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In dieser Folge von „Operation Blueprint“ mit Christopher Kramp wird die biblische Lehre über das Tausendjährige Reich und das Konzept der Hölle beleuchtet. Es wird erklärt, wann das Millennium beginnt, wer daran teilhat und wo sich die Gerechten während dieser Zeit befinden. Weiterhin wird die Hölle nicht als Ort, sondern als ein Ereignis der Zerstörung und des Gerichts dargestellt, das nach dem Millennium stattfindet. Die Serie untersucht die biblischen Hintergründe und entkräftet gängige Missverständnisse über das Endgericht und die Ewigkeit.

In dieser Folge von „Operation Blueprint“ mit Christopher Kramp wird die biblische Vorstellung von tausendjährigen Reichen und dem Millennium beleuchtet. Es wird erklärt, wann das Millennium beginnt, wer daran teilhat und wo sich die Gläubigen während dieser Zeit befinden. Weiterhin wird die Natur der Hölle, des Höllenfeuers und des Schicksals der Gottlosen detailliert anhand biblischer Texte erörtert, wobei die traditionellen Vorstellungen hinterfragt werden.


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Serie: Operation Blueprint

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Transkript

[7:30] Ein Millennium sind einfach 1000 Jahre. Das kommt aus dem Lateinischen, da heißt nämlich Mille, 1000, und Annum ist Jahr, und wenn man das zusammen nimmt, dann Millenium. Daher kommt das. Und diese tausendjährige Zeitperiode ist recht bekannt. Heute lesen viele Menschen diese drei Verse, die wir gerade gelesen haben, und erwarten ein tausendjähriges Friedensreich. Wahlweise mit der Hauptstadt Jerusalem in Israel oder mit einer völlig erneuerten Erde, mit verschiedenen Varianten. Viele Menschen heute, gerade viele Christen, erwarten ein sogenanntes tausendjähriges Friedensreich. Diese Idee von einem tausendjährigen Friedensreich hatte noch jemand anders gehabt. Obwohl, mit Friedensreich war es da nicht so weit her. Wer hat auch ständig von einem tausendjährigen Reich gesprochen? Das war der Adolf Hitler. Und ob Sie es glauben oder nicht, der Adolf Hitler hatte die Idee von einem tausendjährigen Reich ebenfalls aus der Bibel. Der hat nämlich ein bisschen in der Bibel gelesen und wusste, da gibt es ein tausendjähriges Reich. Und seine Idee war, er wollte dieses tausendjährige Reich auf der Erde etablieren. Wir werden heute sehen, wenn er die Bibel genauer studiert hätte, hätte er gewusst, dass das, was die Bibel das tausendjährige Reich darstellt, eigentlich nicht besonders positiv ist. Und im Grunde genommen hat das eigentlich sehr gut dazu gepasst, was er eigentlich vorhatte. Aber dazu vielleicht gleich noch.

[9:06] Die erste Frage, die wir uns stellen wollen: Wann beginnt dieses Millennium? Wann beginnt diese 1000 Jahre, dieses gewaltige Konstrukt an Jahren? In Johannes 5, Vers 25 heißt es, Jesus sagt: Wahrlich, wahrlich. Haben wir am Wochenende gelernt, wahrlich, wahrlich heißt auf Aramäisch Amen, Amen. Ich sage euch, festes Fundament. Die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden. Und die sie hören, werden leben. Wir haben das Thema gehabt über die Auferstehung von den Toten und haben gelernt, dass Jesus Christus den Schlüssel zum Tod hat. Und es kommt die Stunde, wo nicht nur Einzelne, die in der Vergangenheit schon mal auferstanden sind, sondern alle Menschen die Stimme Gottes hören werden und auferstehen. Hier steht übrigens nicht nur die gerechten Toten, sondern alle Toten werden die Stimme hören. Aber die Bibel sagt auch, dass es zwei Auferstehungen geben wird, dazu gleich. Das heißt, ihr wundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden.

[10:06] Die Bibel sagt in Offenbarung 20, Vers 5: Die übrigen der Toten aber wurden nicht mehr lebendig, bis die tausend Jahre vollendet waren. Dies ist die was? Die erste Auferstehung. Also Jesus hatte gesagt, alle, ohne Qualifikation, ohne Bedingung, alle werden die Stimme Gottes hören und werden auferstehen. Die Offenbarung wird jetzt etwas spezifisch, das ist die Offenbarung Jesu Christi, das sind auch seine Worte im Grunde genommen. Und hier heißt es jetzt, dass es eine erste Auferstehung gibt und wenn es eine erste Auferstehung gibt, dann gibt es mindestens was? Eine zweite, ansonsten macht das ja gar keinen Sinn. Und es gibt hier offensichtlich zwei Gruppen von Toten, denn es heißt die übrigen der Toten. Macht das Sinn? Wenn es übrige von Toten gibt, dann muss es nur eine andere Gruppe von Toten geben, von der die halb übrig sind. Das heißt, es gibt eine Gruppe von Toten und eine andere Gruppe von Toten und diese zweite Gruppe von Toten, die übrigen der Toten, wurden nicht lebendig bis. Das heißt, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Und wann werden sie dann wieder lebendig? Nach den tausend Jahren. Das heißt, das Millennium trennt als erstes wollen wir lernen, das Millennium trennt die Auferstehung aller Menschen in zwei Gruppen. Eine Gruppe wird auferstehen vor dem Millennium, eine Gruppe steht nach dem Millennium auf.

[11:33] Jetzt, welche Gruppe von Menschen haben wir schon gesehen mit ihrer Auferstehung? Bei welchem Thema haben wir schon gesehen, dass Menschen auferstehen werden? Bei der Wiederkunft Jesu, die direkt am Anfang dieses Millenniums steht. Das heißt, hier glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung. Das heißt, wenn wir alle wählen dürften, an welcher der beiden Auferstehungen wir teilhaben wollen und sie die Wahl haben, und die haben sie übrigens durch ihr Leben, dann wollen sie in der ersten Auferstehung dabei sein. Glückselig heißt einfach glücklich. Das ist die richtige Wahl. Glückselig ist und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren tausend Jahre. Und wie wir gerade gesagt haben, haben wir gelernt, der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen und die Toten in Christus werden was? Zuerst auferstehen. Zuerst auferstehen heißt erste Auferstehung.

[12:40] Wer sind die Toten in Christus? Das sind alle, die beim Schließen der Augen die Gewissheit hatten, dass Jesus Christus ihr Erlöser ist. Die wussten, Jesus liebt mich, ich habe mein Herz ihm gegeben und er hat sich um meine Sünden gekümmert, ich kann in ihm ruhen. Und wir haben gelernt, wenn das unsere Hoffnung ist, dann ist der Tod überhaupt keine Dramatik mehr. Und alle, die diese Erfahrung gehabt haben, werden bei der Wiederkunft auferstehen zu Beginn dieser tausend Jahre. Das heißt, danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken und so weiter und so fort. Das ist das, was wir gelernt haben bei der Wiederkunft. Und wir haben gesagt, was für ein wunderbarer, was für ein schöner Tag das sein wird. Das Millennium beginnt mit einem der freudenreichsten Tage in der Geschichte, wahrscheinlich nicht nur dieses Planeten, sondern des gesamten Universums. Denn wann hat selbst das Universum es jemals erlebt, dass tausende, wahrscheinlich Millionen, wenn nicht sogar viele Millionen, hunderte Millionen, ich weiß nicht wie viele, aber Menschen sich wiedersehen werden, in die Arme schließen werden, Freudentränen vergießen werden, weil sie es so lange nicht gesehen haben. Obwohl sie es am Ende nicht mitbekommen, wie lange es war. Aber diese Freude ist wirklich ein großartiger Startpunkt für das Millennium.

[14:01] Nun, wo befinden sich dann diese Gerechten während des Millenniums? Das ist ein sehr wichtiger Punkt, weil heute viele Menschen glauben, dieses tausendjährige Friedensreich besteht darin, dass alle, die dann jetzt irgendwie gerettet sind, auf dieser Erde so eine Art Schlaraffenland haben. Jesus hatte gesagt: Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wozu sind Wohnungen da? Zum Wohnen. Jetzt, wo befinden sich die Wohnungen? Im Hause des Vaters, seines Vaters. Und sein Vater wohnt nicht auf der Erde, sondern sein Vater wohnt wo? Im Himmel. Und er sagt: Wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt, ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Die Stätte für uns war offensichtlich nicht auf der Erde, sonst hätte Jesus ja nicht hingehen müssen, oder? Wenn die Gerechten nach der Wiederkunft auf der Erde sofort weiterleben würden, dann hätte Jesus nirgendwo hingehen müssen, um irgendetwas vorzubereiten. Es muss also einen Aufenthaltsort der Gläubigen geben, der außerhalb der Erde ist. Im Himmel. Er sagt: Wenn ich hingehe, ob ich eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen. Das heißt, die Gläubigen werden mit in den Himmel kommen, damit auch ihr seid, wo ich bin. Wo ist Jesus jetzt gerade? Im Himmel. Und alle, die auferstehen werden in Christus, werden dort sein während der tausend Jahre.

[15:22] Deswegen heißt es auch: Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung, sie werden Priester Gottes und des Christus sein. Ein Priester, der befindet sich wo? An einem Heiligtum, in einem Heiligtum. Und wenn sie Priester Gottes sind und Priester von Christus, dann müssen sie im Heiligtum Gottes dienen, oder in der Nähe des Heiligtums Gottes sein. Und die Bibel sagt uns, das Heiligtum Gottes, der Tempel Gottes ist nicht mehr auf der Erde, sondern ist wo? Im Himmel. Also die Bibel ist sehr deutlich, die Menschen, die auferstehen werden bei der Wiederkunft, werden dann im Himmel sein, und zwar diese 1000 Jahre.

[16:09] Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf und das Gericht wurde ihnen übergeben. Ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren um das Zeugnis des Jesu, um das Wort des Gottes willen, die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild und das Mahlzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten. Übrigens, wenn Sie sich fragen, was dieses Mahlzeichen ist, kommen Sie in zwei Tagen wieder, am Donnerstagabend, werden wir das Zeichen des Tieres sprechen. Und sie wurden lebendig und regierten die 1000 Jahre mit Christus. Übrigens, wer wird hier lebendig? Haben Sie gut aufgepasst? Wer wird lebendig? Welches Wort wird verwendet im Text? Seelen werden lebendig. Und wenn eine Seele lebendig werden muss, was war sie vorher? Tod. Interessant, der Vers zeigt, dass Seelen tot sein können. Eine tote Seele, eine tote Person, die Seele wird wieder lebendig. Sie wurden wieder lebendig und regierten die 1000 Jahre mit Christus, dort wo Christus ist.

[17:13] Und übrigens, das ist eine sehr schöne Aussicht, oder? 1000 Jahre im Himmel zu leben, mit Jesus Christus zusammen und nicht einfach nur so als Zuschauer vielleicht auf den Rängen, sondern mit in der Schaltzentrale des Universums, das heißt ja regieren, oder? Also, wenn Sie in Deutschland regieren würden, dann würden Sie wahrscheinlich nicht hier in Stuttgart-Bad Cannstatt sitzen, sondern irgendwo in Berlin, in einem Büro in der Nähe des Kanzleramtes. Da, wo die Entscheidungen getroffen werden. Manchmal haben wir so die Idee, wenn wir dann im Himmel sind, dann sitzen wir einfach irgendwie arbeitslos auf so einer Wolke und stimmen unsere Harfen und spielen so ein bisschen. Da steht regieren. Und ich kann Ihnen versprechen, das Universum ist ein bisschen größer als Deutschland. Ich vermute auch, dass da sogar noch mehr Lebewesen wohnen als in Deutschland. Und da ist wirklich einiges los, da ist einiges zu planen, einiges zu koordinieren. Stellen Sie sich mal vor, da gibt es Leute, die koordinieren den gesamten Engelschar. Die Engel sind organisiert als ein Heer, sagt die Bibel. Und wir werden mit Christus regieren. Da freue ich mich schon sehr drauf.

[18:29] Die Bibel sagt: Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Das heißt, nicht nur werden wir da ein bisschen mitgestalten können, mitregieren, Priester sein, den Lebewesen dort erzählen, wie es war auf dieser Erde, wie es war, aus den Fängen der Sünde herausgerettet zu sein. Wir werden uns auch noch einmal Gedanken machen über das, was auf dieser Erde passiert ist. Und Gott wird die Bücher noch einmal öffnen und noch einmal wird dort Gericht stattfinden. Wir haben ja schon gelernt, dass jetzt schon ein Gericht stattfindet, das entscheidet, wer in den Himmel kommen darf und wer nicht. Aber selbst dann, danach wird noch immer ein Gericht stattfinden und wir werden richten.

[19:13] Übrigens, macht der Paulus noch einen ganz wichtigen Punkt. Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden? Mit anderen Worten, ihr sollt mal über Könige, über Tyrannen, über Diktatoren, über weltpolitische Ereignisse euer Urteil fällen. Kann man da nicht erwarten, dass Christen wirklich mit nüchternem Verstand, ohne persönliche Agenda objektiv entscheiden können? Der Umkehrschluss ist, wenn wir schon jetzt in den kleinen Dingen so kein vernünftiges Urteilsvermögen haben, wie sollen wir dann jemals über die Weltgeschichte urteilen können? So als kleiner praktischer Punkt noch dazu.

[19:53] Nun, im Himmel wird es drei Überraschungen geben. Die erste Überraschung wird sein: Dort wird es Menschen geben, von denen wir nie gedacht haben, dass sie dabei sein werden. Ich werde gleich noch ein Beispiel dazu geben. Dann wird es dort Menschen geben, oder eben nicht geben, von denen wir geglaubt haben, dass sie auf jeden Fall dabei sind. Kennen Sie so Menschen, wo Sie denken, also so wie der betet, so wie der seine Lieder singt, so wie der immer aussieht im Gottesdienst, also der muss, also wenn der nicht im Himmel ist, dann wird da keiner sein, oder? Wir haben so manchmal Vorstellungen von Menschen, die sind so heilig, die schweben schon förmlich über dem Boden. Und stellen sich vor, der ist da nicht im Himmel. Und stellen sich vor, dass jemand im Himmel, der Ihnen im Leben das öfter mal richtig Böse zugesetzt hat, und wo Sie eigentlich vielleicht fast gefreut haben, dass Sie den endlich los sind. Und allein das zeigt, warum Gott sich tausend Jahre nehmen wird, um uns noch einmal zu zeigen: Schau mal, so habe ich gerichtet, das war die Grundlage.

[20:58] Die Bibel berichtet von einem Mann, Stephanus, nur ganz kurz, der gesteinigt worden ist. Und die Bibel berichtet, dass einer derjenigen, der verantwortlich war, ihn zu steinigen, der Saulus später zum Paulus wurde und sich bekehrt hat. Nun, das hat alles der Stephanus nicht mitbekommen, der hat ja geschlafen, ich war an Augen zugemacht. Und stellen Sie sich vor, der geht jetzt durch die himmlische Stadt hindurch und sieht genau das Gesicht, das er zuletzt gesehen hat, als der Stein ihn getroffen hat. Und er wird sich fragen: Herr Gott im Himmel, also du bist wirklich gerecht, ich habe ja tolle Sachen gesehen, schon auf der Erde von dir, aber was macht der dort im Himmel? Vielleicht gibt es jemanden, den Sie wirklich überhaupt nicht leiden können. Also ich hoffe, das gibt es nicht, aber vielleicht gibt es auch jemanden, wo Sie sagen, also diese Person stinkt mir zum Himmel. Und stellen Sie sich vor, Sie kommen in den Himmel und genau diese Person, die offensichtlich so daneben war, die wird dabei sein. Wenn Sie nicht doch so eine kleine Frage haben: Gott, hast du vielleicht doch nicht kurz aufgepasst, haben da die Engel was falsch aufgeschrieben, was ist da los? Gott wird sich Zeit nehmen und zwar nicht nur zehn Minuten, schnell, guck mal drüber, sondern 1000 Jahre, damit wir wirklich nochmal sehen können: Aha, die Person war zwar so, das stimmt, aber sie hat sich geändert.

[22:15] Also drei Überraschungen: Wer dort ist, wer dort nicht ist und die dritte Überraschung: Können Sie es raten? Sie sind dort. Jeder Mensch, der sich auf Christus jetzt beruft, der jetzt seine Entscheidung für Christus festmacht, wird dabei sein und das sieht man manchmal nicht immer äußerlich. Der Mensch sieht, was vor Augen ist, aber Gott sieht ins Herz und es wird vielleicht noch einigen Erklärungsbedarf dann geben.

[22:50] Nun, was passiert mit den Ungläubigen bei der Wiederkunft? Auch das ist sehr deutlich. Wenn also Jesus wiederkommt mit den Engeln, mit seiner Macht, heißt es in flammendem Feuer, wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorsam sind. Vergeltung heißt also Strafe auf Deutsch, sie werden sterben. Und Jeremia 25 beschreibt das sehr grafisch, sehr plastisch. An jenem Tag werden die vom Herrn Erschlagenen daliegen, von einem Ende der Erde bis zum anderen. Dieser Tage hat man sich an den Ersten Weltkrieg erinnert und an die Schlachtfelder von Verdun und von der Marne und wie die allerheißen in Ostfrankreich und wie dort die Schlachtfelder aussahen. Das sah schon ziemlich brutal aus. Aber das ist noch kein Vergleich zu dem, was sich an dem Tag stattfinden wird. Denn, ob Sie es glauben oder nicht, die Bibel sagt, die Mehrheit der Menschheit, auch bei der Wiederkunft Jesu, wird die Mehrheit der Menschheit sich nicht viel entschieden haben. Das heißt, nehmen wir mal an, Jesus würde morgen wiederkommen und wir würden jetzt mal die einfache mathematische Regel anwenden. Wie viele sind wir jetzt momentan auf der Erde? Sieben Milliarden? Nehmen wir mal an, sehr optimistisch, dass drei Milliarden sich für Jesus entschieden haben. Dann sind es immer noch vier Milliarden Tote.

[24:16] An jenem Tag werden die vom Herrn Erschlagenen daliegen, von einem Ende der Erde bis zum anderen. Sie werden nicht beklagt, da wird keine Trauerfeier mehr stattfinden. Da wird niemand mehr stehen und sagen: Asche zu Asche und Staub zu Staub. Sie werden nicht gesammelt und nicht begraben werden. Und das wird mit der Zeit dann immer schlimmer sein. Zu Dünger auf dem Erdboden sollen sie werden. Jetzt, wenn dort auf dem Erdboden die gesamte Erde überseht ist mit Leichnamen, die nicht begraben, nicht beklagt sind. Glauben Sie, die Erde wäre ein schöner Ort zu leben? Es wird dort still sein, aber von Frieden kann man nicht wirklich sprechen. Ein Friedensreich auf der Erde sind die tausend Jahre nicht wirklich. Sie wurden nicht lebendig. Das heißt, alle, die sowieso tot waren und gottlos waren, nicht gläubig waren, werden auch nicht lebendig.

[25:02] Und so können wir zusammenfassen: Die Ereignisse am Beginn des Millenniums sind: Jesus kehrt wieder, die gerechten Toten werden auferweckt, die lebendigen Gläubigen werden verwandelt, wie wir gelernt haben, in einem Augenblick, zur Zeit der Posaune. Die Erlösten gehen in den Himmel auf den Wolken und die lebenden Gottlosen werden getötet und die toten Gottlosen bleiben in den Gräbern. Das ist der Beginn und ab diesem Zeitpunkt, wenn diese Ereignisse stattfinden, laufen diese 1000 Jahre, gehen die los, wo die Menschen im Himmel, die Erlösten die Möglichkeit haben, jetzt noch einmal darüber nachzudenken, was passiert ist und zu richten.

[25:42] Die Bibel beschreibt aber auch, was auf der Erde stattfindet. Wir haben gelesen, ein Engel aus dem Himmel würde herabsteigen, der hatte den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette in seiner Hand und er griff den Drachen, die alte Schlange, die der Teufel und der Satan ist und band ihn für 1000 Jahre und warf ihn in den Abgrund. Jetzt viele Menschen lesen das und denken sich: Naja, Gott sucht irgendwo eine ganz besonders tiefe Stelle, nicht wahr? Vielleicht irgendwo in der russischen Taiga, da gibt es zum Teil große Erdlöcher, nicht wahr? Und da wird er reingestellt, der Satan, nicht wahr? Und ein Deckel drauf, ja, jetzt bist du ruhig. Aber das ist nicht wirklich das, was die Bibel meint. Dieses Wort Abgrund ist das griechische Wort Avysos und wenn das in der griechischen Übersetzung, das alten Testaments, verwendet wird, dann an Stellen wie dieser zum Beispiel: Ich schaute zur Erde, doch siehe, sie war wüst und leer. Es gibt übrigens noch eine Stelle, wo die Erde wüst und leer gewesen ist. Ganz am Anfang, quasi noch vor der Schöpfung, als Gott gerade die Welt geschaffen hat und noch nichts weiter groß gemacht hatte, sagt die Bibel in Vers 2 des ersten Kapitels: Sie war wüst und leer und finster. Und hier steht doch: Siehe, sie war wüst und leer und zum Himmel, sein Licht war verschwunden, auf Deutsch, es war dunkel, finster. Mit anderen Worten, die Erde gerät quasi wieder in ihren Ursprungs- oder so ähnlich wie den Ursprungszustand zurück. Wir werden auch noch sehen, warum, wahrscheinlich am Donnerstag.

[27:15] Und da heißt es hier: Ich schaute die Berge an, doch siehe, sie erbebten und alle Hügel schwanken. Stellen Sie sich mal das praktisch vor. Die ganze Erde, dunkel, wüst, chaotisch durcheinander, kein Stein auf dem anderen, die Berge beben, die Hügel zittern und überall Modergeruch von Leichen. Man kann kaum geradeaus gehen, ohne ständig über Leichen zu stolpern. Ziemlich dramatisches Bild. Das heißt, ich schaute und siehe, da war kein Mensch mehr. Vielleicht war das eigentlich auch die Vision von Adolf Hitler, ich weiß es nicht. Aber das ist, was das eigentliche tausendjährige Reich beschreibt. Eine totale Vernichtung hier auf der Erde. Dunkelheit, Chaos, Finsternis, kein Mensch, nicht mal die Vögel mehr, die vielleicht noch ein bisschen Glückseligkeit hinein hätten bringen können, sind mehr da.

[28:09] Ich schaute und sehe, das fruchtbare Land war zur Wüste geworden und alle seine Städte waren zerstört vor dem Herrn, vor der Glut seines Zorns. Egal, wie gut die Städte gebaut sind und wie fest sie gebaut sind, auch unser geliebtes Stuttgart wird dann zerstört sein. Stellen Sie sich vor, wie das hier aussehen wird im Stuttgarter Raum. Die ganzen Weinberge werden zittern und dann überall werden Leichname liegen und was mit dem Neckar ist, weiß ich dann nicht, ob der dann noch fließt oder nicht. Aber da, wo Weinberge sind, ist alles nur noch Wüste und überall Leichname. Und nicht nur in Stuttgart, sondern auf der ganzen Welt, egal wo Sie hingehen. Kein schönes Bild.

[28:59] Tausend Jahre lang soll dort der Satan allein sein, in dieser verwüsteten Erde, auf dieser verwüsteten Erde. Die Erde ist verwüstet, die Gottlosen sind tot, die Gerechten sind im Himmel und Satan ist gebunden.

[29:12] Nun, die Frage ist, was ist das eigentlich für eine Kette, die ihn da hält? Mit welchem Metall kann man den Satan so richtig fest machen, dass er nicht mehr weglaufen kann? Lassen wir uns vorstellen, welches Metall man verwenden muss. Reicht Eisen, dass er nicht mehr weg kann? Nein, diese Kette ist eine symbolische Kette. Warum? Was hat der Satan in den letzten 6.000 Jahren gemacht? Wie oft? Macht er das am Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag? Also hat der Satan jemals Ruhetag gehabt? 6.000 Jahre, 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag, ständig ohne Pause hat er Menschen verführt. Warum? Weil es immer Menschen gab.

[30:13] Jetzt zum ersten Mal ist er auf dieser Erde, ohne dass es irgendeinen Menschen gibt. Ihm sind buchstäblich die Hände gebunden. Sagen wir, machen wir auch nicht, wir sind die Hände gebunden. Ich würde ja gern, aber ich kann nicht, weil es ist gerade keine Möglichkeit vorhanden. Der Satan ist gebunden, weil niemand da ist, der verführt werden kann. Aber dann sagt es, und wenn die 1.000 Jahre vollendet sind, das heißt am Ende dieser 1.000 Jahre wird der Satan aus seinem Gefängnis losgelassen. Wenn logische Schlussfolgerung ist, wenn er 1.000 Jahre gefangen war, weil niemand da war, den er verführen konnte, ihm waren die Hände gebunden, was passiert offensichtlich nach den 1.000 Jahren? Da müssen wieder Menschen da sein.

[31:03] Und die einzigen Menschen, die jetzt noch in Frage kommen, die er verführen könnte, wären die übrigen von den Toten, die ja nicht lebendig würden, bis die 1.000 Jahre vollendet sind. Und genau da haben wir sie, die übrigen der Toten, die dann wieder lebendig werden, wenn die 1.000 Jahre vollendet sind. Und die wird er verführen. Das heißt, er wird ausgehen, um die Heidenvölker zu verführen, die an den vier Enden der Erde sind, den Gog und den Magog.

[31:26] Manche haben sich Gedanken gemacht, was wohl Gog und Magog sind. Hier ist es eigentlich eine symbolische Beschreibung, aber ich möchte Ihnen trotzdem ganz kurz erzählen, wer sich historisch eigentlich hinter Gog und Magog verbirgt. Haben Sie eine Ahnung, wer in der Bibel, das ist nämlich ein Land, also Magog, Gog ist eine Person in der Bibel, im Hesekiel, aber Magog ist ein Land. Welches Land, schätzen Sie mal, welches Land könnte sich oder welches Volk oder welche Rasse könnte sich hinter Magog verbinden, verstecken? Eine Idee? Magog. Keine Ahnung? Magog wird in der Bibel beschrieben als das Volk im äußersten Norden. Und wenn man sich den biblischen Kulturkreis so anschaut, da gibt es ja dann aus ihrer Sicht Babylon und Assyrien und dann die Levante mit Israel und Ägypten, nicht wahr? Und dann gibt es hier die Hethiter und dann gibt es die Griechen und später die Römer und die Äthiopier und die Kuschiten. Und dann gibt es im äußersten Norden, jenseits des Kaukasus, in den großen oasischen Steppen, die sogenannten Skythen. Und diese Skythen waren für Jahrhunderte bekannt als das Volk Magog. Man sagt sogar, als Alexander der Große seine Reiche oberhaupt, da ist er noch beim Himalaya-Gebirge auf Skythen gestoßen. Seine Nachfahren haben später so eine Mauer gebaut, die nannte man später die Mauer von Gog und Magog. Und diese Skythen, das waren Reitervölker, die quasi von der heutigen Ukraine, von der Krim bis nach China hindurch, die ganze Steppe hindurch bis nach Sibirien hoch, dort die äußersten nördlichen Völkermann.

[33:18] Und deswegen im Denken der Bibel das Äußerste, was irgendwie noch von den Himmelsrichtungen her zu erwarten ist. Wenn sie noch weiter gehen, das ist jetzt nicht unser Thema, sehr interessant. Magog war ein Enkel von Noah, der zweite Sohn von Japhet. Und es besteht die Möglichkeit, dass von Magog, es gibt da so anthropologische Hinweise drauf, ich bin da gerade dabei, das zu studieren, es könnte sein, dass von Magog sämtliche fernöstlichen Rassen abstammen, inklusive aller Ureinwohner Amerikas, weil die alle aus den oasischen Steppen kommen, von den Skythen. Super interessant, es gab nämlich europäische Skythen und es gab asiatische Skythen. Also das, was wir als Fernost, als Fernort, ganz weit weg, das waren Magog, das waren die Skythen.

[34:06] Jetzt in der Offenbarung heißt es natürlich nicht, dass hier nur die Chinesen und die Japaner kämpfen, aber es ist diese Idee vom äußersten Ende der Erde. Wenn Sie auf den mittelalterlichen Karten schauen, wo Magog eingezeichnet war, war das immer da, wo sonst quasi dann, also beinahe bevor man runterfällt, nicht, weil die haben gedacht, das ist so eine Scheibe, da war Magog immer ganz am Ende, am Ozean, da wo es nicht weiter geht, da war Magog. Und die Idee ist sozusagen, die gesamte Erde wird erfüllt, wenn Gog oder Magog aus jedem Loch, wenn sie kommen. Eine Kriegsarmee, die alles in den Schatten stellt, was Hollywood jemals gemacht hat, geplant hat oder sonst noch irgendwie in der Schublade hat. So viele Milliarden Menschen gleichzeitig, die dort zusammenkommen werden zum Kampf, hat die Welt noch nicht gesehen und wird sie auch nicht sehen bis zu jedem Zeitpunkt. Vergessen Sie alle epischen Filme, der wahre Film kommt noch, wenn nach tausend Jahren alle, die nicht an Christus geglaubt haben, aufstehen werden zur letzten großen Entscheidungsschlacht. Und da sind Leute wie Hitler und Stalin und Alexander der Große und Napoleon, alles Unteroffiziere. Denn einer ist der Obergeneral: Satan selbst.

[35:26] Das heißt, deren Zahl ist wie der Sand am Meer. Allein das anzufangen, sich bildlich vorzustellen, sprengt eigentlich schon fast den Kopf. Das heißt hier dann, dass die Stadt Gottes, das Neue Jerusalem, in dieser Zeit nach den tausend Jahren vom Himmel herabkommen wird und diese Ungläubigen, die jetzt alle erwacht sind, auferstanden sind, übrigens durch wen? Durch wen sind sie auferstanden? Was würden Sie schätzen? Durch die Stimme Gottes. Wir haben gelernt, alle Toten werden durch die Stimme des Sohnes Gottes auferweckt werden. Das heißt, Jesus ruft sie hervor, weil jetzt Earth Final Movie, der letzte große Spielfilm dieses Planeten stattfindet, er ruft sie. Aber sie kommen nicht, um ihm zu dienen, sondern sie kommen genau, um das zu machen, was sie ihr ganzes Leben schon immer getan haben, nämlich zu rebellieren und Krieg zu führen. Und es zeigt sich dadurch, dass auch wenn sie eine zweite Chance bekommen würden, sie genauso sich entscheiden würden, wie sie sich entschieden haben in ihrem Leben, das sie vor ihrem Tod gehabt haben.

[36:30] Sie zogen herauf auf die Fläche des Landes und umringten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Eine beliebte Militärtechnik ist die Belagerung. Es gibt viele berühmte Belagerungen in der Geschichte. Aber diese Belagerung wird außergewöhnlich sein. Erstens ist diese Stadt außergewöhnlich groß. Wir werden gleich noch sehen, wie groß und wie die aussieht. Zweitens hat es niemals so viele Menschen gegeben, die sich gleichzeitig zu einem Ziel vereint haben, diese Stadt doch noch einzunehmen.

[37:18] Nun, warum tun sie das? Ich meine, wenn die Stadt Gottes vom Himmel kommt, mit Gott selbst drin, dann würde man doch als selbst normalsterblicher Mensch, der jetzt vielleicht nicht gerade Gott mag, doch auf die Idee kommt, zu sagen, das ist vielleicht eine Nummer zu groß für mich, oder? Warum haben die also im Kopf, warum werden sie diese Stadt umzingeln? Das hat einen Grund.

[37:31] In 1. Mose 3, Vers 22 lesen wir: Und Gott, der Herr sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unser Einer, dem er erkennt, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht seine Hand ausstrecke und auch vom Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe. Damals im Garten Eden hat es diesen Baum gegeben und wenn man von dem isst, lebt man ewig, denn ewiges Leben kommt von Gott. Das ist ein Geschenk Gottes in der Abhängigkeit von Gott. Aber Gott hatte deutlich gesagt, wer an Sünde festhält, wer gesündigt hat, der kann nicht gleichzeitig vom Baum des Lebens essen. Ganz wichtiger Gedanke: Ewiges Leben und Sünde passen nicht zusammen, geht nicht. Man muss sich für eins entscheiden, entweder ewiges Leben oder Sünde und die Entscheidung müssen wir alle treffen in unserem Leben. Wollen wir ewig leben oder wollen wir sündigen? Eins von beiden müssen wir uns entscheiden, denn wenn ich mich für das eine nicht entscheide, habe ich automatisch das andere. Aber ich kann nicht beides haben und übrigens so viele Menschen in dieser Welt wollen beides. Sie wollen ewig leben, aber sie wollen gleichzeitig Gottes Gebote brechen. Geht nicht. Wir alle müssen uns entscheiden, ewig leben oder sündigen.

[39:02] Gott hatte damals die Menschen aus dem Garten Eden hinausgeschickt und hatte die Cherubim, die Engel Gottes, sich lagern lassen mit der Flamme des blitzenden Schwertes, hatten den Weg zum Baum des Lebens bewacht, damit ja kein Sünder dorthin gelangt, um unsterblich zu werden, um die Unsterblichkeit der Sünde zu verleihen. Gott wollte keine unsterbliche Sünde und unsterbliche Sünde.

[39:21] Auf dem Baum 22 Vers 2 lesen wir: In der Mitte ihrer Straßen, in der Stadt, in der Stadt Gottes und dem Strom von dieser und von jener Seite aus, war der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt, jeweils eine und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker. Was ist der Grund, warum die Ungläubigen am Ende doch die Stadt angreifen werden? Vielleicht ist ein Grund, dass sie sich rächen wollen an Gott. Noch ein Grund, weil sie sowieso nur ihr Leben lang Krieg geführt haben. Alexander der Große soll wohl schon als Kind nur mit Kriegsspielzeug aufgewachsen sein. Seine Mutter hat ihn trainiert für den Krieg und deswegen war der größte Feldherr aller Zeiten, aber nichts anderes im Kopf gehabt, als Krieg zu führen. Oder Napoleon. Manche von denen, die können gar nicht anders als Krieg, aber es gibt einen tieferen Grund, warum auch diejenigen, die vielleicht nicht so militärisch waren, da sind ja nicht nur Hitler und Stalin da, das sind ja auch viele ganz normalsterbliche Menschen, die einfach sich gegen Gott entschieden haben, mit in diesem Heer.

[40:25] Warum wollen die die Stadt angreifen? Sie alle wissen, in der Stadt ist der Baum des Lebens. Und liebe Freunde, das lehrt uns etwas sehr Kraftvolles. Am Ende wollen alle ewig leben. Jeder wünscht sich, nicht zu sterben. Jeder möchte ewiges Leben haben. Die einen mit Gott und die anderen gegen Gott. Das Problem ist nur, sie wollen nicht wahrhaben, was so offensichtlich ist, dass das ewige Leben von Gott kommt, weil er von sich selbst sagt: Ich bin das Leben. Das hat er dem Satan von Anfang an versucht zu erklären. Der hat es nicht begriffen. Der hat nicht begreifen wollen, dass Leben immer von Gott kommt. Und noch heute tun wir uns so schwer daran, das zu begreifen, dass unser Leben von Gott kommt. Und wenn wir leben wollen, wenn wir glücklich sein wollen, wenn wir Zufriedenheit haben wollen, müssen wir mit Gott kooperieren. Es geht gar nicht anders, nicht weil Gott so willkürlich ist, sondern weil er ja das Leben ist.

[41:31] Ein letztes Mal zeigt sich dieser verzweifelte Gedanke, irgendwie ewig leben zu wollen, gegen Gott, ohne Gott. Und an diesem Moment, als alles, was jemals auf diesem Planeten und außerhalb dieses Planeten am Leben gewesen ist, alle Menschen, alle Engel und alles, was sonst noch Gott geschaffen haben mag an diesem weiten Universum, gleichzeitig am selben Ort ist. Das hat es nie gegeben und das wird es auch nie wieder geben. Das ist ein einmaliges Ereignis in der Geschichte des Universums. Nur zu einem einzigen Zeitpunkt, eine Kreuzung der Zeitalter, wird alles, was Gott jemals geschaffen hat, gleichzeitig lebendig vor Gott stehen. Und zwar auf der Erde, hier auf diesem kleinen Planeten.

[42:42] Und dann wird Gott noch einmal, sagt die Bibel, ein letztes Mal die Bücher hervorholen. Aber nicht so wie wir manche Bücher haben, so als staubige Register, wo man sagt, okay im Jahre 1453, dass das passiert und im Jahre 1454 haben wir hier den Eintrag. Sondern Gott wird noch einmal den gesamten Erlösungsplan, noch einmal in den Grundzügen vor den Augen aller Lebewesen vorbeiziehen lassen. Der letzte Film dieser Welt. Noch einmal wird er erzählen, wer er ist, was die Grundlagen seiner Regierung sind, dass er der Schöpfer ist. Übrigens, der Satan hat tausend Jahre lang versucht, Staub zusammenzubasteln und hineinzublasen. Was passiert? Er ist nur dreckig geworden. Er hat tausend Jahre lang nicht etwas erschaffen können, obwohl er immer angebetet werden wollte. Jetzt ist offensichtlich, Gott allein ist der Schöpfer. Dort wird noch einmal gezeigt, warum Adam und Eva gefallen sind, dass es um Gottes Gebot ging. Dort noch einmal wird gezeigt, wie die Menschheit sich ständig gegen Gott rebelliert hat. Noch einmal wird man sehen, dass Gott einen Blueprint, eine Blaupause geben hat, um den Menschen zu zeigen, dass er bei ihnen sein möchte, dass es einen Weg gibt zu ihm, dass er ihr Leben führen möchte. Noch einmal wird man sehen, wie diese einzelnen Gegenstände beschreiben, dass wir uns von Gottes Wort ernähren müssen, dass wir ein Licht sein sollen für die Menschen dort draußen, dass wir zu Gott beten dürfen, dass das Gesetz gibt, dass er gegenwirkt. All das, was wir gelernt haben. All das wird noch einmal jedem Menschen deutlich sein, dass es eigentlich nicht schwer war, gerettet zu werden.

[44:28] Noch einmal wird man den Gang der Weltgeschichte sehen, wie Gott ihn vorher gesagt hat, wie er eingetroffen ist, wie wir ihn hier studiert haben, in Auszügen. Noch einmal wird man sehen, wie Jesus kam, um der Menschheit einen Blueprint, eine Blaupause zu geben, wie liebevoll Gott ist. Einmal wird man sehen, wie er durch sein Leben, durch sein Predigen, durch sein Handeln und durch seinen Tod den Satan mit all seinen Lügen besiegt hat und dass er für jeden Menschen, der dort auf diesem Planeten dann stehen wird, in der Stadt und vor der Stadt gestorben ist. Für jeden hat er bezahlt. Für jeden hatte er ein Eintrittsticket für die Stadt bereit. Der Stempel war schon da, das Papier beschrieben. Aber so wenige haben den Pass abgeholt. So wenige haben geglaubt, dass es ihn wirklich gibt. So wenige haben ihn abgeholt und dann auch getragen. Manche haben ihn abgeholt und als sie damit stolz durch die Welt gelaufen sind, haben andere gesagt: So ein Quatsch, die Stadt gibt es doch gar nicht. Das ist alles nur Unfug. Und haben den Pass weggeschmissen.

[45:42] Dann wird jeder sehen, dass Jesus alles gegeben hat, damit jeder dort in der Stadt sein kann. Dass er als himmlischer Hohepriester im Allerheiligsten alles tat, um den Menschen Führung, Vergebung, Gnade, Kraft zu geben für den Alltag. Dort, wo der Kampf ist. Dort wird man sehen, wie die Christenheit sich ausbreitete, wie das Christentum unterwandert wurde von falschen Bewegungen. Dort wird man sehen, wie das Gesetz Gottes angegriffen wurde, wie ab 1844 das Gericht tagte und eine Intensität zunahm in der Weltgeschichte. Auch wir werden dann alle zurückblicken auf diesen Tag, auf diese Zeit. Nun, ob jetzt unsere Serie dann nochmal speziell vorgenommen wird, das weiß ich nicht. Aber könnte sein. Vielleicht für Ihren persönlichen Bericht werden Sie in Ihrem Lebensbericht sehen: Ich bin damals gewesen bei dieser Serie.

[46:44] Und wenn Sie in der Stadt sein werden, dann werden Sie sagen: Gott sei Dank, dass mich jemand eingeladen hat. Gott sei Dank, dass ich dieses Video auf YouTube gefunden habe. Gott sei Dank, dass ich es bis zum Ende angeschaut habe und dass ich danach gelebt habe, was ich gelernt habe in der Bibel. Aber wenn Sie dann außerhalb der Stadt sind, werden Sie sich fragen: Warum habe ich die Bibel zugemacht? Warum habe ich das Video ausgemacht? Warum war mir der Sport oder das oder jenes wichtiger? Ich habe immer gedacht, ich muss so cool sein in der Welt. Das wäre alles nur Quatsch. Wir alle werden uns, denke ich, zurückerinnern an die jetzige Zeit und sehen, dass niemand hätte verloren gehen müssen. Für jeden war ausreichend Gnade da. Gott hat jedem seinen Arm hingehalten. Und wie wenig, wie wenig haben ihn ergriffen, wie wenig haben ihn genommen.

[47:43] Lieber Freund, liebe Freundin, der du jetzt zuschaust, der du jetzt hier bist, Jesus streckt auch heute seinen Arm aus für den Fall, dass du ihn noch nicht ergriffen hast. Jesus streckt ihn aus und sagt: Komm, ich bin gestorben für alle Sünden der Welt. Ja, glaubst du, dass ich für deine auch nicht gestorben bin? Ich bin dafür gestorben, dass Hitler eine Chance gehabt hätte hineinzukommen. Ich bin dafür gestorben, dass Stalin eine Chance gehabt hätte hineinzukommen. Ich habe alle deren Sünden auf mich genommen. All die Massenmorde. Ja, glaubst du nicht, ich habe auch deine Lügen, deine schlechten Gedanken auf mich genommen? Jesus hat den Preis bezahlt und er lädt dich ein. Ich habe die Städte vorbereitet, lebe heute mit mir, damit du vorbereitet bist, dort leben zu können. Ich möchte, dass du bist, wo ich bin. Greif die Hand und lass dich ziehen.

[48:50] Diese Liebe, die unbeschreiblich ist, diese Liebe Gottes, die wird in der Bibel mit einem bestimmten Symbol beschrieben. Sie wird beschrieben als ein Feuer und zwar aus einem bestimmten Grund. Wahre Liebe hat ein Interesse. Wahre Liebe möchte alles Trennende aufheben, oder? Wenn Sie jemals verliebt waren und Sie hatten eine Krise mit Ihrem Partner, Ihrem Ehemann, Ihrer Frau und Sie wussten, da gibt es eine echte Krise wegen diesem Grund und Sie lieben die Person, was wird Ihre Liebe tun? Versuchen, diesen Grund zu entfernen, oder? Wenn Sie jemanden wirklich lieben, muss jeder Trennungsgrund, der an Ihnen liegt, weggenommen werden und genau das tut die Liebe Gottes. Sie ist ein verzehrendes Feuer für den Trennungsgrund, nämlich für die Sünde.

[50:02] Gott weiß, dass wenn wir mit ihm leben, wir ein ewiges Leben haben, ein glückliches Leben haben, dass wir zufrieden sind, dass wir glücklich sind, dass wir freundlich sind, dass wir fröhlich sind, dass wir standhaft sind, dass wir Dinge erreichen, dass wir andere glücklich machen. Und dann weiß er, dass wenn wir von ihm trennen, wenn wir sündigen und dann von ihm getrennt sind, dass wir miserabel sind, dass wir Depressionen bekommen, dass wir krank werden, dass wir all diese schlimmen Dinge in unserem Leben erleben und dass wir keinen Frieden haben. Und er sieht uns und er hat Mitleid und wir beten zu ihm her: Bitte, bitte, bitte hilf mir, wo bist du denn? Mir geht es so schlecht, warum lässt du das zu? Und er sagt: Pass auf, ich komme, ich hebe den Trennungsgrund auf, lass mich die Sünde wegnehmen, dann sind wir wieder gemeinsam und dann wirst du Frieden und Freude und Glücklichkeit haben.

[50:50] Und wir sagen: Nein, nicht die Sünde, die mag ich so gerne, nicht die Sünde. Oh, nimm meine Feinde weg, den Arbeitgeber, den kannst du wegnehmen, vielleicht meine Stiefeltern, nimm die weg, so wie die Juden, die gesagt haben: Nimm die Römer weg, dann geht es uns gut. Und Jesus kam und sagt: Nein, nein, nein, ich bin nicht gekommen, die Römer wegzunehmen, ich bin gekommen, die Römer zu retten. Jesus ist nicht gekommen, um deine Probleme zu lösen, indem er andere Menschen wegnimmt, er ist gekommen, sogar diese Menschen zu retten, er ist gekommen, um deine Sünde wegzunehmen.

[51:28] Und diese Sünde, sagt die Bibel, wird verzehrt durch die Liebe Gottes. Wenn wir einmal die Liebe Gottes sehen und erfahren, dann werden wir wie Josef sagen: Wie kann ich nur sündigen, das geht ja gar nicht. Wenn Sie jemanden wirklich lieben und von ganzem Herzen lieben, werden Sie da wirklich lange überlegen? Nehmen Sie mal an, entsprechen mal, egal, Männer, Frauen, keine Rolle, Sie sind verliebt, frisch verliebt, stark verliebt, intensiv verliebt, wie auch immer. All Ihre Gedanken richten sich auf Ihren Partner. Welche Chance hat jetzt jemand anderes, der Sie umwerben will? Wenn Sie da stehen und sagen: Soll ich, soll ich nicht, ich würde so gerne, aber eigentlich... Das machen Sie nur, wenn vorher Ihre Liebe zu Ihrem Partner irgendwie gebröckelt ist, oder?

[52:27] Und so ist es mit Gott. Wenn wir Gott wirklich lieben, dann wird die Liebe Gottes in uns die Sünde nach und nach verzehren. Aber dann gibt es Menschen, die jedes Mal, wenn Gott sagt: Komm, sagen nein und sagen nein und mit jeder Rebellion mehr Sünde und mehr Sünde und mehr Sünde anhäufen. Und dann gibt es aber immer noch genügend Spielraum, wo der Geist Gottes anwirken kann und sagt: Okay, hier ist schon alles voller Sünde, aber da ist noch ein bisschen freier Platz, hier komme ich mit meiner Einladung, komm doch. Und dann sagen wir wieder nein und es ist wieder aus, es wird verhärtet, aber da ist noch eine weiche Stelle, da kann ich noch eingreifen, komm doch. Und auch da wird es verhärtet.

[53:09] Und irgendwann verhärtet sich die ganze Person, sie baut die Mauer so hoch, bis keine Hand mehr drüber kommt, bis sie eingemauert ist. Und wenn dann die Liebe Gottes in Form des Feuers kommt, verzehrt sie den Sünder samt Person. Wie Wille schreibt: Das Feuer vom Himmel fällt und sie alle zum Feuer vergehen werden.

[53:38] Die Stadt selbst ist wunderschön. Wie Wille beschreibt, dass kein Auge es je gesehen hat, kein Ohr sich vorgestellt gehört hat, was in keines Sinne gekommen ist, das hat Gott vorbereitet für die, die ihn lieben. Und wie sehr würde sich Gott wünschen, dass alle dort sind. Wie Wille beschreibt, ihr Aussehen, Jaspis, Gold, reines glänzendes Gold, Edelsteine hier, die sind nicht alle aus Zeitgründen, eine traumhaft schöne Stadt. Aber was noch viel wichtiger ist: Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, weder Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen.

[54:30] Ich weiß nicht, wie es Ihnen heute Abend geht, ob Sie momentan mit einer größten Krise zu kämpfen haben, aber es kommt der Zeitpunkt, wo Gott jede einzelne Träne abwischen wird. Dann, nach den tausend Jahren, denn es könnte sein, dass wir noch während und am Ende der tausend Jahre die ein oder andere Träne vergießen. Wenn wir sehen, dass unser geliebter Partner, unser Kind, unsere Eltern sich gegen Gott entschieden haben, denn sie wissen, Gott rettet nicht kollektiv. Jeder Mensch hat eine einzelne Entscheidung vor Gott.

[55:10] Jesus sagt: Noch eine kleine Zeit ist das Licht bei euch, wandelt, solange ihr das Licht noch habt, damit euch die Finsternis nicht überfällt, denn wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. Jetzt haben wir noch die Möglichkeit uns zu entscheiden, dann nach den tausend Jahren ist alles entschieden. Da wird ein Film abgespielt, da ist eine epische Szene, aber keiner wird mehr die Seiten wechseln. Da wird keiner sagen: Oh, eigentlich möchte ich nochmal die Seiten wechseln. Alles, was entschieden werden muss, wird jetzt entschieden.

[55:46] Was also genau ist diese Hölle? Zum Abschluss wollen wir noch drei Fragen an die Hölle stellen, die wir im Wissen aus der Bibel beantworten. Was ist dieses Höllenfeuer? Wann ist die Hölle? Wo ist die Hölle? Und wie lange ist die Hölle? Und wir wollen dazu die Bibel benutzen.

[56:00] Erste Frage: Wann ist die Hölle? Jesus hatte gesagt, ein anderes Gleichnis legte er vor und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut mit in den Weizen und ging davon. Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch das Unkraut. Und die Knechte des Hausherrn traten dazu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen in deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sagte die Knechte zu ihm: Willst du nun, dass wir hingehen und es zusammenlesen? Er aber sprach: Nein, damit ihr nicht beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit ihm den Weizen ausreißt. Achtung, lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte. Und zur Zeit der Ernte, will ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bünde, dass man es verbrenne, den Weizen aber sammelt in meine Scheune. Jesus sagt, da muss etwas gemeinsam wachsen und am Ende wird das Unkraut verbrannt. Und er gibt auch die Erklärung: Der gute Same ist der Sohn des Menschen, wird ausgesät auf die Welt. Der Acker ist die Welt, der gute Same sind die Kinder des Reiches, das Unkraut aber sind die Kinder des Bösen, also die Gläubigen und die Ungläubigen. Beides wächst. Der Feind, der es sät, ist der Teufel, die Ernte ist das Was? Ende der Weltzeit, wenn diese Welt, wie wir sie jetzt kennen, zu Ende geht, also der Beginn der tausend Jahre. Die Schnitter sind die Engel und gleich wie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird es sein am Ende dieser Weltzeit.

[57:31] Die Bibel sagt: Wann werden Ungläubige brennen? Am Ende der Weltzeit, nicht jetzt. Heißt es: Der Sohn des Menschen wird seine Engel aussäen und sie werden alle Ärgernisse und die Gesetzlosigkeit verüben, aus seinem Reich sammeln. Und sie werden sie in den Feuerofen werfen, dort wird das Heulen und das Zähneknirschen sein. Also am Ende, hier heißt es Malachi 3,19: Denn siehe, der Tag kommt, brennen wir den Ofen, in der Zukunft, nicht jetzt. Malachi sagt: Jetzt momentan ist dort keine Hölle, der kommt. Da werden alle übermütigen und alle, die gesetzlos handeln, wie Stoppeln sein und der kommende Tag wird sie verbrennen. Und Petrus sagt uns, dass der Herr die Gottesfürchtigen aus der Versuchung zu retten wird, die Ungerechten aber zur Bestrafung aufbewahren wird, für den Tag des Gerichts. Wann kommt die Bestrafung? Am Tag des Gerichts, nicht direkt nach dem Tod, wie wir gelernt haben, wie wir gesehen haben.

[58:30] Dann, nach den tausend Jahren, wenn sie auferstanden sind, wenn sie das Heerlager bilden, um die geliebte Stadt umzingeln, dann fällt das Feuer von Gott aus dem Himmel und verzerrt sie. Die Hölle, das Höllenfeuer, findet in etwas mehr als 1.000 Jahren statt. So plus minus. Wir wissen noch nicht genau, wie lange es bis zur Wiederkunft dauert. Und es könnte auch sein, übrigens, dass diese Zeit zwischen dem Ende der tausend Jahre, der Auferstehung und der Vernichtung durchaus etwas Zeit kostet. Denn die werden dort sich zum Kampf rüsten, sagt die Bibel. Und wenn dort die Erde tausend Jahre lang gerade wüst gelegen hat, dann liegen die Atomwaffen nicht alle so rum. Es wird ein bisschen Zeit dauern, die Elemente wieder ein bisschen zu ordnen. Da sind ja kluge Männer dabei und Frauen. Und dann wird man Kriegswaffen herstellen. Könnte also ein bisschen dauern, wie viel ist aber Spekulation. Aber so plus Pi mal Daumen, ein bisschen mehr als 1.000 Jahre, dann wird dieses Feuer fallen.

[59:31] Das heißt, wir können zusammenfassen: Die Wiederkunft, die erste Auferstehung, die Gerechten werden entrückt. Die Gottlosen sind tot am Anfang der tausend Jahre. Der Satan ist gebunden für tausend Jahre. Die Heiligen werden die Welt richten und dann kommt die zweite Auferstehung am Ende. Das Neue Jerusalem kommt herab. Die Gottlosen werden die Stadt versuchen einzunehmen. Das Feuer zerstört die Gottlosen und das ist das Höllenfeuer. Ein Ereignis und kein Ort. Und das ist der zweite Tod.

[1:00:00] Wo ist die Hölle? Die meisten haben ja die Idee, dass die Hölle irgendwo so in der Richtung Erdkern ist. Vielleicht haben Sie mal gehört, die Geschichte, die in Amerika erzählt worden ist, dass man irgendwo in Russland, in der Sowjetunion, damals die Hölle angebohrt haben soll. Haben Sie das mal gehört? Irgendwo fern in Sibirien hat man so Bohrungen vorgenommen. Das tiefste Bohrloch, das man jemals gegraben hat. Ich weiß nicht mehr, wie tief. Äußerst tief. Das sogenannte Kola-Bohrloch. Zwölf? Zwölfeinhalbtausend Kilometer. Meter. Also nicht so tief. Relativ tief. Und dann gab es Berichte in einigen christlichen Zeitschriften in Amerika, dass man dort während des Bohrens auf etwas gestoßen sei, das man angebohrt hätte und dann hätte man Schreie gehört. Ernsthaft. Und dass dort so Rauch hervorgekommen wäre und es wäre viel heißer gewesen. Nun, es stimmt, es war dort unten heißer als sonst, man hat sich verrechnet. Aber man hat dann später herausgefunden, dass das Ganze erfunden und erlogen war. Da gab es keine Schreie und da gab es auch keine Schwefelrauchwolken, die dann emporgekommen sind. Aber das haben einige geglaubt damals. Das ist so diese Vorstellung, irgendwo da unten ist die Hölle.

[1:01:18] Aber das Feuer fällt, wo kommt es her? Also das Feuer kommt nicht von unten, es kommt von oben. Jetzt Hölle ist also, wenn schon Hölle, dann nicht unten, sondern oben. Das Höllenfeuer kommt von oben. Das Höllenfeuer kommt von Gott. Die meisten Menschen haben die Idee, dass in der Hölle einer regiert, das ist so ein roter Satan mit so einem Dreizack, und da steht er und dann lächelt er so fies. Das Höllenfeuer kommt nicht vom Satan, das Höllenfeuer kommt auch nicht von unten, es kommt von oben, es kommt von Gott. Es ist Ausdruck seiner Liebe. Es verzerrt die Sünde. Und die Sünde befinden sich wo? Die befinden sich nicht im Himmel, nicht unter der Erde, sondern auf der Erde. Dort wird das Feuer sie treffen.

[1:02:06] Das heißt hier: Der jetzige Himmel und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts. Das heißt, die Erde wird brennen, nicht unter der Erde. Ein Tag der Rache. Das heißt, da sollen die Bäche in Pech verwandelt werden und ihr Staub in Schwefel. Ja, ihr Land wird zu brennendem Pech. Die Erdoberfläche wird brennen, nicht irgendeine tiefe Kammer unten.

[1:02:30] Nun, was ist das Schicksal der Gottlosen? Die Bibel sagt, sie werden alle, die gesetzeshandeln, werden wie Stoppeln sein. Jetzt, wenn man Stoppeln in ein Feuer tut, wie lange halten die das dann aus? Schnell weg, oder? Der kommende Tag wird sie verbrennen. Was ist der Unterschied zwischen brennen und verbrennen? Also, verbrennen kommt definitiv zu einem Ende, sodass ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig bleibt. Da bleibt also nichts übrig. Sie verbrennen bis zur Auslöschung. Und dann heißt es hier, und ihr werdet die Gesetzlosen vertreten, denn sie werden was sein? Asche. Asche ist das Endprodukt eines Verbrennungsvorgangs.

[1:03:23] Manche Menschen haben die Idee, dass Gott über einen ewig langen Zeitraum Menschen quälen wird, wahrscheinlich in alle Ewigkeit. Aber hier steht, sie werden verbrannt werden. Das heißt auch, sie sind geworden wie Stoppeln, die das Feuer verbrannt hat. Sie werden ihre Seele nicht vor der Gewalt der Flammen erretten. Also wird die Seele dann ewig leben? Nein, sie wird verbrannt werden. Denn es wird keine Kohlenglut sein, an der man sich wärmen kann, keinen Ofen, an dem man sitzen könnte. Nur noch eine kurze Zeit, so wird der Gottlose was sein? Nicht mehr sein. Aufhören zu existieren. Und wenn du dich nach seiner Wohnung erkundigst, ist er nicht mehr da. Die Gottlosen werden umkommen, und die Feinde des Herrn sind wie die Pracht der Augen. Sie vergehen im Rauch. Wie Rauch vertrieben wird, so willst du sie vertreiben. Wie Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, so werden die Gottlosen vergehen vor dem Angesicht Gottes.

[1:04:14] Und selbst von dem Satan selbst heißt es: Da ließ sich ein Feuer von dir ausgehen, das dich verzerrte, und ich habe dich zu Asche gemacht auf der Erde, vor den Augen aller, die dich sehen. Der Satan hat nicht die Kontrolle über das Höllenfeuer, er wird selbst ein Opfer. Der Satan hat unser Denken über die Hölle völlig auf den Kopf gestellt. Die Hölle ist Gottes Reinigungsmittel, am Ende der tausend Jahre, um die Sünde auszurotten.

[1:04:35] Alle, die dich kennen und den Völkern, entsetzen sich über dich, so bist du zum Schrecken geworden. Und bist für immer dahin. Also, die Bibel sagt, die Gottlosen werden sterben, sie werden vergehen, sie werden verbrennen, sie werden vergehen, sie werden zu Asche, sie werden sein, als wären sie nicht gewesen, sie werden nicht mehr sein, sie werden vollständig zerstört, der Satan. Also, die Bibel ist sehr eindeutig hier.

[1:05:02] Nun, wie lange brennen die Gottlosen und werden sie leiden? Manche haben die Idee, naja, Gott ist so liebevoll, dass das quasi wie so ein zweites Mal erster Tod ist, so Augen zu und weg. Die Bibel sagt: Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereit hielt und auch nicht nach seinem Willen tat, wird viele Schläge erleiden müssen. In anderen Worten, wenn ich etwas weiß und es trotzdem nicht tue, dann werde ich die Konsequenz dafür zu spüren bekommen, wie Gott sagt: Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten, denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten.

[1:05:42] Übrigens, die Idee einer ewig brennenden Hölle widerspricht dem Prinzip der Gerechtigkeit. Stellen Sie sich vor, Sie sind ein Taschendieb, haben drei Taschen geklaut in der Königstraße und Sie werden ins Gefängnis dafür gesteckt, lebenslänglich, und neben Ihnen sitzt einer, der hat auch lebenslänglich bekommen, und hat 20 Frauen vergewaltigt. Würden Sie das als gerecht empfinden? Gott macht ursprünglich alles, was er will, was er will. Gott macht Unterschiede zwischen den Sünden. Alle Sünden führen zum Tod. Aber es gibt kleine Sünden, die zum Tod führen, mit kleinem Leiden, und es gibt große und viele Sünden, die zu mehr Leiden führen beim Tod.

[1:06:47] Man soll der Richter ihn niederfallen lassen und man soll ihm vor seinen Augen die bestimmte Tracht Prügel geben, je nach dem Maß seiner Schuld. Das heißt, Gott wird nicht einfach nur sagen: Du bist des Todes schuldig, du wirst jetzt einfach brennen, sondern Gott sagt: Okay, du bist ein Sünder, du wolltest mich nicht, aber du hast vielleicht nur dich selbst geschädigt. Oder aber, du hast wissentlich andere Menschen in deinem Leben verbrannt, und der Zeitraum des Leidens vergrößert sich.

[1:07:20] Wer wird denn am meisten leiden? Wenn alle anderen schon verbrannt sind, wird er noch leiden und leiden und leiden. Aber die Bibel sagt, wenn man ihm 40 Streiche gegeben hat, soll man ihn nicht weiterschlagen. Egal, wie schlimm sein Verbrechen ist, und wenn es noch so schrecklich war, dass dein Bruder nicht verächtlich gemacht wird in deinen Augen. Denken Sie gut darüber nach. Stellen Sie sich vor, jemand bekommt...

[1:07:54] Übrigens, wussten Sie, dass die Juden aus Angst, dieses Gebot zu übertreten, immer nur 39 Streiche gegeben haben? Der Paulus sagt, ich habe mehrmals 40 minus 1 bekommen, weil sie hatten Angst, wenn man so bis 40 zählt, da kann man sich ja mal verzählen, oder? War ich jetzt bei 27 oder 28? Das Prinzip dahinter ist ganz interessant. Egal, wie schlimm das Verbrechen ist, mehr als 40 nicht, weil ansonsten hätte das Auswirkungen auf den Bestrafer.

[1:08:25] Eine ewig brennende Hölle würde genau dieses Prinzip brechen. Es würde die Menschen im Himmel, die das betrachten, moralisch verderben, weil sie würden anfangen, über diese ständig leidenden Menschen schlecht zu denken. Sehr interessant. Gott ist gerecht, aber er setzt in seiner Gnade eine Grenze. Über die geht er nicht hinaus.

[1:08:52] Was wird Gott tun, nachdem die Gottlosen vernichtet worden sind? Die Bibel sagt: Ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen und das Meer gibt es nicht mehr. Für alle, die gerne mehr Kreuzfahrten machen, es tut mir leid, es wird kein Meer mehr geben. Es ist ein Symbol für Trennung. Ich glaube, als Gott die Welt ursprünglich schaffte, gab es nicht verschiedene Kontinente, die durch große Meere getrennt waren. Es sieht schon so aus, als ob es ein großer Kontinent war. Nach der Sintflut wurden die Kontinente getrennt, um die Menschen noch ein bisschen voneinander fernzuhalten, weil sie sich immer noch zur Rebellion zusammengerufen haben. Prinzipiell sind Meere ein Symbol von Trennung. Dort wird es Wasser geben, in Hülle und Fülle. Wir werden sicher auch mit Delfinen durch die Flüsse gleiten können. Wir werden unsere Freude haben, aber es wird kein Meer mehr geben. Keine Trennung mehr. Einen neuen Himmel und eine neue Erde.

[1:09:51] Aber die wichtigste Frage überhaupt ist: Was fühlt Gott bei der Vernichtung der Gottlosen? Denkt er sich: Endlich! Nein. Die Bibel sagt: Werft alle eure treuen Lösigkeiten, die ihr für übt habt, von euch ab. Schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist. Dann kommt ein Satz, der gehört zu zwei Sätzen der Bibel. Wenn man den liest, hört man Gott weinen. Denn warum wollt ihr sterben, hier vom Haus Israel? Gott fragt sich diese Frage. Was ist am Tod so begehrenswert? Was hat die Sünde, das ich nicht habe? Alles, was die Sünde verspricht, könnte ich wirklich geben. Die Sünde tut es nicht. Die Sünde hat uns bisher immer nur betrogen. Wir sündigen und dann tut uns leid und sagen...

[1:10:41] Warum haben wir es nur getan? Und Gott fragt sich: Was hat die Sünde? Warum wollt ihr sterben? Warum wollt ihr nicht mit mir leben? Ich habe euch alles Gutes getan. Warum wollt ihr sterben? Denn ich, sagt Gott, habe keinen Gefallen am Tod dessen, der sterben muss. Der Tod soll leben, lieber Freund. Egal, wie tief du gefallen bist, wie oft du es getan hast oder wie schlimm es gewesen ist. Mach nicht weiter. Kehr einfach um. Denn warum willst du sterben? Gott in seiner Gnade gibt uns immer das, was wir wollen. Wenn du ewiges Leben haben willst, gibt er dir ewiges Leben. Wenn du sterben willst, gibt er dir ewiges Leben. Wenn du sterben willst, gibt er dir ewiges Leben.

[1:11:44] Die meisten Menschen werden sagen, wenn ich mich entscheiden muss zwischen meinem Schöpfer, Erlöser, dem, der mich am Leben erhält, der alles für mich gegeben hat, und zwischen der Sünde, die mich ständig belügt, dann finde ich die Sünde spannender. Ich möchte lieber sterben. Warum, warum, warum? Kehr um! Es gibt uns am Ende das, was wir wollen. Und es tut ihm mehr weh als uns. Ihm tut es weh.

[1:12:21] Die Schlange hatte gesagt: Keineswegs werdet ihr sterben. Aber die Bibel sagt: Der Lohn der Sünde ist der Tod. Vielleicht noch ganz kurz: Was ist mit dem ewigen Feuer? Sagt die Bibel nicht, dass es ewige Feuer gibt? Ja, es gibt ewiges Feuer. Sodom und Gomorra haben die Strafe eines ewigen Feuers zu leiden gehabt. Kurze Frage: Wenn Sie auf Google Maps einzoomen, Palästina, Israel, Todesmeer, sehen Sie da noch Feuer hochkommen? Man sieht an den restlichen Gebieten überall Rauchsäulen, aber von dort kommt keine Rauchsäule mehr. Denn Sodom und Gomorra wurden eingeäschert. Ein ewiges Feuer hat ewige Resultate und Konsequenzen. Sie werden die ewige Strafe erleben. Ewige Strafe ist eine Strafe, deren Effekt oder Ergebnisse ewig sind. Und das ist, merken Sie das, ewige Strafe ist nicht ewig bestraft werden. Das ist ein Unterschied. Gott wird die Menschen nicht ewig bestrafen. Er gibt die Menschen nicht ewig bestraft.

[1:13:36] Die Strafe ist ewig in ihrer Konsequenz, aber er wird sie nicht ewig bestrafen. Dann wissen Sie, wenn er sie ewig bestrafen würde, dann würden sie etwas tun, ewig leben. Und dann wäre Johannes 3, Vers 16 falsch. Der einfachste Feuers der Bibel sagt doch, dass die Menschen ewig leben und nicht verloren gehen. Und dahinter steckt ein ganz tiefes, einfaches Prinzip: Gott fragt uns immer, was wir haben wollen. Und wir dürfen entscheiden. Nur eine Sache konnte er nie uns fragen: Er konnte uns nie fragen, ob wir geschaffen werden wollen. Wie soll er uns fragen? Also hat er uns erst einmal geschaffen, mit dem optimistischen Sinn, er hat uns erst einmal geschaffen. Und dann fragt er uns: Willst du auch weiterleben, existieren? Und leider werden viele Menschen sagen: Mit dir nicht, ich bin lieber tot. Und deswegen ist die Lehre von der ewigen Höllenqual ein direkter Angriff auf die freie Willensentscheidung.

[1:14:51] Heißt das nicht, von Ewigkeit zu Ewigkeit wird die Qual aufsteigen? Ja, Ewigkeit steht genau dort. Es steht genau dort, wo er von diesem Fisch verschluckt worden ist und auf ewig verriegelt war. Wie lange ist er drin gewesen? Im Bauch des Fisches waren 3 Tage. Aber ich glaube, es kam ihm ewig vor. 3 Tage in so einer stinkenden Magensäure, mit Fischgrippe und so weiter. Das war wohl ewig für ihn. Aber es ging doch zu Ende. Und der kleine Samuel, der in Israel freiwillig Sklave werden wollte, obwohl er das nicht musste, sollte ein Loch durch sein Ohr gestochen bekommen und sollte dann ewig dienen. Hat er plötzlich ewiges Leben bekommen dadurch? Nein, nur solange er leben sollte. Und selbst der kleine Samuel sollte wörtlich auf ewig am Heiligtum sein. Und erklärend steht dazu: Das Wort ewig im Original, im hebräischen Olam, ist immer über die Natur der jeweiligen Sache definiert. Wenn es sich auf menschliche Angelegenheiten und besonders auf einzelne Menschen bezieht, bedeutet es für gewöhnlich alle Tage des Lebens. Und im Griechischen ist es nicht anders. Da beschreibt ewig eine Dauer, die ist zwar undefiniert, aber nicht endlos. Wir können nicht heute sagen, wie lange die Qual sein wird. Wir können nicht sagen, ob es Tage, Stunden, Sekunden oder Jahrzehnte dauert. Aber es ist nicht endlos.

[1:16:36] Das Heidentum ist nicht nur die Quelle des Sonntags, der Sonntagsverheiligung oder der Unsterblichkeit der Seele, sondern auch die Quelle des ewigen Höllenfeuers. Zum Abschluss, als allerletzter Text, noch ein bekanntes Gleichnis, und da werden Sie heute was Neues lernen, bin mir ganz sicher. Lukas 16, Vers 19. Es war ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur, mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tür voll von Geschwüren und begehrte sich zu sättigen mit dem, was von des reichen Tisch fiel. Dazu kamen auch die Hunde und leckten seine Geschwüre. Und jetzt Achtung. Es begab sich aber, dass der Arme starb, und er wurde von den Engeln getragen in Abrahams Schoß. Der Reiche aber starb auch und wurde begraben. Als er nun in der Hölle war, hob er seine Augen auf in seiner Qual und sah Abraham von Ferne und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, damit er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und mir die Zunge kühle, denn ich leide Pein in diesen Flammen. Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, dass du dein Gutes empfangen hast in deinem Leben, Lazarus dagegen hat Böses empfangen. Nun wird er hier getröstet und du wirst gepeinigt. Und überdies besteht zwischen uns und euch eine große Kluft, dass niemand, der von hier zu euch hinüber will, dorthin kommen kann und auch niemand von dort zu uns herüber. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, dass du ihn sendest, und ich habe noch fünf Brüder, die soll er warnen, damit sie auch nicht kommen an diesen Ort der Qual. Abraham sprach: Sie haben Mose und die Propheten, die sollen sie hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn einer von den Toten zu ihnen ginge, so würden sie Buße tun. Er sprach zu ihm: Hören sie Mose und die Propheten nicht, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn jemand von den Toten aufsteht.

[1:18:24] Sieht ja fast so aus, als ob wir unseren ganzen Vortrag normal halten müssen, oder? Das spricht von Menschen, die direkt nach dem Tod in den Schoß von Abraham und in die Hölle kommen und dort leiden. Was machen wir jetzt? Ein paar Beobachtungen dazu. Und selbst wenn Sie das schon mal gehört haben, glaube ich, werden Sie heute was Neues lernen. Also jetzt gut aufpassen. Punkt Nummer 1: Wenn ich an einen Bibeltext gehe, gehe ich zunächst einmal immer davon aus, dass er buchstäblich ist. Wenn ich zum Beispiel in Daniel 7 lese, dass dort ein Leopard mit vier Köpfen und vier Flügeln aus dem Wasser hervorkommt, dann muss ich mir die Frage stellen: Gibt es Leoparden mit vier Köpfen und vier Flügeln, die im Wasser leben? Und ich sage: Nein. Aufgrund des Textbefundes muss das also nicht buchstäblich sein, also symbolisch. Gibt es in diesem Gleichnis irgendetwas, was so aussieht, als wäre das irgendwie nicht so ganz buchstäblich? Würde mal kurz durchgehen. Ist Ihnen irgendwas aufgefallen, was irgendwie vielleicht ein Hinweis sein könnte, dass das keine buchstäbliche Geschichte ist? Also am Anfang sieht es ja ganz normal aus. Reicher Mann, kennt man. Aber gibt es auch viele Hunde, dass sie ihn lecken. Okay, kann man sich vorstellen. Frage: Wer war Abraham? Ein Stammvater. Ein Mensch, richtig? Jetzt, wenn alle Gläubigen in den Schoß von Abraham getragen werden. Das geht nicht. Also buchstäblich geht es nicht, oder? Und dann leidet er in der Hölle, wird verbrannt von den Flammen und sagt: Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, ein Tropfen auf die Zunge, das würde mir so viel helfen. Haben Sie schon mal jemanden gesehen, der verbrannt wurde und der gesagt hat: Bitte, reicht mir ein Schluck Wasser, damit ich mich etwas abkühlen kann? Macht keinen Sinn, oder? Also buchstäblich kommt man dieser Geschichte nicht wirklich bei.

[1:20:48] Was also ist der Sinn? Also die einfache Erklärung ist die: Na ja, das ist ein Gleichnis, hat symbolischen Charakter und das ist ein Gleichnis. Aber was will Jesus eigentlich wirklich sagen? Ich glaube, die beste Therapie ist, wenn man wirklich weiß, was dort gesagt worden ist. Also gehen wir noch mal kurz durch, dann sind wir am Ende angelangt. Da war ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und kostbares Leinen. Jeder Jude, der ihm zuhört, musste bei Purpur und Leinen... Fangen wir andersrum an: Wofür stehen Purpur und Leinen? König. Purpur ist die Königsfarbe, oder? Purpur gekleidet ist, kostbares Leinen hat und er nennt später Abraham, wie nennt er den Abraham? Vater. Jetzt, wer, wen könnte dieser Mann wohl darstellen? Er nennt Abraham seinen Vater und hat ein purpurnes Gewand an. Wer hat von sich behauptet, dass Abraham der Vater ist? Ja? Wer hat von sich behauptet, dass er oder sie Abraham zum Vater haben? Die Juden. Waren die Juden auch ein königliches Volk? Ja. Das ein Heiligtum mit Purpur und Leinen hatte. Ja. Und das von Gott reich gesegnet war mit geistlicher Nahrung. Ja oder nein? Ja. Der ist nicht so reich gesegnet, dann sind das wohl die? Nicht Juden. Es gibt eine Geschichte von einer Heidin, die Jesus anspricht und sagt: Ich würde gern die Krumen essen, die vom Tisch herunterfallen. Das war eine Phönizierin. Nur einer von beiden hat einen Namen. Der für die Juden steht oder der für die Heiden steht? Der für die Heiden steht. Er für die Juden steht.

[1:23:03] Der Name Lazarus heißt: Gott ist mein Helfer. Das ist der erste Hinweis darauf, dass der Lazarus viel besser bei Gott angesehen ist als der Reiche. Er kam immer zu den Reichen und hat nur das bisschen aufgenommen, wie der römische Hauptmann und andere. Jetzt sterben beide. Jetzt passiert eine Katastrophe aus Sicht der Juden. Der Heide wird wohin getragen? In den Schoß von Abram. Welche Funktion hat der Schoß von Abram biologisch? Gut nachdenken. Zum Zeugen. Nachkommend Zeugen. Wenn man jemand in den Schoß von Abram hineintut, das ist sein Nachkommen. Der Heide ist plötzlich ein Kind Abrams. Aber der Reiche, der gedacht hat: Ich bin doch dein Kind, Vater Abram, was ist denn los? Der ist nicht dort. Der wird nicht als Kind Abrams anerkannt.

[1:24:14] Jetzt wird es noch besser. Er hebt seine Augen auf in seiner Qual. Jetzt fängt er an zu reden. Er sagt: Er rief. Können die Toten etwas hören? Können sie reden? Können sie sehen? Nicht buchstäblich gemeint. Was bedeutet es denn, dass er redet? Welche symbolische Bedeutung hat das Reden? Das ist gar nicht so einfach. In der gleichen Geschichte gibt es diesen Vers. Da heißt es: Sie haben Mose und die Propheten, die sollen sie hören. Was muss jemand tun, damit ich ihn hören kann? Reden. Wenn Mose und die Propheten gesprochen haben zum Volk Israel, wie haben die denn gesprochen? Er spricht zu den jetzigen Israeliten. Er sagt: Sie haben Mose und die Propheten, die sollen sie hören. Die meisten von denen, bis auf Mose, sind alle was? Tod.

[1:25:25] Ah. Zurück. Der Reiche spricht. Wodurch? Durch seine Bücher, die aufgetan werden im himmlischen Gericht. Haben wir nicht gelernt, dass unsere Werke zum Himmel schreien? Was hast du getan? Das Blut deines Bruders schreit vom Himmel. Nicht buchstäblich, sondern symbolisch. Die Geschichte ist keine Geschichte vom ewigen Höllenfeuer, die ist eine Geschichte vom Gericht vor der Wiederkunft. Wo die Berichte angeschaut werden, und der Bericht schreit zum Himmel. Die lesen das und sagen: Schau mal, was er gemacht hat. Was hat er getan? Kann man da nicht etwas ändern? Der ist doch ein Jude, der kannte die Bibel, der ist doch jeden Sabbat in die Synagoge gegangen, hat seinen Zehnten gegeben, hat ans Heiligtum geglaubt. Dem ist das Höllenfeuer als Strafe vorgemerkt worden. Kann man da nicht etwas ändern? Kann man nicht etwas von den guten Taten von dem dort hinübernehmen, um ihm ein bisschen zu erleichtern? Die Antwort ist nein. Er hat gesagt, er kann nichts ändern. Er kann nicht von den guten Taten sagen, die uns niemals eingerechnet werden können. So wird ihm gesagt, Abraham spricht.

[1:27:04] Wenn man das Leben von Abraham anschaut, dann muss sich in diesem Leben entscheiden. Abraham ist der Vater aller Glaubenden. Wenn man das Leben von einigen Juden, zum Beispiel von Jesus, zum Beispiel von Josephus, zum Beispiel, sie waren zwar ethnisch verwandt, aber hatten nicht denselben Glauben. Und wie viele gibt es heute, die sich aufgrund einer Kirchenzugehörigkeit sicher sind, sie werden in der Stadt Jerusalem sein. Wie viele gibt es, die sich sicher sind, nur weil ich einen christlichen Ehepartner geheiratet habe, oder eine gläubige Mutter gehabt habe, die sich in der Stadt Jerusalem sicher ist. Und daran lässt sich nichts mehr ändern. Ich wünsche, wir hätten mehr Zeit, da noch einzeln durchzugehen, aber Sie sehen, die Hauptidee ist zu beschreiben das Untersuchungsgericht vor der Wiederkunft. Und das sind die Lektionen, die wir gesehen haben. Nach dem Tod gibt es keine zweite Chance. Und wer die Bibel verwirft, wird auch durch Wunder nicht überzeugt. Denn es gibt immer wieder die Ungeretteten. Die Ungeretteten sind immer noch in ihren Gräbern. Das Höllenfeuer findet nach dem Millennium statt. Das Höllenfeuer ist auf der Erdoberfläche. Gott hat Kontrolle über das Höllenfeuer. Und Satan wird selbst vernichtet.

[1:28:37] Zum Abschluss eine kleine Geschichte. Vor einigen Jahren in Amerika haben Bauern etwas sehr Merkwürdiges beobachtet. Sie haben gesehen, dass ihre Schafe nicht mehr als Dünger verwendet wurden. Was machen die denn? Dann haben sie Experten gerufen, und man hat festgestellt, alle Schafe hatten ein tödliches Virus und waren absolut unbrauchbar mehr für die Wirtschaft. Man konnte ihr Fleisch nicht essen, nicht mal mehr ihr Blut als Dünger verwenden. Das Einzige, was man mit ihnen noch tun konnte, war allesamt töten. Tausende töten, ein Riesenloch machen, und dann verbrennen. Jesus sagt: Ich bin der gute Hirte. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis gehen. Aber wir alle haben diesen Virus in uns, der Sünde. Und Jesus als unser Arzt bietet uns an, uns zu heilen. Wenn wir nicht heilen können, dann muss der Hirte schweren Herzens seine Schafe umbringen.

[1:30:01] Liebe Freunde, am Ende ist es ganz einfach. Entweder in der Stadt oder draußen. Und die Frage, ob wir in der Stadt oder außerhalb sind, hängt damit zusammen, ob wir heute in Christus sind oder außerhalb von ihm. Und deswegen können wir heute schon die Entscheidung fällen. Mit ihm zu sein, durch alles, was ihm durchkommen wird, dann brauchen wir uns jetzt keine Gedanken zu machen, wo wir in 1000 Jahren sein werden. Wer von uns möchte heute das Feuer der Liebe Gottes in meinem Herzen haben, das ist viel besser als irgendwann in 1000 Jahren in meinem Körper. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du mit deinem Wort uns klar gezeigt hast, wohin diese Weltgeschichte, diese Universumsgeschichte steuert und wie du das Sündenproblem ein für allemal lösen wirst und dass du keinen Gefallen hast, dass nur irgendjemand sterben wird. Aber du achtest den freien Willen so hoch, dass du niemandem zu seinem Glück zwingen wirst. Und so wollen wir uns freiwillig, weil du uns liebst, weil du alles für uns getan hast, um uns zu dir zu ziehen, für dich entscheiden und mit dir kooperieren. Und ich bitte, dass du uns übergeben. Und ich bitte, dass du jeden Tag mit deinem Heiligen Geist uns führst und leitest, damit wir sicher gehen und damit wir wissen dürfen, dass wir einmal dann, wenn es soweit sein wird, in über 1000 Jahren, hoffentlich alle gemeinsam, dann in der Stadt sein werden. Im Namen Jesu, beten wir dies. Amen.


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