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Manuskript: CSH_Manuskript_2013 1st Nr 7

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp wird das Thema „Ursprung und Anfang“ beleuchtet. Es wird erörtert, wie das Zeugnis Gottes in der Natur durch den Sündenfall getrübt wurde und warum wir die Schöpfung nicht als direkten Beweis für Gottes Existenz oder Güte heranziehen können. Der Vortrag erklärt die dreifachen Flüche, die die Erde trafen, und wie sie die Natur verändert haben. Abschließend wird betont, dass die wahre Lösung für die Probleme der Welt und die Erkenntnis Gottes im Glauben und im Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes liegt, nicht in weltlicher Weisheit.

In dieser Folge der Cannstatt Study Hour mit Christopher Kramp wird das Thema „Ursprung und Anfang“ beleuchtet, mit besonderem Fokus auf die Frage, warum das Zeugnis Gottes in der Natur nicht mehr so deutlich ist. Es wird erklärt, dass die gesamte Erde Gott gehört, da er ihr Schöpfer ist. Durch den Sündenfall und nachfolgende Flüche wurde die Natur jedoch beeinträchtigt und verzerrt, was zu einer getrübten Wahrnehmung Gottes führt. Die Lösung liegt nicht in weltlichen Bemühungen, sondern in der Offenbarung der Söhne Gottes, die sich vom Heiligen Geist leiten lassen. Wahre Weisheit und Erkenntnis Gottes sind nur durch Glauben und das Wort Gottes möglich, nicht durch weltliche Wissenschaft.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q1: Ursprung und Anfang

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour und natürlich ein herzliches Willkommen allen Zuschauern auf www.joelmedia.de und auch denjenigen, die uns auf www.ad-tv.info anschauen und dabei sind. Freut uns, dass ihr zugeschaltet habt und dass wir gemeinsam heute eine weitere Folge unserer Serie Ursprung und Anfang gemeinsam betrachten können. Wir sind ja dabei, das Thema der Schöpfung, dieses so wichtige Thema durch die Bibel zu verfolgen und verschiedene Aspekte gemeinsam zu betrachten und unser Thema heute ist überschrieben mittels eines Spiegels undeutlich und damit bereiten wir uns auf das Bibelgespräch am 16. Februar vor und dieser Titel mittels eines Spiegels undeutlich soll uns ein bisschen darauf vorbereiten oder ein bisschen sensibilisieren dafür, dass nicht alles, was wir in der Natur erkennen, direkt uns zu Gott weist und mit anderen Worten, dass das Zeugnis Gottes in der Natur nicht mehr so deutlich ist, wie es mal gewesen ist und das werden wir jetzt in den folgenden Minuten gemeinsam erörtern und einige Bibelfersen dazu anschauen.

[2:27] Wir wollen zunächst mit einer sehr einfachen Beobachtung beginnen, nämlich in 2. Mose 19 Vers 5, da wird eine sehr fundamentale Aussage über die Erde gemacht. In 2. Mose 19 Vers 5, dort heißt es: „Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein. Jetzt kommt die Aussage, auf die es uns hier ankommt: Denn die ganze Erde gehört mir.“ Gott macht eine sehr einfache Aussage, die niemand missverstehen kann. Er sagt, die ganze Erde gehört mir. Das heißt, alles, was wir sehen, alles, was um uns herum ist, all das ist das Eigentum Gottes. Es gehört ihm. Seien es die Wüsten, die tropischen Regenwälder, die arktischen Zonen, die großen Städte, die landwirtschaftlich geprägten Gebiete dieser Welt, alle Tiere, alle Menschen, alles ist sein Eigentum. Wenn wir über die Schöpfung nachdenken, wenn wir über die Natur nachdenken, dann denken wir über etwas nach, was Gottes Eigentum ist. Wir denken über seinen Besitz nach.

[3:34] Die Frage ist und die lässt sich einfach beantworten: Warum ist das alles Gottes Eigentum? Gott beantwortet diese Frage recht einfach in Psalm 24, Vers 1 und 2. In Psalm 24 und dort Vers 1 und 2, dort heißt es: „Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt.“ Also nicht nur die Erde selbst, sondern auch all das, was auf der Erde ist, was hier lebt und kriecht und fleucht, der Erdkreis und seine Bewohner. Und dann heißt es in Vers 2: „Denn, jetzt kommt die Begründung, denn er hat ihn gegründet über den Meeren und befestigt über den Strömen.“ Es ist Gottes Eigentum, weil er der Schöpfer ist. Wir haben ja bereits in den letzten Folgen sehr ausführlich den biblischen Fakt analysiert und bestätigt, dass Gott tatsächlich die Welt geschaffen hat in sechs Tagen, nach 24 Stunden, die aufeinander folgten, in einer Zeit von ungefähr 6.000 Jahren, so wie es die Bibel uns tatsächlich sagt und dass das ein buchstäblicher Bericht ist dort in der Bibel.

[4:46] Und hier finden wir jetzt, dass daraus eine sehr praktische Konsequenz sich ergibt, nämlich, dass alles, was er geschaffen hat, auch sein Eigentum ist, sein Besitz ist. All das gehört ihm und weil Gott alles gehört, ergibt sich eine Konsequenz, die ebenfalls sehr wichtig für uns ist in Psalm 50 und dort Vers 9 und 10. Da sagt Gott etwas sehr Entscheidendes. Er sagt: „Ich will keinen Stier aus deinem Haus nehmen, keine Böcke aus deinen Hürden, denn mir gehören alle Tiere des Weltalls und das Vieh auf tausend Bergen.“ Gott sagt: Ich bin nicht von dir abhängig, Mensch. Egal, was wir Gott geben, sei es Geld, seien es Ressourcen, Material, was auch immer wir für das Werk Gottes einsetzen, lasst uns ganz klar darüber sein, dass Gott es nicht eigentlich braucht. Gott sagt: Ich habe nichts nötig, denn all das gehört mir sowieso. Mir gehört das Vieh auf tausend Bergen. Was brauche ich eigentlich? Das ist wenig Geld. Der Punkt an der Sache ist, wir geben nicht etwas zu Gott, um ihn zu erhalten oder ihn zu unterstützen, sondern wir geben, damit wir selbst daran erzogen werden. Gott ist nicht von Menschen abhängig. Das ist ein sehr, sehr wichtiger Punkt. In all dem, was wir besprechen, Gott lebt aus sich selbst aus. Ihm gehört alles und er ist nicht von uns abhängig.

[6:20] Aber nicht nur sind wir durch die Schöpfung sein Eigentum, und es gibt eine zweite Form des Eigentums, wo er sozusagen noch in einem besonderen Maße Zugriff auf uns hat. Und zwar in Jesaja 43 spricht er darüber. Jesaja 43 Vers 1 und 2. Eine sehr bekannte Passage, dort sagt er: „Und nun so spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst.“ Er spricht hier davon, dass er uns geschaffen hat, dass er uns gebildet hat, aber auch, dass er uns erlöst hat. Er sagt: „Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“ Es ist nicht nur durch die Schöpfung, dass wir im Allgemeinen sein Eigentum sind. Durch die Erlösung werden wir im ganz besonderen, speziellen Sinne sein Eigentum. Er ruft uns bei unserem Namen.

[7:18] Liebe Freunde, liebe Freunde, die du zuschaust, ist dir bewusst, dass Gott auch dich bei deinem Namen ruft? Egal, ob du Maria oder Lukas oder Stefan oder Anne-Sophie heißt, was auch immer dein Name ist, Gott ruft dich persönlich, der du jetzt zuschaust, bei deinem Namen und sagt: Lieber XY, liebe AB, wer auch immer, ich habe dich geschaffen, ich habe dich gemacht, aber nicht nur das, ich habe dich erlöst. Ich bin für dich am Kreuz von Golgatha gestorben. Ich rufe dich bei deinem Namen, du bist mein. Und lieber Freund, liebe Freundin, glaubst du, dass der allmächtige Gott auf sein Eigentum aufpassen kann? Jesus ruft uns bei unserem Namen, er möchte, dass wir sein besonderes Eigentum sind und das war auch die Idee, die ins zweite Mose 19 zum Tragen kommt. Gehen wir nochmal zurück an diese Stelle, die wir vorhin schon am Anfang mal angeschaut haben, ins zweite Mose 19, Vers 5 und dann Vers 6. Das heißt in Vers 5: „Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt.“ Da spricht er von der Erlösung, die er vorher in Vers 3 und 4 beschrieben hat, als er sagt, wie er auf Adlersflügeln das Volk Israel aus der Knechtschaft Ägyptens herausgeführt hat, durch das Blut des Lammes, das an die Türpfosten gestrichen worden ist, ein Bild auf die Erlösung. In Vers 5 heißt es: „Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein.“

[8:58] Wir sind durch Erlösung nicht Gottes Eigentum, das sind wir schon durch Schöpfung. Durch Erlösung sind wir sein besonderes Eigentum. Alle Menschen sind Eigentum Gottes, aber durch die Erlösung sind wir ein besonderes Eigentum. Warum? Weil wir freiwillig diesen Bund mit Gott eingehen. Für Gott macht es einen Unterschied, ob wir sein Eigentum sind oder ob wir auch erkennen, dass wir sein Eigentum sind. Ja, alle Menschen gehören Gott, aber viele Menschen sehen das nicht ein, sie bestreiten das, sie kämpfen dagegen an und so kann Gott zu ihnen nicht dieselbe Beziehung haben, wie zu denjenigen, die das anerkennen und ihm dafür danken und aus Liebe zu ihm im Gehorsam sind. So sind alle diejenigen, die sich von ihm erlösen lassen, die von ihm das Licht des Evangeliums annehmen und diesen Bund mit ihm eingehen, sind sein besonderes Eigentum. Und dann sagt er: „Denn die ganze Erde gehört mir.“ Was wir schon gesagt haben. „Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern oder ein heiliges Volk sein.“ Er sagt: Alles gehört mir, aber ich möchte, dass ihr, ihr Israeliten, ein besonderes Volk seid.

[10:02] Warum die Israeliten? Waren sie größer? Waren sie klüger? Waren sie schneller? Waren sie genetisch irgendwie besser disponiert als andere Nationen? Nein. Das Einzige, was das Volk Israel von den Moabitern, den Edomitern, den Hethitern, den Peresitern, den Jebusitern, den Jebusitern, war, dass sie eine Erfahrung hatten mit der Errettung Gottes. Sie wussten, wie man von Gott erlöst wird, wie man aus der Knechtschaft herausgeführt wird und sie hatten die Worte Gottes in ihrer Mitte. Das macht sie besonders und auch das macht uns zu einem besonderen Eigentum. Wir sind alle Eigentum Gottes, aber wenn wir die Erlösung erleben, wenn wir das Wort Gottes annehmen, dann werden wir zu einem besonderen Eigentum, wir werden zu einem besonderen Volk, wir werden zu Königen und Priestern, deren Aufgabe es jetzt besteht, andere auch zu diesem Bund zu führen.

[11:04] Und dieses Wissen, dass wir ein besonderes Eigentum sind, hat ganz praktische Konsequenzen für dich und mich in unserem Alltag und der Apostel Paulus spricht darüber in 1. Korinther 6, Vers 19 und 20. Das sind ganz bekannte Verse. In 1. Korinther 6, Vers 19 und 20. Paulus stellt eine rhetorische Frage, sagt: „Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des in euch wohnenden Heiligen Geistes ist, den ihr von Gott empfangen habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?“ Paulus macht das ganz deutlich, durch die Schöpfung allein schon, aber insbesondere dann, wenn wir den Heiligen Geist empfangen haben, wenn wir die Erlösung angenommen haben, wenn wir uns zu Jesus Christus bekennen, dann gehören wir nicht uns selbst. Und das gehört mal wirklich durchdacht.

[12:02] Wenn du Jesus angenommen hast, liebe Freunde, liebe Freundin, dann gehörst du dir nicht selbst, du bist nicht dir verantwortlich, sondern Gott. Manch einer sagt, naja, es ist ja meine Sache, was ich mit meinem Körper mache, es ist ja meine Sache, was ich esse und trinke, es ist ja meine Sache, ob ich die Gesundheitsregeln Gottes annehme oder nicht, ist ja meine Sache, ich bin dafür verantwortlich. Nein, bist du nicht. Die Bibel sagt das ganz deutlich, man kann es nicht missverstehen, sie sagt, wir gehören uns nicht selbst, sondern wir sind Gottes Tempel und wenn wir Gottes Tempel sind, das Wort Tempel bedeutet, dass der Tempel Gott gehört, denn es ist Gottes Tempel, es ist nicht unser Tempel, es ist Gottes Tempel, es ist ein Tempel, der Gott gehört, es ist Gottes Eigentum.

[12:52] Er sagt auf Vers 20: „Warum? Denn ihr seid teuer erkauft.“ Und hier spricht es natürlich nicht von der Schöpfung so sehr, sondern von der Neuschöpfung, von dem Kreuz von Golgatha, wo Jesus diesen unschätzbar hohen, gewaltigen Preis bezahlt hat mit seinem Blut für uns. Er sagt: „Ihr seid teuer erkauft, darum, weil Jesus für uns gestorben ist, darum verherrlicht Gott in eurem Leib mit unserem Körper und in eurem Geist, die Gott gehören.“ Beides, nicht nur der Geist, nicht nur in geistlichen Dingen, theologischen Dingen gehören wir Gott, sondern auch mit unserem Körper, lieber Freund, liebe Freundin. Das bedeutet, dieses Thema, das ist übrigens ein wichtiges Thema, es bedeutet, dass das, was ich esse, was ich trinke, was ich mit meinem Körper tue, hat eine direkte Beziehung zu meiner Beziehung zu Jesus. Manch einer will das nicht wahrhaben und sagen, naja, geistlich gesehen, in theologischen Fragestellungen bin ich mit Jesus eins, aber was ich esse, trinke, ob ich schlafe oder nicht, das sind alles Dinge, da bin ich mir selbst verantwortlich, das kümmere ich, da muss ich Jesus jetzt keine Rechenschaft für abgeben.

[13:53] Doch, musst du, denn so wie dein Geist ihm gehört, so gehört auch dein Leib ihm. Jesus wird dich fragen, warum du Dinge in deinen Körper hineingeschüttet hast, die ihn zerstört haben. Warum du Hinweise von ihm, Ratschläge und Vorschläge, wie er ein besseres Leben führen könnte, ignoriert hast, weil es vielleicht dein Appetit dir dagegen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, dass du gesagt hast, das gefällt mir nicht, so zu leben. Wenn wir sagen, wir gehören Gott, dann müssen wir uns bewusst sein, was das bedeutet. Das bedeutet, dass meine Entscheidung, auch in meinem Lebensstil, ich vor Gott verantworten muss und nicht vor mir selbst. Das ist eigentlich auch ein bisschen befreiend, denn dann kann ich sagen, ich tue, was Gott mir sagt, aus lauter Liebe und die Resultate und die Konsequenzen liegen jetzt bei Gott, denn es ist ja sein Eigentum. Dieser Körper ist sein Eigentum, dieser Geist sein Eigentum. Ich folge ihm, ich vertraue ihm wie ein Kind und vertraue darauf, dass er es gut ausführen wird.

[14:56] Wir wollen zurückkommen zu unserem Hauptthema: Mittels eines Spiegels undeutlich. Wir haben über die Schöpfung schon viel nachgedacht, wir haben gesehen, dass man in der Schöpfung so viel erkennen kann, dass insbesondere in den ersten Schöpfungstagen Prinzipien deutlich werden, die uns auch zeigen, wie Gott arbeitet, wie er ist und die dann auch im Verständnis der Erlösung uns hilfreich sind. Aber die Frage ist, warum erkennen so viele Menschen beim Betrachten der Natur eben genau diese Charaktereigenschaften Gottes nicht? Warum kommen nicht alle Menschen allein durch die Tatsache, dass sie Bäume und Blumen betrachten, dass sie Tiere betrachten, zu einer Erkenntnis Gottes? Das liegt daran, dass die Bibel uns deutlich macht, dass das Zeugnis der Natur getrübt worden ist und wir wollen ganz kurz darüber einige Verse lesen.

[15:47] Wir wissen ja bereits aus der letzten Lektion, dass es dort diesen Sündenfall gab und dieser Sündenfall hatte nicht nur Konsequenzen auf die moralische, auf die Moralität des Menschen und auf seine Natur und auf viele dieser Dinge, auf die Schwächung, die dann damit eintrat, dass ein Mensch mit der Tendenz zum Bösen geboren wird und mit der Neigung zum Bösen. Es hatte auch ganz konkrete Konsequenzen für die Umwelt, für die Natur, für die Schöpfung. In 1. Mose 3 Vers 17, da finden wir den ersten Fluch, der über die Erde ausgesprochen wird. In 1. Mose 3 Vers 17 heißt es: „Und zu Adam sprach er: Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir geboten und sprach: Du sollst nicht davon essen, so sei der Erdboden verflucht. Um deinetwillen, mit Mühe sollst du dich davon ernähren, dein Leben lang. Vers 18: Dornen und Disteln soll er dir tragen und du sollst das Gewächs des Feldes essen.“ Vorher gab es keine Dornen und Disteln. Alles war wunderbar, alles war perfekt. Aber die Sünde brach doch einen Fluch auf die Erde und plötzlich gibt es jetzt Dinge, die ich sehen kann, zum Beispiel in der Vegetation, die nicht direkt von Gott so intendiert waren und die nicht direkt Gott hundertprozentig widerspiegeln.

[17:05] Eine Dornen, eine Distel ist keine hundertprozentige Darstellung des Charakters Gottes, sondern es ist eingetrübt. Da zeigen sich jetzt Dinge, Charaktereigenschaften, Wesensmerkmale, die nicht zu Gott gehören, sondern eher zu Satan. Die Tatsache, dass an diesem Zeitpunkt Tiere anfangen, sich gegenseitig zu fressen und zu jagen, offenbart jetzt das Wirken Satans in der Welt. Und das ist einer der wichtigsten Punkte, die man erkennen muss, dass beim alleinigen empirischen Betrachten der Natur wir es hier mit einem getrübten Zeugnis haben. Ein Zeugnis, das nicht so original ist, wie es ursprünglich mal gedacht worden ist. Wir werden da glaube ich noch etwas ausführlicher eingehen.

[17:57] Dann halten wir fest, dass dieser erste Fluch, der hier ausgesprochen worden ist, eigentlich sogar noch etwas Positives mit sich bringt. Das heißt nämlich ganz unzweifelbar: „So sei der Erdboden verflucht um deinetwillen.“ Jetzt, wenn ich etwas um deinetwillen tue, dann tue ich es nicht, um dich zu ärgern, sondern damit es dir eigentlich gut geht. Ich tue es für dich. Dieser erste Fluch der Erde war eigentlich für die Menschen. Es lohnt sich mal nachzudenken, was ein Fluch ist. In der Bibel ist ein Fluch kein magischer Bandspruch, der irgendwie übernatürlich ist. Fluch in der Bibel bedeutet letztendlich die Konsequenz von Sünde. Die Bibel macht das ganz deutlich in verschiedenen Kapiteln, in 3. Mose 26, in 5. Mose 28. Segen kommt durch Gehorsam und Ungehorsam bringt Fluch als natürliche Folge. Und weil Adam und Eva ungehorsam waren, gibt es jetzt diesen Fluch. Aber dass Gott diesen Fluch zulässt, ist eigentlich positiv, denn dadurch erkennen Adam und Eva erst wirklich das Wesen und die Konsequenz der Sünde. In dem Kampf um das tägliche Brot, in den Schwierigkeiten, die sich jetzt mit Dornen und Wieseln ergeben, in der Tatsache, dass sie eben angesichts ihres Schweißes jetzt das Brot sich erwerben müssen, was vorher ganz einfach war, erkennen sie, dass Sünde eine schwierige Sache ist und dass der Kampf gegen die Sünde ein echter Kampf ist. Ein Kampf, der Schweiß und Tränen erfordert. Dass es da negative Auswirkungen gibt, Konsequenzen. Und auch wenn Jesus ihnen alle Schuld vergeben kann, gibt es doch einen Kampf gegen die Sünde. Und es war gut, dass sie das erkennen konnten und dass Gott das in der Natur ihnen gezeigt hat. Und auch in diesem Fluch war noch viel Gnade und viel Hoffnung.

[19:46] Denn ja, es gibt Dornen, aber es gibt auch Rosenblätter über den Dornen. Und so war da noch genügend vorhanden, um deutlich zu machen: Ihr müsst die Hoffnung nicht aufgeben. Ja, die perfekte Welt ist jetzt eingetrübt, sie ist jetzt nicht mehr so, wie sie vorher war. Es gibt jetzt Dinge, Befleckung und Einschränkung und Pervertierung, die so nicht gedacht sind. Aber es ist noch genügend da, um zu erkennen, dass ihr wisst, wo ihr hergekommen seid und was Gottes ursprünglicher Plan war. Und wir erkennen an diesen Eintrübungen, wie schrecklich die Sünde ist.

[20:21] Aber leider blieb es nicht bei diesem ersten Fluch, es kam zu einem zweiten Fluch. In der ersten Mose 4 lesen wir, insbesondere in Vers 11 und 12, dass Gott zu Kain sagt, der gerade seinen Bruder Abel umgebracht hat: „Und nun sollst du verflucht sein von dem Erdboden hinweg, der seinen Mund aufgetan hat, um das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen. Wenn du den Erdboden bebaust, sollte er künftig seinen Ertrag nicht mehr geben. Ruhelos und flüchtig sollst du sein auf der Erde.“ Der zweite Fluch, der die Erde traf, war jetzt noch schlimmer, denn er war nicht nur die Folge einer Sünde, er war die Folge einer bewussten Sünde, einer bewussten Rebellion, die gleichzeitig das Gnadenangebot Gottes abgelehnt hat. Während Adam und Eva nach ihrer Sünde das Gnadenangebot Gottes angenommen haben, hat Kain sich in seiner Rebellion versteift und ist völlig von Gott abgefallen, dauerhaft. Und so sehen wir auch diese Steigung des Fluches. Im ersten Fluch war es mit Schwierigkeiten noch möglich, den Ertrag des Erdbodens zu bekommen. Im zweiten Fluch, jetzt unter diesen besonderen Umständen, sagt Gott: Dir wird der Erdboden keinen Ertrag mehr geben, du wirst ohne Ruhe sein.

[21:32] Diese beiden Motive hängen in der Kain-Geschichte eng zusammen und werden auch später wieder zusammen gedacht, dass da, wo kein Ertrag mehr möglich ist, eine Ruhelosigkeit stattfindet. Das geht bis in die Offenbarung hinein, wo diejenigen, die ebenfalls ein Zeichen an der Stirn bekommen, in Offenbarung 14, Vers 9, so wie Kain auch ein Zeichen an der Stirn bekam, dass auch die von ihnen genannt wird, dass sie keine Ruhe haben, Tag und Nacht. Das Evangelium kann keinen Ertrag mehr in ihnen bringen. Sie wollen den Sieg über die Sünde nicht erringen und sie können ihren Krag dann nicht vervollkommnen, wie es nötig wäre.

[22:20] Und dieser Fluch, der den Erdboden erneut traf, hat offensichtlich den Menschen schwer zu schaffen gemacht, denn ein Kapitel weiter in 1. Mose 25, 1. Mose 5, Vers 29, da lesen wir in 1. Mose 5, Vers 29: „Und er gab ihm den Namen Noah, dem er sprach: Der wird uns trösten über unsere Arbeit und die Mühe unserer Hände, die von dem Erdboden herrührt, den der Herr verflucht hat.“ Die Menschen haben erkannt, dass es einen Fluch gab. Sie haben erkannt, dass es jetzt plötzlich so schwierig war, den notwendigen Lebensertrag aus dem Erdboden zu gewinnen. Sie erkannten, dass die Schöpfung nicht mehr so war, wie sie mal war und sie hofften, dass jemand kommt, um diesen Fluch wieder rückgängig zu machen, um sie wieder zu bringen zu der Ruhe und zu dem Trost, der notwendig war. Und so nannten sie diesen Sohn Noah, genannt Trost.

[23:14] Aber interessanterweise waren sie nicht bereit, auf dessen Botschaft zu hören, denn wir lesen in 1. Petrus, Verzeihung, 2. Petrus 2, Vers 5, dass als dann dieser Noah predigte, sie nicht hörten. In Vers 5 heißt es: „Und wenn er die alte Welt nicht verschonte, sondern nur Noah, den Verkündiger der Gerechtigkeit, als Acht bewahrte, als er die Sinnflut über die Welt der Gottlosen brachte.“

[23:46] Der dritte Fluch traf dann die ganze Erde, weil über Jahrhunderte hinweg die Rebellion Kains bis auf die Spitze getrieben worden ist und Gott hat die Welt erneut verflucht durch die Sinnflut. Und dadurch hat sich die Welt noch mehr verändert. Viele Dinge, die wir heute geologisch betrachten können, sind erst Resultat dieser Sinnflut. Das heißt, in einem dreifachen Sinne, in einem dreifachen Prozess durch drei Flüche hat sich die Welt verändert. Und vieles, was wir heute sehen, ist ganz anders als das, was Gott ursprünglich gedacht hat. Und so können wir nicht einfach hergehen und das, was wir heute sehen, als Grundlage nehmen, um darüber zu urteilen, ob Gott ein guter Gott ist oder kein guter Gott ist, ob er überhaupt existiert oder nicht, denn das, was wir sehen, ist getrübt.

[24:31] Interessant ist, dass die Menschen hier vor diesem dritten Fluch die Gerechtigkeit ablehnten, die Noah predigte. Sie wollten erlöst werden von dem Fluch, aber sie wollten die Gerechtigkeit, die allein sie von diesem Fluch erlösen könnte, nicht annehmen. Diese Gerechtigkeit weist natürlich nur auf eine einzige Person hin in der Bibel, nämlich auf Jesus, der Herr, unsere Gerechtigkeit. In Matthäus 11, da sagt er, dass er uns diese Ruhe, diesen Trost, auf den man gehofft hat, geben möchte. Matthäus 11, und dort Vers 28 bis 30.

[25:16] In einer verfluchten Welt, in der so vieles nicht so aussieht, als ob Gott Kontrolle darüber hätte. Dort lesen wir Matthäus 11, Vers 28 bis 30: „Kommt her zu mir alle, die ihr müselig und beladen seid, so will ich euch erquicken. Nehmt auf euch meinen Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, so werdet ihr Ruhe finden vor euren Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Jesus sagt, es gibt eine Hoffnung in dieser verfluchten Welt, aber diese Hoffnung besteht allein, wenn man zu Jesus kommt.

[25:54] Die Menschen, Verzeihung, vor der Sintflut, sie wollten unbedingt erlöst werden von dem Fluch, der auf der Erde liegt, aber sie wollten nicht zu dem kommen, der sie allein von dem Fluch erlösen kann. Viele Menschen sind unzufrieden mit der Welt, sie beklagen sich über die Ungerechtigkeit, die Kälte in der Gesellschaft, über die Korruption, über das Leid, über die Krankheiten, aber dann wollen sie doch nicht zu dem kommen, der sagt: Ich kann dir helfen. Könnte es sein, dass es in deinem Leben auch schon so gewesen ist, dass du dich beschwert hast über die Misslichkeiten des Lebens, über die Schwierigkeiten und dann aber die Gerechtigkeit, die es dir anbietet, dann doch abgelehnt hast? Die einzige Hoffnung, die wir haben, ist die Gerechtigkeit Jesu.

[26:33] Und so leidet die ganze Schöpfung. In Römer 8 wird uns das sehr deutlich vor Augen geführt. Schauen wir gemeinsam in Römer 8. In Römer 8 und dort Vers 19 bis 22. Es heißt hier: „Denn die gespannte Erwartung der Schöpfung sehnt die Offenbarung der Söhne Gottes herbei.“ Die gesamte Schöpfung erwartet etwas, nämlich die Offenbarung der Söhne Gottes. Wir werden gleich sehen, was diese Offenbarung der Söhne Gottes ist. Aber halten wir fest, die gesamte Schöpfung wartet darauf, auch wenn es natürlich unbewusst geschieht.

[27:21] Vers 20: „Die Schöpfung ist nämlich der Vergänglichkeit unterworfen, nicht freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin, dass auch die Schöpfung selbst befreit werden soll von der Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung mitseufzt und mit den Wehen liegt bis jetzt.“

[27:40] Manchmal kann man zu Tränen gerührt sein, wenn man die ölverschmutzten Seevögel an irgendwelchen Stränden sieht. Wenn man die angespülten Fische sieht, die von dem Dreck in den Ozeanen gestorben sind und nicht mehr leben können. Wenn man die Brandrodungen sieht, die den Dschungel vernichten. Wenn man die Verschmutzung sieht, die Luftverschmutzung, wie in großen Städten. Ich war vor kurzem in Shanghai und bin über Peking geflogen. Es ist furchtbar zu sehen, wie die Umwelt dort verschmutzt ist. Und wir sehen, wie die Pole schmelzen und viele andere Dinge. Wir sehen, wie die Schöpfung seufzt und ächzt unter der Last des Fluches. Und dieser Fluch ist, wie gesagt, kein magischer Spruch von Gott. Es ist immer die Folge der Sünde des Menschen. Je mehr der Mensch sündigt, desto mehr ist die Erde verflucht. All diese Massentierhaltung und all diese schrecklichen Dinge. Viele Tiere sind ausgestorben, fast ausgerottet. Manche sind kurz davor, weil der Mensch irgendwelche Luxusartikel braucht oder Platz braucht für seine Häuser. Was auch immer. Die Schöpfung ächzt und seufzt. Ich glaube, jeder mitfühlende Christ sollte das bemerken und sollte das wissen.

[29:02] Aber was ist die Lösung für das Problem? Ist die Lösung jetzt, dass wir alle Mitglied werden in der Umweltschutzorganisation und auf Schlauchbooten im Ozean versuchen, die Ölplattform anzugreifen? Ist das die Lösung für das Problem? Nein. Paulus sagt ganz deutlich, die Schöpfung selbst wartet auf etwas ganz anderes. Die Schöpfung selbst wartet nicht darauf, dass noch mehr Christen mit Schwimmwesten jetzt noch ein Delfin retten. Das ist nicht das, worauf die Schöpfung wartet.

[29:37] Die Schöpfung wartet, sagt uns Vers 19, auf die Offenbarung der Söhne Gottes. Jetzt, was sind die Söhne Gottes? Schon im selben Kapitel wird uns das definiert. In Vers 14 heißt es: „Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes.“ Die ganze Schöpfung wartet auf die Offenbarung von Menschen, die durch den Geist Gottes geleitet werden. Nicht nur die wissen, dass es den Geist Gottes gibt, nicht nur die beten: Herr, erfülle mich mit deinem Geist, sondern die bereit sind, sich leiten zu lassen vom Heiligen Geist. Darauf wartet die Schöpfung. Ist uns das bewusst, dass die ganze Schöpfung, inklusive der Tierwelt, unbewusst auf diesen Moment hinechzt, instinktiv darauf wartet, wann wird es endlich soweit sein, dass dort eine Generation von Menschen, eine Generation von Gläubigen sich leiten lässt vom Heiligen Geist, sodass Jesus Christus wiederkommen kann. Sie warten auf die Offenbarung.

[30:29] Wie wird es sein, wenn Jesus sich offenbart? Schauen wir gemeinsam in 1. Johannes 3, Vers 2. In 1. Johannes 3, Vers 2 heißt es: „Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes und noch ist es nicht offenbar geworden, was wir sein werden.“ Da gibt es eine Offenbarung, auf die wir noch warten, eine Offenbarung, auf die die ganze Schöpfung hierin wartet. Das heißt, wir wissen aber, dass wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird, denn wir werden ihn sehen, wer er ist.“ Manche übersetzen auch: „Wir werden sein, wie er sein wird.“ Wir werden sein, wie er.

[31:09] Die ganze Schöpfung wartet darauf, dass wir so sind, wie er, dass er wiederkommen kann, dass er in der Offenbarung, seiner Herrlichkeit, diese Erde erlöst vom Fluch. Lieber Freund, liebe Freundin, ist dir bewusst, dass die ultimative Lösung für das Umweltproblem nicht in mehr Spendengeldern für Umweltorganisationen besteht? Und ja, es ist wichtig, dass wir auf unsere Umwelt achten. Es ist wichtig, dass wir in den kleinen Dingen des Alltags, sei es in der Mülltrennung oder in der Sorgfalt gegenüber der Natur, die um uns herum ist, in all den kleinen Dingen, dass wir Haushalter sind, dass wir gut mit der Natur umgehen, dass wir die Umwelt nicht verschmutzen. Das ist alles wichtig, aber das löst das Problem nicht.

[31:52] Die Bibel sagt, es gibt eine Lösung für das Problem, die Offenbarung der Söhne Gottes. Wenn diejenigen, die vorgeben, Kinder Gottes zu sein, sich wirklich vom Heiligen Geist leiten lassen bis zum Ziel ihrer christlichen Entwicklung, wenn Jesus Christus kommt in Herrlichkeit und wir so sein werden, wie er, dann wird die Erde erlöst werden vom Fluch. Heißt mit anderen Worten, die Lösung für das Umweltproblem ist meine und deine Charaktervollkommnung, ist mein und dein Überwinden von Sünde. Wer hätte das gedacht, dass selbst in diesem Thema die Gerechtigkeit aus Glauben der Schlüssel zum Sieg ist, der Schlüssel zum Erfolg, der Schlüssel zum Verständnis.

[32:34] Wenn wir also die Schöpfung betrachten, sehen wir, dass sie ächzt, dass sie jammert und dass sie seufzt. Und wir sehen also, dass egal, was wir in der Schöpfung betrachten, vieles von dem nicht wirklich uns etwas direkt über Gott sagt. Und das hat den Grund, weil es jemand anderes gibt. Wir können es lesen in Johannes 12, Vers 31.

[32:56] In Johannes 12, Vers 31 heißt es: „Jetzt ergeht ein Gericht über diese Welt. Nun wird der Fürst dieser Welt hinausgeworfen werden.“ Und hier geht es natürlich um Satan, der hinausgeworfen worden ist aus dem Himmel am Kreuz. Und er wird genannt, der Fürst dieser Welt. Und als Fürst hat man einen gewissen Machtspielraum. Satan hat nicht unbegrenzte Macht auf der Welt, aber er hat einen ganz bestimmten, wenn auch begrenzten, aber doch recht weitreichenden Einflussbereich auf dieser Welt. Und vieles, was wir sehen in dieser Welt, inklusive in der Schöpfung, das heißt in der Natur, in der Tierwelt, in der Pflanzenwelt, in der Atmosphäre, um uns herum, ist auf das Wirken Satans zurückzuführen. Denn er ist der Fürst dieser Welt und als Fürst kann man einiges bewirken.

[33:45] Und die Bibel sagt uns sogar, dass seit dem Kreuz er in besonderer Weise auf die Erde beschränkt ist. In Offenbarung 12, Vers 12 heißt es: „Darum seid fröhlich, ihr Himmel, und ihr daran wohnt! Wehe denen, die auf der Erde wohnen und auf dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch herabgekommen und hat einen großen Zorn, da er weiß, dass er nur wenig Zeit hat.“ Seit dem Kreuz, seit ungefähr 2000 Jahren, ist Satan in all seinen Aktivitäten auf die Erde, hier auf diesem blauen Planeten, beschränkt. Das bedeutet, wenn er vorher schon, in den Jahrtausenden vorher, die Natur manipulieren konnte, viele Dinge dort hineinbringen konnte, die uns den Blick auf den Schöpfer versperren, wie viel mehr ist in den letzten 2000 Jahren, wie viel mehr ist in den letzten Jahrhunderten, wo er all seine Energie, all seine Kreativität, seine pervertierte Kreativität in den Dienst dieser Aufgabe stellen konnte.

[34:46] Und Satan wirkt nicht nur selbst persönlich, sondern er hat auch Helfer, Sklaven und das sind mehr als wir glauben. Schauen wir mal in Epheser 2, Vers 2. Das ist ein wichtiger Gedanke, den wir hier ansprechen wollen.

[35:03] In Epheser 2, Vers 2 heißt es: „in denen ihr einst gelebt habt, nach dem Lauf dieser Welt, gemäß dem Fürsten, der in der Luft herrscht, dem Geist, der jetzt in den Söhnen des Ungehorsams wirkt.“ Die Bibel sagt uns, wie Satan wirkt, unter anderem. Er wirkt natürlich auch selbst persönlich, er wirkt durch seine Dämonen, aber er wirkt auch durch die Söhne des Ungehorsams. Mit anderen Worten, jeder, der ungehorsam ist, ist ein Werkzeug Satans, bewusst oder unbewusst. Er wirkt durch ungehorsame Wesen, er wirkt durch ungehorsame Menschen. Ja, könnte es auch sein, dass er durch ungehorsame Christen wirkt. Können wir sehen, warum es so wichtig ist, gehorsam zu sein? Dabei geht es nicht um Selbstgerechtigkeit oder sonst andere solche Dinge. Dabei geht es um Liebe zu Jesus, selbstverständlich. Und durch Gehorsam kann Gott durch uns wirken. Wenn wir Gott gehorsam sind, kann er seinen Einfluss ausüben auf die Welt. Aber wenn wir ungehorsam sind, wirkt Satan durch uns.

[36:06] Und so wirkt er auch durch die Übertreter und die Sünder in dieser Welt. Viele der Naturkatastrophen und der Missstände in der Natur und in der Schöpfung sind ja unmittelbar hervorgerufen durch Menschen, die sich an die Gebote Gottes oder an die moralischen Vorschriften Gottes, an seine Standards nicht halten. Ich glaube, es ist unbestritten, dass wenn alle Menschen im Herzen nach der Bibel leben würden, unsere Natur nicht so ausgebeutet wäre, wie sie jetzt ist. Sicherlich, unsere Natur wäre immer noch verflucht, allein durch den ersten Fluch von Adam und Eva. Aber sie wäre längst nicht so entstellt und so verdorben, wie sie es jetzt ist. Satan wirkt auch hier durch die Söhne des Ungehorsams.

[36:50] Und wir wissen, dass er gegen Jesus kämpft und gegen diejenigen, die die Botschaft haben von Jesus. Es heißt in Offenbarung 12, Vers 17.

[37:01] „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, um Krieg zu führen mit den übrigen von ihrem Samen, welche die Gebote Gottes befolgen und das Zeugnis Jesu Christi haben.“ Der Satan hasst diejenigen, die die Botschaft Jesu in die Welt hinaustragen. Und Teil dieser Botschaft, die in der Endzeit verkündigt werden soll, auf die Satan so einen Hass hat, die finden sich in Offenbarung 14, Vers 7. In der ersten Engelsbotschaft heißt es: „Der sprach mit lauter Stimme: Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.“ Satan hasst diese Botschaft und er möchte, dass die Menschen nicht verstehen, dass Gott sie geschaffen hat. Denn wenn sie das verstehen würden, wären sie schon einen halben Weg zum Verständnis, dass Gott sie erlöst hat.

[37:49] Und so versucht er, den Menschen einzureden, dass Gott sie nicht geschaffen haben kann. Und Teil dieser Strategie ist es, die Natur so zu entstellen, dass jemand, der allein auf die Natur schaut, so wie es zum Beispiel Charles Darwin getan hat, der nur empirisch auf die Fakten der Natur schaut, dessen Blick getrübt ist durch all die Flüche, die er nicht nach der Bibel erklärt, sondern die er jetzt einfach als gegeben hinnimmt und daraus dann eine falsche Schlussfolgerung zieht. Satans Strategie.

[38:20] Und wann immer jemand sagt: Ach, ich kann den biblischen Bericht nicht glauben, weil wenn ich das in der Natur sehe und das in den Fossilien sehe, das in der Geologie sehe und so weiter, dann kann ich dem biblischen Bericht nicht mehr ganz Glauben schenken. Dann sind wir wieder auf den Trick Satans reingefallen, der durch das Wirken der Ungehorsamen es geschafft hat, dass die Welt heute ganz anders aussieht, als Gott sie geplant hat. Es ist allein möglich durch die Bibel die Natur richtig zu verstehen.

[38:56] Ein bekannter Bibelfers mag uns das illustrieren im Psalm 119, Vers 105. Dort sagt die Bibel: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Weg.“ Wenn ich mich aufmache, die Schöpfung zu studieren, ist eine gute Sache. Wenn ich mich aufmache, Biologie und Geologie und Paläontologie und all die verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zu studieren, dann muss ich eine Taschenlampe dabei haben. Denn aufgrund der Flüche ist die Natur ein trüber Ort, ein dunkler Ort, ein düsterer Ort, da, wo nicht alles klar ist. Ich brauche eine Taschenlampe, die mir zeigt, wo der Weg ist. Diese Taschenlampe ist das Wort Gottes.

[39:35] Es war eine feste Überzeugung, dass egal, ob wir über Geologie sprechen oder Biologie oder Physik, dass wir nichts beweisen können außerhalb des Wortes Gottes. Wir können keine bewiesene Aussage treffen außerhalb des Wortes Gottes. Ja, wir können Vermutungen machen, die mit dem Wort Gottes in Harmonie sind. Das Wort Gottes spricht nicht über alles, das ist kein naturwissenschaftliches Buch. Es gibt viele Dinge, die wir beobachten können, wo wir unsere Schlussfolgerungen ziehen können, solange sie mit der Bibel in Harmonie sind. Das ist kein Problem. Aber es ist die Bibel allein, die uns deutlich macht, was in der Wissenschaft richtig und was falsch ist. Denn nur die Bibel zeigt uns, wie es am Anfang gewesen ist und erklärt uns, warum wir nicht alles, was wir empirisch sehen, so richtig verstehen können ohne die Bibel.

[40:30] Und das ist das Hauptproblem natürlich der ganzen Wissenschaft. Das ist der Grund, warum die Bibel uns sagt in 1. Korinther 1, Vers 19 und 20.

[40:49] 1. Korinther 1, Vers 19 und 20, es steht geschrieben: „Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen.“ Gott ist nicht beeindruckt, wenn wir so und so viele Doktortitel vorlegen. Ihm ist es egal, wie viele tausend Seiten uns zu Dissertationen gehabt hat. Und ihm ist es vollkommen schnuppe, wie viele Fußnoten in unserem Vortrag wir eingefügt haben. Manchmal, selbst als Gläubige, manchmal selbst als Volk Gottes, sind wir sehr beeindruckt von diesen Dingen und sagen: Wow, der hat viele Jahre studiert, der muss es wissen. Gott ist nicht die Spur beeindruckt.

[41:30] Und dann stellt der Paulus diese fast provokante Frage: „Wo ist der Weise? Wo der Schriftgelehrte? Wo der Wortgewaltige dieser Weltzeit? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?“ Wenn wir den ersten Grund der Befriedigung verstehen und viele andere Bibelstellen, dann sollten wir keinem Menschen glauben, nur weil er einen Dr. Punkt vor seinem Titel hat, vor seinem Namen hat. Oder nur, weil er jahrelang eine bestimmte Disziplin studiert hat. Das spielt nach der Bibel überhaupt keine Rolle.

[42:02] Und übrigens, das gilt nicht nur für Biologie und Geologie, das spielt auch eine Rolle in der Theologie. Nun, ist es verkehrt, Biologie zu studieren? Ist es verkehrt, Geologie zu studieren? Ist es verkehrt, Theologie zu studieren? Nein, solange die Bibel des Studenten einziger Maßstab ist, sowohl in der Biologie als auch in der Geologie als auch in der Theologie. Denn es ist möglich, Theologie zu studieren und nicht die Bibel als einzigen Maßstab zu haben.

[42:31] Vers 21: „Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte.“ Und die Bibel gibt uns den Grund. Die Bibel sagt, Gott gibt es, aber die wissenschaftliche Methode ist nicht ausreichend, um Gott wirklich so zu erkennen, wie er ist. Ansonsten wären alle Wissenschaftler gläubig. Die wissenschaftliche Methode führt nicht dazu, dass man Gott in seinem Charakter erkennt. Und ich frage mich, warum es so viele Theologen gibt, die glauben, erst wenn sie wissenschaftlich arbeiten, können sie Gott erklären. Erst wenn sie nach wissenschaftlichen Kriterien und nach wissenschaftlichen Methoden die Bibel lesen, erst dann sind sie qualifiziert, über die Bibel zu sprechen. Das ist Unfug, gewaltiger Unfug.

[43:19] Die Bibel sagt, wissenschaftliche Methoden, die Weisheit dieser Welt führt nicht zur Erkenntnis Gottes. Und es gibt einen Grund dazu. Unsere heutigen wissenschaftlichen Methoden basieren auf den gleichen philosophischen und grundsätzlichen Annahmen und Aktionen wie die alten griechischen Wissenschaften. Nicht zu Unrecht gelten ja Leute wie Aristoteles, wie Sokrates, wie Pythagoras als die Fundamente der Wissenschaft. Und eines der Hauptmittel in der weltlichen wissenschaftlichen Methode ist der Zweifel, der methodische Zweifel. Das ist etwas, was Aristoteles, was Sokrates so wirklich in die Welt hineingebracht haben, in die Philosophie. Etwas in Zweifel zu ziehen. Und das ist so oft in fast allen wissenschaftlichen Disziplinen eine der grundlegenden Hilfsmittel, um zur Wahrheit zu kommen. Aber die Bibel sagt, dass genau das nicht zur Wahrheit führt.

[44:30] Die Bibel sagt uns, dass diejenigen, die dieser Methode anhingen, die Philosophen von Athen, wir können das nachlesen in der Apostelgeschichte 17, dass diese Wissenschaftler und Philosophen und Weisen und Gelehrten zwar noch wussten, dass es einen Gott gibt, aber sie nichts mehr von ihm wussten. Ihre wissenschaftliche Philosophie, ihre Methoden führten zu einer direkten Unkenntnis Gottes. Sie führten dazu, dass sie den Schöpfer des Himmels als den unbekannten Gott beschrieben haben.

[45:01] Es ist nicht der Zweifel, der zur Erkenntnis Gottes führt, es ist der Glaube, der das exakte Gegenteil ist. Aber in den allermeisten Fällen ist Glaube nicht die Grundlage moderner Wissenschaft. Das ist das Problem. Moderne Wissenschaft könnte ein riesen Segen sein, wenn sie auf dem Fundament des Glaubens basiert. Denn nur Glaube führt zur Erkenntnis Gottes. Nur Glaube führt zur Wahrheit. Denn Christus ist die Wahrheit. Und wenn ich Gott nicht erkenne, kann ich die Wahrheit nicht erkennen. Das ist unmöglich. Das ist ein Betrug Satans, zu glauben, dass man die Wahrheit erkennen kann ohne Gott. Denn Gott ist die Wahrheit.

[45:44] Deswegen kann man wahre Wissenschaft nur betreiben auf der Grundlage des Wortes Gottes. Auf der Grundlage des Glaubens. Und das ist das eigentliche, grundlegende Problem. Wie kann man dahin gelangen?

[45:58] Schauen wir gemeinsam in 1. Korinther 3. Das ist der letzte Text für heute. 1. Korinther 3, Vers 18. Dort heißt es: „Niemand betrüge sich selbst.“ Wie viele haben sich selbst betrogen und glaubten, sie sind so weise und so intellektuell und so scharfsinnig und sind völlige Narren in Gottes Augen.

[46:19] Niemand betrüge sich selbst. Egal, ob du klug oder weniger klug bist, du musst dich nicht selbst betrügen, wenn du Folgendes beachtest. Wenn jemand unter euch sich für weise hält in dieser Weltzeit, so wird er was? Töricht, damit er weise werde.“ Wahre Weisheit gewinnt man dadurch, wenn man sich freiwillig entscheidet, auf seine intellektuelle Arroganz zu verzichten. Wahre Weisheit besteht darin, die eigene intellektuelle Arroganz, dieses Ich-weiß-es, Ich-möchte-es-verstehen, meine wissenschaftlichen Forschungen und Untersuchungen usw., wenn man das beiseite legt und sich dämlich wie ein Kind unter Gott stellt, unter die Bibel.

[46:59] Und das ist so ein gewaltiges Opfer. Zum Schluss möchte ich folgenden Gedanken mit euch teilen. Was meint ihr wohl? Wer hat, wem fällt es wohl am schwersten, erste Mose 1 und 2 als buchstäblichen Bericht anzunehmen? Den Bauarbeiter in der Gemeinde? Oder dem, der Biologie studiert hat? Schaut, wem fällt es wohl am schwersten, die biblischen Aussagen über Musik anzunehmen? Wer hat, wem fällt es wohl am schwersten, die biblischen Aussagen über Musik anzunehmen? Dem Rechtsanwalt oder dem, der Musik studiert hat?

[47:39] Als Menschen auch in der Gemeinde machen wir oft den Fehler, dass wir diejenigen, die etwas studiert haben in der Welt, als die Experten auf diesem Gebiet auch im geistlichen Ding ansehen. Aber eigentlich sind sie diejenigen, die am gefährdetsten sind, den biblischen Bericht nicht anzunehmen. Weil für sie in diesem speziellen Gebiet, in dem sie so viel anderes gelernt haben, es ein besonderes Opfer erfordert, all das wieder zu verlernen und abzugeben. Ich habe keine Ahnung von Biologie. Ich kann Erstemose 1 und 2 lesen und sagen: So ist es. Aber es könnte sein, wenn ich Biologie studiert hätte, dass ich so viele andere Sachen gelernt hätte, die ich für wahr gehalten habe, die ich jetzt bewusst aufgeben muss, und das ist ein größeres Opfer.

[48:20] Und so hat jeder in seinem Bereich, bei mir persönlich war es die Musik, jeder hat seinen persönlichen Bereich, wo er ein Opfer bringen muss. Und wenn jemand bereit ist, dieses Opfer zu bringen, dann ist er von unschätzbarem Wert. Nehmen wir den Paulus. Die meisten Theologen waren nicht bereit, ihre intellektuelle Arroganz in Bezug auf Jesus auf den Altar zu legen. Sie haben Jesus gekreuzigt. Aber als einer es gewagt hat, zu sagen: Alles, was ich vorher hatte, all meine theologischen Master und Diplom und Bachelor und Doktorgrade, die Paulus hatte aus seiner Zeit, die achte ich alle für nichts und für Dreck. Ich will Missionar für Christus werden, selbst unterhaltener Missionar. Dann konnte Gott diesen Theologen, der alles auf den Altar legte, in einer besonderen Weise benutzen. Mehr noch als Petrus und Johannes. Denn über die Hälfte der Neu-Testamenten-Briefe kommen alle von Paulus.

[49:12] Wenn dort ein Experte ist, der studiert hat und viel weiß und sich mit seinem Herzen auf den Altar legt und sagt: Alles, was ich habe, ist dein, ich will mich unter die Bibel stellen, dann ist er eine Kraft zum Guten. Aber leider war da nur ein Theologe, der sich bekehrt hat. Oder den Jüngern. Weil die meisten Theologen der Zeit damals eben diesen Schritt nicht gehen wollten. Es war Gott darauf angewiesen, einfacher Fischer zu nehmen.

[49:38] Wenn du viel weißt, wenn du klug bist, wenn du intelligent bist, lieber Freund, liebe Freundin, nimm diese Herausforderung an und stell dich ganz Christus. Möchtest du diesen Schritt gehen und deinen ganzen, nicht nur deinem Herzen, deinen normalen Gedanken, sondern auch deinem Intellekt ganz auf den Altar zu legen und ganz unter das Wort Gottes zu stellen? Diese Entscheidung ist heute eine Entscheidung, die du heute treffen solltest. Und Gott segne dich in deiner Entscheidung. Du wirst wirklich weise werden, wenn du diese Entscheidung triffst. Möchtest du das Wort Gottes als alleinige Autorität annehmen? Wie Jesus sagt: Dein Wort ist Wahrheit. Gott segne euch in der Entscheidung und wir werden nächste Woche weiter studieren, mehr erfahren über die Schöpfung. Ich freue mich schon, wenn ihr wieder einschaltet auf joelmedia.tv.de und auf ademius.tv.info. Gott segne euch im Studium seines Wortes und bis dann. Gottes Segen euch. Amen.


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