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Manuskript: CSH_Manuskript_2013 1st Nr 10

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp wird das Thema Haushalterschaft und Umwelt aus biblischer Perspektive beleuchtet. Es wird erklärt, dass die biblische Herrschaft über die Schöpfung nicht Unterdrückung, sondern Dienen und Bewahren bedeutet, inspiriert von Gottes eigenem Umgang mit seiner Schöpfung. Der Vortrag betont die Verantwortung des Menschen für die Natur und wie ein achtsamer Umgang mit der Umwelt Gott verherrlicht und zur Anbetung führt. Abschließend wird die Bedeutung des Schutzes der eigenen Körper als Teil der Schöpfung Gottes hervorgehoben.

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp geht es um das Thema Haushalterschaft und Umwelt. Es wird beleuchtet, welche Verantwortung der Mensch für die Schöpfung trägt und wie diese Verantwortung im biblischen Sinne verstanden werden kann. Anhand biblischer Beispiele wird gezeigt, dass biblische Herrschaft Dienen bedeutet und wie wir durch unseren Umgang mit der Umwelt Gott verherrlichen können.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q1: Ursprung und Anfang

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de und schön, dass ihr auch dabei seid auf ad-tv.info. Wir haben heute die zehnte Folge unserer Serie Ursprung und Anfang und heute wird es recht praktisch. Wir wollen unter dem Thema Haushalterschaft und Umwelt, wo wir uns auf das Bibelgespräch am 8. März vorbereiten wollen, uns Gedanken machen in diesem Thema. Wie können wir unsere Umwelt schützen? Warum sollen wir sie schützen und was ist der eigentliche Punkt an der ganzen Sache? Haushalterschaft und Umwelt, dieses Thema ist ja in unserer heutigen Zeit sehr, sehr populär. Vor einigen Jahren war es fast noch ein bisschen populärer als heute. Umweltschutz war ein großes Thema und ist immer noch ein Thema für viele, viele Menschen. Ich glaube, ein Thema, mit dem man auch eine Brücke schlagen kann dann zum christlichen Glauben. Denn ganz offensichtlich haben wir eine Verantwortung von Gott für die Schöpfung bekommen. Das geht schon aus dem ersten Kapitel der Bibel hervor in 1. Mose 1, Vers 28. 1. Mose 1 und dort Vers 28, die Bibel sagt und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen, seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer, über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde. Also Gott sagt ganz deutlich, füllt die Erde und macht sie euch untertan. Die ganze Erde, die ganze Schöpfung inklusive der Tiere, der Vögel, der Fische, allem Lebendigen ist uns Menschen untertan.

[3:01] Nun, auf den ersten Blick erscheint das ja ganz gegensätzlich zu Umweltschutz, denn wenn wir an herrschen, an untertan denken, dann denken wir im Deutschen und aus unserer Erfahrung meistens an Unterdrückung, an Beherrschung. Aber die Frage ist, welche Art von Herrschaft hier eigentlich gemeint ist, welche Art von Herrschaft Gott sich vorgestellt hat, dass der Mensch sie eigentlich ausüben sollte.

[3:24] Der erste Punkt, den wir dabei lernen können, wenn wir das studieren, der findet sich in 2. Mose 19, Vers 5. 2. Mose 19, Vers 5, ein Gedanken, den wir schon ab und zu hier auch in den letzten Wochen betrachtet haben. Da heißt es, wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Wir haben ja schon darüber gesprochen hier, in der Cannstatt Study Hour vor kurzem, dass Gott der Eigentümer der ganzen Schöpfung ist. Und wenn er der Eigentümer ist, wenn ihm wirklich alles gehört und er dann eine Herrschaft weitergibt an Adam und Eva, dann wird daraus ganz deutlich, dass diese Herrschaft, die Adam und Eva jetzt erhalten, ursprünglich einmal die Herrschaft von Gott gewesen ist. In anderen Worten, Gott gibt etwas von seiner Herrschaft ab. Er lässt Adam und Eva mitherrschen. Sie sind sozusagen Korrigenten, Vizekönige, wenn man so möchte. Wenn wir also verstehen wollen, welche Herrschaft der Mensch über die Schöpfung, über die Natur, über die Umwelt ausüben sollte, dann müssen wir zunächst einmal verstehen, welche Art von Herrschaft Gott ausübt, denn diese Art von Herrschaft ist uns gegeben über die Umwelt. Früher haben manche Menschen versucht, mit 1. Mose 1, Vers 28 zu begründen, dass man die Natur ausbeuten und ausquetschen kann und alles herausholen kann. Aber unser Verständnis, wie wir mit der Umwelt umgehen, offenbart letztendlich etwas über das Verständnis, das wir von Gott haben, über das Bild, das wir von Gott haben. Und so wollen wir uns die Frage stellen, gibt Gott uns ein Beispiel, gibt er uns einen Hinweis darauf, wie er herrscht, wie er über die Schöpfung regiert?

[5:13] In Johannes 13, Vers 15 finden wir diesbezüglich ein interessantes Prinzip, das wir nicht entgehen lassen wollen. In Johannes 13 und dort Vers 15, in einem völlig anderen Zusammenhang, nämlich bei der Fußwaschung des Abendmahles. Da sagt Jesus, denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. Jesus führt hier ein ewiges Prinzip an, nämlich dass Gott immer ein Vorbild gibt, sodass die Menschen wissen, wie sie handeln sollen. Es gilt nicht nur für die Fußwaschung, es gilt für alle verschiedenen Bereiche des christlichen Glaubens. Gott fordert nie etwas von uns, wenn er uns nicht vorher ein Beispiel gegeben hat und uns gezeigt hat, nach welchen Prinzipien er diese Aufgabe ausführt. Und wenn wir uns also die Frage stellen, wie soll ich jetzt herrschen über die Natur, wie genau sieht die Verantwortung aus, die ich habe für die Umwelt, dann müssen wir uns zunächst einmal die Frage stellen, wie herrscht Gott, wie ist sein Vorbild, das er uns gegeben hat, damit wir dann so wie er auch mit der Umwelt umgehen können.

[6:18] Und im gleichen Buch in Johannes 18, und dort Vers 27, Verzeihung, bevor wir dort hingehen, gehen wir erst zu Matthäus 20. Matthäus 20 und dort Vers 25 bis 28. Jesus sagt hier etwas über das Thema Herrschaft. Matthäus 20, Vers 25 bis 28. Jesus sagt, aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Fürsten der Heidenvölker sie unterdrücken und dass die Großen Gewalt über sie ausüben. Jesus zeigt den Jüngern und lenkt ihre Aufmerksamkeit auf die Art und Weise, wie menschliche Herrscher, wie Kaiser, wie Fürsten, wie Diktatoren, Könige ihre Macht ausüben, nämlich durch Gewalt, durch Unterdrückung. Und dann sagt er etwas Interessantes, Vers 26: Unter euch aber soll es nicht so sein. Übrigens, Klammer auf, in der Gemeinde Gottes sollte es diese Machtprinzipien von oben nach unten, Gewalt auszuüben, Druck auszuüben, nicht geben. Das ist nicht heute unser Thema so im Spezifischen, aber ich wollte es trotzdem hier an dieser Stelle nicht ungesagt lassen. Alles, was nach solch einer menschlichen Machtausübung riecht oder aussieht, sollte in der Gemeinde Gottes unterbleiben. Es ist nicht im Geiste Jesu. Und dann heißt es hier: Sondern wer unter euch groß werden will, der sei euer Diener. Und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht. Also Herrschaft im biblischen Sinne, Herrschaft im Sinne des Reiches Gottes hat viel mit Dienen zu tun, mit Knecht sein, mit Helfen. Vers 28: Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. Jesus kam, um sein Leben zu geben und Jesus war ein König.

[8:30] Das wird ganz deutlich, wenn wir jetzt den Text aufschlagen in Johannes 18, Vers 37. Johannes 18 und dort Vers 37. Auf die Frage von Pilatus: Du bist doch sein König? Heißt es: Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu gekommen und dazu in die Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme. Jesus sagt, ich bin ein König, aber die Art und Weise, wie er auf die Welt kam und wie er lebte und wie er diente, zeigt, wie Gott Herrschaft definiert. Diese Art von Herrschaft, diese Art von König sein, diese Art von Regierung ist es, die er eigentlich Adam und Eva für die Schöpfung aufgegeben hat. Wir sollten unsere Umwelt nicht auspressen und unterdrücken, sondern ihr helfen, ihr in gewisser Weise dienen.

[9:33] Und so können wir darüber auch studieren, worin eigentlich die Königsherrschaft des Menschen besteht. Die Bibel spricht ja davon, dass wir gekrönt worden sind damals im Fall von Adam und Eva als Menschheit. Wie sind wir gekrönt worden? Womit? Psalm 8 spricht das deutlich aus. Wir haben ja auch diesen Psalm schon angeschaut hier in den letzten Wochen. In Psalm 8 und dort Vers 6 wird uns deutlich gemacht, was das Wesen dieser Herrschaft, dieser Königswürde ist, die der Menschheit gegeben ist in Bezug auf die Umwelt. Psalm 8 Vers 6, die Bibel sagt: Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel, gemeint ist der Mensch. Mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt. Die Krone, die Adam und Eva aufbekamen sozusagen, war die Krone von Herrlichkeit und von Ehre. Wenn wir also bei der 1. Mose 1 Vers 28 hernehmen und sagen, das ist die Grundlage unserer Beziehung zur Umwelt, zur Natur, dann müssen wir verstehen, dass diese Herrschaft, die dem Menschen gegeben ist, eine Herrschaft ist, die nach Herrlichkeit verlangt, nach Ehre.

[10:47] Die Frage, die wir uns natürlich dann stellen können ist: Ist unser Umgang mit der Schöpfung herrlich? Ist unser Umgang mit der Schöpfung ehrenhaft, ehrvoll? Kann man das Umweltbewusstsein der meisten Menschen mit den Stichworten Herrlichkeit und Ehre zusammenfassen? Wenn nicht, dann gibt es auch keine echte Herrschaft im Sinne der Bibel, sondern eine Unterdrückung im menschlichen Machtsinn. Und die hat Gott niemals für den Menschen vorgesehen.

[11:21] Das heißt ja hier, dass wir nur ein wenig niedriger gemacht worden sind als die Engel. Und auch die Engel dienen ja. Und das können wir sehen in Hebräer 1, schöne Verse übrigens, in Hebräer 1 Vers 7 und Vers 14. Hebräer 1 Vers 7 und 14, dort heißt es: Vor den Engeln zwar sagt er: Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen. Und in Vers 14 heißt es: Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, welche das Heil erben sollen? Immer wieder spricht es von Dienst, von Dienern, von Dienen, die Engel, die sogar noch ein bisschen höher sind in der Schöpfungsordnung Gottes. Das scheint ja ganz offensichtlich so eine Schöpfungsordnung zu geben. Selbst die Engel, die noch höher sind als wir, dienen. Die dienen den Geschöpfen, die unter ihnen sind. Die Engel dienen den Menschen. Und das ist ihre Herrlichkeit, ihre Ehre.

[12:18] Worum besteht also die Herrschaft des Menschen für die Schöpfung? Besteht sie nicht im Dienen? Besteht sie nicht im Helfen? Ich glaube, die Menschheit hat im Großen und Ganzen ihre Rolle bezüglich der Schöpfung weitestgehend missverstanden.

[12:38] Schauen wir das weiter an in Psalm 8. Gehen wir nochmal zurück zu Psalm 8 und lesen da jetzt die weiteren Verse, die diesen Gedanken noch vertiefen und weiter ausführen. In Psalm 8, unter Vers 8 und 10, und heißt es, ihr könnt schon ab Vers 7 lesen eigentlich. Heißt es: Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht. Alles hast du unter seine Füße gelegt. Übrigens, diese Idee, etwas unter die Füße zu legen, die kommt schon in 1. Mose 1, Vers 28 zum Ausdruck. Dieses Wort "verherrschen" dort. Es ist ein altes hebräisches Wort und es bedeutet buchstäblich seinen Fuß auf etwas stellen. Wenn ich meinen Fuß auf etwas habe, dann beherrsche ich das nicht. Aber das bedeutet nicht etwas zu unterdrücken, sondern hier heißt es: Alles, was Gott gemacht hat, die Werke seiner Hände sind uns unter die Füße gegeben. Warum? Wir sollen sie behüten, wir sollen sie beschützen. Wenn wir die Umwelt zerstören, dann zerstören wir die Werke Gottes, die er mit seiner eigenen Hand gemacht hat. Und das sollte uns immer wieder bewusst sein. Alles das, was wir da draußen sehen, ist von Gott gemacht. Es ist uns gegeben als ein Geschenk und er hat es uns gegeben.

[14:00] Vers 8 bis 10 geht dann weiter: Schaf und Rinder allesamt, zog die Tiere des Feldes, die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was die Pfade der Meere durchzieht. Achtung: Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde! Also, wenn wir den gesamten Gedanken von Vers 6 bis Vers 10 so im Großen sehen, dann ist das folgende Idee: Gott hat den Menschen mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, hat ihn zum Herrscher gemacht über alles, über alle niederen Lebewesen, über die Tiere und die Pflanzen und über alles, was dort sich regt und bewegt auf der Erdoberfläche und im Meer und unter dem Himmel. Und weil das so ist, deswegen wird Gott verherrlicht, deswegen wird sein Name gelobt uns auf der ganzen Erde. Mit anderen Worten, wenn die Menschen ihre von Gott gegebene Aufgabe bezüglich der Schöpfung richtig ausüben, dann wird Gottes Name auf der ganzen Erde verherrlicht.

[15:03] Und was ist, wenn sie das nicht tun? Wenn sie ihre Aufgabe pervertieren, missverstehen und falsch umsetzen, dann kann Gott nicht so verherrlicht werden, wie er es sich eigentlich wünscht.

[15:21] Nun, Gott hat uns ausdrücklich geboten, seine Schöpfung zu bewahren und das auch schon vor dem Sündenfall. 1. Mose 2, Vers 15. Und wir haben das ja auch schon angeschaut hier, deswegen nochmal kurz die Erinnerung daran. 1. Mose 2, Vers 15. Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre. Selbst der Garten Eden, der ein Abbild war des Himmels, musste bewahrt werden, er musste behütet werden. Die Idee ist, sein Auge drauf zu halten. Gott möchte, dass wir sorgsam mit dem umgehen, was er geschaffen hat. Das ist eine ganz einfache biblische Lehre, die aber so wichtig ist und die wir manchmal auch im Alltag durchaus vergessen.

[16:08] Und wir werden da gleich noch ausführlicher drauf zu sprechen kommen. Und wenn wir darüber nachgedacht haben, dass wir Gott imitieren wollen, wir sagen ja als Christen, dass wir Jesus nachfolgen, dass wir seinem Beispiel ähnlich werden wollen, dann müssen wir uns die Frage stellen, wie geht Gott dann mit seiner Schöpfung um? Wir haben ja in der vorletzten Folge darüber gesprochen, dass Jesus der Erhalter von allem ist, dass er in jeder Sekunde alles Leben erhält. Alles, was er geschaffen hat. Nicht nur die Menschen, nicht nur wir, die wir jetzt sprechen und zuhören und hier leben. Nicht nur wir werden erhalten, sondern auch jede Fliege, jeder Moskito, jeder Regenwurm in der Erde. Ja, jede Pflanze, jeder Grashalm wird erhalten durch die lebensgebende Kraft von Jesus.

[17:00] Und so ähnlich drückt es auch der Psalm 50 aus. Psalm 50, Vers 10 und 11. Da sagt Gott nämlich: Denn mir gehören alle Tiere des Waldes, das Vieh auf tausend Bergen. Ich kenne alle Vögel auf den Bergen und was sich auf dem Feld regt, ist mir bekannt. Ich weiß nicht, wie sehr du dich für die Schöpfung interessierst. Interessierst du dich für Tiere und Pflanzen und für die Art und Weise, wie Gott geschaffen hat? Hier ist etwas Interessantes, was dich vielleicht erstaunen wird, wie wir es gerade gelesen haben. Gott interessiert sich nicht nur für Weltgeschichte, für Zukunftsprophetie, interessiert sich nicht nur für dein und mein Leben, er interessiert sich auch für die Tiere, interessiert sich für die Vögel. Er kennt jede einzelne Schneckenart. Er weiß ganz genau, wie es jedem einzelnen Kaktus in der Wüste geht. Du wirst vielleicht sagen: Was für eine Verschwendung, ist doch vollkommen unwichtig. Aber das ist Gott. Gott kümmert sich selbst um das, was wir vielleicht als völlig unwichtig oder vernachlässigbar halten.

[18:10] Der Mensch geht ja ganz oft mit der Schöpfung so um, als bräuchte man es gar nicht. Da wird Umwelt zerstört, gebrandrodet, unwiederbringlich zunichte gemacht und wir denken uns: Naja, es hat ja eh keinen großen Wert gehabt. Bei Gott ist das anders. Gott kennt die Geheimnisse aller Lebewesen. In der großen Rede an Hiob sagte er, wie er mit all den verschiedenen Geheimnissen der Tierwelt und der Pflanzenwelt bekannt ist. Das ist natürlich auch kein Wunder, er hat das ja alles gemacht, aber er interessiert sich dafür. Er hat es nicht einfach nur gemacht und dann einfach irgendwo in die Ecke gestellt, sondern er hat Interesse an dem gesamten Leben, das auf diesem Planeten stattfindet und natürlich auch auf all den anderen Planeten, die er geschaffen hat, wo es Leben gibt.

[19:58] Und wenn das so ist, dann glaube ich, sollten wir auch zumindest einen Sinn dafür entwickeln, für das Schöne in der Natur und für den Wert der Natur. Das heißt nicht, dass wir unser gesamtes Leben damit verbringen sollten, jetzt alle Schneckenarten auswendig kennenzulernen, denn im Gegensatz zu Gott sind erstens unser Gehirn begrenzt und zweitens auch unsere Zeit nicht ewig, sodass wir in diesem kurzen Leben, das wir haben, uns für das Wichtigste entscheiden müssen. Gott muss ja dieser Entscheidung nicht helfen, er kann sich für alles interessieren und sich um alles kümmern. Wir können das nicht, deswegen müssen wir das Wichtigste als Priorität nehmen und das ist natürlich unsere eigene Erlösung, die Erlösung unserer liebsten Menschen, die Rettung, die Warnung der Welt. Aber trotz all dieser Hauptaufgaben, die wir haben, sollten wir trotzdem zumindest eine Sensibilität dafür entwickeln, dass es da so viel mehr gibt. Und wo es möglich ist, wo es unsere Zeit erlaubt und wo es nicht wichtigere Prioritäten beiseite drängt, ist es gut und richtig, auch diesem Interesse, das Gott hat, für seine Schöpfung nachzueifern.

[20:02] Schauen wir noch einen anderen Text an, den Neuen Testament, der ebenfalls diesen Gedanken nahelegt, dass Gott sich um seine Schöpfung kümmert, den Matthäus 6 in der Bergpredigt, den berühmten Abschnitt, den wir so oft zitieren, um deutlich zu machen, Gott kümmert sich um uns, er kennt alle unsere Haare. Wir zitieren den Vers: Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und so weiter und so fort. Aber meistens übersehen wir, dass es da auch heißt, in Vers 26, Matthäus 6, Vers 26: Seht die Vögel des Himmels an, sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Ja, es stimmt, wir sind mehr wert als die Vögel. Ja, Gott kümmert sich um uns, aber es stimmt, auch Gott kümmert sich um die Vögel.

[20:46] Und wenn wir durch falsche Entscheidungen, durch falschen Lebensstil oder durch eine schlechte Behandlung der Umwelt diesen Lebewesen unnötig schaden, dann wirken wir direkt gegen Gott. Denn er kümmert sich um sie, er ernährt sie, er hält sie am Leben. Und das zeigt uns die Wichtigkeit dieses Themas. Es wird manchmal ein bisschen unter den Teppich gekehrt, dieses Thema.

[21:21] Und wenn wir uns mit der Schöpfung beschäftigen und mit der Schönheit der Schöpfung, dann bleibt es nicht aus, dass wir uns auch mit diesem Text hier beschäftigen müssen. Und Offenbarung 4, Vers 11. Offenbarung 4, Vers 11. Bibel sagt: Würdig bist du, o Herr, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht, denn du hast alle Dinge geschaffen und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen. Wenn wir uns mit der Schöpfung beschäftigen, dann werden wir direkt zur Anbetung Gottes geführt. Das ist ja der ganze Sinn und Zweck dieses ganzen Themas. Je klarer wir eine Vorstellung von Gott auch in der Schöpfung haben, wie sie sich dort zeigt, die Prinzipien Gottes, desto deutlicher können wir ihn auch anbeten, desto besser können wir ihn verstehen. Und natürlich geht es nicht nur durch die Schöpfung alleine, wir haben die Bibel auch. Aber alles, was dazu tendiert, unser Verständnis von der Schöpfung geringer zu machen, wird auch unsere Anbetung Gottes betrüben, eintrüben.

[22:24] Und deswegen ist das Teil des ewigen Evangeliums. In Offenbarung 14, Vers 6 und 7, wird uns die Endzeitfassung des ewigen Evangeliums, das ewige Evangelium in Endzeitsprache formuliert, mitgeteilt. Offenbarung 14, Vers 6 und 7, es heißt hier: Die Ehre, wir haben gerade gesehen, dass Gott die Ehre dadurch gegeben wird, dass der Mensch verantwortungsvoll mit der Schöpfung Gottes umgeht. Es heißt hier: Denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat. Und man kann diese Botschaft nicht aufrichtig und überzeugend predigen, wenn man trotz aller theologischer Richtigkeit in seinem persönlichen Leben die Schöpfung völlig unwichtig hält und sie verschmutzt. Es mag vielleicht nicht der tiefste theologische Aspekt sein, dieses Textes, aber es gehört zum praktischen Christen dazu, dass wenn ich darüber spreche, dass wir Gott als den Schöpfer anbeten, dann muss ich auch in meinem Leben so leben, dass deutlich wird, dass ich die Umwelt schätze und sie nicht nutzlos zerstöre oder ihr Schaden zufüge.

[23:57] Und wie wir schon studiert haben in anderer Stelle und sicherlich wissen, dieser Vers 7 hier in Offenbarung 14 natürlich ein Hinweis auf den wöchentlichen Ruhetag, denn diese Worte, die hier verwendet werden, Offenbarung 14 Vers 7, sind ein direktes oder ein paraphrasiertes Zitat aus dem vierten Gebot. In 2. Mose 20 findet sich das. 2. Mose 20, Vers 8-11. Das heißt es, 2. Mose 20, Vers 8-11: Gedenke an den Sabbat-Tag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist. Und er ruhte am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbat-Tag gesegnet und geheiligt.

[25:03] Der Sabbat-Tag, der wunderbare Tag, der so viel Segen uns geben kann, wenn wir ihn nach Gottes Vorschrift, nach Gottes Willen beachten, ist ein Tag, an dem wir an die Schöpfung denken sollen. Und wiederum können wir nicht aufrichtig anderen vom Sabbat erzählen und uns als Sabbathalter bezeichnen, wenn wir gleichzeitig durch unnütze Entscheidungen, durch unnütze Taten die Umwelt verschmutzen. Denn der Sabbat ist ein, zuallererst neben all dem, was er sonst noch ist, ein Siegel Gottes für die Endzeit, ein Zeichen der Heiligung, ein Zeichen der Erlösung, zuallererst ist er ein Zeichen der Schöpfung, eine Erinnerung an die damals noch perfekte Schöpfung. Und jeder, der den Sabbat hält, sollte ein Interesse haben, dass es der Schöpfung gut geht.

[25:57] Wir haben bereits darüber gesprochen, dass die Schöpfung einen wesentlichen Teil dazu beiträgt, Gott zu erkennen. In Römer 1, Vers 20 hat es Paulus unmissverständlich ausgedrückt. Diesen Zusammenhang wollen wir den Text nochmal lesen, um ihn jetzt hier in unser Thema einzubinden. Römer 1, Vers 20, dort heißt es: Denn sein unsichtbares Wesen, nämlich seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, sodass sie keine Entschuldigung haben. Wir können durch das Betrachten der Schöpfung Gottes Kraft, seine ewige Kraft und Gottheit erkennen.

[26:38] Umweltzerstörung macht folgendes: Umweltzerstörung minimiert kontinuierlich die Möglichkeit, Gott zu erkennen. Denn jeder Baum, der gerodet wird, unwiederbringlich, jede Tierart, die ausstirbt, all diese Dinge, die stattfinden, betrüben oder trüben das Bild, verdunkeln das Bild, eigentlich zeigen möchte von Gott. Das heißt nicht, dass man nicht mal einen Baum fällen darf. Das heißt nicht, dass man auch mal eine Fliege totschlagen darf. Aber Umweltzerstörung im großen Stil, wie wir sie heute erleben, zerstört immer mehr von den Anzeichen, die Gott gegeben hat, damit man erkennen kann.

[27:29] Nun, nicht, dass wir uns missverstehen, selbstverständlich gibt es immer noch genügend Hinweise, auch heute noch. Und sie wird es auch in der Zukunft geben bei aller weiteren Umweltzerstörung. Aber unser Ideal sollte ja nicht sein, ein gerade so noch verschwommen erkennbares Bild, das kaum noch dem Original entspricht, sondern unser Ideal sollte ja sein, dass auch in der heutigen sündigen Welt, so weit es möglich ist, die Schöpfung so viel wie möglich von Gottes Kraft und Schönheit und Gottheit präsentiert.

[28:02] Ich glaube, jeder von uns kann zustimmen, dass eine unberührte Natur, wie wir sie leider nur noch an wenigen Stellen der Erde finden, viel mehr über Gott aussagt und uns viel näher, allein beim Betreten dieser isolierten Plätze, viel mehr uns näher zu Gott bringt, als die vielen sogenannten zivilisierten, industrialisierten Landstriche dieser Welt. Ich war vor kurzem in Ghana, und da gibt es noch an wenigen Stellen ursprünglichen Regenwald. Und an vielen Stellen ist einfach nur noch sogenannte Zivilisation. Viele Bauten, viel Dreck, viel Müll. Und ich wage zu behaupten, und ich glaube, das ist keine Übertreibung, dass man im Urwald, im unberührten Urwald, Gott weitaus besser erkennen kann, als dort, wo der Mensch sich niedergelassen hat und die Natur eben nicht mit berücksichtigt hat.

[29:06] Ich glaube, es ist eine Herausforderung, auch für uns heute als Christen im 21. Jahrhundert, so zu leben, dass wir mit der Natur im Einklang leben, so weit es eben in einer von Sünden befleckten Welt möglich ist. Und dass Gott dieses Thema wirklich ernst nimmt, und dass er da kein Auge zudrückt, sozusagen, das wird ganz deutlich in der Offenbarung. In Offenbarung 11 Vers 18 heißt es, und die Heidenvölker, oder der 7. Posaune heißt es hier, die Heidenvölker sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen, und die Zeit, dass die Toten gerichtet werden, und dass du deinen Knechten, den Propheten, den Lohn gibst, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen. Und jetzt kommt der entscheidende Satz: Und dass du die verdirbst, welche die Erde verderben.

[29:49] Diejenigen, die aktiv, bewusst, mit Intention diese Erde verderben, sei es durch die Verschmutzung der Luft, des Wassers, des Erdbodens, durch das Ausrotten von Tierarten, durch das gnadenlose Zerstören von Lebensgrundlagen. Nach der Bibel werden sie ihr Urteil bekommen, wenn sie nicht sich bekehren und sich zu Gott wenden und von Jesus Vergebung bekommen. Das ist auch eine Sünde. Bewusste Umweltzerstörung ist eine Sünde, die hier nach dem Text der Offenbarung mit einer Strafe im Gericht Gottes geahndet werden wird. Die Strafe für Sünde, sagt uns die Bibel, ist der Tod. Das ist also keine Kleinigkeit, kein Kavaliersdelikt, wenn wir uns an der Schöpfung vergehen.

[30:35] Aber es gibt auch eine Art von Umweltzerstörung, von Schöpfungszerstörung sozusagen, die uns meistens nicht so bewusst ist und die vielleicht mehr noch mit unserem persönlichen Leben zu tun hat als die vielen Brandrodungen irgendwo am Amazonas oder in Südostasien. In 1. Korinther 6, Vers 19 und 20, da werden wir mit einem Teil der Schöpfung konfrontiert, den wir nur allzu gut kennen. In 1. Korinther 6, Vers 19 heißt es: Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt und dass ihr nicht euch selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft. Darum verherrlicht Gott in eurem Leib und in eurem Geist, die Gott gehören. Gott sagt also hier ganz deutlich, auch unser Körper gehört ihm, er hat ihn gemacht und wir sollen ihn verherrlichen. Wir sollen also nicht nur die Umwelt bewahren, wir sollen nicht nur die Spatzen und die Hamster und den Löwenzahn bewahren, wir sollen auch unseren eigenen Körper bewahren.

[31:45] Und genauso sündig wie es ist, bewusst, ohne nachzudenken, die Umwelt mit Müll in die Umwelt zu tun und sie dauerhaft zu schädigen, genauso schädlich ist es auch und genauso sündhaft ist es letztendlich auch, wenn wir diese Schöpfung mit Müll füllen. Auch das ist dann keine Verherrlichung. Wir sollen das tun, was unserem Körper dient und nicht was ihn knechtet. Viele Menschen haben Lebensgewohnheiten, Essensgewohnheiten, Arbeitsgewohnheiten, Schlafgewohnheiten, die den Körper knechten und auspressen, aber eigentlich möchte Gott, dass wir dem Körper dienen, so wie auch der Schöpfung dienen sollen.

[32:18] Die Frage ist, was dient meinem Körper und was belastet ihn? Machen wir eine Analogie, nur ein Beispiel. Ich hoffe, ihr seid mir nicht böse, wenn ich dieses Beispiel wähle. Ich glaube, jeder von uns würde es als eine absolute, frevelhafte Umweltzerstörung betrachten, wenn wir Müll, der nicht weiter abgebaut werden kann, zum Beispiel radioaktiven Müll, irgendwo im Wald deponieren würden. Oder Asbest oder irgendetwas, was nicht weiter organisch abgebaut werden kann, was einfach nur da ist und zerstört und das nichts der Umwelt Gutes tut. Wenn wir sowas in einem Waldstück tun, dann ist das fast schon eine Straftat, wenn ich richtig informiert bin. Das ist ein Verbrechen an der Schöpfung.

[33:06] Aber gibt es auch Müllabfall, den wir in unseren Körper tun, wo uns gar nicht bewusst wird, dass es genauso schädlich ist? Nehmen wir zum Beispiel mal Milch. Wenn Milch abgebaut wird, bleibt irgendwann ein Abfallprodukt übrig. Ich weiß nicht, ob ihr wisst, was das Abfallprodukt von Milch ist. Das, was sogar die Bakterien nicht mehr verwerten können. Das ist Käse. Jetzt Käse in den Körper zu tun, ist ungefähr so, als ob man Plastik oder Asbest, irgendwas, was nicht verwertet werden kann, in den Wald tut. Und vielleicht wird jetzt jemand aufschreien und sagen: Was willst du sagen, ich darf keinen Käse mehr essen? Ich möchte einfach nur sagen, dass wahrscheinlich Gott das Verwerfen von Käse genauso betrachtet, wie das Wegwerfen von Müll in der Umwelt. Es ist einfach etwas, was nicht in unseren Körper hineingehört.

[34:05] Nun, werden wir verloren gehen, wenn wir aus Versehen oder aus irgendeinem Grund, der nicht bei uns lag, zufällig eine Tempotasche, ein Tuch, nein, Verzeihung, eine Plastiktasche, irgendetwas haben liegen lassen? Werden wir sterben, wenn wir ein Stück Käse gegessen haben? Nein, natürlich nicht. Aber es geht um das Prinzip, es geht um die Art und Weise, wie wir mit unserer Umwelt umgehen. Was für ein Bewusstsein wir haben, was unserem Körper dient. Das war wie gesagt nur ein Beispiel. Nicht, dass jemand mir hinterher schreibt und böse mit mir ist. Aber das ist schon ein Thema. Käse ist eigentlich völlig ungeeignet zum Essen. Nur eines von vielen, vielen Beispielen, die man hätte erwähnen können.

[34:47] Und deswegen sagt Gott ganz deutlich in 1. Korinther 3, Vers 17: Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben. Nicht nur die, die die Erde verderben, werden von Gott verderben, sondern auch die, die den eigenen Körper verderben. Das kann durch Alkohol sein, das kann durch Tabak sein, das kann durch Fleisch sein, das Gott verboten hat, oder von dem er sagt, es ist nicht gut, wenn wir es essen. Das kann durch so viele Dinge sein. Das kann auch durch schlechte Schlafgewohnheit sein, wenn jemand ein Workaholic ist und nur noch arbeitet, nicht mehr schläft. Wenn er überhaupt keine Bewegung macht, wenn er sich dem Sonnenlicht nicht aussetzt. Was auch immer das Gesundheitsproblem ist, wenn wir unseren Körper schädigen, dann werden wir, sagt Gott, unsere Verantwortung dafür tragen müssen.

[35:31] Und so empfiehlt uns die Bibel im selben Buch in 1. Korinther 10, Vers 31: Ob ihr nun esst oder trinkt oder sonst etwas tut, tut alles zur Ehre Gottes. Nicht nur soll unsere Beziehung zur äußeren Umwelt Gott verherrlichen und ihm die Ehre bringen, das ist ja die Krone, wir sind gekrönt mit Ehre und Herrlichkeit, auch das, was wir in die Schöpfung hinein tun, in unseren Körper, soll Gott verherrlichen und ihn ehren. Und vielleicht ist das mal ein ganz neuer Ansatz an das Thema Gesundheit und Gesundheitsreform, das manchmal so ein bisschen stiefmütterlich behandelt wird und beäugt wird. Vielleicht sollten wir das Ganze mal mit dem Thema Umweltschutz und Umweltzerstörung sehen. Schützen wir die Schöpfung oder zerstören wir die Schöpfung bewusst durch falsche Essens- und Lebensgewohnheiten und Lebensstilfragen?

[36:25] Schauen wir gemeinsam Jakobus 1, Vers 17 an. Jakobus 1, Vers 17. Es heißt: Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel. Alles, was wir bekommen haben von Gott, ist sehr gut. Die ganze Natur, wie sie ursprünglich geschaffen war, war sehr gut. Der erste Mose 1 sagt es explizit. Alles war sehr gut und es ist unsere Aufgabe, es zu bewahren.

[37:00] Und wir wissen, warum vieles nicht mehr ganz so gut ist. Wir haben es angeschaut und studiert in vorhergehenden Lektionen, 1. Mose 3, 1. Mose 6 berichten uns, dass Sünde dazu geführt hat, dass letztendlich große Veränderungen in der Natur, in der Natur, in der Natur, in der Natur, in der Natur, in der Tierwelt, selbst in unserem eigenen Körper stattgefunden haben und vieles viel schwächer, belasteter und nicht mehr so vollkommen ist, wie es mal gewesen ist. Aber trotzdem, das, was noch da ist, sollte von uns bewahrt werden, denn die ganze Schöpfung wartet darauf, erlöst zu werden.

[37:36] In Römer 8, und wir haben das auch schon angeschaut, in Römer 8, Vers 19 heißt es: Denn die gespannte Erwartung der Schöpfung sehnt die Offenbarung der Söhne Gottes herbei. Die Schöpfung ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin, sodass auch die Schöpfung selbst befreit werden soll, von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Vers 22: Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mitsäuft und mit den Wehen liegt bis jetzt. Vers 23: Und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten, säuft sind die Sohnesstellung, die Erlösung unseres Leibes.

[38:24] Die ganze belastete Umwelt wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Und wir haben das ja schon angeschaut. Das, was die Kinder Gottes auszeichnet, das wird in Vers 14 beschrieben, denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind so Kinder Gottes. Die belastete Umwelt, die zerstörte Umwelt, wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sie wartet darauf, dass eine Generation von Menschen sich völlig vom Heiligen Geist leiten lassen möchte, sodass Gott kommen kann und uns völlig erlösen kann, nicht nur unseren Charakter, sondern auch unseren Leib, sodass wir mit ihm im Himmel sein können, dass er eine neue Schöpfung geben kann.

[39:08] In Matthäus 25, und dort Vers 14-30, wir lesen nicht das ganze Gleichnis, aber wir wollen es hier nur kurz erwähnen, Matthäus 25, Vers 14-30, da wird ein Gleichnis erzählt. Jesus berichtet von diesem Gleichnis von den Talenten. Und dieses Gleichnis, Sie können es zu Hause ausführlich lesen und sich anschauen, hat eine wichtige Lektion. Nämlich, das, was wir von Gott geschenkt bekommen, das sollen wir nutzen. Ja, wir dürfen die Schöpfung nutzen. Ja, wir sollen sie gebrauchen, aber so, dass es zum Segen wird. So, dass sich die Gabe vermehrt. Nicht, dass sie einfach ignoriert wird.

[40:01] Gottes Gaben bestmöglich nutzen. Das stellt uns die Frage, wie kann ich also Gottes Gabe des Sauerstoffes, Gottes Gabe des Lichtes, die Gabe der Pflanzenwelt, der Tierwelt, wie kann ich es bestmöglich im Sinne Gottes nutzen, dass der Segen sich vergrößert und nicht verkleinert. Die Menschen nutzen meistens in der heutigen Zeit Gottes Schöpfung so, dass sich der Segen, den die Schöpfung bereithält, immer mehr verringert, statt vergrößert. Könnte es sein, dass eine andere Art mit der Schöpfung umzugehen, der Segen der Schöpfung sogar vergrößern könnte? Es lohnt sich darüber nachzudenken, ob wir der Schöpfung nicht großes Unrecht tun, indem wir sie falsch behandeln.

[40:49] Und letztendlich wollen wir nicht vergessen, was schon in Prediger 12 steht. In Prediger 12 und dort Vers 14. Prediger 12 Vers 14. Die letzten Worte des alten Salomo am Ende seines Lebens, in dem er auch die gesamte Schöpfung studiert hat, sich für alles interessiert hat, sagt er: Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, ist er gut oder böse. Liebe Freunde, nicht nur deine privaten Gedanken, nicht nur deine Taten in Bezug auf Religion oder deine Mitmenschen, sondern auch unsere Taten und Worte, unsere Motive in Bezug auf die Umwelt werden im Gericht von Gott betrachtet werden. Noch einmal.

[41:36] Und so lohnt es sich einfach mal darüber nachzudenken, wie stehe ich zur Umwelt, was tue ich für die Umwelt und wie gehe ich mit Gottes Schöpfung um. Und wie gesagt, wir haben es schon mehrmals deutlich betont. Die Bibel fordert uns an keiner Stelle auf, jetzt all unseren Fokus und all unsere Priorität und unser Geld und unsere Zeit hinein zu investieren, einzig und allein, um die Umwelt zu bewahren. Wir haben noch größere Aufgaben, noch wichtigere Aufgaben, aber um diese Aufgaben redlich auszuführen, aufrichtig ausführen zu können, müssen wir auch eine Sensibilität haben für dieses Thema Schöpfung. Und dort, wo wir damit konfrontiert werden, dort in unserem eigenen Leben, wo wir die entsprechenden Situationen erleben, sollen wir uns ganz deutlich dafür einsetzen, der Schöpfung zu dienen, sie zu bewahren und ihren Segen zu vermehren.

[42:33] Und wenn wir solche guten Werke tun, im wahrsten Sinne des Wortes, dann wird es dazu führen, dass unsere ursprüngliche Aufgabe, nämlich Herrscher der Erde zu sein, auch ihr ursprüngliches Ziel erreicht, dass Gottes Name verherrlicht wird. In Matthäus 5, Vers 16 wird uns dieser Gedanke letztendlich gezeigt, das ist der letzte Vers für heute, Matthäus 5, Vers 16: So soll euer Licht leuchten vor den Menschen, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

[42:59] Wir werden diese Welt nicht mehr wieder so herstellen, wie sie im Garten Eden gewesen ist. Die Bibel macht ganz deutlich, dass diese Welt zugrunde gehen wird und dem Feuer vernichtet werden wird. Aber trotzdem kann unser Beispiel, so wie wir mit der Tierwelt, mit der Pflanzenwelt, mit der Schöpfung im Ganzen, mit unserem eigenen Körper umgehen, ein Zeugnis sein, für andere Menschen darüber nachzudenken, was der Schöpfer ihnen bedeutet. Und dann könnte die erste Engelsbotschaft verstehen, sie können Jesus annehmen und nicht nur seine schöpferische, sondern auch seine neuschöpferische Kraft erfahren, die Erlösung annehmen und wiedergeborene Christen werden.

[43:39] Es ist dein Wunsch, liebe Freunde, Gottes Schöpfung in diesem allumfassenden Sinne zu bewahren, in dem Bewusstsein, dass er nur Gutes gegeben hat, in dem Bewusstsein, dass das ein Teil unserer Aufgabe ist, in dem Bewusstsein, dass wir damit Menschen zu Christus führen können, in all den Bereichen, die wir angesprochen haben. Es ist dein Wunsch. Dann lade ich dich ein, in der nächsten Woche, einfach mal ganz bewusst dort, wo du Gelegenheit hast, dich mit der Schöpfung auseinanderzusetzen. Vielleicht einmal wieder einen Spaziergang zu machen. Mal wieder ein paar Tiere anzuschauen. Mal wieder darüber nachzudenken, was wir in unseren Körper geben und wie wir ihn eigentlich wirklich bewahren können. Möge Gott dich dabei segnen. Und wir sehen uns nächste Woche wieder, wenn wir uns zur 11. Folge der Cannstatt Study Hour hier treffen und dann ein weiteres spannendes Thema betrachten werden. Gott segne dich im Studium seines Wortes. Amen.


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