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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigt über Offenbarung 5, Vers 2, beleuchtet Christopher Kramp die Rolle eines starken Engels, der mit lauter Stimme eine entscheidende Frage stellt: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen? Er erklärt, dass Engel mächtige Wesen sind und dass die Beschreibung „stark“ hier die außergewöhnliche Kraft dieses speziellen Engels hervorhebt. Die Botschaft des Engels ist nicht, was er weiß, sondern dass es jemanden gibt, der die Geheimnisse des Buches entschlüsseln kann – Jesus Christus. Das Video betont die Bedeutung, die ganze Wahrheit zu verkündigen und Jesus als Zentrum unserer Botschaft zu stellen, auch wenn wir nicht alle Details verstehen.


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Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:46] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt und dass wir gemeinsam in Offenbarung Kapitel 5 weiter studieren können. Heute wollen wir uns Vers 2 genauer ansehen. Bevor wir das tun, wollen wir nach guter Gewohnheit und weil es uns so wichtig ist, Gott einladen, unser Studium seines Wortes zu segnen. Wir möchten ihn bitten, uns mit seinem Heiligen Geist zu erfüllen. Und wenn es dir möglich ist, lade ich dich ein, dass wir dazu gemeinsam niederknien.

[1:24] Lieber Vater im Himmel, wir kommen jetzt zu dir und wollen von dir lernen und wollen deine Herrlichkeit sehen, dein Wesen betrachten und aus der Offenbarung das verstehen, was wir heute benötigen. Herr, du hast 1000 Wege, von denen wir nichts wissen. Du hast in jedem Vers der Offenbarung etwas für uns hineingelegt. Sprich du jetzt zu uns. Reinige uns von aller Schuld und mach uns durch deinen Heiligen Geist zu Menschen, die deine Herrlichkeit widerspiegeln können. Herr, das bitten wir, weil du uns einlädst und weil du uns versprochen hast, dass du alles gibst, um uns zu erlösen und dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Darum bitten wir dich jetzt. Amen.

[2:24] In Offenbarung Kapitel 5 haben wir in den letzten beiden Folgen gesehen, wie Johannes in dieser Szene der himmlischen Anbetung, der Anbetung Gottes des Vaters auf dem Thron ein Buch sieht, nachdem er in Kapitel 4 die lebendigen Wesen, die 24 Ältesten, die sieben Leuchter, den Regenbogen um den Thron gesehen hat, sieht er in Offenbarung 5 Vers 1 in der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch. Es heißt hier in Vers 1 innen und außen beschrieben mit sieben Siegeln versiegelt. Wir haben letztes Mal uns darüber ausführlich Gedanken gemacht und es heißt jetzt in Offenbarung 5 und dort Vers 2: "Und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen?"

[3:33] Johannes sagt, er sah einen starken Engel. Nun, das ist zunächst einmal interessant, denn die Bibel sagt uns, dass eigentlich ja alle Engel starke Helden sind. Wir finden das in Psalm 103 und dort Vers 20: "Lobt den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausführt, gehorsam der Stimme seines Wortes." Wenn Johannes sagt, ich sah einen starken Engel, will er nicht sagen, dass die anderen Engel schwach sind. Engel sind in der Bibel immer stark gewesen. Sie sind letztlich mächtiger als Menschen. Und das wird ganz deutlich, wenn man sich Psalm 8 anschaut.

[4:26] Dort heißt es in Psalm 8 über den Menschen. Es heißt hier in Vers 5 und 6: "Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest? Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel. Mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt." Wir sehen hier, die Engel stehen schon allein aus der Schöpfungsordnung heraus über dem Menschen. Engel sind starke Helden. Wir haben oft ein falsches Bild von Engeln, wenn man zumindestens so aus dem äh generellen kirchlichen Bereich her kommt, wo Engel oft so als kleine Wesen dargestellt werden, so als niedliche quasi Kinder. Aber die Bibel präsentiert uns ein ganz anderes Bild von Engeln. Engel sind starke Helden, groß und mächtig, die jetzt, wo wir Menschen in einem gefallenen Zustand sind, äh noch einen, also noch viel mehr sich von uns abheben. Wenn also Johannes über diesen Engel sagt, er war ein starker Engel, dann will er also besonders betonen, wie außergewöhnlich stark dieser Engel ist. Ich sah einen starken Engel inmitten von vielen starken himmlischen Wesen, von vielen starken Wesen, die dort am Thron stehen, stach heraus als ein starker Engel.

[5:53] Solch eine Beschreibung findet sich in der Offenbarung noch an zwei anderen Stellen. In Offenbarung Kapitel 18 und dort Vers 21 lesen wir von einem starken Engel, der einen Stein hochhebt. Das heißt dir in Offenbarung 18 Vers 21: "Und ein starker Engel hob einen Stein auf wie ein großer Mühlstein und warf ihn ins Meer." Hier ist die Stärke allein schon durch das Bild, das verwendet wird, ganz klar verdeutlicht. Er nimmt diesen großen Mü diesen großen Stein und wirft ihn ins Meer. Und es heißt, der untersprach: "So wird Babylon, die große Stadt, mit Wucht hingeschleudert und nicht mehr gefunden werden." Ein starker Engel.

[6:39] Und dann finden wir, und das ist vielleicht sogar die interessanteste Parallele, in Offenbarung 10 Vers 1. In Offenbarung 10, Vers 1 heißt es: "Und ich sah einen anderen starken Engel aus dem Himmel herabsteigen, bekleidet mit einer Wolke, und ein Regenbogen war auf seinem Haupt, und sein Angesicht war wie die Sonne, und seine Füße wie Feuersäulen." Und er hielt interessanterweise in seiner Hand ein offenes Büchlein, und er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken aber auf die Erde. Ein starker Engel. Und wenn wir hier diese Stelle anschauen, dann können wir sogar sagen, dass zumindestens dieser starke Engel mehr als ein Engel ist, denn es heißt hier, dass er ein Angesicht hatte. Sein Angesicht war wie die Sonne. Und diese Beschreibung passt auf niemand anderen als auf Jesus Christus, den Sohn Gottes, von dem es in Offenbarung 1 heißt. Offenbarung 1 und dort Vers 16: "Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Mund ging ein scharfes zweischneidiges Schwert hervor, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne ihrer Kraft." Jesus wird in Offenbarung 10 als ein Engel dargestellt, weil er eine Botschaft hat.

[8:00] Die Botschaft im Fall von Offenbarung 10 bezieht sich auch auf ein Büchlein äh auf ein Buch. Wir haben das letzte Mal gesehen, dass das Büchlein von Offenbarung 10 nicht das Buch aus Offenbarung 5 ist. Das haben wir schon in der Folge davor auch gesehen, wenn ich mich recht entsinne. Während das Buch in Offenbarung 5 die gesamte Weltgeschichte, all die Vorhersehung Gottes, die gesamte prophetische Geschichte des Heilsplanes enthält. Alle Entscheidungen der Menschen, das Schicksal aller Nationen, wie es in der Prophetie vorher gesagt und in der Geschichte sich erfüllt hat. Das alles ist in dem Buch in Offenbarung 5 enthalten. Offenbarung 10 dagegen spricht ganz deutlich von dem Buch Daniel, das geöffnet worden ist, nachdem es ja bis zur Zeit des Endes bis 1798 versiegelt gewesen ist, wie uns das äh Danielbuch selbst in Daniel 12 ähm ganz deutlich sagt.

[8:58] Es handelt sich also nicht um dasselbe Buch, aber interessant ist doch, dass Jesus hier als ein Bote kommt, der dieses Buch geöffnet hat und der dann laut ruft. Das heißt in Vers 3: "Und er rief mit lauter Stimme, wie ein Löwe brüllt." Also, wir haben hier einen starken Engel, wir haben ein geöffnetes Buch und wir haben eine laute Stimme, mit der er verkündigt, mit der er ruft. Und wir glaube ich können ziemlich sicher sagen, dass die Botschaft, die er verkündigt, mit diesem Buch zu tun hat. Und wir sehen ja dann in den weiteren Versen, dass Johannes als ein symbolischer Repräsentant des Volkes Gottes dieses Buch Daniel lesen soll, dass er es verschlingen soll, dass er es verstehen soll und dass er dann nach einer bitteren Erfahrung, nachdem das Buch zunächst süß wie Honig war im Mund, dass er dann noch einmal den Auftrag erhält, über viele Nationen, Völker ähm und Sprachen und Könige zu weissagen, also weiterhin zu predigen.

[10:03] Jesus hat eine Botschaft in Offenbarung 10. Er möchte, dass die Welt das Buch Daniel versteht. Und zumindestens können wir diese Parallele ziehen. Auch hier in Offenbarung 5 hat der Engel eine Botschaft. Er möchte, dass ein bestimmtes Thema in den Fokus der Anwesenden dort am Thron Gottes gerät. Das Wort, das hier steht. Und ich sah einen anderen Engel, der verkündete sein Wort, das Johannes nur an dieser Stelle wohl gebraucht, das aber sonst im Neuen Testament bei anderen Autoren oft vorkommt und in der Regel immer mit "predigen" übersetzt wird. Wörtlich ist es ursprünglich einmal von seiner Grundidee her das Ausrufen einer Botschaft durch einen Herold. Also, wenn ein König etwas zu verkündigen hat, dann sendet er einen Boten, einen Herold, der dann laut ausruft, was verkündigt werden soll. Und in gewisser Weise sind alle Prediger des Evangeliums ja Herolde des Königreiches Gottes. Gott hat uns einen Auftrag gegeben. Er möchte, dass wir das Königreich verkündigen. Wir, wenn wir predigen, verkündigen wir die Nachrichten, die vom Thron Gottes zu uns gekommen sind. Hier steht ein Engel, offenbar in der Nähe zum Thron Gottes, irgendwo dort im himmlischen äh aller im im himmlischen Heiligtumzeigung, nicht im allerheiligsten, im himmlischen Heiligtum im ähm im im Heiligen, wenn wir uns das in Offenbarung 4 ja genau anschauen, dass der Thron dort vor den sieben Feuerfackeln steht. Es ist eine Bildsprache vom Heiligen, aber nicht das Thema, dass wir heute jetzt hier behandeln wollen, nur am Rande erwähnt. Er steht dort und er verkündigt.

[11:52] Und wir haben schon gesehen, dass dieses Buch in der Hand Gottes, in der rechten Hand Gottes so ein Pondon ist, sozusagen ein Gegenstück zu den Büchern oder besser gesagt dem Buch, dass wir öffnen im Gottesdienst. Wir haben gesehen, in unserem Gottesdienst gibt es Lieder, es gibt Gebete, es gibt die Predigt des Wortes Gottes. Im himmlischen Gottesdienst gibt es Lieder, es gibt Gebete, es gibt Anbetung und auch dort gibt es ein Buch und es gibt sogar eine Verkündigung. Das Interessante ist nur, dass der, der jetzt hier verkündigt, der sozusagen predigt, darauf hinweist, dass das Buch noch nicht geöffnet ist. Das himmlische Buch.

[12:42] Ich sah und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme. Immer wieder finden wir in der Offenbarung, dass mit lauter Stimme gesprochen wird. Schon in Offenbarung Kapitel 1 und dort Vers 10. Dort hatte Johannes auf Patmos diese Erfahrung gemacht: "Ich war im Geist am Tag des Herrn und ich hörte hinter mir eine gewaltige Stimme wie von einer Posaune, eine laute Stimme." Später in Offenbarung 14 z.B. Wenn das ewige Evangelium alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen erreichen soll, heißt es in Vers 7 und Vers 6 und 7: "Und ich sah einen anderen Engel in Mitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, zwar jeder Nation und jedem Volkstamm und jeder Sprache und jedem Volk. Der sprach mit lauter Stimme." Genauso dann zumindestens auch noch der dritte Engel in Vers 9: "Und ein dritter Engel folgt ihnen, der sprach mit lauter Stimme." Und obwohl der zweite Engel nicht mit lauter Stimme spricht, zumindestens wird das nicht erwähnt, wird dann der vierte Engel, der die Botschaft des zweiten Engels wiederholt und erweitert, ebenfalls so beschrieben. Es heißt hier in Offenbarung 18, Vers 2: "Und er rief kraftvoll mit lauter Stimme." Im himmlischen Gottesdienst wird mit deutlicher Stimme gepredigt.

[14:12] Gott möchte, dass auch wir das Evangelium mit lauter Stimme verkündigen. Er möchte, dass wir zur Wahrheit stehen, dass wir treu und gewissenhaft die ganze Wahrheit verkündigen.

[14:39] In Epheser Kapitel 6 greift Paulus diesen Gedanken auf. Er sagt hier in Epheser 6 und dort ab Vers 18: "Indem ihr zu jeder Zeit betet mit allem Gebet und Flehen im Geist und wacht zu diesem Zweck in aller Ausdauer und fürbitte für alle Heiligen, auch für mich, damit mir das Wort gegeben werde, so oft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums bekannt zu machen, für das ich ein Botschafter in Ketten bin, damit ich darin freimütig rede, wie ich reden soll." Paulus weiß, er soll das Evangelium nicht geheim irgendwo zwischen den Zeilen mit einbauen. Er soll zur Wahrheit stehen. Er soll die gute Botschaft des Lebens und Todes und Auferstehens und himmlischen Mitteldienst Jesu. Er soll das predigen freimütig.

[15:38] Im himmlischen Gottesdienst verkündet der Engel mit lauter Stimme. In Offenbarung 14 verkündigen die drei Engel, die das ewige Evangelium haben, mit lauter Stimme. Die Frage ist, mit was für einer Stimme verkündigen wir momentan in unseren Gottesdiensten, in unseren Hauskreisen, in unserem Leben? Hört man aus unserem Leben eine laute Stimme oder eine, die sich oft windet und die so ein bisschen sich selbst schämt vor dem äh, was man da eigentlich sagen sollte.

[16:16] Vielleicht sagst du aber, ich weiß ja nicht alles. Wie kann ich mit lauter Stimme predigen, wenn ich nicht auf alle Antworten, auf alle Fragen eine Antwort habe, wenn mir nicht alles ganz klar ist. Vielleicht sagst du, ich kann noch nicht alle Verse in Daniel erklären. Ich ich habe nicht zu jedem Kapitel in Offenbarung eine vollständig umfassende Auslegung. Ich habe nicht alle letzte Fragen Antworten auf die auf Spezialfragen im Römer oder Hebräerbrief. Wie soll ich mit lauter Stimme verkündigen?

[16:45] Schauen wir in Offenbarung Kapitel 5 und dort Vers 2. Wir lesen hier: "Und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen?" Dieser Engel hat auch nicht alle Antworten. Er selbst kann nicht hineinschauen in das Buch. Er selbst kann das Buch nicht öffnen und doch verkündigt er mit lauter Stimme, weil er weiß, es gibt jemanden, der das kann. Er verkündigt nicht, weil er alle Geheimnisse kennt. Dieser laut, dieser starke Engel verkündigt nicht, weil er die Siegel gebrochen hat, weil er geheime Informationen hat, die niemand sonst hat. Er verkündigt, obwohl er selbst nicht weiß, was alles in diesem Buch geschrieben steht. Er verkündigt mit lauter Stimme, weil er weiß, es gibt jemanden. Sein Ziel ist nicht darauf aufmerksam zu machen, wie sehr er das Buch studiert hat. Sein Ziel ist darauf aufmerksam zu machen, dass es jemanden gibt, der von diesem Buch alle sieben Siegel öffnen kann und es aufrollen kann und lesen kann und alles weiß. Die Aufgabe des Verkündigers im himmlischen Gottesdienst ist es, auf Jesus hinzuweisen. Die Aufgabe des Verkündigers im himmlischen Gottesdienstes ist es, auf Jesus hinzuweisen und nicht darauf, was er alles weiß. Er stellt eine Frage, wissend, dass auch die anderen, die da sind, diese Frage nicht beantworten können. Das werden wir das nächste Mal sehen. Es heißt in Vers 3: "Und niemand, wer im Himmel, noch auf der Erde, noch unter der Erde vermochte das Buch zu öffnen, noch hineinzublicken."

[18:32] Dieser Engel hätte sagen können, na ja, auf diese Frage haben wir noch keine richtige. Wir wir wir gibt es, das ist zu schwer. Das ist versiegelt, das können wir nicht behandeln. Das darüber predigen wir nicht. Lass uns predigen über etwas, was wir alle wissen, was wir können. Ist dir mal aufgefallen, dass wir in der Regel über das predigen, was wir wissen, dass wir die Kapitel studieren, die wir gut verstehen und die, die wir nicht verstehen, da sagen wir, sie sind unwichtig. Die die Kapitel, die wir nicht erklären können, die kommen nicht vor in unseren Predigten, die kommen nicht vor den Evangelationen, weil wir uns vielleicht schämen einzugestehen, hier gibt es etwas, dass ich nicht weiß. Hier gibt es etwas, wo ich nicht hineinblicken kann. Hier gibt es etwas, das ist mir zu tief, es ist mir zu hoch, es ich kann es nicht fassen.

[19:16] Aber dieser Engel, dieser starke Engel vertuscht nicht, dass es hier ein Buch gibt, das so gut wie niemand öffnen kann. Ein Buch, von dem er selbst nicht weiß, was alles drin geschrieben steht. Er weiß, das Buch ist da und er möchte die Aufmerksamkeit darauf lenken, weil das die Möglichkeit ist, die Einzigartigkeit Jesu zu betonen. Wenn wir nur das predigen, was wir selbst gut verstanden haben, wenn wir uns nur auf das konzentrieren, was wir alles selbst wissen, dann wird der Fokus immer auf uns sein. Aber dieser Engel, er verkündet mit lauter Stimme: "Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen?" Und er weiß, denn der Kontext der nächsten Verse macht deutlich, es gibt eine Person, und indem er das Problem in den Fokus rückt, wird die Lösung des Problems umso herrlicher.

[20:21] Wir werden sehen in den nächsten Versen, dass diese Frage eine echte Krise auslöst. Johannes weint, weil scheint mir niemand in der Lage ist zu öffnen. Aber dann als bewusstet, wie wichtig das ist und wie begrenzt der menschliche und selbst der der Verstand der Engel ist, wie wie begrenzt all das ist, was was Geschöpfe tun können, erst dann wird die Botschaft umso herrlicher, dass es jemanden gibt, der alle Siegel öffnen kann, der dieses Buch bis auf die letzte Seite kennt, der jedes einzelne Wort lesen kann.

[21:05] Sind wir bereit, über die ganze Wahrheit zu predigen? Auch wenn wir nicht alle Details immer verstehen, sind wir bereit, die ganze Bibel, die ganze das ganze Evangelium in den Fokus zu stellen und auf Jesus hinzuweisen, der uns in alle weit führen kann durch den Heiligen Geist.

[21:30] Mit lauter Stimme. Dieser Engel steht zu der Wahrheit, die er selbst nicht vollständig versteht, weil sie in der rechten Hand Gottes ist und weil er darauf vertraut, dass Jesus jedes Geheimnis lösen wird in seiner guten Zeit. Ich glaube, da kann man eine ganze Menge für uns heute lernen. Auch wir wollen zur ganzen Wahrheit stehen, zum ganzen Buch, zu allen Dingen, die wir vielleicht auch noch nicht bis ins letzte verstehen, weil wir glauben und wissen, dass Jesus es uns erklären kann und dass Jesus der einzige ist, der die Geheimnisse der Wahrheit offenbart und dass er alles weiß und für ihn in dieser Welt nichts überraschend ist.

[22:19] Dieser Engel stellt diese interessante Frage in Vers 2 und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme: "Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen?" Schon in Vers 11 hatte im Zusammenhang mit der Anbetung Gottes dieses Wort "würdig" eine entscheidende Rolle gespielt. Vers 11: "Würdig bist du, oh Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht, denn du hast alle Dinge geschaffen und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen." Da ging es um die Würdigkeit Gottes angebetet zu werden. Jetzt wird die Frage gestellt, wer ist würdig, dieses Buch zu öffnen?

[23:05] Wir haben das letzte Mal gesehen, dieses Buch enthält die gesamte Geschichte der Vergangenheit. Es enthält all das, was in der Zukunft noch passieren wird. Es enthält sozusagen den gesamten Ratschluss Gottes, all die Entscheidungen der Menschen, der Völker, all das ist in diesem Buch. Und jetzt kommt es zu einer interessanten äh oder einem interessanten Text in Jesaja Kapitel 44. Jesaja Kapitel 44. Verzeihung. Jesaja 41 muss es sein. Ein Fehler von mir. Jesaja 41 und dort ab Vers 21. In Jesaja, diesen 40ern Kapitel vor allem präsentiert Jesaja göttliche Botschaften für eine zukünftige Zeit, wenn das Volk Israel im babylonischen Exil sein wird. Das geht zurück auf Kapitel 39, wo im Zusammenhang mit dieser ähm Delegation von Merodach Baladan, dem Maruk Aplaidina, der babylonischen Geschichte ähm der Hiskia, dieser Delegation alles zeigt und dann äh um die Geschichte kurz zu fassen, Jesaja deutlich macht, es wird eine Zeit kommen, wo die Babylonier all die Schätze Jerusalems mitnehmen werden und ähm die Babylonier letztlich äh sie in Gefangenschaft führen werden. Und dann kommen ab Kapitel 40 eine ganze Reihe von wunderschönen Kapiteln mit ganz vielen Verheißungen für das Volk, das dann wieder zurückkehren soll, aber auch eine Reihe von Texten, die deutlich machen, wie wie nichtig die babylonischen, überhaupt die heitischen Götter sind. Und das ist so eine Stelle hier, über die wir jetzt kurz nachdenken wollen. Jesaja 41 und dort Vers 21 bis 23. Ähm Gott spricht hier zu den äh vermeintlich anderen Götzen, den Göttern, den vermeintlichen. Vers 21: "Bringt eure Rechtssache vor, spricht der Herr, schafft eure stärksten Beweisgründe herbei." Also lasst uns quasi einen Gerichtssaal machen. Gott sagt, Gott sagt, äh bringt mal eure Beweise her. Spricht der König Jakobs. Sie mögen sich herbeischaffen und uns verkünden, was sich ereignen wird. Das frühere, was ist es? Verkündet es. So wollen wir es bedenken und dessen Ausgang erkennen. Oder lasst uns hören, was kommen wird. Verkündet, was künftig geschehen wird. So werden wir erkennen, dass ihr Götter seid. Ihr tut doch etwas Gutes oder Böses. So werden wir uns verwundert anschauen und es miteinander betrachten. Gott sagt hier, wenn ihr wirklich Götter seid, bringt doch einen Beweis und zeigt uns, dass ihr die Zukunft kennt und zeigt auch in der Vergangenheit, dass eure Vorhersagen tatsächlich so eingetroffen sind. Zeigt doch anhand der Geschichte und der Prophetie, dass ihr wirklich die Geschichte und die Zukunft in der Hand haltet. Beweist es.

[25:54] Und das sind natürlich hier rhetorische Fragen oder rhetorische Bitten, weil ganz klar ist, genau das können die vermeintlichen Götter Babylons überhaupt gar nicht. Da gibt es so etwas nicht.

[26:07] Das heißt allerdings, wenn in Offenbarung 5 ein Buch präsentiert wird in der rechten Hand Gottes, das wie wir letztes Mal gesehen haben, alle Entscheidungen der Vergangenheit, der Geschichte als auch die gesamte prophetische Heilsplan Gottes enthält, dann enthält es genau das, was Gott hier einfordert. Es enthält genau den Beweis, der Beweis, dass Gott wirklich Gott ist.

[26:39] Auch Gott wird angeklagt. Auch er hat einen Gerichtsfall sozusagen. Satan, Atheisten, Menschen, die Gott nicht folgen wollen, behaupten, dass er nicht wirklich Gott ist, dass ihn vielleicht gar nicht gibt. Das Buch in seiner rechten Hand beweist, dass er Gott ist. Es beweist, so wie seine Schöpfung beweist, dass er Gott ist, weil er alles gemacht hat, so beweist dieses Buch, dass er die gesamte Geschichte in seiner Hand hat, das alles gewusst hat, dass er die Geschichte kennt, die Vergangenheit und die Zukunft.

[27:17] Deswegen tut jeder, der die Geschichte und die Prophetie studiert, sich mit den Beweisen für die Gottheit, für die Göttlichkeit Gottes beschäftigen. Genauso wie jemand, der die Natur studiert, dort Beweise für Gottes Schöpferkraft sieht, so ist jeder, der tatsächlich mit offenem Herzen, mit einem aufrichtigen Geist die Prophetie und die Geschichte gemeinsam studiert, der sieht Beweise dafür, dass Gott wirklich Gott ist.

[27:49] Und dieses Buch in der rechten Gottes enthält die gesammelten Beweise. In gewisser Weise können wir also sagen, dass hier in Offenbarung 5 auch Beweise vorgebracht werden angesichts der Tatsache, dass Gottes Anspruch angefochten wird. Wir hatten schon über die diesen Punkt nachgedacht, dass dieses versiegelte ähm Buch, diese Schriftrolle eine Art Kaufvertrag darstellen, weil es offensichtlich um einen Kauf geht, wie wir aus dem Kapitel abgeleitet haben in Verbindung mit diesem Kapitel in Jeremia 32. Auch dort ist ja die Idee, dass wenn der Kauf angezweifelt wird, dass der verschlossene Kaufvertrag den Beweis enthält, dass dieser Kaufvertrag wirklich gültig ist.

[28:42] Die Prophetie und die Geschichte enthalten also die Beweise, dass der Plan der Erlösung wirklich gültig ist. Deswegen lohnt es sich dies Mittelpunkt zu stellen. Deswegen wird dieses Buch auch im himmlischen Gottesdienst in der Verkündigung nach der Anbetung und nach den Liedern, als die Predigt sozusagen beginnt, in der Verkündigung wird dieses Buch in den Mittelpunkt gestellt und dann wird in den Mittelpunkt gestellt, wer dieses Buch allein öffnen kann. Und so sollten wir das Buch der Prophetie, das Buch der Geschichte, das Buch all dessen, was im Heilsplan Gottes passiert ist, wir sollten es in den Mittelpunkt unserer Verkündigung stellen und gleichzeitig den erhöhen, der allein die Prophetie uns aufschlüsseln kann, der allein die Geschichte richtig interpretiert, der uns allein zeigt, wer dass er das Zentrum des gesamten Heilsplanes Gottes ist, nämlich Jesus Christus, Jesus in der Geschichte, Jesus in der Prophetie. Das sollte das Zentrum unserer lauten Verkündigung sein und weh uns, wenn wir das nicht tun.

[29:45] Wir wollen in unserer Anbetung, in den Gottesdiensten nicht nur der himmlischen Musik ähnlich sein. Wir wollen nicht nur der himmlischen Anbetung ähnlich sein. Wir haben gesehen, was dort im Himmel geschieht, soll ein Blueprint sein, eine Vorlage für unseren Gottesdienst. Und wenn im himmlischen Gottesdienst das Buch in der rechten Hand Gottes Zentrum der Verkündigung ist, dann sollten die Inhalte dieses Buches, auch wenn wir hier auf dieser Welt mit unserer beschränkten Sicht nicht alles erklären können, nicht alles verstehen, wir sollten dieses Buch in das Zentrum unserer Verkündigung rücken und den betonen, der dieses Buch allein öffnen kann. Wir sollten die Geschichte des Heilsplanes Gottes, wir sollten die Prophetie, die beweist, dass Gott wirklich Gott ist. Wir sollten das in den Mittelpunkt stellen, denn all das offenbart die Facetten des Evangeliums.

[30:40] Lesen wir noch einmal Offenbarung 5, Vers 2. "Und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen?" Das Buch kann erst geöffnet werden, wenn die Siegel alle gebrochen sind. Und das bedeutet, die vollständigen Antworten auf alle Fragen. Den letzten Beweis, der alle Zweifler und widerspenstigen und Rebellen zum ewigen Verstummen bringen wird, der wird erst erbracht, wenn alle Siegel entsiegelt sind und das Buch aufgerollt ist, wenn die Schriftrolle aufgerollt ist. Dann sind alle Fragen beantwortet und dann kann der große Kampf beendet werden. Und nach allem, was wir wissen aus der Bibel, ist dieser Zeitpunkt noch nicht einmal bei der Wiederkunft, sondern nach den 1000 Jahren. Wir werden dort in den nächsten Wochen und Monaten noch mehr drüber nachdenken, was dieses Buch auch mit den letzten Ereignissen in Offenbarung 20 zu tun hat. Für heute wollen wir feststellen, dieses Buch ist das Thema der Predigt im himmlischen Gottesdienst. Es geht um das Buch, das den Lauf der Weltgeschichte aus der Sicht Gottes im Licht der Prophetie enthält und Jesus allein kann es öffnen. Dieser Verkündiger verweist nicht darauf, was er alles weiß und wie toll er es auslegen kann, sondern er stellt dieses Thema in den Mittelpunkt, wissend, dass er selbst nicht alles weiß. Und er richtet den Blick dann auf Jesus und führt die Zuhörer zu Jesus, denn er allein Jesus kann die Prophetie, die Geschichte, die Vergangenheit und die Zukunft aufschlüsseln in unserem Leben, in der Weltgeschichte. Wir brauchen Jesus als Antwort auf die Frage, was alles in unserem Leben passiert ist, als Antwort auf die Frage, was alles in der Zukunft passieren wird. Wir brauchen Jesus und deswegen müssen wir das Wort Gottes so wie es aus Gottes Hand kommt in den Mittelpunkt stellen und laut verkündigen. Wollen wir uns vornehmen genau das zu tun? Ganz egal, ob wir die Möglichkeit haben, an einem Pult zu stehen oder ein Hauskreis zu leiten, eine Bibelstunde zu geben oder einfach mit dem Nachbarn oder Freund über das Evangelium zu sprechen. Wir können immer sozusagen freimütig mit lauter Stimme auf die Prophetie, das Wort Gottes, auf Gottes Heilsplan und vor allem auf Jesus Christus hinweisen. Ist das dein Wunsch? Dann wollen wir noch gemeinsam niederknien für ein Abschlussgebet.

[33:25] Lieber Vater im Himmel, möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du deine Verheißung wahr gemacht hast und zu uns gesprochen hast. Danke für Einsichten, die du uns schenkst. Danke für deine Wahrheit, dass du uns ganz nahe kommst, Herr. Wir möchten zu deiner Wahrheit stehen, koste was es wolle und wir möchten dich in den Mittelpunkt drücken mit allem, was wir sagen und tun. Und Herr, auch wenn wir nicht alles verstehen, wollen wir uns an den klammern, der alles versteht. Gibt, dass wir die Menschen nicht zu uns ziehen, sondern zu dir. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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