Veröffentlicht am
751 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Sola Veritas – Die Wahre Chronik der Reformation

500 Jahre ist die Reformation alt: wird sie fortgeführt oder begraben? Wie verhalten sich Luthers Erben und was wird aus seinen (Wieder)entdeckungen? All das sind wichtige Fragen. Doch beantworten kann sie nur, wer das Reformationsgeschehen selbst gründlich kennt. „Sola Veritas – Die wahre Chronik der Reformation“ bietet weitaus mehr als die üblichen bekannten Zusammenfassungen und Anekdoten. Ausgehend vom Jahre 1482 wird alles chronologisch erzählt, was weltgeschichlich und biographisch (sowohl bezüglich Luther als auch vieler anderer, zum Teil sehr unbekannter Reformatoren) wichtig war. Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Spätmittelalters, erleben sie das zaghafte Aufblühen von Wissenschaft und Kultur, verfolgen sie die Debatten um philosophische und theologische Streitfragen und entdecken sie Schritt für Schritt mit Luther und seinen Mitkämpfern befreiende biblische Wahrheiten. So wird Kirchengeschichte lebensnah und endlich gut verständlich…. Neue Folgen wöchentlich, bzw. wenn es die Zeit erlaubt. Ein Programm von www.joelmediatv.de

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von Sola Veritas wird der Dezember 1518 beleuchtet, ein entscheidender Monat für die Reformation. Der Sprecher Christopher Kramp thematisiert die bevorstehende und wichtige Entscheidung für Ulrich Zwingli, nach Zürich zu wechseln, sowie die unsichere Lage Martin Luthers, der mit Fluchtgedanken spielt. Es wird auch auf die Rolle von Friedrich dem Dritten eingegangen, der sich hinter Luther stellt, und auf Luthers Veröffentlichung der „Acta Augustana“, die seine Sicht der Ereignisse in Augsburg darlegt und die Autorität des Papstes in Frage stellt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Sola Veritas - Die wahre Chronik der Reformation

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:37] Herzlich willkommen zu Sola Veritas, die wahre Chronik der Reformation. Hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass Sie wieder eingeschaltet haben. Wir wollen gemeinsam weiter die Geschichte der Reformation studieren und das Leben der Reformatoren unter die Lupe nehmen. Heute soll es vor allem um den letzten Monat des Jahres 1518 gehen und dann im zweiten Teil dieser Folge werden wir uns anschauen, was einige der kleineren Reformatoren im gesamten Jahr 1518 erlebt haben, was sich nicht immer so genau auf einzelne Daten festmachen lässt. Aber bevor wir damit beginnen, wollen wir jetzt noch einmal gemeinsam beten und dazu lade ich Sie ganz herzlich ein.

[1:14] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir auch heute aus der Reformationsgeschichte etwas lernen dürfen, wie du Männer und Frauen benutzt hast, um dein Werk, die Verkündigung des Evangeliums in dieser Welt voranzubringen. Wir dürfen aus ihren Fehlern und aus ihren Siegen lernen und möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist gegenwärtig bist, dass wir das erkennen, was für uns persönlich in unserer Zeit ganz besonders wichtig ist. Im Namen Jesu. Amen.

[1:52] Teil 28: Dezember 1518 – Tage der Entscheidung. Nicht nur für Martin Luther war es ein Zeitpunkt der Entscheidung, dieses Ende 1518 auch für Ulrich Zwingli. Stand eine große und wichtige neue Entscheidung an. Er sollte einen nächsten Schritt machen in seinem Leben. Er hatte jetzt fast drei Jahre in Einsiedeln als Prediger dort an der Wallfahrtskapelle gedient und eigentlich hätte er zurückkehren sollen nach Glarus, wo er zuvor etliche Jahre als Pfarrer gedient hatte. Glarus hatte man sich schon auf ihn gefreut und doch kam alles anders.

[2:42] Im Laufe des Jahres 1518, einer der Freunde von Zwingli, mit denen er eben regelmäßigen Briefkontakt stand, das war der Oswald Myconius, der war seines Zeichens Lehrer am Großmünsterstift in Zürich und hatte mitbekommen im Laufe des Jahres 1518, dass ein neuer Lautpriester, neuer Prediger für dieses Großmünster in Zürich gesucht worden ist. Entsprechend hatte er Zwingli informiert und der hatte sich dann, bekommt, Zürich war die wichtigste Stadt in der Eidgenossenschaft und an diesem Großmünster Prediger zu sein, würde eine bedeutende Stelle sein, einen großen Einfluss hatte man dort an diesem Großmünster. Und so wurde dann tatsächlich Zwingli ausgewählt und er verbrachte dann die letzten Wochen des Jahres 1518 damit, sich aus Einsiedeln zu verabschieden und sich vorzubereiten auf seinen neuen Dienst in Zürich, den er ab dem 1. Januar 1519 beginnen würde.

[3:54] Noch unsicherer war die Lage für Martin Luther. Er war sich Ende November – Sie haben das letzte Mal in der letzten Folge aufgehört – nicht sicher, ob er in Wittenberg überhaupt bleiben könne. Er hatte in Erwägung gezogen, nach Frankreich zu flüchten. Und so feiert Luther am 1. Dezember seinen Abschied von seinen Freunden in Wittenberg. Er rechnet damit, dass er innerhalb der nächsten Tage oder Wochen die Stadt verlassen wird, vielleicht für immer.

[4:29] Und während er und seine Freunde dort in Wittenberg so ein letztes Mal gemeinsam zusammen essen, wie sie glauben und den Abschied feiern, erreicht Luther ein Brief von Palatin und Spalat. Er schreibt in diesem Brief: „Bitte bleibe.“ Und Luther hat das sehr ernst genommen, diese Aufforderung, Wittenberg nicht zu verlassen. Trotzdem war er sich weiter hin unsicher, wie geht es jetzt weiter mit mir?

[5:01] In diesen Tagen ist wohl so lässt sich einigermaßen rekonstruieren in Wittenberg, in Kursachsen, die Idee entstanden, möglicherweise, den Luther in Schutzhaft zu nehmen, also den Eindruck zu erwecken, er würde gefangen genommen sein, aber in Wirklichkeit damit vor Rom zu schützen. Eine Idee, die dann einige Zeit später noch ganz berühmte, eine ganz berühmte Rolle spielen sollte im Verlauf der Reformation.

[5:33] Es sieht so aus, dass insbesondere Fabian Feiert, einer der sächsischen Räte, sich beim Kurfürsten stark für Luther eingesetzt hat, schon zu der Zeit, geil, dass einige der Berater vom Kurfürsten zu den engsten Vertrauten und Anhängern Luthers zählten. Und so entscheidet sich der Kurfürst Anfang Dezember 1518 in einer wirklich, man muss sagen, weltgeschichtlich bedeutsamen inneren Entscheidung dafür, sich hinter Luther zu stellen.

[6:08] Anfang Dezember hat dann auch Luther davon erfahren und gewusst, der Kurfürst steht hinter mir. Man hat verschiedentlich versucht zu ergründen, was den Friedrich den Dritten dazu bewogen haben könnte. Waren es allein politische Interessen? War es vielleicht die Sorge um die Universität? All das wird eine Rolle gespielt haben. Doch lässt sich nicht ausschließen, sondern es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass Friedrich der Dritte selbst auch persönlich geistlich angesprochen war von der Position Luthers und auch wirklich Sympathien hatte für das, was Luther lehrte und wofür er stand und sich deswegen auch inhaltlich durchaus vorstellen konnte, Luther weiter erst mal zu verteidigen.

[6:52] Luther weiß, wie gesagt, jetzt, dass er in Sachsen, in Kursachsen, erst einmal sicher ist. Der Gedanke der Ausreise ist allerdings noch nicht völlig vom Tisch, denn Luther möchte ja auch keinesfalls Friedrich den Dritten irgendwie belasten, weil der mit seiner Entscheidung, hinter Luther zu stellen, ja jetzt selbst das Risiko auf sich genommen hat. Zumal braucht Luther auch eine gewisse Freiheit, um theologisch arbeiten zu können.

[7:21] Und in dieser Zeit dieser äußerst spannenden, unsicheren Zeit, jetzt, wo große Weichenstellungen für die nächsten Jahre getroffen werden, hatte Luther auch die ersten Gedanken durchdacht. Er wollte eine Schrift herausbringen, die über die Herrschaft des Antichristen in Rom gehen sollte. Also diese Idee, dass der Antichrist in Rom herrscht, die ging ihm jetzt Ende 1518 doch zum ersten Mal konkret durch den Kopf.

[7:58] Derweil wandte sich Johannes Eck an Herzog Georg von Sachsen. Der Eck wollte unbedingt die Disputation mit Karlstadt, wobei es natürlich nicht nur um die 380 Thesen von Karlstadt, sondern ganz besonders natürlich um die Theologie von Luther gehen sollte, so wie in den einigen Wochen zuvor in Augsburg mit Luther ausgemacht, sollte es 1519 zu dieser großen öffentlichen Diskussion kommen und man hatte sich entschieden, sie in Leipzig stattfinden zu lassen. Und so hat sich Johannes Eck jetzt an den Landesfürsten gewandt, nämlich Herzog Georg von Sachsen, natürlich nicht zu wechseln mit dem Kurfürsten von Kursachsen.

[8:34] Wer die ersten Folgen dieser Serie gesehen hat, weiß, dass Kursachsen geteilt worden war, nicht viele Jahre zuvor, in Kursachsen und das Herzogtum Sachsen. Und Herzog von Sachsen sollte die Erlaubnis erwirken, an der Universität diese Disputation durchführen zu können. Die Universität war allerdings gar nicht begeistert. Die wollten nicht hineingezogen werden in diesen politischen Streit und lehnten deswegen ab. Die Argumentation war es simpel: In dem Streit geht es unter anderem um den Papst, über den darf man gar nicht diskutieren. Und so hat die Universität vorgeschlagen, man sollte doch wie bei einer Synode einberufen oder eine Verhandlung vor päpstlichen Kommissaren durchführen. Also die Universität von Leipzig sagt, wir wollen damit nichts zu tun haben.

[9:29] Mitten in den Vorbereitungen von Zwingli, jetzt nach Zürich über zu wechseln, kam ein Gerücht auf, das leider nicht nur ein Gerücht war und das Anlass gab für Zwingli am 5. Dezember einen Brief zu schreiben, der bis ins 19. Jahrhundert im Wesentlichen geheim gehalten worden ist, von dem man nichts wusste und der bis heute eigentlich relativ unbekannt ist in der Zwingli-Biografie. Es geht darum, dass Zwingli auch in seiner Zeit in Einsiedeln einen moralischen Fall gehabt hat.

[10:00] Am besten lassen wir ihn selbst zu Wort kommen, wie er das hier am 5. Dezember 1518 ausdrückt. Er schreibt dann an einen Freund: „Zuerst, also soll dir nicht verborgen sein, dass ich vor ungefähr drei Jahren den festen Vorsatz gefasst hatte, kein Weib mehr zu berühren, weil er Paulus gesagt hat, es sei gut, wenn man kein Weib berühre.“ Wir erinnern uns, dass er in seiner Zeit in Glarus als Pfarrer immer mal wieder außer ehelichen Geschäftsverkehr mit Frauen gehabt hatte, aber dann sich vorgenommen hatte, aufgrund seines Studiums des Evangeliums, diese Sünde aufzugeben, zu bereuen und nicht mehr zu tun.

[10:35] Und dann sagt aber hier im nächsten Satz: „Aber es ist nicht gut gelungen. In Glarus blieb ich allerdings von da an ein halbes Jahr meinen Vorsatz treu. In Einsiedeln aber nicht mehr länger als ein Jahr, da ich eben in Einsiedeln mit acht und als auch interessante Formulierung hier, niemanden fand, denn diese Lebensweise mitteilte, wohl aber nicht wenige, die mich verführt.“ Und dann geht es weiter: „Ach, da bin ich gefallen und dem Hunde gleich geworden, der sich zu seinem Auswurf wendet, wie der Apostel Petrus sagt, ohne tiefe Beschämung. Gott weiß es, hole ich dies aus den Tiefen meines Herzens herauf, sogar vor dir, vor welchen ich mich doch auch mündlich weniger als vor sonst irgendeinem sterblichen Menschen auszusprechen scheue.“

[11:20] Und diese Angelegenheit, die dann für einigen Aufruhr gesorgt hat, muss einen Fall betreffen, den nicht nur einmal vollkommen ist. Dann sagt Zwingli: „Hier, dass er in Einsiedeln nur ein Jahr ausgehalten hat, aber ungefähr drei Jahre da und heraus kam die Sache, weil eine junge Frau schwanger gewesen ist und in Zürich sogar Beschwerde eingelegt hat, dass man diesen Dingen, die nicht als Prediger anstellen sollte, weil er sie geschwängert haben.“ Und Zwingli geht dann auch ausführlich auf die Umstände ein und stellt klar, es habe sich zumindest nicht meine junge Frau gehandelt oder eine verheiratete Frau.

[12:03] Aber der Brief ist ein bisschen schwierig, auch weil trotz seiner Reue er in gewisser Weise auch die Schuld sehe auf die Frau abschiebt und nicht als zugenäht ich mit ihr umgeht. Und das einen kleinen, ein dunkles Kapitel im Leben von Zwingli, was uns mehrere Dinge lehrt. Zum einen, dass auch die größten der Reformatoren nicht frei von schweren moralischen Fehlern sind. Und zweitens, dass Gott in der Lage war, trotzdem auch solche Menschen durch seine Gnade verändern konnte und dann zu Instrumenten seines Werkes machen konnte. Das ist sicherlich die, die vor allem positive und wichtige Lektionen aus dieser Geschichte.

[12:49] Am 7. Dezember hatte Friedrich der Dritte dann sein Antwortschreiben an Cajetan verfasst. Der Legat war sicherlich sehr begierig zu sehen, ob der mächtige Kurfürst einer Argumentation in seinem Bericht aus Augsburg gefolgt sei. Aber Cajetan musste enttäuscht feststellen, dass der Kurfürst anders dachte und sich doch letztlich hinter Luther gestellt hatte. Die Antwort hat hier einige Hauptpunkte gehabt, die wir kurz anschauen wollen.

[13:23] Friedrich der Dritte sagt: Luther wird nicht ausgeliefert werden, weil man bisher seine Ketzerei, die angebliche Ketzerei, nicht bewiesen hat und die meisten Gelehrten in Sachsen sehen überhaupt keinen Anhaltspunkt, dass Luther ein Häretiker sei. Außerdem, so schrieb Friedrich der Dritte, würde eine Vertreibung Luthers der Universität schaden. Aus dem einfachen Grund, weil schon sehr viele Studenten nach Wittenberg gekommen waren, gerade wegen Luther, um bei ihm auch zu studieren.

[13:56] Luther erhält eine Kopie dieses Briefes natürlich auch und ist hochzufrieden, dass sein Landesherr, der Kurfürst, sich so hinter ihn gestellt hat. Trotzdem ist es dem Kurfürsten daran gelegen, möglichst den Schaden zu begrenzen. Und als er realisiert, was für einen Sprengstoff die sogenannten Acta Augustana sein könnten, also der Bericht dessen, was in Augsburg passiert ist, nachdem er zuvor die Erlaubnis gegeben hatte, die drucken zu lassen, wollte er sie jetzt am 9. Dezember doch wieder zurückziehen, sagen: „Nein, lasst uns das lieber nicht veröffentlichen.“ Doch dafür war es jetzt schon zu spät. Der Druck war bereits unterwegs.

[14:38] Und so kam im Dezember tatsächlich dieser Bericht heraus von dem, was in Augsburg passiert war. Luther schildert hier zumindestens seine Sicht der Ereignisse vom Oktober. Was war der wesentliche Inhalt? Schauen wir ganz kurz rein. In der Frage der Rechtfertigung war Luther sich so vollkommen sicher, dass das hier noch mal deutlich ausbreitet und deutlich macht, dass er an dieser Stelle nicht widerrufen kann oder will.

[15:09] Außerdem macht er deutlich, dass das Kirchenrecht die Bibel an vielen Stellen verdunkelt. Hier sieht man erneut Luthers Bestreben, der Bibel die absolut höchste Autorität zukommen zu lassen. Selbst das Kirchenrecht kann nicht denselben dieselbe Autorität beanspruchen wie die Bibel.

[15:32] Weiter heißt es, dass die Augustana Thesen, tatsächlich, also seine eigenen 95 Thesen, nicht mit der Papst-Bulle übereinstimmen, aber Luther trotzdem zu ihnen steht. Das heißt, er ist sich bewusst, dass er jetzt direkt dem widerspricht, was ein Papst schriftlich verkündet hat und er verwirft die Bulle, weil sie um die böse sein. Und das ist natürlich enorme Sprengstoff.

[15:54] War Luther hier deutlich sagt, nachdem wir ja in Augsburg noch versucht hat, irgendwie ein Kompromiss zu finden und irgendwie seine Sicht mit der Bulle in Übereinstimmung zu bringen, davon will jetzt nicht mehr viel wissen, sondern er sagt, die Bulle gesagt was anderes als was ich sage und ich stehe auf dem Boden der Bibel und der Papst liegt diesem falsch.

[16:17] Und um das biblisch auch zu untermauern, geht er auf Matthäus 16 ein, jene berühmte Stelle, auf die man sich schon seit Jahrhunderten bezieht, um zu begründen, warum das Papsttum absolut Autorität haben sollte, auch in Lehrfragen. Und Luther schaut sich die Stelle genau an und zeigt, dass sich Matthäus 16 nicht auf das Papsttum bezieht. Dort hatte Jesus gesagt: „Petrus, und ich sage dir auch, du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen und die Pforten des Todes sollen sie nicht überwältigen und ich werde die Schlüssel des Reiches der Himmel geben und was du auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein und was du auf Erden lösen wirst, das wird im Himmel gelöst sein.“

[16:59] Und das seit Jahrhunderten hatten Kirchenrechtler und Theologen behauptet, dass diese beiden Verse dem Petrus und den vermeintlichen Nachfolger des Petrus eine herausgehobene Stellung unter den Aposteln zusprechen würden. Und Luther hat durch Bibelstudium erkannt, dass das nicht der Fall ist. Das ist eine falsche Interpretation. Diese Bibelstelle ist zum einen, weil Jesus später dieselben Worte allen Jüngern zuspricht und zum anderen, weil der Felsen, auf denen sich Christus hier bezieht, Christus selbst ist und nicht Petrus.

[17:31] Und diese Erkenntnis baut Luther jetzt in dieser Acta Augustana mit hinein. Weiter lesen wir dort, dass er jetzt mit dem Augustana kurzen Prozess macht, während er ja hier auch eine Entwicklung durchgemacht hat, seit dem Oktober 1517 ist er jetzt an einem Punkt angekommen, wo er ohne Umschweife und ohne Harmoniebedürfnis deutlich sagt: Der Ablass ist Verführung, er ist Geldmacherei und er hat überhaupt nichts mit den Verdiensten Christi zu tun.

[18:08] Wir erinnern uns im Herbst 1517 klang das noch ganz anders. Da wollte er nur gegen die Exzesse in der Ablassverkündigung, gegen die Übertreibung eines Wechsels vorgehen. Aber dieser Weg hat ihn jetzt viel weiter geführt, als ursprünglich gedacht. Hatte er hat mittlerweile erkannt, dass der Ablass an sich systemisch durch ist und man sich vor ihm hüten sollte.

[18:30] Am 9. Dezember hat Luther Nachrichten aus Nürnberg erhalten, dass Karl von Miltitz, der päpstliche Gesandte, auf dem Weg nach Sachsen sei. Und er weiß nicht genau, wie Miltitz einzuschätzen ist. Er weiß nicht genau, was die Mission von Karl Vermeldet ist. Und von daher hat er erst einmal den Eindruck, dass sich die Lage erneut dramatisch zuspitzt.

[18:55] Ebenfalls im Dezember hat Luther mit dem Rektor der Universität Wittenberg, seinem Freund Bartholomäus Bernhardi, einige Verabredungen getroffen. Man hat ja Stück für Stück versucht, die ganze Skala der alten Altlasten aus den Vorlesungen zu entfernen. Und so hat man sich jetzt im Dezember entschieden, all die Vorlesungen, die auf den Schriften von Thomas von Aquin beruhen, vor allem die über Physik und über Logik, all das wegfallen zu lassen und diejenigen, die auf Augustinus basieren, die sollten noch fortbestehen, bis man auch diese Themen allein aus den Quellen ohne scholastische Kommentare behandeln kann. Stattdessen hat man sich geeinigt, Ovids Metamorphosen als Studieninhalt auch zu haben, eines der antiken Werke, die sich auch im Mittelalter immer großer Beliebtheit erfreut hat, trotz seines sehr deutlich heidnischen Charakters.

[20:05] Melanchthon hat dann Luther eingeladen, mal einen Brief an seinen Großonkel zu schreiben, an Reuchlin. Und Luther hat das dann auf Drängen von Melanchthon auch begonnen, hat ihm einen Brief geschrieben und ihn sehr gelobt für seinen Kampf für die wahre Theologie und hat dann sich selbst doch ein bisschen beschrieben, wie einen ähnlichen Kampf führend. Denn uns Reuchlin war ja schwer angegangen worden von den Dominikanern in Köln, vor allem wegen seinem Eintreten für die hebräischen Inschriften der Juden und hatte sich einer Häresie-Prozesse, einem Investitionsprozess ausgesetzt gesehen. Hat am Ende dort den Sieg zwar davon getragen, aber sein Name war verbunden mit diesem Machtkampf mit der Kirche.

[20:53] Und so hat Luther naturgemäß da versucht, eine Parallele zu ziehen und sich ein bisschen auf seine Seite zu stellen. Den hat den Brief allerdings nie beantwortet. Er hat sich immer sehr auf Distanz gehalten zu Luther und dem ganzen Reformationsgeschehen.

[21:12] Am 13. Dezember hatte Cajetan, der zu dem Zeitpunkt in Linz, wollte den Bischöfen dort mitgeteilt, das ist jetzt eine neue dogmatische Definition gibt, nämlich man hat den Ablass, wie in der letzten Folge ja schon gesehen, dogmatisch per Papstdekret einfach definiert. Und damit hat man jetzt die Sache gelöst, so glaubt man, weil man die anfangs nur das jetzt nicht mehr groß exotisch widerlegen muss. Man kann einfach sagen, der Papst hat gesprochen, so ist es und fertig aus. Und die Bischöfe vernehmen das natürlich, wie sie es gewohnt sind, erst einmal auch so ganz fraglos.

[21:57] Um die Zeit herum ist Luthers Appellation an ein Konzil, die Ende November hatte durchführen lassen, veröffentlicht worden, wohl auch gegen Luthers Willen. Hatte das ja eigentlich mehr als ein Ärmel geplant, als etwas, was man in der Hinterhand genannt haben konnte. Und diese Veröffentlichung dieser Appellation an ein Konzil erregte große Aufmerksamkeit. Luther hat, wie die Universität in Paris einige Monate zuvor, sich an ein Konzil gewandt, gleich zehn Mal, wo diese Appellation nachgedruckt und hat erneut für Wellen geschlagen.

[22:38] Am 18. Dezember hat dann Miltitz in Nürnberg erreicht, gemeinsam mit dem kaiserlichen Rat Pfiffer und dort in Nürnberg traf er einige alte Bekannte, unter anderem auch Christoph Scheurl, den Juristen, der auch mit Luther befreundet war. Drei Tage hält sich Miltitz dort auf und man spricht sehr ausführlich. Es stellt sich heraus, dass Miltitz ein sehr offenherziger Typ ist und nicht großartig Geheimnisse für sich behält. Er erzählt ganz frank und frei, wie man in Rom die Sache mit Luther sieht und dadurch kann Scheurl und einige andere Freunde von Luther können heraushören, wo das eigentliche Problem ist und entsprechend dann lauter Informationen zukommen lassen.

[23:28] Man erfährt von Miltitz zum Beispiel, dass man in Rom gar nicht so sehr an den 95 Thesen sich stört oder auch nicht an den Erklärungen dazu, sondern vielmehr an dem Sermon von Augustana, warum die 95 Thesen und auch die Erklärung sind und auf Latein verfasst worden. Aber der Sermon von Augustana ist auf Deutsch und damit ist die ganze Sache vor dem Volk ausgebreitet worden. Und darf man dem Luther mehr als die 95 Thesen übel nehmen. Und man erfährt auch durch...

[23:57] Thesen übel und man erfährt auch durch diese Gespräche, dass man in Rom durchaus kritisch über Tetzel und dessen Predigten denkt. Und dass der Papst sogar den Casting-Gutachter getadelt hat, weil der zu oberflächlich gehandelt hat in seinem Gutachten gegen Luther. Aus alldem schöpfen Scheuerl und seine Freunde die Hoffnung, dass die Sache vielleicht doch differenzierter ist und dass man hier Verhandlungs-Potenzial hat. Andersrum erfährt Miltitz jetzt von Finger und von Scheuerl überhaupt, wie stark Luther beliebt ist, wie große Sympathien für ihn sind. Und es stellt sich heraus, dass Miltitz äußerst beeinflussbar ist. Je mehr man positiv über Luther vor dem Regen über ihn redet, desto mehr fängt er an im Gespräch, seine eigene Position zu modifizieren. Und am Ende dieser Gespräche verabschiedet er sich sogar von dem Plan, direkt gegen Luther vorzugehen.

[24:53] Kaum sind die Gespräche vorbei, informiert Miltitz brieflich Luther und auch Spalatin über das, was man gesprochen hat. Und hier haben wir einen Ausschnitt aus diesem Brief vom 20. Dezember. Und es zeigt, welche Begabung Scheuerl in Sachen Diplomatie hat. Aber es zeigt auch, warum Scheuerl niemals Reformator gewesen ist. Lesen wir mal gemeinsam hier. "Es bewegt dich dein Gewissen, er schreibt an Luther, der Schrift mehr zu gehorchen als dem Papst, aber vielen scheint es, dass es dem Papst gegeben sei, die Schrift auszulegen. Und alles muss umsichtig und glücklich gehandelt werden. Es muss Rücksicht auf die Ordnung genommen werden, denn unserem Statthalter ist nichts verhasster als Sorgen. Wenn die Fürsten abstehen, was wirst du ausrichten?" Und man sieht hier sehr viel menschliche Voraussicht, aber eben halt nur menschliche Voraussicht, wie sich jetzt an den nächsten Sätzen zeigen wird.

[25:59] Jetzt schreibt weiter: "Wohin willst du gehen können, wenn der Fürst, also der Kurfürst, dich verlässt? Viele trauen den Franzosen wenig. Karl meint es, meldet hält es für gewiss, dass der König Franz, dass der König der Franzosen, die er nicht drei Tage bei stehen würde, wenn der Papst widerspricht. Mit ihm stimmt auch der Kaiser überein, welcher, wie ich höre, rät, dass du dem Papst gehorchen solltest." Pfeffinger sagt, dass er um deine Sache willen viele tausend Schritte gegangen sei. Was sich hier andeutet, ist, dass es in diesen Wochen und Monaten eine große Anzahl von diplomatischen Bewegungen gegeben hat, die wir heute gar nicht mehr rekonstruieren können. Diese kaiserliche Ratifizierung muss sehr viel für Luther hinter den Kulissen getan haben, aber doch sind ihre Hände auch irgendwo und ihre Möglichkeiten beschränkt, ihre Hände gebunden. Und so hoffen sie, dass Luther jetzt ihrerseits sein, das heißt, einen Schritt auf die andere Partei zu geht.

[26:54] Weiter heißt es hier: "Was du vermöge ist, hast du genug sagen gezeigt. Rom fürchtet ich also mit anderen Worten, Luther, du kannst jetzt ein bisschen nachgeben, weil du hast bewiesen, ja, dass du recht hast, du das bewiesen, dass du Rom herausfordern kannst und deine Sache ist genug bewiesen. Jetzt kannst du doch auf Rom zugehen, oder? Ein weiser Mann hat sich immer so gehalten, dass sie sich in die Zeit schickte, das Übrige kann man für gelegene Zeit aufsparen." Mit anderen Worten, was noch mehr an Reformation notwendig ist, das kann man ja dann mal durchsetzen, wenn es Zeit dafür geht, aber jetzt ist nicht die Zeit dafür. Jetzt sollte man einfach wieder den Frieden suchen. Und dann endet er hier mit diesem Satz: "Mir gefällt dieses Wort: Lobenswerter ist es mit Gewinn zu weichen, als mit Schadens zu siegen." Also auch schon genauso wie Capito, wir haben schon in einer Folge, Folge im Angriff gesehen, war genau wie Capito eher jemand, der das Risiko scheute, der auf Diplomatie und auf Harmonie setzte. Und wenn Luther auf diese Freunde gehört hätte, wäre wahrscheinlich die Reformation begraben worden, ehe sie richtig ausgebrochen ist.

[27:58] Luther war aus anderem Holz geschnitzt. Und obwohl er vielleicht nicht einmal der Gelehrte seiner Zeit war, war er mit Sicherheit der Mutigste, der Tapferste und der in mancher Hinsicht auch ein besonders Aufrichtiger, was ihn besonders dazu befähigte, Reformator zu sein. In dieser Zeit und war sicherlich nicht so einfach, Luther, dass auch seine besten Freunde ihm, wenn sie nämlich schon zum Widerruf aufriefen, eben doch so ein bisschen das Gefühl gaben, du solltest jetzt auch bisschen auf den Papst zu gehen.

[28:34] Am 21. Dezember, einen Tag später, haben wir einen Brief von Luther an Staupitz. Der hatte ihn gefragt, angesichts der weitverbreiteten Forderungen nach einem Zins-Krieg, insbesondere auch durch den Papst, der dazu eine Steuer erheben möchte, ob es biblisch gesehen überhaupt richtig wäre, zu dem jetzigen Zeitpunkt gegen die Türken militärisch vorzugehen. Und Luther verneint das. Er sieht mehr Gründe gegen einen Türkenkrieg, wie üblich, als für einen. Und wir haben ja eine kurze Auszug aus einem Brief.

[29:03] Derselben Meinung ist auch Erasmus an vielen Stellen. "Wie du besser weißt als ich, Erasmus war ja ohnehin ein großer Pazifist, wie wir gesehen haben. Ich halte das für das, wenn durchaus mit dem Türken gekämpft werden soll, man zuerst bei uns anfangen müsse. Vergebens führen wir auswärts fleischliche Kriege, so lange wir daheim durch geistliche Kriege überwunden werden." Mit anderen Worten, bevor wir versuchen, die Türken zu bekriegen, sollten wir erst mal die eigenen internen christlichen Probleme in der Christenheit lösen. Und dann sagt er diesen interessanten Satz: "Da aber der römische Hof heutzutage die Tyrannei aller Türken übertrifft, mit so großen Rollen kämpft dagegen Christus und seiner Kirche."

[29:45] Also Luthers Punkt ist ja deutlich: Warum sollen wir jetzt mit viel Geld einen Krieg gegen die Türken führen, wenn ein viel größeres Problem für die Christenheit die Tyrannei in Rom selbst ist? Ein Tag später schreibt Scheuerl noch mal einen Brief und er möchte noch einmal den Eindruck seines Briefes, den er zwei Tage zuvor geschrieben hat, verstärken, auch wenn dieser jetzt etwas kürzer ist. Hier noch ein paar Ausschnitte daraus: "Es versichert mein Karl, dass es Miltitz habe, der apostolische Stuhl in zehn Jahren keine schwierigere, beängstigendere, besorgnisere und demütigere andere Sache gehabt."

[30:22] Also, was dieser Satz sagen will, ist wirklich erstaunlich. Durch Karl von Miltitz erfährt man, dass man in Rom die Angelegenheit mit Luther für eine der schwerwiegendsten Kirchenangelegenheiten hält, die es in den letzten zehn Jahren gegeben hat. Also, das sagt uns zwei Dinge: Erstens, dass Luthers Reformation, die mittlerweile wirklich von der Kirche als eine echte, ein echtes, weitreichendes Problem wahrgenommen worden ist. Aber gleichzeitig, dass man noch keinerlei Idee davon hat, wie weitreichend diese Sache sein wird, wenn man es einfach jetzt mit den nächst letzten zehn Jahren vergleicht und noch keine Ahnung hat, dass hier ein Jahrtausend-Ereignis vor der Tür steht.

[31:05] Weiter heißt es in dem Brief von Johann Luther: "Du müsstest etwas tun, das gibt die Meinung von Karl von Miltitz wieder. Du müsstest etwas tun, wenigstens den sehr heftigen Brief an den Kardinal wieder gutmachen. Dieser sei unwillig über das Vicarius und deinen Weggang aus Augsburg, ohne ihn zu begrüßen." Also, der Kardinal Cajetan ist ungehalten darüber, dass Staupitz plötzlich einfach so aus dem Staub gemacht hat und auch Luther aus Augsburg geflüchtet ist. Und gibt jetzt die Idee weiter, die Karl gesagt hat, aber Scheuerl es auch ein bisschen zu unterstützen wollen, dass Leute auf den Kaiser wieder zugehen.

[31:43] Neben all dem war Luther ja immer noch auch Professor und Theologe. Und im Dezember, gegen Ende des Jahres, fasst Luther einen Plan. Er möchte seine Galater-Vorlesungen, die er einige Zeit zuvor an der Universität gehalten hat, umwandeln in einen Kommentar. Es wäre der erste Kommentar zu einem Bibelbuch, den er herausbringen würde, über die neue rhetorische Theologie, zumindestens. Und er nutzt diesen Galaterbrief vor allem deswegen, weil sich anhand dieses kurzen Buches so viel zeigen lässt von dem, was er erkannt hat.

[32:32] Nur einige Verse aus dem Galaterbrief zeigen, wie sehr dort eigentlich das präsentiert, was den Luther umtreibt. Galater 1, Vers 8: "Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden, als das, was ihr euch verkündigt haben, der sei verflucht." Diese Idee, dass man dafür kämpfen muss, dass es nur das wahre, echte, reine Evangelium gibt und gepredigt wird. Vers 10: "Rede ich, denn jetzt Menschen oder Gott zu Liebe, oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich nicht ein Christ, ein Knecht des Christus." Und das hat den Luther sehr angesprochen, diese Idee, nicht zuerst zu schauen, wie Menschen für mich denken, sondern zuerst vor Gott aufrichtig zu sein, koste es, was es wolle.

[33:20] Und genau diese Einstellung hat es möglich gemacht, dass Gott den Luther benutzen konnte als einen Spaltkeil, der in den Irrtum des Mittelalters hinein drang und die Reformation möglich gemacht hat. Ich habe Galater 2, Vers 11: "Als aber Petrus nach einem Jahr kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, denn er war im Unrecht." Das war zu dieser Zeit Luthers führendes Argument gegen die Unfehlbarkeit des Papstes. Wenn der Papst, der nachfolger Petri ist, wie er behauptet, dann kann er sich irren, denn auch Petrus hat sich geirrt. Und man kann dem Petrus ins Angesicht widerstehen. Und genau das führte der, der Luther konnte sich so sehr mit Paulus hier identifizieren, weil er meinte, und zu Recht meinte, der Papst ist ihm unrecht, und ich muss ihm ins Angesicht widerstehen.

[34:08] Weiter lesen wir Galater 2, Vers 16: "Weil wir erkannt haben, dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus, so sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden, damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden und nicht aus Werken des Gesetzes." Balance merken des Gesetzes, kein Fleisch gerechtfertigt wird. Die Rechtfertigung aus dem Glauben, mit dem Galaterbrief, sowie im Römerbrief, so klar und so deutlich formuliert, dass man es nicht missverstehen kann. Deswegen eignet sich besonders der Galaterbrief, die reformierte, die neue historische Theologie, den Menschen nahezubringen.

[34:47] Galater 2, Vers 20: "Ich bin mit Christus gekreuzigt und nun lebe ich, aber nicht mehr ich selbst, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt dem Fleisch lebe, das Leben im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat." Diese enge Verbindung mit Jesus, die Luther diesen schönen Satz auch ausgedrückt hat: "Er ist mein und ich bin sein." "Ich bin mit Christus gekreuzigt." Die Bedeutung des Kreuzes, das war etwas, was den Luther so sehr umtrieb, was ihm so wichtig geworden war, was ihm diese neue Erfahrung der Vergebung und der Reinigung geschenkt hat.

[35:26] Galater 3, Vers 11: "Das aber durch das Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar, denn der Gerechte wird aus Glauben leben." Selbst der Satz, der ihm die Augen geöffnet hatte, damals im Turm, den er eigentlich in Römer gelesen hat. Derselbe Satz, der findet sich auch hier, eben Galater 3. Und so sieht man also ohne jeglichen Zweifel, warum der Galaterbrief so geeignet war, aus Sicht von Luther, seine sich darzustellen.

[35:51] Galater 3, Vers 29: "Wenn ihr wollt Christus angehört, zur Seite Abrahams, und nach der Verheißung er die Wichtigkeit zu Christus zu gehören." Galater 5, Vers 16: "Ich sage aber, wandelt im Geist, so wählt ihr die Lust des Fleisches nicht vollbringen." Luther hat er deutlich in seiner Lehre immer wieder betont, dass ein Bekehrter und ein Gerechtfertigter dann durch den Heiligen Geist gerne das tun wird, was Gott verlangt. Und auch das ist im Galaterbrief deutlich ausgeführt.

[36:24] Und dann noch einmal hier, fast wie ein Schluss-Fanal am Ende des Briefes von mir: "Aber sei es ferner, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt." Und Luther wollte sich auch nichts anderes rühmen, als allein des Kreuzes Jesu. Und deswegen fasst er Ende 1518 diesen Entschluss: Ich will einen Kommentar, einen kompletten Kommentar bei diesen Galaterbrief verfassen, damit diese wunderbare Botschaft weit verbreitet wird.

[37:02] Am 26. Dezember hat sich damit in Gera gemeldet bei Spalatin und Miltitz. Hat dann angefangen auch mit dem sächsischen Hof zu verhandeln in den letzten Tagen des Dezembers. Und am 29. Dezember hat dann Johann Eck noch mal die Initiative ergriffen in Vorbereitung auf die geplante Disputation, die in Leipzig stattfinden soll. Obwohl die Universität da immer noch dagegen ist, lässt er jetzt zwölf neue Thesen drucken, die zwölf Thesen des Johann Eck. Und mit denen möchte er diskutieren mit Karlstadt. Aber die Inhalte der Thesen richten sich offensichtlich gar nicht so sehr gegen Karlstadt, sondern gegen Luther, vor allem deswegen, weil es dort um Themen geht, die Karlstadt nie berührt hat, sondern die direkt auf Luther zielen. Unter anderem sind das der Ablass, Wohlstand, immer etwas zur Vorsicht gemahnt hat, der Schatz der Kirche, die Absolution und das Fegefeuer. Und damit zeigt sich, dass es eigentlich Luther als seinen Hauptgegner sieht.

[38:19] Er greift auch eine Aussage von Luther heraus, die dann im nächsten Jahr noch heiß diskutiert werden wird, nämlich Luther hatte behauptet, dass es vor Papst Silvester nicht Usus war, dass der Bischof in Rom einen Vorrang von den anderen Bischöfen hätte. Und das ist natürlich jetzt ein gefundenes Fressen für Johannes Eck, weil er daran zeigen möchte, dass Luther das Papsttum verachtet. Und entsprechend wird das in seinen zwölf Thesen dann aufgegriffen.

[38:50] Am 31. Dezember, am letzten Tag des Jahres, hat dann Georg von Sachsen eigenmächtig eine Zusage erteilt an Johann Eck, dass die Disputation, die geplant ist, wirklich in Leipzig stattfinden kann. Und das, obwohl die Universität sich querstellt. Georg ist jemand, der wirklich auch theologisch interessiert ist. Er möchte die Wahrheit herausfinden. Und er ist der Meinung, wenn die Wahrheit in Leipzig erkannt wird, dann wird das doch den Ruhm der Universität nur mehren. Und setzt werden, dass die Universität selbst nicht so sieht, ist er der Meinung, es tut der Universität gut. Und da außerdem die Leipziger Universität selbst kein Urteil fällen, sondern nur als Gastgeber fungieren soll, sieht er nicht ein, warum das nicht in Leipzig stattfinden soll.

[39:35] Damit ist eigentlich de facto klar, es wird zu dieser Leipziger Disputation kommen. An der Stelle wollen wir jetzt noch einmal summarisch schauen, was andere Reformatoren, nur spätere Motoren, im Jahr 1518 erlebt haben. Dass z.B. Gabriel Zwilling, der 31-Jährige, nach Wittenberg zurückkehrte und dort dann Magister wurde im Jahre 1518 und sich auch dem Kreis der Reformatoren anschloss. Und jetzt auch in diesen Kreis gehörte Ökolampard, der seit 1510, seit acht Jahren in Weinsberg Prediger war und dort immer mehr angeeckt war aufgrund seiner Predigten, die eine Reform der Kirche zum Ziel hatten. Er wurde abberufen aus Weinsberg und zwar nach Basel, dort an das Münster. Verantwortlich für diesen Ruf war kein Geringerer als Wolfgang Köpfler, genannt Capito, ja auch mit Luther im engen Kontakt stand und der die Qualität des Ökolampard erkannt hatte und ihn als einen voll mächtigen Prediger in Basel haben wollte. Und dort hat sich Ökolampard auch einen Namen schnell gemacht, hat dort mächtige Predigten gehalten, unter anderem gegen die Unsitte, zu Ostern witzige Geschichten in den Predigten zu erzählen, hat also die Ernsthaftigkeit der biblischen Berichte herausgestellt. Er hat auch dort eine griechische Grammatik veröffentlicht.

[41:20] Ein wichtiger Schritt auch in der Karriere von Capito war das Jahr 1518, allein deswegen, weil er nun zu einem der mächtigsten Kurfürsten wurde und damit ein sehr enges, vertrautes Verhältnis zu Friedrich dem Dritten hatte.

[41:37] 1518 hat Joachim von Watt, genannt Vadian, nach etlichen Jahren in Wien, er war dort seit 1512 Professor, gewesen, später auch noch Rektor, er hat jetzt seinen Lebensmittelpunkt wieder zurück in seiner Heimat verlegt, nach St. Gallen, wo er herkam. Und hat auf seiner Rückreise auch noch verschiedene große Städte besucht, Leipzig, Breslau, Krakau, bekannte viele Humanisten und war mit ihnen befreundet. In St. Gallen war er jetzt als Berater, als allgemeiner Ratgeber angestellt und nahm auch die Aufgaben eines Stadtarztes wahr. Er hatte in Wien einiges in medizinisch gelernt an der Universität, insbesondere aus der arabisch-lateinischen Tradition, die schon etwas fortgeschrittene war, wenn man von fortgeschritten sprechen kann im Mittelalter. Und er wurde für stattliche 50 Gulden dies dafür entlohnt.

[42:35] Eine kleine Geschichte noch aus seinem Leben. 1518 besagt, dass er mit einigen Freunden, unter anderem seinem Schüler Konrad Gräbel und auch mit Oswald Myconius, das ist der, der dann auch Luther nach Zwingli nach Zürich geholt hat, dass sie sich gemeinsam vorgenommen haben, einen berühmten, bunten Bergen massiv zu besteigen, das bis zu dem Zeitpunkt noch niemals bestiegen worden war, den Pilatus-Massiv bei Luzern. Und tatsächlich ist die Besteigung von Myconius, Gräbel und Vadian die Erstbesteigung dieses großen Berges.

[43:14] Manche Reformatoren waren auch wirkliche Wanderfreunde. Einer der Schüler von Luther in Wittenberg war Agricola, der ein begeisterter Anhänger von Luthers Lehre war und der veröffentlichte die Vaterunser-Auslegung, die Luther von 1517 verfasst hatte. Luther war mit der Ausgabe nicht allzu, nicht ganz zufrieden.

[43:39] Johannes Bugenhagen hat seine Arbeit beendet an der Geschichte Pommerns, die im Jahr zuvor begonnen hatte, und er hat sie dann im Herzog Bogislaw dem Zehnten von Pommern übergeben. Dieses Projekt war entstanden, weil der Kurfürst Friedrich der Dritte angeregt hatte. Zeitgleich war eine Geschichte Sachsens entstanden und Bugenhagen hatte sich hier sehr verdient gemacht. Es war ein Pionierwerk und trug leichte humanistische Züge.

[44:17] Kaspar Krell führte reformatorische Ideen in Jengen ein. Er hatte sie durch Luthers Schriften kennengelernt und das ja schon seit 18. Markiert jetzt einen Wendepunkt, weil eine ganze Reihe von Leuten durch die Schriften, eine ganze Reihe von Leuten durch die Schriften von Luther die Reformation anfangen anzunehmen und dann in ihren jeweiligen Bereichen umzusetzen.

[44:46] Wetzel ist in diesem Jahr zum Doktor der Theologie in Frankfurt oder promoviert und stand jetzt sozusagen akademisch auf derselben Stufe, was die Ausbildung betraf, wie Luther.

[44:59] Matthäus L. ist 41 Jahre, ist Prediger am Straßburger Münster geworden und hat dieses Straßburger Münster, eine große, große Kathedrale, Jan Bressan oder auch Johannes Dreßmann, 30 Jahre alt, er war ja ein Sorge und Franziskaner, hat sich in diesem Jahr an der Universität in Frankfurt oder immatrikuliert, was wirklich mit Thomas Müntzer, der ja einige Monate in Wittenberg verbracht hatte und dort auch den Thesenanschlag leicht miterlebt hatte, den hielt es nicht lange in Wittenberg. Er war er ein unruhiger Geist schon damals und es hat sich dann in verschiedenen Orten aufgehalten, ist in Franken, auch in Thüringen umhergereist, obwohl er weiterhin auch in Braunschweig bezahlt worden ist.

[45:52] Johannes Escher, der mehrere Jahre lang als Sekretär des Bischofs von Breslau gearbeitet hatte und zuvor in Wittenberg studiert hatte, der hat sich nach Bologna auf den Weg gemacht, nach Italien, um dort ein Theologiestudium noch aufzunehmen.

[46:10] Bartholomäus Riesenberg kam in diesem Jahr nach Wittenberg, auch um bei Luther zu studieren, einer von denen von der immer größer werdenden Studentengruppe, die spezifisch nach Wittenberg kommt, um bei dem berühmten Luther Theologie zu studieren.

[46:29] Michael Caelius, so Zelius, wird als Pfarrer ordiniert in Grimma und Rochlitz.

[46:32] Pfarrer ordiniert in Grimma und Rochlitz und hatte viele Jahre zuvor als Lehrer in seiner Heimatstadt Düben gelebt. Ebenfalls mit Luthers Lehre bekannt geworden ist in diesem Jahr Ambrosius Blarer, der schon seit etlichen Jahren im Schwarzwald im Alpirsbacher Kloster ist und er dort jetzt im Kloster durch die Schriften Luthers sich zu diesem wahren Evangelium dann Schritt für Schritt bekehrt.

[47:04] Johannes Draconis hat einen Briefkontakt mit Erasmus begonnen und Melchior Hofmann ist eine ganz interessante Figur. Als junger Mann hat er sich bereits für die Ideen der Reformation begeistert und interessiert durch die Schriften Luthers. Er war kein Theologe und gehört zu dem kleinen Kreis von Leuten, die keine akademische Ausbildung hatten und trotzdem Reformatoren geworden sind in jener Zeit, wann die meisten Reformatoren, wie wir gesehen haben, alle Universitätsabsolventen. Aber Melchior Hofmann ist ja eine Ausnahme. Er war gelernter Kirchner und ist dann sozusagen das eine hat er fallen lassen als einer Laienprediger durch die Lande gezogen. Er ist dann sogar eingeladen worden nach Neukirch von Georg von Titels und Neukirch, und es ist dieser Mensch Hofmann, der mit 23 Jahren die ersten reformierten, ja, der Reformation verpflichteten Gottesdienste in Schlesien abgehalten hat und das als Laienprediger schon zu diesem frühen Zeitpunkt.

[48:09] Verbreiten sich die Ideen Luthers nicht nur, wie gesagt, dass Theologen, sondern auch durch Johannes Knipstroh. Mit 21 war Ordensstudent der Franziskaner in Frankfurt/Oder und hat es sich dort erlaubt, jung wie er war, ausgerechnet in der Stadt, in der auch Zwingli gerade studierte und promovierte, für Luther Partei zu ergreifen. Gegensätze, und das hat eine Auseinandersetzung in Frankfurt/Oder zur Folge gehabt und aus Folge dessen ist Knipstroh aus Frankfurt/Oder ausgewiesen worden oder ein anderes Kloster versetzt worden nach Kyritz. Und das hat ihn aber gar nicht weiter gestört und hat dort in Kyritz im Kloster weitergemacht und das Evangelium, so wie es durch Luther entdeckt hat, zu predigen.

[48:58] Ebenfalls mit Schriften bekannt geworden ist Wolfgang Musculus. Der war ebenfalls 21 und war Benediktinermönch mit Hang zum Humanismus in Lothringen, Dexheim im Kloster. Und für ihn ist dieser Moment, als die Schriften Luthers ihren Weg ins Kloster dort finden, ein Wendepunkt in seinem Leben. Er bekehrt sich, er bleibt aber noch etliche Jahre im Kloster und ist quasi so ein lutherischer Mönch in diesem Kloster. Er ist dort sehr beliebt als Prediger und kann dort sehr viel für die Wahrheit wirken.

[49:39] Hieronymus Baumgarten, aber 20 km aus Nürnberg und hat sich ebenfalls in Wittenberg immatrikuliert. Der hat vor allem engen Kontakt zu Melanchthon gehabt, wo er ein und aus ging. Er hat in Wittenberg Philosophie, Jura und Mathematik studiert und hat sich dann allerdings von Luther und Melanchthon inspirieren lassen und sich dem Studium auch der alten Sprachen gewidmet.

[50:04] Konrad Grebel, der 20 Jahre lang, der 20 Jahre alt war und in Wien bei Vadian drei Jahre studiert hatte, ging aus Wien weg. War dann, war ja auch hat ja auch Wien verlassen und Grebel kam nach Paris, um dort bei Glarean, einem anderen großen Humanisten zu studieren, den er schon 1514 und 15 als Lehrer in Basel gehabt hat. Aber der junge Grebel, der ist von dem Studentenleben in Paris so sehr eingenommen, dass auch durchaus sehr locker war, dass er dort nie einen wirklichen, echten Universitätsabschluss erreicht. Manche Dinge ändern sich auch in 500 Jahren nicht.

[50:43] Johann Clubpreis aus Bottrop, 18 Jahre alt, begann sein Studium in Köln in diesem Jahr. Und Friedrich Mykonos, werden uns vielleicht, das ist derjenige, der mal ohne Geld zu Tetzel gekommen war und gesagt hatte, er würde auch gerne den Ablass umsonst haben, gemäß des Evangeliums und abgewiesen worden war. Der traf war Münchener, mittlerweile der traf Luther in diesem Jahr in Weimar. Und diese Begegnung mit Luther ist auch für ihn ein Wendepunkt in seinem Leben. Hatte jahrelang Glaubenskämpfe gehabt, ähnlich wie auch Luther. Und Luther kann ihm helfen, die Ideen, die Luther dort eben beibringt, begeistern will.

[51:20] Cornelius und in seinen Predigten, in seinem Orden wird jetzt immer klarer in der Verkündigung des Evangeliums. Und das provoziert natürlich, wie sollte es anders sein, den Unwillen so manch anderer Ordensmitglieder. Michael Weiß wendet sich eben Kloster Breslau mit zwei anderen Mitbrüdern der lutherischen Lehre zu und dafür werden sie ausgewiesen aus Breslau und werden interessanterweise von den böhmischen Brüdern aufgenommen. Das sind ja die, die Nachfahren der Hussiten. Also ein Mönch liest Luther, nimmt das Evangelium an, ist darüber begeistert, möchte es weiter verbreiten. Wird infolgedessen, wie die Bibel das so oft vorher sagt, dass wenn er für die wir einstehen, wir Widerstand erleiden müssen, ausgewiesen. Und dann und das ist jetzt vielleicht interessante Punkt an der Sache, führt dieser Weg zu den Nachfahren der Hussiten. Und das, obwohl eigentlich zu diesem Zeitpunkt zwischen Luther und den Hussiten noch keine echte theologische Verbindung besteht, zumindest formal. Aber daran sieht man schon, wie eng sie eigentlich in dem Inhalt gewesen sind.

[52:37] Johannes Zwick wurde 22 Jahre alt zum Priester geweiht 1518. Und Ulrich von Hutten war jetzt fest angestellt bei Albrecht von Brandenburg, dem Kurfürsten von Mainz und dem Erzbischof dort und war weiterhin als Schriftsteller tätig. Hat zum Teil sehr bissige Traktate auch gegen Rom und gegen den Papst verfasst. Und im Jahre 1518 vor allem auch einen Aufruf zum Türkenkrieg hat. Prinzip ist gerne Maß und Balance. Sein Aufruf bestand daran, an die deutschen Fürsten, ihre Streitigkeiten beizulegen und gemeinsam gegen die Türken Gefahr vorzugehen. Hatte also hier offensichtlich eine andere Meinung als Luther.

[53:27] Und zu guter Letzt die Geschichte eines der bemerkenswertesten Persönlichkeiten dieser Zeit. Dietrich Schmidt beginnt mit 17 Jahren die Schule zu besuchen. Werden uns vielleicht, sein Vater hatte die Mutter verlassen. Der Dietrich hatte eine wirklich schlimme Kindheit. Er musste betteln, er musste durch handwerkliche Tätigkeiten versuchen, als Ältester die Familie durchzubringen, seine Mutter und seine Geschwister zu ernähren, bis die Mutter neu heiraten konnte. Dann hatte eine Schumacherlehre absolviert, die allerdings aufgeben musste, weil er Räume in den Gelenken hatte. Und er hat erst mit 15 Jahren angefangen, lesen und schreiben zu lernen, so dass jetzt mit 17 eine Schule besuchen konnte in Emmerich und dann später in Münster. Also jemand, den das Leben überhaupt nicht begünstigt hatte und er trotzdem trotz all der Widrigkeiten dann später zu einem wertvollen Reformator geworden ist. Und ich denke, das sollte uns auch eine Ermutigung sein, dass egal was uns Umstände sind, egal wie das Schicksal vielleicht vermeintlich zugeschlagen hat in unserem Leben, wer mit Gottes Hilfe doch ihm zur Ehre leben können.

[54:45] In der nächsten Folge wollen wir dann uns anschauen, was das Jahr 1519 brachte. Wir werden uns die ersten drei Monate genauer unter die Lupe nehmen und es wird dann heißen: Zwingli in Zürich. Und natürlich wird es nicht nur darum gehen, sondern auch um all das, was jetzt Martin Luther erlebte und wie dieser Streit mit Rom sich entwickeln würde und wie auch die geplante Disputation in Leipzig vorbereitet werden würde. All das in der nächsten Folge hier auf Joelmedia TV. Bis dahin wünsche ich Gottes Segen und freuen uns, wenn Sie das nächste Mal wieder einschalten. Das heißt, Sola Veritas, die wahre Chronik der Reformation.


Lizenz

Copyright ©2018 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.