Offenbarung 4:7
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.yulmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Wir sind mitten in Offenbarung 4, in einem Kapitel, das uns die Sprache verschlägt, das uns in Atem hält. Wenn wir mit Johannes dort im Geiste in dieser Vision, die er hat, den himmlischen Thronraum betreten, dann merken wir, wie klein wir sind und wie groß unser Gott ist und wie sehr Himmel und Erde miteinander verbunden sind.
[1:18] Wir wollen heute den siebten Vers in diesem beeindruckenden Kapitel gemeinsam studieren. Es wird um die vier lebendigen Wesen gehen. Bevor wir uns diesen Vers genau anschauen, wollen wir das tun, was in Offenbarung 4 uns vor Augen geführt wird, denn dort wird Gott angebetet. Dieses Kapitel will uns dazu führen, dass wir in unserer Anbetung dem himmlischen Gottesdienst immer näher kommen. Und so möchten wir mit einem Gebet starten, wie wir es gewohnt sind. Und ich lade dich ein, wenn es dir möglich ist, dass wir gemeinsam niederknien zum Anfangsgebet.
[2:17] Lieber Vater im Himmel, Herr, ich möchte dir danke sagen, dass du zu mir persönlich und zu jedem von uns durch deinen Heiligen Geist und durch dein Wort sprichst. Danke, dass du uns ermutigst und stärkst, dass du für uns da bist. Ich möchte dich von Herzen bitten, dass wenn wir jetzt in den nächsten Minuten uns dein Wort genauer anschauen, dass du zu uns sprichst, dass deine Stimme zu unserem Herzen ganz deutlich zu hören ist, Herr, dass wir in unserer Freundschaft zu dir wachsen, dass wir dich besser kennenlernen, mehr über dich verstehen und auch viel, viel näher zu dir gezogen werden.
[3:04] Möchte dich bitten, dass du uns stärkst, dass du uns Mut schenkst, zu deinem Wort zu stehen und dass du uns als Lehrer so führst, dass wir dein Wesen immer besser erkennen. Ich möchte dich bitten, dass deine Verheißung, die du gesagt hast, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast, dass diese Verheißung sich jetzt erfüllt. Herr, ich möchte dich bitten, dass du unser Lehrer bist im Namen Jesu. Amen.
[3:50] Offenbarung Kapitel 4 und dort Vers 7. Wir haben in Vers 6 gesehen, dass in der Mitte des Thrones und rings um den Thron vier lebendige Wesen gewesen sind. Wir haben gesehen, wie verschiedene Dinge von Johannes beschrieben sind um den Thron herum. Der Thron erst einmal selbst und dann Gott auf dem Thron, der Regenbogen um den Thron, die 24 Ältesten auf 24 Thronen rings um den Thron, die Blitze, Donner und Stimmen von dem Thron aus, die sieben Feuerfackeln, Symbol für die sieben Geister Gottes, für den Heiligen Geist vor dem Thron, das gläserne Meer, letztes Mal, gleich Kristall, und jetzt die vier lebendigen Wesen, die wir letztes Mal schon angesprochen haben, voller Augen vorne und hinten.
[4:41] Und wir lesen in Vers 7, wie diese lebendigen Wesen aussehen. Es heißt hier in Vers 7: "Und das erste lebendige Wesen glich einem Löwen, das zweite lebendige Wesen glich einem jungen Stier, das dritte lebendige Wesen hatte ein Angesicht wie ein Mensch und das vierte lebendige Wesen glich einem fliegenden Adler."
[5:06] Wir haben das letzte Mal schon darauf hingewiesen, dass diese Beschreibung eine gewisse Parallele zu Hesekiel Kapitel 1 bildet. Denn dort in Hesekiel Kapitel 1, ab Vers 4, Verzeihung, ab Vers 5, lesen wir: "Und mitten aus diesem erschien die Gestalt von vier lebendigen Wesen und dies war ihr Aussehen. Sie hatten Menschengestalt und jedes von ihnen hatte vier Gesichter und jedes von ihnen hatte vier Flügel." Und in Vers 10 werden die Gesichter beschrieben: "Ihre Gesichter aber waren so gestaltet: Das Gesicht eines Menschen auf der rechten Seite, bei allen Vieren, das Gesicht eines Löwen zur linken, bei allen Vieren, das Gesicht eines Stieres hinten, aber hatten alle vier das Gesicht eines Adlers." Das heißt, das was Johannes sieht, nimmt Bezug auf Hesekiel Kapitel 1.
[6:08] Diese lebendigen Wesen, die hatte Hesekiel, wir haben das letzte Mal schon darüber gesprochen, er hatte sie gesehen, als er im Exil war, so wie Johannes auf Patmos im Exil gewesen ist. Aber was genau bedeuten diese Symbole? Löwe, Stier, Mensch und Adler.
[6:51] Das muss ja offensichtlich eine symbolische Beschreibung sein. Diese Engelwesen, wir sehen dann in Offenbarung 4, Vers 8, das werden wir das nächste Mal noch ausführlicher besprechen. Wir lesen dort, dass sie sechs Flügel haben und demzufolge offensichtlich Seraphim sind. Diese Engel sehen ja, soweit wir uns das vermuten können, nicht real in der himmlischen Welt genauso aus, sondern wir haben hier eine symbolische Beschreibung, die der Johannes so gesehen hat. Wofür stehen diese Symbole? Löwe, Stier, Mensch und Adler.
[7:32] Nun ist es ja so, dass tatsächlich z.B. der Löwe eine ganze Reihe von Dingen meinen kann. Der Löwe wird für Assyrien verwendet. Er wird für Babylon verwendet. Er wird sogar für den Satan selbst verwendet. Aber in Offenbarung 4 und 5 ist der Löwe eindeutig definiert. Auch wenn Symbole für sich genommen durchaus verschiedene Anwendung haben können, zeigt uns ja der Kontext, was gemeint ist. Und in Offenbarung Kapitel 5 finden wir den Löwen noch einmal. Es heißt dort in Offenbarung 5, Vers 5: "Und einer von den Ältesten spricht zu mir: Weine nicht. Siehe, es hat überwunden der Löwe aus dem Stamm Juda. Der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen."
[8:27] Interessanterweise wird schon der Stamm Juda im Alten Testament mit Löwen in Verbindung gebracht. In 1. Mose 49 und dort Vers 9 heißt es: "Juda ist ein junger Löwe. Mit Beute beladen steigst du, mein Sohn, empor. Er hat sich gekauert und gelagert wie ein Löwe, wie eine Löwin. Wer darf ihn aufwecken? Es wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der Schilo kommt und ihm werden die Völker gehorsam sein." Juda wird bezeichnet als ein Löwe und gleichzeitig gibt Jakob hier die Vorhersage, dass das Königreich mit Juda in Verbindung gebracht wird, dass der Erlöser der Welt, der Schilo, aus dem Stamm Juda kommen wird.
[9:24] Genau das meint Offenbarung Kapitel 5. Und einer von den Ältesten spricht zu mir in Vers 5: "Weine nicht. Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamm Juda ist, die Wurzel Davids, um das Buch zu öffnen und seine sieben Siegel zu brechen." Wenn wir uns die Frage stellen, wer ist die Wurzel Davids, dann müssen wir gar nicht rätseln. Denn in Offenbarung Kapitel 22 und dort Vers 16 heißt es: "Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, um euch diese Dinge für die Gemeinden zu bezeugen. Ich bin die Wurzel und der Spross Davids, der leuchtende Morgenstern." Der Löwe in Offenbarung 5, Vers 5 ist niemand anderes als Jesus Christus.
[10:17] Mit anderen Worten, eines dieser lebendigen Wesen vor dem Thron Gottes, das damit beschäftigt ist, wie wir in Vers 8 dann lesen werden, Gott beständig zu loben, widerspiegelt von seinem Äußeren eine Eigenschaft von Jesus. Wer dieses lebendige Wesen am Thron Gottes sieht, wird an Jesus erinnert. Es sieht aus wie ein Löwe. In Offenbarung 5, dann wird uns gesagt, der Löwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, ist Jesus Christus.
[11:06] Warum wird Jesus in Offenbarung 5, Vers 5 als ein Löwe dargestellt? Wir haben schon gesehen in 1. Mose 49. Damit ist verbunden die Idee des Königtums. Das Zepter wird nicht weichen von Juda, der als ein Löwe dargestellt wird. Auch in 4. Mose 23 finden wir das Bild vom Löwen hier nicht nur auf das Volk, auf den Stamm Juda beschränkt, sondern auf das gesamte Volk Israel ausgeweitet sozusagen.
[11:37] In 4. Mose schauen wir 4. Mose 23, Vers 24, Verzeihung. Es heißt dort: "Siehe", so sagt Bileam unter der Inspiration des Heiligen Geistes, "siehe, welch ein Volk wie eine Löwin wird es aufstehen und wie ein Löwe erheben. Es wird sich nicht legen, bis es den Raub verzehrt und das Blut der Erschlagenen getrunken hat." Das Volk Gottes wird mit dem Bild eines siegreichen Löwen verglichen. So auch in 4. Mose 24, Vers 9. Über das Volk Gottes wird hier gesagt: "Er kauert sich nieder." Also Israel, "er kauert sich nieder, um zu lagern wie ein Löwe und wie eine Löwin. Wer will ihn aufwecken?"
[12:26] "Gesegnet sei, werde ich gesegnet und verflucht, werde ich verflucht." Das Volk Israel, das hier siegreich auf Kanaan marschiert, das sich hier in den Ebenen Moabs gelagert hat und gegen das die Moabiter keine Chance haben, solange Gottes Volk bei Gott bleibt. Dieses siegreiche Volk Gottes wird verglichen mit einem Löwen. Warum? Weil Jesus ihr König selbst ein Löwe ist.
[12:59] Wenn schon das Volk Gottes, das Gott treu ist, mit Bildern beschrieben wird, die auf Jesus verweisen, dann ist es nicht verwunderlich, dass auch im himmlischen Gottesdienst Engelwesen, die direkt in der Gegenwart Gottes sind und ihm treu sind, Charakteristiken von Jesus widerspiegeln. Das Volk Israel ist ja nicht stark, weil sie selbst stark sind. Gott macht das ganz deutlich in 5. Mose Kapitel 7. Er sagt dort in Vers 7: "Nicht deshalb, weil ihr zahlreicher wart als alle Völker, hat der Herr sein Herz euch zugewandt und euch erwählt, denn ihr seid das Geringste unter allen Völkern."
[13:40] Es ist nicht die inherente, die im Volk Gottes sich befindende Stärke und Kraft, die hier beschrieben wird mit dem Löwen. Es heißt in Vers 8: "Sondern weil der Herr euch liebte und weil er den Eid halten wollte, den er euren Vätern geschworen hat. Darum hat der Herr euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Haus der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten." Es ist Gotteskraft, es ist Gottesführung, die ihnen den Sieg schenkt. So am Roten Meer, so später beim Einzug in Kanaan unter Josua.
[14:13] Dass Israel als ein Löwe bezeichnet wird, liegt daran, dass der Löwe Jesus für sie kämpft und ihr König ist. Dass der Stamm Juda als ein Löwe bezeichnet wird, liegt daran, dass aus diesem Stamm der Löwe, der König der Könige, kommen wird. Jesus, der Löwe. Und damit ist ganz offensichtlich die Tatsache gemeint, dass er König ist, dass er siegreich ist, dass er uns den Sieg schenkt, dass er als König der Könige für immer regieren wird.
[14:54] Daniel 7 sagt über diesen Jesus, auch wenn es dort nicht das Bild vom Löwen verwendet, dass Jesus für alle Ewigkeit regieren wird. Daniel 7, Vers 14: "Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht und sein Königtum wird nie zugrunde gehen." Jesus ist der König, der Löwe aus dem Stamm Juda. Ein Engel vor dem Thron Gottes reflektiert diese Eigenschaft von Jesus.
[15:46] Johannes sich nach dem Löwen umschauen will, um den Löwen aus dem Stamm Juda zu sehen, die Wurzel Davids, die so stark ist, dass sie die sieben Siegel brechen kann. Dieser Löwe, der die Macht hat, der alle Macht hat in Himmel und auf Erden. Als er sich umdreht, um diesen Löwen zu sehen, da heißt es hier Vers 6: "Und ich sah und siehe in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm wie geschlachtet." Es hatte sieben Hörner und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde. Ein geschlachtetes Lamm. Der Kontrast könnte nicht größer sein. Jesus ist nicht nur der König, er ist auch das Opfer.
[16:37] Nun finden wir zwar in Offenbarung 4 kein Lamm unter den lebendigen Wesen, aber wir finden tatsächlich ein Opfertier. Es heißt hier: "Und das erste Lebewesen glich einem Löwen, das zweite lebendige Wesen glich einem jungen Stier." Wenn wir uns die Frage stellen, welche Rolle spielen Stiere in der Bibel, dann kommen wir schnell zu 3. Mose, z.B. 3. Mose 16, Vers 3: "Auf diese Weise soll Aaron in das Heiligtum hineingehen mit einem jungen Stier als Sündopfer und mit einem Widder als Brandopfer." Der junge Stier, ein Sündopfer für Israel.
[17:41] Er ist nicht nur unser König. Er ist nicht nur der Stärkste von allen, dem alle Macht gegeben ist im Himmel und auf Erden. Er ist nicht nur derjenige, der die Geschicke dieser Welt leitet und bis in alle Ewigkeit regieren wird. Er ist auch für dich und für mich gestorben. Er hat unsere Sünden auf sich genommen. Jesus ist unser Sündopfer.
[18:12] Die Bibel sagt in Jesaja 53, Vers 5 und 6: "Doch er wurde um unsere Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen. Die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten. Und durch seine Wunden sind wir geheilt worden. Wir alle gingen in die Irre, wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg. Aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn." Jesus ist dein und mein Sündopfer. König der Könige, der Löwe. Er ist das Sündopfer, der junge Stier, der alle Sünden dieser Welt getragen hat. Es heißt in Johannes Kapitel 1 und dort Vers 29: "Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt."
[19:27] Ein lebendiges Wesen sieht aus wie ein Löwe. Ein zweites sieht aus wie ein junger Stier. Beides sind Symbole für das Wesen und verschiedene Aspekte des Wirkens von Jesus Christus.
[19:41] Das dritte lebendige Wesen hat ein Angesicht wie ein Mensch. Und auch das verweist uns auf Jesus. In Johannes Kapitel 1 und dort Vers 1 lesen wir diese berühmten Worte über Jesus. Dort heißt es: "Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott." Jesus war seit immer Gott, sagt die Bibel. "Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist." Er hat alles gemacht und doch sagt die Bibel in Vers 11: "Er kam in sein Eigentum und die Seinen nahmen ihn nicht auf."
[20:27] Nicht, indem er einfach nur einen Besuch abstattete. Es heißt in Vers 9: "Das wahre Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte in die Welt kommen." Was genau ist passiert? Vers 14: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns. Und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als Eingeborenen vom Vater voller Gnade und Wahrheit." Jesus, und das bedeutet eine unfassbare Selbsterniedrigung.
[21:06] In Philipper Kapitel 2 wird uns erklärt, was das bedeutet hat. Es heißt in Philipper 2, Vers 5: "Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod." Er, bis zum Tod am Kreuz.
[21:55] Er war bereit, sich selbst zum Knecht zu machen. Er, der König der Könige, war bereit, seinen Jüngern die Füße zu waschen, sich selbst zu gürten, was sie selbst nicht gewollt hätten. Er kam nicht, um sich bedienen zu lassen, sondern um zu dienen. So sagt es uns Matthäus Kapitel 20, Vers 28: "Gleich wie der Sohn des Menschen, der König über die ganze Erde sein wird für alle Ewigkeit, gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele."
[22:50] Er ist nicht für ein paar Jahre Mensch geworden. Das heißt in Johannes Kapitel 3, Vers 16: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab." Er hat ihn nicht ausgeliehen, nicht für ein paar Jahre mal uns überlassen. Er hat ihn gegeben. Die Bibel macht deutlich, dass Jesus auch jetzt noch Mensch ist, Mensch im Himmel. Es ist der Sohn des Menschen, der uns vertritt.
[23:34] Es heißt in Hebräer Kapitel 2: "Daher musste er in jeder Hinsicht," Vers 17, "den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hohepriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen." Auch als Hohepriester ist er uns in allen Dingen ähnlich. Wie heißt es in Hebräer 4 und dort Vers 14? "Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der die Himmel beschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis, denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise wie wir, doch ohne Sünde."
[24:08] Jesus als unser Hohepriester steht dort als Mensch, der auf dieser Erde gegangen ist, der gelitten hat, der gehungert hat, der Durst hatte, der Schlafmangel gehabt hat, der verleumdet worden ist, der mit Versuchungen zu kämpfen hatte. Er steht als Mensch dort am Thron der Gnade. "So, lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zum Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hilfe."
[24:42] Jesus ist noch immer Mensch. Und so sagt uns Daniel 7, dass wenn er als König der Könige regieren wird, kommt er dort zum Untersuchungsgericht in Daniel 7, Vers 9 bis 14. Er kommt dort als Sohn des Menschen. Die Bibel sagt sogar in Offenbarung 14, dass wenn er wiederkommt, in Offenbarung 14 und dort Vers 14 heißt es: "Und ich sah und siehe eine weiße Wolke und auf der Wolke saß einer, der glich einem Sohn des Menschen. Er hatte auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel." Jesus wird für immer Mensch bleiben.
[25:16] Und übrigens, er hat nicht die Menschheit von Adam angenommen vor dem Fall, vier Meter groß vielleicht und mit unfassbaren gedanklichen Fähigkeiten. Als er Mensch wurde, war die Menschheit seit ca. 4000 Jahren durch die Sünde geschwächt: körperlich, mental, moralisch. Jesus hat die Sünde gehasst. Er hatte keine Neigung, hatte keine Vorliebe für die Sünde, aber er hat die Folgen, das Gesetz der Vererbung, akzeptiert. Er hat die Menschheit dort angenommen, wo er sie vorfand und durch sein eigenes Leben mit dem Thron Gottes verbunden, sodass wir alle mit all unseren Schwachheiten, mit all unseren Problemen, die wir haben, Hoffnung haben.
[26:32] Jesus kam ganz hinunter, um uns dort abzuholen, wo wir sind. Er selbst ist nie in irgendeiner Weise befleckt worden von der Sünde und doch hat er sich mit unseren Sünden identifiziert, sie auf sich genommen, die ganze Strafe dafür getragen, wie wir gesehen haben. Er ist unser Sündopfer. Er hat sich selbst erniedrigt und nach seiner Auferstehung ist er in einem verklärten, verherrlichten, neuen Körper erschienen und doch bleibt er für immer Mensch, der sogar für alle Ewigkeiten seine Wundmale behalten wird. Jesus, der Mensch, der sich selbst erniedrigt hat.
[27:19] Es bleibt noch ein Aspekt. In Offenbarung 4 und dort Vers 7 heißt es: "Und das vierte lebendige Wesen glich einem fliegenden Adler." Woher kommt dieses Bild? Vom Adler, der fliegt. 2. Mose Kapitel 19 zeigt uns, dass dies das Bild ist, dass Gott selbst verwendet, um seine Führung des Volkes Gottes zu beschreiben. 2. Mose 19. Und dort Vers 4: "Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlers Flügeln getragen und euch zu mir gebracht habe."
[27:55] Wer ist es übrigens, der hier spricht? Es ist niemand anderes als Jesus Christus, der Sohn Gottes, der den Vater repräsentiert, der das Volk Israel in der Wolken- und Feuersäule aus Ägypten herausgeführt hat und jetzt hier an den Berg Sinai zu sich selbst. In 5. Mose und dort Kapitel 32, 5. Mose 32 und dort Vers 11: "Wie ein Adler seine Nestbrut aufscheucht, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie aufnimmt, sie auf seinen Schwingen trägt." "Der Herr allein leitete ihn und kein fremder Gott war mit ihm." Lesen vielleicht noch Vers 10 dazu, das vielleicht noch das Wichtigste. Er hat ihn, also Gott. Lesen Vers 9: "Denn das Teil des Herrn ist sein Volk. Jakob ist das Los seines Erbteils. Er hat ihn in der Wüste gefunden, in der Öde, im Geheul der Wildnis. Er umgab ihn, gab Acht auf ihn. Er behütete ihn wie seinen Augapfel, wie ein Adler seine Nestbrut aufscheucht, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie aufnimmt, sie auf seinen Schwingen trägt. Der Herr allein leitete sie und kein fremder Gott war mit ihm."
[29:11] Jesus führt sein Volk. Er leitet es durch die Wüsten dieses Lebens. Jesus ist nicht nur unser König. Er ist nicht nur unser Sündopfer. Er ist nicht nur uns gleich geworden, hat sich nicht nur erniedrigt, er führt uns auch durch das Leben. Seine Jungen, wie seine Nestbrut aufscheucht und dann über seinen Jungen schwebt, uns trägt, wenn wir zu schwach geworden sind. Jesus ist unser Leiter, der uns durch alle Schwierigkeiten des Lebens hindurchführt.
[29:51] Lieber Freund, liebe Freundin, glaubst du das, dass Jesus dein König ist, dass er dein Sündopfer ist? Dass er sich für dich und für mich erniedrigt hat und dass er uns führt? Die Engel im Himmel, die glauben, dass all das Jesus tatsächlich getan hat und in ihrer Anbetung widerspiegeln sie die verschiedenen Aspekte von Jesus. Wenn man die Engel im Himmel, diese vier lebendigen Wesen vor dem Thron sieht, in ihrer Anbetung wird man an Jesus erinnert. Die Frage ist, wenn Menschen uns sehen im Gottesdienst, wenn sie uns sehen in der Anbetung, werden sie an Jesus erinnert?
[30:48] Wenn man die Engel im Himmel sieht vor dem Thron Gottes, wie sie rufen: Heilig, heilig, heilig und man betrachtet sie, dann muss man unweigerlich an Jesus denken, an verschiedene Aspekte von Jesus. Wenn Menschen uns im Gottesdienst sehen, wenn sie uns in der Morgenandacht sehen, wenn sie sehen, wie wir durch den Tag gehen, die wir bekennen, Gott zu gehören, sehen Menschen in uns die Eigenschaften von Jesus?
[31:18] Und dabei müssen wir sagen, dass die lebendigen Wesen manches von dem gar nicht persönlich aus eigener Erfahrung kennen. Sie wissen nicht, was es bedeutet, aus eigener Erfahrung, dass Jesus für ihre Sünden gestorben ist, denn sie haben nicht gesündigt. Sie wissen nicht genau, was es bedeutet, dass Jesus Mensch geworden ist, denn sie sind nie auf dieser niedrigen Stufe eines Menschen gewesen. Sie sind erstaunt und begeistert von diesem Erlösungsplan. Die Bibel sagt uns in 1. Petrus, dass die Engel sich dafür wirklich interessieren. Und die Frage ist, interessieren wir uns dafür so sehr, wie die Engel im Himmel sich dafür interessieren?
[31:58] 1. Petrus Kapitel 1 und dort Vers 12: "Ihnen wurde geoffenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern uns dienten mit dem, was euch jetzt bekannt gemacht worden ist durch diejenigen, welche euch das Evangelium verkündigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt wurde, Dinge, in welche auch die Engel hineinzuschauen begehren." Die Engel interessieren sich für das Evangelium und wir sehen hier, was das bewirkt. Die Engel, die das Evangelium studieren, spiegeln das Evangelium wider, obwohl sie selbst zumindest in Teilen davon gar nicht davon betroffen sind. Ja, sie haben Jesus als ihren König schon immer gehabt und sie freuen sich, dass er ihr König ist, aber Jesus muss nicht ihr Sündopfer sein und doch profitieren sogar die Engel vom Sündopfer Jesu.
[32:47] Auch wenn sie selbst keine Vergebung brauchen, ist doch der Himmel jetzt sicher. Obwohl sie nur teilweise davon oder nicht in dem Maß oder nicht alles davon in ihrem Leben tatsächlich für sie selbst betroffen ist, so wie wir davon betroffen sind. Sie interessieren sich für dieses Evangelium. Es ist ihre Top Priorität. Und in der Anbetung widerspiegeln sie die Aspekte des Evangeliums. Man sieht, dass sie das Evangelium verinnerlicht haben.
[33:20] Sozusagen sollten nicht wir, die wir der ganzen Welt verkündigen: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet den an, der Himmel und Erde, Meer und Wasserquellen gemacht hat." Sollten wir nicht in der Anbetung ein solches Interesse am Evangelium bekommen? So wie die Engel im Himmel Interesse am Evangelium haben, sind uns diese vier Aspekte wirklich wichtig.
[33:53] Ist uns wirklich wichtig, dass Jesus unser König ist, dass er für uns gestorben ist, dass er Mensch geworden ist, uns dort abholt, wo wir sind und uns bis in das gelobte Land führt? Hier sehen wir den gesamten Erlösungsplan in vier Symbole gekleidet. Jesus ist König. Er nimmt die Sünden der Welt auf sich. Er ist Mensch geworden, um uns dort abzuholen, wo wir sind. Und er führt uns zurück in die Heimat. Der ganze Erlösungsplan ist damit letztlich abgebildet und die Engel im Himmel studieren offensichtlich den Erlösungsplan am Thron Gottes, wo die Vertreter aller ungefallenen Welten zusammenkommen, wo die Kerubim und Seraphim, Millionen Engel, anbeten, dort ist der Erlösungsplan für diese kleine dunkle Welt das Thema des Gespräches.
[34:54] Nein, es ist nicht so, dass sie über alles Mögliche diskutieren und ab und zu vielleicht mal eine kleine Randnotiz auch über die Erde fallen lassen. Die Engel im Himmel interessieren sich für das, was Jesus für diese Erde tut, was er für uns tut, für dich und für mich. Wenn die Engel im Himmel, im himmlischen Gottesdienst ein solches Interesse am Evangelium haben, wie groß ist unser Interesse dann, wie groß sollte es sein am Evangelium, an dem, was Jesus alles für uns ist?
[35:27] Und so könnten wir hier vielleicht gedanklich einen Punkt machen. So scheint es. Die Engel beten an, sie interessieren sich für das Evangelium und sie reflektieren das Evangelium. Aber lass uns noch kurz einen Gedanken weiterdenken. Wie kommt es, dass sie in der Anbetung die Eigenschaften von Jesus reflektieren? Diese Engel sind ja nicht selbst der eigentliche Löwe. Sie sind nicht das Sündopfer. Sie sind nicht Mensch geworden und sie sind auch nicht diejenigen, die die Gemeinde Gottes als Hauptverantwortliche führen. Das macht Jesus. Doch reflektieren sie diesen Charakter.
[36:12] 2. Korinther Kapitel 3 und dort Vers 18. Die Bibel sagt: "Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn." Ich glaube, es ist ganz offensichtlich, diese vier lebendigen Wesen, die schauen mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit Gottes. Sie stehen direkt vor dem Thron Gottes. Sie sehen die Herrlichkeit Gottes. Und die Bibel sagt, wann immer wir die Herrlichkeit Gottes anschauen, werden wir verwandelt.
[36:48] Nein, wir müssen uns nicht selbst verändern. Wir werden verwandelt, nämlich vom Geist des Herrn. Können wir uns erinnern? Am Thron Gottes. Dort standen die sieben Feuerfackeln. Symbol für den Heiligen Geist. Am Thron Gottes wirkt der Heilige Geist, dass das, was wir sehen, in unserem Leben reproduziert wird. Veränderung geschieht nicht dadurch, dass ich versuche, mich besser zu machen. Veränderung geschieht dadurch, dass ich auf Gott schaue, dass ich auf die Wahrheit schaue, dass ich auf Gottes Liebe und Gnade und Güte schaue, wenn ich den Königscharakter von Jesus betrachte, wenn ich sein Sündopfer für meine Sünden betrachte, wenn ich darüber nachdenke, wie er sich selbst erniedrigt hat, wenn ich seine Führung nicht nur in der Geschichte Israels, sondern auch in meinem Leben betrachte und anbetend dafür dankbar bin, dann kann der Heilige Geist diese Eigenschaften auch in meinem Leben reproduzieren.
[37:50] Johannes wird ja nicht in den himmlischen Gottesdienst gebracht, damit er mal einfach nur sieht, was dort los ist, sondern er wird dort gebracht, um zu sehen, inwieweit, oder um zu sehen, was im himmlischen Gottesdienst passiert, was jetzt auf der Erde im Gottesdienst der Gemeinde auch passieren darf, kann, soll. Denn der Heilige Geist, der ist der, der verbindet ja den himmlischen Thronraum mit der Erde, wie wir gesehen haben. Die Gemeinden sind ja auch sieben Leuchter, der Heilige Geist, sieben Feuerfackeln.
[38:28] Sind unsere Gottesdienste dazu ausgelegt, dass wir die Herrlichkeit Gottes ansehen? Sind unsere Gottesdienste dazu ausgelegt, dass wir durch das Anschauen verwandelt werden von Herrlichkeit zu Herrlichkeit? Führen unsere Gottesdienste dazu, dass wir im Glauben, in der Liebe, in der Erkenntnis Gottes wachsen? Wenn wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen. 2. Korinther 3, Vers 14 sagt: "Aber ihre Gedanken wurden verstockt, denn bis zum heutigen Tag bleibt beim Lesen des Alten Testaments diese Decke unaufgedeckt, die in Christus weggetan wird." Wer sich mit Jesus Christus in der Bibel beschäftigt, im Alten und im Neuen Testament, der beginnt die Herrlichkeit Gottes zu sehen.
[39:14] Diese Herrlichkeit, die wird erklärt in 2. Mose Kapitel 33. Als Mose fragte in Vers 18: "So lass mich doch deine Herrlichkeit sehen." Und Gott antwortete: "Ich will alle meine Güte vor deinem Angesicht vorüberziehen lassen und will den Namen des Herrn vor dir ausrufen. Und wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig." Und über wen ich mich erbarme, über den erbarme ich mich.
[39:49] Sehen wir, siehst du, sehe ich in meiner Morgenandacht die Herrlichkeit Gottes? Sehen wir in unseren Familienachten die Herrlichkeit Gottes, die uns vergibt, die uns reinigt, die uns neu schafft? Sehen wir in unseren Gemeinden, in den Gottesdiensten die Herrlichkeit Gottes, so wie die lebendigen Wesen, die ja selbst keine Sünder sind, am Thron Gottes, die Herrlichkeit Gottes betrachten und verwandelt werden in dasselbe Bild?
[40:25] Ein letzter, aber sehr entscheidender Gedanke. Wen beten die vier lebendigen Wesen denn dort an? Nach allem, was wir gesagt haben, hätte man ja denken können, dass dort Jesus auf dem Thron steht. Aber wer Offenbarung 4 und 5 im Gesamten sieht, weiß ganz genau, Jesus kommt noch in Kapitel 5, als das Lamm, das geschlachtet ist, der Löwe aus dem Stamm Juda. Er wird jetzt in Kapitel 5 so richtig sichtbar. In Kapitel 4...
[41:13] Lass uns mal nachdenken. Die vier lebendigen Wesen beten Gott den Vater an und in der Anbetung des Vaters erkennen sie die Herrlichkeit Gottes und reflektieren die Eigenschaften, die wir im Leben von Jesus sehen: sein Königtum, seine Bereitschaft, die Sünden auf sich zu nehmen, den Preis für unsere Sünden zu bezahlen, seine Bereitschaft, sich selbst zu erniedrigen, seine Bereitschaft, Gottes Volk durch alle Schwierigkeiten zu führen. Wir sehen, dass sie die Eigenschaften reflektieren, die wir mit Jesus assoziieren. Sie werden verwandelt, aber wen sie anschauen, ist: Sie schauen Gott den Vater an.
[42:01] Im Leben Jesu sehen wir die Herrlichkeit Gottes. Es heißt in Johannes 1, Vers 14: "Und wir sahen seine Herrlichkeit als die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater voller Gnade und Wahrheit." Jesus sagt selbst in Johannes 14 und dort in Vers 9: "Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen, zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir? Die Worte, die ich rede, rede ich nicht aus mir selbst. Und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke." All das, was Jesus ist, gesagt hat und getan hat, hat er gesagt und hat er getan, weil Gott der Vater mit ihm war.
[42:54] Wenn wir es auf den Punkt bringen wollen, wenn im himmlischen Thronrat entschieden worden wäre, dass nicht der Sohn, sondern der Vater auf die Erde kommt. Wenn Gott der Vater Mensch geworden wäre, um für unsere Sünden zu sterben, dann hätte nicht ein einziger Satz des Evangeliums geändert werden müssen. Was wir bei Jesus sehen, das sind die Eigenschaften des Vaters. Gott der Vater ist König. Gott der Vater hat den Preis bezahlt. Er ist zwar nicht als Mensch auf Golgatha gestorben, aber das Herz der unendlichen Liebe hat auf Golgatha den Preis bezahlt, als sein Sohn schrie: "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Er wäre auch bereit gewesen, sich selbst zu erniedrigen. Und Gott der Vater führt uns. Jesus zeigt uns, wie der Vater ist.
[44:05] Dort am Thron Gottes wird das Wesen des Vaters sichtbar. Am Thron Gottes wird sichtbar: Gott der Vater ist nicht anders als Jesus. Und wenn wir im Studium der Bibel, in der Anbetung das verstehen, dann werden wir verwandelt, dann werden wir anfangen, diese Charaktereigenschaften zu reflektieren.
[44:43] Wollen wir uns vielleicht neu vornehmen, in diesem Sinne tatsächlich Gott von ganzem Herzen anzubeten, seine Herrlichkeit zu betrachten und uns für diesen Erlösungsplan zu interessieren, der in jedem Aspekt uns zeigt, was Jesus für uns bedeutet, was er für uns getan hat. Wollen wir uns vornehmen wie die vier lebendigen Wesen die Herrlichkeit zu betrachten, um verwandelt zu werden in dasselbe Bild. Lass uns doch gemeinsam beten.
[45:28] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprichst, Herr. Du weißt, was in unseren Herzen alles so vor sich geht. Du weißt, dass wir uns selbst nicht verändern können, aber du hast uns nicht gebeten, dass wir einfach uns ein bisschen mehr anstrengen. Du hast uns gebeten, dass wir anfangen auf dich zu schauen, dass wir wegschauen von uns, wegschauen von den Schlangen, die unser Leben so mühsam machen und hinschauen auf die bronzene Schlange, die uns zeigt, dass Jesus für all unsere Probleme und Sorgen und Nöte, für alle Sünden, für alles, was unser Leben kaputt macht, bereits den Preis bezahlt hat, gestorben ist.
[46:17] Herr, schenk uns wieder ein ganz tiefes Interesse am Evangelium und gib, dass wir deine Herrlichkeit immer mehr anschauen, dass wir verwandelt werden von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. Herr, lass deinen Heiligen Geist an unserem Herzen wirken, dass wenn Menschen uns sehen, sie an Jesus erinnert werden und zu Jesus geführt werden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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