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Manuskript: CSH_Manuskript_2013 1st Nr 12

In dieser Cannstatt Study Hour-Folge mit Christopher Kramp wird das Thema „Schöpfung und Evangelium“ beleuchtet. Es wird erklärt, wie die biblische Schöpfungsgeschichte bereits die Prinzipien der Erlösung offenbart und wie die Sünde die Beziehung zwischen Mensch und Gott trennt. Die zentrale Botschaft ist, dass Gott durch Jesus Christus die Initiative ergreift, um die Menschheit von der Sünde zu erlösen und eine neue Schöpfung zu ermöglichen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q1: Ursprung und Anfang

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Wir begrüßen auch alle Zuschauer auf Amazing Discoveries und wollen uns gemeinsam mit dem vorletzten Thema beschäftigen, unserer Studienreihe Ursprung und Anfang. Damit bereiten wir uns vor auf das Bibelgespräch am 22. März. Das heutige Thema ist vielleicht eines der wichtigsten überhaupt. Es ist überschrieben mit den Worten Schöpfung und Evangelium. Wir haben in den letzten Wochen immer wieder schon auch, während wir die einzelnen Schöpfungstage analysiert haben und einzelne Aspekte des Schöpfungswerkes, immer wieder auch auf die Schöpfung verwiesen und gezeigt, dass Schöpfung und Erlösung im Grunde genommen in der Bibel ein und dieselbe Sache sind. Dass also Schöpfung eigentlich, oder wir sagen Erlösung eigentlich Neuschöpfung ist, dass dort dieselben Prinzipien angewandt werden, wie auch in der Schöpfung. Und deswegen ist das Thema Schöpfung auch so wichtig, weil es uns ein richtiges Verständnis von Erlösung vermittelt. Und deswegen wollen wir uns heute noch einmal ganz gesondert und spezifisch Gedanken machen über das Verhältnis von Schöpfung und Erlösung und auch zeigen, wie Erlösung schon ganz am Anfang, in den ersten Kapiteln der Bibel, verstanden worden ist. Und das hilft uns in unserer persönlichen Erfahrung, das auch zu begreifen. Jemand, den ich sehr, sehr schätze, hat einmal gesagt, indem er am Kreuz hing, oder während er am Kreuz hing, war Jesus das Evangelium. Jesus selbst ist das Evangelium, während er dort am Kreuz hängt. Und sein Name selbst hat diese Evangeliumsbotschaft in sich.

[2:50] Wir finden sie in Matthäus 1, Vers 21. Und das ist nicht im Sendemanuskript drin. Matthäus 1, Vers 21. Dort heißt es über den kommenden Messias, der hier angekündigt wird durch den Engel: „Sie wird, also die Maria, sie wird aber einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk, und jetzt kommt die Bedeutung des Namens, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.“ Jesus, der die Erlösung gebracht hat, in seinem Namen bereits, erklärt uns, wovon er uns erlösen möchte. Nämlich, er will uns erretten, nicht in den Sünden, sondern von den Sünden. Das Kreuz von Golgatha ist der Beweis, dass Gott in der Lage ist, Menschen von der Sünde zu retten. Und wir wollen heute das zum Ausgangspunkt machen, um zu verstehen, was kann uns die Schöpfung darüber berichten und was können die ersten Berichte der ersten Seiten der Bibel uns zeigen, wie wir von der Sünde gerettet werden können.

[4:00] Darum geht es in dem Evangelium vom Reich Gottes. Zunächst einmal schauen wir uns die biblische Definition des Wortes Sünde an. In 1. Johannes 3, Vers 4 finden wir die Definition, die einzige Definition, die die Bibel zum Thema Sünde kennt. 1. Johannes 3, Vers 4, dort heißt es: „Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit. Und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit, anzusetzen mit Übertretung des Gesetzes.“ Sünde ist also die Übertretung des Gesetzes. Und Jesus ist gekommen, Jesus ist am Kreuz gestorben, um uns von der Gesetzlosigkeit, von der Übertretung des Gesetzes zu befreien. Das ist der Sinn des Evangeliums.

[4:55] Und wir wollen uns jetzt ein bisschen Gedanken machen, wie das schon in den ersten Seiten der Bibel deutlich zutage tritt. Wir haben bereits in einer gesonderten Folge, in der Folge Nummer 6, uns beschäftigt mit dem Thema Sündenfall. Wir haben genau angeschaut und dort auch schon ein bisschen etwas mit dem Erlösungsplan angerissen. Wir haben dort angeschaut, wie Adam und Eva durch die Verführung der Schlange, die von Satan benutzt worden ist, gefallen sind. Eva verführt durch die Schlange und dann Adam verführt durch Eva. Oder zumindest angeleitet oder angeregt zum Essen der Frucht. Und wir wollen die Geschichte jetzt hier aufnehmen, 1. Mose 3, Vers 7. Für alle Details zu den Versen vorher, sei auf die Folge Nummer 6 verwiesen.

[5:42] Schauen wir uns jetzt an, 1. Mose 3, Vers 7. Es heißt hier: „Als unmittelbare Folge der Sünde, da wurden ihnen beiden die Augen geöffnet und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie banden sich Feigenblätter um und machten sich Schurze.“ Nun, die Bibel sagt ganz deutlich im letzten Vers des zweiten Kapitels, dass sie auch vorher nackt gewesen waren, aber dass sie sich damals nicht geschämt hatten. Und die Erklärung lässt sich ganz einfach daher nehmen, dass die Bibel sagt, dass wir im Bilde Gottes geschaffen worden sind. Der Adam und Eva sollten nicht nur mental und geistlich, sondern auch körperlich das Bild Gottes widerspiegeln. Und die Bibel sagt uns in Psalm 104, das ist nicht im Sendemanuskript drin, in Psalm 104, Vers 2: „Über Gott, du, der sich in Licht hüllt, wie in ein Gewand, der den Himmel ausspannt wie eine Zeltwand.“ Gott im Himmel kleidet sich in ein Lichtgewand. Adam und Eva waren nach dem Bilde Gottes geschaffen. Sie trugen ein Lichtgewand und deswegen waren sie zwar nackt, aber sie schämten sich nicht, weil das Licht sie bekleidete. Die Gegenwart Gottes bekleidete sie, denn Licht ist die Gegenwart Gottes. Wir können das zeigen in Jesaja 60 und dort die Verse 1 und 2. Dort heißt es: „Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir, denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und tief ist dunkel die Völker, aber über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“ Also dieser Gedanke, das Licht des Herrn geht auf über mir und der Herr selbst geht auf über mir. Diese beiden Ideen sind offensichtlich konkurrent, identisch. Wann immer Jesus in meiner Nähe ist, dann ist auch Licht da. Das Lichtgewand sollte zeigen, dass dort Jesus nahe war, ihm gegenwärtig war, dass er sie umgeben hat mit seiner Gerechtigkeit. Und als Adam und Eva sündigten, als sie das Gesetz Gottes übertraten, war dieses Lichtgewand nicht mehr da. Sie erkannten ihre Nacktheit.

[7:52] Sünde kann uns nichts Positives bringen, aber sie nimmt uns sehr viel. Sünde nimmt uns das bewusste Wahrnehmen der Gegenwart Gottes. Sünde, so sagt uns die Bibel, trennt uns von Gott. Ein wichtiger Vers, der das belegt, ist in Jesaja 59. Nur ein Kapitel vorher zu finden. In Jesaja 59, Vers 2, da heißt es: „Sondern eure Missetaten trennen euch von eurem Gott und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er nicht hört.“ Sünde, die Übertretung des Gesetzes, führt als Folge zu einer Trennung von Gott. Und diese Trennung erlebten Adam und Eva, als das Lichtkleid verschwand, die sich schämten. Und es ist in unserem Leben, wann immer wir die Gesetze Gottes, die Gebote Gottes, die er in Liebe gegeben hat, um das Gute, das er geschaffen hat, zu bewahren und den bestmöglichen Zustand zu erhalten, wenn wir sie übertreten, dann verlieren wir nur. Auch wenn wir geglaubt haben durch die Versuchung Satans, dass wir etwas gewinnen, dass wir Freude gewinnen oder Spaß oder Erfüllung oder Selbstverwirklichung, wir verlieren nur. Wir verlieren dann Selbstwert, wir verlieren dann Freude, wir verlieren die Gegenwart Gottes, wir verlieren Unschuld und so weiter und so fort. Und wir schämen uns für das, was wir getan haben. Und 1. Mose 3, Vers 7 berichtet davon, wie sich Adam und Eva Feigenblätter genommen haben, um ein Kleid zu machen, damit diese Schuld jetzt, diese Nacktheit bedeckt wird. Und ich glaube, es ist etwas, was wir alle kennen aus unserem eigenen Leben. Wenn wir sehen, dass wir etwas getan haben, was schamvoll ist, wenn wir uns schämen für unsere Sünden, für unsere Schuld, dann versuchen wir das Ganze zu übertünchen, zu verdecken, indem wir etwas tun. So wie Adam und Eva diese vielen kleinen Feigenblätter genommen haben, abgezupft haben, zusammen gewerkelt haben, um dieses Kleid herzustellen, so tun auch wir viele kleine Dinge, sogenannte gute Werke, um irgendwie diese Schuld zu verbergen. Es gibt viele Menschen, die sagen: „Eigentlich bin ich gar nicht so schlecht, ich spende Geld, ich helfe meinem Nachbarn, ich setze mich für den und jenen ein, ich bin nett, ich bin freundlich, ich bin ja gar nicht so schlecht, ich gehöre nicht zu den schlimmen Sünden.“ Und so leben wir und halten uns für ganz passabel.

[10:27] Und so haben auch Adam und Eva einige Zeit im Garten Eden ausgehalten, für wie lange wissen wir nicht, es muss aber, können aber höchstens einige Stunden gewesen sein. Denn dann passierte etwas, was sie aufgeschreckt hat und spätestens dann sie völlig unverunsichert hat. In 1. Mose 3 Vers 8 heißt es: „Und sie hörten die Stimme Gottes, des Herrn, der im Garten wandelte, als der Tag kühl war. Und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes, des Herrn, hinter den Bäumen des Gartens.“ Solange das Wort Gottes nicht direkt zu hören war, lebte es sich noch einigermaßen in Ordnung im Garten Eden, trotz dieses schlechten Gewissens, das immer wieder aufkam. Aber als die Stimme Gottes hörbar wurde, da haben sie Panik bekommen. So oft in unserem Leben. Wir kommen ganz gut zurecht, so meinen wir in unserem Leben, aber wenn das Wort Gottes in unser Leben tritt, dann bekommen die allermeisten Menschen Panik. Sie rennen weg, sie sagen, sie interessieren sich nicht für die Bibel, sie wollen sich damit nicht beschäftigen. Ich glaube, die meisten Menschen lesen nicht deswegen die Bibel, weil sie zu schwer zu verstehen ist oder zu unintellektuell, sondern die meisten Menschen verstecken sich vor dem Wort Gottes, weil sie genau wissen, dass das Wort Gottes etwas aufdeckt in ihrem Herzen, was sie versucht haben durch so viele gute Taten, gute Werke, Selbstbetrug hin- und herunterzutauschen. Wie ist es in deinem Leben, wenn das Wort Gottes gepredigt wird, wenn Gott zu dir sprechen möchte? Versteckst du dich auch?

[12:04] In Jesaja 64, Nordfest 4, da wird ganz deutlich, dass all das, wessen wir uns selbst rühmen, vor Gott keinen Bestand hat. In Jesaja 64 und dort, Vers 5 heißt es: „Wir sind ja allesamt geworden wie Unreine und alle unsere Gerechtigkeit wie ein beflecktes Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Blätter und unsere Sünden trugen uns fort wie der Wind.“ Wir haben keinen Bestand. Wir können vor Gott nicht bestehen. All unsere Selbstgerechtigkeit, all unsere eigenen guten Taten und Werke und wie toll wir uns sehen, haben vor Gott keinen Wert. Das wissen wir ganz genau, wenn wir uns mit dem Wort Gottes beschäftigen. Das Wort Gottes durchleuchtet uns, es kennt uns und sieht unseren wahren Zustand. Aber mir gefällt, wie Gott mit Adam und Eva umgegangen ist in dieser sensiblen Situation. Er hat nicht einfach ein Urteil gesprochen, sondern eine Frage gestellt.

[13:19] In 1. Mose 3, Vers 9 heißt es: „Da rief Gott, der Herr, den Menschen und sprach: Wo bist du?“ Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus stellt dir diese Frage und möchte wissen: Wo befindest du dich in deinem Leben? Hinter welchem Baum, hinter welchem Busch, hinter welchem Gewächs versteckst du dich?

[13:55] Wort Gottes. Die Wahrheit ist, niemand von uns hat sich allein auf den Weg gemacht, um Gott zu suchen. Gott sucht dich und er hat mich gesucht. Er stellt diese Frage: „Wo bist du?“, weil diese Frage in Adam etwas auslösen soll. Wenn er dort hinter diesem Baum und diesem Busch gehockt hat und gehofft hat, dass Gott ihn vielleicht doch nicht sieht, dann stellt diese Frage: „Wo bist du?“ eine schallende Ohrfeige für sein Gewissen. Warum sollte man sich vor dem Schöpfer verstecken? Was mache ich hier eigentlich? Die Sünde hat so viel zerstört, jetzt schon, nach dieser einen Sünde, der Beziehung zwischen Adam und seinem Schöpfer, zwischen Eva und ihrem Schöpfer. Und es macht ganz deutlich, dass sich Adam und Eva nicht vor Gott verstecken können. Gott findet sie. Und vielleicht denkst du: „Ich laufe einfach so schnell weg, dass Gott mich nicht finden kann, oder ich verstecke mich so gut, dass er mich übersieht.“ Gott findet dich und Gott spricht dich an und er meint dich. Jonah hat versucht, bis ans Ende der Welt zu reisen, das er damals kannte, nach Spanien wahrscheinlich, und Gott hat ihn trotzdem gefunden. Liebe Freund, liebe Freundin, Gott sucht dich und er wird dich finden und er möchte eine Antwort von dir. Wo bist du?

[15:16] Und so muss Adam sich erklären und er sagt in Vers 10: „1. Mose 3, Vers 10: Und er antwortete: Ich hörte seine Stimme im Garten und ich fürchtete mich, denn ich bin nackt, darum habe ich mich verborgen.“ Achten wir genau auf das, was er sagt. Er sagt nicht: „Und ich war nackt und dann habe ich mir Feigenblätter angezogen.“ Er sagt: „Ich bin nackt.“ Vor Gott erkennen wir, dass wir so sind, wie wir wirklich sind. Liebe Freund, liebe Freundin, wenn du dich mit Gottes Wort beschäftigst, wenn du Gottes Wort studierst, erkennst du deine Charakterfehler, du erkennst deine Ungeduld, du erkennst deine Habsucht, du erkennst den Stolz, all diese Dinge, die wir meistens nicht wahrhaben wollen, die kommen ans Tageslicht, wenn wir Gottes Wort studieren. Und er sagt: „Ich fürchtete mich.“

[16:24] Frage: Müssen wir uns vor Gott fürchten? Als Gott den Maßstab für ein gläubiges Leben, dem Volk Israel gegeben hat, die berühmten und gut bekannten 10 Gebote, als er mit den 10 Geboten den Spiegel der göttlichen Gerechtigkeit, des Ideals eines Charakters, eines gläubigen Menschen, dem Volk vorgehalten hat, da hat das Volk ganz ähnlich reagiert wie Adam. In 2. Mose 20, nach der Verkündigung der 10 Gebote, durch das Wort Gottes, da heißt es in Vers 18 und 19: „Das ganze Volk nahm das Donnern und die Flammen wahr und den Schall der Schofarhörner und den rauchenden Berg. Als nur das Volk dies wahrnahm, zitterte es und stand von fern und sprach zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen hören, aber Gott soll nicht mit uns reden, sonst müssen wir sterben.“ Dann heißt es im nächsten Vers, Vers 20: „Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen, damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt.“ Mose sagt mit anderen Worten: „Ihr sollt euch nicht vor Gott fürchten, ihr sollt Gott fürchten.“ Gott fürchten bedeutet nach diesem Vers, nicht zu sündigen. Es bedeutet nach Sprüche 8, Vers 13, das Böse zu hassen. Aber der Kontext macht ganz deutlich, dass das Volk an dieser Stelle nicht Gott gefürchtet hat, sondern dass es sich vor Gott gefürchtet hat, dass es Angst bekommen hat. Warum? Weil es nämlich an Sünde festgehalten hat, weil die Sünde in ihrem Leben sich mit dem Charakter des Gesetzes nicht vereinwandelt und so bekommen sie Angst. Und Gott hat diese Angst nie, er möchte nicht, dass wir diese Angst haben, er möchte nicht, dass wir Angst vor ihm haben, er möchte nicht, dass wir sündigen. Ein Mensch, der in Sünde lebt, wird vor Gott Angst bekommen, aber Gott möchte nicht, dass wir vor Gott Angst bekommen, er möchte, dass wir ihn fürchten, dass wir die Gottesfurcht haben, die nach Sprüche 1, Vers 7 der Anfang aller Weisheit oder Erkenntnis ist, der Anfang des ewigen Evangeliums von Offenbarung 1, Verzeihung, Offenbarung 14, Vers 7.

[18:43] Gott wollte also nicht, dass Adam sich fürchtet, aber er fürchtet sich. Das ist die Folge der Sünde. Und so entdecken wir etwas sehr Ernüchterndes im 1. Mose 3, Vers 12 und reizen auf die Frage: „Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen?“ Diese Frage, die so viel Wohlwollen ausdrückt, die so viel Vorschuss an Vertrauen: „Hast du etwa davon gegessen?“ Es ist so, als würde Gott sagen: „Ich kann mir fast gar nicht vorstellen, dass du das gemacht hast.“

[19:22] Da antwortet Adam in Vers 12: „Da antwortet der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, die gab mir von dem Baum und ich aß.“ Ich denke, wir haben schon öfter darüber gesprochen, dass hier ganz deutlich wird, dass Adam die Schuld von sich schob auf Eva und dann auf Gott: „Gott, wie konntest du es zulassen? Warum hast du mir jemanden geschickt und gemacht? Hättest du das verhindern können?“ Aber wir wollen hier noch einen zweiten Punkt bemerken, außer dieser ganz offensichtlichen Schuldverschiebung, die ein Kennzeichen Satans ist. Es war nur eine einzige Sünde, die Adam begangen hat und diese eine einzige Sünde hat ausgereicht, um es ihm selbst unmöglich zu machen, von alleine zu bereuen. Statt zu sagen: „Es tut mir leid, kannst du mir vergeben?“, ist alles, was aus ihm herauskommt: „Die Frau schuld und implizit du bist schuld, Gott.“

[20:25] Adam ist selbst nach einer Sünde, von der wir meinen würden, dass sie im Vergleich zu all den Sünden, die wir heute so sehen und erleben, wie Kindermissbrauch und Vergewaltigung und Völkermord und all diese schrecklichen Dinge, im Vergleich zu diesen Dingen würden wir sagen, diese eine Sünde war ja vergleichsweise gering, harmlos würden wir fast denken. Aber diese eine scheinbar so harmlose Sünde macht Adam bereits vergebungsunfähig oder reueunfähig, besser gesagt. Er ist nicht mehr in der Lage, nach nur einer einzigen Sünde aus eigener Kraft zu bereuen. Alles, was er nur noch kann, ist, so wie Satan die Schuld auf andere zu schieben. Sein Denken ist völlig korrumpiert. Lieber Freund, liebe Freundin, Sünde ist kein Kavaliersdelikt, es sei denn, egal wie schmal oder wie klein oder wie unauffällig sie sein mag, Sünde ist lebensgefährlich.

[21:30] Sünde ist tödlich. Und wenn man sagt, Vers 23, der Sünde sollt, ist der Tod. Und weil die Sünde uns von Gott trennt und wir von alleine nicht mehr zurückkommen können, wie das das Beispiel Adams deutlich zeigt und die Frau macht es genau dann hinterher genauso weiter in Vers 13, sie sagt: „Die Schlange ist schuld.“ Weil das so ist, ist der Fall eigentlich hoffnungslos für den Menschen. Er ist von Gott getrennt und aus eigener Kraft kann er nicht zurück, weil da nichts in ihm ist, was zurückdrängt, was ihm die Kraft gibt, die Sünde zu überwinden.

[22:17] Wie wir schon gesehen haben, getrennt von Gott sind wir durch die Sünde und die Bibel sagt uns in Johannes 1, Vers 14: „In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen.“ Jesus ist das Leben und wenn wir durch Sünde von ihm getrennt sind, dann sind wir getrennt vom Leben und damit sind wir tot. Wer in Sünde lebt, ist eine wandelnde geistliche Leiche. Getrennt von Gott sind wir getrennt vom Leben.

[22:50] Römer 6, Vers 23, wie schon angedeutet, eben gerade lassen wir uns gemeinsam noch lesen. Römer 6, Vers 23 sagt uns: „Denn der Lohn der Sünde ist der Tod.“ Adam und Eva waren in einer hoffnungslosen Situation. Wir müssen verstehen, dass mit Sünde, die wir tun, wir uns in einer hoffnungslosen Situation begeben an und für sich. Und das aus dem einen Grund, weil nach getaner Sünde wir aus eigener Kraft nicht mehr zurückkehren können. Wir sind Sklaven geworden.

[23:30] In der Bibel sagt das ganz deutlich in einem sehr, sehr wichtigen Vers, den man nicht oft genug zitieren kann, in Johannes 8, Vers 34. Jesus antwortet ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde und der Knecht kann nicht mehr entscheiden, wo es lang geht.“ Und da spielt es keine Rolle, wie groß oder wie klein die Sünde ist. Und wenn wir das verstanden haben, dann stellen wir fest, dass all die guten Taten, die wir tun, nichts nützen. Denn sie können uns nicht aus der Knechtschaft befreien. Sie können uns nicht räumütig machen, zur Buße bringen.

[24:20] Und weil das so ist, weil Gott es in seiner Allwissenheit sieht, dass Adam und Eva nicht mehr zurückkommen können aus ihrer eigenen Kraft, weil er sieht, dass mit jeder Sünde, die wir tun, wir uns einen hoffnungslosen Zustand bringen, hat er die Initiative ergriffen. Schauen wir gemeinsam in Römer 2, und dort Vers 4. In Römer 2, Vers 4, dort heißt es: „Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut und erkennst nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet?“

[25:04] Liebe Freunde, jedes Mal, wenn es etwas leid tut, jedes Mal, wenn wir sagen: „Es tut mir leid“, jedes Mal, wenn wir den Wunsch haben, eine Sünde zu überwinden, dann ist das nur, weil bereits vorher die Güte Gottes in unserem Leben eingegriffen hat. Ohne die Güte Gottes, ohne seine freiwillige Handlung mit der Güte uns zu umgeben und uns anzusprechen in unserem Herzen, könnte kein Mensch auch nur eine Sünde bereuen. Und das heißt, liebe Freunde, liebe Freundinnen, das heißt, dass wir nicht erst einmal Buße tun müssen, bevor wir zu Gott kommen können. Selbst die Buße ist ein Geschenk Gottes, das er schon uns schenkt. So wie der erste Gedanke, der erste Gedanke in unserem Herzen aufkommt: „Vielleicht sollte ich es mit Gott versuchen, vielleicht sollte ich einfach mal zu ihm kommen“, dann dürfen wir wissen, dass in diesem Moment schon längst Gott an unserem Herzen gewirkt hat. Der Geist ist wie ein Wind, sagt Jesus, du weißt nicht, von wo er kommt. Plötzlich ist er da. Viele Christen werden keine Christen, weil sie das Gefühl haben, sie müssten erst selbst etwas tun, bevor sie dann gereinigt zu Gott kommen können. Aber du kannst gar nichts tun, nichts. Du kannst nur diesem Verben Gottes nachgeben. Der Güte Gottes, die dich leitet, kannst du nur dich leiden lassen von der Güte Gottes.

[26:35] Zurück zur Buße. Und das ist das, was Gott schon Adam und Eva anbieten wollte. Er merkte, er wusste, ich muss die Initiative ergreifen, ich muss ihnen Hoffnung geben, ich möchte ihnen meine Güte geben und die Güte Gottes wird sie zur Buße bringen. Und diese Güte zeigt sich zum ersten Mal in 1. Mose 3, Vers 15. Das, was viele als das erste Evangelium bezeichnen. 1. Mose 3, Vers 15. Gott sagt: „Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir, Schlange, und der Frau. Zwischen deinem Samen und ihrem Samen, er wird dir den Kopf zertreten und du wirst in die Fersen stechen.“

[27:11] Adam und Eva, die Sklaven des Teufels geworden waren, die Sklaven der Schlange geworden waren, hören, dass Gott in der Lage sein wird, Feindschaft zu setzen zwischen dem neuen Meister, Satan oder dem neuen Knecht. Eine Feindschaft zwischen Satan und den Menschen bedeutet, da es nur zwei Parteien gibt im großen Kampf, dass jeder Feind des Feindes ein Freund Gottes wird. Hoffnung, dass Gott in der Lage ist, diese Verbindung zwischen Satan und den Menschen, zwischen der Sünde und den Menschen zu brechen. Denn jede Verbindung mit der Sünde ist eine Verbindung mit Satan. Ich will sagen ganz deutlich, dass Satan die Sünde erfunden hat und wer die Sünde tut, ist aus dem Teufel, sagt die Bibel in 1. Johannes ganz deutlich. Und eine Feindschaft zwischen dem Menschen und Satan ist eine Feindschaft zwischen dem Menschen und der Sünde. Das ist die Furcht Gottes, die Gott in den Menschen hineinlegen möchte, das Böse zu hassen. Und diese Furcht kommt nicht von den Menschen heraus, sondern Gott legt sie in den Menschen hinein.

[28:06] Er sagt: „Ich will Feindschaft setzen zwischen dir, Schlange, und der Frau.“ Und er verheißt einen Samen, einen Samen, der kommen wird, um der Schlange den Kopf zu zertreten, ihr Denken zu zerstören, sie vollends zu besiegen. Ein Akt, der diesen Samen eine schwere Verletzung kosten wird. Da wird jemand kommen, der sich selbst entblößt, der selbst das Risiko auf sich nimmt und der Schlange den Kopf zertritt. Ein riskantes Unternehmen, aber die einzige Möglichkeit, dich und mich zu retten. Wer ist dieser Samen? Die Bibel gibt uns eine eindeutige Antwort in Galater 3, Vers 16. Galater 3, Vers 16, die Bibel sagt: „Nun aber sind die Verheißungen dem Abram und seinem Samen zugesprochen worden. Es heißt nicht, und den Samen als von vielen, sondern als von einem und deinem Samen. Und dieser ist Christus.“

[29:17] Diese Verheißung, die in 1. Mose 3, Vers 15 zum ersten Mal ausgesprochen worden ist, ist weitergetragen worden von Generation zu Generation. Jede Generation hat gehofft, dass in ihrer Zeit der Messias kommen würde. Jede Mutter hat gehofft, dass sie diesen Messias gebären darf. Und wie ihr seht, und über Henoch, über Noah, über Abram, über Jakob ging es durch die Jahrhunderte hindurch, die Hoffnung nach diesem einen Samen, der kommen würde, um den Satan zu besiegen, den Kopf der Schlange zu zertreten und von den Sünden zu retten, der Feindschaft setzt zwischen den Menschen und der Sünde. Jesus Christus war dieser Erlöser. Er ist dieser Erlöser. Er ist gekommen als der Erretter von den Sünden. Das sagt der Name Jesus, denn er wird sein Volk erretten von den Sünden. Er wird Feindschaft setzen zwischen Sünde und den Menschen.

[30:16] Gott ist in Vorleistung gegangen und das wird in keinem anderen Passage deutlicher als in Römer 5. In Römer 5 und dort Vers 6, da sagt Paulus, Römer 5, Vers 6: „Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben.“ Gott wusste, dass wir in uns selbst keine Kraft haben. Er weiß, dass du und ich, dass wir keine Kraft in uns selbst haben. Wir sind kraftlos, wir sind hilflos. Hilflos ist Sklaven der Sünde und deswegen geht Gott in Vorleistung und es heißt, er starb. Jesus Christus starb zur bestimmten Zeit. Nicht für Heilige, sondern für Gottlose. Bist du gottlos? Du kannst nicht schlimmer sein als gottlos. Es gibt nichts Schlimmeres auf der Welt, an diesem Universum als gottlos zu sein, denn wer gottlos ist, ist ohne Leben. Aber selbst für den, der gottlos ist, ist Jesus gestorben, weil er wusste, dass der Gottlose keine Kraft in sich selbst hat, zurückzukommen und um ihm überhaupt die Möglichkeit zu bieten, noch mal eine Wahl zu treffen, ist Jesus gestorben. Er hat die Schuld auf sich genommen, er hat Feindschaft gesetzt zwischen der Sünde und den Menschen. Es ist die Güte Gottes, die uns den Weg eröffnet hat. Ist dir bewusst, dass du nur deswegen eine Chance hast, weil Jesus für dich gestorben ist? Ist dir bewusst, dass ohne Jesu Tod es keine Option gegeben hätte, den Menschen zu retten?

[32:03] Und so sehen wir, dass durch den Tod Jesu die Menschheit eine zweite Chance bekommen hat, eine zweite Chance, wo sie noch einmal wählen kann. Du und ich, wir bekommen eine zweite Chance, weil Jesus am Kreuz gestorben ist. Der Text, die Verheißung in 1. Mose 3, Vers 15 hatte gesagt, dass derjenige, der der Schlange den Kopf zertritt, ein Same der Frau sein würde. Was Adam und Eva damals wahrscheinlich kaum realisiert haben, ist, dass derjenige, der dort verheißen wird, derjenige war, der zu ihnen gesprochen hat. Jesus Christus selbst im Garten Eden, der diese Verheißung gibt, sagt: „Ich werde von einer Frau geboren werden. Ich selbst, der Schöpfer, der all das hier gemacht hat, den Garten Eden gemacht hat, der die Bäume gemacht hat, der die Flüsse gemacht hat, die Tiere, all dieses Wunderbare. Ich werde mich erniedrigen. Ich werde Teil der menschlichen Familie werden. Ich werde dein Same werden, um Menschen, um dadurch die Feindschaft zu bringen zwischen Sünden und Menschen.“

[33:14] Und so lesen wir in Johannes 1, Vers 14 diese gewaltigen Worte. Johannes 1, Vers 14: „Und das Wort wurde Fleisch.“ Das Wort, von dem es vorher heißt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. In ihm war das Leben. Das Leben war das Licht der Menschen.“ Dieses schöpferische Wort Gottes, die ganze Schöpfermacht Gottes, der Schöpfer Jesus Christus wird geschöpft. Das Wort wurde Fleisch.

[33:53] Es geht weiter. „Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater voller Gnade und Wahrheit.“ Und als das Wort Gottes, der Schöpfer selbst, geschöpft wird, um das kraftlose Geschöpf, das in Sünde gefallen ist, wieder zu retten, da bringt er etwas mit, nämlich den Kampf. Denn von diesem Jesus, der die Welt geschaffen hat, wissen wir schon, dass bevor er die Welt geschaffen hat, er sich in einem Kampf befand mit Satan. In Offenbarung 12, Vers 7 heißt es: „Und es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften.“ Michael, ein anderer Name für Jesus, denn Michael heißt: „Der so ist wie Gott.“ Und die Bibel macht ganz deutlich, wenn wir Judas 9 und 1. Thessalonicher 4, Vers 16 und Johannes 5, Vers 25 gemeinsam aneinander legen, dass Jesus Michael ist. Lange bevor Jesus der Schöpfer dieser Welt war, dieses Planetens, war er bereits jemand, der gegen Satan im Himmel gekämpft hat. Aber nicht nur das, in Vers 8 heißt es über den Drachen: „Und sie siegt nicht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden.“ Jesus war der Sieger schon im Himmel. Das heißt, als Jesus Mensch wird, als er der Same der Frau wird, bringt er etwas mit, nämlich die Erfahrung, Satan besiegt zu haben. Er bringt die Erfahrung mit aus dem Himmel, bereits gegen Satan gekämpft zu haben und Sieger gewesen sein, dort im Himmel. Und als der Sieger im Himmel, kommt er jetzt, um Sieger auf der Erde zu sein. Er bringt mit sich das Potenzial, Satan zu besiegen. Er bringt mit sich das Potenzial, tatsächlich den Menschen von der Sünde wieder zu trennen.

[35:43] Und um das zu tun, muss etwas geschehen, und das musste Gott Adam und Eva deutlich zeigen in 1. Mose 3, Vers 21. In 1. Mose 3, Vers 21 heißt es: „Und Gott, der Herr, machte Adam und seiner Frau Kleider aus Fell und bekleidete sie.“ Und diese Felle hingen nicht an Bäumen. Dieses Fell, diese Felle gehörten zu Tieren, die geschlachtet werden mussten, die getötet werden mussten. Und Adam und Eva lernten, dass dieser Sieg über den Satan nur dann möglich ist, wenn jemand für sie stirbt. Wenn der Tod, den sie hätten sterben müssen, auf jemand anderes übertragen wird. Denn Gottes Gesetz kann nicht geändert werden. Gott hat gesagt: „Am Tag müsst ihr sterben.“ Und Gottes Liebe ist so groß, dass er diesen Tod lieber auf sich selbst nimmt, als seine Geschöpfigen sterben lässt. Aber Gottes Liebe kann das Todesurteil nicht aufheben. Er kann das Todesurteil nur verschieben auf eine andere Person. Er kann es selbst auf sich nehmen. Gottes Gesetz bleibt bestehen. Die Gnade im Garten Eden beweist: Gottes Gesetz ist nicht änderbar. So wurde dieses Lamm oder dieses Tier geschlachtet und es war Gott, der das Fell bereitet hat. Es war Gott, der sie bekleidet hat. Es war nicht Gott, der gesagt hat: „Macht mal selbst.“ Es war Gott, der ihnen dieses Fell gab.

[37:40] Gott möchte dir und mir eine neue Gerechtigkeit geben, die unsere Schuld bedeckt und uns wirklich gründlich neu einkleidet. Gott sorgt für das richtige Opfer. Das sehen wir an vielen, vielen Stellen der Bibel. Nur eine einzelne Stelle, die berühmt ist. In 1. Mose 22, Vers 18, jeder gewaltigen Geschichte von Abraham und Isaak heißt es in Vers 8, 1. Mose 22, Vers 8: „Und Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird für ein Lamm zum Brandopfer sorgen.“ Gott ist derjenige, der für das Lamm sorgt. Für das eine Lamm, das der Sünde Welt hinwegnimmt. Und es war nicht hier primär das Opfertier, das in 1. Mose 22 gefunden worden ist. Denn es war kein Lamm, es war ein Widder. Auch dieser Widder war wieder nur ein Symbol, ein Typos, ein Schatten, auf das das kommen würde. Das wahre Lamm würde noch kommen. Und es war Johannes, der von Gott gesandt war, um Zeugnis zu geben von dem Licht. So wie es Johannes 1 sagt. Der ausrief in Johannes 1, Vers 29: „Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“ Dort steht nicht: „Das Lamm Gottes, das bei den Sünden der Welt die Augen zudrückt und mal alle Fünfe gerade sein lässt.“ Jesus kam nicht, um zu sagen: „Naja, gut, jetzt bin ich hier, ihr habt gesündigt, ihr könnt auch weiter sündigen, aber wir tun einfach so, als ob das nicht so schlimm wäre. Ich vergebe euch trotzdem.“ Jesus ist gekommen, um die Sünde wegzunehmen. Und wenn er das getan hat, wo ist die Sünde dann? Sie ist weg. Entweder die Bibel meint das, was sie sagt, oder sie meint es nicht. Jesus ist gekommen, um die Sünde hinwegzunehmen. Wenn er erfolgreich gewesen ist und jeder Christ glaubt, er ist erfolgreich gewesen, dann hat er die Sünde hinweggenommen und dann möchte er in deinem und in meinem Leben die Sünde hinwegnehmen. Das ist sein Ziel. Das ist das Evangelium, das Evangelium von Jesus Christus, der dein Volk erretten wird von seinen Sünden.

[40:11] Und um das zu tun, hat Jesus alles riskiert und alles gegeben. Wir gehen noch einmal zu Römer 5 und schauen an, was es für ihn bedeutet hat. In Römer 5, Vers 6 hatten wir gelesen: „Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben.“ Vers 7: „Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten, für einen Wohltäter, entschließt sich vielleicht jemand zu sterben.“ Paulus macht dieses Argument und sagt: „Schaut, Menschen sind kaum bereit, ihr Leben für jemand anderes zu geben. Kaum jemand ist bereit, für einen guten Menschen zu sterben, vielleicht für einen wirklich hervorragenden, der der Menschheit viel Gutes getan hat. Da könnte man sich vielleicht entscheiden, für diesen Menschen zu sterben.“ Aber Jesus ist nicht für gute Menschen gestorben. Jesus ist nicht für Menschen gestorben, die schon alles toll gemacht haben, die von alleine zu ihm zurückgekommen sind. Jesus ist gestorben für Menschen, die seine Feinde waren.

[40:59] Vers 8: „Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren, als wir kraftlos waren, als wir nur gesagt haben: Der ist schuld und sie ist schuld und du bist schuld, Gott.“ In diesem Zustand ist Jesus für dich gestorben. Jesus hat mit dem Tod nicht gewartet, bis du sagst: „Na, vielleicht hat Gott doch recht, vielleicht ist Jesus eine historische Person, vielleicht hat es ihn gegeben, vielleicht sollte ich ihm folgen.“ Jesus ist für dich gestorben, auch als du gesagt hast: „Gott, wie kannst du es nur zulassen? Gott, du bist schuld. Der ist schuld, die ist schuld, du bist schuld, Gott.“ Für diese Menschen, die so reden, ist Jesus gestorben. Er sagt: „Er weiß die Liebe Gottes, denn er weiß, der Mensch kann keinen Schritt auf ihn zugehen, es sei denn, er geht den ersten.“ Und Jesus ist nicht nur den ersten Schritt gegangen, er ist gleich alle Schritte auf einmal gegangen. Alles, was möglich ist, hat seinen ganzen Arm ausgestreckt, so weit wie nur möglich, um jeden zu retten, der möchte.

[42:14] Es heißt im Vers, in Matthäus 27, Vers 46: „Um die neunte Stunde zur bestimmten Zeit, rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachthani, das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Lieber Freund, liebe Freundin, ich weiß nicht, was das Kreuz des Todes zu dir bedeutet, aber als Gott im Himmel die Wahl hatte, seinen eingeborenen Sohn zu verlassen am Kreuz oder dich zu verlassen, da hat er sich entschieden, seinen Sohn zu verlassen, damit er dich nicht verlassen muss. Wie traurig wird er sein, wenn du ihn verlässt. Er, der seinen eigenen Sohn, der ihm nichts getan hatte, der völlige Harmonie mit ihm war, den er verlassen hat für dich.

[42:24] Wie gesagt, „Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab.“ Wie gesagt, nicht: „Denn so hat Gott seinen Sohn geliebt, damit er, dass er die Welt aufgab“, denn so hat Gott die Welt geliebt, dich geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit auf das jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ein ewiges Leben hat. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du Gott das glaubst, wenn du ihn beim Wort nimmst und das in Anspruch nimmst, dann wirst du gerettet werden. Er ist in Vorleistung gegangen, er hat alles getan, denn er hat dich so sehr lieb.

[44:06] In Jesaja heißt es, dass Gott sagt: „Weil du kostbar bist und wertgeachtet, weil ich dich lieb habe.“ Gott liebt dich so sehr und er möchte mit dir Gemeinschaft haben, er möchte dich retten, er möchte dich von dieser Knechtschaft der Sünde befreien. Und wenn wir das sehen, wenn wir diese Güte Gottes sehen, wenn wir diese Liebe sehen, diese Aufopferungsbereitschaft, die alles aufgibt, um uns noch eine Chance zu ermöglichen, dann wird unser Herz warm werden und dann, wenn wir diese Güte gesehen haben, dann werden wir mit David ausrufen, nicht als den ersten Schritt im Erlösungsplan, sondern nur noch als eine Antwort des Herzens. In Psalm 51, Vers 12: „Erschaffe mir, oh Herr, erschaffe mir, oh Gott, ein reines Herz.“ Das ist nicht die Aussage eines, der wie bei einem Kanoniergang an Gottes Füßen zielt und ihn bittet: „Bitte Gott, mach es doch.“ Das ist jemand, der sagt: „Ich sehe die Güte Gottes. Ich bin überwältigt von der Liebe Gottes, die er gegeben hat, als ich noch nichts von ihm wissen wollte, als ich sein Feind war. Und weil das so ist, bitte ich dich, Gott, weil deine Güte mich zur Buße geleitet hat, weil du schon längst an mir wirkst, bitte ich dich, oh Herr, erschaffe mir ein neues Herz.“ Die Bitte um ein neues Herz, die Bitte um neue Schöpfung ist die Antwort auf das Geschenk, das Gott uns bereits gegeben hat. Es ist nicht auch dein Wunsch, wenn du deine bestimmten Sünde festgehalten hast und heute siehst: Gott möchte dich von dieser spezifischen Sünde befreien, von all den Sünden, die du noch festhältst. Es ist nicht dein Wunsch zu sagen: „Herr, bitte, bitte schenke mir ein neues Herz. Ich sehe, was du kannst.“

[46:10] Und wenn wir dieses Angebot angenommen haben, dann können wir ausrufen mit Paulus in Römer 1, Vers 16: „Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht.“ Solange wir in der Sünde sind, schämen wir uns. Wir versuchen uns zu verstecken, wir schämen uns, wenn diese Dinge in der Bibel angesprochen werden, aber wenn wir das Evangelium angenommen haben, wenn wir die Schöpfung, die Neuschöpfung unseres Herzens in Anspruch genommen haben, dann können wir mit Paulus sagen: „Ich schäme mich nicht.“ Paulus hat viele Menschen auf dem Gewissen gehabt. Er hat falsche Zeugen unterstützt, er hat Menschen umbringen lassen, er hat Hass in seinem Herzen gehabt, aber die Schöpfung Gottes, die Neuschöpfung hat ihn völlig verändert. Er kann, er konnte aufrichtig sagen: „Ich schäme mich nicht, denn ich war kraftlos, aber Jesus für mich gestorben, als ich noch kraftlos war und durch diese Kraft in Christus habe ich Kraft bekommen.“ Denn das Evangelium sagt ja: „Es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen, denn es wird darin offenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben hier leben.“ Wir waren kraftlos, aber durch das Evangelium kommt die Kraft zurück, durch die gute Nachricht, dass Jesus den ersten Schritt gegangen ist, kommt die Kraft zurück.

[47:30] Jesus möchte uns neu schaffen und wenn er das tut, dann tut er das gründlich. Wir haben gesehen, wie gründlich er die Welt geschaffen hat. Wir haben gesehen, nach welchen Prinzipien er das getan hat und wenn euch das mehr interessiert, schaut noch mal die ersten Folgen an, wo wir Tag für Tag durch die Schöpfung gegangen sind, gezeigt haben, wie jeder einzelne Schöpfungstag Prinzipien offenbart über den Erlösungsplan. Hier soll uns ausreichen heute 2. Korinther 5 Vers 17, wo es heißt: „Darum ist jemand in Christus, so ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.“

[48:06] Liebe Freunde, liebe Freundinnen, Jesus möchte aus deinem Leben etwas völlig Neues machen. Völlig neu und zwar etwas sehr Gutes, denn wenn Jesus Christus etwas schafft, so haben wir es gesehen in 1. Mose 1, dann ist es gut, es ist gut, es ist gut, es ist gut, es ist sehr gut und derselbe Jesus haben wir auch gesehen in einer Folge, der Schöpfer ist der Erhalter und Jesus ist nicht in der Lage, dir ein neues Herz zu geben, er ist in der Lage mit der gleichen Kraft durch dasselbe Wort, durch dieselbe Gnade und Liebe diese Neuschöpfung zu erhalten, Tag für Tag, Stunde für Stunde, Sekunde für Sekunde. Was für eine unglaubliche, unglaubliche gute Nachricht.

[48:51] Schauen wir gemeinsam in Römer 5 Vers 9 und 10, wo genau diese Gedanke ausgedrückt ist. In Römer 5 Vers 9 und 10: „Vielmehr werden wir, nachdem wir jetzt durch sein Blut gerechtfertigt worden sind, gerechtfertigt meint einfach Vergebung, wir haben durch sein Blut Vergebung bekommen, durch ihn vor dem Zorn errettet werden, denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben.“ Jesus Christus kann uns jetzt erhalten, er ist von uns gestorben und kann uns dadurch ein Herz schenken und er lebt und kann uns dadurch Tag für Tag in diesem neuen Leben, diesen neuen Herzen, diesen neuen Gedanken in der Gerechtigkeit Jesu, die er uns schenken möchte, die er uns verleihen möchte, erhalten. Er möchte uns von der Sünde trennen, von der Sünde erretten, er möchte Feindschaft setzen in deinem Leben, in meinem Leben, er möchte, dass wir die Sünde hassen.

[49:58] In Hebräer 7 Vers 25, Hebräer 7 Vers 25, da heißt es: „Daher kann er auch diejenigen vollkommen retten, die durch ihn zu Gott kommen, weil er für immer lebt, um für sie einzutreten.“ Jesus ist für dich gestorben und Jesus ist dein Hoher Priester. Jesus ist der Schöpfer und der Erhalter, er ist der Neuschöpfer am Kreuz und der Erhalter des Neugeschaffenen als Hoher Priester, als der, der ewig lebt und für immer unsere Garantie sein wird, dass solange wir in ihm sind, so wie Adam in diesem Kleid war, in diesem Fell, wenn wir in ihm sind, brauchen wir uns nicht zu schämen.

[50:41] Lieber Freund, liebe Freundin, hier ist die entscheidende Frage: Bist du in Jesus? Ist Jesus dein Freund? Ich möchte mich heute hier und jetzt neu entscheiden, Jesus als meinen Erlöser neu anzunehmen. Ich möchte mein ganzes Leben übergeben und ich möchte seine Verheißung in Anspruch nehmen, dass er mich von den Sünden retten möchte, dass er derjenige ist, der Feindschaft setzen kann zwischen mich und die Sünde, dass er derjenige ist, der den Satan unter meinen Füßen, wie es Römer 16 Vers 20 sagt, unter meinen Füßen zertreten kann, dass er derjenige ist, der immer lebt, um mich vollkommen zu erretten. Möchtest du auch dein ganzes Leben Jesus übergeben und dieses Evangelium, diese unglaubliche Nachricht, diese Kraft Gottes, die dich erretten kann und will, auch dein Leben zulassen? Gott segne dich in deiner Entscheidung.

[51:33] Nächste Woche werden wir hier die nächste und letzte Folge haben und dann werden wir ab dem Monat April eine unfassbar neue, spannende, unfassbar spannende neue Serie haben, auf die ich mich sehr, sehr, sehr, sehr freue. Wir werden uns drei Monate Zeit nehmen, um durch die kleinen Propheten zu gehen. Das wird unglaublich spannend und wir werden so viel Neues entdecken. Ich freue mich schon, wenn ihr auch da dabei seid. Sagt auch anderen davon, die vielleicht auch gerne mal die kleinen Propheten studieren würden und nicht genau verstehen, worum es da geht. Und bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.

[52:36] Möchtest du auch dein ganzes Leben Jesus übergeben und dieses Evangelium, dieses Unglaubliche? Gott segne dich in deiner Entscheidung. Nächste Woche werden wir hier die nächste und letzte Folge haben und dann werden wir so viel Neues entdecken. Sagt auch anderen davon, die vielleicht auch gerne mal die kleinen Propheten studieren würden und nicht genau verstehen, worum es da geht. Wünsch ich euch Gottes Segen und viel Freude im Studium seines Wortes. Amen.


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