Mit freundlicher Unterstützung der Adventgemeinde Zeutern
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Serie: Predigten
[0:02] Einen wunderschönen guten Abend und herzlich willkommen zum fünften Abend unserer kleinen Serie "Zeitenwende". Ich sehe schon ein paar bekannte Gesichter. Kann ich mal sehen, wer war vielleicht tatsächlich bei allen fünf Abenden schon da? Gibt's jemand, der alles? Oh ja, doch. Gut, gut. Also, wer morgen auch noch kommt, der hat's dann geschafft, nicht? Diesen kleinen äh Minimarathon. Jemand heute zum allerersten Mal vielleicht da? Ja, herzlich willkommen. Wunderbar. Sehr schön.
[0:37] Heute mit einem Thema, von dem ich glaube, dass es uns alle betrifft. Klein und groß, egal wer wir sind. Ich weiß nicht, wie es dir heute geht, ob dein Tag stressig gewesen ist. Freitage tendieren dazu, stressig sein zu können. Ich arbeite jetzt auch unter anderem an einer Schule, nicht mehr hier im Kreichgau, und ich lerne, wie sehr schon Kinder und Jugendliche und junge Menschen heute unter Stress und Burnout und manchmal schweren Depressionen zu leiden haben. Egal, wer wir sind, egal was unsere persönliche Geschichte ist, das Thema betrifft uns alle, entweder direkt oder indirekt, weil wir vielleicht Menschen kennen, die von Stress betroffen sind.
[1:46] Heute Abend wollen wir ein Angebot Gottes kennenlernen, das so gut ist, dass jeder Mensch wissen muss, dass es dieses Angebot gibt. Ich glaube, dass Gott heute in besonderer Weise zu dir und zu mir sprechen möchte. Und bevor wir direkt in das Thema so richtig hineintauchen, würde ich gerne noch mal kurz beten und dann starten wir direkt mit dem Thema. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir heute Abend jetzt hier in deiner Gegenwart zur Ruhe kommen können. Und Herr, wir wissen, dass du etwas vorbereitet hast für uns. Aber so oft in unserem Leben verpassen wir das, was du vorbereitet hast, weil wir gar keinen Blick dafür haben, kein Gehör dafür haben, einfach durchs Leben rasen, ohne darauf zu achten, was du uns alles schenken möchtest. Und Herr, das kann heute auch passieren, dass wir einfach nur da sitzen, aber gedanklich ganz woanders sind und den Schatz, den du uns heute zeigen möchtest, irgendwie gar nicht richtig wertschätzen. Möchte ich bitten für jeden einzelnen, der heute Abend hier ist, für jeden, der heute Abend zuschaut oder später die Aufzeichnung sieht, möchte ich für uns alle bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist uns die Augen öffnest für das Potenzial in dem Schatz, den du uns heute schenken möchtest. Dank für deine Gegenwart im Namen Jesu. Amen.
[3:27] Sehnsucht nach Stille. Es gibt eine Zeitenwende, die erleben wir jedes Jahr am 31. Dezember, 23:59 Uhr schlägt die Uhr um, schlägt der Tag um, schlägt das Jahr um. Ein neues Jahr, eine Zeitenwende, wenn man so möchte, nicht? Ein neuer Zeitabschnitt in unserem Leben ist ja immer so eine Gelegenheit, sich etwas vorzunehmen, oder? Manchmal nehme ich mir sogar mit einem neuen Monat etwas vor. Ja, in diesem Monat möchte ich mehr Sport machen. Ich warte nicht erst bis zum Neujahr. Oder ein Neuanfang, ein neuer Zeitabschnitt, vielleicht ein neuer Lebensabschnitt, ein neues Jahr, ein wenn man Geburtstag hat, ist eine Gelegenheit, sich etwas vorzunehmen. Die meisten Menschen nehmen sich am Neujahr vor: "In diesem Jahr wird X Y in meinem Leben besser." Hast du dir was vorgenommen im letzten Dezember, 31. Dezember? Manchmal vergessen wir das schon nach ein paar Wochen.
[4:45] Ich habe interessanterweise herausgefunden, dass sehr viele Menschen gemäß einer Umfrage dafür entschieden haben beim Jahreswechsel von 2024 auf 2025, also vor etwas mehr als einem Jahr, dass sie weniger Stress haben möchten. Ein guter Vorsatz, oder? Für ganz viele Menschen war, als das Jahr 24 zu Ende ging und das Jahr 2025 noch ein unbeschriebenes Blatt war, der Wunsch am größten: "Das neue Jahr soll weniger stressig sein." Vielleicht weniger Druck, weniger Termine, weniger Hamsterrad-Gefühle, weniger Stress. Was denken Sie? Haben sich die Vorsätze erfüllt? Eine andere Umfrage sagt im Herbst 2025: "Die Deutschen fühlen sich immer gestresster." Viele Menschen in Deutschland fühlen sich zunehmend gestresst. Eine neue Umfrage zeigt, und ich glaube, die ganzen Artikel jetzt nicht abgedruckt hier, aber wie über die Jahre das Empfinden, unter Druck zu stehen, immer mehr zunimmt. Was auch dazu führt, dass Menschen immer mehr ihre sozialen Kontakte vernachlässigen.
[6:08] Stress ist ein echtes Problem in unserer Gesellschaft. Vielleicht kann man es nicht genauso klar umreißen und fassen wie den Krieg, der ein Kriegsschauplatz hat und wo man Nachrichten hat und wo es Bomben gibt, die niederfallen. Das kann man nicht so fassen, wie vielleicht einen Krankheitserreger oder so, der die Welt lahmlegt. Stress ist vielleicht ein bisschen diffuser so im Alltag, aber nichtsdestotrotz etwas, was unser Leben wirklich kaputt macht. Die Krankenkassen haben ein Interesse daran, dass die Leute weniger gestresst sind und erheben immer wieder Daten, die zeigen, dass über die Jahre, die letzten 20 Jahre, tatsächlich Burnout-Symptome immer mehr steigen. Und ich habe tatsächlich den Eindruck, dass schon Jugendliche heute sehr viel mehr mit Stress und Burnout zu tun haben, als das noch zu meiner Zeit der Fall gewesen ist, als ich noch jugendlich war. Lang, lang ist her. Immer mehr.
[7:21] Die Tagesschau hat sogar vor kurzem getitelt: "Burnout ist die neue Pandemie." Keine Panik, es wird Pandemie. Bei dem Wort kriegen wir schon nicht Hilfe. Burnout ist die neue Pandemie bei den Jüngeren. Psychische Gesundheit in großer Gefahr. Was tun, wenn das Leben sich anfühlt wie ein ständiges im Labyrinth laufen und man findet den Ausweg nicht? Was tun, wenn die Lasten der noch unerfüllten Aufgaben so groß sind, dass man irgendwann nicht mehr die mentale Kraft hat, sie hochzudrücken? Was tun, wenn es irgendwie immer dunkler wird in der eigenen Seele?
[8:06] Jesus sagt: "Kommt her." Jesus sagt nicht, du musst jetzt einfach mal mehr beten. Kennst du das? Gläubige Menschen, die vielleicht unter Stress leiden, denen sagt man: "Bete vielleicht ein bisschen mehr, lies ein bisschen mehr die Bibel." Alles gut und wichtig. Jesus gibt nicht einfach einen klugen Rat. Jesus sagt: "Komm her." Jesus lädt uns ein und sagt: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid." Jesus steht nicht von einer hohen Warte aus und sagt: "Mach das oder jenes, versuch mal die Therapie oder versuch mal den Trick, vielleicht wird's ja besser." Er sagt: "Komm her."
[8:52] Die erste und entscheidende Wahrheit heute Abend ist: Wenn du dich gestresst fühlst, du kannst kommen zu Jesus, wie du bist. Versuch nicht durch Bibellesen und Beten irgendwie dich selbst zu therapieren. Komm zu Jesus. Man kann nämlich die Bibel lesen, ohne zu Jesus zu kommen. Man kann beten, ohne zu Jesus zu kommen. Man kann Lieder singen, ohne zu Jesus zu kommen. Einfach nur, weil man denkt, das ist eine geistliche Therapie. Komm zu Jesus, so, wie du bist.
[9:19] "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken." Dieses Wort "erquicken" ist so ein altes deutsches Wort. Das sagen wir nicht mehr. Oder wir sagen nicht mehr: "Wenn ich gestresst von der Arbeit nach Hause komme: Schatz, ich brauche jetzt ein bisschen Erquickung. Er bitte, erquicke mich." Das sagen wir nicht mehr. Das bedeutet sowas wie zur Ruhe bringen, Ruhe verschaffen. Und dann sagt er: "Denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen."
[9:55] Jesus verspricht: Jeder Mensch, der mit seinen Lasten zu ihm kommt, findet echte Ruhe. Gott bietet uns Ruhe an. Und das ist nicht eine leere Versprechung, sondern eine Verheißung, die so konkret ist, dass Gott sogar eine Zeiteinheit genau mit diesem Wort "Ruhe" belegt hat. Aus Gottes Sicht ist Ruhe so wichtig. Ich weiß nicht, wie es dir geht. Ich denke immer, ich muss arbeiten, arbeiten, arbeiten, arbeiten, arbeiten. Und wenn da irgendwie noch ein bisschen Zeitfenster noch ist, dann gibt's noch genügend unerledigte Aufgaben, die man da noch reinpressen kann. Oder gibt's noch jemand, der so denkt?
[10:42] Aus Gottes Sicht ist Ruhe so wichtig, dass er eine Zeiteinheit mit dem Namen "Ruhe" versehen hat. Übrigens, wer in den menschlichen Körper hineinschaut, ich bin wahrlich kein Biologe und kein Mediziner, aber so viel weiß ich: Der ganze menschliche Körper funktioniert durch anstrengend, entspannend, anstrengend, entspannen. Der Herzmuskel, der zieht sich zusammen und entspannt sich und arbeitet und entspannt sich. Und wir machen mehr so: arbeiten, arbeiten, arbeiten, arbeiten, arbeiten und wundern uns, dass wir irgendwann so verkrampft sind, dass wir gar nicht mehr wissen, wie Entspannung geht. Oder? Gott hat Entspannung und Ruhe für so wichtig empfunden. Er hat einen Zeitabschnitt mit dem Namen "Ruhe" belegt. Das hebräische Wort für Ruhe heißt Schabbat. Und Schabbat ist nicht einfach irgendeine Art so Yogameditationsruhe. Schabbat bedeutet simpel: hör auf. Aufhören. Also, wenn man arbeitet, man ist beschäftigt und man hört auf, man nimmt die Hände von der Arbeit, man hört auf, sich Gedanken zu machen, man hört auf zu reden, man hört auf zu arbeiten, dann ist das Schabbat. Noch heute, wenn in Israel die Arbeiter aufhören zu arbeiten, weil sie Melonen haben wollen, weil sie streiken, dann nennt man das Schabbat. Sie hören auf.
[12:07] Aufhören. Gott hat eine Ruhezeit geschaffen für den Menschen. Der Sabbat wurde um des Menschen willen geschaffen. Ich weiß nicht, wie viele Menschen heute hier sind. Würdest du sagen, du bist ein Mensch? Also, wenn du den Eindruck hast, ich bin ein Mensch, dann darfst du wissen, dass Gott für dich den Sabbat geschaffen hat. Es gibt keinen Menschen, der aus Gottes Sicht nicht Ruhe brauchen würde.
[12:46] Und so ist das Konzept. Gott sagt selbst in den zehn Geboten: "Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun." Ja, das ist auch gehört auch zur Wahrheit. Es gibt manche Leute, die wollen vor allem ruhen, nicht? Ja. "Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun. Weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt." Warum? "Denn in sechs Tagen hatte Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt."
[13:27] Der Sabbat geht tiefer als nur: "Ich muss mich mal entspannen." Wir alle kennen das Gefühl, wenn man so richtig fertig ist, wenn man nach einem langen Tag mit schwierigen Gesprächen, mit schlimmen Entscheidungen, mit Dingen, die schief gegangen sind, nach Hause kommt und das Gefühl hat, ich muss mich jetzt auf die Couch legen und mich entspannen, oder? Aber als Gott ausruhte, war er nicht erschöpft. Er war nicht am Ende. Hat nicht gesagt: "Liebe Engel, ich kann nicht mehr. Ich brauche jetzt ein Sebatic." Nein, nein, nein, nein, nein. Als Gott die Welt schuf, ging ihm das leicht von der Hand und trotzdem brauchte er eine Pause. Mit anderen Worten: Ruhe ist nicht dann sozusagen die Notfallmedizin, wenn wir kurz vor dem Abklappen sind. Ruhe braucht auch ein Mensch, der sich vielleicht gar nicht angestrengt fühlt. Gott selbst hat geruht am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt. Es fiel ihm nicht schwer und es hat ihm große Freude gemacht, diese Welt zu schaffen, die wir heute sehen.
[14:42] Trotz der Sünde, trotz den vielen negativen Nachrichten, kann jeder Mensch, der ein bisschen sein Gehirn anschaltet, sehen, wie viel Schönheit Gott in diese Welt hineingelegt hat. Jede Blume, jedes Vogelgezwitscher, ein Beweis dafür für die Liebe, die Gott in diese Welt hineingelegt hat, als er sie geschaffen hat. Sechs Tage hat er sich dafür genommen. Er hätte auch alles an einem Tag machen können, oder? Auch das eine interessante Lehre: Gott teilt die Arbeit auf, an jedem Tag etwas.
[15:20] Und dann heißt es hier in 1. Mose 2, Vers 1: "So vollendete Gott am siebten Tag sein Werk." Hier ist eine interessante Sache. Ähm, nicht, dass ich jetzt hier groß über Hebräisch einen Vortrag halten möchte, aber 1. Mose 2, das steht eigentlich in Vers 2 wörtlich: "Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk." Jetzt haben die Übersetzer das Problem, dass im Vers, so wurden der Himmel und die Erde vollendet. Gott schafft sechs Tage. Himmel und Erde sind vollendet und dann steht eigentlich wörtlich: "Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk." Und da denkt man sich: Na, wenn es am sechsten Tag schon vollendet ist, dann meinten die Hebräer wahrscheinlich: "Er hatte es vollendet." Ja, also Plusquamperfekt für alle, die in Deutsch aufgepasst haben in der Grammatik, nicht wahr? Also Vorvergangenheit, weil wenn es schon vollendet ist, muss man es ja nicht mehr vollenden, oder? Ja, vielleicht schon.
[16:25] Vielleicht hat Gott es tatsächlich so gedacht. Es war zwar alles da, es war alles geschaffen, es fehlte nichts. Es gab Tiere und Pflanzen, es gab Mann und Frau, alles, was man braucht, Essen und Schönheit und es war alles da. Und doch fehlte noch etwas, sozusagen. Gott ruhte und vollendete mit seiner Ruhe ein technisch gesehen schon vollendetes Schöpfungswerk. Gott ruhte am siebten Tag von dem Werk, das er gemacht hatte. Er ruhte am siebten Tag von seinem, er vollendete das Werk und er ruht am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hat.
[17:07] Ich weiß nicht, wer von uns mal ein Bild gemalt hat oder ein Modell gebaut hat, irgendwie etwas Größeres so gearbeitet hat. Wenn man fertig ist, was macht man dann? Wenn man tagelang einem Bild malt, tagelang vielleicht oder wochenlang an einer Skulptur werkelt, man ist fertig, was macht man dann? Man legt es zur Seite und geht sofort zum nächsten Projekt? Oder nein. Man macht drei Schritte zurück und schaut es sich an oder genießt, dass es vollendet worden ist.
[17:40] Er ruhte am siebten Tag und dann heißt es: "Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er ist."
[19:17] Test, Test, Test. Ah, man hört mich wieder. Gut. Also, jetzt hatten Sie lange genug Zeit zu überlegen. Am ersten Tag, was hat Gott geschaffen? Gott sprach: "Es werde Licht." Und es wurde Licht. Ganz genau. Und war das Licht gut? Ja oder nein? Für wen war das Licht? Das Licht war für alle Brasilianer oder? Nein, für alle Menschen. Okay. Was hat Gott am zweiten Tag geschaffen? Hm, da geht's schon los, nicht? Man weiß, dass Gott alles in sechs Tagen. Was hat er am zweiten Tag geschaffen? Ja. Ja, das hat er im Wesentlichen. Er hat den Himmel geschaffen, also die Himmelsfeste geschaffen, oder das Wasser unter dem Himmel von dem Wasser über dem Himmel getrennt. Die Luft, den Himmel, den atmen. Die Luft atmen nur die Japaner oder? Nee, alle. Okay, gut, gut, gut, gut.
[20:12] Dritter Tag. Was hat Gott am dritten Tag geschaffen? Da hat er die Erde sozusagen erstmal sichtbar gemacht. Ich war das Wasser wurde beiseite geschoben, konnte die Erde sehen. Und was kam da dann rein? Da kamen die Pflanzen, die Bäume und Sträucher und Gräser und die Obstbäume. Und äh, die hat er für die Amerikaner gemacht oder? Nein, nein, für uns alle. Okay.
[20:45] Vierter Tag. Sonne, Mond und Sterne. Sonne, Mond und Sterne. Genau. Da sind wir Deutschen ganz dankbar für, oder? Ja, aber nicht nur wir, oder? Alle Menschen freuen sich an Sonne, Mond und Sterne.
[21:00] Fünfter Tag. Was hat Gott am fünften Tag geschaffen? Die Fische und die Vögel und die anderen Tiere im Wasser. Sind nicht Fische im Wasser oder Wal ist keine Fische. Die Wale hat er auch gemacht, oder? Delfine, alles, was im Wasser lebt. Und ich glaube, wir wissen schon, das war für alle Menschen, oder? Nicht nur für die Südafrikaner.
[21:20] Sechster Tag. Was war am sechsten Tag los? Tiger. Tiger. Genau. Also, das war vor allem eine ganz wichtige Sache, den Tiger zu schaffen. Was hat er noch geschaffen? Menschen. Menschen. Was noch? Tiere. Alle. Es war ein ziemlich anstrengender Freitag. Er hat erstmal die ganzen Landtiere geschaffen, dann den Mann und dann noch die Frau und dann noch die Tiere. Ja, die hatten wir schon, die Tiere. Mann, Frau und den Garten Eden auch noch. Garten Eden auch noch, nicht? Ja, extra noch als extra Garten.
[21:53] Und am siebten Tag. Am siebten Tag da hat Gott was ganz Besonderes gemacht. Ist das Wasser okay? Wasser ist gut, oder? Ist Wasser gesund? Wasser ist lecker und gesund und wunderbar. Man sollte viel Wasser trinken. Am siebten Tag übrigens, das ist hier direkt aus dem äh aus Kreichtal. Ja. Und der Verkäufer, als der hörte, wozu es gebraucht wird, hat es uns diese Flasche sogar geschenkt.
[22:32] Gesegnet und geheiligt. An jedem Tag, an dem Gott etwas geschaffen hat, das war alles gut, es war alles wunderbar, alles perfekt, alles wertvoll, alles hilfreich. Und trotzdem war der siebte Tag etwas ganz Besonderes. Kein anderer Tag war gesegnet, kein anderer Tag war geheiligt. Der Tag war etwas Außergewöhnliches, der siebte Tag gesegnet und geheiligt.
[23:05] Was heißt das eigentlich konkret? Gesegnet und geheiligt. Es gibt eine Geschichte in der Bibel, als Mose in der Wüste ist und sich erstmal wahrscheinlich gar nicht groß was dabei gedacht hat, dass da so ein Busch brennt, weil in der Wüste brennen die Büsche halt öfter mal. Und wahrscheinlich nach einer längeren Zeit realisiert, während er seine Schafe zählt: "Mensch, der Busch brennt noch immer." Und nach noch etwas längerer Zeit dann irgendwann sich denkt: "Also, wie kann das sein? Der brennt ja die ganze Zeit." Und als er das untersucht, als er herausfinden will, warum brennt dieser Busch unaufhörlich, heißt es hier: "Da sprach Gott zu ihm: 'Tritt nicht näher heran, ziehe deine Schuhe aus von deinen Füßen, denn der Ort, wo du stehst, ist heiliges Land.'"
[24:03] Frage an alle: Waren die Staubkörner dort in der Wüste Sinai an diesem brennenden Dornbusch? Hatten die irgendwie eine andere molekulare Zusammensetzung als die Staubkörner 200 m entfernt? Oder war das der gleiche Dreck? Das war der gleiche staubige Staub und doch war er plötzlich heilig. Warum? Es war die Gegenwart Gottes, die aus Staub etwas Heiliges machte. Ganz gewöhnlicher Staub. Man würde den nicht aufsammeln, wenn man drüber spazieren gehen würde. Die Gegenwart Gottes machte aus Staub heiliges Land.
[24:47] Der Sabbat ist an sich ein ganz gewöhnlicher 24-Stunden-Tag. Er hat nicht eine Sekunde mehr als die anderen Tage. Die Zeit ist auch nicht irgendwie elektrisch aufgeladen oder so. Aber es gibt eine Sache, die diesen Tag besonders heilig macht. Besonders und heilig. Es ist die besondere Gegenwart Gottes. Ein Tag, an dem wir das "Kommt her zu mir" alle in besonderer Weise erleben können. Ein heiliger Tag.
[25:18] Warum ist der Tag gesegnet? Weiß jemand, was Gott bereits zuvor gesegnet hatte in der Schöpfung? Was hatte Gott zuvor schon gesegnet? Oder war der siebte Tag das erste, was gesegnet worden ist? Er hat Tiere gesegnet. Und als er die Fische und die Vögel gesegnet hat, was hat er zu ihnen gesagt? "Seid fruchtbar und mehrt euch." Also, wenn man einen Fisch segnet, dann werden es mehrere Fische. Wenn man einen Vogel segnet, dann gibt es irgendwann viele Vögel. Wenn man Adam und Eva segnet, wie hat Gott die gesegnet? Was war der Segen vor Adam und Eva? "Seid fruchtbar und mehrt euch." Wenn man Fische segnet, werden es mehr. Wenn man Vögel segnet, werden es mehr. Wenn man Menschen segnet, werden es mehr. Wenn man einen Tag segnet, dann gibt es ihn nicht nur einmal, sondern immer wieder und immer wieder.
[26:33] Es gibt heute Menschen, die sagen: "Gott hat einfach nur am siebten Tag einmal in der Schöpfung geruht, aber das hat nichts mit uns zu tun. Das war einfach nur so eine einmalige Ruhehandlung." Nein, Gott hat den Tag gesegnet. Er wollte, dass es davon ganz viele gibt, ganz viele Sabbate, viele siebte Tage, jeden siebten Tag erneut. Es war nicht ein einmaliges Ereignis, wo Gott nach der Schöpfung sagt: "Okay, jetzt ruhe ich einmal", sondern er hat diesen Tag gesegnet. Er hat ihn sozusagen vermehrt. Es hat seitdem sehr viele Sabbate gegeben, heilige Tage. Gott hat den Tag gesegnet und hat ihn geheiligt.
[27:10] So heißt es hier: "Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn." Er hat ihn vermehrt. Er hat ihn mit seiner besonderen Gegenwart versehen, weil er an dem Tag geruht hatte. In der Ruhe ist die besondere Gegenwart Gottes ganz besonders zu erleben. Kann es sein, dass wir oft zu ruhelos sind, weil wir an Gott glauben, ihn für real halten, aber eigentlich nicht wirklich ihm begegnen, keine Zeit für ihn haben?
[27:43] Und so heißt es in 2. Mose 20, Vers 7: "Denk dran, vergiss den Tag nicht. Gedenke an diesen Sabbattag, an den Tag der Ruhe, den Gott selbst für alle Menschen, so wie die Fische und die Vögel, das Licht, die Luft, die Pflanzen, was er für alle Menschen gemacht hat, so hat er auch den Sabbat für alle Menschen gemacht."
[28:13] Es gibt einen interessanten Text in Hesekiel 20 und dort, Vers 12: "Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, dass ich der Herr es bin, der sie heiligt." Erinnern wir uns noch an den Staub vor dem brennenden Dornbusch. Staub wird heilig durch die Gegenwart Gottes. Wer gestern da war, weiß, ein Mensch besteht eigentlich aus was? Aus Staub. Und wenn der Staub in der Wüste Sinai durch die Gegenwart Gottes heilig wird, dann wird ein Mensch nicht durch viele gute Taten, zu denen er sich selbst versucht, irgendwie zu motivieren, sondern durch die Gegenwart Gottes heilig.
[29:06] Und Gott sagt: "Damit ihr das begreift, wie ihr als Menschen heilig sein könnt, deswegen habe ich euch den Sabbat gegeben, den siebten Tag, weil daran könnt ihr erkennen, wie das funktioniert. Der Tag ist anders als alles andere. Die Gegenwart Gottes macht ihn ganz besonders. Wenn ihr heilig seid, dann schwebt ihr nicht über dem Boden. Ihr seid besondere Menschen. Gott sagt: 'Ihr seid mein besonderes Eigentum.' Heilig."
[29:40] Ist es möglich, am heiligen Tag Gottes die Gegenwart Gottes nicht zu erleben? Gott segnet den Sabbat, aber viele Menschen gehen an diesem Tag durch das Leben, als wäre alles Leben davon abhängig, dass sie jetzt ihre Geschäfte treiben. Das heißt, der Tag ist zwar gesegnet, aber der Segen Gottes trifft den Menschen gar nicht, weil er sein Herz nicht dafür öffnet. Nein, man kann an einem von Gott gesegneten und geheiligten Tag nichts von dem Sabbatsegen erleben, weil man einfach es gar nicht für sich in Anspruch nimmt. Genauso ist es mit der Erlösung. Genauso ist es mit Gottes Angebot für uns. Für wie viel Menschen ist Jesus gestorben? Für alle Menschen. Wie viel Menschen erleben das? Genauso wie viele Menschen am Sabbat den Sabbatsegen nicht erleben. Genauso erleben viele Menschen den Frieden in Christus nicht, obwohl er für sie da ist. Gott hat die Möglichkeit des Segens und des Friedens im Herzen gegeben. Viele erleben es nicht, genauso wie sie den Sabbatsegen nicht erleben, obwohl Gott ihn geschenkt hat.
[30:46] Die Frage heute ist: Erlebst du den Segen, den Gott möglich gemacht hat? Der Sabbat als Zeichen dafür, dass wir selbst eine Begegnung mit Gott haben. Ein Sabbat, der für alle Menschen gilt, schon im Alten Testament. Es gibt ja immer wieder dieses Gerücht, der Sabbat wäre irgendwie besonders für die Juden. Es steht ja schon in den zehn Geboten: "Auch dein Fremdling, der Ochse, der Esel, Knecht und Magd. Auch der, der nicht zum Volk gehört, soll den Sabbat halten." Hier in Jesaja heißt es: "Die Fremdlinge, die sich dem Herrn anschließen, um ihm zu dienen und den Namen des Herrn zu lieben und seine Knechte zu sein und alle, die darauf achten, den Sabbat nicht zu entheiligen und die an meinem Bund festhalten." Dieses Angebot gilt für jeden Menschen. Wie gesagt, wenn du ein Mensch bist, gilt der Sabbat für dich, denn Gottes Haus ist ein Bethaus für alle Völker.
[31:51] Nun, vielleicht fragst du dich: Ja, aber wann genau ist denn jetzt der Sabbat? Der Schabbat, den Gott in der Schöpfungswoche als besonderen Tag abgesetzt hat. Wenn man heute den Kalender sich anschaut und zählt, dann stellt sich ja die Frage: Welchen Kalender soll ich nehmen? Den amerikanischen Kalender, den deutschen Kalender? Das variiert ja, oder? Welches ist jetzt der siebte Tag? Denn die Bibel sagt, der siebte Tag ist der Sabbat.
[32:29] Nun, heutzutage ist das tatsächlich ein bisschen verwirrend, aber eigentlich ist es nicht schwer. Was ich hier mitgebracht habe, ist ein Dokument vom Deutschen Institut für Normung äh vom März 1975. Das war das Jahr, als man sich in Deutschland entschied, den altgebrachten Kalender einfach in seiner Zählung zu ändern. Ja, also es gibt nur die gleichen Wochentage. Man hat jetzt allerdings gesagt, wir zählen ab jetzt mit dem Montag. Fangen wir an, oder? 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7. Dann ist äh Sonntag der siebte Tag.
[33:09] Ganz dumm waren die ja nicht. Den ist auch aufgefallen, dass jetzt irgendwas nicht mehr richtig funktioniert, nämlich hier eine Anmerkung. In dieser Zählung ist nicht der Mittwoch, sondern der Donnerstag der mittlere Tag der Kalenderwoche. Jetzt, warum heißt wohl der Mittwoch Mittwoch? Da muss man nicht Deutsch studiert haben, oder? Der Mittwoch heißt der Mittwoch, weil er in der Mitte der Woche ist. Und als man den Kalender jetzt hier änderte, da hat man gesagt: "Na ja, dumm gelaufen, jetzt ist der Mittwoch nicht mehr in der Mitte der Woche. Äh, wir nennen ihn trotzdem noch Mittwoch." Aber ist ja Quatsch, nicht? Es gab eine Kirche, die gegen diese Kalenderreformen massiv protestiert hat. Weiß jemand, welche Kirche das war? Es war die katholische Kirche. Und wenn du dich fragst, wieso produziert die katholische Kirche dagegen, dass der Sonntag der siebte Tag ist, dann musst du unbedingt morgen da sein. Aber das werden wir uns morgen anschauen.
[34:06] Tatsache ist, seit Menschen Gedenken, abgesehen von dem deutschen Kalender und ein paar anderen Varianten seit 1975, ist schon immer der siebte Tag der Tag gewesen, den wir im Deutschen Samstag nennen. Und das in vielen Sprachen der Welt. Hier ein paar Beispiele: Auf Italienisch heißt der Tag Sabato, auf Spanisch heißt der Sabato, auf Russisch heißt der Subotter. Ja, das habe ich mir gedacht, das wissen einige hier. Auf Bulgarisch heißt auch ähnlich Subotter, auf Polnisch Sobotter, auf Griechisch Savato, auf Indonesisch Sabtu, auf Arabisch als Sabt, auf Portugiesisch Sabato, auf Amharisch, das ist in Äthiopien, Seneti, auf Ilocano Sabato, auf Armenisch Shabatori, auf Rumänisch Shambat, auf Aserbaidschanisch Zenbe, auf Kasachisch Senbi, auf Serbisch Subota, auf Katalanisch Sete, auf Bengalisch Sanibara, auf Kirgisch Isbi, auf Slowakisch Sata, Korsisch Sabatu, Somalisch Sapti, Kroatisch Subotter, Sundanesisch Saptu, Sanbe auf Tadschikisch Sot, auf Tschechisch Asabotzi, auf Malagasi und Saptu, auf Malay. Und man könnte so weitergehen in fast in sehr, sehr vielen Sprachen dieser Welt heißt der Samstag noch heute Sabbat. Am hier, ich hab noch mehr. Siehst du? Ungarisch Schombad, Ukrainisch Sonten, Armenisch Senat, Gorgisch Sabota, Mazedonisch Shanba, Usbekisch Sanibara, Nepalesisch Sanivara, in der Haushaltsprache Asaba, Oromo Sanbat, Sahelias Sabt, Kirn Sabulu, auf Kongolesisch CBT, auf Südsenegalesisch und Gas Asept, auf Berberisch. Das Beste allerdings ist aus meiner Sicht die Akan-Sprache, Twi. Weiß nicht, wer von uns Twi spricht. Ich habe tatsächlich ein paar Freunde, die Twi sprechen. Weiß jemand, welches Land das hier ist? Ist ein bisschen abgebrochen. Ich sehe es. Gib's zu, dass dieses Land hier. Weiß jemand, wie dieses Land hier heißt? Das ist nicht Saudi-Arabien. Das ist äh, Saudi-Arabien wäre ein bisschen so, ne? Ist bisschen kleiner als Saudi-Arabien. Noch ein Tipp. Benin ist knapp daneben. Das ist Benin hier. Da ist Benin. Jetzt, das ist natürlich einfach, oder? Direkt neben Benin ist Ghana. Genau, das ist Ghana. Und Ghana, wie viele afrikanische Länder von den Kolonialmächten einfach so als Land definiert. Das sind verschiedene Sprachen, verschiedene Völker zum Teil über die Grenzen hinweg. Und da gibt es dieses Volk, das die Sprache Twi spricht hier. Und in dieser Sprache Twi heißt der Samstag "Memeneda".
[36:59] Jetzt werden Sie sagen: "Memeneda, da ist kein S, kein B, kein T. Wo ist da jetzt Sabbat?" Nun, Memeneda ist nur eine Abkürzung für "Menena" – Verzeihung, "Men Meneda". Das klingt immer noch nicht wie Sabbat, oder? Aber "Men näe da" heißt auf Twi: "Der Tag des Ich bin, der Ich bin." Wow. In der Sprache der Twi wusste man, dieser Tag ist der Tag, den Gott besonders gesegnet hat.
[37:31] Nun, wie war das in der Geschichte? Warum halten heute nicht alle Christen den Sabbat? Das heißt hier: "Die ersten Christen hielten den Sabbat der Juden." So hielten die Christen lange Zeit ihre Versammlung gemeinsam am Sabbat ab. Wir lesen dann in der Geschichte, dass um das Jahr 70 nach Christus, also nach 70 nach Christus, nach dem großen jüdischen Krieg, die Römer einen Hass auf die Juden entwickelt haben. Ja, nachdem da jahrelang dieser Krieg tobte um Jerusalem, da hat man von römischer Seite wirklich keine Lust auf die Juden gehabt. Man wollte den Juden das Leben so schwer wie möglich machen. Man hat ihnen eine extra Steuer aufgelegt, den Fiskus Judaikus. Man hat dann teilweise sogar die Sabbatfeier ganz für Juden verboten. Im zweiten Jahrhundert gab es eine kleine Gruppe, die sah so fast aus, als ob sie Juden wären, weil sie sich in vielen Dingen mit den Juden gar nicht unterschieden. Sie wollten auch den Sabbat und sie lasen auch im Alten Testament und sie sie haben viele Dinge auch gehalten, die Juden hielten. Sie haben halt aber auch an Jesus geglaubt, oder? Sie haben die Kreuzigung geglaubt. Aber für die, für die Römer war das alles irgendwie nur nebensächlich. Also, für die waren das irgendwie auch nur Juden. Oder die Christen wurden oft wie Juden behandelt von den Römern und das hat ihnen nicht gefallen, weil wenn man Geld bezahlen muss, weil man Jude ist, obwohl man kein Jude ist, das hat den frühen Christen nicht geschmeckt. So haben viele Christen, vor allem in den großen Städten wie Rom und Alexandria, sich überlegt: Ja, wie können wir vielleicht irgendwie die Römer überzeugen, dass wir keine Juden sind, damit wir das Geld nicht bezahlen müssen, damit wir vielleicht nicht so verfolgt werden oder so?
[39:16] Nun, was ist das, was äh in der ganzen Welt als jüdisches Merkmal gut bekannt ist? Eine der Sachen ist der Sabbat. Das wussten auch die Römer. Hat angefangen in Rom und Alexandria, in den großen Weltstädten, zunächst das Osterfest am Sonntag zu feiern. Und dann im nächsten Schritt, man hat vorher das Osterfest, also immer sozusagen am 14., 15., 16. Nisan gefeiert, also immer an einem anderen Wochentag, wie ein Geburtstag gesagt, ne? Das machen wir immer am Sonntag. Und dann im nächsten Schritt hat man angefangen, den Gottesdienst, den Sonntag zu verlegen. Später hat dann Konstantin diese Idee aufgegriffen, weil ja auch außerhalb des Christentums, vor allem der Sonnentag äh sehr verehrt war, ab dem 3. Jahrhundert dann und hat dieses erste Sonntagsgesetz erlassen: "Alle Richter und Einwohner der Städte, auf die Arbeiter aller Künste sollen am ewigen Tag der Sonne ruhen." Zwar bewusst ambivalent formuliert, damit die Heiden, die den Sol Invictus, die unbesiegbare Sonne angebetet haben, und auch die Christen in Rom oder Alexandria, die jetzt am Sonntag Gottesdienst feierten, um sich von den Juden abzusetzen, damit die alle irgendwie so einen gemeinsamen äh Nenner hatten, auf dem man sich dann treffen konnte. Aber noch im 4. Jahrhundert gab es viele Christen, die da nicht mitgemacht haben. Ambrosius, der Bischof von Mailand, erklärte, dass er in Mailand den Samstag hielt, aber wenn er in Rom war, beachtete er den Sonntag. Er hat so quasi dann versucht, auf zwei Hochzeiten zu tanzen, so sagen möchte, ja, hier Sabbat und da in bei den Römern den Sonntag. Ja, irgendwie das ging ja eine Zeit lang bei vielen so parallel.
[40:58] Interessant ist, dass auch außerhalb Europas der Sabbat sich verbreitete. Wir lesen äh in der Kusch-Dynastie im dritten Jahrhundert in Nordindien von einem Konzil von buddhistischen Priestern, die angefangen hatten, das Alte Testament zu studieren und dann begonnen hatten, den heiligen Sabbat zu halten. In Persien hören wir im 4. Jahrhundert, wie Nichtchristen sich über die Christen beschweren, die am Samstag die Gottesdienste abhalten. Und wir finden dieses berühmte Dokument aus dem 8. Jahrhundert in China. Als christliche Missionare schon im Frühmittelalter bis nach Ostasien vorgestoßen waren. Die haben ja meistens immer nur so das römische Reich und Europa vor Augen, aber da gibt es eine Kirche des Ostens, die dann in Persien und nach Indien und in die heutigen Stan-Länder, also Turkmenistan, Tadschikistan, Zentralasien, zu den Mongolen und auch nach China vorgedrungen ist und überall Kirchen gegründet hat. Da heißt es hier auf diesem Dokument aus dem 8. Jahrhundert in China: "Am siebten Tag bringen wir Opfer, nachdem wir unsere Herzen gereinigt und Vergebung für unsere Sünden erhalten haben. Diese Religion, so vollkommen ausgezeichnet, ist schwer zu beschreiben. Doch sie erhält die Finsternis durch ihre brillante Lehre."
[42:18] Im Mittelalter finden wir in den Alpen, vor allem den Westalpen, die Waldenser. Einige von denen hielten den Sabbat. Nicht alle, aber der Sabbat hatte sich hier und dort in Gruppen gehalten, bis tief ins Mittelalter hinein. Sie wurden die Insabatti, die Sabati, die Insabatti, die Sabote genannt. Im 12. Jahrhundert finden wir Hinweise, dass in Wales der Sabbat noch bis ins Jahre gehalten worden ist. In der Lombardei findet man zur Zeit von Gregor dem VII., das ist dieser äh berühmte Papst, der den Heinrich den IV. in Canossa drei Tage im Schnee hat warten lassen. Zu seiner Zeit findet man in Norditalien noch Spuren von Sabbathaltern. In Abessinien, das heißt in Äthiopien, heißt es: "Wir beachten den Tag nicht, um die Juden zu imitieren, sondern weil wir Christus und seinen heiligen Aposteln gehorchen." So haben es äthiopische Christen im 16. Jahrhundert, den Kolonialherren, die dort äh sie kolonieren, kolonialisieren wollten, was nicht gelang, äh erklärt. Und äh, das finde ich besonders schön. Ähm, der König von Norwegen hat im 16. Jahrhundert einige Christen gemaßregelt. "Einige von euch halten entgegen der Warnung den Samstag. Ihr sollt schwer bestraft werden. Wer immer gefunden wird, dass er den Samstag hält, muss eine Strafe von 10 Mark zahlen." Das muss wohl damals ziemlich viel Geld gewesen sein.
[43:43] Aber was heißt es, den Sabbat zu halten? Das eine ist zu wissen: Aha, Gott hat den siebten Tag, der seit Jahrtausenden unveränderte siebte Tag geblieben ist, den Samstag gesegnet und geheiligt. Aber wenn ich einfach nur meinen Kalender zur Hand nehme und sage: "Okay, heute ist Samstag, jetzt halte ich den Sabbat." Was bedeutet das jetzt praktisch?
[44:10] In Jesaja 58 steht: "Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, dass du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt, wenn du den Sabbat deine Lust nennst." Weiß nicht, was du sonst noch so im Leben deine Lust nennst, worauf du Lust hast. Ich weiß nicht, wie oft du, wenn du schon den Sabbat kennst, wie oft du schon Lust auf den Sabbat gehabt hast.
[44:36] Gott wünscht sich, dass wir diesen Tag als einen Tag begreifen, wo wir in besonderer Weise Gott begegnen. Und wenn ich dir sagen würde, morgen wirst du hier Jesus persönlich begegnen, du kannst dir die Hand schütteln, hättest du Lust drauf herzukommen? Na ja, oder Jesus zu begegnen, da hätten wir schon Lust drauf. Oder Jesus sagt: "Wenn du mir begegnen willst, komm am Sabbat in meine Gegenwart, wenn du den Sabbat deine Lust nennst, den heiligen Tag des Herrn ehrenwert, wenn du ihn ehrst und dass du nicht deine Gänge erledigst und nicht dein Geschäft treibst, noch nichtige Worte redest."
[45:15] Warum möchte Gott, dass wir am Sabbat nicht unsere eigene Erwerbstätigkeit nachgehen? Meine Frau und ich sind sehr beschäftigt. Wir müssen uns Termine machen, damit wir mal Zeit zusammen haben. Ja, wir machen uns Termine im Kalender: Familientag, Ehetag. Stellen wir uns vor, wir haben jetzt so ein Date verabredet, ein Tag festgelegt und der Tag kommt und ich sag zu meiner Frau: "Weißt du was, Schatz? Ich werde jetzt einfach heute 8 Stunden arbeiten müssen. Tut mir leid." Was wird sie denken?
[45:56] Es ist ja nicht so, dass meine Frau mich vom Arbeiten abhalten möchte. Sie möchte Zeit mit mir verbringen. Lieber Freund, liebe Freundin, Gott möchte Zeit mit dir verbringen. Gott ist zwar froh, wenn du morgens und abends sein paar Bibelverse liest. Er ist froh, wenn du vor dem Essen betest und vor dem Autofahren oder wenn du sonst mal ein Stoßgebet zum Himmel sprichst. Aber die Wahrheit ist, dass wir im Alltag oft sehr mit dem Alltag beschäftigt sind. Die Wahrheit ist, dass wir oft im Alltag nicht wirklich ausführlich Zeit haben, intensiv und von allen Ecken und Seiten ein Thema in der Bibel zu betrachten. Gott freut sich auf den Sabbat. Gott hat Lust auf den Sabbat, weil er weiß, an diesem Tag können die Gläubigen mal tatsächlich sich auf mich konzentrieren. Sie haben nicht 1000 andere Dinge, die sie beschäftigen. Glaubst du nicht, dass Gott sich auf den Sabbat freut? Menschen, die vorgehen, ihm zu folgen, jetzt in seine Gegenwart kommen und Zeit haben. Ich glaube, manchmal ist dann doch ein bisschen enttäuscht, wenn wir den halben Sabbat verschlafen, oder? Gott hat Lust am Sabbat. Gott freut sich auf den Sabbat. Die Frage ist: Freuen wir uns auch?
[47:07] Übrigens, man kann manchmal den Sabbat dadurch entweihen, dass man zwar nicht zur Arbeit geht, aber im Gottesdienst über die Arbeit nachdenkt und nach dem Gottesdienst die ganze Zeit über die Arbeit redet, was man letzte Woche alles gearbeitet hat und was man morgen alles arbeiten wird und was sowieso noch an Arbeit ansteht. Und wenn man dann den ganzen Sabbat über die Arbeit geredet hat, obwohl man zwar nicht gearbeitet hat, dann denkt sich Gott: Das ist so, als wenn ich mit meiner Frau dann ein Date habe und die ganze Zeit über meine Arbeit rede, auch wenn ich nicht selbst arbeite. Ist nicht so das Wahre, oder?
[47:42] Wenn du schon ab und zu mal den Sabbat gehalten hast, achte mal darauf, wie leicht man am Sabbat auch einfach über die Arbeit, über weltliche Hobbys redet, einfach nur so, weil man sich gar nicht drauf fokussiert, wirklich Zeit mit Gott zu verbringen. Dann wirst du an dem Herrn deine Lust haben. Und ich will dich über die Höhen des Landes führen und dich speisen mit dem Erbe deines Vaters Jakob. Gott sagt: "Wenn du an dem Sabbat Lust hast, dann hast du auch an Gott Freude."
[48:15] Mit anderen Worten, du kannst an dem Sabbat, wie so an einem Lackmustest, ein bisschen selbst überprüfen, wie sehr mag ich eigentlich Gott. Ich meine, es ist ja relativ leicht daher gesagt: "Ich mag Gott", oder? Ich meine, wer geht schon in eine Kirche und sagt nicht, dass er Gott liebt? Aber ob wir ihn wirklich lieben, ob wir wirklich unsere Freude an ihm haben, ich glaube, das zeigt sich Sabbat für Sabbat, was wir tun, was wir sagen, was wir denken an diesem heiligen Tag offenbart, wie eng unsere Beziehung eigentlich zu ihm wirklich ist.
[48:55] Nun, was kann man am Sabbat denn machen, wenn man also jetzt nicht seine eigene Erwerbstätigkeit tut, wenn man jetzt nicht den ganzen Wocheneinkauf macht? Was wozu ist der Sabbat denn da? Nein, so viel kann ich mal verraten: Der Sabbat ist nicht dazu da, den ganzen Schlaf nachzuholen, den man die Woche über nicht gekriegt hat. Also, niemand wird verloren gehen, wenn er mal am Sabbat ein Nickerchen macht. Das ist nicht dein Punkt, aber der Sabbat hat eine aktive Bedeutung.
[49:19] Jesus kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit. Was eine Gewohnheit? Das ist etwas Regelmäßiges. Jesus ging nach seiner Gewohnheit, damals gab es noch keinen Livestream, er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in den Gottesdienst. Aber nicht nur, um dort sich berieseln zu lassen, um hinterher am Mittagstisch sich drüber zu beschweren, dass die Predigt nicht ganz so toll gewesen ist. Ne, er kam nicht einfach nur, um zu gucken und zu kritisieren, wer wie aussieht und was jetzt wieder gesagt hat und ob das überhaupt so richtig ist. Er kam, um aktiv mitzumachen. Er stand auf, um vorzulesen. Gott möchte nicht nur, dass wir in ein Kirchengebäude gehen. Er möchte, dass wir aktiv an der Anbetung Gottes, an der Verkündigung seines Wortes, am Studium seines Wortes teilnehmen, dass wir uns einbringen mit unseren Gaben und Fähigkeiten. Nicht jeder kann aufstehen und vorlesen, nicht jeder kann eine Predigt halten, aber jeder kann im Gottesdienst aktiv sein. Jeder kann im Gottesdienst den anderen segnen. Jeder kann am Sabbat für einen anderen Menschen zum Segen werden durch das, was er sagt, durch das, was er tut.
[50:32] Jesus war nicht der Meinung, dass man den ganzen Sabbat in vier Wänden verbringt. Ich weiß noch, wie ich vor vielen Jahren mal in China gewesen bin und die wunderbaren chinesischen Christen dort tatsächlich der Meinung waren, ein guter Sabbat besteht darin, dass man um 4 Uhr aufsteht, um 5 Uhr die erste Predigt hält und dann den ganzen Sabbat eine Predigt nach der anderen. So richtig so, das nannten die Erweckungssabbat. Ja. So Predigt, Predigt, Predigt, Predigt, Predigt, Predigt. Die fielen aus allen Wolken, als ich ihnen erklärte aus der Bibel, dass wir eine Predigt halten werden und dann am Nachmittag in die Natur gehen, in einen der vielen schönen Parks, die es dort in der Umgebung von Shanghai gab, und uns an der Natur erfreuen, weil Jesus das auch so gemacht hat und der Sabbat ja dazu da ist, sich an die Schöpfung zu erinnern. Oder wenn du einen Sabbat verbringst und du hast nicht eine einzige Minute über eine Blume nachgedacht, über einen Vogel oder über irgendein eigenes Körper, dann hast du eigentlich den Sinn des Sabbats verfehlt. Der Sabbat ist dazu da, über die Natur, über Gottes Schöpfung sich Gedanken zu machen. Dazu ist er jetzt aber da, sich daran zu erinnern, dass Gott durch sein Wort etwas geschaffen hat und durch sein Wort er in unserem Herzen auch etwas schaffen möchte.
[51:49] Der Sabbat ist für alle da, sogar für dein Rind und für dein Esel. Manchmal hat man ja Angestellte, man ist vielleicht selbstständig und ist dann froh und dankbar, wenn man den Sabbat selbst halten kann. Aber ich würde soweit gehen nach der Bibel, dass wir auch eine Verantwortung haben für die Menschen, die von uns abhängig sind. Wenn ich selbst den Sabbat halte, aber andere für mich arbeiten lasse mit Dingen, die unnötig sind, dann trage ich die Verantwortung dafür, dass sie den Sabbat nicht halten, diesen heiligen Tag nicht nutzen, die Gegenwart Gottes in der Form nicht erleben. Es lohnt sich also drüber nachzudenken, nicht nur wie ich den Sabbat verbringe, sondern auch wie die Menschen, die von mir abhängig sind oder für die ich eine Verantwortung habe.
[52:43] Zum Ende wollen wir uns folgendes vor Augen führen: Der Sabbat ist Gottes Ruhetag durch alle Zeichen, durch alle Zeiten. Als Gott die Welt geschaffen hat, heißt es: "Aber am siebten Tag ruhte er und erquickte sich." Den Sabbat gibt es seit es die Schöpfung gibt, seit es Menschen gibt. Manchmal gibt es Christen, die sagen: "Aber der Sabbat, der ist doch von Gott am Sinai für die Juden gegeben worden." Selbst wenn der Sabbat am Sinai gegeben worden wäre, wäre er immer noch für alle Menschen, denn im Sabbatgebot steht auch "dein Fremdling". Aber den Sabbat gab es nicht nur schon bei der Schöpfung, ihn gab es auch vor dem Sinai. Als die Israeliten durch die Wüste wanderten, heißt es hier: "Morgen ist eine Ruhe, ein heiliger Sabbat des Herrn. Was ihr backen wollt, das backt, was ihr kochen wollt, das kocht. Was aber übrig ist, das legt beiseite, damit es bis morgen aufbewahrt wird." Und Gott nannte damals schon den Sabbat ein Gebot und eine Anweisung. Und dann kommt der Sinai selbst, an dem Gott gesagt hat: "Gedenke." Die meisten Gebote fangen ja anders an, oder? Sie fangen an mit den Worten: "Du sollst nicht, du sollst nicht töten, sollst nicht Ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren, du sollst nicht, du sollst Vater und Mutter ehren." Aber beim Sabbatgebot heißt es: "Gedenke." Warum? Weil der Sabbat schon immer da gewesen ist und wir so leicht vergessen, dass Gott ein Date mit uns hat.
[54:19] Gedenke nicht nur an den Tag, nicht nur: "Ah ja, jetzt ist wieder, jetzt ist wieder, jetzt ist wieder äh Samstag, jetzt ist Sabbat." Nein, gedenke, dass dieser Tag gesegnet und geheiligt ist, damit du Ruhe findest für deine Seele.
[54:43] Nach dem Sinai, in der Zeit des Alten Testaments, in der Königszeit heißt es hier: "Am Sabbattag sollen sie keine Last durch die Tore dieser Stadt reintragen." Jesus selbst hat den Sabbat gehalten, wie wir gesehen haben. Und er sagt auch, dass nach seiner Kreuzigung der Sabbat immer noch gelten wird. Er sagt: "Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschieht." Jesus selbst hat den Sabbat gehalten, geglaubt und vom Sabbat gesagt, dass er in Zukunft noch gelten wird. So haben die Apostel den Sabbat gehalten und sind an Sabbaten in die Synagogen gegangen und haben dort äh gepredigt.
[55:22] Und dann sagt die Bibel, dass sogar auf der neuen Erde, das heißt hier: "Denn gleich wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, von meinem Angesicht bleiben werden, spricht der Herr, so soll auch euer Samen und euer Name bestehen bleiben." Die Bibel sagt, dass auf der neuen Erde an jedem Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um vor ihm anzubeten. Jetzt müssen wir eigentlich nur logisch denken. Wenn bei der Schöpfung der Sabbat galt, wenn vor dem Sinai der Sabbat galt, wenn beim Sinai in den zehn Geboten der Sabbat bestätigt wurde, wenn nach dem Sinai in der Zeit Israels der Sabbat galt, wenn Jesus den Sabbat gehalten hat und wenn die Apostel den Sabbat gehalten haben und auf der neuen Erde der Sabbat immer noch gehalten wird, was ist dann heute? Das ist wie wenn man im Physikunterricht ganz viele Messwerte hat, die alle so auf der gleichen Linie liegen. Muss einfach nur die Linie durchziehen, oder? Dann gilt der Sabbat noch heute, oder?
[56:26] Und so heißt es hier in der Offenbarung von unserer Zeit: "Und ich sehe einen anderen Engel mitten im Himmel fliegen. Der hat ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Volk, Stamm und jeder Sprache und jedem Volk. Was sagt er? Er sagt: 'Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichtes ist gekommen und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.'" Das ist fast ein wörtliches Zitat aus 2. Mose 20, der Sabbat.
[57:00] Der Sabbat zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Bibel. Und es ist eine Tragödie, dass so viele Menschen, die sich Christen nennen, den Sabbat, den Christus bei der Schöpfung gegeben hat, den Christus bei dem Sinai-Ereignis, bei den zehn Geboten bestätigt hat und den er in seinem eigenen Leben ausgelebt hat, dass sie ihn nicht kennen. Von allen Dingen beeindruckt mich das allermeisten. Ich glaube, wir alle wissen, an welchem Wochentag Jesus gestorben ist. Oder? Jesus starb an einem Freitag, als es schon Abend geworden war. Es war nämlich Rüsttag. Das ist der Tag vor dem Sabbat. Freitagnachmittag starb Jesus Christus. Weiß jemand, wann Jesus auferstanden ist? Das ist nicht schwer. An einem Sonntag, am ersten Tag der Woche, stand er auf.
[58:04] Jesus an einem Freitag gestorben, an einem Sonntag auferstanden. Am Freitag hat er die Lasten der Welt getragen. Er hat für unsere Erlösung so viel gearbeitet, das können wir uns gar nicht vorstellen. Am Sonntag war auch sehr geschäftig. Ist früh auferstanden von den Toten. Ist keine Kleinigkeit, von den Toten aufzuerstehen. Und dann ist er noch am selben Tag in den Himmel aufgefahren, um dort beim Vater einen Termin wahrzunehmen. Der Sonntag war sehr geschäftig. Aber zwischen diesem unfassbar anstrengenden Freitag und dem sehr geschäftigen Sonntag lag ein Sabbat. Und diesem Sabbat hat Jesus geruht. Er hatte am Freitag, als alles für unsere Erlösung getan war, der Preis bezahlt worden ist, vollständig, hat er gesagt: "Es ist vollbracht." Als Jesus die Welt geschaffen hatte, hat er nach sechs Tagen gesagt, er den ersten Tag, zweiten Tag, er hat gesagt, am sechsten Tag es war alles vollendet, oder? Und als alles vollendet war, vollendete er die Schöpfung, indem er ruhte. Und nachdem er alles getan hat für deine und meine Erlösung, als er gesagt hatte: "Es ist vollbracht", vollendete er die Erlösung, indem er ruhte, indem er den Sabbat noch in seinem Tod hielt.
[59:39] Manchmal gibt es Leute, die sagen, dass die Gebote mit dem mit dem Kreuz Jesu abgeschafft werden. Das glaube ich nicht. Dann wäre Jesus am Sabbat früh auferstanden. Am Tag, nachdem Jesus gestorben ist, hat er die zehn Gebote gehalten, obwohl er tot war, hat am Sabbat geruht und ist am Sonntag auferstanden. Der Sabbat ist also nicht nur das Zeichen der Schöpfung, er ist auch ein Zeichen für die Neuschöpfung.
[1:00:10] Und deswegen sagt die Bibel: "Gedenke an den Sabbat und heilige ihn." Nun, ich kann eine ganze Menge erzählen über diesen wunderbaren Kreichtaler Apfelsaft hier. Ich kann dir erklären, kann dir die Farbe beschreiben, ich kann dir beschreiben, wie er riecht. Wenn ich es könnte, dann könnt ihr auch die chemischen Formeln analysieren. Aber woher weiß man, wie Apfelsaft schmeckt? Herrlich.
[1:00:54] Wenn du wissen willst, was echte Ruhe in Gott ist, dann kann ich dir die gesamte Geschichte des Sabbats Jahrhundert für Jahrhundert aufdröseln. Kann die ganze Theologie des Sabbats erklären, alle Bibelstellen über den Sabbat anschauen. Man kann sich alle möglichen Gegenargumente anschauen und schauen, wie sie nicht funktionieren. Man kann alles mögliche, man kann Erfahrungen von anderen hören, aber wenn du die Ruhe Gottes erleben willst, musst du was tun.
[1:01:23] Mein Lieblingsteil der Predigt: Ausprobieren. Du musst den Sabbat ausprobieren. Und wenn du ihn noch nie getestet hast, spreche auch zu denen, die jetzt vielleicht live zuschauen, vielleicht zum ersten Mal davon gehört hast: Teste den Sabbat mal, probier mal aus, einen Tag alles wegzulegen. Und wenn du sagst: "Okay, dann fange ich demnächst an." Wunderbar. Du kannst jetzt gleich direkt hier loslegen. Laut der Bibel beginnt der Sabbat, beginnt jeder Tag mit dem Sonnenuntergang. Gott schuf die Welt und es heißt immer: "Es wurde aus Abend und Morgen der erste Tag." Abend und Morgen der erste Tag. Im alten Orient, das ist äh in allen Kulturen so gewesen. Damals begann der Tag immer mit dem Sonnenuntergang.
[1:02:12] Vielleicht hast du es gar nicht gewusst. Wir haben heute Sabbat. Also, lass die Arbeit, die da ruft, lass sie einfach für ein paar Stunden bis morgen zum Sonnenuntergang liegen und nimm dir Zeit für Gott und teste, ob er dich nicht reich segnen wird.
[1:02:29] Vielleicht fragst du dich: Aber wie soll ich das machen? Ich habe wichtige Arbeit, ich habe ein Studium vielleicht, ich habe wichtige Prüfung. Ich weiß nicht, ob ich den Sabbat halten kann. Möchte am Ende heute eine kleine Geschichte erzählen. Wir waren Kinder zu Hause, als mein Papa arbeitslos wurde. Wir waren drei Kinder, Mama hat nicht gearbeitet, Papa arbeitslos. Das war eine echte Krise. Papa brauchte Arbeit. Er musste für seine Familie sorgen. Es gab verschiedene Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Er hat mal das gemacht, mal das, aber das war natürlich nur zeitlich begrenzt. Er brauchte eine Arbeit. Er hat dann eine Stellenausschreibung gesehen im Ort, etwas, was gar nicht, also er ist eigentlich Handwerker gelernt, eine Stellenausschreibung für eine Stelle am Amt. "Ich versuch's mal." Ja, hat sich dort beworben, hat aber gleich gesagt, es er müsste eine Ausbildung dann noch machen, die so berufsbegleitend ist und von der hieß es, dass sie immer Freitag, Sabbat, Sonntag ist. Hat gleich gesagt: "Also, das werde ich nicht machen können. Ja, wenn Sie mich trotzdem einstellen, sehr gerne, aber Sabbat steht nicht zur Verfügung." Da haben sie gesagt: "Ja, es tut uns leid, also Sie müssen sie schon lernen, nicht wahr, und geht halt nicht." Okay.
[1:03:49] Als er zu Hause war, haben sie noch mal angerufen und gesagt: "Wir haben zwar 70 Bewerber gehabt, aber wir möchten Sie haben. Wir haben noch eine Ausbildungseinheit gefunden, die geht nur alle paar Wochen, dafür von Montag bis Freitag." Gesagt, getan. Papa hat den Vertrag unterschrieben, mit Enthusiasmus angefangen, zur ersten Ausbildungseinheit gefahren und ob sie sich vertan haben oder bewusst geflunkert haben, weiß ich nicht, aber die Ausbildung ging von Montag bis Sabbat und das jetzt für die nächsten, ich weiß nicht, 10, 11 Monate einmal im Monat. Papa hat gebetet. Papa wusste, wie wichtig es ist, diese Arbeit zu behalten. Und Papa ist am Freitag nach Hause gefahren. Er hat dann kurz darauf von anderen rausgefunden, dass an diesem Sabbat der Unterricht ausgefallen ist. Wir haben gedacht: Ja, Preis den Herrn. Was ein toller Zufall, oder?
[1:04:56] Beim nächsten Mal ist er hingefahren, am Freitag nach Hause gefahren, um kurz darauf herauszufinden, dass am Sabbat wieder der Unterricht ausgefallen ist. Er ist jedes Mal am Sabbat ausgefallen und jedes Mal aus einem anderen Grund. Mal war der Lehrer krank, die Heizung kaputt, der Saal belegt. Es war Gott, er hat sich noch Mühe gemacht, jedes Mal einen anderen Grund zu nehmen. Das hat mein Bewusstsein von Sabbattreue sehr geprägt. Das einzige Mal, wo es stattfand, gab es keinen neuen Stoff. Es wurde nur wiederholt, was er nicht brauchte. Er hat nicht einen einzigen Satz verpasst, der unterrichtet worden ist, weil er den Sabbat sogar über das gestellt hat, was man vermeinen würde, dass das essentiellste ist, oder für die eigene Familie zu sorgen. Keiner von uns hätte es ihm verdacht, wenn wir menschlich denken. Aber Gott geht's nicht darum, menschlich zu denken. Bei Gott geht's darum, Gott mehr zu vertrauen als unserem eigenen menschlichen Verstand.
[1:06:08] Und ich weiß nicht, ob du in deinem Leben schon mal mit dem Sabbat in Konflikt gekommen bist. Ich habe das in meinem Leben erlebt. Meine Frau hat das oft erlebt, aber ich glaube, wenn wir hier anfangen würden, könnte so manche erzählen, welche großartigen Erfahrungen man macht, wenn man Gott von Herzen vertraut.
[1:06:27] Gibt's heute jemanden, der sagt: "Ich möchte diesen Sabbat, dieses Geschenk Gottes annehmen? Ich möchte den Sabbat erleben. Ich möchte Sabbat feiern heute, nicht wahr? Also heute morgen nicht und jede Woche. Es ist dein Wunsch, Gott und sein Angebot des Sabbats von Herzen anzunehmen und seine Ruhe zu erleben." Kann ich deine Hand sehen? Das ist dein Wunsch. Gott sei gelobt. Kommt, aufstehen und beten.
[1:07:10] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du uns den Sabbat geschenkt hast. Und wenn wir ganz ehrlich sind, dann ist uns manchmal gar nicht bewusst, wie groß das Geschenk eigentlich ist. Und ich glaube, jeder von uns, egal ob schon öfter den Sabbat gehalten hat oder vielleicht zum ersten Mal von der Idee hört, wir alle haben noch Potenzial da tiefer hineinzuwachsen. Wir wollen nicht einfach nur einen Tag nichts tun. Wir wollen einen Tag besonders viel Zeit mit dir verbringen in unseren Gedanken, in unseren Worten, in dem, was wir tun, für andere ein Segen sein. Herr, wir danken dir, dass wir nur sechs Tage arbeiten müssen und dass niemand sich überarbeiten muss. Herr, wir dürfen uns anstrengen, wir dürfen uns Mühe geben, aber wir dürfen auch das, was zu viel ist, dir abgeben und du sorgst uns. So möchten wir dich bitten, dass du uns das Wollen und Vollbringen schenkst, die Kraft und die Bereitschaft, dein Wort höher zu stellen, selbst als unsere existentiellen Nöte, um zu testen, dass dein Wort wirklich wahr ist und deine Liebe real und man sich auf dich verlassen kann. Herr, hab Dank dafür von ganzem Herzen und segne diesen Sabbat, der vor kurzem begonnen hat und an dem wir noch einiges mit dir erleben wollen. Im Namen Jesu beten wir. Amen.