[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour, schön, dass ihr auch diese Woche wieder eingeschaltet habt auf joelmedia.tv.de. Wir freuen uns auch über alle Zuschauer auf adi-tv.info und sind dankbar, dass wir heute eine weitere Folge unseres spannenden Themas Ursprung und Anfang besprechen können.
[1:34] Wir sind ja dabei, den Schöpfungsbericht von allen möglichen Perspektiven und Blickwinkeln zu beleuchten. Und das Thema heute ist ein sehr umfassendes, breit gefasstes Thema und wir können das auch nur streifen und es heißt: Die Schöpfung – ein biblisches Thema. Damit bereiten wir uns vor auf das Bibelgespräch am 26. Januar.
[1:54] Wir haben in den letzten beiden Folgen uns sehr ausführlich beschäftigt mit dem Bericht in 1. Mose 1, Vers 1 bis 1. Mose 2, Vers 3, also diesen sieben Tagen, diesem chronologischen Bericht. Und wir wollen uns jetzt in dieser Folge einmal nur verdeutlichen, inwieweit dieser Schöpfungsbericht eigentlich durch die gesamte Bibel hindurch gegenwärtig ist. Wenn wir an Schöpfung denken, an die Debatte um die Schöpfung, dann bleibt es ja meistens in unserem 1. Mose 1 hängen. Und obwohl wir so viele interessante Dinge festgestellt haben in diesem kurzen Abschnitt, wollen wir heute ein bisschen den Blick öffnen, wie weit auch alle anderen biblischen Bücher und Themen verwoben sind mit diesem Thema Schöpfung. Und es wird uns zeigen, dass man unter keinen Umständen an der Schöpfung rütteln kann, ohne dass nicht eigentlich die gesamte biblische Botschaft in sich zusammenfällt. Und wir sind heute dabei, einige interessante Texte anzuschauen und zu studieren.
[2:53] Zunächst einmal wollen wir beginnen genau dort, wo wir letzte Woche aufgehört haben, nämlich in 1. Mose 2, Vers 4. Wir haben letzte Woche aufgehört mit dem siebten Schöpfungstag, dem Sabbat, wo Gott von seinem Werk geruht hat. Wir haben gesehen, diese Ruhe war ein Symbol für die Vollendung dessen, was er durch seine schöpferische Kraft ausgeführt hat und steht auch in anderen Textstellen im Zusammenhang mit Sieg, die Ruhe vom Kampf sozusagen. Und Jesus ist ja derjenige, der uns die Ruhe gibt. All diese Schöpfungstage, all diese Prinzipien weisen immer auf den Schöpfer hin, denn es ist ja alles durch ihn geschaffen worden und zu ihm hin geschaffen worden und alles hat seinen Bestand durch ihn. Und Jesus sagt ja: „Kommt her zu mir, ich will euch Ruhe geben für eure Seelen.“
[3:40] Und im nächsten Vers, in 1. Mose 2, Vers 4 endet jetzt dieser chronologische Bericht. Das heißt hier: „Dies ist die Geschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden zu der Zeit, als Gott der Herr Erde und Himmel machte.“ Dieser Vers ist unter mehreren Gesichtspunkten recht interessant. Zunächst einmal finden wir hier ein interessantes Wort für Geschichte, nämlich das Wort „Toledot“, das eigentlich sonst meistens verwendet wird, um so eine Art Geschlechtsregister zu beschreiben. Es wird in 1. Mose ganz oft verwendet, um die verschiedenen Abschnitte in 1. Mose zu demonstrieren. Ein Beispiel nur wäre zum Beispiel in 1. Mose 5, Vers 1: „Das ist das Buch der Geschichte von Adam.“ Und die Geschichte von Adam besteht in einem Geschlechtsregister, da wird dann beschrieben, was, wie Adam sich fortgepflanzt hat und wie die einzelnen Generationen nach ihm gewesen sind. Und manch einer hat beobachtet, dass durchaus man diesen Schöpfungsbericht fast wie einen Geschlechtsregister verstehen kann, eine Art Chronologie der Entstehung sozusagen. Deswegen kann dieses Wort auch übersetzt werden mit Hervorbringungen oder Erzeugungen, eine Entstehungsgeschichte. Und genauso, wie die Juden sehr akkurat waren mit ihren Geschlechtsregistern, diese gleiche Akkuratheit oder diese gleiche Exaktheit wird dem Schöpfungsbericht zugewiesen, was interessant ist. Es ist also nicht nur eine mythische Erzählung, eine Anlehnung an babylonische Fabeln, sondern es war ein exakter Bericht, der von den Juden so exakt verstanden wurde, wie ein Geschlechtsregister, eine amtliche Eintragung. Und das zeigt auch ein wenig die Vertrauenswürdigkeit, die die damaligen Gläubigen diesem Bericht erwiesen haben oder zugedacht haben.
[5:29] Die zweite Besonderheit des Verses ist die erstmalige Erwähnung des Gottesnamens, über den ja so viel Debatte herrscht, wie er dann wirklich ausgesprochen wird. Die meisten Bibelübersetzungen übersetzen ihn einfach mit diesen vier großgeschriebenen Buchstaben HER. Dort stehen die hebräischen Konsonanten JHWH. Einige haben geglaubt, das heißt Jehova. Man hat wahrscheinlich deutlich zeigen können, dass das höchstwahrscheinlich nicht die richtige Aussprache gewesen ist. Man hat erschlossen, dass es wahrscheinlich so etwas wie Jahwe gewesen sein wird. Wie genau er ausgesprochen wird, weiß aber natürlich niemand, aber das ist auch nicht so entscheidend. Sondern entscheidend ist hier, dass der Gottesname zum ersten Mal vorkommt. Und das hat einigen Anlass zur Diskussion gegeben. Es gibt nämlich Menschen, die behauptet haben, dass hier jetzt ein anderer Schreiber am Werk war und dass 1. Mose 2 einen anderen Schöpfungsbericht enthält als 1. Mose 1. Wahrscheinlich haben das viele von euch, die ihr live zuschaut, jetzt gerade auch gehört. Und das ist natürlich großer Unfug, denn Elohim, das ist die Bezeichnung für Gott, die in 1. Mose 1 ständig verwendet wird, und dann Jahwe, was jetzt zu Elohim noch hinzugefügt wird in 1. Mose 2, werden in der ganzen restlichen Bibel so austauschbar verwendet, dass man nicht behaupten könnte, dass diese zwei voneinander zu trennen sind. Denn Gott letztendlich ist der Titel und Jahwe oder der Herr ist sein Name. Und wir wissen aber auch, dass Gott sehr viele Namen hat und dass auch dort eine große Austauschmöglichkeit besteht zwischen den verschiedenen Namen, die ihm zugewiesen werden. Das heißt, diese Theorie von den zwei Schöpfungsberichten ist tatsächlich großer Humbug, war aber mit einer der Anstoßsteine, um die ganze Bibel in Frage zu stellen. Es war einer der ersten Punkte, die man an der Bibel kritisiert hat, in der sogenannten höheren Bibelkritik, die heute meistens historisch-kritische Methode heißt, kurz abgekürzt auch HKM. Das ging eigentlich los mit 1. Mose 1 und 2 und hat sich dann durch ganz 1. Mose, dann durch die Büchermose und dann letztendlich auf die ganze Bibel übertragen. Und heute glaubt man fast nichts mehr von dem, was in der Bibel steht. Und dabei ist das alles zurückzuführen auf ein bisschen menschliches Hirngespinst und Spekulation.
[7:58] Denn die scheinbar Unterschiedlichkeit dieses zweiten Berichtes, so wie manche glauben, ist in Wirklichkeit kein zweiter Bericht. Sondern wir wollen uns Gedanken machen, was dieser zweite Abschnitt in 1. Mose 2 eigentlich zu sagen hat. Eins ist klar: Der chronologische Bericht der Schöpfung ist mit 1. Mose 2, Vers 4 beendet. Aber das heißt nicht, dass alles, was die Bibel über die sieben Schöpfungstage zu sagen hat, schon hiermit ausgeschöpft ist. Denn in Jesaja 28, Vers 10 finden wir ein Prinzip, das damals die Bibelkritiker nicht verstanden haben und auch heute nicht verstehen. In Jesaja 28, Vers 10 ein Prinzip, das für echte, gründliche Bibelauslegung von entscheidender Bedeutung ist.
[8:45] In Jesaja 28, Vers 10 finden wir dieses Prinzip: „Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift, Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig.“ Die Wildstudium funktioniert nach dem Prinzip, dass dort ein wenig steht und dort ein wenig steht. Und statt diese Dinge gegeneinander auszuspüren, zu sagen: „Ja, da steht ein bisschen was anderes als da, und deswegen sind das zwei Berichte von zwei Autoren und die sind aus zwei unterschiedlichen Quellen, deswegen müssen wir die Quellen analysieren und Quellenscheidungstheorie machen und blablabla“, sollte man diese beiden Dinge zusammen nehmen. „Hier ein wenig, da ein wenig.“ Gott hat das dem Volk Israel beigebracht, als er das Manna auf die Erde regnen ließ und es auch nicht als kompletter Kuchen zusammenkam, sondern hier ein wenig Manna, da ein wenig Manna, es musste aufgesammelt werden. So müssen wir auch beim Bibelstudium die verschiedenen Berichte, die es gibt, aufsammeln und harmonisieren und dann sehen wir den vollen Reichtum der biblischen Botschaft. Das heißt, der Ansatz der historisch-kritischen Methode, der Bibelkritik, etwas auseinander zu dividieren, ist genau der falsche.
[9:40] Und wir werden heute zeigen, was passiert, wenn man die verschiedenen Berichte aus der Bibel zum Thema Schöpfung noch hinzunimmt, zu dem chronologischen Bericht aus 1. Mose 1, was wir dann für ein gewaltiges Bild bekommen. Und das geht los gleich mit dem zweiten Kapitel, denn hier werden zusätzliche Informationen gegeben, die uns in Kapitel 1 nicht gegeben werden. Schauen wir uns das mal ganz kurz an, um ein Gespür dafür zu bekommen, wie das funktioniert.
[10:07] Wenn wir Vers 5 lesen, dann heißt es hier: „Es war aber noch kein Strauch des Feldes gewachsen auf der Erde, noch irgendein Kraut auf dem Feld.“ Jetzt, wenn man allein da stoppt, kann man sich eine praktische Frage stellen: Wenn 1. Mose 1 uns den chronologischen Schöpfungsbericht gibt, 1. Takt, 2. Takt, 3. Takt, 4. Takt und so weiter, und jetzt alle anderen Bibelstellen zum Thema Schöpfung nur zusätzliche Informationen, dann müssen wir uns als allererstes fragen, an welcher zeitlichen Stelle gehört diese Information, die ich gerade lese? Also mit anderen Worten: An welchem Tag spielt Vers 5 sozusagen? Und die Antwort ist recht einfach. Das heißt, es war noch kein Strauch des Feldes gewachsen auf der Erde. Ohne Zweifel geht Mose ja ohnehin in seinem Bericht wieder zurück. Alles, was hier in Kapitel 2 steht, ist ja nicht nach dem siebten Tag passiert. Das wissen wir allein deswegen, weil noch zweimal vor der Schöpfung des Menschen die Rede ist. Die Frage ist also nur: Wie weit müssen wir jetzt zurückgehen? Und die Antwort ist ganz deutlich: In Vers 5 geht es an den Zeitpunkt zurück, als noch die Vegetation nicht da war, aber die Erde bereits zu sehen war. Das ist der dritte Schöpfungstag. In Vers 5 werden wir einfach an den dritten Schöpfungstag zurückbefördert.
[11:26] Und es heißt ja: „Denn Gott, der Herr, hat es noch nicht regnen lassen auf der Erde. Ohne es war kein Mensch da, um das Land zu bebauen.“ Die Bibel beschreibt hier etwas mehr über den Mechanismus oder über die Art und Weise, wie die Vegetation ins Leben kam. Denn es heißt in Vers 6: „Aber ein Dunst stieg beständig von der Erde auf und bewässerte die ganze Fläche des Erdreichs.“ Dieser Mechanismus hat ja bis zur Sintflut noch Bestand gehabt. Denn die Bibel sagt, dass bis zur Sintflut es nicht geregnet hat. Das heißt in Hebräer 11, Vers 7, dass Noah von etwas überzeugt war, was er selbst nie gesehen hatte: nämlich Regen. Und wir sehen hier also, wie am dritten Schöpfungstag ein Prinzip zum Tragen kam, nämlich dieser aufsteigende Dunst, wo das Wasser aufstieg und dann in der Nacht wieder wie ein Tau herabfiel. Das es möglich gemacht hat, dass die Vegetation am dritten Tag auch überleben konnte und entstehen konnte.
[12:17] Und dann, nachdem wir sozusagen Informationen über den dritten Tag bekommen, über die Vegetation, die am dritten Tag entstanden ist, bekommen wir weitere Informationen über den sechsten Tag. Da springt Mose jetzt in Vers 7 auf den sechsten Tag. Wir sehen also: 1. Mose 2 ist nicht streng chronologisch. Es gibt viele Stellen der Bibel, die sind nicht streng chronologisch. Es gibt Stellen, die sind streng chronologisch, die werden meistens auch als solche kenntlich gemacht und andere sind thematisch gruppiert. Und beim Bibelstudium sollte man darauf aufpassen, dass man bemerkt, welche Stellen intendiert sind als Chronologien und welche einfach nur bestimmte Fakten in einer anderen Weise zusammenstellen.
[12:53] Vers 7 heißt es: „Da bildete Gott, der Herr, den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.“ Hier wird uns noch mehr gesagt über die Schöpfung des Menschen. Wir hatten in 1. Mose 1 nur gelernt, dass er geschaffen wurde als Mann und Frau nach dem Bild Gottes, aber wie, hatten wir nicht gesehen. Und hier wird uns deutlich gezeigt, dass Gott den Menschen aus dem Staub der Erde gebildet hat mit seiner Hand. Das war noch nicht so besonders, denn das hat Gott auch mit den Tieren gemacht, wie wir später schon gesehen haben. Und auch, dass der Odem des Lebens in seine Nase kam, war noch nicht so besonders, denn auch die Tiere haben den Odem des Lebens in ihrer Nase. Was den Menschen besonders macht, ist natürlich der besondere Segen des sechsten Schöpfungstages, dass er der Herrscher sein soll, dass er der König der Schöpfung ist. Und eine Sache, die wir gleich noch ausführlicher studieren werden. Aber es ist trotzdem ein Vers von unglaublicher Schönheit, der zeigt, wie dieser Gott des Himmels, der alles durch sein Wort schaffen kann, trotzdem so viel Liebe und Sorgfalt in die Schöpfung hinein investieren wollte und uns gebildet hat aus dem Staub des Lebens. Und wenn wir darüber nachdenken, dass er den Odem des Lebens in unsere Nase geblasen hat, dann wird deutlich, dass er uns, dem ersten Menschen, sehr nahe kam. Denn in die Nase zu blasen, dazu muss man wirklich sehr nah ans Gesicht heran.
[14:16] Und dann heißt es weiter in Vers 8: „Auch das haben wir im ersten Schöpfungsbericht nicht erwähnt gehabt: den Garten Eden, das sogenannte Paradies.“ Das hatte Gott sich nicht einfach nur ausgedacht, sondern das Paradies, das er geschaffen hat, trug einen Namen, der schon vergeben war, nämlich an einem anderen Ort, nicht auf der Erde. In Hesekiel 28 ist nicht im Sendemanuskript drin. In Hesekiel 28, da wird uns kurz von diesem Eden berichtet. Dort heißt es in Vers 13 über den gefallenen Engel, der ein gesalbter, schützender Cherub war und dann durch Sünde gefallen ist. Wir wissen, es geht hier um Luzifer, der zu Satan wurde. In Vers 13 heißt es: „In Eden, im Garten Eden, warst du.“ Und da spricht es nicht von dem Eden auf der Erde, sondern von dem Himmel. Der Garten Eden war also zunächst einmal ein himmlischer Garten, der jetzt auf die Erde gebracht wurde. Was wir sehen können ist, dass Gott, obwohl die Erde vollkommen war, obwohl sie sehr gut war, er trotzdem quasi noch wie die Sahne auf den Kuchen sozusagen, ein Extra gegeben hat, indem er den himmlischen Garten oder ein Abbild des himmlischen Gartens – die Bibel ist da nicht explizit, ob es jetzt der Garten war oder ein Abbild des Gartens – sozusagen den Himmel auf die Erde brachte. Noch als zusätzlichen Liebesbeweis, als zusätzlichen Segen, als zusätzliches Zeichen seiner Gegenwart und seines Kümmerns.
[15:53] Und dort heißt es in Vers 9: „Und Gott, der Herr, ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.“ Und dann werden einige Dinge beschrieben über den Garten Eden, die Flüsse, die dort langfließen. Das könnt ihr alleine zu Hause studieren, das sind sehr interessante Dinge, die man da herausfinden kann.
[16:15] Und dann heißt es in Vers 15, das ist jetzt sehr wichtig: „Und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.“ Wir haben hier den zweiten Auftrag des Menschen. Der erste Auftrag, den kennen wir schon aus 1. Mose 1. Da hieß es nämlich: „Seid fruchtbar und mehrt euch, macht euch die Erde untertan.“ Der erste hatte damit zu tun, dass man diesen Segen in der Fruchtbarkeit erlebt und die Erde füllt. Der zweite Auftrag bestand darin, dieses Paradies, diesen Garten zu pflegen und zu bebauen und dort sich darum zu kümmern. Zwei Dinge: Fortpflanzung und das Bebauen und Bewahren des Gartens.
[17:01] Sehr interessant, wenn gleich darauf noch deutlicher zu sprechen kommen. Und dann gibt es noch etwas, was sehr wichtig ist in diesem Abschnitt, nämlich in Vers 16 und 17. Es heißt dort: „Und Gott, der Herr, gebot den Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen. Aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben.“ Hier finden wir etwas, was Gott weder mit der Sonne, noch mit den Pflanzen, noch mit den Tieren gemacht hat. Er gibt dem Menschen eine Wahl, und zwar eine moralische Wahl. Das zeigt die besondere Bedeutung des Menschen im Vergleich zu allen anderen Geschöpfen. Es ist nicht die Tatsache, dass Gott Hand angelegt hat an die Schöpfung des Menschen, das macht ihn nicht besonders. Noch nicht einmal die Tatsache, dass da der Odem Gottes in den Menschen ist, auch das haben die Tiere mit uns gemeinsam. Aber etwas haben wir vor den Tieren voraus, etwas macht uns völlig außergewöhnlich und einzigartig: nämlich unsere Fähigkeit, uns moralisch zu entscheiden. Diese Fähigkeit hat Gott nur den Menschen gegeben. Die moralische Verantwortlichkeit, die Freiheit und damit die Möglichkeit, Gott zu erkennen, so wie er ist, und in eine freiwillige Liebesbeziehung mit ihm einzugehen. Was für ein gewaltiges Vorrecht. Und das wollte er dem Menschen geben. Und um es ihm zu geben, musste ihm naturgemäß eine Wahl geben.
[18:26] Ohne Wahl wäre der Mensch nicht mehr als ein Tier. Sind Sie das bewusst? Das zeigt uns, wie notwendig die Freiheit eigentlich ist und wie würdevoll die Entscheidungsfreiheit uns Menschen macht. Ohne moralische Entscheidungsfreiheit wären wir nach dem Schöpfungsbericht auf der gleichen Stufe wie die Tiere, oder zumindest annäherungsweise. Aber dadurch, dass wir nach dem Bilde Gottes geschaffen sind, mit der Möglichkeit, uns moralisch zu entscheiden, hat Gott uns in eine ganz besondere Position gemacht, die uns völlig unterscheidet von allen Tieren.
[19:00] Und natürlich sind diese beiden Verse dann auch entscheidend, wenn es um das dritte Kapitel geht, aber darum werden wir uns ein andermal ausführlich kümmern und es ausführlich studieren und wollen es heute dabei belassen. Wie wir gesagt haben, gibt es eigentlich zwei Hauptaufgaben, die den Menschen übergeben worden sind: Fruchtbarkeit und das Bebauen und Bewahren des Gartens Eden. Und in der ganzen ersten Hälfte von 1. Mose 2 können wir Dinge erkennen, Details werden hier beschrieben, die zu tun haben mit dem Thema Vegetation, mit dem Thema Garten, mit dem Thema Aufzucht und Bewahrung von Pflanzen. Das geht los ab Vers 5, wo es noch einmal um den dritten Schöpfungstag geht, wo die Vegetation erschaffen worden ist. Und eigentlich kann man alle Aspekte dieser Verse zusammenfassen und dem großen Generalthema Vegetation oder Garten bis hin zum moralischen Gebot, denn auch dieses moralische Gebot hatte ja zu tun mit Bäumen. Das ist sozusagen das große Überthema, unter dem alles steht.
[20:09] Und dann kommt der zweite Abschnitt von 1. Mose 2, der sich jetzt mit dem anderen zweiten Gebot beschäftigt, nämlich mit der Fruchtbarkeit. Und das hat zu tun mit dem Thema Beziehung und Zweisamkeit und Ehe. Und das sind jetzt die Aspekte, die jetzt in den Details hervorgeholt werden. Mose, der sozusagen seinen ersten Schöpfungsbericht chronologisch abgefasst hat, hat sich jetzt dafür entschieden, in dem weiteren Bericht, in 1. Mose 2, nur bestimmte Details herauszugreifen und sie so anzuordnen, obwohl sie nicht mal chronologisch gehen, so anzuordnen, dass zwei große Punkte darauf vortreten: nämlich die Vegetation, der Garten und die Fruchtbarkeit, die Vermehrung. Um damit deutlich zu machen, was die Aufgabe des Menschen war. Und unter diesem Gesichtspunkt der Aufgabe des Menschen ist dann im Kontrast der Sündenfalle in Vers 3 noch viel deutlicher. Aber dazu später mehr in einer anderen Folge.
[21:20] Schauen wir ganz kurz das an, was hier über die Vermehrung des Menschen gesagt wird. Vers 18 bis 25 heißt es, können wir das kurz lesen. „Und Gott, der Herr, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Gehilfe machen, die ihm entspricht.“ Und Gott, der Herr, bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels. Hier sehen wir sogar, dass Mose sogar noch einmal zurückgeht vom 6. auf den 5. Schöpfungstag, das alles zusammenfasst. Er ist nicht chronologisch, sondern bringt die Details so zusammen, wie es jetzt für diesen Aspekt, nämlich der Geschichte, wie der Mensch jetzt seine Ehefrau bekam, jetzt vornöten ist.
[22:03] „Gott, der Herr, bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und brachte sie zu den Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde, damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der Mensch ihm gebe.“ Da gab der Mensch jedem Vieh und Vogel des Himmels und allen Tieren des Feldes Namen. Aber für den Menschen fand sich keine Gehilfe, die ihm entsprochen hätte. Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch. Und Gott, der Herr, bildete die Rippe, die er von den Menschen genommen hatte, zu einer Frau und brachte sie zu den Menschen. Da sprach der Mensch: „Das ist endlich Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch. Die soll Mannin heißen, denn vom Mann ist sie genommen.“ Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden ein Fleisch sein. Sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.
[22:53] Eines der schönsten Elemente dieser Geschichte ist die Art und Weise, wie Gott die Frau geschaffen hat. Ist nicht wunderbar zu sehen, wie der Mensch Adam schlafen musste und wie er an der Seite verwundet wurde und wie aus dieser Wunde, die in seine Seite ihm zugefügt wurde, jetzt diese Frau entstand, die dann seine Braut wurde und sie ein Fleisch wurden. Ich stelle mich ein wenig an Jesus Christus, der für uns gestorben ist. Die Bibel spricht vom Tod als von einem Schlaf. Und der in der Seite verwundet worden ist durch einen Speer. Und Johannes berichtet uns sogar, dass aus dieser Wunde Wasser und Blut liefen. Und es ist ganz deutlich gesagt, dass das Blut Jesu uns reinigt und das Wasser des Lebens und ewiges Leben gibt. Und dass wir durch die Wunden Jesu geheilt sind und durch die Wunden Jesu die Frau, von der in 2. Korinther 11, Vers 2 gesagt wird, dass es die Gemeinde ist. Und Offenbarung 12 genauso, sie entstanden ist. Jesus seine Gemeinde sich erworben hat und geschaffen hat sozusagen durch sein Opfer, durch die Wunde in der Seite. Und er nur ein Ziel hat, nur ein Ziel: Er möchte eins sein mit seiner Gemeinde. Er sagt Johannes 15, Vers 5: „Ich in euch und ihr in mir.“ Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. Dieses Einswerden von Christus und seiner Gemeinde, das Hochzeitsmahl des Lammes, all diese Themen kommen ja ständig wieder vor. Zeigen uns, dass auch diese Berichte nicht einfach nur naturwissenschaftliche Fakten sind, wie jetzt die Frau entstanden ist, sondern sie bergen Prinzipien, die später in der Erlösung wieder aufgegriffen werden. Was für ein Reichtum wir doch haben in diesen Berichten. Und ich glaube, der Satan hat gewusst, warum er versucht hat, den 1. und den 2. Schöpfungsbericht gegeneinander auszuspielen. Weil er gesehen hat, was für ein Reichtum des Evangeliums sich dort schon angedeutet, unter der Oberfläche verbindet, versteckt.
[25:04] Aber wir wollen uns nicht nur mit 1. Mose 2 beschäftigen, sondern jetzt ein bisschen in andere Kapitel der Bibel gehen, um zu schauen, was dort auch über die Schöpfung gesagt wird. Zum Beispiel in die Psalmen. Die Psalmen sind voller Berichte über die Schöpfung. Und wir können natürlich naturgemäß in der wenigen Zeit, die wir diese Woche haben, nur ausschnittsweise bestimmte Dinge ansprechen. Die Bibel ist voller Bezüge zur Schöpfung.
[25:30] In Psalm 8, da wird eine interessante Frage gestellt, die wir kurz hier gemeinsam betrachten wollen. In Psalm 8, in Vers 4 und 5. Psalm 8, Vers 4 und 5 heißt es: „Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast.“ Der Psalmschreiber David sagt: „Ich betrachte den Himmel.“ Und das sind jetzt Dinge, die vor allem am 4. Schöpfungstag geschaffen worden sind. Er sagt: „Wenn ich das betrachte und über die Schöpfung nachdenke, dann kommt mir eine Frage.“ Beim Betrachten der Schöpfung stelle ich mir eine Frage. Und das ist die Frage, die ich mir stelle. Vers 5: „Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, und der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest?“ Also David sagt: „Ich schaue an die Schöpfung, ich schaue mir die Natur an. Und wenn ich die sehe, wie die Galaxien und die Sterne und die Sonnen, alles da in einer gewaltigen Ordnung und Schönheit und Größe da an uns vorbeizieht, dann stelle ich mir die Frage: Was ist der Mensch? Welche Bedeutung, welches Schicksal, welche Bestimmung habe ich als Mensch auf dieser Erde?“
[26:34] Und die Antwort kommt prompt in Vers 6, und 7 und 8. Psalm 8, Vers 6 bis 8: „Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Engel, mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht. Alles hast du unter seine Füße gelegt: Schaf und Rinder, allesamt, dazu auch die Tiere des Feldes.“ Wir können Vers 9 noch dazu lesen: „Die Vögel des Himmels und die Fische im Meer, alles, was die Pfade der Meere durchzieht.“
[27:02] Jetzt wollen wir etwas Interessantes beobachten hier. David schaut in die Natur und er denkt nach. Und während er nachdenkt, kommt ihm eine Frage. Und dann findet er die Antwort auf die Frage. Aber die Frage, die wir uns jetzt stellen wollen, ist: Woher findet er die Antwort? Nachdem er sich die Frage stellt: „Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst?“ Wie kommt er auf die Antwort: „Mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt. Du hast ihn zum Herrscher über die Werke deiner Hände gemacht.“ Und dann all die Beschreibungen, die Folgen. Wie kommt er auf diese Antwort? Ganz einfach. David kannte den Schöpfungsbericht. Nachdem er die Natur betrachtet, die Schöpfung analysiert hat, kehrt er zurück mit seinen Fragen zum Schöpfungsbericht in 1. Mose 1. Denn dort heißt es ja in 1. Mose 1, Vers 26: „Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild und ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels, über das Vieh und über die ganze Erde, über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht.“ Das heißt, David wusste, dass die Fragen, die ihm kamen, als er die Schöpfung beobachtete, dass er diese Fragen im Schöpfungsbericht beantwortet bekommt. Ist nicht interessant? Die Bibel empfiehlt uns, dass wenn wir Fragen haben, die uns beim Betrachten der Schöpfung kommen, dass wir zum Schöpfungsbericht gehen und dort die Antwort erhalten. Was für ein einfacher und doch so tiefer Gedanke.
[28:33] Wir wollen noch einen anderen Psalm anschauen, der, wie ich finde, in unglaublich schöner Art und Weise das Thema Schöpfung behandelt und auch in einer sehr interessanten Art und Weise. In Psalm 104, da lesen wir in Vers 1-3 folgendes. Psalm 104, Vers 1-3.
[29:15] Hier sehen wir, wie schon andeutungsweise das Thema Schöpfung eine Rolle spielt. Vor allem in Vers 2b, wo es um den Himmel geht, der ausgespannt wird. „Du, der den Himmel ausspannst.“ Das ist das, was Gott am zweiten Schöpfungstag gemacht hat, als er die Wasser getrennt hat. Deswegen spricht es hier von Obergemächern in den Wassern und so weiter. Und wenn da vom zweiten Tag die Rolle vielleicht andeutungsweise die Rede ist, dann ist es nicht schwer zu sehen, dass in Vers 2a es um das Licht geht, um den ersten Schöpfungstag. „Du, der sich in Licht hüllt wie in ein Gewand.“ Aber schauen wir weiter.
[29:52] Während in Vers 2 und 3 der erste und zweite Schöpfungstag angedeutet werden, finden wir jetzt ab Vers 5 den dritten Schöpfungstag sehr ausführlich beschrieben, in einer äußerst poetischen Art und Weise. Schauen wir uns das mal an. Ab Vers 5-13. Dort heißt es: „Er hat die Erde auf ihre Grundfesten gegründet, dass sie nicht wankt für immer und ewig. Mit der Flut decktest du sie wie mit einem Kleid.“ Das ist das, was die Bibel sagt: Die Erde war mit Wasser überdeckt. „Die Wasser standen über den Bergen, aber vor deinem Schelten flohen sie. Vor deiner Donnerstimme suchten sie ängstlich das Weite.“ Das ist natürlich eine poetische, dichterische Sprache, die aber bestimmt bestreitet, was passiert ist, als Gott gesagt hat: „Das Wasser sammle sich an seinem Ort, das Trockene entstehe.“ Diese Worte Gottes hatten eine Wirkung, die wird hier beschrieben.
[30:38] Vers 8: „Die Berge stiegen empor. Die Täler senkten sich zu dem Ort, den du ihnen gesetzt hast. Du hast den Wassern eine Grenze gesetzt, die sie nicht überschreiten sollten.“ Haben wir schon darüber gesprochen, das Prinzip hier: Sie dürfen die Erde nicht wiederum bedecken. „Du lässt Quellen entspringen in den Tälern. Sie fließen zwischen den Bergen hin. Die tränken alle Tiere des Feldes. Die Wildesel löschen ihren Durst. Über ihnen wohnen die Vögel des Himmels. Die lassen aus den Zweigen ihre Stimme erschallen. Du tränkst die Berge aus deinen Obergemächern. Von der Frucht deiner Werke wird die Erde satt.“ Wir sehen hier also eine Beschreibung, wie Gott das Wasser von der Erde getrennt hat und wie trotzdem noch genügend Wasser durch Bäche und durch Wasserfälle usw. auch auf dem Festland noch vorhanden ist, um Leben zu ermöglichen. Das war eine schöne Beschreibung dessen, was in 1. Mose 1 recht nüchtern und konzise beschrieben wird.
[31:27] Vers 14 finden wir dann noch weitere Details über den 3. Schöpfungstag, nämlich jetzt über die Vegetation. Vers 14-17 sagt: „Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Pflanzen, dass sie dem Menschen dienen, damit er Nahrung hervorbringe aus der Erde. Und damit er Wein, das Herz des Menschen, hervorbringe.“ Da geht es natürlich um die Weintrauben. „Und das Angesicht glänzen werde vom Öl.“ Da geht es um die Oliven, die wachsen. „Und damit das Brot das Herz des Menschen stärkt.“ Da geht es natürlich um den Weizen. Vers 16: „Die Bäume des Herrn trinken sich satt, die Zypressen des Libanon, die er gepflanzt hat, wo die Vögel ihre Nester bauen und der Storch, der die Zypressen bewohnt.“ Wir sehen hier, wie einige Beispiele aus der Vegetation beschrieben werden, um uns das, was Gott am dritten Schöpfungstag gemacht hat, deutlicher vor Augen zu führen. Da werden die Weintrauben beschrieben, implizit. Da werden die Zedern beschrieben, die Zypressen, das Gras. Und wir sehen nicht nur das, was entstanden ist, sondern wir sehen auch jetzt die Beziehung, die diese Dinge für das allgemeine Leben haben, zu den anderen Lebewesen. Wir sehen, welche Aufgabe diese verschiedenen Dinge erfüllen. Und sie machen uns das deutlich, wie Gott seine Schöpfung gedacht hat. Eine wunderbare Beschreibung dessen, was im Schöpfungsbericht nur kurz und knapp angedeutet wird.
[32:44] Dann ab Vers 19 werden die Dinge angesprochen, die wir unter dem vierten Schöpfungstag studiert haben. Im Vers 19 heißt es: „Er hat den Mond gemacht zur Bestimmung der Zeiten. Die Sonne weiß ihren Untergang. Schaffst du Finsternis und wird es Nacht, so regen sich alle Tiere des Waldes.“ Wir sehen also nicht nur, wie die Sonne den Mond gemacht hat, sondern wir sehen auch, wie es jetzt in den restlichen Jahrhunderten und Jahrtausenden eine Bedeutung für das Leben hat, für die Tiere, für die Menschen.
[33:14] Vers 21: „Die jungen Löwen brüllen nach Raub und suchen ihre Nahrung von Gott.“ Vers 22: „Geht die Sonne auf, so ziehen sie sich zurück und legen sich in ihre Verstecke. Der Mensch aber geht hinaus an sein Tagewerk, an seine Arbeit bis zum Abend.“ So sehen wir, wie die Himmelskörper, Sonne, Mond und Sterne ihre Bedeutung haben, um den Menschen zu zeigen, wann sie was tun sollen. Das sind nur Andeutungen, die uns begreiflich machen sollen, dass alles das, was Gott geschaffen hat, vom Kleinsten bis zum Größten, einen Zweck erfüllt und das alles ineinander greift und in sich ein vollkommenes System hätte sein können, wenn Sünde natürlich das nicht angekratzt hätte und geschwächt hätte. Aber noch immer, trotz 6.000 Jahre Sünde, sehen wir, wie wunderbar natürliche Mechanismen ineinander greifen und aufeinander abgestimmt sind. Und wir erahnen, wie perfekt und vollkommen es vor der Sünde gewesen sein muss.
[34:08] Wir sehen, dass Schöpfung eben nicht nur ein Thema ist, das 6.000 Jahre zurückliegt und einmal da gewesen ist, sondern wir sehen, wie auch in der Beschreibung der natürlichen Lebensumstände des Menschen Gott immer noch in diesem Schöpfungsmuster denkt, wie er diese Dinge aufschreiben lässt, sogar hier in diesem Psalm nach einer gewissen Ordnung, dass diese Reihenfolge, wie er es geschaffen hat, nicht ohne Bedeutung ist.
[34:34] Dann der 5. Schöpfungstag handelte ja von den Meerestieren unter anderem und so finden wir in Vers 25 und 26 auch darauf einen Hinweis. Vers 25 und 26: „Da ist das Meer so groß und weit ausgedehnt, darin wimmelt es ohne Zahl von Tieren, klein und groß. Da fahren die Schiffe, der Leviathan, das heißt der Expeziter Scott, die großen Wale oder Meeresungeheuer oder Ungetüme, gemacht hat in 1. Mose 1. Hier der Leviathan, denke ich, der Begriff, der meist dafür verwendet wird. Da fahren die Schiffe, der Leviathan, den du gemacht hast, dass er sich darin tummle.“
[35:08] Und dann in Vers 26, 27, Verzeihung, Vers 27 bis 29 oder bis 30 vielmehr finden wir jetzt Dinge, die vor allem auch mit dem 6. Schöpfungstag zu tun haben. „Sie alle warten auf dich, dass du ihnen ihre Speise gibst zu seiner Zeit. Wenn du sie auftust, wenn du ihnen gibst, so sammeln sie. Wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt.“ Das war am 6. Schöpfungstag, als Gott die Nahrung für Tier und Mensch festgelegt hat. Er gesagt hat: „Die sammeltragenden Kräuter und die sammeltragenden Früchte sind für die Menschen, das Gras des Feldes ist für die Tiere.“ Das war am 6. Schöpfungstag und darauf wird der Bezug genommen.
[35:46] Und dann wissen wir auch, dass am 6. Schöpfungstag sowohl Tiere als auch Menschen geschaffen wurden, indem sie aus dem Erdboden geformt wurden und sie den Odem des Lebens bekamen. Deswegen heißt es hier im Vers 29 und 30: „Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie. Nimmst du ihren Odem weg, so vergehen sie und werden wieder zu Staub. Sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen. Und du erneuerst die Gestalt der Erde.“ Hier wird nochmal Bezug genommen auf den Modus, wie Gott geschaffen hat, diese Verbindung von Staub, von der Materie und dem Lebensatem, wie er am 6. Schöpfungstag so eindrucksvoll sich gezeigt hat.
[36:20] Und wir können sehen, wir haben einfach einen Psalm gelesen, von dem wir vielleicht früher auch schon gewusst haben, dass er von der Schöpfung handelt, aber wir sehen, dass eigentlich sogar der Psalmschreiber ganz bewusst die Themen so anordnet, dass wir das Muster der 6 Tage durchschauen können. Und dann kommt natürlich, am Ende des Psalms könnt ihr alleine selbst nachlesen, kommt dann der Lob Gottes, das Nachsinnen und das Lobsingen. Und das ist natürlich etwas, was in einer besonderen Art und Weise auch am Sabbat, am 7. Tag stattfindet. So kann der ganze Psalm 104 als eine Hymne, als ein Lied, als ein Gedicht auf dem Schöpfungsbericht gesehen werden.
[37:02] Das ist so schön an der Bibel. Da gibt es Berichte, die sind klar und deutlich, dass man sie nicht missverstehen kann, so exakt wie ein Geschlechtsregister. Und dann gibt es da Hymnen, Gedichte, Lieder voller Poesie, die natürlich poetische Bildersprache haben, die nicht immer buchstäblich gemeint ist, denn die Wasser hatten natürlich keine Angst vor der Donnerstimme Gottes, jedenfalls nicht buchstäblich, aber die uns diese Schönheit von einer anderen Seite präsentieren. Und zusammen genommen entdecken wir jetzt die ganze Breite, die ganze Vielfalt des Schöpfungsberichtes der Bibel. Denn der Schöpfungsbericht steht ja nicht nur in 1. Mose 1, der Schöpfungsbericht steht in der Bibel. Und erst wenn wir all diese verschiedenen Kapitel und ihre Aussagen zusammennehmen, entsteht ein gewaltiges Bild von dem, was die Bibel sagt. Vielleicht könnte es sein, dass so viele unzufrieden und ein bisschen ernüchtert sich von der Schöpfung distanziert haben, weil sie immer nur 1. Mose 1 gelesen haben und unzufrieden waren mit diesem recht knappen Bericht. So wie jemand, der immer nur Geschlechtsregister liest und irgendwann die Bibel beiseite legt. Aber Geschlechtsregister sind zwingend notwendig. Sie sind sogar sehr tief geistlich, wenn man sie richtig versteht. Aber wie schön, dass wir auch andere Kapitel der Bibel haben, die uns zeigen, wie diese Menschen der Geschlechtsregister auch gelebt haben. Die uns etwas mehr Fleisch zum Knochen geben sozusagen. Und so ist es, dieser Psalm eine Intensivierung des Schöpfungsberichtes und es lohnt sich, darüber nachzudenken. Und diese Themen mal ausführlicher zu studieren. Es lohnt sich mal, dieses Thema der Schöpfung weiter zu verfolgen.
[38:38] Schauen wir uns noch einige andere Gedanken an, hier in Hiob, in Hiob 38. Und dort Vers 4 bis ab Vers 4. Da stellt Gott einige rhetorische Fragen. Wir werden nicht alle Fragen hier lesen, nur einige als Beispiel. Es heißt in Vers 4, als Gott Hiob direkt anspricht: „Wo warst du, als ich den Grund der Erde legte? Wer hat ihre Maße bestimmt? Weißt du das? Oder wer hat die Messschnur über sie ausgespannt? Worin wurden ihre Grundpfeiler eingesenkt? Und wer hat ihren Eckstein gelegt?“ Vers 8: „Wer hat das Meer mit Schleusen verschlossen, als es hervorbrach, heraustrat wie aus dem Mutterschoß?“ Wir können mal weiterlesen. Gott stellt eine ganze Reihe von rhetorischen Fragen. Nicht um Hiob abzufragen, denn Gott weiß, dass diese Fragen nicht beantwortet werden können. Gott möchte einen Punkt machen in diesem Kapitel, in diesem Kapitel 38 und den nachfolgenden Abschnitten dann. Er möchte deutlich machen, dass es bestimmte Dinge gibt in der Schöpfung, die können wir nicht verstehen. Die genaue Art und Weise der Schöpfung ist unerklärlich. Es gibt so viele Geheimnisse, die wir auf dieser Erde nicht mehr erklären werden können. Und jeder, der das Thema Schöpfung verstehen will, muss verstehen, dass er nicht alles verstehen kann. Aber derjenige, der sich zur Prämisse macht, alles verstehen zu wollen, der wird am Ende gar nichts verstehen. Und das ist das Problem mit der Evolutionstheorie, wo man alles verstehen will und am Ende zu Narren wird, wie es die Bibel sagt.
[40:24] Wir sollten also bei all den Vorstellungen in der Bibel uns deutlich machen, dass wir immer nur an der Oberfläche kratzen, dass es da immer noch Dinge gibt, die wir niemals verstehen können. Dass es immer noch Geheimnisse gibt, die zu tief für uns sind, zu groß, als dass wir sie erfassen könnten. Denn dieses Thema Schöpfung behandelt das Wirken Gottes.
[40:44] Und so gibt es viele Dinge in der Bibel, wo das Thema Schöpfung eben an seinem geistlichen Aspekt uns besonders vor Augen geführt wird. Das Thema Schöpfung wird in der Bibel niemals primär als eine naturwissenschaftliche Sache betrachtet, obwohl es viele Aussagen gibt, die naturwissenschaftlich sind. Aber primär geht es um den geistlichen Aspekt.
[41:02] In Jesaja 45 und dort Vers 12 und 13, da heißt es: „Ich habe die Erde gemacht, sagt Gott, und den Menschen darauf erschaffen. Ich habe mit meinen Händen die Himmel ausgespannt und gebiete all ihrem Heer. Ich habe ihn erweckt in Gerechtigkeit.“ Jetzt spricht er von Kyros und will alle seine Wege neben ihm. „Er wird meine Stadt bauen und meine Weggeführten loslassen und zwar weder um Geld noch um Gaben, spricht der Herr, der Herrscher.“ Gott sagt mit anderen Worten: Weil ich Schöpfer bin und das getan habe, und ihr könnt es sehen, könnt ihr mir vertrauen, wenn ich euch prophezeie, dass sich jemand befreien wird, wenn ich prophezeie das und jenes. Gott gibt so viele Prophezeiungen in der Bibel, aber immer wieder gibt er als Beweis dafür, dass wir ihm vertrauen können, die Schöpfung. Die Schöpfung gibt uns Zuversicht, dass Gott seine Pläne umsetzen kann. Glaubst du, lieber Freund, liebe Freundin, dass Gott seine Verheißung erfüllen kann, dass er seine Pläne umsetzen kann, dass die Prophezeiungen sich erfüllen werden? Es ist schwer, daran zu glauben, wenn du nicht an den Schöpfungsbericht 1. Mose 1 glaubst. Aber es ist ganz einfach, daran zu glauben, wenn du ihn wortwörtlich so annimmst, wie er dort steht.
[42:10] Denn die Kenntnis der Schöpfung hat eine gewaltige Funktion. Schauen wir gemeinsam in Amos 4, Vers 12 und 13. Amos 4, Vers 12 und 13. Dort heißt es: „Darum will ich so mit dir verfahren, Israel. Weil ich denn so mit dir verfahren will, so mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen, Israel. Denn siehe, der die Berge bildet und den Wind schafft und die Menschen wissen lässt, was seine Gedanken sind, der das Morgenrot und das Dunkel macht und einher schreitet über die Höhen der Erde. Herr, Gott, der Herrscher ist sein Name.“
[42:50] Ein Wissen über die schöpferische Kraft Gottes bereitet uns vor, Gott zu begegnen. Ich möchte Gott begegnen, du auch? Nicht nur in seinem Wort, nicht nur im Gebet, sondern direkt. Die Bibel sagt, dass Jesus wiederkommt. Und wir sollen uns vorbereiten, unserem Gott zu begegnen. Und hier in diesem Abschnitt wird diese Begegnung mit Gott in einem direkten Kontext gesetzt mit der schöpferischen Kraft Gottes. Wenn wir die schöpferische Kraft Gottes nicht anerkennen oder nicht wahrhaben wollen, dann sind wir nicht vorbereitet, ihm zu begegnen.
[43:26] Vielleicht sagst du jetzt: Christopher, heißt das also, ich soll ein Kreationist werden? Und tatsächlich glauben, dass die Bibel in all diesen Punkten genau das meint, was sie sagt und nicht metaphorisch einfach nur gemeint ist und einfach vielleicht nur ein bisschen, naja, babylonische Mythen übernommen hat. Soll ich wirklich glauben, es waren 24 Stunden, Tage hintereinander, 6 Tage vor ca. 6.000 Jahren? Ja. Denn Jesus hat dafür geglaubt. Ob wir es glauben oder nicht, Jesus war ein Kreationist. Denn in Matthäus 19, Vers 4-6 bedeutet sich, dass Jesus diesen Bericht in 1. Mose 1 und in 1. Mose 2 für bare Münze genommen hat, denn er war ja selbst dabei.
[44:10] In Matthäus 19, Vers 4-6 heißt es: „Er antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer sie am Anfang als Mann und Frau erschuf und sprach: Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was so ein Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.“ Jesus zitiert aus 1. Mose 1 und aus 1. Mose 2 und stellt dann diese entscheidende Frage: „Habt ihr nicht gelesen?“ Das Problem war, die Pharisäer hatten schon gelesen. Sie wussten, dass es da steht, aber sie glaubten nicht, dass das eine Anwendung hat auf ihre Zeit, dass man es so wortwörtlich verstehen soll. Und Jesus stellt eine einfache Frage, sagt: „Habt ihr nicht gelesen?“ Da steht doch 1. Mose 1, 1. Mose 2, warum glaubt ihr es nicht? Und obwohl es hier um Ehescheidung geht und um Ehe, können wir das gleiche Prinzip auf die Schöpfung auch anwenden. Ich glaube, Jesus würde so manchen Theologen heute sagen: „Habt ihr nie gelesen, was da steht in 1. Mose 1 und 1. Mose 2?“
[45:02] Jesus ist Kreationist. Und deswegen bin ich auch Kreationist. Deswegen glaube ich an eine 24-Stunden-Schöpfung in sechs Tagen vor etwa 6.000 Jahren, weil Jesus das glaubt. Und Jesus weiß es, denn er war dabei. Im Gegensatz zu all den Wissenschaftlern, die waren nicht dabei. Und Jesus hat sein Wort und da sagt es uns.
[45:22] Und interessanterweise sagt uns die Bibel, dass eine Erkenntnis der Schöpfung wirklich eine wichtige Sache ist, auch in Bezug auf die Mission. Schauen wir mal in Apostelgeschichte 17, wollen hier nur einige Punkte rausgreifen. Apostelgeschichte 17, Vers 24, das heißt hier, dass Paulus mit den Athenern debattiert auf eine philosophische Art und Weise, da fängt er an jetzt über die Schöpfung zu reden, denn er möchte ihnen deutlich machen, dass es eine Schöpfung gibt. In Vers 24: „Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, die von Händen gemacht sind.“ Paulus zeigt: Hey, schaut euch die Erde an, dort gibt es öffentlich eine schöpferische Kraft, einen Schöpfer, da gibt es ein schöpferisches Design.
[46:08] Und dann sagt er etwas Spannendes in Vers 29: „Da wir nun von göttlichem Geschlecht sind, dürfen wir nicht meinen, die Gottheit sei dem Gold oder Silber oder Stein gleich einem Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung.“ Paulus zeigt mit bestechender Logik, dass wenn man an einen Schöpfer glaubt, selbst wenn man noch nicht mal genau weiß, wie er heißt, noch nicht mal all die Details weiß, die wir jetzt studiert haben in den letzten Wochen, nur wenn man allgemein davon ausgeht, dass mich jemand geschaffen hat, dann ist es völlig unlogisch, wenn ich einen Schöpfer anbete. Götzendienst wird unlogisch, wenn man sich der Schöpfung bewusst wird. Schöpfung ist eines der wichtigsten Mittel gegen Götzendienst, wenn man logisch denken kann. Und Paulus versucht die Athener zu logischem Denken anzuregen. Er sagt: Wenn es jemand gibt, der euch geschaffen hat, warum bildet ihr dann das, was geschaffen wurde, und nicht den, der euch geschaffen hat?
[47:04] Das Thema Schöpfung ist ein breites Thema, wir können nicht alle Texte lesen, die wir heute hier noch vorbereitet haben. Ihr könnt es im Sendemanuskript unterhalb des Players euch noch anschauen. Ich möchte noch auf zwei der Verse eingehen, ganz kurz. In 2. Petrus 3, Vers 4. Das ist ein besonderer Vers, denn er spielt in unseren Diskussionen, die in diesen Tagen die Christenheit erschüttern, hinein.
[47:26] In 2. Petrus 3, Vers 4 heißt es, im Vers 3 wird von Spöttern geredet, die am Ende der Tage kommen würden und dann heißt es im Vers 4, dass diese Spötter sagen: „Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist.“ Dabei übersehen sie aber absichtlich, was es schon vor Zeiten im Himmel gab und eine Erde aus dem Wasser heraus entstanden ist und in der Wasser bestanden hat durch das Wort Gottes. Petrus sagt voraus, dass am Ende der Zeit Spötter kommen würden, die am Wort Gottes zweifeln und spotten werden. Zweitens werden sie behaupten, dass seit Anfang an alles nach den gleichen Gesetzmäßigkeiten abgelaufen ist. Sie anerkennen nicht an, dass es da eine gewaltige Katastrophe gab. Und genau das ist ja die Grundlage der Evolutionstheorie. Evolutionstheorie basiert auf dem Prinzip, dass seit dem Anfang alles gleich geblieben ist und sich langsam aufgrund dieser gleichbleibenden Gesetze verändert hat. Und dann heißt es: „Dabei übersehen sie aber absichtlich.“ Petrus warnt uns von Menschen, die absichtlich Informationen, die sie kennen und wissen, unterdrücken, um spotten zu können.
[48:38] Die Kritik an der biblischen Urgeschichte, an den Kapiteln 1-11 von 1. Mose, wie sie hier zum Tragen kommt, ist eine direkte Erfüllung dieses Abschnitts. Wir sehen sie vor unseren Augen. Wir sehen sie, wie sie sogar in die christlichen Kirchen hineingedrungen ist. Und ich denke, es wird Zeit für jeden, der sich zum Volk Gottes zählt, sich bewusst zu machen, dass der Angriff auf den biblischen Schöpfungsbericht, wie in 1. Mose 1 steht, eine Erfüllung dieser Prophetie ist und dass jeder, der an diesem Schöpfungsbericht sägt, auf welche Art und Weise, ob direkt oder versteckt, zu den Spöttern gezählt werden muss. Und man ehrlich für ihn beten sollte und ihm eine Bibelstunde geben sollte.
[49:24] Und so ist es kein Wunder, dass Jesus in Offenbarung 3 der Gemeinde Laodicea, der so vieles Wichtiges zu sagen hat, die so am Abgrund steht, unter anderem auch deutlich machen muss im Vers 14: „Und dem Engel der Gemeinde von Laodicea schreibe: Das sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes.“ Gott muss die letzte Gemeinde daran erinnern, dass er der Schöpfer ist. Jesus muss die letzte Gemeinde erinnern, dass er derjenige ist, der geschaffen hat, der zwar durch ihn, für ihn und zu ihm hin und durch ihn hat all seinen Bestand. Denn das scheint in Vergessenheit geraten zu sein. Ja, es gibt viele andere Probleme in Laodicea, das ist nicht das Hauptproblem, aber es gehört mit zu dem Problem, dass die letzte Gemeinde, die Gemeinde des Gerichts, sich nicht mehr ganz so sicher ist, ob jetzt Gott tatsächlich diese schöpferische Kraft hat, wie sie in 1. Mose 1 wörtlich beschrieben wird. Und Jesus sagt: „Doch, genau das habe ich so gemacht. Ich bin der Ursprung der Schöpfung Gottes. Ich weiß, wie es gewesen ist. Mein Wort sagt es richtig.“ Und deswegen sollten wir als diejenigen, die sich zur Gemeinde Laodicea dazugehören und diesem Abschnitt der Weltgeschichte darunter uns befinden, sollten wir diesen Hinweis Jesu ernst nehmen. Er sagt: „Ich bin der Ursprung der Schöpfung Gottes.“
[50:50] Erinnere dich daran, was die Bibel sagt über das Thema Schöpfung. Denn das Thema Schöpfung gehört zu den Grundlagen der letzten Botschaft. In Offenbarung 14, Vers 6 und 7 ist der letzte Abschnitt für heute. Da heißt es, dass die Endzeitbotschaft direkt vor der Wiederkunft, die in Vers 14, 15 und so weiter dann beschrieben wird, unter anderem mit der Schöpfung zu tun hat. Das ist der Grund, warum Satan die Schöpfung so hasst, warum er sie angreift, auch im Volk Gottes. Und warum wir sie mit solcher Vehemenz, mit der Bibel in der Hand, den wörtlichen Schöpfungsbericht von 1. Mose 1 und 2 verteidigen müssen. Weil das ewige Evangelium auf dem Spiel steht.
[51:26] Denn es heißt in Offenbarung 14, Vers 6 und 7: „Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen, und zwar jeder Nation und jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk. Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“ Warum sollen wir ihn anbeten? Weil er die Kraft hat, Schöpfer zu sein, so sagt es Offenbarung 4, Vers 11. Und zwar so, wie es 1. Mose 1 beschreibt. Und wenn wir an 1. Mose 1 zweifeln, dann zweifeln wir an Offenbarung 14, Vers 7. Das wird dann der nächste Schritt sein. Und das ist der eigentliche Wind, wo er weht. Das ist der eigentliche Punkt, den Satan haben möchte. Er möchte die drei-Engels-Botschaft angreifen und deswegen greift er die Schöpfung an.
[52:18] Wir sollten fest zur Schöpfung stehen als einen integralen Teil der biblischen Botschaft und ein wichtiges Fundament der letzten Endzeitbotschaft, die an die ganze Welt gehen muss. Lasst uns die Bibel studieren und uns festigen in der Gewissheit der Schöpfung Gottes und dieses Thema durch die ganze Bibel verfolgen. Möchtest du das noch weiter studieren und weiter die Bibel untersuchen nach all den Dingen und Prinzipien, die mit der Schöpfung zusammenhängen? Wir werden in den nächsten Wochen noch viel Gelegenheit dazu haben und die verschiedensten Bereiche und Aspekte dem Thema Schöpfung verknüpfen und ausführlich studieren. Und wir freuen uns, wenn ihr nächste Woche wieder einschaltet auf www.joelmedia.tv.de und auf www.ad-tv.info und wünschen euch noch Gottes Segen beim Studium seines Wortes. Amen.