Veröffentlicht am
10 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ widmet sich Christopher Kramp dem abschließenden Vers von Kapitel 5 und beleuchtet die tiefgreifende Bedeutung des Niederfallens und Anbetens vor Gott. Tauchen Sie ein in die beeindruckende Vision des himmlischen Gottesdienstes und erfahren Sie, wie diese biblische Szene uns dazu einlädt, Gott mit Ehrfurcht und Hingabe zu begegnen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Wir sind heute mit dem letzten Vers von Offenbarung 5 beschäftigt, sehen aber in den nächsten Wochen auch, dass Kapitel 6, 7 und sogar 8 Vers 1 immer noch zur selben Vision gehören. Wir sind also noch nicht wirklich am Ende dessen, was Johannes dort in dieser beeindruckenden Szene im Himmel, dieser Vision vom himmlischen Gottesdienst, gesehen und erlebt hat.

[1:17] Heute soll es wie gesagt um Offenbarung 5 Vers 14 gehen und da geht es um das Niederfallen und das Anbeten – ein wichtiges Stichwort für uns. Wir möchten auch niederfallen und Gott anbeten und ihn bitten, dass er uns Wahrheit offenbart, wie sie in ihm ist, und dass er uns durch sein Wort ganz nahe zu sich zieht. Lasst uns, wenn möglich, gemeinsam niederknien und beten.

[1:45] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danke sagen, dein Wort jetzt studieren zu dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, es richtig zu verstehen. Bitte schenk du uns Kraft und Weisheit, dir zu folgen. Füll uns mit deinem Heiligen Geist und gib, dass es uns wirklich stärkt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:19] Offenbarung Kapitel 5 und dort Vers 14: "Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen. Und die 24 Ältesten fielen nieder und beteten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit." Wenn man die originalgriechischen Manuskripte liest, dann steht dort einfach: "Und die Ältesten fielen nieder und beteten an."

[2:49] Die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten kennen wir schon aus verschiedenen Versen aus Offenbarung 4 und 5. Zuletzt haben wir sie gesehen in Offenbarung 5, Vers 8 bis 10. Dort hieß es: "Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk. Das sind die Gebete der Heiligen. Sie sangen ein neues Lied, in dem sie sprachen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen und hast uns zu Königen und Priestern gemacht für unseren Gott und wir werden herrschen auf Erden."

[3:40] Also Vers 8 bis 10 beschreibt, was die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten singen und anbeten, und dann sieht Johannes, wie die Millionen Engel um den Thron herum auch einstimmen in das Lob. Und dann sieht er, wie sogar in Vers 13 – das haben wir das letzte Mal gesehen – jedes Geschöpf im Himmel und auf der Erde und unter der Erde mit einstimmt. Und dann in Vers 14 sieht er wieder die lebendigen Wesen und die 24 Ältesten. Man könnte quasi Vers 8, 9, 10 und 14 in einer Reihe sehen: die Anbetung der vier lebendigen Wesen und der 24 Ältesten, die sie Gott und Jesus darbringen. Aber innerhalb dieser Anbetung wird quasi herausgezoomt: Man sieht plötzlich die Engel noch dazu, die einstimmen, man sieht die ganze Schöpfung, die einstimmt. Und dann kommt es wieder zu diesen Wesen, die hier ganz nahe am Thron Gottes sind. Sie sprachen: "Amen", sie fallen nieder und beten an.

[4:47] Amen ist ein Wort, das in der Bibel häufiger vorkommt. Amen sagen wir am Ende des Gebetes und das tun wir aus gutem Grund. Matthäus Kapitel 6 und dort Vers 13 zeigt uns, dass Jesus das Vaterunser mit einem Amen beendet hat: "Und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen." Und unserem Vorbild Jesu folgend, beenden auch wir unsere Gebete mit Amen.

[5:35] Man sieht, dass insbesondere Paulus, aber nicht nur er, ab und zu in seinen Briefen solche Lobpreisungen mit einfließen lässt. Im Römerbrief gibt es gleich mehrere solcher Beispiele. Römer 1, Vers 25: "Sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer – jetzt kommt das Lob – der gelobt ist in Ewigkeit. Amen." Dieses Amen ist jetzt nicht bezugnehmend auf die Verse 23 und 24, wo die Gottlosigkeit beschrieben wird, sondern dieses Amen ist einfach der Abschluss dieses kurzen Lobes: "Der gelobt ist in Ewigkeit. Amen."

[6:26] Gleiches Beispiel in Römer 9, Vers 5, wo er über die Traurigkeit spricht, die er hat, weil seine Brüder im Fleisch, die Israeliten, so viel eigentlich von Gott wissen und trotzdem Jesus nicht angenommen haben. Dort steht in Vers 5: "Ihnen gehören auch die Väter an und von ihnen stammt dem Fleisch nach der Christus." Und jetzt kommt das Lob: "Der über alle ist, hochgelobter Gott in Ewigkeit. Amen." Dieses Amen bezieht sich nicht auf die Verse 2, 3 und 4, sondern nur auf dieses besondere Lob, das hier Gott, in dem Fall Jesus, entgegengebracht wird.

[7:07] Römer 11, Vers 36: "Denn von ihm und durch ihn und für ihn sind alle Dinge. Ihm sei die Ehre in Ewigkeit. Amen." Römer 15, Vers 33: "Der Gott des Friedens sei mit euch allen. Amen." Das waren hier schon mehr so eine Art Briefschluss. Wir sehen die Schlussfunktion auch noch deutlich, aber wir bleiben noch ein bisschen bei dem Lobpreis. Galater 1, Vers 4 und 5: "...der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns herausrette aus dem gegenwärtigen bösen Weltlauf nach dem Willen unseres Gottes und Vaters. Dem die Ehre gebührt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen."

[8:03] Oder schauen wir Philipper 4, Vers 20 an: "Unserem Gott und Vater aber sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen." 1. Timotheus 1, Vers 17: "Dem König der Ewigkeit aber, dem unvergänglichen, unsichtbaren, alleinweisen Gott sei Ehre und Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen." Und man hat so den Eindruck, dass in diesen kurzen Lobgesängen etwas durchsickert von dem, was im Himmel geschieht. Denn im Himmel geschieht das die ganze Zeit. Jesus wird dort die ganze Zeit so gelobt, Gott der Vater wird so gelobt: "Ihm sei Ehre und Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen." Man merkt quasi in den Briefen, wie ab und zu etwas von diesem himmlischen Gottesdienst in die Texte hineinfließt, sozusagen aufleuchtet in den Ausführungen von Paulus.

[9:07] Anderes Beispiel: 1. Timotheus 6, Vers 16 (ich lese auch Vers 15): "...welche zu seiner Zeit zeigen wird der Glückselige und allein Gewaltige, der König der Könige und der Herr der Herrschenden, der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Licht wohnt, den kein Mensch gesehen hat noch sehen kann. Ihm sei Ehre und ewige Macht. Amen." In all diesen Texten kann man quasi wie ein Echo sehen, das vom himmlischen Gottesdienst hinüberschallt in unsere Welt und hier in den inspirierten Briefen des Paulus einen Widerhall findet. 2. Timotheus 4, Vers 18: "Der Herr wird mich auch von jedem boshaften Werk erlösen und mich in sein himmlisches Reich retten. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen."

[10:00] Und dann haben wir noch den Hebräerbrief, auch von Paulus geschrieben. Hebräer 13, Vers 20 und 21, ein wunderschöner, ganz beeindruckender Vers: "Der Gott des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus aus den Toten heraufgeführt hat, den großen Hirten der Schafe durch das Blut eines ewigen Bundes, er rüste euch völlig aus zu jedem guten Werk, damit ihr seinen Willen tut, indem er in euch das wirkt, was vor ihm wohlgefällig ist durch Jesus Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen." Und wenn man jetzt den Eindruck bekommt, das ist ja nur beim Paulus so, dann sollten wir zumindestens auch 1. Petrus 5, Vers 11 lesen, wo es in Vers 10 und 11 heißt: "Der Gott aller Gnade aber, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, er selbst möge euch, nachdem ihr eine kurze Zeit gelitten habt, völlig zubereiten, festigen, stärken, gründen. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen." Das zieht sich also durch all diese inspirierten Schreiber des Neuen Testamentes hindurch.

[11:19] Das Wort Amen hat auch noch eine weitere interessante Funktion. Wenn wir an 5. Mose 27 denken, dann finden wir dort eine Reihe von Fluchformeln – also gar kein Lobpreis, sondern Fluchformeln –, die alle mit einem Amen beendet werden. Zum Beispiel ab Vers 15: "Verflucht sei, wer ein geschnitztes oder gegossenes Bild macht, das dem Herrn ein Gräuel ist, ein Machwerk von Künstlerhand und es heimlich aufstellt. Und das ganze Volk soll antworten und sagen: Amen."

[12:14] "Verflucht sei, wer seinen Vater und seine Mutter verachtet. Und das ganze Volk soll sagen: Amen. Verflucht sei, wer die Grenze seines Nächsten verrückt und das ganze Volk soll sagen: Amen. Verflucht sei, wer einen Blinden auf dem Weg irreführt und das ganze Volk soll sagen: Amen." Hier geht es also darum, dass das ganze Volk zustimmt, diese Dinge, die hier angesprochen werden, nicht zu tun. Dieses bestätigende Amen finden wir auch in 4. Mose 5, Vers 22, bei diesem interessanten Gesetz von dem Eifersuchtsopfer. Wenn ein Mann den Eindruck hat, seine Frau könnte untreu gewesen sein, gibt es diese Möglichkeit für die Frau zu zeigen, dass sie es nicht gewesen ist, indem sie dieses fluchbringende Wasser trinkt.

[13:37] Ganz anders als die Gesetze der umliegenden Völker, wo die Frauen zum Teil ins Wasser geworfen wurden, um zu sehen, ob sie überleben. Gott schützt hier mit diesem Gesetz übrigens die Frau ganz eindeutig, aber das ist ein anderes Thema. Wir wollen nur sehen, wie in Vers 22 hier steht: "So soll nun dieses fluchbringende Wasser in deinen Leib eingehen, dass dein Bauch anschwillt und deine Hüfte schwindet und die Frau soll sagen: Amen." Mit anderen Worten: Sie stimmt diesem Ritual zu und macht deutlich: Ja, wenn mein Leib tatsächlich anschwillt durch ein Wunder Gottes, dann soll dadurch bewiesen sein, dass ich untreu gewesen bin. Die Zustimmung zum Urteil Gottes.

[14:32] Denn wenn in 5. Mose 27 heißt: "Verflucht sei z.B. wer seinen Nächsten heimlich erschlägt und das Volk soll sagen: Amen", sagt es ja nicht nur: "Wir wollen den Nächsten nicht erschlagen", sondern es sagt auch: "Derjenige, der das Gesetz bricht, der sei tatsächlich verflucht." Amen ist also Zustimmung zum Urteil Gottes, Zustimmung zum Wort Gottes, Zustimmung zu dem, was Gott dann entsprechend entscheidet.

[15:08] Wir finden das Amen als Zustimmung auch in 1. Korinther 14. Paulus macht den Punkt, dass wenn wir die Worte des anderen nicht verstehen, weil er in einer Fremdsprache spricht, wir nicht Amen sagen können. Vers 16: "Sonst, wenn du mit dem Geist den Lobpreis aussprichst, also mit der Gabe der Zungenrede, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er nicht weiß, was du sagst?" Das Amen setzt also voraus, dass ich weiß, was der andere gesagt hat, dass ich es verstehe und auch mit Überzeugung Amen sage. Das Amen war nie gedacht als ein bloßes Ritual, wo jemand etwas murmelt und die Gemeinde einfach ein Amen hinterherspricht, ohne zu wissen, was gesagt worden ist. Sondern Amen bedeutet eine überzeugte, wissentliche Übereinstimmung.

[16:25] Wenn also die vier lebendigen Wesen in Offenbarung 5 sagen: "Amen", heißt es, sie stimmen zu, was die Millionen Engel singen. Sie stimmen mit dem überein, was die gesamte Schöpfung über Gott, den Vater, und den Sohn, Jesus Christus, sagt. Sie stimmen überein, sie sagen: "Amen. Genauso ist es. So soll es sein."

[17:05] Das Amen ist dann auch zu einem Schlusspunkt geworden. Das sieht man in den Psalmen. Die Psalmen sind ja eigentlich fünf Bücher in einer Korrespondenz zu den fünf Büchern Mose und sie enden immer auf Amen. Psalm 41, Vers 14, letzter Vers des ersten Psalmbuches: "Gelobt sei der Herr, der Gott Israels von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Ja, Amen." Zweites Buch endet in Psalm 72, Vers 19: "Ja, gepriesen sei sein herrlicher Name ewiglich und die ganze Erde sei erfüllt von seiner Herrlichkeit. Ja, Amen. Amen." Und das kann man jetzt durch alle Bücher der Psalmen hindurch sehen: Amen schließt auch das Buch ab.

[18:10] Und das ist etwas, das wir im Neuen Testament dann fast immer finden. Matthäus 28, Vers 20: "...und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen." Man könnte vielleicht denken, das ist einfach das Amen, das Jesus gesagt hat, aber wir werden sehen, das Amen ist auch einfach das Schlusswort des Buches. Markus 16, Vers 20: "Sie gingen hinaus und verkündigten überall und der Herr wirkte mit ihnen und bekräftigte das Wort durch die begleitenden Zeichen. Amen." Und dann kommt Lukas 24, Vers 53: "Und sie waren allezeit im Tempel und priesen und lobten Gott. Amen."

[19:03] Und dann geht das immer so weiter. Wenn man an den Römerbrief denkt, ganz am Ende, Römer 16, Vers 27: "Ihm, dem alleinweisen Gott, sei die Ehre durch Jesus Christus in Ewigkeit. Amen." 1. Korinther 16, Vers 24: "Meine Liebe ist mit euch allen in Christus Jesus. Amen." 2. Korinther 13, Vers 13: "Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen. Amen." Und fast jeder Brief endet mit einem Amen. Es gibt den 3. Johannesbrief z.B., wo das nicht der Fall ist, aber das ist wirklich die Ausnahme. Es zieht sich durch bis zur Offenbarung, Kapitel 22, Vers 21: "Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen. Amen."

[20:05] Am Ende steht die Zustimmung. Am Ende steht die Zustimmung, dass Gottes Wort wahr ist, dass sein Urteil wahr ist und dass er wirklich zu loben ist. Wer das Amen nach dem Gebet sagt, sagt: "Wir stimmen zu. Gott ist wirklich zu loben." Es ist keine Zustimmung unter Gruppendruck. Es ist eine überzeugte Zustimmung. Jedes Buch sagt am Ende: "Es ist genauso gewesen." In der Anbetung Gottes geht es auch darum, dass wir bezeugen: Gott hat recht gehabt. Es ist genauso, wie Gott es gesagt hat. Sein Urteil ist nicht verdreht, sein Urteil ist nicht zu krass, zu extrem. Sein Urteil ist genau richtig. Deswegen lesen wir z.B. auch in Psalm 51, Vers 6: "...damit du recht behältst, wenn du redest, und rein dastehst, wenn du richtest."

[21:16] Wenn die lebendigen Wesen "Amen" rufen, sagen sie: Alles, was die Geschöpfe, die Engel, die 24 Ältesten gesagt haben über Gott, den Vater, und über Jesus Christus, das ist wahr. Da können wir vollständig zustimmen. Und Gott sucht Menschen, die nicht einfach nur niederfallen aus Gewohnheit oder aus Gruppendruck, sondern die niederfallen, weil sie sagen können: Wir stimmen aus Überzeugung zu. Amen.

[21:50] Das Lob Gottes und sein Urteil sind genau das, was die Wahrheit ist. Jesus Christus selbst ist die Garantie, dass alles sich erfüllt, was Gott gesagt hat. Und das wird so ausgedrückt in 2. Korinther 1, Vers 20: "Denn so viele Verheißungen Gottes es gibt, in ihm, in Christus, ist das Ja und in ihm auch das Amen, Gott zum Lob durch uns." Mit anderen Worten: Jesus Christus ist die Zustimmung zu jedem Versprechen Gottes. Wenn wir in Jesus Christus sind, wissen wir, dass diese Verheißungen für uns persönlich zutreffen werden. Wir müssen nicht mehr zweifeln, sondern wir haben eine feste Zustimmung, weil Jesus das Amen ist.

[22:54] Er sagt sogar in Offenbarung 3, Vers 14: "Und dem Engel der Gemeinde von Laodizea schreibe: Das sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes." Dann sehen wir später in Offenbarung 5, wie die ganze Schöpfung diesen Schöpfer Jesus Christus ehrt und die lebendigen Wesen ihm, der das Amen ist, zustimmen, indem sie sagen: "Amen." Wenn wir Amen sagen, ist das nicht nur ein Schlusspunkt. Es ist der Ausdruck: "So sollte es sein." Dass wir in allem Gott recht geben, in allem ihm die Ehre geben, zustimmen, dass er der gerechte Herrscher ist, dass er der einzige ist, der wirklich über die Welt und über unser Herz herrschen kann. Wir stimmen seinen Urteilen, seinem Wort zu. Wir wissen, dass wir in Jesus alle Verheißungen in unserem Leben in Anspruch nehmen können. Wir stimmen zu: Ihm sei die Ehre und Ruhm und Lob und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

[24:18] Die Ältesten fallen nieder. Sie fielen nieder vor Gott, dem Vater. In Offenbarung 4, Vers 10: "So fallen die 24 Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt und beten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit." Sie werfen ihre Kronen vor dem Thron nieder. Jemand, der die Schlachter 2000 besitzt, könnte den Eindruck bekommen, dass hier in Offenbarung 5, Vers 14, die 24 Ältesten jetzt auch allein den Vater anbeten: "...und beteten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit." Wie ich aber schon erwähnt habe, in allen griechischen Manuskripten – also unabhängig davon, ob sie Textus Receptus oder Codex Vaticanus oder Washingtonianus sind – in allen griechischen Manuskripten fehlt das "der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit". Alle griechischen Manuskripte, die es gibt auf der ganzen Welt, sagen: "Die Ältesten fielen nieder und beteten an."

[25:27] Und es meint im Kontext natürlich nicht nur den Vater, sondern auch den Sohn, denn genau darum geht es ja in Vers 13: Dem, der auf dem Thron sitzt, dem Vater, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und die vier lebendigen Wesen sprachen: "Amen." Und die 24 Ältesten fielen nieder und beteten an. Woher kommt dann der Zusatz in der Schlachter 2000? Das ist tatsächlich eine bemerkenswerte Geschichte.

[25:58] Der erste, der das griechische Manuskript des Neuen Testamentes neu herausbrachte in der Zeit des Humanismus und der Reformation, war ein Mann namens Erasmus von Rotterdam, einer der gelehrtesten Männer Europas. Die zweite Ausgabe seines griechischen Neuen Testamentes war die Grundlage der Septemberbibel von Martin Luther 1519 und dann immer auch die Grundlage vieler protestantischer Bibelübersetzungen, weswegen sein griechisches Neues Testament einen hohen Stellenwert hat. Man spricht auch vom Textus Receptus.

[26:52] Als Erasmus von diesen Manuskripten hörte oder sie dann sammelte, hatte er für seine erste Ausgabe tatsächlich nur sieben Manuskripte und diese sieben Manuskripte waren auch nicht alle vollständig. Für die Offenbarung hatte er nur eins und das war relativ spät, nur ein einziges Manuskript, und das hatte den Nachteil, dass am Ende eine Seite gefehlt hat. Da Verse fehlten und er für die letzten Verse der Offenbarung überhaupt gar nichts hatte, statt jetzt also nach weiteren Manuskripten zu suchen und zu warten – man war unter Zeitdruck, man wollte der Erste sein –, hat er etwas Kühnes getan: Er hat einfach geschaut, was steht denn in der lateinischen Übersetzung, der Vulgata, und hat einfach rückübersetzt.

[28:07] So ein Fall liegt auch hier vor in Vers 14. Er hat nämlich gemerkt, dass es einige wenige Vulgata-Manuskripte gibt, die noch diesen Zusatz haben: "...und beteten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit", und da er nur ein Manuskript hatte, hat er gedacht, wahrscheinlich ist es in vielen anderen Manuskripten enthalten, und hat das dann aus dem Lateinischen ins Griechische rückübersetzt. Wir wissen aber heute, nachdem wir alle Manuskripte kennen, die man bisher gefunden hat, dass das nie im Text stand. Die 24 Ältesten beten an – das steht dort in allen griechischen Manuskripten. Sie fallen nieder und beten an. Und im Kontext kann sich das nur auf den Vater und den Sohn beziehen. Und das zeigt, dass hier in der Offenbarung Jesus und der Vater beide Gegenstand der himmlischen Verehrung sind. Ihm, dem Vater, und ihm, dem Sohn, gebühren alle Ehre, Macht, Lob, Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

[29:30] Lass uns noch beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke, dass du uns Licht und Klarheit schenkst und dass wir dich wirklich immer besser verstehen dürfen. Und Herr, wir möchten heute mit unserem Leben, aufgrund unserer Erfahrung mit dir, "Amen" zu dir sagen. Wir möchten dir recht geben. Du hast tatsächlich mit all dem, was du uns gesagt hast, recht gehabt, mit den Warnungen und den Verheißungen. Und Herr, wenn du gelobt wirst, dann ist das wirklich zurecht. Und wir haben erlebt, dass in Jesus deine Verheißungen sich in unserem Leben erfüllt haben. Aus eigener Kraft konnten wir das nie erreichen, aber durch Jesus haben wir es immer und immer wieder erlebt. Dir gebührt alle Ehre und aller Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


Lizenz

Copyright ©2026 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.