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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von „Offenbarung Vers für Vers“ mit Christopher Kramp wird Offenbarung 5,8 beleuchtet. Erfahren Sie, wie die himmlischen Gläubigen auf die Tat des Lammes reagieren, das das Buch der Weltgeschichte aus Gottes Hand nimmt. Tauchen Sie ein in die Anbetung im Himmel und lassen Sie sich von Gottes Wort berühren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Ganz toll, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam weiter studieren können in Offenbarung Kapitel 5 und heute mit Vers 8. Das Lamm hat das Buch aus der Hand Gottes genommen und wir wollen uns jetzt anschauen, wie der himmlische Gottesdienst, die himmlischen Gottesdienstteilnehmer auf diese Tat reagieren. Wir haben in den letzten Wochen und Monaten gesehen, im himmlischen Gottesdienst geht es um Anbetung und deswegen wollen wir auch jetzt dieses Bibelstudium beginnen mit einem Gebet. Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich dich ein, dass wir gemeinsam niederkneben.

[1:38] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du uns lieb hast und dass du für uns sorgst und dass wir mit all unseren Nöten und Problemen und Anliegen zu dir kommen dürfen. Wir möchten dir danke sagen, dass du in deiner Liebe uns jeden Tag zu dir ziehst und dass dein Wort zu uns spricht. Herr, ich möchte dich bitten, dass in den kommenden Minuten die Kraft deines Wortes unser Herz berührt, dass dein Heiliger Geist zu uns persönlich spricht und dass wir dich besser erkennen, verstehen, wie du bist und unserer Beziehung, unserer Freundschaft zu dir wachsen, Herr. Wir wollen zu dir aufblicken. Wir wollen dich als unseren Erlöser persönlich annehmen und bitten dich, dass du durch dein Wort jetzt zu uns sprichst und unser Lehrer bist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:26] Offenbarung Kapitel 5 und dort Vers 8. Wie wir das letzte Mal gesehen haben, in Vers 7 hat das Lamm – Symbol für Jesus Christus, der für dich und mich gestorben ist und der im Himmel jetzt für uns eintritt – er hat das Buch aus der rechten dessen, der auf dem Thron saß, genommen. Jenes Buch, das die gesamte Weltgeschichte enthält, das den gesamten prophetischen Ratschluss Gottes enthält. Das Buch, das niemand anders öffnen kann als nur Jesus. Und als deutlich wird, er wird es öffnen, er kann es öffnen, er will es öffnen.

[3:11] Da sehen wir in Vers 8 die Reaktion der himmlischen Gottesdienstteilnehmer. Offenbarung 5, Vers 8: „Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk. Das sind die Gebete der Heiligen.“ Das Lamm hat das Buch genommen und die Reaktion der 24 Ältesten, der vier lebendigen Wesen ist Anbetung.

[3:54] Also schauen wir uns das hier gemeinsam an. Das Lamm nimmt das Buch und als Folge haben wir Anbetung. Die vier lebendigen Wesen kennen wir natürlich aus Offenbarung 4, Vers 6 bis 9. Die 24 Ältesten kennen wir auch aus Offenbarung 4. Und auch dort waren sie bereits in Anbetung verbunden. Wir erinnern uns an Vers 9 z.B.: „Und jedes Mal, wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Dank darbringen dem, der auf dem Thron sitzt, also Gott dem Vater, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so fallen die 24 Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt und beten den an, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und sie werfen ihre Kronen vor dem Thron nieder und sprechen: ‚Herr, würdig bist du, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht, denn du hast alle Dinge geschaffen und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen.‘“ Das Niederfallen in Offenbarung 4, Vers 10 ist ein deutlicher Akt der Anbetung.

[5:10] In Offenbarung 5, Vers 8 fallen sie auch nieder. Die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen fallen nieder. Und es heißt ganz deutlich: vor dem Lamm. Das, was sie in Kapitel 4 vor dem, der auf dem Thron sitzt, tun, das tun sie in Kapitel 5 vor dem Lamm. In Kapitel 4 wird Gott der Vater angebetet, weil er Schöpfer ist. In Kapitel 5 wird jetzt Jesus angebetet, weil er Erlöser ist, und das werden wir in den nächsten Wochen noch sehen. Wir haben also die Anbetung des Vaters, weil er der Schöpfer ist. Da geht es um die Schöpfung. Wir haben die Anbetung von Jesus, weil er Erlöser ist. Und dieses Zusammenspiel von Schöpfung und Erlösung hier im himmlischen Gottesdienst ist natürlich eine ganz entscheidende und wichtige Sache.

[6:12] Auch später sehen wir in der Offenbarung, wie immer wieder die hier genannten Wesen und Ältesten niederfallen. Z.B. Offenbarung 19 und dort Vers 4, da heißt es: „Und die 24 Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron saß, und sprachen: ‚Amen. Halleluja!‘“ Man kann die Offenbarung lesen auch als einen Bericht über den himmlischen Gottesdienst, wo immer wieder inmitten all der Posaunen und Plagen und der verschiedenen prophetischen Ereignisse immer wieder Szenen gezeigt werden aus dem Gottesdienst im Himmel, wo angebetet wird. Die 24 Ältesten, die vier lebendigen Wesen, die Engel, die um den Thron sind, die ebenfalls anbeten, wie wir dann noch in Offenbarung 7 kennenlernen werden.

[7:00] Das Ganze bringt uns zu einer interessanten und wichtigen Frage, nämlich die Tatsache, dass Jesus angebetet wird. Und wir uns die Frage stellen: Gibt es das sonst auch in der Bibel? Soll Jesus angebetet werden? Eine Frage, die manchmal heiß diskutiert wird. Und wir schauen uns einfach den biblischen Befund an: Soll Jesus angebetet werden? Ja oder nein?

[7:22] Johannes Kapitel 5, Vers 23 fragen wir einmal Jesus selbst. Er sagt in Johannes Kapitel 5 und dort in Vers 23: „In seiner Rede vor dem Sanhedrin, als er damals schon im Jahre 29 zum Tode verurteilt werden sollte wegen seiner Sabbatteilung am Teich Bethesda.“ Johannes 5, Vers 23: Jesus sagt damit: „Alle, die den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.“ Jesus macht hier deutlich, dass der Vater geehrt werden soll und auf dieselbe Weise auch der Sohn geehrt werden soll. Sie sollen den Sohn ehren, wie sie auch den Vater ehren. Wer den Vater ehrt, aber die Verehrung des Sohnes ablehnt, der ehrt nicht wirklich den Vater. So eng sind sie miteinander verbunden.

[8:20] Philipper Kapitel 2 und dort Vers 9 bis 11. Dort geht es um den Charakter Jesu in den Versen vorher, der so gesinnt war, dass er sich selbst erniedrigt hat, obwohl er in der Gestalt Gottes war, sich erniedrigt hat und sich entäußert und die Gestalt eines Knechtes annahm und so wurde wie die Menschen und gehorsam wurde bis zum Tod am Kreuz. Und dann heißt es hier in Vers 9: „Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.“

[9:03] Interessanterweise finden wir eine ganz ähnliche Formulierung dann später. Das werden wir dann ja noch mal uns anschauen in Offenbarung Kapitel 5, wo es heißt in Offenbarung 5, Vers 13: „Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde ist und was auf dem Meer ist und alles, was darin ist, höre ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Dort wird also das Lamm genauso geehrt wie der, der auf dem Thron sitzt. Gott hat Jesus erhöht und ihm einen Namen verliehen, sagt Paulus, der über allen Namen ist, damit in dem Namen Jesus sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes des Vaters.

[9:49] Die Ehre des Vaters wird nicht gemindert, wenn Jesus als Herr bekannt und verehrt wird. Es gibt keinen Konflikt, keinen Wettkampf oder Wettstreit zwischen dem Vater und dem Sohn. Und wir sollten auch niemals einen solchen konstruieren. Wer den Sohn ehrt, ehrt den Vater. Das hatte Jesus in Johannes 5 deutlich gesagt.

[10:12] Hebräer Kapitel 1, wir bleiben bei Paulus. Hebräer Kapitel 1 und dort Vers 6: „Und wenn er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt, spricht er: ‚Und alle Engel sollen ihn anbeten.‘“ Gott der Vater befiehlt sozusagen den Engeln, dass sie Jesus anbeten sollen. Alle Engel sollen Jesus anbeten.

[10:40] Wir bekommen einen Eindruck davon in Offenbarung 5. Wenn wir dort die Anbetungsszene im Himmel sehen, dann gehen wir ein bisschen durch die Evangelien und schauen uns an, wie das hier gewesen ist mit Menschen auf der Erde und Jesus.

[10:57] Matthäus Kapitel 2 und dort Vers 10 und 11. Die Weisen aus dem Morgenland, die Magier, die also nicht Magier in unserem Zaubersinne, sondern Magier im Sinne der damaligen persischen Weisen. Es heißt hier in Matthäus 2, 10 und 11: „Als sie nun den Stern sahen, wurden sie sehr hoch erfreut, und sie gingen in das Haus hinein und fanden das Kind samt Maria, seiner Mutter. Da fielen sie nieder und beteten es an, und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe.“ Die Weisen aus dem Osten, vermutlich aus Persien. Das griechische Wort, das hier in Vers 1 gebraucht wird, die Magoi, das bezieht sich auf diese, wie gesagt, diese Magier, diese Weisen, diese Philosophen, die Gelehrten aus dem persischen Bereich. Das zumindestens ist das, was wir aus dem Text hier entnehmen können und deswegen ist es ganz wahrscheinlich, dass es persische Weise irgend in irgendeiner Form wohl gewesen sein könnten.

[12:08] Der Punkt aber für uns hier ist: Sie beten Jesus an.

[12:13] Sie sind aber nicht die einzigen in den Evangelien. Matthäus Kapitel 14 und dort Vers 33. Als Jesus auf dem Boot auf dem Wasser geht und dann sogar Petrus hinaus einlädt, ebenfalls auf dem Wasser zu gehen, weil der das vorschlägt und ihm die Fähigkeit gibt, auf dem Wasser gehen zu können, solange er auf Jesus schaut. Da lesen wir dann auch, als dann heißt es hier in Vers 33: „Da kamen die, die in dem Schiff waren, warfen sich anbetend vor ihm nieder und sprachen: ‚Wahhaftig, du bist Gottes Sohn.‘“ Die Jünger beten Jesus an.

[12:55] Matthäus 14, Vers 33. Johannes Kapitel 9 und dort Vers 38.

[13:03] Lies Vers 37. Der Blindgeborene wird von Jesus geheilt. Wir lesen Vers 37: „Jesus aber sprach zu ihm: ‚Du hast ihn gesehen und der, der mit dir redet, der ist es.‘“ Lies Vers 35 ist vielleicht der Kontext besser. Jesus hörte, dass sie ihn ausgestoßen hatten, und als er ihn fand, sprach er zu ihm: „Glaubst du an den Sohn Gottes?“ Er antwortete und sprach: „Wer ist es, Herr, damit ich an ihn glaube?“ Jesus aber sprach zu ihm: „Du hast ihn gesehen und der, der mit dir redet, der ist es.“ Er aber sprach: „Ich glaube, Herr!“ und fiel anbetend vor ihm nieder. Dieser Mann, der geheilt worden ist und dem Jesus offenbart, dass er der Sohn Gottes ist, dass er göttlich ist, der ehemals Blindgeborene, der versteht, was das bedeutet und fällt anbetend vor Jesus nieder.

[13:46] Matthäus Kapitel 28 und dort Vers 9. Matthäus 28 und dort Vers 9. Die Bibel sagt: „Und als sie gingen, um es seinen Jüngern zu verkünden – das sind die Frauen, die am Grab gewesen sind und das Grab leer gefunden haben und dann dort den Engel getroffen haben. – Und als sie gingen, um es seinen Jüngern zu verkünden, siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: ‚Seid gegrüßt!‘ Sie aber traten hinzu und umfassten seine Füße und beteten ihn an.“

[14:20] Wenn man erst einmal darauf achtet, fällt es auf: In den Evangelien wird Jesus immer wieder zu verschiedenen Zeiten als Kind, als Wunderheiler, der die Menschen heilt, der Wunder tut, und auch dann als Auferstandener immer wieder angebetet.

[14:40] Lukas Kapitel 24 Vers 52. Lukas 24 Vers 52. Das ist hier im Kontext der Himmelfahrt Jesu. Es heißt in Vers 51: „Und es geschah, indem er sie segnete, schied er von ihnen und wurde aufgehoben in den Himmel. Und sie – das sind die Jünger – warfen sich anbetend vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude.“ Auch die Jünger haben den auferstandenen Jesus bei seiner Himmelfahrt angebetet.

[15:14] Es ist also kein – wir sollten nicht verwundert sein, dass in Offenbarung 5 nicht nur der Vater angebetet wird, sondern auch Jesus angebetet wird. Wir sehen das in den Evangelien an vielen Stellen. Jesus hat das niemals unterbunden. Er hat das niemals jemanden dafür getadelt.

[15:39] Und das zeigt uns, verbunden mit der Tatsache, dass sogar der Vater die Engel explizit auffordert, ihn anzubeten, dass Jesus angebetet werden darf und soll. Alle Knie werden sich beugen und wir kennen, dass er Herr ist. Alle werden ihn anbeten, zumindestens am Ende der Zeit, in diesem Sinne, dass sie anerkennt, dass er recht hat und dass er der Sieger ist und dass er absolut keinen Fehler gemacht hat, weder er noch Gott.

[16:10] Gehen wir zurück zu Offenbarung, Kapitel 5 und dort Vers 8. Es heißt hier: „Und als es das Buch nahm, als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder.“

[16:24] Und vielleicht können wir uns hier noch die Frage stellen, wie wir reagieren, wenn wir verstehen, dass Jesus die Geschichte dieser Welt buchstäblich in seiner Hand genommen hat. Wenn wir verstehen, dass er auch unser Leben in die Hand genommen hat, wie reagieren wir? Gleichgültig oder auch so wie die Gottesdienstteilnehmer im Himmel, die niederfallen und anbeten?

[16:51] Das heißt, sie fielen vor dem Lamm nieder und sie hatten jeder eine Harfe. Das griechische Wort für die Harfe ist eigentlich die Kithara. Und wenn das so klingt wie Gitarre, dann ist es kein Zufall, denn genau daher kommt das deutsche Wort Gitarre. Es handelt sich eigentlich, wenn man jetzt die archäologischen Befunde anschaut und auch das, was wir sonst so an Zeugnissen haben aus der Antike, gar nicht um eine echte Harfe, sondern um eine Art Leier, die man mit oft sogar mit einem Plektrum gespielt hat. Das heißt, das Instrument ist im Grunde genommen einer Gitarre in gewisser Weise sogar ähnlicher als einer klassischen Harfe. Das gilt übrigens nicht nur für die griechische Kithara, sondern auch für das hebräische Instrument, das David verwendet hat. Wir stellen David so mit einer Harfe da, aber es ist wohl eher so eine Leier gewesen, die man so mit einem Plektrum auch spielen konnte.

[17:50] Dieses Instrument der Gitarre, die Kithara, die kommt auch in dem Neuen Testament vor. In 1. Korinther Kapitel 14 und dort Vers 7. „Ist es doch eben so mit den leblosen Instrumenten, die einen Laut von sich geben, es sei eine Flöte oder eine Harfe, also eine Kithara, wenn sie nicht bestimmte Töne geben. Man kann erkennen, was auf der Flöte oder auf der Harfe, also auf der Kithara gespielt wird.“ Auch in Offenbarung kommt dieses Instrument dann noch öfter vor.

[18:17] In Offenbarung 14 Vers 2 und 3. Dort heißt es: „Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel wie die Stimme vieler Wasser und wie die Stimme eines starken Donners. Und ich hörte die Stimme von Harfenspielern, das sind die Kitharaspieler, die auf ihren Gitarren spielen.“ Also, wenn du denkst, ah, ich mag eigentlich mehr Gitarre als Harfe, dann könnte der Himmel eine interessante Überraschung für dich bereithalten. Also, natürlich werden die Instrumente da noch ein bisschen anders klingen als unsere hier auf der Erde. Das ist sicherlich gewiss.

[18:54] Genauso dann auch in Offenbarung 15, Vers 2. „Und ich sah etwas wie ein gläsernes Meer, mit Feuer vermischt, und die, welche als Überwinder hervorgegangen waren über das Tier und über sein Bild und über sein Malzeichen, über die Zahl seines Namens, standen an dem gläsernen Meer und hatten die Harfen Gottes.“ Das sind nicht unsere irdischen Leiern, das sind die Leiern, die im himmlischen Gottesdienst verwendet werden. Das Instrument Kithara kommt, wie gesagt, aus Griechenland seit dem 8. Jahrhundert, bezeugt etwas größer als die Lyra, die auch eine Leier ist. Aber schon im Alten Testament wird ein Wort verwendet, das dann in der griechischen Übersetzung immer mit Kithara wiedergegeben wird, und das ist die Kinnor. Und die Kinnor ist noch weitaus älter und es ist gut möglich, dass Johannes eben so eine Kinnor letztlich vor Augen gehabt hat, weil auch die hebräische Leier, die Kinnor, dann im Tempel verwendet worden ist. Ja, die hatte ungefähr 6 bis 10 Seiten und wurde zumindestens nach späteren jüdischen Überlieferungen zu einem Plektrum gespielt und wurde offenbar auch im Tempel von Jerusalem verwendet. Da gibt es dann bei außerbiblischen Zeugnissen so Angaben, wie viel Kitharaspieler da mitgemacht haben, gab's auch noch andere Instrumente und entsprechend wird hier also deutlich, dass es eine Verbindung gibt zwischen dem, was man aus dem jüdischen Tempel kennt, dem israelitischen Tempel des Alten Testamentes und dem, was im Himmel stattfindet. Es soll ganz deutlich eine Heiligtumsszene hier dargestellt werden.

[20:30] Sie haben so eine Kithara, eine Kinnor, wenn man so möchte. Und sie haben nicht nur das, sondern sie haben auch goldene Schalen voll Räucherwerk. Das sind die Gebete der Heiligen.

[20:45] Die goldenen Schalen gibt es in der Offenbarung dann noch einmal bemerkenswerterweise, und zwar in Offenbarung Kapitel 15 und dort Vers 7 beispielsweise. Dort heißt es auf 15 Vers 7: „Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen voll von der Zornglut Gottes, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

[21:14] Interessanterweise kommen die Gebete in den Himmel und werden dort symbolisch in goldenen Schalen aufbewahrt. Und interessanterweise wird aber auch der Zorn Gottes über die Gottlosen dann in solchen Zornesschalen ausgegossen, in goldenen Schalen. Und die Verbindung zwischen dem Gebet und der Ausgießung des Zornes Gottes erscheint vielleicht erstmal gar nicht so offensichtlich, aber ein guter Freund hat mich drauf aufmerksam gemacht. Es gibt eine interessante Verbindung in Offenbarung Kapitel 6 und dort in Vers 5 und Vers 9 und 10.

[21:52] Gibt es im fünften Siegel. Wir werden uns ja das noch dann in den nächsten Monaten genauer anschauen. Da heißt es hier interessant, gibt es eine interessante Verbindung. Das heißt in Vers 9: „Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: ‚Wie lange, oh Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst du nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?‘“ Das ist natürlich keine buchstäblichen Gebete, weil die Menschen schon tot sind, aber das zeigt, dass Menschen auch – oder es gibt uns einen Eindruck davon, dass Menschen unter Verfolgung sich auch an Gott gewandt haben, noch bevor sie gestorben sind. Und es gibt hier sozusagen eine Verbindung zwischen dem Leid der Gemeinde, sie erlebt und sich zu Gott wendet, und dann dieser auch dieser Frage: Wann wird Gerechtigkeit geschaffen? Wann wird das Blut gerächt? Möglicherweise, das ist nur eine Idee, könnte das auch eine Verbindung sein für diese goldenen Schalen, die Gebete, die Anliegen von Menschen, die um Hilfe und Rettung bitten. Und dann in Offenbarung 15 und 16 Gott schreitet ein, sendet die Plagen, rettet sein Volk und bringt es dann in den Himmel und später auf die neue Erde.

[23:05] Goldene Schalen und es heißt hier: eine goldene Schale, jeder hat eine goldene Schale voll Räucherwerk. Das sind die Gebete der Heiligen. Dieses Räucherwerk ist bekannt aus dem Heiligtumsdienst. Dasselbe Wort thymiamata wird auch in Lukas verwendet, in Lukas 1 und dort Vers 10 und 11. „Und die ganze Menge des Volkes betete draußen zur Stunde des Räucherns.“ Haben wir diese Idee vom Räuchern und vom Gebet. Und das heißt hier: „Da erschien ihm ein Engel des Herrn, der stand zur rechten des Räucheraltars.“

[23:43] Also das Gebet, das dargestellt wird, symbolisiert wird als Räucherwerk, und das geht auf das Alte Testament zurück.

[23:51] In Psalm 141 und dort Vers 2. Psalm 141 und dort Vers 2, wo David sagt in Vers 1 und 2: „Herr, ich rufe zu dir, eile zu mir, schenke meiner Stimme Gehör, wenn ich dich anrufe. Lass mein Gebet wie Räucherwerk gelten vor dir, das Aufheben meiner Hände wie das Abendopfer.“

[24:22] Wir sehen hier in diesem Vers, wie sehr das Gebet der Gemeinde auf der Erde verbunden ist mit dem himmlischen Gottesdienst. Johannes sieht nicht nur, was im Himmel sich abspielt, er sieht auch, dass die Gebete dort unten auf der Erde, er sieht, dass diese Gebete den Himmel erreichen. Er sieht, dass die Gebete nicht nur bis zur Zimmerdecke gehen. Er sieht, sie sind dort, sie sind dort, wo das Lamm ist. Sie sind dort im Zentrum des Universums, dort, wo die Geschicke der ganzen Welt, des Universums entschieden werden, dort gehen die Gebete hin. Er weiß jetzt noch einmal auf besondere Weise, weil er es gesehen hat, dass die Gebete alle wirklich in den Himmeln gehen. Ein weiterer Hinweis darauf, so wie auch schon die sieben Feuerfackeln, die als sieben Geister dann noch ausgegossen sind auf die Gemeinde, die als sieben Leuchter dargestellt werden. Ein Hinweis darauf, dass der himmlische Gottesdienst und der irdische Gottesdienst miteinander verbunden sind.

[25:30] In Offenbarung Kapitel 8 finden wir dann noch einmal die Gebete der Heiligen. Wir finden noch einmal das Räucherwerk und dann finden wir, dass etwas noch hinzugefügt wird. Das Räucherwerk sind nicht nur die Gebete, sondern er gibt ein etwas ganz Besonderes hier in Offenbarung 8, Vers 3 und 4. „Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar. Der hatte ein goldenes Räucherfass, und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es zusammen mit den Gebeten aller Heiligen auf dem goldenen Altar darbringe, der vor dem Thron ist. Und der Rauch des Räucherwerks stieg auf vor Gott zusammen mit den Gebeten der Heiligen aus der Hand des Engels.“

[26:01] Hier fügt jemand Räucherwerk noch zu den Gebeten hinzu. Und dieses Räucherwerk ist nichts anderes als die Gerechtigkeit Christi, seine Verdienste.

[26:10] Epheser Kapitel 5 und dort Vers 2. Vers 1 und 2: „Werdet nun Kinder Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleich wie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat als Darbringung und Schlachtopfer zu einem lieblichen Geruch für Gott.“ Was unsere Gebete wohlklingend macht, sind nicht die Länge, nicht die Syntax, nicht die tolle Grammatik, nicht die tollen Worte, die wir finden, nicht die wunderbaren Erfahrungen, die daran erzählt werden. Was unsere Gebete angenehm macht, ist das, was Gott für uns tut, was Christus am Kreuz von Golgatha für uns getan hat. Seine Verdienste, sein Gehorsam, seine Liebe, sein Opfer, sein Blut, die Vergebung, die er schenkt, die Wiederherstellung, die er bewirkt. Das, was Christus für uns und in uns tut, das macht unsere Gebete annehmbar bei Gott.

[27:16] Der Heilige Geist, so sagt uns der Römerbrief, formuliert unsere Gebete um, damit wir wissen, weil wir gar nicht wissen, wie es sich zu beten gebührt. Das heißt in Römer Kapitel 8 Vers 27, der über die Herzen erforschte, weiß, was das Trachten ist. Vers 26: „Ebenso kommt aber auch der Geist unseren Schwachheiten zu Hilfe, denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie es sich gebührt. Aber der Geist selbst tritt für uns ein mit unaussprechlichen Seufzen.“

[27:48] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir beten, dann tritt der Heilige Geist für uns ein und formuliert unsere Gebete neu um. Und diese Gebete kommen in den himmlischen Gottesdienst, in diese Szene, die Johannes dort sehen darf.

[28:05] Und Jesus selbst fügt diesen Gebeten seine Verdienste hinzu. Und wenn ich das so mir durchdenke, dann glaube ich, dann sollten wir öfter in diesem Bewusstsein beten und sollten öfter uns bewusst machen, dass unsere Gebete tatsächlich im himmlischen Gottesdienst eine zentrale Rolle spielen.

[28:29] Wollen wir Gott dafür danken, danke sagen, dass wir wissen dürfen, dass unsere Gebete, auch wenn sie hier auf Erden vielleicht niemand hört und niemand sieht, im himmlischen Gottesdienst eine zentrale Rolle spielen und dorthin gelangen, wo das Lamm ist, der das Schicksal dieser Welt in seiner Hand genommen hat. Wollen wir Gott dafür danke sagen und beten?

[28:56] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du mit deinem Heiligen Geist an unseren Herzen wirkst und uns Wahrheit offenbarst. Herr, ich möchte dir danke sagen, dass unsere Gebete im Glauben vor deinen Thron kommen. Und Herr, sie sind zwar unwürdig, aber du machst sie würdig, Herr Jesus, durch dein Blut, durch deine Verdienste. Der Heilige Geist formuliert sie um. Und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Herr Jesus, dass wir wissen dürfen, dass alles, was wir bitten oder flehen, dass es genau dorthin kommt, wo uns geholfen werden kann. Herr, wir möchten dich um Vergebung bitten, dass wir oft das Gebet vernachlässigen und möchten dich bitten, dass du uns neu daran erinnerst, welches Privileg wir haben, durch das Gebet direkt, nicht nur durch theologische Erkenntnis, sondern direkt dem himmlischen Gottesdienst verbunden sein zu können. Hab Dank dafür. Amen.


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