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In diesem Video von Monika Graser geht es darum, wie Eltern ihre Kinder auf biblische Weise zu Jesus führen können. Es wird betont, wie wichtig die frühe Prägung des Charakters ist und wie Eltern durch ihr Vorbild und konsequente Unterweisung den Glauben ihrer Kinder stärken können. Das Video gibt praktische Ratschläge für verschiedene Altersgruppen, von Babys bis zu Teenagern, und zeigt auf, wie die Familienandacht und die gemeinsame Zeit mit Gott das Fundament für ein lebenslanges Vertrauen legen.

In diesem Video von Monika Graser geht es darum, wie Eltern ihre Kinder auf dem Weg zu Jesus begleiten können. Es wird betont, wie wichtig die frühe Prägung des Charakters ist und wie Eltern durch ihr eigenes Vorbild und konsequente Unterweisung den Glauben ihrer Kinder stärken können. Das Video gibt praktische Tipps für verschiedene Altersstufen, von Babys bis zu Teenagern, und beleuchtet die Herausforderungen und Chancen der Kindererziehung im christlichen Kontext.


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Serie: Kindererziehung und Gemeinde

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Transkript

[0:30] Wir können uns in alter Frische auf das Wort konzentrieren. Wer gestern Abend mitbekommen hat, der kann sich sicher erinnern, dass wir über die negativen Einflüsse gesprochen haben, denen unsere Kinder ausgesetzt sind und auch über die Möglichkeiten, sie zumindest zum Teil zu schützen. Heute Vormittag haben wir uns bewusst gemacht, dass Gott unseren Charakter seinem immer ähnlicher machen möchte. Wir haben darüber nachgedacht, wie wir das ganz praktisch in unserem Alltagsleben umsetzen können. Heute Nachmittag möchten wir darüber nachdenken, wie wir unsere Kinder biblisch unterweisen können.

[1:31] Als unsere Kinder klein waren und mir schmerzlich bewusst wurde, unter welchen Einflüssen sie geistlich heranwachsen würden, stellte ich einem Prediger die Frage: "Wie kann ich meine Kinder unter diesen Umständen zu Jesus führen?" Und der Prediger beantwortete mir diese Frage mit einer Gegenfrage. Er sagte: "Weißt du, in Amerika kam Falschgeld auf den Markt. Was glaubst du, wie lange die Experten gebraucht haben, bis sie das Falsche vom Echten erkannt haben, herausgefunden haben?" Nachdem ich ein bisschen überlegte, antwortete er selbst: "Manche sagen ein paar Wochen, andere sagen ein paar Tage oder ein paar Stunden. Aber ich sage dir: ein paar Sekunden. Weißt du warum? Weil sie sich nur mit dem Original beschäftigen." Und er gab mir den Rat: "Beschäftige deine Kinder mit dem Original, und sie werden in der Lage sein, das Unechte vom Echten zu unterscheiden." Und gerade darüber möchten wir heute Nachmittag nachdenken, über das Echte.

[3:01] Gott sagt uns in seinem Wort in 5. Mose Kapitel 6, Verse 6 bis 9: "Und du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst oder aufstehst. Und du sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand und sie sollen dir ein Merkzeichen zwischen deinen Augen sein und du sollst sie schreiben auf die Pfosten deines Hauses und an die Tore."

[3:42] Nun, was bedeutet es, Gott von ganzem Herzen zu lieben? Es bedeutet zuerst nach seinem Reich zu trachten, nicht erst das tun, was ich möchte, sondern zuerst nach seinem Reich zu trachten. Zeit nehmen für die Gemeinschaft mit Gott. Das heißt, am Morgen gehe ich nicht erst einmal her und mache all das, was ich jetzt für notwendig finde, sondern meine ersten Gedanken gehen zu Gott. Mein erster Kontakt ist mit Gott in der Andacht. Und dann kann ich die Kinder lehren, wie wir gehört haben, zu Hause und unterwegs. Das heißt, wir lehren die Kinder, ob wir wollen oder nicht, durch ständiges Vorbild. Die Kinder lernen, wie wir gestern Abend auch gehört haben, durch Zuschauen, durch Beobachten, durch Zuhören. Ja, und wenn du dich niederlegst und aufstehst, durch die Morgen- und Abendandacht. Wie schön, wenn wir uns zuerst mit Gottes Wort gefüllt haben und dann unsere Kinder zu Jesus hinführen, gleich am Morgen und bevor sie ins Bett gehen auch nochmal. Wir werden nachhören, wie wir das ganz praktisch tun können.

[5:12] Dann die Worte Gottes zum Zeichen an die Hand binden. Ja, was bedeutet es für mich persönlich? Mein Handeln soll nach Gottes Willen ausgerichtet sein. Ein Merkzeichen zwischen den Augen. Wir haben gestern Abend gehört, dass die Entscheidungen im Frontalhirn ablaufen, dass sie auf vorhandene Erfahrungen zurückgreifen. Und hier zwischen den Augen, da sitzt das Frontalhirn. Mein Denken und Wünschen soll mit Gottes Willen übereinstimmen. Dann auf die Pfosten deines Hauses schreiben: mein ganzes Heim soll nach Gottes Willen ausgerichtet sein. Was für ein schöner Gedanke. Gott wohnt in meinem Heim und mein Wille, meine Pläne sind nach Gottes Willen ausgerichtet.

[6:17] Nun, wann soll man mit der Erziehung beginnen? Also, wir wissen ja, dass die Wissenschaft schon lange entdeckte, dass ungeborene Kinder schon auf ihre Umgebung wahrnehmen und auf Stimmen und Geräusche von außen reagieren können. Forscher haben nachgewiesen, dass ein Kind im Mutterleib schon auf Berührungen, Licht und Geräusche reagiert. Dr. Michelle Clemens aus London hat entdeckt, dass 16 Wochen alte Ungeborene deutlich ruhiger wurden, wenn man ihnen Mozart-Musik vorspielte, aber heftig anfingen zu strampeln, wenn sie zum Beispiel Rockmusik hörten. Also, wir beeinflussen unsere Kinder schon im Mutterleib. Und in Jeremia Kapitel 1, Vers 5 sagt Gott: "Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleib bereitete." Also, Gott kennt unsere Kinder, bevor sie noch im Mutterleib gebildet werden und er wartet darauf, sehnsüchtig wartet er darauf, dass wir sie ihm zuführen.

[7:37] Die ersten Jahre sind die entscheidendsten Jahre. Wir können sie nicht genug schätzen. In dem Buch "Aufruhr in der Spielzeugkiste" schreibt der Autor, die meisten Psychologen stimmen darin überein, dass 80% des kindlichen Charakters entwickelt ist, bevor das Kind 5 Jahre alt wird. Es ist auch bewiesen, dass Menschen in ihren ersten 5 Lebensjahren 80% von dem lernen, was sie in ihrem ganzen Leben aufnehmen. Dies sind sehr eindrucksvolle Jahre. Man kann sie auch als die Jahre des Verhaltenstrainings und des Charaktersaufbaus bezeichnen. In dieser Zeit werden grundlegende Verhaltensweisen und Charakterzüge durch spezielle Erfahrungen gemacht. Und gerade wenn ich Mütter mit Babys sehe, denke ich: "Wow, die haben noch die große Chance, die ersten Jahre wirklich zu nutzen, wenn ihnen das bewusst wird." Denken wir an die Pfade, die sich im Gehirn bilden, genauso wie wir gestern Abend auch gehört haben. Horace Beschnell sagt: "Jede Mutter und jeder Vater sollten sich eins klarmachen: Wenn ihr Kind 3 Jahre alt ist, haben sie bereits mehr als die Hälfte von dem geleistet, was insgesamt für seine Charakterbildung ausschlaggebend sein wird." Studien haben tatsächlich belegt, dass die ersten 5 bis 6 Lebensjahre einen Menschen am stärksten prägen.

[9:22] Ist das nicht eine Gnade? Und in dieser Zeit sind die Kinder am meisten bei uns, bei den Eltern. Und in dieser Zeit wird der Charakter am meisten geformt. Ja, Ellen White hat uns das schon vor langer Zeit wissen lassen, eben Gott durch sie. "Von der Babyzeit an muss der Charakter des Kindes in Übereinstimmung mit dem göttlichen Plan geformt werden." Und es ist tatsächlich so, wenn wir als Eltern uns nicht die Zeit nehmen, um unsere Kinder zu prägen, dann wird ein anderer, der Feind, diese Zeit nutzen, um seinen Samen in die Kinder hineinzulegen. Es ist also die Aufgabe der Eltern, damit zu beginnen, die richtige Charakterprägung vorzunehmen, bevor die Welt ihren Stempel auf Gemüt und Herz der Kinder drückt.

[10:31] Was bedeutet eigentlich Charakter? Es kommt aus dem Griechischen und bedeutet "eingravieren". Es beschreibt das Typische an einem Menschen, die Wesenzüge, die sein Leben kennzeichnen. Ein guter Charakter ist innere Stärke und sittliche Größe. Dazu gehören Aufrichtigkeit, Selbstbeherrschung, Rücksicht auf andere, Treue zu biblischen Überzeugungen, sittliche Ideale, Gewissenhaftigkeit und die Fähigkeit, sein Temperament unter Kontrolle zu haben. Sind das nicht schöne Ziele? Können wir diese Ziele aber erreichen, wenn sich die Kinder mit Übersinnlichem beschäftigen oder mit Pornografischem gefühlt werden, verdorben werden?

[11:31] Die eigentliche Charakterbildung beginnt nach der Geburt. Die verschiedenen Eigenschaften, die den Charakter ausmachen, müssen nach und nach entwickelt und erlernt werden. Es wird auch nicht durch einen Schritt in die falsche Richtung bestimmt. Ihr erinnert euch an den verschneiten Park. Wenn die Parkbesucher einfach durchgehen, entsteht noch kein Pfad. Nur durch wiederholte Handlungen entstehen dann diese Pfade bzw. wird der Charakter gebildet. Und die Charaktere können nur durch ausdauernde, unermüdliche Anstrengungen geformt werden, indem jede Fähigkeit nach Gottes Prinzipien eingesetzt werden. Wir Mütter sind dann manchmal müde und ziehen uns nochmal zurück vom falschen Pfad, nochmal zurückziehen vom falschen Weg. Aber das ist notwendig. Das bedeutet Erziehung. Immer wieder zu den richtigen Prinzipien zurückziehen.

[12:48] Die Kinder nehmen Eindrücke auf wie Wachs und sie halten sie fest wie Marmor. Nun, wie leicht lässt sich Wachs bearbeiten und wie schwer der Marmor. Und wie sehr trifft das Sprichwort zu: "Wie ein Spross gebogen wird, so neigt sich der Baum." Das gilt auch für unsere Kinder. Deswegen sagt uns Gott durch seine Botin: "Groß ist die Verantwortung derer, die es auf sich nehmen, einen Menschen zu leiten. Wahre Väter und Mütter sehen darin eine Vertrauensaufgabe, die für sie nie ganz erlischt. Das Kind fühlt vom ersten bis zum letzten Tag die Macht des Bandes, mit dem es an das Herz der Eltern geknüpft ist. Die Handlungen, die Worte, der bloße Blick der Eltern prägen es unaufhörlich zum Guten oder zum Bösen hin."

[13:50] In welche Richtung prägen wir sie? Wie ich schon erwähnte, Satan schläft nicht. Er wird jede Gelegenheit nutzen. Das merken wir auch beim Spielzeug. Wie lange hatte Hannah Zeit, den kleinen Samuel zu beeinflussen? Die Bibel sagt uns: "Bis er entwöhnt war." Der Geist der Weissagung sagt uns: "Drei Jahre." "Während der ersten drei Lebensjahre Samuels des Propheten lehrt ihn seine Mutter Hannah mit großer Sorgfalt Gut und Böse zu unterscheiden. Seine frühe Erziehung ließ ihn seine christliche Rechtschaffenheit bewahren." Was für ein Lohn für Hannah und welch eine Ermutigung zur Treue ist ihr Beispiel. Wir wissen, dass Samuel später nicht die besten Vorbilder hatte. Von den Söhnen Elis heißt es: "Sie waren ruchlose Männer." Was mich sehr beeindruckt bei Samuel: er war ein kleines Kind. Und als Gott ihn rief, er meinte, Eli würde ihn rufen, dreimal ging er zu Eli, dreimal. Er hätte nach dem ersten, spätestens nach dem zweiten Mal sagen können: "Ja, ich habe mich also getäuscht, ich brauche nicht mitzugehen." Er muss absoluten Gehorsam gewohnt gewesen sein.

[15:31] Wie alt war Josef, als er in ein fremdes Land verkauft wurde? 17 Jahre. Und mitten unter den Heiden setzte er seinen Glauben in die Praxis um. Die frühen Eindrücke, die sein Denken prägten, beschützten sein Herz in der Stunde der Versuchung. Der Vater war weit weg. Wenn er es dem Vater zuliebe hätte machen wollen, hätte er die ganzen Prinzipien über Bord geworfen. Aber nein, er entschied sich, den Weg mit Gott zu gehen, den er im Elternhaus gelehrt bekommen hatte.

[16:13] In diesem viel zitierten Buch, ich habe es übrigens hier, "Wie führe ich mein Kind". Wir werden morgen auch einen Büchertisch haben, wo wir diverse Bücher und auch CDs anbieten können, CDs mit wunderschönen Liedern für Kinder. Ja, und in diesem Buch "Wie führe ich mein Kind" schreibt Ellen White auch ein Beispiel, das uns zeigt, wohin es führt, wenn Eltern ihre Kinder negativ beeinflussen. Napoleon wurde hauptsächlich durch seine frühkindliche Erziehung geprägt. Unkluge Lehrer pflanzten ihm eine Liebe zur Eroberung ein, indem sie Spielarmaturen aufstellten und ihn zum Kommandeur an die Spitze setzten. Und hier wurde die Grundlage gelegt, praktisch eine Geschichte des Kampfes, Blutvergießens. Und sie schreibt: "Hätte man diese Sorgfalt und Pflege angewandt, sein junges Herz mit dem Geist des Evangeliums zu erfüllen, wie anders wäre seine Lebensgeschichte verlaufen."

[17:28] Und Dora Habenicht, die ich ja auch gestern Abend schon zitiert habe, sie schreibt in dem Buch "Auf dem Weg zum Glauben": "Ich glaube, dass Gott uns ganz bewusst die ersten sechs Jahre gegeben hat, die Kinder mit seinem Wort zu nähren und ihren Glauben aufzubauen, da sie von Natur aus vertrauen." Und das ist unsere goldene Gelegenheit, ihnen eine feste Grundlage mitzugeben, damit die Stürme, die später an ihnen herumzerren werden, ihren Glauben nicht erschüttern können. Dann wird er standhalten wie das Haus auf dem Felsen und nichts wird sie so schnell irritieren.

[18:14] Ja, die ersten drei Jahre sind sehr wichtig, drei bis fünf Jahre. Aber vielleicht sind jetzt viele traurig und sagen: "Meine Zeit ist um. Die Kinder sind schon älter." Das ist schön, dass Gott uns immer wieder auch Ermutigung schenkt. Hier auf Seite 118 im selben Buch schreibt sie: "Wenn ihr gewartet habt, bis die Kinder drei Jahre alt wurden, bevor von ihnen Selbstkontrolle und Gehorsam verlangt wurden, dann versucht es jetzt noch zu tun, obwohl das viel schwerer ist." Es ist schwerer, aber nicht unmöglich. Deswegen sollten wir alles dran setzen, um unsere Kinder auf dem späteren Alter zu führen.

[19:08] Die Bibel sagt: "Ist jemand in Christus, ist er eine neue Kreatur." Wir durften erst vor, ich weiß nicht, wie lange es her ist, ich denke mal zwei Jahren, erfahren, dass ein Mann aus meinem Heimatdorf sich mit 103 oder 105 Jahren hat taufen lassen. Gut, nicht jeder hat diese Gnade. Aber was ich damit sagen wollte, ist, dass es immer möglich ist, umzukehren. Wir erhalten auch immer wieder die Verheißungen, wie ich auch heute Morgen erwähnte, dem Weisheitsmangel, der Bitte von Gott, der da gern gibt, jeder Mann. Er bittet aber im Glauben und zweifelt nicht.

[19:53] Ich fasse kurz zusammen: Die Kinder werden schon im Mutterleib beeinflusst. Die Entscheidung zum Guten oder Bösen hängt in hohem Maße von uns ab. Gott will uns bei unseren Bemühungen helfen.

[20:09] Nun, wie sieht das ganz konkret aus? Wie kann ich ein Baby zu Jesus führen? Nun, ich sage, wenn eine Mutter Ideen braucht, wir haben hier diese Hefte, es gibt vier, für die Kinder null bis drei Jahre. Und hier hinten im Heft sind vier kurze Geschichten. Die sind wirklich nicht lang. Wenn wir hier sehen, teilweise sind sogar markiert, die man ihnen nur erzählen sollte, die Sätze, die man erzählen sollte. Also, eine Geschichte ist für drei Wochen gedacht. Jeden Tag dieselbe Geschichte. Viele Mütter sagen: "Ach, was soll ich dem Kind erzählen in diesem Alter? Die Kinder verstehen doch eh nichts." Wirklich? Warum sprecht ihr als Mütter überhaupt mit dem Baby, sobald es geboren ist? Fängt die Mutter an und spricht mit ihrem Säugling. Wenn das Kind nichts versteht, dann schweigt doch. Verstehen wir? Es ist normal, dass wir mit dem Kind sprechen. Und bevor wir ihm irgendein etwas Oberflächliches, Überflüssiges erzählen, dann lasst uns doch gleich von der Liebe Jesu erzählen. Was kann es doch Schöneres geben? Und wie ich schon sagte, hier hinten gibt es Ideen, was man den Kindern erzählen kann.

[21:53] Wenn das Kind geboren ist, hat man es einfach in den Armen und erzählt dem Kind von Gott. Geschichten aus seinem Wort. Wenn sie etwas größer sind, kann man sie in die Babywippe setzen und kann ihnen anhand meiner Lieblingsgeschichten aus der Bibel, ihr kennt dieses Buch sicher, das kann man sehr gut zur Illustration nehmen, oder aber mit Filzbildern. Darauf möchte ich nachher noch kurz eingehen. Oder mit Duplo. Ich bereite das auf dem Couchtisch vor und stelle das Hochstühlchen dazu. Es gibt ja diese Hochstühle, da kann man das Stühlchen runternehmen, kann es vor den Couchtisch stellen und kann die Geschichte erzählen. Warum ins Hochstühlchen? Wenn die Kinder anfangen zu krabbeln, dann hören sie dir nicht zu. Sie wollen ständig in Bewegung sein. Wenn sie aber vom Babyalter gewohnt sind, dir zuzuhören und gewohnt sind, dass sie dann ins Hochstühlchen kommen, dann wirst du anhand des Illustrationsmaterials, das du ihnen zeigst, werden sie zuhören. Und es wird auch gleichzeitig lernen, ehrfürchtig sich bei der Andacht zu verhalten. Weil manche Kinder sind dann so unruhig, wir merken es in der Sabbatschule. Wir merken es ganz genau, wo Andacht gemacht wird zu Hause und wo keine stattfindet. Aber wo regelmäßig Andacht gemacht wird, werden die Kinder herangezogen, sich ehrfürchtig zu verhalten. Natürlich, es sind Kinder, aber man merkt den Unterschied. Und wenn man merkt, dass das Kind unruhig wird, kann man ein Lied einsetzen.

[23:52] Hier dieser Liederordner "Gott loben von Anfang an" ist eine sehr gute Möglichkeit, die Lieder kennenzulernen, die passend zu den Lektionen gesungen werden können. Dazu gibt es sogar die CDs mit jeweils einer Strophe aufgenommen, sehr nett gemacht. Ich denke, einige von euch kennen diesen Liederordner sicher. Und wer also nicht Klavier spielen kann und sich das so beibringen kann, der kann die CDs dazu sich erwerben und kann dann die Lieder anhand der CDs lernen. Also, wir erzählen die Geschichte mit Illustration, singen ein Lied, dann nehmen wir die Händchen des Babys in unsere Hände, legen sie zusammen und sagen ein oder zwei Sätze. Weil das Kind ist klein und wir können auch nicht erwarten, dass das Kind die Augen schließt als Baby. Und das, somit haben wir den Tag mit Gott begonnen, mit dem Kind.

[25:03] Wenn das Kind ein Jahr alt ist, dann gibt es in diesem Heft die Geschichten. Vorne gibt es dann die Geschichten im Heft. Zuerst haben wir für jede Woche Betrachtung hier den Textabschnitt, die Lektionshilfen. Das ist natürlich für uns Eltern gedacht. Und ich fand es, als unsere Kinder klein waren, als sehr großen Segen hier den Textabschnitt und auch die Lektionshilfen zu lesen, die Geschichte in den Büchern nachzulesen. Warum? Weil dann hat mir die Geschichte so viel gegeben, dass ich die Geschichte mit Überzeugung, mit Begeisterung dem Kind rüberbringen konnte. Es ist nämlich wichtig, dass das, was ich meinen Kindern erzähle, dass es meine Glaubensüberzeugung ist. Nur dann spürt das Kind das, was meine Mutter mir sagt. Das ist tatsächlich wichtig. Das ist ihr wichtig. Und deswegen ist es wichtig, dass ich mich fülle, weil ich kann nur das geben, womit ich erfüllt bin. Und dann auf ein Lehrziel hinarbeiten. Dann haben wir sogar den Merkwürs. Es ist total süß, wenn die Kinder dann in ihren jungen Jahren schon bruchstücksweise ihren Merkwürs aufsagen. Dann haben wir in diesem Heft Tipps für die Eltern. Zum Beispiel Tipps für die allgemeine Erziehung. Zum Beispiel Tipps für die allgemeine Erziehung wie hier: "Sing deinem Kind etwas vor. Lass es von der Krabbelzeit an gute Musik hören. Spiele sie ihm immer wieder vor. Sein Geschmack für gute Musik entwickelt sich frühzeitig." Dasselbe gilt auch für die falsche Art der Musik. "Wache sorgfältig über der Art von Musik, der dein Kind ausgesetzt ist."

[27:23] Gleich nach der Bibel vermittelt am meisten die Musik die Botschaft des Evangeliums. Darum benutze Lieder. Singt sie während der Andachtszeit zusammen. Singe Lieder bei der Hausarbeit. Singe Lieder während ihr spielt. Väter interessiert euch für ihre Lieder. Also solche Tipps, solche Ratschläge finden wir unter "Tipps für Eltern" vor jeder Wochenbetrachtung. Dann finden wir Ratschläge für die allgemeine Andachtszeit. Zum Beispiel im Abschlussgebet sollte Gott gebeten werden, zum Beispiel Christine zu helfen, heute freundlich und hilfsbereit zu sein. Du kannst ihm auch danken, dass er sich um die ganze Familie kümmert. Dann kommt Zeit für Aktivitäten. In diesem Fall geht es um das Baby Mose. Dann haben wir hier zum Beispiel den Ratschlag oder den Vorschlag: "Lege eine kleine Puppe in eine ganz kleine Schachtel. Ist ein Kind älter, erkläre ihm, dass Gott genauso auf Benjamin aufpassen wird, wie er auf den kleinen Mose aufgepasst hat. Jedes Problem ist in Gottes Händen gut aufgehoben." Hier haben wir sogar Vorschläge zur bildlichen Darstellung. Und dann kommt erst die biblische Geschichte. Und so haben wir dann 13 biblische Geschichten für ein Vierteljahr. Und eine Geschichte wird täglich erzählt. So eine Geschichte deckt im Prinzip eine tägliche Andachtszeit der Woche ab.

[29:25] Und wenn wir dann mit den Kindern beten, manche Kinder werfen sich dann auf den Boden und wollen so beten. Dann nehmen wir die Kinder liebevoll. Wenn sich das Kind wehrt, nehmen wir es zurück. Wenn sich das Kind wehrt, nehmen wir es trotzdem liebevoll auf unsere Knie. Wir knien ja. Nehmen wir es auf unsere Knie, die Händchen zusammen und beten zwei Sätze. So wird das Kind lernen, nein, vor Gott werde ich mich nicht einfach hin und spiele, wie ich will, sondern ich habe Ehrfurcht. Er ist ein mächtiger, liebevoller Gott. Und so lernen die Kinder schon früh, wie sie sich vor Gott verhalten sollten. Er ist unser Freund, aber er ist nicht unser Kumpel, verstehen wir, den wir degradieren, sondern den wir erhöhen wollen.

[30:30] Es ist wichtig, dass wir diese Zeit nutzen, denn äußere Umstände können die Kinder von den Eltern, von ihren Heimen trennen. Aber die Unterweisungen, die ihnen in Kindheit und Jugendzeit gegeben wurden, werden ihr ganzes Leben lang segensreich sein. Sie werden es nicht vergessen.

[31:03] Worauf sollte man bei den Geschichten achten? Vielleicht hier noch einige kurze Gedanken. Erzähle die Geschichte mit einfachen Worten, weil das Kind hat ja noch nicht so einen großen Wortschatz. Dann nenne die wichtigsten Fakten in logischer Reihenfolge. Lenke den Blick auf ein positives Bild und zeige ihm die negativen Folgen einer falschen Handlung. Wähle geeignetes Anschauungsmaterial. Verfolge mit der Geschichte ein Ziel, weil wenn wir die ganze Woche über immer dieselbe Geschichte erzählen, wollen wir in dieser Woche Charakter prägen, Charakter bilden. Erzähle die Geschichte jeden Tag eine Woche lang. Und dann, wie ich schon erwähnte, sollten wir auf die Gebetshaltung achten. Vielleicht bereitet ein Lied das Kind auf das Gebet vor. Hier finden wir auch schöne Lieder, die das Kind darauf vorbereitet. Sprich kurze Sätze. Lass das Kind den Satz vervollständigen. Wenn wir zum Beispiel über die Schöpfung sprechen, können wir anfangen und sagen: "Danke, lieber Gott, für..." und das Kind kann dann einsetzen, worüber wir gerade gesprochen haben: "Danke für die Äpfel" oder was auch immer, was wir in der Schöpfung Geschichte erwähnt haben. Oder: "Danke, lieber Gott, dass du Engel schickst, um uns zu schützen." Frage, wofür das Kind beten möchte. Also, je nachdem. Ein zweieinhalbjähriges Kind kann das durchaus.

[32:54] Ja, normalerweise ist es so, dass wir auch immer fragen, ob es dazu Fragen gibt. Aber nachdem wir heute den Livestream auch haben, würde ich sagen, wenn jemand Fragen hat im Laufe der Zeit, schreibt euch die auf und wir können es gerne dann nach der Stunde nochmal durchgehen und soweit es mir möglich ist beantworten. Was sehr wichtig ist für unsere Kinder ist auch den Sabbat zu einem Tag machen, auf den die Kinder sich freuen und ihn von Herzen willkommen heißen. Nun, wenn ich unter der Woche den Kindern die Geschichte mit vieles erzählt habe, dann habe ich sie am Sabbat Anfang mit Duplo erzählt. Wenn ich sie unter der Woche mit Duplo erzählt habe, habe sie zum Sabbat Anfang mit Filz erzählt. Vielleicht kann ich sogar kurz auf das Filzmaterial eingehen. Wir werden morgen mehr darüber hören. Also hier, es gibt ja einmal das Filzmaterial groß und das Filzmaterial klein. Der Unterschied besteht nur in der Größe der Bilder. Die Anzahl der Bilder ist die gleiche beim Kleinen und beim Großen. Deswegen haben wir hier, weil ich nur das Kleine bestellt hatte, für den Andacht zu Hause sind auch die ganzen Filzbilder in dieser kleinen Box mit drin. Die kann man, also die Filzbilder kann man mit Schachtel, mit Einlegeböden kaufen und in den Einlegeböden sind dann die ganzen Bilder sehr schön einsortiert mit Nummern, sodass man sie sehr leicht auch wieder rausnehmen kann. Mein Mann hatte mir dann eine Filztafel gebaut, zusammen gebastelt. Die ist hier drin. Also, wie ihr seht, sehr kompakt und sehr leicht rauszunehmen. Ich habe sie dann zwischen den Schrank und die Wand gestellt und konnte am nächsten Morgen die Schachtel sehr leicht wieder hervorholen. Wir werden morgen darüber sprechen, wie man mit Filz arbeiten kann. Aber ihr seht hier, ist einfach aufzustellen und schon kann ich den Kindern die Geschichte erzählen. Die Geschichte sollte nie in der Art und Weise erzählt werden, dass man die Bilder schon fertig anbringt. Sondern wie wir morgen hören werden, da sollte man Leben reinbringen. Aber wie man damit arbeitet, darüber dann morgen mehr.

[36:26] Ja, also wenn ich sie unter der Woche, wenn ich die Geschichte unter der Woche wie gesagt mit Filz erzählt habe, habe ich sie zum Sabbatanfang mit Dublo erzählt. Und dann hatte ich noch eine kleine Schachtel, die stammt aus dieser Zeit. Die habe ich nur zum Sabbatanfang genommen. Und ihr werdet sehen, da sind nur ganz einfache Gegenstände drin, mit denen wir die Lieder illustriert haben, die wir gesungen haben zum Sabbatanfang. Jeder hat zum Beispiel so einen Regenbogen bekommen in die Hand und dann haben wir gesungen: "Wer machte den Regenbogen?" Oder aber wir haben mit ganz einfachen Mitteln gearbeitet. Es gab ja nichts anderes. Wir haben den Engel aus der Filzsammlung genommen und dann das Lied gesungen: "Jesus sendet Engel uns zu schützen." Ja, Jesus sendet Engel uns beim Schlafen zu schützen, beim Reiten uns zu schützen, beim Schaukeln uns zu schützen. Und wie ihr seht, das sind einfache Bilder aus Malbüchern. Die haben wir dann gemalt und haben sie, hinten haben wir so Klettband und dann konnten die Kinder die Bilder an die Filztafel bringen und die hefteten dann daran. Hier haben wir dann noch ein paar Handschuhe. Die Kinder konnten die dann über ihre Hände ziehen. Dann haben wir gesungen: "Wer machte die kleinen Schäfchen?" oder "Wer machte die süßen Hunde?" oder was auch immer hier in der Schachtel drin ist. Also, ihr könnt euch nachher gerne anschauen. Es ist nichts Besonderes drin, aber ich habe die nur zum Sabbatanfang genommen. Und dann gab es auch immer einen besonderen Nachtisch und am Sonntag haben die Kinder schon gefragt: "Mama, wann ist denn wieder Sabbat?" Sie waren so klein, dass ich ihnen erklären musste: "So und so oft schlafen und dann ist wieder Sabbatanfang." So sehr haben sie sich darauf gefreut.

[38:54] Ja, was auch sehr wichtig ist, dass es zur Gewohnheit werden sollte, dass Väter und Mütter mit ihren Kindern den öffentlichen Gottesdienst am Sabbat besuchen. Wir merken sofort, wenn die Eltern nicht regelmäßig mit ihren Kindern zur Sabbatschule kommen, dann verhalten sie sich wieder wie Fremde in der Sabbatschule. Wenn sie aber regelmäßig kommen, das ist wie ein Stück zu Hause. Und gerade wenn Eltern mit der Gemeinde zusammenarbeiten, die Hefte sind ja so zusammengestellt, so weise zusammengestellt, dass die Eltern ihre Kinder für die Sabbatschule vorbereiten. Und in der Sabbatschule haben die Helfer wieder andere Hefte und legen praktisch das i-Tüpfelchen auf das, was die Eltern zu Hause gelehrt haben. Die eigentliche Erziehung findet zu Hause statt. Wenn aber Eltern und Gemeinde Hand in Hand zusammenarbeiten, dann bilden wir eine starke Kette. Dann bilden wir ein starkes Team, das an den Kindern arbeitet, um sie zu Jesus zu führen.

[40:09] Wer getauft ist, hat sich feierlich Gott geweiht und seinen Dienst. Er hat damit auch die Pflicht, sich mit seinen Kindern dorthin zu begeben, wo die bestmöglichen Anreize und Ermutigungen für ein Christenleben erhalten werden können. Zum Gottesdienst gibt es diese Stielebücher. Ich denke, die müssten eigentlich bekannt sein. Das ist jetzt ein fertiges Buch hier. Man erhält sie über das süddeutsche oder norddeutsche Zentrallager. Man bekommt sie in der Form und kann sie dann basteln. Wer sie nicht kennt, der kann sich es nachher anschauen. Die Kinder können sich hier die Filzbilder rausnehmen und die dann auf die entsprechende Seite legen. Das ist sehr gut für die Predigtstunde, damit sie sich leise verhalten, damit sie leise spielen. Denn wenn die Kinder dann anfangen und Krach machen, dann verstehen die Geschwister rechts und links womöglich nichts von der Predigt. Also, es gibt mehrere von der Sorte. Man kann das besorgen. Es gibt auch andere Möglichkeiten. Wer daran Interesse hat, was für Möglichkeiten man einsetzen kann. Ich habe hier noch eine Liste, die kann ich gerne weitergeben.

[41:49] Wenn die Kinder dann größer sind, dann ab dem Schulalter praktisch. Wir haben das so eingeführt bei uns in der Gemeinde, dass die Schuleinfänger vor der Gemeinde unter den Segen Gottes gestellt werden. Dann bekommen sie ein Buch mit, eigentlich ein Heft mit festem Einband. Dann können sie Sabbat für Sabbat mitschreiben, die Bibeltexte oder was auch immer. Am Schluss gehen dann die Kinder als erstes raus und stellen sich zum Prediger und wollen eine Unterschrift. Danach kommen sie zu einer anderen Tante, die da steht und hat eine Kleinigkeit für die Kinder parat. Einen Aufkleber oder irgendwas. Und so werden die Kinder motiviert, in der Gemeinde zu bleiben und mitzuhören. Wenn die Kinder nämlich gewohnt sind, draußen zu sitzen, wann wollen wir sie reinholen? Und es wäre schade, wenn sie plötzlich draußen bleiben. Also, das ist eine Möglichkeit, die Kinder zu motivieren, doch drin zu sein. Allerdings ist es auch so, dass es wichtig ist, wenn die Kinder mal unruhig sein sollten, dass wir auch Verständnis aufbringen. Wir bekamen eine Mutti mit zwei Kindern. Das eine Kind war ziemlich unruhig, war hyperaktiv. Und dadurch, dass eine Schwester so abfällig reagiert hat und so genervt, hat sie die Mutter fast aus der Gemeinde wieder rausgestoßen. Also, es ist hier von beiden Seiten müssen wir lernen, Rücksicht zu nehmen. Einerseits die Mütter mit ihren Kindern, andererseits aber auch Geschwister mit Müttern, die unruhige Kinder haben. Eine andere Schwester hat das ganz schön gelöst. Sie hat dieser Mutter mit diesem unruhigen Kind, beziehungsweise dem Kind, hat sie ein paar Sabbaten was mitgebracht, um es auch zu beschäftigen. Verstehen wir den Unterschied? Sie fand das auch nicht gut, aber sie hat so christlich darauf reagiert. Und das müssen wir uns halt vom lieben Gott schenken lassen.

[44:35] Das Kindergartenalter. Übrigens, Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren stellen mehr Fragen über Gott, den Tod und die Ewigkeit als zu irgendeiner anderen Zeit. Sie möchten Gott kennenlernen und wollen gerne alles tun, um ihm zu gefallen. Ist das nicht eine wunderbare Gelegenheit? Deswegen mache die Familienzeit zu der schönsten Zeit des Tages. Wir haben hierfür auch für diese Andachtszeit Lektionshefte. Die Lektionshefte für die Kindergartengruppe gehen über drei Jahre, von der Schöpfung bis zur Wiederkunft Jesu. Und hier soll der Charakter geformt werden. Wir haben diese Lektionen, sprechen über Gottes Allmacht, erzählen über Gottes Liebe, seinen Willen, seine Führung, seinen Schutz, den Erlösungsplan, die Folgen des Ungehorsams, Folgen des Okkultismus, wenn wir an Saul denken und spricht über die Wiederkunft Jesu. Wenn das Kind drei Jahre durch den Kindergarten durch ist, hat es eine wunderbare Basis gelegt. Wir haben sogar Anrufe bekommen von neugetauften Geschwistern, die uns sagten: "Weißt du, durch die Kindergartenlektion habe ich die Bibel erst richtig verstehen gelernt, durch die so kindlich erzählten Geschichten."

[46:23] Ja, wie ihr hier seht, ist auch Textabschnitt Lektionshilfen so wichtig für uns Eltern. Natürlich zu schwer für die Kinder, aber zu unserer Erbauung wichtig. Hier haben wir auch den Merkwürst. Und die Kinder lernen so schnell, wenn wir an der passenden Stelle der Geschichte den Merkwürst wiederholen. Und das jeden Tag, die ganze Woche lang, am Ende der Woche, können sie einen Bibeltext. Ist das nicht wunderbar, wenn die Kinder ihre Gedanken mit Bibeltexten füllen? Dann haben wir auch für jeden Tag einen Vorschlag, wie man die Geschichte interessanter gestalten kann oder welche Lehre man noch reinpacken kann. Zum Beispiel, überlege mit einem Kind zusammen, wie Dinge umgekehrt werden können. Es geht hier um die Josef-Geschichte. Es gefällt Kindern, wenn man ein Spiel daraus macht, schlechte Dinge durch gute zu ersetzen, wenn sie erst einmal verstanden haben, worum es geht. Dies ist eine gute Gewohnheit, die man früh im Leben lernen sollte. Ein Beispiel: Bereit sein, sein eigenes Spielzeug anderen zu leihen, statt eines zu nehmen, das dem anderen gehört. Also, nach der biblischen Geschichte können wir das gleich üben, wie man eben Dinge umgekehrt machen kann. Natürlich schlechten in die guten.

[48:02] Dann haben wir hier am Freitag. Bei den meisten Geschichten wird vorgeschlagen: "Lies die Geschichte noch einmal aus der Bibel." Und das ist interessant. Warum? Die Kinder hören jeden Tag dieselbe biblische Geschichte. Und am Freitag, wenn du ihnen natürlich Teile daraus vorliest, hier zum Beispiel 1. Mose 45, würde zu lang sein für ein Kindergartenkind. Aber wenn du ihnen einen Teil daraus vorliest, plötzlich sind die Kinder ganz stolz darauf, denn sie verstehen die biblische Sprache. Und wenn sie dann älter sind, dann brauchen sie nicht eine gekürzte Fassung oder eine übertragene Bibelübersetzung, sondern sie können die Lutherübersetzung oder die Schlachterübersetzung verstehen, weil sie schon von klein auf dazu gelehrt wurden. Erzähle die Geschichten fröhlich, liebevoll, sanft, einfühlsam, wahrheitsgetreu. Oft werden biblische Geschichten mit so viel Umschweife erzählt, was gar nicht stimmt. Wozu? Wahrheitsgetreu. Manchmal kommen die Kinder in die Sabbatschule und sagen: "Aber das war ja so und so." Und ich wundere mich, woher hat das Kind das? Ja, aber das war im Film so und so. Aber das stimmte gar nicht. Deswegen wahrheitsgetreu erzählen, ohne weitschweifende Bemerkungen. Wendet das Gelernte im täglichen Leben an, wie wir heute Morgen auch gehört haben. Sonst hat unser Lehren ja keinen Sinn.

[50:00] Nun auch hier. Ich habe auch in diesem Alter sehr viel mit Filz erzählt oder mit Duplo oder was noch eine Möglichkeit ist. Und es ist eine ganz, ganz günstige Möglichkeit. Dazu ist es jetzt fast ein bisschen zu klein. Aber wenn wir hier, wenn wir in der Größe oder sogar noch größer eine Styroporplatte kaufen und die ist, ja, Centartikel kostet das. Dann können wir ein paar Sachen von zu Hause anwenden. Zum Beispiel, das ist Alufolie. Können wir rund ausschneiden. Das kann einen See bilden oder einen Fluss können wir daraus schneiden, wie auch immer wir den schneiden möchten. Aus Tonpapier gefaltete, ja, DIN A5, DIN A6 Tonpapiere können zu einem Zelt gefaltet werden, benutzt werden. Oder hier Wollfaden. Wir haben so schnell mit einem Wollfaden einen Weg dargestellt. Und wenn wir dann noch einen Blumenstock vom Fenster nehmen, haben wir eine Szene dargestellt. Also zum Beispiel die Geschichte von Zachäus habe ich so erzählt. Ich habe einen Blumenstock genommen, dann hatte ich Duplo und das Duplo-Männchen einfach in diesen Blumenstock rein. Und die Kinder machen Prozesse auch mit weniger Illustration und schon verstehen sie es besser. Darum geht es ja. Nicht die Illustration sollte im Vordergrund stehen. Nein, sondern Gott und sein Wort. Aber durch die Illustration verstehen sie viel besser, was wir ihnen beibringen möchten.

[51:59] Und dann sollten wir auch gut überlegen, wann ist die beste Zeit für die Andacht. Ich erinnere mich, es war an einem Sonntagmorgen. Die Kinder waren schon so schön am Spielen und ich habe überlegt: "Oh, also wenn ich jetzt die Andacht nicht mache, dann wird es heute wahrscheinlich nichts." Und so habe ich auf dem Tisch einen Pferch vorbereitet aus Duplo. Und dann bin ich auf Suche gegangen. Die Kinder waren mitten im Spiel. Und ich habe hinter den Sessel gesucht. Ja, ich verstehe das gar nicht. Ja, wo ist es denn hin? Ja, ich finde es nicht. Und schon haben die Kinder solche in den Ohren gehabt: "Mama, was suchst du?" "Ja, das Schäfchen, das ist weg." Und dann haben sie gesehen, dass ich am Tisch diesen Pferch vorbereitet hatte. "Oh Mama, was hast du da?" Und schon saßen sie am Sessel und haben zugehört. Also, die Andachtzeiten sind sehr wichtig, wie wir am Anfangstext auch gehört haben. Aber Gott möchte uns auch Weisheit schenken, dass wir das mit den Kindern auf eine Art und Weise tun, dass sie Freude daran haben.

[53:25] Fische zum Beispiel können Eicheln sein, die wir einfach in ein Waschbecken tun und dann mit einem Zitronennetz fischen. Verstehen wir? So einfache Ideen, die doch zu einem großen Segen werden können. Auch in diesem Alter ist es sehr schön, wenn wir Lieder singen. Eigentlich in jedem Alter. Zur Andacht gehört einfach das Wort Gottes betrachten, Lieder singen, das Gebet. Dann beginnen wir den Tag. Tagsüber lassen wir Gott aber nicht auf Seite. Wir haben ihn in unser Herz reingelassen und wollen den ganzen Tag über mit Gott gehen. Und wenn wir in der Küche stehen und was kochen, können wir den Kindern sagen: "Guck mal, wir hatten die Kartoffeln gemacht, die Möhren." Wenn wir rausgehen mit den Kindern spazieren, ja, wir hatten die Steine gemacht, schau dir mal die schöne Blume an. Guck mal, was für eine Farbe die hat, was für Formen, die Blätter jetzt im Herbst, die bunten Blätter, dass wir die Kinder immer wieder auch tagsüber auf Gott hinlenken.

[54:56] In diesem Alter haben die Kinder auch eine Menge Ängste vor großen Hunden, Donner und Blitz, vor den Schatten der Nacht und vor lauten Geräuschen. Aber der Glaube an die Macht Gottes und die Wirksamkeit der Engel kann ihnen helfen, mit diesen Ängsten fertig zu werden. Es ist einfach schön, wenn man Gott in den Alltag, in die Probleme des Alltags hineinbezieht. Ich erinnere mich, unsere Kinder fragten mich: "Du Mama, weißt du, wo das Spiel ist?" Sie hatten das Spiel verlegt und fanden es nicht. Sagte ich: "Nee, ich weiß auch nicht, wo das Spiel ist, aber ich kenne jemanden, der es weiß, wo es ist. Ja, liebe Gott, wollen wir ihn darum bitten?" Dann haben wir uns hingekniet, haben gebetet. Als wir vom Gebet aufstanden, sagte der Große: "Mir ist eingefallen, wo das Spiel ist. Ich habe es aufs Regal gelegt." Aber diese Erfahrung, es wurde mir erst spät, ich hatte es schon fast vergessen, als die Tochter mich erinnerte und sagte: "Weißt du was, dass dieses Erlebnis meinen Glauben gestärkt hat. Das war das Erlebnis, das mir gezeigt ist, es gibt Gott und er hört Gebete."

[56:13] Auch mit Kindergartenkindern ist es wichtig, sich auf den Sabbat vorzubereiten. Der Geist der Weissagung sagt uns: "Die Vorbereitungen für den Sabbat sollten am Freitag beendet werden. Seht zu, dass Kleidung und Mahlzeiten vorbereitet sind. Die Schuhe sollten geputzt und alle gebadet sein. Es ist möglich, das alles vorher zu erledigen. Wenn ihr das zur Lebensregel macht, könnt ihr das auch schaffen. Der Sabbat sollte nicht dazu verwendet werden, Garderobe auszubessern, Essen zu kochen, Vergnügungen nachzugehen oder sich weltlich zu beschäftigen. Bevor die Sonne untergeht, sollte alltägliche Arbeit beiseite gelegt und weggeräumt sein. Eltern, erklärt euren Kindern, weshalb euch die Sabbatvorbereitungen so wichtig sind und lasst sie daran teilhaben, wie es im Gesetz geschrieben steht." In vielen Familien werden am Sabbat Schuhe geputzt und Sachen genäht, nur weil diese Vorbereitungen am Freitag nicht fertig geworden sind. Sie gedachten nicht des Sabbat Tages, dass sie ihn heiligten. Die Kleidung der Kinder sollte am Freitag durchgesehen und unter der Aufsicht der Mutter zurechtgelegt werden, damit sich die Kinder ruhig ankleiden, ohne Durcheinander oder Mahnungen zur Eile. Es ist so schön, wenn man zum Sabbatanfang fertig ist. Als die Kinder klein waren, wohnten wir im sechsten Stock und wir hatten die schönsten Sonnenuntergänge. Es war Westseite. Oft knieten sie dann auf den Sessel und haben gesehen, wie die Sonne untergegangen ist. Wir waren fertig, ohne Hektik und wir haben den Sabbat erwartet. Glaubt mir, wenn wir fertig sind für den Sabbat, dann haben wir viel mehr Segen am Sabbat, als wenn wir in der Hektik einfach hineinrauschen.

[58:33] Ja, und was in dem Kindergartenalter auch sehr wichtig war, wir hatten den Kindern einen Kaufladen besorgt. Dann haben wir gedacht, das ist eine gute Gelegenheit. Viele gehen am Sabbat und kaufen sich ein Eis oder die Kinder sagen: "Oh, kann ich ein Eis haben?" und die Eltern haben damit Schwierigkeiten. Da haben wir gesagt: "Das ist eine gute Gelegenheit." Der Kaufladen stand, wir haben ihn eingeräumt und ich habe die Kinder gefragt: "Kinder, was meint ihr? In jedem Laden gibt es die Öffnungs- und die Schlusszeiten. Was meint ihr, wenn wir das festlegen, wann ihr öffnet, wann ihr schließt und am Freitag, wisst ihr, wir haben immer Vorbereitungen für den Sabbat und dann machen wir am Mittag Schluss. Was haltet ihr davon?" Die Kinder waren begeistert. Das haben wir auf den Täfelchen gemacht und über den Kaufladen angebracht. Das war gar kein Problem. Wir haben nie danach gefragt, dass sie ein Eis von uns haben.

[1:00:00] Problematisch wurde es allerdings, wenn wir Besuch bekamen. Die Besucher kannten natürlich die Regeln nicht und sie haben ihren Kaufladen verteidigt. Und wenn es dann nicht mehr ging, dann haben sie uns dazu geholt. Dann haben wir den Kindern erklärt: "Schau mal, Papa und Mama gehen auch nicht arbeiten. Und heute ist der Kaufladen zu. Nach Sabbatschluss wird er aufgemacht." Ja, und so kann man auf eine wunderbare Weise den Kindern die Sabbatheiligung auch beibringen. Den Sabbatschluss machen wir natürlich auch, aber nicht so ausgiebig. Es ist ja auch nicht so schön, wenn der Sabbat schließt. Aber wir wollen trotzdem die kommende Woche mit Gott beginnen. Und so haben wir das, wie ich es noch zu meiner Kindheit kenne und zur Gewohnheit gemacht. Zum Sabbatschluss durfte jeder eine Nummer aus dem 119. Psalm sagen. Wisst ihr, wie viele Nummern der hat? Wie viele Verse? 176. Und so durfte dann jeder eine Nummer sagen und am Ende hatten wir einen schönen, bunten Blumenstrauß. Haben noch ein Lied gesungen, miteinander gebetet, haben den Sabbat abgeschlossen und sind unter Gottes Segen in die neue Woche gegangen.

[1:01:36] Das Grundschulalter. Mit dem Grundschulalter beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Das Kind wird immer mehr von Menschen umgeben, die andere Wertvorstellungen vertreten, die nicht mit der Bibel übereinstimmen. Wie gut, wenn die Kinder dann eine gute Grundlage gelegt bekommen haben. Ich kann mich erinnern, eine Mutter erzählte, wie sie angesprochen worden ist von einer anderen Mutter, deren Sohn in dieselbe Klasse gegangen ist wie ihr eigener. Und diese nicht-adventistische Mutter sprach die adventistische Mutter an und fragte: "Du sag mal, will dein Sohn auch diese Aufkleber, die sie sich da in der Schule austauschen, diese Sticker da?" Diese Mutter hatte noch nie davon gehört. Sie wusste gar nicht, wovon sie redet und sagte: "Du, ich habe keine Ahnung, aber ich werde meinen Sohn fragen." Und sie fragte den Sohn: "Du sag mal, was verteilt ihr da oder was tauscht ihr da aus in den Pausen? Was ist denn das?" Der Sohn wusste erst gar nicht, was sie wollte und plötzlich fiel es ihm ein, sagte der Sohn: "Ach Mama, das ist nichts für uns." Die Mutter war nicht dabei, aber dieser Junge hatte die Entscheidung getroffen. Warum? Weil er schon selber eine Grundlage hatte, auf der er schon solche Entscheidungen treffen konnte. Deswegen ist es wichtig, dass wir unsere Kinder im Wiege- und Kindergartenalter nicht oberflächlich unterrichten.

[1:03:32] Wenn ich an die Valdenser denke, sie haben ihre Kinder darauf vorbereitet, dass sie, wenn es sein muss, sie sogar bereit waren, in den Tod zu gehen. Wir leben, wie wir meinen, in der Endzeit. Und wir möchten, dass unsere Kinder treu sind, egal was kommt. Deswegen sollten wir alles dransetzen, in einer liebevollen, überzeugten Art, sie zu Jesus hinzuführen, dass ihr Glaube Bestand hält, wenn Stürme an ihrem Lebensschiff herumzerren.

[1:04:13] Es ist nicht so einfach in dieser Zeit, Zeit zu finden für die Andacht. Aber, wie Ellen White schreibt: "Lieber auf Besuche verzichten, zur Liebe der Andacht, als die Andacht außen vor lassen." Das ist sehr wichtig. Und diese Jahre gehen schnell vorbei.

[1:04:34] Nun, die Grundschulhefte kennen ja auch die meisten von euch. Sie haben auch das Lehrziel, sie haben auch den Bibeltext, also die Textstelle, wo wir die Geschichte in der Bibel nachlesen können, die Lektionshilfen. Nun, die Grundschüler sind in der Lage, auch Teile aus "Patriarchen und Propheten" zum Beispiel vorgelesen zu bekommen. Das habe ich mit unseren Kindern gemacht. Mir war zum Beispiel der Montag zu wenig, oder der Mittwoch, das war mir zu wenig für eine Andacht. Dann habe ich zwei Tage an einem gemacht, war mitten in der Woche fertig und konnte dann ab Mitte der Woche sie eben anderweitig unterrichten, wie zum Beispiel durch "Patriarchen und Propheten", das Leben Jesu.

[1:05:36] Wir haben bei uns in der Gemeinde eine Mama, sie unterrichtet ihre Kinder hervorragend. Und manchmal, wenn ich überlege: "Naja, soll ich diesen Gedanken reinbringen, ist er vielleicht ein bisschen zu schwierig?" Dann bringen diese Kinder diesen Gedanken rein und sagen: "Ja, und es war so und so und so, denke ich." Alle Achtung, das hatten sie aus dem Geist der Weissagung. Übrigens, die Geschichten in den Grundschullektionen sind dieselben wie im Kindergarten, auch nur dem Alter angepasst. Das heißt, im Kindergartenalter gehen sie drei Jahre chronologisch durch die Bibel und in der Grundschule noch einmal. Das heißt, mit neun Jahren haben die Kinder eine gute Grundlage, um dann ab dem neunten, neuneinhalb Jahren, dann, wie wir nachher sehen werden, Themen zu studieren. Das ist das Schöne dabei.

[1:06:42] Ich habe auch immer gemerkt, wenn die Kinder dann so ein paar Monate, bevor dem Klassenwechsel, bevor die andere Lektion drankam, von der nächsten Stufe, habe ich gemerkt, langsam fangen sie an, sich zu langweilen. Sie brauchen tiefere, sie brauchen stärkere Speise. Nicht mehr Milch, sondern ein bisschen Vollkorn.

[1:07:13] Wie in jedem Alter, das, was wir lernen, sollten wir auch ausleben. Wenn wir zum Beispiel den Kindern beibringen, ehrlich zu sein, aber wenn sie merken, die Mutter oder der Vater bringt aus dem Geschäft ein paar Büroklammern mit und denkt sich dabei: "Ach, das sind doch nur ein paar Klammern, der Chef hat eine Menge." Was für ein Vorbild geben wir dann ab? Es sind zwar nur ein paar Büroklammern, aber die gehören uns nicht. Oder wenn die Kassiererin ein paar Cent mehr herausgibt, werden die Kinder genau beobachten, wie wir damit umgehen. Geben wir sie zurück oder sagen wir: "Wow, die hat sich vertan, also stecke ich es ein." Deswegen ist es wichtig, das, was wir lernen, auch auszuleben.

[1:08:08] Und dann die Verheißungen Gottes in Anspruch nehmen. Die Kinder schreiben Schulaufgaben und so weiter. Ich wusste immer, wenn meine Kinder Schulaufgaben schreiben. Ich habe dann immer gesagt: "Wann, in welcher Stunde schreibt ihr sie? Dann könnt ihr wissen, dass ich zu Hause bin und für euch bete." Die Kinder wussten: "Meine Mutter sitzt zu Hause, der kniet zu Hause, sie betet für mich." Sie wussten, ich kann beten, auch in der Schule, in Gedanken. Hier heißt es doch: "Und rufe mich an in der Not, so will ich dich ja retten und du sollst mich preisen." Oder Psalm 34, Vers 7, ist eine andere Verheißung. Oder Jakobus 1, 5 und 6.

[1:09:09] Natürlich ist mir klar, wenn ein Kind eher geeignet ist für die Realschule, kann ich nicht erwarten, dass das Kind auf dem Gymnasium super Noten schreibt. Das muss ich natürlich auch beachten. Aber wenn das Kind seins tut und in der passenden Schule ist, dürfen wir darauf vertrauen, dass Gott ihm hier wunderbare Gebetserfahrungen schenkt.

[1:09:23] Nun, auch für dieses Alter ist das Gebet sehr wichtig. Dona Hava nicht empfiehlt uns, so ein Gebetsbüchlein anzufertigen. Also, wer von euch so ein Gebetsbüchlein haben möchte, der kann es morgen gerne auch von uns bekommen. Und zwar sollt ihr auf die erste Seite, ihr könnt das zu Hause auch selber machen, ein paar Bilder, wofür das Kind Danke sagen möchte: Obst oder Gemüse oder Eltern oder wie hier auch Spielzeug, Tiere. Dann bitte ihn, dir und anderen zu helfen. Zum Beispiel jemanden zu trösten oder in der Schule für jemanden, der nicht so mitkommt oder der krank ist. Bekenne das Schlechte, das du getan hast. Sie lehnt das an das Vaterunser an, diese Gedanken. Bitte Jesus, dir zu helfen, dass du jeden Tag etwas Liebe hast. Und die Liebe zeigt sich, indem wir anderen Liebe zeigen.

[1:10:42] Und wenn wir Andacht gemacht haben mit Kindern, auch im Grundschulalter sieht das dann ein bisschen anders aus, wenn wir in die Natur gehen. Dann sagen wir nicht: "Ach, schau dir doch die schönen Blümchen an." Das können wir auch mal sagen, aber das wird sich schnell langweilen. Wir können fragen: "Kinder, da ist ein See. An welche biblische Geschichte erinnert es euch, wenn ihr Wasser seht? Das ist ein großer Stein. An welche biblische Geschichte erinnert es euch, wenn ihr einen Stein seht?" Verstehen wir? Also, das hat unseren Kindern sehr viel Spaß gemacht.

[1:11:27] Also, Eltern können ihre Kinder für das geistliche Leben begeistern durch die Andacht, das Ausleben von Gottes Wort, das Liedersingen, das Gebetsleben. Und das ist wichtig, weil manche Kinder haben sehr schwere Schicksale zu verarbeiten und haben auch schwere Fragen. "Warum hat Gott meine Mama weggehen lassen?", fragte ein siebenjähriger Junge. Die Mutter hatte die Familie verlassen, der Vater war mit seinen drei Kindern alleine geblieben. Ein anderes Mädchen verlor ihre Schwester, weil ein betrunkener Autofahrer sie auf dem Zebrastreifen überfuhr. "Kümmert sich Gott nicht um unsere Sorgen?" Das möchten unsere Kinder wissen. Das sind schwere Fragen, mit denen die Kinder konfrontiert sind. Was antworten wir darauf?

[1:12:41] Mir hat es sehr gut gefallen, wie Dora Habenicht darauf geantwortet hat. Sie schreibt: "Er stand neben dir und weinte mit. Gott schaut dem menschlichen Leiden nicht unbeteiligt zu. Er hat die Sünde nicht erfunden. Er leidet mit, trägt uns auf seinen Armen, wenn uns das Gehen zu schwer fällt." Soll ich Pause machen? Er geht mit uns durch die Dunkelheit. Er steht nicht am anderen Ende des Tunnels und wartet, bis wir endlich aus der dunklen Nacht unserer Verzweiflung wieder aufgetaucht sind. Denn er kümmert sich um uns, er liebt uns, er fühlt unseren Schmerz. Wenn wir unseren Kindern diese Botschaft vermitteln können, dann entdecken sie einen Gott der Fürsorge.

[1:13:40] Gott, unser Gott, ist ein gerechter Gott. Und er wird allem Leid auf dieser Erde ein Ende setzen und uns eine Heimat schenken, in der es keine Angst, keine Probleme, keine Krankheit, keinen Tod mehr geben wird. Und diese Perspektive müssen die Kinder wissen, damit sie durch so schwierige Zeiten, wenn jemand überfahren wird oder wenn jemand die Familie verlässt, ihm durchgehen können, dass sie wissen, Gott trägt uns auf seinen Armen. Er schaut nicht unbeteiligt zu, er leidet mit uns, er liebt uns, er fühlt unseren Schmerz. Das wird unseren Kindern eine Grundlage geben, wo sie nicht verzweifeln. Und wir alle, die wir in Problemen drinstecken, wo wir nicht aus noch einbeißen, wir haben einen liebenden Gott und er möchte uns zum Ziel führen. Halten wir mit seiner Hilfe durch und unterweisen wir unsere Kinder, unterweisen wir sie jeden Tag so, als ob es vielleicht unsere letzte Möglichkeit wäre.

[1:15:09] Der Teenager. In der Teenager-Zeit sind die meisten Eltern besorgt, ihre Kinder an die Welt zu verlieren. Und leider bewahrheitet sich auch der Spruch: "Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen." Eine Langzeitstudie des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München zufolge haben tatsächlich 55 Prozent unter den 14- bis 17-Jährigen bereits einmal in ihrem Leben unter Depressionen, krankhafter Angst, psychisch bedingten körperlichen Störungen, einer Sucht oder Essstörung gelitten.

[1:16:03] Dora Habenicht vergleicht in ihrem Buch "Auf dem Weg zum Glauben" die geistliche Entwicklung während der Jugendjahre mit einer Überquerung des Nordatlantik im stürmischen Winter. Sie schreibt: "Viele Schiffe sind bei diesem Unterfangen gestrandet, weil die Überfahrt schwierig ist. Unvorhergesehene Windböen und Stürme werfen das kleine Schiff hin und her. Nur die besten und sehr erfahrenen Seeleute mit ausgezeichneter Ausrüstung können die Überfahrt zu dieser Jahreszeit wagen. Viele riskieren es nicht einmal. Doch unsere Kinder müssen die schwere Fahrt vom Enkel Gottes zum Kind Gottes unternehmen. Sie haben keine andere Wahl. Die Adoleszenz zwingt sie, erwachsen zu werden. Und wir müssen unser Bestes tun, um sie für diese Reise auszurüsten."

[1:17:05] Die Veränderung beginnt schon während der Vorpubertät. Die Hormone sorgen dafür, dass dem Junior sein eigener Körper fremd wird. Außerdem hat er ungewohnte Gefühle dem anderen Geschlecht gegenüber. Und die Fähigkeit zum logischen Denken setzt bei den meisten Kindern so mit 11 bis 14 Jahren ein. Also, sei geduldig, wenn dein Kind manchmal noch nicht logisch denkt. Es braucht Zeit, diese Fähigkeit voll zu entwickeln. Sogar viele junge Studenten haben diese Ebene des konzeptgebundenen Denkens noch nicht erreicht, schreibt Dora Habenicht. Aber dieser Prozess beginnt mit der Adoleszenz.

[1:18:00] Mit diesen neuen Denkfähigkeiten wachsen aber auch die Fähigkeit und der Wunsch, alles in Frage zu stellen. Besonders das, was man ihnen früher beigebracht hat. Und das kann besonders für gläubige Eltern sehr hart sein. Aber das ist normal und gehört zum Wachstum dazu, zu der Weiterentwicklung. Während die Kinder in der Kindheit akzeptieren, dass die Eltern, während die Kinder die Maßstäbe, die Wertmaßstäbe der Eltern in der frühen Kindheit akzeptieren, versuchen sie jetzt, alles so zu hinterfragen. Die Eltern gaben sich große Mühe. Und das ist gut so. Weil wenn nicht die Eltern diese biblischen Prinzipien den Kindern rüberbringen, wer dann? Aber die Entscheidung trifft jeder Einzelne.

[1:19:09] In dem Buch "Wie führe ich mein Kind" erfahren wir auch, dass Daniel und seine Gefährten das Vorrecht gehabt hatten, in der frühen Kindheit eine gute Erziehung genossen zu haben. Dieser Vorteil allein machte sie aber noch nicht zu dem, was sie jetzt waren. Die Zeit kam, dass sie selbstständig handeln mussten, weil ihre Zukunft von ihrem eigenen Vorgehen abhing. Da entschieden sie sich, dem treu zu bleiben, was sie als Kinder gelernt haben. Das heißt, ein Teenager steht vor der Entscheidung: Nehme ich die biblischen Werte, die Werte, die meine Eltern mir beigebracht haben, an?

[1:19:57] Verstehen wir, was das zu bedeuten hat? Jeder Einzelne muss die Umwandlung vom Enkel zum Kind Gottes persönlich durchleben. Denn Gott hat keine Enkel. Er hat nur Kinder. Genauso wenig wie eine Mutter für ihr Kind essen und schlafen kann, genauso wenig kann sie auch fürs Kind glauben. Es muss seinen eigenen Glauben entwickeln. Denn nur der persönliche Glaube, der sich aus den Unsicherheiten und Zweifeln der Adoleszenz herauskristallisiert, wird dem Test der Zeit standhalten. Jeder junge Mensch muss sich selbst entscheiden.

[1:20:45] Auch in Hesekiel Kapitel 14, Vers 14 heißt es: "Und wenn dann diese drei Männer im Lande wären, Noah, Daniel und Hiob, so würden sie durch ihre Gerechtigkeit allein ihr Leben retten, sprich Gott, der Herr." Gerade für die Endzeit brauchen sie ihren persönlichen Glauben. Und Teenager sind innerlich unsicher. Deshalb zählt die Meinung der Gruppe so sehr. Wer will schon von den Klassenkameraden ausgelacht werden? Und dieser Gruppendruck kann sie zu Dingen verführen, die sie gar nicht möchten: Zigaretten, Alkohol, Drogen, Diebstahl, Schmusereien. Die Medien und die Schulfreunde drängen ihr mit beinahe unwiderstehlicher Kraft weltliche Stars auf.

[1:21:43] Wisst ihr, wie lange ein Kind Zeit hat, ein Teenager Zeit hat? Wenn es unter Gruppenzwang sich befindet, sich zu entscheiden? Es muss innerhalb von 30 Sekunden die Entscheidung getroffen haben. Das heißt praktisch automatische Reaktion, ohne viel nachzudenken. Und je schneller der junge Mensch antwortet und reagiert, umso schneller ist er aus der Zwickmühle draußen. Dora Havani schreibt: "Eine Manipulationsforschung zeigt, dass man eine Gruppe leichter umstimmen kann, wenn man seine Überzeugung gleich am Anfang vorbringt. Wenn du deine Ideen positiv darstellst, dann werden andere vermutlich nachziehen." Das Kind wird in dieser Zeit massiv mit der Welt konfrontiert und muss sich unabhängig von den Eltern entscheiden. Deshalb sind Fragen und Zweifel in dieser Phase wichtig. Und wir als Eltern müssen sie taktvoll und mit Sorgfalt behandeln.

[1:23:02] Es braucht einen starken, stabilen Führer, der ihm sanft den richtigen Weg weist und sich mit ihm hinsetzt und forscht, der ihm hilft, den Kompass und die Navigationskarten zu lesen, sodass er seinen Kurs durch die unbezeichneten Gewässer des Alltags finden kann, der ihm zu den richtigen Antworten verhilft. Wissenschaftliche Untersuchungen an adventistischen Jugendlichen, einschließlich der Valeogenesis-Studie, zeigen, dass Jugendliche, die mit regelmäßigen Familienandachten aufgewachsen sind, stärkere religiöse Werte haben und weniger zum Rauchen oder zum Drogenkonsum neigen. Die Familienandacht ist hierbei sogar der stärkste von allen untersuchten Faktoren. An der Valeogenesis-Studie ließ sich deutlich ablesen, dass eine positive Einstellung zur Familienandacht beim Teenager wünschenswerte Haltungen und Verhaltensweisen nach sich zog. Solche Studien bestätigen nur, was wir bereits heute Nachmittag gehört haben. Die Familienandacht ist wichtig.

[1:24:31] Wie gut, wenn Teenager zu ehrlichen, aufrichtigen Eltern aufschauen können und nicht zu heucheln. Ein Prediger sagte mal: "Weißt du, was der größte Grund dafür ist, dass Jugendliche die Gemeinde verlassen?" Er sagte, dass wir als Gemeindeglieder oder auch als Eltern das, was wir leben, lehren, nicht vorleben, sondern heucheln.

[1:25:07] Viele Eltern gehen her und sagen: "Ich kann nichts mehr für mein Kind tun, es ist schon zu alt." In der Pubertätsphase sagen Eltern: "Ich kann nichts mehr tun, es ist schon zu alt." Dann stelle ich mir immer wieder die Frage: "Moment einmal, wenn dein Teenager im sechsten Stock an der Balkonbrüstung steht und hinunterspringen will, sagst du dann auch: 'Ich kann nichts mehr tun, mein Kind weiß, was es tut. Also lasse ich es springen.'?" Verstehen wir? Natürlich kann ich mit einem Teenager nicht so umgehen wie mit einem Kindergartenkind. Aber ich kann wohl liebevolle Grenzen setzen. Ich kann beten und fasten. Und ihm ein echtes Christentum vorleben.

[1:26:15] Nun, wie kann ich feststellen, wie gefestigt mein Kind im Glauben ist? Ich denke, einige Fragen werden uns die Antwort geben. Welche engeren Freunde hat es sich ausgesucht? Worüber spricht es gerne? Welche Prioritäten setzt es sich? Wie reagiert es, wenn du geistliche Themen anschneidest? Wie reagiert es, wenn ihr miteinander betet? Je nachdem, wie du diese Fragen beantwortest, weißt du im Prinzip, wie gefestigt dein Kind ist.

[1:26:56] Wie können Eltern ihren Teenager für das geistliche Leben begeistern? Durch das Vorbild. Wir haben das schon an diesem Wochenende öfter gehört. Lebe ich glaubwürdig? Die Velogenesis-Studie zeigte, dass Teenager mit einem reiferen Glauben gewöhnlich Eltern hatten, die selbst sehr gläubig waren. Solche Eltern sprachen offen über ihren Glauben und teilten sich häufig auch ihren Kindern mit. Diskutierten über Religion. Zweitens, Mutter und Vater stimmten in den grundsätzlich religiösen Ansichten überein. Drittens, wünschen wir, dass Kinder unser Leben nachahmen. Unsere Redeweise. Unsere Gemeinschaft, die wir mit Gott pflegen. Und denken wir daran, wenn wir fünf Minuten Andacht machen,

[1:28:13] Aber in der Lage sind, ich glaube, eineinhalb Stunden Fußball anzuschauen, dann haben wir ein Zeichen gesetzt. Was wird das Kind lernen? Was ist uns wichtiger?

[1:28:32] Wir begeistern den Teenager fürs geistliche Leben durch bedingungslose Liebe. Ein Kind, das sich nicht bedingungslos geliebt fühlt, wird sich schwer vorstellen können, dass Gott es liebt. Liebe ist unabhängig davon, was ein Kind tut. Was nicht bedeutet, dass ein Kind tun und lassen kann, was es will. Nein, das wird es auch nicht als Liebe empfinden, denn dann würde es sich als ignoriert fühlen, unbeachtet. Ich bin meinen Eltern egal.

[1:29:14] Persönlichen Einsatz in der Erziehung. Nicht anderen die Erziehung überlassen, sondern selbst Initiative ergreifen. Auch nicht den hervorragendsten Jugendbetreuer der Gemeinde und Prediger, die Kinder- und Jugendarbeit überlassen, sondern überlegen, wie kann ich anpacken, dass hier was entsteht.

[1:29:40] Und dann Entscheidungen auf der Grundlage des Wortes Gottes treffen. Im großen Kampf heißt es: Nur wer seine Seele mit den Wahrheiten der Bibel gestärkt hat, wird den letzten großen Kampf überstehen. Jeder wird durch die an ihn gerichtete Frage geprüft: Soll ich Gott mehr gehorchen als den Menschen? Die entscheidende Stunde ist jetzt sehr nahe. Stehen unsere Füße auf dem Felsen des unveränderlichen Gottes? Sind wir vorbereitet, festzubleiben bei der Verteidigung der Gebote Gottes und des Glaubens an Jesus? Verzichten wir als Eltern lieber auf die Arbeitsstelle, als am Sabbat zur Arbeit zu gehen? Treffen wir diese Entscheidungen auf Grundlage des Wortes Gottes?

[1:30:34] Wir können unsere Teenager auch durch Erfahrungsberichte aus dem eigenen Leben begeistern. Wenn wir nach Hause kommen und erzählen: „Schau mal, das und das habe ich heute mit Gott erlebt.“ Das wird den Teenager beeindrucken. Gemeinsames Gebet für persönliche Anliegen, egal ob das um die Schule geht, Arbeitsstelle, Gesundheit, Hilfe bei der Partnerwahl. Wir können schon mit Teenagern um einen gläubigen Partner beten.

[1:31:09] Auch ein Beispiel für Vergebung sollten wir sein, so wie wir es heute Morgen schon gehört haben. Auch das Vaterunser sagt: „Vergib zu unserer Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigen.“ Leben wir den Kindern Vergebung vor? Geben auch selber Fehler zu?

[1:31:39] Gute Auswahl christlicher Literatur und Musik. Also wir haben einige Bücher mitgebracht, die ihr euch morgen gerne anschauen könnt, für die unterschiedlichen Alterstufen auch. Hier die „Königstochter mit Gott an unserer Seite“, „Glaubenshelden“, ist mehr für Grundschulalter. „Botschaften für junge Leute“ ist schon für Teenager, aber vielleicht lesen wir teilweise ihnen vor. „Fan oder Nachfolger“ ist auch ein sehr gutes Heft, das man sogar mit Jugendlichen innerhalb oder jungen Leuten innerhalb der Gemeinde machen kann. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass man das auch zu Hause, wenn man nur eine kleine Gruppe hat oder allein ist, in dieser Gemeinde mit Kindern sehr gut anwenden kann.

[1:32:36] Dann haben wir hier CDs mit Geschichten von Ingrid Bomke erzählt. CDs mit Liedern für Kindergarten, Grundschulalter, für nur 5 Euro eine. CDs für Ältere auch. Wenn also einfach eine gute Auswahl christlicher Literatur und Musik aussuchen. Warum sage ich das von diesen CDs? Weil oft wird eine gute Musik gesucht, aber diese Kinderlieder sind mit so einer schönen, einfachen Musik oder Begleitung aufgenommen, dass ich schon von manchen Eltern gehört habe, welchen guten Einfluss sie auf ihre Kinder gemacht hat.

[1:33:33] Abwechslungsreiche Andachten. Vielleicht sollten wir zu den Andachten auch folgende Fragen bedenken: Welche Zeit ist die beste für eine Andacht? Weil manchmal sagen die Kinder: „Oh nein, nicht Andacht.“ Kann sein, dass dir das passiert. Dann frage dich einfach: Welche Zeit ist die beste für eine Andacht? Ist es sinnvoll, mit kleineren Geschwistern zusammen Andacht zu machen? Wenn du einen 14-Jährigen hast und dann einen 5-Jährigen womöglich, dann kann das sehr störend sein für den 14-Jährigen. Mit dem 14-Jährigen kannst du natürlich viel tiefer in die Bibel einsteigen. Wie lange soll die Andachtzeit sein? Wie können wir die Andachtzeit interessant und ansprechend gestalten?

[1:34:29] Dann sollten wir uns auch die Frage stellen: Stehen Fernsehsendungen dem Interesse einer Andacht entgegen? Davon haben wir ja gestern Abend schon gesprochen.

[1:34:40] Hier nun einige Vorschläge zur Andacht mit Teenagern: Betrachte das Leben einer biblischen Person. Und es gibt Helden in der Bibel, und die sind so spannend, diese Geschichten: Josef, Rut, Daniel, Esther, Jesus.

[1:35:00] Stelle die Folge des Gehorsams, der Folge des Ungehorsams gegenüber. Und legen wir Wert darauf, nicht mit der Masse mitzugehen, es sei denn, die Masse geht nach biblischen Prinzipien. Sondern es ist wichtig, wenn es sein muss, alleine zu stehen.

[1:35:23] Erzähle eigene Erfahrungen, wie wir schon erwähnt haben. Erarbeitet ein biblisches Thema anhand der Konkordanz, zum Beispiel über Demut, Lüge, Freundschaft. Sucht biblische Antworten auf die Fragen der Kinder. Studiert einen Bibeltext anhand der Paralleltexte. Lest wichtige Gedanken aus der Entscheidungsserie, wie wir vorhin bei den Grundschülern schon erwähnt haben. Betrachtet ein Gleichnis aus dem Buch „Bilder vom Reich Gottes“.

[1:36:06] Aber bitte, ich sprach neulich mit einem Elternpaar, die gesagt haben: „Die Kinder wollen gar nichts mehr wissen.“ Das muss so monoton abgelaufen sein und so langgezogen, wenn wir zum Beispiel ein Gleichnis betrachten aus den „Bilder vom Reich Gottes“. Warum nicht auch für dieses Alter mal illustrieren? Oder einfach die Kernpunkte herausgreifen, herausarbeiten. In der Bibel das Gleichnis lesen, darüber sprechen und dann die Kernpunkte auch aus den „Bilder vom Reich Gottes“ dazu lesen. Das gibt der Andacht so eine richtige Würze.

[1:36:55] Lest eine Gebetserfahrung, erlebt. Wir haben ihn erlebt. Oder hier aus dem Buch „Mit Gott an unserer Seite“. Das motiviert die Kinder.

[1:37:08] Erarbeitet das Thema Erlösung. Dieses Thema hat Dona Habenicht in ihrem Buch „Auf dem Weg zum Glauben“ wunderschön kindgerecht herausgearbeitet, auf der Seite 181, 182. Nehmen wir einfach Teile da heraus und bringen sie kindgerecht den Kindern bei.

[1:37:36] Lest eine Geschichte mit verschiedenen Bibelübersetzungen. Suchen wir doch Verheißungen in der Bibel. Betrachten wir die biblischen Werte in dem Buch, wie man Kindern Werte vermittelt, hat Dona Habenicht auch zum Beispiel über Gottvertrauen mehrere Seiten geschrieben, einfach über mehrere Tage Kernpunkte rausnehmen, oder über Respekt und Achtung usw. hat sie in diesem Buch über einige Werte sehr viele Ideen rübergebracht, niedergeschrieben, die wir uns zunutze machen können. Zum Beispiel über Selbstbeherrschung, Mäßigkeit, Güte, Mitgefühl. Über alles hat sie sehr gut ausgearbeitet.

[1:38:32] Und dann bereiten wir das Kind auf die Taufe vor. Eine sehr gute Möglichkeit, das Kind auf die Taufe vorzubereiten, sind auch diese Hefte. Letztes Jahr ging es über ein halbes Jahr nur über unsere Glaubenspunkte. Einmal die 9- bis 12-Jährigen, dann die 12- bis 15-Jährigen. Die selben Themen, aber die älteren 12- bis 15-Jährigen steigen viel tiefer ein als die 9- bis 12-Jährigen. Und da können wir auch als Eltern oder als Helfer das Buch „Was Adventisten glauben“ zunutze machen. Können daraus lesen, um selber ein gutes Fundament zu haben, um es dann unseren Kindern beizubringen. Im nächsten Viertel geht es dann über „Mit Gottes Gemeinde wachsen“ und bei den Älteren „Glaube und Nachfolge“. Die Hefte kennt ihr ja auch, aber gerade wo es um die Glaubenspunkte geht, haben wir auch ein kleines Bibelstudium vor jeder Wochenbetrachtung, sodass die Kinder diese Texte sich auch in ihre Lektionshefte eintragen, übertragen können. Und ihr kennt sie ja, die Hefte. Wie wir in der Gemeinde damit vorgehen, darüber dann morgen.

[1:40:13] Nun, was mache ich, wenn mein Teenager keine Lust hat, in die Gemeinde zu gehen? Da kommt es viel darauf an, was für eine Beziehung du all die Jahre zu deinem Kind gepflegt hast. Und selbst wenn es gehakt hat, versuche es jetzt. Überlege einfach, was macht deinem Kind besonders Freude. Zum Beispiel, unsere Tochter, die hat sich immer gefreut, wenn wir ihr ein Blümchen gekauft haben und eine Karte dazu geschrieben haben: „Hab dich lieb, dein Papa.“ Meinst du, das ist das, was dir so freut? „Hab dich lieb, dein Papa.“ Meistens hat es mein Mann gemacht. Oder so andere Kleinigkeiten. Mal alleine mit dem Kind vielleicht essen gehen, nur ganz persönlich, nur zu zweit. Dinge natürlich, die wir auch mit unserem Gewissen vereinbaren können.

[1:41:14] Ja, natürlich musst du dir auch die Frage stellen, wie stehst du zur Gemeinde? Und dann frage dein Kind nach seinen Beweggründen. Sind triftige Gründe vorhanden, warum er nicht mitgehen will in die Gemeinde? Dann räume sie aus dem Weg, so weit es dir möglich ist. Man weiß es ja nicht. Vielleicht hat jemand das Kind verletzt oder was auch immer. Sollte das so sein, kannst du sicher das aus dem Weg räumen.

[1:41:57] Bestehe darauf, dass dein Kind mitgeht. Denn es kann auch nicht selbst entscheiden. Es sei denn, dein Partner teilt deinen Glauben nicht mit dir. Dann wird es schwieriger, weil auf der einen Seite du die biblischen Werte vertrittst, dein Partner vertritt das Gegenteil. Das ist ein Tauziehen. Dein Partner hat genauso ein Recht auf dein Kind wie du selbst.

[1:42:32] Gib nicht auf. Wir haben das Gebet. Gott wird uns auch Weisheit schenken, wie wir an den Kindern arbeiten. Du kannst nicht darauf bestehen, so wie wenn dein Partner auch in der Gemeinde wäre. Deshalb versucht euren Teenagern schon beizubringen, dass sie einen gläubigen Partner heiraten und sich nicht mit ungläubigen Partnern einlassen. Die natürlich schon verheiratet sind, ist logisch, dass man nicht den Partner wegen dem Glauben verlässt, sondern alles daran setzt, dass er in uns ein richtiges Vorbild erkennen kann. Aber die, die vor der Heirat stehen, die sollten wirklich mit Gottes Hilfe darauf achten und lieber nicht heiraten als einen Ungläubigen.

[1:43:28] Durch die Kinderarbeit haben wir mit so vielen Eltern Kontakt und erleben, wie viele Schwierigkeiten aufkommen dadurch, dass der eine Partner einen anderen Weg geht.

[1:43:42] Dann frage dich: Liegen deiner Gemeinde die Kinder am Herzen? Wenn nicht, fördere die Kinderarbeit in deiner Gemeinde. Nimm selbst was in die Hand. Fördere christliche Freundschaften.

[1:44:00] Und dann nimm täglich die Hilfe Gottes in Anspruch. Wir haben einen sorgenden Vater im Himmel, der alle pädagogischen und psychologischen Gesetzmäßigkeiten außer Kraft setzen kann, weil er eingreift, wo kein Mensch Hoffnung ziehen kann. Die Voraussetzung dafür ist dein Glaube und dein Gebet. Nimm diese Hilfe täglich in Anspruch.

[1:44:33] Ich erinnere mich, als ein Vater mir unter Tränen erzählte. Und der Vater war schon in einem höheren Alter. Er sagte: „Wir haben Tränen und mein Sohn geweint. Wir haben gebetet und gefastet, und er ist zurück. Er ist zurück.“

[1:44:58] All jene, die ihre Kinder nicht richtig erzogen haben, brauchen nicht zu verzweifeln. Bekehrt euch zu Gott und ihr werdet entschiedene Änderungen durchführen können. Wenn wir merken, wir haben versäumt, die Andacht mit unseren Kindern zu halten, lasst sie uns nicht entmutigen. Sprechen wir offen mit den Kindern darüber und sagen ihnen: „Es tut mir leid. Ich habe hier schmählich versagt. Vergib mir, aber gib mir eine Chance. Lass uns neu beginnen.“ Und Gott wird unser Bemühen segnen.

[1:45:36] Eltern, wacht auf von eurem geistlichen Schlaf und begreift, dass die allererste Erziehung des Kindes in euren Händen liegt. Berufen wir uns doch auf Verheißungen. In Jesaja 49, 25, Jesaja 44, 3, Hesekiel 11, 19, 1. Johannes 5, 14 und 15 sind wunderbare Verheißungen, die wir Gott vorlegen können. Wir können diese Texte aufschlagen, die Hände auf die Bibel legen, auf diese Verheißung und sagen: „Lieber Gott, hier versprichst du es, und ich berufe mich auf diese Verheißung.“ Und bitte, ich bete oft: „Lieber Gott, hilf meinem Unglauben und schenk mir diesen Glauben, der diesen Berg versetzen kann.“ Berufen wir uns doch auf diese Verheißungen und vertrauen wir Gott und haben auch Geduld und harren wir aus. Gott wirkt an unseren Kindern.

[1:46:49] Es ist natürlich auch so, dass ein wichtiger Punkt auch in diesem Alter die Sabbatheiligung ist. Aber davor vielleicht noch: Kinder von Sabbatheiten mögen gegen gewisse Erziehungsmaßnahmen oft aufbegehren. Also es ist nicht einmal anormal, wenn Kinder aufbegehren. Sie halten ihre Eltern für zu streng und genau. In ihren Herzen erwachen bittere Gefühle und unzufriedene, missvergnügte Gedanken gegen die Eltern, die doch nur ihr gegenwärtiges und ihr ewiges Heil im Auge haben. Nach einigen Jahren aber werden sie ihre Eltern segnen um jener gewissenhaften Fürsorge und glaubensvollen Wachsamkeit willen, die sie ihnen in der Zeit ihrer kindlichen Einfalt und Unerfahrenheit angedeihen ließen. Also es kann sein, dass die Kinder sich dagegen sträuben, aber sie sind ja noch unklug. Deswegen müssen wir als Erfahrene sie führen.

[1:47:53] Dann ist es wichtig, dass wir darauf achten, was passiert mit den Jugendlichen am Sabbat. Ich finde es so lobenswert, dass heute Nachmittag die Kinder betreut werden und nicht sich selbst überlassen. Sie sind irgendwo, wo sie rumlaufen. Ich denke, wir können der Schwester Rabea wirklich danken, das ist eine lange Zeit und dass sie sich ja zur Verfügung gestellt hat. Ich glaube, als Eltern sollten wir das wirklich schätzen. Denn wenn wir es gestatten, dass sie am Sabbat irgendwo hingehen, weil hier steht: „Viele gehen, wohin sie wollen, sie tun, was ihnen passt. Ihre Eltern haben Scheu, sie zu tadeln wie Eli. Sie legen ihnen keine Gebote auf.“ Diese Jugendlichen verlieren schließlich alle Achtung vor dem Sabbat und finden keinen Geschmack an religiösen Versammlungen oder an heiligen und ewigen Dingen. Das ist das Problem.

[1:49:01] Also, was machen unsere Kinder am Sabbatnachmittag? Wir haben uns als Gemeinde über acht Jahre regelmäßig an Sabbatnachmittagen getroffen. Wir waren acht Ehepaare und jeden Sabbat war ein anderes Ehepaar dran, das die Stunde mit den Teenies gestaltet hat. Die Eltern saßen außen rum und im Innenkreis saßen die jungen Leute, und dann hat ein Elternteil die Stunde gehalten. Wir sind dann auch oft öfter mal ins Krankenhaus gegangen und haben dort gesungen oder zu alten, kranken Geschwistern nach Hause. Denen haben wir Lieder gesungen und der Gemeindeälteste hat dann auch einen Bibeltext gelesen. Wir haben sozusagen einen Sabbatschluss bei den kranken Geschwistern zu Hause gemacht. Dann anschließend haben wir miteinander gegessen, Sabbatschluss gemacht und die Kinder haben dann noch im Foyer gespielt. Und wie das die Kinder gefreut hat und wie sie zusammengehalten haben.

[1:50:06] Dann gibt es ja hier auch den Familiensabbatplaner. Vielleicht sagt euch das was. Man kann ihn von unserer Homepage herunterladen www.kindersabbatschule.de und kann den Sabbat planen. Weil wenn wir ihn nicht planen, rutschen wir den Sabbat rein und wir fragen uns selber: „Was machen wir jetzt heute?“ Auch mit den Teenagern ist es wichtig, Sabbatanfang zu machen, Sabbatschluss. Und am Sabbatmorgen, das haben wir bis heute, meistens machen wir das, dass wir eine CD reinlegen und Musik hören bis zum Frühstück. Also wir machen Andacht und wenn wir dann gehen, um das Frühstück vorzubereiten, legen wir die CD ein und hören dann geistliche Lieder bis zum Frühstück. Das gibt so diese Sabbatstimmung.

[1:51:03] Ich möchte eigentlich der Zeit halber noch einige Sätze lesen, aber auch einiges weglassen. Wer Gott liebt, wird sein Bestes tun, um den Sabbat zu einem Tag der Freude zu machen, zu einem Tag, der heilig gehalten und geehrt wird. Das kann man nicht erreichen, wenn man nach eigenem Belieben sündige, verbotene Vergnügungen sucht. Wir sollten uns Zeit für unsere Kinder nehmen. Das wird sie glücklich machen.

[1:51:51] Ich möchte nun mit einem Zitat aus dem Buch „Wie führe ich mein Kind“ schließen. Es ist mir selber als Mutter und als Kindertante sehr wichtig geworden. Wenn du vor dem großen weißen Thron stehst, wird dein Werk als das erkennbar, was es ist. Bücher werden geöffnet und der Lebensbericht jedes Menschen bekannt gemacht. Viele in der großen Versammlung sind unvorbereitet auf die Dinge, die dann offenbar werden. Mit schrecklicher Deutlichkeit werden sie die Worte hören: „Gewogen und zu leicht befunden.“ Eine andere Gruppe steht blass und zitternd da. Sie hören mit Freudentränen, wie der Meister sie lobt. Die Tage der unaufhörlichen Plage, der Belastungen, der Furcht und Angst sind vergessen, wenn die Stimme lieblicher als die Musik der Engel die Worte ausspricht: „Wohlgetan, du guter und treuer Knecht, gehe ein zu deines Herrn Freude!“ Hier steht die Versammlung der Geretteten, die Siegespalmen in der Hand, die Krone auf dem Haupt. Sie sind es, die durch treue, ernste Arbeit eine Eignung für den Himmel erlangt haben. Das Lebenswerk auf der Erde vollbracht, wird in den himmlischen Höfen als „Wohlgetan“ beurteilt. Mit unaussprechlicher Freude sehen die Eltern, wie ihren Kindern die Krone, das Kleid und die Harfe gegeben werden. Die Tage des Hoffens und der Furcht sind vorüber. Mit Tränen wurde gesät, aber jetzt ernten sie mit Freuden. Ihre Kinder sind gerettet. Väter und Mütter, möge doch die Stimme eurer Kinder an diesem Tag in das Lied ewiger Freude einstimmen.

[1:54:03] Das wünsche ich uns, dass wir mit unseren Kindern vor diesem weißen Thron stehen und sagen können: „Herr, hier sind wir und die, die du uns anvertraut hast.“ Werden wir nicht mutlos. Beten wir und vertrauen wir, dass Gott uns hilft, täglich neu.

[1:54:31] Lass uns beten. Unser Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danken für diese Aussicht. Eines Tages, alles Leid, aller Kummer, aller Kampf soll zu Ende sein. Oh Herr, wir freuen uns auf diesen Tag. Aber noch sind wir auf dieser Erde und wir bitten dich, hilf, dass wir täglich an deiner Hand gehen, ganz persönlich, wir als Eltern, als Erwachsene, und dass wir durch unser Vorbild, durch unser Leben, durch unser Lehren, durch deine Hilfe, deinen Heiligen Geist, unsere Kinder auch näher zu dir führen dürfen. Täglich hilf uns, diese Aufgabe ernst zu nehmen, Herr, und hilf uns, dass wir gemeinsam mit unseren Kindern gerettet werden, durch deine Gnade, weil du in dem Schwachen mächtig bist, weil du an unseren Kindern wirkst und weil du würdig bist, dass wir dir alles geben. Ich danke dir von ganzem Herzen für diese Zusage. Deinem Namen. Amen.


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