[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf joelmedia.tv.de und auch ein herzliches Willkommen allen Zuschauern auf ad-tv.info am Sabbatmorgen.
[1:28] Wir haben die nächste Folge unserer Serie "Ursprung und Anfang", wo wir uns gemeinsam über den Schöpfungsbericht, über die Prinzipien der Schöpfung Gedanken machen. Und heute wollen wir einen Schritt weiter gehen. Nachdem wir in den letzten Wochen ausführlich über die ersten beiden Kapitel der Bibel gesprochen haben, möchten wir heute den Schritt wagen in das dritte Kapitel. Dementsprechend heißt unser Thema: "Die Schöpfung und der Sündenfall".
[1:55] Damit bereiten wir uns vor auf das Bibelgespräch am 9. Februar. Und das ist das, was wir heute gemeinsam besprechen wollen: die Schöpfung und der Sündenfall. Nun, wenn wir über den Sündenfall nachdenken, dann glaube ich, hast du schon ziemlich oft wahrscheinlich eine Predigt gehört oder eine Bibelstunde gehabt über den Sündenfall. Wir kennen die Geschichte, wir kennen ungefähr die weiterreichenden Implikationen. Was können wir noch herausholen aus dieser Geschichte des Sündenfalls?
[2:22] Wir wollen heute einen sehr praktischen Bezug wählen. Und um das zu verdeutlichen, wollen wir zunächst einmal 2. Korinther aufschlagen. In 2. Korinther 11, Vers 3 und 4.
[2:34] 2. Korinther 11, Vers 3 und 4. Es heißt hier: "Ich fürchte aber", das ist Paulus, der hier schreibt. Er schreibt an die Korinther, die Gemeinde in Korinth. "Ich fürchte aber, es könnte womöglich, so wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, auch eure Gesinnung verderben und abwenden von der Einfalt gegenüber Christus."
[2:59] Paulus schreibt an die christliche Gemeinde in Korinth und sagt: "Ich fürchte, dass mit euch dasselbe passiert, was mit Eva passiert ist durch die Schlange." Und dadurch bekommt diese Geschichte, diese gut bekannte, altbekannte Geschichte vom Sündenfall im Garten Eden, eine ganz neue Bedeutung. Denn Paulus sagt uns: Das, was Eva passiert ist, kann uns als Gemeinde auch passieren. Auch wir können abgewandt werden in unserer Gesinnung, wir können verdorben werden in unserer Gesinnung. Offensichtlich wurde Eva durch die Schlange in ihrer Gesinnung, in ihrem Denken verdorben. Und dabei wollen wir uns mehr Gedanken machen in den nächsten Minuten.
[3:39] In Vers 4 heißt es: "Denn wenn der, welcher zu euch kommt, einen anderen Jesus verkündigt, den wir nicht verkündigt haben, oder wenn ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so habt ihr das gut ertragen."
[3:54] Nun, offensichtlich meint Paulus keinen direkten, offensichtlichen Angriff auf das Evangelium, sondern vielmehr einen Angriff, so wie er für Satan typisch ist, wie wir es gleich noch studieren werden. Einen Angriff, der den Anschein der Wahrheit hat. Ein anderer Jesus, ein anderes Evangelium, keine völlig neue Religion, sondern eine Veränderung, eine verdorbene Variante der Wahrheit. So ist Eva zu Fall gekommen. Und so, fürchtet Paulus, können auch wir zu Fall kommen.
[4:27] Wenn wir also heute gemeinsam das Thema "Die Schöpfung und der Sündenfall" betrachten, dann wollen wir es nicht einfach nur mit einem historischen Interesse betrachten: Was ist damals passiert vor knapp 6.000 Jahren? Sondern wir wollen uns die Frage stellen: Was können wir praktisch lernen für uns persönlich als Gemeinde, für dich und für mich als einzelnen Gläubigen? Was können wir lernen, um nicht verdorben zu werden in der Gesinnung, so wie Eva verdorben worden ist durch die Schlange?
[4:53] Schauen wir uns jetzt einmal gemeinsam diesen Schöpfungsbericht und diesen Gesichtspunkt an in 1. Mose 3, Vers 1. Dort lesen wir: "Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hatte. Und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass sie von keinem Baum im Garten essen dürfte?"
[5:13] Eva, die offensichtlich allein gewesen ist hier in der Nähe des Baumes. Die Bibel sagt an keiner Stelle, dass die Schlange zu Adam gesprochen hat. Eva, die allein am Baum ist und offensichtlich mit Interesse in die Richtung des Baumes schaut, sich dem Baum genähert hat, was an sich schon eine fragwürdige Sache ist, hört eine Schlange zu sich reden. Und das ist auf der einen Seite natürlich sehr außergewöhnlich, denn eine Schlange redet normalerweise nicht. Aber es ist auch für Eva zunächst einmal wahrscheinlich kein Anlass zur Panik gewesen, denn sie wusste, die Schlange war ein Tier, das Gott geschaffen hat.
[5:58] Die Bibel spricht nicht explizit davon, aber es ist gut vorstellbar, und ich gehe davon aus, dass Gott Adam und Eva gewarnt hat auch über den Fall Luzifers, über die Rebellionen, die im Himmel stattfanden. Und wenn dort ein großes Engelwesen mit gezücktem Schwert vielleicht noch irgendetwas gesagt hätte über das Gesetz Gottes, was nicht mit Evas Vorstellung übereinstimmte, dann glaube ich, hätte Eva ziemlich schnell erkannt, mit wem sie es zu tun gehabt hat. Aber es war eine Schlange, die gesprochen hat, eine Schlange, von der sie wusste, dass Gott sie geschaffen hat.
[6:31] Und doch sagt uns die Bibel, dass diese Schlange nicht nur eine Schlange war. In Offenbarung 12, jenem Kapitel, das so viel aussagt über den großen Kampf zwischen Licht und Finsternis, das ist in Offenbarung 12, Vers 9. Da wird uns gesagt: "Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt, und er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen."
[7:01] Hinter dieser Schlange, dieser listigen Schlange, befand sich der alte Drache, der Teufel und Satan genannt wird, der Durcheinanderbringer, der Feind, der Feind Gottes, der nach Offenbarung 12, Vers 7 bereits einen Kampf im Himmel angezettelt hatte. Das heißt in Vers 7: "Es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften."
[7:23] Jener Engel, der anfing, gegen Jesus Christus zu kämpfen. Damit ich die Zeit ausführlich über den Kampf im Himmel zu sprechen, wir haben einige Materialien dazu auch auf Joel Media im Archiv. Jener Feind Gottes also hat die Schlange gewählt, um durch das Medium der Schlange seinen Kampf gegen Gott auf die Erde zu bringen, in den Garten Eden hinein zu bringen.
[7:52] Nun, dieses Prinzip, sich zu verstecken, dieses Prinzip gut auszusehen, gläubig auszusehen, vertrauenserregend anzusehen, ist ein Prinzip, das Satan immer wieder angewandt hat. In 2. Korinther 11, in dem Kapitel, das wir am Anfang schon gelesen haben, wird dieses Prinzip deutlich beschrieben, in 2. Korinther 11 und dort Vers 14.
[8:17] 2. Korinther 11, Vers 14. Wir lesen: "Und das ist nicht verwunderlich, denn der Satan selbst verkleidet sich als ein Engel des Lichts."
[8:27] Eine der wesentlichen Taktiken, die zum Erfolg Satans in diesem Sündenfall geführt haben, war die Taktik, sich so zu stellen, dass Eva keine Gefahr vermutete. Der äußere Anschein war so, dass Eva davon ausging, dass nicht der Feind dahinter stecken könnte. Und wenn wir das verstanden haben, müssen wir uns die Frage stellen: Wie wird wohl Satan uns als Gemeinde angreifen? Durch welche Person oder durch welchen Anschein wird er versuchen, Gottes Endzeitgemeinde in Bedrängnis zu bringen?
[8:59] Offensichtlich nicht durch eine offene Kriegserklärung mit wehenden Fahnen, die deutlich machen: Hier kommt der Satan. Offensichtlich wird er eine Verkleidung wählen, die selbst dem neutral geneigten Beobachter nicht zeigt, dass er dahinter steht. Mit anderen Worten: An dem Äußeren kann man ihn nicht erkennen. Man kann ihn nicht an äußeren Zeichen erkennen. Manch einer ist der Meinung, nur wenn er genügend Dreiecke oder Vierecke gefunden hat, dass er jetzt weiß, dass hier sich um eine okkulte Macht handelt. Aber die Bibel sagt nicht, dass wir an äußeren Zeichen oder irgendwelchen Geheimwissen erkennen können, wo Satan sich befindet. Es ist etwas anderes, woran wir erkennen, dass Satan wirkt und uns angreift.
[9:45] Wir sollten also darauf gefasst sein, dass Satan uns versucht, in unserer Gesinnung zu verderben, durch Mittel und durch Wege und durch Personen, die vorgeben, der Wahrheit zu folgen, der Wahrheit zu glauben. Ich kann mir also gut vorstellen, dass Satan heute durch Menschen wirkt, die vorgeben, der Bibel treu zu sein, die vorgeben, der Wahrheit festzuhalten, die vorgeben, dem ganzen Evangelium, dem ewigen Evangelium folgen zu wollen. Aber man erkennt sein Wirken nicht an den Äußerlichkeiten, sondern man erkennt es an dem, was er sagt, an dem, was tatsächlich gesagt wird. Und das wollen wir jetzt weiter studieren.
[10:25] Schauen wir gemeinsam in Sprüche, in Sprüche 23 und dort Vers 31 und 32. Sprüche 23 und dort Vers 31 und 32. Es wird uns etwas Interessantes gesagt über die Gefahr, die von einer Schlange ausgeht.
[10:47] Sprüche 23, Vers 31 sagt uns: "Schau nicht darauf, wie der Wein rötlich schimmert, wie er im Becher perlt. Er gleitet leicht hinunter. Zuletzt aber beißt er wie eine Schlange und sticht wie eine Otter."
[11:05] Nun, hier wird der Angriff einer Schlange verglichen mit alkoholischem Wein. Das ist sehr interessant. Wir haben schon gelesen, dass Eva in ihrer Gesinnung, in ihrem Denken verdorben wurde durch die Schlange. Und die Bibel sagt, dass alkoholischen Wein zu sich zu nehmen ist so wie von einer Schlange gebissen zu werden, wie von einer Schlange attackiert zu werden. Man könnte also im Umkehrschluss sagen, der Angriff einer Schlange ist zu vergleichen mit der Wirkung von Alkohol.
[11:36] Nun, äußerlich sieht Alkohol dem guten, segensreichen Traubensaft recht ähnlich. Rot, man kann keinen Unterschied erkennen. Es ist aber die Wirkung des alkoholischen Weines, der sich so sehr vom Traubensaft unterscheidet, indem nämlich die Gesinnung, das Denken getrübt wird, das Denken verdorben wird, das klare Unterscheidungsvermögen ausgeschaltet wird. Und genau das ist letztendlich das Prinzip, das Satan angewendet hat. Äußerlich schien alles in Ordnung zu sein, es war nur eine Schlange, aber die Wirkung auf das Denken, das war entscheidend. Eva wurde verführt, weil ihr Denken korrumpiert worden ist, weil derjenige, der es getan hat, äußerlich so einen Eindruck erweckte, dass er zu Gott gehört.
[12:29] Lieber Freund, liebe Freundin, das bedeutet, Satan versucht dich zu verführen, indem er durch Menschen oder durch Organisationen wirkt, die den Eindruck erwecken, dass sie der Wahrheit folgen wollen, die aber gleichzeitig dein Denken, dein klares biblisches Denken versuchen zu umwölken und zu korrumpieren.
[12:51] Nun, was ist die Wirkung von Wein? Auch hier macht die Bibel eine sehr deutliche Aussage, denn offensichtlich ist ja auch Eva durch so einer Art geistlichen Wein betäubt worden.
[13:06] In Sprüche 31 und dort Vers 4 und 5. In Sprüche 31, Vers 4 und 5 heißt es: "Es ziemt sich für Könige nicht, Lemuel, es ziemt sich für Könige nicht, Wein zu trinken, noch für Fürsten den Hang zu starkem Getränk."
[13:22] Und jetzt kommt die Begründung in Vers 5: "Sie könnten über dem Trinken das vorgeschriebene Recht vergessen und die Rechtssache aller geringen Leute verdrehen."
[13:32] In der Bibel ist sehr deutlich: Alkohol führt dazu, das Gesetz zu vergessen. Alkohol führt dazu, das Gesetz zu vergessen. Geistlicher Alkohol führt dazu, dass das geistliche Gesetz Gottes vergessen wird. Und genau das war ja die Agenda Satans. Denn er wusste, er schafft es niemals, diese Menschen, zusammen mit Eva, zum Essen dieser Frucht zu bewegen, solange sie davon überzeugt sind, dass Gottes Wort, dass Gottes Gebot gültig ist.
[14:06] Denn Gott hatte gesagt, ganz deutlich. Schlagen wir es ganz kurz auf, es ist nicht im Sendemanuskript enthalten, in 1. Mose 2, Vers 16 und 17. Gott hatte unmissverständlich ausgedrückt, in 1. Mose 2, Vers 16 und 17: "Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen, denn an dem Tag, an dem du davon isst, musst du gewisslich sterben."
[14:33] Gott hatte ein ganz deutliches Gebot gegeben. Er hat gesagt: Tu es nicht. Und dieses Wort Gottes, an dem Adam und Eva keinen Grund hatten zu zweifeln, beschützte sie davor, sich dem Tod zu nähern. Und Satan wusste, er hat keine Chance, Adam und Eva umzubringen, es sei denn, er schafft es in ihrem Denken, sie so dahin zu dem Punkt zu bringen, dass sie das Gesetz Gottes vergessen oder nicht mehr für bindend achten.
[14:59] Meine lieben Freunde, wer immer dir sagt, das Gesetz Gottes sei geändert, nicht mehr bindend, aufgehoben oder nicht so wichtig, der versprüht Schlangengift. Und ja, er mag sich Christ nennen, er mag christlich wirken, er mag vielleicht sogar aufrichtig sein in dem, was er tut, er ist vielleicht verführt und hat es selbst nicht gemerkt. Er mag den Eindruck erwecken, zu Gottes letztem Volk dazu zu gehören. Wenn er gegen das Gesetz spricht, Vorsicht, dann haben wir es mit Schlangengift zu tun.
[15:37] Und Paulus sagt: "Ich fürchte, dass die Gemeinde genauso verführt wird, wie auch Eva verführt und gewonnen ist." Wie hat es also Satan geschafft? Wir wollen uns das anschauen. Noch ein ganz kurzer Hinweis darauf, dass das, was wir gerade angeschaut haben, tatsächlich endzeitliche Relevanz hat. In Offenbarung 14, Vers 8, der zweiten Engelsbotschaft, diese so wichtigen Botschaften, auf Offenbarung 14, Vers 8 heißt es: "Und ein anderer Engel folgte ihm und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große Stadt, weil sie mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle Völker getränkt hat."
[16:13] Die Bibel sagt uns, dass am Ende der Zeit alle Völker von diesem unseligen Gedanken beseelt sind, dass das Gesetz Gottes abgeschafft werden kann, dass es geändert werden kann, dass es modifiziert werden kann, dass es nicht mehr bindend ist und so weiter und so fort. Es sind die falschen Kirchen, die durch Babylon in Offenbarung 17 beschrieben werden, die diesen Gedanken in die Welt tragen.
[16:31] Und ja, Satan versucht auch Gottes letzte Gemeinde anzugreifen. Wir wissen das ganz deutlich aus Offenbarung 12, Vers 17, wo es heißt, dass der Satan sich zum Kampf aufmacht gegen die Übrigen, die die Gebote Gottes halten und den Glauben und das Zeugnis Jesu bewahren.
[16:50] Liebe Freunde, wir leben in einer interessanten Zeit, wir leben in einer spannenden Zeit. Wir leben in einer Zeit, in der wir wissen müssen, dass Satan mich und dich kriegen möchte. Und er möchte unser Denken korrumpieren. Und eines seiner Lieblingsmittel ist es, uns dazu zu bringen, zu glauben, dass Gottes Gesetz nicht die Wichtigkeit hat, die in der Bibel diesem Gesetz zugemessen wird. Lasst uns also sehr vorsichtig sein, wenn selbst in unseren Reihen leicht über das Gesetz Gottes gesprochen wird, das Gesetz Gottes abgewertet wird oder vom Gesetz Gottes abgelenkt wird. Das Gesetz Gottes ist eine Schutzmauer und wir sollten nichts dagegen unternehmen, gegen das Gesetz Gottes, weder ein Wort noch eine Tat.
[17:30] Nun schauen wir uns also an, wie das der Satan durch die Schlange geschafft hat, Eva zu verführen. Wir wollen daraus praktische Lektionen lernen für uns.
[17:38] In 1. Mose 3 und dort Vers 1. In 1. Mose 3, Vers 1 lesen wir über die Schlange: "Weil sie als alle Tiere des Feldes, die Gott der Herr gemacht hat. Und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass sie von keinem Baum im Garten essen dürfte?"
[17:56] Es gibt hier zwei Dinge, die wir anschauen wollen. Die Strategie Satans lässt sich durch zwei Charakteristiken hier beschreiben. Zunächst einmal ist es Zweifel. Lieber Freund, liebe Freundin, das ganze, das ganze Elend dieser Welt, all der Tod, all die Krankheiten, die Schwierigkeiten, alles begann mit Zweifel. Es war der Zweifel, der die Tür aufgeschlossen hat, die später sich geöffnet hat und durch das all das Elend dieser Welt gekommen ist.
[18:30] Ich habe es schon oft gehört, auch unter Christen, die gesagt haben: Ach, Zweifel ist hilfreich, Zweifel ist gut, lass den Zweifel stehen, versuch den Zweifel nicht aufzulösen. Liebe Freunde, Zweifel hat Sünde in die Welt gebracht. Zweifel kommt nicht von Gott. Und wenn wir von Zweifel bemannt werden, dann lasst uns zu Gottes Wort gehen und lasst uns Gott bitten, dass er uns den Zweifel nimmt. Zweifel darf nicht stehen bleiben. Zweifel ist auch nicht heilsam. Zweifel war noch nie heilsam. Es gibt nicht eine Stelle in der Bibel, wo Zweifel heilsam wäre. Zweifel ist tödlich. Glaube ist heilsam und Zweifel ist das genaue Gegenteil von Glaube. Wir werden gerecht durch Glauben, aber durch Zweifel werden wir ungerecht.
[19:14] Denn das nächste, was Satan in seinem Zweifel sagt, ist eine äußerst ungerechte Aussage. Er sagt nämlich: "Sollte Gott wirklich gesagt haben, dass ihr von keinem Baum im Garten essen dürft?" Das hat mit Gerechtigkeit nichts zu tun. Das ist eine völlige Missdarstellung des Charakters Gottes. Und hier zeigt sich das Prinzip: Satan stellt einen Strohmann auf. Vielleicht kennt ihr das Prinzip, einen Strohmann aufzustellen. Das heißt, man macht eine Aussage, die so absurd ist und so weit von der Wahrheit entfernt, dass man ihr natürlich, dass man natürlich zustimmen muss, dass das nicht der Fall sein kann. Aber indem man dem zustimmt, bewegt man sich weiter ein klein wenig von der Wahrheit.
[19:55] Satan liebt es mit Strohmännern, die Gemeinde in Verwirrung zu bringen. Er liebt es mit extremen Darstellungen, Leute unsicher zu machen, ob sie noch am geraden Kurs festhalten sollen. Eine seiner Lieblingsstrategien ist es, von lieblosen, Gesetze haltenden, Zehnten zahlenden, vegetarische Würstchen essenden Endzeitchristen zu sprechen, die so hartherzig sind und so gesetzlich, dass es einem kalt den Rücken runterläuft. Wenn dieser Strohmann erstmal aufgebaut ist, dann lässt sich damit fein arbeiten. Denn dann werden in diese Kategorie viele treue Christen hineingesteckt in die Schublade der Gesetzlichkeit, obwohl sie einfach aus Liebe Gott gehorchen sind.
[20:44] Wir sollten niemals mit Strohmännern arbeiten, mit übertriebenen Darstellungen, die offensichtlich nicht der Wahrheit entsprechen. Und wo immer das geschieht, wo Strohmänner benutzt werden, wo übertriebene, extreme Darstellungen benutzt werden, um eine eigene Agenda durchzudrücken, sollten wir vorsichtig sein. Denn genauso wie beim Zweifel arbeitet hier das Gift der Schlange. Gott arbeitet nicht durch extreme Darstellungen, er arbeitet nicht über übertriebene Darstellungen, er arbeitet nicht durch Strohmänner, er arbeitet durch Gerechtigkeit. Und auch so sollten wir in unseren Worten durch Gerechtigkeit arbeiten.
[21:16] Lass uns also vorsichtig sein, wo Zweifel gesät wird. Lass uns vorsichtig sein, wo mit Strohmännern, mit Argumenten argumentiert wird, die offensichtlich übertrieben sind. Das alles hat die Tür aufgeschlossen, durch die Sünde in die Welt kam. Das war Satans Strategie, so Eva zu verwirren.
[21:32] Gehen wir weiter in Vers 2 und 3, finden wir, wie Eva darauf reagiert.
[21:39] In Vers 2 heißt es: "Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen. Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt."
[21:51] Ich muss sagen, vor einigen Jahren habe ich geglaubt, dass hier Eva übertreibt. Ich habe geglaubt, dass sie etwas hinzufügt zu dem, was Gott gesagt hat. Aber ich bin mittlerweile ganz fest davon überzeugt, dass tatsächlich Gott es verboten hat, diese Frucht auch nur anzufassen. Denn Eva hat hier nicht gesündigt, der Sündenfall kam später. Eva hat nicht gelogen, Eva hat das wiedergegeben, was Gott tatsächlich gesagt hatte. Aber hier ist das Problem.
[22:13] Das Problem bestand nicht in den Inhalten von Evas Worten. Das Problem bestand darin, dass Eva überhaupt sich in eine Diskussion mit jemandem eingelassen hat, der offensichtlich Gott falsch darstellt. Liebe Freunde, liebe Freundinnen, ja, wir sollen Sünder retten, wir sollen Menschen retten. Aber wenn jemand offensichtlich Gott falsch darstellt, nur mit dem Ziel, uns zu verführen, dann nützt es nicht lange, mit ihm zu reden und zu debattieren, zu diskutieren. Wir könnten unsere eigene Seele heil dabei verlieren. Lasst uns die Menschen retten, die verloren sind und die, die gerettet werden wollen. Aber lasst uns nicht in endlosen Diskussionen mit Menschen treten, die nur diskutieren wollen und nur verführen wollen und nur Streit und Zwietracht sehen wollen.
[22:58] Eva, anstatt einfach wegzulaufen und sich an die Verheißung Gottes zu erinnern, fängt an mit der Schlange und damit mit Satan zu diskutieren. Und Satan ist ein kraftvoller Gegner. Statt sich einfach daran zu erinnern, dass Gottes Worte schöpferische Kraft haben, so wie uns 1. Mose 1 im Schöpfungsbericht deutlich nahelegt, dass wann immer Gott Sprache, es geschah und offensichtlich die Worte von Satan gar keine schöpferische Kraft haben, sondern einfach nur Behauptungen waren, die in den Wind hineingesagt wurden, fängt Eva an, Verzweiflung jetzt einfach eine Diskussion zu führen, Argumente hin und her, anstatt einfach die Fakten anzunehmen und einfach den Satan, Satan sein zu lassen, fängt sie an zu diskutieren.
[23:43] Und dann kommt der entscheidende Punkt in Vers 4.
[23:47] In 1. Mose 3, Vers 4 heißt es: "Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben."
[23:54] Ja, das ist die erste Predigt über die Unsterblichkeit der Seele, die sogenannte. Aber es ist noch mehr. Hinter diesem Pferd steckt ein ganz tödlicher Gedanke. Der tödliche Gedanke ist folgender: Du kannst sündigen und bleibst trotzdem in Gottes Gunst. Du kannst sündigen und bleibst trotzdem gerettet, ändert sich nichts an deinem Zustand. Keineswegs wird Gott die Strafe ausführen, die er für die Sünde angedroht hat.
[24:26] Wie viele Menschen habe ich getroffen, die ernsthaft glauben, dass die Sünde eines Christen irgendwie weniger schlimm ist, als die Sünde eines Nichtchristen. Die glauben, dass allein durch die Tatsache, dass man sich zu Christus bekennt, jetzt alle Sünden, die man tut, plötzlich gar nichts mehr irgendwie an einem ändern und einem völlig belanglos sind, weil man sich ja zu Christus bekennt. Meine lieben Freunde, niemand von uns hat jemals so heilig gelebt, wie Eva vor dem Sündenfall. Wenn wir also glauben, dass unsere Sünden keinen Einfluss haben auf unseren Zustand gegenüber Gott, dann sollten wir uns eines Besseren belehren von der Geschichte Evas. Diese Frau, die sündlos gewesen ist und zwar von der ersten Sekunde ihrer Existenz an bis zu diesem Punkt, war versucht zu glauben, dass sie eine kleine Sünde begehen könnte und dass dadurch sich nichts an ihrem Zustand zu Gott ändern würde. Aber wir kennen die Geschichte, wir wissen, ihr Zustand vor Gott hat sich drastisch geändert.
[25:34] Liebe Freunde, lasst uns nicht diesem tödlichen Gift anheimfallen, das sagt: Du kannst sündigen und es ändert sich nichts an deinem Zustand vor Gott. Du kannst sündigen und bleibst gerettet und bist gerettet und da kann sich gar nichts an ändern. Liebe Freunde, das ist nicht so. Es ist ein tödliches Schlangengift, das immer wieder hinein ins Evangelium gesprüht wird durch einige Menschen, die behaupten, wenn wir nur einmal uns für das entschieden haben, dann können wir leben, wie wir wollen oder wir können sündigen, ohne dass sich etwas daran ändert. Das ist Spiritismus, eine ganz subtile Form von Spiritismus, von Satanismus.
[26:16] Denn Satan wusste ganz genau, dass was er sagt, nicht stimmt.
[26:22] Schauen wir mal in Johannes 8, Vers 44, einen interessanten Text an.
[26:25] In Johannes 8, Vers 44, da sagt uns die Bibel: "Ihr habt den Teufel zum Vater und was euer Vater begehrt, wollt ihr tun. Der war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben."
[26:50] Das ist ein interessanter Gedanke. Satan sagt zu Eva: "Keineswegs werdet ihr sterben." Doch genau mit dieser Lüge plant er den Tod von Eva. Denn während er das sagt, möchte er, dass sie stirbt. Und er lügt ihr und sagt: "Keineswegs werdet ihr sterben." Wie gesagt, er ist ein Menschenmörder von Anfang an, aber er lügt und möchte uns genau das Gegenteil zeigen.
[27:20] Liebe Freunde, Satan plant deinen Tod und er plant nicht deinen irdischen Tod, er plant deinen zweiten Tod. Er möchte, dass du den zweiten Tod tust. Sein ganzes Denken ist auf dieses eine Ziel gerichtet. Und er möchte nicht, dass du das weißt. Aber Gott möchte, dass du das weißt. Gott möchte, dass Satan es auf dich abgesehen hat, dass er ein Menschenmörder ist und dass er dich anlügt, dass er alles mögliche behauptet. Aber liebe Freunde, lasst uns nicht auf Satan hören, lasst uns auf die Bibel hören, lasst uns dem klaren, deutlichen, unmissverständlichen Evangelium folgen, damit wir bewahrt werden vor der Verführung Satans, der unser Denken verderben möchte.
[28:08] Und Paulus sagt: "Ich fürchte um die Gemeinde, denn es könnte, es ist möglich, es könnte passieren, dass die Gemeinde genau so verführt wird, wie Eva verführt worden ist." Und wenn wir in die Gemeinde schauen, wenn wir die Christenheit heute schauen, sehen wir, dass genau die gleichen Prinzipien angewendet werden. Wir brauchen nicht 6.000 Jahre zurückzuschauen, wir sehen es von unseren eigenen Augen, wie Satan immer und immer wieder das gleiche Gift durch die gleiche Schlange hineinsprüht in das Denken so vieler Menschen, die eigentlich Gott kennen oder Gott kennen sollten.
[28:36] Schauen wir uns 1. Mose 3, Vers 5 an. Dort lesen wir in 1. Mose 3, Vers 5, dass Satan weiter fortfährt, tödliche Gedanken in das Denken von Eva hinein zu transplantieren.
[28:48] Vers 5 heißt es: "Sondern Gott weiß, an dem Tag, da ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet und ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist."
[29:04] Die ganze Idee, die hier der Eva vermittelt, ist sehr subtil. Er sagt: Gott enthält dir etwas Positives vor. Er möchte nicht, dass du diese Entwicklungsstufe erreichst. Er möchte dich irgendwie zurückhalten. Er möchte dir nicht dein volles Potenzial ermöglichen. Wann immer wir so ein Bild von Gott haben, sind wir dem Satan auf den Leim gegangen. Wenn wir glauben, Gott gibt uns nicht das Beste, was wir haben können, dann sind wir dem Satan auf den Leim gegangen.
[29:34] Lieber Freund, glaubst du, dass Gott alles tut, was in seiner Macht steht, dass es dir gut geht, geistlich? Glaubst du, dass Gott alles gibt, damit du geerdet werden kannst, dass er dir nichts vorenthält, was gut für dich ist? Manchmal zaudern wir mit Gott und denken, wenn er nur das machen würde, das machen würde. Aber lieber Freund, das ist kein Gedanke, der von Gott kommt, das ist ein Gedanke, der von Satan kommt. Satan möchte uns einreden, dass Gott uns etwas vorenthält.
[30:00] Und dann gibt es noch etwas, was er hier in Eva einredet. Er sagt: "Ihr werdet sein wie Gott und werdet erkennen, was gut und böse ist." "Ihr werdet sein wie Gott." Das klingt ganz so wie das, was er selbst vorgehabt hat.
[30:14] In Jesaja 14, Verse 12 bis 14 wird uns davon berichtet, was in seiner immer kränker werdenden Gedankenwelt vor sich ging, als er diese Rebellion im Himmel startete.
[30:27] In Jesaja 14, Verse 12 bis 14 heißt es: "Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! Wie bist du zu Boden geschmettert, du Überwältiger der Nationen!" Das ist natürlich von Luzifer die Rede, der dann zu Satan wurde.
[30:40] Vers 13: "Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen..." Hier bekommen wir einen Blick in das Denken, in die Vorstellungswelt des Satan, wie er im Himmel diese Rebellion gestartet hat. "Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will emporsteigen auf Wolkenhöhen, dem Allerhöchsten mich gleich machen."
[31:01] Es war das Ich, der Egoismus, der Stolz, der ihn hat kämpfen lassen gegen Gott. Lieber Freund, wann immer wir stolz sind, wann immer wir an uns selbst denken, egoistisch sind, dann hat die Schlange wieder in unser Ohr geflüstert.
[31:17] Wie schafft es Satan, die Gemeinde zu verführen? Wie er es schafft, die einzelnen Geschwister zu stolz zu führen, sie egoistisch zu machen, sie daran zu bringen, dass sie an ihr eigenes Wohl denken und nicht an das der anderen in der Gemeinde, an das der anderen in der Gesellschaft, für das sie doch ein Licht sein sollen.
[31:37] Lieber Freund, liebe Freundin, Satan benutzt dieselben Methoden heute noch. Und wir sollten genau wissen, was er tut. Denn die Bibel warnt uns vor Egoismus in sehr deutlichen Worten.
[31:56] Schauen wir gemeinsam in Jakobus 3, Verse 14 und 15.
[31:59] In Jakobus 3, Verse 14 und 15 gibt es eine interessante Aussage über egoistisches Verhalten.
[32:09] Jakobus 3, Verse 14 und 15 heißt es: "Wenn ihr aber bittere Neid und Selbstsucht in eurem Herzen habt, so rühmt euch nicht und lügt nicht gegen die Wahrheit. Das ist nicht die Weisheit, die von oben kommt, sondern eine irdische, seelische, dämonische."
[32:28] Adam und Eva, oder lasst mich anders ausdrücken: Eva wurde von Satan gesagt, du wirst eine neue Erkenntnis bekommen. Aber diese Weisheit, die er anbietet, nach der Bibel, ist eine dämonische Weisheit, eine irdische Weisheit, die nicht von Gott kommt und die letztendlich zur Zerstörung führt.
[32:47] Manchmal glauben wir, wir müssen unser eigenes Ich durchsetzen, wir müssen unsere eigene Agenda durchsetzen, wir wissen es besser als die anderen, wir wissen es besser als Gott, wir müssen etwas an der Botschaft ändern, wir müssen etwas am Gesetz ändern, wir müssen etwas an den Methoden ändern, die Gott uns gegeben hat, wir können es nicht mehr so machen, genau wie Gott es gesagt hat. Aber lieber Freund, lasst uns hüten, uns gegen Gott zu rebellieren, gegen Gott aufzulehnen. Wir sind nicht Gott, wir sind seine Diener, wir dürfen ihn lieben, wir sind seine Geschöpfe, er hat uns gemacht, damit wir ihm gehorsam sind, damit wir ihn lieben. Aber wir sind nicht Gott. Und wann immer wir glauben, es besser zu wissen als Gott und Gott korrigieren zu müssen, dann haben wir auf die Schlange gehört.
[33:29] Liebe Freunde, lasst uns nicht anfangen, Gott zu korrigieren. Manch einer glaubt, er muss an der Botschaft korrigieren, manch einer glaubt, er muss an den Methoden korrigieren, an der gemeinsamen Struktur, die Gott uns gegeben hat, korrigieren. Wir sind nicht gerufen, Gottes Plan zu korrigieren, wir sind gerufen, ihn auszuführen, eins zu eins, so wie Gott ihn gegeben hat.
[33:46] Wir sind nicht Gott, dass wir bestimmen, was gut und böse ist. Wir sind Menschen, die dem Guten folgen sollen. Es ist nicht unsere Aufgabe, unseren eigenen Wertemaßstab von Gut und Böse zu machen. Es ist nicht unsere Aufgabe, neue Werte zu postulieren oder die alten Werte der Bibel über den Haufen zu werfen. Das ist nicht unsere Aufgabe. Und wenn wir es tun, dann pflücken wir die Frucht vom Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Und das sollte nicht geschehen, schon gar nicht in Gottes Endzeitsgemeinde.
[34:23] Aber offensichtlich war dieses Gift giftig genug für Eva. Und als sie diesen Gedanken zuließ, dass Gott eventuell sich geirrt haben könnte, dass Gott vielleicht gar nicht das meint, was er sagt, sondern dass es anders interpretiert werden muss, im Lichte neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, denn ja, die Schlange hat ja von der Frucht gegessen und war nicht gestorben, also war die wissenschaftliche Erkenntnis empirisch ganz deutlich: Gott kann nicht das gemeint haben, was er gesagt hat. Wir können dem Wort Gottes nicht einfach buchstäblich vertrauen, das wäre Fundamentalismus. Deswegen müssen wir die Sache in einem neuen Licht sehen.
[35:00] Als sie diesen Gedanken im Kopf hatte, war sie verdorben und konnte nicht mehr von Gott beschützt werden. Paulus sagt: "Ich fürchte um die Gemeinde, dass dasselbe passiert, wie Eva passiert ist."
[35:14] Eva ließ sich durch ihre Sinne beeindrucken, sie ließ sich von ihrem eigenen Denken überführen, statt einfach dem Wort Gottes zu glauben. Als sie begann, Zweifel zu hegen an der vollständigen Richtigkeit des Wort Gottes, Zweifel zu hegen an der Wahrhaftigkeit des Wortes Gottes, war sie ohne Schutz. Es war das Wort Gottes, das sie beschützt hätte, aber als sie sich vom Wort Gottes entfernt hat, war sie ohne Schutz dem Satan ausgeliefert.
[35:39] Alles, was sie jetzt noch hatte, waren ihre Sinne. Und die halfen ihr nicht. Gott hat ihr tolle Sinne gegeben, Gott hat uns Sinne gegeben, mit denen wir wirklich viel erreichen können, aber im Kampf gegen Satan reichen unsere Sinne nicht aus. Wir brauchen mehr als das, wir brauchen übernatürliche Hilfe. Unser Verstand, unser Denken, unsere Wahrnehmung ist keine Hilfe genug. Wir brauchen Hilfe durch das Wort Gottes. Und wenn wir anfangen am Wort Gottes zu zweifeln, wenn wir sagen, wir müssen das im Lichte wissenschaftlicher Kenntnis neu interpretieren, wie einige anfangen den Schöpfungsbericht neu zu interpretieren oder bestimmte Aussagen von Paulus über bestimmte Regeln der Gemeindeordnung, wie die Ordination neu zu interpretieren, dann setzen wir uns über das klare Prinzip des Glaubens hinweg. Wir haben von der Frucht genommen, von der Frucht, von der Gott gesagt hat: Nimm nicht davon, glaube mir, glaube dem, was ich gesagt habe.
[36:35] In 1. Mose 3, Vers 6 heißt es: "Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht. Und sie nahm von seiner Frucht und aß und sie gab davon auch ihrem Mann, der bei ihr war, und er aß."
[36:52] Als Eva sich nur noch auf ihre Sinne verließ und nicht nur auf das Wort Gottes, als sie glaubte, entscheiden zu können, auch über das Wort Gottes hinweg, weil sie sich so sicher war, da öffnete sie endgültig die Tür für die Sünde, die in die Welt hineindrang. Sie hatte keine Ahnung, was für schlimme, schlimme Konsequenzen für viele Jahrtausende folgen würden.
[37:11] Wir haben keine Ahnung, was für schlimme Konsequenzen es mit sich bringt, wenn wir Gottes Wort beiseite legen, wenn wir über Gottes Wort den Richter spielen, wenn wir Gottes Wort modifizieren oder für veraltet erklären oder neu interpretieren oder neu deuten wollen. Wir haben nicht mal eine Vorstellung, was für schreckliche Konsequenzen es mit sich bringt.
[37:32] Eva war Opfer ihrer eigenen Sinne geworden, Opfer ihres Unglaubens.
[37:40] Und in 1. Johannes 2, Verse 15 und 16, da lesen wir: "Hab nicht lieb die Welt, nur was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm. Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, ist nicht von dem Vater, sondern von der Welt."
[38:06] Das, was sie dort sah, dass es gut zu essen wäre, dass es eine Lust für die Augen war und dass es weise machen würde, dieser Stolz, der in ihr hochkam, der kam nicht vom Vater, der kam von der Welt. Und die Bibel sagt ganz deutlich, da sie jetzt der Welt folgte, war die Liebe des Vaters nicht mehr in ihr. Eva verlor die Liebe zu Gott und deswegen nahm sie von der Frucht.
[38:28] Der Unglaube, der Zweifel am Wort Gottes führte zu einem direkten Verlust von Liebe zu Gott. Du kannst am Wort Gottes zweifeln und gleichzeitig Gott von ganzem Herzen lieben. Als Eva begann, am Wort Gottes zu zweifeln, fing sie an, an seiner Liebe zu zweifeln und dann schaute sie nur noch auf das, was sie sah und glaubte, sie ist gerechtfertigt in dem, was sie tat. Und Satan hatte gewonnen.
[38:51] Und Paulus sagt: "Ich fürchte, dass dasselbe mit der Gemeinde Gottes passiert." Lasst uns sorgfältig sein, lasst uns sorgfältig aufpassen, was mit unserer Gemeinde passiert.
[39:05] 1. Mose 3, Vers 6, wie wir gelesen haben, wird uns berichtet, wie Eva nicht nur davon isst, sondern das Allernächste nach dem Sündenfall war die Tatsache, dass Eva zu einer Missionarin wurde. Sie wurde zu einer Missionarin für Satan. Und was uns das sagt, ist: Wann immer Satan es schafft, in der Gemeinde Menschen von seinen Prinzipien zu überzeugen, wird er sie gleichzeitig dazu bringen, dass sie diese Prinzipien anderen weitergeben.
[39:35] Eine der größten Katastrophen in der Gemeinde Gottes ist, wenn jemand nicht nur eine Irrlehre sich zurecht schustert, sondern wenn er beginnt, diese Irrlehre anderen weiterzugeben. Das ist eine wahre Plage, wenn Menschen den Unsinn, den sie glauben, auch noch anderen weitergeben, wenn sie den Zweifel, den sie selbst hegen, auch noch in andere hineinlegen. Aber das ist das Wesen der Sünde. Es pervertiert den gesunden Missionsgeist, den Gott in uns hineingelegt hat, um über seine Güte, seinen Charakter, seine Liebe zu sprechen. Dieser Missionsgeist wird pervertiert und jetzt in den Dienst Satans gestellt.
[40:12] Lieber Freund, du kannst nicht am Wort Gottes zweifeln, ohne gleichzeitig auch viele andere negativ zu beeinflussen. Bitte verführe keine Menschen, zweifle nicht am Wort Gottes, sei nicht dafür verantwortlich, dass andere auch noch verloren gehen.
[40:29] In 1. Mose 3, Vers 7 wird dann deutlich, was die Konsequenz des Ganzen war.
[40:35] Vers 7 heißt es: "Da wurden den beiden die Augen geöffnet und sie erkannten, dass sie nackt waren und sie banden sich Feigenblätter und sie machten sich Schleier."
[40:42] Die Bibel macht deutlich, dass sie im Ebenbild Gottes geschaffen waren und die Bibel sagt ganz deutlich, dass Gott in einem Lichtgewand trägt. Das heißt, Adam und Eva hatten ursprünglich ein Lichtgewand, das von ihnen wich, als sie am Wort Gottes zweifelten und das Gebot Gottes übertraten. Und nun versuchten sie nun, die Schuld zu bedecken, zuzudecken und zu verstecken.
[41:03] Dass sie das getan haben, wird ganz deutlich aus Hiob 31, Vers 33. Schauen wir gemeinsam Hiob 31 an.
[41:10] Hiob 31, Vers 33, dort heißt es: "Habe ich wie Adam meine Übertretung zugedeckt, sodass ich meine Schuld in meiner Brust verbarg?" Hiob macht ganz deutlich, dass Adam versucht hat, seine Schuld zuzudecken, einfach so zu tun, als wäre es nicht geschehen, einfach unter den Teppich zu kehren, wenn wir so schön sagen.
[41:31] Das geht so lange gut, bis wir konfrontiert werden mit dem Wort Gottes. Wir können selbst in der Gemeinde unsere Schuld zudecken, bis zu dem Zeitpunkt, wo das Wort Gottes in Klarheit unmissverständlich gepredigt wird. Dann muss jeder eine Entscheidung fällen. Das ist der Grund, warum es so viele Streitigkeiten gibt und so viel Aufruhr in den Gemeinden. Denn das Wort Gottes ist ein zweischneidiges Schwert und es zeigt ganz deutlich, wo Sünde immer noch zu finden ist.
[42:02] Schauen wir gemeinsam in 1. Mose 3, Vers 8.
[42:06] "Und sie hörten die Stimme Gottes, des Herrn, der im Garten wandelte, als der Tag kühl war. Und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes, des Herrn, hinter den Bäumen des Gartens."
[42:15] Ich habe mich oft gefragt, wie kann es sein, dass Menschen, die vorgeben, Christen zu sein, sich beschweren, wenn das Wort Gottes gepredigt wird, die ärgerlich werden, die anfangen vielleicht sogar zu schreien oder wütend werden, wenn biblische Prinzipien dargelegt werden. Die Antwort ist ganz einfach: Es ist unvergebene Sünde im Herzen. Denn es ist die Sünde im Herzen, die uns Angst macht, wenn das Wort Gottes gepredigt wird.
[42:38] Manche reden heute davon, wir sollten uns dafür hüten, ein Evangelium zu predigen, das Angst macht. Meine Lieben, das Evangelium macht keine Angst. Aber wenn das Evangelium in Klarheit gepredigt wird, wird derjenige, der an Sünde festhält, sich fürchten. Das ist kein angstbesetztes Evangelium, das ist die natürliche Folge des klaren biblischen Evangeliums. Wenn ein Sünder sich nicht fürchtet, wenn das Evangelium gepredigt wird, dann wird ein ernstes Evangelium gepredigt.
[43:07] Nun, der Sünder soll sich nicht ewig fürchten, er soll erkennen, dass er mit seiner Furcht zu Jesus kommen kann und dass Jesus ihm helfen kann. Aber wenn ein Sünder nicht einmal aufgewühlt wird durch die Predigt des Evangeliums, dann hat das Evangelium keine Kraft.
[43:19] In Vers 9 wird diese Frage gestellt, die Gott jedem Einzelnen von uns stellt und die auch dir stellt, lieber Freund, liebe Freundin, wo du jetzt gerade am Computer sitzt.
[43:32] In Vers 9 heißt es: "Da rief Gott der Herr den Menschen und sprach: Wo bist du?"
[43:36] Lieber Freund, wo befindest du dich? Was ist die Situation in deinem Leben? Hast du alle Sünde Gott übergeben? Oder folgst du immer noch deiner Lieblingssünde? Wo stehst du? Versuchst du dich zu verstecken vor Gott und hoffst, dass das Wort Gottes dich nicht trifft? Aber lieber Freund, heute trifft es dich. Und du weißt, dass der Heilige Geist schon immer an deinem Gewissen versucht zu rütteln, dich von dieser einen Sache zu überzeugen, dass es nicht richtig ist, was auch immer es in deinem Leben ist. Gott fragt dich: Wo bist du?
[44:09] Und in diesem Augenblick, wo das Wort Gottes, das wir verdrängt haben, als wir gesündigt haben, uns wieder trifft und uns unseren Zustand bewusst macht, da können wir mit Adam sagen: "Er antwortete: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt. Darum habe ich mich verborgen."
[44:30] Solange das Wort Gottes nicht gepredigt wird, können wir uns einreden, dass alles in Ordnung ist. Wir haben uns ja mit Feigenblättern bekleidet. Wir sind ja doch ganz gute Menschen. Wir haben das getan, wir haben das getan, wir haben das investiert. Wir sind aktiv in der Gemeinde. So schlimm kann es nicht sein, bis das Wort Gottes gepredigt wird und wir deutlich sehen, dass wir verloren sind.
[44:49] Lieber Freund, wenn das Wort Gottes gepredigt wird, erkennst du, dass du Christus brauchst, dass du sonst verloren bist. Erkennst du deine Abhängigkeit? Erkennst du, dass alle Selbstgerechtigkeit, in der wir uns manchmal so gerne einhüllen, uns nicht retten kann vor dem suchenden, vor dem durchdringenden Blick Jesu?