In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ taucht Christopher Kramp tief in die beeindruckende Anbetungsszene aus Offenbarung 5,13 ein. Erfahre, wie dieser Vers unseren Blick auf die himmlische Herrlichkeit weitet und welche zentrale Rolle Jesus Christus dabei spielt. Lass dich von dieser inspirierenden Auslegung dazu einladen, Gottes Wort neu zu entdecken und im Alltag daraus Kraft zu schöpfen.
Offenbarung 5:13
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:46] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Wir freuen uns, dass ihr wieder eingeschaltet habt und dass wir gemeinsam einen weiteren Vers in diesem wunderbaren Buch der Offenbarung Jesu Christi studieren können. Wir sind in Offenbarung Kapitel 5 und wollen uns heute mit Vers 13 beschäftigen. Bevor wir das tun, möchten wir nach guter Gewohnheit gemeinsam ein Gebet sprechen, Gott einladen, unser Denken zu leiten. Und wenn es dir möglich ist, lade ich dich ein, für ein Anfangsgebet niederzuknien.
[1:30] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir in deiner Gegenwart dein Wort lesen und durchdenken können, dass du bereit bist, unser Lehrer zu sein und dass du es uns so erklären möchtest, dass wir für den Alltag gestärkt werden. Herr, wir kommen zu dir nicht, weil wir würdig sind, sondern weil Jesus würdig ist. Nicht, weil wir so gerecht sind, sondern weil er unsere Gerechtigkeit ist.
[2:01] Wir bitten dich im Namen Jesu, dass du zu unseren Herzen sprichst und dass dein Wort seine ganze schöpferische Kraft entfalten kann, dass wir neue Menschen sind, ein neues Herz erhalten durch deine Erlösung, die in Jesus Christus ist. Wir möchten dich bitten, dass wir etwas lernen, das uns noch näher zu dir bringt, dass wir ganz fest bei dir bleiben und erfrischt und gestärkt werden. Herr, erfüll uns mit deinem Geist. Schenk uns den Glauben, den wir brauchen, das Kleid der Gerechtigkeit und salbe unsere Augen, damit wir die Botschaft erkennen, die du auch in diesem Vers hineingelegt hast. Das bitten wir, weil Jesus uns eingeladen hat, dass wir bitten dürfen in seinem Namen. Amen.
[3:01] Wir haben heute einen wirklich interessanten Vers für uns. Offenbarung 5, Vers 13 weitet unseren Blick, wie wir noch gleich sehen werden, auf eine ganz besondere Art und Weise. Wir sind ja in Offenbarung 4 und 5 mitten in dieser himmlischen Anbetungsszene. In Offenbarung 4 wird Gott der Vater angebetet. In Offenbarung 5 wird Jesus verehrt von den vier lebendigen Wesen, den 24 Ältesten. Und wir haben das letzte Mal gesehen, wie die Millionen Engel um den Thron mit lauter Stimme sprechen und sicherlich auch singen: "Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lob." Und Johannes wird sicherlich gedacht haben, großartiger kann das Lob gar nicht sein, nachdem schon die Cherubim und Seraphim, die 24 Ältesten niedergefallen sind und angebetet haben und jetzt der gesamte Himmel in Lobgesang erschallt, aber Vers 13 weitet den Blick noch mehr. Es heißt in Vers 13: "Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde ist und was auf dem Meer ist und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit."
[4:39] In Offenbarung 4 und 5 da sehen wir den Thron Gottes. Das ist jetzt nur ein abstraktes Bild für den Thron. Ich maße es mir nicht an, den Thron Gottes zu malen, so wie Johannes ihn gesehen hat. Aber wir sehen den Thron und wir sehen den Regenbogen um den Thron. Wir sehen den Vater auf dem Thron. Wir sehen das gläserne Meer vor dem Thron. Wir sehen die lebendigen Wesen um den Thron. Und wir sehen die 24 Ältesten um den Thron, die hier auf 24 Thronen sitzen drumherum. Und Johannes sieht die Anbetung, die direkt am Thron geschieht. Und dann sieht er die Anbetung mit all den vielen Millionen Engeln, die um den Thron herum sind. Und dann sieht er, wie das Ganze sich quasi fast ins Unendliche weitet, also in die gesamte Schöpfung ausweitet. Denn die Antwort auf den Gesang der Engel im Himmel, die erschallt jetzt aus der gesamten Schöpfung. Jedes Geschöpf im Himmel und auf der Erde und unter der Erde – ein gewaltiges Crescendo, wenn man so möchte, der Anbetung Gottes, der Anbetung Jesu.
[5:55] Es gibt ganz ähnliche Formulierungen wie diese hier, wenn es heißt: "Jedes Geschöpf, das im Himmel, auf der Erde, unter der Erde und was auf dem Meer ist". Damit ist wahrscheinlich auch gemeint, dass möglicherweise die Tiere aus der Tiefe des Meeres hervorkommen, um mit einzustimmen in dieses Lob. Wenn wir uns ähnliche Formulierungen, die sozusagen hier wieder aufgegriffen werden, anschauen, dann müssen wir natürlich zu den Zehn Geboten gehen. In 2. Mose Kapitel 20 und dort Vers 11, dem berühmten Sabbatgebot, dem vierten Gebot. Da heißt es: "Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist." Und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt. Alles, was in Himmel, Erde, Meer und alles, was darin ist – das ist alles die Schöpfung Gottes. Und wir finden diese Idee immer und immer wieder durch die Bibel hindurch. Psalm 146 zum Beispiel, dort Vers 6: "Er hat Himmel und Erde gemacht, das Meer und alles, was darin ist. Er bewahrt Treue auf ewig." Diese Formulierung "Himmel, Erde, Meer" verweist auf Gottes Schöpfung. So auch in der Apostelgeschichte 4, Vers 24. Dort steht: "Und als sie es hörten, hoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen: Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hat und alles, was darinnen ist." So auch in Apostelgeschichte 14, Vers 15, wo Paulus den Menschen in Lystra sagt: "Ihr Männer, was tut ihr da auch? Wir sind Menschen von gleicher Art wie ihr und verkündigen euch das Evangelium, dass ihr euch von diesen nichtigen Götzen bekehren sollt zu dem lebendigen Gott, der den Himmel und die Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darinnen ist."
[8:14] Also, wir sehen ganz deutlich, diese Formulierung zeigt, es handelt sich um die Schöpfung. So wird es seit dem vierten Gebot deutlich formuliert. Wenn wir noch mal zu den Zehn Geboten gehen, stellen wir fest in 2. Mose 20, dort Vers 4 und 5, dort wird auch eine ähnliche Formulierung verwendet. Dort heißt es in Vers 4: "Du sollst dir kein Bildnis machen, noch irgendein Gleichnis." Also kein Bildnis, noch irgendein Gleichnis machen. "Weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was in den Wassern unter der Erde ist." Also ganz ähnliche Formulierung zu Offenbarung 5, Vers 13. "Bete sie nicht an und diene ihnen nicht, denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen." Hier wird deutlich: Die Schöpfung selbst soll nicht angebetet werden. Wir sollen nicht Sonne, Mond, Sterne, Tiere, Pflanzen anbeten. Vielmehr wie in Offenbarung 5, Vers 13: Letztlich vereint sich die gesamte Schöpfung in der Anbetung Jesu. Nicht die Schöpfung anbeten, sondern den Schöpfer. Und Offenbarung 5, Vers 13 zeigt, die ganze Schöpfung macht dabei sozusagen mit.
[9:45] Offenbarung 14, Vers 7, die berühmte dreifache Engelsbotschaft, das ewige Evangelium. Es heißt hier, der sprach mit lauter Stimme: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichtes ist gekommen und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat." Mit anderen Worten, in Offenbarung 14, Vers 7 in der dreifachen Engelsbotschaft, dieser Ruf, der an alle Nationen geht, der ist auch letztlich Teil dessen, dass sich das, was hier in Offenbarung 5, Vers 13 beschrieben wird, dass sich das letztlich auch dann erfüllen wird. Da werden wir noch mehr dazu sagen. Am Ende wird die ganze Schöpfung Jesus anerkennen.
[10:34] Psalm 96, dort Vers 11 bis 13: "Es freue sich der Himmel und die Erde frohlocke. Es brause das Meer." Haben wir wieder Himmel, Erde und Meer. "Es brause das Meer und was es erfüllt. Es jauchze das Feld und alles, was darauf ist. Dann sollen alle Bäume des Feldes jubeln vor dem Herrn, denn er kommt, denn er kommt, um die Erde zu richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker in seiner Treue." Die Schöpfung soll sich freuen, wenn Gott diese Welt richten wird. Jesus öffnet ja das Büchlein. Wir haben ja ausführlich über das Büchlein gesprochen und den Inhalt dieses Büchleins. Er öffnet das Büchlein, um deutlich zu machen, dass er der einzige ist, der die gesamte Weltgeschichte kennt, aber er der einzige ist, der ein Anrecht darauf hat, diese Erde zu besitzen. Er hat sie erkauft. Er hat sie zurückgekauft durch sein eigenes Blut und deswegen hat er auch das Recht, dann diese Erde zu richten. Sie ist sein Eigentum.
[12:00] Wenn wir noch einmal zurückgehen zur Offenbarung Kapitel 5 und dort in Vers 3 diesen Vers anschauen, dort lesen wir: "Und niemand, weder im Himmel, noch auf der Erde, noch unter der Erde vermochte das Buch zu öffnen, noch hineinzublicken." Wir haben gesehen, wie Vers 12 eine Antwort ist auf Vers 2. In Vers 2, das haben wir das letzte Mal behandelt, verkündet ein starker Engel mit lauter Stimme: "Wer ist würdig?" Und in Vers 12 haben wir dann gesehen, wie alle Engel mit lauter Stimme antworten: "Würdig ist das Lamm." In Vers 3 sehen wir jetzt, dass niemand im Himmel, auf der Erde, noch unter der Erde in der Lage war, das Buch zu öffnen. Und jetzt in Vers 13 sehen wir, wie jedes Geschöpf im Himmel, auf der Erde und unter der Erde in das Lob Jesu miteinstimmt. Er ist der einzige, auf den wir uns wirklich verlassen können. Er ist der einzige, der die Probleme lösen kann. Alle anderen Geschöpfe, die es gibt, können das Problem nicht lösen und werden hier in Offenbarung 5, Vers 13 dargestellt, dass sie den einen, der das Problem lösen kann, Jesus Christus, verehren. Also eine interessante Parallele zwischen Vers 2 und 12 und zwischen Vers 3 und 13.
[13:48] Aber wir wollen die Frage stellen: Wann genau passiert das eigentlich? War das etwas, das zur Zeit von Johannes bereits buchstäblich sich so erfüllt hat? Wenn wir zum Beispiel an Jesaja denken. In Jesaja Kapitel 6 bei der berühmten Berufung des Propheten, dann sehen wir, dass dort auch Engel etwas sehr Erstaunliches singen und rufen. Das heißt hier in Vers 2 und 3: Seraphim standen über ihm: "Jeder von ihnen hatte sechs Flügel. Mit zweien bedeckten sie das Angesicht, mit zweien bedeckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie. Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen. Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit." Nun, als Jesaja lebte, da war die Welt voller Sünde. Als Jesaja seinen Dienst begann, da kam die Gefahr der Assyrer, da gab es dann Krieg zwischen Israel und Juda. Dieser Ruf im himmlischen Gottesdienst war auf der einen Seite eine geistliche Realität, denn Gottes Herrlichkeit erfüllt die ganze Erde. Jeder, der genau hinschaut und genau hinhört, der sieht Gottes Handschrift in jedem Detail der Schöpfung. Er sieht Gottes Wirken im Leben der Menschen und in der Weltgeschichte. Und gleichzeitig war der Ruf aber auch ein prophetischer, ein Vorausblick darauf, dass ein Zeitpunkt da sein wird, wo das ewige Evangelium wirklich die gesamte Erde erleuchtet, auch wenn nicht alle Menschen das ewige Evangelium annehmen werden.
[15:48] So finden wir in Offenbarung 18 diesen Moment beschrieben, wo in Vers 1 steht: "Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit." Jesaja hörte den himmlischen Gottesdienst, aber die konkrete, vollständige, letztendliche Erfüllung dessen, was er dort hörte, wird erst am Ende der Zeit kurz vor der Wiederkunft stattfinden. Auf dieselbe Art und Weise hört und sieht Johannes in Offenbarung 5 eine wahrhaft beeindruckende Szene. Jedes Geschöpf betet den Vater und den Sohn an. Als Johannes auf Patmos saß als Gefangener des römischen Reiches, dann war es nicht so, dass alle Geschöpfe tatsächlich buchstäblich Jesus verehrt haben. Die allermeisten Menschen kannten ihn noch gar nicht. Und obwohl die Szene durchaus auch so zu verstehen ist, dass die Verehrung Gottes sozusagen nicht nur im Himmel stattfinden soll, sondern auf der ganzen Erde, ist doch das Evangelium noch längst nicht überall hingedrungen damals. Es wird einen Zeitpunkt geben, wo Vers 13 sich buchstäblich erfüllen wird, wo buchstäblich jedes Geschöpf im Himmel, auf der Erde, unter der Erde und auf dem Meer und alles, was in ihnen ist, sagen wird: Gott dem Vater und dem Lamm Jesus Christus gebühren Lob, Ehre, Ruhm und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit.
[17:49] Philipper Kapitel 2 zeigt uns, dass ein solcher Moment kommen wird. Philipper Kapitel 2 und dort Vers 9. Dort heißt es über Jesus: "Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht." Wenn man sich die Frage stellt "darum", dann muss man die Frage stellen: Ja, warum? Die Antwort kommt in den Versen vorher, ab Vers 5: "Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. In seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über alle Namen ist", weil er das geschlachtete Lamm ist. Genauso wie in Offenbarung 5 beschrieben, "damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist zur Ehre Gottes des Vaters."
[19:36] Wenn Menschen Jesus als den Herrn bekennen, dann gibt es Gott die Ehre. Und wir werden aufgefordert in Offenbarung 14 der ganzen Welt zu predigen: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre." Wie geben wir ihm die Ehre? Durch unser Leben, durch unseren Lebensstil, durch die Dinge, die wir tun, aber vor allem dadurch, dass wir Jesus Christus als Herrn bekennen. Die Frage ist nicht, ob wir ihn als Herrn bekennen werden. Die Frage ist, wann wir das tun und ob wir ihn als unseren persönlichen Herrn bekennen werden. Denn das, was hier geschieht, was hier in Philipper 2 ab Vers 9 beschrieben wird, wird sich ereignen ganz am Ende der Zeit nach den 1000 Jahren, wenn noch einmal alle Menschen auferstehen werden, wie Offenbarung 20 uns das berichtet. Wenn noch einmal die Bücher geöffnet werden und alle sehen werden, warum sie gerettet bzw. verloren sind.
[20:55] Nachdem die Gläubigen 1000 Jahre lang Gericht gehalten haben, wie es in Offenbarung 20, Vers 4 steht und wie es auch Paulus in Korinthern schreibt, dass wir Menschen und Engel richten werden und dann die Gottlosen auferstehen werden und auch sie sehen werden, warum sie verloren gehen, da wird es einen Moment geben. Die Bibel sagt das mehrfach: Kurz vor der Vernichtung der Gottlosen wird alle im Himmel und auf Erden, die gesamte Schöpfung, bekennen: Jesus hat recht. Aber dann wird es vielen nichts mehr persönlich nützen. Sie werden bekennen: "Jesus ist der Herr", aber sie haben ihn nicht als ihren persönlichen Herrn und Heiland angenommen. Sie werden angesichts der überwältigenden Masse der Beweise zugeben, dass Gott in allem recht hatte und dass die Sünde und die Rebellion Satans vollkommen nutzlos und sinnlos war. Sie werden zugeben, nicht lieben.
[22:17] Wahrscheinlich haben sich die Apostel, vielleicht hat sich Johannes mal gefragt: Wenn schon die Menschen, die das Alte Testament kannten und durch den Opferdienst eigentlich darauf vorbereitet hätten sein sollen, Jesus als das Lamm Gottes anzuerkennen, wenn die das schon missverstanden haben, wenn die das abgelehnt haben, wenn Menschen, die durch jahrhundertelange Beschäftigung mit der Bibel sich eigentlich darauf hätten vorbereiten sollen, wenn die das abgelehnt haben, wird es jemals dazu kommen, dass die ganze Welt erkennt, dass Jesus wirklich das Lamm Gottes ist? Oder wird das immer nur eine Erkenntnis von einigen wenigen sein und die anderen werden das nie wirklich verstehen? Wird das immer nur ein Wissen sein von kleinen Gruppen, die das von Generation zu Generation weitergeben? Oder wird das irgendwann mal allen bewusst werden, dass das so war? Werden einmal alle feststellen, dass Gott recht hatte und Jesus wirklich für alle Sünden gestorben ist?
[23:24] Offenbarung 5, das ja von diesem Büchlein spricht, das jetzt in Offenbarung 6 geöffnet wird, wo die einzelnen Siegel aufgetan werden mit verschiedenen Ereignissen. Dieses Büchlein, das erst am Ende ganz entsiegelt ist und deswegen auch erst am Ende völlig aufgerollt werden kann. Dieses Büchlein wird, so glaube ich persönlich, präsentiert werden nach den 1000 Jahren. Dort sieht man sozusagen in Panoramasicht die gesamte Geschichte der Welt. Und dann, wenn vor dem gesamten Universum deutlich wird, dass Jesus das hundertprozentige Recht auf diese Welt hat, weil er sie erkauft hat durch sein Blut, dann wird jedes Geschöpf im Universum bekennen, dass Jesus wirklich das Lamm Gottes ist. Niemand wird in die ewige Nacht des zweiten Todes verschwinden, ohne vorher gewusst zu haben, dass Jesus zurecht der Herr ist. Niemand wird für immer verloren gehen, ohne nicht vorher verstanden zu haben, dass Jesus ihn hätte retten können und auch retten wollen. Und die, die verloren gehen, werden wissen: Sie hätten gerettet werden können.
[25:23] Die gesamte Schöpfung wird Jesus als den Erlöser anerkennen. Viele von ihnen werden trotzdem verloren gehen. Viele Menschen, ein Drittel der Engel. Sie werden sterben, sie werden verloren gehen, sie werden den ewigen Tod sterben. Da gibt es keine Zweifel dran. Aber sie werden vorher anerkennen: Jesus ist wirklich für die Sünden der Welt gestorben. Er ist wirklich derjenige, der das Buch öffnen kann. Er ist zurecht Herr. Und wenn dann bei der Krönung Jesu, bei der Panoramaschau, kurz vor der Vernichtung der Gottlosen, alle, selbst der Satan und die Dämonen und alle Gottlosen niederfallen werden und bekennen werden in Erfüllung dessen, was wir in der Bibel lesen – "jedes Knie wird sich beugen" –, wenn sie bekennen werden, dass Jesus recht hat, dann wird auch ihr Zeugnis sozusagen diese Anbetungsszene von Offenbarung 5 erweitern, sozusagen zum Abschluss bringen. Diese Anbetung, die hier im Himmel am Thron Gottes stattfindet und dann über die Ältesten und durch die vier lebendigen Wesen dann über die Engel bis in die ganze Schöpfung hineingeht.
[26:55] Offenbarung 5, Vers 13 weitet den Blick nicht nur in den gesamten Raum, sondern auch über die gesamte Zeit. Denn einiges von dem, was hier in Vers 13 steht, wird sich erst ganz am Ende erfüllen. Das Lob Jesu, die Verehrung Jesu als der Messias wird bis ans Ende zunehmen, bis ganz am Ende alle ihn anerkennen werden. Interessant ist, dass Johannes, als er sie anbeten hört, folgendes sagt. Er sagt: "Ich hörte sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm gebühren das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit."
[27:53] Wir hatten das letzte Mal gesehen, dass in Offenbarung 4 Gott der Vater angebetet wird. Wir haben gesehen, dass in Offenbarung 5 Jesus angebetet wird. Und wir haben auch schon gesehen, dass Offenbarung 7 deutlich macht, dass die Anbetung Jesu die des Vaters nicht übersteigt. Und hier in Vers 13 sehen wir, wie die ganze Schöpfung den Vater und den Sohn, Gott und das Lamm, anbetet und sagt: "Ihnen gehört das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht." Das Wort "Macht" hier, das bedeutet eigentlich auch die Herrschaft. Sie sind zurecht Herrscher von Ewigkeit zu Ewigkeit.
[28:48] Lieber Freund, liebe Freundin, hier ist eine wichtige Wahrheit. Jeder von uns, du und ich und jeder andere Mensch, der jemals gelebt hat, wird irgendwann einmal bekennen, dass Jesus wirklich Erlöser ist. Die Frage ist nur: Werden wir es bekennen zu einem Zeitpunkt, wo wir durch Glauben diese Erlösung für uns in Anspruch nehmen und dadurch Vergebung erhalten und in unserem Charakter verändert werden können? Oder werden wir erst dann zugeben, wenn wir überwältigt von der unfassbaren Menge an Fakten nicht mehr anders können als zuzugeben, dass es alles wahr ist? Dann wird es uns persönlich nichts mehr nützen. Es wird zwar eine weitere Note in der Anbetung Jesu sein, es wird Gottes Herrschaft rechtfertigen, aber wir würden dann trotzdem verloren gehen, weil die bloße Zustimmung zur Wahrheit, das Aufgeben aller Rebellion, noch keine Liebe bedeutet.
[30:17] "Jedes Geschöpf wird sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit." Die Frage heute ist: Kann ich heute sagen, kannst du heute sagen: "Heute soll dem, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht in meinem Leben gebühren"? Ich möchte mich heute neu entscheiden, dass Gott der Vater und das Lamm Jesus Christus in meinem Leben das Lob erhalten sollen, die Ehre bekommen sollen, den Ruhm und die Herrschaft. Ist das doch dein Wunsch? Möchtest du, dass Gott der Vater und Jesus durch dein Leben, durch deine Worte jetzt schon in dieser Welt geehrt werden? Möchtest du durch dein Leben Teil sein des himmlischen Gottesdienstes? Wir sehen, dieser himmlische Gottesdienst ist nicht auf den Himmel beschränkt. Jedes Geschöpf, das einstimmt in das Lob Gottes, ist Teil dieser universalen Anbetung von Jesus. Ich möchte teilhaben an diesem Gottesdienst, an dieser Anbetung von Gott und Jesus, die jetzt im Himmel stattfindet. Du auch? Dann lass uns doch gemeinsam niederkien und beten.
[32:05] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke, dass wir dir vertrauen dürfen und Herr, du siehst, wie sehr wir dich brauchen. Du siehst, wie sehr unsere Herzen manchmal hin und her schwanken. Wir möchten uns von ganzem Herzen dir weihen. Möchten dich bitten, dass du in unserem Leben jetzt, heute hier, die Herrschaft übernimmst. Dir soll alles Lob, alle Ehre, aller Ruhm gehören. Wir möchten dich preisen, möchten Teil der himmlischen Anbetung sein. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
Lizenz
Copyright ©2026 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.