[1:31] Liebe Geschwister, ich muss euch als erstes ein großes Lob aussprechen, dass ihr noch diese Abendstunde das Wort Gottes hören wollt. Es ist nichts wertvoller, als wenn wir uns Zeit nehmen und das Wort Gottes in unser Herz aufnehmen.
[1:55] Wir kommen jetzt zum Schlüssel zur Praxis. Angenommen, ein reicher Mann würde dir sagen: "Wenn du möchtest, gebe ich dir Vollmacht für mein Bankkonto. Dann kannst du abheben, so oft du willst und so viel du willst." Wärst du interessiert dran? Lieber Gott will uns auch Vollmacht geben für sein Konto. Alles, was zum Leben und göttlichen Wandel dient, hat er uns geschenkt. 2. Petrus 1, Vers 3, da steht das.
[2:46] Es geht um die Frage: Wie kann ich den Heiligen Geist wirklich empfangen? Galater 3, Vers 14 sagt, dass wir den verheißenen Geist empfangen durch den Glauben. Wir empfangen den Heiligen Geist, wenn unsere Bitte im Gottvertrauen, im Glauben vorgebracht wird. Wenn wir vertrauen, dass Gott unsere Bitte auch erhört. Wir den verheißenen Geist empfangen durch den Glauben. Gott hat in die Bibel etwas hineingegeben, dass wir leicht glauben können, ihm leicht vertrauen können. Wir nennen das Beten mit Verheißungen.
[3:49] Ich möchte euch das Prinzip an einem einfachen Beispiel erklären. Nehmen wir an, ein Kind ist in der Schule im Englischen nicht so gut, und ich sage dem Kind: "Also, hör, du musst in Englisch ein bisschen fleißiger lernen. Ich helfe dir mit, lern fleißig. Wenn du in der nächsten Klassenarbeit eine Zwei schreibst, kriegst du von mir 10 Euro." Oh, das Kind lernt fleißig. Es bekommt tatsächlich in der Klassenarbeit eine Zwei. Wenn das Kind nach Hause kommt, das schreit schon in der Tür: "Papa, 10 Euro!" Warum ist es so sicher, dass es 10 Euro kriegt? Es hatte ein Versprechen und hat die Bedingung erfüllt. Und es ist auch unter Menschen heute noch normal, wenn wir ein Versprechen haben und die Bedingung erfüllt haben, dass das eingehalten wird. Das Kind kann leicht glauben, weil es eine Verheißung hatte.
[5:11] Nun, unter uns Menschen gibt es theoretisch noch zwei Möglichkeiten. Es könnte sein, der liebe Vater hat gar keine 10 Euro. Wo das Kind nach Hause kommt, kann es sein, dass Gott etwas nicht hat, was er uns versprochen hat? Unmöglich. Dann gibt es noch eine Möglichkeit. Der Papa könnte sagen: "Mein liebes Kind, ich habe inzwischen ein Pädagogikbuch studiert, und darin steht, man soll Kinder nicht mit Geld zum Lernen anspornen. So habe ich mir das leider anders überlegen müssen und kann dir keine 10 Euro geben." Besteht diese Möglichkeit, dass Gott nachträglich seine Meinung ändert? Vollkommen unmöglich. Dann gibt es also, wenn ich ein Versprechen von Gott habe und die Bedingung erfülle, dann gibt es nur eine Möglichkeit, dass Gott es erhört hat. Das ist das Prinzip.
[6:29] Lesen wir eine Schlüsselbibelstelle zu diesem Gedanken. Bitte schlagt auf und merkt euch diese Stelle vor: 1. Johannes 5, Vers 14. "Und das ist die Zuversicht, die wir haben zu ihm, dass wenn wir etwas bitten nach seinem Willen, so hört er uns." Gott verspricht, wenn wir nach seinem Willen beten, dann erhört er uns.
[7:30] Nun ist die Frage: Was ist der Wille Gottes? Der Wille Gottes ist ausgedrückt in Verheißungen und in Geboten, auch in manchen Verboten. Selbst Bedingungen, die Gott stellt, sind ja auch Gebote. Das bedeutet, wenn ich Schwierigkeiten habe mit einer geistlichen Bedingung, ich möchte sie erfüllen, dann darf ich sagen: "Lieber Gott, ich will vertrauen, ich will glauben, bitte schenk mir jetzt diesen Glauben." Und dann tut er das. Seine Bitte nach seinem Willen, dass ich ihm vertraue. Oder wenn du denkst, du hast zu wenig Verlangen nach Gott, dann darfst du bitten: "Wen da dürstet", und darfst sagen: "Lieber Gott, bitte schenk mir diesen Durst, dass ich ein herzvolles Verlangen nach dir habe." Seine Bitte nach seinem Willen und erhört sie.
[8:45] Nun, der Vers 15 sagt uns nun, wann wir erhört werden. Ich lese zunächst nach der Luther-Übersetzung, die es leider nicht sehr deutlich bringt: "Und wenn wir wissen, dass er uns hört, was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir erlangen, was wir von ihm gebeten haben." Ich lese nach der Menge-Übersetzung: "So wissen wir (in Klammer zugleich), dass die Bitten, die wir vor ihn gebracht haben, uns schon gewährt sind." Und die Katholische Patloch-Bibel, Professor Kürzinger übersetzt es noch besser: "Dann wissen wir auch, dass wir das von ihm Erbetene bereits besitzen." Also, wenn ich bitte nach dem Willen Gottes, dann darf ich wissen, dass ich das Erbetene bereits besitze. Das ist ein wunderbarer Vorgang.
[10:03] Ich habe durch Seelsorge an Tabak- und Alkoholabhängigen die Sache erst ganz richtig verstanden. Ich habe den Leuten das Beten mit Verheißungen erklärt und um welche Bitten es geht und welche Bekenntnisse und so weiter. Und wenn wir dann gebetet haben um Befreiung und haben das alles vor Gott gebracht und sind aufgestanden von diesem Gebet um Vergebung für das Rauchen, um Befreiung vom Rauchen, dann habe ich ihnen gratuliert zu diesem großen Sieg, den Gott ihm geschenkt hat, habe sie umarmt. Aber die Leute haben diesen Moment überhaupt nichts gemerkt. Ich auch nicht. Aber die Betroffenen, die haben einige Stunden später gemerkt: "Ich habe kein Verlangen mehr nach Tabak." Sie wurden frei im Augenblick des Betens im Glauben und haben es zur gegebenen Zeit dann in der Praxis gehabt.
[11:15] Und genau das sagt uns Jesus in Markus 11, Vers 24. Und wenn wir das lesen, ich denke, manche Übersetzer haben selbst nicht begriffen, was Jesus hier zum Ausdruck bringen wollte. Markus 11, Vers 24. Da sagt Jesus nach der Luther-Übersetzung: "Darum sage ich euch, alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet nur, dass ihr es empfangt, so wird es euch werden." Auch hier Professor Menge hat das gut erkannt. Er sagt: "Darum, bei allem, was ihr im Gebet erbittet, glaubt nur, dass ihr es tatsächlich empfangen habt, so wird es euch zuteil werden."
[12:10] Das scheint ein Widerspruch zu sein. Glaubt, dass ihr es empfangen habt, dann wird es euch zuteil werden. Aber es geht hier darum, dass die Erhörung im Glauben geschieht und dass es mir zuteil wird, dann, wenn ich es nach Gottes Sicht brauche.
[12:29] Auch Ellen White drückt das aus. Sie sagt in "Erziehung", der englischen Ausgabe, Seite 258: "Wir brauchen nicht nach äußeren Segensbeweisen zu suchen. Die Gabe liegt bereits in der Verheißung. Wir dürfen also in der Gewissheit an unser Werk gehen, dass Gott fähig ist zu tun, was er versprochen hat, und dass die Gabe, die wir schon besitzen, dann wirksam wird, wenn es am dringendsten Not tut."
[13:12] Haben wir dieses Prinzip verstanden? Wir beten nach dem Willen Gottes. Wenn eine Bedingung dabei ist, dann geht es darum, die Bedingung zu erfüllen. Wenn es eine geistliche Bedingung ist und wir haben ein Defizit, dürfen wir um Erfüllung dieser Bedingung durch Gott beten und empfangen es dann im Glauben. Und dann dürfen wir die Bitte vorbringen, die mit der anderen Verheißung in Zusammenhang steht.
[13:48] Nun denke ich, es ist wichtig, wenn es darum geht, unseren Glauben auszudrücken. Wenn ich jetzt im Glauben bereits empfangen habe, dass ich Gott auch meinen Dank zum Ausdruck bringe dafür, dass ich sage: "Lieber Gott, ich danke dir herzlich, dass du mein Gebet erhört hast. Ich danke dir, dass ich jetzt im Glauben den Heiligen Geist oder um was es geht, empfangen habe." Lob und Preis.
[14:22] Ich möchte euch mal kurz erzählen, wie mein erstes Gebet war, wo ich mit Verheißungen gebetet habe. Ich hatte jahrelang vom Beten mit Verheißungen gehört, habe es nie praktiziert. Ich war schon Prediger, war dienstlich einige Tage auswärts, kam am Donnerstagabend nach Hause. Dann liegt ein Brief vor des Vorstehers aus München mit Anlage, Brief eines Bruders aus Regensburg, in dem er dem Vorsteher mitgeteilt hat, ich hätte irgendetwas nicht erledigt. Ich habe die Post gelesen, habe das gelesen, wusste sofort, das Ganze ist ein Irrtum. Ich habe das ganz normal erledigt, diese Sache, bin ins Bett gegangen. Aber am Freitagfrüh beim Aufwachen war mein erster Gedanke: Warum hat der an den Vorsteher geschrieben nach München, statt hier mich anzurufen und mich zu fragen? Ich wollte meinem Bruder nicht böse sein, aber nach einer Weile habe ich mir eingestanden, dass ich es bin.
[15:41] Dann habe ich den Brief genommen und habe ihn vor mich hingelegt beim Beten und habe gesagt: "Lieber Gott, du kennst den Brief hier, du weißt, dass das Ganze auf einem Irrtum beruht und dass ich diese Sache erledigt habe. Ich möchte meinem Bruder nicht böse sein, aber ich stelle fest, dass ich es bin. Ich bitte dich herzlich, vergib du mir. Dein Wort sagt, wenn wir unsere Sünden bekennen, vergibst du uns. Ich danke dir, dass du mir das jetzt vergeben hast. Aber Vater, ich habe jetzt noch ein Problem, ich habe da innen noch so ein Kloß. Bitte sei so gut, nimm mir diese innere Last weg, dass ich meinem Bruder von Herzen freundlich begegnen kann. Du hast gesagt, wenn der Sohn frei macht, dann macht er recht frei. Ich bitte dich, aufgrund dieser Verheißung, mach du mich jetzt frei von dieser Last. Ich danke dir, dass du mich erhört hast, denn es war ein Gebet nach deinem Willen. Dann bitte ich dich, schenke mir Liebe zu meinem Bruder, saug mit ihm und segne ihn."
[16:59] Das war am Freitagmorgen. Eine Stunde später, als ich wieder an den Vorgang gedacht habe, ich hatte noch alles genau klar im Kopf, was abgelaufen war, es hat mich aber innerlich überhaupt nicht mehr belastet. Was Gott für uns tun kann, kann kein Mensch tun.
[17:19] Am nächsten Tag war ja Sabbat, da hatte ich die Lektion vom Podium zu halten, weil Abendmahl war. Und ich konnte ganz einfach still und leise einflechten, dass ich diese Sache erledigt habe. Das hat niemand Notiz genommen davon, außer dem Bruder, der an den Vorsteher geschrieben hatte. Der kam dann in der Pause auf mich zu und fängt an zu drucksen. Ich habe ihm gesagt: "Ich weiß, was du mir sagen willst, es ist alles in Ordnung." Als ich dann nach dem Gottesdienst die Gemeinde am Ausgang verabschiedet habe, haben wir beide uns einen Moment länger in die Augen geschaut. Ich sehe seinen Blick heute noch vor mir. Wir waren beide wieder froh geworden. Gott kann uns helfen. Das war eine Kleinigkeit. Aber für Gott gibt es weder Kleines noch Großes.
[18:27] Wenn Gott mich bereits erhört hat und ich ihm gedankt habe, dann ist es auch wichtig, dass ich mein Denken umstelle. Nicht, dass ich mit meinem Mund in diesem Sinne bete und behalte mein altes Denkmuster bei, das mir sagt: "Hoffentlich, hoffentlich hat er es erhört." Dann hört er nichts. Es geht darum, unser Denken umzustellen. Zu sagen: "Gott hat es erhört, es gibt keine andere Möglichkeit. Er hat es versprochen und ich habe es erbeten und deswegen hat es Gott getan." Denkt daran, das umzustellen.
[19:11] Warum lässt Gott uns erst in einer Glaubensphase, bevor die Erfahrungsphase kommt? Gott baut immer eine Notwendigkeit zum Glauben ein. Er will, dass wir ihm vertrauen. Weil diese Vertrauensbeziehung zu Gott, das ist die Wonne und das Heil und das Segen für uns. Gott will, dass wir ihm vertrauen. Ob der Naaman das war, der sich siebenmal untertauchen musste, er wurde ja nicht vom Jordanwasser gesund, sondern weil er Gottes Wort befolgt hat. Oder die zehn Aussätzigen, Jesus sagt: "Zeigt euch den Priestern." Und während sie gingen, wurden sie gesund. Wurden sie gesund durch Gehen? Nein, sie wurden gesund, weil sie Gott vertraut haben und ihr Vertrauen zum Ausdruck gebracht haben.
[20:12] Vielleicht sagt mancher von euch: "Ich kann mir das einfach nicht vorstellen." Da kann ich dir nur sagen, wir können uns vieles nicht vorstellen. Der gelehrteste Professor kann uns nicht erklären, was Elektrizität ist. Und doch benutzen wir sie alle jeden Tag. Und wenn sie ausfällt, ist die Katastrophe fertig. Keiner kann uns bis jetzt erklären, wie die Kinder sprechen lernen. Aber sie lernen es alle. Chinesisch und Deutsch und Englisch.
[20:55] Schwester Weiz sagt dazu: "In der natürlichen Welt sind wir ständig von Wundern umgeben, die über unsere Fassungskraft hinausgehen. Sollte es uns dann überraschen, auch im geistlichen Bereich auf unergründliche Geheimnisse zu stoßen?" Das steht in "Erziehung", Seite 157. Ja, wir können vieles nicht erklären. Aber wir können es glauben, Gott vertrauen und erleben. Und je mehr wir mit ihm erleben, je mehr werden wir ihm vertrauen. Unser Vertrauen wächst durch Erfahrungen, durch das Lesen im Wort Gottes und auch im Gebet.
[21:49] Denk mal an Sprüche 3, Vers 5 und 6. Dort steht: "Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand, sondern gedenke an ihn in all deinen Wegen, so wird er dich recht führen." Mancher denkt, das sei eine Aufforderung, den Verstand abzugeben. Ganz im Gegenteil. Heute in einer Zeit, wo wir mit Navigationsgeräten Auto fahren, können wir es alle gut verstehen. Können wir, weil wir ein Navi haben, unseren Verstand ausschalten? Nein, wir müssen hellwach Auto fahren. Aber das Navi hat besseren Überblick. Das sagt uns, wo eine Umleitung kommt, wie lange wir noch zum Ziel brauchen, wo wir zu schnell fahren, usw.
[22:47] Wenn wir uns auf Gott verlassen, bedeutet das nicht, unseren Verstand auszuschalten. Gott will, dass wir das volle Potenzial unseres Verstandes benutzen. Und wenn wir an Daniel und seine drei Freunde denken, denen Gott zehnfache Intelligenz gegeben hat, dann sehen wir, dass Gott will, dass wir unseren Verstand gebrauchen, aber unter seinem großen Verstand.
[23:17] Ich möchte euch empfehlen, über diesen wichtigen Punkt, Beten mit Verheißungen, mal in unserem Buch "Erziehung" das Kapitel "Glaube und Gebet" zu lesen. Da wird darüber gesprochen. Ich denke, wir haben nun Grund gelegt für das Beten mit Verheißungen. Und nun wollen wir Bibeltexte ansehen, Verheißungen für den Heiligen Geist. Vielleicht schlagt ihr sie mit auf und merkt sie euch an in unserer Bibel.
[23:55] Lukas 11, Vers 13, den haben wir schon besprochen in der Predigt heute Morgen. "So denn ihr, die ihr arg seid, könnt euren Kindern gute Gaben geben. Wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben, denen, die ihn bitten." Gott fordert uns auf, bitte um den Heiligen Geist. Und das Bitten am Ende ist in Verlaufform, fortlaufend bitten, im Bitten bleiben.
[24:34] Hier ist nun ein wichtiger Zusammenhang, der gilt nicht nur für das Beten mit Verheißungen, sondern für viele Bereiche der Bibel. Man darf sich, wenn in der Bibel über dieselbe Sache an mehreren Plätzen gesprochen wird, dann darf man sich nicht nur auf eine Stelle verlassen. Da soll man alle Stellen in Betracht ziehen. Wir ziehen jetzt noch andere Stellen in Betracht und dann werden wir feststellen, dass das Bitten nicht die einzige Bedingung ist.
[25:11] Bitte schlagt mal auf Apostelgeschichte 5, Vers 32. Apostelgeschichte 5, Vers 32. "Wir sind Zeugen dieser Geschichten und der Heilige Geist, welchen Gott gegeben hat denen, die ihm gehorchen." Also Gehorsam ist eine wichtige Voraussetzung für den Heiligen Geist. Und wenn du ein Defizit siehst in deinem Gehorsam, dann bete um Gehorsam. Es ist eine Bitte nach dem Willen Gottes und Gott wird es dir schenken, wenn du das haben willst. Hier ist also die Bedingung: Gehorchen. Und ich denke, das Beste von allem ist, wenn wir jeden Morgen beten: "Herr, schenke mir..."
[26:19] "...gehorcht meinem Wort, so will ich euer Gott sein und ihr sollt mein Volk sein. Wandelt ganz auf dem Wege, den ich euch gebiete, auf dass es euch wohl gehe." Der Gehorsam hat von Gott her das Ziel, dass es uns wohl geht.
[26:43] Gehen wir weiter. Janus 7, Vers 37, 38, 39. In Vers 37 sagt Jesus: "Aber am letzten Tage des Festes, welche der höchste war, trat Jesus auf, rief und sprach: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke." Wenn du denkst, du hast zu wenig Verlangen nach Gott, dann bitte ihn: "Vater, schenke mir ein inniges Verlangen nach dir." Seine Bitte nach seinem Willen, Gott erhört es im Glauben.
[27:26] Und dann kannst du weiter beten. Dann sagt er in Vers 38: "Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von des Leibes werden Ströme lebendigen Wassers fließen." Kann Gott dir mehr versprechen? Dass du ein Mensch wirst, der einen großen guten Einfluss ausübt, von dem Ströme lebendigen Wassers gehen, der ein Leben in Fülle hat. Auch hier ist die Bedingung: Glauben, Gott vertrauen. Es haben wir schon drei Bedingungen: Bitten, Gehorchen, Glauben.
[28:13] Gehen wir weiter. Galater 5, Vers 16. "Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen." Wandelt im Geist. Das heißt, lebt beständig im Heiligen Geist.
[28:46] Hier ist ein wichtiger Punkt. Hier geht es darum, dass wir durch den Heiligen Geist freigemacht werden von dem Zwang zur Sünde. Die Macht der Sünde wird in unserem Leben gebrochen, wenn wir erfüllt sind vom Heiligen Geist. Der Apostel Paulus, der vor Damaskus sein Leben schildert in Römer 7, dass er verkauft war unter die Sünde, der sagt dann in Römer 8, Vers 2: "Denn das Gesetz des Geistes, der da lebendig macht in Christus Jesus, hat mich freigemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes."
[29:35] Ich denke so gerne auch an die große Verheißung, die das Wort Gottes uns gibt, in 1. Johannes 5, Vers 18. Dort steht: "Wer von Gott geboren ist, sündigt nicht, sondern wer von Gott geboren ist, den bewahrt er und der Arge wird ihn nicht antasten."
[30:01] Was also der Heilige Geist für uns tut? Er befreit uns von der Macht der Sünde. Das bedeutet nicht, dass unsere Natur sich ändert. Wir haben eine sündige Natur, bis Jesus wiederkommt. Aber wir stehen nicht mehr unter dem Zwang, sündigen zu müssen. Und diese verschiedenen ernsten Stellen im 1. Johannesbrief, zum Beispiel Kapitel 3, Vers 6: "Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht. Wer das sündigt, der hat ihn nicht gesehen noch erkannt." Diese Stellen, sagen uns die griechischen Experten, hier geht es darum, nicht beständig zu sündigen, nicht gewohnheitsmäßig zu sündigen. Und von dem macht Gott uns frei. Aber es kann sein, kein Apostel und kein Prophet hat je behauptet, sündlos zu sein. Es kann sein, dass wir in Sünde fallen, indem wir überrumpelt werden, übereilt werden, indem wir vielleicht leichtsinnig oder töricht waren.
[31:15] Und deswegen sagt Johannes in 1. Johannes 2, Vers 1: "Solches schreibe ich euch, auf dass ihr nicht sündigt." Das ist Gottes Ziel für uns. Aber dann geht es weiter: "Und ob jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater." Gott will also, dass die Sünde erheblich weniger wird in unserem Leben. Und durch das Leben im Heiligen Geist wird die Häufigkeit der Sünde enorm abnehmen. Aber wir werden dadurch nicht sündlos.
[31:59] Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht erfüllen. Wir schlagen noch auf Epheser Kapitel 3 und dort Vers 16 und 17. Wir haben den Text schon mal betrachtet heute. Aber es ist eine Stelle, die wir uns unbedingt merken sollten. "Dass er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen, dass Christus wohne durch den Glauben in euren Herzen und ihr in der Liebe eingewurzelt und gegründet werdet."
[32:47] Ja, Gott hat uns wunderbare Verheißungen gegeben. Durch den Heiligen Geist werden wir stark. Durch den Heiligen Geist wohnt Christus im Glauben in unseren Herzen und kann sein siegreiches, treues, fruchtbares Leben in uns leben. Das sind alles Dinge, denen wir Beachtung schenken müssen, wenn es um den Heiligen Geist geht.
[33:18] Ein junger Mann, der wollte gerne im Heiligen Geist leben, hatte Schwierigkeiten und suchte Seelsorge auf. Da fragte ihn der Prediger: "Ist dein Wille völlig Gott hingegeben?" "Ich glaube nicht ganz." Nun sagte der Prediger: "Dann wird es nicht nützen zu beten um die Erfüllung mit dem Heiligen Geist, bis dein Wille Gott völlig übergeben ist. Wollen Sie ihn nicht jetzt dem Herrn übergeben?" "Ich kann nicht", erwiderte er. Der Prediger: "Sind Sie bereit, dass Gott es für Sie tut?" "Ja", antwortete er. "Dann bitten Sie ihn darum." Er betete: "Oh Gott, entleere mich von meinem eigenen Willen. Bring mich zur vollen Hingabe an deinen Willen. Lege meinen Willen hin für mich. Ich bitte im Namen Jesu." Dann fragte der Prediger: "Ist es geschehen?" "Es muss wohl", sagte er. "Ich habe Gott um etwas nach seinem Willen gebeten und ich weiß, dass er mich erhört hat und dass ich habe, worum ich ihn gebeten habe. Mein Wille liegt da." Dieser junge Mann hat etwas gewusst vom Beten mit Verheißung. Habt ihr das gemerkt? Er hat sich auf 1. Johannes 5, Verse 14 und 15 berufen.
[34:58] Ich möchte etwas bekennen aus meinem Leben. Ich hatte vor etwa 37 Jahren eine Predigt gehalten bei der Prediger- und Ältesten-Tagung von Südbayern und habe über Galater 5, Vers 16 gesprochen: "Wandelt im Geist." Vor zwei Jahren treffe ich einen Bruder, ich weiß gar nicht, wie er heißt und wo er wohnt. Der sagte zu mir: "Ich war damals bei dieser Andacht bei dir dabei, wo du über Galater 5 gesprochen hast." Da dachte ich, ich muss doch mal nachgucken in meinen Unterlagen, worüber ich damals gesprochen habe. Da war ich sehr erstaunt, dass ich damals gesagt habe, es ist notwendig, täglich mit Verheißungen um den Heiligen Geist zu beten. Dann habe ich nur in etwa die Dinge zusammengebracht. Ich habe damals Jahre täglich mit Verheißungen um den Heiligen Geist gebetet und Gott war in wunderbarer Weise mit mir und mit uns. Wodurch ich dann davon abgekommen bin, mit Verheißungen zu beten, sondern nur allgemein, das weiß ich nicht. Aber vor etwa sechs, acht Jahren habe ich wieder begonnen, täglich mit Verheißungen um den Heiligen Geist zu beten. Und ich kann nur sagen, vorher und nachher ist in meinem Leben ein großer Unterschied. Und wo mir das aufgegangen ist, war ich sehr erschüttert und habe Gott um Vergebung gebetet. Denn mir ist klar, ich habe viel versäumt, viel Verlust ist eingetreten in Ehe, Familie, in meinen Gemeinden, dadurch, dass ich das nicht weiter getan habe.
[37:16] Ich möchte nicht sagen, dass es unrecht ist, allgemein um den Heiligen Geist zu beten. Ich stelle nur fest, dass in meinem Leben ein erheblicher Unterschied ist zwischen dieser Art des Betens und einer anderen Art des Betens. Und ich habe leider das nicht zur Hand. Eine Schwester aus dem Bergischen Land hat mir geschrieben vor einigen Wochen, dass sie die Schritte-Broschüre gelesen hat, als sie sie bekommen hat. Hat sie dann weggelegt und vergessen. Und durch den Missionsbrief, durch die Erfahrungen ist sie wieder darauf gekommen. Und seit der Zeit praktizierte sie das. Und dann schrieb sie am Schluss unter anderem, dass sie Beten mit Verheißungen kannte in ihrem Leben und dass hier keine Veränderung oder neue Erkenntnis eingetreten ist. Aber sie hat es nicht umgesetzt. Und sie ist jetzt hoch erstaunt, welcher Unterschied ist, ob ich mit eigenen Formulierungen bete oder ob ich mit einer Verheißung bete.
[38:28] Mir ist vieles aufgegangen, seit ich wieder mit dem Heiligen Geist bete. Beim Bibellesen neue, ermutigende Einsichten. Im Kampf mit Versuchungen kann ich siegreich bleiben. Die Gebetszeit ist viel tiefer und kostbarer geworden. Macht mir große Freude. Gott schenkt mir viele Gebetserhöhungen. Ich habe noch größere Freude und Freimut, anderen Jesus zu erzählen. Ich bin kontaktfreudiger geworden. Ich lebe durch die Gnade Gottes fröhlich und geborgen an seiner Hand. In der schweren Phase, wo meine Frau vier Jahre krank und behindert war und ihren Tod, hat Gott mich wunderbar getragen und innerlich stark gemacht. Vor einiger Zeit habe ich erkannt, welche geistlichen Gaben er mir geschenkt hat. Später habe ich erkannt, dass das Kritisieren kaum noch vorkommt. Und so kommt eine Erkenntnis Schritt für Schritt nach der anderen. Die Veränderung ging ganz still vor sich. Ich habe zuerst gemeint, es hat sich über längere Zeit überhaupt nichts getan, bis mir die Dinge aufgingen.
[39:53] Damit ihr möglichst nicht dasselbe macht, möchte ich euch noch eine zweite Verheißung über das Beten mit Verheißungen vorlesen. Bitte schlagt Zimmerlauf, 2. Petrus 1, Vers 3 und 4. "Alles, was zum Leben und göttlichen Wandel dient, hat uns seine göttliche Kraft geschenkt." Wie wird es uns zuteil? "Durch die Erkenntnis des, der uns berufen hat durch seine Herrlichkeit und Kraft." Das ist eine Umschreibung für eine innige Beziehung zu Jesus Christus. Und wie wird mir nun in dieser Beziehung zu Jesus das alles zuteil, was mir geschenkt ist? Vers 4: "Durch sie sind uns die teuren und allergrößten Verheißungen geschenkt, auf dass ihr dadurch teilhaftig werdet der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid, der verderblichen Lust in der Welt."
[41:25] Hier wird uns gesagt: Gott hat uns bereits alles geschenkt, was wir zum Leben und göttlichen Wandel brauchen. Wir erhalten es durch die innige Beziehung zu Jesus. Erkenntnis hat in der Bibel eine viel tiefere Bedeutung wie in der deutschen Sprache heute. Erkenntnis ist bei uns ein gedankliches Verstehen und Aufnehmen. Hier in der Bibel ist Erkennen eine intime Vertraulichkeit zwischen zwei Personen. Es geht also um eine intime Beziehung zu Jesus. Und wenn wir diese Beziehung haben, dann wird es uns zuteil durch die teuren und allergrößten Verheißungen, auf dass ihr dadurch teilhaftig werdet der göttlichen Natur, die ihr entronnen seid, der verderblichen Lust in der Welt.
[42:22] Geschwister, ich habe eingangs von diesem Konto gesprochen, von dem wir abheben dürfen. Habt ihr verstanden, wo das Konto ist und wie wir abheben können? Mit den Verheißungen dürfen wir abheben vom Konto unseres wunderbaren Gottes. Gott hat versprochen, sein Wort zu segnen. Sein Wort wird nicht leer zurückkommen. Das Wort, das aus meinem Munde geht, es wird nicht wieder leer zurückkommen.
[42:59] Warum hat Jesus denn bei der Versuchung in der Wüste dem Teufel nicht eigene Formulierungen entgegen gehalten? Ich denke, niemand von uns denkt, dass Jesus das nicht hätte tun können. Er hätte das wohl tun können. Warum hat er es nicht getan? Er wusste als der Schöpfer, die Kraft liegt im Wort Gottes. Und Hegeweit sagt: Jesus, der Schöpfer, wusste, dass die Kraft in Gottes Wort liegt.
[43:40] In jedem Gebot und in jeder Verheißung des Wortes Gottes liegt die Kraft, das Leben Gottes selbst, durch welche das Gebot erfüllt und die Verheißung verwirklicht werden kann. Die Macht liegt im Wort Gottes und deswegen geht es darum, zu beten mit Verheißungen.
[44:07] Ich habe 2012 im ersten halben Jahr oft gebetet: "Lieber Gott, lehre mich wirksamer zu beten." Und das Erstaunliche für mich war, Gott hat es geführt, dass ich in vielen persönlichen Bitten dann mit Verheißungen angefangen habe zu beten. Und im zweiten halben Jahr 2012 habe ich gebetet: "Lieber Gott, bitte hilf mir, wirksamer für Bitte zu üben." Und auch da war das erstaunliche Ergebnis, dass Gott es dorthin geführt hat, dass ich mit Verheißungen bete.
[44:54] Weil viele nicht gewöhnt sind, mit Verheißungen zu beten, habe ich in die Broschüre "Schritte zur persönlichen Erweckung" in der ersten und zweiten Aufgabe Seite 65, in der dritten Seite 69, ein Beispielgebet geschrieben, wie wir beten können. Ich habe das lang gemacht, damit es jeder gut verstehen kann, aber selbstverständlich kann man das kürzen. Es soll uns anregen, selbstständig mit Verheißungen zu beten. Ich lese es vor.
[45:32] "Vater im Himmel, ich komme im Namen Jesu unseres Heilands vor dich. Du sagst mir: Gib mir dein Herz. Das will ich hiermit tun, indem ich mich dir für heute übergebe und zwar mit allem, was ich bin und habe. Danke, dass du dieses Gebet nach deinem Willen bereits erhört hast. Denn dein Wort sagt, dass wir, wenn wir nach deinem Willen beten, wissen, dass wir das Erbetene bereits besitzen. Und du sagst ja außerdem, dass du niemanden hinausstoßen wirst, der zu dir kommt."
[46:21] Das war über die tägliche Hingabe. Jetzt kommt der Abschnitt über den Heiligen Geist. "Jesus sagte: Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird der Vater vom Himmel her den Heiligen Geist geben denen, die ihn darum bitten." Du sagst weiter, dass du den Heiligen Geist denen gibst, die dir glauben, die dir gehorchen, die sich immer neu erfüllen lassen und die im Geist wandeln. Das ist auch mein Wunsch. Bitte erfülle dies alles in mir. Aus diesem Grund bitte ich dich herzlich, Vater, dass du mir jetzt den Heiligen Geist für heute schenkst. Da es eine Bitte nach deinem Willen ist, danke ich dir, dass du mir jetzt den Heiligen Geist geschenkt hast."
[47:21] Habe Dank, dass ich auch gleichzeitig deine Gottesliebe empfangen habe. Denn dein Wort sagt: "Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist." So will ich mit dem Psalmisten sagen: "Herzlich lieb habe ich dich, Herr, meine Stärke." Danke, dass ich dadurch auch meine Mitmenschen mit deiner Liebe lieben kann.
[47:54] Und jetzt kommt noch ein Absatz um den Schutz Gottes. Danke, dass durch den Heiligen Geist die Kraft der Sünde in mir gebrochen ist. Bitte rette und bewahre mich heute vor der Sünde, vor der Welt. Schenke mir vollen Schutz vor den gefallenen Engeln. Bewahre mich vor Versuchungen und reise mich, wenn nötig, heraus und rette mich von meinem alten, verdorbenen Wesen. Und bitte schenke mir, dass ich in Wort und Wandel dein Zeuge bin. Habe Lob und Dank für die Erhörung meines Gebets.
[48:41] Bevor ich noch auf eine letzte Frage eingehe, möchte ich etwas, eine Erfahrung vorlesen, die mir aus dem Rheinland zugekommen ist. Wir machen mit der Broschüre "Schritte zur persönlichen Erweckung" erstaunliche Erfahrungen. Viele Geschwister beten täglich das vorgeschlagene Gebet, Seite 64 bzw. 69, zu zweit. Ich selbst bete es seit fünf Monaten mit einer Freundin. Nicht nur im persönlichen Bereich geht es bei allen, das sind 20 Leute, ich habe rückgefragt, aufwärts. Es wird gereinigt in Haus, Beziehung, Ehe, geistlich, Gemeinde. Aber nicht so, dass es Riesenkonflikte gibt, sondern es geschieht auf eine leise, selbstverständliche Art. Wir sind sehr verwundert und wir sehen darin Gottesklärungsprozesse, die das Leben auf eine gewisse Weise leichter machen. Da wir Gottes Nähe mehr und mehr verspüren. Neulich sagte eine Schwester zu mir: "So habe ich mir immer vorgestellt, ein gutes, gottwohlgefälliges Leben zu führen. Aber da standen zu viele Schwierigkeiten dazwischen. Endlich wird mein Traum wahr, und das ist erst der Anfang." Auch zwei Schwestern aus der Reformgemeinde beten seit Wochen täglich dieses Gebet und sie erleben Erstaunliches. Es klären sich Dinge in ihrem Leben, von denen sie vorher gar nicht wussten, dass es was zum Klären gab.
[50:42] Jesus selbst will in uns wohnen durch den Heiligen Geist. Ellen White sagt: "Der Einfluss des Heiligen Geistes ist das Leben Christi im Gläubigen." Der Einfluss, der ein Petrus umgekrempelt hat und ein Johannes, der steht auch uns zur Verfügung. Gott will auch uns nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit stark werden lassen durch seinen Geist. Das Erfülltsein vom Heiligen Geist ist der Schlüssel zu einem anziehenden Glaubensleben. In Kraft, in Freude, in Liebe, in Sieg über die Sünde.
[51:28] Die letzte Frage: Kann man immer geistlich bleiben? Ja, wenn man keinen Unglauben aufkommen lässt. Viele meinen, wenn man sündigt, würde man wieder fleischlich. Das trifft nicht zu. Eltern werfen auch ihre Kinder nicht aus dem Haus hinaus, wenn sie was Unrechtes tun. Es ist eine Belastung zwischen Eltern und Kind, eine Belastung zwischen Gott und uns. Die wird ausgeräumt durch Bekennen, Vergebung erlangen und neue Bitte um den Heiligen Geist. Wir werden nur dann wieder fleischlich, wenn wir Unglauben aufkommen lassen. Das heißt, wenn wir also nicht mehr unsere Sünden bekennen. Wenn wir nicht mehr unsere Beziehung zu Gott pflegen. Und sollte der Fall eintreten, dass jemand wieder fleischlich wird, dann weist er den Weg zurück. Aber hoffentlich so, dass er nie mehr zurückgehen will.
[52:42] Randy Maxwell schreibt in seinem Buch: "Denken wir etwa, die Wiederbelebung der Gemeinde Gottes vom geistlichen Beinahetod könnte ohne Anstrengung erfolgen? Die entscheidende Anstrengung ist, morgens früh genug aufzustehen."
[53:07] Was hat der Heilige Geist aus dem Apostel Johannes gemacht? Von Tag zu Tag wurde sein Herz näher zu Christus gezogen, bis er zuletzt in der Liebe zu seinem Meister sein eigenes Ich verlor. Seine anmaßende und ehrgeizige Gemütsarbeit verschwand. Der erneuernde Einfluss des Heiligen Geistes gab ihm ein neues Herz. Die Macht der Liebe Christi bildete seine Naturanlagen gänzlich um. Dies ist das Ergebnis der Gemeinschaft mit Jesus. Wohnt Christus erst in unserem Innern, dann tritt auch eine gänzliche Veränderung unseres Wesens ein.
[54:08] Gott schenke Gnade, dass wir diese Botschaft über den Heiligen Geist aufgenommen haben heute, aber dass wir sie praktizieren und mit Gottes Hilfe darin wachsen. Ob wir nun von Punkt Null anfangen oder ob wir schon im Heiligen Geist leben, Gott will, dass wir wachsen und zunehmen und dass wir lebendige Zeugen für ihn werden. Gott schenke uns allen seine Gnade. Amen.
[54:46] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!