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In dieser Folge von „Operation Blueprint“ mit Christopher Kramp wird das tiefgründige Thema des Todes beleuchtet. Es wird untersucht, was die Bibel wirklich über den Zustand der Toten lehrt und wie die gängigen Vorstellungen davon abweichen. Der Vortrag erklärt die biblische Sicht auf die Entstehung des Lebens und was beim Tod tatsächlich geschieht, wobei die Konzepte von Seele und Geist klar voneinander abgegrenzt werden. Außerdem wird die Bedeutung von Jesu Auferstehung und seine Macht über Leben und Tod thematisiert.

In dieser Folge von „Operation Blueprint“ wird das tiefgreifende Thema des Todes aus biblischer Perspektive beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, was die Bibel über den Zustand der Toten lehrt und wie der Tod als Schlaf verstanden wird. Es wird die Bedeutung von „Seele“ und „Geist“ im biblischen Kontext erläutert und die Hoffnung auf Auferstehung durch Jesus Christus hervorgehoben. Die Sendung räumt mit verbreiteten Mythen auf und zeigt, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern ein Übergang.


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Serie: Operation Blueprint

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Transkript

[0:31] Wetterwetter überrascht! Wenn es kracht, holt die Wetterzeit! Wenn es kracht, sieben Meter! O-rei, o-rei, o-rei, o-rei! Wetterwetter!

[1:16] Ja, fühlen Sie sich ruhig frei, Fragen zu stellen. Es ist immer spannend, solche Fragen zu bekommen und dann selbst ein bisschen noch nachzurecherchieren. Herzlich willkommen und, na ja, jetzt ist der Sabbat fast, fast zu Ende. Aber trotzdem, schön, dass Sie da sind und schön, dass Sie live zuschauen, hier gerade bei uns auf Joel Media TV oder auf Amazing Discoveries oder natürlich auf Operation Blueprint zu unserem zwölften Thema: Das Geheimnis des Todes gelöst. Das ist ein Thema, das vielleicht etwas mehr an die Nieren geht oder doch etwas, ja, ernstes als vielleicht einige der anderen Themen, die wir in den letzten Tagen behandelt haben. Wer denkt schon gerne über seinen eigenen Tod nach, oder? Wie oft, wie viel Zeit verbringen Sie zu Hause so im Alltag über Ihren Tod nachzudenken? Ich glaube, in aller Regel ist es so ein Thema, das verdrängt man die meiste Zeit seines Lebens. Es gibt dann manchmal Situationen, wo das ganz plötzlich ganz aktuell wird. Wenn man einen Unfall hat, wenn man vielleicht mit einer schweren Krankheit diagnostiziert wird oder wenn auch vielleicht geliebte Menschen im eigenen Umfeld vom Tod bedroht sind. Dann plötzlich fängt man an, sich Gedanken zu machen.

[2:28] Ich kann mich erinnern, ich habe einen guten Freund, und er ist auch Redner und hält Vorträge, und er hat mal erzählt, er ist mal nach Afrika gegangen für einige Zeit und hat dort Missionen gemacht, ein bisschen Vorträge gehalten und er kam dann aus Afrika zurück und war in Amerika und hat Fieber bekommen. Er hat sich gedacht, naja, ich habe schon öfter mal Fieber gehabt. Ein Tag, zwei Tage, drei Tage, vier Tage. Das Fieber wurde immer schlimmer und dann hat er sich gedacht, irgendwas ist hier komisch nach dem fünften Tag. Und am sechsten Tag ist er zum Arzt gegangen und es war Malaria. Und der Arzt hat gesagt, wissen Sie, also diese Art von Malaria, die führt nach sieben Tagen zum Tod. Und ob Sie die heutige Nacht überleben, ist wirklich nicht klar. Und dieser junge Mann erzählt, dass in jener Nacht, als er dem Tod quasi ins Angesicht geschaut hat, da war ganz vieles, das vorher in seinem Leben wichtig war, plötzlich ganz unwichtig. Was er in seinem Leben alles so machen möchte, die ganzen Ziele und Pläne, all das war völlig unwichtig. Er hat gesagt, es waren nur noch zwei Dinge, an die er denken konnte: Wie stehe ich zu Gott? Und sind meine Beziehungen zu meinen engsten Menschen, sind die in Ordnung? Das war alles, um was es ging.

[3:57] Und ich glaube, auch wenn wir vielleicht heute, wo wir heute hier sitzen, dem Tod vielleicht nicht so direkt ins Auge sehen, lohnt es sich doch einmal, darüber Gedanken zu machen, was der Tod für unser Leben bedeutet und wie wir damit umgehen. Und ich möchte uns einladen, wir gemeinsam ein Gebet sprechen, um dann in dieses wichtige und ernste Thema hineinzugehen.

[4:17] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du uns heute diesen wunderbaren Sabbat-Tag geschenkt hast, dass wir von dir lernen durften. Und wir möchten dich jetzt bitten, wenn wir dein Wort studieren, wenn wir von dir lernen, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, dass du uns Hoffnung und Mut schenkst, angesichts dieses ernsten Themas und dass wir wissen dürfen, dass wir, wenn wir unser Leben in deine Hände legen, wir in deinen Händen geborgen sind. Und so bitten wir dich, dass du alle Störende fernhältst und dass wir von dir lernen dürfen. Im Namen Jesu, Amen.

[4:54] Immer wieder haben wir in diesen Vorträgen gesehen, dass es Wahrheiten gibt im Wort Gottes, die durchaus anders sind als die Wahrheiten oder die Ideen, die man so landläufig über große Menschheitsfragen hört. Und wir werden nicht müde, diesen Winston Churchill hier zu zitieren, der gesagt hat: Die meisten Menschen stolpern irgendwann in ihrem Leben über Wahrheit. Die meisten springen auf, klopfen sich ab und eilen weiter, als wäre nichts passiert. Und ich glaube, auch beim Thema des Todes gibt es Wahrheit, die man entdecken kann. Es gibt ja heute unglaublich viele Ideen, was so nach dem Tod passiert. Wahrscheinlich kennen Sie einige davon. So einige der landläufigen Theorien sind, wenn man stirbt, dann kommt man in den Himmel oder man kommt in die Hölle, man kommt in das Fegefeuer. Man wird wiedergeboren in ein anderes Lebewesen. Das ist recht populär. In einigen Teilen der Welt, wie doch bei uns immer populärer. Da wird man dann vielleicht entweder eine Kuh oder ein Elefant oder eine Maus. Je nachdem, ob man gut oder schlecht gelebt hat. Und je nach Kultur kann es einen da sehr schlimm treffen, wenn man zum Beispiel als Frau wiedergeboren wird. Dann gibt es andere Theorien, die sagen, wenn man stirbt, dann passiert gar nichts. Dann wird man einfach nur aufgefressen von den Würmern. Und so gibt es eine ganze Reihe von verschiedenen Ideen.

[6:17] Und wir wollen uns fragen, was ist die Wahrheit? Und wenn wir die Wahrheit entdecken, wenn wir sehen, was Jesus Christus, was die Bibel uns über den Tod zu berichten hat, dann sind wir wieder herausgefordert, diese Wahrheit auch anzunehmen und nicht so tun, als ob wir sie nie gehört hätten. Also, was hat es mit dem Tod auf sich? Das Besondere am Tod ist ja, wenn man ihn erst mal erlebt hat, bis auf wenige Einzelfälle, auf die wir noch zu sprechen kommen, wenige Ausnahmen, sind die allermeisten nicht wieder zurückgekehrt. Es gibt nur wenig Berichte von denen, die das schon erlebt haben. Und für viele Menschen ist der Tod so ein ungewisses Thema. Wir wissen alle, wir steuern darauf zu. Ab dem Moment, wo wir geboren werden, läuft da so eine Uhr runter. Ich weiß nicht, wie lange sie in unserem persönlichen Leben tickt, aber irgendwann wird es uns wohl treffen.

[7:11] Und um herauszufinden, was wirklich passiert beim Ende des Lebens, muss man sich erst mal Gedanken machen, wie ist das Leben überhaupt aufgebaut. Wenn ich nicht den Anfang kenne, kann ich auch das Ende nicht richtig interpretieren. Und dann wollen wir uns die Gedanken machen, wie hat Jesus den ersten Menschen geschaffen? Hier in 1. Mose 2 und dort Vers 7 lesen wir: Ich finde es eine ganz erstaunliche und bemerkenswerte Aussage hier. Die Bibel berichtet uns, dass Gott alles durch sein Wort erschaffen hat. Er hat gesagt, es werde Licht und es wurde Licht. Er hat gesagt, es werde eine Himmelsatmosphäre und es wurde eine Himmelsatmosphäre. Er hat gesagt, das trocknet, zeige sich und die Kontinente entstanden. Er hätte locker sagen können, ohne mit der Wimper zu zucken, es werde Mensch. Aber Gott hat nicht einfach gesagt, es werde Mensch. Gott kam auf diesen Planeten. Jesus hat sich in den Staub gekniet und hat geformt. Und das sagt uns etwas über die Nähe, die Gott zu uns haben möchte. Das sagt uns etwas über die Besonderheit, die der Mensch in seinen Augen hat. Er hat den Menschen mit seinen eigenen Händen geformt. Die Augenhöhlen, die Nasenhöhlen und das Becken. Alles hat er geformt.

[8:33] Und dann heißt es, er blies den Odem des Lebens in seine Nase. Ich weiß nicht, ob Sie es schon mal probiert haben, ein Sandgebilde zu bauen, eine Sandburg am Strand beim Urlaub. Stellen Sie sich vor, Sie bauen eine Sandburg oder ein Gebilde aus Sand und Sie beugen sich drüber und Sie blasen drauf, was passiert? Es geht alles wieder kaputt. Also hier ist offensichtlich nicht nur ein natürlicher Akt gemeint. Offensichtlich war das etwas Übernatürliches. Gott hat hineingeblasen seinen Atem, seinen Lebensodem. Und der Mensch wurde, so sagt uns die Bibel, er wurde eine lebendige Seele. Merken Sie sich diesen Ausdruck: eine lebendige Seele. Nefesh heißt es im Hebräischen. Und die Bibel gibt uns diese einfache Zusammenfassung hier: Der Staub, so wie ihn Gott genommen hat von der Erde, und tatsächlich sind auch die Inhaltsstoffe der Erde, die wir finden und unter der wir laufen, die selben Inhaltsstoffe, die wir auch im Körper haben. Das ist also tatsächlich biologisch nachweisbar. Der Staub plus der Atem, sagt uns die Bibel, ergibt eine lebendige Seele.

[9:49] Dieser Begriff Seele ist immer sehr populär, wenn es um den Tod geht. Die Idee ist immer wieder da, dass wir eine Seele haben, die in uns ist und wenn wir sterben, dann wird diese Seele weiterleben. Wahrscheinlich haben wir alle schon mal diese Theorie gehört. In manchen Teilen Deutschlands wird das Fenster aufgemacht, wenn die Person stirbt, damit es die Seele einfacher hat, rauszufliegen. Die Bibel sagt allerdings, dass die lebendige Seele zusammengesetzt ist aus dem Staub, also der Materie, aus den Elementen und dem Lebensatem. Mit anderen Worten, Staub plus Atem ergibt die Seele. Ein anderes Wort für Seele in der Bibel ist Person oder Leben.

[10:35] Ich gebe Ihnen mal ein Beispiel dafür, dann werden Sie das sofort sehen. Hier zum Beispiel in der Apostelgeschichte, da berichtet es von einer Missionsreise, die Lukas beschreibt das. Wir waren auf dem Schiff insgesamt 276 Seelen. Das war kein Geisterschiff, das quasi führerlos durch den Ozean des Mittelmeers gesteuert ist. Da waren Menschen drauf wie du und ich, Menschen mit Fleisch und Blut. Der war ja selbst dabei, er hat es aufgeschrieben, den hat man später noch gesehen, den konnte man später anfassen. Er sagt, wir waren 276 Seelen. Anderes Beispiel, 2. Mose 1, Vers 5. Die ganze Nachkommenschaft Jakobs betrug damals 70 Seelen. Also Nachkommen ist ein anderes Wort für Nachfahren, es waren Menschen, die durch ihn gezeugt worden sind, oder seine Enkelkinder gewesen sind. Und der Jakob hat keine Geister gezeugt. Das waren Kinder aus Fleisch und Blut, die aus seinen Ländern hervorgekommen sind. Josef aber war schon vorhin in Ägypten. Das heißt, das Wort Seele wird ganz regelmäßig, ganz selbstverständlich für Personen oder für lebendige Wesen verwendet. Das sagen wir heute manchmal auch noch. Wir sagen, das ist ein 80-Seelen-Dorf. Schon mal gehört? Und trotzdem haben wir keine Angst, dort hinzugehen. Keiner von uns befürchtet, dass dort irgendwelche Seelen um die Ecken kriechen.

[11:52] Und das ist die Idee bei der Bibel, wenn sie von einer Seele spricht. Nun, gehen wir ein bisschen weiter. Was ist dieser Odem des Lebens? Manche, mit denen ich dieses Thema studiert habe oder vorgetragen habe, die sagen mir, ja, das habe ich verstanden. Wir haben keine Seele, wir sind eine Seele, weil wir sind ja Materie und Atem. Aber vielleicht ist dieser Geist, den Gott hineingeblasen hat, vielleicht ist das ja quasi wie die Seele. Also wollen wir kurz verstehen, was ist der Odem des Lebens, den Gott den Menschen einhauchte.

[12:24] Hier haben wir ein Beispiel aus Hiob 33, Vers 4. Der Geist Gottes hat mich gemacht. Also das ist die schöpferische Kraft des Geistes Gottes. Und der Odem des Allmächtigen erhält mich am Leben. Das heißt, diese Lebenskraft, die Gott in den Menschen hineingeblasen hat, erhält ihn auch am Leben. Die Wahrheit ist, Gott hat uns nicht nur gemacht, ohne ihn könnten wir auch gar nicht leben. Und zwar egal, ob wir das anerkennen oder nicht. Gott ist so ein liebevoller Gott, dass er sogar die Menschen am Leben erhält, die ihn gar nicht kennen. Oder gar nicht kennen wollen, die ihn gar nicht lieben. Zumindest eine so ausreichend lange Zeit, dass sie jeden Beweis seiner Liebe und Güte erleben können. Sehr interessant. Das heißt, egal, ob sie Gott gut finden oder nicht, ob sie gegen ihn rebellieren oder mit ihm kooperieren wollen, Gott erhält sie am Leben.

[13:13] Und hier heißt es: Ja, solange noch mein Odem in mir ist und der Hauch Gottes in meiner Nase. Also, wo befindet sich der Odem? In welchem Körperorgan? In der Nase. Jetzt machen wir alle ein Experiment. Ganz einfach. Wir fassen uns an die Nase. Fassen Sie sich an die Nase. Wird nicht aufgezeichnet, nur ich werde aufgezeichnet. Sie können das ganz problemlos machen, keiner sieht es. Fassen Sie sich an die Nase und machen wir so. Was kommt daraus? Sie haben jetzt nichts Ihre Seele hinaus befördert.

[13:49] Der Odem ist nicht so eine Art bewusste Seele. Der Odem ist tatsächlich das, was unsere Lebenskraft, der Lebensatem, das ist, was Gott sagt. Hier, noch einmal. Es starb alles, was Lebensodem hatte auf dem trockenen Land. Das ist ein Bericht von der Sintflut. Als die Sintflut über die Welt hinüberging, starb alles, was Lebensodem hatte. Das heißt, es hatte Lebensodem und als es gestorben war, hatte es keinen mehr. Das ist die Idee dahinter. Hier steht auch: Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie. Nimmst du ihren Odem weg, was passiert mit ihnen? Sie vergehen und werden wieder zu Staub. Derselbe Prozess vorwärts geht auch rückwärts. Wenn man den Staub hat und Atem hineinbläst, wenn Gott seinen Lebensodem hineingibt, seine Lebenskraft, wird eine lebendige Seele daraus. Wenn Gott seinen Lebensodem wieder zurücknimmt, das heißt die Fähigkeit zu atmen, dann wird der Mensch wieder zu Staub. Wahrscheinlich kennen Sie diese berühmte Aussage: Staub zu Staub. Kommt aus dieser Idee.

[15:01] Sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen, und du erneuerst die Gestalt der Erde. Odem rein, Seele lebendig. Odem raus, keine Seele. Das ist diese Idee, die die Bibel uns hier beschreibt. Das alttestamentliche Wort für Geist ist das Wort Ruach. Es bedeutet einfach Atem. Es wird auch für Wind verwendet. Das, was wir atmen.

[15:30] Es lohnt sich zu wissen, dass das Wort Geist etwas anderes ist als das Wort Seele. Geist ist die Fähigkeit zu atmen, und Seele ist der lebendige Mensch. Das heißt, der Geist kann zu Gott zurückgehen, weil der Lebensodem zu ihm zurückgeht, weil er ihn gegeben hat. Aber Geist und Seele sind zwei völlig verschiedene Dinge. Sie haben zwei völlig verschiedene Worte und zwei völlig verschiedene Konzepte.

[15:57] Nun, was passiert dann nun, wenn eine Person stirbt, wenn wir das jetzt mal als Grundlage verstanden haben, wie wir aufgebaut sind nach der Bibel? Die Bibel sagt in Prediger 12, Vers 7: Und der Staub wieder zur Erde zurückkehrt, wie er gewesen ist, und der Geist zurückkehrt zu Gott, der ihn gegeben hat. Wie wir gerade gesagt haben, wenn der Mensch stirbt, passiert Folgendes: Der Geist geht zu Gott zurück, der Lebensatem ist nicht mehr da, und der Mensch wird einfach zu Staub.

[16:31] Das heißt hier, und das ist sehr interessant, denn gleich wie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot. Also ohne Geist ist der Leib tot. Übrigens, das ist ein sehr interessanter Vers. Wir machen kurz eine Klammer auf. Was glauben Sie, was ist zuerst da? Der Leib oder der Geist? Wir machen eine Abstimmung. Wer sagt, zuerst der Leib? Und wer sagt, zuerst der Geist? Wer sagt, ich bin mir nicht ganz sicher? Beide gleichzeitig. Also, Moment mal. Wodurch wurde der Leib bei Adam geschaffen? Aus Erde, richtig? Und der Geist kam woher? Von Gott. Also, was war zuerst da, der Leib oder der Geist? Der Geist. Der Geist war zuerst da, oder? Der Geist war schon lange da. Es war der Geist Gottes, der dann in den Leib hineingeblasen wurde.

[17:34] Jetzt schauen Sie mal mit dem Gedanken den Vers an. Er hat nicht direkt etwas mit dem Thema Tod zu tun, aber es hilft einem ganz viel zu verstehen. Denn gleich wie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot. In dieser Parallele, wofür steht der Leib? Der Leib steht für Glauben. Und der Geist steht für Werke. Jetzt, was war zuerst da? Der Glaube oder die Werke? Die Werke. Landläufig hört man immer Christen sagen, also der Glaube ist zuerst da, und später kommen dann die Werke, oder? Aber jetzt denken Sie kurz nach. Die Werke, die der Christ tut, sind so wie der Geist, der den Leib zum Leben bringt. Aber woher kommt der Geist? Der Geist kommt von? Von Gott. Und das ist das Entscheidende. Was ist zuerst da? Nicht mein Glaube, sondern Gottes Werke. Zuerst sind da Gottes Werke. Und Gottes Wirken in meinem Leben bewirkt, dass mein Glaube lebendig wird. Weil Gott wirkt, wird mein Glaube lebendig, und dann darf Gott in mir wirken. Das sind meine Werke, nicht mein Geist. Das ist Gottes Geist. Meine Werke, nicht meine Werke. Seine Werke und deswegen auch sein Geist. Nur so nebenbei. Klammer zu.

[18:53] Also, der Körper ohne den Atem ergibt was? Genau. Den Leichnam. Das ist die Mathematik, sozusagen, des Todes oder des Menschen. Hier steht in Apostelgeschichte, sie steinigen den Stephanus, der frühen Zeugen der Christenheit. Der betete und sprach: Herr Jesus, nimm meinen Geist auf. Jetzt, wenn wir das studiert haben, wissen Sie, der meinte nicht, dass seine Seele jetzt irgendwo in den Himmel fliegt. Er meinte einfach, nimm meinen Lebensodem wieder zurück. Und dann heißt es hier, und er kniete nieder und rief mit lauter Stimme: Herr, rechne ihm diese Sünde nicht an. Und nachdem er das gesagt hatte, schon das nächste Wort: Entschließe.

[19:41] Sehr interessantes Wort. Bevor wir darauf eingehen, mal eine kurze Illustration. Sie alle kennen das Phänomen von Licht. Wir alle haben jetzt gerade Licht hier. Schauen wir einmal auf diese schönen Leuchter hier, die wir haben. Ich brauche jetzt die Saaldiakonie als Illustration. Können wir einfach kurz das Licht ausmachen? Das ist, was beim Tod passiert. Machen wir wieder an. Die Lampe, die Glühbirne, ist wie der Leib. Und der Geist ist was in unserer Illustration? Die Elektrizität, der elektrische Strom. Und wenn beides zusammenkommt, dann leuchtet es. Jetzt machen wir es mal aus. Das Licht ist in den Nebenraum gegangen, oder? Ist das Licht in den Nebenraum gegangen? Unsichtbar für uns? Nee, es ist einfach weg. Ja, dankeschön.

[20:33] Genauso, wenn der Lebensatem weggeht, ist die Seele nicht plötzlich unsichtbar woanders. Die Seele als das Leuchtende, das Lebendige, ist weg. Einfach weg.

[20:45] Nun, es gibt eine Geschichte in der Bibel, die sehr gut illustriert, was Jesus Christus selbst, der Gründer des Christentums, über den Tod gelehrt hat. Er hatte einige sehr gute Freunde. Also Jesus ist natürlich der Freund von jedem von uns. Aber als Mensch hatte Jesus auch besonders gute Freunde, mit denen er gerne seine Zeit verbracht hat. Darunter war ein Mann namens Lazarus. Er hat drei Schwestern, Maria und Martha. Und eines Tages, als Jesus unterwegs war, hört er die Nachricht, dass sein guter Freund Lazarus schwer krank ist. Sterbenskrank. Stellen Sie sich vor, Sie bekommen die Nachricht, dass eine Ihrer besten Freunde, beste Freundin, sterbenskrank ist und sie bittet, sofort zu Ihnen zu kommen. Was würden Sie tun? Sofort hingehen, oder? Aber selbst man weiß in dieser Geschichte, hat es Jesus gar nicht eilig. Er macht so weiter sein Ding, an einem anderen Ort. Und die Tage vergehen. Und dort, wo der Lazarus todkrank ist, da fragen sich die Leute, was macht denn Jesus? Hat er was Besseres zu tun, als seinem besten Freund zu helfen? Und auch die Jünger wundern sich, warum sie nicht in die richtige Richtung gehen.

[21:55] Und dann einige Tage später, so quasi aus heiterem Himmel, sagt Jesus die Sprache und danach sagt er zu ihnen: Unser Freund Lazarus ist eingeschlafen. Aber ich gehe hin, um ihn aufzuwecken. Jetzt, er hat das mit solch einer Überzeugung gesprochen, dass die Jünger ihn erst missverstanden haben. Die haben gesagt: Naja, also Herr, wenn er eingeschlafen ist, das ist nicht das Problem. Da kann man ihm kaltes Wasser über den Kopf, dann wechseln wir auch. Deswegen müssen wir nicht hingehen. Das heißt, Jesus hat das so deutlich, das Wort Schlafen so buchstäblich verwendet, dass die Jünger gedacht haben, er meint den natürlichen Schlaf. Aber Jesus hatte von was geredet? Von seinem Tod geredet. Sie dagegen meinten, er rede vom natürlichen Schlaf und so muss Jesus das korrigieren oder richtig stellen, was er meinte. Daraufhin nun sagte Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben.

[22:47] Wenn Jesus über den Tod gesprochen hat, hat er gesagt, die Person ist eingeschlafen. Eigentlich hat sich das sogar noch bis in unseren Sprachgebrauch hinübergerettet. Wir sagen manchmal, die Person ist nach langem, schweren Kampf letztendlich friedlich eingeschlafen. Das kommt aus der Bibel. Direkt diese Formulierung, sie ist eingeschlafen. Und wir alle wissen, sie ist tot. Lazarus ist gestorben.

[23:19] Und als dann Lazarus tot war, eingeschlafen, wie Jesus meinte, dann hat er sich auf den Weg gemacht, weil er ein großes Wunder tun wollte. Er spricht dann zu Maria und zu Martha, die zu ihm kommen und weinen und sagen: Herr, wenn du da gewesen wärst, dann wäre ich gestorben. Wenn du nur dir Zeit genommen hättest. Jetzt ist es zu spät. Aber liebe Freunde, es gibt eine gute Nachricht heute Abend. Egal wie weit es mit uns gekommen ist, es ist nie zu spät für Jesus. Jesus, wenn du mir nur dann geholfen hättest, wenn du da gewesen wärst, dann wäre ich nicht jetzt, wo ich hier bin. Aber für Jesus gibt es kein zu spät, selbst wenn die Person schon tot ist. Wo wir sagen, jetzt ist es vorbei. Für Jesus gab es kein zu spät. Er sagt, dein Bruder wird auferstehen.

[24:13] Und sie sagt dann: Ja, ich weiß. Ich weiß, am letzten Tag, wenn die Auferstehung der Toten ist, die Wiederkunft ist am Ende der Welt, da wird er auferstehen. Und Jesus sagt dann zu ihr: Das stimmt schon. Aber weißt du, warum am Ende der Welt die Menschen auferstehen werden? Warte mal, warum? Wegen mir. Und ich stehe direkt vor dir. Mit anderen Worten, das, was du erwartest dort am Ende der Welt, das bin ich. Ich bin die Auferstehung. Manchmal erwarten wir so große Dinge in der Zukunft und wissen gar nicht, dass Jesus, der das in der Zukunft tun kann und tun wird, es auch jetzt schon tun kann.

[24:55] Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Am Ende der Zeit gibt es auch nichts Größeres als mich. Da gibt es kein extra Feuerwerk. Da werde auch ich es sein, der die Toten auferweckt. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.

[25:13] Die gute Nachricht heute Abend ist, der Tod ist nicht das Ausrufezeichen, nicht der Punkt in unserem Leben. Höchstens ein Komma. Denn wer an Jesus glaubt, so sagt Jesus, wird leben, auch wenn er stirbt.

[25:33] Und so irgendwie hat ihm das keiner geglaubt und er ist richtig traurig geworden, hat sogar angefangen zu weinen. Die Bibel sagt, Jesus weinte. Und dann haben sie gesagt, er hat ihn so lieb gehabt, jetzt weint er auch. Dass er zu spät gekommen ist. Und dann hat er gesagt: Roll den Stein weg. Und dann springt noch die Martha dazwischen und sagt: Nein, nein, er stinkt. Es ist der vierte Tag jetzt. Und ich glaube, es war für Jesus wirklich schwer. Eben hat er gesagt, ich bin die Auferstehung und das Leben. Und Martha glaubte, dass Jesus Menschen auferwecken kann, die 2.000, 3.000, 4.000 Jahre lang tot sind. Da stinkt es nicht mehr. Das ist alles aufgelöst. Manchmal trauen wir Jesus die ganz großen Dinge zu, aber so die kleineren Dinge nicht.

[26:25] Und Jesus ruft: Lazarus, komm heraus! Und die Bibel berichtet uns, dass der Stein weggerollt worden ist und dass die Leute wohl kaum ihren Augen getraut haben, als er plötzlich erst ein bisschen gerasselt hat. Und dann kommt er so rausgetreten, immer noch eingewickelt in sein weißes Tuch und sagt: Befreit mich mal.

[26:55] Und ich kann mir vorstellen, dass ihn viele gefragt haben: Hey, du warst mindestens drei Tage tot. Erzähl mal, durch welchen Tunnel bist du gegangen? Wie sah das Licht aus? Und nach allem, was wir von der Bibel wissen, wird wohl Lazarus gesagt haben: Tunnel, Licht. Das letzte, an das ich mich erinnern kann, ist, ich habe noch, als ich meine Augen zugemacht habe, gedacht, wenn Jesus nur da wäre. Und dann habe ich keine Erinnerung mehr. Und jetzt ist er da. Drei Tage vergangen, hat nichts mitbekommen. Was passiert ist?

[27:35] Lazarus, komm mal raus. Die Bibel sagt über 50 Mal an verschiedenen Stellen, dass der Tod ein Schlaf ist. Wir haben nicht die Zeit, die alle anzuschauen. Aber sowohl im Alten als auch im Neuen Testament, eine ganze Herrscharen von Bibeltexten, die das immer wieder eindeutig beschreiben: Der Tod ist wie ein Schlaf.

[27:55] Also, ist denn der Tod überhaupt etwas, das wir fürchten müssen? Viele Menschen haben ja Angst vor dem Tod. Diese Zeit davor, was wird passieren? Übrigens, viele Menschen auch, die sich in diesem Leben alles gegönnt haben, ihr Leben in Saus und Braus gelebt haben, wenn es in Richtung Tod geht, dann werden sie nervös. Menschen sagen, also Leute, die da Erfahrung haben, sagen, dass gerade Filmschauspieler, Musikstars, in der Unterhaltungsszenerie, die ihr ganzes Leben gelebt haben, wo wir immer mal denken, oh, ich wünschte, ich wäre einer von denen. Wenn die dann sterben, dann haben die richtig Angst. Weil sie plötzlich merken, all das, was sie so angehäuft haben, an Geld und Ruhm und Häusern. Es kommt alles nicht mit. Bleibt alles zurück.

[28:37] Also ist der Tod etwas, das wir fürchten müssen? Jesus sagt: Ich bin der Lebende. Ich war tot und siehe, ich lebe von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Und wenn Jesus Amen sagt, dann ist das nicht einfach nur, weil er ein Gebet spricht. Das Wort Amen in der Bibel kommt eigentlich von einem sehr alten Wort. Früher, wenn die Nomaden durch die Wüste gezogen sind, Sie kennen sich wahrscheinlich aus mit Nomaden, die ziehen von einem Ort zum anderen und leben dann in Zelten. Und in der Wüste kann man sein Zelt nicht überall aufbauen, weil naja, wenn der Wind dann kommt und es so sandig unten ist, dann wird das Zelt mitgerissen. Und so war man als Nomade darauf angewiesen, einen Boden zu finden, der fest genug war, dass man sein Zelt dort aufbauen konnte, dass man den Haken da reinhauen konnte und dass der auch halten würde, wenn der Wind kommt. Und wenn man so einen Boden gefunden hat, nannten die alten Nomaden ihn Aman, festes Fundament. Und daher kommt das Wort Amen, wo wir später beim Gebet immer sagen, Amen. Es bedeutet, dass ein festes Fundament auf das, was ich jetzt sage, kann man ein Zelt draufbauen, ein Lebenszelt. Jesus sagt, was ich jetzt sage, da kannst du dich drauf verlassen, da kannst du dein Lebenszelt draufhauen, da kannst du deinen Haken reinmachen, das wird halten, auch wenn die Winde von links, rechts, oben, unten kommen.

[30:01] Ich habe die Schlüssel des Totenreiches und des Todes. Wenn jemand den Schlüssel hat, was kann er tun mit dem Schlüssel? Aufschließen. Es gibt heute andere Gruppierungen, andere Systeme, die auch behaupten, sie hätten den Schlüssel. Den Schlüssel zum Himmel, den Schlüssel zur Hölle und so weiter. Aber Jesus sagt, ich habe den Schlüssel, ich war tot und ich habe den Tod überwunden.

[30:27] Übrigens, Jesus ist nicht der Einzige, der von den Toten wiedergekommen ist. Lazarus ist auch von den Toten wiedergekommen. Lazarus und einige andere in der Bibel, von denen es berichtet wird, dass sie von den Toten auferstanden sind aufgrund eines Wunders Gottes. Aber nur einer in der Bibel kann von sich sagen: Ich habe den Schlüssel. Die anderen wurden quasi herausgerettet. Aber Jesus sagt, ich habe den Schlüssel, ich habe mir die Tür selbst aufgemacht. Er sagt an anderer Stelle: Niemand nimmt es von mir, ich gebe es von alleine und niemand gibt es mir, ich nehme mir das Leben wieder alleine. Auf eine Art und Weise, die ich als Mensch Ihnen nicht erklären kann, sagt die Bibel, dass als Gott Jesus gerufen hat aus dem Grab, er sich selbst auferweckt hat. Und damit den Tod wirklich besiegt hat. Ansonsten wäre Lazarus auch jemand, der den Tod besiegt hat. Aber Lazarus hat den Tod nicht besiegt. Er ist nur auferstanden, weil Jesus ihn gerufen hat, weil Jesus den Schlüssel hat. Aber Jesus hat den Schlüssel selbst umgedreht. Er war ganz unten im Tod und hat sich selbst befreit.

[31:41] Und weil das so ist, kennt er den Weg. Und deswegen kann er auch durch seine Macht andere auferwecken oder am Ende der Zeit alle Gläubigen zu ihm holen.

[31:49] Also, wie viel wissen wir jetzt im Tod? Die Bibel hat einige sehr deutliche und unmissverständliche Aussagen. Prediger 9, Vers 5: Denn die Lebendigen wissen, dass sie sterben müssen. Aber die Toten wissen wie viel? Gar nichts. Merken Sie sich den Vers. Wenn Sie alle anderen Verse vergessen, merken Sie sich Prediger 9, Vers 5: Die Toten wissen gar nichts. Es wird ihnen auch keine Belohnung mehr zuteil, denn man denkt nicht mehr an sie. Hier heißt es: Fährt sein Geist aus, wird er wieder zur Erde. An dem Tag ist aus mit allen seinen Plänen. Ich weiß nicht, was die alles noch planen im Leben. Eins ist sicher: Wenn wir sterben, ist es aus mit unseren Plänen. Da kann man nicht weiter planen, nicht weiter denken. Hier heißt es: Denn im Tod gedenkt man nicht an dich. Wer wird dir im Totenreich Lob singen? Manche Leute glauben, dass wenn man stirbt, kommt man in den Himmel und singt dann vielleicht als gereinigter Engel oder was auch immer dem Herrn Loblieder. Aber die Bibel sagt, wenn wir sterben, werden wir nichts singen. Niemand gedenkt dort.

[32:49] Gehen Gottes Kinder im Tod direkt in den Himmel? Würden Sie sagen, dass David ein Kind Gottes war? Der König David? Er hat zwar seine Fehler gehabt, hat auch schwer gesündigt, hat bereut. Die Bibel nennt ihn an einer Stelle ein Mann nach dem Herzen Gottes. Hat einige Bücher in der Bibel geschrieben, Psalm. Ihr Männer und Brüder, es sei mir erlaubt, freimütig zu euch zu reden von dem Stammvater David. Er ist gestorben, schon lange her, und begraben und sein Grab ist unter uns bis zu diesem Tag. Das war zu dem Zeitpunkt schon 1000 Jahre her. Und dann steht da: Denn nicht David ist in den Himmel aufgefahren. Also David, ein Kind Gottes, ein Mensch, der nach Gottes Willen, Gottes Gesetz, Gottes Liebe gelebt hat, ist gestorben. Man konnte sein Grab besuchen, da stand König David, wahrscheinlich ein großes Grab, nicht wahr, für einen König, aber er war nicht in den Himmel aufgefahren. König David hat nicht später herabgeschaut auf das Volk.

[33:49] Eine ganz interessante Stelle im Buch Hiob. Der Mann aber stirbt und ist dahin, der Mensch vergeht, und dann steht diese Frage: Wo ist er? Wie Wasser zerrinnen aus dem See und wie ein Strom vertrocknet und versiegt. So legt sich auch der Mensch nieder und steht nicht wieder auf, bis die Himmel nicht mehr sind, regen sie sich nicht und werden nicht aufgeweckt aus ihrem, was? Schlaf. Das Schöne ist, dort steht dann nicht, für immer regen sie sich nicht und für immer werden sie nicht aufgeweckt aus ihrem Schlaf, sondern was steht da? Gibt es eine Qualifikation, eine Bedingung, was steht dort? Bis die Himmel nicht mehr sind. Das heißt, dieser Zustand des Schlafes, dieses Nichtwissen, nichts singen, nichts mitbekommen, dieser Zustand ist zeitlich begrenzt, bis die Himmel nicht mehr sind. Wenn jemand schon mal, schon einige der anderen Vorträge besucht hat, zugehört hat, weiß, es kommt ein Zeitpunkt, wo die Himmel nicht mehr sein werden. Was ist das für ein Zeitpunkt? Wenn die Himmel mit Krachen vergehen werden. Wenn Jesus Christus wiederkommt. Und dann ändert sich auch das. Dann werden wir aus dem Totenreich befreit.

[35:03] Das heißt hier: Wo darfst du mich doch im Totenreich verstecken, dass du mich verbergen würdest, bis dein Zorn sich wendet, dass du mir eine Frist setztest und dann wieder an mich gedächtest. Also eine Zeit lang ohne Wissen, ohne Gedanken, ohne Fühlen, ohne Motive, ohne Bewusstsein tot zu sein. Und wenn man kein Bewusstsein hat, wie viel bekommt man dann mit? Haben Sie schon mal eine Vollnarkose gehabt, wo Sie nichts mitbekommen haben? Da ändern Sie sich im Prinzip nur an das davor und an danach. Manchmal hat man so ein, ich habe das mal einmal in meinem Leben gehabt, wo ich wirklich bin eingeschlafen und die nächste Sekunde aufgewacht. Es waren aber acht Stunden vergangen. Ich hatte das Gefühl, es war nur eine Sekunde. Schon mal erlebt, man schläft so tief, man hat absolut nichts mitbekommen. Und so ist der Tod.

[35:47] Und diese Wahrheit ist eigentlich sehr befreiend. Statt Qual oder Unsicherheit oder irgendeinem Wagen zum Licht hin ist es wie eine Vollnarkose. Eine Vollnarkose.

[36:01] Aber wird denn der Mensch, wenn er stirbt, wieder leben? Die ganze Zeit meines Frohndienstes würde ich harren, bis meine Ablösung komme. Dann würdest du rufen und ich würde dir antworten. So wie damals Jesus gerufen hat: Lazarus, komm hervor. Und Lazarus sagte: Ja, hier bin ich. Hier bin ich. Dann wird Jesus Christus rufen: Ich war XY, was auch immer ihr Name ist, komm hervor und wir werden antworten.

[36:31] Die Toten rühmen den Herrn nicht, keiner, der zum Schweigen hinabfährt. Und das macht auch Sinn, denn Jesus sagt, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und alle Heiligen Engel mit ihm, dann werden alle Heidenvölker versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet. Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.

[36:51] Und dann, was heißt dann? An dem Zeitpunkt, wenn Jesus wiederkommt, wenn das Weltgericht stattfindet, wenn entschieden wird, wer wird im Himmel sein und wer nicht, dann wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters und erbt das Reich, das euch bereitet ist, seit Grundlegung der Welt. Jetzt stellen Sie mal vor, sie würden direkt beim Tod in den Himmel gehen. Dann wäre das eine ziemliche Schauspielerei, oder? Wenn man direkt in den Himmel geht, eine Zeit lang lebt und dann kommt Jesus wieder und dann kommen alle auf die Erde und dann sagt Jesus: Und jetzt dürft ihr alle in den Himmel gehen. Das macht doch gar keinen Sinn. Übrigens nebenbei, wenn der Lazarus wirklich im Himmel gewesen wäre, glauben Sie, der hätte sich gefreut, dass er auferstanden ist? Wenn er schon drei Tage lang mit den Engeln im Himmel singen und musizieren konnte und durchs Universum reisen konnte und dann wieder zurück auf diese staubige Erde in Palästina? Da hätte Jesus ihm keinen Gefallen getan.

[37:47] Und dann heißt es hier: Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht weg von mir, Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet wird. Ja, es gibt ein Feuer, ja, die Bibel spricht von der Hölle. Am Dienstag nicht verpassen, wenn wir darüber sprechen, denn auch dort gibt es so viel Unsinn, der verbreitet wird und da gibt es wieder Wahrheit, über die wir stolpern dürfen und dann sie annehmen dürfen. Aber eins können wir heute schon sagen: Niemand von ihren Bekannten, Verwandten, wer auch immer der schon gestorben ist und vielleicht nicht so gottesfürchtig gelebt hat, niemand schmort jetzt gerade in der Hölle. Und das kann uns wirklich erleichtern. Wir müssen weder Geld bezahlen noch sonst etwas tun, um denen irgendwie Hafterleichterung zu bringen. Kein Mensch schmort zurzeit in der Hölle. Das, was die Bibel sagt.

[38:37] Wann werden die Toten erwachen, verwandelt werden, wie wir gesagt haben? Jesus sagt: Wahrlich, wahrlich, das ist im Hebräischen, im Griechischen, Amen, Amen, in der Sprache, der er gesprochen hat, Aramäisch, Amen, Amen. Wahrlich, wahrlich, doppelt bestätigt. Ich sage euch, die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden und die sie hören werden, was? Leben.

[39:01] Die gute Nachricht vom Tod ist, dass der Tod nicht das Ende ist. Jesus wird uns zum Leben rufen. Wundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden. Und wir haben das schon gelesen beim Vortrag über die Wiederkunft, denn der Herr selbst wird, wenn der Ruf geht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen.

[39:27] Die Toten werden auferstehen. Sie kommen nicht mit Christus vom Himmel. Steht da nicht, oder? Die Engel kommen mit Christus, aber die Toten kommen nicht mit Christus vom Himmel. Sie sind noch in der Erde, als Leichname, als Überreste, wie auch immer. Und sie werden auferstehen. Und vielleicht gibt es jemanden, der sagt: Aber woher kann ich sicher sein, dass ich dann, wenn ich dann schon tot bin und vielleicht verrottet und verfault bin, dass ich immer noch so aussehe wie vorher? Es gibt ja Menschen, die sind vielleicht seit 5000 Jahren tot. Da ist wirklich nur noch Staubkörnchen übrig. Wie hat Gott uns gemacht? Aus Staub. Also der Gott, der es uns aus Staub machen konnte, der wird uns auch aus Staub wieder schöpfen können. Das ist für ihn überhaupt kein Problem.

[40:09] Und Paulus sagt uns: Ich sage euch ein Geheimnis, wir werden zwar nicht alle entschlafen. Das ist noch eine gute Nachricht. Die Bibel sagt, dass nicht alle Menschen sterben werden. Es gibt offensichtlich eine Generation, die letzte, die Jesus lebendig wiederkommen sieht. Und eigentlich habe ich es schon beim Vortrag gesagt am Dienstag, ich möchte dazugehören. Ich möchte eigentlich gar nicht sterben. Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber was? Alle verwandelt werden. Plötzlich in einem Augenblick zur Zeit der letzten Posaune, denn die Posaune wird erscheinen, die Toten werden auferweckt werden unverweslich und wir werden verwandelt werden, denn dieses Verwesliche, sind wir verwesliche oder nein? Muss Unverweslichkeit anziehen, dann werden wir unverweslich und dieses was? Dieses Sterbliche muss was? Unsterblichkeit anziehen. Wenn ich etwas anziehen muss, bedeutet das, dass ich es schon habe oder nicht? Dann habe ich es noch nicht. Ich kann erst etwas anziehen, was ich noch nicht habe. Der Mensch hat also nicht aus sich die Unsterblichkeit. Er wird die Unsterblichkeit bekommen.

[41:11] Sehr interessant. Wenn aber dieses Verwesliche, Unverweslichkeit anziehen, diese sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Und dann heißt es an einer Stelle so wunderbar im nächsten Vers: Tod, wo ist dein Stachel? Ich stelle mir das vor, wie Menschen, die im Glauben an Jesus gestorben sind. Kurz bevor sie gestorben sind, vielleicht noch einmal die letzten Verheißungen aus der Bibel gehört haben, dass sie, wenn ihr Leben in Christus verborgen ist, dass Jesus sie widerrufen wird. Und vielleicht haben sie doch ein bisschen Unsicherheit gehabt, ein bisschen Angst. Wir sind nur Menschen, wir sind schwache Menschen. Ein bisschen dieses komische Gefühl, jetzt sterbe ich nicht. Und dann sind ihnen die Augen zugegangen und sie machen die Augen auf und Jesus ist da. Kein Schmerz. Und sie werden sagen: Tod? Das war schon alles? Das war schon alles? Das war der Tod? Vor dem alle Angst gehabt haben, von dem alle so viel gesprochen haben? Das war ja gar nichts. Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?

[42:17] An jenem Tag, wenn Jesus wiederkommt, da möchte ich auf einem, auch wenn ich nicht selbst tot sein möchte, aber ich möchte auf einem Friedhof sein, zu sehen, wie Menschen hervorkommen und ihre Lieben wieder in die Arme schließen können. Und wohin gehen die verlorenen Menschen, wenn sie sterben? Wie wir gerade gesagt haben, sie gehen nicht in die Hölle. Es heißt hier, dass der Böse verschont wird, am Tag des Unglücks und dem Tag des Zorns entgeht. Wer kann ihm ins Gesicht seinen Wandel vorhalten und sein Tun, wer vergilt es ihm? Doch er wird feierlich zu Grabe getragen. Über seinem Grabhügel hält man Wache. Die Bösen werden nicht gleich sofort gerichtet, wenn sie sterben, sondern die sind da irgendwo in so einem Mausoleum, wie Lenin oder so. Das ist ein Mausoleum. Und da sind sie halt. Oder die Pharaonen. Und andere halten Wache, vielleicht sogar. Aber sie werden noch nicht gerichtet. Das kommt später.

[43:07] Wo hat dann die Lehre von der unsterblichen Seele ihren Ursprung? Diese so populäre Lehre, die heute von fast allen Menschen unterschiedlicher Religionen geglaubt wird. Ganz genau genommen fängt sie hier an. In 1. Mose 3, Vers 4. Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben. Mit anderen Worten, ihr werdet, egal was ihr tut, ob ihr gehorsam werdet oder nicht, ihr werdet nicht sterben. Ihr könnt gar nicht sterben. Sterblich. Nur das Problem ist, die Schlange ist nicht dafür bekannt, Wahrheit zu predigen. Ganz im Gegenteil. Sie gilt als Vater der Lüge. Und von dort hat sich das verbreitet in die meisten Zivilisationen dieser Welt. Die Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod. Und die Babylonier glaubten an ein Leben nach dem Tod und haben ihre Theorien gehabt, was dann passiert. Wie man über den Nil hinüberkommt und zu den Toten gelangt. Die Griechen haben das dann sehr verfeinert und haben diese ganz ausführliche Theorie von der unsterblichen Seele gehabt. Und das ganz genau unterschieden zwischen dem körperlichen und dem seelischen. Diese Lehre ist dann nach und nach auch in die Christenheit hineingedrungen.

[44:19] Übrigens, das Wort Seele, was ja Person, Leben heißt, kommt in der Bibel 1600 Mal vor. 1600 Mal. Und nicht ein einziges Mal. Weder im Alten, noch im Neuen Testament mit dem Wort unsterblich. Nicht ein einziges Mal. Der Begriff unsterbliche Seele ist der Bibel absolut fremd. Im Gegenteil. Die Bibel sagt sogar, und das ist ziemlich interessant, Hesekiel 18, Vers 4: Sie alle Seelen gehören mir, wie die Seele des Vaters mir gehört. Die Seele des Sohnes gehört mir auch. Die Seele, die sündigt, soll was? Sterben. Und wenn Sie sich daran erinnern, dass Seele in der Bibel Person oder Leben bedeutet, dann wird das ganz deutlich. Alle Personen gehören mir. Das Leben des Vaters gehört mir, genauso wie das Leben des Sohnes. Und die Person, die sündigt, die soll sterben. Macht total Sinn, oder? Die Bibel spricht niemals von einer unsterblichen Seele. Sie spricht aber von einer sterblichen Seele.

[45:17] Warum ist das Thema so wichtig? Vielleicht können wir sagen, naja, aber ob ich jetzt das glaube oder nicht, hat das wirklich einen Einfluss auf mein praktisches, persönliches Leben? Ja, es hat es. Oder es könnte es zumindest haben. In 2. Korinther 11, Vers 14 heißt es, und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts. Jetzt, wenn der Satan sich als ein Engel des Lichts verkleidet, glauben Sie mir, dass der Engel des Lichts sich als ein Verstorbener verkleidet? Glauben Sie, er wird es auch möglich machen, sich als ein Verstorbener zu verkleiden? Was ist schwieriger für einen Satan, sich als Engel des Lichts zu verkleiden oder als ein verstorbener, sündiger Mensch?

[46:03] Und da beginnt es, interessant zu werden. Satan möchte, dass wir verwirrt sind bezüglich des Todes, denn wenn ich glaube, dass die Toten doch irgendwie noch existieren, als Seelen oder als was auch immer, Geister, Ahnen, dann bin ich zumindest offen für die Möglichkeit, mit ihnen auch wieder Kontakt aufzunehmen. Das ist die Grundbasis von fast aller Okkultismus und Wahrsagerei usw. Etwas, von dem wir vielleicht früher geglaubt haben, das gehört in die finsteren Zeiten, als die Menschen nicht wussten, was sie tun, sie irren sich. Heute ist so etwas populärer als jemals zuvor. Fragen Sie mal, wie viele Jugendliche mal irgendwo so mal geheim was gemacht haben. Wie viele Menschen, wenn sie die Möglichkeit haben, doch mal was zu erfahren.

[46:57] Es gibt diese interessante Geschichte von einer Frau, erzähle sie immer wieder gerne, die ihren, ich glaube es war ihr Sohn oder Mann, es war ihr Sohn, ihr Sohn scheinbar verloren hat im Krieg. Sie hat die Nachricht bekommen, dass der Sohn gestorben ist im Krieg. Sie war sehr traurig und irgendwann ist sie weggekommen und sie ist dann in Berührung gekommen mit Menschen, die Kontakt zu den Toten aufnehmen. Eine wahre Geschichte. Sie ist zu einer Sitzung gegangen und siehe da, ihr Sohn erschien und hat dann berichtet aus seinem Leben. Dinge, die auch wirklich der Sohn gesagt hatte. Auf die Art und Weise. Sie hat ihn wiedererkannt. Und sie hat sie einige Zeit dort das miterlebt, bis ihr tatsächlicher Sohn eines Tages vor der Tür stand, angeklopft hat und gesagt hat: Hier bin ich. Ich war vermisst, nicht tot. Das ist eine wahre Geschichte. Das passiert in den Vereinigten Staaten von Amerika. Sie können sich vorstellen, was wahrscheinlich dieser Frau, wie das ihr heiß und kalt den Rücken runtergegangen ist. Magie, dunkle Wissenschaften, Kontakt zu den Toten, all das wird immer populärer, immer gesellschaftsfähiger.

[48:15] Aber die Bibel sagt, dass wir mit so etwas keinen Kontakt haben sollen. Es soll niemand gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt oder einer, der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, Beschwörer oder einen Zauberer oder einer, der Geister bannt oder ein Geisterbefrager oder ein Hellseher oder jemand, der sich an die Toten wendet. Satan ist in der Lage, uns zu täuschen und zu imitieren. Wer so etwas tut, ist dem Herrn ein Gräuel.

[48:43] Und vielleicht noch, bevor wir zur Pause gleich kommen, eine interessante Frage. Ist schon irgendein Mensch im Himmel? Und die Antwort ist ja. Gott hat einige wenige Menschen quasi exemplarisch in den Himmel genommen, damit wir wissen, dass er die Kraft dazu hat. Die Bibel nennt uns drei bekannte Beispiele. Der erste ist Henoch, der noch vor der Sintflut gelebt hat. Siebte Generation nach Adam, den Gott lebendig in den Himmel genommen hat. So sagt uns die Bibel. Der zweite, der erwähnt wird, ist Elia, der ebenfalls lebendig auf diesen Feuerwagen in den Himmel gegangen ist. Und der dritte ist Mose. Und Elia und Mose sind auch dem Jesus später erschienen. Von daher wissen wir das wirklich sehr genau. Und Henoch und Elia sind ein Beispiel dafür, dass Menschen ohne Tod in den Himmel gerückt werden können am Ende der Zeit. Und Mose ist ein Beispiel dafür, dass Gott tatsächlich in der Lage ist, einen Menschen von den Toten aufzuwecken und in den Himmel zu nehmen. Und diese drei sind ja, das überspringen wir dabei.

[49:41] Vielleicht noch ein Punkt. Manche werden es vielleicht einwenden, aber ich kann mich erinnern, als Jesus dort am Kreuz hing, da hat doch einer der beiden, die neben ihm waren, plötzlich sich noch bekehrt. Quasi auf dem Sterbebett, obwohl es ein Kreuz war. Und hat doch diese interessanten Worte gesagt. Und er sprach zu ihm: Jesus, Herr, gedenk an mich, wenn du in deine Königsherschaft kommst. Und Jesus hat sich gefreut, dass am Kreuz jemand sich zu ihm bekehrt. Und er hat dann, und so können wir es in unseren Bibeln nachlesen, jene Worte gesagt. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit mir im Paradies sein. Das scheint doch jetzt alles über den Haufen zu werden, was sie bisher gesagt haben, oder?

[50:25] Jetzt stellen Sie sich vor, sie zäunen ihr Grundstück ein, und sie machen lauter so Pfähle, oder so Holzpfosten. Und sie haben so ungefähr 200 Holzpfosten gesetzt. Und nachdem sie fertig sind, schauen sie nochmal, ob alle in der Reihe sind. Und jetzt stellen sie sich fest, einer ist schief. Was werden sie machen? Sie werden wahrscheinlich alle 199 auch so schief machen, dass es jetzt mit dem Schiefen passt, oder? Wenn ich 199 Bibelfersen sage, die eindeutig sagen, es ist so. Und einer, der scheinbar was anderes sagt, könnte es sein, dass ich diesen Vers vielleicht nochmal genauer anschauen muss. So steht er im Original. Das ist das Originalgriechische. Sie sehen, mit großen Buchstaben. Ich habe noch die Leerzeilen hier hinzugefügt, einfach nur, damit man es besser lesen kann. Ohne Punkt und Komma. Warum sage ich das? Weil ein Satz ohne Punkt und Komma in der Regel verständlich ist, aber nicht immer.

[51:25] Ist das ein guter oder ein schlechter Satz? Okay, kurz abstimmen, bevor sie lange nachdenken. Wer sagt, es ist ein positiver Satz und wer sagt, es ist ein negativer Satz? Wer sagt, positiver Satz? Wer sagt, negativer Satz? Also, wenn ich das Komma da hinsetze: Ich liebe dich nicht, du bist der Feind. Negativer Satz, oder? Aber wenn ich sage: Ich liebe dich, nicht du bist der Feind, wird das exakte Gegenteil daraus, einfach nur, weil ich das Komma um ein Einwort verschoben habe. Also, Kommasetzung oder Punktuation macht schon einen Unterschied oder kann einen machen.

[52:09] Machen wir einen 2-Minuten-Kurs in Griechisch. Amen. Das ist nicht wahr. Wahrlich. Soi dir. Semmeron, heute. Mit, mit, mit, mit. Emu, mir. Und dann es enttom, Pardeson, wirst du im Paradies sein. Also, wahrlich, dir, sage ich, heute, mit mir, wirst du im Paradies sein. Die meisten Bibelübersetzungen haben einfach aus der Tradition, weil man an die Unsterblichkeit der Seele glaubte, das Komma hier hingesetzt: Wahrlich, dir, sage ich, Komma, heute, mit mir, wirst du im Paradies sein. Wenn sie das Komma nur um eine Stelle verschieben, würde daraus: Wahrlich, ich, dir, sage ich, heute, mit mir, wirst du im Paradies sein. Macht einen großen Unterschied, oder?

[52:59] Jetzt, der Text selbst ist zweideutig. Man kann es in eine oder andere Richtung sehen. Die Frage ist, gibt es einen anderen Bibeltext, der uns hilft zu verstehen, was hat Jesus gemeint? Und den gibt es. Denn Jesus sagt am Sonntag, als er auferstanden ist: Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. War Jesus am Freitag im Paradies? Ja. War er am Samstag im Paradies? War er am Sonntag zu dem Zeitpunkt im Paradies? Hat er also, wenn er bei Sinnen war, gesagt: Heute wirst du mit mir im Paradies sein? Also, wenn er es gesagt hat, hat er gelogen. Und dann lohnt es nicht, ihm nachzufolgen. Aber hat er vielleicht gesagt: Ich sage dir, heute, du wirst mit mir im Paradies sein. Ich sage es dir heute. Heute, wo ich hier am Kreuz hänge und es so aussieht, als ob ich der Verlierer bin. Ich sage es dir heute. Du wirst mit mir im Paradies sein.

[53:57] Jesus hat genau das gesagt. Paulus hat auch einen Vers, der scheinbar auszudeuten scheint, dass er aus dem Leib auswandern möchte. Aber Paulus hat sehr deutlich ebenfalls gesagt: Ich habe einen guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Und dann sagt er: Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jedem Tag zuerkennen wird. Nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben. Also, Paulus sagt sehr deutlich, wann wird er die Krone der Gerechtigkeit bekommen? Bei der Wiederkunft. Wenn sie alle bekommen. Nicht jeder bei seinem Tod.

[54:37] Dieses Thema ist ein sehr, sehr wichtiges und spannendes Thema. Und ich glaube auch eins, wenn wir es wirklich verstehen, uns viel Hoffnung geben kann. Denn die eigentliche Furcht, die wir haben müssen, ist gar nicht der Tod. Wenn ich Jesus liebe, ist der Tod eigentlich eines der kleinsten Probleme in meinem Leben. Und deswegen ist dieses Thema auch so freudig. Wollen wir uns also entscheiden, bei diesem Thema nicht wirklich Angst zu bekommen oder Furcht zu bekommen, sondern freudig unser Leben jetzt in die Hand Jesu zu legen. Und sagen: Herr, ich lebe jetzt mit dir. Ich lege mein Leben in deine Hände. Und weil ich weiß, dass du all die anderen schon auferweckt hast. Und weil ich weiß, dass du dich selbst auferweckt hast. Dass du der Herr über Leben und Tod bist. Du hast den Schlüssel in der Hand. Du wirst mich rufen. Du wirst mir Unsterblichkeit geben können.

[55:33] In diesem Sinne wollen wir jetzt eine kurze Pause haben und dann nicht mehr über den Tod sprechen, sondern über das Leben. Noch schöner, oder? Wenn schon der Tod so ein spannendes Thema sein kann und so erfreulich und so hoffnungsvoll. Wie hoffnungsvoll wird nicht erst das Thema über das Leben sein. Wir werden gleich darüber sprechen, über die Tür zu einem neuen Leben. Und wir werden jetzt 15 Minuten Pause haben. Es gibt etwas Vorbereitetes, glaube ich. Und dann sehen wir uns in 15 Minuten wieder hier. Und seien Sie gespannt auf ein wichtiges Thema.


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