In dieser Predigt von Philip Sizemore wird die tiefgreifende Bedeutung von Gottes Wort und der Verantwortung, die damit einhergeht, beleuchtet. Sizemore erklärt, wie Jesus selbst durch seine Nachfolger spricht und wie die Ablehnung des Botschafters letztlich die Ablehnung Gottes bedeutet. Anhand biblischer Beispiele wie Mose, Johannes dem Täufer und Jesus selbst wird verdeutlicht, wie wichtig es ist, Gottes Botschaft ernst zu nehmen und die letzte Gnadenzeit nicht zu verpassen.
Philip Sizemore: Der Mann, den Gott Gott nannte („Ihr seid Götter“)
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Serie: Predigten
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Transkript
[0:00] Hallo, herzlich willkommen zu Joel Media TV. Ich möchte diejenigen besonders begrüßen, die im Internet uns zuschauen. Heute werden wir nicht lange Einleitungsworte finden, wir werden direkt in die Botschaft hineingehen, die Gott für uns vorbereitet hat. Die Botschaft heißt: „Der Mann, den Gott Gott genannt hat.“ Und der Untertitel davon ist: „Ihr seid Götter.“ Das klingt dann vielleicht etwas pantheistisch. Aber wir wollen beten und herausfinden, was die Bibel darüber zu sagen hat. Ich möchte euch einladen, euren Kopf zu neigen mit mir. Unser Vater im Himmel, wir sind so dankbar für die Gelegenheit, dein Wort aufzuschlagen. Und wir bitten jetzt, dass dein Wort klar zum Tragen kommt und dass dein Name verherrlicht wird. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:02] Ich habe meine Bibel gelesen und da bin ich auf Lukas 10, Vers 16 gestoßen, wo Jesus sagt: „Wer euch hört, der hört mich. Und wer euch verwirft, der verwirft mich. Und wer mich verwirft, der verwirft den, der mich gesandt hat.“ Und ich habe das gelesen und dachte, was ist da jetzt für mich da besonders drin? Wenn ich das Evangelium mit jemand anders teilen möchte und sie irgendwie unhöflich zu mir sind und mich ablehnen, da habe ich da gefunden, dass sie eigentlich nicht wirklich mich ablehnen, sondern Jesus selbst ablehnen. Aber dann habe ich da ein bisschen mehr drüber nachgedacht und festgestellt, dass dieser Vers etwas mehr Last auf mich legt. Wenn Jesus seinen Nachfolgern sagt, dass wann immer sie an seiner Statt reden, dass man dann nicht die Nachfolger hört, sondern ihn hört, was für eine große Verantwortung ist es dann, dass wir sicherstellen, dass wir Christus nicht missrepräsentieren. Aber ganz ehrlich, ich hatte sogar Zeiten, wo ich Predigern auf dem Podest zugehört habe, die eine ganze Botschaft gepredigt haben und niemals wirklich über das Wort Gottes gesprochen haben oder die eigentliche Botschaft der Bibel missrepräsentiert haben. Und wir realisieren, dass an dieser Stelle wir dann Christus missrepräsentieren. Wenn die Versuchung da ist, einfach sich hinzustellen und Geschichten zu erzählen und Witze zu erzählen auf dem Podium, sodass Menschen uns mögen oder Menschen denken, dass es einfach ganz spaßig und lustig ist. Aber dann sollten wir realisieren, dass Jesus sagt, wenn wir für ihn sprechen, dann ist es Jesus, der eigentlich spricht. Was für eine Verantwortung, die wir da haben.
[3:25] Lasst uns jetzt in unseren Bibeln das Evangelium von Johannes aufschlagen und zwar Johannes Kapitel 10. Er wird von den Gemeindeleitern seiner Zeit angeklagt, und sie sind jetzt dabei, ihn steinigen zu wollen. Denn in Johannes 10, Vers 30 sagt Jesus: „Ich und der Vater sind eins.“ Und es geht weiter in Vers 31, da holen die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. In Vers 32 heißt es dann: „Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch gezeigt von meinem Vater. Um welches dieser Werke willen wollt ihr mich steinigen?“ Die Juden antworteten ihm und sprachen: „Nicht wegen eines guten Werkes wollen wir dich steinigen, sondern wegen Gotteslästerung, und zwar weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.“ Und wir würden sagen, die Juden waren absolut korrekt. Wenn ein echter Mensch sich zu Gott erhebt, wäre das Blasphemie. Aber Jesus war kein echter Mensch, wir wissen von der Bibel, dass er Gott war. Aber schaut euch seine Antwort an die Leiter der Gemeinde an. Aber schaut mal die Antwort an, die er hier den Leitern der Gemeinde gibt. Jesus antwortete ihnen, Vers 34: „Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: Ich habe gesagt, ihr seid Götter?“ Jesus also zitiert die Bibel hier und sagt: „Euer Wort, die Bibel sagt, ihr seid Götter.“ Und die Bibel kann nicht zerbrochen werden. Und Jesus geht dann weiter in Vers 35 und sagt: „Wenn es diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes erging und die Schrift kann noch nicht außer Kraft gesetzt werden, wieso sagt ihr dann zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich gesagt habe, ich bin Gottes Sohn?“ Jetzt beachtet den Schlüssel, die Schlüsselaussage, die Jesus hier macht in Vers 35: „Wenn es diejenigen Götter nennt, an die das Wort Gottes erging.“ Also Menschen können auf die Art und Weise Gott sein, dass sie das Wort Gottes, das sie empfangen haben, weitergeben. Mit anderen Worten, sie sind nicht in der Position oder sie haben nicht die Autorität Gottes, aber sie haben die Kraft Gottes in den Worten hinter ihnen, die sie sprechen. Und das war keine neue Idee, die Jesus hier hinein gemacht hat, sondern sagt: „Die Bibel sagt es bereits, dass ihr Götter seid.“ Und das ist natürlich auch genau so im Buch der Psalmen, in Psalm 82 und dort Vers 6. Da heißt es ziemlich deutlich: „Ich habe gesagt, ihr seid Götter und allesamt Söhne des Höchsten.“ Also noch einmal, in welchem Sinne sind sie Götter? Jesus sagt: „Wer euch hört, hört mich.“ Und wer ist Jesus? Jesus ist Gott. Wenn also jemand uns zuhört, wenn wir über Gott reden an der Stelle Gottes, dann ist es so, als wenn Gott selbst zu den Menschen spricht. Und noch einmal, was für eine gewaltige Verantwortung gibt es uns dann, dass wir sicherstellen, dass wir wirklich wahrhaftig das Wort Gottes predigen.
[7:38] Erinnern wir uns, der Titel unserer Botschaft ist „Der Mann, den Gott Gott nannte.“ Und der Untertitel ist: „Du bist Gott.“ Und wie bist du Gott? Wann immer du das Wort Gottes sprichst. Aber wer ist es in der Bibel, den Gott Gott genannt hat? Lasst uns die Bibel aufschlagen und das herausfinden. Wir werden sehen, dass Gott tatsächlich in der Bibel eine Person Gott nennt. Es heißt hier in 2. Mose 4, Vers 10. Mose aber sprach zum Herrn: „Ach mein Herr, ich bin kein Mann, der reden kann. Ich bin es von jeher nicht gewesen und bin es auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht geredet hast, denn ich habe mit einem schwerfälligen Mund und einer schweren Zunge.“ Gott hat hier dem Mose gesagt, zum Pharao zu gehen und mit ihm zu reden, und Moses hat sich geängstigt, dorthin zu gehen. Und Moses hat zu Gott gesagt: „Der Pharao wird sowieso nicht auf mich hören.“ Und dann kommt es zu dem Punkt, dass er sagt: „Ich kann auch gar nicht wirklich gut reden, ich rede zu langsam.“ Er hat genau das entgegengesetzte Problem, was ich habe. Und in Vers 11 sagt dann der Herr. Es heißt hier in Vers 11: „Das sprach der Herr zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht oder wer macht ihn stumm oder taub oder seh- oder blind? Bin ich es nicht, der Herr? So geh nun hin, ich will mit deinem Mund sein und dich lehren, was du sagen sollst.“ Sehen wir hier und beachten, dass Gott die Verantwortung übernimmt für die Worte, die Moses sprechen wird. Und er sagt: „Ist nicht Aaron, der Levit, dein Bruder? Ich weiß, dass er gut sprechen kann. Und sieh, er kommt zurück, um dich zu treffen, und wenn er dich sieht, wird er glücklich im Herzen sein.“ In Vers 13 lesen wir dann: „Da erwiderte Mose: Ach Herr, sende doch, wen du senden willst.“ Da wurde der Herr sehr zornig über Mose und sprach: „Weiß ich denn nicht, dass dein Bruder Aaron, der Levit, gut reden kann? Und siehe, er zieht dir entgegen, und wenn er dich sieht, so wird er sich von Herzen freuen.“ Gott nimmt also alle Entschuldigungen, die Mose vorbringt, um nicht zum Pharao zu gehen und Zeugnis abzugeben, hinweg. In Vers 15 sagt Gott dann weiter: „Du sollst zu ihm reden und ihm die Worte in den Mund legen. So will ich mit deinem Mund und mit seinem Mund sein und euch lehren, was ihr tun sollt.“ Und erneut können wir da viel Vertrauen herausziehen, dass Gott uns führen wird und dass er uns die Worte geben wird, die wir brauchen. Vers 16 ist jetzt sehr wichtig. Es heißt ja: „Und er soll für dich zum Volk reden, und so wird er dein Mund sein, und du sollst für ihn an Gottes Stelle sein.“ Und Gott sagt also dem Mose: „Du wirst für Aaron Gott sein, du wirst an meiner Stelle sein.“ Und es wird sogar noch deutlicher, wenn wir zum Kapitel 6 gehen.
[11:26] Im Kapitel 6 sehen wir nicht nur, dass Mose zu Gott gemacht wird von Gott, sondern dass auch Aaron sein Prophet gemacht wird. In 2. Mose 6 und Vers 28. „Und es kam an dem Tag, an dem Gott zu Moses kam, in dem Lande von Ägypten. Der Gott sprach zu Moses und sagte: Ich bin der Gott. Sprich mit Pharao, König von Ägypten, alles, was ich dir sage.“ Und Moses sagte vor dem Gott: „Sieh, ich bin von ungewöhnlichen Lippen. Wie soll Pharao zu mir hören?“ Was einen perfekten Sinn macht, weil, wie würde Pharao zu Moses schauen? Wenn du deine Bibel liest, dann verstehst du die Geschichte, als Joseph seine Brüder, seine Familien nach Ägypten brachte. Und er erzählt seinen Brüdern, er erzählt seiner Familie: „Mach sicher, dass du Pharao erzählst, dass du Pferde bist.“ Und er hat seiner Familie gesagt: „Wenn ihr zum Pharao geht, stellt sicher, dass ihr auf jeden Fall dem Pharao sagt, dass ihr Schafhirten seid.“ Denn in 1. Mose 46 und dort Vers 33. Da heißt es ganz deutlich in Vers 34, dass alle Schafhirten in Ägypten ein Gräuel sind. Und wie würde Pharao Moses anschauen, dieser Mörder, der in der Wildnis mit Schafen lebt? Er wird diesen Jungen anschauen und einen Schaf sehen, der für ihn eine Verzweiflung ist. Moses weiß, dass Pharao nicht auf ein Wort hören wird. Aber trotzdem sendet Gott ihn. Aber Gott sendet ihn trotzdem. Und das ist eine interessante Lektion für uns. Wir sollten darauf achten, dass wir nicht die Botschaft ablehnen wegen dem Botschafter. Das hat nämlich dem Pharao alles gekostet, dass er das abgelehnt hat. Er hat Gottes Botschaft abgelehnt, weil er den Botschafter nicht mochte. „Und Aaron, dein Bruder, wird dein Prophet sein.“
[14:06] Wenn du dir das alles anschaust, und du siehst, was hier in der Bibel passiert, ist es nicht wahr, dass Gott Adam und Eva aus dem Garten Eden geholfen hat, weil Satan Eva gesagt hat, dass du diese Früchte isst und du wie Gott wirst? Also wollten sie wie Götter sein und mussten den Garten Eden verlassen. Du liest in Jesaja 14, 12-14, wo Luzifer Gott sein wollte im Himmel. Und so musste er den Himmel verlassen. Und jetzt haben wir diesen selben Gott, der zu einem echten Mann kommt, Moses, und sagt ihm: „Du wirst Gott sein und dein Bruder Aaron wird dein Bruder.“ Aber jetzt haben wir den selben Gott, der zu einer Person kommt, zu einem Menschen, der bloß Mensch ist, nämlich Moses, und der dem Moses sagt: „Du bist Gott und Aaron ist dein Prophet.“ Ist das nicht ein bisschen verwirrend? Es ist nicht verwirrend, wenn wir im Hinterkopf behalten, dass Jesus gesagt hätte: „Wer euch hört, hört mich. Und wer euch verwirft, der verwirft auch mich. Und wer mich verwirft, der verwirft den, der mich gesandt hat.“ Wenn also der Pharao den Moses verworfen hat, wen hat er wirklich verworfen? Er hat Gott selbst abgelehnt.
[15:38] Wir wollen uns anschauen, wie das noch genauer sich ausgestaltet hat in 2. Mose 3. Und bevor wir da hingehen, möchte ich die Frage stellen: Ist es möglich für Gott zu lügen? Nein, weil es in Titus 1, Vers 2 sagt: „Gott kann nicht lügen.“ Aber schau, was in Exodus 3 passiert. Starten wir in Vers 15. Und Gott sagte dazu zu Moses. Wer spricht er zu? Nur zu Moses. In Vers 15 heißt es hier: „Und weiter sprach Gott zu Moses: Was soll denn Israel sagen? Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs hat mich zurückgesandt. Das ist mein Name ewiglich. Ja, das ist der Name, mit dem ihr an mich gedenken sollt, von Geschlecht zu Geschlecht. Geh hin und versammle die Ältesten von Israel und sprich zu ihnen: Der Herr, der Gott eurer Väter, der Gott Abrams, Isaaks und Jakobs ist mir.“ Also hier geht es wieder um Moses allein: „ist mir erschienen. Und hat gesagt: Ich habe genau Acht gegeben auf euch und auf das, was euch in Ägypten geschehen ist.“ Gott hat sich also nur erst einmal mit Moses getroffen. Vers 17. „Und ich habe gesagt: Ich werde euch aus dem Land Ägyptens herausführen, in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter, in das Land, in dem Milch und Honig fließen.“ Vers 18. „Und sie werden zu eurer Stimme weinen. Du wirst kommen, du und die Eltern von Israel, und zu dem König von Ägypten. Und du wirst zu ihm sagen: Der Herr der Hebräer hat sich mit uns getroffen. Und jetzt lasst uns gehen. Wir werden die drei-Tage-Reise in die Wildnis bezeichnen, in der wir dem Herrn unseren Gott opfern können.“ Hat also Gott mit uns nicht getroffen? Oder hat er sich nur mit Moses getroffen? In der Bibel steht ganz klar, er hat nur Moses getroffen. Hat also Gott den Israeliten aufgefordert, zu Pharao zu lügen? Denn es heißt hier, sie sollten sagen: „Gott ist uns begegnet, nicht nur Moses.“ Und die Antwort ist: Nein, das war keine Lüge. Denn wer mich hört, wer euch hört, der hört mich, sagt Jesus. Als also Gott zu Moses gesprochen hat, und dann Moses zu den Menschen, wer hat dann eigentlich zu den Menschen gesprochen? Gott hat zu ihnen gesprochen. Wenn also das Volk Israel zu Pharao gesagt hat: „Gott hat uns getroffen, er ist uns begegnet“, dann war das wahr. Denn als Moses ihn gesprochen hat, hat tatsächlich Gott ihnen sich offenbart. Nämlich: „Wer euch hört, hört mich.“
[19:19] Das ist wirklich sehr, sehr interessant, wenn wir realisieren, dass als Moses und das Volk Israel zu Pharao gesprochen haben, dass in Wirklichkeit Gott selbst zu Pharao gesprochen hat. Und als Pharao diese Botschaft abgelehnt hat, dann hat er eigentlich Gott selbst abgelehnt.
[19:41] Wir wollen jetzt direkt in das Neue Testament gehen, in das Buch Markus, und zwar Markus Kapitel 6. Eine Botschaft aus dem Wort Gottes hat nichts Positives für uns, es sei denn, sie kommt unser praktisches Leben und bewirkt dort etwas in uns. Und ich hoffe, jeder passt gut auf, denn wir werden am Ende der Predigt ein Quiz haben. Und wir werden jetzt hier damit beginnen und wir wollen es uns genau anschauen hier. Die Geschichte von Johannes dem Täufer. Dieser treue Mann Gottes. Es beginnt in Markus 6, Vers 14. Vers 14 heißt es hier: „Und der König Herodes hörte das. Es ging um Jesus, denn sein Name wurde bekannt und er sprach: Johannes der Täufer ist aus den Toten auferstanden. Darum wirken auch die Wunderkräfte in ihm.“ Andere sagten: „Er ist Elia.“ Wieder andere aber sagten: „Er ist ein Prophet oder wieder einer der Propheten.“ Jetzt werden wir die Geschichte von Johannes dem Täufer anschauen. Vers 17 heißt es: „Denn er, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes ergreifen und ihn im Gefängnis binden lassen, wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, weil er sie zur Frau genommen hatte.“ Vers 18 heißt es: „Denn Johannes hat gesagt zu Herodes: Es ist nicht gerecht, dass du deinen Bruder als Frau hast.“ Vers 19 heißt es: „Denn Johannes hatte zu Herodias gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, die Frau deines Bruders zu haben.“ Es ist interessant zu mir, dass Johannes sogar den Mut und die Nerven hatte, das Herodias zu sagen. Er hätte ja sagen können: „Gib Cäsar, also dem Kaiser, was des Kaisers ist, gib Gott, was Gottes ist, und ich lasse die Dinge, die mit mir zu tun haben.“ Aber Johannes, als ein treuer Prediger Gottes, hat die Botschaft nicht verändert, um einfach nur den Reichen oder den Einflussreichen, den Leitern, den Führern, zu gefallen. Er stand also treu und freimütig und kühn da und hat Sünde beim richtigen Namen genannt. Und wegen dem ist er jetzt im Gefängnis.
[22:39] Es heißt in Vers 19: „Herodias aber stellt ihm nach und wollte ihn töten und sie konnte es nicht.“ Also durch seine Treue kam es jetzt dazu, dass die Königin der damaligen Zeit ihn töten wollte. Aber wenn Vers 20 heißt, ist es sehr interessant: „Denn Herodes fürchtete Johannes, weil er wusste, dass er ein gerechter und heiliger Mann war und er bewachte ihn und er gehorchte ihm in manchem und hörte ihn gern.“ Schauen wir also genau hier hin und bemerken, dass als Johannes gepredigt hat, hat Herodes das gerne gehört und hat einige Dinge gerne getan. Also offensichtlich hat Herodes aus der Predigt von Johannes einige Dinge erkannt, die in seinem Leben falsch liefen und er hat sie gemäß dem Wort Gottes geändert. Nur als ein Beispiel, das vielleicht etwas unrealistisch erscheint, aber vielleicht hat er einfach geraucht und Johannes hat dann gepredigt: „Dein Körper ist ein Tempel des Heiligen Geistes.“ Und Herodes hat das verstanden und aufgehört zu rauchen. Nur als ein Beispiel. Und vielleicht war Herodes ein Sabbatbrecher und Johannes hat ihm gesagt: „Du sollst den Sabbat nicht brechen, die Bibel sagt das ganz deutlich.“ Und Herodes hat dann vielleicht gesagt: „Okay, ich ändere mich hier.“ Aus dem Text genau können wir nicht wissen, was es genau war, aber ganz offensichtlich gab es da einige Dinge, in denen er sich geändert hat, weil Johannes gepredigt hatte. Aber es gibt eine Sache, die Johannes gepredigt hat, die dem Herodes nicht gefallen hat. Und als Johannes gesagt hat: „Du kannst nicht die Frau des Bruders haben“, da hat Herodes gesagt: „Da muss ich eine Linie in den Sand ziehen, darüber können wir jetzt nicht weiter diskutieren.“ Das Prinzip der Bibel ist sehr interessant: 99% Gehorsam ist eigentlich 100% Ungehorsam. Und wir sehen also, dass Herodes eine ganze Menge von Dingen getan hat, aber eine Sache, die wollte er und konnte er nicht aufgeben, das hat ihm das Leben gekostet.
[25:31] Und es heißt hier in Vers 21: „Während wir weitergehen, als ob ein gelegener Tag kam, als Herodes seinen großen und obersten und den vornehmsten Gratulanten Galiläas an seinem Geburtstag ein Gastmahl gab.“ Und in der Bibel lesen wir, da trat die Tochter der Herodias herein und tanzte, und weil sie dem Herodes und denen, die mit ihm zu Tisch saßen, gefiel, sprach der König zu den Mädchen: „Bitte von mir, was du willst, so will ich es dir geben.“ Und er schwor ihr: „Was du auch von mir bitten willst, das will ich dir geben bis zur Hälfte meines Königreiches.“ Und jedes Mal, wenn ich das lese, kratze ich mir am Kopf und denke, das begreife ich nicht. Stell dir vor, jemand bietet dir etwas an, du kannst alles bekommen und vielleicht sogar die Hälfte von Deutschland. Was würdest du wohl bitten? Und ich möchte, dass ihr seht, wie weit Sünde und Hass uns bringen können.
[26:53] Vers 24 geht es weiter. „Sie aber ging hinaus und sprach zu ihrer Mutter: Was soll ich ihr bitten?“ Diese aber sprach: „Das Haupt Johannes des Täufers.“ Ernsthaft, du kannst die Hälfte des Königreiches haben und du möchtest einfach nur den Kopf des Predigers auf einem Teller haben? Ich möchte den Prediger tot. Da sieht man eigentlich die Kraft der Wahrheit Gottes, dass die Menschen so an einen Punkt bringen, dass sie lieber den Prediger tot sein wollen, als dass sie die Hälfte des weltlichen Königreiches haben.
[27:32] Vers 25 geht es weiter. „Sie sprach zu ihrem König und fragte ihn, ob er mir etwas geben würde. Auf einem Teller, den Kopf des Predigers.“ Und der König war sehr enttäuscht. Trotz all seiner Verabschiedungen, die mit ihm stattgefunden haben, würde er sie nicht abweisen. Vers 26: „Da wurde der König sehr betrübt, doch um des Eides und um derer willen, die mit ihm zu Tisch saßen, wollte er sie nicht abweisen.“ Und die Geschichte geht weiter. Der Scharfrichter wird ins Gefängnis gebracht. Johannes wird exekutiert. Kopf wird abgehauen und auf einem Teller dann durch die Tochter der Mutter gebracht. Ich versuche es nur vorzustellen, wie die Tochter sagt: „Schau Mama, hier ist er.“ Und das ist ziemlich krank, denn die Mutter hat sich jetzt gefreut darüber. Aber Herodes war ziemlich traurig. Und Herodes wusste, dass Johannes ein heiliger Mann Gottes war, dass er ein gerechter Mann war, er hat ihn ja beobachtet. Vielleicht wundert ihr euch jetzt die ganze Zeit, was hat diese Geschichte in der Welt damit zu tun, dass mit dem Thema „Der Mann, den Gott Gott nannte.“
[28:47] Lukas, Kapitel 23. In Lukas 23, da fangen wir in Vers 1 an. „Und sie begannen ihn zu beurteilen, sie sagten: Wir haben einen Mann gefunden, der Gott Gott ist. Und er hat ihn verletzt.“ Und die ganze Versammlung stand darauf und sie führten ihn vor Pilatus, sie fingen aber an ihn zu verklagen und sprachen: „Wir haben gefunden, dass dieser das Volk verführt und es davon abhalten will, dem Kaiser die Steuern zu zahlen. Er behauptet, er sei Christus, der König.“ Und Pilatus fragte ihn: „Bist du der König der Juden?“ Ich möchte, dass ihr hier bemerkt, dass Jesus auch Zeit verbringt, mit Pilatus zu reden. Das ist nicht das einzige Mal, wo er mit ihm redet, es gibt auch eine andere Geschichte in Johannes 19, wo sogar die Frau von Pilatus eine Vision bekommt und dann zu Pilatus sendet und sagt: „Ich habe nichts zu tun mit diesem Mann.“ In anderen Worten, Jesus hat mit Pilatus eine ganze Weile gesprochen, um ihn zu retten.
[30:12] Jetzt Vers 4. Das heißt in Vers 4 und 5: „Da sprach Pilatus zu den obersten Priestern und der Volksmenge: Ich finde keine Schuld an diesem Menschen.“ Sie aber bestanden darauf und sprachen: „Er wiege das Volk auf, indem er in ganz Judäa lehrt, angefangen in Galiläa bis hierher.“ Als Pilatus Vers 6 von Galiläa hörte, fragte er: „Ob der Mensch ein Galiläer sei?“ Und als er hörte, dass er aus dem Herrschaftsgebiet des Herodes sei, sandte er ihn zu Herodes, der in diesen Tagen auch selbst in Jerusalem war. Er hatte gehofft, dass er ein Wunderschein von ihm sehen würde.
[31:16] Hört zu Vers 9. Und hier ist die Zeit für die Quizzeit. „Dann fragte er ihn mit vielen Worten, aber Jesus antwortete ihm nichts.“ Aber warum? Warum hätte Jesus nicht mit ihm reden können, ihn vielleicht für das Königreich Gottes gewinnen können, eine Botschaft ihm geben können, ein Gleichnis, ein Wunder vielleicht und damit ihn erreichen können, ihn retten können? Hat Jesus sich nicht um sein ewiges Leben gekümmert? Hat Jesus ihn nicht so sehr geliebt, wie er Pilatus geliebt hat? Aber die Bibel sagt, er hat nicht zu ihm gesprochen. Und ich frage erneut: Warum? Denn Jesus sagt in Lukas 10, Vers 16: „Der, der euch hört, hört mich.“ Als Johannes der Täufer zu Herodes gesprochen hat, war es nicht Johannes der Täufer, sondern es war Jesus selbst. Und als Herodes Johannes den Täufer abgelehnt hat, da hat er seine letzte Gelegenheit zur Erlösung verworfen. Als er Johannes verworfen hat, hat er Jesus abgelehnt. Verpasst diesen Punkt nicht. Als Herodes dachte, er bekommt noch eine weitere Chance, da war Jesus bereits mit ihm fertig. Johannes der Täufer war die letzte Chance für Herodes. Moses war die letzte Chance für Pharao. Und wer weiß, dass die Person, mit der du sprichst, oder mit der ich spreche, vielleicht ihre letzte Gelegenheit zur Erlösung sein wird.
[33:09] Wie wichtig ist es für die Pfarrer, für Familienmitglieder oder für irgendjemand, wenn sie die Gelegenheit haben, die Wahrheit Gottes der Menschen zu erzählen? Sie nehmen das sehr ernst. Sie nehmen das wirklich sehr ernst. Wie ernsthaft ist es, wenn Menschen einfach die Zeit missbrauchen, um Witze zu erzählen, Geschichten zu erzählen und das Wort Gottes sehr oberflächlich zu behandeln? Was wäre passiert, wenn Johannes einfach interessante Geschichten erzählt hätte, lustige Begebenheiten, um diesen einflussreichen Führer des Volkes hier zu unterhalten? Wie hätte das die Bibel in ihrer Art und Weise geschrieben, es verändert? Welche Verantwortung hat Gott denen gegeben, die sein Wort weitergeben sollen? Wir wissen niemals, ob die Person, zu der wir reden, ob es für diese Person gerade die letzte Gelegenheit ist.
[34:29] Welche Verantwortung hat Gott denen gegeben, die seine Worte weitergeben sollen? Interessanterweise in Markus 3 Vers 28, 29 lesen wir: „Wahrlich, ich sage euch, alle Sünden sollen den Menschen vergeben werden, auch die Lästerung, womit sie lästern. Wer aber gegen den Heiligen Geist lästert, der hat in Ewigkeit keine Vergebung, sondern er ist in einem ewigen Gericht, er ist einem ewigen Gericht verfallen.“ Es kommt zu dem Punkt, wo man nicht mehr Gottes Stimme zu einem reden hört. Interessant ist, dass Herodes' Verhaftung geschlossen wurde, während er noch lebendig war. Er konnte Gott nicht mehr zu sich reden hören. Pharao konnte Gott nicht mehr zu sich reden hören. Und, Brüder und Schwestern, ich denke, es ist sehr wichtig für uns, nicht nur, dass wir sehr ernst darüber nachdenken, was wir zu anderen sagen, sondern, dass wir auch, wenn Gottes Wort zu uns spricht, dass wir darauf achten, sodass Gott nicht aufhört, zu uns zu reden.
[35:36] Die Summe der ganzen Sache ist, dass Gott uns benutzt, solange noch Gnadenzeit ist, solange da noch Wahrheit verkündet werden kann. Und so, wie du es annimmst oder ablehnst, das ist der entscheidende Faktor, der bestimmt, ob du gerettet oder verloren wirst. Erinnere dich daran, die Bibel sagt: „Wer euch hört, hört mich, und wer euch verwirft, verwirft mich. Und wer mich verwirft, verwirft den, der mich gesendet hat.“ Und wer mich verwirft, verwirft den, der mich gesendet hat. Und wer euch verwirft, verwirft mich. Und wer euch hört, hört mich. Und wer euch verwirft, verwirft mich. Und wer mich verwirft, verwirft den, der mich gesendet hat. Wenn Gottes Wort dir etwas sagt, was du nicht magst, denke daran, dass es Jesus ist, der zu dir redet. Und er tut das aus einem Grund, er möchte nämlich jetzt gerade retten. Lass uns wie er sein, nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehen. Du weißt niemals, wann es die letzte Gelegenheit für jemand sein wird. Vielleicht sogar deine. Lass uns beten.
[36:49] Vater im Himmel, es ist wirklich eine große Ehre, dein Wort zu sprechen. Es ist auch eine große Verantwortung. Du hast uns gesagt, dass wann immer wir dein Wort reden, dann sind nicht wir, die reden, sondern du bist es. Und wenn wir das Wort Gottes hören, ist es nicht die Person, die redet, es ist nicht das Instrument, das das Reden macht, sondern es ist dein Wort, das wir hören. Und ich bitte dich, dass du uns hilfst, das wirklich sehr ernst zu nehmen, dass unsere Leben und unsere Herzen berührt werden und dass wir dir völlig übergeben sind und bald in deinem Königreich sein können, wenn du wiederkommst. Und ich bitte, dass er für jeden, der dieser Botschaft heute zugehört hat, und wir bitten es im Namen Jesu. Amen.
[37:44] Ich möchte euch danken, dass ihr Joel Media TV angeschaut habt, und ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen. Gott bless.
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