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Manuskript: CSH_Manuskript_2013 1st Nr 11

In dieser Cannstatt Studiowoche-Folge mit Christopher Kramp geht es um den Sabbat als ein Geschenk aus dem Paradies. Der Vortrag beleuchtet den Ursprung des Sabbats in der Schöpfungsgeschichte und seine Bedeutung als Zeichen der Ruhe, Erlösung und Heiligung. Es wird erklärt, warum der Sabbat nicht nur für das Volk Israel, sondern für alle Menschen gedacht ist und wie er mit dem Glauben an Jesus Christus verbunden ist. Der Sabbat wird als zentrales Element des ewigen Evangeliums dargestellt, das die Schöpfung, Erlösung und Heiligung umfasst und als Siegel Gottes dient.

In dieser Cannstatt Studiowoche-Folge mit Christopher Kramp geht es um den Sabbat als ein Geschenk aus dem Paradies. Der Vortrag beleuchtet den Ursprung des Sabbats in der Schöpfungsgeschichte und seine tiefe Bedeutung als Zeichen der Ruhe, der Erlösung und der Heiligung. Es wird erklärt, warum der Sabbat nicht nur für das Volk Israel, sondern für alle Menschen gedacht ist und wie er uns hilft, Gottes Werke zu erkennen und uns auf seine Wiederkunft vorzubereiten.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q1: Ursprung und Anfang

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Studiowoche. Schön, dass ihr eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr auch wieder zuschaut auf ad-tv.info. Wir freuen uns, gemeinsam heute eine weitere Folge studieren zu können über das Thema Ursprung und Anfang. Wir nähern uns so langsam dem Ende unserer Cannstatt Studiowoche-Serie über die Schöpfung. Unser elftes Thema heute, mit dem wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelgespräch am 15. März, lautet: Der Sabbat – ein Geschenk aus dem Paradies.

[1:50] Diejenigen, die aufmerksam das Bibelstudium verfolgen hier auf der Cannstatt Studiowoche, werden vielleicht ein kleines Déjà-vu haben, denn vor zwei Wochen haben wir fast den gleichen Titel gehabt. Da ging es um die Ehe – ein Geschenk aus dem Paradies. Das sind nämlich die Ehe und der Sabbat, die beide an das Paradies, an Eden erinnern, die beide dort gegeben worden sind und die Adam und Eva mit durch die Tore von Eden mitgenommen haben. Darüber wollen wir heute ein wenig sprechen, über den Sabbat und was er für uns bedeutet.

[2:21] Wir wollen beginnen dort, wo auch die Geschichte des Sabbats beginnt, in 1. Mose 2, Verse 1 und 2. „Samt ihrem ganzen Heer. Und Gott hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte, und er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte.“ Wir sehen hier Gott, der die Welt geschaffen hat, sich ausruhen. Und was er genau an diesem Tag gemacht hat, ist nicht aufgezeichnet, aber wir können uns vorstellen, wie er sich alles angeschaut hat, die Welt beobachtet hat, begutachtet hat, sich erfreut hat am Gesang der Vögel, dem Spiel der Lämmer und Zicklein vielleicht zugeschaut hat, die Fische beobachtet hat, wie sie durch das Wasser hindurch eilen, den Sternenhimmel, die Planeten in ihrer Rotation sich angeschaut hat, sich gefreut hat an der Ordnung, an der Vielfalt, an der Schönheit, der Farben, der Düfte und der Variation in der Pflanzenwelt, in der Tierwelt.

[3:36] Als Gott also diesen Sabbat-Tag so richtig genossen hat, diesen siebten Tag, da wird uns deutlich, dass der Sinn des Sabbats, der dann später genannt wurde, nicht darin besteht, Regeln zu befolgen, die jemand willkürlich aufgestellt hat. Denn Gott hat hier keine willkürlich aufgestellten Regeln befolgt. Gott hat sich an der Schöpfung erfreut, und das Wort Sabbat kommt von dieser Freude, von dieser Ruhe. Das hebräische Wort für Ruhe heißt Sabbat. Der Sabbat ist ein Ruhetag.

[4:15] Und in unserer Zeit, wenn so viele Menschen ruhelos durch die Gegend eilen, ist es wichtig zu wissen, dass Gott, der mehr beschäftigt ist als wir alle zusammen, von dem es heißt, dass er das Leben aufrechterhält, jede Sekunde, dass er Zeit gefunden hat, einen ganzen Tag lang, um zu ruhen, um sich ganz darauf zu konzentrieren, was in der Schöpfung zu finden ist. Und damit war er auch ein Vorbild für Adam und Eva, die ja da bereits einen Tag alt waren, sozusagen, und ihn sicherlich beobachtet haben.

[4:59] Und dann am Ende dieses ersten Sabbat-Tages, dieses Ruhetages, den Gott sich gegönnt hat, heißt es in Vers 3: „Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn, denn an ihm ruhte er von seinem ganzen Werk, das Gott schuf, als er es machte.“ Gott segnet und heiligt den Sabbat-Tag. Und das ist etwas, was er mit keinem anderen Tag gemacht hat. Der siebte Tag der Woche, den wir heute als den Samstag bezeichnen würden, wurde der Ruhetag, der Sabbat-Tag.

[5:32] Eins dürfen wir feststellen: Dort im Garten Eden gab es noch keine Juden. Gott selbst war kein Jude, obwohl er die Juden liebt, so wie er alle anderen Völker auch liebt. Denn manch einer hat die Idee, dass der Sabbat den Juden gegeben worden wäre und dass die Juden mit ihm begonnen hätten, aber Gott war kein Jude. Gott selbst hat den Sabbat als erster gefeiert. Und wir haben ja schon studiert, dass es Jesus war, der die Welt erschaffen hat. Und wir dürfen hier annehmen, dass Jesus selbst als der Schöpfer von Himmel und Erde den Sabbat geschaffen hat – für sich selbst und dann für die Menschen.

[6:09] Und warum es so wichtig ist, diese Ruhe zu erleben, das wird uns deutlich, wenn wir den Hebräerbrief studieren. In Hebräer 4 und dort Vers 3, da geht es auch um diese Ruhe. Wir wollen einige Dinge hier lernen über die Ruhe, die ja das Kennzeichen des Sabbat-Tages, des Ruhetages sind. In Hebräer 4, Vers 3 heißt es: „Denn wir, die wir gläubig geworden sind, gehen in die Ruhe ein, wie er gesagt hat: ‚Dass ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht in meine Ruhe eingehen.‘ Und doch waren die Werke seit Grundlegung der Welt beendigt.“

[6:56] Paulus gibt ja ein wichtiges Prinzip. Er sagt: „Wir, die wir gläubig geworden sind, gehen in die Ruhe ein.“ Das heißt, Glauben ist eine Bedingung, um ruhen zu können. Oder anders ausgedrückt: Ruhe ist die natürliche Folge von Glaube. Deswegen sagt Jesus ja auch: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Lernt von mir, nehmt mein Joch auf euch. Ich bin von Herzen sanftmütig und demütig, und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen.“ Wenn wir an Jesus glauben, wenn wir ihm folgen, unser Leben in seine Hände legen, dann können wir als Resultat ruhen. Echte Ruhe in Christus, also das Zeichen, dass man vorher Glauben an ihn gehabt hat. Und das ist ganz wichtig in Bezug auf den Sabbat. Der Sabbat ist also ein äußeres Zeichen des Glaubens an Jesus.

[7:48] In Hebräer 4, Vers 10 wird ein anderer Aspekt sehr deutlich, der wichtig ist für den Ruhetag oder für die Ruhe an sich. Da heißt es in Vers 10: „Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleich wie Gott von den Seinen.“ Paulus stellt ein interessantes Prinzip auf. Er sagt, der Ruhetag hat damals bedeutet, dass Gott aufgehört hat mit seinen Werken. Und dieses Wort Sabbat wird heute noch verwendet in einer abgewandelten Form, um in Israel auszudrücken, dass man mit der Arbeit aufhört, dass man streikt, dass man nichts mehr tut, nicht mehr arbeitet.

[8:29] Und Paulus nimmt diesen Punkt und übersetzt ihn jetzt auf die geistliche Ebene und sagt: Schau her, echte Ruhe in Christus bedeutet, aufzuhören von den eigenen Werken. In der Christenheit ist ein großer Streit seit Jahrhunderten im Gange über die Rolle der Werke im Erlösungsplan. Sind die Werke notwendig oder sind sie nicht notwendig? Es geht meistens die Diskussion um Glaube und oder Werke. Und eins können wir ganz sicher hier feststellen aus dem Hebräerbrief: Wer glaubt, hört mit den eigenen Werken auf. Denn die Frage „Glaube oder Werke?“, „Glaube und Werke?“ ist eigentlich eine falsche Frage. Die Frage ist nicht: Werke ja oder nein? Die Frage ist: Welche Werke?

[9:10] Hebräer 4 sagt deutlich: „Wer in die Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken.“ Und wie wir in Epheser 2 sehen, beschäftigt sich jetzt mit anderen Werken. Denn Epheser 2, Verse 8 bis 10 macht das so deutlich, wie der Tag nur klar sein kann. Epheser 2, Verse 8 bis 10: „Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“ Und dann sagt er weiter in Vers 10: „Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.“

[9:57] Paulus, wenn wir alle Aussagen zusammen nehmen, sagt folgendes: Wer eine Schöpfung, eine Neuschöpfung ist in Christus, der hat aufgehört mit den eigenen Werken und er wandelt jetzt in Gottes Werken. Ruhe in Christus bedeutet aufzuhören mit den eigenen Werken, den eigenen Worten, den eigenen Gedanken und jetzt Gottes Gedanken denken, Gottes Worte reden, Gottes Taten tun. Die Frage ist nicht: Werke ja oder nein? Die Frage ist: Wessen Werke tun wir? Die eigenen oder Gottes? Und der Sabbat als der Ruhetag ist ein Zeichen dafür, ein äußeres Zeichen, dass in unserem Leben wir aufgehört haben, die eigenen Werke zu tun, das eigene Ich an den Mittelpunkt zu stellen und eigene Gedanken, eigene Worte, eigene Taten sprechen zu lassen.

[10:42] Denn dass Ruhen etwas mit Arbeit zu tun hat, nur mit der richtigen Arbeit, das macht Paulus an Hebräer 4 ganz deutlich. Schauen wir nochmal Hebräer 4 an, da wird ganz deutlich, dass Ruhe nicht bedeutet, keine Werke zu tun. Schauen wir das an in Hebräer 4, Vers 11: „So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt.“ Also, um diese Ruhe zu erreichen, müssen wir wirken, wir müssen arbeiten, wir müssen eifrig bestrebt sein, aber eben nicht mit den eigenen Werken, sondern eifrig bestrebt sein, in den Werken zu wandeln, die Gott bereits getan hat, die er bereits vorbereitet hat.

[11:34] Und das gibt dem Sabbat eine ganz interessante Bedeutung. Der Sabbat ist das äußere Zeichen für das innere Verständnis, dass nicht meine Werke mich in den Himmel bringen, sondern Gottes Werke, und dass ich nicht mehr jetzt schon auf dieser Erde nach meinen Werken leben soll, sondern Gottes Werke imitieren soll. Wir müssen ernsthaft in Gottes Werk arbeiten, in seinen Werken wandeln, und das wäre dann auch ein Zeichen des Glaubens. Zu Paulus, denn er sagt, wenn wir das nicht tun, dann kommen wir zu Fall als ein gleiches Beispiel des Unglaubens. Glaube erweist sich also darin, dass wir uns eifrig bemühen, eifrig danach streben, in diese Ruhe einzugehen, eifrig danach uns bemühen und streben, eben nicht mit den eigenen Werken zu tun, sondern Gottes Werke zu tun.

[12:31] Der Sabbat hat eine gewaltige Bedeutung. Nicht zuletzt ist er das Zentrum der Zehn Gebote, steht genau in der Mitte in 2. Mose 20, einem sehr bekannten Vers. Viele von uns, die wir uns jetzt hier anschauen, haben schon oft genug gelesen, aber trotzdem wollen wir uns diesen gewaltigen Abschnitt noch einmal kurz anschauen. Hier in 2. Mose 20, Verse 8 bis 11 sagt uns die Bibel: „Gedenke an den Sabbattag und heilige ihn. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore lebt. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darin ist, und er ruht am siebten Tag. Darum hat der Herr den Sabbattag gesegnet und geheiligt.“

[13:20] Die Zehn Gebote machen es so deutlich: Der Sabbattag ist direkt verknüpft mit einem buchstäblichen Verständnis des Schöpfungsberichtes. Lieber Freund, liebe Freundin, ich bin mir ganz sicher, dass einer der Hauptgründe hinter dem Angriff auf das buchstäbliche Verständnis des Schöpfungsberichtes darin besteht, dass Satan nicht möchte, dass dieser Sabbattag gehalten wird. Satan, von dem wir wissen, dass er gegen das Gesetz Gottes arbeitet, dass er die Sünde, die Gesetzlosigkeit erfunden hat, er ist derjenige, der uns an jedem einzelnen Punkt des Gesetzes zum Übertreten bringen möchte. Und das ist der Grund, warum er eine der Hauptbegründungen für den Sabbat in Zweifel zieht. Denn warum soll ich einen Sabbat halten, wenn Gott gar nicht in sechs buchstäblichen Tagen geschaffen hat? Es gibt nach der Bibel nur wenig Gründe dafür. Und einer der Hauptgründe ist dann eliminiert. Und der Hauptgrund hier ist die Sechs-Tage-Schöpfung mit einem siebten buchstäblichen Tag hintendran.

[14:19] Und es gehört ganz deutlich gesagt an dieser Stelle hier, dass man als Bibeltreuer, der die Gebote Gottes halten will, als Christ von einer buchstäblichen Schöpfungsinterpretation ausgehen muss. Denn Gott selbst hat es mit seinem eigenen Finger in den Stein geschrieben. Vielleicht gibt es da einige, die sagen: „Na ja, ich kann dem Mose nicht vertrauen. Der Mose war kein Biologe. Es war damals noch alles so vorwissenschaftlich. Es waren vielleicht Berichte. Sie haben es ja nur gut gemeint.“ Obwohl das schon aus meiner Sicht ein ganz klares falsches Verständnis von biblischer Inspiration ist. Selbst wenn wir das annehmen würden, wer von uns wagt es zu sagen, dass Gott, als er die Zehn Gebote auf Stein geschrieben hat, wer von uns wagt es zu behaupten, dass Gott da keine Ahnung von Wissenschaft gehabt hat? Dass Gott nicht richtig bekannt war mit den Methoden der Physik und der Biologie? Wer von uns wagt es zu behaupten, dass Gott einfach hier nur einen populären babylonischen Mythos auf Stein geschrieben hat? Im Gegensatz zu all den Wissenschaftlern, die heute ihre Stimme gegen die Bibel erheben. Gott war dabei gewesen bei der Sechs-Tage-Schöpfung. Und Gott schrieb es mit seinem eigenen Finger auf Stein: Sechs Tage. Jeder, der auch nur vorgibt, an die Bibel zu glauben, für den müsste dieses Argument ausweichen, um 1. Mose 1 und 1. Mose 2 als buchstäblichen Bericht anzuerkennen.

[15:54] Die Bibel sagt ganz deutlich, dass wir an diesem Tag gedenken sollen. Das heißt: Gedenke an den Sabbat. Es ist ein Tag der Erinnerung, des Zurückdenkens, des sich Gedanken machen. So sollen wir unsere Gedanken also füllen mit der Schöpfung. Und deswegen ist es so wichtig, beim Thema Schöpfung über den Sabbat zu reden. Kein Tag ist dazu besser geeignet als der Sabbat-Tag. Und diese Erinnerung, dieses Denken soll uns prägen.

[16:23] So wird es ganz deutlich in 5. Mose 6, oder 5. Mose 6, Vers 5 bis 8. Da wird über die Zehn Gebote im Allgemeinen gesprochen und damit natürlich auch über den Sabbat, der im Zentrum der Zehn Gebote steht. In 5. Mose 6, Verse 5 bis 8 heißt es: „Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen.“ Das heißt: im Denken, im Fühlen, in den Entscheidungen. Vers 7: „Und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.“ Frage: Wie oft denkst du über den Sabbat nach? Denkst du den Sabbat nach, wenn du aufstehst, wenn du dich niederlegst? Redest du über den Sabbat mit deinen Kindern? Redest du über den Sabbat, wenn du in deinem Haus sitzt, wenn du auf deinem Weg gehst? Ich glaube, es lohnt sich mal, diese Frage zu stellen.

[17:16] Denn ja, wir können diesen Vers lesen und allgemein auf die Zehn Gebote übertragen und sagen: Ja, das müssten wir tun. Aber wenn wir es mal konkret auf eine der Zehn Gebote, wie das Sabbatgebot, übertragen, dann stellen wir fest, wie selten wir das tun. Ich glaube, es ist Zeit, wieder mehr über die Zehn Gebote einzeln und präzise und ganz spezifisch nachzudenken.

[17:34] Das heißt in Vers 8: „Du sollst sie zum Zeichen auf deiner Hand binden und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein.“ Über den Augen befindet sich was? Die Stirn. Wir sollen uns daran erinnern, es soll in unserem Denken sein. Gott möchte, dass die Zehn Gebote und insbesondere der Sabbat in unserem Denken sind, dass wir darüber nachdenken, dass er nicht nur eine tote Formalie ist, die wir Woche für Woche abzuarbeiten haben, sondern dass wir uns Gedanken machen über die Prinzipien der Schöpfung, die wir in den letzten Wochen so ausführlich studiert haben. Jeder einzelne Sabbat soll damit angefüllt sein, Gottes Schöpfungswerk zu betrachten.

[18:10] Aber wenn 5. Mose 6 über die Zehn Gebote spricht, dann lohnt es sich gleich im vorigen Kapitel noch einmal die Zehn Gebote anzuschauen, wie sie in 5. Mose 5 in leicht variierter Form gegeben sind, und die vielleicht größte Variation befindet sich interessanterweise in Bezug auf den Sabbat-Tag. In 5. Mose 5, Verse 12 bis 15 heißt es: „Halte den Sabbat-Tag und heilige ihn, wie es dir der Herr, dein Gott, geboten hat. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Rind, noch dein Esel, noch all dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist, damit dein Knecht und deine Magd ruhen wie du. Denn du sollst bedenken, dass du auch ein Knecht gewesen bist im Land Ägypten und dass der Herr, dein Gott, dich von dort herausgeführt hat mit mächtiger Hand und mit ausgestrecktem Arm. Darum hat dir der Herr, dein Gott, geboten, dass du den Sabbat-Tag halten sollst.“

[19:16] Was für ein erstaunlicher Text. Die Bibel macht also ganz deutlich, dass einer der Gründe für das Sabbat-Halten der war, dass Gott das Volk Israel aus Ägypten herausgeführt hat. Vielleicht sagst du: „Ja, dann bin ich ja frei vom Sabbat-Halten, denn Gott hat mich nicht aus Ägypten herausgeführt.“ Aber dieser Schluss wäre zu voreilig, denn die Bibel macht ganz deutlich in 2. Mose 6, Vers 6, dass dieser Auszug aus Ägypten einen tieferen Sinn hatte. 2. Mose 6, Vers 6, dort heißt es: „Darum sage den Kindern Israels: Ich bin der Herr, und ich will euch aus den Lasten Ägyptens herausführen und will euch aus ihrer Knechtschaft erretten und will euch erlösen durch einen ausgestreckten Arm und durch große Gerichte.“

[19:58] Der Exodus war eine Illustration, wie Gott uns aus den Lasten und aus der Knechtschaft herausführt. Exodus heißt der Ausweg. Jesus Christus selbst sagte von sich: „Ich bin der Weg, der Weg hinaus.“ Woraus? In 2. Mose war es der Weg aus der Knechtschaft Ägyptens, und Jesus selbst sagt uns, aus welcher Knechtschaft er uns befreit, in Johannes 8, Vers 34. Immer wieder gerne zitiert. Johannes 8, Vers 34: „Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, ich sage euch, jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde.“

[20:47] Der Auszug aus der Knechtschaft Ägyptens, aus den Lasten heraus, war ein Symbol, ein Gleichnis, ein Typus sozusagen für das Befreiungswerk Jesu, mit dem er uns aus den Lasten der Sünde, aus der Knechtschaft der Sünde und des Leides herausholen möchte. Und deswegen sagt Gott: „Ich habe dir geboten, den Sabbat-Tag zu halten.“

[21:23] Der Sabbat-Tag ist also das Zeichen der Schöpfung und der Ruhe von den eigenen Werken. Es ist auch ein Zeichen der Erlösung und der Ruhe von der Sünde. Der Sabbat hat eine so gewaltige Bedeutung, und je mehr wir uns mit dem Sabbat beschäftigen, desto tiefer erkennen wir, wie wichtig er ist. Aber das ist nicht die einzige Bedeutung des Sabbats.

[21:48] Schauen wir gemeinsam in Hesekiel 20, Vers 12. Da gibt es noch mehr, was wir über den Sabbat erkennen können. In Hesekiel 20, Vers 12 lesen wir: „Ich gab ihnen auch meine Sabbate, die ein Zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit sie erkennen sollten, dass ich es der Herr bin, der sie heiligt.“ Nicht nur ist der Sabbat ein Zeichen der Erlösung und ein Zeichen der Schöpfung, er ist ein Zeichen der Heiligung. Und wiederum ist es Gott, der uns heiligt. Es ist Gott, der uns geschaffen hat. Es ist Gott, der uns erlöst aus der Sünde. Es ist Gott, der uns heiligt. Der Sabbat ist ein Zeichen dafür, für das, was alles Gott in unserem Leben tut. Ein Zeichen für die Schöpfung, für die Erlösung und für die Heiligung, und ein Beweis dafür, dass all das Gottes Werk ist und nicht unser Werk.

[22:46] Wir konnten uns nicht selbst schaffen, wir können uns nicht selbst erlösen, und wir können uns auch nicht selbst heilig machen. Aber Gott kann uns schaffen und hat uns geschaffen. Gott kann uns erlösen und er möchte uns erlösen, wenn wir uns die Erlaubnis geben. Und Gott möchte und kann uns genauso heilig machen. Es gibt einige Menschen, die wissen, dass sie erschaffen worden sind, sie glauben auch, dass sie erlöst worden sind, aber sie glauben nicht, dass sie heilig gemacht werden können. Könnte es sein, dass wir ein falsches Verständnis vom Sabbat haben? Der Sabbat soll ein Zeichen sein, dass wir genauso, wie wir geschaffen werden konnten und wie wir erlöst werden konnten, auch geheiligt werden können in Christus Jesus, in seinen Werken, durch seine Kraft und durch seine Herrlichkeit.

[23:29] Und diese enge Verbindung zu Jesus wird ausgedrückt durch den Sabbat, wie es auch in 2. Mose 31 zum Tragen kommt. In 2. Mose 31 und dort Vers 13. Dort heißt es in 2. Mose 31, Vers 13: „Rede du zu den Kindern Israels und sprich: Haltet nur ja meine Sabbate, denn das ist ein Zeichen zwischen mir und euch für alle eure künftigen Geschlechter, damit ihr erkennt, dass ich der Herr bin, der euch heiligt.“ Ein Zeichen zwischen Gott und uns, wiederum ein Zeichen der Heiligkeit, ein Zeichen der Heiligung.

[24:18] Könnte es sein, dass Satan die Schöpfung deswegen angreift, weil er weiß, wenn wir ein falsches Verständnis von der Schöpfung haben, dann werden wir über kurz oder lang auch ein getrübtes und falsches, verzerrtes Verständnis von Erlösung haben und von Heiligung. Und wenn wir ein verkehrtes Verständnis von Heiligung haben, dann wird es uns schwierig fallen, diese Heiligung, die notwendig ist, zu erleben, damit wir Gott sehen können, wenn er kommt. Der Angriff auf die buchstäbliche Interpretation des Schöpfungsberichtes ist also nicht einfach nur eine wissenschaftliche Debatte um die Datierung von einigen Schichten. Es ist ein geistlicher Kampf um die Frage, ob du und ich eine echte Erlösung erleben können und ob wir ehrlich und echt geheiligt sein können durch die Kraft Gottes.

[25:24] Und genau deswegen ist es wichtig, so für die biblische Wahrheit einzustehen und für sie zu kämpfen. Denn diese Heiligkeit, von der der Sabbat künden möchte, die soll ebenfalls unser Denken prägen, wie auch schon die Schöpfung und die Erlösung. 2. Mose 28 wird stellvertretend für das ganze Volk der Hohepriester beschrieben. In 2. Mose 28, Vers 36: „Du sollst auch ein Stirnblatt aus reinem Gold anfertigen und in Siegelgravur eingravieren: Heilig dem Herrn.“

[25:50] Der Hohepriester sollte an seiner Stirn, da wo das Denken ist, wo der Frontallappen ist, eine Stirnplatte haben aus reinem Gold. In der Bibel übrigens nach 1. Petrus 1, Vers 7, ein Symbol für echten Glauben, in die eingraviert sein sollte: „Heilig dem Herrn.“ Die Zugehörigkeit zu Gott, dass Gott unser Gott ist und wir sein Volk sind, dass wir heilig sind, sollte ausgedrückt werden hier an der Stirn. Das heißt, ein Symbol dafür, wie diese Vorstellung von der Heiligkeit, die uns erfassen soll, unser Denken prägen soll.

[26:32] Wie oft denkst du über Heiligkeit nach? Wie oft denkst du danach, dass Gott dich heilig machen möchte? Könnte es sein, dass, weil wir so wenig über die Schöpfung nachdenken, wir deswegen auch so wenig über die Heiligkeit nachdenken? Denn wie gesagt, der Sabbat ist ja ein Zeichen für die Schöpfung, für die Erlösung und für die Heiligkeit. Die gleichen Prinzipien, die Gott anwendet für die Schöpfung, verwendet er auch für die Heiligkeit, für die Erlösung und für die Heiligung. Und wir haben diese Prinzipien ja ausführlich in den verschiedenen Tagen der Schöpfung studiert.

[27:01] Und der Sabbat ist ein Tag, um über all das nachzudenken und ein äußeres Zeichen, wie wir schon in der ganzen Woche unseren Kopf füllen können mit den kostbaren Verheißungen Gottes und wie er an uns wirken darf. Auch die Heiligkeit soll unser Denken prägen hier in der Stirn. Das ist das Zeichen des Sabbats.

[27:22] Auch Jesus hat über den Sabbat gesprochen und sozusagen im Vorhinein das Argument entkräftet. Der Sabbat wäre in dem Alten Testament wichtig. In Markus 2, Vers 27 sagt er: „Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat wurde um des Menschen willen gemacht, nicht der Mensch um des Sabbats willen.“ Ja, es stimmt, man kann den Sabbat mit menschlichen Traditionen zu einer Last machen, so wie die Pharisäer es gemacht haben. Aber das heißt nicht, dass die Lösung des Problems darin besteht, den Sabbat nicht zu halten. Denn Jesus sagt: „Der Sabbat wurde für die Menschen gemacht.“

[27:56] Bist du ein Mensch, der du jetzt zuschaust, lieber Freund, liebe Freundin, dann wisse, dass Jesus, der dein Schöpfer und dein Erlöser ist, auch den Sabbat für dich gemacht hat. Natürlich auch für sich selbst, denn wir wissen, alles, was Gott gemacht hat, hat er für sich selbst gemacht und es wird durch ihn getragen. Das heißt, auch der Sabbat wird durch ihn am Leben erhalten, sozusagen.

[28:27] Der Sabbat war da, lange bevor der erste Jude auf der Welt war, und auch heute noch ist er immer noch der Tag Gottes, der Tag des Herrn. Denn es heißt im nächsten Vers in Markus 2, Vers 28: „Also ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.“ Jesus Christus ist der Herr über den Sabbat, und weil er Herr über den Sabbat ist, deswegen dürfen wir einer Änderung dieses Tages in einen anderen Tag nicht zustimmen. Das würde bedeuten, einen anderen Herrn anzunehmen. Und das ist ein sehr wichtiges Thema, über das ihr weiter studieren könnt, auch in unserer Serie „Ausweg 2012“, die auf Joel Media zur Verfügung steht, wo wir einige Themen darüber haben.

[29:12] Gehen wir zu 2. Petrus, Kapitel 3. 2. Petrus, Kapitel 3 und dort Verse 3 bis 7. Da heißt es: „Dabei sollt ihr vor allem das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden.“ Wann? Am Ende der Tage. „Die nach ihren eigenen Lüsten wandeln, also nicht in den Werken Gottes, sondern nach ihren eigenen Werken, und sagen: ‚Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist.‘“ Vers 5: „Dabei übersehen sie aber absichtlich, dass es schon vor Zeiten Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus entstanden ist und inmitten der Wasser bestanden hat, durch das Wort Gottes. Und dass durch diese Wasser die damalige Erde infolge einer Wasserflut zugrunde ging.“

[30:09] „Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen.“ Petrus hat vor 2000 Jahren knapp uns gewarnt: Es wird am Ende der Zeit Menschen geben, die werden spotten. Sie werden die Frage stellen: „Wann kommt Jesus dann jetzt endlich wieder?“ Und dann werden sie die Behauptung aufstellen, dass es keine großen Naturkatastrophen in dieser Weltgeschichte gegeben hat, so wie die Sintflut. Keine globalen, weltweiten Sintflutkatastrophen.

[30:51] Und liebe Freunde, dies erfüllt sich exakt in den Vertretern der Evolutionstheorie. Die behaupten, dass all das, was wir sehen in der Geologie und in der Paläontologie, nicht auf eine Sintflut zurückzuführen ist, wo viele Tierarten ausgestorben sind und die Landmassen sich schnell verändert haben und die Schichten schnell entstanden sind, sondern durch lange Zeiträume über viele Millionen Jahre. Und wer als Christ an dieser Sicht teilnimmt, der gesellt sich freiwillig zu den Spöttern der Endzeit, vor denen Petrus warnt.

[31:44] Und Petrus macht ganz deutlich, dass dieses Missverständnis – er sagt sogar ein absichtliches Missverständnis, ein absichtliches Zweifeln an der Autorität der Bibel – dazu führt, nicht vorbereitet zu sein bei der Wiederkunft. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du bisher unentschieden warst in der Frage der Evolution oder Schöpfung, wenn du vielleicht sogar auf der Seite der Evolution gestanden hast, aber trotzdem behauptest, der Bibel zu folgen, dann lass dich warnen. Petrus warnt davor, eine Position einzunehmen, wo man am Wort Gottes zweifelt. Er sagt, dann wird man nicht vorbereitet sein auf das Kommen Jesu, denn man versteht da nicht die Kraft, das Wort, das für die Wiederkunft verantwortlich sein wird.

[32:25] Dasselbe Wort, das damals für die Sintflut verantwortlich war und das als Erklärung dienen kann für das, was wir heute sehen in der Paläontologie und in der Geologie. Wenn wir das ignorieren, dasselbe Wort ist verantwortlich für die Wiederkunft und für die Geschehnisse der Endzeit. Und wenn wir das Wort damals ignorieren, dann werden wir auch unvorbereitet sein für die Wiederkunft. Und das ist der Grund, warum die Schöpfung und damit auch der Sabbat ein entscheidender Bestandteil des ewigen Evangeliums sind.

[32:51] In Offenbarung 14, Verse 6 und 7 heißt es: „Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk. Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“

[33:24] Das ewige Evangelium, so wie es sich in der letzten Endzeit ausformuliert, hat ein direktes Zitat aus dem vierten Gebot, nämlich: „Betet den an, der gemacht hat, den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen.“ Im vierten Gebot wird ja da auch noch dazu gesagt, dass es in sechs Tagen stand. Das heißt, ein Teil der Endzeitverkündigung des ewigen Evangeliums, das alle Nationen, Völker, Stämme und Sprachen hören sollen, ist das Verständnis einer buchstäblichen 24-Stunden-, Sechs-Tage-Schöpfung. Wenn wir dieses Verständnis nicht haben, werden wir nicht in der Lage sein, die dreifache Engelsbotschaft in ihrer Gänze, voll und in vollem Umfang zu predigen.

[34:07] Es ist also ein Angriff auf die dreifache Engelsbotschaft, auf die letzte Botschaft der Warnung des Evangeliums für diese Welt. Und ich glaube, spätestens jetzt erkennen wir den wahren Charakter der sogenannten Evolutionstheorie. Und Gott wartet. Er wartet darauf, dass dieses Thema der Schöpfung, insbesondere dieses Tages der Schöpfung, des Sabbats, voll verstanden wird. Das ist wirklich, wie es in 2. Mose heißt, wie ein Siegel in unsere Stirn geschrieben ist: „Heilig dem Herrn.“ Die Erinnerung, das Gedenken, unser Denken prägt.

[34:34] Das heißt in Offenbarung 7, Verse 2 und 3: „Und ich sah einen anderen Engel, der von Sonnenaufgang herauf stieg, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes. Und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, denen es gegeben war, der Erde und dem Meer Schaden zuzufügen, und er sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben.“

[35:08] Gott wartet darauf, dass in unserem Denken das Siegel Gottes, der Sabbat, die Heiligkeit, die Erlösung, das Gesetz – so sagt es Jesaja 8, Vers 16 – dass das Gesetz versiegelt wird in den Jüngern. Dass es in unser Denken kommt, dass wir es nicht einfach nur als eine Tradition vielleicht halten, sondern dass wir darüber nachdenken, dass wir die tiefen Prinzipien dahinter verstehen und ausleben, dass wir in Gottes Werken wandeln, nicht in unseren eigenen. Gott wartet darauf, dass wir versiegelt werden können, denn so lange lassen die Endzeitereignisse auf sich warten. Er möchte, dass sein Volk nicht unvorbereitet ist, wenn die Endzeitereignisse auf diese Welt niedergehen werden.

[35:47] Lieber Freund, liebe Freundin, bist du vorbereitet auf die Wiederkunft? Bist du vorbereitet? Darf Gott das Siegel an deine Stirn tun? Denkst du über den Sabbat und über die Sabbat-Prinzipien nach, so wie sie sich in der Bibel hier darlegen? Oder ist der Sabbat nur eine wöchentliche Tradition, die man halt so hat, auf die man stolz ist? Der Sabbat ist mehr als nur ein Tag, an dem man nicht arbeitet. Der Sabbat ist ein Tag, an dem die wichtigsten Elemente des ganzen Erlösungsplanes, nämlich Schöpfung, Erlösung und Heiligung, im Zentrum stehen.

[36:45] Im Psalm 92, ein Lied, das für den Sabbat komponiert worden ist. Und es ist schön zu sehen, wie das beginnt. Es heißt im Psalm 92 und dort Vers 1 und 2: „Ein Psalmlied für den Sabbat-Tag. Gut ist es, dem Herrn zu danken und deinem Namen Lob zu singen, du Höchster.“ Die erste Idee, die hier dem Psalmschreiber kommt, als er an den Sabbat denkt und die am Sabbat gesungen werden soll, ist Dank und Lob. Was ist das, was du als erstes denkst, wenn der Sabbat morgen anbricht? Denkst du an den Stress, der sich dir heute darlegt? Denkst du an das Pottlack? Denkst du vielleicht mit Argwohn an den einen oder anderen Bruder oder Schwester in deiner Gemeinde? Oder wachst du am frühen Morgen auf und ist das erste, was du sagst: „Lobpreis und Dank meinem Gott.“ Das ist das, was im Psalm 92 das erste ist.

[37:58] Und dann heißt es in Vers 3: „Am Morgen deine Gnade zu verkünden und in den Nächten deine Treue.“ Tag und Nacht ist Gott derselbe. Und dieser Vers macht ganz deutlich, dass er es nicht nur am Sabbat ist, sondern es heißt in den Nächten, das heißt jeden Tag, jede Nacht ist Gott derselbe. Und der Sabbat ist nur ein Tag, wo wir mal 24 Stunden uns Ruhe nehmen, Auszeit nehmen, um darüber nachzudenken. Gott ist immer derselbe. Gott ist am Sabbat nicht heiliger als an anderen Tagen. Gott ist an jedem Tag, an jedem Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag mit derselben Güte, derselben Treue, derselben Gnade, derselben Liebe, derselben Gerechtigkeit in unserem Leben aktiv. Aber einen Tag in der Woche sollen wir uns ganz ihm widmen, um das besser und völliger zu verstehen, um dann auch Vertrauen haben zu können an den Tagen, wo wir auch unserer eigenen Beschäftigung nachgehen müssen, zu wissen, dass Gott uns auch dort trägt und uns in jeder Entscheidung führen möchte.

[39:00] In Vers 4 und 5 heißt es: „Auf der zehnseitigen Laute und in der Harfe mit dem Klang der Zither.“ Was für schöne Instrumente, die verwendet werden für den Sabbat. „Denn du hast mich erfreut, oh Herr, durch dein Tun, und ich juble über die Werke deiner Hände.“ Wir haben ganz am Anfang gesehen, dass Sabbat bedeutet, dass wir zur Ruhe kommen, und Ruhe bedeutet aufhören von den eigenen Werken. Wir haben gesehen, das bedeutet dann nicht, keine Werke zu tun, sondern in Gottes Werken zu wandeln, und der Psalmschreiber sagt hier: „Er jubelt über die Werke Gottes.“ Es bedeutet nicht nur einfach, wie ein Lemming einfach hinterher zu trotten in dem, was Gott gemacht hat, sondern sich daran zu freuen und sich mit Begeisterung den Werken Gottes zu widmen.

[39:47] Er sagt: „Ich juble über deine Werke, die Werke deiner Hände, weil du mich erfreut hast.“ Es ist deine Erfahrung am Sabbat, dass du dich freuen kannst, dass du jubeln kannst über das, was Gott getan hat, und du diesen Werken einfach folgen kannst und in ihnen wandeln kannst. Und dann heißt es in Vers 6: „Oh Herr, deine Gedanken sind sehr tief.“ Wenn wir uns einen ganzen Tag Zeit nehmen, über Gott nachzudenken, in der Schöpfung, in der Schrift, in unserer Erfahrung, die wir mit Gott gemacht haben, dann werden wir die Tiefe der Gedanken Gottes erfassen. Wenn wir uns nicht mehr mit Gott beschäftigen, dann haben wir kaum eine Idee, wie tief die Gedanken Gottes sind, kaum eine Idee, wie sehr Gott für uns wirkt. Erst wenn wir uns damit beschäftigen, wenn wir uns Zeit nehmen, dann erkennen wir wirklich die Größe der Werke und dann können wir wirklich über sie jubeln.

[40:40] Liebe Freunde, es kommt darauf an, dass du den Sabbat dazu nutzt, die Werke Gottes, die Gedanken Gottes besser kennenzulernen. Hast du am letzten Sabbat, als du ihn gefeiert hast, Gottes Werke besser verstanden? Hast du seine Gedanken noch tiefer erforscht? Nun, wir wissen, wir werden eine Ewigkeit damit zubringen, noch tiefer zu kommen. Aber erlebst du Sabbat für Sabbat, dass du Gottes Werke besser verstehst, dass du seine Gedanken tiefer und tiefer erforscht?

[41:08] Das heißt in Vers 7 bis 10: „Ein unvernünftiger Mensch erkennt das nicht, und der Törichte begreift es nicht. Wenn die Gottlosen sprossen wie das Gras und alle Übeltäter blühen, so ist es doch nur, damit sie für immer vertilgt werden. Du aber, Herr, bist auf ewig erhaben. Denn siehe, Herr, deine Feinde, siehe, deine Feinde kommen um; alle Übeltäter sollen zerstreut werden.“

[41:34] Der Sabbat ist ein Tag, an dem wir uns daran erinnern, dass Gott die Sünde nicht ungestraft lässt und dass wir nicht an der Sünde festhalten dürfen. Denn der Sabbat ist ein Tag, an dem wir an die Heiligung denken und an dem wir geheiligt werden sollen, ein Zeichen der Heiligung. Der Sabbat ist ein Tag, uns zu fragen, wo es in unserem Leben noch Sünde gibt, damit wir sie aufgeben, damit wir nicht zugrunde gehen, wie es hier steht. Und nur unvernünftige Menschen und Törichte begreifen es nicht.

[42:02] Lieber Freund, lieber Freundin, lass uns keine Törichten sein, keine Unvernünftigen, die glauben, dass man eine Sünde festhalten kann und gleichzeitig Sabbat feiern kann. Das heißt in Vers 11 und 12: „Aber mein Horn erhöhst du wie das eines Büffels. Ich bin übergossen mit frischem Öl. Meine Augen werden mit Freuden herabschauen auf die, die mir auflauern, und mein Ohr wird mit Freuden hören vom Geschick der Bösen, die sich gegen mich erheben.“

[42:27] Gott verheißt den völligen Sieg. Der Sabbat ist ein Zeichen des Sieges, ein Zeichen des Sieges über den Satan, über die eigene Sünde, über all das, was uns zur Sünde verführt. Gott möchte uns mit frischem Öl, mit seinem Heiligen Geist übergießen. Er möchte unsere Kraft erhöhen. Das Horn steht ja für Kraft in der Bibel, so dass wir in seiner Kraft vorangehen können.

[43:04] Und dann heißt es in ganz wunderbarer Sprache in Vers 13 bis 15: „Der Gerechte wird sprossen wie ein Palmenbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon, die gepflanzt sind im Haus des Herrn, also im Tempel. Sie werden gedeihen in den Vorhöfen unseres Gottes. Auch im Alter tragen sie Frucht, sind saftvoll und frisch.“ Wenn man diese drei Verse zusammenfassen wollte, könnte man sagen: Nur derjenige, der im Heiligtum verwurzelt ist, wird Frucht bringen. Bist du, lieber Freund, liebe Freundin, im Heiligtum verwurzelt? Schlagen deine Wurzeln, deine Glaubenswurzeln, sind die fest verankert in der biblischen Lehre vom Heiligtum? Dann werden wir Frucht hervorbringen bis ins Alter. Wir werden frische Gedanken haben und voller Saft sein, sozusagen. Wir werden sprossen.

[43:57] Und der letzte Vers ist vielleicht der schönste von allen: „Das alles geschieht, um zu verkünden, dass der Herr gerecht ist. Er ist mein Fels und kein Unrecht ist an ihm.“ Wir werden wachsen Tag für Tag, Woche für Woche, Sabbat für Sabbat, verwurzelt im Heiligtum werden wir wachsen, um zu verkünden. Der Sabbat ist ein Tag der Verkündigung. Ein Tag, an dem wir anderen wissen lassen, dass Gott gerecht ist, wo wir seinen Charakter, seine Tugenden, sein Wesen, seine Liebe und seine Gerechtigkeit anderen weitergeben. Und auch das ist, wie gesagt, nur möglich, wenn wir verwurzelt sind im Heiligtum.

[44:43] Das war ein schöner Psalm über den Sabbat. Und dieser Sabbat-Psalm hat Jesus Christus, den Felsen, im Zentrum. So wie in 1. Korinther 10, Vers 4 deutlich gemacht wird: „Der Fels aber war Christus.“ Er sagt es in Psalm 92, Vers 16: „Er ist mein Fels und kein Unrecht ist an ihm.“

[45:07] Lieber Freund, liebe Freundin, ist Jesus auch dein Fels? Hast du auf diesem Felsen gebaut und denkst an diesen Felsen Sabbat für Sabbat, weil der Sabbat ein Zeichen ist für die Schöpfung, die Jesus getan hat, für die Erlösung, die Jesus vollbracht hat, und für die Heiligung, die Jesus dir schenken möchte? Lehne den Sabbat nicht ab, sondern nimm ihn als das äußere Zeichen deiner inneren Beziehung zu Jesus gemäß der Bibel an. Und warum nicht nächsten Sabbat noch einmal diese Verse lesen und ganz bewusst mit Jesus, unserem Fels, an dem kein Unrecht ist, erleben? Das ist dein Wunsch, den Sabbat noch völliger zu verstehen, noch völliger zu verkünden, damit wir vorbereitet sind und versiegelt werden können auf die Wiederkunft hin.

[45:54] Liebe Freund, liebe Freundin, ich wünsche dir Gottes Segen in deiner Entscheidung, und wir werden uns nächste Woche wiedersehen, um eine weitere Folge zu haben hier über die Schöpfung. Und bis dahin wünsche ich dir Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes und ganz besonders einen gesegneten Sabbat, wenn er dann jetzt kommt. Gottes Segen in euch. Amen.


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