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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beleuchtet Christopher Kramp Offenbarung 4:3 und die Vision des Johannes vom Thron Gottes. Er erklärt die symbolische Bedeutung der Edelsteine Jaspis und Sardes, die Gottes Aussehen beschreiben, sowie des Smaragd-Regenbogens um den Thron. Der Regenbogen wird als ewiges Zeichen des Bundes Gottes für Gnade und die Abwesenheit von Zorn für diejenigen interpretiert, die Jesu Erlösung angenommen haben. Die Botschaft betont die perfekte Harmonie von Gottes Gerechtigkeit und Liebe.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf www.yolmedia.de und dass wir jetzt gemeinsam einen weiteren interessanten und spektakulären Vers aus Offenbarung Kapitel 4 gemeinsam studieren können. Wir wollen uns heute mit Vers 3 beschäftigen und dabei einen Vers anschauen, der uns buchstäblich ganz, ganz, ganz nah an den Thron Gottes bringt. Und da kann es nur eine Reaktion geben, nämlich auf die Knie niederzufallen und ihn zu bitten, dass wir richtig verstehen, dass wir von seiner Liebe, seiner Gnade so viel auftanken können, bis unser Herz ganz voll wird. Wollen wir gemeinsam mit einem Gebet starten? Und ich lade dich ein, dazu niederzuknien.

[1:54] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danke sagen, dass du zu uns sprichst, dass du in deiner grenzenlosen Güte es immer nur gut mit uns meinst. Herr, wir möchten dich um Vergebung bitten, wo wir mit unseren Gedanken, unseren Worten, Taten dich traurig gemacht haben. Wir möchten jetzt über das nachdenken, was Johannes im Thronraum des Universums an deinem Thron gesehen hat. Und Herr, wir realisieren, das ist heiliger Boden. Und so bitten wir dich, dass du uns vor Spekulation bewahrst, dass wir uns mit dem begnügen, was du offenbart hast, dass wir darauf unsere Augen richten, von der tiefen, tiefen Liebe, die du hast, ganz erfüllt werden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:52] Wir lesen Offenbarung 4 und dort Vers 3. Wir haben gesehen, wie in Vers 1 Johannes eine im Himmel geöffnete Tür gesehen hat und wie Jesus, der ja schon in Offenbarung 1 mit einer Posaunenstimme erschienen war und dann er ihm auch offenbart hatte, dass dieser Jesus ihn heraufgerufen hat: „Komm hier herauf.“ Und wir haben in Vers 2 gesehen, dass als Johannes in dieser Vision – er war ja nicht buchstäblich im Himmel – als er in der Vision im Himmel ist, ist das Erste: er sieht einen Thron. Und wir haben aus den Parallelstellen erschlossen, dass dies ein hoher und erhabener Thron sein muss. Und er sagt am Ende von Vers 2: „Und auf dem Thron...“ Und wir haben studiert und festgestellt, dass dies Gott der Vater ist. Und in Vers 3 beschreibt Johannes das, was er gesehen hat, als er Gott den Vater auf dem Thron gesehen hat. Er sagt hier in Vers 3: „Und der darauf saß, war in seinem Aussehen einem Jaspis und einem Sardesstein gleich. Und ein Regenbogen war rings um den Thron, der glich in seinem Aussehen einem Smaragd.“ Drei Edelsteine werden angesprochen: Jaspis, Sardes und Smaragd.

[4:40] Der Jaspis und der Sardesstein werden herangezogen, um das zu beschreiben, was Johannes sah, als er auf den Thron blickte und dort den Vater erblickte. Mit Sicherheit hat er nicht die gesamte konkrete Gestalt des Vaters sehen können, denn der Vater ist in ein Licht getaucht, das undurchdringlich ist, wie uns die Bibel sagt. Es heißt in 1. Timotheus Kapitel 6, Vers 16: „Der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann, ihm sei Ehre und ewige Macht. Amen.“ Johannes hat nicht buchstäblich den Vater auf seinem Thron gesehen. Er war in einer Vision. Wir werden schon noch sehen, wie mehrere Dinge in dieser Vision auch symbolischen Charakter haben, zum Beispiel wenn er dann das Lamm sieht.

[5:59] Es ist eine Vision dessen, was ein Mensch in der Vision von Gott, dem Vater, gerade noch sehen kann.

[6:10] Er war in seinem Aussehen einem Jaspis, einem Sardesstein gleich.

[6:19] Der Jaspis war in der Antike sehr begehrt. Er kann übrigens in sehr vielen verschiedenen Farben auftreten. In der Antike war er meistens grün, grünlich.

[6:36] In der Offenbarung wird er in Offenbarung 21 mehrmals erwähnt, dieser Jaspis.

[6:45] In Vers 11 heißt es über das neue Jerusalem, die heilige Stadt. Ab Vers 10 lesen wir: „Und er brachte mich im Geist auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel herabkam, welche die Herrlichkeit Gottes hat und ihr Lichtglanz gleich dem köstlichsten Edelstein wie ein kristallheller Jaspis.“

[7:11] Offensichtlich hatte Johannes, wenn er von einem Jaspisstein redet, etwas sehr Helles, Kristallhelles vor Augen. Ein besonders edler, köstlicher Edelstein.

[7:29] Nicht nur ist der Jaspis in seinem strahlenden Glanz eine geeignete Metapher, um den Lichtglanz von Neu-Jerusalem zu beschreiben. Wir lesen auch in Vers 18: „Und der Baustoff ihrer Mauer von Neu-Jerusalem war Jaspis und die Stadt war aus reinem Gold wie reines Glas.“ Wir wissen oft und sagen das oft, dass die Stadt Neu-Jerusalem aus Gold gebaut ist, aus transparentem Gold wie Glas. Aber vergessen meistens, dass die Mauern aus Jaspis sind, nicht aus Gold, aus Jaspis. Die Mauern sind aus dem

[8:05] Material, das Johannes in Offenbarung 4 mit der Gegenwart des Vaters selbst assoziiert.

[8:24] Wir sehen hier, dass der Vater auf dem Thron wie Jaspis erscheint. Und wir sehen, dass die Mauer von Neu-Jerusalem aus Jaspis gemacht ist. Könnte das vielleicht ein Hinweis darauf sein, dass die Mauern von Jerusalem in alle Ewigkeit etwas über den Vater ausdrücken?

[9:04] In Sacharja 2,9 wird uns gesagt, wie Gott selbst über sich sagt: „Und ich selbst“, spricht der Herr, „will eine feurige Mauer um sie her sein und Herrlichkeit in ihrer Mitte.“ Zur Zeit von Sacharja fragten sich die zurückgekehrten Juden: „Wie können wir hier in Jerusalem wohnen, solange die Mauer noch nicht mal aufgebaut ist?“ Hat Gott gesagt: „Ich will eine Mauer. Ich werde die Mauer für euch sein.“

[9:37] Die Mauer von Neu-Jerusalem wird uns beständig daran erinnern, dass unsere wahre Mauer, unser wahrer Schutz auch in alle Ewigkeit die Gegenwart des Vaters ist.

[9:56] Die Mauer, die uns beschützt und behütet.

[10:01] Offenbarung 21, Vers 19: „Und die Grundsteine der Stadtmauer waren mit allerlei Edelsteinen geschmückt. Der erste Grundstein ist ein Jaspis und dann kommen andere.“ Der Jaspis ist der erste Grundstein des neuen Jerusalems. Er kommt übrigens auch auf dem Brustschild des Hohen Priesters vor. 2. Mose 28, Vers 20. Dort werden ja 12 verschiedene Edelsteine benannt und es ist nicht immer ganz einfach, diese hebräischen Begriffe mit den modernen Edelstein-Kategorien in Verbindung zu bringen. Natürlich, weil auch wir heute eine zum Teil andere Einteilung der Edelsteine haben, weniger nach Aussehen, sondern mehr nach chemischen Strukturen, was natürlich die antiken Menschen damals noch nicht so haben einteilen können. Aber 2. Mose 28, Vers 20, und diese Identifikation ist ziemlich sicher, spricht hier unter anderem von einem Jaspis: „Die vierte Reihe, ein Chrysolith, ein Onyx und ein Jaspis. In Gold sollen sie gefasst sein bei ihrer Einsetzung.“ So auch in 2. Mose 39, Vers 13 und auch in Hesekiel 28, Vers 13 auf der Kleidung von Luzifer.

[11:21] Hesekiel 28 und dort Vers 13: „In Eden im Garten Gottes warst du mit allerlei Edelsteinen bedeckt, mit Sardes, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd und mit Gold.“

[11:39] Hier sehen wir auch einen anderen Stein noch, der jetzt auch hier vorkommt in Offenbarung 4 und dort Vers 3, nämlich der Sardes, hier in Hesekiel 28, Vers 13 als erstes genannt: „mit Sardes, Topas, Diamant und so weiter.“ Im Neuen Testament kommt dieser Sardesstein nur noch, ja, das stimmt nicht, auch noch in Offenbarung 21 dann vor, aber auch in Offenbarung 4, aber relativ selten eben auch. Und dieser Sardesstein ist, das wissen wir heute, nichts weiter als die besonders rote Variante des Karneol. Kann man ja mal googeln, wie der aussieht.

[12:24] Jaspis in der Antike, meistens waren darunter grüne Jaspissteine verstanden worden, auch wenn wir heute wissen, dass es ihn in verschiedenen Farben gibt. Der Sardes war meistens rot.

[12:43] Auch er auf dieser Liste gerade gelesen, Hesekiel 28, auch er in Offenbarung 21, Vers 20 unter den Grundsteinen des neuen Jerusalem. Das heißt hier in Offenbarung 21 und dort Vers 20: „Der fünfte ein Sardonix, der sechste ein Sardes, der siebte ein Chrysolith und so weiter.“ Muss ehrlich gestehen, man liest in Offenbarung 4 so schnell oft über diese Verse drüber und nimmt sich selten Zeit, mal drüber nachzudenken, wie das ausgesehen haben mag, was Johannes dort sah. Und das, was er sah, das durfte er ja sehen. Das hatte Gott ihm offenbart. Es gibt ja einen Grund, warum Gott das ihm so offenbart hat.

[13:31] Es gibt Dinge an Gott, die werden wir auf dieser Erde nie verstehen, aber wir dürfen zumindest wissen, dass als Johannes ihn sah, das Aussehen einem Jaspis und einem Sardesstein gleich war.

[13:51] Es muss auf jeden Fall einen enormen Eindruck auf ihn gemacht haben. So ganz anders als alles, was man von der Erde kennt.

[14:04] Ein so beeindruckend schillerndes, leuchtendes Wesen.

[14:17] Johannes sieht nicht nur den Vater auf dem Thron, er sieht auch etwas rings um den Thron und zwar einen Regenbogen, der – und da kommen wir gleich noch drauf – interessanterweise aussieht wie ein Smaragd.

[14:35] Der auch nicht ganz genauso, wie wir uns das vielleicht vorstellen würden.

[14:39] Wohl wahrscheinlich mit einem gewissen grünlichen Schimmer, denn ein Smaragd ist ja meistens dunkelgrün.

[14:51] Ein Regenbogen wie ein Smaragd.

[14:54] Aber zunächst einmal müssen wir uns die Frage stellen, warum ist da ein Regenbogen um den Thron Gottes? Und sofort fällt uns die Geschichte ein, in der die Existenz des Regenbogens erklärt wird in 1. Mose Kapitel 9 nach der Sintflut.

[15:12] Vor der Sintflut hat es nie geregnet. Nach der Sintflut gab es jetzt die Befürchtung oder hätte es potenziell die Befürchtung geben können, wenn es wieder regnet. Das einzige Mal, dass es bisher geregnet hatte in den 1600 über 50 Jahren, 1656, 57 Jahren der Weltgeschichte, das einzige Mal, es geregnet hatte, gab es einen Weltuntergang. Die potenzielle Angst bestand jetzt, wenn es wieder regnet, könnte wieder die Welt untergehen und Gott möchte den Menschen deutlich machen: Das wird nicht noch einmal passieren.

[15:46] Und so sagt er hier ab Vers 11: „Und ich will meinen Bund mit euch aufrichten, dass künftig nie mehr alles Fleisch von dem Wasser der Sintflut ausgerottet wird und dass auch keine Sintflut mehr kommen soll, um die Erde zu verderben.“ Und Gott sprach: „Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich festsetze auf ewige Geschlechter hin zwischen mir und euch und allen lebendigen Wesen, die bei euch sind. Meinen Bogen setze ich in die Wolken.“

[16:12] Achten wir darauf. Interessant, oder? Er sagt nicht einen Bogen, er sagt: „Meinen Bogen setze ich in die Wolken.“ Denn dieser Bogen wird hier nicht erfunden. Ihn gibt es schon immer am Thron Gottes.

[16:33] Meinen Bogen setze ich in die Wolken. Das, was am Thron Gottes schon immer da ist, wird jetzt hier sichtbar auf der Erde.

[16:46] Jeder Regenbogen, den wir sehen, ist eine kleine Erinnerung an den Thron Gottes.

[17:01] Jedes Mal, wenn Sonne und Regen zusammenkommen und dieser Regenbogen entsteht, sollen wir an den Thron Gottes und an seine Regierung erinnert werden. So hatte Gott das geplant. Ich glaube, so hat das von Anfang an bei der Schaffung der Welt, er hat ja alle Dinge kommen sehen, geplant, möglich gemacht, die Physik so eingerichtet, dass das dann so sein wird.

[17:25] Vers 13: „Meinen Bogen setze ich in die Wolken. Der soll ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde.“ Der Regenbogen ist nur ein Zeichen. Das eigentlich ist der Bund. „Wenn es nun geschieht, dass ich Wolken über die Erde sammle und der Bogen in den Wolken erscheint, dann will ich an meinen Bund gedenken, der zwischen mir und euch und allen lebendigen Wesen von allem Fleisch besteht, dass künftig die Wasser nicht mehr zur Sintflut werden sollen, die alles Fleisch verdirbt. Darum soll der Bogen in den Wolken sein, dass ich ihn ansehe und an den ewigen Bund gedenke zwischen Gott und allen lebendigen Wesen von allem Fleisch, das auf der Erde ist.“ Es ist ja nicht so, dass Gott erst auf die Erde schauen muss und dann sagt: „Ach ja, ich wollte die Erde nicht vernichten.“ Nein, nein, nein, denn der Regenbogen ist ja um seinen Thron. Er sieht ihn ja direkt, wenn er auf dem Thron sitzt.

[18:15] Sein Zeichen für uns, dass wir wissen dürfen, Gott hält sich an seinen Bund. Er verspricht etwas und hält es dann noch. Wir sind anders. Wir versprechen Dinge, vergessen es, ignorieren es, ändern unsere Meinung. Gott ändert seine Meinung nicht.

[18:32] Sein Bund bleibt.

[18:36] Und Gott sprach Vers 17 zu Noah: „Das ist das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch, das auf der Erde ist.“ Der Regenbogen in 1. Mose 9 ist ein Zeichen dafür, dass es keine Vernichtung der Erde durch Wasser mehr geben wird. Und der entsteht, wenn der Regen, der einmal als Strafgericht zur Vernichtung der Erde benutzt worden ist, bei der Sintflut auf die Sonne trifft.

[19:08] Interessant ist jetzt, wie dieses Bild vom Propheten Jesaja verwendet wird. Wie Gott dem Propheten Jesaja zeigt, dass dieser Regenbogen auch eine geistliche Bedeutung für das Evangelium hat.

[19:19] Jesaja 54.

[19:27] Jesaja 54. Denn dort sagt Gott jetzt selbst, Vers 9.

[19:32] Vielleicht lesen wir ab Vers 8. Jesaja 54, Vers 8: „In überwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will ich mich über dich erbarmen“, spricht der Herr, dein Erlöser. „Und das, also die Gnade soll mir sein wie die Wasser Noahs, denn wie ich geschworen habe, dass die Wasser Noahs nie mehr die Erde überfluten sollen – das Zeichen dieses Schwurs ist der Regenbogen –, so habe ich geschworen, dass ich nie mehr über dich zornig werden noch dich schelten werde.“

[20:09] Das heißt, der Regenbogen steht für die Botschaft: kein Zorn.

[20:37] Das bedeutet nicht, dass Gott nie wieder zornig sein wird über die Welt. Die Bibel sagt ganz deutlich, es kommt der Tag, wo er seinen Zorn ausgießt. Dieser Zorn oder anders, diese Botschaft „kein Zorn“ bezieht sich auf diejenigen, die in der und unter der Gnade leben, der ewigen Gnade. Wer die Gnade annimmt, ist nicht mehr unter dem Zorn.

[21:06] Und zwar so sicher, wie wir wissen dürfen, es gibt keine Sintflut. So sicher gibt es keinen Zorn für die, die in der Gnade sind, die Gott uns schenkt. Und wenn wir uns die Frage stellen, was für eine Gnade ist das, dann haben wir in Jesaja 53 im Kapitel davor genau die Beschreibung dessen: Jesus nimmt die Strafe auf sich.

[21:29] Vers 5: „Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre wie Schafe. Jeder wandte sich auf seinen Weg, aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn.“ Warum gibt es keinen Zorn mehr unter dem Regenbogen der Gnade des Bundes Gottes? Weil die Strafe schon bezahlt ist. Die ist nicht abgeschafft, die ist bezahlt.

[21:55] Und deswegen gibt es diese Botschaft „keinen Zorn“ nur für die, die unter der Gnade sind. Für alle, die nicht unter diesem Regenbogen sind, die die Gottes Gnade ablehnen, gibt es immer noch Zorn. Gott ist langsam zum Zorn, aber nicht unfähig. Aber es gibt keinen Zorn für die, die Gnade Jesu angenommen haben.

[22:13] Und deswegen geht die Einladung in Jesaja 55, Vers 6: „Sucht den Herrn, solange er zu finden ist, ruft ihn an, während er nahe ist. Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken und er kehre um zu dem Herrn. So wird er sich über ihn erbarmen und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.“ Vers 1: „Wohl an, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst. Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch.“ Er sagt in Vers 3: „Neigt eure Ohren und kommt her zu mir. Hört, so wird eure Seele leben, denn ich will euch einen ewigen Bund gewähren. Die Gnadengüter Davids, die zuverlässig sind.“ Gottes Verheißung, der Gnade, der ewige Bund.

[23:03] Der in Jeremia 31 der neue Bund genannt wird. In Jeremia 32 der ewige Bund, dass Gott gerecht ist und uns rechtfertigen kann, weil er selbst in der Person von Jesus Christus die Strafe auf sich genommen hat.

[23:22] Wir können uns auf Gottes Gnade so verlassen wie auf die Tatsache, dass es keine Sintflut mehr gibt. Der Regenbogen erinnert uns nicht nur daran, Gott wird nicht mehr eine Sintflut schicken, erinnert uns auch daran, solange wir in der Gnade sind, gibt es keinen Zorn.

[23:36] Paulus hat das verstanden in Hesekiel – Verzeihung – in Römer Kapitel 8 und dort Vers 1.

[23:44] In Römer Kapitel 8 und dort Vers 1.

[24:03] Römer 8, Vers 1 sagt Paulus: „So gibt es jetzt keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind, die nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist, die die Gnade angenommen haben, im Bund Gottes leben, die eine Veränderung erfahren haben, denen ein neues Herz gegeben worden ist, denen Gott das Gesetz in das Herz schreiben kann, die unter seiner Gnade leben, die sind nicht mehr unter der Verdammnis.“ Und zwar so sicher, so sicher wie es keine Sintflut mehr geben wird, solange sie in der Gnade sind, gibt es keinen Zorn. Und jeder Regenbogen, lieber Freund, liebe Freundin, den du siehst, ist ein Symbol dafür.

[24:49] Auch Hesekiel hatte den Regenbogen gesehen, oder er schreibt zumindest in Hesekiel Kapitel 1, Vers 28, als auch er so eine Vision vom Thron Gottes hat. Wir haben ja schon erwähnt, dass Hesekiel 1 und Offenbarung 4 eine Reihe von interessanten Parallelen haben. Wir werden noch mehr entdecken, aber eine ist hier in Hesekiel 1, Vers 28: „Wie der Bogen aussieht, der an einem Regentag in den Wolken erscheint, so war auch der Glanz ringsum anzusehen. So war das Aussehen der Erscheinung der Herrlichkeit des Herrn. Als ich sie sah, fiel ich auf mein Angesicht und ich hörte die Stimme von einem, der redete.“ Übrigens, wenn Jesus später in Offenbarung 10, Vers 1 der Welt die Adventbotschaft predigt, indem er das Buch Daniel geöffnet hat, die Botschaft, die jetzt die ganze Welt erreichen soll als das ewige Evangelium, dann hat er unter anderem als eines seiner kennzeichnenden Attribute in Offenbarung 10, Vers 1: „Regenbogen auf seinem Haupt und ich sah einen anderen starken Engel aus dem Himmel absteigen, bekleidet mit einer Wolke. Und ein Regenbogen war auf seinem Haupt und sein Angesicht war wie die Sonne und seine Füße wie Feuersäulen.“ Wenn Jesus die Adventbotschaft der Welt bringt, dann geht es vor allem darum,

[26:11] um das ewige Evangelium, den ewigen Bund Gottes Gnade und seine Gerechtigkeit.

[26:25] sind in völliger Harmonie. Uns wird gesagt,

[26:31] Review und Herold, 13. Dezember 1892: „So wie der Bogen in den Wolken geformt wird durch die Vereinigung von Sonnenlicht und dem Regen, wo Sonnenlicht und Regen gleichzeitig sind, so repräsentiert der Regenbogen, der den Thron umkreist, umzirkelt und umgibt. Er repräsentiert die vereinte Kraft, die kombinierte Kraft von Gnade und Gerechtigkeit. Es ist nicht allein Gerechtigkeit, die aufrechterhalten werden soll, denn das würde die Herrlichkeit des Regenbogens, der Verheißung über dem Thron verdunkeln.“

[27:18] Es geht nicht nur um Gerechtigkeit, es geht um Gerechtigkeit und Gnade gleichzeitig.

[27:32] Selbe Zeitschrift, 1. Januar 1889: „Der Regenbogen ist ein Symbol für Gnade und Liebe.“ Der Regenbogen um das Haupt von Jesus Christus. Ein Symbol für Gnade und Liebe am Thron Gottes, wo das Gesetz Gottes ist, da zeigt der Regenbogen, dass Gott gleichzeitig absolut gerecht und absolut liebevoll ist.

[28:05] Der Regenbogen in der Höhe ist auch ein Zeichen für Gottes Kinder, für seinen Bund des Friedens.

[28:16] So wie der Bogen in den Wolken resultiert aus der Einheit von Sonnenschein und Regenschauer, so repräsentiert der Bogen über Gottes Thron die Verbindung von Gnade und von seiner Gnade und seiner Gerechtigkeit. Der sündigen, aber bereuenden Seele sagt Gott: „Lebe du.“

[28:38] „Ich habe ein Lösegeld gefunden. Ich habe ein Opfer gefunden.“

[28:46] Die Botschaft des Regenbogens ist: „Weil Jesus für uns gestorben ist, kann ich leben.“

[28:55] Und Gott drückt dabei nicht die Hühneraugen zu. Gott sagt, na ja, okay. Gott sagt: „Ich kann dir vergeben, weil der Preis ist bezahlt. Und du musst nicht Angst haben, dass ich irgendwann meine Meinung ändere und sag, ah, jetzt werde ich doch ein bisschen wieder nach dem Genauen sehen.“ Nein, die Gerechtigkeit ist nicht aufgehoben, wenn ich dir vergebe.

[29:25] Education 177 wird der Regenbogen das Zeichen der göttlichen Gnade genannt. Dieser Regenbogen ist nicht nur ein kleiner Stern am Kleid Gottes des Vaters, nein, er umgibt den gesamten Thron, das Zeichen der göttlichen Gnade und Liebe.

[29:48] Anderes Zitat: „Der Regenbogen der Verheißung, der den Thron im Himmel umkreist und umgibt, ist ein ewiges Zeugnis, dass...“

[29:55] umgibt, ist ein ewiges Zeugnis, dass Gott die Welt so sehr geliebt hat, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." Der Regenbogen am Thron Gottes, den Johannes in Offenbarung 4 sieht, ist ein ewiges Zeugnis für Johannes 3, Vers 16. Johannes sieht in der Vision den Thron Gottes mit dem Zeichen für das, was er selbst dann im Evangelium aufgeschrieben hat. Aber das, was Johannes im Evangelium aufschreibt, ist ja nur in menschliche Worte ausgedrückt. Was die Vertreter ungefallener Welten und die Engel seit Jahrtausenden studieren, ist der Thron Gottes. Wer zum Thron Gottes kommt, um anzubeten, der wird überwältigt mit einem Anblick, der ihn auf dieses Geheimnis hinweist, wie Gnade und Gerechtigkeit...

[31:02] Noch ein Zitat: So wie der Regenbogen, der im Himmel um den Thron Gottes dargestellt wird und auch über dem Kopf Christi in Offenbarung 10, ist ein Symbol für Gottes Gnade, die die ganze Erde umfasst.

[31:24] Noch ein Zitat: Achter Band der Zeugnisse, Seite 23. Der Regenbogen über dem Thron ist eine Zusicherung, dass Gott treu ist, dass er wahr ist, dass in ihm keine Veränderung ist, kein Schatten des Wechsels. Wir haben gegen ihn gesündigt und haben seine Gnade nicht verdient. Doch er hat diese wunderschönste Bitte in unsere Lippen gesetzt. Jeremia 14 und dort Vers 21. Ich lese es hier aus der deutschen Bibel direkt. Sie nennt es die schönste Bitte. Jeremia 14, Vers 21: "Verwirf uns nicht um deines Namens willen. Lass nicht den Thron deiner Herrlichkeit in Unehre fallen. Gedenke an deinen Bund mit uns und löse ihn nicht." Auch wenn wir um Gnade bitten, dann bitten wir darum, dass Gott das tut, was um seinen gesamten Thron symbolisch dargestellt ist.

[32:28] Gnade ist nicht eine Option unter vielen, die Gott mal versucht und mal ausprobiert, sondern sie umgibt seinen gesamten Thron. Sie sagt weiter: "Er hat sich selbst verbürgt, dass er unserem Schreien Aufmerksamkeit schenkt, wenn wir zu ihm kommen und unsere Unwürdigkeit und Sünde bekennen. Die Ehre seines Thrones ist dafür eingesetzt, für die Erfüllung seines Wortes zu uns. Mit anderen Worten, wenn er uns nicht Gnade schenkt, obwohl wir es brauchen und darum bitten, dann würde sein gesamter Thron entehrt werden." Und deswegen sagt Jesus, wenn er auf die Erde kommt und das Evangelium erklärt, das Reich Gottes, weil das Evangelium nicht einfach nur eine Option unter vielen im Portfolio Gottes ist, sondern weil das gesamte Königreich Gottes, das Ergebnis von diesem Thron, von diesem Regenbogen, eben genau davon umgeben ist, von dem Gedanken, dass Gott gleichzeitig gerecht und gnädig ist und jedem reuevollen Sünder gerne vergibt und es keinen Zorn für ihn gibt. Weil der Zorn Gottes schon auf Jesus ruhte.

[33:55] Ein Regenbogen wie ein Smaragd. Dieser Smaragd kommt auf der Kleidung des Hohen Priesters vor und auch in der Kleidung von Luzifer in Hesekiel 28 und auch als Fundament der Stadt Neu-Jerusalem.

[34:22] Unserer ewigen Existenz ist das, was hier auf dem Thron passiert.

[34:32] Und ich glaube, dass Gott dem Luzifer zeigen wollte, dass all sein Glanz und seine Herrlichkeit nur deswegen existierten, weil Gott so liebevoll ist.

[34:54] ins Heilige geht und dort die Namen des Volkes auf seiner Brust trägt, dann sind das nicht einfach nur Namensschilder. Diese Namen sind auf Edelsteine eingraviert, die den Vater und den Regenbogen repräsentieren. Der Hohepriester bringt nicht einfach nur Namen, er bringt Namen verbunden mit Erinnerungen daran, dass all das, was dort auf den Namen steht, also diese Namen, die dort stehen, verbunden sind mit dem Thron Gottes, dass Gott sich mit seinem Volk verbindet.

[35:38] Er sagt: "Ich habe dich auf meine Hände geschrieben."

[35:46] So stehen die Namen der Israeliten auf Smaragd und Jaspis und Sarder und all diesen Edelsteinen, all diese Edelsteine, die uns an den Thron Gottes erinnern sollen.

[36:03] Ein Aufruf an dich und an mich. Testimonies, Band 1, Seite 57: "Lasst uns durch den Glauben auf den Regenbogen schauen, der um den Thron herum ist. Die Wolke der Sünden, die man bekannt hat, ist hinter ihm." Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du auf den Regenbogen schaust, dann darfst du wissen, dass alle Sünden, die du bekannt hast, als Wolke hinter dem Regenbogen sind, dahinter.

[36:37] Der Regenbogen der Verheißung ist eine Zusicherung an jede demütige, zerknirschte, glaubende Seele, dass sein Leben mit Christus eins ist und dass Christus eins mit Gott ist. Der Zorn Gottes wird nicht auf eine Seele fallen, die in ihm Zuflucht sucht. Ist deine Seele unter dem Regenbogen? Ist dein Herz unter dem Regenbogen? Sind deine Augen auf den Regenbogen um den Thron Gottes gerichtet? Und weißt du, dass alle deine Sünden wie eine Wolke dahinter sind?

[37:28] dass Gott dir vergibt, nicht weil er mal seine Regeln ändert, sondern weil Jesus den gesamten Preis für deine Sünden bezahlt hat. Und wenn er dir jetzt vergibt, ist er gleichzeitig gerecht. Gerecht und gnädig. Das ist ein Angebot an dich. Und ich möchte heute dieses Angebot für mich erneut in Anspruch nehmen, jeden Tag aufs Neue. Ich möchte da bleiben, diesen Regenbogen nicht verlassen. Du auch? Dann lass uns auch gemeinsam beten.

[38:08] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du den Johannes das hast sehen lassen. Wir können uns kaum ein richtiges Bild davon machen, was er da wirklich gesehen hat. Jetzt musst du.


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