In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beleuchtet Christopher Kramp Offenbarung 4:2, wo Johannes eine Vision von Gottes Thron im Himmel erhält. Der Sprecher betont, dass dieser Thron das unerschütterliche Zentrum der göttlichen Regierung darstellt und die Grundlage für das Verständnis der gesamten Prophetie bildet. Er verbindet diese Vision mit Jesu Verheißung an die Gemeinde Laodizea und unterstreicht, dass Gott der Vater trotz aller irdischen Turbulenzen fest auf seinem Thron sitzt und alles in Seiner Hand hält.
Offenbarung 4:2
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:55] Wir starten in 5, 4, 3. Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid zu einem neuen Vers in Offenbarung Kapitel 4. Letztes Mal haben wir angefangen, dieses neue Kapitel uns vorzunehmen, und heute wollen wir einen Schlüsselvers uns anschauen. Bevor wir damit beginnen, wollen wir es nach guter Gewohnheit natürlich zunächst einmal beten, und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich dich ein, dass wir gemeinsam dazu niederknien.
[1:32] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben. Danke, dass die Offenbarung zu uns spricht, dass du durch die Offenbarung zu uns sprichst und dass wir in diesem Wort dich und dein Wesen besser erkennen können. Wir möchten dich jetzt bitten, dass du alles Störende beiseite hältst und dass wir mit innerer Ruhe und voll Vertrauen auf die Güte deines Charakters darüber nachdenken, was du uns heute sagen möchtest. Bitte zeig uns etwas von deinem Wesen, von deiner Herrlichkeit, von deiner Regierung. Erfüll uns mit deinem Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:22] Offenbarung Kapitel 4 Vers 2. Wir haben das letzte Mal gesehen, wie Johannes, nachdem er all die Nachrichten an die sieben Gemeinden aufgeschrieben hat, die er gehört hat, die Jesus ihm diktiert hatte, dass er eine Vision hatte, dass ihm eine Tür im Himmel geöffnet sei. Und wir haben gesehen, dass der Jesus, der ihm schon in Offenbarung 1 erschienen war, der ihm all diese Botschaften für die Gemeinden mitgegeben hat, der ihn jetzt einlädt, in den Himmel zu kommen: „Komm hier herauf!“, weil Jesus ihm noch vieles zeigen möchte. Und dass Johannes jetzt ab Offenbarung 4 Vers 1 sozusagen das prophetische Geschehen auf dieser Welt aus der Perspektive des Himmels, aus der Perspektive des Thronraumes Gottes sieht. „Komm hier herauf!“ Wir haben gesehen, dass in gewisser Weise das auch die Antwort ist, nachdem er all die Dinge von den Gemeinden gesehen hat, dass Gott ihm zeigt: „Pass mal auf, du hast den Zustand der Gemeinden gesehen, du hast die Ratschläge gesehen, die ich jener Gemeinde gebe. Ich möchte dir jetzt zeigen, wie das alles aus der Perspektive des Himmels ausschaut, die ganze Geschichte, die ganze Prophetie.“
[3:55] Und so lesen wir jetzt in Offenbarung 4 Vers 2 weiter: „Und sogleich war ich im Geist.“ Auch das ist natürlich eine interessante Parallele zu Offenbarung 1, denn auch dort haben wir gelesen, Offenbarung 1, Vers 10: „Ich war im Geist am Tag des Herrn.“ Und dann hört er die gewaltige Stimme wie von einer Posaune. Also auch hier der Anfang von Vers 2 verstärkt noch diesen Eindruck, den wir schon von Vers 1 hatten, dass hier eine direkte Parallele zu der ersten Vision von Jesus in Offenbarung 1 gezogen wird. Es wird also sozusagen eine gewisse Kontinuität ausgedrückt. Ja, Jesus erscheint ihm. Er ist im Geist. Er hört diese Stimme wie eine Posaune und sieht dann diese sieben Gemeinden. Und jetzt schallt die Posaune, diese Stimme wieder, und er ist wieder im Geist. Und jetzt kommt sozusagen der nächste große Abschnitt, den wir dann ja auch die sieben Siegel nennen, aber dazu dann noch später.
[5:02] Diese Aussage hier ist noch aus einer anderen Perspektive her wichtig. Johannes macht deutlich: „Was ich hier gesehen habe, habe ich in einer Vision gesehen.“ Er ist nicht physisch in den Himmel transportiert worden, sondern nur im Geist. Wir sehen also hier eine Parallele zu Offenbarung 1, Vers 10, erneut eine Vision.
[5:42] Und was ist es, was Johannes in dieser Vision sieht? Wir lesen in Vers 2: „Und sogleich war ich im Geist, und siehe!“ Ja, wir hatten das „siehe“ ja schon in Vers 1: „Siehe, eine Tür war geöffnet.“ Und als er jetzt in der Vision durch die geöffnete Tür hindurchgeht, was ist das allererste, was er sieht, als er den Himmel betritt? Wir lesen: „Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer.“
[6:09] Das allererste, was Johannes sieht, ist ein Thron. Und dieses Wort ist das Schlüsselwort für das gesamte Kapitel. Wir werden sehen, es gibt einen Regenbogen rings um den Thron. Es gibt jemanden auf dem Thron, es gibt Leute um den Thron. Es gibt alles Mögliche, was beschrieben wird: die Ältesten und die vier lebendigen Wesen und selbst das Lamm später. All das wird in Korrelation zum Thron beschrieben. Der Thron ist das Zentrum, der Dreh- und Angelpunkt sozusagen für das gesamte himmlische Geschehen. Das allererste, was er sieht, ist der Thron.
[6:51] Ich weiß nicht, wie du dir den himmlischen Thron vorstellst. Johannes beschreibt gar nicht ganz genau, wie der aussieht. Er sagt nur: „Ein Thron stand im Himmel.“ Und die Throne, die wir von der Erde kennen, sind zwar meistens reich verziert und ziemlich eindrucksvoll, aber letztlich auch überschaubar groß. Aber wir haben ein paar Bibelstellen, die uns Einblick geben, was Propheten gesehen haben, wenn sie den Thron Gottes gesehen haben.
[7:24] Schauen wir uns z.B. in Jesaja Kapitel 6 diese Vision des Propheten Jesaja an, Jesaja 6 und dort Vers 1. Jesaja sagt: „Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron, und seine Säume erfüllten den Tempel.“ Wenn man diesen Bericht hier sieht, da hat man nicht den Eindruck, dass Johannes so, „Ah, da steht ein Thron“, sondern dass er einen gewaltigen Thron gesehen hat. So groß, dass der, der darauf saß, so groß war und so erhaben, dass die Säume seines äh seines Gewandes sozusagen den ganzen Tempel ausfüllten. Also die Höhe des Tempels, die reichte sozusagen quasi bis zum Ende des Saumes vom Gewand. Ein gewaltig hoher Thron.
[8:20] Als Johannes den Thronraum Gottes betritt, dann sieht er nicht zuerst die vielen Millionen Engel und die lebendigen Wesen und irgendwo dazwischen vielleicht dann einen Thron, der so in der Mitte da so steht. Er sieht zu allererst diesen Thron, und ich glaube auch, dieser Thron war gewaltig. Und um den Thron herum gruppiert sich alles. Jesaja ist nicht der einzige, der von einem hohen und erhabenen Thron sprach. Jeremia Kapitel 17...
[9:00] ...und dort Vers 12. Jeremia 17 und dort Vers 12. Dort heißt es: „Oh, du Thron der Herrlichkeit, erhaben von Anbeginn, du Ort unseres Heiligtums.“ Auch hier wird der Thron Gottes mit Erhabenheit und, das heißt, mit Größe in Verbindung gebracht.
[9:20] Eine dritte Stelle soll noch angeführt werden: Hesekiel Kapitel 1 und dort Vers 26. Hesekiel Kapitel 1 und dort Vers 26. Da heißt es über den Thron – auch Hesekiel hat ja eine Vision von der Herrlichkeit Gottes, von dem Thron und auch mit lebendigen Wesen. Wir werden noch sehen, Hesekiel 1 ist eine besonders nahe Parallele; auch Johannes hat in vielerlei Hinsicht ähm die Beschreibung in Offenbarung 4 auch. Also, da gibt es eine Reihe von Parallelen zu Hesekiel 1. Das werden wir noch sehen in den nächsten Wochen.
[9:58] Und während aber Offenbarung 4 nur einfach von einem Thron spricht, gibt uns Hesekiel ein bisschen genauere Information, wie er es gesehen hat. Es heißt hier in Vers 26: „Und oberhalb der Himmelsausdehnung, die über ihren Häuptern war, also von den Kerubim, war das Gebilde eines Thrones anzusehen wie ein Saphirstein. Oben auf dem Gebilde des Thrones aber saß eine Gestalt anzusehen wie ein Mensch.“ Auch hier haben wir das, dass Hesekiel zuerst den Thron sieht und dann auf dem Thron saß einer.
[10:41] Dieser Thron ist nicht nur groß und erhaben, er funkelt hier wie ein Edelstein, wie ein Saphirstein. Ich weiß nicht, ob du dir das vorstellen kannst. So ein gewaltiger, erhabener Thron wie ein Edelstein. Vielleicht ist es uns jetzt klarer, warum Johannes, als er in den Himmel entrückt wird in der Vision, als allererstes diesen Thron wahrnimmt: ein Thron. Und dann: „Auf dem Thron saß einer.“
[11:20] Das Zentrum im Himmel ist die Regierung Gottes, denn ein Thron ist ja letztendlich ein Symbol für das Königreich, das von diesem Thron aus regiert wird. Jesus hatte als Zentrum all seiner Predigten und seiner Gleichnisse immer das Reich Gottes. Das Evangelium wird genannt in Matthäus 24, Vers 14: „Dieses Evangelium vom Reich soll in der ganzen Welt gepredigt werden.“ „Das Reich der Himmel ist gleich“, war Jesu beständige Aussage. Im Himmel dreht sich alles um dieses Königreich.
[11:54] Und wenn wir die Gemeinde anschauen und die vielen negativen Diagnosen sehen, die Jesus geben muss, wenn wir die Schwierigkeiten sehen, durch die Gemeinde durch die Geschichte hindurchgehen muss, wenn wir sehen, was die Gemeinde alles noch erst in Anspruch nehmen muss, dann kann man vielleicht manchmal verzweifeln. Aber Johannes erfährt: im Himmel steht ein Thron. Das Reich Gottes hat nicht als Zentrum die Gemeinde Laodizea oder die Gemeinde Philadelphia oder die Gemeinde Pergamon. Das Reich Gottes hat einen Thron als Zentrum, zu dem die Sünde nicht gehört, der nicht von Schwachheit und von Verfolgung und von Lauheit niedergedrückt wird. Während die Gemeinde ihr Auf und Ab kennt, gibt es im Himmel einen Thron, das Fundament der Regierung Gottes.
[12:55] Dieser Thron steht im Himmel, und auf dem Thron saß einer. Interessant ist ja, dass, obwohl wir letztes Mal ja gesagt haben und das stimmt auch, die Kapiteleinteilung passt hier ganz gut. Wenn man damals die Offenbarung einfach vorgelesen bekam und einfach das ganze Buch vorgelesen wurde ohne große Pausen zwischen den Kapiteln, dann dürfte jeder Hörende bei Offenbarung 4 Vers 2 sich direkt erinnert haben, was er kurz zuvor gehört hatte, nämlich in Offenbarung 3 Vers 21. Die Verheißung ausgerechnet an die Gemeinde Laodizea: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.“ Das waren sozusagen die letzten spezifischen Worte an Laodizea, denn der letzte Satz: „Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt“, der war ja allgemeingültig für alle Gemeinden. Das letzte, was die Gemeinde Laodizea erfährt sozusagen in Vers 21, was direkt an sie gerichtet ist, ist die Verheißung: „Du kannst mit Jesus auf seinem Thron sitzen, so wie auch Jesus mit seinem Vater auf seinem Thron sitzt.“ Und dann sagt Johannes: „Ich bin in der Vision, ich sehe eine Tür geöffnet.“ Und Jesus sagt: „Komm, komm, komm, komm, ich zeig’s dir, ich zeig’s dir.“ Und er kommt in den Himmel, und das erste, was er sieht, ist ein Thron, sodass Offenbarung 3 und 4 sich hier direkt verknüpfen.
[14:25] Nein, Offenbarung 4 spielt nicht in der Zeit nach Laodizea. Nein, nein, nein. Aber ich will deutlich machen, diese Kapitel sind nicht einfach unverbunden nebeneinander, sondern die leben miteinander. Die sind miteinander verwoben. Der Thron, der hier in Offenbarung 3 der Gemeinde Laodizea versprochen wird, der wird sichtbar in Offenbarung 4. Das ist nicht nur eine schöne, eine fromme Hoffnung, die sich vielleicht erfüllt. Johannes hat den Thron gesehen.
[15:01] Und wenn wir in den nächsten Wochen und Monaten sehen, was sich alles an diesem Thron abspielt und welche Bedeutung dieser Thron für das gesamte Universum hat, dann werden wir mit neuen Augen Offenbarung 3 Vers 21 lesen. Dann werden wir verstehen, welch eine Tiefe und Größe und Erhabenheit in dieser Verheißung steckt: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.“ Es ist fast so, als ob Jesus gesagt hat: „Ich glaube, die Menschen werden das gar nicht verstehen, was das heißt. Komm, Johannes, ich zeig dir mal den Thron Gottes. Ich zeig dir mal, was ich meine. Ich zeig dir mal, wie es dort aussieht, damit du weißt, was du der Gemeinde Laodizea schreibst.“
[15:56] Ihr seht schon, man ist mit der Gemeinde Laodizea nie fertig, auch wenn das Kapitel 3 vorbei ist.
[16:07] Auf dem Thron saß einer. Nun, Offenbarung 3 Vers 21 haben wir gesehen, dass Jesus sagt: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.“ Das heißt, nach Vers 21 müssten wir eigentlich zwei Personen erwarten auf dem Thron. Aber Johannes sagt in Vers 2: „Und auf dem Thron saß einer.“
[16:40] Schauen wir in Offenbarung Kapitel 6 Vers 16. Dort heißt es: „Und sie sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt und vor dem Zorn des Lammes.“ Das Lamm ist Jesus.
[16:58] Offenbarung 7, Vers 10. Das ja alles noch innerhalb dieses ganzen Kapitels, dieses ganzen Abschnittes, besser gesagt, von den sieben Posaunen – Verzeihung, sieben Siegeln – gehört ja alles zum großen literarischen Zusammenhang, sozusagen zu Offenbarung 4, 5, 6, 7, 8 Vers 1. Offenbarung 7 Vers 10: „Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm.“ Das Lamm ist Jesus. Wer ist also der, der auf dem Thron sitzt? Es ist niemand anderes als Gott der Vater.
[17:33] Und wenn du dich jetzt fragst: „Ja, aber wo ist dann Jesus, wie in Vers 21 von Kapitel 3 beschrieben ist?“, dann kann ich dir sagen: „Warte, warte, das Kapitel ist ja noch nicht vorbei.“ Und zu Offenbarung 4 gehört noch Offenbarung 5, und wir werden sehen, Jesus wird hier noch beschrieben. Kommt noch, wohl gleich in den nächsten Wochen und Monaten hier in Offenbarung 5.
[18:19] Gott den Vater auf seinem Thron. Ich bin mir sicher, er wird ihn wahrscheinlich nicht direkt von Angesicht zu Angesicht gesehen haben. Das hätte er nicht überlebt. Er ist wahrscheinlich in dem undurchdringlichen Licht, das den Vater umgibt, die Konturen ausgemacht haben können, die deutlich machen, dass dort jemand sitzt.
[18:49] Diese Vision der sieben Siegel, so groß und gewaltig sie ist, beginnt mit dem Größten und Gewaltigsten, was man wahrnehmen kann: Gott, der Vater auf seinem Thron. Und das sagt uns, dass Gott in Kontrolle ist. Das sagt uns, dass Gott alles in seiner Hand hat, dass die Regierung Gottes funktioniert. Wir werden sehen in nächsten Versen und Abschnitten, was alles um den Thron herum ist und wie die verschiedenen Wesen zu Gott, dem Vater auf dem Thron sich verhalten und was da alles dann passiert. Aber die Grundlage von alledem ist: Das ist ein Thron, und Gott der Vater sitzt auf dem Thron.
[19:43] Wenn wir die Perspektive des Himmels, die Perspektive des himmlischen Heiligtums auf die Prophetie, auf die Weltgeschichte sehen wollen, dann beginnt es mit dieser simplen und auch unendlich profunden Feststellung: Gott, der Vater sitzt auf dem Thron. Wenn du in den Nachrichten schaust und dich fragst, wie das alles prophetisch einzuordnen ist, dann erinnere dich daran: Gott, der Vater sitzt auf dem Thron. Wenn in der Gemeinde verschiedene Auslegungen über die Prophetie nebeneinander schwimmen und sich vielleicht gegenseitig widersprechen und du nicht mehr weißt, wem soll ich jetzt vertrauen, dann erinnere dich daran: Gott der Vater sitzt auf dem Thron. Und wenn es so aussieht, als ob Gottes Gemeinde gegen die Wand fährt, wenn der Auftrag nicht mehr ausgeführt wird, wenn so viel Sünde sich in der Gemeinde breit macht, dass man sich fragt, wie soll das alles zu Ende gehen, dann erinnere dich daran: Gott der Vater sitzt auf dem Thron.
[20:42] Und wenn du selbst verzweifelt bist, wenn du denkst, du bist zu weit gegangen, wenn du denkst, du kommst aus dem Zustand der Lauheit nicht mehr raus, du hast das eine und andere probiert, wenn du das Gefühl hast, verloren zu gehen, dann erinnere dich daran: Gott, der Vater sitzt auf dem Thron, und sein Reich geht nicht zugrunde. Und seine Regierung, sein Wirken, sein Tun, seine Gnade, seine Liebe sind da. Es ist alles basiert auf dem Vater, auf seinem Thron.
[21:27] Wir werden in den nächsten Wochen uns die nächsten Verse anschauen und sehen, was alles drumherum passiert. Wir dürfen diesen ersten Eindruck nicht vergessen. Es ist ja so, wenn man irgendwo hinkommt, da ist der erste Eindruck prägend. Die ersten Worte, die einem Menschen fallen, die sind oft prägend. Der erste Eindruck, den Johannes hat, als er in den Himmel kommt, der prägt ihn: Er sieht Gott den Vater auf einem Thron.
[21:58] Und alles andere wird danach beschrieben in Relation zu Gott dem Vater auf dem Thron: die Engel, die lebendigen Wesen, die Ereignisse, die Worte, die Anbetung, das Buch, die Siegel, das Geschehen auf der Erde – all das wird jetzt beschrieben in Relation zu dem Vater auf dem Thron. Er ist der Maßstab. An ihm können wir uns ausrichten. Er ist sozusagen X- und Y-Achse, in der alles eingetragen wird, was man sieht. Gott der Vater auf seinem Thron, das erste, was Johannes sieht.
[22:45] Und wenn wir die Prophetie besser verstehen wollen, dann ist die erste Lektion, die wir hier lernen dürfen, dass Gott auf seinem Thron sitzt. Er ist König. Der Thron ist nicht leer. Gott ist König im Jahre 2025 jetzt, und er wird für alle Ewigkeiten König bleiben. Möchtest du Teil seines Königreiches sein? Lass uns gemeinsam noch beten.
[23:21] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du zu uns gesprochen hast, und hab Dank, dass du auf deinem Thron sitzt. Auch wenn wir ihn noch nicht gesehen haben, wie Johannes, können wir doch auf das Zeugnis von Johannes vertrauen. Er hat gesehen, dass du auf dem Thron sitzt. Und Herr, wenn wir ganz ehrlich sind, vergessen wir das ganz oft. Vergessen, dass du die Regierungsgewalt nicht abgegeben hast. Du bist nicht vom Thron gestürzt worden. Auch wenn auf dieser Welt so vieles drunter und drüber geht, sitzt du auf dem Thron und hast alles in deiner Hand. Und Herr, deswegen möchten wir unser Leben in deine Hand geben. Wir möchten dir glauben und vertrauen. Du sollst König auch über unsere Herzen sein. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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