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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Predigtserie über die Offenbarung wird die zweite Posaune im Detail beleuchtet. Christopher Kramp erklärt die symbolische Bedeutung des brennenden Berges, der ins Meer geworfen wird, und seine Verbindung zu historischen Ereignissen wie der Völkerwanderung und dem Untergang des Römischen Reiches. Die Ausführungen verdeutlichen, wie biblische Prophezeiungen sich in der Geschichte erfüllen und welche tiefere Bedeutung sie für unser Verständnis von Gottes Handeln haben.

In dieser Predigtreihe über die Offenbarung wird die Frage nach der Notwendigkeit der Taufe zur Rettung beleuchtet. Dabei wird der Begriff des Glaubens tiefgehend analysiert und mit biblischen Texten wie Römer 1,17 und Matthäus 4,4 verglichen. Der Sprecher erklärt, dass echter Glaube bedeutet, jedes Wort Gottes anzunehmen und umzusetzen.

Anschließend wird die symbolische Bedeutung der Taufe im Alten Testament anhand von Beispielen wie der Sintflut und dem Auszug aus Ägypten erläutert. Die Predigt geht auf die historischen Ereignisse der Völkerwanderung und die Zerstörung des Römischen Reiches ein, wobei die zweite Posaune aus Offenbarung 8 als ein Krieg gegen Rom interpretiert wird, der sich auf das Meer und die Seemacht der Vandalen konzentriert.

Abschließend wird die Bedeutung von Ellen Whites Schriften im Lichte der biblischen Wahrheit diskutiert und die Parallele zwischen dem Glauben und der Liebe gezogen, die beide auf die Erfüllung von Gottes Wort abzielen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:51] Hallo und herzlich willkommen zum Offenbarungsseminar. Ich freue mich, dass ihr da seid und dass ich auch hier wieder zugeschaltet habe und dass wir heute eine spannende Frage beantworten können. Ihr wisst, ihr habt immer die Gelegenheit, Fragen zu stellen unter der E-Mail-Adresse fragen-at-bibel-antworten.de. Heute eine Frage zu folgendem Thema: Muss man getauft sein, um gerettet zu sein?

[1:23] Lass uns kurz den Text aufschlagen, der das nahezulegen scheint: Wer glaubt und getauft wird, der wird gerettet werden. Also, müssen wir getauft sein, um gerettet zu werden? Kann ein Nichtgetaufter gerettet werden? Oder anders gefragt: Ist die Taufe notwendig, um gerettet zu werden? Was meint ihr? Der Stecher am Kreuz, da haben wir sofort das Paradebeispiel.

[2:34] Lass uns erstmal den Text selbst angucken. Hier, Markus 16, Vers 16. Da steht: Wer glaubt und getauft wird, wird gerettet werden. Wer aber nicht glaubt und nicht getauft ist, der wird verdammt werden, oder? Was ist der entscheidende Punkt? Glaube.

[2:57] Was ist die einzige Bedingung, um gerettet zu werden? In Johannes 3, Vers 16. Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

[3:11] Jetzt, Frage: Was ist Glauben? Eine feste Zuversicht auf das, was man nicht sieht und eine Überzeugtheit von Dingen und so weiter. Kennen wir schon. Schlagt mal mit mir auf, Römer 1, Vers 17. Das ist ein ganz, ganz, ganz, ganz, ganz wichtiges Thema. Ich würde sagen, es ist das wichtigste Thema, das es überhaupt gibt. Das wichtigste Thema, und das ist vielleicht eines der wichtigsten Themen auf jeden Fall. Was ist Glaube?

[3:50] Römer 1, Vers 17. Ihr kennt den Text. Das ist ein Zitat aus Habakuk 2. Und dort sagt die Bibel: Denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben.

[4:11] Vergleicht diesen Text mit Matthäus 4, Vers 4. Matthäus 4, Vers 4. Er antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Wovon lebt der Mensch in Römer 1, Vers 17? Vom Glauben. Und wovon lebt er in Matthäus 4, Vers 4? Vom Wort Gottes.

[4:59] Also gibt es zwei Möglichkeiten zu leben? Nein, es gibt nur eine. Könnt ihr sehen, dass es das Gleiche ist? Glaube ist, das ist die Definition von Glaube: Glaube ist, dass ich jedem Wort vertraue, das Gott sagt.

[5:15] Was heißt, wer wird gerettet werden? Jemand, der glaubt, und zwar so, wie die Bibel sagt. Also Glaube heißt nicht, ich bin der Meinung, Jesus ist am Kreuz gestorben. Das ist nicht der Glaube, von dem die Bibel spricht. Glaube heißt: Aha, Gott offenbart mir etwas, ich tue es. Gott offenbart mir etwas, ich tue es.

[5:33] Jetzt meint ihr, dass alle Menschen zu allen Zeiten den gleichen Wissensstand hatten über das Wort Gottes? Woher wissen wir, dass das nicht der Fall ist? In der Bibel ist ja viele Jahrhunderte geschrieben. Das heißt, es gab manche Dinge in der Bibel, die am Anfang nicht so deutlich geschrieben sind, wie am Ende zum Beispiel.

[5:52] Kurzfrage: Gab es eigentlich die Taufe überhaupt vor Johannes dem Täufer? Gab es die Taufe vor Johannes dem Täufer? Schauen wir mal. Es gibt verschiedene typologische Andeutungen auf die Taufe hin. Schauen wir mal mit mir, 1. Petrus 3, Vers 21.

[6:54] 1. Petrus 3, 20 und 21. Die vor Zeiten sich weigerten zu glauben, als Gottes Langmut einstmals zuwartete in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in der wenige, nämlich acht Seelen, hindurch gerettet wurden durch das Wasser, welches jetzt auch in einem bildlichen Sinne rettet, in der Taufe. Könnt ihr sehen, dass die Sintflut ein Symbol war für die Taufe, typologisch? Dass in diesem Text die Sintflut typologisch gesehen wird für die Taufe? D.h. das Tauferlebnis wird illustriert durch die Sintflut.

[7:28] Es gibt ein anderes Beispiel. Kennt ihr noch ein alttestamentliches Ereignis, das eine typologische Bedeutung hatte auf die Taufe hin? Der Auszug aus Ägypten, in welchem Text steht das? 1. Korinther 10, genau, danke. Durch das Rote Meer, ja. 1. Korinther 10, könnt ihr selbst den Vers raussuchen? Wer hat zuerst gefunden, welches Fest es ist? Fest 2 oder 4, oder? Fest 2, danke.

[8:03] Kennt ihr noch ein Ereignis? Jetzt bin ich mal gespannt. Kennt ihr noch ein Ereignis im Alten Testament, die typologisch auf die Taufe hin gerichtet waren? Die Taufe illustriert haben? Kennt ihr eine Person, die sich im Alten Testament mit dem ganzen Körper ins Wasser untergetaucht hat? Naaman. Wovon wurde Naaman befreit? Von Aussatz. Aber Aussatz war auch im Alten Testament ein Symbol für die Sünde. Siebenmal vollständig untergetaucht. Also Naaman ist auch...

[8:37] Es sind alles keine vollständigen Taufen im neutestamentlichen Sinne, aber es sind alles typologische Hinweise auf die Taufe. Aber ihr habt noch das Wichtigste nicht gesagt. Was ist von allen alttestamentlichen Gegebenheiten der deutlichste Bezug zur Taufe? Beschneidung. Ja, Beschneidung. Heiligtum. Genau, das Waschbecken im Heiligtum. Also ihr könnt sehen, diese Dinge haben schon auf die Taufe hingewiesen.

[9:15] Aber man muss auch sagen, es sind viele tausend Menschen gerettet worden im Alten Testament, die niemals getauft wurden im neutestamentlichen Sinne. Cornelia auch nicht durch den Heiligen Geist getauft. Cornelia, Petrus hat aber Cornelia nicht durch den Heiligen Geist getauft. Ja, die wurden dann aber auch mit Wasser getauft, die im neuesten Testament. Aber Testament war... Ja.

[9:38] Jetzt ist hier ein wichtiger Gedanke. Ist es möglich für einen Christen? Angenommen, ihr seid jetzt ein Christ und ihr sagt: Ich möchte mich nicht taufen lassen, weil im Alten Testament wurden Menschen auch nicht getauft, sie sind trotzdem im Himmel. Oder der Schöcher am Kreuz hat sie nicht taufen lassen, deswegen muss er mich auch nicht taufen lassen. Der Schöcher am Kreuz wird ja im Himmel sein. Ist es möglich nach Markus 16, Vers 16 dann zu sagen, ich muss mich nicht taufen lassen?

[10:04] Warum nicht? Markus 16, Vers 16 sagt, die Bedingung ist Glaube. Und was ist Glaube? Jedes Wort, das die Bibel mir sagt, annehmen. Das heißt, wenn die Bibel mir etwas offenbart, was sie aber Abraham noch nicht offenbart hat, oder Mose. Ich kann mich nicht auf Abraham und Mose beziehen oder auf den Schöcher. Sondern ich muss selbstverantwortlich alles das tun, was Gottes Wort mir sagt. Versteht ihr den Unterschied?

[10:30] Nehmt zum Beispiel einen Indianer, der sein Leben niemals den Namen Jesus gehört hat. Sagt die Bibel nicht, dass im Namen Jesu das Heil ist? Werden Menschen im Himmel sein, die den Namen Jesu niemals gehört haben? Die gar nicht gewusst haben, dass es einen Jesus gibt? Werden da Menschen im Himmel sein? Definitiv. Römer 1 spricht davon.

[10:51] Heißt das jetzt, dass ich den Namen Jesu in Unehren halten kann, weil es hier Menschen gibt, die im Himmel sein werden, obwohl sie den Namen Jesu nicht kennen? Dann haben wir ein falsches Verständnis von Glaube. Es ist möglich, mit so viel biblischer Wahrheit in den Himmel zu kommen. Und es ist möglich, mit so viel biblischer Wahrheit verloren zu gehen.

[11:15] Jemand, der sehr viel mehr biblische Wahrheit umsetzt, wird verloren gehen. Das ist Person A und Person B. Person A setzt nur so viel von der biblischen Wahrheit um und wird gerettet. Person B setzt so viel mehr von der biblischen Wahrheit um und geht verloren. Warum? Weil Person A nur das kannte, aber Person B noch mehr kannte. Seht ihr, was echter Glaube ist?

[11:49] Aus Gottes Sicht ist Glaube dann, wenn ich alles umsetze, was ich weiß. Auch wenn ich viel mehr umsetze, aber trotzdem nicht alles umsetze, was ich weiß, ist es Unglaube. Seht ihr den Unterschied? Es geht also nicht darum, wie viel weiß ich, sondern setze ich alles um, was ich weiß. Das ist Glaube.

[12:13] Und wenn dieser Glaube mich retten soll, dann werde ich mich auch taufen lassen. Weil ich weiß ja, wir wissen, dass wir uns taufen lassen sollen, oder? Und wir haben die Möglichkeit dazu. Das heißt, ab dem Moment, wo du weißt, dass Gottes Wort sagt: Lass dich taufen, musst du dich taufen lassen.

[12:27] Wie war das mit dem Sonntag? Werden Menschen im Himmel sein, die den Sonntag gehalten haben? Aber ab dem Zeitpunkt, wo ich weiß, dass der Sabbat der richtige Tag ist, reicht der Sonntag nicht mehr. Seht ihr den Gedanken? Das heißt, ja, ich muss mich taufen lassen, um im Himmel zu sein, wenn ich weiß, dass die Taufe eine Bedingung ist. Wenn ich das nicht weiß, wird mir Gott mich auch nicht dafür verantwortlich machen. Das ist das Prinzip des Himmels. Das ist das Prinzip von echtem Glauben.

[12:57] Das heißt, ich kann mich niemals von anderen Menschen abhängig machen. Ich kann niemals sagen: Naja, so viel wie der tut, das reicht auch, weil das war auch ein guter Christ. Das geht niemals. Mein Referenzmaßstab, was echter Glaube ist, muss immer das Wort Gottes sein. Deswegen kommt der Glaube aus dem Hören. Und das Hören kommt aus der Predigt, aus dem Wort Gottes. Okay?

[13:20] Seht ihr diesen Gedanken? Ihr könnt es übertragen auf jeden einzelnen Bereich des Glaubens. Das ist ein wichtiges Thema hier, was ist echter Glaube. Und ich denke, damit können wir die Frage beantworten, wie wir sie gerade beantwortet haben. Und merkt euch das hier: Es kommt darauf an, wie viel ich von dem, was ich weiß, umsetze. Das ist der Glaube.

[14:13] Ganz genau. Henoch wurde niemals von Gott bedroht, weil er seinen Sohn nicht beschnitten hat, denn zur Zeit von Henoch gab es noch keine Beschneidung. Aber Henoch ist direkt in den Himmel gegangen. Hätte Moses jetzt sagen können: Lieber Gott, du weißt, der Henoch hat seinen Sohn auch nicht beschneiden lassen, lass mich in Ruhe. Nein. Das ist nicht der Punkt. Ihr versteht, ja?

[14:40] Dankeschön, das ist ein ganz, ganz wichtiges Prinzip. Genau das Gleiche gilt mit Hannah, Nias und Safira. Die mehr wussten. Die schon so viel Tolles gemacht hatten im Vergleich zu anderen Menschen. Aber die etwas, was sie wussten, was ihre Pflicht war, nicht getan haben. Und das ist der entscheidende Punkt.

[15:00] Gott sucht nicht, wie viel er uns gibt. Sucht er nicht mehr, wie viel er uns gibt. Frage: Wie fühlt ihr euch dann, wenn ihr wisst, dass wir die Generation sind, die das meiste Wissen hat über die biblische Wahrheit, das sie jemals auf diesem Planeten zugänglich war? Wir haben heutzutage nicht nur 66 Bücher der Bibel. Wir haben noch tausende Seiten von Inspiration zusätzlich, die wir lesen können. Und wenn wir sie lesen, Gott dann auch uns verantwortlich macht, dass wir es tun.

[15:34] Nun, haben wir es schwerer? Nein. Denn die biblische Wahrheit, die uns gegeben ist, hat ja gleichzeitig die Qualität, dass sie uns heiligt. Wenn dann nur wenig Wahrheit ist, dann habe ich nur zu wenig zu tun, aber ich habe nur wenig Hilfsmittel, also wenig Potenzial, dass mich heiligt, weil dann nur wenig Wahrheit ist. Habe ich viel Wahrheit, dann habe ich viel mehr zu erfüllen, aber ich habe auch viel mehr Wahrheit, die mich heilig machen kann. Denn je mehr Bücher ich in der Bibel habe, desto mehr kann ich ja lesen und mehr studieren. Ihr versteht den Gedanken, ja?

[16:05] Also Gott ist immer gleich, es ist immer gerecht, ja? Es ist immer ausgeglichen. Niemand kann sagen, in der Situation habe ich mehr Vorteile oder Nachteile gehabt.

[16:15] Man glaubt, ohne Liebe kann man nicht erfüllen. Genau. Man kann nicht erfüllen das Gehorsam. Genau. Hier ist ein interessantes Prinzip, du sprichst es an. Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht verzetteln, aber lass mich ganz kurz erläutern. Mit Liebe ist genau das Gleiche.

[16:32] Ihr wisst ja, es gibt nur zwei, lass mich das so illustrieren. Im Glauben gibt es zwei Möglichkeiten. Also das haben wir gerade gesehen, ja? Entweder ich glaube alles oder nur etwas. Es ist unmöglich, gar nichts zu glauben. Ja, es ist unmöglich. Selbst wenn du ein völliger Atheist bist, glaubst du an irgendwas, zum Beispiel, dass es nicht gut ist, Menschen zu töten oder so. Oder dass du zumindest essen musst. Oder irgendwas, was eine Wahrheit ist, glaubst du auf jeden Fall.

[16:57] Das heißt, es gibt nur zwei Optionen: Entweder alles glauben oder manches glauben. Alles glauben führt zum ewigen Leben, etwas glauben führt zum Tod. Mit der Liebe ist es genau das Gleiche. Es gibt genau zwei Optionen: Entweder alle lieben oder manche lieben.

[17:17] Jetzt, manche lieben, das kann jeder. Wir lieben unseren Ehepartner, unsere Eltern, unsere Freunde. Aber Jesus sagt: Wenn ihr das tut, was tut ihr dann mehr als die Heiden? Das ist die heidnische Liebe. Genauso wie das der heidnische Glaube ist, der zum Tod führt. Die göttliche Liebe sagt: Liebt eure Feinde. Das heißt, wenn du jeden Menschen liebst, dann bist du auf dem Weg des Lebens. Wenn du alles glaubst, was Gottes Wort sagt, dann bist du auf dem Weg des Lebens. Wenn du nur manches glaubst, bist du auf dem Weg des Todes. Wenn du nur manche liebst, bist du auch auf dem Weg des Todes.

[17:53] Es ist sehr interessant, wie Gott das handelt. Das kann man sich gut merken. Glaube und Liebe gehen ja direkt zusammen. Das ist ja das, was Laodizea angeboten wird: Das Gold, das im Feuer geläutert ist, der Glaube, der durch die Liebe wirksam wird. Ihr seht, dass dieses Prinzip hier funktioniert.

[18:15] Heißt das jetzt, dass ich zu jedem Feind zärtliche Gefühle haben muss, wie zu meiner Frau? Nein. Denn dazu müssen wir wissen, was die Bibel sagt mit Liebe. Was ist Liebe? Erfüllung des Gesetzes. Warum denn? Das Gesetz ist das Gesetz der Liebe. Wie ist das Gesetz zusammengefasst? Gott ist die Liebe und Gottes Charakter ist erfasst im Gesetz. Und das Gesetz wird zusammengefasst: Liebe Gott und liebe deinen Nächsten. Deswegen ist die Erfüllung des Gesetzes ist gleich Liebe. Spannend, oder?

[18:46] Genau, deswegen müssen wir auch das ganze Gesetz erfüllen. Wir kommen von einem Punkt zum nächsten. Deswegen heißt es auch: Wer in einem Gesetz, wer in einem Gebot schuldig ist, ist in allem schuldig. Also ihr seht, die biblischen Wahrheiten sind total miteinander verlinkt.

[18:58] Jetzt müssen wir leider Schluss machen und zum Posaunen übergehen. Aber es ist spannend, oder? Du hast noch eine Frage gestellt. Eine Minute. Mir ist eingefallen. Also ich finde es interessant, was du dazu sagst. Wenn ich an Matthäus 4, Vers 4 denke, an das Brot, wir sagen ja, die Bibel ist das Brot. Und meinst du, man könnte das übertragen auch auf Ellen White, dass das jegliche Wort spricht aus dem Mund Gottes informiert wird?

[19:26] Ich wiederhole die Frage, weil sie so wichtig ist, dass sie auch unsere Freunde am Livestream hören sollen: Wenn Matthäus 4, Vers 4 von jeglichem Wort spricht, bezieht es auch Ellen White mit ein? Frage: Gibt es einen Unterschied in der Inspiration zwischen biblischem Schreiber und Ellen White? Gibt es verschiedene Grade von Inspiration?

[19:46] Ihr seht, wenn Gott etwas macht, macht er es immer hundertprozentig. Gilt dieses Wort nur für Mose, Johannes, Paulus und Jakobus, aber nicht für Elia und Johannes den Täufer? Muss ich auch den Worten glauben, die Johannes der Täufer gesprochen hat? Hat Johannes der Täufer ein Buch geschrieben in der Bibel? Nein. Jedes Wort, das aus dem Munde Gottes kommt, wenn ein Prophet – was ist ein Prophet? Ein Prophet ist das Sprachrohr Gottes. Wenn ein Prophet spricht, dann spricht wer zu mir? Gott. Aber in den Worten des Propheten. Der Prophet sucht seine eigenen Worte, aber der Gedanke kommt von Gott. Aber jedes Wort ist Leben. Ist ja das Spannende.

[20:39] Gilt das dann auch für Ellen White? Ich glaube schon. Hier ist der entscheidende Punkt wieder: Kann man in den Himmel kommen, ohne Ellen White zu kennen? Ja. Kann man in den Himmel kommen und Ellen White ablehnen? Nein. Wenn man die Wahrheit über Ellen White kennt und sie ablehnt, dann wen lehnt man ab, wenn man das Zeugnis Jesu ablehnt? Jesus. Denn der Geist der Weisung wird genannt als Zeugnis Jesu. Das heißt, das ist das, was Jesus bezeugt.

[21:17] Wenn ich sage, ich habe hier ein Zeugnis. Jesus sucht sich jemanden, mit dem er das, was er der Gemeinde zu sagen hat, sagt. Lass es mich so formulieren: Wenn Jesus heute hier ein Seminar halten würde und in unsere Gemeinde kommen würde im 21. Jahrhundert, welche Themen würde er ansprechen? Wie würde er die Bibel erklären? Er würde sie genauso erklären wie in "Patriarchen und Propheten", wie im "Leben Jesu". Wie würde er die Prophetie auslegen? Genauso wie im "Großen Kampf" und wie in "Frühschriften". Welche Themen würde er besonders hervorheben? Er würde Evangelisation hervorheben, er würde Gesundheitsbotschaft und Erziehung hervorheben. All die Themen in den Büchern, das ist all das, was Jesus hier predigen würde. Die ganzen Konzepte, die ihr in den Büchern von Ellen White lesen würdet, das ist die Wahrheit für unsere Zeit, so wie Jesus sie sieht, angewandt auf unsere Gemeinde.

[22:07] Das heißt, Ellen White wissentlich abzulehnen, heißt das ablehnen, was Gottes Wort zur Zeit ist. Heißt es, dass die Bibel durch Ellen White ersetzt wird? Nein, ganz und gar nicht. Im Gegenteil. Ellen White hat eine ganz andere Funktion. Die gleichen Stellen werden aber eine andere Funktion. Das ist ein großer Unterschied. Aber sie sagt doch, sie ist das kleinere Licht, oder? Das sagt sie. Aber sagt sie, dass die Bibel das größere Licht ist? Nein, das sagt sie nicht. Sie sagt nämlich, dass Jesus das größere Licht ist. Bei Ellen White sind sowohl die Bibel als auch Ellen White das kleinere Licht. Und Jesus ist das größere Licht. Hat das gewusst? Jesus ist das größere Licht, die Bibel ist das kleine Licht, denn die Bibel führt zu Jesus. Und Ellen White ist auch das kleinere Licht, denn Ellen White führt zu Jesus. Das ist die Wahrheit. Studiert es mal für euch. Das ist ein interessanter Gedanke.

[23:01] Wisst ihr auch, dass Johannes der Täufer das kleinere Licht war? Johannes der Täufer wird in der Bibel, wenn man ein paar Texte vergleicht, er wird genannt die kleine, brennende, scheinende Lampe in Johannes 5. Aber er war nicht das Licht. Das Licht war nämlich Jesus. Johannes 1 sagt, er war nicht das Licht. Das Licht war nämlich Jesus Christus. Aber er war eine kleine, brennende Lampe, die auf Jesus hingewiesen hat. Er war der größte aller Propheten sogar. Übrigens gibt es viele Parallelen zwischen Johannes dem Täufer und Ellen White. Es ist wirklich spannend zu studieren. Aber ja, ich glaube schon.

[23:36] Ich glaube, es wird viele Menschen geben im Himmel, die ihr Leben lang noch nie etwas von Ellen White gehört haben. Die große Mehrzahl wird wahrscheinlich nie etwas von Ellen White gehört haben. Aber es wird niemand im Himmel sein, der Ellen White sich auf Erden abgelehnt hat und sagt: Ach, im Himmel, dann war es vielleicht doch ganz richtig. Soender wird nicht mehr so sein. Also vorausgesetzt, er wusste, das ist eine Prophetin und hat die Beweise erfahren. Also nicht jemand, der so einfach, ihr versteht nicht, was ich sagen will.

[24:04] Okay, gut. Habt ihr noch eine Frage dazu? Ansonsten laden wir euch, auch die ihr wieder zugeschaut habt, ein. Und ihr seht, es sind spannende Fragen, die man beantworten kann. Fragen-at-bibelantworten.de könnt ihr eure Fragen loswerden. Und wir freuen uns, sie gemeinsam hier studieren zu können. Fragen-at-bibelantworten.de sollte auch eingeblendet sein. Jetzt, in diesem Moment, genau.

[24:28] Dann lasst uns an die Posaunen gehen. Wer von euch kann noch zusammenfassen, was die erste Posaune ist? Wer von euch kann noch mal eine Geschichtsstunde geben über Alarich und die Westgoten? Da müsst ihr jetzt nicht. Wir gehen heute direkt an die zweite Posaune.

[24:53] Wir fassen noch einmal kurz zusammen. Wir haben gesagt, die Posaunen sind neben vielen anderen Dingen vor allem auch Kriege Gottes gegen seine Feinde. Ihr erinnert euch? Und dass bei diesen Kriegen Gott nicht notwendigerweise auf sein eigenes Volk zurückgreift, sondern seine eigenen Mittel hat, wie er diese Kriege herbeiführt. Und wir haben gesagt, die beiden einzigen Feinden, die offenbar noch übrig bleiben aus den Prophezeiungen Daniels sind – könnt ihr das mal wiederholen? Wer sind die beiden großen feindlichen Mächte gegenüber Gott? Aus Daniels Prophezeiungen, die offenbar noch übrig sind? Ja, also Rom in seiner kaiserlichen Form und Rom in seiner päpstlichen Form.

[25:35] Und wir haben gesagt, die ersten vier Posaunen sind die schrittweise Vernichtung der – wo sind wir denn hier überhaupt? – die schrittweise Vernichtung der römischen Macht. Erinnert euch noch an Alarich und die Westgoten? Genau. Wir gehen heute zur zweiten Posaune. Nur ganz kurz zusammenfassend: Wir hatten gesagt, die erste Posaune bestand darin, dass ein germanischer Stamm, der hier halb Europa durchquert hat, nachdem er aus dem Baltikum kam, als erste Macht nach über 800 Jahren Rom eingenommen hatte. Und das war der erste Stich ins römische Reich.

[26:25] Wir werden jetzt weitergehen und schauen, wie dadurch auch die Gebete erhört worden sind, natürlich der Christen. Wer von euch hat schon die zweite Posaune aufgeschlagen? Lasst uns mal lesen in Offenbarung 8, Verse 8 und 9. Und der zweite Engel stieß in die Posaune, und es wurde etwas wie ein großer, mit Feuer brennender Berg ins Meer geworfen. Und der dritte Teil des Meeres wurde zu Blut. Und der dritte Teil der Geschöpfe im Meer, die Leben hatten, starb. Und der dritte Teil der Schiffe ging zugrunde.

[27:07] Gut. Was fällt euch auf im Vergleich zur ersten Posaune? Das ist ja eine kurze Prophezeiung, nicht wahr? Schnell mal so überschauen und ein paar Details sich vergleichen mit der ersten. Was fällt euch auf? Gibt es irgendwas, was euch auffällt? Diese Drittelung. Übrigens habe ich heute noch ein paar interessante Details zum dritten Teil. Das haben wir letztes Mal nur kurz angesprochen. Der dritte Teil. Wir haben das schon gesehen, in allen vier ersten Posaunen kommt dieser dritte Teil vor. Durch diese Formulierung, der dritte Teil, der dritte Teil, der dritte Teil, werden diese ersten vier Posaunen so zusammengefasst. Sind auch von der Struktur relativ gleich.

[27:58] Das Feuer und Blut, stimmt. Jetzt gibt es irgendeinen Unterschied, den ihr seht. Feuer und Blut. Welchen Unterschied seht ihr? Meer statt Erde. Okay, gut.

[28:33] Schauen wir mal. Interessanterweise gibt es... Ach so, das soll eine Drei sein. Ich gebe zu, das ist nur mit viel Liebe zu erkennen. Wir haben diesen großen, brennenden Berg. Habt ihr mal einen brennenden Berg gesehen? Ich noch nicht, aber das stellt mir gewaltig vor. Ein großer Berg, der brennt. Und dieser brennende große Berg wird in das Wasser geworfen. Und wenn der Berg in das Wasser geworfen wird, wird das Wasser zu Blut. Woran denkt ihr da automatisch? An die Plagen.

[29:14] In welcher Plage wurde das Wasser zu Blut? Wer weiß es? Zweite Plage? Erste Plage? In Ägypten. Zweite? Erste? Wer weiß es? Wer ist für Zweite? Wer ist für Erste? Es war die Erste. Schaut mal mit mir in 2. Mose 7.

[29:53] 2. Mose 7, Vers 14. Der Herr sprach zu Mose: Das Herz des Pharaos verstockt. Er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen. Geh am Morgen hin zum Pharao. Siehe, er wird hinaus ans Wasser gehen. Tritt ihm entgegen am Ufer des Nils und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange geworden ist. Ich habe dir einen Stab, der in Gottes Hand sozusagen über den Gott sozusagen befehlen kann und den Gott so gebrauchen kann, wie er ihn gerade braucht. Und sprich zu ihm: Der Herr, der Gott der Hebräer, hat mich zu dir gesandt, um dir zu sagen: Lass mein Volk ziehen, damit es mir in der Wüste dient. Aber siehe, du hast bisher nicht hören wollen. Darum so spricht der Herr: Daran sollst du erkennen, dass ich der Herr bin. Siehe, ich will mit dem Stab, den ich in meiner Hand habe, das Wasser schlagen, das im Nil ist, und es soll in Blut verwandelt werden.

[30:52] Womit wird das Wasser in Blut verwandelt? Siehe, mit dem Stab. Der Stab Aarons. Oder Stab Moses. Könnt ihr sehen, dass zwischen diesem Berg und dem Stab eine gewisse Parallele besteht? Beide machen das Wasser zu Blut. Es hilft uns ein bisschen was zu sagen über den Berg, denn der Stab war etwas, das Gott in seiner Hand hielt. Das konnte aber auch mal eine Schlangenform annehmen, je nachdem, wie Gott es gebrauchen konnte. Wie gesagt, das ist ein bisschen auch diese Idee, wie Gott die germanischen Stämme gebraucht hat, um seinen Zweck auszuführen.

[31:29] Jetzt kommt Wasser zu Blut nochmal in der Bibel vor, in einem anderen Plagenkontext. Wasser zu Blut, nochmal in der Bibel kommt das nochmal vor. Wasser zu Blut. Bei den letzten sieben Plagen. Welche ist es da? Nicht die erste? Genau. Die erste sind die Pestbeulen. Was ist die zweite und die dritte? Schaut mal nach in Offenbarung 16.

[32:03] Das zweite Motiv. Offenbarung 16, Vers 3 und 4. Und der zweite Engel goss seine Schale aus in das Meer, und es wurde zu Blut, wie von einem toten und lebendigen Wesen starben im Meer. Dennoch eine sehr deutliche Parallele zur zweiten Posaune. Und der dritte Engel goss seine Schale aus in die Flüsse, und die Wasserquellen wurden zu Blut.

[32:45] Die Parallele ist so deutlich, dass manche glauben, die Posaunen und die Plagen sind dasselbe. Vielleicht habt ihr das schon mal gehört, als wir über die Einordnung der Posaunen gesprochen haben, ausführlich und zeitgenommen zu zeigen, dass die Posaunen tatsächlich durch die ganze Kirchengeschichte gehen, aufgrund des gesamten Kontextes, was die Offenbarung sagt. Aber ihr seht hier die deutlichen Parallelen.

[33:07] Jetzt, welche Begründung wird gegeben in Offenbarung 16, Vers 3 bis 5, dafür, dass Wasser zu Blut wird? Was ist die Begründung? Was meint ihr? Was ist die Begründung? Offenbarung 16, Vers 3 bis 5. Gerecht bist du, o Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du sie gerichtet hast. Vers 6 ist die Begründung, Entschuldigung. Denn das Blut der Heiligen und Propheten haben sie vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben, denn sie verdienen es. Was ist die Begründung?

[33:46] Ich würde es mit eigenen Worten beschreiben: Gottes Volk umgebracht. Gibt es eine Parallele zum antiken Rom? Nero. Ja, ich habe den Namen Nero. Also die Römer, ganz genau, die Römer haben ja nun mal die Christen mit ihren Hunderten verfolgt und umgebracht. Und einer der Gründe ist, dass diese Posaune offensichtlich so einen Zweck hier hat. In der Plagenzeit heißt es, das Wasser wird zu Blut, weil diejenigen, die Gottes Feinde sind, das Blut der Heiligen vergossen haben.

[34:22] Jetzt die Römer haben das Blut der Heiligen vergossen und deswegen wird in der zweiten Posaune das Wasser zu Blut symbolisch. Es gibt leider nicht so viel mehr Parallelverse zu dieser Posaune. Es gibt noch einen spannenden in Jeremia 51.

[35:02] Jeremia 51, Verse 25 und 26. Schaut mal, Jeremia 51, Verse 25 und 26. Siehe, ich komme über dich, spricht der Herr, du Berg des Verderbens, der du die ganze Erde verdirbst, und ich lege meine Hand an dich und wälze dich von den Felsen herunter und mache dich zu einem brennenden Berg. Steht es bei euch auch? Bei mir steht ein verbrannter Berg, aber das wörtlich steht hier ein Berg des Brandes. Sehen Sie eine spannende Parallele? Da wird ein Berg, der brennt, hinuntergeworfen. Vers 26: sodass man weder Eckstein noch Grundstein von dir nehmen wird, sondern eine ewige Wüste sollst du werden, spricht der Herr.

[35:57] Ihr habt in Jeremia 51, Verse 25 und 26, einen brennenden Berg. Es gibt, glaube ich, nur noch einen anderen brennenden Berg in der Bibel. Wer ist der andere brennende Berg, den Jürgen beschreibt? Der Horeb. Ich glaube, als Gott herniederkommt, da brennt er auch. Aber das ist eine andere Situation, denn dort wird der Berg ja nicht irgendwo hingeworfen. Aber hier habt ihr einen brennenden Berg, einen Berg des Verderbens, und ihr seht ja auch, dass der brennende Berg in der 2. Posaune, der richtet ja Verderben an. Da sterben Tiere, da sterben Menschen, da werden Schiffe untergehen. Ein verderben brennender Berg, der aber selbst zur Wüste wird. Habt ihr es gelesen? Der also selbst verödet oder verwüstet. Also der hat keine Zukunft.

[36:56] Das heißt, in diesem 2. Krieg gegen Rom sollten wir auf eine Macht schauen, die am Ende keine lange Zukunft hat, die also selbst ein Schicksal erleiden wird. Da könnt ihr euch schon mal in Gedanken die möglichen Stämme durchgehen, die da bei der Vernichtung Roms oder in diesem Fall überhaupt eine Rolle spielen könnten.

[37:22] Okay. Bevor wir weitergehen, möchte ich noch einen ganz kurzen Exkurs machen. Zwei Minuten? Kennt ihr noch einen anderen Text, weil das passt gerade gut zu dem, was wir vorher hatten in der Fragestunde? Kennt ihr noch einen Text in der Bibel, wo es darum geht, dass sich ein Berg ins Wasser wirft? Dass ein Berg ins Wasser geworfen wird? Ja? Symbolisch betrachtet, oder es heißt, dass die Berge auch ins Wein fallen? Ja. Aber das ist ja nur eine Bitte. Ja. Aber und zwar im Neuen Testament. Gibt es eine Stelle, wo es darum geht? Wenn wir nur geringen Glauben haben, können wir zum Berg sagen, dass das okay ist, oder nichts mehr? Genau. Wo steht das? Das ist eine gute Frage. Lassen wir mal schauen. Ich glaube, das ist Markus, oder? Wenn ich es mir selbst aufschreiben soll.

[38:18] Wer es zuerst gefunden hat, der darf sich freuen. Das ist Markus 11, Vers 23. Wollen wir ganz kurz testen, ob wir etwas gelernt haben. Obwohl ich glaube, es ist nicht die direkteste Parallelstelle hierzu, weil es um einen anderen Kontext geht. Das ist ein Klammern. Aber es hilft uns, noch einen anderen Punkt zu vertiefen, den wir gerade schon gelernt haben.

[38:54] Markus 11, Vers 23. Da sagt die Bibel: Denn wahrlich, also Bassius sagt es immer, aber jetzt betont er es besonders, ich sage euch: Wenn jemand zu diesem Berg spricht: Hebe dich und wirf dich ins Meer und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass das, was er sagt, geschieht, so wird ihm zuteil werden, was immer er sagt.

[39:17] Frage: Wer von euch hat schon mal versucht, einen Berg ins Meer zu werfen? Habt ihr das versucht? Würde es funktionieren? Wenn ich mich an einen Berg stelle und sage: Berg, hebe dich und versenk dich ins Wasser. Würde das passieren? Jesus sagt ja. Sagt Jesus ja? Wenn man glaubt. Also habe ich kein Glaube, wenn es nicht passiert.

[39:51] Meine lieben Geschwister, jetzt müsst ihr das anwenden, was wir gerade gelernt haben. Könnt ihr euch noch erinnern, was wir gerade gelernt haben? Mit dem, was wir gerade gelernt haben, das ist ein schwieriger Text für praktische Gläubigkeit, das ist ein schwieriger Text, weil man denkt, so ein Glauben habe ich ja gar nicht. Ihr müsst wissen, wie man mit diesem Text umgeht. Wenn man Sorge oder etwas zum Berg zieht. Ja, aber das ist deine Interpretation. Ja, aber das ist auch ein Bergzieher. Ja, aber die werfen ja auf Jesus, nicht ins Meer. Ja gut, vielleicht auch ins Meer, wenn sie mich haben. Wir können die Berge versetzen. Das heißt, wir sehen den Berg, aber den Berg kann Jesus Christus für uns versetzen.

[40:36] Ich weiß, was du sagen willst, aber mir geht es um den Punkt, dass ihr nochmal überlegt: Was steht hier? Wenn jemand zu diesem Berg spricht: Hebe dich und wirf dich ins Meer und in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt. Jetzt erklärt mir bitte diesen Vers. Funktioniert das, was da steht? Ja oder nein? Ja, aber wann? Also wenn ich an die gesamte Bibel glaube, jedem Wort glaube, dann wird sich der Berg heben.

[41:07] Schackelt mir auf Apostelgeschichte. Nein, entschuldige, Hebräer 11. Wir haben einen Kleinexkurs, ja, aber das ist so wichtig. Das ist so spannend.

[41:18] Hebräer 11, Vers 29. Ich möchte, dass ihr ein ganz, ganz wichtiges Prinzip versteht. Hebräer 11, Vers 29. Schaut mal mit mir. Durch Glauben gingen sie durch das Rote Meer wie durch das trockene, während die Ägypter was taten? Sie ertranken, als sie das versuchten. Ihr habt zwei Menschengruppen, ja? Die Ägypter und die Israeliten. Die Israeliten kommen ins Rote Meer. Sie treten in das Wasser und das Wasser teilt sich. Haben die Israeliten geglaubt, dass das Wasser sich teilen wird, als sie es gesehen haben? Haben sie damit gerechnet, dass es sich teilt jetzt? Ja. Haben sie damit gerechnet, dass es sich teilt und dass es auch so bleiben wird? Haben sie damit gerechnet, sich darauf verlassen? Haben sie darauf vertraut, dass das Wasser... Ja. Natürlich, sonst wären sie nicht reingegangen. Wenn sie es nicht vertraut hätten, wären sie nicht reingegangen. Also sie haben darauf vertraut. Ja?

[42:17] Sie hatten aber auch keine andere Wahl. Sie hatten keine andere Wahl, das ist ein anderes Thema. Aber mir geht es um diesen Punkt. Sie haben darauf vertraut, dass es...

[42:26] Frage: Als die Ägypter kamen, haben sie damit gerechnet, haben sie darauf, haben sie geglaubt, dass das Wasser sich teilen kann? Natürlich, es hat sich vor ihren Augen geteilt. Ich habe es gesehen. Sie haben es gesehen. Als die Ägypter hineingehen, haben sie darauf vertraut, dass das Wasser auch stehenbleiben wird? Natürlich, alles andere wäre ein Mord gewesen. Die Ägypter haben sowohl geglaubt, dass das Wasser sich teilen kann, als auch, dass das Wasser stehenbleiben wird. Ansonsten wären sie nicht reingegangen.

[42:54] Was also ist der Unterschied zwischen den Israeliten und den Ägyptern? Beide haben geglaubt, dass das Wasser sich teilen kann. Beide haben... Moment. Beide haben geglaubt, dass das Wasser stehenbleiben kann. Was ist der Unterschied? Die Ägypter hatten kein Wort Gottes, das es ihnen befohlen hat. Die Israeliten hatten ein Wort Gottes, das gesagt hat: Geht hindurch. Und deswegen hat es geklappt bei ihnen. Die Ägypter hatten kein Wort Gottes, das es ihnen befohlen hat. Und deswegen hat es nicht geklappt.

[43:22] Was ist Glaube? Glaube ist, zu leben aus jedem Wort. Deswegen sind die einen durch Glauben durchgegangen, die anderen haben genau das Gleiche versucht und sind gestorben. Das heißt, wenn ich...

[43:34] Nehmen wir mal ein anderes Beispiel. Wenn ich einen Sohn hätte und nach dem Berg Moria gehen würde und ihn dort zum Brandopferaltar aufschichten würde, könnte ich dann erwarten, dass Gott genau das Gleiche tut, was für Abraham er getan hat? Nein, denn Gott hat mir diesen Befehl nicht gegeben. Wenn ich über das heutige Jerusalem ziehe, siebenmal hintereinander und in einem Schofahorn blase, sie werden nicht zurückkommen. Warum? Obwohl ich genau das Gleiche mache. Was ist der entscheidende Punkt? Es ist nicht die Tat, sondern ob ich dem Wort Gottes, dem Befehl glaube. Deswegen hat der Glaube ganz unterschiedliche Resultate.

[44:14] Manchmal führt der Glaube dazu, dass jemand stirbt. Manchmal führt der Glaube dazu, dass jemand niemals stirbt, sondern gleich in den Himmel kommt. Manchmal führt der Glaube dazu, dass ich meine Stadt verlassen muss. Manchmal führt der Glaube dazu, dass ich hier stehen bleiben muss und eine Eiche bauen muss. Manchmal führt der Glaube dazu, dass ich glauben muss, dass Gott einen Sohn gebiert. Manchmal führt der Glaube dazu, dass ich glauben muss, dass Gott den gleichen Sohn von den Toten auferwecken lässt.

[44:33] Was ist Glaube? Glaube ist, daran zu vertrauen, wenn Gott mir einen Befehl gibt, dass ich das auch tun kann. Was meint Jesus in Markus 11? Er sagt: Wenn Gottes Wort dir sagt, sprich zu dem Berg, dann wird es auch tun. Das ist genau die klare Ironie, die Gestörten haben ja keinen Auftrag gegen den Plan, so wie sie produzieren. Sie haben es nur versucht, um zu zweifeln.

[44:59] Das heißt, was Markus 11 sagt: Wenn Gottes Wort zu dir sagt, sprich zum Berg, hebe dich. Und du glaubst, weil es aus dem Wort Gottes hervorkommt. Wenn es einen klaren Befehl Gottes gibt, dann wird es passieren. Nur nicht zweifeln. Aber alles andere ist Anmaßung. Der entscheidende Punkt bei Markus 11 ist nicht, ich muss so lange vertrauen, bis endlich dieser Berg sich hebt. Jesus versucht nur ein Beispiel zu geben, dass selbst die unmöglichsten Dinge möglich sind, wenn sie sich auf Glauben basieren. Und Glaube kommt aus dem Wort Gottes. Selbst die unmöglichsten Dinge sind möglich, wenn sie aus dem Wort Gottes kommen. Der Glaube hat nichts damit zu tun, dass sich Berge heben, sondern nur, dass ich allen vertraue, was Gott sagt. Selbst dann, wenn es unmöglich ist. Deswegen hat er dieses krasse Beispiel gewählt.

[45:45] Exkurs vorbei. Ihr habt das Prinzip verstanden? Echter Glaube ist, allen vertrauen, was Gottes Wort sagt. Ihr müsst euch also nicht schämen, wenn ihr noch niemals einen Berg ins Wasser geworfen habt. Das heißt nicht, dass euer Glaube nicht existent ist. Das ist nicht immer eine Frage von Glaube, sondern nur von Muskelkraft.

[46:09] Kurze Frage, weil es mit dem Glauben ist mir gar nicht so wichtig. Was war der erste Schritt Satans, um die Menschen zur Sünde zu führen? Sollte Gott gesagt haben. Weil er wusste, ein bisschen Unglaube, ein bisschen Zweifel am Wort Gottes reicht aus. Was hat Jesus gesagt, um die Sünde zu überwinden? Es steht geschrieben. Also die Versuchung zu überwinden. Es steht geschrieben. Er hat allen vertraut. Das war sein Schutz. Was ist also unser Problem, wenn wir in Sünde fallen? Wir vertrauen nicht allem, was Gott sagt. Wir vertrauen nicht manchen Verheißungen, die er gibt. Wir trauen uns selbst. Dankeschön.

[46:46] Jetzt zurück zur Posaune. Zweite Posaune. Darf ich mal eine Frage stellen? Das Wasser, das hier erwähnt wird. Das ist eine interessante Frage. Mal sehen, ob man von euch Profit- und Profitier-Auslegungs-Experte ist. Das Wasser, das hier erwähnt wird. Das Meer. Ist das buchstäblich oder symbolisch? Fangen wir anders an. Der brennende Berg. Ist der brennende Berg symbolisch oder buchstäblich? Ist da im Laufe der Geschichte wirklich ein brennender Berg aus dem Himmel gefallen in das Wasser? Ist der brennende Berg symbolisch? Symbolisch. Ist das Wasser buchstäblich oder symbolisch? Symbolisch. Wärst du symbolisch? Wärst du buchstäblich? Werden wir sehen. Wärst du symbolisch? Mhm.

[47:34] Ich sage es noch mal oft. Dann sagst du mir mal bitte, was sind denn die symbolischen, was wäre denn das Symbol? Was würde denn das Wasser bedeuten? Völker, Meere und Nationen und Völkerscharen und so weiter. Aber was wären dann die Tiere im Meer? Es heißt ja, es gibt ja nicht nur, schaut mal noch mal zurück in Offenbarung 8. Dort heißt es, dass es nicht nur Meer gibt, sondern auch Geschöpfe im Meer und Schiffe auf dem Meer. Wenn jetzt das Wasser, das Völkermeer ist die Nation, was sind dann die Tiere im Wasser symbolisch? Und was sind die Schiffe?

[48:21] Frage: Als das Wasser hier zu Blut wird, war das symbolisch oder buchstäblich? Symbolisch. Nein, buchstäblich. Als es hier zu Blut wurde, ist das buchstäblich oder wird das symbolisch sein? Buchstäblich. Und hier spricht es von einem Meer, das gekennzeichnet wird durch Schiffe und durch Wasserlebewesen. Und die erste Regel von William Miller war schon immer gewesen: Die Bibel ist immer buchstäblich, es sei denn, der Kontext legt nahe, dass es nicht buchstäblich sein kann. Legt der Kontext nahe, dass es buchstäblich ist oder symbolisch? Der Kontext legt nahe, dass es buchstäblich ist.

[49:04] Das ist genauso wie mit dem, habt euch mal gewundert, warum die ganzen Siegel symbolisch sind und dann das 6. Siegel heißt, die Sonne wird sich verfinstern, die Sterne werden herabfallen, es wird ein Erdbeben geben und das ist plötzlich alles buchstäblich? Weil der Kontext sagt, dass es buchstäblich sein muss, weil der Mond wird, wie er sagt, die Sterne fallen vom Himmel wie Feigen, da werden dann die Symbole gegeben, die bereits ausgelegt werden. Das heißt, es kann doch mal sein, dass in einer symbolischen Prophezeiung buchstäbliche Elemente drin sind, weil der Kontext uns dazu zwingt. Es geht hier um buchstäbliches Wasser.

[49:39] Frage: Hier gibt es einen Angriff auf, wir wissen jetzt so viel, es gibt einen Krieg gegen Rom, von diesem symbolischen brennenden Berg, der später verwüstet wird, aber das entscheidende Element des Angriffes ist jetzt nicht das Land, die Erde, sondern was? Das Meer. Worauf müssen wir schauen? Wenn es einen Krieg gegen Rom gibt, wo das entscheidende Element ein buchstäbliches Meer ist. Was für eine Art Krieg müssen wir schauen? Ja, wir müssen eine Art Seekrieg schauen. Macht das Sinn? Ist das biblisch?

[50:22] Und zwar wieder zum dritten Teil. Ganz kurz, ich habe euch was erzählt zum dritten Teil. Wer weiß noch, was dieser dritte Teil bedeutet? Als Rom im Abgang ist, wer war der letzte Kaiser, der über ganz Rom geherrscht hat? Wisst ihr das? Das war Konstantin. Konstantin hat dann was gemacht? Er hat die Hauptstadt von Rom verlegt nach Konstantinopel, das heutige Istanbul. Und als er starb, hat er das Reich aufgeteilt auf seine drei Söhne. Jetzt ratet mal, wie die hießen. Wie hieß der erste? Der erste hieß Konstantius. Der zweite hieß Konstantin der Zweite. Und der dritte hieß Konstanz. Leicht verwirrend, aber das ist die Wahrheit. Konstantin hatte drei Söhne: Konstantinius, Konstantin der Zweite und Konstanz.

[51:29] Konstantin bekam Ostrom, also da wo Konstantinopel ist, das ganze Griechenland und die ganzen östlichen Provinzen, Naher Osten usw. Konstantin der Zweite bekam Britannien, Gallien, Gallien ist das heutige Frankreich und Spanien. Und Konstanz bekam dann Italien, Nordafrika, ihr wisst ja, dass das Römische Reich auch Libyen und Ägypten und all diese nördlichen afrikanischen Reiche beinhaltet hat, Nordafrika und Illyrikum. Wer weiß noch, was Illyrikum war? Illyrien? Thomas? Ja, nicht nur Slowenien, aber die ganzen Südslaven, das ganz südslawische Gebiet, ehemalige Jugoslawien usw. Unter anderem natürlich auch die Slowenen, die berühmten, die ja in der ersten Posaune sogar eine kleine Nebenrolle gespielt hatten, wie wir gesehen haben. Und zwar durch ihre Unachtsamkeit. Für alle, die zuschauen, unser Techniker ist gebürtiger Slowene. Konstantin.

[52:53] Und deswegen sagt man immer wieder, das ist der dritte Teil, weil sich im Wesentlichen die Posaunenstöße vor allem hier auf diesen Bereich fokussieren, dort wo Rom ist. Das Reich wird immer kleiner und kleiner und zerteilter, bis es irgendwann aufgesplittert ist in die Zehn Hörner. Das klingt ja auch so an den Sieben, die Aufsplitterung in Zehn Hörner, die dann her Sieben sind.

[53:18] Jetzt, wer könnte sich dahinter verbergen zwischen einem Seekrieg gegen den dritten Teil des römischen Territoriums, der selbst nachher, es muss ja eine Macht sein, die selbst später nachher nicht mehr wirklich zu finden ist, die selbst verwüstet wird. Wir hätten ja schon gesehen, die erste Macht waren die Westgoten. Aber die Westgoten gibt es immer noch. Die haben sich ja dann irgendwann zu den Spaniern entwickelt. Wie viele von den germanischen Stämmen? Hm? Drei, ne? Und als da wären? Die Vandalen, Ostgoten und die Heruler. Wer von euch weiß, welche Nationen nach den Westgoten als nächste das römische Reich hart attackiert hat?

[54:16] Die Spannung steigt. Es waren die Vandalen. Unter ihrem Heerführer Gänserich, oder auch Geiserich, je nach Übersetzung. Schon was von Gänserich und den Vandalen gehört? Von den Vandalen schon, ja.

[54:37] Wie immer ein paar Details zum Verständnis der Geschichte. Kleine Geschichtsrunde wieder, damit wir verstehen, was passiert ist. Ich muss nur wieder meine Karte aufmalen. Nicht lachen. Ich bin sehr unbegabt. Das ist einfach Europa, ja. Hier ist irgendwo die Grenze des römischen Reiches. Hier sind die Germanen. Das ist Rom. Hier ist die Türkei. Griechenland. Gallien. Spanien. Katago.

[55:32] Die Vandalen sind ursprünglich stämmig aus Südpolen und der Tschechei. Sind also germanischer Stamm gewesen. Es gab zwei Untergruppen. Das ist jetzt unwichtig. Das waren die Hesdingen und die Sillingen. Aber das ist, glaube ich, jetzt nicht so entscheidend. Was viel wichtiger ist, dass kurz nachdem, wir hatten ja das letzte Mal schon studiert, wie um 400, eigentlich schon vorher, kurz vor 400, um 395, die Westgoten als ganze Nation in das römische Reich eingedrungen sind. Könnt ihr euch erinnern? Als das erste germanische Stamm. Diese ganze Völkerwanderung ist durch wen ausgelöst worden? Wisst ihr das? Die Hunnen. Ein mysteriöser Stamm aus der Tiefe Asiens, die hier nach Osteuropa gekommen sind und die ganzen germanischen Stämme vor sich hertrieben haben und vor lauter Angst in die germanischen Stämme dann in das römische Reich, das innerlich zerfallen war. Also jetzt aufgesplittert war schon in drei Teile. Also Ostrom und dann das eine Rom und das andere Rom, Westrom.

[56:36] Aufgrund dieses Drucks der Hunnen sind jetzt die ganzen, viele germanische Stämme über die Grenzen hinübergegangen. Ein besonderes Datum war der 31. Dezember 406. Dort sind im großen Stil die Sueben, die Alanen und die Vandalen bei Mainz über den Rhein gegangen und sind in das römische Reich eingetreten. Das Problem war, die Römer haben immer mehr Germanen für sich kämpfen lassen und das Problem war dadurch, dass die Germanen immer stärker wurden und die Römer sind vor lauter Dekadenz von den Germanen. Dann hatten wir lauter Germanenstämme im Reich, die gar nicht so groß waren, aber sehr kriegerisch und die man nicht unter Kontrolle hatte. Und wie die Westgoten, die dann durchs ganze Reich gezogen sind, mal mit den Römern gekämpft haben und dann irgendwann aber die Schnauze voll hatten von den Römern und dann einfach Rom eingenommen hatten, wie die Westgoten.

[57:36] Jetzt passierte Folgendes: Die Vandalen sind dann zusammen mit den Sueben und den Alanen erstmal in Richtung Gallien, also Frankreich, gezogen und dann haben sich später die Vandalen vor allem auch mit den Alanen zusammengetan und sind dann nach Spanien gekommen. In der Zwischenzeit sind ja die Westgoten hier durch Europa marschiert und haben ja, ihr erinnert euch, im Jahre 410 Rom geplündert. Das war das entscheidende Ereignis. Und was die Westgoten danach vorhatten? Könnt ihr euch noch erinnern? Nach der Plünderung von Rom, dieser entscheidenden Zäsur der Geschichte Roms. Sie hatten danach vor, erinnert ihr euch noch, nach Libyen zu gehen? Nach Nordafrika? In die Kornkammer, genau. Aber es war gescheitert, weil den Westgoten die gesamte Flotte in einem Sturm untergegangen ist. Deswegen sind die Westgoten dann weiter, der Allerrichtige ist ja gestorben, sind die Westgoten weitergezogen und haben sich später in Spanien niedergelassen. Deswegen wissen wir, dass die Westgoten die Spanier sind. Das heißt aber, als die Westgoten kamen, das ist bei den Völkerwanderungen ein bisschen komisch, man hat diese Stämme und die wandern ständig überall her, man weiß gar nicht, welcher Stamm gerade wo ist.

[58:38] Als die Westgoten dann zum Teil wieder mit römischer Hilfe nach Spanien einmarschiert sind, haben sie die Vandalen vor sich hertrieben. Also ein Stamm treibt den nächsten in eine andere Richtung. Und was dann passiert ist, die Vandalen haben sich hier in den Süden niedergelassen, in einen Hafen, der hieß Cartagena, und haben von dort angefangen Piraterie zu betreiben. Aber als die Westgoten sich in Spanien immer mehr breit gemacht haben, haben sich die Vandalen gesagt: Okay, Moment mal, was die Westgoten nicht können, das können wir schon lange, und die sind über Gibraltar mit 80.000 Mann nach Nordafrika besetzt, der gesamte Stamm der Vandalen. Und sind dann hunderte Kilometer Richtung Osten gezogen und haben innerhalb von einigen Jahren Nordafrika eingenommen. Es gab ja mehrere Provinzen, in Ägypten gab es die Provinz Afrika, das war also Tunesien, Libyen, all diese ganzen Nationen hier. Und sie haben dort eine Stadt nach der anderen eingenommen. Und haben gegen die römischen Legionäre, die dort stationiert waren, immer gewonnen. Und haben dort eine Stadt eingenommen, die hieß Hipporegius.

[1:00:02] Hipporegius ist deswegen bekannt, weil dort der Kirchenvater Augustinus gelebt hat. Kennt ihr Augustinus? Augustinus, habt ihr mal gehört? Berühmter Kirchenvater, der ist in der Belagerung durch die Vandalen gestorben. Also, das hat damit zu tun. Und das war ungefähr im Jahre 429. Seit 428 ist Genserich, der König gewesen. Er war schon im Jahre 389 geboren. Er war jetzt König der Vandalen geworden. Und Genserich war ein kluger Mann. Er war natürlich auch grausam, wie die Germanen halt so waren. Er hat unter anderem all seine Verwandten umbringen lassen, damit ihm keiner den Thron streitig macht. Aber er hat erkannt, dass wenn er die Kornkammer des Römischen Reiches besitzt, dann hat er unglaubliche Steuereinnahmen. Er beherrscht die Wirtschaft vom ganzen Römischen Reich, was dazu geführt hat, dass die Römer ihre Armeen nicht mehr bezahlen konnten.

[1:01:08] Zudem fing er an, aufgrund der guten Erfahrung mit der Piraterie, jetzt von Nordafrika aus über Jahrzehnte hinweg die Küsten, den ganzen Mittelmeerraum, anzugreifen. Was sagt die Posaune? Es ist ein brennender Berg, der ins Meer sich stürzt und Schiffe versenkt und das Meer zu Blut werden lässt.

[1:01:34] Was passiert ist, ein Kirchenvater, sein Name ist Silvanus von Massilia, er lebte auch zu dieser Zeit, er war Kirchenvater und ein Historiker der Völkerwanderung, und er sagte Folgendes: Genserich sah die Eroberung von Afrika als ein Auftrag von Gott an. Eine Aufgabe Gottes. Der hat vermutlich gewusst, was er hier tut. Ihr wisst ja, die Vandalen waren auch Arianer. Also Christen mit einigen anderen Überzeugungen als die römisch-katholische Kirche. Sie haben ungefähr 100 Jahre lang hier regiert, in Nordafrika, und waren nach den Westgoten, die Rom eingenommen haben, die zweite große Invasion ins Römische Reich.

[1:02:16] Was passiert ist, es gibt einige interessante Geschichten. Die Römer haben sich ja damit nicht zufrieden gelassen und haben gedacht, dann müssen wir das unternehmen. Und so haben sie eine Armee zusammengebaut. Eine Armee und eine Flotte, und zwar hier in Spanien. Mit über 300 großen Kriegsschiffen. Es hat drei Jahre gedauert, da haben die Römer in Spanien, in Frankreich und Italien Holz geschlagen, und haben hier 300 große Kriegsschiffe neben vielen anderen kleinen Schiffen gebaut. Drei Jahre lang. Weißt du, was passiert ist? Die Vandalen haben durch Verrat in einer Nacht die ganze Flotte vernichtet. Also schlimmer als Pearl Harbor sozusagen. Das war das Pearl Harbor der Völkerwanderung. Weißt du, was das beschreibt? Die Schiffe werden zugrunde gehen.

[1:03:10] Viele Jahre später hat Ostrom eine riesen Flotte geschickt mit über 1000 Schiffen. Und auch die wurde durch ein Wunder versenkt. Die Vandalen waren eine Seemacht. Und wann immer sie auf Kreuzzug gingen sozusagen, die Kreuzung stimmt ja nicht, auf Raubzug, hat der Gänserich, der selbst sehr alt war, immer gesagt zu den Kapitänen: Lass die Schiffe dorthin segeln, wo der Zorn Gottes an die Küste, wo der Zorn Gottes sie haben möchte. Weil er sich verstanden hat als ein Gericht Gottes an dieses ganze römische System. Und es war ein Krieg, der die Wirtschaft Roms vernichtet hat. Übrigens hat er auch Rom eingenommen. Und zwar im Jahre 455. Das war das zweite Mal, dass Rom eingenommen wurde. Und das zweite Mal, dass Rom eingenommen wurde, dauerte es sogar 14 Tage. Das war der nächste Schlag.

[1:04:18] Ihr könnt sehen, nachdem jetzt dieser erste Schlag durch die Westgoten kam, haben die Vandalen einen entscheidenden Schlag gesetzt. Sie haben nämlich erstens das Reich entscheidend verkleinert. Sie haben den ganzen südlichen Teil des Römischen Reiches sozusagen in ihre Hände bekommen und haben wirtschaftlich dem Römischen Reich einen entscheidenden Nackenschlag versetzt. Ihr seht jetzt, wie ein Schritt nach dem anderen dazu geführt hat, dass das Römische Reich, der große Feind Gottes, peu à peu, Schritt für Schritt, schrumpft und an Macht verliert, um dann völlig aufzugehen.

[1:04:56] Habt ihr bis dahin eine Frage zu den Vandalen? Also die Vandalen waren nicht dafür bekannt, dass sie Parkbänke umgehauen haben. Was ist das denn eigentlich? Tschechien. Ursprünglich. Ganz ursprünglich. Aber sie haben weite Wanderungen hinter sich. Sie sind dann bekannt als die Macht in Nordafrika. Nordafrikanische. Haben da ungefähr 100 Jahre lang regiert.

[1:05:20] Habt ihr irgendwas vergessen? Genau das. Das habe ich euch erzählt. Übrigens, wenn sie die Küsten angegriffen haben, hatten sie immer genügend Reiter damit, um dann in der ganzen Küstenregion dann Tod und Verderben zu bringen. Aber ihr seht, so wie die Prophezeiung vorher gesagt hat, es war ein Krieg auf Wasserebene. Es war ein Krieg. Sie haben übrigens Sardinien und Korsika eingenommen. Und auch einen Teil von Sizilien. Interessanterweise. Haben also sind die Italiener richtig auf die Pelle gerückt. Den Römern. Italiener gab es noch nicht. Und haben dadurch einen entscheidenden, wie ihr seht, Einfluss gehabt auf die Zerstörung des Römischen Reiches.

[1:06:12] Also ich glaube, man sieht, wie die Prophezeiung das ziemlich deutlich beschreibt. Der brennende Berg, der ins Wasser stürzt, sollte selbst nach Gizaia in der Cheremia vernichtet werden. Was ist mit den Vandalen passiert? Sie sind vernichtet worden durch die Macht, die dann den Römischen Reich abgelöst hat. Das kleine Horn. Also ihr seht, wie hier, das ist so ein Scharnier der Weltgeschichte, wo das sich so erfüllt hat.

[1:06:42] Genau. Ich glaube, ich habe jetzt alles euch zu den Vandalen erzählt. Schreibt euch Jahreszahlen mit. Interessieren euch Jahreszahlen? Oder ist euch das egal? Dann erzähle ich euch noch, dass die Vernichtung dieser großen Flotte im Jahre 468 und die andere Flottenvernichtung war 461. Könnt ihr mit angeben, mal in eurer nächsten Nachbarschaftsrunde, wenn ihr euch zufällig über den Seekrieg der Vandalen gegen Rom unterhaltet. Nein, Quatsch. 461. Das war hier, wo 300 Schiffe im Hafen zerstört wurden. Und das war hier, als über 1000 Schiffe, eine gigantische Flotte für damalige Verhältnisse, auch mit viel Glück und durch ein Wunder durch Gänserich und seine Vandalen zerstört wurden. Genau.

[1:07:46] Alles klar. Dann glaube ich, können wir hier sogar einen Schnitt machen. Da haben wir nämlich die zweite Posaune beschrieben. Man muss auch nicht noch mehr Worte zu machen. Ihr werdet wahrscheinlich die nächsten zehn Jahre bis zur Wiederkunft oder nicht mehr hören. Aber ihr könnt sehen, dass diese kurze Beschreibung der Offenbarung sehr deutlich das trifft, was hier passiert, oder? Könnt ihr das sehen? Die Vandalen.

[1:08:18] Gut. Wenn ihr keine Fragen mehr habt, zur Völkerwanderung, oder welche Auswirkungen das für Rom gehabt hat, vielleicht ganz kurz nochmal, damit wir die Schritte verstehen. Der erste Schritt, wir haben ja vier Posaunen, der erste Schritt war überhaupt dieser ideelle Schock. Rom geplündert unter den Westgoten. Rom angegriffen. Das war die erste Posaune, die überhaupt möglich war, Rom einzunehmen.

[1:08:54] Die zweite Posaune ist der zweite Schritt. Und hier geht es um die Wirtschaft und den ganzen südlichen Teil Roms, der jetzt von Rom wegfällt. Und ihr werdet sehen, wie jetzt mit Posaune nach Posaune, wie in einem Kuchen, wenn im Brot ein Stück nach dem anderen von Rom abgeschnitten wird, bis nachher nichts mehr übrig bleibt. Und so hat Gott sukzessive dieses Reich verkleinert und zerstört. Übrigens, wisst ihr, mit welchen Nationen Gott das auch so gemacht hat, dass er durch einen Krieg nach dem anderen das Reich verkleinert hat? Mit welchen Nationen hat Gott das auch so gemacht, dass er durch einen Krieg sukzessive nach dem anderen das Reich, die Nation, zerkleinert hat? Und zwar mit dem Nordreich von Israel. Das Nordreich von Israel wurde durch einen Krieg nach dem anderen immer kleiner. Die ganzen äußeren Bezirke wurden schon eingenommen, es wurde immer kleiner. Ihr müsst mal auf den Karten in euren Bibelatlanten schauen, wie im Laufe der Jahrhunderte das Nordreich immer kleiner wird. Ganz interessant. Gleiches Prinzip hier.

[1:10:00] Nächste Woche dann die dritte Posaune. Könnt ihr euch schon mal vorfühlen, wer die dritte Posaune sein könnte. Dann wird es sehr spannend. Und dann werden wir weitersehen. Wenn ihr Fragen habt, liebe Zuschauer, dann dürft ihr die Fragen stellen unter Fragen-at-bibelantworten.de.

[1:10:26] Und übrigens, Kleinigkeit für euch auch zu wissen und auch für euch, die ihr zuschaut. Wenn ihr ab und zu die Cannstatt Study Hour schaut, dann dürft ihr auch die Bibelantworten ansehen. Dann dürfen wir euch jetzt die freudige Mitteilung machen, dass die Sendemanuskripte online zu haben sind. Ihr könnt auf unserer Internetseite von Bad Cannstatt unter dem Bereich Downloads die Sendemanuskripte für die Cannstatt Study Hour jeweils für die neue Woche herunterladen. Dann wünschen wir euch Gottes Segen beim Studium. Ihr könnt sie dann ausdrucken, mit in den Gottesdienst nehmen, ihr könnt sie als Anregung verwenden, für persönliche Andachten, für Predigten, die ihr haltet, oder was auch immer.

[1:11:12] Dann lade ich euch ein, dass wir noch zum Abschluss aufstehen und unser Offenbarungsseminar beschließen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein Wort. Wir möchten dich bitten, dass du uns auch weiterhin hilfst, es so zu verstehen, wie du es gemeint hast. Wie du der Herr der Geschichte bist und alles sich so erfüllt hat, wie du es vorher gesagt hast. Und wir möchten dich bitten, dass du in den kommenden Tagen bei uns bist, dass wir dieses wichtige Thema von Erweckung und Reformation, was wir heute angeschnitten haben bereits, und auch dieses wichtige Thema des Glaubens, nicht vergessen, sondern danach leben. Wir bitten dich, dass wir bald wieder gesund hier zusammenkommen können, um dein Wort weiter studieren zu können. Segne du uns und bleibst du bei uns. Amen.

[1:12:04] Dann wünschen wir euch alles Gute und einen guten Nachhauseweg und euch auch einen gesegneten Resttag und macht es gut bis Donnerstag zum Prophetieseminar um 19 Uhr. Ihr Leif aus Bad Cannstatt. Gottes Segen.


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