Veröffentlicht am
1.346 Klicks

In dieser Episode von „Operation Blueprint“ mit Christopher Kramp wird das biblische „Malzeichen des Tieres“ aus der Offenbarung beleuchtet. Anhand von Beispielen aus dem Buch Daniel, wie der Geschichte von Schadrach, Meschach und Abed-Nego, wird die Bedeutung von Wahrheit, Treue und Anbetung in Krisenzeiten erörtert. Der Vortrag analysiert die historischen und prophetischen Bezüge des Malzeichens und identifiziert das Tier und seine Zahl 666 im Kontext der biblischen Prophetie. Es wird erklärt, wie das Malzeichen als symbolisches Gegenstück zum Siegel Gottes und dem Sabbat zu verstehen ist.


Weitere Aufnahmen

Serie: Operation Blueprint

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[1:00] Einmal einen wunderschönen guten Abend und herzlich willkommen zu, ja, man muss schon fast sagen, der Schlussrunde. Wir sind auf der Schlussgeraden von Operation Blueprint. Heute Abend, morgen Abend und dann, wie gerade angesprochen, am Samstagabend werden wir uns gemeinsam versammeln. Schön, dass Sie heute Abend gekommen sind, schön, dass Sie heute live zuschauen auf den verschiedenen Internetseiten, die hier schon genannt worden sind. Und wir möchten Sie noch einmal ermutigen, wenn Sie hier in der Nähe in Stuttgart oder Umgebung wohnen und Sie haben die Serie mitverfolgt und Sie haben vielleicht aus verschiedenen Gründen, weil es terminlich nicht anders ging, davon abgesehen, hierher zu kommen, fassen Sie Mut. Egal, ob die Bahnen fahren oder nicht, egal, ob es Stau am Hauptbahnhof gibt oder nicht, nehmen Sie sich Zeit, kommen Sie morgen Abend und vor allem auch am Samstagabend mal vorbei. Wir würden Sie gerne auch kennenlernen am Samstagabend, wenn wir noch einmal eine Buchgeschenkaktion haben für jeden, der hier als Gast kommt. Das sollten Sie auf keinen Fall verpassen.

[2:12] Wie gesagt, wir haben eines unserer letzten Themen. Und nachdem wir in den letzten Vorträgen zum Teil sehr praktische Dinge angesprochen haben, über unser persönliches Leben, wir haben über Gesundheit gesprochen, wir haben über den Sabbat gesprochen, über die Wiederkunft, verschiedene Dinge, die mit unserem Leben zu tun haben, das wir jetzt leben. Und nachdem wir das letzte Mal über die 1000 Jahre gesprochen haben und das, was ganz am Ende dieser Weltgeschichte passieren wird, wollen wir in diesen letzten Vorträgen noch einmal zurückkommen auf ganz aktuelle prophetische Kapitel der Bibel, die sozusagen im Brennpunkt stehen dessen, was wir heute erleben können in der Politik, in der Religion und wo die Bibel mit erstaunlicher Genauigkeit an unserer Zeit weiß, Dinge, die man sozusagen als gegenwärtige Wahrheit bezeichnen kann, Dinge, die uns in der Gegenwart besonders betreffen. Und da brauchen wir ganz besonders viel Liebe zur Wahrheit. Und es soll heute gehen um das berühmte Malzeichen des Tieres, das in der Offenbarung vorkommt und dort zum Teil in sehr dramatischen Versen beschrieben wird. Und damit wir diese Liebe zur Wahrheit auch wirklich als unseren Begleiter haben im Studium und der Heilige Geist uns damit beeindrucken kann, möchte ich uns alle gemeinsam einladen, die wir hier sind vor Ort und auch die jetzt live zuschauen, dass wir gemeinsam ein Gebet sprechen. Und ich lade dazu ein, das gemeinsam mit mir zu tun.

[3:40] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass wir heute Abend zu dir kommen können, dass wir dein Wort studieren können, dass wir Dinge in deinem Wort analysieren dürfen, die uns direkt betreffen, die etwas mit unserer Zeit zu tun haben. Wir sind dir so dankbar, dass die Bibel nicht nur von alten Zeiten spricht und von fernen Zeiten, sondern auch von unserer Zeit. Dass es ein Buch ist, das wie eine Karte uns zeigt, wo wir uns darauf zu bewegen. Und wir möchten dich bitten, dass du jetzt bei uns bist, dass du uns Verständnis schenkst, dass wir die Informationen der Bibel verstehen, aber dass wir noch viel mehr verstehen, wie du denkst, wie du fühlst, was für eine Beziehung du zu uns haben möchtest. Denn darauf kommt es letztendlich an. Und wir möchten dich bitten, dass du jetzt alles Störende fernhältst und uns zeigst, was deine Wahrheit ist. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.

[4:33] Das Zeichen des Tieres. Der Begriff Malzeichen des Tieres ist im deutschsprachigen Raum vielleicht gar nicht so sehr bekannt. Aber was auf jeden Fall jedem Menschen von uns schon mal begegnet ist, ist diese Zahl hier, die Zahl 666. Und eine Zahl, die in der Bibel, in der biblischen Prophetie sehr eng verknüpft ist mit dem Malzeichen des Tieres. So eng, dass einige sogar geglaubt haben, dass die Zahl 666 das Malzeichen des Tieres selbst ist. Und da gibt es einige, die haben dann Berechnungen angestellt oder nach bestimmten Codes gesucht, um diese 666 zu finden als Malzeichen des Tieres, als Kennzeichen des Bösen. Und wir werden sehen, dass die 666 eine Rolle spielt, wenn auch eigentlich eine eher untergeordnete. Und das ist beim Malzeichen des Tieres, um etwas noch viel tiefer und weiterführendes geht.

[5:42] Jeden Abend haben wir begonnen mit einem bestimmten Zitat. Und dieses Zitat kommt von wem? Winston Churchill. Und deswegen werden wir heute Abend ein Zitat haben, aber ausnahmsweise nicht von Winston Churchill, sondern von C.S. Lewis, ebenfalls einem Briten, einem sehr bekannten Autor und Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und sehr gebildeter, sehr einflussreicher Mann in Großbritannien, der Christ gewesen ist, einige sehr bekannte Bücher geschrieben hat. Und er hat folgendes Zitat hier aufschreiben lassen. Sehr interessant: "Du weißt nie, wie sehr du etwas glaubst, bis die entsprechende Wahrheit oder Falschheit eine Sache auf Leben und Tod für dich geworden ist." Mit anderen Worten, es gibt viele Dinge, die halten wir für wahr und sagen, ja, das glaube ich, das halte ich für richtig. Aber er sagt, ob du es wirklich für Wahrheit hältst, ob du es wirklich für absolut wahr hältst, erweist sich erst dann, wenn du bereit bist, notfalls dafür zu sterben. Erst wenn die Sache eine Sache auf Leben und Tod ist, dann zeigt sich, wie sehr wir von einer Sache wirklich überzeugt sind. Jetzt, wo es Friedenszeiten gibt, wo wir Meinungsfreiheit haben, wo jeder sagen kann, was ihm einfällt, da überlegen wir uns nicht gerade, was wir sagen. Aber eine Sache von Leben und Tod, so C.S. Lewis, dann merken wir erst wirklich, wie sehr wir von etwas überzeugt worden sind.

[7:10] In der gesamten Bibel finden wir Beispiele von Menschen, von Männern und Frauen, die genau das erlebt haben, die in ihrem Leben an den Punkt gekommen sind, wo es buchstäblich um Leben oder Tod ging. Und diese Geschichten offenbarten, wie viel Glauben in ihnen ist. Da fällt einem zum Beispiel die Geschichte von Abraham ein. Abraham wird genannt der Vater aller Glaubenden. Es gibt viele rührende Geschichten von Abraham in der Bibel, wie er seine Heimat verlassen hat und wie er verschiedene Dinge getan hat. Und allein von diesen Geschichten könnte man zur Überzeugung gelangen, Abraham war ein gläubiger Mensch, er hat Gott vertraut. Aber wie sehr er Gott vertraut hat, wie sehr er von der Wahrheit, dass Gott ihn führt und leitet und nur das Beste führen will, überzeugt war, hat sich erst in jener Geschichte gezeigt, als Gott ihm gesagt hat: "Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak, geh hin auf den Berg, den ich dir zeigen werde und opfere ihn als ein Brandopfer." Als es um Leben oder Tod ging, da zeigte sich, wie sehr Abraham seinem Freund Gottes vertraut hat. Das war eine taffe Entscheidung, keine einfache Situation, aber eine Situation, die Abraham sehr viel reicher gemacht hat an Erfahrung. Er hat dort auf dem Berg erlebt, was in Gottes Herz vor sich geht, wenn er seinen einzigen, seinen geliebten Sohn geben wird für die Menschheit. Und Abraham war am Ende froh, dass er diese Erfahrung gemacht hat, auch wenn er sich vorher gefragt hat: "Warum, Gott, lässt du das so nicht?"

[8:56] Eine andere Geschichte ist die von Daniel, der sein ganzes Leben lang gebetet hat, weil er als Kind so erzogen worden war, in der Schule damals, in Israel hat man gebetet, man hat frühmorgens gebetet, man hat mittags gebetet, man hat abends gebetet. Das hat er wahrscheinlich schon fast aus Tradition gemacht oder aus Gewohnheit zumindest. Er hat wahrscheinlich sich gar nichts Schlimmes bei gedacht. So wie viele von uns wahrscheinlich beten und es eine gute Gewohnheit ist, zu Gott zu beten, ein inneres Bedürfnis. Aber wie sehr Daniel davon überzeugt war, dass er es absolut nötig hat, zu Gott zu beten, zeigte sich erst, als er in einer Zeit lebte, als es bei Todesstrafe verboten war, zu Gott zu beten. Erst jetzt zeigte sich, ob er wirklich davon überzeugt war, dass Beten das Atmen der Seele ist, dass Beten wirklich notwendig ist. Und diese Erfahrung hat ihn sehr viel stärker gemacht. Auch er ging durch eine große Krise hindurch, aber Gott hat ihn bewahrt. Und als er wieder raus aus der Löwengrube war, da glaube ich, hat er wirklich gedacht: "Das war es wert, diese Erfahrung."

[10:01] Noah wäre ein anderes Beispiel. Und da vielleicht nicht mal so sehr die Person von Noah, als die Menschen, die in dieser Zeit Noahs lebten, von denen vielleicht einige glaubten, sicherlich viele glaubten, dass es da ein höheres Wesen im Himmel gibt, jemand, der die Welt geschaffen hat, von denen wahrscheinlich viele überzeugt waren, dass es so etwas wie einen Gott gibt. Aber als sie mit der Wahrheit konfrontiert wurden, ihre Arbeit, ihren Job, vielleicht ihre Familie aufgeben zu müssen, um in jene Bretterbude hineinzugehen, um vor einer vermeintlich, eigentlich wissenschaftlich unmöglichen Sintflut gerettet zu werden, als eine Sache auf Leben und Tod war, waren viele nicht bereit, diesen Schritt zu gehen, mit fatalen Konsequenzen.

[10:48] Eine Geschichte, die besonders heraussticht und für unser heutiges Thema von großem Interesse ist, die Geschichte von drei jungen Männern, damals in Babylon, in dem Buch, das wir schon zum Anfang des Seminars immer häufig zitiert haben, nämlich im Buch Daniel. Dort wird uns folgende Geschichte berichtet, in Daniel Kapitel 3. Der König Nebukadnezar, Sie erinnern sich, das war derjenige, der diesen Traum gehabt hat, diesen berühmten Traum, von dem wir in unserem ersten Vortrag gesprochen haben. Der König Nebukadnezar ließ ein goldenes Standbild anfertigen, 60 Ellen hoch und 6 Ellen breit. Das stellte er in der Ebene Dura in der Provinz Babel auf. König Nebukadnezar ließ dieser Trappen Vorsteher und Stadthalter versammeln, die Räte, Hofschatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern, damit sie zur Einweihung des Bildes kämen, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte. Sobald nun dieser Trappen Vorsteher und Stadthalter, die Räte, Hofschatzmeister, Richter und Gerichtsbeamten samt allen Provinzvorstehern zur Einweihung des Bildes versammelt waren, das der König Nebukadnezar aufgestellt hatte und vor dem Bild standen, das Nebukadnezar aufgestellt hatte, da rief der Herold mit gewaltiger Stimme: "Das lasst euch gesagt sein, ihr Völker, Stämme und Sprachen! Sobald ihr den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen, Sackpfeifen und aller Arten von Musik hören werdet, sollt ihr niederfallen und das goldene Bild anbeten, das der König Nebukadnezar aufgestellt hat. Wer aber nicht niederfällt und anbetet, der soll augenblicklich in den glühenden Feuerofen geworfen werden."

[12:26] Eine ganz interessante Geschichte, die man sich gut auch vor dem inneren Auge vorstellen kann, diese gewaltige Ebene dort, diese Ebene Dura. Babylon liegt ja in einem sehr flachen Gebiet, östlich gibt es die großen Berge von Medien und von Persien, aber der Irak selbst ist sehr flach, eine große Ebene, wo viele, viele Menschen Platz haben konnten. Und dort stand dieses gewaltige, goldene Bild. König Nebukadnezar, der berühmteste und wichtigste und mächtigste König Babylons, der als das goldene Haupt damals in Daniel 2 beschrieben worden war, jener Weltherrscher, baut dieses Bild und zwar nicht irgendein Bild, sondern ein Bild, das 60 mal 6 L groß ist. Jetzt, eine L ist wie groß? Weiß das jemand von uns? 30 cm? Also bei den Pygmäen sind 30 cm genau richtig. Denn eine L ist genau was? Eine L ist diese Breite hier, diese Spanne. Und bei kleinen Menschen sind es 30 cm, bei größeren meistens so 45 bis 50 cm. So gibt man es meistens an. Aber wie auch immer, das heißt ungefähr 60 L sind wie groß? Also je nachdem. Also vielleicht ungefähr so 30 m, vielleicht mal so 25. Aber ein gewaltig großes Bild, 30 m groß, 3 m breit.

[14:06] Aber dieses Bild war nicht einfach nur als Touristenattraktion da, wo man mal ein bisschen Geld bezahlt, um dieses tolle Bild zu sehen, sondern dieses Bild sollte angebetet werden. Und nicht nur das, diese Frage der Anbetung war nicht einfach eine neue Kirche, die entstanden ist, die Mitglieder angeworben hat, so, "Machen Sie mal mit, es macht Freude, wir haben tolle Musik", sondern es war erzwungene Anbetung, die es hier ging. Es gab einen Todesbefehl für alle Verweigere. Und dieser Befehl ging nicht nur an eine kleine Gruppe, sondern er ging an alle Nationen, denn Babylon war das Weltreich und hatte überall seine Stellvertreter, die jetzt hier sich versammelt haben.

[14:52] Wir werden gleich sehen, warum. Also merken wir uns das: Wir haben hier ein babylonisches Bild. Es geht um Anbetung und es gibt einen Todesbefehl für alle, die diese Anbetung verweigern. Es ist weltweit. Und interessanterweise die Maße 60 mal 6. Sie werden sagen: "Ich dachte, es geht heute um das Malzeichen des Tieres in der Offenbarung. Was hat das mit dem Buch Daniel zu tun?" Nun, da ist ganz interessant zu wissen, dass das Buch Offenbarung 404 Verse hat und davon 276 direkt sich vom Alten Testament her leiten. Das ist nicht immer direkt zitiert, aber die Bilder, die Worte, die Sprache ist direkt aus dem Alten Testament entnommen. Und heute gibt es viele, viele Christen, die interessieren sich für die Offenbarung, lesen die Offenbarung und verstehen gar nichts, weil sie gleichzeitig glauben, das Alte Testament ist abgeschafft, das braucht man nicht, das Alte Testament ist unwichtig. Und dann lesen die Offenbarung und haben keinen blassen Schimmer, weil das Alte Testament im Wesentlichen der Schlüssel zur Offenbarung ist. Und ich kann Ihnen versprechen, ohne diese Geschichte in Daniel 3 ist es sehr schwierig, das Malzeichen des Tieres wirklich zu begreifen. Aber mit dieser Geschichte, wenn wir sehen, wird es plötzlich sehr einfach und sehr deutlich.

[16:09] Denn im Grunde genommen passiert auf dieser Welt eigentlich nicht wirklich was Neues. Wenn Sie ein bisschen Geschichte studieren, in der Geschichte zurückblättern, werden Sie sehen, vor 100 Jahren, vor 1000 Jahren, vor 2000 Jahren, die Menschen hatten dieselben Probleme wie heute. Dieselbe Art von Politikern haben regiert, dieselben Art von Problemen, zwischenmenschlich hat es gegeben. Bestimmte Dinge ändern sich nie. Und so sagt auch der weise Salomo in seinem Buch Prediger: "Was einst gewesen ist, das wird wieder sein und was einst geschehen ist, das wird wieder geschehen, und es gibt nichts Neues unter der Sonne." Wenn wir uns also dafür interessieren, wie wird das sein am Ende der Zeit, kurz vor der Wiederkunft Jesu, was bedeuten diese Endzeit-Prophezeiungen für mich persönlich, dann ist es wichtig und richtig, zurückzugehen in die Vergangenheit, in Krisenzeiten der Vergangenheit zu suchen, was waren die Faktoren, was waren die Aspekte damals in der Krise, als es damals wirklich heiß herging. Denn derselbe Kampf, der damals gekämpft worden ist, findet immer wieder und immer wieder statt. Und so wollen wir uns ein paar Details anschauen aus dieser Geschichte, bevor wir dann hinübergleiten in unsere Zeit und in das, was die Offenbarung zu sagen hat.

[17:28] Zunächst einmal, welche Maße und welches Metall wurden von dem König benutzt, um das Bild herzustellen? Welche Maße waren das nochmal? 60 mal 6 L. Und welches Metall wurde verwendet? Gold, genau, haben wir hier gelesen. Ein goldenes Standbild, übrigens, das war nicht vergoldet, das war golden. Und Sie können sich mal ausrechnen zu Hause, wie viel Gold es braucht, um ein 30 Meter oder 25 Meter, wie auch immer, ein so großes Standbild, das entsprechend auch dick war, das war ja nicht nur aus Pappe, das muss ja stabil sein, wenn man 30 Meter nach oben baut, kann das nicht sehr dünn sein. Wie viel Gold man dafür braucht. Und Sie werden sich erinnern, dass in diesem Standbild, das wir in Daniel 2 angeschaut haben, dass Gold ja auch ein Symbol für wen war? Für Babylon, für den König Nebukadnezar. Es ist ganz interessant, dass offensichtlich der König Nebukadnezar in dieser Idee, ein Standbild zu errichten, wohl von Daniel 2 inspiriert gewesen ist. Er kannte ja quasi schon ein bisschen von der Bibel, zumindest Daniel 2, diesen Traum kannte er. Und das wird wohl so eine Art Inspirationsquelle gewesen sein. Wir können uns alle noch erinnern, auf das goldene Haupt kam, eine silberne Brust und die stand für Medo-Persien, also für das nächste Reich. Das war ihm noch nicht bekannt, wer das sein würde. Das wurde erst später dann noch offenbart. Und dann hatten wir diese Hüften aus Bronze, die standen für Griechenland. Und dann hatten wir die Beine aus Eisen, die waren ein Symbol für Rom. Und dann die Füße aus Eisen und Ton waren ein Symbol für das zerteilte Römische Reich, Europa, mit all dem, was dort auch an religiöser und politischer Vermischung eine Rolle gespielt hat.

[19:34] Und dann gab es noch ein Element, das wir jetzt hier auf dem Bild nicht sehen, aber das sehr wichtig war. Der Stein. Und der Stein stand für was? Oder für wen? Für Jesus Christus, der wiederkommen wird, um ein ewiges Königreich zu errichten. Und Nebuchadnezzar hat diesen Traum gehabt, ist inspiriert von dieser biblischen Wahrheit und verfällt auf die Idee, ein Standbild zu errichten, das wahrscheinlich ziemlich ähnlich aussah.

[20:04] Mit welchem Problem? Der hat was irgendwie nicht begriffen. Diesen Vers von: "Nach dir wird ein anderes Reich aufkommen." Das war ihm irgendwie wahrscheinlich nicht recht. Denn so schwer ist das nicht zu begreifen. Weder in Deutsch, noch in Aramäisch, noch in Chaldäisch. Das kann man verstehen: "Nach dir wird ein anderes Königreich aufkommen." Und da haben wir es wieder mit der Liebe zur Wahrheit. Das ist auch so ein Grund, warum wir manchmal die Wahrheit nicht annehmen. Nicht, weil wir sie nicht begreifen, sondern weil sie unseren persönlichen Plänen und Ambitionen widerspricht. Und Nebuchadnezzar entscheidet sich, die biblische Prophetie ein bisschen aufzubessern, aufzupolieren. "Kann ja nicht sein, dass Babylon nur für eine kurze Zeit regiert. Warum nicht Babylon als Weltreich für immer?" Gold hier, Gold da, Gold dort, Gold dort. Gold da unten übrigens auch noch. Und kein Stein. Den hätte man ja auch schlecht simulieren können, aus dem Himmel kommen. Sehr interessant.

[21:09] Also war dieses Standbild hier eine Lüge, ja oder nein? Denken Sie genau nach. War das Standbild als Ganzes eine Lüge? Naja, ab hier war es eine Lüge, oder? Also von hier bis hier war es hundertprozentige, unveränderte Wahrheit. Also alles von hier bis hier war wirklich unverändert. Reine biblische Lehre sozusagen. Erst hier begann das Problem, oder? Es war also nicht völlig absurd falsch. Es war vielmehr eine Vermischung von Wahrheit, nämlich überhaupt erstmal ein Standbild, und goldenes Haupt, mit ein bisschen Veränderung, nämlich überall Gold.

[21:58] Vielleicht fragen Sie sich, warum hat er überhaupt das gemacht? War das einfach so ein überdrehter Diktator wie viele andere sonst, die nicht genug kriegen konnten von Anbetung und von Ehre? Es gibt ein historisches Zeugnis, das uns ein bisschen Hintergrund vermittelt, was dort wahrscheinlich der Grund gewesen sein könnte, warum Nebukadnezar diesen Plan hat ausführen lassen. Im Britischen Museum gibt es eine Tontafel hier, die Tontafel Nummer 21946. Sehr interessant, als ich letztes Jahr im Britischen Museum war, war sie gerade weg. Ich wollte sie fotografieren, das ist mir nicht gelungen. Nicht, weil sie gestohlen worden ist, sondern weil sie gerade ausgeliehen war. Temporary loan. Aber wie dem auch sei, das ist diese Steintafel hier, eine sogenannte Nebuchadnezzar-Chronik. Sie beinhaltet die ersten Regierungsjahre von Nebukadnezar, ist auf beiden Seiten beschrieben, und da kann man dann diese Keilschrift lesen, wenn man das kann. Das ist gar nicht so einfach, sieht nur wie gekrakelt aus für uns, aber jemand, der studiert hat, ist in der Lage, das zu lesen. Und diese Chronik berichtet etliche hochinteressante Dinge, die auch in der Bibel beschrieben werden. Zum Beispiel der mehrmalige Angriff auf Syrien, wo man in der Schlacht von Karkemisch die Ägypter vertrieben hat, was in Jeremia beschrieben wird. Dann die Einnahme von Jerusalem, die sich bei mehreren biblischen Propheten findet, wird alles genau beschrieben. Und der Nebukadnezar schreibt, wie er mal nach Hattiland gegangen ist. Hattiland, das war Syrien, wo die ehemaligen Hethiter gelebt haben. Und jedes Jahr ist er nach Hattiland gegangen, hat von den Königen von Jerusalem und sonst wo Tribut eingefordert, beschreibt alles haargenau, ein ganz, ganz wichtiges Dokument für die Authentizität der Bibel.

[23:45] Und in diesem Dokument, auf der Rückseite, auf der Seite 21 und 22, schreibt er Folgendes. Er sagt: "Im 10. Jahr" – das ist jetzt die englische Übersetzung, ich übersetze das – "im 10. Jahr, das ist das Jahr 595, 594 vor Christus, ist der König von Akkad, also der König von Babylon, in seinem eigenen Land geblieben. Keine militärische Expedition. Und vom Monat Kislum bis zum Monat Tebetu gab es eine Rebellion in Akkad. Also eine Revolte in Babylon. Und dann mit Waffen erschlug er viele seiner eigenen Armee. Und seine eigene Hand hat seine Feinde gefangen genommen." Fakt ist, im 10. Jahr der Regierung von Nebukadnezar, das ist einige Jahre nach Daniel 2, passt also sehr gut in das historische Bild von Buch Daniel, muss es eine Revolte im Kernland von Babylon gegeben haben, wo viele Militärs gegen ihn sich verschworen haben. Deswegen ist er auch nicht ins ferne Land, irgendwo aufs Feld gegangen. Er musste sich im eigenen Land gegen Demonstranten zur Wehr setzen. Und das hat er gemacht. Mit Methoden, die so den Weltherrschern eigen sind. Alle, die gegen ihn sind, hat er umgebracht.

[25:02] Und mit diesem Hintergrund ist es nicht schwer vorstellbar, warum er jetzt alle restlichen Beamten des gesamten Reiches zusammennimmt und ein Bild aufstellen lässt, das quasi ein Symbol für ihn selbst ist. Nicht wahr, das goldene Haupt, das jetzt die ganze Welt regieren soll. Und von allen seinen noch lebenden Beamten fordert, dass sie ihm Ehre geben. Es war also nicht einfach nur eine durchgeknallte Idee eines religiösen Spinners, sondern es sollte ein ganz politisches Ziel durchdrücken. Nämlich Treue zum Weltherrscher. Treue zum König.

[25:46] Denken Sie mal kurz drüber nach. Da gab es ein politisches Problem und es gab ein religiöses Problem. Wie wir gleich sehen werden.

[25:57] Ach übrigens. Eine ganz andere Frage. Warum haben wir eigentlich eine Uhr, die in 60 Sekunden eingeteilt ist? Und 60 Minuten? Der Meter hat doch 100 Zentimeter, oder? Und der Kilometer hat 1000 Meter. Normalerweise haben wir doch immer ein Zehner-System. Warum hat unsere Uhr nicht 100 Sekunden und 100 Minuten? Wäre doch viel einfacher, oder? Der Grund liegt tatsächlich darin, dass die Babylonier ein anderes System hatten der Zahlenfolge. Das war das sogenannte Hexagesimalsystem. Ein System, das auf 60 basiert hat. Deswegen hat auch der Kreis 360 Grad und nicht 1000 oder 100. Und viele dieser mathematischen Überlegungen der Babylonier werden noch heute von uns verwendet.

[26:48] Das ist deswegen interessant, weil das Bild, was für eine Höhe hatte? 60 L. Also die Babylonier waren sehr begeistert von Mathematik und von all diesen Dingen. Und das zeigt sich auch an diesen Amuletten hier. Das waren so Priester-Amulette, die sie gehabt haben. Und das ist ja interessant hier. Auf der Rückseite sieht man solch einen Quadrat. Kann jemand zählen, wie viel Kästchen das hat? Es ist 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 1, 2, 3, 4, 5, 6. 6 mal 6. Und um es noch interessanter zu machen. In jedem dieser Kästchen kommt eine Zahl vor. Und jede Zahl kommt nur einmal vor. Das heißt, es gibt keine Zahl, die zweimal vorkommt. Und das Witzige ist, und das ist interessant, und versuchen Sie das mal zu Hause hinzukriegen. Das ist gar nicht so einfach. Jedes Mal, wenn man die Zahlen hier zusammenaddiert, und die Zahlen, und die Zahlen, oder die Zahlen. Also egal, welche Spalte man nimmt oder welche Reihe. Es ergibt immer genau ein 111. Also das ist mal eine Hausaufgabe für einen Matheunterricht. Die Zahlen so anzuordnen, dass es egal, wie man es liest, es immer 111 kommt und keine Zahl darf sich wiederholen. Und wenn man jetzt 6 Spalten, aber jeweils 111 hat, was kommt denn daraus? 666. Das heißt, die Zahl 666 war etwas, was schon im antiken Denken der Babylonier verknüpft war mit ihrer Religion. Das ist sehr, sehr interessant. Nur mal so als Nebeninformation.

[28:24] Also, der König gibt diesen Befehl nicht einfach nur, weil er angebetet werden will, sondern weil er wissen will, wer wird mir in Zukunft treu sein und auf wen kann ich mich verlassen. Und die Bibel sagt in Vers 7: "Darum fielen zur bestimmten Zeit, als alle Völker den Klang der Hörner, Flöten, Zithern, Lauten, Harfen und aller Arten von Musik hörten, alle Völker, Stämme und Sprachen nieder und beteten das goldene Bild an, das der König Nebukadnezar aufgestellt hat." Also egal, wo die herkamen, ob die jetzt aus Elam kamen oder aus Lydien oder aus Ägypten, egal von welcher Nation, alle fielen nieder, bis auf drei junge Männer.

[29:10] Jetzt, ich weiß nicht, ob Sie schon mal erlebt haben, ich weiß nicht, ob Sie mal jemals in einem Fußballstadion gewesen sind. Ich bin früher ab und zu mal im Fußballstadion gewesen, ich war früher großer Fußballfan. Und wenn dort eine große Masse von Menschen sich bewegt, da werden Sie feststellen, es ist gar nicht so einfach, das nicht mitzumachen. Wenn zum Beispiel jemand ein Tor geschossen hat und dann so in dem Block dann 10.000 Leute aufspringen, dann versuchen Sie mal sitzen zu bleiben. Und wenn Sie in einer großen Gruppe von Menschen stehen und plötzlich fallen alle nieder oder setzen nicht hin, es ist ein unangenehmes Gefühl, stehen zu bleiben. Umso mehr, wenn Sie wissen, wenn Sie stehen bleiben, wird der König denken, Sie sind wahrscheinlich einer von diesen Revolutionären. Und Sie wissen ja bereits, was er mit den Rebellen so alles gemacht hat. Den hat er umgebracht. Das heißt, es gibt keinen Zweifel daran, dem König ist das ernst. Der hat nicht gerade nur einen neuen Kult erfunden, den er mal ausprobieren will, dem ist es todernst.

[30:18] Was bringt einem Menschen dazu, stehen zu bleiben, wenn alle anderen niederfallen? Die drei, mit Namen Schadrach, Meschach und Abed-Nego, das sind ihre babylonischen Namen, antworteten und sprachen zum König, nachdem sie dann schnell ausfindig gemacht worden sind, war ja nicht schwer, die zu finden. Alle lagen auf dem Boden, die drei standen, die konnte man schnell aus der Menge herauspicken. Man hat sie zum König gebracht und gesagt: "Schau mal, diese drei, die sind dir nicht gehorsam, darum solltest du dich kümmern." Und der König, und das zeigt übrigens auch, dass der König nicht wirklich ein totaler Fanatiker war, der hat sie erstmal gefragt, hat gesagt: "Naja, so ähnlich wie Gott auch nicht, war die Zeit der Unwissenheit, habt ihr es vielleicht nicht mitbekommen, vielleicht habt ihr es in eurer Sprache nicht verstanden. Also, ich erkläre es euch nochmal: Wenn die Musik losgeht, dann fallt ihr nieder. Versteht ihr es jetzt?" Er hat es nochmal versucht zu erklären und dann antworteten sie ihm und sagten: "Nebukadnezar, wir haben es nicht nötig, dir darauf ein Wort zu erwidern." Wow. Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor einem Diktator Ihres Landes und Sie wissen, es geht hier um Leben und Tod. Und er erklärt Ihnen nochmal wirklich freundlich, also nicht böse, freundlich, zuvorkommend, weil er eigentlich möchte, dass sie am Leben bleiben. Nochmal die Spielregeln und sagt jetzt: "Macht doch bitte, oder?" Stellen Sie sich vor, Sie sagen: "Wir haben es nicht mal nötig, ein Wort darauf zu erwidern."

[31:50] Die drei waren wirklich sicher in ihrer Sache. Und ich glaube, es hat auch damit zu tun, weil sie wussten, dass Nebukadnezar wusste, dass was er tat, nicht wirklich richtig war. Er kannte ja das Standbild. Er wusste ja von dem Gott im Himmel. Hatte ja vorher sich ganz begeistert gezeigt, dass Daniel das alles erklären konnte. Sie sagen: "Wir haben es nicht nötig, dir darauf ein Wort zu erwidern. Du kennst die Wahrheit." Das ist übrigens auch sehr interessant. Wenn Menschen die Wahrheit kennen und trotzdem nicht umsetzen wollen, dann liegt es nicht daran, weil sie zu wenig Information haben. Viele machen den Fehler, wenn jemand etwas verstanden hat und trotzdem nicht umsetzt, dass man argumentiert und debattiert, aber schau mal, der Vers und der Vers und der Vers und der Vers. Das bringt gar nichts. Oftmals ist es eine Herzensangelegenheit. Und sie wissen genau, es ist hier eine Herzensangelegenheit. Der Nebukadnezar ist nicht doof, der ist nicht dumm, der will gerade nicht. Sie müssen mit ihm nicht debattieren. Sie zeigen ihm einfach, was ihr persönlicher Glaube bedeutet.

[32:51] Sie sagen: "Wenn es so sein soll, unser Gott, dem wir dienen, kann uns aus dem glühenden Feuerofen retten und er wird uns bestimmt aus deiner Hand erretten, oh König." Mit anderen Worten, was immer du sagst, wir haben einen König, der ist größer als du. Unser Herr kann uns aus dem Feuer erretten. Und ich denke, zwischen den Zeilen steht dabei: "Dein Gott kann das nicht." Dein Gott Marduk, dem du die Hände angefasst hast, als du König geworden bist, dem wird das gar nicht interessieren, wenn du ins Feuer geworfen bist. Und tief in deinem Herzen weißt du auch, wenn du ins Feuer geraten würdest, Marduk würde dich nicht rausholen. Und Nebu, nachdem du genannt bist, oder Nabu, auch nicht. Aber unser Gott kann. Deswegen haben wir keine Angst. Und übrigens, Nebukadnezar, wenn es nicht so sein soll, das heißt, selbst wenn er uns nicht rettet, obwohl er es kann, so wisse, oh König, dass wir deinen Göttern nicht dienen, auch das goldene Bild nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast."

[33:51] Das finde ich so bemerkenswert. Diese drei Männer haben gesagt: "Wir tun es nicht, nicht weil wir wissen, dass Gott uns retten wird, nicht weil wir eine Belohnung dafür erwarten, sondern einfach, weil es nicht richtig ist. Punkt. Und egal, ob wir dafür gerettet werden oder nicht, es ist richtig, es ist wahr, und deswegen tun wir es." Das ist Liebe zur Wahrheit. Koste es, was es wolle.

[34:25] Sie wussten ganz genau, dass Gott gesagt hatte: "Du sollst dir kein Bildnis, noch irgendein Gleichnis machen, bete sie nicht an und diene ihnen nicht." Das zweite Gebot der zehn Gebote, die zehn Gebote waren für sie Ausdruck ihrer Liebe zu Gott. Und die Liebe zu Gott war das Allerhöchste. Sie mochten den König, der war ja gut zu ihnen bisher gewesen, aber die Liebe zu Gott stand höher. Und als die Liebe zu Gott mit der Treue zum König in Konflikt gerät, da hatten sie nur eine Entscheidung: Die Liebe zu Gott steht höher. Die Liebe zur Wahrheit ist wichtiger als irgendetwas, was sonst von Bedeutung sein kann.

[35:02] Und wie oft geschieht es in unserem Leben, dass die Liebe zur Wahrheit in Konflikt gerät mit unserer Treue zu Eltern, Familienangehörigen, Freunden, Arbeitskollegen, wie auch immer. Wir haben plötzlich diese Konflikte. Das ist eine sehr reale Sache. Aber Gott gibt diese folgende Zusage: "Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst. Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben." Es kann sein, dass Menschen für ihren Glauben leiden, ohne dass Gott sie großartig rettet. Wenn sie die Geschichte von 1 und 3 kennen, wissen sie, es gibt ein Happy End. Aber nicht jede Geschichte dieser Art hat ein Happy End in der Geschichte gehabt. Und das wussten auch die drei. Die haben nämlich gesagt: "Egal, ob Gott uns rettet oder nicht, das ist nicht der Punkt. Der Punkt ist die Liebe zur Wahrheit. Und am Ende, ganz am Ende, wird Gott uns recht verdienen. Ganz am Ende werden wir von Gott dafür belohnt werden. Das wissen wir sowieso."

[36:08] Jetzt, wie versuchte der König, gottestreue Menschen zu zwingen? Schauen Sie, Gott möchte, dass wir im Gehorsam sind aus Liebe. Aber der Satan und alle, die mit ihm zusammenarbeiten, die können keine Liebe wirklich produzieren und können nicht erwarten, dass Menschen sie wirklich lieben. Es gibt nur sehr, sehr wenig Menschen, die aus Überzeugung den Satan anbeten. Aber wo Liebe fehlt, kann Zwang nachhelfen. Und so heißt es: "Der Nebukadnezar wurde voll Wut und das Aussehen seines Angesichts veränderte sich gegen Schadrach, Meschach und Abed-Nego." Es scheint so zu sein, als ob er plötzlich in ihnen nicht mehr die treuen Beamten sieht, sondern wahrscheinlich zukünftige Rebellen, die ihm nach dem Leben trachten. Wütend! Denn er redete und gab den Befehl, man solle den Ofen siebenmal heißer machen, als man es sonst zu tun pflegte. Das heißt, und den stärksten Männern seinem Heer befahl er, Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu binden und sie in den glühenden Feuerofen zu werfen. Die Elite-Soldaten müssen ran, das machen jetzt keine einfachen Verkehrspolizisten mehr. Das sind die Besten der Besten des Weltreiches. Und die Bibel macht sogar deutlich, dass er es in Kauf genommen hat, dass seine besten Kämpfer gestorben sind, als sie nur in die Nähe des Feuerofens gekommen sind.

[37:27] Da sehen Sie mal, wie gut es ist, sich in die Hände des Nebukadnezars zu begeben. Wenn ein Mensch angegriffen wird, wird er immer seine eigene Würde, sein eigenes Recht, seine eigene Sache, sein Ich verteidigen, notfalls auf Kosten von anderen. Vielleicht denken Sie aber: "Mein König nicht, mein Mann nicht, meine Eltern nicht, mein Idol nicht." Auf Menschen ist kein Verlass. Selbst auf den Weltherrscher war kein Verlass. Als er wütend wurde, hat er sich nicht mehr um seine eigenen Leute gekümmert, hat sie umbringen lassen, also hat in Kauf genommen, dass sie gestorben sind.

[38:07] Diese drei Männer aber, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen gebunden in den glühenden Feuerofen. Und die Frage ist: Ist Gott, der Herr, auch ein König wie Nebukadnezar, der einfach zornig wird und dem es egal ist, was mit seinen Leuten geschieht? Bibel sagt: Nein. "Da erschrak König Nebukadnezar und stand rasch auf. Er redete und sprach zu seinen Räten: Haben wir nicht drei Männer gebunden, ins Feuer geworfen?" Sie erwiderten und sprachen zu einem König: "Gewiss, du König." Er antwortete und sprach: "Siehe, ich sehe vier Männer mitten im Feuer frei umherwandeln und es ist keine Verletzung an ihnen und die Gestalt des Vierten gleicht einem Sohn der Götter." Er sieht denjenigen, der später als Jesus Christus auf dieser Welt gewandelt ist, mitten im Feuer. Gott gesellt sich zu seinen Verfolgten ins Feuer.

[39:07] Und es ist interessant, es heißt hier: "Darauf trat Nebukadnezar vor die Öffnung des glühenden Feuerofens, begann und sprach: Schadrach, Meschach und Abed-Nego, ihr Knechte Gottes des Allerhöchsten, tretet heraus und kommt her!" Und was jetzt geschieht, ist einfach unfassbar. Der König sagt: "Fallt vor meinem Standbild nieder, ansonsten sterbt ihr." Und die Leute sagen, die drei sagen: "Nein, machen wir nicht." Und jetzt stehen sie im Feuer. Stellen Sie sich mal vor, Sie wären im Feuer. Und Sie verbrennen nicht. Das ist ganz toll. Ein bisschen warm vielleicht, aber wunderbar. Und neben Ihnen steht Jesus im Feuer. Und Sie unterhalten sich gerade mit Jesus und Jesus sagt: "Schön, dass ihr treu wart. Freue mich, ihr seid." Und jetzt rufe ich so komisch Nebukadnezar und sage: "Kommt heraus." Was hätten Sie gesagt? Also, ich glaube, ich hätte gesagt: "Jetzt warte mal ein bisschen. Ich möchte noch ein bisschen mit Jesus reden." Aber das völlig Unfassbare geschieht. Sie gingen heraus.

[40:07] Das zeigt also, Gott möchte keine Revolutionäre und keine Rebellen. Gott möchte nur Gehorsam ihm gegenüber. Aber wenn der König, der Kaiser, der Weltherrscher etwas von uns fordert, was nicht gegen Gottes Gebote ist, auch wenn es vielleicht gegen unsere persönliche Meinung ist, sollen wir gehorchen. Das ist die Gegenseite der Medaille. Manche Christen haben so die Idee, man soll der Staatsgewalt nie gehorchen. Das sind alles nur Spinner. Die Bibel sagt das nicht. Das vielleicht als ganz interessanten Punkt hier noch.

[40:38] Sie gingen heraus. Und daraufhin versammelte sich dieser Trappen und so weiter. Und sie schauten die Männer an, über deren Leiber das Feuer keine Gewalt gehabt hatte. Ihre Haupthaare waren nicht versengt und ihre Kleider waren unverändert. Man bemerkte nicht einmal einen Brandgeruch. Alle haben geschnüffelt. Da muss doch was riechen. Sie haben nichts gerochen, als wären sie nie im Feuer gewesen.

[41:04] Und die große Frage an der ganzen Geschichte ist: Warum hat Gott das alles zugelassen? Wenn er gewusst hat, dass er sie sowieso am Leben lassen wird, warum hat er nicht einfach das goldene Bild in Stücke fallen lassen, sodass nichts passiert ist? Warum hat Gott diese Krise zugelassen? Die Antwort ist ganz einfach und das führt uns dann zur Offenbarung. Aufgrund dieser Erfahrung erkennt Nebukadnezar mehr über Gott. Er greift das Wort und sagt: "Gepriesen sei der Gott Schadrachs, Meschachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte errettet hat, die auf ihn vertrauten und das Gebot des Königs übertraten und ihre Leiber hingaben." Das ist interessant. Wenn ein König sagt: "Gepriesen sei Gott, dass er dafür gesorgt hat, dass diese Menschen mein Gebot übertreten haben." Da gehört schon einiges zu. "Weil sie keinen anderen Gott verehren und anbeten wollten, als ihren Gott allein." Gott benutzt diese Krise, um einen Nichtgläubigen oder noch nicht wirklich Gläubigen näher zu sich zu führen, was niemals geschehen wäre ohne diese Krise. Manchmal fragen wir Gott: "Warum lässt du das zu in meinem Leben?" Könnte es manchmal sein, dass Gott diese Krise zulässt, nicht um uns zu strafen, auch nicht um uns Geduld beizubringen, sondern weil durch unsere Krise und durch die Art und Weise, wie wir in der Krise leben, andere Menschen etwas über Gott lernen, was sie sonst nie gelernt hätten, wenn sie uns nicht in der Krise gesehen hätten. Egal, was das für eine Krise ist, eine finanzielle Krise, eine Gesundheitskrise oder eine Weltkrise, vor der wir stehen.

[42:30] Und dann gibt es diese Verordnung, dass unter allen Völkern der Gott dieser drei geehrt werden soll. Gott sucht auch heute noch Menschen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist, die Liebe für die Wahrheit haben und die sich nicht teilen lassen in ihrem Denken, ja Gott, aber auch die Welt.

[42:51] Und das bringt uns zur Offenbarung. Wir glauben, Jesus kommt bald wieder. Und die Bibel sagt in Offenbarung: Es wird eine Krise geben, wie es vorher noch keine Krise gegeben hat. Eine Krise, die ebenfalls weltweit sein wird, aber nicht nur weltweit durch Repräsentanten in einer Ebene im Irak, sondern wirklich global. Die Offenbarung spricht: "Es wurde ihm gegeben, dem Bild des Tieres einen Geist zu verleihen, so dass das Bild des Tieres sogar redete und bewirkte, dass alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten." Ein Bild anbeten haben wir gerade gelesen, oder? In Daniel 3 haben wir ebenfalls die Geschichte von Menschen, die getötet werden sollen, wenn sie ein Bild nicht anbeten.

[43:32] Und dann heißt es hier: "Es bewirkt, dass allen, den Kleinen und den Großen, den Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn." Wie viele Gruppen von Menschen werden am Ende der Zeit existieren? Die Bibel sagt, es werden nur zwei Gruppen sein. Einmal diejenigen, die das Tier und sein Bild anbeten, das Malzeichen auf ihre Stirn oder auf ihre Hand nehmen und die dann die entsprechenden Konsequenzen zu tragen haben, die keine Ruhe haben Tag und Nacht und das Malzeichen seines Namens annehmen. Das ist die eine Gruppe, die das Malzeichen haben. Und dann gibt es die andere Gruppe. Die wird beschrieben in Offenbarung 15. Die, welche als Überwinder hervorgegangen waren, über das Tier und über sein Bild und über sein Malzeichen, über die Zahl seines Namens, die stand am gläsernen Meer. Also entweder Anbetung des Tieres, Anbetung des Bildes und das Malzeichen annehmen oder das Tier und sein Bild und das Malzeichen überwinden. Anbetung oder Überwindung. Niederfallen oder stehen bleiben. Die beiden Optionen gibt es am Ende der Zeit.

[44:41] Nun, erste Frage: Wer ist dieses Tier, das das Zeichen gibt? Das Zeichen des Tieres muss ja einem Tier gehören. Und hier haben wir das Tier. Das heißt: "Ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte und auf seinen Hörnern zehn Kronen, auf seinen Köpfen einen Namen der Lästerung. Und das Tier, das ich sah, glich einem Panther und seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht." Wo haben wir sowas schon mal gelesen? In Daniel 7. Da war der Bär und der Löwe und auch der Panther. Nur damals in umgekehrter Reihenfolge. Der Immanuel hat ja darüber schon ein bisschen gesprochen. Also Offenbarung 13 ist ganz eng verbunden mit Daniel 7 auch.

[45:27] Und dann heißt es hier: "Ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet. Todeswunde wurde geheilt und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach. Und sie beteten den Drachen an, der dem Tier Vollmacht gegeben hatte. Und sie beteten das Tier an." Geht wieder um Anbetung. Und sprachen: "Wer ist dem Tier gleich? Wer vermag mit ihm zu kämpfen?" Übrigens damals, während sich viele Menschen in der Ebene Dura gefragt haben, ja, was können wir denn tun? Das ist Nebukadnezar, das ist der Weltherrscher. Wenn das irgend so ein kleiner König von Lydien gewesen wäre, nicht wahr? Oder irgend so ein kleiner, so ein kleines, so ein athenischer Staatspolitiker, da hätte man sagen können: "Naja, ich habe einen größeren König im Hinterhalt." Aber wer kann gegen Nebukadnezar irgendwas ausrichten? Gleiche Sprache hier: "Wer ist dem Tier gleich? Wer vermag mit ihm zu kämpfen?"

[46:08] Und das heißt: "Es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Worte und Lästerungen redete. Und es wurde ihm auch gegeben, 42 Monate lang zu wirken. Und es lästerte Gott und seine Namen und das Zelt und die, welche im Himmel wohnten. Es hat Krieg geführt gegen die Heiligen, um sie zu überwinden. Und es wurde ihm Vollmacht gegeben über jeden Volkstamm und jede Sprache und jede Nation." Selbe Sprache wie in Daniel Kapitel 3. Auch dort erging der Befehl an jede Sprache, an jede Nation, an jeden Stamm.

[46:35] Und dann steht weiter unten im Kapitel: "Hier ist die Weisheit. Wer das Verständnis hat, der berechne die Zahl des Tieres. Denn es ist die Zahl eines Menschen und seine Zahl ist 666." Es ist nicht das Malzeichen, aber ist verbunden mit dieser Idee vom Malzeichen, weil es die Zahl eines Tieres ist, die Zahl des Tieres.

[46:57] Also, das Tier hat eine Zahl und das Tier hat ein Zeichen. Nun, wenn wir zusammenfassen, einige der Hauptpunkte können wir feststellen: Es ist ein Tier, also eine politische Macht. Es kommt aus dem Meer, also aus einer dicht bevölkerten Gegend, dort, wo es viele Menschen, Nationen, Völkerstämme gibt. Es hat Namen der Lästerungen. Und wir haben gelernt, Lästerungen in der Bibel, vielleicht können wir uns erinnern, hat zwei Aspekte. Was sind die beiden Aspekte von Lästerung? Können wir uns daran erinnern, was der Immanuel gesagt hat? Wann lästert jemand Gott? Wenn er behauptet, Gott zu sein, wenn er sich selbst an die Stelle Gottes setzt. Und was ist die zweite Form von Gotteslästerung in der Bibel? Wenn jemand vorgibt, Sünden zu vergeben, das, was Gottes Vorrecht alleine ist. Dann heißt es: "Der Drache gibt ihm den Thron." Das Tier bekommt seine Macht und seinen Sitz vom Drachen. Es regiert 42 Monate, es möchte angebetet werden und seine Zahl ist 666. Und nur eine Macht auf Erden erfüllt alle diese Identifizierungsmerkmale.

[48:01] Wir werden heute das nicht sehr spannend machen, wir haben ja schon darüber gesprochen, andeutungsweise, und werden gleich hineingehen. Es ist das System der römisch-katholischen Kirche, so wie sie vom Vatikan aus regiert wird. Nur einige wenige Punkte dazu als Hinweis. Die Lästerworte, die es redet, die kann man in ihren eigenen Schriften hier deutlich finden. Es heißt zum Beispiel: "Wir nehmen auf dieser Erde die Stelle Gottes des Allmächtigen ein." Und der Immanuel hat schon in früheren Vorträgen einige Dinge dazu gesagt. Das ist per Definition Gotteslästerung.

[48:39] Weitere Dinge, die wir hier sagen wollen. Es heißt übrigens, dass der Drache, wie wir gesehen haben, der Drache ihm den Thron gab. Und der Drache in der Bibel steht für Satan, aber auch in einer besonderen Form hier für ein politisches Weltreich. Es heißt: "Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte." Die Referenz hier ist an die Geschichte der Geburt von Jesus. Als Jesus geboren werden sollte, sollte er umgebracht werden. Und welche Weltmacht hat regiert zur Zeit, als Jesus umgebracht werden sollte? Und hat dann später im Laufe des Lebens Jesus immer wieder versucht, ihn auch umzubringen? Das war die römische Weltmacht. Und so sagt die Bibel, dieses Tier, dessen Zeichen wir anschauen wollen, bekommt seine Macht vom römischen Reich. Ist sozusagen das Nachfolgereich vom römischen Imperium.

[49:39] Und die Geschichtswissenschaftler sagen uns, das ist nicht schwer zu finden in der Geschichte. Auf die Sukzession, also die Abfolge der Cäsaren, folgte die Sukzession der Pontifexe in Rom. Als Konstantin Rom verließ, gab er seinen Thron dem Pontiff. Kennen Sie diese Kirche hier? Wer von Ihnen kennt diese Kirche? Irgendjemand? Vergessen Sie den Vatikan. Das ist die eigentliche Kirche. Das ist die Laterankirche. Das ist die höchste Papstbasilika, die es überhaupt gibt. Dort wurden über Jahrhunderte die Päpste gekrönt. Mittendrin, ganz am Ende, ist kein Altar, sondern ein Thron. Ein großer, weißer Thron. Der Petersdom steht rangmäßig unter dieser Kirche. Den Petersdom hat es ja lange gar nicht gegeben. Die ganze mittelalterliche Geschichte fand ohne Petersdom statt. Und wissen Sie, das ist nur ein kleines Nebenbeitragteil der Weltgeschichte, auf welchem Grundstück das hier steht? Das Grundstück, auf dem der Lateran steht, war Erbeigentum der Familie Konstantins. Hat man drauf gebaut. Und die Tür, die Sie hier sehen, da ist so eine ganz große bronzene Tür, ist die Originaltür des römischen Senats. Wenn Sie dann auf die Ausgrabungsstätten in Rom gehen, dort, wo der römische Senat noch zur Hälfte zu stehen ist, da ist auch eine bronzene Tür drin. Aber das ist nicht die Originaltür. Das ist die Kopie. Das heißt, dort, wo die Ausgrabungsstätte ist, ist nur die Kopie, das Original des römischen Senats, ist dort in der Kirche. Und ich könnte weitererzählen, wenn Sie mal nach Rom fahren, schauen Sie sich mal ein paar heidnische Tempel an und dann schauen Sie sich diese Kirchen an. Es ist unfassbar. Das Wort Basilika selbst ist ein Begriff für ein römisches Gerichtsgebäude. Diese Kirche hat nichts weiter getan, als die bestehende römische Struktur zu nehmen, wo der Kaiser jetzt weggegangen war, alle Begriffe, Gebäude, Gegenstände zu nehmen, ein bisschen anzumalen, ein bisschen christlich drüber zu streichen. Man hat den Jupiter genommen, hat ihn Petrus genannt, hat dann einige der anderen Götter weggenommen, ein paar Heiligenbilder hingebaut. Aber im Grunde genommen ist es die tatsächliche Nachfolgerin dieses Systems. Und das wird hier deutlich in Offenbarung vorhergesagt.

[52:09] Was ist mit diesen 42 Monaten? Einfach gesagt, 42 Monate sind dreieinhalb Jahre. Und die haben wir schon studiert in einem früheren Vortrag. Das sind jene 1260 Jahre, die von 1538 bis 1798 gingen. Wie wir das jetzt schon am Anfang dieses Seminars einmal gesehen haben. Hier noch kurz zur Wiederholung. Denn 1798 kam der Berthier, der französische General, und hat die päpstliche Regierung abgesetzt. Sehr interessante Geschichte übrigens. Der Papst hatte gerade sein 23-jähriges Thronjubiläum. Er war schon 81 Jahre alt. Und der Berthier kam dann mit seiner französischen Armee. Ein Jahr zuvor wollte Napoleon schon den Papst gefangen nehmen. Er hatte schon die Befehle erhalten von der französischen Regierung. Und aus irgendeinem Grund hat es nie stattgefunden. Keiner weiß wirklich warum. Es hat immer einen Friedensvertrag gegeben. Und der Grund ist ganz einfach: Gott hatte gesagt, es sollen 1260 und nicht 1259 Jahre sein. Und so war es dann nicht Napoleon, sondern Berthier, der 1798 dort nach Rom geschickt worden ist. Und dann mitten in die Feierlichkeiten zum Thronjubiläum reingeplatzt ist. Die hatten ja kein Interesse an Religion. Das waren alles Atheisten, die Franzosen. Und haben dann mit Äxten die Tür aufgeschlagen. Und sind mitten in die Prozession rein. Und haben gesagt: "Schau mal her. Du bist jetzt unser Gefangener. Jetzt gib mal deinen Fischerring hier her. Und wir plündern jetzt mal den Staat." Und dann haben sie am Nachmittag dort auf dem Kapitol die Republik gegründet. Haben schnell eine Verfassung geschrieben, innerhalb von ein paar Stunden. Das ging damals ganz schnell. Und dann war der Papst gefangen. Und ist dann nach Frankreich verschifft worden. Erstmal in ein Kloster in Italien. Das hieß auf Italienisch Inferno. Wisst ihr, was italienisch Inferno bedeutet? Hölle. Und dann haben sie gesagt: "Jetzt ist der Papst in der Hölle." Es gab sogar noch ein Erdbeben. Sehr interessante Geschichte, aber nicht die Zeit zu erzählen. Jedenfalls 1798 ist diese Wunde tödlich geschlagen worden. Hier war dann der Befehl des Berthiers, wo er sagt: "Der Papst ist abgeschafft. Wir haben jetzt eine Republik, Kirchenstaat aufgelöst und so weiter und so fort." Aber wir haben gesehen, und das hat der Immanuel ausgeführt, die tödliche Wunde würde wieder heil werden. Und auch das sehen wir vor unseren Augen.

[53:33] Wir haben gesagt, das Tier möchte angebetet werden. Das heißt, der Papst ist nicht nur der Repräsentant Jesu Christi, sondern er ist Jesus Christus selbst. Verborgen unter dem Mantel des Fleisches. Das heißt, wenn der Franziskus freundlich lächelnd durch die Massen fährt, dann ist das katholische, theologische Verständnis eigentlich das, dass sich dort unter ihm auf eine sehr mysteriöse Art und Weise tatsächlich Jesus Christus befindet. Das ist zumindest, was eine katholische Zeitschrift uns hier sagt.

[55:24] Nun, ein bisschen weiter. Was ist jetzt mit dieser Zahl 666? Zunächst mal sei gesagt, es ist die Zahl eines was? Namens. Jetzt lassen wir uns kurz überlegen, weil einige gehen dann ziemlich durcheinander. Die Zahl eines Namens. In welcher Sprache müsste denn dieser Name geschrieben sein? Hebräisch? Deutsch? Bestimmt Deutsch, oder? Welche Sprache hat das Tier, wenn es seinen Thron und seine Macht und Autorität vom römischen Imperium bekommt? Wir wissen ja schon, welches das Tier ist. Das ist die katholische Kirche. Die Sprache ist Latein. Also was für ein Name müsste das sein? Es müsste ein lateinischer Name sein. Mit lateinischen Buchstaben. Und was für ein Name soll es sein? Moment. Genau, es ist die Zahl eines Menschen. Es ist also nicht der Name einer Kirche, nicht der Name einer Organisation oder eines theologischen Konzeptes, es ist der Name eines Menschen. Und der muss auf Latein eine Zahl ergeben. Und das kann man mal durchrechnen. Einen der vielen Titel, der Papst hat sehr viele Titel, aber einen Titel, der unter anderem belegt worden ist in der Geschichte, ist Vicarius Filii Dei. Und wenn Sie das durchgehen, und Sie wissen, im Lateinischen haben einige Buchstaben Zahlenwerte. Das war damals sehr beliebt. Die Bibel sagt auch explizit: "Berechne", das heißt, rechne aus. Nimm dir die Zahlenwerte und rechne. Dann haben wir hier, einmal aufgeschrieben, wir haben das V, das ist wie viel? Fünf. Und I? Fünf. Und die? Ganz genau. Und so weiter und so fort. Und das sind 112. Und dann geht es weiter. Und dann haben wir 53. Und dann hat man die 501. Wenn man das zusammenzählt, hat man 500, 600, 50 und 10, 60, 1, 2, 3, 4, 5, 6. 666 ergibt 666.

[57:36] Und damit sehen wir, dieses Tier, dessen Zeichen wir studieren wollen, ist im Grunde genommen dasselbe Tier wie jenes kleine Horn aus Daniel Offenbarung, was wir gesehen haben. Und deren Zeichen wir analysiert haben. Das Zeichen, das Malzeichen ist also nicht irgendetwas. Es muss ein Zeichen der römisch-katholischen Kirche als Weltmacht sein.

[57:58] Was ist das Malzeichen des Tieres? Ist es buchstäblich oder symbolisch? Nun, wir sehen in der Offenbarung, es ist ein symbolisches Tier, es ist ein symbolisches Bild, ein symbolischer Name, eine symbolische Zahl, ein symbolisches Siegel, ein symbolisches Malzeichen. Das heißt, die Idee, die viele haben, dass das Malzeichen vielleicht dieser Barcode ist oder eine der neuesten Ideen ist dieser RFID-Chip. Haben Sie was davon gehört? Das wird dann unter die Haut injiziert und da kann man alles mögliche mitmachen und dem Missbrauch sind keine Grenzen gesetzt. Und ich glaube schon, dass es eine sehr interessante Sache ist und das sollte man weiterverfolgen. Es braucht sich was zusammen. Aber Fakt ist, der Barcode und auch der RFID-Chip oder was es sonst an technischen Finessen geben mag, sind nicht das Malzeichen. Das Malzeichen ist eine symbolische Sache.

[58:44] In der Offenbarung 13 lesen wir: "Es bewirkt, dass allen, den Kleinen, den Großen, den Reichen, den Armen, ein Malzeichen wohl gegeben wird. Auf die Hand oder auf die Stirn." Und das erinnert uns an 2. Mose. Dort heißt es nämlich: "Es soll dir wie ein Zeichen sein in deiner Hand und ein Erinnerungszeichen vor deinen Augen, damit du was tust. Das Gesetz des Herrn in deinem Mund sei." Das heißt, es gibt in der Bibel ein Original, ein Zeichen an Hand und Stirn, das an das Gesetz Gottes erinnern soll. Aber diejenigen, die das Tier anbeten und sein Bild anbeten und das Malzeichen annehmen, die folgen offensichtlich nicht dem Gesetz, denn sie werden vom Glutwein Gottes trinken und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht. Sie gehören nicht zu der Gruppe, die dann später beschrieben wird als die, die standhaftes Ausharren haben und die die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.

[59:46] In der Offenbarung heißt es: "Das sind die, die das Malzeichen annehmen und sie werden die Plagen empfangen und dann sind dort die, die ausharren, die Heiligen. Und ein Kennzeichen ist, sie halten die Gebote Gottes." Das heißt also, die, die das Malzeichen haben, tun was nicht? Sie halten die Gebote Gottes nicht. Es muss also ein Zeichen sein an Hand oder Stirn, das eben gegen die Gebote Gottes geht. Das ist genau eines der ersten Merkmale. Es widersetzt sich dem Gesetz Gottes.

[1:00:16] Das zweite ist, dieses Malzeichen ist offensichtlich eine Kopie einer sehr genauen, originalen Erfindung Gottes. Es heißt in Offenbarung 7: "Ich sah einen anderen Engel aufsteigen vom Aufgang der Sonne her. Der hatte das Siegel des lebendigen Gottes und rief mit großer Stimme zu den vier Engeln, denen Macht gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zuzutun." Nun, da gibt es ein Siegel.

[1:00:42] Schauen wir mal, was hier steht. Es heißt: "Er sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben." Es gibt in der Offenbarung nicht nur das Zeichen, das Malzeichen des Tieres, es gibt auch das Siegel. Und das ist eindeutig: Entweder man hat das Malzeichen und man hat nicht das Siegel, oder man hat das Siegel und man hat nicht das Malzeichen. Es gibt dort niemanden am Ende, der beides haben wird und niemanden, der nichts davon hat. Also, entweder Malzeichen oder Siegel.

[1:01:20] Jetzt, was haben wir gerade gelernt über das Siegel? Wem gehört das Siegel? Es ist das Siegel des lebendigen Gottes. Wir haben also das Zeichen des Tieres und das Siegel des lebendigen Gottes. Diese Formulierung "lebendiger Gott" ist sehr interessant, kommt in der Bibel ein paar Mal vor, zum Beispiel hier. Der Paulus, als er auf dem, ähm, als er in Kleinasien war und gepredigt hat, ist Folgendes passiert. Stellt euch vor, der Paulus predigt gerade und während der predigt, kommt einer auf die Idee: Diese Prediger, der Paulus und Barnabas, das sind die römischen Götter. Die sind Mensch geworden. Zeus und Jupiter und wie soll er heißen? Und dann fangen die plötzlich an, sie anzubeten. Der Predigt, der Paulus und plötzlich fangen die Zuschauer an: "Oh, wie war Jupiter?" Also, weder Petrus noch Paulus sind Jupiter gewesen. Und sie sprachen dann: "Ihr Männer, was tut ihr denn? Auch wir sind Menschen von gleicher Art wie ihr und verkündigen euch das Evangelium, dass ihr euch von diesen nichtigen Götzen bekehren sollt. Zu dem was? Zu dem lebendigen Gott." Das war genau das Thema von Daniel 3. Ja, da gab es diese nichtigen Götzen, der nichts tun konnte und die drei Männer, die gesagt haben: "Wir haben es dir nicht nötig, wir können es dir nicht verantworten. Wir kennen den lebendigen Gott, der vom Himmel herabsteigen kann, ins Feuer, der übrigens das Feuer geschaffen hat und dafür sorgen kann, dass wir nicht verbrennen werden. Der lebendige Gott."

[1:02:54] Und wie nennt man die Botschaft vom lebendigen Gott, gemäß Paulus? Sie verkündigen euch das Evangelium. Die Botschaft vom lebendigen Gott ist die gute Nachricht. Gott hat uns lieb. Jesus ist von uns gestorben, er kommt wieder, er möchte, dass wir mit ihm leben.

[1:03:16] Und ein Siegel soll im Prinzip nur etwas bestätigen, was schon vorher da war. So heißt es zum Beispiel bei Römer 4: "Er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er schon im unbeschnittenen Zustand hatte." Heißt also, der Abraham bekam das Siegel als eine Bestätigung von dem, was er vorher schon hatte. Es ist nur eine Bestätigung, ein äußeres Zeichen von einer inneren Einstellung. Das Siegel Gottes soll nur ausdrücken, dass jemand bereits Gott nachfolgt, das Evangelium angenommen hat, eben Liebe zu Gott und Liebe zur Wahrheit hat.

[1:03:58] In der Bibel gibt es mehrere Stellen, die genau beschreiben, was das Siegel Gottes ist. Es gibt mindestens vier Stellen, die explizit den Sabbat, den wir studiert haben, als Zeichen oder Siegel beschreiben. Zwei Beispiele hier: "Redet zu den Kindern Israels und sprich: Haltet ja meine Sabbate, denn das ist ein was? Ein Zeichen zwischen mir und euch." Und hier heißt es, nur ein paar Verse weiter: "Es ist ein was? Ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israels, denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht, ich bin der lebendige Gott. Ich habe das Wasser gemacht, ich habe die Erde gemacht, ich habe das Feuer gemacht und weil ich euch gemacht habe, weil ich dich liebe, Freunde gemacht habe, sagt Gott, möchte ich, dass du den Sabbat als Zeichen hast."

[1:04:52] Nun, das Malzeichen des Tieres wird also das Gegenstück zu Gottes Siegel, zu Gottes Sabbat sein. Und die Bibel sagt auch, dass das Malzeichen des Tieres verbunden ist mit

[1:05:04] Anbetung haben wir schon ein paar Mal gesehen, sie beten das Bild an. Und hier heißt es, dass sie das Malzeichen des Tieres annehmen und sie sein Bild anbeteten. Und dann auf dem Bergum 20 wieder, die das Malzeichen an ihre Stirn angenommen haben, die das Tier nicht angebetet haben, noch das Malzeichen angenommen haben. Also, wann immer jemand das Malzeichen annimmt, gibt es auch irgendeine Form von Anbetung. Das heißt, nicht nur widersetzt es sich dem Gesetz Gottes, sondern es geht konkret um Anbetung.

[1:05:34] Nun, ein Kennzeichen können wir noch sagen, es heißt nämlich, dass alle, die dieses Bild nicht anbeten, getötet worden sind. Oder getötet werden würden, vielmehr, verzeihung. Jetzt, wenn man jemanden umbringen will, was braucht man dann? Eine Waffe, das stimmt. Aber wenn man auf einer größeren Ebene eine Gruppe von Menschen umbringen möchte, vernichten will, wer tut das in aller Regel? Das tut die Staatsgewalt nicht, oder? Es braucht Regierung, die das durchsetzt. Keine Kirche dieser Welt, als Kirche genommen, kann sowas durchsetzen. Richtig?

[1:06:18] Übrigens, sogar im Mittelalter, als die katholische Kirche Tausende, ja Millionen von Menschen hat umbringen lassen, kann sie heute sagen, eigentlich haben wir so gut wie niemanden umgebracht. Und sie hat sogar technisch recht. Denn die katholische Kirche hat technisch niemanden umgebracht. Man hat in großen Ketzerprozessen, wie hier bei Jan Hus in Konstanz, nächstes Jahr ist ein 600-jähriges Todesdatum, man hat das Urteil gefällt und wenn man ihn als Ketzer bezeichnet hat, hat man ihn der Staatsgewalt übergeben und die haben dann den Rest erledigt, die Schmutzarbeit. Das heißt, ein Kampf gegen Gottes Heilige, gegen Gottes Gebote, ist immer nur möglich, wenn die Kirche sich des Staates bedient. Nur dann kann man effektiv sowas durchsetzen. So war es in der Geschichte, so wird es am Ende auch wieder sein. Die Marduk-Priester alleine in Daniel 3 hätten nichts ausgerichtet. Es brauchte die starken Männer des Heeres.

[1:07:18] So können wir also sehen, dass das Malzeichen des Tieres nicht nur Anbetung, also ein religiöses Element, beinhaltet, sondern auch Staatsgewalt. Es geht also gegen Gottes Gebote und die Frage ist, was ist das Malzeichen des Tieres? Was einst gewesen ist, das wird wieder sein und es gibt nichts mehr.

[1:07:54] Hat es schon mal eine Zeit gegeben, wo ein König zugunsten seiner politischen Macht ein religiöses Gesetz erlassen hat, das unter Strafandrohungen Anbetungen gefordert hat? Ja oder nein? Das hat es gegeben. 321, das erste zivile Sonntagsgesetz. Und genau ein ziviles Sonntagsgesetz erfüllt alle vier Kriterien. Es ist gegen Gottes Gesetz gerichtet. Es ist das Gegenstück zum biblischen Sabbat. Es beinhaltet per Natur trotzdem Anbetung. Es lässt sich aber nur durch Regierung durchsetzen. Ein Gesetz, das einen Tag der Woche heilig erklärt und was gut ist, denn Gott hat einen Tag der Woche heilig erklärt, aber schlecht, dass der falsche Tag festgelegt wird. So ähnlich, wie das Bild von Nebuchadnezzar von außen auch richtig aussah, nur im Detail hat es eben nicht mehr gestimmt. Genau dasselbe Prinzip.

[1:09:00] Übrigens, ein paar neue Zitate, 1985, römischer Katechismus. Die zivilen Autoritäten sollten aufgefordert werden, mit der Kirche zu kooperieren. Warum denn? Um den öffentlichen Gottesdienst zu erhalten und zu stärken und die Regeln des kirchlichen Pastors mit ihrer eigenen Autorität zu unterstützen. Ich weiß nicht, ob sich die Pastoren da freuen, wenn die Autorität der Staatsgewalt hinzugefügt wird. Und jetzt den nächsten Satz gut lesen und einprägen. Denn nur auf diese Weise. Auf welche Weise? Wenn der Staat der Kirche unter die Arme greift. Denn nur auf diese Weise werden Treue verstehen, warum wir den Sonntag und nicht den Sabbatag durchhalten. Haben Sie es verstanden, was da steht? Mit anderen Worten, mit der Bibel kann man es nicht begründen. Mit guten Argumenten kann man es nicht begründen. Man kann es aber begründen mit Staatsgewalt.

[1:09:58] Man kann mit guten Argumenten nicht begründen, warum man vor einer 30 Meter hohen Goldstatue niederfallen soll. Das kann man weder mit Philosophie noch mit Naturwissenschaft begründen. Aber mit Waffen und mit einem Hochofen kann man das gut begründen, oder? Dann macht das Sinn, niederzufallen. Dann verstehe ich das auch, dass ich niederfallen muss. Aber das ist das Problem. Dieser Geist ist niemals von Liebe getrieben. Er erzeugt Angst, er erzeugt alles andere als das, was Gott möchte.

[1:10:32] Im Respekt vor der Religionsfreiheit und im Gemeinwohl aller sollten Christen sich bemühen, die Anerkennung der Sonntage und kirchlichen Feiertage als gesetzliche Feiertage zu erreichen. Das ist übrigens 1994 amerikanischer Katechismus. Es ist Zeit, dass wir unsere katholische Vitalität demonstrieren und uns in der öffentlichen politischen Debatte engagieren. Wir haben die Macht und die Menschen, um diese Bewegung zu starten. Das kann nicht jeder schreiben, oder? Wir haben die Macht und die Menschen, um diese Bewegung zu starten. Eine Bewegung, von der alle Amerikaner profitieren werden.

[1:11:10] Und was ist, wenn ich davon gar nicht profitieren möchte? Wenn ich vielleicht einfach doch lieber Gott treu sein möchte? Es ist immer schädlich, wenn jemand genau weiß, wovon ich zu profitieren habe. Der Einzige, der das weiß, wovon ich profitiere, ist Gott. Ein Mensch kann nie genau wissen, was am besten für mich ist. Und wenn Menschen sich auch mit gutem Gewissen, mit guter Intention anschicken, per Gesetz festzulegen, was gut für mich ist, auf religiöse Art und Weise, dann gute Nacht. Und genau das wird passieren.

[1:11:46] Und wie werden Sie das umsetzen? Wie wird das geschehen? Vielleicht sagen Sie, das kann doch gar nicht sein. Das ist doch vollkommen absurd. Wollen Sie wirklich behaupten, Herr Kramp, dass am Ende der Zeit, jetzt in baldiger Zukunft, wir alle gezwungen werden, den Sonntag heilig zu halten? Dann werde ich nicht mitmachen. Kommt ja gar nicht in die Tüte. Dann habe ich nichts am Hut. So haben vielleicht dieser Trappen auch erst gedacht, als sie gehört haben, ja, das Niederfallen vor so einem Standbild. Ach, ich habe eine andere Religion. Brauche ich ja nicht. Ich habe doch meine eigene Religion. Ich habe meine persische Religion oder meine lydische Religion, meine griechische Religion. Ich werde mich doch hier nicht vor diesem Standbild niederwerfen. Das haben die alle vielleicht laut gedacht. Bis die Musik anfing. Und die Trommel, die Trompeten und alles sich orchestriert hat. Und dann so von Ferne die Flammen gesehen waren.

[1:12:34] Druck verändert unser Denken. Es sei denn, unser Denken ist total gottübergeben. Die Offenbarung sagt, dass niemand kaufen oder verkaufen kann, als nur der, welcher das Malzeichen hat oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.

[1:12:54] Wissen Sie, Sie können heute viel behaupten, was Sie tun werden, was Sie lassen werden. Wenn Sie zum Bankautomaten gehen und Sie stecken Ihre EC-Karte hinein und die kommt nicht mehr heraus. Oder Sie gehen zum Supermarkt und wollen etwas einkaufen und man sagt Ihnen, Sie kaufen hier nicht mehr ein. Dann reichen die Vorräte noch für ein paar Tage. Dann isst man erstmal ein bisschen weniger. Und dann fängt das Grübeln an. Ist es wirklich so wichtig, Gott treu zu sein? Kommt es jetzt wirklich auf die Details an? Sieht Gott nicht mein Herz, dass ich doch im Prinzip ja eigentlich ihm treu sein möchte? Aber ich muss ja auch meine Kinder versorgen, oder? Ich muss doch... Also wenn ich jetzt hier irgendwie nicht mehr teilnehmen kann an der Gesellschaft und irgendwie dann außerhalb irgendwo als Einsiedler leben muss, dann kann ich ja kein Zeugnis mehr geben für die Menschen. Bestimmt möchte doch Gott das nicht. Bestimmt möchte doch Gott, dass ich weiterhin ein Zeugnis mitten bei ihm bin. Da muss ich ja ein bisschen mitmachen, oder? So könnte man denken.

[1:14:04] Und ich glaube, so werden viele Menschen denken, die jetzt vielleicht sagen, ich mach da nie mit. Quatsch, das seh ich doch sofort. Ich hab doch jetzt die Bibelverse gelesen. Sehen Sie, es kommt nicht darauf an, wie viel ich von der Offenbarung weiß. Wir könnten noch, ich könnte Ihnen drei Stunden noch Zitate der katholischen Kirche vorlesen und Sie würden von einem von uns Nächsten geraten. Wir könnten biblische Prophetien studieren, bis uns es aus den Ohren herauskommt. Wir könnten noch mehr Details, wie es genau passieren wird. Aber all das wird nicht dazu führen, dass wir stehenbleiben.

[1:14:36] Das Einzige, was uns stehenbleiben lässt, ist die Liebe zur Wahrheit. Und da reicht schon aus, was wir jetzt gelesen haben. Das reicht schon vollkommen aus. Daniel und seine drei Freunde von Daniel hätten sich ja auch sagen können, wir tun einfach so, oder? Ach, schau mal, mein Schnürsenkel. Wäre doch möglich gewesen, oder? Wäre doch entschuldbar gewesen, oder? Aber das wäre nicht die Liebe zur Wahrheit gewesen.

[1:15:04] Übrigens, sie haben jetzt keinen großen Terz gemacht. Sie dachten, wir sind gegen den König. Was macht ihr denn? Sie standen als Zeugen still da. Und das war schon Zeugnis genug, um später den König zu bekehren. Wo nach Gott sich sehend sind Menschen, die in der Krise treu zu ihm stehen. Die Konsequenzen, die muss sich Gott kümmern. Er hat uns geschaffen. Er hat uns erlöst. Er wird uns in den Himmel nehmen. Ob durch den Feuerofen oder am Feuerofen vorbei. Das ist seine Sache. Er hat uns nicht versprochen, auf welchem Weg wir in den Himmel kommen. Er hat uns nur gesagt, dass wir dort ankommen werden.

[1:15:40] Es wird die Kleinen treffen. Es wird die Großen treffen. Die Reichen und die Armen. Die Freien und die Knechten. Egal, wer sie sind. Egal, wie hoch oder wie tief in der Gesellschaft. Wie alt oder wie jung. Dieses Thema ist universal für alle. Und jeder Einzelne von uns wird in baldiger Zukunft eine Entscheidung fällen, die nicht so sehr mit theologischem Verständnis zu tun hat. Weil das, was wir gerade studiert haben, ist relativ einfach zu begreifen. Und wenn Sie jetzt gerade innerlich am Kämpfen sind, dann ganz bestimmt nicht deswegen, weil das zu schwer zu verstehen war. Sondern wahrscheinlich deswegen, weil das vielleicht einen Schritt bedeutet, der unangenehm ist.

[1:16:24] Aber Gott, erinnern wir uns daran, Gott führt uns manchmal durch unangenehme Situationen. Wie den Abraham. Wie den Daniel. Wie den Noah. Um uns etwas beizubringen, um uns etwas beizubringen. Und wenn Sie sagen, das ist alles noch Zukunftsmusik, dann möchte ich Ihnen nur so viel sagen. Schauen Sie mal ab und zu in die Nachrichten. Und schauen Sie, wie während wir reden, Entwicklungen in Gang sind, wie zum Beispiel in Europa mittlerweile auf hoher politischer Ebene, auf der Ebene des EU-Parlamentes und anderen großen Ebenen, heftig diskutiert wird, eine flächendeckende Sonntagsgesetzgebung zu installieren.

[1:17:06] Da steht übrigens nicht, dass das die Erfüllung von Offenbarung 13 ist. Da steht das nicht. Das werden Sie auf der Internetseite nicht finden. Der Satan hat der Eva auch nicht gesagt, dass sie sterben wird. Sie erinnern sich nicht, oder? Der Tod wird immer als Leben verkauft. Sieht ganz human aus. Wir brauchen doch alle einen freien Arbeitstag, oder? Die Familien und die Gesellschaft. Und überhaupt, es wäre doch schön. Es sieht so schön aus. Es ist nur nicht ganz die Wahrheit. Ein bisschen Wahrheit, ein bisschen Irrtum.

[1:17:44] Und die Bibel sagt voraus, dass bevor Jesus wiederkommt, das zur nationalen Gesetzgebung werden wird. Nicht nur in vielen Ländern der Welt, letztendlich auf der ganzen Welt. Und dass diejenigen, die sich weigern werden, das zu tun, wahrscheinlich genauso angeguckt werden, wie die drei Freunde damals. Als potenzielle Feinde des Staates.

[1:18:10] Könnte es sein, dass momentan, ich stelle das einfach mal in den Raum, eine Situation kreiert wird, wo Menschen immer mehr Angst bekommen vor Staatsfeinden. Viele von uns oder viele Menschen haben eine fast paranoide Angst vor irgendwelchen Terroristen, Selbstmordattentätern. Wissen Sie, wie viele Menschen durch Selbstmordattentäter sterben? Im Vergleich durch Raucher? Im Grunde genommen sind eigentlich die Raucher die größten Selbstmordattentäter. Aber keiner hat Angst vor dem Raucher, oder? Haben Sie jemals jemanden gefunden, der paranoide Angst vor dem Raucher hatte? Aber vor Selbstmordattentätern, die möglicherweise irgendwann mal hier auftauchen könnten, haben viele paranoide Angst.

[1:18:52] Und was ist, wenn dann eine große Medienkampagne sagt, das sind die neuen Feinde des Staates. Die haben so eine verquere Ideologie. Die sind so fundamentalistisch. Die nehmen, nicht den Koran, sondern diesmal die Bibel so unglaublich wörtlich und leben genau nach dem und stellen die Bibel über alles. Wir rümpfen die Nase, wenn es Leute gibt, die den Koran über alles stellen. Notfalls über die Gesetze des Staates. Was ist, wenn dann plötzlich mal Christen anfangen, mit unchristlicher Gesetzgebung die Bibel über das Gesetz des Staates zu stellen?

[1:19:30] Ich glaube, es wird sehr einfach sein, Menschen einzureden, dass es Staatsfeinde sind. Die Bewegung ist schon längst im Gange. Und auch wenn er so freundlich ist, so freundlich reinschaut, die Bibel zeichnet ein Bild, das uns Angst machen sollte, wenn wir eben nicht die Liebe zur Wahrheit haben.

[1:19:56] Und abschließend möchte ich mit einem Vers in Jeremiah 12, Vers 5. Dort steht, wenn du mit Fußgängern gelaufen bist und sie dich müde gemacht haben, wie willst du dann mit Rossen um die Wette laufen? Das ist ein sehr einfaches Prinzip. Wenn du schon mit Fußgängern kaum mithalten kannst, wirst du mit Tieren, die schneller sind als Fußgänger, keine Chance haben.

[1:20:22] Was heißt das? Vielleicht gibt es Menschen von uns, hier unter uns, die live zuschauen, die sagen, ich weiß, dass Gott das eine oder andere in meinem Leben gerne möchte, aber ich glaube, das ist jetzt nicht so wichtig. Ich halte es auch für unglaublich schwer, das umzusetzen. Vielleicht eine Lebensgewohnheit, eine Lebensstilfrage, verschiedene Dinge, die wir im Seminar studiert haben. Und wir sagen uns, ach, das ist so schwer, wenn schon in solchen Friedenszeiten, wo wir Freiheit der Sprache, des Glaubens, der Versammlung haben, wir so eine Mühe haben, Gottes Gebote zu halten. Warum glauben wir dann alle, wenn die Krise kommt, werden wir die großen Helden sein? Ich habe viele Christen getroffen, die alle davon ausgehen, wenn die Krise kommt, dann werden sie wie Daniel, wie die drei Hebräer, sie werden stehen und leuchten wie Fackeln in der Mitternacht. Aber wenn man ihnen zeigt aus der Bibel, was Gott jetzt schon in Friedenszeiten an kleinen Details in ihrem Leben verändern möchte, dann sagen wir alle, oh, das ist so schwer, oh, das ist so mühsam, das verlangt Gott wirklich.

[1:21:32] Wenn wir jetzt schon mit den Fußgängern nicht laufen, nicht hinterherkommen, was dann, wenn die Rosse loslaufen? Wissen Sie, die Bibel sagt, Gottes Gebote sind nicht schwer. Die Bibel sagt, Gottes Gebote sind einfach unter einer Bedingung, wenn wir Gott lieben. Wenn wir Liebe zur Wahrheit haben. Kein Mensch von uns muss Angst vor der Endzeit haben, wenn wir Liebe zu Gott haben. Aber Liebe zu Gott zeigt sich in Treue und Liebe zu Gott wird verfeinert im Schmelzofen der Anfechtung.

[1:22:08] Und so ist dieses Thema, auch wenn wir jetzt schon vielleicht sehen, wie das langsam sich entwickelt, wir können schon bestimmte Indizien sehen, ja, es geht tatsächlich in die Richtung, die Prophezeiung erfüllt sich vor unseren Augen, aber sie hat sich noch nicht vollkommen erfüllt. Manches von dem ist noch Zukunftsmusik. Und trotzdem gibt es eine ganz praktische Anwendung von uns heute. Wenn wir heute entschieden haben, ja, ich möchte dann stehen bleiben, ich möchte mir nicht die Schuhe zumachen, ich möchte stehen bleiben, wenn die Krise kommt, ich möchte Gottes Geboten treu sein. Und wenn die ganze Welt mich zwingt, an einem Tag Gottesdienst zu feiern, wo Gott gesagt hat, ich soll nicht Gottesdienst halten, und mir verbietet, an einem Tag Gottesdienst zu feiern, wo Gott mir es geboten hat, dann werde ich Gottes Gebot höher stellen.

[1:22:50] Wenn das unser Wunsch ist, dann sollte es doch dazu führen, dass wir sagen, dann kann ich erst recht heute mit seiner Hilfe aus Liebe zu Gott Dinge in meinem Leben umsetzen, die doch viel einfacher sind, oder? Wenn Gott mir Kraft schenkt, wird mir den Ross umzulaufen. Dann sind die Fußgänger eine Kleinigkeit.

[1:23:10] Inmitten dieses Chaos, das über diese Welt hereinbrechen wird, und schon dabei ist, hereinzubrechen, wo Menschen sich fragen werden, wem kann ich überhaupt noch vertrauen? Wir werden belogen von der feindlichen Presse, wir werden von der eigenen Presse belogen, von den eigenen Politikern, wem kann ich überhaupt noch trauen? Darf jeder Mensch, der die Bibel ernst nimmt und Liebe zur Wahrheit hat, sagen, meine Seele ist still in dir. Sollen sich doch die größeren Mächte Sachen ausdenken, wie sie wollen. Und wenn es durchs Feuer geht, oder durchs Tal der Angst, oder durchs Tal des Todesschattens, wie David sagt, Gott wird mich hindurchführen.

[1:23:48] Und wir werden eine Erfahrung dadurch haben, die wir niemals gehabt hätten, wenn Gott das nicht so geführt hat. Die drei Freunde, glaube ich, haben hinterher was zu erzählen gehabt, oder? Der Abraham hatte hinterher was zu erzählen gehabt, Daniel hatte hinterher was zu erzählen gehabt, und wir werden im Himmel was zu erzählen haben, wenn wir durch diese Zeiten durchgegangen sind. Mit Gott an unserer Seite, mit der Liebe zur Wahrheit, mit Christus in uns, unsere Seele still in ihm.

[1:24:14] Entscheidend ist, dass wir heute in den kleinen Dingen treu sind. Denn wer im Kleinen treu ist, der wird im Großen treu sein. Wer im Kleinen nicht treu ist, kann sich so viel vornehmen, was er möchte. Wir werden das tun, was wir gelernt haben. Wir werden das sehen, was wir ernten. Wer von uns möchte sich heute vornehmen, für heute Abend und für morgen früh und für jeden weiteren Tag, in den kleinen Dingen treu zu sein, aus Liebe zu Gott, sodass wir keine Angst haben vor dem, was kommen wird. Ist das unser Wunsch?

[1:24:44] Dann lass uns gemeinsam noch Gott danken und zu ihm beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass dein Wort uns zeigt, was auf uns zukommt. Wir können sehen, dass die Bibel sehr deutlich davon spricht, dass die Welt überzogen sein wird von Gesetzen, die gegen dein Gesetz sein werden, die Anbetung erzwingen, die undiblisch ist und die eine Vermischung von Wahrheit und Irrtum bedeutet. Wir haben gesehen, dass es eine Anbetung sein wird, die gegen das Siegel Gottes, gegen deinen Heiligen Sabbat, den du als das Zeichen deiner Schöpferkraft und deiner Erlösungskraft in das Gebot hineingedrückt hast, dass es dagegen gerichtet sein wird.

[1:25:36] Und so möchten wir dich bitten heute, dass du uns ganz erneut deine Schöpferkraft und Erlöserkraft vor Augen führst, dass wir wissen, warum wir an dich glauben, weil du unser Schöpfer bist, unser Erlöser, der uns heiligt, der für uns als Fürsprecher eintritt und der bald wiederkommen wird. Und dass in diesem Bewusstsein aus Liebe zu dir und aus Liebe zur Wahrheit wir in den kleinen Dingen treu sind, damit wir dann, wenn die Krisen kommen und die Offenbarung sagt uns, sie werden kommen, dass wir ohne Zittern und Furcht im Ruhen in deiner Gnade und deiner Liebe standhaft sein können, auch wenn der Himmel über uns zusammenfällt.

[1:26:14] Hab Dank, Herr Jesus, dass du so deutlich zu uns sprichst und uns heute schon die Kraft schenken möchtest, ein Leben zu leben, das dir wohlgefällig ist. Wir möchten dich bitten, dass du bei uns bist und uns jeden Tag daran erinnerst, wie wir in den kleinen Dingen zeigen können, wie sehr wir dich lieben. Hilfst du uns nach deiner Verheißung. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[1:26:54] Musik


Lizenz

Copyright ©2014 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.