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In dieser ersten Folge von „Operation Blueprint“ mit dem Titel „Unsere Zeit im Licht der Prophetie“ taucht Emanuel Baek tief in die biblische Prophetie ein. Er erklärt, wie historische Ereignisse und menschliche Ängste oft zu einem gesteigerten Interesse an prophetischen Deutungen führen. Anhand von Beispielen wie dem Jahrtausendwechsel, dem 11. September und dem Maya-Kalender zeigt er die Suche nach Sinn und Sicherheit in unsicheren Zeiten auf. Der Vortrag beleuchtet die Bedeutung der Prophezeiungen in den Büchern Daniel und Offenbarung und beginnt mit der Deutung eines Traumes Nebukadnezars, der die Geschichte der Weltreiche von Babylon bis zur heutigen Zeit vorhersagt.


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Serie: Operation Blueprint

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Transkript

[1:00] Und während einiger Wochentage auch unter der Woche wollen wir uns dem Thema Operation Blueprint widmen. Heute Abend ist unser Thema: Unsere Zeit im Licht der Prophetie. Aber bevor wir dort so richtig hineintauchen in diese Präsentation, dann möchte ich Ihnen mitteilen, dass wir morgen Abend zwei Themen als Doppelpräsentation haben, die wirklich äußerst wichtig sind. Und ich möchte Sie herausfordern, dass wenn Sie heute Abend hier den Raum verlassen, wenn das heute etwas war, was Ihnen gefallen hat, wenn Sie das zum Denken angeregt hat, dann bringen Sie einen Freund mit, einen Nachbarn, ein Familienmitglied. Jetzt ist auch Oktoberfest und laden Sie sie ein, auch mitzukommen.

[2:26] Heute Abend wollen wir uns mit der Bibel beschäftigen. Anders als andere Bücher, da braucht man bei der Bibel im Gegensatz zu anderen Büchern wirklich ein geistliches Verständnis. Ich weiß, die Deutschen sind sehr clever und intelligent, aber es ist nicht so sehr der Intellekt, der vonnöten ist, um die Wahrheiten der Bibel zu verstehen. Wir brauchen die Führung des Autors dieses Buches. Also, bevor wir heute Abend mit der Präsentation beginnen, dann möchte ich Sie heute Abend einladen, einen kurzen Moment zu nehmen und kurz innezuhalten, während wir hier beten werden. Wenn Sie möchten, können Sie auch mit uns gemeinsam mitbeten.

[3:25] Unser Vater im Himmel, während wir heute diese Serie Operation Blueprint beginnen und mit diesem Thema starten, bitten wir dich, dass dein Heiliger Geist uns Verständnis gibt. Bitte, dass dein Heiliger Geist uns hilft, diese Wahrheiten zu verstehen. Sei mit uns, so bitten wir. Im Namen Jesu. Amen.

[3:54] Ich möchte Sie bitten, in Ihren Gedanken einmal nachzudenken, und zwar 14 Jahre zurück. Es gibt einige Daten, die wir ohne Probleme uns daran erinnern können, wo wir gewesen sind, was wir an diesem spezifischen Datum zu einer bestimmten Zeit getan haben. Können Sie sich daran erinnern, wo Sie sich am 31. Dezember 1999 befunden haben? Das war schon ziemlich lange her, aber ich kann mich ganz genau erinnern, wo ich gewesen bin. Ich lebte in einer kleinen Stadt in den Vereinigten Staaten von Amerika, und all around the country, und über dem Land, selbst in unserer Kleinstadt, und vielleicht sogar hier in Deutschland, da gab es so eine richtige Aufregung, da war so eine unaussprechliche Angst oder so eine Furcht. Und alles hatte mit Computern zu tun, denn Menschen hatten die Angst, dass, wenn die Uhr erst einmal auf Mitternacht geht, dass dann die Welt in ein Chaos gestürzt werden würde. Dann würde unser Bankkonto Null aussagen, und das Auto würde vielleicht nicht mal anfangen zu starten. Da waren ganz seltsame Ängste im Raum, was passieren könnte.

[5:51] So sah das Time Magazine aus zu der Zeit, kurz bevor das Millennium dann kam, und die Idee war, dass nicht nur einige Menschen in dieser Kleinstadt, sondern auf der gesamten Welt viele Menschen, haben sich gefragt: Werden diese Ereignisse jetzt diese Spirale anstoßen, die zum Ende der Welt führen? Wenn Sie jemand sind, der zur Kirche geht, dann werden Sie sich daran erinnern, dass um die Zeit, wo es die Jahrtausendwende war, dass dort die Kirchen vollgepackt waren. Warum? Sie sehen, in solchen Momenten der Krise, da wollen Menschen eine Führung, eine Hoffnung, da wollen Menschen eine Führung, eine Sicherheit haben für ihr Leben, und sehr oft, wollen die Menschen dann auch wissen, was hat die Bibel zu sagen über diesen ganz bestimmten Punkt. Die Kirchen waren vollgestopft.

[7:06] Nur zwei Jahre später, da gab es ein Buch, das in den Vereinigten Staaten herauskam, der Autor war ein Christ. Das Buch war so ähnlich wie viele andere christliche Bücher in den Vereinigten Staaten, außer der Tatsache, dass, nachdem es veröffentlicht worden ist, dass es unglaublich gut verkauft worden ist. Es wurden ganz schnell neun Millionen Exemplare verkauft. Und das sind viele Bücher für ein eigentlich relativ säkulares Land, für ein christliches Buch. Das Thema dieses Buches war: Wie sieht die biblische Prophetie für die nächsten Jahre oder der nahen Zukunft aus? Und im selben Jahr war es, dass diese tragischen Ereignisse des 11. September stattfanden. Das ist noch so ein Datum, der 11. September 2001, wo ich genau weiß, wo ich gewesen bin. Ich war ein Lehrer auf einem College und in der Pause hat einer meiner Schüler mir gesagt, ein Flugzeug ist in das World Trade Center gestürzt. Erst habe ich gedacht, der macht ja Witze. Kurz danach war die Schule aus und alle haben die Nachrichten angeschaut. Ein zweites Flugzeug ist hineingestürzt. Und dann ein drittes Flugzeug beim Pentagon ist runtergegangen.

[9:14] Als das passiert ist, an dem selben Wochenende, da waren all die Kirchen in den Vereinigten Staaten voll gefüllt. Menschen, die seit 10 Jahren nicht in der Kirche waren, die saßen jetzt in den Reihen. Warum? In bestimmten Ereignissen der menschlichen Geschichte suchen die Menschen nach übernatürlichen Beweisen oder Gründen, um zu verstehen, was passiert.

[10:01] Es ist nicht lange her, es ist ein falsches Datum hier, dass wir uns über den Maya-Kalender, den 21. Dezember 2012 unterhalten haben. Und ich habe zu diesem Zeitpunkt Prophetieseminare auf der ganzen Welt gehalten. Und ich kann mich daran erinnern, dass ungefähr bei jedem Seminar, das ich durchgeführt habe, haben mich Menschen gefragt: Wird die Welt am 21. Dezember 2012 zu Ende gehen? Sogar in Hollywood hat man einen Film gemacht, und die Idee war, dass das Ende der Welt kommt. Es scheint so zu sein, dass, wenn Menschen darüber nachdenken, was kommt in der Zukunft, selbst unter Nichtchristen, gibt es ein Interesse an Prophetie und was antike Schriften über die Zukunft zu sagen haben.

[11:18] Heute Abend möchte ich Sie zu einer der Ursachen für diese Prophezeiungen bringen. Hier in diesem Seminar werden wir uns mit den Prophezeiungen der Bibel beschäftigen. Und heute Abend möchte ich Sie 2000 Jahre zurücknehmen zu einer Unterhaltung, die Jesus mit seinen Jüngern gehabt hatte. Eines Tages gingen sie am Tempel von Jerusalem vorbei, und als sie an dem Tempel vorbeikamen, begannen sie, über dieses Gebäude vom Tempel zu reden. Und heute Abend möchte ich Sie einladen, mit mir das mitzuverfolgen, was wir in diesem Buch Matthäus lesen können. Wir werden in Matthäus 24 beginnen und dort in Vers 1. Und wollen wir gemeinsam genau betrachten, was die Bibel sagt.

[12:28] Und Jesus trat hinaus und ging vom Tempel hinweg, und seine Jünger kamen herzu, um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen. Jesus und die Jünger gehen zusammen, sie zeigen ihm die wunderbare Struktur des Tempels, und dann hat Jesus eine Aussage gemacht, die wirklich die Jünger erschüttert hat. In Vers 2 sagt er: Wenn Sie verstehen, dass der Tempel, der in Jerusalem existierte, wenn wir verstehen, dass der Tempel zur Zeit von Jesus in Israel, dass der aus Steinen gemacht worden war, und einige von diesen einzelnen Steinen, einige von denen waren 3000 Kilo schwer, und Jesus sagte: Es wird etwas kommen, das solch eine völlige Zerstörung auslösen würde, dass nicht ein einziger Stein auf dem anderen bleiben würde. Also für einen Juden war der Tempel der zentrale Ort der Anbetung. Also, wenn man sagen würde, dass solch eine Zerstörung kommt, das war wie ein totaler Schlag in die Brust.

[14:09] Und jetzt hatten die Jünger natürlich Neugierde: Was könnte solch eine Zerstörung verursachen? Und so in Vers 3 lesen wir, wie sie Jesus gefragt haben: Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein? Also die Jünger haben in ihrem Gedanken folgendermaßen argumentiert: Solche gewaltigen Steine. Also damals gab es noch keine Atomwaffen. Also in ihrem Kopf war alles, was solche Steine bewegen könnte, sodass nicht mal ein Stein auf dem anderen bleiben würde. Also in ihrem Denken war das ganz sicherlich: Das muss das Ende der Welt sein. Aber leider waren sie natürlich falsch damit, wie wir verstehen können.

[15:16] Wie wir heute verstehen, ist die Zerstörung des Tempels nicht dasselbe gewesen wie das Ende der Welt. Wir sitzen heute hier. Die Worte von Jesus sind erfüllt worden. Der Tempel ist zerstört worden. Aber das Ende der Welt ist nicht gekommen.

[15:38] Also ein kleiner Fakt kann uns helfen, hier zu verstehen, wie sich das erfüllt hat. Also im Jahre 70 n. Chr. Die römischen Armeen unter Cestius und später Titus kamen, um Jerusalem zu belagern. Und den Soldaten war befohlen worden: Egal was passiert, rührt den Tempel nicht an. Die ganze Welt wusste von diesen berühmten Goldschätzen im Tempel. Und es war so, dass in der Hitze des Gefechtes irgendjemand ein brennendes Feuer, eine Fackel in den Tempel geworfen hat. Und da war Federholz auf dem Fußboden. Und da waren Vorhänge aus Leinen. Und als der Tempel dann gebrannt hat, hat das Gold angefangen zu schmelzen. Titus hat es noch geschafft, eines der berühmtesten Gegenstände, den siebenarmigen Leuchter noch herauszuholen. Dass, wenn man heute noch Rom besucht, da gibt es immer noch diesen Triumphbogen von Titus. Da sieht man immer noch in diesem Relief diesen Moment, wo Titus diesen siebenarmigen Leuchter mitgenommen hat.

[17:30] Aber fast alles sonst, was im Tempel sich befand, an Gold und Schätzen, ist in diesem Feuer zerschmolzen und vernichtet worden. Als dann die Belagerung zu Ende war, und als die ganzen Straßen von Jerusalem voller Körper, Leichen waren, da kamen dann Räuber und Diebe in die Stadt, um alles mitzunehmen, was irgendwie noch Wert hatte. Und als sie dann alles geplündert hatten, fanden sie sich auch selbst im Tempel wieder. Aber wo war das Gold? Wo war es? Es war jetzt in den Steinen. Und so haben sie jetzt Stein für Stein beiseite geräumt. Und die Worte von Jesus haben sich erfüllt: Nicht ein einziger Stein ist auf einem anderen geblieben.

[18:35] Nun, Jesus wusste, dass die Zerstörung von Jerusalem und das Ende der Welt, diese beiden Ereignisse unterschiedlich waren, also zwei verschiedene Ereignisse. Aber Jesus hat nicht sofort das Missverständnis aufgeklärt der Juden. Aber er gab ihnen Zeichen, die auf die kommende Zerstörung und auf das Ende der Welt hinweisen sollten. Und er hat diese zusammen verwoben.

[19:17] Und ein Zeichen, von dem Jesus seinen Nachfolgern gesagt hat, worauf sie achten sollten, das findet sich in einem mysteriösen Bibelbuch Daniel. In Matthäus 24. Und da sehen wir, was Jesus gesagt hat. Jesus sagte: Ich gebe euch Zeichen, die auf die Zerstörung des Tempels und auf das Ende der Welt hinweisen. Aber Jesus sagte, es gibt ein Zeichen, das finden wir bei Daniel, dem Propheten. Mit anderen Worten, Jesus sagte: Es gibt etwas im Buch Daniel, das muss man studieren, wenn man vorbereitet sein möchte auf das, was kommt.

[20:29] In diesen nächsten Abenden von Operation Blueprint werden wir ganz ausführlich unser Buch Daniel auch unter die Lupe nehmen. Und wir werden dort einige der erstaunlichsten Prophezeiungen gemeinsam studieren und untersuchen. Es gibt noch ein anderes Buch, das gleich zu Beginn diesen Aufruf hat, es gründlich zu studieren. Im Buch Offenbarung, in Kapitel 1. Und hier steht in Vers 1: Offenbarung Jesu Christi, die Gott ihm gegeben hat, um seinen Knechten zu zeigen, was rasch geschehen soll, und er hat sie bekannt gemacht und durch seinen Engel, seinen Knecht Johannes, gesandt.

[21:18] Das Buch Offenbarung ist außergewöhnlich unter allen anderen Büchern der Bibel. Also im Original heißt es, im originalen Griechischen, dass die Symbolsprache durch ein Zeichen gegeben worden ist. Wenn wir also das Buch Offenbarung lesen, da geht es um Drachen, um seltsame Frauen. Wir sehen Lämmer, die sieben Augen haben. Und all diese Zeichen weisen auf etwas hin. Aber in Vers 3 gibt es eine wunderbare Verheißung, ein Versprechen. Hier steht: Glückselig ist, der die Worte der Weissagung liest, und die sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht, denn die Zeit ist nahe.

[22:15] Die Offenbarung sagt, da ist ein besonderer Segen für diejenigen, die dieses Buch lesen werden. Vielleicht sind sie keine religiöse Person. Aber durch die Tatsache, dass sie Operation Blueprint besuchen, nur indem wir gemeinsam dieses Buch hier lesen, da werden sie trotzdem einen Segen in ihrem Leben erleben. Ich möchte Sie eine Frage stellen: Seien Sie ehrlich. Wer von Ihnen möchte nicht auch gerne gesegnet sein? Also, wenn Sie ehrlich sind, und ich möchte, dass Sie genau verstehen, es wird sich wirklich erfüllen. Das Versprechen ist: Glückselig, die die Worte der Weissagung lesen und sie hören und bewahren, was darin geschrieben steht. Gott möchte nicht nur, dass wir es einfach lesen, er möchte auch, dass wir tun, was das Buch sagt.

[23:23] Ich möchte Sie etwas fragen, und ich möchte heute Abend, am ersten Abend, Sie gleich etwas herausfordern. Wenn Sie also jetzt Abend für Abend kommen werden, möchte ich Sie herausfordern, während wir gemeinsam hier lesen und studieren, und wenn Sie dann sehen, was Gott möchte, möchte ich Sie herausfordern, es nicht einfach nur hier abzuspeichern, nicht einfach nur zu hören, aber wenn Gott sagt: Tu es, dann möchte ich Sie herausfordern, diese Dinge auch zu bewahren, die darin geschrieben stehen. Möchten Sie diese Herausforderung annehmen? Seien Sie nicht schüchtern. Wollen Sie diese Herausforderung annehmen? Und durch die Gnade Gottes können Sie diese Herausforderung auch annehmen.

[24:29] Viele Menschen, egal ob Christen oder nicht, sehen in der Buch Offenbarung eigentlich ein großes Geheimnis. Sie lesen von einem Lamm mit sieben Augen, von einem Wesen mit sieben Köpfen und zehn Hörnern, oder solch seltsame Dinge wie das Mahlzeichen des Tieres. Und einige Menschen sind eingeschüchtert oder auch besorgt.

[25:01] Ich glaube, es war im Jahre 1799, dass einer von Napoleons Teams, der alte ägyptische Kunstwerke in der Nähe des Nile-Floßes bei Rosetta, einige Teammitglieder von Napoleons Armee in der Nähe des Nile-Floßes bei Rosetta alte ägyptische Artefakte ausgegraben haben. Da haben sie das gefunden, was wir hier auf dem Bildschirm sehen. Diejenigen, die ein Teil des Computerzeitalters sind, wenn wir uns einfach nur das Aussehen dieses Felsens anschauen, dann kennen sie wahrscheinlich auch den Namen dieses Steines. Wenn Sie jemals versucht haben, Chinesisch zu lernen oder Englisch oder Französisch, dann haben Sie vielleicht ein Buch, dann haben Sie vielleicht ein Programm benutzt, das heißt Rosetta-Stein. Das ist der eigentliche Rosetta-Stein.

[26:11] Warum war der so wichtig? Wussten Sie, dass über 1000 Jahre lang, dass Ägyptologen das Problem hatten, dass sie ein Geheimnis hatten, das sie nicht verstehen konnten? Als sie das untersucht haben, haben sie sich Hieroglyphen angeschaut und sie hatten keine Ahnung, was es gesagt hat. Sie haben sich an den Kopf gefasst und gefragt: Worum spricht es hier? Und dann haben sie diesen Felsen, diesen Stein hier gefunden. Vielleicht sehen wir in der Mitte hier, dann ist diese Schrift hier anders als oben und unten. In der Mitte haben wir Griechisch, antikes Griechisch. Unten haben wir das Demotische, eine modernere ägyptische Sprache. Aber ganz oben, da waren die Hieroglyphen. Und sie haben herausgefunden, dass das Demotische und das Griechische denselben Text darstellten. Und so haben sie sich gedacht: Hey, dann müssen ja auch die Hieroglyphen derselbe Text sein. Und nur von diesem Felsen, den man hier an dem Rosetta-Zufluss des Nils gefunden hat, haben Archäologen, Ägyptologen die Geheimnisse der Hieroglyphen an den Pyramiden entziffern können.

[28:01] Die Bibel ist ihr eigener Rosetta-Stein. Man liest von einem Lamm, zum Beispiel, das sieben Augen hat und das aussieht wie geschlachtet. Und wenn man dann in das Johannes-Evangelium hineingeht und sieht, wie Johannes auf Jesus weist und sagt: Siehe, das Lamm Gottes, das der Weltsünde hinweg nimmt, dann versteht man, was dieses Symbol eines geschlachteten Lammes in der Offenbarung wirklich bedeutet.

[28:47] Und während dieses Seminars Operation Blueprint werden wir Ihnen die Werkzeuge und die Hilfsmittel an die Hand geben, damit Sie selbst die Geheimnisse der Bibel entschlüsseln können.

[29:05] Heute wollen wir darüber sprechen, was ich den Blueprint der Prophetie nenne. Was wir heute Abend behandeln werden, ist wie ein Schlüssel, der zukünftige Vorträge aufschließen wird. Und dieser Schlüssel befindet sich in Daniel Kapitel 2. Und bevor wir uns das im Detail anschauen werden, wollen wir ein bisschen Hintergrundinformationen geben, damit wir so den Hintergrund verstehen können.

[29:47] Kommen Sie mit mir auf eine Reise in den Mittleren Osten heute Abend, wo wir uns Richtung Irak befinden. Wir befinden uns in einer antiken Stadt, wo heute Bagdad steht. Und von dort gehen wir ungefähr 16 Kilometer südwärts. Und während wir so 2600 Jahre fast in die Vergangenheit zurückreisen, da befinden wir uns jetzt in dem alten, antiken Königreich der Stadt Babylon.

[30:37] Babylon war eine äußerst fortschrittliche und zivilisierte Nation. Bis heute ist die Art und Weise, wie wir Zeit berechnen zum Beispiel, wie wir einen Kreis in Gradzahlen angeben, selbst in unserer Sprache sind Wörter wie "Baby" zum Beispiel Derivate, Ableitung aus jener alten, antiken Kultur. Babylon hat die Welt für ungefähr 70 Jahre lang regiert. Und von diesen 70 Jahren gehen 40 Jahre auf die Königsherrschaft eines einzelnen Königs. Und in unserer Geschichte hier in Daniel 2 wollen wir uns eine schicksalshafte Nacht betrachten im Leben jenes Königs, dessen Name Nebukadnezar gewesen ist.

[31:51] In dieser besonderen Nacht hatte Nebukadnezar einen Traum. Vielleicht haben einige von uns auch das schon erlebt, dass man etwas zu viel gutes Essen am Abend gehabt hat. Und dann in der Nacht, dann dreht man sich von einer Seite auf die andere, man hat Albträume. Aber dieser Traum war nicht das Resultat von zu viel Essen am Abend zuvor. Dieser Traum war göttlich in Ursprung. Und an jenem Abend hatte Nebukadnezar diesen wirklich bemerkenswerten, realistischen, lebendigen Traum. Aber als er aufwachte, konnte er sich nicht mehr daran erinnern, was er geträumt hatte. Haben Sie das nicht auch schon einmal erlebt? Man hat so einen Traum in der Nacht und der ist sehr lebensnah, sehr realistisch. Und dann wacht man auf und man weiß, ich habe geträumt. Aber man kann sich einfach nicht mehr daran erinnern, was man geträumt hat. Und genau das ist an jenem Abend Nebukadnezar passiert.

[33:19] Wenn man eine ganz gewöhnliche Person ist, dann wird man vielleicht sagen: Naja, was soll's. Aber als König von Babylon, war Nebukadnezar wie ein Gott. Er war der Pontifex Maximus. Und so, als diese Position erlaubt war, konnte er Männer bringen, die ihm mit diesem Problem vielleicht helfen könnten.

[33:51] Daniel 2 sagt uns, dass er die Wissenden, die Magier, die Zauberer, die Astrologen, die Chaldäer, und er hat ihnen ein Ultimatum gestellt. Er bat sie, ihm zu sagen, was er geträumt hatte. Und darüber hinaus, was der Traum zu bedeuten habe. Und wir sehen uns jetzt die perplexte Antwort auf die Frage, die diese Männer mit dieser unmöglichen Aufgabe gestellt haben.

[34:25] Daniel 2, Vers 4, seht ihr, was diese Männer jetzt fragen. Daniel 2, Vers 2, heißt es: Da befahl der König, man solle die Traumleute und die Wahrsager, die Zauberer und die Chaldäer zusammenrufen, damit sie dem König seine Träume verkündeten. So kamen sie und traten vor den König. Da sprach der König zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, und mein Geist hat ihn geöffnet, bis ich den Traum verstehe. Hierauf gaben die Chaldäer dem König auf Aramäisch zur Antwort: O König, mögest du ewig leben, erzähle deinen Knechten den Traum, so wollen wir die Deutung verkünden.

[35:07] Normalerweise hat in der Vergangenheit der König immer den Traum erzählt, und dann gehen diese Männer über ihre divinen Kunsten in verschiedenen Arten und Weisen. Die Zauberer würden die Leber eines Kalbs nehmen, sie würden es aufschneiden, und sie würden sich das Muster der Blutgefäße anschauen und daraus ableiten, was der Traum bedeutet. Andere weise Männer würden Öl auf ein Wassergefäß tropfen lassen, und würden sich ebenfalls das Muster anschauen und daraus eine Aussage ableiten, bezüglich des Traumes des Königs. Und dann gab es natürlich die Astrologen, die in den Himmel geschaut hätten, und sie würden den Muster der Sterne sehen, um eine Aussage zu erhalten, was der König geträumt hatte und was es zu bedeuten hatte. Aber in jedem Fall war es immer dasselbe: Der König hatte den Traum erzählt, und sie hatten eine Interpretation, eine Bedeutung, dem beigemessen.

[36:33] Aber jetzt kommen wir zu einer scheinbar ganz anderen Situation, in der der König den Traum erzählt hat, und sie haben eine Interpretation, eine Bedeutung, dem beigemessen. Und jetzt kommen wir zu einer Situation, die offensichtlich ganz anders ist. Und der König möchte also nicht nur die Interpretation haben, er möchte den eigentlichen Inhalt des Traumes wissen, den er 24 oder vielleicht auch 48 Stunden zuvor geträumt hatte. Und das Kapitel sagt uns dann weiterhin, dass, wenn es ihnen nicht gelingen würde, diese Aufgabe des Königs zu erfüllen, dann würden sie nicht ihre Arbeitsstelle verlieren, sie würden ihr Leben verlieren. Für diese Männer war es eine Angelegenheit von Leben und Tod.

[37:39] Einer der Männer, der von diesem Todesbefehl betroffen war, ist der Mann, nach dem das Buch benannt ist, von dem wir diese Geschichte hier lesen. Also Daniel war kein Magier, kein Wahrsager, kein Astrologe oder Chaldäer. Daniel war ein Anbeter des wahren Gottes. Und in dieser scheinbar unmöglichen Situation, aus der es keinen Ausweg zu geben schien, hat Daniel genau das Einzige getan, was man in solch einer Situation überhaupt nur tun kann.

[38:39] Daniel nahm sich eine kleine Gruppe von Freunden, und er betete zu Gott. Lieber Freund, liebe Freundin, ich möchte Ihnen heute Abend sagen, dass die Geschichte von Daniel uns Folgendes lehrt: In Momenten des Lebens, wo es wirklich so scheint, als ob es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Wenn man vielleicht in einer finanziellen Situation festgefahren ist und man sieht keinen Ausweg. Wenn man in einer Beziehung ist, wo offensichtlich kein Ausweg mehr vorhanden ist. Oder ein ganz nahestehender, geliebter Mensch hat eine chronische Krankheit und wir können keinen Weg sehen, wie sich das verbessern könnte. Der selbe Gott, der vor 2600 Jahren das Gebet von Daniel gehört und erhörte, er kann auch heute Abend Ihr Gebet beantworten.

[39:57] Die Bibel sagt uns, dass Gott für Daniel und seine Freunde das Unmögliche möglich gemacht hat. Und die Bibel sagt uns und verspricht uns, dass die Dinge, die beim Menschen unmöglich sind, bei Gott sehr wohl möglich sind. Lieber Freund, liebe Freundin, haben Sie den Glauben von Daniel heute Abend? Sind Sie bereit, im Glauben sich nach Gott auszustrecken und zu sagen: Herr, hilf mir heute? Sind Sie bereit, im Glauben sich auszustrecken und sich nach Gott auszustrecken? Denn, liebe Freund, liebe Freundin, wenn Sie sich nach Gott ausstrecken, wird Gott sich nach Ihnen ausstrecken.

[40:49] Daniel wird jetzt vom König gebracht, und als er zum König hineingerufen wird, erläutert und erklärt er dem König, was er geträumt hatte, worüber er sich Gedanken gemacht hatte. In Vers 28 heißt es: Aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart, der hat den König Nebukadnezar wissen lassen, was am Ende der Tage geschehen soll. Mit deinem Traum und den Gesichtern deines Hauptes auf deinem Lager verhielt es sich so.

[41:23] Wollen wir uns anschauen, was also Daniel dem König gesagt hat. Er hat nicht gesagt: Ich glaube, König. Er sagte nicht: Es gibt eine gute Wahrscheinlichkeit, dass es diesen König im Himmel gibt. Er hat auch nicht gesagt: Ich hoffe mal, dass es einen Gott im Himmel gibt. Er sagte: König, es gibt einen Gott im Himmel. Er kann die Geheimnisse der Zukunft offenbaren. Und er sagt: Ich möchte, dass du weißt, was am Ende der Tage oder in den letzten Tagen passiert.

[42:05] Du bist heute Abend hier und fragst dich, warum schauen wir uns einen alten, 2600 Jahre alten Königs Traum an. Dieser alte Königs Traum ist der Schlüssel für das, was in der Zukunft kommt. Denn Daniel, unter der Inspiration Gottes, sagt: König, König, das wird es in den letzten Tagen sein. Aber was hat der König überhaupt geträumt?

[42:39] Wollen wir uns Vers 31 anschauen? Und lasst uns die Details hier genau betrachten. Du, König, schautest, und siehe, ein erhabenes Standbild. Dieses Bild war gewaltig und sein Glanz außergewöhnlich. Er stand vor dir und sein Anblick war furchterregend. Stellen wir uns vor, wie Nebukadnezar auf dem Thron sitzt. Und als er zu dem hört, was Daniel sagt, kommt es zurück: Das stimmt. Ein tolles Bild.

[43:13] Und dann sagt die Bibel in Vers 32, Vers 33 sagt: Sein Oberschenkel aus Eisen, seine Füße teils aus Eisen und teils aus Ton. Schauen wir uns also genau an, was Daniel dem König gesagt hat. Also, König, was du geträumt hast, ein großes Bild. Lass uns das kurz nochmal wiederholen, was wir gerade gelesen haben. Das Haupt war aus welchem Metall? Gold. Und die Brust war aus? War aus Silber gemacht, ja. Und der Bauch? Und die Hüften? War aus Bronze, aus Kupferreinigung. Und wenn man sich die, ja, auf dem Bildschirm schaltet, sieht man die Füße, nein, die Beine. Und die Füße waren woraus gemacht? Waren teils aus Eisen und teils aus Ton.

[44:27] Das ist nicht das Ende von dem, was der König gesehen hatte. Denn in Vers 34, da heißt es in Vers 34, 35: Und der Wind verwehte sie, sodass keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein, aber, der das Bild zertrümmert hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.

[45:05] Also, schauen wir uns noch einmal an, was wir gelernt haben. Als König Nebukadnezar seinen Traum geträumt hatte, was hat er gesehen? Gold. Die Brust war aus? Silber. Die Hüften waren aus? Braun. Und die Beine waren aus? Eisen. Und die Füße waren auch mit Eisen, aber sie hatten mittendrin? Ton. Aber das ist nicht das Ende des Traumes. Und ich kann mir vorstellen, dass der König Nebukadnezar gesagt hat: Ja, Daniel, ich erinnere mich, das stimmt. Aber das war nicht das Ende, da kam noch dieser Stein, der war nicht von Menschenhand gemacht, sagt die Bibel. Er war göttlichen Ursprungs. Und dieser Stein trifft das Bild und zertrümmert es an seinen Füßen. Und als es die Füße trifft, sagt die Bibel, dass das gesamte Bild zersplittert ist und in Teile zerbrochen ist. Und der Wind hat es hervorgekriegt. Und der Stein wird zu einem Berg, der die ganze Erde füllt.

[46:31] Wenn Sie Nebukadnezar gewesen wären an jenem Abend, was hätten Sie als nächstes gefragt? Denn Daniel hatte genau das offenbart, was er einige Stunden vorher geträumt hatte. Also, was würde Nebukadnezar wohl als nächstes fragen? Und er hat bestimmt so etwas gefragt wie: Daniel, was bedeutet das?

[46:59] Ich möchte etwas über die Bibel sagen. Die Bibel lässt uns nicht den Raum zu vermuten, was das bedeuten könnte. Und er lässt es nicht jeder einzelnen Person zu entscheiden, was die Bibel bedeutet. Er hat direkt in diesem Buch eine Erklärung. Also, wollen wir uns betrachten, was in Vers 36 die Bibel sagt. Wir werden Vers 36 lesen. Das ist der Traum. Nun wollen wir vor dem König auch seine Deutung verkünden.

[47:39] Vers 37 sagt: Du, König, bist das Haupt aus Gold. Du, König, bist ein König der Könige, dem der König des Himmels das Königtum, die Ehre und die Macht und die Stärke gegeben hat. Und überall, wo Menschenkinder wohnen, hat er sie in deine Hände gegeben und dich zum Herrscher für sie alle gemacht. Du bist das Haupt aus Gold.

[48:17] Diese letzten Worte sind sehr wichtig. Daniel steht vor König Nebukadnezar und in absolut unmissverständlicher Sprache sagt er: Nebukadnezar, du bist das Haupt aus Gold. Da gibt es kein Vertun, was der Kopf in diesem Bild bedeutet.

[48:45] Ich fühle mich sehr privilegiert, hier in Deutschland zu sein heute Abend. Wenn Sie sechs Stunden nach Berlin fahren würden, da könnte man ins Pergamon-Museum gehen, wo immer noch sich das originale Ischtar-Tor aus dem alten Babylon befindet. Nachdem es hier wieder zusammengebaut wurde, ist es ein tolles Stück Architektur und gibt uns einen Blick in diese alte Zivilisation.

[49:23] Es ist über 150 Meter hoch. Es ist eine beeindruckende Demonstration, wie sie gebaut haben. Sie sagen, die Mauern von Babylon waren breit genug. Es waren Doppelmauern. Man konnte mit zwei Kriegswagen nebeneinander auf den Mauern fahren. Vielleicht kennen Sie diesen Film mit der berühmten Szene, wo die Kriegswagen fahren. Nebukadnezar war aus Babylon.

[50:11] Wenn man sich die Nachrichten anschaut, weiß man, der Irak dort ist nur flach, das ist Wüste. Aber seine Frau war aus einem anderen Teil der Welt. Sie war eine medische Prinzessin. Dort, wo sie lebte, hatten sie eine Medizin. In ihrer Heimat gab es viele Berge. Irgendwann hat sie sich bei ihrem Mann beschwert, dass sie heimweh hatte. Weil er seine Frau geliebt hat, hat er mitten im Zentrum von Babylon eine Reihe von Gärten gebaut. Die alten Nachrichten sagen, dass es so wunderschön war, dass die Leute, die es betrachten, gesagt haben, dass sie so etwas noch nie gesehen haben. Sie haben Technologien, die wir bis heute nicht verstehen. Es war so erstaunlich, dass es zu den sieben Weltwundern gezählt wurde.

[51:23] Ich möchte Ihnen ein Konzept geben, wie groß Babylon war. Wie groß war Babylon? Zu seiner größten Ausdehnung hatte er einen Umfang von zehn Meilen. Wenn man das vergleicht mit anderen großen Städten der Antike, wie Rom oder Then zu ihren Zeiten, war Babylon immer noch weitaus größer. Für damalige Verhältnisse ein massives, großes, starkes Königreich.

[51:59] Innerhalb der Stadt, sagen uns Gelehrte, gab es mehr als 100 Tempel, die den Göttern gewidmet waren. Einer ihrer Hauptgötter war Marduk. Er wurde mit einem speziellen Tempel angebetet, der innen mit Gold verkleidet war. Wissenschaftler sagen, dass der Altar und der Thron etwa 4.000 Kilogramm pures Gold waren. 4.000 Kilogramm. Das sind 8,5 Tonnen. Entschuldigung. Das ist eine schlechte Konversion. Nein, es sind etwa 8.000 Kilogramm. 8.000, ja. Also ungefähr 8,5 Tonnen. 8,5 Tonnen. 8,5 Tonnen, clever. Das ist nur ein bisschen. Das ist nur ein kleiner Einblick in den Reichtum, den Babylon besessen hatte.

[52:57] 300 Jahre nachdem Babylon gefallen ist, kam ein junger General aus Griechenland mit seinen Soldaten. Babylon war völlig entleert. Und als er kam, begannen er und seine Soldaten die letzten Überreste von Babylon zu plündern. Als sie dabei waren, zu plündern und zu stehlen, 300 Jahre später, hat Alexander der Große noch genug Gold gefunden, um jedem einzelnen Soldaten 30 Euro Gold zu geben. 30 Euro. Gold zu geben, das klingt vielleicht nicht besonders viel. Aber er hatte 20.000 Soldaten, die mit ihm gereist sind. Und nur für sich selbst, hat Alexander der Große für sich selbst von den Ruinen, 300 Jahre später, 3.000 Kamele und 5.000 Maultiere mit Gold, Silber, preiswerten Steinen und Artefakten aus der alten Erde. 3.000 Kamele und 5.000 Maultiere. Nachdem sogar die Griechen, die Skythen kamen und die Skythen besiegen haben, nach hunderten von Jahren, haben sie noch Gold, preiswerte Steine und Dinge gefunden, um sie zu stehlen und wegzunehmen. Deshalb sagt die Bibel, dass Babylon das Haupt aus Gold war. Es war ein reiches, kraftvolles und opulentes Königreich.

[55:07] Ich bin mir sicher, dass Nebukadnezar sich ganz toll gefühlt hat. Denn sein Königreich war ja der Kopf. Aber was Daniel jetzt als nächstes sagt, wird ihn wohl unruhig gemacht haben. In Vers 39 heißt es: Nach dir aber wird ein anderes Reich aufkommen, geringer als du. Ja, du hast es gelesen. Ja, ich habe es gelesen. Die Bibel sagt uns, dass nach dem Kopf aus Gold ein anderes Königreich aufkommen wird. Und wenn man antike Geschichte studiert, dann wird man entdecken, dass nach den Babyloniern ein General namens Cyrus kam, der die Armeen der Meder und Perser leitete, um sie zu besiegen und Babylon zu besiegen.

[56:01] Wie viele Arme haben die meisten Menschen? Zwei, oder? Diese zwei Arme auf der Brust symbolisierten diese zwei Königreiche, die sich vereint hatten, weil die Leiter gemeinsam gewirkt hatten. Das hier ist aus dem Britischen Museum. Das ist der Cyrus-Zylinder hier, und dort ist berichtet, wie Cyrus in einer Nacht Babylon besiegt hat. Medo-Persien waren nicht so reich wie Babylon. Aber wenn ich Sie fragen würde, was ist schwerer oder härter, Gold oder Silber? Was würden Sie sagen? Silber. Sie waren zwar nicht so reich, aber sie waren stärker in ihren Eroberungszügen.

[57:05] Aber Vers 39 heißt es weiter: Und ein nachfolgendes drittes Königreich, das Eherne, wird über die ganze Erde herrschen. Das ist sehr wichtig, denn Daniel sagt, danach wird es ein weiteres Königreich geben, und das wird sogar das Silberkönigreich von Medo-Persien überwerfen. Wenn man Geschichte studiert, dann wissen Sie, dass die Perser wurden besiegt von den Griechen. Dieser 21-jährige junge Mann, der hinauszog, um die gesamte Welt zu erobern. In zwölf Jahren kam er bis zum Indus-Fluss. Er hat festgestellt, da gab es nichts mehr zu erobern. Es ist ziemlich erstaunlich, dass dieser junge Mann in zwölf Jahren all die Territorien, die Babylon, Medo-Persien, erobert hat, und das neue Weltkönigreich Griechenland etabliert hat.

[58:33] Aber auch dieses Königreich hat nicht für ewig regiert. Denn es heißt im nächsten Vers, Vers 40: Und ein viertes Königreich ist wie Eisen. Ebenso wie Eisen alles zermalmt und zertrümmert, und wie Eisen alles zerschmettert, so wird es auch jenes alles zermalmen und zerschmettern.

[58:59] Es ist sehr interessant, dass das nächste Königreich als eisernes Königreich beschrieben wird. Antike Historiker sprechen über dieses Königreich, das nach Griechenland kam. Und das ist, was sie über Rom sagen müssen. Oh, du hast es schon gelesen. Nein, nein. Okay, geht weiter. Rom war mächtig. Es war sehr korrupt. Aber dieses Königreich war die Kraft, die wir sagen könnten, und wir könnten sagen, dass diese Nation noch mächtiger war als alle Nationen, die vorher regiert hatten. Es war die Macht, die auch an der Weltherrschaft war, als Jesus auf der Welt war.

[59:57] Und ganz kurz möchte ich darüber nachdenken, mit Ihnen: Wie viele Beine haben die meisten Menschen? Zwei. Sehr interessant, wenn man römische Geschichte studiert, hat der Kaiser Konstantin die Hauptstadt von Rom zu einer Stadt im Osten, genannt Byzanz, und heute heißt es Konstantinopel. Es wurde dann Konstantinopel genannt, heute ist es Istanbul. Aber was interessant ist, er hat das Königreich geteilt, also gab es das West- und das Oströmische Königreich. Das ist der Grund, dass es bis heute Europa, dass wir bis heute diese Teilung zwischen Südeuropa und Osteuropa haben. Deutschland ist in Deutschland ist jetzt in Westeuropa. So kriegt man einen Einblick in das Reich, das bis an den Atlantischen Ozean regiert hat. Es bringt uns bis zum 5. Jahrhundert.

[1:01:37] Aber jetzt reden wir über Vers 41, und hier ist es sehr relevant für unsere Situation. Hier ist, was die Bibel sagt.

[1:02:01] Wenn man Gold, Silber, Bronze, Eisen. Dann könnte man sich fragen, was ist noch härter als Eisen, vielleicht Rhodium. Aber die Bibel sagt uns, da würde etwas Neues passieren, eine neue Wendung würde kommen. Aber jetzt sind sie zersplittert durch diesen Ton. Und die Bibel sagt uns, und nicht vergessen, das ist 2600 Jahre zuvor geschrieben worden, dass das vierte Königreich, es würde nicht durch ein fünftes Königreich zerstört werden, es würde vielmehr zerteilt werden in verschiedene Königreiche.

[1:03:01] Was hat ein Kopf? Was hat einen Kopf? Eine Brust und Arme? Was hat ein Kopf, eine Brust, Arme, Beine, Hüften, Füße? Es ist ein Bild von was? Es ist eine Person. Wie viele Zehen haben Sie? Zehn Zehen. Obwohl, ich kannte eine Frau, die zehn Zehen hatte. Okay, wir sprechen über das Bild eines Menschen. Und als wir uns das Bild des Menschen anschauen, gibt uns die Bibel einen Hinweis. Sie sagt nicht, dass das Bild zehn Zehen hat, aber sie sagt, dass das Königreich in zehn Königreiche zerteilt werden würde.

[1:04:01] Und hier ist eine sehr erstaunliche Tatsache. In dieser Zeitperiode der römischen Geschichte, da kamen germanische Stämme aus dem Nordosten, und sie haben angefangen, für ihre Stämme bestimmte Territorien einzunehmen. Und als das römische Reich endlich von diesen Teilungen aufging, raten Sie mal, wie viele verschiedene Fragmente waren jetzt übrig geblieben vom römischen Reich? Zehn. Nicht neun. Nicht dreizehn. Und hier sind sie. Interessanterweise sind viele von diesen Stämmen die Vorfahren heutiger europäischer Nationen. Ja, ich habe Ihnen etwas über deutsche Geschichte heute erzählt. Und nämlich, dass viele dieser deutschen Städte, die wir hier im Süden haben, wie Plochingen und Esslingen und Wendlingen und Hadelfingen gehen zurück auf die Stadtgründung der Alemannen. Das waren die allerersten alemannischen Stadtgründungen hier in diesem Gebiet.

[1:05:31] Das römische Reich ist also in zehn Teile geteilt worden. Drei von denen existieren nicht mehr. Und wenn Sie morgen Abend kommen, werde ich Ihnen erklären, warum diese Tatsache, diese Tatsache etwas zu tun hat mit dem Antichristen der biblischen Prophetie. Aber das werden wir uns heute nicht mehr anschauen. Wir wollen Vers 42 noch anschauen. Und dann Vers 43.

[1:06:07] Und wie die Zehen seiner Füße teils aus Eisen und teils aus Ton waren, so wird auch das Reich zum Teil stark und zum Teil zerbrechlich sein. Dass du aber Eisen mit Ton Erde vermengt gesehen hast, bedeutet, dass sie sich zwar mit Menschen sammeln vermischen, aber doch nicht aneinander haften werden, wie sich ja Eisen mit Ton nicht vermischt.

[1:06:29] Also, 2600 Jahre zuvor hat die Bibel uns diese erstaunliche Wahrheit vermittelt. Da wird uns gesagt, dass dieses vierte Königreich, wenn es in zehn Teile geteilt wird, als es geteilt ist, da würden sie versuchen, sich wieder zu vereinen. Und wie würden sie es tun? Es heißt, sie würden sich mit den Menschensamen vermischen. Das ist in der Bibel ein Begriff für Kinder oder für Nachkommen. Es bedeutet, dass die Kinder miteinander heiraten würden. Wenn man sich Europa nur kurz vor dem Ersten Weltkrieg vorstellt, und sich die europäischen Staatsoberhäupter anschauen würde, da gab es diese Gewohnheit, die verschiedenen Prinzen und Prinzessinnen miteinander zu verheiraten, um die Allianzen zu formen. Kurz und lang waren dann alle europäischen Nationen durch Verheiratungen miteinander verbunden.

[1:07:55] Die Bibel sagt sehr deutlich, das wäre die Methode, die sie anwenden würden, um das zu realisieren. Die Bibel sagt auch, dass es nicht funktionieren würde. Die Bibel sagt, sie würden sich zwar miteinander vermischen mit den Menschensamen, aber sie würden nicht aneinander haften bleiben. Wenn man sich Karl den Großen anschaut, die Geschichte, er wollte dieses Heilige erstehen lassen. Aber die Geschichtsschreiber sind nicht sehr freundlich zu ihm. Sie sagen, es war weder heilig, noch was Römisches, vor allem kein wirkliches Reich. Karl der Fünfte. Louis der Vierzehnte. Napoleon ist vielleicht am nächsten dran gekommen. 1805, sagen sie, wollte Napoleon ganz Europa unter seine Gesetzgebung haben. Aber er ist in Waterloo vollständig geschlagen worden.

[1:09:19] Wissen Sie, dass Geschichtswissenschaftler uns sagen, nachdem er diese Schlacht verloren hatte, da hat er in Verzweiflung ausgeschrien. Er sagt: Gott, es ist zu viel für mich. Vielleicht wissen Sie das, sogar Hitler, der Diktator, er war ein Kunststudent in München. Einige Wissenschaftler sagen uns, er hat einen Raum gemietet, bei einer christlichen Frau. Und sie haben gemeinsam die Bibel studiert. Und es gibt Berichte, dass er sogar Daniel Kapitel 2 gelesen hat. Und es ist aus diesem Grund, dass er seinen Zwei-Fronten-Krieg begonnen hat, und Russland und den Westen angerissen hat. Da ist er nochmal in München gestoppt und hat diese Frau nochmal besucht. Und er hat gefragt: Sagt die Bibel wirklich, dass man nicht gleichzeitig Russland und die westeuropäischen Nationen besiegen kann? Und sie sagt ihm also: Das ist nicht in der Bibel. Also, das ist keine Frage.

[1:10:59] Und all diese Leute haben diesen Versuch unternommen, etwas zu tun, von dem Gott klar gesagt hatte, es wird nicht geschehen. Die Sprache der Bibel war absolut unmissverständlich. Sie werden nicht aneinander haften.

[1:11:23] Vielleicht wundern Sie sich, wie bezieht sich das jetzt auf uns? Der letzte Teil heute Abend in Vers 44. Da heißt es aber: In den Tagen jener Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das in Ewigkeit nicht untergehen wird, es wird alle jene Königreiche zermalmen und ihnen ein Ende machen. Es selbst aber wird in Ewigkeit bestehen.

[1:11:49] Und Vers 45 steht: Ganz so, wie du gesehen hast, dass sich von dem Berg ein Stein ohne Zutun von Menschenhänden losriss und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte. Der große Gott hat den König wissen lassen, was nach diesem geschehen soll, und der Traum ist zuverlässig und seine Deutung steht fest.

[1:12:11] Die Bibel sagt, der Traum ist zuverlässig. Seine Deutung steht fest. In diesem Leben, das wir leben, liebe Freunde, da gibt es wirklich sehr wenige Dinge, die zuverlässig und fest sind. Die Leute sagen, Steuern sind zuverlässig und der Tod ist sicher. Aber die Bibel sagt, dass Gottes Wort zuverlässig und fest und treu ist.

[1:12:51] Lass uns kurz zusammenfassen, was wir heute Abend gelernt haben. Wir haben ein Bild gesehen, das Haupt war aus Gold und es repräsentiert das Königreich von Babylon. Dann sahen wir eine Brust, aus Silber, und es stellt welches Königreich an? Medo-Persien. Dann gab es diese Hüften. Woraus war das gemacht? Aus Bronze. Es repräsentierte das Königreich von Griechenland. Und dann sahen wir die Beine. Und sie waren aus welchem Metall? Aus Eisen. Und wir wissen, es ist Rom. Wir sind an Babylon vorbei. Wir sind an Medo-Persien vorbei. Wir sind an Griechenland vorbei. Wir sind an Rom vorbei. Wo sind wir jetzt gerade? Wo sind wir heute Abend? Da leben wir heute in diesen Füßen dieses Bildes.

[1:14:01] Das nächste, was in dieser Vision von der Bibel beschrieben wird, ist, dass Gott sein ewiges Königreich aufrichten wird. Und es wird alle Königreiche zerstören. Und Gottes Königreich wird für immer regieren. Lieber Freund, sag mir heute Abend, einfach indem ihr eure Hände hebt, möchtest du Teil dieses Königreichs sein, wenn es kommt? Wenn es kommt. Wenn du Teil dieses Königreichs sein möchtest, dann Gott segne dich.

[1:14:41] Bevor wir heute Abend beten, möchte ich, dass wir gemeinsam noch ganz kurz diese Worte von Jesus lesen. In Johannes 14, und dort Vers 29. Deswegen gibt Jesus uns Prophezeiungen. Die Bibel sagt: Und nun habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr glaubt, wenn es geschieht. Liebe Freunde, Gott möchte, dass wir Vertrauen in ihn haben. Wenn er die Geschichte 2600 Jahre im Voraus kennt, dann kann er uns ganz bestimmt auch in die Zukunft führen. Wenn die Zukunft für dich gerade dunkel aussieht, dann wisse, Gott kann dich auch durch die Geheimnisse des morgigen Tages führen.

[1:15:35] Während wir jetzt schließen, möchte ich Sie noch einmal einladen, liebe Freunde, gemeinsam zu beten. Himmlischer Vater, wir haben uns erneut daran erinnert, dass du, dass du das Ende vom Anfang her kennst, und dass wir in der Bibel wissen können und sehen können, dass du all diese Königreiche in ihrem Kommen und Gehen gesehen hast. Und wenn dein Königreich kommt, dann hilf uns, ein Teil davon zu sein. Das bitten wir. Jesus. Amen. Amen.


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