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In dieser Folge von „Operation Blueprint“ spricht Christopher Kramp über die Bedeutung des Sabbats als Zeichen der Hoffnung und der Erlösung. Er beleuchtet, wie sich die Bedeutung des Gesetzes und des Sabbats im Laufe der Kirchengeschichte verändert hat und warum ein Angriff auf den Sabbat letztlich ein Angriff auf Jesus Christus selbst ist. Die Ausführungen basieren auf biblischen Texten und historischen Entwicklungen.

In dieser Folge von „Operation Blueprint“ spricht Christopher Kramp über die Bedeutung des Sabbats als Zeichen der Schöpfung und Erlösung. Er beleuchtet, wie sich die Bedeutung des Gesetzes in der Christenheit im Laufe der Zeit verändert hat und wie dies zu einer Krise des Glaubens geführt hat. Kramp erklärt die biblische Grundlage des Sabbats und seine Verbindung zu Jesus Christus, und fordert die Zuhörer auf, die Bibel selbst nach Beweisen für die Heiligung des Sonntags zu durchsuchen.


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Serie: Operation Blueprint

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Transkript

[1:00] Einen wunderschönen guten Abend, schön, dass wir heute Abend hierher gekommen sind, schön, dass wir live zuschauen auf den verschiedenen Internetseiten, die ja wieder genannt worden sind. Dass wir uns immer wieder gemeinsam treffen können, um das Wort Gottes zu studieren. Heute mit einem Thema, von dem ich glaube, dass es von ganz, ganz bedeutender und großer Wichtigkeit ist. Tag der Hoffnung. Und wir wollen über einen bestimmten Tag sprechen, einen Tag, der für jeden Einzelnen von uns eine große Bedeutung hat und ein Tag tatsächlich der Hoffnung sein soll. In unserer hoffnungslosen Welt ist es ja genau das, wonach sich die meisten Menschen sehnen, oder? Ein wenig Hoffnung, ein bisschen aufatmen.

[1:57] Ich möchte Sie einladen, bevor wir beginnen, dass wir gemeinsam ein Gebet sprechen und uns dann in das Thema hinein vertiefen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir heute Abend zu dir kommen können, in dem Bewusstsein, dass auch wenn es sonst draußen in dieser Welt kaum noch Hoffnung gibt, dass wir bei dir reichlich Hoffnung finden können, dass du uns Sicherheit und Frieden und Freude schenken möchtest und dass du vor allem Zeit mit uns verbringen möchtest. Nicht nur heute, sondern du hast ganz bestimmte Zeit herausgesondert, wo wir mit dir Gemeinschaft haben dürfen. Darüber wollen wir heute sprechen. Und wir möchten dich bitten, dass du jetzt bei uns bist, dass du alles störende fernhältst und dass wir dein Wort so verstehen, wie du es gemeint hast. Wir bitten das alles im kostbaren Namen Jesu. Amen.

[2:44] Ich möchte zu Beginn eine kleine Aufwärmübung mit dir machen. Ich weiß nicht, wie euer Tag heute gewesen ist, vielleicht seid ihr schon etwas müde. Deswegen möchte ich jetzt uns ein bisschen zur Aktion rufen. Ihr seid alle eingeladen, jetzt mit mir gemeinsam ein paar Worte immer laut auszusprechen, die jetzt gleich hier auf der Leinwand erscheinen werden. Bevor wir das tun, noch einmal das Zitat natürlich, das wir jeden Abend hier zitieren von dem bekannten Winston Churchill: "Die meisten Menschen stolpern irgendwann in ihrem Leben über Wahrheit. Die meisten springen auf, klopfen sich ab und eilen weiter, als wäre nichts passiert." Und auch heute kann ich Ihnen versprechen, gerade wenn Sie auch live zuschauen, es könnte durchaus sein, dass Sie heute etwas lernen, was Sie vorher noch nie gehört haben. Sie stolpern vielleicht heute über Wahrheit und dann seien Sie nicht wie die meisten hier, die dann einfach so tun, als hätten sie es nicht gehört, sondern überlegen Sie wirklich, ob das nicht Wahrheit ist, die für Ihr Leben Bedeutung hat.

[3:45] Nun also zu unserer Übung. Da sind ja einige Worte und ich werde jetzt einen Satz sagen und wann immer das entsprechende Wort kommt, müssen wir alle gemeinsam dieses Wort laut ausrufen, okay? Wir begeben uns gedanklich ein bisschen zurück in die alte, in die sogenannte gute alte Zeit. Also früher, da gingen die, wohin? Die gingen in die Kirche, um jemandem zuzuhören, nämlich einem, der predigte das von, der vor uns am Stab, warum? Weil wir alle an der Sünde litten und Sünde nach der Bibel ist die Betretung des Gesetzes, ja genau, die Betretung des Gesetzes. So ist es immer gewesen. Das Problem war und wir haben es ja bereits angesprochen in einem unserer Vorträge, dass mit der Zeit in der Christenheit so diese Idee aufkam, das Gesetz wäre irgendwie nicht mehr so zeitgemäß. Gesetz klingt ja schon so komisch, Gesetz klingt so einengend und so hat man sich dann überlegt, vielleicht könnte man nicht das Gesetz irgendwie entfernen aus der christlichen Theologie. Was hat man denn gemacht? Man hat das Gesetz einfach gestrichen und jetzt sah die Sache ganz anders aus, denn jetzt gingen die in die Kirche, um einem zuzuhören, der das predigte von, der gestorben war wegen unserer Sünde.

[5:11] Das Problem war jetzt nur, dass Sünde irgendwie etwas undefinierbares wurde, denn ohne Gesetz, was ist eigentlich Sünde? Dann ist das Sünde und das ist keine Sünde und das wird so ein bisschen willkürlich und man hat dann schnell gemerkt, dass man irgendwie keine richtige Autorität mehr hat zu sagen, das ist Sünde und das ist keine Sünde und mit der Zeit haben Christen angefangen, dieses Wort Sünde ebenfalls ein bisschen komisch zu finden, das klingt so, als ob man andere verurteilt und so hat man sich überlegt, naja Sünde, wer kann schon sagen, was Sünde ist und was nicht Sünde ist, vielleicht streichen wir das einfach auch aus unserem Kirchenvokabular. Naja, das hat man gemacht, hat die Sünde entfernt und gesagt, naja, man kann doch über andere Sachen reden, oder?

[5:54] Was jetzt passierte, war folgendes: Jetzt gingen die in die, um einem zuzuhören, der das von predigte, der am Kreuz gestorben war. Das Problem ist, wenn man jetzt gar nicht mehr über Sünde redet, dann hängt da noch das Kreuz vielleicht in der Kirche, man hört, dass Jesus da gestorben ist, aber es erschließt sich einem nicht mehr, warum. Das wird dann irgendwie so eine mystische Tradition, ein bisschen grausam auch, oder? Braucht Gott überhaupt so ein Opfer, warum eigentlich, ja? Und mit der Zeit haben dann Christen angefangen auch dieses Kreuz irgendwie, naja, bödevoll zu finden und so hat man nicht mehr so oft und so häufig auch über das Kreuz gesprochen. Gab ja noch andere Dinge im Leben von Jesus, über die man sprechen konnte, oder?

[6:44] Naja, das führte zu folgenden Situationen: Jetzt gingen die in die, um einem zuzuhören, der das von Jesus predigte. Von einem guten Menschen, einem Soziallehrer, einem Revolutionär, einem, der die Liebe gepredigt hat und das Miteinander und die Toleranz, nicht wahr? Vielleicht kennen Sie das auch. Aber die Frage ist dann, wenn man nicht mehr über das Kreuz so wirklich predigt und das Kreuz im Zentrum hat, Jesus war zwar auch ein guter Lehrer, aber das war Konfuzius auch, nicht wahr? Und das war wahrscheinlich Mohammed auch und viele andere und dann ist Jesus nur noch einer von vielen und es gibt keinen wirklichen Grund mehr, warum man Jesus jetzt unbedingt als die Wahrheit, die Autorität, den einzigen Heiland haben müsste, oder? Wenn er einfach nur einer von vielen war.

[7:34] Und so hat man diesen Anspruch zumindest reduziert, dass Jesus das Zentrum und die absolute Wahrheit ist. Man hat ihn so ein bisschen historisiert, als jemand, den es gegeben hat, aber alles Gute kann nicht ausschließlich von Jesus kommen, oder? Und so hat man dann auch das gestrichen und jetzt sah das etwas kürzer aus, nämlich jetzt gingen die in die, um einem zuzuhören, der das, genau, gute Nachricht, eine gute Nachricht, noch predigten die Menschen dann von, die Prediger von Hoffnung und von Liebe und von Glück, dass man ja irgendwie auch finden kann, aber ohne Jesus, ist die Frage, wo soll es herkommen, nicht wahr?

[8:13] Und die Evangelien in der Bibel, die ja die gute Nachricht bringen sollen, die reden halt immer von Jesus und wenn man Jesus nicht mehr als Autorität akzeptiert, dann werden auch die Evangelien hohl, ja, dann sind das noch Geschichten, die man irgendwie entmythologisiert und sagt, naja, ist zwar nicht so passiert, wie es da gewesen ist, aber wir können vielleicht trotzdem was draus lernen, aber wenn man ständig über etwas predigt, was man gar nicht mehr wirklich glaubt, hört man irgendwann auf, darüber zu predigen und dann gab es das Evangelium auch nicht mehr so wirklich, waren nur noch historische Berichte ohne tatsächlichen moralischen Wert für uns heute und jetzt gingen die in die, um einem Prediger zuzuhören, der predigte jetzt über Hartz IV und Harry Potter und über aktuelle Ereignisse und über, irgendwas muss er ja predigen, weil das Evangelium nicht mehr da ist und dann hört man alles mögliche an Predigen, aber mit der Zeit wird einem dann klar, naja, noch einen von der Sorte brauchen wir nicht, wir haben ja schon die Nachrichtensprecher, wir haben ja schon die Politiker, die sagen das alles ja schon, warum also noch Prediger haben und so sind dann die Kirchen auf die Idee verfallen, vielleicht sollte man die Predigt kürzen, mehr andere Dinge machen, mehr singen, mehr tanzen, mehr kreativen Gottesdienst, Predigt kürzen oder ganz weglassen, das brauchen wir nicht mehr so wirklich und jetzt gingen die in die Kirche, man trifft halt noch Freunde, man trifft Bekannte, so ein soziales Event vielleicht noch für einige, aber naja, das kann man eigentlich auch im Schützenverein haben oder im Trachtenverein, beim Fußballverein und so hat man irgendwann überlegt, warum eigentlich noch Institutionen Kirchen, vielleicht haben Sie auch schon mal diese Frage gehört, wozu noch die Kirche und dann hat man auch das noch gestrichen und heute gehen die gar nicht mehr in die Kirche und wir haben den sogenannten Atheismus und die Menschen und viele Christen, die noch dran geblieben sind, irgendwie noch irgendwo auf dem Weg noch stecken geblieben sind, die fragen sich, ja warum kommen die Menschen heute nicht mehr in die Kirche und viele Menschen übrigens fühlen sich jetzt sehr alleine und einsam, warum?

[10:47] Weil hier an diesem Punkt die Christenheit sich versündigt hat, an diesem Punkt etwas geändert hat, was ohne es beabsichtigt war, ganz gewaltige Auswirkungen hatte, bis dahin, dass heute die meisten Menschen gar keinen Sinn mehr darin sehen, überhaupt noch in eine Kirche zu gehen. Das heißt, wenn man sich wirklich mit dem Problem des Christentums beschäftigt und dass das Christentum zum Beispiel hier in Deutschland sehr in der Krise ist, daran gibt es glaube ich keinen Zweifel, gehen Sie einfach mal in eine große Kirche am Wochenende, Sie sehen, da sind noch kaum Menschen da und man geht die Ursachen zurück und sucht nach der Wurzel, dann kommt man letztendlich genau an diese Stelle und die Frage ist, was ist passiert in der Christenheit, dass das Gesetz Gottes eine so untergeordnete, eine solche minderwertige Rolle gespielt hat.

[11:38] Vielleicht erinnern Sie sich noch, dass wir in der letzten Woche einige Vorträge zur Prophetie gehabt haben, wo wir unter anderem über dieses kleine Horn aus Daniel 7 gesprochen haben. Können Sie sich daran erinnern? Wir haben einige Kennzeichen angeschaut und können Sie sich noch erinnern, wen dieses kleine Horn aus Daniel 7 darstellt. Wer verbirgt sich dahinter? Das ist die römische katholische Kirche, die seit dem Mittelalter als System einige Dinge in der Christenheit verändert hatte, ganz genau. Wir hatten einige Kennzeichen betrachtet, die wir hier noch mal kurz auflisten, ohne sie durchzugehen und wir hatten gesehen, dass eines der Kennzeichen von den Zwölf ist, dass es sich unterstehen würde, Gesetz und Zeit zu ändern. Wenn wir also die Frage stellen, woher kommt es, dass das Gesetz Gottes irgendwann im Laufe der Kirchengeschichte solch eine Nebenrolle bekommen hat, zum Teil als abgeschafft betrachtet worden ist, dann geht das zurück auf diese prophetische Entwicklung von einer Macht, von einem System, das sich vorgenommen hatte, zunächst einmal das Gesetz zu ändern. Und wenn man das Gesetz ändert, dann stuft man das so auf menschliche Ebene herab und dann wird es nicht mehr so wichtig.

[12:51] Die Frage ist, warum die Bibel gesagt hat, dass hier Zeit und Gesetz geändert werden sollte. Das Gesetz besteht aus wie viel Geboten? Zehn Gebote. Und die Frage ist, wie viel der zehn Gebote haben etwas mit Zeit zu tun? Das erste Gebot sagt: "Du sollst keine anderen Götter neben dir haben." Hat das was mit Zeit zu tun? Nicht wirklich. Oder das fünfte Gebot sagt: "Du sollst Vater und Mutter ehren." Hat das was mit Zeit zu tun? Auch nicht wirklich. Oder das siebte Gebot sagt: "Du sollst nicht Ehe brechen." Hat das was mit Zeit zu tun? Absolut nicht. Welcher Teil des Gesetzes handelt also von Zeit? Die Antwort ist sehr einfach und sehr verblüffend. Es gibt nur ein einziges der zehn Gebote, das in seinem Text, in der Wortwahl etwas mit Zeit zu tun hat. Und das ist das vierte Gebot.

[13:50] 2. Mose 20, Verse 8 bis 10 heißt es: "Gedenke an den Sabbat-Tag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes." Auch wenn wir noch keine Ahnung haben, was hier wirklich gemeint ist oder wovon es spricht, können wir doch sagen, dieses Gebot spricht von Zeit, von einem bestimmten Tag, von einer Zeiteinheit, die auf irgendeine Art und Weise Gott gehört. Und wir haben gesehen, dass das Papsttum, die katholische Kirche, dieses vierte Gebot, Zeit und Gesetz ändern wollte. Die Frage ist, warum? Warum ausgerechnet er das?

[14:43] Die Bibel gibt uns einen Hinweis, dass diese spezifische Zeit, der sogenannte Sabbat-Tag, eine ganz besondere Rolle spielt. Schauen wir mal ein paar Texte an hier. Als Antwort auf die Frage, warum würde Satan das überhaupt ändern wollen? Was führt er da im Schilde? 2. Mose 31 heißt es: "Rede du zu den Kindern Israels und sprich: Haltet nur ja meine Sabbate." Gleiche Formulierung wie im vierten Gebot. "Diese Sabbat-Tage, haltet sie. Warum? Denn das ist ein Zeichen." Zwischen wem? "Zwischen mir." Frage, wer spricht hier? Es ist Gott, der hier spricht, "als ein Zeichen zwischen Gott und euch für alle eure Geschlechter." Also nicht nur für die Israeliten damals in ihrer Generation, sondern für alle künftigen Generationen, damit ihr, und jetzt kommt der Grund, warum Gott diese Zeit so wichtig ist, warum er sie so betont, damit ihr was erkennt.

[15:36] Jetzt, was bedeutet erkennen? Einfach so erstmal im deutschen Sprachgebrauch. Was bedeutet erkennen? Anerkennen, wahrnehmen, etwas begreifen. Ich erkenne es ja. Es gibt sogar eine tiefere Begründung, eine tiefere Bedeutung für das in Hebräisch, aber das ist nicht unser Thema jetzt gerade. Das heißt, dieser Sabbat, diese Zeit sollte dazu dienen, damit Menschen etwas erkennen, damit etwas aufgeht, damit sie etwas begreifen. Nämlich, dass Gott wer ist? Der Herr. Diese Zeit, die Gott in seinem Gesetz verankert hat, sollte den Menschen deutlich machen, dass er der Herr ist, und zwar nicht einfach nur der Herr, sondern der Herr, der euch heiligt. Und "heiligt" in der Bibel hat diese Idee von absondern, von besonders machen, von ihm zugehörig machen. Gott ist derjenige, der uns von der Sünde absondern kann, der uns reinigen kann, der uns zu sich ziehen kann, der uns verändern kann, der uns besonders gemacht hat und wieder besonders machen kann, wenn wir unseren eigenen Selbstwert durch Sünde verloren haben. Er ist es, der uns heiligt, der uns besonders macht, der uns absondert. Und woran kann man es erkennen? Aus irgendeinem Grund an dieser Zeit, die Gott gegeben hat. Gott gibt seine Sabbate, damit die Menschen erkennen, dass er der Herr ist.

[17:18] Jetzt, wenn man diese ganze Idee von Heiligung zusammenfassen würde, könnte man sagen, es geht hier um Erlösung. Sie können sich vielleicht erinnern, unser Thema, als wir über das Heiligtum gesprochen haben. Und als Immanuel Beck diese einzelnen Gegenstände im Heiligtum erklärte, diesen Brandopferaltar und dann das Waschbecken, den siebenarmigen Leuchter, den Schaubrotisch, den Räucheraltar und so weiter, dann war das alles Symbole für die Art und Weise, wie Gott uns errettet, wie er uns erlöst, wie er uns herausholt aus den Schwierigkeiten unseres Lebens. Und daher kommt diese Idee von Heiligung, von Heiligtum, von Heiligen. Gott ist derjenige, der uns heiligt, der uns besonders macht.

[18:01] Was gibt einen anderen Grund noch? Also hier steht noch: "Sie sollen die Kinder Israels den Sabbat halten, indem sie den Sabbat feiern für all ihre Geschlechter als ein ewiger Bund." Und dann hier heißt es: "Er ist ein was? Ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israels, denn in sechs Tagen hat der Herr was? Himmel und Erde gemacht. Aber am siebten Tag ruhte er und er quickte sich." Er quickte sich, ist ein altes deutsches Wort, heißt so viel wie, ich schnaufe mal wieder durch. Ja, ich gönne mir Zeit zum Durchatmen, eine Atempause.

[18:38] Der zweite Grund, warum Gott diese Zeit abgesondert hat, diese Zeit in seinem Gesetz sogar festgelegt hat, liegt darin, dass er der Schöpfer ist. Er sagt: "Ich habe den Himmel gemacht, ich habe die Erde gemacht, ich habe alles gemacht, was im Himmel, Erde, im Meer, in den Wasserquellen, was immer du siehst, was dort kriecht und fleucht und was da fliegt und alles, was es gibt, habe ich gemacht." Zwei Gründe hat Gott gegeben für diese Zeit. Erstens, er ist der Schöpfer und zweitens, er ist der Erlöser. Und in der Bibel ist das eigentlich nur ein Grund, denn Erlösung ist nichts weiteres als Neuschöpfung. Gott hat uns geschaffen, wir haben uns selbst verdorben, durch unsere eigenen Aktionen, durch unser Denken, durch unser Handeln, durch unser Tun, sind selbst in den Mist geraten und Gott macht nochmal ein Neuanfang mit uns. Er fängt ganz von vorne an, er schenkt uns ein neues Herz. Der David, als er mal wirklich ganz weit abgeglitten war, nicht nur in seinen Gedanken, sondern wirklich ganz weit von Gott abgedriftet ist, der hat gebetet: "Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz. Gib mir ein neues Herz und nicht einfach nur mach mein Herz ein bisschen besser, sondern schaffe es, mach es neu." Und so sind diese beiden Dinge, Schöpfung und Erlösung, eigentlich ein und dasselbe und diese Zeit, die Gott vorgesehen hat, die er aus dem großen Strom der Zeit herausgehauen hat, in seinem Gesetz verankert hat, die sollte jedem Menschen verdeutlichen, dass Gott Schöpfer ist, das heißt, dass er uns gemacht hat und dass er unser Erlöser ist, dass er für uns gestorben ist, dass er uns zu sich ziehen möchte.

[20:23] Nun, inwiefern ist ein Angriff auf den Sabbat in Wirklichkeit ein Angriff auf Jesus? Die Bibel sagt uns interessanterweise, dass Jesus genauso wie Gott, der Vater, sowohl unser Erlöser als auch der Schöpfer ist. Schauen wir das mal an. In Johannes 1, Vers 1, da heißt es: "Im Anfang war das Wort." Gibt es noch einen anderen Bibelfersen, den Sie vielleicht kennen, der mit denselben beiden Worten beginnt hier? "Im Anfang." Das ist der allererste Vers der Bibel, nicht wahr? In 1. Mose 1, Vers 1 heißt es: "Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde." Und somit beginnt der Schöpfungsbericht und Johannes hat quasi den Mut, sein kleines Büchlein, das er schreibt, mit den Worten zu beginnen: "Im Anfang."

[21:16] Jetzt, Johannes schreibt aber nicht den Schöpfungsbericht. Was schreibt Johannes? Schreibt er einen Schöpfungsbericht? Nein, ein Evangelium. Und das Evangelium ist was? Das haben wir gerade gelernt. Das Evangelium ist die gute Nachricht von Jesus Christus, dass er für uns am Kreuz gestorben ist, für unsere Sünde, die die Übertretung des Gesetzes ist. Also die Schöpfung beginnt mit den Worten: "Im Anfang." Das Evangelium von Johannes beginnt mit den Worten: "Im Anfang." Und hier steht: "Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott."

[21:49] Jetzt, dieser Satz ist sehr interessant. Wenn Sie den mal genau anschauen, stellen Sie fest, also wenn das Wort da war und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Welche Aussage können Sie über Gott treffen? Das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Das Wort muss eine Person sein. Okay, ja, das ist eine sehr gute Beobachtung. Was noch? Das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.

[22:26] Genau, im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott. Was heißt das? Das Wort war, was ist ein anderes Wort für "bei"? Mit ihm zusammen, also mit Gott. Da gab es also jemand, der war Gott, der war neben dem Wort, richtig? Das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Heißt also, Gott muss mindestens aus zwei Personen bestehen, richtig? Ansonsten macht der Satz überhaupt keinen Sinn. Man kann nämlich nicht gleichzeitig bei uns selbst sein. Das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Und hier spricht es interessanterweise, dieses "war am Anfang bei Gott", von Jesus. Denn in Vers 14 heißt es: "Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater." Und jetzt wissen wir wahrscheinlich alle, wenn wir die Bibel ein wenig kennen, mit wem es hier zu tun haben. Das ist Jesus Christus. Er war voller Gnade und Wahrheit.

[23:36] Nebenbei gefragt, was eigentlich ist ein Wort? Stellen wir mal diese philosophische Frage. Was ist ein Wort? Eine Information, ja. Eine Information, ein Gedanke, ganz genau. Aber was unterscheidet ein Wort von einer anderen Information und einem Gedanken, der eben kein Wort ist? Es gibt ja auch Informationen und Gedanken, die keine Worte sind, oder? Was ist der Unterschied zwischen einem Wort und einem Gedanken zum Beispiel? Das Wort hat einen Ton, das Wort wird ausgesprochen. Es ist zwar auch ein Gedanke, aber ich mache das immer wieder gerne, wahrscheinlich haben Sie es schon mal erlebt, wenn ich jetzt hier stehe und sie andenke, dann kriegen sie nicht mit, was ich denke. Nur wenn ich meine Gedanken, die hier sind, ausspreche, können sie wissen, was ich denke. Und genau diese Funktion übt Jesus quasi für die Gottheit aus. Gott, der Vater selbst, ist quasi wie der Gedanke. Er hat Gedanken über uns. Das Problem ist nur, sagt die Bibel, dass kein Mensch Gott, den Vater, jemals gesehen hat. Wir können nicht zu ihm und wir wissen nicht, was er über uns denkt, es sei denn, jemand spricht das aus. Und genau diese Aufgabe hat seit Menschengedenken der Sohn, Jesus Christus. Von der Bibel sagt, er ist Gott, aber seine Aufgabe in der Gottheit besteht darin, die Gedanken Gottes Vaters über uns auszusprechen. Und sie können also von meinen Worten Schlussfolgern, was ich denke. Es sei denn, ich bin ein Lügner, ich denke was ich sage, aber wenn ich die Wahrheit sage, dann ist das, was ich sage, dasselbe, was ich denke, oder?

[25:29] Wenn wir also Jesus betrachten, das was er getan hat, dann können wir Rückschlüsse darauf ziehen, was Gott denkt. Nun, warum sage ich das? Weil im selben Kapitel steht: "Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist." Durch das Wort. Das heißt, Jesus Christus, Teil der Gottheit, hat alles gemacht, was es gibt. Die Bibel sagt, das Sichtbare und das Unsichtbare. Es seien Thronen oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächten, es ist alles durch ihn, für ihn geschaffen worden und er und alles hat seinen Bestand durch ihn, so sagt es Kolosser 1. Das heißt, was immer wir sehen in der Schöpfung, alles ist direkt durch Jesus geformt worden und wenn diese Zeit, die Gott vorgesehen hat, um an die Schöpfung zu denken, angegriffen wird, dann wird auch der angegriffen, der geschaffen hat. Macht das nicht Sinn? Das heißt, diese besondere Zeit des Sabbats und diese Sabbat-Tag-Zeit ist direkt verknüpft mit Jesus, denn es gibt nichts, absolut gar nichts, was hier wäre, was nicht durch Jesus Christus geschaffen worden wäre und wenn der Sabbat-Tag diese Zeit ein Symbol für die Schöpfung ist oder eine Erinnerung in die Schöpfung, dann ist auch eine Erinnerung an das, was Jesus getan hat und jede Änderung dessen, jeder Angriff auf diesen Sabbat, wäre ein Angriff auf Jesus.

[27:12] Das heißt übrigens auch in Hebräer 1, Vers 2: "Der Satz vorher heißt, nachdem Gott auf vielfältige Art und Weise zu den Vätern geredet hat in vergangenen Zeiten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen." Und damit kommen wir genau zu dieser Frage: Wann wurde der Sabbat gemacht? Ist der Sabbat eigentlich etwas Geschaffenes, ja oder nein?

[27:45] Die Antwort findet sich in der Bibel sehr deutlich. Es heißt hier: "Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte, und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte." Vielleicht sagen Sie: "Halt stopp, hier steht das Wort Sabbat nicht." Woher wissen Sie, dass das Sabbat ist? Ganz einfach, hier steht zwar nicht Sabbat im Deutschen, aber im Hebräischen. Und ich zeige Ihnen auch wo. Hier, "ruhte". Das Wort Sabbat oder Schabbat heißt nichts weiter als aufhören zu arbeiten.

[28:13] Wir hatten ja gerade einen Streik, weiß nicht, ob Sie das mitbekommen haben, ganz bestimmt die Bahnen gestreikt, also nicht die Bahnen, eigentlich haben ja die Bahnen, also die Lokführer gestreikt, muss man sagen. Die Bahnen können nichts dafür. Und das hat ein großes Chaos gegeben, nicht wahr? Streik bedeutet, der Lokführer sitzt in seiner Lok und zu einem bestimmten Zeitpunkt, ich glaube gestern war das um, war das um 14 Uhr oder so? 14 Uhr, dann hört er auf zu arbeiten, bewegt sich gar nichts mehr, weder vorwärts noch rückwärts. Noch heute, wenn in Israel ein Streik ist, ich weiß nicht, ob die da auch so viele Bahnen haben wie in Deutschland, aber wenn dort ein Streik gibt, in welcher Gewerkschaft auch immer, dann wird das Sabbat genannt. Die Arbeiter hören auf zu arbeiten. Es wird nicht immer nur auf Streik verwendet, aber das hat diese Idee. Nur nicht, dass sie denken, dass ich sagen möchte, Gott hat hier Streik gehabt, aber Gott hat aufgehört zu arbeiten. Das ist die Idee. Sabbat, Schabbat, er ruhte, er hörte auf. Er hat einfach mal die Zeit genossen, so wie wahrscheinlich gestern die Lokführer, sehr zur Freude aller restlichen Menschen. Er hat die Zeit genossen und er hat sich betrachtet, was er gemacht hatte. Das hat er vorher nicht gemacht, erst am siebten Tag. Der siebte Tag war der Tag, wo er geruht hatte.

[29:41] Das heißt, der siebte Tag ist auf einer gewissen Art und Weise gehört mit zur Schöpfung, ist ein direktes Produkt der Schöpfung. Er ist zwar nicht sichtbar, man kann den siebten Tag nicht sehen, aber die Bibel sagt, dass Gott alles geschaffen hat, das Sichtbare als auch das Unsichtbare. Und jetzt denken Sie scharf nach: Wenn Jesus alles geschaffen hat, dann hat er auch den Sabbat geschaffen. Und der Angriff auf den Sabbat wäre ein direkter Angriff auf Jesus, weil er den Sabbat für sich, durch sich geschaffen hat und ihn erhält.

[30:10] Nun, es heißt ja weiter: "Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn. Warum? Denn an ihm ruht er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte." Können Sie sehen, dass die beiden Ideen, die wir vorher schon gesehen haben, hier an diesem Tag zusammenkommen? Sowohl das Schaffen, die Schöpfung, als auch die Heiligung, das Besondersmachen. Der Sabbat, der siebte Tag, sollte ein besonderer Tag sein, sollte ein Zeichen sein dafür, was es bedeutet, wenn Gott heilig macht.

[30:46] Möchten Sie eigentlich ein besonderer Mensch sein? Also Gott möchte, dass wir ein besonderer Mensch sind. Gott hat Sie besonders gemacht. Wissen Sie, dass kein Mensch genauso aussieht wie Sie? Kein Mensch genau denselben Charakter hat wie Sie. Gott möchte, dass wir besonders sind und er möchte, dass wir besonders ihm gefallen und seinen Plan erfüllen. Und als Zeichen davon hat er gezeigt, was es bedeutet, wenn er heiligt. Er hat von der grauen Masse der anderen sechs Tage einen Tag abgesondert. Eine Zeit zum Nachdenken, eine Zeit zur Ruhe, eine Zeit zum Innehalten für den Segen und für die Heiligung und für die Ruhe.

[31:33] Nun, mal ein kleines Quiz, damit wir wieder ein bisschen in Aktion kommen. Was passiert mit der Erde alle 365 Tage? Sie haben gut aufgepasst im Astronomie-Unterricht in der achten Klasse oder neunten. Die Erde alle 365 Tage geht um die Sonne. Wenn Sie genau aufgepasst haben, wissen Sie, es sind nicht 365 Tage, sondern 365,2 noch was. Also ist noch ein Vierteltag dazu, sodass man diese Schaltjahre von alle vier Jahre hat. Allerdings auch nicht ganz genau, weswegen alle 100 oder 200 Jahre mal ein Schaltjahr ausfällt. Aber so ungefähr. Wir wissen also, das Jahr kommt durch diese Zirkulation, dieses Umlaufen der Erde um die Sonne.

[32:18] Was passiert mit der Erde alle 30 Tage? Genau genommen müsste man eigentlich sagen 29,6. Wenn Sie es genau wissen wollen. Was passiert da? Der Mond läuft nicht um die Sonne, sondern um die Erde. Ganz genau. Das heißt, auch der Monat hat ein beobachtbares Phänomen im Sternenhimmel oder im Weltall zur Grundlage.

[32:43] Und was haben wir alle 24 Stunden? Das ist ziemlich genau, aber nicht ganz. Das sind 23,3, also ganz hoch. Also es ist fast 24 Stunden. Was haben wir da? Die Erde dreht sich um sich selbst. Es ist immer erstaunlich, wenn man sich bedenkt, wie schnell sich die Erde eigentlich dreht und wir trotzdem gar nichts davon mitbekommen. So richtig. Naja, wie auch immer. Das ist ein Thema für andere Vorträge vielleicht.

[33:09] Aber für all diese Dinge, für den Tag, für den Monat und für das Jahr gibt es eindeutige, beobachtbare, wissenschaftlich nachprüfbare und seit langem bekannte Phänomene, die jedes Kind in der Schule mal gelernt hat. Und die Frage ist, was passiert mit der Erde alle sieben Tage? Welches Sternbild umkurrt uns sieben Tage lang? Welcher Trabant? Was passiert da? Sie ahnen es schon. Gar nichts. Null Komma gar nichts.

[33:43] Die Frage ist also, warum haben dann so ziemlich alle Kulturen dieser Welt, mal abgesehen von einigen wenigen Versuchen, die es immer mal wieder gegeben hat, so zur Zeit der Französischen Revolution, zur Zeit des russischen Kommunismus, hat man mal versucht, die Zehn-Tage-Woche einzuführen. Nach wenigen Jahren hat man das wieder abgeschafft, weil die Irrenhäuser so voll waren, weil die Leute nicht mit diesem Zehn-Tages-Rhythmus klarkamen. Warum ist es also, dass fast überall auf der Welt seit Menschengedenken eine Woche in diesem Sieben-Tage-Rhythmus eingeteilt wird? Die Antwort ist ganz einfach, weil seit Beginn der Welt Gott diesen Zeitrahmen abgesteckt hat, diesen Sabbat.

[34:25] Jetzt kommen wir zur eigentlich interessanten, technischen Frage. Alles schön und gut, also Gott hat uns geschaffen, Gott hat uns erlöst und Gott möchte auch einen bestimmten Zeitrahmen, einen Zeitraum haben, wo wir daran denken, damit wir es nicht vergessen. Die Frage ist nur, wann ist denn nun genau dieser Sabbat, dieser siebte Tag? Welcher Tag ist der biblische Sabbat, der siebte Tag? Und dann müssten wir nur den Kalender rausziehen und sagen: Okay, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sabbat, Sonntag.

[34:54] Interessant ist, wenn Sie einen Kalender haben, der ein bisschen älter ist als 2014, also 40 Jahre zurückgehen, dann wird Ihnen mal auffallen, wenn Sie das mal nachforschen, dass noch im Jahre 1974 der Montag nicht mit S anfing, sondern der zweite Tag der Woche war. Und dann war das wohl hier der Sonntag. Und dann ein Jahr später, 1975, kann man erkennen, dann wurde aus dem S hier ein M. Das Ganze hing zusammen mit jener deutschen Verordnung hier. Ich habe immer früher gesagt, deutsche Industrienorm, das ist aber falsch. Es ist nämlich die? Das Deutsche Institut für Normung. Dankeschön, ich habe das immer falsch gesagt. Vielleicht haben Sie es auch mal falsch gesagt. Es ist das Deutsche Institut für Normung. Das war vollkommen egal. Das hat im März 1975 folgende Festlegung herausgebracht. Wir Deutschen sind ja so, wir müssen sogar alles per Amt genau festlegen. Und so haben wir auch festgelegt, wann ein Tag ist, wann eine Woche ist. Übrigens, interessanterweise, ich weiß nicht, ob Sie es sehen, hat man auch festgelegt, dass es das Kalenderjahr 0 nicht gibt, aber das nur nebenbei. Und da hat man festgelegt, dass ab 1975 in Deutschland, in unseren Grenzen, jetzt der erste Wochentag der Montag ist. Hier steht es: "Dabei gilt der Montag als erster Tag der Kalenderwoche." Und selbst den deutschen Beamten von dem Deutschen Institut für Normung ist aufgefallen, in dieser Zählung ist nicht der Mittwoch, sondern der Donnerstag der mittlere Tag der Kalenderwoche. Weil wenn Sie hier von beiden Seiten, also 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, dann ist es in der Mitte der Donnerstag. Das ist natürlich merkwürdig, wenn ein anderer Tag Mittwoch heißt. Und sei es wie es sei, das ist also eher eine moderne Erfindung, aus welchen Gründen auch immer. Traditionell hat es schon immer den Mittwoch als den mittleren Tag der Woche gegeben. Und demzufolge sehen wir, dass eigentlich, seit Menschen gedenken, der Samstag eigentlich der siebte Tag der Woche sein müsste. Denn wenn Sie rechnen: Sonntag, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, kommen Sie genau darauf. Und so sagen es auch eigentlich alle Enzyklopädien, Wörterbücher, die man dazu konsultieren kann.

[37:12] In den meisten Ländern ist auch heute noch der Sonntag der erste Tag der Woche. Nebenbei, haben Sie gewusst, dass als jene Verlautbarung herauskam, es eine Kirche gab, die sehr dagegen demonstriert und protestiert hat. Und zwar war das die katholische Kirche. Und wir werden vielleicht gleich noch sehen, warum. Merken Sie sich das. Als das herauskam und der Sonntag zum siebten Tag wurde, hat die katholische Kirche protestiert.

[37:46] Der siebte Tag ist tatsächlich in unglaublich vielen Sprachen der Sabbat. Hier einige Beispiele, wo der siebte Tag der Woche mit einem Wort, das an Sabbat angelehnt ist, bezeichnet wird. Im Spanischen Sabato, im Russischen Subota, im Italienischen Sabato, im Portugiesischen Sabado, im Arabischen Asabt, im Polnischen Subota, im Assyrischen Sabata, im Äthiopischen Sambat, im Polinesischen Harisabtu, in der Sprache Tigris ist Sambat, im Armenischen ist es Shabbat, Griechisch ist Sabato, Asturisch Sabado, Malayisch Sabtu, Ungarisch Sambat, Hindu Shaniwa, Jiddisch Schabbes und wir könnten mehr und mehr aufzählen.

[38:23] Das war vor einiger Zeit in einem fernen Land. Können Sie raten, welches Land das war? Wenn Sie gut aufgefasst haben, gerade in der Folie zuvor, können Sie es jetzt wissen. Welches Wort geht es hier? Welche Sprache ist das? Weiß es jemand? Was würden Sie vermuten, was für eine Sprache könnte das sein? Also deutsch ist es nicht. Welche Sprache? Das ist Malayisch. Sehr interessante Sprache. Eine Sprache fast ohne Grammatik. Und das Wort, das hier interessant ist, ist das hier: Sabtu. Und auf der anderen Seite vom Gebäude stand die Übersetzung: "Das Büro hat vor allem Saturday, also am Samstag von 9 bis 6 Uhr offen." Sabtu.

[39:19] Einige Leute fragen sich, ob es nicht vielleicht doch irgendwann im Laufe der Jahrtausende eine Veränderung der Woche gegeben haben könnte. Und so hat jemand mal tatsächlich einen Brief geschrieben, damals noch in der Zeit, als es keine E-Mails gab, und einen Brief an eine US-Behörde, US Naval Observatory, eine Astronomiebehörde für das Navy Department, und gefragt: Gibt es irgendwelche astronomischen, wissenschaftlich berechenbaren Hinweise darauf, dass sich irgendwann der Wochenzyklus hat verschieben können, sodass man heute vielleicht nicht mehr genau weiß, wann jetzt der siebte Tag wäre?

[39:54] Und die Antwort ist sehr interessant. Sie sagen: "We have never found one of them that has ever had the slightest doubt about the continuity of the weekly cycle since long before the Christian era." Das heißt, wir haben niemals irgendjemanden gefunden, der auch nur den geringsten Zweifel daran gehabt hätte, dass der Wochenzyklus lange vor der christlichen Ära schon immer derselbe gewesen ist. Und hier die zweite Frage hin: "There has been no change in calendar, in past centuries, that has affected in any way the cycle of the week." Das heißt, es hat keinen Wechsel in den Kalendersystem gegeben, der den Wochenzyklus beeindruckt oder beeinflusst hätte.

[40:31] Man hat zwar manchmal die Kalender geändert, vielleicht wissen die das, man hatte im 16. Jahrhundert den Julianischen in den Gregorianischen Kalender geändert. Man hat, glaube ich, vom 4. Oktober, 1500 noch was, 1582 oder so, vom 4. Oktober ist man auf den 15. gesprungen, aber immer noch von Donnerstag auf Freitag. Das heißt, am Wochenzyklus, an der Reihenfolge von Sonntag, also der erste, zweite, dritte, vierte, fünfte, sechste, siebente Tag, hat sich nie etwas geändert.

[40:59] Nun, diese Wochentage, die wir heute haben, Montag, Dienstag, Mittwoch, das sind natürlich Namen, die gewachsen sind in einzelnen Sprachen, die es in der Bibel so nicht gibt, aber es gibt Hinweise auch in der Bibel auf diese Wochentage. Hier zum Beispiel in Lukas 23, Vers 54. Das ist die Zeit und der Bericht davon, als Jesus Christus ans Kreuz kommen soll, als er verurteilt wird und dann gekreuzigt werden soll. Es heißt: "Und es war Rüsttag, und der Sabbat brach an." Nun, der Rüsttag ist offensichtlich der Tag vor dem Sabbat. Wenn also der Sabbat der siebte Tag ist, welcher Tag ist dann der Rüsttag? Na, der sechste Tag auf jeden Fall. Das können wir auf jeden Fall sagen. Der sechste Tag.

[41:51] Und wenn man das sich anschaut in der Übersicht, bedeutet das, es gibt einen Todestag von Jesus, wo er am Kreuz gestorben ist, dann war am nächsten Tag der Sabbat und dann offensichtlich am dritten Tag ist er auferstanden. Die Bibel sagt, dass er am dritten Tag auferstanden ist. Dieser Tag wird genannt der Rüsttag. Der Sabbat ist wie gesagt der Sabbat und interessanterweise nennt dann die Bibel den Auferstehungstag Jesu den ersten Tag der Woche.

[42:24] Jetzt, wenn Sie eine Umfrage machen, unter allen Christen aller Denominationen, aller Kirchen, egal ob in Amerika, Australien, Südamerika, Europa, Asien und fragen, an welchem Tag ist Jesus gestorben, was wären wohl alle Christen, egal welcher Kirche, welchen Glaubensstandes, wohl an von? Freitag, ohne Frage. Selbst heute nennt man diesen Tag geläufig noch Karfreitag und der Auferstehungstag ist auch ganz allgemein bekannt, auf welchen Tag datiert. Das spricht vom Ostersonntag, der erste Tag der Woche und das macht deutlich, dass also auch von den Namensbezeichnungen der Sabbat der siebte Tag der Woche ist, der heute unserem Samstag entspricht und denken Sie mal drüber nach.

[43:11] Jesus Christus ist für uns an einem Freitag gestorben. Glauben Sie, das hat ihnen einiges gekostet an Blut und Schweiß und Arbeit. Ein Arbeitstag, wie die Welt vorher nicht gesehen hat und der Ostersonntag, der sogenannte Ostersonntag, der Auferstehungstag. Hat er da etwas für uns getan? Ja oder nein? Die Bibel sagt sogar, er hat sich selbst auferweckt. Er ist aktiv geworden. Gibt es eigentlich irgendeinen Grund, warum er bis zum ersten Tag der Woche gewartet hat? Hätte er nicht auch schon hier auferstehen können? Also es gibt keinen theologischen Grund, warum ein Tod von Jesus, der drei Tage dauert, besser wäre als einer, der zwei Tage gedauert hätte. Es ist nicht, dass Gott sagt, weil du jetzt so lange im Grab bist, jetzt kann ich das Opfer annehmen. Rein theologisch wäre der Tod von Jesus auch dann vor Gott angenehm gewesen und hätte genauso uns erlösen können, wenn er am Samstag auferstanden wäre. Aber er hat es nicht getan. Jesus hat sogar, als er tot war, den Sabbat geerbt. Und das macht deutlich, warum die Bibel sagt, dass der Sabbat eben nicht nur ein Zeichen der Schöpfung ist, was er ist, sondern genauso auf demselben Level ein Zeichen der Erlösung.

[44:40] Und heute gibt es viele Christen, die auch mir gesagt haben: Christopher, diese Betonung von dem Sabbat, das ist ein bisschen vielleicht zu viel. Wichtig ist, dass wir über Jesus nachdenken, über das, was er von uns am Kreuz getan hat. Und ich sage ganz genau: Und damit wir darüber nachdenken, genau aus diesem Grund hat Gott uns doch den Sabbat gegeben. Er hat den Sabbat gegeben, damit wir über die Schöpfung nachdenken und über die Erlösung. Und die Erlösung fand eben genau hier statt. Übrigens, als Jesus am Kreuz hing, da hat er ausgerufen: "Es ist vollbracht!" Als Jesus die Welt nach sechs Tagen geschaffen hatte, sagt die Bibel, es war alles wunderschön, es war komplett, da fehlte nichts mehr. Es war alles vollendet. Und dann kommt der Sabbat, wie eine Bestätigung, dass es vollständig ist.

[45:45] Nun, gehen wir weiter. Was hat Jesus selbst über den Sabbat gesagt? Er sagte und er sprach zu ihnen: "Der Sabbat ist um der Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen." Richtig? So steht es offensichtlich in ganz, ganz vielen Bibeln. Zumindest glauben das fast alle Christen. Und man muss kein alttestamentlicher Christ sein, um zu sehen, dass sogar im Neuen Testament der Sabbat eben nicht nur für die Juden gemacht ist. Natürlich ist er für die Juden auch gemacht. Wunderbar, dass sie ihn halten. Aber als Gott die Welt schuf, da gab es noch keine Juden, da gab es noch keine Deutschen, da gab es auch noch keine Araber, da gab es nur Adam und Eva. Und die hatten die Gene für schwarze, weiße, gelbe, grüne vielleicht nicht. Aber für alle Menschen, die es gibt, hatten sie in sich. Sie hatten die Gene für die Araber und für die Japaner und für die Brasilianer und für die Juden und für die Deutschen. Alles schon da. Und für diese Menschen wurde der Sabbat gemacht.

[46:46] Jesus hat sogar gesagt, und erinnern wir uns noch einmal an diese Szenerie, der Immanuel Becker hat das sehr ausführlich beschrieben, als die Jünger Jesus gefragt haben: "Wann wird das Ende der Weltzeit sein? Und vor allem, wann wird die Zerstörung Jerusalems sein?" Können wir uns daran erinnern? Wir haben vor zwei Wochen, vor zwei Tagen nochmal darüber gesprochen, als die Jünger ihn fragen: "Wann wird das geschehen, wann wird das sein?" Da hat Jesus interessanterweise auch Folgendes gesagt, als er all die Zeichen gibt, die Hungersnöte, die Seuchen, die Erdbeben, die Kriege, Kriegsgerüchte, die Verbreitung des Evangeliums. Er sagt: "Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschehe."

[47:34] Also hier haben wir Jesus, er spricht über eine Zeit, je nachdem, ob man das jetzt auf die Zerstörung von Jerusalem bezieht oder auf die Wiederkunft. In beiden Fällen ist es nach dem Kreuz, richtig? Denn wann ist Jerusalem nochmal zerstört worden? 70 nach Christus. Wann ist Jesus gestorben? Haben alle schon gelernt? Im Jahre? 31 nach Christus, genau. Also knapp 40 Jahre später war die Zerstörung von Jerusalem und die Wiederkunft ist sogar noch in der Zukunft, die ist also noch viel weiter weg vom Kreuz. In jedem Fall, egal ob sich das jetzt auf die Zerstörung von Jerusalem bezieht oder auf die Wiederkunft, deutlich wird: Jesus selbst, der Gründer des Christentums, sagt seinen Nachfolgern, den Christen, wenn das passiert, ist der Sabbat immer noch der Sabbat, oder?

[48:35] Der Sabbat ist dann nicht mehr, ist immer noch existent, ist immer noch Sabbat. Jesus ging selbstverständlich davon aus, dass der Sabbat auch nach der Kreuzigung gehalten werden würde, denn er hat ihn ja selbst nach der Kreuzigung gehalten, am nächsten Tag, wie wir gesehen haben. Wir haben gesehen, es hat sich erfüllt, 70 nach Christus, als Jerusalem von Titus zerstört worden ist.

[48:54] Im 9. Samen finden wir die Apostelgeschichte. Weiß jemand von uns, wer die Apostelgeschichte geschrieben hat? Es war Lukas, ein Arzt. Lukas war übrigens kein Jude, er war einer von den griechischsprachigen und er schreibt Folgendes: "Als wir die Juden aus der Synagoge gegangen waren, baten die Heiden, also die Nichtjuden, die Griechen oder wer auch immer das waren, darum, dass ihnen diese Worte auch am nächsten Sabbat verkündigt würden." Also stellen wir uns das vor, hier kommt der Paulus und der Barnabas, die Missionare kommen mit ihren Bibeln da an eine Stadt, predigen das Wort Gottes und dann kommen die Nichtjuden, die bereits durch bestimmte Vorträge oder durch was auch immer das Evangelium kennengelernt haben und sie sagen: "Könntet ihr bitte noch mal zu uns predigen, nicht morgen, nicht übermorgen, sondern wann? Am nächsten Sabbat."

[50:06] Das heißt, nicht nur hat Paulus den Sabbat gehalten, sondern die Heiden selbst haben von alleine schon erkannt, dass es der Sabbat immer noch der Ruhetag ist. Sie haben Paulus gebeten: "Könntest du bitte am nächsten Sabbat zu uns predigen." Eine Apostelgeschichte und interessanterweise, wenn der Sabbat jüdisch gewesen wäre, dann hätte doch Lukas zumindest schreiben können: "Der Sabbat der Juden" oder? Aber nirgendwo nennt er ihn den Sabbat der Juden oder so, er nennt einfach nur den Sabbat. Hier auch: "Er sagt, er hatte aber jeden Sabbat unter Redung in der Synagoge und überzeugte Juden und Griechen."

[50:45] Eines der größten Märchen in der Christenheit ist, dass die frühen Apostel irgendeinen anderen Tag als heilig gehalten hätten. Neu ist sehr deutlich, Paulus hat jeden Sabbat in der Synagoge sich mit Juden, Griechen versammelt. Manche Wissenschaftler schätzen, dass wenn man alle Ereignisse im Leben von Paulus in der Apostelgeschichte zusammenzählt, dass es mindestens 84 Versammlungen gibt, von denen wir wissen, dass sie an einem Sabbat stattgefunden haben, im Buch Apostelgeschichte. 84. Das mal als Hausnummer. Nirgendwo in der Bibel wird der siebte Tag der Sabbat der Juden genannt, weder im Alten noch im Neuen Testament. Die Frage ist, warum nennen dann so viele Christen den Sabbat, den Sabbat der Juden, wo es weder im Alten noch im Neuen Testament überhaupt eine Formulierung ist. Wir sehen schon, Tradition hat einen unfassbar starken Griff auf unsere Sprache.

[51:42] Also welche Stelle in der Bibel weist jetzt auf eine versuchte Änderung des Gesetzes hin? Wir haben schon darüber gesprochen, das kleine Horn in Daniel 7 und Offenbarung 13 hat sich unterstanden, Zeit und Gesetz zu ändern. Also fragen wir jetzt einfach mal, nachdem wir in der Bibel dazu nichts finden können, fragen wir einmal das System, das sich hinter dem kleinen Horn versteckt, was es dazu zu sagen hat.

[52:10] Hier haben wir "The Convert's Catechism of Catholic Doctrine", das heißt übersetzt der Katechismus der katholischen Doktrin für diejenigen, die sich bekehrt haben, für die Konvertiten. Also wenn man sich zum Beispiel jetzt entschließt, der katholischen Kirche beizutreten, dann wird man aus solch einem oder einem besetzten, ähnlichen Katechismus unterrichtet und der ist meistens so in Frage-Antwort-Stil geschrieben. Sehr übersichtlich, kann man sich gut zurechtfinden. Da haben wir folgende Frage hier: "Welcher Tag ist der Sabbat?" Antwort: "Samstag ist der Sabbat-Tag." Okay.

[52:41] Nächste Frage: "Warum halten wir den Sonntag statt des Sabbats?" Das ist ja eine berechtigte Frage, oder? Antwort: "Weil die katholische Kirche die Feierlichkeit vom Samstag auf den Sonntag verlegt hat." Nicht Jesus, nicht Gott der Vater, nicht der Heilige Geist, nicht Paulus, Barnabas oder sonst wer, sondern die katholische Kirche.

[53:12] Kardinal James Gibbons hat eine sehr bekannte Buchreihe geschrieben, "The Faith of Our Fathers", der führenden Theologen der letzten Jahrhunderte. Er sagt: "Sie können die Bibel von 1. Mose bis zur Offenbarung durchlesen. Ich weiß nicht, wer von Ihnen das schon mal gemacht hat. Lohnt sich auf jeden Fall. Und Sie werden nicht eine einzige Phrase finden, die die Heiligung des Sonntags autorisiert", sagt der katholische Kardinal. Das heißt, für die katholische Kirche ist es übrigens sehr wichtig, dass sie eben nicht den siebten Tag heiligt, sondern den ersten Tag. Und das ist der Grund, warum man damals 1975 auch protestiert hat gegen diese Änderung des deutschen Wochenkalenders durch das Deutsche Institut für Normung, weil jetzt ja der Eindruck erweckt würde, dass die Kirche am siebten Tag ihren Ruhetag hat. Weil jetzt ist ja nach dem deutschen Kalender der Sonntag der siebte Tag. Man hat dagegen protestiert, weil die katholische Kirche für sich in Anspruch nimmt, die Autorität zu haben, Gottes Gesetze ändern zu dürfen, weil Gott ihnen angeblich diese Macht gegeben hat.

[54:24] Es gibt nur eine Kirche auf der ganzen Erde, die Macht hat bzw. beansprucht, Gesetze zu erlassen, die für das Gewissen bindend sind. Das heißt, das Gesetz ist nicht einfach ein Vorschlag, eine Regelung, eine Satzung, die man jetzt unter Christen mal einhält, damit es Frieden und Ordnung gibt, sondern es ist ein Gesetz, das für das Gewissen, das heißt für meine moralische, religiöse Überzeugung bindend ist, bindend vor Gott, bindend unter Höllenstrafen. Zum Beispiel die Einrichtung des Sonntags. Das heißt, dieser Vater, dieser katholische Vater sagt: Ja, die Bibel hat bestimmte Gesetze, aber wir als Kirche können Dinge bestimmen und wenn wir sie bestimmen, Kraft unserer Autorität, ist das bindend, bindend vor Gott, das heißt Gott muss danach urteilen, nach diesem Gesetz und wenn man das nicht einhält, dann kommt man in die, wohin? In die Hölle.

[55:25] Übrigens, wenn Sie Angst vor der Hölle haben, dann warten Sie auf unseren Vortrag am nächsten Dienstag, da werden wir die Hölle sprechen. Da werden Sie sehen, dass es noch mehr von solchen Dingen gibt, wo landläufige, weit verbreitete Theorien oftmals gar nicht der Bibel entsprechen, aber freuen Sie sich auf Dienstag, da sprechen wir dann über das Geheimnis der Hölle.

[55:46] Und er fragt: "Welches Recht hat eine andere Kirche, diesen Tag zu halten? Du sagst wegen dem dritten Gebot, das Papsttum änderte das vierte Gebot und nannte es das dritte, welches sagt: 'Gedenke des Sabbat-Tages und heilige ihn', aber Sonntag ist nicht der Sabbat. Er sagt, jedes Schulkind weiß, dass Sonntag der erste Tag der Woche ist, deswegen haben sie so protestiert, als der Sonntag hier in Deutschland der siebte wurde." Ich habe schon wiederholt, das sagt jetzt gerade der katholische Pater, ich habe schon wiederholt 1000 Dollar demjenigen versprochen, der allein aus der Bibel beweist, dass wir den Sonntag halten sollen. Und niemand hat dieses Geld in Anspruch nehmen wollen. Es war die heilige katholische Kirche, die den Ruhetag vom Samstag, dem siebten Tag der Woche, auf Sonntag, den ersten Tag der Woche verlegte. So viel dazu.

[56:41] Also wer hat den biblischen Sabbat verändert? Gott hat es nicht getan, denn er sagt: "Ich, der Herr, wandle mich nicht." Aber ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein. Er sagt: "Ich wandle mich nicht, bei mir gibt es keine Veränderung." Wieso mit Jesus? Gibt es bei Jesus Veränderung? Die Bibel sagt: "Jesus Christus, gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit." Eine der Gründe, warum ich lieber Gott vertraue und Jesus vertraue als Kirchen oder Institutionen ist: Gott ändert sich nicht. Gott ändert seine Meinung nicht. Politiker ändern ständig ihre Meinung, oder?

[57:24] Ich weiß nicht, ob Sie das kennen. Um ein antikes Beispiel zu nehmen, da gab es diesen römischen Politiker, der hat immer gesagt am Ende seiner Rede: "Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss." Kennen Sie das? Egal, über was der gesprochen hat, ob das Innenpolitik, Außenpolitik war, ob das über Baumaßnahmen war, am Ende hat er immer gesagt: "Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss." Die Leute waren so begeistert, endlich jemand, der Karthago angreifen wird. Sie haben ihn gewählt. Am nächsten Tag sagt er: "Ach, eigentlich ist es auch nicht so wichtig." Und wir haben das wahrscheinlich alle schon in unserem Leben erlebt, dass wir uns so sicher waren, wenn der an die Macht kommt, dann wird es anders. Was haben die Menschen geglaubt? Wenn Barack Obama an die Macht kommt, der wird die Atomwaffen abschaffen, der wird Frieden bringen, der hat Frieden zur Weltbevölkerung bekommen. Aber Guantanamo ist immer noch nicht abgeschafft, oder? Man ist manchmal so enttäuscht von Politikern. Das ist nur ein Beispiel, aber von einem brauchen Sie nie enttäuscht sein. Jesus Christus hält, was er verspricht und wenn er es einmal gesagt hat, können Sie sich darauf verlassen, da fährt ein Zug drüber. Egal, was sonst in der Welt passiert, wenn er einmal den Sabbat als Sabbat bestätigt, bleibt der Sabbat. Und wenn er einmal gesagt hat: "Ich bin bei dir alle Tage bis an das Weltende", dann ist das so, egal, ob der Himmel über uns zusammenstürzt. Und wenn er sagt: "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ein ewiges Leben haben", dann ist das so, egal, ob ich mich so fühle oder nicht, ob Leute das bestätigen oder nicht. Es ist so. Gott ändert sich nicht, Jesus ändert sich nicht.

[59:10] Und heute Abend kann uns das Hoffnung geben. Der Sabbat ist nicht nur ein Zeichen der Tatsache, dass ich sage: Oh Gott hat die Welt geschaffen, schau mal, wie schön die Blumen sind. Das ist schön. Der Sabbat ist nicht nur ein Zeichen, dass ich weiß: Oh Gott ist für mich gestorben, Jesus hat für mich am Kreuz den Preis bezahlt. Der Sabbat ist auch ein Zeichen der Hoffnung, dass Gott sich nicht ändert. Kirchen mögen sich ändern, Menschen mögen sich ändern. Gott ändert sich nicht. Auf Gottes Verheißung, auf sein Gesetz kann man sein Leben bauen.

[59:40] Das heißt in Hebräer 9, Vers 16: "Denn wo ein Testament ist, da muss der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat." Ich weiß nicht, wer von Ihnen schon sein Testament gemacht hat. Das ist eine sehr persönliche Sache, aber manchmal haben wir das Gefühl, vielleicht ist es gut, die Dinge schon geregelt zu haben. Man weiß nicht, was vielleicht mal passiert und dann wird genau bestimmt, ich habe mein Haus und den Besitz hier, vielleicht das Auto, das wird geteilt, vielleicht die Sparanlagen, was es alles so gibt, nicht mehr auf die Kinder oder wen auch immer. Ab wann tritt dieses Testament in Kraft? Nach dem Tod. Damit es dann gültig ist oder damit es Gültigkeit bekommt, wann müssen die Regelungen in das Testament geschrieben sein? Vorher, oder? Also vor keinem Gericht dieser Welt ist es möglich, nachdem dann die Person stirbt, das Gesetz aufgetan ist, äh das Testament aufgetan ist, dass man da noch etwas reinschreibt. Also wenn dann jemand kommt, wenn es da so einen Streit gibt und zwei Kinder kommen, treffen sich vor Gericht und der eine hat dann noch nach dem Tod in das geöffnete Testament was reingeschrieben, das wird wohl keine Chance vor Gericht haben, oder?

[1:00:53] Was bedeutet, vielleicht haben Sie mal gehört, wir leben doch im Neuen Testament, wir leben im Neuen Bund, im Neuen Testament. Seit Jesus am Kreuz gestorben ist, gelten doch jetzt die neuen Regeln. Also wenn der Sonntag ein Teil des Neuen Bundes wäre, des Neuen Testaments, wann hätte das dann festgelegt werden müssen? Vor dem Tod, oder? Vor dem Tod. Deswegen hat Jesus ja auch noch vor seinem Tod das Abendmahl eingesetzt. Nicht nach seinem Tod, sondern vor dem Tod, weil er wusste, wenn ich sterbe, dann ist der Bund bestätigt, dann ist das Testament fertig. Ja, deswegen hat er vor seinem Tod schon das Ereignis, das Fest eingesetzt, das dann später an seinen Tod erinnern sollte. Aber den Sonntag hat er nicht eingesetzt.

[1:01:41] Hier steht es in dem Testament: Er ist in Kraft mit dem Tod, er ist noch nicht in Kraft, solange er noch lebt, der es gemacht hat. Und so sagt die Liebe in Hebräer 4, Vers 4: "Denn so hat er an einer anderen Stelle gesprochen vom siebten Tag, und Gott ruhte am siebten Tag von allen seinen Werken." Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes, denn wer zur Gottesruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen Werken, so wie Gott von den seinen.

[1:02:07] Gottes Ziel ist es auch für uns, dass wir Pause machen können. Gott möchte, dass wir uns Woche für Woche Zeit nehmen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Die allermeisten Menschen möchten schon das Gute, oder? Und wenn wir uns ein bisschen für das Christentum interessieren, dann möchten wir uns doch schon auch für Gott interessieren und Zeit mit ihm verbringen. Aber ganz ehrlich, müssen Sie zugeben, im Alltag ist das manchmal schwer, oder? So viele Dinge, so viel Hektik, so viel Stress, so viele Termine, Arbeit, was auch sonst. Und so hat Gott, der das vorhergesehen hat, gesagt: Einen Tag in der Woche nimm dir Zeit. Nimm dir Zeit, dass du die Möglichkeit hast, über mich nachzudenken, aufzutanken und dich zu regenerieren.

[1:02:52] Also von 1. Mose bis zur Offenbarung der Sabbat. Und ich fühle mich ganz ermutigt, von diesem katholischen Pater vielleicht diesen Aufruf zu wiederholen, an alle, die vielleicht auch im Livestream sitzen. Wenn Sie eine Stelle sehen in der Bibel, irgendwo zwischen 1. Mose 1 und Offenbarung 22, aus der deutlich hervorgeht, dass wir doch einen anderen Tag als den Samstag heiligen müssen, verspreche ich Ihnen hiermit 1000 Euro. Schreiben Sie uns eine E-Mail und wenn das wirklich valid ist, dann werden wir das hier berichtigen. Ich bin ziemlich sicher, dass ich das nicht bezahlen muss, aber Sie haben die Herausforderung.

[1:03:36] Manch einer sagt trotzdem: Sollten wir den Sonntag vielleicht doch nicht auch zu Ehren der Auferstehung halten? Jesus ist doch für uns auferstanden, das ist doch wichtig, dann kann man doch den Sonntag auch heilig halten. Übrigens, das war eines der Argumente, mit denen der Sonntag in die Christenheit hineingekommen ist, mit denen man das rationalisiert hat, gesagt hat: Naja, Jesus ist für uns auferstanden.

[1:03:52] Nun, ist es wichtig, dass Jesus für uns auferstanden ist? Ist das ein wichtiges Ereignis, ja oder nein? Warum ist er auferstanden? Warum musste er auferstehen? Weil er vorher tot war. Wann ist er gestorben? Am Freitag, oder? War sein Tod wichtig? War der weniger wichtig als die Auferstehung? Also wenn man den Sonntag zu Auferstehungszwecken hält, zur Ehren der Auferstehung, dann muss man von der Logik hier auf den Freitag halten. Dann müssen wir Freitag, Samstag und Sonntag frei machen. Das Problem ist nur, das Gebot sagt: "Sechs Tage sollst du arbeiten", und nicht vier Tage sollst du arbeiten. Ansonsten wäre es ja schön. Ich war Freitag, Samstag und Sonntag, wäre ganz angenehm.

[1:04:35] Und übrigens sagt die Bibel auch, dass es tatsächlich etwas gibt, womit wir den Auferstehungstag oder die Auferstehung ehren. In Römer 6, wir werden noch ausführlich darüber sprechen, heißt es: "Oder wisst ihr nicht, dass alle, die auf Christus getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Und sind wir mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln." Denn wenn wir mit ihm verbunden und ihm gleichgeworden sind in seinem Tod, so werden wir ihm auch in der Auferstehung gleich sein. Wir wissen ja.

[1:05:11] dass unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist, damit der Leib der Sünde vernichtet werde, sodass wir ihm vor der Sünde nicht dienen.

[1:05:15] Also was für eine Einrichtung, was für eine Praxis ist mit der Auferstehung verbunden? Die Taufe. Wir werden am Samstag noch mehr darüber zu sagen haben.

[1:05:28] Also was sagt das Neue Testament über den Sonntag? Der erste Tag der Woche kommt zwar vor, fünfmal, ich habe nur ein Beispiel hier, fünfmal in Bezug auf die Auferstehung von Jesus. Und dann heißt es hier in Vers 19: Als es nun an jenem Tag, dem ersten der Woche, Abend geworden war und die Türen verschlossen waren an dem Ort, wo sich die Jünger versammelt hatten, aus was? Aus Furcht vor Gott, um die Auferstehung zu heiligen? Ja? Nein, aus Furcht vor den Juden.

[1:06:03] Also diese Versammlung am ersten Tag der Woche war kein Gottesdienst. Erste Korinther 16, Vers 2 heißt es: An jedem ersten Wochentag lege jeder unter euch etwas beiseite und sammle, je nachdem er gedeihen hat, damit nicht erst dann die Sammlung durchgeführt werden müssen, wenn ich komme.

[1:06:20] Jetzt einige haben das genommen und gesagt: Oh, hier findet eine Kirchenkollekte statt. Wenn man den Vers genau liest, heißt es: Lege unter euch etwas beiseite. Es ist ein Unterschied, ob ich etwas beiseite lege oder ob ich etwas in die Kollekte gebe. Wenn ich etwas in die Kollekte gebe, dann lege ich es nicht beiseite, richtig?

[1:06:36] So handelt es sich hier um einen Ratschlag von Paulus, der sagt: Also, wenn wir dann mal kommen und es eine große Sammlung gibt und ihr habt dann nur ganz wenig, dann werdet ihr euch selbst ärgern, weil ihr so gerne gebt, dann macht doch so einen systematischen Plan. Nehmt doch mal den Sonntag und jeden Sonntag legt ihr etwas beiseite und dann habt ihr einen schönen Batzen Geld, den ihr für die Missionen geben könnt.

[1:06:56] Und hier vielleicht die interessanteste Stelle, wo es um den ersten Tag der Woche, den Sonntag geht. Am ersten Tag der Woche aber, als die Jünger versammelt waren, um das Brot zu brechen, also Abendmahl zu feiern, und da redet sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden Tag abreisen wollte und er dehnte die Rede bis Mitternacht aus.

[1:07:13] Stellen Sie sich das mal vor. Also mir wird immer nachgesagt, dass ich lange predige. Ich versuche mich schon im Zaum zu halten, wir sind auch gleich zu Ende. Bis Mitternacht wird es jedenfalls heute nicht mehr gehen. Es heißt hier: Es waren aber zahlreiche Lampen in dem Obersaal, wo sie versammelt waren. Warum gab es da Lampen? Weil es dunkel war. Warum haben wir heute Lampen? Weil es dunkel ist.

[1:07:41] Und die Geschichte geht dann sogar weiter, dass es so spät war, dass der Paulus, obwohl er offensichtlich ein sehr interessanter Prediger war, jemand so müde war, dass er eingeschlafen ist und dann aus dem dritten Stock gefallen ist und tot aufgekommen ist und ein großes Drama ist dann aber wieder lebendig geworden. Aber der Punkt ist der: Als der Paulus dort predigt, am ersten Tag der Woche, wie sah es außerhalb des Fensters aus? Dunkel. Es war so vielleicht 22 Uhr, 23 Uhr, 24 Uhr, ja, gegen Mitternacht.

[1:08:10] Und das ist deswegen wichtig, weil es ein Detail gibt, am Sabbat oder überhaupt an dem biblischen Zyklus der Tage, dass man wissen sollte. Vielleicht erinnern Sie sich an den ersten Bericht in der Schöpfung, wo es heißt, dass Gott das Licht geschaffen hat und so weiter. Dann heißt es: Und es wurde Abend und es wurde morgen, der erste Tag.

[1:08:32] Jetzt Abend steht für welchen Teil des Tages? Den dunklen Teil. Und morgen steht für den hellen. Erst dunkel, dann hell. Das heißt, im biblischen Denken, so wie es eigentlich Gott sich gedacht hatte, beginnt der Tag immer mit dem Sonnenuntergang. Dann hat man also so eine Zeitperiode von ungefähr zwölf, je nachdem, wo man gerade geografisch sich befindet, ungefähr zwölf Stunden bis zum Sonnenaufgang.

[1:08:54] Dann kommt der zweite Teil des Tages, der helle Teil und dann beginnt dann der nächste Tag. Also der erste Tag, dann kommt der zweite Tag, dritter Tag und so weiter. Wenn also der Paulus am ersten Tag der Woche dort gepredigt hat und es war dunkel, welchem Wochentag würde das unserem heutigen westeuropäischen Verständnis entsprechen? Samstagabend, oder?

[1:09:22] Denn der Sonntag, der erste Tag, beginnt eben nicht um 0 Uhr biblisch, sondern schon 18, 19, wann auch immer, je nach der Zeit, am Vortag. Wenn es ein Sonntag gewesen wäre, unsere Rechnung, dann wäre es nämlich schon der zweite Tag der Woche gewesen. Der beginnt nämlich dann schon wieder, wenn es dunkel wird.

[1:09:47] Das heißt, was hat Paulus gemacht? Er hat den ganzen Samstag, den ganzen Sabbat dort mit den Gläubigen verbracht, hat gepredigt und gepredigt und gepredigt und gepredigt und gepredigt und gepredigt und gepredigt, bis es halt dunkel wurde. Dann war halt schon erster Tag der Woche. Ist ja auch kein Problem, man darf ja auch am ersten Tag der Woche predigen.

[1:10:04] Aber wissen Sie, was er am nächsten Morgen gemacht hat? Er ist ins Schiff gegangen, ist weitergefahren. Er hat keinen Gottesdienst gefeiert. Der erste Tag der Woche war für Paulus nicht heilig.

[1:10:17] Im Neuen Testament gibt es also nicht einen einzigen, echten Hinweis, der direkt aus der Schrift kommen würde, dass der Sabbat als Ruhetag sich geändert hätte. Und wie ist das also gekommen? Nur ein ganz kurzer, zwei Minuten historischer Abriss.

[1:10:30] Als die Christen sich verbreitet haben im ganzen Römischen Reich und darüber hinaus, da hat man sie relativ oft mit Juden verwechselt. Das ist auch kein Wunder, weil die allermeisten Christen waren ja auch ehemalige Juden oder waren Juden Christen und es gab viele Ähnlichkeiten. Man hatte dasselbe Buch, das Alte Testament, man hat am selben Tag Gottesdienst gefeiert, man hat ja auch zu demselben Gott gebetet.

[1:10:53] Das Problem war nur, dass die Juden immer mehr verhasst waren von den Römern. Schon ab Kaiser Claudius, so in der Mitte des ersten Jahrhunderts, ging das los, dass man Juden verfolgt hat, ganz besonders, nicht nur die Christen. Und es gab dann im Jahre 135 n. Chr. einen Aufstand einiger jüdischer Rebellen, den nennt man den Bar-Kochba-Aufstand. Und als Folge dessen hat man das Judentum verboten.

[1:11:21] Und jetzt können Sie sich vorstellen, in welcher Lage sich die Christen befunden haben. Denn jeder, der als Jude erkannt wurde, wurde umgebracht. So hat man versucht, und das ist natürlich vielleicht menschlich nachvollziehbar, trotzdem sehr unglücklich und falsch, man hat sich versucht, jetzt möglichst weit von den Juden zu distanzieren.

[1:11:41] Etwas, was man leider in den Jahrhunderten immer wieder gemacht hat, obwohl die Wurzeln des Christentums zum Judentum viel enger sind, als es die Christen oft glauben wollten. Man hat sich davon distanziert und eine Möglichkeit war, äußerlich für die Römer einen Unterschied darzustellen, den man einen anderen Tag geheiligt hat. Und das begann in Rom, das begann in Alexandria, in einigen großen Städten.

[1:12:05] Und als dann Konstantin sich zum Christentum bekehrt hat, hat er diese Tradition aufgegriffen, weil er wusste, der Sonntag war auch bei den Heiden ein ganz angesehener Tag. Es war der Tag der Sonne, die es so lässt. Und so hat er dann dieses Gesetz erlassen: An dem ehrwürdigen Tag der Sonne sollen alle Magistraten und Stadtbewohner ruhen, auch sollen alle Läden geschlossen bleiben.

[1:12:28] Der Sonntag wurde jetzt in die Verfassung Roms mit aufgenommen, in die Gesetzgebung. Und dann von der Kirche wurde das entsprechend auch weiterentwickelt. Das heißt dann hier im Konzil von Laodizea: Christen sollen nicht judaisieren, also nicht zu eng was mit den Juden zusammen haben. Und am Samstag müßig bleiben, stattdessen sollen sie an diesem Tag arbeiten. Mit anderen Worten, gebt bloß nicht den Eindruck, dass ihr Juden seid.

[1:12:51] Das ist eigentlich eine sehr traurige Geschichte, wie der Sonntag in die Kirche kam. Eine Geschichte, auf die wir als Christen nicht besonders stolz sein sollten. Und als Martin Luther dann nach den Wirren des Mittelalters einige Grundwahrheiten der Bibel wiederentdeckt hat, als er die Bibel übersetzt hat und dieses Prinzip Sola Scriptura, allein die Bibel, für sich in Anspruch genommen hat, da gab es einen Punkt, den er nie ganz wirklich durchgesetzt hat und der dann der Reformation ein bisschen zum Falschdreck wurde.

[1:13:23] Als das Konzil von Trient sich dann getroffen hat, um die Gegenreformation gegen Luther einzuleiten, die Frage war ja, wie können wir dieses Argument entkräften, dass man nur der Bibel folgen soll? Da haben sie lange debattiert, lange hin und her, was sollen wir machen, bis dann einer auf die Idee kam.

[1:13:43] Hier heißt es schließlich bei der letzten Eröffnung am 18. Januar 1562 wurde alles Zögern beiseite gelegt. Der Erzbischof von Reggio hielt eine Rede, in der er offen erklärte, dass die Tradition über der Schrift stünde. Die Autorität der Kirche könne deswegen nicht der Autorität der Schrift unterworfen werden. Warum? Weil die Kirche den Sabbat in den Sonntag verändert habe.

[1:14:05] Nicht aufgrund eines Gebotes Christi, weil das gibt es ja nicht, sondern aufgrund ihrer eigenen Autorität. Und das war die Logik. Weil wir alle, sowohl Katholiken als auch Protestanten damals, den Sonntag heiligen und es kein Gebot in der Bibel dafür gibt, seid ihr Protestanten falsch mit eurem Sodascriptura. Ansonsten müsstet ihr es ändern. Und das war natürlich ein herber Schlag für die Reformation und sie haben das nie so wirklich ganz umgesetzt.

[1:14:34] Jesus hat genau zu diesem Thema Stellung bezogen. Er hat gesagt, er beantwortet und sprach zu ihnen: Und warum übertretet ihr das Gebot Gottes um eure Überlieferung willen? Jesus hat genau das Gegenteil gesagt. Er sagt: Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie leeren Vorträgen, die Menschengebote sind.

[1:15:03] Heute Abend kann jeder von uns entscheiden, was ihnen wichtiger ist. Tradition oder das Wort Jesu, die Bibel. Tag des Herrn ist eben nicht der Sonntag, sondern Jesus sagt: So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat. Und er sagt an anderer Stelle: Wenn du deinen Fuß am Sabbat zurückhältst und nicht deinen Geschäften nachgehst an meinem heiligen Tag und den Sabbat Lust nennst und den heiligen Tag des Herrn geehrt.

[1:15:24] Der Tag des Herrn nach der Bibel ist der Tag von Jesus, der Tag Sabbat. Und vielleicht sagen sie jetzt am Ende: Ist das jetzt wirklich so wichtig, so entscheidend? Ist Gott so kleinlich, dass es ihm jetzt darauf ankommt, an welchem Tag?

[1:15:45] Erinnern Sie sich, es ist ein Teil der Zehn Gebote, nicht so ein kleines Gebot, Teil der Zehn Gebote auf Stein von Gottes eigenem Finger geschrieben. Gedenke an den Sabbat-Tag und heilige ihn.

[1:16:00] Jetzt stellen Sie sich vor, Sie heiraten. Ich weiß nicht, wer von Ihnen noch nicht geheiratet hat. Sie heiraten und Sie stehen als Bräutigam dort am Kirchenaltar und Sie heiraten eine Frau, die sechs Schwestern hat. Und die Tür geht auf, die Musik fängt an zu spielen, die Orgel, die Leute erheben sich, der Vater der Braut kommt und die verschleierte, in traumhaftem Weiß gekleidete Braut kommt Ihnen entgegen. Sie hören die Predigt an und dann kommt der Zeitpunkt für den Kuss.

[1:16:39] Die Braut hebt ihren Schleier und siehe da, es ist die Schwester. Wer von Ihnen würde jetzt sagen: Ist doch egal, eine von sieben, Hauptsache überhaupt einer, nicht wahr? Der soll doch nicht so kleinlich sein. Nein. Warum? Weil Liebe im Spiel ist, oder?

[1:17:01] Und wenn Liebe im Spiel ist, dann geht es auch um die Details. Dann ist man nicht so oberflächlich. Und wenn Liebe im Spiel ist in Bezug auf Gott, in Bezug auf Jesus und er sagt: Ich würde gerne an diesem Tag dich mit mir treffen, dann komme ich nicht einen Tag später. Wenn meine Frau sagt: Lass uns am Dienstag was gemeinsam machen, dann werden die am Mittwoch gehen und sie einen ganzen Tag lang warten lassen, oder?

[1:17:28] Das ist eine Frage des Herzens. Wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist dem ganzen Gesetz schuldig. Und die Bibel sagt auf Maleachi 14, Vers 12, das ganze am Ende, wenn Jesus wiederkommt, gibt es Menschen, die halten nicht nur sieben oder acht oder die berühmten neun Gebote, von denen ja alle anderen Christen kein Problem mit haben, sondern hier ist der standhafte Auszug der Heiligen, hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren. Alle zehn.

[1:17:59] Jesus sagt: Liebt ihr mich, so werdet ihr meine Gebote halten. Man kann nur beides haben. Wir haben gelernt, Gottes Gesetz ist die Wahrheit. Wir haben gelernt, Jesus ist die Wahrheit. Und wir haben gelernt, das Wort ist Wahrheit. Und die Frage ist einfach die: Ist der Sabbat Teil des Gesetzes? Ist der Sabbat Teil der Lehre von Jesus gewesen? Und ist der Sabbat Teil der Bibel? Dann ist es die Wahrheit.

[1:18:32] Gedenke des Sabbats. Das ist genau das, was Gott in seinen Zehn Geboten uns gesagt hat. Und ich möchte Sie herausfordern, auch die, die live im Livestream jetzt zuschauen, vielleicht haben Sie heute zum ersten Mal davon gehört, vielleicht haben Sie schon mehrmals davon gehört, aber heute ist es Ihnen klar geworden, Sie müssen eine Änderung folgen. Sie müssen der Wahrheit folgen. Sie sind über die Wahrheit gestolpert.

[1:19:01] Klopfen Sie sich jetzt bloß nicht ab und tun so, als hätten Sie es nicht gehört. Wir möchten Sie einladen, jetzt am kommenden Sabbat, am Samstagvormittag, hier in die Kissingerstraße 43 zu kommen. Wir sind herzlich eingeladen. Wir werden zwar kein direktes Thema aus dieser Serie machen, aber quasi ein Bonusthema, das auch mit dem Grundthema Blueprint zu tun hat. Einen speziellen Vortrag dazu in der Predigtstunde um ab 10:45 Uhr hier in der Kissingerstraße 43.

[1:19:34] Kommen Sie einmal vorbei und erleben Sie einen Sabbat. Und für alle, die wir hier sind, möchte ich diese Einladung genauso aussprechen, dass wenn wir das zum ersten Mal heute erkannt haben, zum vertieften Male, dass wir uns den Sabbat ganz bewusst als einen Tag reservieren in unserem Kopf, der für Gott ist. Ein Tag für Jesus.

[1:19:55] Ein Tag, an dem wir nachdenken, dass Jesus uns liebt und dass wir uns zurücklieben wollen. Ein Tag, an dem wir wissen dürfen, er hat uns geschaffen, er hat einen Plan für unser Leben. Er ändert sich nichts. Eine konstante Woche für Woche immer wieder eine Erinnerung: Jesus hat mich erlöst.

[1:20:13] Und in diesem Sinne möchten wir uns alle ganz herzlich einladen, dass wir gemeinsam am kommenden Sabbat das erleben hier. Wir werden uns aber vorher noch treffen, nämlich am kommenden Freitagabend und das ist dann der Sabbat-Anfang.

[1:20:28] Und da werden wir uns dann diesem Thema hier widmen: Fit for the Endzeit. Das wird ein sehr praktisches Thema werden, wird sehr viel Freude machen, sehr viele interessante Dinge werden wir lernen. Und auch etwas, wo wir wieder über Wahrheit stolpern dürfen, um noch ein bisschen schneller der Endzeit entgegen gehen zu können.

[1:20:45] Für heute Abend möchte ich uns einfach alle gemeinsam bitten, wenn es unser Wunsch ist, Jesus zu folgen und seinen Sabbat heilig zu halten, dass wir gemeinsam aufstehen für ein Abschlussgebet.

[1:21:03] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort uns zeigst, dass du nicht nur ein Gott bist, der uns geschaffen hat, der uns aufgezogen hat und dann als Roboter durch die Welt hat laufen lassen, sondern dass du genau weißt, dass wir Ruhe brauchen, dass wir Entspannung brauchen, dass wir Gemeinschaft brauchen, dass wir Liebe brauchen, einen Sinn im Leben, Sinnhaftigkeit.

[1:21:25] Und dass du durch den Sabbat eine besondere Zeit herausgenommen hast, an der wir Gemeinschaft mit dir haben können. Vielleicht denkt der eine oder andere von uns, dass es zu schwierig ist, den Sabbat zu halten, zu anstrengend.

[1:21:46] Aber lieber Vater im Himmel, du hast so viel mehr zu tun als wir und du hast dir einen ganzen Tag freigenommen damals bei der Schöpfung. Einfach nur um die Schöpfung zu betrachten.

[1:21:58] Und wenn du dir das erlauben konntest, wie viel mehr wir, die wir doch so viele unwichtige Dinge zu tun haben als du. So vergib uns, wo wir uns vielleicht selbst mit Einwänden und Vorwänden behindert haben.

[1:22:13] Sprich doch zu unserem Herzen, dass wir erkennen, wie wichtig es ist, ruhig zu werden, still zu werden, aufzuhören mit unserem ständigen Stress, um in deine Gemeinschaft zu kommen, um auftanken zu können für die Woche, die immer vor uns liegt.

[1:22:32] Und so möchten wir dich bitten, dass der kommende Sabbat von Freitagabend an mit den Dingen, die wir erleben werden bei Operation Blueprint, aber auch durch die Gemeinschaft mit dir und untereinander, dass es ein besonderer Segen wird für jeden Einzelnen, der hier sein wird.

[1:22:43] Auch für diejenigen, die live zuschauen können, weil sie vielleicht nicht kommen können. Sei doch bei jedem, der hier zuschaut, der hier in der Nähe wohnt, sprich doch zu ihm und lade ihn noch einmal ganz persönlich ein, hierher zu kommen.

[1:22:54] So bitten wir das alles in kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.


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