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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


Dieses Video beleuchtet Offenbarung 4:5, wo Johannes Blitze, Donner und Stimmen vom Thron Gottes sowie sieben Feuerfackeln, die den Heiligen Geist symbolisieren, sieht. Christopher Kramp verbindet diese himmlischen Phänomene mit den Ereignissen am Berg Sinai und Pfingsten, um Gottes aktive Präsenz und seine Macht zur Rettung und Befähigung seines Volkes zu verdeutlichen. Die Botschaft unterstreicht die direkte und verstärkte Verbindung zwischen Gottes Thron und seiner Gemeinde durch den Heiligen Geist.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.yolenmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid zu einem neuen Vers hier in Offenbarung Kapitel 4. Wir haben das Vorrecht, mit Johannes sozusagen einen Blick in den himmlischen Gottesdienst zu werfen, in den himmlischen Thronraum. Und nachdem wir das letzte Mal über die 24 Ältesten, Vers 4, gesprochen haben, wollen wir heute uns Vers 5 zuwenden. Bevor wir uns damit ausführlicher beschäftigen, möchten wir aber das tun, worum es eigentlich in diesem Kapitel und auch im nächsten Kapitel zentral geht, nämlich um die Anbetung. Wir wollen Gott anbeten. Wir wollen ihn bitten, dass er jetzt unser Studium segnet. Und wenn es dir möglich ist, dann lade ich dich ein, mit mir dazu niederzuknien.

[1:42] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen von ganzem Herzen, dass wir jetzt über dein Wort nachdenken können. Bitte schenk du uns Kraft und Weisheit, es richtig zu verstehen. Bitte gib, dass wir in unserem Studium dir persönlich begegnen. Sprich du zu unserem Herzen und hab Dank, dass du jetzt unser Lehrer sein wirst im Namen Jesu. Amen.

[2:13] Offenbarung Kapitel 4 und dort Vers 5. Johannes ist im Thronraum Gottes in einer Vision, natürlich nicht leibhaftig, sondern in einer Vision, wie er in Vers 2 sagt. Und er sieht dort einen Thron und er sieht auf dem Thron Gott Vater sitzen, gleich einem Jaspis und einem Sardesstein gleich. Er sieht ein Regenbogensymbol des Bundes um den gesamten Thron und er sieht 24 Throne um diesen Thron und 24 Älteste auf diesen Thronen sitzen. All das haben wir uns schon angeschaut. Wir lesen jetzt in Offenbarung 4 und dort Vers 5: "Und von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind."

[3:09] Mehrmals in der Offenbarung finden wir diesen Gedanken, dass dort Blitze, Donner und Stimmen zu sehen sind. Zum Beispiel in Offenbarung 8 und dort Vers 5. Dort heißt es am Ende des Verses: "Und es geschahen Stimmen und Donner und Blitze und dann sogar noch ein Erdbeben." Und auch einige andere Verse in Offenbarung haben diese Idee. Sie kommt hier in Offenbarung 4 zum allerersten Mal in der Offenbarung vor. Also alle anderen Vorkommen später kann man sicherlich besser verstehen, wenn man das hier in Offenbarung 4 sich genauer angeschaut hat.

[3:50] Vom Thron gehen Blitze, Donner und Stimmen aus. Wir haben also hier in Offenbarung 4 Vers 5 Blitze, Donner und Stimmen. Das griechische Wort für Stimmen, *phon*, ist eigentlich nichts anderes als Klänge. Bei Stimmen, da denkt man immer gleich vielleicht an menschliche Stimmen, die irgendwie so im Hintergrund irgendetwas reden oder so, aber das ist gar nicht notwendigerweise der Fall. Blitze, Donner oder einfach Klänge wäre eine genauso gute Übersetzung.

[4:35] Und wenn man sich die Frage stellt, woher kennen wir dieses Bild, dass irgendwo Blitze, Donner und ein Klang wahrzunehmen waren, dann kommt man schnell darauf, dass im Alten Testament es eine Geschichte gibt, wo alle diese drei zu finden sind, nämlich am Sinai in 2. Mose 19 und dort in Vers 16. Es heißt hier in 2. Mose 19, Vers 16: "Und es geschah, als der dritte Tag kam und es noch früh am Morgen war, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke lag auf dem Berg und es ertönte ein sehr lauter Schall von Schofarhörnern, ein Klang sozusagen. Der Klang, der Schall der Schofarhörner, erschreckte das ganze Volk, das im Lager war." Ich glaube, das ist kein Zufall.

[5:31] 2. Mose 20 Vers 18 noch mal eine ähnliche Beschreibung. Nachdem Gott seine zehn Gebote gesprochen hat zum ganzen Volk in Vers 18: "Und das ganze Volk nahm das Donnern und die Flammen wahr und den Schall der Schofarhörner und den rauchenden Berg. Als nun das Volk dies wahrnahm, zitterte es und stand von Ferne." Blitze, Donner und Klänge sind für jemanden, der das Alte Testament gut kannte, wie Johannes, eine Chiffre sozusagen oder besser gesagt ein Hinweis auf den Sinai.

[6:05] Am Sinai hat Gott die zehn Gebote gegeben und sein Königreich erklärt. Das heißt ja in 2. Mose 19 und dort Vers 5 und 6: "Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein eigen, mein besonderes – Verzeihung – mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst."

[6:41] Johannes schaut in der Offenbarung in den Thronraum Gottes, wo Gott auf einem Thron sitzt als König und um ihn herum die 24 Ältesten als Könige. Er sieht sozusagen die Zentrale des Königreiches Gottes und er sieht dort Blitze, Donner und Stimmen.

[7:02] Mit anderen Worten, auf dem Sinai hat Gott sein Königreich erklärt. Die zehn Gebote, die Grundlage seines Reiches. In der Offenbarung sieht Johannes den Thronraum und er sieht dort den Thron. Und wenn wir an das Heiligtum denken, wissen wir natürlich, das Heiligtum offenbart, dass Gott auf der Bundeslade thront, wo die zehn Gebote sich drin befinden als Grundlage seiner Herrschaft.

[7:30] Offenbarung 4 zeigt also, dass im Neuen Testament das, was am Sinai geschah, nicht abgeschafft ist. Das Neue Testament hat nicht den Sinn überwunden, sondern wir sehen hier, wie das Alte und das Neue Testament harmonisch zusammenkommen. Paulus hat denselben Gedanken gesagt, als er in Hebräer 12 deutlich machte, was er hier ab Vers 18 beschreibt.

[7:57] Hebräer 12 ab Vers 18: "Denn ihr" – er meint die Christen – "denn ihr seid nicht zu dem Berg gekommen, den man anrühren konnte und zu dem glühenden Feuer, noch zu dem Dunkel der Finsternis und dem Gewittersturm und noch zu dem Klang der Posaune und dem Donnerschall der Worte, bei dem die Zuhörer baten, dass das Wort nicht weiter zu ihnen geredet wurde." Hier haben wir diese Beschreibung von Donner und Klängen und Blitzen und Finsternis und Gewittersturm.

[8:24] Und dann lesen wir weiter in Vers... Er sagt also, ihr seid nicht zu diesem Berg gekommen, sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem und zu zehntausenden von Engeln, zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind und zu Gott, dem Richter über alle und zu den Geistern der vollendeten Gerechten und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als das Blut Abels.

[8:54] Er macht also den Punkt und sagt, die Israeliten im Alten Testament waren am Sinai, ihr aber seid beim neuen Jerusalem auf dem himmlischen Berg Zion. Das ist das, was Johannes in Offenbarung sieht. Er sieht den Thronraum Gottes.

[9:11] Vers 25: "Habt Acht, dass ihr den nicht abweist, der redet. Denn wenn jene nicht entflohen sind, die den abgewiesen haben, der auf der Erde göttliche Weisung verkündete, wie viel weniger wir, wenn wir uns von dem abwenden, der es vom Himmel herab tut." Paulus sagt, so wie die Israeliten Gottes Gesetz auf dem irdischen Berg Sinai empfangen oder bestätigt bekommen haben – in gewisser Weise ja auch im Grunde genommen –, so hat die christliche Gemeinde dasselbe Gesetz bestätigt bekommen, aber nicht auf einem irdischen Berg, sondern vom Himmel selbst, wo Jesus, unser Fürsprecher, der Mittler des neuen Bundes ist.

[9:55] Die Offenbarung, sagt Paulus, im neuen Jerusalem ist noch gewaltiger, noch größer, noch umfassender als die am Sinai. Und so finden wir hier die Offenbarung in Offenbarung 4, wie Johannes jetzt genau das sieht im Himmel, was die Israeliten am Berg Sinai gesehen haben: Blitze, Donner und Klänge.

[10:31] Was soll das ausdrücken? Psalm 18 und dort ab Vers 7. Vielleicht haben wir im ersten Moment den Eindruck, das macht ja Angst, dieser Gewittersturm und der Donner. Aber lesen wir Psalm 18 und dann werden wir eine neue Perspektive bekommen. David singt hier über seine persönliche Erfahrung, wie Gott ihn gerettet hat aus großer Gefahr. Er singt ja in Vers 2: "Ich will dich von Herzen lieben, oh Herr, meine Stärke. Der Herr ist mein Fels, meine Burg und mein Retter. Mein Gott ist mein Fels, bei dem ich mich berge." Er erzählt, was Gott für ihn getan hat. Und er beschreibt in Vers 5, wie die Fesseln des Todes ihn umfingen, wie die Ströme Belials ihn schreckten, die Fesseln des Totenreiches ihn umschlangen und so weiter. Und dann beschreibt er, wie Gott eingegriffen hat.

[11:22] Er sagte in Vers 7: "In meiner Bedrängnis rief ich zu dem Herrn – Verzeihung – rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott: Er hörte meine Stimme in seinem Tempel." Mein Schreien vor ihm drang zu seinen Ohren. Den Tempel in Jerusalem gab es noch gar nicht, als David dieses Lied sang. David muss den himmlischen Tempel meinen, in den Johannes jetzt hineinblicken konnte. Das himmlische Heiligtum. Er sagt: "Meine Gebete gingen direkt in das himmlische Heiligtum und schauen wir, was passierte."

[11:57] Vers 8: "Es bebte und zitterte die Erde. Die Grundfesten der Erde wurden erschüttert und bebten, weil er zornig war. Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrendes Feuer aus seinem Mund. Feuersglut sprühte daraus hervor. Er neigte den Himmel und fuhr herab und dunkel war unter seinen Füßen. Er fuhr auf dem Cherub und flog daher. Er schwebte auf den Flügeln des Windes. Er machte Finsternis zu seiner Hülle, dunkle Wasser, dichte Wolken zu seinem Zelt um sich her. Aus dem Glanz vor ihm gingen seine Wolken über von Hagel und Feuersglut. Dann donnerte der Herr in den Himmeln. Der Höchste ließ seine Stimme erschallen, Hagel und Feuersglut. Er schoss seine Pfeile ab und zerstreute sie. Er schleuderte Blitze und streckte sie."

[12:49] Blitze, Donner, Stimmen, Klänge und noch viel mehr, was hier poetisch beschrieben wird. Warum? Vers 16: "Da sah man die Gründe der Wasser und die Grundfesten des Erdkreises wurden aufgedeckt vor deinem Schelten, Herr, vor dem Schnauben deines grimmigen Zornes." Warum tut Gott all das? Vers 17: "Er streckte seine Hand aus von der Höhe und er griff mich. Er zog mich aus großen Wassern. Er rettete mich von meinem mächtigen Feind und von meinen Hassern, die mir zu stark waren."

[13:20] Die Christen zur Zeit von Johannes werden verfolgt. Sie werden getötet. Sie werden verbannt, wie Johannes auf die Insel Patmos verbannt worden ist. Unter Domitian geht es den Christen sehr, sehr schlecht. Wir haben das im Zusammenhang mit Offenbarung 1 damals studiert. David sagt: "Als ich verfolgt wurde, hat Gott eingegriffen. Er hat mich gerettet. Er hat vom Himmel gehört und mich erlöst. Er hat mir geholfen und er beschreibt das mit Worten wie Donnern, Blitzen, Stimmen."

[14:01] Mit anderen Worten, wenn Johannes im Thronraum Gottes inmitten dieses Gottesdienstes Donner, Blitze und Stimmen hört, dann ist das nicht dazu da, ihm Angst zu machen. Das ist genau das, was Mose den Israeliten sagte, als die Angst bekamen angesichts der Blitze, Stimmen und Donner. In 2. Mose 20, Vers 20, heißt es: "Mose aber sprach zum Volk: 'Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt.'" Gott zeigt seine Kraft, um uns zu retten, nicht nur vor den verfolgenden Römern, sondern von der Sünde.

[14:46] Nein, das sind nicht nur Licht- und Klangeffekte, um den Gottesdienst etwas spektakulärer zu machen. Diese Beschreibung von Blitzen, Donnern und Stimmen soll sagen: Gott ist aktiv dabei, für sein Volk zu kämpfen, für sein Volk alles zu geben, um es zu retten.

[15:10] Psalm 68 und dort Vers 36: "Furchtgebietend erweist du dich, oh Gott, von deinem Heiligtum aus. Der Gott Israels verleiht seinem Volk Macht und Stärke."

[15:38] Die Machtdemonstration im himmlischen Heiligtum zeigt, dass Gott seinem Volk Kraft und Stärke verleiht. Das steht hier: "Der Gott Israels verleiht seinem Volk Macht und Stärke." Als er am Sinai mit Blitzen, Donnern und Klängen den Israeliten begegnet ist, wollte er ihnen nicht Angst machen. Er wollte ihnen sagen, ihr seid mein Königreich, ein Königreich von Priestern. Ihr sollt in dieser Welt ein Licht sein. Ihr sollt die Kraft des Evangeliums verbreiten. Diese Kraft, die sich hier zeigt, die ist bereit, um euch von der Sünde zu erlösen und euch zu befähigen, anderen Menschen diese gute Nachricht weiterzugeben. Die Christen zur Zeit von Johannes sind in der Verfolgung. Sie sind vielleicht menschlich gesehen schwach, aber Gott sagt, ich will vom Heiligtum aus euch Macht geben, Kraft und Stärke.

[16:32] Johannes sieht an diesem Thron sieben Feuerfackeln, die direkt dort vorstehen. Das heißt, dort davor stehen. Das heißt in Vers 5 von Offenbarung 4: "Und von dem Thron gingen Blitze und Donner und Stimmen aus und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind." Sieben Leuchter im himmlischen Heiligtum. Der siebenarmige Leuchter steht im Heiligen. Johannes befindet sich nicht im Allerheiligsten.

[17:05] Es gibt einige, die glauben, dass Johannes hier bereits das Untersuchungsgericht seit 1844 gesehen hat, aber das ist so, wie wir noch an vielen anderen Stellen sehen werden, offensichtlich nicht der Fall. Er befindet sich im Heiligen.

[17:20] Und wenn jemand sagt, aber wie kann Gottes Thron im Heiligen sein, dann können wir mit der Bibel antworten.

[17:23] Hesekiel sah den Thron Gottes sogar in den Ebenen von Babylon, beweglich – natürlich dort als Vision. Aber der Punkt hier ist, der Thron Gottes ist beweglich.

[17:38] In Daniel 7 und dort in Vers 9 lesen wir unter anderem über den Thron Gottes: "Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron war Feuerflammen und seine Räder ein brennendes Feuer." Dieser Thron bewegt sich. Er wird zum Gericht aufgestellt. Das heißt, er steht im Gericht an einem Ort, wo er vorher nicht stand. Bevor das Gericht also beginnt, steht der Thron woanders, als er später steht. Er steht also dann nicht im Allerheiligsten zunächst, sondern erst im Heiligen und dann später im Allerheiligsten.

[18:19] Der Thron Gottes und davor sieben Feuerfackeln.

[18:29] Übrigens wird später in Offenbarung dann die Bundeslade sichtbar. In Offenbarung 11, dann ist der Weg ins Allerheiligste offen.

[18:38] Die sieben Geister Gottes, die haben wir schon in Offenbarung 1, Vers 4 kennengelernt. Dort heißt es: "Johannes an die sieben Gemeinden, die in Asia sind. Gnade sei mit euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind."

[18:59] Wir haben damals, als wir das vor einiger Zeit studiert haben, festgestellt, dass Jesaja 11 Vers 1 und 2 diese sieben Geister, diese sogenannten sieben Geister, eindeutig identifiziert. In Jesaja 11, Vers 1 und 2 heißt es über den Messias: "Und es wird ein Zweig hervorgehen aus dem Stumpf Isais, ein Spross hervorbrechen aus seinen Wurzeln. Und auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn." Die sieben Geister sind sieben Aspekte des Heiligen Geistes.

[19:41] Die sieben Feuerfackeln, Symbol für den Heiligen Geist, der dort am Thron Gottes zu sehen ist. Johannes der Täufer hatte gesagt, Jesus würde mit Heiligem Geist und mit Feuer taufen. Feuer in der Bibel ist ein Symbol für die Liebe Gottes.

[19:58] Römer 5 Vers 5 sagt, dass durch den Heiligen Geist die Liebe Gottes in unser Herz kommt. Als der Heilige Geist ausgegossen worden ist, waren dort Feuerflammen auf den Köpfen der Apostel.

[20:15] Hier haben wir noch den Vers in Römer 5, Vers 5: "Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist."

[20:28] Aber wenn wir an sieben Feuerfackeln denken, dargestellt hier und symbolisch für den Heiligen Geist, dann fällt uns, wenn wir Offenbarung bisher gründlich gelesen haben, natürlich sofort ein, dass wir schon einmal so etwas Ähnliches gesehen haben, nämlich in Offenbarung 1, nämlich sieben Leuchter, die haben ja auch Feuer.

[20:51] In Offenbarung 1, Vers 20: "Das Geheimnis der sieben Sterne, die du in meiner Rechten gesehen hast und der sieben goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind die sieben Gemeinden."

[21:14] Wir haben also sieben Feuerfackeln im Himmel und wir haben sieben Leuchter auf der Erde, die leuchten für Jesus. Das ist die Gemeinde. Und hier wird gesagt, das ist der Heilige Geist. Und hier wird gesagt, das ist die Gemeinde Gottes.

[21:39] Aber die Tatsache, dass quasi das ein fast identisches Bild benutzt wird, denn sieben Feuerfackeln unterscheiden sich nicht substanziell von sieben Leuchtern, soll natürlich zeigen, dass diese beiden, der Heilige Geist und die Gemeinde, untrennbar miteinander verbunden sind.

[21:56] Der Heilige Geist wirkt durch die Gemeinde. Diese sieben Feuerfackeln dort oben und die sieben Leuchter, die hängen quasi direkt miteinander zusammen. Die Gemeinde leuchtet, weil der Heilige Geist.

[22:20] Die Gemeinde Gottes mag angefochten sein, sie mag verfolgt werden, sie mag in Schwierigkeiten sein. Aber Johannes sieht in der Offenbarung: Der Heilige Geist, der ihr gegeben ist, verbindet die Gemeinde direkt mit dem Thron Gottes. Der Heilige Geist, die sieben Feuerfackeln, stehen vor dem Thron. Wenn die Gemeinde mit dem Heiligen Geist erfüllt ist, gibt es eine direkte Verbindung zum Thron Gottes.

[22:51] Die Frage ist, darf der Heilige Geist in meinem Leben und in deinem Leben wirken?

[23:01] Als die Apostel und Jünger, die Nachfolger Jesu nach dessen Himmelfahrt, sich trafen, um alles zu bereinigen, alles aus dem Weg zu räumen, jeden Anstoß, jedes Hindernis wegzutun im gemeinsamen Gebet, im Sündenbekenntnis und im Zusammenrücken im Glauben, konnte Gott seinen Heiligen Geist in Vollmacht ausgießen, in Fülle ausgießen.

[23:24] Apostelgeschichte Kapitel 2, Vers 2 und 3: "Und es entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen wie von einem daherfahrenden gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten und sich auf jeden von ihnen setzten."

[23:48] Bei der Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Urgemeinde werden diese Feuerzungen gesehen. Die sieben Feuerfackeln vor dem Thron werden plötzlich sozusagen sichtbar in der Gemeinde, die zu einem Leuchter wird und dadurch das Licht von der Liebe Gottes in die ganze Welt trägt.

[24:15] Aber es geht noch weiter, denn dieses Ereignis hier in Apostelgeschichte 2 findet ja zu einem bestimmten Zeitpunkt statt. Apostelgeschichte 2 und dort Vers 1: "Und als der Tag der Pfingsten sich erfüllte, waren sie alle einmütig beisammen." Pfingsten ist das hebräische Fest der Wochen. Und wenn man sich fragt, was ist sieben Wochen nach dem Auszug, dem Passah, nach dem Auszug aus Ägypten passiert, man liest durch die Bibel hindurch, dann kommt man sehr schnell dazu: Das Fest der Wochen ist eine Erinnerung an den Sinai.

[25:01] Am Sinai wurde Gottes Gesetz verkündigt und an Pfingsten wird Gottes Gesetz durch den Heiligen Geist in die Herzen geschrieben. Am Sinai hat Gott einen besonderen Bund mit seinem Volk geschlossen. Zu Pfingsten hat Gott einen besonderen Bund, den neuen Bund, den Jesus durch sein Blut möglich gemacht hat.

[25:31] In 2. Mose 19 am Sinai hat er sie zu Königen und Priestern gemacht. In 1. Petrus Kapitel 2, Vers 9 wird deutlich, dass durch Pfingsten wir Könige und Priester sind. Es steht hier in 1. Petrus Kapitel 2 und dort Vers 9: "Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündet, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht." Es ist nicht wunderbar zu sehen?

[26:06] Wir sehen hier also den Bund, das Gesetz, den Bund, wir sehen das königliche Priestertum.

[26:19] Auf den ersten Blick erscheint es keine besondere Bedeutung vielleicht zu haben, was Johannes dort sieht in Offenbarung 4, Vers 5. Aber in Wirklichkeit ist es nicht nur ein bisschen so Hintergrundgeräusch, sondern hat eine spezifische, besondere Evangeliumsbedeutung. Offenbarung 4, Vers 5 zeigt uns, dass im Thronraum Gottes für Johannes sichtbar wird, dass Sinai und Pfingsten zusammengehören.

[26:42] Die sieben Feuerfackeln, der Heilige Geist, der jetzt die Gemeinde durchdringt seit Pfingsten, ist verbunden mit den Blitzen, den Donnern und den Stimmen, den Klängen, die man vom Sinai kannte. Die Israeliten hatten am Sinai einen Auftrag erhalten. Die Gemeinde hat jetzt zu Pfingsten einen Auftrag erhalten. Und wenn man die beiden nicht als gleichwertig oder, anders gesagt, als groß... – nehmen wir es anders: Wenn überhaupt, so sagt Paulus, ist das sogar noch die gewaltigere Sache.

[27:13] Er sagt ja, ihr seid nicht zu dem Berg Sinai gekommen, ihr seid zu dem Berg Zion gekommen, zu dem himmlischen Jerusalem. Und Offenbarung 4, Vers 5 beschreibt genau das. Nein, das Neue Testament hat nicht den Sinai und die Dinge, die dort gesagt wurden, abgeschafft oder verändert, sondern unter das Vergrößerungsglas getan. Noch vergrößert, noch gewaltiger werden diese Dinge hier uns gezeigt. Das Gesetz, das hier gesagt wurde, wird hier ins Herz geschrieben. Der Bund, den Gott hier vorschlug, der wird hier durch den Heiligen Geist und durch das Blut Jesu bekräftigt.

[27:52] Das königliche Priestertum, das Gott ihnen hier gegeben hatte, das wird hier das Ziel erreichen. Die ganze Erde wird das Evangelium von Christus sehen und hören und Jesus wird wiederkommen in den Wolken des Himmels. Offenbarung 4, Vers 5 macht deutlich: Der Thron Gottes ist aktiv mit der Gemeinde verbunden.

[28:13] Der Thron Gottes ist aktiv an der Rettung von Menschen beteiligt, initiiert diese Rettung. Der Thron Gottes ist nicht so fern, wie wir vielleicht manchmal denken. Durch den Heiligen Geist haben wir direkten Zugang zum Thron Gottes.

[28:31] Lieber Freund, liebe Freundin, wollen wir heute dem Heiligen Geist erlauben, dass er in meinem und in deinem Herzen so wirkt, dass wir wirklich mit dem Thron Gottes in Verbindung sind? Wir mögen nicht wie Johannes eine Vision haben und das sehen, aber dennoch ist die Verbindung genauso real.

[28:55] Sie ist so real, wie sie nur real sein kann. Wollen wir heute Gott dafür dankbar sein, dass so wie damals Blitze, Donner und Klänge im Leben von David symbolisch gezeigt haben, dass Gott ihn gerettet hat vor allen Feinden? Wollen wir ihm dankbar sein, dass diese Blitze, Donner und Stimmen noch immer aktiv sind, um dich und mich zu retten und uns zu einem Volk zu machen, das erfüllt vom Heiligen Geist die ganze Welt erleuchtet, als Leuchter in dieser dunklen Welt, als Licht in dieser dunklen Welt? Bist du dafür dankbar? Wollen wir Gott einladen, dass er in unserem Herzen für den Heiligen Geist wohnen darf? Dann lade ich dich ein, dass wir gemeinsam noch niederknien für ein Abschlussgebet.

[29:45] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort heute zu uns gesprochen hast. Danke, dass dieser Vers eine solch interessante Tiefe hat und uns zeigt, dass das Alte und das Neue Testament eng zusammengehören, dass Johannes dort an deinem Thron das gesehen hat, was man am Sinai sehen konnte. Du hast dich nicht geändert und deine Botschaft bleibt dieselbe. Und auch wenn wir nicht mehr zu einem irdischen Berg kommen, kommen wir jetzt viel mehr zum himmlischen Jerusalem, zu dir, Herr. Wir möchten dich bitten, gib, dass wir das, was wir heute verstanden haben, in unserem Leben erleben, dass wir durch den Heiligen Geist einen direkten Draht persönlich und als ganze Gemeinde zu deinem Thron haben. Hab Dank dafür. Segne uns, erfüll uns mit deinem Heiligen Geist. Amen.


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