In diesem ersten Teil der Predigtreihe „Zwei unumgängliche Notwendigkeiten“ von Ronny Schreiber geht es um die Frage, was wir tun müssen, um das ewige Leben zu erlangen. Basierend auf biblischen Texten, insbesondere Matthäus 19, wird die Antwort Jesu beleuchtet: die Gebote halten. Die Predigt thematisiert die Bedeutung der Liebe zu Gott und zum Nächsten als Kern der Gebote und erklärt, wie ein neues Herz durch Gottes Wirken und unsere Bereitschaft zur Umkehr entstehen kann. Es wird aufgezeigt, dass wahre Nachfolge bedeutet, Götzen loszulassen und sich ganz Gott zu weihen, mit der Verheißung von Segen sowohl in dieser Weltzeit als auch in der zukünftigen.
Thema 23.04.2013 • Zwei unumgängliche Notwendigkeiten (Teil 1)
Ronny Schreiber · PredigtenWeitere Aufnahmen
Serie: Predigten
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Transkript
[0:00] Ja, hallo und herzlich willkommen allen hier im Saal und auch allen vor den Kameras auf joelmedia.de. Schön, dass ihr heute Abend dabei seid, dass ihr euch eingeschaltet habt.
[0:12] Wenn ihr jetzt überrascht seid, dass ich hier vorne stehe, dann wurdet ihr nicht rechtzeitig informiert. Christopher Kramp, der eigentlich heute Abend hier sein sollte und mit uns das Geschichtsseminar weitermachen sollte und im Anschluss das Offenbarungsseminar, auf das sich bestimmt noch ganz viele freuen und jetzt ganz enttäuscht sind, dass sie mich hier sehen, der ist leider aus familiären Gründen verhindert. Deswegen werden wir heute Abend gemeinsam eine Andacht haben, nächste Woche auch. Und ab übernächster Woche, ab übernächsten Dienstag geht es dann wieder ganz normal weiter mit unserem Geschichtsseminar und im Anschluss daran das Offenbarungsseminar mit Christopher Kramp.
[0:49] Heute möchten wir ein Thema behandeln, es sind zwei Teile. Heute behandeln wir den ersten Teil von zweien, was da heißt: Zwei unumgängliche Notwendigkeiten. Und bevor wir anfangen, möchte ich mit allen gemeinsam beten und ich möchte bitten, dass wir hier im Saal dazu aufstehen.
[1:11] Unser lieber Vater, wir sind dir von Herzen dankbar, dass wir hier sein können. Wir sind dir dankbar, dass wir dein Wort haben, dass wir deine Schrift haben. Du belehrst uns daraus, du ermahnst uns, du zeigst uns Wege, du gibst uns Hoffnung, du ermutigst uns und du erbaust uns durch dein Wort. Vater, wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Geist anwesend bist, dass dein Geist uns dein Wort öffnet, dass er unsere Herzen öffnet und wir verstehen, was du uns sagen möchtest. Wir danken dir von ganzem Herzen für dieses gute Wort, wir danken dir von ganzem Herzen her, dass du unser Leben verändern möchtest, dass du uns dir ähnlich machen willst, dass du an uns arbeitest, Herr. Wir möchten uns für dein Wort öffnen. Im Namen Jesu, Amen.
[1:59] Viele Menschen seit allen Zeiten der ganzen Welt haben sich oft eine Frage gestellt, und die Frage ist: Was muss ich eigentlich tun, um das ewige Leben zu bekommen? Was muss getan werden, um das ewige Leben zu bekommen? Und da gibt es viele, viele verschiedene Meinungen auf der Welt, egal, wo man fragt. Es gibt Menschen, die sagen, wir müssen viel gute Taten vollbringen. Andere Menschen sagen, wir müssen an Gott glauben. Andere Menschen sagen, wir müssen zu unserem eigenen Ich finden. Andere Menschen sagen, sowas gibt es gar nicht. Es gibt eine Bandbreite an Antworten auf diese Frage. Aber ich bin mir sicher, dass jeder, der hier anwesend ist und auch jeder, der vom Livestream sich diese Frage irgendwann im Leben einmal gestellt hat: Was muss ich tun, um das ewige Leben zu haben? Was muss man denn tun, um das ewige Leben zu haben?
[3:10] Es sind bestimmt auch ganz viele Antworten. Dem Herrn ähnlich sein. Ja, das ist schon mal die richtige Antwort. Jesus Christus drückt es noch etwas anders aus. Wir erfahren die Antwort von Jesus Christus auf genau exakt diese Frage: Was muss ich tun, um das ewige Leben zu haben? Und zwar in Matthäus 19. Matthäus 19, Vers 16. Lesen wir die Frage und Vers 17 lesen wir die Antwort.
[3:47] Matthäus 19, Vers 16 und 17. Und siehe, einer trat herzu und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen? Ja, das ist Jesus. Er sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als Gott allein. Willst du aber in das Leben eingehen, so halte die Gebote.
[4:13] Die Antwort Jesu auf die Frage, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erlangen, ist: Willst du in das Leben eingehen, so halte die Gebote. Das ist die Lösung. Willst du in das Leben eingehen, so halte die Gebote.
[4:27] So, damit sind wir auch schon am Ende des heutigen Vortrags. Nein, sind wir natürlich noch nicht. Aber wer hätte das gedacht? Wer hätte gedacht, dass die Antwort von Jesus Christus so klar ist? Willst du in das ewige Leben eingehen, so halte die Gebote. Es ist komisch, dass es Menschen gibt, Christen gibt, die sagen, man muss andere Sachen machen. Die Gebote sind abgeschafft, sind heute nicht mehr gültig. Andere sagen, wir können leben, wie wir wollen. Aber Jesus Christus sagt, wir sollen die Gebote halten, wenn wir das ewige Leben erlangen wollen. Wenn wir Christus nachfolgen, sind wir Christen. Hat Christus die Gebote gehalten? Ja, er hat. Und wir sollten ihm ähnlich werden. Wir sollten, wenn wir uns wirklich Christen nennen wollen, von ganzem Herzen, dann sollten wir auch Christus nachfolgen. Das definiert uns.
[5:21] Interessant ist über diese Begebenheit, die wir gerade gelesen haben. Ellen G. White berichtet im Leben Jesu davon, dass der Jüngling, diesen reichen Jüngling, um den es hier geht, dass er beeindruckt war von dem, was Jesus Christus getan hat. Er hat gesehen, wie er die Kinder gesegnet hat. Das ist direkt davor passiert und war beeindruckt. Und in Vers 16 haben wir gelesen, er spricht ihn an, möchte auch gesegnet werden und sagt: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erlangen? Und die Antwort von Jesus ist interessant, weil er anfängt: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut, außer Gott allein. Ja, wie? Ist Jesus nicht Gott? Hat Jesus nicht gesagt: Wenn ihr mich seht, seht ihr den Vater? Warum sagt er: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut, außer Gott allein.
[6:13] Die Antwort finden wir zum Beispiel in Matthäus 5, Vers 17. Matthäus 5, Vers 17, da sagt Jesus Christus: Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen sei, um das Gesetz oder die Propheten aufzulösen. Ich bin nicht gekommen, um aufzulösen, sondern zu erfüllen. Christus kam nicht, um das Gesetz aufzulösen. Er erfüllt es, er lebt es, er zeigt, wie wir das Gesetz leben können. Aber das Gesetz ist der Charakter Gottes, das ist der Wille Gottes. Und Jesus Christus hat es erfüllt. Jesus Christus hat genau so gelebt, wie es Gott gefällig ist. Aber das, was Jesus Christus uns gezeigt hat durch sein Leben, ist der Charakter Gottes. Er sagt: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut, außer Gott. Ich lebe genauso, wie Gott es möchte.
[7:09] In Johannes 4, Vers 34, da lesen wir, Jesus spricht zu seinen Jüngern. Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat und sein Werk vollbringe. Er sagt, das ist meine Speise, dass ich genau so lebe, wie Gott es will, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat. Es ist Gottes Wille, das, was Jesus uns vorgelebt hat, das, wovon der reiche Jüngling so beeindruckt war. Christus ist nur in den Wegen Gottes geblieben.
[7:51] In Johannes 14, Vers 8 bis 10. Johannes 14, 8 bis 10. Das ist diese Szene, wo Philippus zum Herrn spricht. Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so genügt es uns. Und Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch und du hast mich noch nicht erkannt, Philippus. Wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen. Wie kannst du da sagen, zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst. Und der Vater, der in mir wohnt, der tut die Werke. Jesus gibt alle Ehre seinem Vater, alle Ehre an Gott. Das nennst du mich gut. Niemand ist gut, außer Gott allein. Denn ich tue nur den Willen dessen, was du in mir siehst, was dir so gut gefällt. Das ist alles Gott. Das hat er alles gesagt. Das hat er schon euren Vätern gesagt und euren Vorvätern. Das ist alles bekannt. Was dir so gefällt in meinem Leben, das ist alles von Gott. Ihr müsst es längst wissen. Was nennst du mich gut? Niemand ist gut, außer Gott allein.
[8:58] Jetzt, wenn wir die nächsten Verse lesen in der Geschichte, Matthäus 19, Vers 18, 19 und 20, geht es weiter. Eben gerade hat der Jüngling noch gefragt: Was soll ich tun, um das ewige Leben zu erlangen? Und Jesus Christus sagt zu ihm: Willst du aber in das Leben eingehen, so halte die Gebote. Und Vers 18 heißt es, er sagte zu ihm. Der Jüngling fragt Christus: Welche? Jesus aber sprach: Dass du sollst nicht töten, du sollst nicht Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis reden. Ehre deinen Vater und deine Mutter und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
[9:46] Der junge Mann spricht zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend an. Was fehlt mir noch? Wenn wir die Evangelien von Markus und von Lukas dazuzählen, dann erkennen wir, dass der Jüngling wirklich die Gebote alle gehalten hat. Interessant ist, welche Gebote spricht Jesus denn hier eigentlich an? Es sind die letzten sechs Gebote. Richtig. Und wovon sprechen die letzten sechs Gebote? Von den zwischenmenschlichen Beziehungen, genau. Also, wie wir miteinander umgehen. Und die hat der Jüngling anscheinend alle gehalten. Denn auch in Markus und Lukas Evangelium sagt Jesus später: Eines fehlt dir noch. Eines. Und tatsächlich sind hier die sechs Gebote abgedeckt, denn in Vers 19 lesen wir, nach Ehre deinen Vater und deine Mutter heißt es: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Da ist es drin. Die letzten sechs Gebote.
[10:46] Interessant, dass dieser Jüngling sagt: Das habe ich alles getan von meiner Jugend an. Ich habe genauso gelebt. Vielleicht mag es ein bisschen hochnäsig gewesen sein, aber was muss das für ein Typ gewesen sein? Was für ein junger Mann? Er war jung. Dieser Mann war ein Oberster im Volk. Er war reich. Er war wahrscheinlich gut erzogen. Er dachte auch an seine Mitmenschen. Ich würde, wenn ich diesen Mann charakterisieren sollte, würde ich sagen, das ist Schwiegermuttis Liebling. Der hat alles das, was man sich wünscht. Oder er ist überheblich. Eins von beiden. So wie uns hier vorgestellt wird, ist erstmal ein großartiger Charakter. Also so wirkt er zumindest. Vielleicht ist er überheblich. Das kann man auch vermuten, wenn man Ellen White liest, dass er etwas überheblich war, dem, was er angegeben hat.
[11:40] Jesus Christus sagt in Lukas und Markus: Eins fehlt noch. Und zwar in Vers 21: Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein? So geh hin, verkaufe, was du hast und gib es den Armen. So wirst du einen Schatz im Himmel haben und komm, folge mir nach. Interessantes Wort. Jesus sagt zu ihm: Willst du vollkommen sein? So tu das und das. Verkaufe die Sachen, die du hast, gib das Geld den Armen und folge mir nach. Willst du vollkommen sein? Was für ein hohes Wort.
[12:13] Habt ihr euch mal gefragt, ob ihr vollkommen seid? Können wir das überhaupt erreichen? Die Frage stellt sich gar nicht. Vielleicht stellt sich die Frage gar nicht: Ist es überhaupt möglich, dass wir vollkommen sind? Mit Gottes Hilfe. Ja, mit Gottes Hilfe.
[12:36] Spannender Text. Matthäus 5, Vers 48. Matthäus 5, Vers 48. Willst du aber vollkommen sein, hat er gesagt. In Matthäus 5, Vers 48 spricht Jesus Christus. Jesus Christus sagt in Matthäus 5, Vers 48: Darum sollt ihr vollkommen sein, gleich wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Jesus sagt, wir sollen vollkommen sein, genauso wie unser Vater im Himmel vollkommen ist, so sollen wir das auch.
[13:08] Jetzt müssen wir uns fragen: Wie werden wir das? Was heißt denn Vollkommenheit für Gott? Wie können wir denn vollkommen sein? Und die Antwort ist: Weiß jemand? Ohne Sünde sein? Ja, schauen wir mal. Vollkommen. Um vollkommen zu sein, starten wir auf Kolosser 3, Vers 14. Da sagt Paulus, wie es funktioniert. Kolosser 3, Vers 14.
[13:49] In Kolosser 3, Vers 14 heißt es, sagt Paulus: Über dies alles aber zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist. Er hat vorher viele Sachen aufgezählt, die wir erstreben sollen, und er sagt: Über dies alles zieht die Liebe an, die das Band der Vollkommenheit ist. Die Liebe ist das Band der Vollkommenheit. Ich meine, was macht ein Band eigentlich? Warum heißt das Ding Band? Es hält fest, es verbindet. Ja, genau, es verbindet. Und wenn der Mensch verbunden ist mit Gott, ist das die Liebe der Vollkommenheit. Die Liebe ist das Band der Vollkommenheit.
[14:33] Wenn wir vollkommen sein sollen, müssen wir die Liebe haben. Wenn wir die Liebe haben, was machen wir dann? Es wurde gesagt, nicht sündigen. Wenn wir Liebe haben, sündigen wir nicht. Ein interessanter Text, den kennt ihr wahrscheinlich alle, in Markus. Wir schauen uns den Markus an. Markus 12, ab Vers 28. Da spricht Christus selbst über diese Liebe. Die können wir mal untersuchen. Markus 12, ab Vers 28.
[15:08] Ihr sollt vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist. Das Band der Vollkommenheit ist die Liebe. Und der Text Markus 12, ab Vers 28 heißt: Da trat einer der Schriftgelehrten herzu, der ihrem Wortwechsel, Christus hatte vorhin einen Wortwechsel gehabt, ihrem Wortwechsel zugehört hatte. Und weil er sah, dass er ihn gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das erste Gebot unter allen? Jesus aber antwortete ihm: Das erste Gebot unter allen ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist Herr allein. Und du sollst dem Herrn, deinem Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft. Dies ist das erste Gebot. Und das zweite ist ihm vergleichbar, nämlich dies: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Größer als dies ist kein anderes Gebot.
[16:06] Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht so, Meister, es ist in Wahrheit so, wie du gesagt hast, dass es nur einen Gott gibt und keinen anderen außer ihm. Und ihn zu lieben mit ganzem Herzen, mit ganzem Verständnis und mit ganzer Seele und mit aller Kraft und den Nächsten zu lieben, wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Und da Jesus sah, dass er verständlich geantwortet hatte, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und es getraute sich niemand mehr, ihn weiter zu fragen.
[16:32] Hier hat er was erkannt. Die Liebe zu Gott und die Liebe zu den Mitmenschen. An anderer Stelle sagt er, darin hängen alle Gebote. Alle Gebote. Alle zehn Gebote hängen darin, dass ich Gott liebe, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt, mit all meinen Kräften und meinen Nächsten wie mich selbst. Habe ich also die Liebe zu Gott und zu den Menschen, hänge ich komplett in den Geboten. Da geht nichts falsch.
[16:55] Interessant finde ich, dass er nicht einfach sagt: Liebe Gott und liebe deinen Mitmenschen. Er zählt hier was auf: Liebe Gott von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Verstand und mit all deinen Kräften. Ich habe mir das mal angeguckt, was diese Worte bedeuten. Liebe Gott von ganzem Herzen. Das Herz ist in der Bibel ein Symbol für was? Für den Willen, da, wo unsere Entscheidungen getroffen werden. Oder auch der Stirnland. Das Herz. Liebe Gott mit deinem Willen, mit dem Zentrum, wo du deine Entscheidungen triffst.
[17:31] Liebe dein Herr mit ganzer Seele. Seele, das griechische Wort hier ist Psyche. Im Hebräischen steht da, das heißt Nefesh, meint die Seele, den Charakter, unser Ich. Das Herz, mein Verstand, mein Wille, da, wo ich meine Entscheidungen treffe. Die Seele, mein Charakter, mein Ich. Dann heißt es da, den Verstand. Die Erneuer steht da im griechischen. Mein Verstand, also mein Denken, meine Gedanken. Und das Wort Kraft ist Ischis und es meint die Taten, die körperliche Kraft, die Taten. Also, ich soll Gott lieben mit meinem Willen, mit meinen Entscheidungen. Das wird eine Auswirkung haben auf meinen Charakter. Mein Charakter wird sich verwandeln. Mein Charakter wird Einfluss haben auf meine Gedanken, was ich denke. Und meine Gedanken werden Einfluss haben auf meine Taten, wie ich handle. Liebe Gott von ganzem Herzen, mit deinem ganzen Charakter, mit deinem Verstand und mit deinen Taten. Mit ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt, mit all deinen Kräften. Und dein Nächsten wie dich selbst.
[18:50] Wenn ich das tue, diese Liebe zu Gott, wenn ich diese Liebe zu Gott habe, Frage vorweg: Was ist die Liebe? Was ist eigentlich die Liebe zu Gott? Seine Gebote halten und seine Gebote sind nicht schwer. Es ist wichtig, das zu erwähnen.
[19:07] Ja, vielen Dank. Ich muss jetzt für die Leute im Livestream ganz kurz fassen. Es wurde ein Vermerk gemacht darauf, es ist Gott zu lieben, heißt seine Gesetze zu halten. Und es wurde ein Hinweis gegeben, den ersten Korinther 13 zu lesen. Machen wir heute nicht, aber vielleicht für zu Hause mal fürs Nachstudium. Aber wir schauen uns den Vers an, der genannt wurde. Finden wir in 1. Johannes 5, Vers 3. 1. Johannes 5, Vers 3. Da steht, was die Liebe zu Gott ist.
[19:46] 1. Johannes 5, Vers 3. 1. Johannes 5, Vers 3 heißt: Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten und seine Gebote sind nicht schwer. Hier wird die Liebe zu Gott darin definiert, dass wir seine Gebote halten. Das ist der Umkehrschluss. Wir sollen Gott lieben mit allem, was wir haben. Darin hängen die Propheten und das Gesetz und die Liebe zu Gott ist das Halten seiner Gebote.
[20:26] Hat dieser reiche Jüngling, von dem wir gerade gelesen haben, seine Mitmenschen geliebt? Ja, so heißt es. Das haben wir gerade gelesen. Hat er Gott geliebt? Eher nicht, oder? Sonst wäre er bereit gewesen, alles wegzugeben. Sein Geld, seine Pläne, das, was er noch vorhatte. Das hat verhindert, dass er sich ganz Gott übergibt.
[21:01] Ich denke einfach, er hat auf seine Mitmenschen nicht geliebt. Er war verantwortungsbewusst, in meinen Augen. Er hat das Gesetz gekannt und er hat nach diesem Gesetz verantwortungsbewusst gehandelt. Verstehst du, was ich meine?
[21:19] Ich weiß, was du meinst. Ich muss es für die Leute im Livestream übersetzen. Es wurde gesagt, dass man sich kaum vorstellen kann, dass der reiche Jüngling, um den es hier geht, tatsächlich die Liebe zu seinen Mitmenschen hat. Dass er das vielleicht nur gesagt hat, dass er es nur vorgeheuchelt hat, dass sie eigentlich nicht da ist. Denn diese Liebe müsste eigentlich aus der Liebe zu Gott erwachsen. Das wurde gesagt.
[21:59] Ich habe es hier aus dem Text, aus dem Text, den wir gemeinsam gelesen haben, in Matthäus 19, Vers 19 heißt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Und die Aussage des jungen Mannes war: Das habe ich getan. Und weil Jesus in Markus und Lukas sagt: Aber eines fehlt ja noch, mag es der Hinweis sein, dass es vielleicht, dass da vielleicht doch noch was ist. Denn die eine Sache, die ihm fehlt, haben wir ja erkannt.
[22:19] Was ist es, was ihm fehlt? Jesus Christus sagt: Verkaufe alles, was du hast. Also gib deine Sicherheit auf, das, woran du dich festhältst, das, was du glaubst, was dir Schutz und Sicherheit und Frieden gibt, gib das auf. Und dann folge mir nach.
[22:33] Und dieser reiche Jüngling, der stand jetzt an seinem Scheideweg, hat jetzt zwei Möglichkeiten. Entweder er klammert sich an seinen Besitz und sagt: Nein, der hat mir bis hierhin Sicherheit gegeben. Ich habe noch Pläne für die Zukunft. Ich weiß, was ich damit machen will. Ich habe mir meinen Weg schon überlegt und ausgedacht. Oder er sagt sich: Okay, ich gebe das alles weg und folge Jesus Christus ohne die Sicherheit, die ich bis jetzt hatte, sondern ein völlig neuer Weg.
[23:03] Das war eine Entscheidung. Und wir wissen, er hatte großes Interesse daran. Er wollte wissen, wie geht es weiter? Er wollte wissen, wie kann ich das ewige Leben bekommen? Und er hat in Jesus Christus sogar den guten Lehrer gesehen, den guten Meister, und ihn fragte. Und jetzt steht er vor einer kniffligen Entscheidung und leider hat dieser reiche Jüngling den falschen Weg gewählt.
[23:24] Ich meine, wie ist es denn? Er kommt zu Jesus Christus und er wird doch bestimmt, er wird doch sicherlich alles genau abgewogen haben. Er wird überlegt haben: Mein Reichtum, das neue Leben. Reichtum, neues Leben. Er hat wahrscheinlich für und wieder erwogen, hat reiflich überlegt und hat sich dann für einen von beiden Wegen entschieden und war mit der Entscheidung glücklich, oder?
[23:51] War der reiche Jüngling mit seiner Entscheidung glücklich? Genau, wir haben es im Text gelesen. Vers 22 war es. Matthäus 19, Vers 22. Als der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt davon, denn er hatte viele Güter. Ja, wie nun? Wenn er vor der Entscheidung steht und er selbst diese Entscheidung treffen kann, was er nun macht, warum ist er dann betrübt, wenn er weggeht? Das ist traurig. Er hatte gewusst, dass der Weg nicht richtig ist und er hat ihn trotzdem gewählt. Er war traurig, als er wieder wegging.
[24:26] Wisst ihr, was das Problem ist, dieses reichen Jünglings? Dass sein Herz, sein sündiges Herz, das hat ihn dazu verleitet, das hat ihn verführt, diesen Weg zu gehen. Eigentlich wusste er, was der richtige Weg war. Er wusste, was er hätte machen sollen, aber er hat es nicht getan. Er war festgehalten, er war festgekettet an den Götzen, denen er sich selbst gemacht hat. Er war gekettet an sein Geld, an seine Ziele, seine Pläne, das, was er sich alles aufgebaut hat, was er nicht hergeben wollte. Daran hat er sich festgebunden.
[24:55] Es gibt einen Vers in der Bibel, der uns beschreibt, was das Problem seines Herzens war. In Jeremia, Kapitel 17.
[25:33] Jeremia 17 und dort Vers 9 spricht die Bibel davon, wie das Herz ist. Und das heißt: Überaus trügerisch ist das Herz und bösartig. Wer kann es ergründen? Das Herz ist bösartig und trügerisch. Wer kann es ergründen?
[25:52] Interessant ist, hat da jemand eine Anmerkung in seiner Bibel, welches Wort dafür bösartig steht? Trotzig. Ja. Verzweifelt böse und unheilbar. Trotzig. Luther sagt, es ist ein trotzig und verzagtes Ding, das Herz. Es ist unheilbar, es ist böse.
[26:29] Das war das Problem dieses Jünglings. Sein Herz ist eigentlich böse. Und zwar jedes Herz ist eigentlich böse. Das Gemeine ist, wenn jeder von uns ein böses Herz hat, was macht dieses böse Herz? Es neigt dazu, uns zu bewegen, uns zu ziehen. Dieses böse Herz zieht uns zur Sünde. Es bewegt uns dazu, der Sünde nachzugehen, auch wenn wir das gar nicht wollen.
[26:52] Der reiche Jüngling stand vor dieser Entscheidung. Aber sein böses Herz hat ihn da wohin gezogen, hat ihn wohin gebracht, wo er eigentlich hinterher traurig drüber war. Das erleben übrigens viele Menschen. Paulus beschreibt in Römer, in Römer Kapitel 7. Paulus sagt in Römer Kapitel 7 und dort ab Vers 21, dass er das genau kennt. Er erkennt die Situation.
[27:30] Paulus sagt Römer 7, Vers 21 bis 24: Ich finde also das Gesetz vor, wonach mir, der ich das Gute tun will, das Böse anhängt. Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inneren Menschen. Ich möchte das Gesetz Gottes halten. Ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das gegen das Gesetz meiner Gesinnung streitet und mich gefangen nimmt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist. Und er sagt: Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen von diesem Todesleib? Er sagt, eigentlich will ich doch das Gute tun. Ich weiß, was richtig ist. Ich will doch den guten Weg gehen. Ich will doch Christus folgen, aber in mir drin gibt es etwas anderes, das mich immer in die falsche Richtung zieht. Er sagt: Wer wird mich von diesem Leib des Todes, sagt er, von diesem Todesleib erlösen?
[28:18] Er wird durch sein, durch sein, sein Herz zieht ihn zum Bösen. Das sind zwei Gesetze, von denen hier gesprochen ist. Das eine ist das Gesetz Gottes. Und das Gesetz Gottes, hatten wir vorhin gelesen, führt uns zum Leben. Was muss ich tun, um das ewige Leben zu erhalten? Halte die Gebote. Das ist das Gesetz Gottes, das führt zum Leben. Das zweite ist das Gesetz der Sünde. Das lesen wir in Römer Vers 23, was denn die Ursache ist.
[28:49] Während das Gesetz Gottes uns zum Leben führt, führt das Gesetz der Sünde in Römer 6, Vers 23: Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gnadengabe Gottes, das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. Das Herz verführt uns und zieht uns zum Bösen und schlussendlich in den Tod. Das Herz verführt den Menschen und setzt ihm in den Kopf, eine Sünde zu tun. Es setzt ihm in den Kopf: Ich muss das und das und das machen, obwohl ich vielleicht sogar weiß, dass es falsch ist und ich es eigentlich gar nicht will. Trotzdem werde ich hingezogen zur Sünde und immer gaukelt mir das Herz vor, das ist viel attraktiver, das ist viel besser, das ist viel schöner. Und da zieht das Herz hin. Und das Herz geht so weit, es ist irgendwann wünscht sich der Mensch die Sünde, die Sünde, die Sünde und irgendwann wünscht sich der Mensch sogar den Tod, wenn es nur tief genug in der Sünde drin steckt. Da zieht uns das Herz hin. Wir sind verkauft durch unser Herz unter das Gesetz der Sünde, das uns zum Tod zieht, während uns das Gesetz Gottes zum ewigen Leben zieht.
[29:50] Und Paulus sagt: Wer wird mich erlösen von diesem furchtbaren Leib, das mich immer weiter in die Sünde treibt? Und es gaukelt mir auch noch vor, dass der Weg richtig ist. Die Sünde schafft es, mir weiß zu machen, der Weg ist gut für dich. Glaub mal, geh diesen Weg mal, es ist viel besser, es ist viel sicherer, es ist viel angenehmer. Aber schlussendlich endet es im Tod. Und wie viele Menschen wissen das und können sich trotzdem nicht dagegen wehren, gehen trotzdem diesen Weg nach in den Tod.
[30:17] Es ist in Hebräer 3, Vers 13. Das lesen wir, auf welche Art und Weise das Herz das macht. Hebräer 3, Vers 13.
[30:35] Er mahnt einander vielmehr jeden Tag, sagt Paulus, solange es heute heißt, damit nicht jemand unter euch verstockt wird durch den Betrug der Sünde. Er sagt, die Sünde ist ein Betrug. Das heißt, mein Herz, wenn es mich zur Sünde zieht, betrügt mich mein Herz, es zieht mich zum Betrug. Aber was heißt Betrug? Betrug ist doch gegen die Wahrheit, es ist falsch. Da will mich mein Herz hinziehen, es betrügt mich, es verführt mich, es gaukelt mir was vor, was nicht wahr ist. Und wenn ich danach gehe, lande ich letztendlich im Tod. Das ist ein Problem. Dieses Herz haben wir Menschen. Wenn wir Menschen so ein Herz in uns haben, haben wir ein Problem.
[31:28] Wir schauen mal weiter in den Text, wie es mit dem reichen Jüngling weiterging. Und zwar in Vers 23 sind wir. Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch, ein Reicher hatte schwer in das Reich der Himmel hineinzukommen. Ein Reicher hatte schwer in das Reich der Himmel hineinzukommen. Na klar, wenn ich reich bin und viele Dinge besitze, dann sind auch viele Dinge, die mich verführen können. Dann ist da viel Angriffsfläche für die Sünde, viele Möglichkeiten mich zu verführen.
[31:53] Vers 24: Und wiederum sage ich euch, ist es leicht, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt. Es ist leicht, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich der Himmel hineinkommt. Und als seine Jünger dies hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Wer kann denn überhaupt gerettet werden? Wer kann überhaupt noch gerettet werden, wenn das der Fall ist?
[32:25] Es ist leicht, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, wer kann überhaupt noch gerettet werden? Das ist die natürliche Reaktion der Jünger. Die sehen diesen Menschen, die sehen diesen reichen Jüngling, den vermeintlich Obersten im Volk, einen reichen Mann, gut gebildet, scheinbar einer, der die Gesetze alle befolgt, der zu Jesus kommt und sagt: Was muss ich tun, um das ewige Leben zu haben? Und der geht traurig weg, der wahrscheinlich hohes Ansehen im Volk genossen hat, zu dem wahrscheinlich viele Menschen aufgeblickt haben. Und der geht nun weg und seine Jünger sagen: Wer kann denn überhaupt noch gerettet werden?
[33:07] Und die Antwort Jesu, das lesen wir in Vers 26. Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist dies unmöglich. So, und damit sind wir auch am Ende. Nein.
[33:27] Damit sind wir auch nicht am Ende. Das wäre traurig, wenn wir hier zu Ende wären. Bei den Menschen ist es unmöglich. Jesus Christus spricht weiter: Aber bei Gott sind alle Dinge möglich. Was für uns Menschen unmöglich ist, kann Gott möglich machen. Frage: Gibt es irgendwelche reichen Personen in der Bibel, von denen wir wissen, dass sie gerettet sind? Abraham war reich, Hiob war reich, Nicodemus, Zachäus war reich, Josef aus Ägypten war sehr reich, Salomo war reich.
[34:10] Okay, also es ist leicht, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, dass ein Reich an das Reich der Himmel kommt. Und trotzdem wissen wir, dass reiche Menschen gerettet sind. Okay, das Problem ist vielleicht gar nicht der Reichtum. Der Reichtum macht es schwer. Aber was hatten diese Menschen denn an sich? Was hatten diese Menschen, was andere nicht haben, was dieser reiche Jüngling nicht hatte? Warum sind die gerettet und der reiche Jüngling geht einfach weg? Warum hatten die anderen, was hatten die? Was ist das Geheime? Ich glaube, sie hatten die Liebe zu Gott. Die Liebe zu Gott. Der reiche Jüngling hat vielleicht die Liebe zu seinem Besitz gehabt, nicht die Liebe zu Gott.
[34:56] Es kommt darauf an, ob man in dem Besitz, den man hat, Frieden und Sicherheit findet, oder ob man Frieden und Sicherheit bei Gott findet.
[35:11] Auf jeden Fall wissen wir, dass der David, der David hatte einen Plan. Der David, der sagt uns, was notwendig war, um gerettet zu werden. In Psalm 51 lesen wir das. In Psalm 51, Vers 12.
[35:33] Was der Mensch nicht kann. Bei den Menschen ist es unmöglich. Aber für Gott ist es nicht unmöglich. Hier heißt es in Psalm 51, Vers 12: Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz und gib mir von neuen einen festen Geist in meinem Inneren. Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz.
[35:56] Scheinbar haben wir da ein unheilbar krankes Herz. Jetzt muss es erneuert werden. Dieses kaputte Herz, das uns immer in die Sünde zieht, das muss erneuert werden. Wir müssen ein neues Herz bekommen. Erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen festen Geist.
[36:14] Dieses Wort, das hier steht: Erschaffe mir, oh Gott. Wisst ihr, wo das zum ersten Mal auftaucht in der Bibel? 1. Mose 1,1. Der erste Vers der Bibel. Da steht es schon mal. Ganz vorne. 1. Mose 1, Vers 1.
[36:33] Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Hat er aus dem Nichts geschaffen. Er hat erschaffen. Da war nichts und er hat es gemacht. Wir lesen weiter: Die Erde aber war wüst und leer und es lag Finsternis auf der Tiefe und der Geist Gottes schwebte über den Wassern und Gott sprach: Es werde Licht und es wurde Licht. Gott hat es geschaffen. Es war finster. Gott sagt, es werde Licht und es wurde Licht.
[36:58] Zu diesem Vers lese ich immer. Einmal für die Zuschauer im Livestream noch mal. Es ist wie bei uns in unserem Leben. Unser Herz ist dunkel und da schwebt der Geist Gottes drüber über der Finsternis. Jetzt sagt Gott: Es werde Licht. Es wird Licht. Der Geist Gottes schwebt schon über den dunklen Herzen. Danke. Wir können uns das mal angucken im 2. Korinther 4, Vers 6. Da steht es.
[37:44] Da hat Paulus das gesagt. 2. Korinther 4, Vers 6.
[37:55] Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch in unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.
[38:16] Was heißt das? Damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit. Was ist die Erkenntnis Gottes? Wer die letzten Vorträge auf YouMedia gesehen hat, weiß es. Gott mit uns. Was ist die Erkenntnis Gottes? Genau, eine enge Verbindung zu haben. Die Erkenntnis, wir hatten in den letzten Vorträgen schon gehört, wie Adam seine Frau Eva erkannte und eins mit ihr wurde. Die Erkenntnis, eins werden. Das Licht verursacht in unseren Herzen, dass wir eins werden mit Gott. Es gibt uns die Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.
[39:04] Also Gott kann in unseren Herzen was verändern, er kann was neu machen, er kann was neu schaffen, eine Neuschöpfung, so wie er auf dieser dunklen, trüben Erde am Anfang eine völlige Neuschöpfung geschaffen hat. Es gibt ein Beispiel in Jeremia 24, Vers 7, für die, die es mitschreiben wollen. Da hat Gott einmal gesagt und gezeigt: Ich bin derjenige, der die Herzen verändert. Ich kann euch neue Herzen geben. Wir können da mal reingucken. Schauen wir eben alle zusammen rein. Vielleicht gut, wenn wir den doch noch lesen. Jeremia, das ist 24, dort in Vers 7 und da steht es auch noch mal.
[39:46] Und ich will ihnen ein Herz geben, dass sie mich erkennen sollen, dass ich der Herr bin und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein, denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren. Er möchte uns ein Herz geben mit der Begründung, dass sie mich erkennen sollen. Er möchte uns ein Herz geben, damit wir, gleichsam wie wir, verbunden sind. Das ist, das möchte Gott gerne tun mit uns.
[40:16] 36, 36, 26, 27, du kannst es noch besser erklären.
[40:22] Danke, Hinweis für die Zuschauer. Hier seht ihr 36, 36, 36, 26 und 27. Ein Hinweis, das noch mal zu lesen. Gut.
[40:34] Wie können wir denn nun ein neues Herz bekommen? Was muss ich tun, um ein neues Herz zu erlangen? Wir haben gesehen in Psalm 51, Vers 7, David hat gebetet. Er sagt: Herr, erschaffe mir ein neues Herz. Er hat den Herrn darum gebeten, dass er ein neues Herz bekommt. Aber nur das Gebet alleine reicht nicht. Es reicht nicht. Es ist gut, ich sehe deine Wege und alles toll. Erschaffe mir ein neues Herz. Ich will teilhaben an deiner Herrlichkeit. Ich möchte teilhaben an deinem Reich. Da gehört mehr dazu. Nur das Gebet, dass ich das vor Gott bringe, das ist noch nicht. Da gehört mein Wille zu. Ich muss es tun. Ich muss es tun wollen. Ich muss mich da wirklich darauf einlassen. Es ist meine Entscheidung, ob ich das tue, ob ich Gott das wirklich vorlege. Und ich muss es an meinen Taten erkennbar machen. Ich muss meine falschen Wege verlassen. Ich muss Reue zeigen.
[41:31] Hier ist eine ganz interessante Geschichte über Josia in der zweiten Chronik. Zweite Chronik, 34. Das ist ein langer Text in der zweiten Chronik. Wir werden nicht alles lesen, aber ich möchte allen empfehlen, diesen Text zu Hause mal zu lesen. Zweite Chronik, Kapitel 34. Das sind Kapitel 34 und auch Kapitel 35. Alles, was von Josia spricht, sehr, sehr lehrreich.
[42:05] Ich möchte einige Texte gemeinsam mit euch lesen. Und zwar, ich fange mal an. 34 ab Kapitel 2. Es geht um Josia. Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn und wandelte in den Wegen seines Vaters David und wich nicht davon ab, weder zu rechten noch zur linken. Denn im achten Jahr seiner Königsherschaft, als er noch ein Knabe war, fing er an, den Gott seines Vaters David zu suchen. Und im zwölften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem von den Höhen und den Aschera-Standbildern und den geschnitzten und gegossenen Bildern zu reinigen. Und man brach in seiner Gegenwart die Altäre der Bale ab und er hieb die Sonnensäulen um, die oben auf ihnen standen. Die Aschera-Standbilder und die geschnitzten und gegossenen Bilder zerbrach er und machte sie zu Staub und streute sie auf die Gräber derer, die ihn geopfert hatten. Er verbrannte auch die Gebeine der Priester auf ihren Altären und so reinigte er Juda und Jerusalem. Ebenso machte er es in den Städten von Manasse, Ephraim und Simeon und bis nach Naphtali in ihren Ruinen ringsum. Und als er die Altäre der Aschera-Standbilder abgebrochen und die geschnitzten Bilder zu Staub zermalmt und alle Sonnensäulen im ganzen Land Israel abgehauen hatte, kehrte er wieder nach Jerusalem zurück.
[43:23] Jerusalem begann seine Reise und er zog los und hat alles, was Götzendienst war, zerstört. All diese falschen Götzen im Land hat er umgehauen, hat nicht zu ihnen gebetet, sie alle zu Asche zermalmt, alle kaputt gemacht. Das war das Erste, was er getan hat. Er ging los und machte alles kaputt und dann kam er zurück nach Jerusalem. Das finde ich interessant, dass er nach Jerusalem zurückkommt, denn Jerusalem war Gottes Tempel. Nachdem er im ganzen Land war und alle Einschlüsse von außen kaputt gemacht hat, kam er wieder zurück nach Jerusalem.
[43:54] Und jetzt kommt eine Geschichte. Als er zurückkommt nach Jerusalem, da sagt Josiah, er möchte das Haus des Herrn erneuern, er möchte den Tempel wieder vernünftig machen. Der ist zerfallen und verlassen worden und ging kaputt, wurde lange nichts dran gemacht. Das muss wieder aufgebaut werden. Und so hat er eine Geldsammlung durchgeführt, hat das Geld in den Tempel bringen lassen und während die gerade dabei waren, hat er Arbeiter eingesetzt. Während sie dabei waren, passiert etwas ganz, ganz Spannendes.
[44:32] In Vers 14 lesen wir, das war im Tempel: Als sie aber das Geld herausnahmen, das zum Haus des Herrn gebracht worden war, fand der Priester Hilkiah das Buch des Gesetzes des Herrn, das durch Mose gegeben worden war. Nachdem Josiah alle Standbilder kaputt gemacht hat und zum Herrn zurückkam nach Jerusalem und sagt, im Tempel muss es weitergehen und er weiß, im Tempel muss ausgebessert werden, da zeigt Gott seinen Willen. Da lässt ihn Gott ein Buch finden, das Gesetz des Mose.
[45:05] Und wie reagiert Josiah darauf? In Vers 19 lesen wir es. Ein Priester ließ ihn daraus vor. In Vers 19: Und es geschah, als der König die Worte des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider. Josiah konnte entscheiden, was er damit macht. Ja, das ist gut, das Gesetz, oder nein, das ist schlecht, das Gesetz. Er sagt, das Gesetz ist gut, das ist der Wille des Herrn, und er zerreißt seine Kleider. Er demütigt sich als König. Er zerreißt seine Kleider vor dem Herrn.
[45:36] Die nächsten Verse sprechen davon, dass er hat erkannt, was der Wille des Herrn ist, und nun versucht er, mit Gott Kontakt aufzunehmen. Wie hat man das damals gemacht als König? Wie hat man mit Gott Kontakt aufgenommen? Über einen Propheten. Gibt es denn einen Propheten im Lande? Und ja, es gab eine Prophetin, die Hulda. Die Hulda war im Land. Und zu dieser Prophetin schickt er nun und sucht das Gespräch mit Gott, das Gebet mit Gott.
[45:49] Und dann lesen wir Verse 26, 27 und 28, das, was der Herr dem Josiah dann kundtut: Zu dem König von Juda aber, der euch gesandt hat, um den Herrn zu befragen, sollt ihr so reden: So spricht der Herr, der Gott Israels. Was die Worte betrifft, die du gehört hast, weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor Gott gedemütigt hast, als du seine Worte gegen diesen Ort und gegen seine Einwohner hörtest, ja, weil du dich vor mir gedemütigt und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, so habe auch ich darauf gehört, spricht der Herr. Siehe, ich will dich zu deinen Vätern versammeln, dass du in Frieden in dein Grab gebracht wirst und deine Augen all das Unheil nicht sehen müssen, dass ich über diesen Ort und seine Einwohner bringen will. Und sie brachten dem König diese Antwort.
[47:03] Das ist interessant. Er sagt: Weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor Gott gedemütigt hast. In welchem Moment war das? In welchem Moment ist das passiert? In welchem Moment ist das Herz weich geworden? Genau, in dem Moment, als er erkannt hat, was der Wille Gottes ist und dass er seine Sünde erkannt hat. In dem Moment hat er die Entscheidung zu sagen: Ja, ich gehe den Weg Gottes oder nein, ich bleibe an meinen eigenen Wegen. Sehr interessant.
[47:31] Und Josiah hat sich dazu entschieden, sich zu demütigen. Er hat seine Kleider zerrissen und da ist sein Herz weich geworden. Gott sagt: Weil das so geschehen ist, will ich das Gericht nicht über dich bringen. Du kommst nicht ins Gericht. Du hast ein neues Herz. Du hast ein weiches Herz. Du bist nicht verhärtet, wie die Leute im Volk. Du hast ein neues Herz und ich will dich vom Gericht ausnehmen.
[47:49] Vers 30. Es ist interessant, was danach passiert. Vers 30: Und der König ging hinauf in das Haus des Herrn und mit ihm alle Männer von Juda und die Einwohner von Jerusalem, die Priester, die Leviten und das ganze Volk, groß und klein, und man las vor ihren Ohren alle Worte des Buches des Bundes, das im Haus des Herrn gefunden worden war. Der König aber trat auf das Podium und machte einen Bund vor dem Herrn, dass sie dem Herrn nachwandeln und seine Gebote, seine Zeugnisse und seine Satzungen befolgen sollten, vom ganzen Herzen und von ganzer Seele, um die Worte des Bundes zu tun, die in diesem Buch geschrieben sind. Und er ließ alle, die in Jerusalem und in Benjamin anwesend waren, in den Bund eintreten und die Einwohner von Jerusalem handelten nach dem Bund Gottes, des Gottes ihrer Väter.
[48:57] Nachdem das jetzt alles passiert ist, nachdem er zuerst die Götzen vernichtet hat, dann nach Jerusalem zurückkam, dann den Willen Gottes erkannt hat, sich dann gedemütigt hat, dann das Gespräch mit Gott gesucht hat, kriegt er von Gott das Versprechen: Das Gericht wird dich nicht treffen, du kommst nicht ins Gericht. Und jetzt geht Josiah in den Tempel und er macht etwas mit Gott. Er schließt einen Bund. Da ist er wieder, die Verbindung, die gebrochen war von den Menschen. Josiah macht den Bund wieder mit Gott.
[49:25] Das war der Weg, den er gegangen ist. Er hat die Götzen zerstört, dann hat er den Herrn gesucht, hat den Willen erkannt, sein Herz wurde weich und Gott konnte ihm mitteilen, wie sein Weg ist, wie es weitergeht. Daraufhin hat der Herr ihn vom Gericht ausgenommen, hat gesagt: Du kommst nicht ins Gericht. Und der Bund besteht wieder. Die Verbindung ist wieder da. Die Verbindung, die wir gelesen hatten, dieses Einswerden mit Gott, Gott erkennen.
[49:56] Übrigens, wisst ihr, was das Wort Josiah heißt, was der Name übersetzt heißt? Josiah, der Herr heilt oder der Herr stellt wieder her. Wenn da nichts mehr zu heilen ist, stellt es wieder her. Der Herr heilt oder der Herr stellt wieder her.
[50:16] Und hier ist ein Unterschied zwischen Josiah und unserem reichen Jüngling. Wir haben bei Josiah in Kapitel 34, Vers 19 gelesen: Es geschah, als der König die Worte des Gesetzes hörte, da zerriss er seine Kleider. Als er den Willen Gottes gehört hat, hat er seine Kleider zerrissen und sich gedemütigt, hat erkannt, dass seine Wege falsch sind und will neue Wege einschlagen.
[50:42] Bei unserem reichen Jüngling in Matthäus Kapitel 19, Vers 22. 19, Vers 22 hören wir: Als aber der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt davon, denn er hatte viele Güter. Die Haltung war eine andere. Josiah hat sich dadurch gedemütigt, ist sein Herz weich geworden und Gott konnte ihn verändern.
[51:01] Hätte der Jüngling seinen Götzen aufgegeben, so wäre er ein großer und guter Arbeiter für den Herrn geworden, schreibt Ellen White im Leben Jesu. Hätte er das getan, als er an der Entscheidung stand, sein Götze oder Jesu. Hätte er seinen Götzen aufgegeben, wäre Jesus nachgefolgt, er wäre ein großer und guter Arbeiter für den Herrn geworden. Hätte er seinen Götzen verlassen, wäre er auf die Knie gegangen. Hätte er die richtige Entscheidung getroffen, die Entscheidung zum Leben. Gott hätte ihm ein neues Herz gegeben.
[51:33] Und es reicht nicht, es reicht nicht einfach zu sagen: Erneuere mein Herz. Ich behalte alle meine Götzen und ich behalte diese Sicherheiten im Hintergrund, aber erneuere du mein Herz. Das funktioniert nicht. Es muss wahre Reue sein. Wir müssen erkennen, dass wir festgehalten werden, dass wir in Sünde gebunden sind und wir müssen unsere Götzen loslassen.
[51:58] Wenn wir ein neues Herz von Gott haben wollen, dann ist es von uns, dass wir diese Sachen auch auch weglassen, dass wir nicht halbherzig sind. Er gibt mir ein neues Herz, aber ich möchte es gleich wieder teilen, sondern ich mache mich frei von allem anderen und dein Willen suche ich. Ich habe deinen Willen. Ich möchte das tun, was du sagst. Und damit kann Gott was anfangen, damit ein Licht in unserem Herzen aufgeht.
[52:17] Und manchmal lesen wir es so einfach und schauen uns das an und sehen: Na gut, da waren irgendwelche Baal-Standbilder, da waren Aschera-Standbilder, da waren Sonnensäulen. Das hätte ich auch gemacht, wenn ich Josiah gewesen wäre. Aber die Frage, es wird schon gesagt, ich höre es schon, es ist nicht so einfach. Es ist nicht so einfach. Haben wir heute auch sowas? Gibt es sowas heute in unserem Leben auch? Solche Götzen? Ja, zum Beispiel.
[52:46] Kennt jemand Götzen, die heute den Menschen das Leben schwer machen? Fußball, Fußball wird gesagt. Fußball, wann? Ah, okay, wenn man Fußball zum Inbegriff seines Lebens macht, dann ist Fußball ein Götze. Musik. Wann ist Musik ein Götze? Wenn ich mein Leben daran hänge, wenn ich versuche, so zu werden wie, ja, oder wenn ich, genau, wenn ich, das ist eigentlich das Gleiche. Wenn ich mein ganzes Leben daran hänge, mein Leben darauf aufbaue.
[53:43] Es gibt verschiedene heftige Dinge. Es gibt den Materialismus, dann gibt es noch den unmoralischen Lebensstil und sonstige ungesunde Lebensstil-Dinge. Also was Essen und Trinken betrifft. Ja, moralische Dinge. Es geht durch Licht und Einfluss raus, sondern greift unsere fünf Sinne an. Und deswegen durch Anschauen werden wir verwandelt werden. Entweder wir schauen diese bestimmten Dinge an, die Satan uns zeigt, oder wir schauen Jesus Christus an und werden so in sein Bild verwandelt.
[54:14] Ok, hier wurde gerade gesagt, ich fasse mal kurz zusammen: Je nachdem, worauf wir uns ausrichten, entweder auf diese verschiedenen Götzen, werden wir in die Richtung verwandelt, oder wir schauen auf Christus, so werden wir in sein Bild hin verwandelt. Es gibt viele Dinge, glaube ich, die wir zu Götzen machen können, je nachdem, wie wir damit umgehen. Ich habe zum Beispiel ganz oft, es ist mein Beruf, das Wichtigste in meinem Leben. Ich stelle mein ganzes Leben nach meinem Beruf ein. Es gibt Menschen, die sagen: Ich kann Gott nicht wirklich folgen, weil ich diesen Beruf habe. Deswegen gelingt es mir nicht, ganz ehrlich zu sein in meinem Leben oder den Ruhetag zu heiligen oder was auch immer. Lässt dein Beruf nicht zu, dass du Gott nachfolgst? Steht dein Beruf vielleicht im Widerspruch zu dem Willen Gottes?
[55:10] Bei manchen Menschen sind es Freunde und Familie. Kann es sein, dass man Christus nicht ganz folgen kann, weil Freunde und Familie einen festhalten, weil sie nicht zulassen, dass man wirklich den Weg geht, dass man wirklich sein Leben übergibt, weil sie einen immer wieder zurückziehen und man will ja auch nicht irgendwie unangenehm auffallen? Gibt es das? Schämt man sich manchmal für Christus? Das ist ein Götze, das ist ein Götze. Wenn ich in meinem Bekanntenkreis, in meiner Familie, bei meinen Freunden mein eigenes Ego so hochsetze, dann bin ich Christus lieber ein bisschen beiseite. Das ist furchtbar. Dann hat Christus nicht mehr den ersten Platz in unserem Leben, sondern er wird irgendwo mit eingeschoben. Das wäre ein Götze.
[56:07] Wie ist es mit meinen eigenen Zielen, die ich mir stecke? Mein Ego, mein Ich, mein Ruhm, meine Ehre, mein Ansehen. Kann ich Christus vielleicht nicht folgen, weil ich noch so viele bestimmte Ziele und Pläne habe? Ich habe Dinge im Leben, die muss ich unbedingt noch machen und erst wenn ich die gemacht habe, dann kann ich Christus folgen. Ich muss das erst alles noch machen. Das kann ein Götze sein. Barbara sagt.
[56:54] Okay, ja, danke. Meistens wurde gesagt, stehen wir uns selber im Wege, dem was wir tun. Es gibt Geschichten, die ihr kennt. Zum Beispiel Mose. Mose hat zum Beispiel, um Christus nachzufolgen, hat er seinen Beruf aufgegeben. Er hat auch seinen Besitz aufgegeben. Mose war Prinz von Ägypten. Aber ihm war Gott so wichtig, dass er gesagt hat: Das lasse ich alles zurück. Ich lasse meinen Beruf zurück. Ich lasse meinen Besitz zurück. All das Gute, was ich haben kann, weil ich Gott treu sein will.
[57:38] Abraham. Abraham wollte Gott treu sein und verließ seine Heimat auf verheißen Gottes hin. Er hat daran geglaubt, dass Gott treu ist, dass Gott zu seinen Verheißungen steht. Dass, wenn er etwas aufgibt für den Herrn, dass der Herr ihn nicht aufgibt. Das hat auch Mose geglaubt, das hat Abraham geglaubt. Ebenso haben das die Jünger geglaubt. Sie haben alles liegen lassen, ihre Netze und alles und sind ihm nachgefolgt. Noah. Noah hat die ganze Welt aufgeben. Er hat alles zurückgelassen.
[58:05] Wahrlich. Danke. Es wurde gerade gesagt, dass die genannten Personen den Segen erst wirklich dann empfangen haben, als sie sich ganz Gott geweiht haben. Erst als sie den Schritt gemacht haben. Und so sei es heute auch bei uns. Dass wir erst den Schritt machen müssen. Erst Gott vertrauen müssen. Auf seine Verheißung bauen müssen und dann auch den Segen empfangen.
[58:34] Zachäus tat genau das Gleiche. Zachäus wurde vorhin erwähnt. Er war ein reicher, ein Oberzöllner. Er hat sich erniedrigt, indem er auf einen Baum kletterte. Indem er sich fast zum Gespött der Menschen gemacht hat. Aber es war es ihm wert. Er hat gesehen, worum es geht. Und egal, was die Leute über ihn sagen. Egal, ob er der ist, den er gerne darstellen möchte. Er hat gesagt: Das ist meine Chance, Christus. Ich will darauf vertrauen.
[59:14] Und so sind viele, viele Menschen, die gesagt haben: Ich glaube, dass Gottes Verheißungen wahr sind. Ich glaube, wenn ich Dinge aufgebe, wenn ich meine Götzen aufgebe, dass Gott mich nicht aufgibt. Ich glaube, dass, wenn ich meinen Beruf, meinen Besitz, mein Ansehen, was auch immer zurücklasse, weil es mich festkettet, dass Gott seine Verheißung wahr macht. Und ja, dafür ist Gebet notwendig. Aber ja, dafür sind auch unsere Schritte notwendig, dass wir das auch wirklich weggeben. Und dass wir nicht so ein Hintertürchen aufhalten und sagen: Herr, ich bete mal. Jetzt gucke ich, wenn du segnest. Und wenn du segnest, dann lasse ich es weg. Nein, keine Sicherheit. Herr, ich vertraue deinen Verheißungen. Ich lasse es weg und gebe zu dir. Und dann wird der Segen kommen.
[59:50] Gott möchte nicht, dass wir uns Hintertürchen auflassen. Dass wir sagen können: Ich probiere das mal aus. Es ist unsere Entscheidung, was wir tun. Für jeden, der das tut, da sagt Christus, und das will ich mal mit euch in Markus lesen. Da steht es sehr schön, wie ich finde. Markus 10.
[1:00:12] Markus 10. Nein, das nehmen wir nicht aus, Markus. Das nehmen wir aus.
[1:00:52] Ein Moment. Das nehmen wir nicht hier her. Doch, das nehmen wir doch aus Markus 10. Ja, aus 28, genau. Das nehmen wir doch aus Markus. Markus 10, ab Vers 28.
[1:01:06] Markus 10, ab Vers 28. Die gleiche Geschichte. Wir lesen Reich Jügendling, Vers 17 bis 25, Vers 26. Vers 26 war noch. Sie aber entsetzten sich sehr und sprachen untereinander: Wer kann denn überhaupt errettet werden? Jesus aber blickte sie an und sprach: Bei den Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott, denn bei Gott sind alle Dinge möglich. Da begann Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind hier nachgefolgt.
[1:01:33] Jesus aber antwortete und sprach: Warte, ich sage euch, es ist niemand, es ist niemand, der Haus oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Frau oder Kinder oder Äcker verlassen hat um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der nicht hundertfältig empfängt jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Äcker unter Verfolgung und in der zukünftigen Weltzeit ewiges Leben.
[1:02:00] Das ist die Verheißung von Jesus Christus. Das ist eine Verheißung. Es ist niemand, der um meinetwillen etwas aufgibt und nicht schon empfängt. Und er sagt, das ist interessant, wenn wir Schätze im Himmel sammeln, er sagt nicht nur irgendwann mal später, er sagt schon jetzt. Es ist niemand da, der das verlässt um meinetwillen und es nicht schon in dieser Weltzeit empfängt und das ewige Leben in der zukünftigen. Das ist eine Verheißung.
[1:02:32] Ganz oft sagen wir uns ja: Wenn ich eine Verheißung Gottes hätte, dann würde ich mein Leben umstellen. Wenn ich eine Verheißung hätte, dann würde ich ganz anders handeln. Das ist eine Verheißung. Es ist niemand, der um seinetwillen das verlässt. Ich meine, Götzen verlasse, die mir heute noch Sicherheit geben, wo ich denke, ich kann es nicht loslassen. Verheißung von Jesus. Es ist niemand da, der das verlässt, der nicht heute schon in dieser Weltzeit und in der zukünftigen seinen Lohn dafür empfängt.
[1:02:55] Ich glaube, das ist eine wichtige Botschaft für uns alle, dass wir das wissen, denn ich glaube, jeder hat sich selbst geprüft und jeder hat gemerkt, wo er noch Götzen hat, wo noch ein Götzenbild auf einer Höhe steht, das noch beseitigt werden muss. Ich glaube, der Heilige Geist spricht zu uns und er zeigt uns: Da ist noch was und da ist noch was. Und diese Dinge umzuhauen, auf die Verheißung hin, ist es niemand, der etwas aufgibt um meinetwillen und es nicht von mir wiederbekommt in dieser Weltzeit und in der zukünftigen ewiges Leben.
[1:03:22] Ich glaube, gerade jetzt ist es dran. Wir leben in der letzten Zeit. Wenn nicht wir, wer dann? Wenn nicht wir anfangen, unsere Götzen aufzugeben und endlich Christus ganz nachzufolgen. Wenn wir nicht alles hinter uns lassen, was uns festhält, wenn wir uns die Ketten nicht zerreißen, die die Sünde uns bindet, dann werden wir nicht vorbereitet sein zur Wiederkunft Christi. Aber da will Christus uns hinhaben. Wir müssen vorbereitet sein und es ist, es bringt nichts zu sagen: Das mache ich morgen, das mache ich nächste Woche. Viele Menschen sagen: Das mache ich, wenn ich Rentner bin, habe ich viel Zeit. Einige sagen: Ich muss erst noch mein Abitur machen und dann, dann folge ich. Einige sagen: Wenn ich erst mal im Berufsleben stehe, dann folge ich Christus. Nein, heute, da ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht. Wenn da ein Götze ist in eurem Leben, schafft ihn ab, traut der Verheißung Christi. Er sagt: Niemand verlässt was, ohne dass ich es weiß, ohne dass ich euch dafür segnen werde. Und das wünsche ich uns für uns alle. Amen.
[1:04:15] Lass uns noch gemeinsam beten.
[1:04:43] Herr unser Gott, wir sind dir sehr, sehr dankbar für das Wort, das du uns gibst. Wir sind dir sehr dankbar, Herr, dafür, dass du Heilung und Erneuerung für uns hast. Herr, unsere Herzen ziehen uns in eine Richtung, wo wir nicht hinwollen. Und schon Paulus hat geschrien: Wer wird mich erlösen von diesem Leib? Aber, Herr, du hast gezeigt, dass du es kannst. Du hast gezeigt, Herr, dass wer mit freiem Willen, wer offen, mit offenem Herzen zu dir kommt, den wirst du auch nicht wegstoßen. Dessen wirst du dich erbarmen. Wer sich vor dir demütigt, Herr, den wirst du annehmen. Und du wirst ihm ein neues Herz geben. Mein Vater, wir haben deine Verheißung, dass wenn wir Dinge zurücklassen in unserem Leben, an die wir heute noch gekettet sind, Dinge, die uns das Leben schwer machen, wo wir immer noch hinken, wo wir dir immer nur halb nachfolgen, diese Dinge, wenn wir diese Dinge zurücklassen, sei es unser Beruf, sei es unser Besitz, seien es Menschen, die es nicht gut meinen mit uns. Was immer wir zurücklassen, um deinet Willen, Herr, du hast gesprochen, du wirst es sehen. Und du wirst deine Verheißung wahr machen. Du wirst uns segnen schon in dieser Weltzeit und in der zukünftigen. Dafür danken wir dir, Herr. Amen.
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