerischer Zunge sprechen sie zu mir. Sie umringen mich mit gehässigen Worten und bekämpfen mich ohne Grund.“

[9:26] Mhm. Und in Vers 4 werden dann diese Menschen als Feinde oder dieser Mensch als Feind bezeichnet. Und dann liest mal ab Vers 6. Vers 6 weiter: „Setze einen Gottlosen über ihn und einen Ankläger stehe zu seiner Rechten. Wenn er gerichtet wird, soll er schuldig gesprochen werden, und sein Gebet werde ihm zur Sünde. Seine Tage seien wenige, und sein Amt empfange ein anderer. Seine Kinder sollen Waisen werden und seine Frau eine Witwe.“ Stopp mal bis dahin.

[10:04] Wie empfindet ihr den Vers 6 bis Vers 9? Wie, wie klingt das so für euch? Hart. Keine Liebe. Hart, oder?

[10:16] Weil also, das ist hier ein Psalm Davids. Das ist ja schon eher wie so ein Gebet, aber es ist nicht gerade ein, also, ich würde jetzt hier sagen, das ist nicht gerade ein Segen, sondern eher ein Fluch gegenüber diesem Feind. Wenn ich jemandem sagen würde: „Setze einen Gottlosen über ihn und ein Ankläger stehe zu seiner Rechten. Wenn er gerichtet wird, soll er schuldig gesprochen werden, und sein Gebet werde ihm zur Sünde.“

[10:49] Sollte man sowas seinen Feinden wünschen? Er sagt nein. Aber warum steht es dann hier in der Bibel? Es ist doch die inspirierte.

[11:04] Wie gehen wir mit diesem Text um? Ja, wir wissen ja aus der Apostelgeschichte, dass dieser Vers, dieser Abschnitt auch speziell sich auf Judas bezieht. Judas ist Erfüllung davon. Und wenn man sich das Leben von Judas anschaut und das Leben von Jesus, dann sieht man, was gemeint ist. Jesus hat sich sein Leben lang um Judas bemüht, also wirklich sein Leben lang bis zu dem Tag, wo er dann gestorben ist und den Tag davor. Und das ist ja, was hier steht: „Sie dafür, dass ich sie liebe, sind sie mir Feind.“ Ähm, also der Vers beschreibt nicht, wie man dauerhaft mit solchen Menschen umgehen soll, sondern sozusagen, wie Gott am Ende entscheiden wird, nachdem man sie die ganze Zeit geliebt hat und sie einem trotzdem Feinde geblieben sind. Gott wird sie richten, und das ist sozusagen, sie da, sieht man ganz deutlich: Am Ende werden Menschen verloren gehen. Sie werden wirklich verloren gehen, und sie werden kein Fürsprecher haben, und sie werden wirklich ja, zugrunde gehen, so wie Judas auch.

[12:08] Das, das beschreibt schon den Kern von, von dem, was wir aus Psalm 109 lernen wollen. Du hast dich jetzt besonders wahrscheinlich auf Vers 8 bezogen, wo es dann heißt: „Seine Tage seien wenige, und sein Amt empfange ein anderer.“ Das wird in Apostelgeschichte 1 zitiert. Genau.

[12:25] Aber auch die anderen Teile aus diesem Psalm finden wir an anderer Stelle in der Bibel, und die wollen wir mal kurz anschauen, dass wir noch besser nachvollziehen können, was Christopher gerade gesagt hat. Schlag mal mit mir auf Sprüche 28, Vers 9.

[12:47] Da haben wir das mit dem, es hieß ja, sein Gebet soll, wie war das ausgedrückt? Ihm zur Sünde werden. Wie, wie kann so etwas sein? Wir sagen doch, wir predigen doch gerne: „Ja, Gott ist nur ein Gebet weit entfernt, und du kannst zu ihm kommen, so wie du möchtest, nicht nur wie du möchtest, sondern wie du bist.“ Ähm, aber warum ähm kann es dann trotzdem sein, dass Gott dieses Gebet nicht annimmt?

[13:17] Sprüche 28, Vers 9: „Wer sein Ohr abwendet vom Hören auf das Gesetz, dessen Gebet sogar ist ein Gräuel.“

[13:30] Aha, also hier geht es um Menschen, die das Gesetz hören, aber nichts davon wissen wollen. Wenn Gott zu dir spricht, du aber bewusst nicht hinhörst, dann ist es eigentlich wie Heuchelei, wieder zu ihm zu kommen und ihn zu bitten.

[13:50] Dann lasst uns noch, ja, fällt mir gerade ein, es gibt eine interessante Geschichte. Es illustriert, als ähm die Rotte Korach sich zusammenrottet, um vor dem Heiligtum zu beten. Mm, mhm. Weil sie damit ausdrücken wollen, dass sie glauben, dass Mose ein Verführer oder ein, einer, der, der so ein Unterdrücker ist. Ja, das sagt Mose zu, betet Mose zu Gott: „Höre nicht auf ihr Gebet.“ Ja, ja. Mose ist der sanftmütigste Mensch, aber er weiß, diese Gebete, die sie jetzt öffentlich dort tun wollen, um sich quasi vor dem Volk groß zu tun, die sind nicht im richtigen Geist. Und Mose betet: „Höre nicht auf ihr Gebet.“ Das glaube ich, so ein bisschen auch so der, also, wie man sich das dann plastisch vorstellen kann, was hier gemeint ist.

[14:31] Oh ja, danke dir. Wir haben noch eine andere Stelle, ähm, was jetzt diese, die Frauen und die, die Kinder betrifft, weil wir hatten ja gelesen in Psalm 109, dass die Kinder zu Waisen werden sollen. Und das ist also, das ist wirklich hart. Das möchte man seinem Feind nicht wünschen.

[14:50] Aber wenn wir 2. Mose 22 dazu lesen, 2. Mose 22, dann dort Verse 23 und 24, also Kapitel 22, Vers 23 und 24, dann gibt es uns ein besseres Verständnis davon, was hier gemeint ist. 2. Mose 22, 23 und 24.

[15:27] Oder lies ab Vers 22: „Wenn du sie dennoch in irgendeiner Weise bedrückst, und sie schreien zu mir, so werde ich ihr Schreien gewiss erhören. Und dann wird mein Zorn entbrennen, sodass ich euch mit dem Schwert umbringe, damit eure Frauen zu Witwen werden und eure Kinder zu Waisen.“

[15:45] Okay, ah, das war ist hier ein bisschen verschoben. Wir hätten den Vers 21 auch dazu nehmen müssen. „Ihr sollt keine Witwen und Waisen bedrücken. Wenn du sie dennoch in irgendeiner Weise bedrückst, und sie schreien zu mir, so werde ich ihr Schreien gewiss erhören. Und dann wird mein Zorn entbrennen, sodass ich euch mit dem Schwert umbringe, damit eure Frauen zu Witwen werden und eure Kinder zu Waisen.“

[16:08] Also, was hier eigentlich steht, ist: Gott warnt davor, ähm, Witwen und Waisen zu unterdrücken. Und er sagt, wenn ihr es trotzdem tut, dann wird die Folge sein, dass eure Familie selbst darunter leidet.

[16:31] Ähm, was ich also jetzt hier aus dem Psalm 109, um zu dem zurückzukehren, ähm, herauslese, ist: Es ist weniger so ein „dies geschehe dir“ so als Fluch gemeint, sondern es ist der, der Psalmist David zeigt auf, was passiert, wenn man sich von Gott bewusst abwendet.

[16:51] Was mit dem eigenen Gebet passiert, was mit der eigenen Familie passiert, was mit einem selbst passiert, so wie es bei Judas war.

[17:01] Und das bringt uns ganz gut zurück zu dieser Synagoge des Satans, weil Jesus geht es in dem Moment, wenn er von der Synagoge des Satans spricht, nicht darum, Menschen grundlos zu verurteilen. Es geht Jesus darum zu sagen: Hier gibt es eine Gruppe von Menschen, die haben sich beständig von Gott abgewandt, und weil sie von Gott nichts wissen wollen, haben sie das, ist, wenn du, wenn du dich vom Licht abwendest, dann kehrst du dich dem Schatten zu. Ja, das ist die logische Folge daraus, dass sie immer mehr zu Satan übergegangen sind.

[17:49] Mm, genau, den Hiob 5, den lassen wir jetzt mal. Und dann kommt es, wie weit? Lasst uns mal zu Psalm 37, Verse 27 und 28 gehen. Psalm 37, Verse 27 und 28.

[18:44] Entschuldigung, Psalm 37, 27: „Weiche von Bösem und tue Gutes, so wirst du ewiglich bleiben. Denn der Herr hat das Recht lieb und verlässt seine Getreuen nicht. Sie werden ewiglich bewahrt, aber der Same der Gottlosen wird ausgerottet.“

[19:01] Mhm. Was passiert mit den Gottlosen nach diesem Vers? Die werden ausgelöscht. Das ist, und hier ist es auch noch von dem Samen der Gottlosen die Rede. Also, das ist eigentlich, wo das Ende hinführt, wenn wir dieses Prinzip hier übernehmen und jetzt im Hinterkopf behalten für Offenbarung 3, Vers 9, dann ähm erscheint es uns eigentlich auch logisch, was dann mit der Synagoge des Satans hier passiert.

[19:40] „Ich will sie dazu bringen, dass sie kommen und vor deinen Füßen niederfallen und erkennen, dass ich dich geliebt habe.“

[19:48] Ähm, seht ihr diese Erniedrigung hier von Menschen, die niederfallen vor anderen? Was das genau bedeutet, äh, da kommen wir jetzt gleich noch mehr darauf.

[20:08] Ah, lasst, ja, jetzt weiß ich auch, warum ich diesen Vers, diese Verse aufgenommen hatte. Matthäus 12. Das ist ein Abschnitt aus dem Evangelium, wo Jesus spricht, und dieser Abschnitt zeigt uns, wie das passieren kann und warum es jetzt noch nicht vielleicht in Smirna passiert ist, ähm, dass diese Synagoge des Satans erniedrigt wurde.

[20:36] Matthäus 12 und dort Verse 25 bis 28.

[20:43] Ähm, das ist Jesu Reaktion auf die Aussage der Pharisäer, wo sie sagen: „Ah, Jesus hat jetzt gerade einen ähm geheilt.“ Und sie sagen, er hat das mit dem Beelzebul getan, mit Satan. Und wie, was sagt Jesus daraufhin? „Da aber Jesus ihre Gedanken kannte, sprach er zu ihnen: Jedes Reich, das sich mit sich selbst uneins ist, wird verwüstet, und keine Stadt, kein Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen. Wenn nun der Satan den Satan austreibt, so ist er mit sich selbst uneins. Wie kann dann sein Reich bestehen? Und wenn ich die Dämonen durch Beelzebul austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein. Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.“

[21:43] Okay, danke schön. Welchen Graben macht Jesus hier auf?

[21:51] Jesus sagt, es gibt einen Unterschied. Gottes Reich. Ja, eigentlich sagt Jesus, ähm, dass wenn Satan sich jetzt selbst austreiben würde, dann würde sein Reich in sich zusammenfallen. Das ist auch für uns logisch, wenn, wenn in einem Land Bürgerkrieg ausbricht, dann zerstört man sich gegenseitig.

[22:28] Ähm, aber er sagt dadurch auch, es muss noch ein anderes Reich geben. Also, wir haben ähm auf der einen Seite Gottes, Satans Reich.

[22:50] Können, hat es uns irgendetwas zu sagen für die Synagoge des Satans? Ist es da vielleicht ähnlich?

[23:04] Ja, es gibt halt die wahre Gemeinde, und der Punkt ist sozusagen, die Synagoge ist sozusagen die Gegengemeinde. Ja, sozusagen die, die falsche Gemeinde, die eh nicht Gottes Gemeinde ist, aber so aussieht, als ob. Deswegen sagen sie, sie seien Juden und sind es doch nicht. Genau, counterfeit. Ja, genau.

[23:21] Und das, das erscheint uns vielleicht so, ja, ersichtlich, dass ja gut, ähm, Satan ein Reich hat und Gott ein Reich hat. Aber wenn hier von der Synagoge des Satans die Rede ist, dann heißt es auch: Gottes Gemeinde bildet sich immer stärker heraus. Wir haben jetzt schon gesehen durch die ganzen Gemeinden hindurch, Gott hatte immer sein Volk, aber hier kommt jetzt noch mal der Kontrast stärker heraus. Gottes, in Gottes Gemeinde tut sich einiges. Es wird sichtbar, wer Gott treu nachfolgt, und dementsprechend haben wir auch stark die Synagoge des Satans.

[24:03] Ja, das ist ein ganz interessanter Gedanke, weil dazu passt folgendes: In der ersten Gemeinde in Ephesus, da haben wir die Gemeinde Gottes und wir haben Irrlehrer. Der zweiten Gemeinde haben wir die Gemeinde Gottes und die Synagoge Satans. Offensichtlich sind einige den Irrlehrern gefolgt. Also, entsteht quasi in der Frühchristenheit und dann in der, in der Spätantike oder entsteht zag eine falsche Christenheit. Ja, das ist das, was wir Babylon nennen.

[24:28] Jetzt in der siebten Gemeinde haben wir das plötzlich wieder. Und wenn wir davor schon in der fünften Gemeinde hatten wir den Protestantismus, der so in Gefahr war, ja, äh, und was man sozusagen in der fünften Gemeinde gab es den Protestantismus, der quasi wie tot war, ja, der Erweckung brauchte. Und einige haben Erweckung angenommen, die werden Philadelphia, und dann die haben die abgelehnt und werden jetzt quasi auch wieder sozusagen zu einer Synagoge des Satans, sozusagen.

[24:53] Jetzt eigentlich eine ganz gute Erklärung, um zu verstehen, wie jetzt sozusagen auch im Protestantismus es zu einem Fall kommt, so dass auch der Protestantismus sich zu Babylon entwickelt, so wie vorher die allgemeine Christenheit auch schon.

[25:08] Also, genau, sehr gute Beobachtung. Danke dir.

[25:13] Ja, das, was mir gerade geht, über die Reich Gottes: Reich ist unendlich überall, und Satans Reich ist begrenzt nur auf diese Erde. Ja, genau. Und wir haben dann auch gesehen, es wird zu Fall kommen. Ja, gerade dann, wenn Jesus dem Ganzen einen Schlussstrich setzt.

[25:36] Das Interessante ist halt nur dabei, es ist jetzt hier tatsächlich die Synagoge des Satans, also ist noch mehr das Geistliche. Wir haben in der letzten Zeit haben wir ja auch von Jesu Königsherrschaft gesprochen. Wir haben von dem Heiligtum gesprochen, und wenn Satan hier seine eigene Synagoge noch mehr aufbaut oder überhaupt schon hat, ähm, ist das auch wirklich dann die Fälschung von Gottes Gemeinde.

[26:10] Jetzt, wie kann es sein, dass Menschen zu dieser Synagoge des Satans dazu kommen? Wir hatten schon gesagt, das sind die Menschen, die sich von Gott immer mehr abwenden. Oder worin gipfelt das denn? Also, ab wann kann man sagen, der Mensch ist nicht zwischen, ist nicht so hin- und hergerissen, sondern der Mensch gehört jetzt wirklich zu der Synagoge des Satans dazu?

[26:38] Ich möchte sagen, man würde es an den Früchten erkennen. An den Früchten. Okay.

[26:51] Ja, okay, noch andere Gedanken? Also, die Synagoge Satans sind ja, also jetzt in diesem Sinne nicht die, die Satan bewusst anbeten. Mhm. Es sind auch nicht unbedingt die, die sich von ganzem Herzen oder, sag mal so, anders formulieren: Es sind trotzdem Menschen, die den Anschein erwecken und auch vielleicht von sich selbst glauben, dass sie Gott nachfolgen, aber sie tun es nur aus formalen Gründen. Sie tun es nur aus Gruppendruck oder aus, aus kulturellen Überlegungen. Diejenigen, die sozusagen sich für Christen halten oder für Christen ausgeben, aber keine echten Christen sind, die sind hier in dem Kontext, die sind die Synagoge des Satans, das Gegenstück. Die sind Satans Synagoge, Satans Kirche, sozusagen, ja, in diesem Sinne.

[27:34] Und deswegen ist, glaube ich, der entscheidende Punkt: Ist jemand ein echter Christ oder gibt er nur vor, ein Christ zu sein, weil es halt irgendwie vielleicht gesellschaftlich akzeptiert ist?

[27:41] Vielleicht gesellschaftlich akzeptiert ist. Ja, das passt auch gut zu Offenbarung 2, Vers 9, wo wir die Synagoge Satans hatten, weil da hieß es, dass das Gotteslästerer sind. Ja, damals hatten wir auch schon – hat sich mir stark eingebrannt – damals hatten wir gelernt: Wenn jemand zwar vom Namen her Gott nachfolgt, Jesus nachfolgt, aber sich das in seinem Leben nicht zeigt und sein Leben widersprüchlich ist, dann ist das auch schon Gotteslästerung.

[28:16] Wir haben ein paar Beispiele in der Bibel, wo explizit von dem Satan die Rede ist, und da kommen wir zu einem altbekannten, den wir schon eben hatten, zurück in Lukas 22, Vers 3. Es fuhr aber der Satan in Judas, der mit Beinamen Iskariot genannt wird, welcher aus der Zahl der Zwölf war. Genau, also da heißt es, der Satan fuhr in den Judas Iskariot hinein. Und wir hatten vorhin schon gesagt, der hat Schritt für Schritt immer mehr Schritte weg von Jesus hin zu Satan unternommen.

[29:24] Apostelgeschichte 5, Vers 3. Ich wollte ganz kurz was zu Judas sagen. Das ist ja deswegen interessant, weil Judas ist der, der in Johannes 17 als der Sohn des Verderbens bezeichnet wird, was dann auch wieder in 2. Thessalonicher für den Antichristen genannt wird, der dieser Synagoge Satans vorsteht. Ja, also auch diese Parallele: Judas – Antichrist. Ja, danke schön.

[29:50] Apostelgeschichte 5, Vers 3. Petrus aber sprach: „Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, so dass du den Heiligen Geist belogen hast und von dem Erlös des Gutes etwas für dich auf die Seite geschaffen hast?“ Wir kennen doch die Geschichte von Ananias und Safira. Da kommen in der Zeit viele und geben Gaben zu den Aposteln, weil sie ihr Hab und Gut verkauft haben. Und Ananias und Safira sind dabei und die bringen ja etwas, die machen ja etwas Gutes. Nach außen hin sieht es gut aus, aber sie haben vorher schon etwas für sich beiseitegelegt und sagen das nicht. Und hier werden sie dann von Petrus getadelt und der Petrus sagt: „Warum hat der Satan dein Herz erfüllt?“ Ich glaube, das ist ganz kurz, ich glaube, das ist dieser gleiche Prozess wie bei einem Judas Iskariot, in den der Satan hineinfährt. Satan ist in ihm schon drinnen, er hat von ihm Besitz ergriffen. Und hier ist Satan im Herz drin, heißt es. In beiden Fällen ist es ja so, dass von außen viele gar nicht verstanden haben, was da los ist. Also, beim Judas haben die Apostel auch am Tag gedacht, der geht nur irgendwas kaufen. Ja, also, die haben nicht verstanden, dass er Jesus verraten wird. Und auch hier ist es ja so, die wirken ja wie Gemeindeglieder. Das ist ja gerade der Punkt, dass sie zwar quasi etwas zurückhalten, aber so tun, als ob. Und das ist genau das mit der Synagoge Satans: Nicht Leute, die sagen, wir folgen Satan nach, sondern Leute, die sagen, wir tun, als ob und sind aber genau gegen. Ja, ja, genau.

[31:42] Denk dran, in Offenbarung 3, Vers 9 hatten wir: „Das sind die Juden, die lügen.“ Ganz kurz noch mal die Formulierung, dass wir das auf dem Schirm haben. Offenbarung 3, Vers 9 heißt es: „Siehe, ich gebe, dass solche aus der Synagoge des Satans, die sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen. Siehe, ich will sie dazu bringen.“ Also, das sind tatsächlich welche, die sich als Gläubige ausgeben.

[32:10] Ja, ich wollte sagen, in beiden Fällen ging es ums Geld, also bei alle beide, also Judas genauso. Wie interessant, gute Beobachtung.

[32:21] Dann schauen wir aber trotzdem, es ist nicht immer nur das Geld. Lass uns mal noch, ja, lass uns mal noch Beispiele anschauen, wo es nicht das Geld war. Du wolltest aber vorher noch was sagen, nur ganz kurz, weil wegen Geld. Tatsächlich haben wir es auch in der Kirchengeschichte, dass es dann die Weltlichkeit ist, der Erfolg, die wirtschaftliche Kraft, Politik. Ja, die führt zur Entartung des Papsttums, die führt doch dazu, dass die Protestanten irgendwann ihren Glauben aufweichen. Ja, also, ob es jetzt immer Geld ist, aber die Weltlichkeit ist immer das, was Menschen von Gott wegbringt.

[32:58] Mhm. In 1. Timotheus 1, Verse 18 bis 20, da ist es etwas anderes, was das Problem ist, nicht das Geld. „Dieses Gebot vertraue ich dir an, mein Sohn Timotheus, gemäß den früher über dich ergangenen Weissagungen, damit du durch sie gestärkt den guten Kampf kämpfst, indem du den Glauben und ein gutes Gewissen bewahrst. Dieses haben einige von sich gestoßen und darum im Glauben Schiffbruch erlitten. Zu ihnen gehören Hymenäus und Alexander, die ich dem Satan übergeben habe, damit sie gezüchtigt werden und nicht mehr lästern.“ Das sagte Paulus: „Ich habe den Alexander und den Hymenäus.“ Und ich bin froh, dass heutzutage nicht Leute ihr Kind nicht mehr Hymenäus nennen, das wäre ja... Aber der Paulus sagt: „Die beiden habe ich dem Satan übergeben.“ Ist die Frage, was er damit meint. Nur, wie kommt er dazu, wie kommt er dazu, dass er sagt: „Die übergebe ich dem Satan“? Mhm.

[34:21] Ja, also, das ist eine Formulierung, die kennen wir auch von Paulus in 1. Korinther 5. Also, da sagt er nämlich im Fall eines sehr schweren Unzuchtsfalls in der Gemeinde, wo Inzest gewesen ist und der Betreffende nicht mal Buße getan hat, dann sagt er in 1. Korinther 5, Vers 4: „Den Betreffenden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und nachdem euer und mein Geist sich mit der Kraft unseres Herrn Jesus Christus vereinigt hat, dem Satan zu übergeben zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn Jesus.“ Also, das ist Gemeindeausschluss. Da wird jemand aus der Gemeinde ausgeschlossen, um ihn zum Aufwachen zu bringen. Ja, also, der wird ausgeschlossen, damit er noch zu retten ist. Mhm. Und das macht er hier auch. Schließt den Hymenäus und den Alexander schließt er aus oder sagt, er soll ausgeschlossen werden. Ja, weil sie so schwere Irrlehrer sind, dürfen sie nicht Glieder der Gemeinde sein. Mhm, genau.

[35:13] Also, es geht hier um Gemeindeausschluss. Sie werden nicht mehr als Geschwister im Herrn behandelt. Das ist auch so diese praktische Übertragung für uns, was mit der Synagoge Satans auf sich hat. Aber jetzt, wenn wir noch mal bei diesem Text hier bleiben, was war denn der Grund? Weil der Paulus warnt ja den Timotheus, dass er es anders machen soll. Was soll Timotheus machen laut 1. Timotheus 1, Vers 18?

[36:02] Schaut mal in Vers 19. Ja, er sagt, er soll den Glauben, ein gutes Gewissen bewahren. Mhm, da geht es auch um Glauben zu überzeugen. Wir wissen aus dem 2. Timotheusbrief, dass der Hymenäus gelehrt hat: „Die Auferstehung ist schon geschehen.“ Mhm. Und damit den Glauben von Leuten durcheinander gebracht hat, Irrlehren gepredigt. Und Paulus sagt immer wieder: „Bleib bei der gesunden Lehre, bleib, was du gelernt hast.“ Genau, genau, weil Irrlehre – und das hatten wir schon jetzt immer immer wieder – Irrlehre ist, was uns von Gott wegbringt. Das heißt, praktisch auch für uns: Wir brauchen keine Angst zu haben, zur Synagoge des Satans irgendwie dazu zu schlittern, wenn wir den Glauben und die Wahrheit festhalten. Aber andersherum können wir auch andere davor, ja, zurückhalten, sage ich jetzt mal, immer weiter von Gott abzutriften, indem wir sie auf die Wahrheit hinweisen.

[37:00] Das ist ganz, ganz wichtig. Ja, und das ist auch interessant, weil wenn man sich jetzt das kirchengeschichtlich anschaut zur Zeit von Philadelphia, was haben jetzt die abgefallenen Protestanten? Da gab es auch Irrlehren. Und eine ganz klassische Irrlehre damals war die, entstanden ist: „Jesus kommt nicht bald wieder, sondern es gibt erst ein tausendjähriges Friedensreich.“ Das hat auch mit Wohlstand zu tun, ne? So, wir machen uns hier gemütlich. Ja, die ganze Welt wird christlich und wir leben 1000 Jahre auf dieser Erde und Jesus kommt dann irgendwann mal wieder. Und das hat natürlich die Adventbotschaft ganz stark sozusagen auch behindert. Die Leute gedacht haben: „Jetzt kommt erstmal ein tausendjähriges Friedensreich auf der Erde, warum soll ich mich auf die Wiederkunft vorbereiten?“ Sind solche Irrlehren, die auch dazu geführt haben, dass sozusagen sich die Synagoge des Satans gebildet hat. Ja, genau, danke dir.

[37:45] Danke auch für den Bezug auf die Adventgeschichte. Hier heißt es, weil wir das jetzt gesehen haben, es ist immer wieder so dieses sich gegen Gott Auflehnen. Das schreibt Ellen White dazu: „Die Verdorbenheit des Charakters ist das Ergebnis ständiger Übertretungen. Das Abweichen von Gottes Weg und Gottes erklärtem Willen wirft ihren Einfluss auf die Seite Satans, stärkt die Synagoge Satans und gibt ihnen die Eigenschaften und den Charakter Satans.“ Ich möchte keinem Menschen begegnen, der wirklich Satans Charakter angenommen hat. Das Ergebnis ist, dass sie immer weniger vom Segen und von der Kraft Gottes haben und immer mehr von den tiefen Ränken Satans, von der Verdrehung des Segens Gottes und von der falschen Auslegung seines Willens und seiner Wege.

[38:44] Mhm. Genau, eine Sache noch, die ich gerne dazu noch sagen würde, ist, weil wir es von der Wahrheit und von der Lehre hatten: Es gab ja in der, gerade in der Adventgeschichte, auch eine Reihe von unseren Pionieren, die auch Irrlehren geglaubt haben oder auch so nicht im Klaren waren, wie – also jetzt über die Sache von dem Millennium zum Beispiel. Das war nicht von Anfang an ihnen klar. Aber der Unterschied ist: Was mache ich mit der Wahrheit, wenn ich mit ihr in Kontakt komme? Bin ich bereit, meine Irrlehren zu prüfen und aufzugeben oder halte ich daran fest und vertrete sie weiterhin, obwohl mir Gott etwas anderes offenbart hat?

[39:41] Dann wollen wir jetzt aber nicht so negativ enden, wir wollen nicht dabei bleiben. Vielleicht eine Stelle aus Sacharja, die ist ganz berühmt und auch ganz schön und zeigt uns so diesen Turning Point in der Geschichte. Sacharja 3 und dort die Verse 1 und 2. Was passiert denn, wenn der Satan wütet und wenn er gegen Gottes Volk vorgeht?

[40:10] Sacharja 3, Vers 1 und 2. „Und der ließ mich den Priester Jeschua sehen, wie er vor dem Engel des Herrn stand. Der Satan aber stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen. Da sprach der Herr zum Satan: ‚Der Herr schelte dich, du Satan! Der Herr schelte dich! Hat nicht dieser, der Jerusalem erwählt hat, ein Brandscheit, das aus dem Feuer herausgerissen ist?‘“ Ich finde die Stelle so schön und so, so, so beeindruckend, wenn wirklich Satan und Jesus aufeinandertreffen.

[41:03] Und Jesus sagt: „Aber der Herr schelte dich! Er, der Jerusalem erwählt hat.“ Es ist sein Jerusalem, ja, es ist Gottes Jerusalem. Und Gott jetzt, um es mal ganz herunterzubrechen, tritt für uns ein, selbst wenn Satan gegen uns kämpft.

[41:30] Jetzt. Ah, ja, haben wir nicht mehr viel Zeit, aber wir haben noch ein paar Verse. Lass uns noch Zefanja anschauen, noch ein kleines Buch. Zefanja 3.

[41:59] Zefanja 3, Vers 11 bis 15. Da findet auch in Gottes Volk so eine Sichtung eigentlich statt und das beantwortet uns die Frage, warum Gott das jetzt endlich hier macht, dass er die Synagoge Satans so von seinem Volk trennt. Zefanja 3, Verse 11 bis 15. Wer das hat, darf mal noch lesen: „An jenem Tag brauchst du dich nicht mehr zu schämen wegen aller Übeltaten, mit denen du dich gegen mich vergangen hast. Denn dann will ich die stolzen Prahler aus deiner Mitte hinwegtun, und du wirst dich künftig nicht mehr überheben auf meinem heiligen Berg. Und ich will in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übrig lassen. Das wird auf den Namen des Herrn vertrauen. Der Überrest von Israel wird kein Unrecht tun und keine Lüge reden. Man wird auch in ihrem Mund keine trügerische Zunge finden. Ja, sie werden weiden und ruhen, ohne dass sie jemand aufschreckt. Jauchze, du Tochter Zion! Juble, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem! Denn der Herr hat die Gerichte von dir abgewendet, er hat deinen Feind weggeräumt. Der Herr, der König Israels, ist in deiner Mitte. Du brauchst kein Unheil mehr zu fürchten.“

[43:19] Ich finde das ganz lustig, wie das eigentlich hier im Deutschen übersetzt ist: „Er hat deinen Feind weggeräumt.“ So, so ungefähr wie: Jetzt hat Gott mal aufgeräumt. Was ist sein Grund? Bewirken sie, dass Gott stark ist? Ja, ja, Jerusalem bewahrt wird. Mhm. Da gibt es ein Wort hier, das immer wieder vorkommt, und das ist die Mitte. Ich helfe euch kurz ein bisschen. In Vers 11 heißt es: „Ich will die Prahler aus deiner Mitte hinwegtun, und du wirst dich künftig nicht mehr überheben auf meinem heiligen Berg. Und ich will in deiner Mitte ein demütiges und geringes Volk übrig lassen.“ Und dann in Vers 17 heißt es: „Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte.“ In Vers 14 steht: „Der Herr Israels ist in deiner Mitte.“ Genau, Gott will in der Mitte sein. Gott möchte nicht, dass die Prahler noch da sind, weil er kann nicht so präsent sein, da wo Menschen sich gegen ihn stellen. Aber Gott sagt: „Okay, sie sollen gehen, ich will aber da sein, ich will mitten unter dir sein.“ Und jetzt kommen wir noch zum…

[44:50] Ach du liebes! Okay, da gäbe es eigentlich noch viel mehr. Lass mich ganz kurz schauen, ob wir das dann nicht vielleicht trennen. Ja, genau, genau. Dann machen wir diesen Punkt hier noch fertig in Römer 16. Das ist der letzte Text.

[45:27] In Römer 16, Verse 17 bis 20. Da haben wir ebenfalls wieder die Guten und die Bösen, so mal grob gesagt. Und es sind eigentlich auch wieder diejenigen, die wir schon – also, sie haben die gleichen Merkmale, wie wir schon identifiziert haben bei der Synagoge auch von Satan.

[45:57] Römer 16, Verse 17 bis 20: „Ich ermahne euch aber, ihr Brüder, gebt acht auf die, welche Trennungen und Ärgernisse bewirken im Widerspruch zu der Lehre, die ihr gelernt habt, und meidet sie. Denn solche dienen nicht unserem Herrn Jesus Christus, sondern ihrem eigenen Bauch, und durch wohlklingende Reden und schöne Worte verführen sie die Herzen der Arglosen. Denn euer Gehorsam ist überall bekannt geworden. Darum freue ich mich euretwegen, möchte aber, dass ihr weise seid zum Guten und unvermischt bleibt mit dem Bösen. Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch! Amen.“

[46:43] Mhm, ein schöner Text, der uns auch wieder zeigt: Jesus warnt uns vor diesen falschen Lehren, vor den Lügen und auch vor dem schlechten Einfluss anderer Menschen. Du wolltest was dazu sagen, habe ich das nur im Augenwinkel gesehen? Okay, okay.

[47:07] Auch hier finden wir in Vers 20, auch wenn es jetzt krasser ist als in Offenbarung 3, hier heißt es: „Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen.“ Hier ist es nicht – hier sind es nicht Menschen aus der Synagoge Satans, sondern der Satan selbst, der diesen Gläubigen hier unterworfen wird. Was denkt ihr?

[47:37] Wir hatten jetzt schon gesagt, in Matthäus 12 haben wir gesehen, wenn der Heilige Geist kommt, wenn Gottes Reich kommt, dann kann Satans Reich niedergedrückt werden. Was denkt ihr, wann geschieht das, dass auch wieder die Oberhand von Gottes Volk gegenüber Satans Gemeinde sichtbar wird?

[48:13] Sag laut: Bei der zweiten Wiederkunft, bei der Wiederkunft. Oder da gibt es eine Stelle in Ellen White, „Erste Vision“, das kennt ihr sicherlich, wo sie schreibt, also, da sieht sie dann die 144.000 und Gott gießt seinen Heiligen Geist aus. Und dann sagt sie: „Die 144.000 waren alle versiegelt und vollkommen vereinigt. Auf ihren Stirnen stand geschrieben: ‚GOTT, das Neue Jerusalem‘ und ein herrlicher Stern mit dem neuen Namen Jesu. Über unseren glücklichen, heiligen Zustand wurden die Bösen wütend und stürzten sich mit Gewalt auf uns, um uns ins Gefängnis zu werfen. Wenn wir im Namen des Herrn die Hand ausstreckten, fielen sie hilflos zu Boden. Da erkannte die Synagoge des Satans, dass Gott uns geliebt hatte, die wir einander die Füße wuschen und die Brüder mit einem heiligen Kuss grüßen konnten. Und sie beteten zu unseren Füßen an. Bald richteten sich unsere Blicke nach Osten, denn es war eine kleine schwarze Wolke erschienen, etwa halb so groß wie eine Männerhand.“ Also, es ist kurz vor Jesu Wiederkunft.

[49:40] Ja, das nächste Mal, es gibt noch einiges Material, was man zu dem Offenbarung 3, Vers 9 sagen könnte. Das nächste Mal wollen wir hier weitermachen: Wann wird sich das zeigen, dass auch Jesus sagt, sie werden erkennen, dass ich euch geliebt habe? Für heute wollen wir aber festhalten: Jesus macht zurecht einen großen Unterschied zwischen seiner Gemeinde und Satans Gemeinde. Und Satan hat tatsächlich ein Volk von Menschen, die sich ihm angeschlossen haben, weil sie ständig gegen Jesus rebelliert haben. Und wir wollen nicht dazu gehören, deswegen bitten wir auch täglich um den Geist, dass er uns erfüllt, dass er Satans Macht niederdrückt. Lass uns jetzt noch zum Abschluss beten.

[50:40] Unser Vater im Himmel, wir danken dir für das Studium, das wir gerade haben durften. Auch wenn einiges noch offen geblieben ist, Herr, so durften wir doch mehr aus deinem Wort lernen. Und ich bitte dich, dass du uns bei der Wahrheit hältst. Bitte, Herr, lass uns nicht durch Menschen die Wahrheit mit Irrtum vermischen oder auch durch eigene falsche Vorstellungen von dir wegkommen, sondern erfülle du unser Herz, dass kein Platz für den Satan dort ist. Danke, dass du uns lieb hast und danke, dass wir bei dir bleiben dürfen. Ja, das wollen wir im Namen Jesu beten. Amen.


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