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In dieser Predigt von Monika Graser geht es darum, wie das Bild Gottes in unseren Kindern wiederhergestellt werden kann. Sie betont die Bedeutung von Liebe als Grundlage der Erziehung und erklärt, wie Eltern durch ihr eigenes Vorbild und konsequente Anleitung ihre Kinder auf einen gottgefälligen Weg führen können. Die Predigt beleuchtet biblische Prinzipien für die Kindererziehung, die Kommunikation innerhalb der Familie und die Wichtigkeit, Kinder zu lehren, Gott anzubeten und ihm zu dienen.


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Serie: Kindererziehung und Gemeinde

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Transkript

[0:30] Reine Herzen, glückliche Familien. Wer könnte uns besser unterweisen, wie wir ein reines Herz und glückliche Familien sein können als unser Schöpfer, als Gott, der uns geschaffen hat nach seinem Bild. Und es war seine Absicht, dass der Mensch mehr und mehr seine Herrlichkeit widerspiegeln sollte. Was für ein wunderbarer Gedanke Gottes. Menschen sollen seine Herrlichkeit widerspiegeln. Aber dies wurde durch den Ungehorsam verscherzt. Die Gottähnlichkeit wurde durch die Sünde zerstört, ja nahezu ausgelöscht. Und dadurch kam Leid und Trauer in die Familien. Denken wir nur an Kain und Abel. Tränen und Tod sind die Folge der Rebellion. Aber Gott hat in seiner unendlichen Liebe einen Plan gelegt, einen Plan zur Erlösung. Und es heißt in dem Buch Erziehung auf Seite 13: Es sollte das Werk der Erlösung sein, im Menschen das Bild seines Schöpfers wiederherzustellen, ihn zu der Vollkommenheit zurückzuführen, in der er geschaffen war. Er sollte die Entwicklung von Leib, Seele und Geist fördern, damit die göttliche Absicht, die bei seiner Erschaffung gewaltet hatte, verwirklicht werden könnte. Und dies ist auch der Zweck der Erziehung, das große Ziel des Lebens. Also, was ist das große Ziel des Lebens? Was ist der Zweck der Erziehung? Im Menschen das Bild seines Schöpfers wiederherzustellen, das Bild, das verloren gegangen ist.

[2:38] Nun, zu Recht müssen wir uns fragen: Verfolgen wir dieses Ziel in der Erziehung? Gott ähnlich werden? Ja, und wie ist Gott? Gott ist Liebe. Und welches ist oder welches sollte die Grundlage für unsere Erziehung sein? Seite 13 im selben Buch heißt es: Die Grundlage von Schöpfung und Erlösung ist auch die Grundlage wahrer Erziehung. Und in Jeremia, Kapitel 31, Vers 3 sagt Gott: "Also die Liebe ist die Grundlage der Schöpfung, der Erlösung." Und wenn wir Gott ähnlich sein wollen, ähnlich handeln wollen, dann muss die Liebe auch die Grundlage für unsere Erziehung sein. Ich habe dich zu mir gezogen. Und in dem Wort Erziehung steckt auch das Wort "ziehen" drin. In Liebe ziehen, zu Gott ziehen, erziehen. Und Jesus sagt selbst: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften, von ganzem Gemüt. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Das ist das zweite Gebot, das dem ersten gleich ist. Das heißt, ihn, den Unendlichen, Allwissenden von ganzem Herzen, ganzer Seele und allen Kräften zu lieben, bedeutet, dass im ganzen Wesen, an Leib, Geist und Seele, das Bild Gottes wiederhergestellt werden soll. Ich überlasse ihm alles. Er sitzt auf dem Thron meines Lebens und nicht ich. Und durch den selbstlosen Dienst am Nächsten werden wir wirklich immer mehr der göttlichen Natur teilhaftig. Wir werden also geschickt für den Himmel, denn wir nehmen ihn in unsere Herzen auf. Und nach 1. Johannes Kapitel 4, Vers 8 wissen wir, dass Gott Liebe ist, wie ich schon erwähnte. Seine ganze Regierung ist auf Liebe gegründet. Er ist auf unser Wohl bedacht und genau das sollten wir auch anstreben. Gott und unser Nächsten lieben, so wird sein Bild mehr und mehr in uns wiederhergestellt.

[5:25] Und Gott hat uns ein wunderbares Beispiel gegeben. Es heißt: "So folgt nun Gottes Beispiel als die geliebten Kinder und lebt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat." Was für ein Beispiel Christus für uns ist, was für ein Vorbild. Er ging bis zum Tod für uns. Und einige Texte sagt dieser liebende Gott: "Darum auch ihr, ein jeder habe lieb seine Frau wie sie selbst, die Frau aber ehre den Mann. Ihr Kinder seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn, denn das ist recht. Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern erzieht sie in der Zucht und Ermahnung des Herrn." Ist das nicht ein ideales Familienbild? Der Mann liebt die Frau, die Frau achtet den Mann, beide lieben die Kinder, und die Kinder gehorchen den Eltern. Man kann diesen Gedanken tatsächlich mit Liebe zusammenfassen. Gott hat einen Ort vorgesehen, eine Möglichkeit, an dem sein Bild in seinen Kindern wiederhergestellt werden kann. Und wie schön, wenn Kinder in solch einer Familie aufwachsen können, in einem Heim, in dem Jesus wohnt und in dem sie gelehrt werden, wie sie Gott immer ähnlicher werden können. Wundert uns dann, dass Satan alles dransetzt, um Familien zu zerstören, damit das Bild Gottes nicht wiederhergestellt werden kann? Deshalb sollten die Eltern wissen, was sie tun müssen, um das ewige Leben zu ererben. Jeden Tag sollten sie das Wort der Wahrheit annehmen und ihr Leben davon bestimmen lassen. Jesus ist uns auch hier ein Vorbild. Von ihm heißt Johannes 17, Vers 19: "Ich heilige mich selbst für sie, damit auch sie geheiligt sein in der Wahrheit." Und genau das sollten wir tun: Uns heiligen, mit dem Wort Gottes füllen, mit seiner Liebe. Dann können wir ganz sicher sein, dass wir unseren Kindern ein liebevolles, vertrautes Heim bieten können und den Auftrag Gottes ausführen können.

[8:06] Welchen Auftrag gibt uns denn Gott? Wir finden ihn in 1. Mose, Kapitel 18, Vers 19: "Denn dazu habe ich ihn auserkoren, dass er seinen Kindern befehle und seinem Hause nachgeben, dass sie das Herrnwege halten und tun, was recht und gut ist." Also als Eltern haben wir Autorität inne, weil Gott uns dazu berufen hat, eine Autorität im Leben unseres Kindes, unserer Kinder zu sein. Wir können mit diesem Auftrag nicht leichtfertig umgehen. Wir haben die Autorität im Auftrag Gottes zu handeln und nicht nach unserer Vorstellung. Uns muss bewusst sein, dass wir als Eltern keine Autorität über unseren eigenen, sondern über Gottes Zuständigkeitsbereich ausüben. Unsere Kinder gehören ihm und er hat uns sie nur anvertraut, sie in seinen Wegen und nach seinen Prinzipien zu erziehen. In dem Buch "Wie führe ich mein Kind?" heißt es: Eltern haben die Vollmacht, ihre Kinder zu erziehen, zu disziplinieren und sie zu trainieren. Setzt diese Kraft für Gott ein. Er erwartet von den Eltern völligen Gehorsam und wird eine Fehlerziehung der Kinder nicht entschuldigen. Das sind sehr klare Worte. Und ich muss gestehen, ich stehe heute nicht vor euch als Fehlerlose. Mir wurde schon sehr viel vergeben und gerade deswegen ist es mir ein Bedürfnis, den Eltern das weiterzugeben, was mir Gott durch seine Gnade geschenkt hat, damit sie die Fehler, die ich gemacht habe, vielleicht nicht machen, weil sie darüber informiert wurden. Betrachtet also die Erziehung als eine der wichtigsten Aufgaben, solange die Kinder bei euch zu Hause sind. Und erzieht sie in Zucht und Ermahnung des Herrn, denn wir haben nur eine kurze Zeitspanne im Leben unserer Kinder. Aus diesem Grund müssen wir richtige Prioritäten setzen.

[10:49] Die Frage ist nun, wie können wir unseren Kindern helfen, Gott von ganzem Herzen zu lieben und ihm zu dienen und auch den Nächsten zu lieben und ihm zu dienen? Wie können wir ihnen helfen, dass ihr Handeln nach seinem Handeln ähnlich wird, sodass Gottes Bild in ihnen wiederhergestellt werden kann? Also unsere Gesellschaft neigt zu zwei Extremen und sie verändert sich ständig. Die alte autoritäre Erziehungsmethode verlangt ja auf unbiblische Art und Weise Respekt. So nach dem Motto: "Du hörst auf mich, Kind, sonst setzt was." Und die heutige Gesellschaft möchte gar keine Autorität mehr. Und so werden die armen Kinder frech und ordnen sich nicht mehr unter. Das heißt, in der Frage der Autorität neigen wir entweder dazu, mit der Faust auf den Tisch zu hauen oder Waschlappen zu sein. Aber beides ist verkehrt. Beides ist unbiblisch. Deshalb sollten wir die Anweisungen in Gottes Wort suchen. Und Ellen White schreibt: Selbst die wertvoll erscheinenden Anregungen anderer Leute sollten nicht gedankenlos und unkritisch übernommen werden. Das heißt also, es gibt ja eine Menge von Erziehungsbüchern. Wenn wir ein Erziehungsbuch lesen, dann sollte es uns bewusst sein, dass dieses Buch in einer kurzen Zeitspanne geschrieben wurde. Das heißt, der Autor lebt höchstens hundert Jahre und in dieser Zeitspanne schreibt er seine Weisheiten nieder. Aber Gottes Wort ist erprobt über Jahrtausende hinweg. Es wurde über Jahrhunderte hinweg geschrieben und Gottes Weisheit, der unendlich ist, hat dieses Wort inspiriert. Deswegen, die echte Unterweisung kommt von ihm. Und er hat uns auch durch seine Botin wunderbare Wahrheiten vermittelt. Ich möchte nicht sagen, dass alle Erziehungsbücher schlecht sind. Nein, sie geben uns gute Ratschläge. Aber sie müssen mit den Prinzipien der Bibel übereinstimmen. Sonst können sie uns auf die falsche Fährte locken.

[13:27] Nun, was sagt das Wort? Das Wort sagt in Sprüche 4, 23: "Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn daraus quillt das Leben." Auch Jesus sagt: "Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus böse Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft." Wiederum heißt es: "Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines Herzens, und ein Böser bringt Böses hervor aus dem Bösen, denn wie das Herz voll ist, das geht der Mund über." Also, wenn aus dem Herzen Gutes oder Böses kommt, dann müssen wir auf unser Herz achten und auch auf das Herz unserer Kinder und uns fragen: Wer regiert unser Herz? Gott oder der Gegenspieler? Ist uns eigentlich bewusst, dass jeder im tiefsten Grunde religiös ist und einen Gott verehrt, auch unsere Kinder? Wir beten entweder den wahren Gott im Himmel an oder Götzen. Deshalb fragen wir nicht: Wird das Kind jemanden anbeten? Sondern wir fragen: Wen wird das Kind anbeten? Wessen Charakter wird es dabei widerspiegeln?

[15:01] Auf dieser Abbildung sehen wir einen Menschen, der ein Anbeter des einzig wahren Gottes ist. Also der linke Pfeil hier, der von Gott ausgeht, kennzeichnet Gottes Initiative im Leben eines Menschen und sein erhaltendes Handeln gegenüber seinem Kind. Der rechte Pfeil zeigt, der zu Gott weist, kennzeichnet die Herzenshaltung dieses Menschen. Er möchte Gott kennen und ihm besser dienen. In dieser Abbildung sehen wir einen Menschen, um den sich Gott genauso bemüht, aber er ist im Götzendienst verstrickt. Er wirft sich vor Dingen nieder, die nicht der wahre Gott sind und die nicht befriedigen können. Und sind doch die Ursachen für die Konflikte in der Familie bewusst: Stolz, Habsucht, Hass, Zorn, Selbstsucht. Das sind die sogenannten Götzen. Dadurch wird die Harmonie in der Familie gestört. Und damit haben bereits unsere Kinder zu kämpfen. Der Psalmist sagt nämlich: "Siehe, ich bin als Sünder geboren, und meine Mutter hat mich in Sünden empfangen." Und nun gehört es zu unserer Aufgabe als Eltern, die Gott lieben, dass wir unsere Kinder zur wahren Quelle des Lebens führen, zu dem einzig wahren Gott, der seiner Anbetung würdig ist. Wie wir festgestellt haben, betet es immer an. Die Frage ist nur: Wen betet es an? Und wir wollen mit Gottes Hilfe dem Kind aufzeigen, dass er sich nicht mehr als den wahrhaftigen Gott betet. Und wir möchten dazu beitragen, dass das Bild Gottes in ihm wiederhergestellt wird.

[17:17] Nun, wenn unsere Kinder Gottes Bild widerspiegeln sollen, wie sieht das in unserem Leben ganz praktisch aus? In unserem Leben und in dem Leben der Kinder. Also zum einen, indem wir Gottes Handeln betrachten. Darüber wollen wir heute Nachmittag hören. Und zum anderen, indem wir das, was wir von Gott lernen, auch praktizieren. Und darüber wollen wir jetzt ein bisschen nachdenken. Lasst uns also überlegen, in welche Richtung wir das Herz des Kindes leiten in den verschiedenen Situationen durch unsere Reaktionen. Also, wir wollen einmal ein Beispiel herausgreifen aus der Erwachsenenwelt. Angenommen, Schwester Regine hat Bruder Robert sehr verletzt. Sie war wirklich sehr gemein zu ihm. Und plötzlich ist ein Kampf stattgefunden. Und plötzlich ist ein Kampf eskaliert. Die beiden geraten in einen richtigen Streit. Wer von den beiden hat gesündigt? Schwester Regine, oder? Sie hat den Bruder Robert zum Streit herausgefordert. Aber hat wirklich nur sie gesündigt? Sie haben beide gesündigt. Denn Bruder Robert hat sich herausfordern lassen, sodass es zu einem heftigen Streit ausgeartet ist.

[19:07] Nun nehmen wir ein Beispiel aus dem Familienleben. Wir spielen harmonisch und plötzlich geht das Geschrei los: "Er hat mir das Spielzeug weggenommen!" Und wie reagieren wir? Wir fragen: "Wer hatte das Spielzeug zuerst?" Nun, die Frage, die wir hier stellen, kümmert sich nicht um das Herz, sondern es sorgt sich um die Gerechtigkeit. Und die Gerechtigkeit setzt sich womöglich für das Kind ein, das schneller war, das Spielzeug wegzuschnappen. Wenn wir uns in dieser Sache um das Herz kümmern, sieht die ganze Angelegenheit anders aus. Er sündigt, auch wenn ihm das nicht bewusst ist. Es ist ja deswegen unsere Aufgabe, ihm das klarzumachen. Aber in diesem Fall zeigen sich beide Kinder herzenzart. Beide sind selbstsüchtig. Beide Kinder sagen: "Du und dein Glück ist mir egal." Und dem anderen Kind geht es darum, dass es das Spielzeug behält. Also, was die Einstellung der Herzen angeht, hast du zwei Kinder, die sündigen, zwei Kinder, die sich selber wichtiger nehmen als den anderen. Und beide übertreten sie Gottes Gebot.

[20:53] Wie handelt ein nach Gott ausgerichtetes Herz? Nehmen wir das Beispiel Abrahams. Wir kennen ja die Geschichte, dass die Knechte in einen Streit gerieten. Und wie geht Abraham vor? Abraham sagt: "Lasst uns doch trennen. Willst du zu rechten, dann geh ich zur linken." Und die Bibel bestätigt das auch im Neuen Testament: "Die brüderliche Liebe untereinander ist sehr herzlich. Einer komme dem anderen mit Ehrebietung zuvor." Und in dem Fall, wenn ein Kind das Spielzeug wegnimmt oder weggenommen bekommt, muss es also unterwiesen werden, weil wir merken, dass es auf die Herzenshaltung ankommt. Wie es sich verhält. Wen beten wir an? Du hast also als gläubiges Elternteil die Absicht, die Sünde deines Kindes zu demaskieren. Es soll verstehen, wie Sünde im menschlichen Herzen wirksam ist und wie das Evangelium den Nöten der Menschen in der ganzen Tiefe begegnet. Es soll ja lernen, die Wege Gottes zu verstehen. Wir erzählen ihm nicht nur die Geschichte von Abraham, sondern wir wollen sie mit Gottes Hilfe auch praktizieren. Von Jesus heißt es: Was er lehrte, betätigte er auch. Er lehrte nicht nur die Wahrheit, sondern er war auch die Wahrheit. Und dies gab seiner Lehre Kraft.

[22:48] Nun, ein weiteres Beispiel. Auf die Kinder mit dem Spielzeug komme ich noch zurück. Welche Wegweisung gibst du deinem Kind, wenn es mit aggressiven Kindern in der Schule, im Schulbus oder wo immer zu tun hat? Welche Wegweisung gibst du ihm? Wie soll es mit ihm umgehen? Also viele Eltern würden vielleicht sagen: "Wehre dich!" Aber wie können Eltern einen Bezug herstellen zwischen "wehre dich" und "bitte Gott um Hilfe"? Sollen wir Gott um Hilfe bitten, dass wir uns erfolgreich wehren können? Gut, ich denke, diesen Ratschlag würden wir wahrscheinlich nicht geben. Aber wie schaut es denn aus? Würden wir vielleicht sagen: "Na, ich ignoriere den Rempler einfach." Die Frage ist nur: Ist es wirklich biblisch, wenn wir den Rempler ignorieren? Die Bibel sagt nämlich: "Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt." Von Jesus heißt es: "Der nicht widerschmähte, als er geschmäht wurde, der nicht bedrohte, als er litt. Er stellt es aber dem anheim, der gerecht richtet." Also, der biblische Ratschlag weist die Kinder an, sich Gottes Fürsorge anzuvertrauen. Und die Schrift lehrt, dass man den Nöten des Angreifers sensibel begegnen soll. Zum Beispiel: "Wenn dein Feind hungert, gib ihm zu essen, dürstet ihn, so gib ihm zu trinken." Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Also, dieser Rat weist das Kind auf Gott und nicht auf die eigenen Möglichkeiten hin. Dieser Rat weist das Ich in die Schranken. Sind das für die Welt in der Zeit der Selbstverwirklichung lächerliche Prinzipien? Aber Jesus sagt: "Wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener."

[25:18] Denken wir daran, wir verfolgen das Ziel, in unseren Kindern das Bild dessen wiederherzustellen, der uns liebte, als wir noch Feinde waren. Und Gott wird uns einen Weg zeigen, wie wir feurige Kohlen auf dessen Haupt werfen können, um dadurch den Sieg zu erringen. Er kann Umstände herbeiführen, dass uns Feinden Freunde werden. Und die Welt wird von uns gemein behandelt. Nun, die weltlichen Prinzipien stehen immer konträr zu den himmlischen. Haben wir Angst, wenn wir die Kinder nach den Prinzipien erziehen, dass sie dann zu Weichlingen erzogen werden? Keine Angst, denn gerade die Menschen, die Regeln halten und die die Welt vielleicht Weichlinge nennt, sind die stärksten Persönlichkeiten gewesen, die die Welt kannte. Jesus, unser größtes Vorbild, aber auch Menschen wie Josef, Daniel, die Waldenser. Sie waren Gott absolut gehorsam und der Welt gegenüber unbeugsam, aber sie waren bereit, ihre Feinde zu lieben und sie demütig zu behandeln.

[26:54] Also ein Vater berichtet in einem Buch, dass seine Tochter von ihrer Spanischlehrerin offensichtlich schlecht behandelt worden war. Und er schreibt, dass vier Jahre lang die Tochter gegen das Gefühl, sich über die Spanischlehrerin zu ärgern, gegen das Gefühl, dass jemand gegen sie gesündigt hatte, anzukämpfen. Doch später fanden sie am Rand eine Notiz in ihrer Bibel, in der sie Römer 12 auf das Verhältnis zu ihrer Spanischlehrerin anwandte. Am Rand der Bibel fanden sie diese Notiz. Sie kämpfte sich durch die geistlichen Lektionen, die nötig waren, durch, um christliche Hilfe in diesen täglichen Herausforderungen zu erfahren. Ja, was steht in diesen Versen? "Segnet, die euch verfolgen, segnet und flucht nicht. Es ist möglich, so viel an euch liegt, Frieden mit allen Menschen zu haben. Rechtet euch nicht selbst, meine Lieben, sondern gebt Raum dem Zorn Gottes. Denn es steht geschrieben: Die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr. Vielmehr, wenn dein Feind hungert, gib ihm zu essen, haben wir auch gelesen. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Hat sich dieses junge Mädchen gemerkt und mit Gottes Hilfe ist sie mit der Spanischlehrerin in diesem Sinn umgegangen. Ja, hat die Spanischlehrerin gesündigt? Offensichtlich. Und das dürfen wir auch nicht bagatellisieren. Es tut weh, wenn man uns wehtut, wenn man uns gemein behandelt. Wir müssen nicht auf die Versuchung mit Sünde reagieren. Allerdings brauchen wir hierzu die Kraft Gottes. Aus unserer menschlichen Kraft heraus können wir das nicht tun.

[29:04] Und genauso sollte auch das Lernen für die Schule betrachtet werden. Was unsere Kinder in diesem Zusammenhang lernen müssen ist, dass sie ihre Arbeit fleißig für den Herrn tun. Sie müssen dazu erzogen werden, dass sie in Christus die Kraft und die Stärke finden, um zur Ehre Gottes zu arbeiten. Alles andere erzieht sie darin, unbiblisch zu denken und zu handeln. In dem Buch "Wie führe ich mein Kind?" ist eine sehr schöne Bekehrungsgeschichte von einem zwölfjährigen Mädchen. Und sie beschreibt es von sich aus: "Ich lernte nicht gerne, sondern spielte lieber. Ich war in der Schule oft abgelenkt und verpasste den Lehrstoff. Jetzt lerne ich jede Lektion gründlich, um Gott zu erfreuen. Ich habe mich in der Schule oft schlecht benommen, gerade wenn die Lehrer mich nicht beobachteten. Ich habe Unsinn gemacht, damit die Kinder auf mich schauen. Nun möchte ich Gott eine Freude machen, indem ich mich benehme und mich an die Schulordnungen halte. Ich war bockig, wenn meine Mutter mich vom Spielen wegrief, um ihr zu helfen. Nun ist es mir eine wirkliche Freude, bei allem zu helfen und ihr zu zeigen, wie lieb ich sie habe." Merken wir, wie die Gesinnung sich verändert? "Nicht ich, sondern Christus lebt in mir." Der wahre Gott wird angebetet. Sein Bild wird im Menschen wiederhergestellt. Die Faulheit wird zu Fleiß ersetzt, Ungehorsam durch Gehorsam. Und das, ihr Lieben, gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für uns. Gott möchte auch unser Wesen verändern. Er möchte uns mehr und mehr in sein Bild zurückführen. Und je früher wir damit beginnen, umso besser. Wir werden heute Nachmittag sehen, wie wichtig es ist, bereits ab dem Babyalter hier die richtigen Schritte einzuleiten. Ein Weid schreibt: "Eltern, versucht, Herz und Sinn eurer Kinder zu führen, solange sie jung sind, mit dem Ziel, dass sie Christen werden. Hütet euch vor dem falschen Gedanken, sie wären nicht alt genug, um verantwortlich zu sein, nicht alt genug, um ihre Sünden zu bereuen und sich zu Christus zu bekennen." Das kann nur ermutigen, dass schon in kleinen Kindern das Bild Gottes wiederhergestellt werden kann.

[32:14] Und dieses biblische Ziel können wir aber auch nur mit biblischen Methoden erreichen. Denn nur Gott gewollte Methoden werden dabei Gott die Ehre geben. Und zurecht können wir uns nun fragen: Welche sind Gott gewollte Methoden? Zu Gott gewollten Methoden gehört zum Beispiel eine gute Kommunikation. Also, wenn Susi zum Beispiel ihren Bruder anschreit, dann kannst du nicht einfach nur sagen: "Hör auf zu schreien." Das Problem liegt nämlich viel tiefer. Das Problem ist der Zorn, die Bitterkeit im Herzen, die durch das Geschrei nur zum Ausdruck kommt. Also, wenn du lediglich versuchst, das Verhalten zu ändern, dann ist das Problem das Herz. Damit also das Herz angesprochen wird, musst du es täglich aus dem Wort Gottes unterweisen. Wie ich vorhin erwähnte, wir werden heute Nachmittag mehr darüber sprechen. Zu einer guten Kommunikation gehört auch die Aufrichtigkeit. Wenn wir ein tiefgehendes, ehrliches Urteil uns über sie erlauben, dann müssen wir auch bereit sein, uns selbst beurteilen zu lassen. Das heißt also, wenn die Kinder kommen und uns hinweisen: "Aber Mama, das hast du so und so gemacht", und wir stellen fest, dass wir hiermit falsch gehandelt haben, dass wir gesündigt haben, dass wir dann auch die Größe besitzen und sagen: "Du hast recht, es tut mir leid."

[34:19] Zu einer guten Kommunikation gehört auch gutes Zuhören. In Sprüche 18, Vers 13 heißt es: "Wer antwortet, ehe er hört, dem ist Torheit und Schande." Ich weiß nicht, ob ihr das auch erlebt habt, aber ich habe es erlebt, wo meine Kinder gesagt haben: "Aber Mama, du hörst mir gar nicht zu." So, gutes Zuhören ist sehr wichtig. Verstehen wollen. Also das Vorhaben im Herzen eines Mannes ist wie ein tiefes Wasser, aber ein kluger Mann kann es schöpfen. Ein kluger Mann wird überlegen: Wie kann ich herausfinden, was im Herzen des Kindes vor sich geht? Also angenommen, Lukas haut seine Schwester. Welche Fragen könnten hilfreich sein, um seine Haltung zu verstehen, die sich hinter diesem Verhalten, die Schwester zu hauen, verbirgt? Wir können fragen: "Was hast du empfunden, als du deine Schwester oder deinen Bruder gehauen hast? Wodurch hat deine Schwester dich so gereizt? Hilf mir zu verstehen, weshalb dachtest du, dass die Dinge besser würden, wenn du sie haust? Was hat sie dir getan?" Wir dürfen den Schmerz des Kindes nicht bagatellisieren. Es tut weh. Aber wir müssen herausfinden, was ist vorgegangen in dem Herzen. Du kannst fragen: "Hättest du auch anders reagieren können? Was meinst du, zeigt dein Verhalten Vertrauen oder fehlendes Vertrauen in Gottes Fähigkeit, für dich zu sorgen?" Du musst damit anfangen, das Wesen des inneren Konfliktes zu verstehen, der sich darin ausdrückt, dass Lukas seine Schwester haut. Durch diese Fragen kann das Kind lernen, sich selbst zu verstehen, klar und aufrichtig über seine Kämpfe mit der Sünde zu sprechen. Es gibt also drei Dinge, die du mit ihm durchgehen solltest: Was ging in dieser Situation in dir vor? Was hast du empfunden? Was war in diesem Moment die Versuchung? Was hat dich so gereizt? Wie hast du das Problem gelöst? Ich muss gestehen, dass diese Fragen mir persönlich geholfen haben, manche Situationen besser zu reflektieren.

[37:20] Wir können uns die Frage auch stellen, wenn in unserem Herzen plötzlich aufkeimt: Warum habe ich so ein Empfinden dem Bruder oder der Schwester gegenüber? Wir erinnern uns genau, wo das passiert ist. Es ist verkehrt, verletzt zu sein. Natürlich nicht, es tut weh. Es hat sich ja jemand an uns versündigt. Aber wir müssen uns nicht zur Sünde verleiten lassen. Du hast ja schließlich vor, du möchtest, dass das Bild Gottes in dir wiederhergestellt wird. Also diese Fragen helfen uns und selbst und helfen auch den Kindern, sich zu reflektieren und auszudrücken.

[38:15] Denken wir nun an die beiden Kinder, die sich um das Spielzeug stritten. Lehre jedes der beiden zu reflektieren, warum es so gehandelt hat. Spiele das Problem nicht herunter. Wie ich immer wieder erwähnt habe, das Kind hat gesündigt. Das tut weh. Aber beide Kinder müssen unterwiesen werden. Es gibt drei Dinge, die du mit ihm gut durchgehen solltest: 1. Das Wesen der Versuchung. 2. Die mögliche Reaktion auf die Versuchung. 3. Seine eigene, sündige Reaktion. Aber wir müssen uns dabei klar machen, dass wir in dieser Situation sowohl über dem Kind stehen als auch neben dem Kind. Du stehst über dem Kind, denn Gott hat sich zu dieser Aufgabe berufen, es zu disziplinieren und zu korrigieren. Du stehst aber auch neben deinem Kind, weil du auch ein Sünder bist und mit denselben Versuchungen gegenüber anderen zu kämpfen hast. Das heißt, wir gehen dann ganz anders mit dem Kind um.

[39:50] Ellen White schreibt: "Diese Kleinen können nicht unterscheiden, welcher Geist sie beeinflusst. Das Kind sollte bei jeder Bemühung, sich selbst zu beherrschen, ermutigt werden." Die Kinder brauchen eine Veränderung des Herzens. Und eine Veränderung des Herzens beginnt mit Sündenerkennung. Die Kinder brauchen eine Veränderung des Herzens. Und eine Veränderung des Herzens beginnt mit Sündenerkennung.

[40:30] Nun, zu einer guten Kommunikation gehören aber auch die richtigen Worte zur richtigen Zeit. Deshalb brauchen wir ständig die Führung Gottes, die Weisheit Gottes. Paulus schreibt: "Es ist einem Mann eine Freude, wenn er richtig antwortet. Und wie wohl tut dein Wort zur rechten Zeit!" Und Paulus schreibt: "Weist die Unordentlichen zurecht. Tröstet die Kleinmütigen. Tragt die Schwachen. Seid geduldig gegen jedermann." Paulus, der merkt, dass die Kinder total unterschiedlich sein können. Wenn ich das eine Kind auf die eine Art und Weise unterweise, kann es sein, dass ich aber das andere Kind auf eine ganz andere Art und Weise unterweisen muss. Außerdem wissen wir, dass wir auf unterschiedliche Zustände und Situationen unterschiedlich reagieren müssen. Wir brauchen viel Weisheit, und Gott hat sie uns versprochen. Er will sie uns geben. Manchmal müssen wir die Kinder warnen, ein anderes Mal müssen wir sie belehren oder korrigieren. Dann brauchen sie Ermutigung.

[42:10] Ein weiteres Zitat: "Eltern, denkt daran, dass ihr mit Kindern umgeht, die wie ihr gegen Versuchungen ankämpfen. Sie versagen immer wieder und brauchen jedes Mal Ermutigung. Verstärkt jeden Impuls, ermutigt zu jeder guten Tat." Ich wiederhole: Zu einer guten Kommunikation gehört die tägliche Unterweisung aus dem Wort Gottes, Aufrichtigkeit, gutes Zuhören, Verstehen wollen, richtige Worte zur richtigen Zeit. Auf jede Art von biblischer Kommunikation können wir hier nicht eingehen. Das würde den Zeitrahmen sprengen. Aber ich möchte nur auf einige wenige nicht biblische Kommunikation eingehen.

[43:10] Harte, verständnislose Worte. Warum? Sie sind oft der Grund, warum Kinder ihre Eltern respektlos behandeln. Ungeduld erregt bei den Kindern ebenfalls Ungeduld. Und damit sündigen sie gegen Gott. Eltern, die sogar Babys haben, können bestätigen, wenn sie in Hektik sind oder aufgeregt, das überträgt sich auf das Kind und das Kind wird unruhig. Ich sehe gerade eine junge Mutti nicken. Und genauso ist es bei älteren Kindern auch. Wenn wir ungeduldig mit ihnen umgehen, werden sie auch ungeduldig. Mangelnde Entschiedenheit und Festigkeit. Sie rufen große Schäden hervor. Wenn ich mal Ja sage, mal Nein, das Kind weiß nicht, wo es hingehört. Hoffnung, das Schmeicheln, Schreien oder Trotzen ihnen den zunächst verweigerten Wunsch noch erfüllen. Sie werden rastlos, reizbar und widerspenstig, weil sie immer wieder denken: "Vielleicht kriege ich es ja doch noch." Wenn sie aber wissen: "Was meine Mama oder mein Papa sagt, das meinen sie auch so", dann werden sie nicht ständig unzufrieden sein.

[44:37] Wichtig bei dem Ganzen ist, dass wir vermeiden, uns aufzuregen. Ich weiß, dass es eine große Herausforderung ist, dass wir schnell darauf reinfallen. Aber der Geist der Weissagung sagt uns: Wenn ihr vermeidet, euch aufzuregen, also sachlich und ruhig zu sein, ist sehr wichtig. Also, wenn wir vermeiden zu schimpfen, wird der Herr euch den Weg zeigen. Er wird euch helfen, die Gabe der Sprache so zu gebrauchen, wie Christus. Friede und Liebe werden im Heim regieren. Wenn ihr konsequent handelt, könnt ihr im Heim Verkündiger und Prediger der Gnade für eure Kinder werden. Wir müssen nicht reagieren, wenn wir aufgeregt sind. Wir können sagen: "Mama kann im Moment nicht mit dir darüber sprechen, aber wir sprechen später darüber." Und wir bitten Gott um Kraft, dass er uns hilft, herunterzufahren, um dann mit unseren Kindern ruhig zu sprechen.

[45:52] Ich bin nicht über meinen Zuständigkeitsbereich verantwortlich, sondern über Gottes Zuständigkeitsbereich. Viele Eltern, und das sage ich mit großer Traurigkeit, viele Eltern beklagen sich für ihre Kinder, für ihre Eltern, für ihre Kinder, oder auch, wenn sie größere Kinder haben als Teenager: "Meine Kinder wollen nichts mehr von Gott wissen." Und ihr Leben, das sind Eltern, die mit ihren Kindern Andacht gemacht haben, aber sie haben keine klaren Grenzen gesetzt. Sie haben keine klaren Grenzen gesetzt. Und sie ließen das Unkraut der Sünde wuchern. Nun fragen sie sich, warum ihre Kinder Götzen anbeten anstatt Gott. Wenn Eltern jeden Wunsch der Kinder erfüllen und ihnen in Dinge nachgeben, die nicht gut für sie sind, werden sie bald den Respekt vor ihren Eltern verlieren, weder die Autorität Gottes noch die eines Menschen achten und vom Willen Satans gefangen genommen werden. Und dann kommt die traurige Realität: Kinder, die ungezügelt sind und nicht zum Gehorsam und Respekt erzogen wurden, befinden sich mit der Welt und haben ihre Eltern in der Hand. Viele Kinder wollen deshalb nichts von Gott wissen, weil ihnen zu viel Freiheit gelassen wird. Ihrem Willen und ihren Neigungen wird nachgegeben. Und dann? Sie werden in diesem Leben kein echtes Glück empfinden und am Ende das ewige Leben verlieren.

[48:07] Das sind sehr, sehr klare Worte. Das sind sehr ernste Worte. Übrigens möchte ich betonen, dass wir uns hüten sollten, Eltern zu be- oder zu verurteilen, die ihre Kinder an die Welt verloren haben. Erstens kennen wir ihre Arbeit an den Kindern nicht. Zweitens sind auch ihre Kinder mit Entscheidungsfreiheit ausgestattet wie jeder von uns. Wir müssen eine gute Grundlage legen und die Kinder können trotzdem gehen. Drittens ist es nicht unsere Aufgabe zu be- oder zu verurteilen. Das wird Gott schon gerecht tun. Ich habe großes Mitleid mit den Eltern, die ihre Kinder an die Welt verlieren. Aber ich möchte die Eltern aufrufen, die ihre Kinder noch zu Hause haben, und ihnen eindringlich ans Herz legen: Nutzt die Zeit, eure Kinder geistlich zu führen und konsequent zu leiten. Und dann können wir auch mit dem Segen Gottes rechnen. Scheut euch nicht, vernünftige Grenzen zu setzen.

[49:32] Sicherlich wäre hier auch die Frage zu beantworten: Was aber, wenn ich meinem Kind vernünftige Anweisungen gegeben habe, das Kind sie gehört und verstanden hat und trotzdem sie nicht befolgt? Darauf können wir der Zeit halber auch nicht eingehen. Aber ich empfehle von Herzen, dass ihr das Kapitel "Disziplin und ihre Anwendung" in dem Buch "Wie führe ich mein Kind?" und auch "Rechte Zucht" in dem Buch "Erziehung" nachlest. Diese zwei Bücher sollten wir als Eltern auch immer wieder lesen. Sie sind eine Schule, eine Wegweisung für uns als Familie. Wir und die Kinder müssen begreifen, dass der Gehorsam den Eltern gegenüber eine Segenszone um unsere Kinder bildet. Es heißt doch so schön: "Ihr Kinder seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn, das ist recht. Ehre Vater und Mutter, das ist das erste Gebot, das eine Verheißung hat: Auf dass dir es wohl geht und du lange lebst auf Erden." Den Eltern zu gehorchen und sie zu ehren wird dazu beitragen, dass es ihnen wohl geht. Die Kinder sind also die direkten Nutzer dieser, wenn sie Vater und Mutter ehren. Und sie befinden sich innerhalb dieses Segenskreises. Diesen Kreis, diesen Segenskreis zu verlassen, bedeutet eigentlich, sich in eine Gefahr zu begeben, für dieses und das ewige Leben.

[51:27] Das Kind, das sich nicht der elterlichen Autorität unterordnet, handelt töricht. Es verwirft den Herrschaftsanspruch Gottes. Und das ist schließlich die Selbstherrschaft zu wählen, die zum Tod führt. Das ist der Gipfel der Torheit. Gott kann keine Rebellen in sein Königreich nehmen. Deshalb macht er den Gehorsam gegen seine Gebote zu einer besonderen Forderung. Eltern sollen ihre Kinder eifrig lehren, was der Herr befiehlt. Denken wir daran, gerade Rebellion, der Ungehorsam, war es ja, der den Menschen von Gott getrennt hat. Und die Folge davon erleben wir ja heute: Unglückliche, zerbrochene Familien, Beziehungen, Kummer und Leid. Der Ungehorsam hat das Bild Gottes in uns zerstört. Und wir möchten, dass das Bild Gottes in uns und unseren Kindern wiederhergestellt wird. Und die Kinder müssen begreifen, dass Gehorsam notwendig ist. Und das kann auch nur durch eine konsequente Haltung geschehen. Wir können uns mit Gottes Anweisungen nicht spielen. Wir werden aufgerufen: "Eltern, gebraucht all eure Kräfte, um eure kleine Herde zu retten. Die Mächte der Hölle werden sich versammeln, um sie zu vernichten." Das muss man sich mal vorstellen: Du hältst ein Kind in deinen Armen, du hast es in deiner Familie, und dir muss bewusst sein, dass die Mächte der Hölle darauf aus sind, sie zu vernichten, auf ihre Seite zu ziehen. Aber Gott wird für euch kämpfen. Das ist so fantastisch bei Gott. Er legt es uns vor und sagt: "Hammer, es ist entscheidend, dass du dich mit mir verbindest, und ich will für dich kämpfen."

[53:37] Betet viel mehr als bisher, lehrt eure Kinder liebevoll und sanft zu Gott zu gehen, mit ihrem himmlischen Vater. Lehrt sie durch Vorbild, Selbstbeherrschung und Hilfsbereitschaft. Erzählt ihnen, wie Christus nicht für sich selbst lebte. Es kostet einiges, Kinder in den Wegen Gottes aufzuziehen. Es kostet die Mutter Tränen, den Vater Gebet. Die Kinder wachsen also nicht so einfach nebenbei auf für den Himmel. Es kostet die Mutter Tränen, den Vater Gebet. Es bedarf unermüdlicher Anstrengung, geduldiger Unterweisung. Aber diese Arbeit lohnt sich. Eltern können dadurch um ihre Kinder Bollwerke errichten, die sie vor dem Bösen bewahren. Gott möchte uns helfen, nicht aus diesem Segenskreis zu treten, damit wir immer mehr Idealbildfamilie werden. Der Mann liebt die Frau, die Frau ehrt den Mann. Beide lieben die Kinder, die Kinder gehorchen den Eltern. Gott möchte jedem Einzelnen helfen. Er steht auch den Alleinerziehenden bei. Er kann auch Vater sein oder gegebenenfalls Mutter. Durch seine Gnade kann sein Bild auch in so einer Familie wiederhergestellt werden. Deshalb lasst uns Gott zu Gott flehen und um unsere Kinder ringen. Jesus wird bald wiederkommen und er möchte uns auf diese herrliche Begegnung mit ihm vorbereiten.

[55:27] "Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als für den HERRN und nicht für Menschen, da ihr wisst, dass ihr von dem HERRN zum Lohn das Erbe empfangen werdet, denn ihr dient Christus, dem HERRN." Das wünsche ich uns, dass Gott in uns sein Bild wiederherstellen kann, weil wir ihm unser ganzes Herz geben. Gott segne uns. Amen.


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