In diesem Vortrag geht es um die Bedeutung, Gott näherzukommen, insbesondere im Hinblick auf die nahe Wiederkunft Jesu. David Nießner beleuchtet die Zeichen der Zeit und die Notwendigkeit einer persönlichen Vorbereitung. Er betont, dass wahre Vorbereitung nicht auf Werksgerechtigkeit basiert, sondern auf einer tiefen Erkenntnis des geistlichen Kampfes und einer Umwandlung des Herzens. Die Botschaft ist eine klare Aufforderung zur Buße und zur Bereitschaft, Gott zu begegnen.
Vom Ende zum Anfang: 3. Näher mein Gott zu dir.
David Nießner · Vom Ende zum Anfang ·Themen: Bibel, BibelstudiumWeitere Aufnahmen
Serie: Vom Ende zum Anfang
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Transkript
[0:33] Ein herzliches Willkommen an alle, die heute zuschauen bei Joelmedia TV. Hier zu unserer neuen Serie, dem dritten Teil der Serie "Vom Ende zum Anfang". Wir wollen uns heute dem Thema widmen: "Näher mein Gott zu dir". Und zwar aus zweierlei Hinsicht. Wir werden im Verlauf dieses Vortrags sehen, worum es geht, welche zwei Hinsichten gemeint sind. Aber bevor wir anfangen, möchten wir gerne beten, dass nicht nur die Theorie, dass bleibt, sondern dass wir wirklich auch im praktischen Leben näher zu meinem Gott kommen, näher zu unserem Gott.
Himmlischer Vater, wir danken dir von Herzen, dass wir auch heute wieder dieses Thema studieren können. Und wir bitten dich auch heute um deine Gegenwart, nach deiner Verheißung Jeremia 1, Vers 9, dass du deine Worte in meinen Mund legst, dass ich berührt werde und dass auch jeder, der zuschaut, berührt wird, damit wir dir näher kommen. Dies ist ein praktisches Thema und nicht nur schöne Theorie. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
[1:35] Ja, wenn wir uns die Schlagzeilen der letzten Monate anschauen, dann wird uns wahrscheinlich ein Wort besonders ins Auge stechen: das gute alte Corona-Virus. Naja, ob es gut ist, sei mal dahingestellt. Aber egal, wo man hinschaut, die Schlagzeilen, die Medien, die Zeitungen, das Internet, das Fernsehen – alles ist voll von diesem einen Wort. Da wird von der Panik gesprochen, vom Lockdown, von den Impfungen, jetzt das Virus verbreitet und mutiert. Und man ist dann ganz kaputt davon geworden. Und deswegen, ich möchte heute auch nicht viel über das Corona-Virus sprechen, aber ich denke, es ist ein Baustein auf der Zielgeraden zum ewigen Leben hin. Und wir werden auch jetzt und in den weiteren Vorträgen sehen, warum genau und was das auch mit uns bewirken sollte.
Bevor wir aber anfangen, möchte ich mit euch einen Text lesen zum Einstieg in Johannes 20, Vers 4, 6 und 7. In diesem Text geht es um die Auferstehung, und wir lesen wie folgt: "Da kommt jemand, dem folgte das. Bei Johannes so geht das. Grab hinein und sieht die Tücher da liegen und das Schweißtuch, das auf seinem Haupt war, nicht bei den Tüchern liegen, sondern für sich zusammengefaltet an einem besonderen Ort."
[2:54] Ich würde mal behaupten, dass nichts in der Bibel ohne Grund dasteht. Und egal, was wir finden, jedenfalls hat alles seine Bedeutung. Und das ist auch so ein Vers, den man vielleicht schnell mal übersieht, wo man schnell mal vergessen hat, beziehungsweise überhaupt nicht versteht, warum wird hier eigentlich erwähnt, dass diese Tücher, die vier Haupt waren, dass die zusammengefaltet an einem besonderen Ort waren? Um das zu verstehen, müssen wir ein bisschen die hebräische Kultur von damals uns anschauen. Und zwar, weil es so in den Häusern gab es normalerweise den Hausherrn und die bedienenden Sklaven. Wenn jetzt der Hausherr gegessen hat und das Gastmahl dann zum Ende kam und der Hausherr, weil er wie gesagt der Herr des Hauses war und die Autorität hat, er mit dem Essen fertig war, hat er sich eine Serviette genommen, den Mund abgetupft und wenn er sie zusammengeknüllt hat und dann auf den Tisch geworfen hat oder Platz liegen gelassen hat, dann wusste der Sklave: "Okay, jetzt muss ich abräumen, weil diese Geste heißt: Ich bin fertig, du kannst den Tisch räumen und alles weitere vorbereiten."
[4:02] Hat der Hausherr aber diese Serviette genommen und sie schön zusammengelegt und dann auf dem Platz oder auf dem Stuhl liegen lassen, dann war das eine Geste, wo der Sklave verstanden hat: "Ich darf nicht abräumen, weil diese Geste bedeutet: Ich komme wieder." Und das ist sehr, sehr interessant. Wenn Jesus also hier nach der Auferstehung uns diese kleine Geste zeigt, dieses Tuch nimmt, zusammenfaltet und an einem besonderen Ort legt, dann möchte er uns damit sagen: "Ich komme wieder."
[4:36] Und das erste, was nach der Auferstehung gemacht hat, war nicht, wie die Juden gedacht haben, rauszugehen, die Römer alle platt zu machen und fertig zu machen, sondern er hat in einer ganz, ganz kleinen Szene gezeigt: "Ich komme wieder." Und das ist zum Einstieg. Jesus kommt wieder. Und wir haben ja auch in den letzten beiden Vorträgen, vor allem auch in dem ersten Vortrag, gesehen, die Zeichen, die die Bibel für die Wiederkunft, also die Nähe der Wiederkunft gibt, sind eindeutig. Keiner, der jetzt die Bibel studiert und an die Bibel glaubt, kann verleugnen, dass wir in den letzten Tagen leben. Und deswegen, und das ist der erste Aspekt, den wir in diesem Vortrag uns angeschaut haben: Das sind die Zeichen der Zeit. Und das bedeutet, wir kommen Jesus zeitlich immer näher. Und da das Corona-Virus auch unter den Begriff der Zeichen fällt, die Jesus aufzählt, Matthäus 24, als Vorboten für seine Wiederkunft, können wir davon ausgehen, dass auch das ein weiterer Meilenstein ist zur Wiederkunft hin.
[5:37] Aber diese Zeichen der Zeit, diese zeitliche Nähe, ist nicht das Einzige und wahrscheinlich auch nicht das Wichtigste, er nicht das Entscheidende, warum wir ihm näher kommen. Darum möchten wir uns jetzt im weiteren Verlauf anschauen, welchen Aspekt es noch gibt, ihm näher zu kommen.
[5:55] Ja, die Frage ist, wenn wir diese ganzen Zeichen sehen, wenn wir sehen, wie die Bibel klar sich erfüllt, die Prophetie klar voraus sagt und es sich alles ereignet, was machen wir als Gemeinde? Die als Gemeinde haben wir, wie man hier sieht, viel zu besprechen. Und bevor wir da genauer darauf eingehen, möchte ich mit euch noch ein Zitat lesen und dann hinterher noch ein paar Sachen dazu sagen.
[6:20] "Manuskript 26 aus dem Jahr 1901. Christus sagt: 'Es wird mit solchen der Gemeinde geben, die Farben und Annahmen vortragen, wohingegen Gott große erbauende und veredelnde Wahrheiten gegeben hat, die stets im Schatzhaus der Sinne aufbewahrt werden sollten. Wenn Menschen die ist ja und jene Theorie aufgreifen, wenn sie neugierig sind und wollen wissen, was sie nicht zu wissen brauchen, führt Gott sie nicht.' Das ist ein ganz wichtiger Satz, zu dem komme ich nachher noch zurück. Es ist nicht sein Plan, dass sein Volk etwas verkündigen soll, das auf Spekulationen beruht und im Wort Gottes nicht gelehrt wird. Es ist nicht sein Wille, dass sie um Fragen streiten, die ihnen keine geistliche Hilfe sind, wie z.B. wer wird zu den 144.000 gehören. Dies werden die Auserwählten Gottes in kurzer Zeit ohne Frage wissen. Brüder und Schwestern, wertschätzt und studiert die Wahrheiten, die Gott euch und euren Kindern gegeben hat. Vergeudet eure Zeit nicht damit, wissen zu wollen, was keine geistliche Hilfe bietet."
[7:23] Aber womit sollen wir uns beschäftigen? Was soll ich tun, dass ich das ewige Leben erbe? Diese alles bedeutsame Frage, und sie ist deutlich beantwortet worden. Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? Jetzt ist ein langes Zitat, aber nochmal zum Zusammenfassen: Ellen White sagte ganz klar, was wir jetzt in dieser Zeit tun sollten, ist nicht über Dinge zu streiten, die überhaupt keine geistliche Hilfe bieten. Hier führt sie das Beispiel an, wo man sich früher viele Gedanken gemacht hat: Wer gehört zu den 144.000? Die Frage habe ich persönlich noch nicht so oft mitbekommen in unseren Gemeinden. Aber was man mitbekommt, und das wird für euch nichts Neues sein, es wird oft diskutiert über die Dreieinigkeit, über das Wesen, die Person des Heiligen Geistes, über diesen Schaft von Christus, letzten Endes auch. Es werden andere Fragen diskutiert bis zum Abwinken, ja, die Frauenordination, Dinge über die Ernährung. Es werden jetzt gerade in dieser Corona-Situation Gemeinden gespalten über das Thema Maske tragen oder nicht, impfen ja oder nein. Und es gibt so viele Dinge, womit sich die Gemeinde beschäftigt, wird darüber diskutiert, was bei diesem Prinzip von diesem Zitat zu bleiben: "Keine geistliche Hilfe bringt oder ist."
[8:47] Und daher, wir können uns über so viele Gedanken machen, aber weltweit, ja auch gesagt hat, wenn wir über uns Gedanken machen über Dinge und Diskussionen führen bis ins Geht-nicht-mehr, die Gott aber nicht offenbart hat, dann sind das keine von Gott geführten Diskussionen. Und wenn uns auch diese ganzen theologisch richtigen Diskussionen, gerade auch über die Dreieinigkeit, das Beispiel, wenn es diese Diskussion davon abhalten, das zu tun, was wir eigentlich tun sollten, können wir mit 100%iger Wahrscheinlichkeit sagen, dass diese Diskussionen nicht von Gott geführt sind.
[9:21] Und daher ist die Frage: Was sollen stattdessen tun? Wir können uns die Köpfe einschlagen über alles Mögliche. Und ich möchte auch mal behaupten, all diese Fragen, diese Beispiele, wo ich jetzt aufgezählt habe, gibt er noch viel mehr, was man anführen könnte, der Streit über das Liederbuch zum Beispiel. Es gibt so viel, worüber man reden kann. Und all diese Themen sind auch wichtig und richtig. Aber die Frage ist, wenn dadurch endlose Diskussionen entstehen und man auch am Ende sich nicht einigen kann, hat es dann wirklich was gebracht, diese Diskussion zu machen? Und ich würde mal behaupten, all diese Dinge, theologischer Lebensstil, Art, egal was auch jetzt mit der aktuellen Situation, es würde auf alle diese Fragen eine klare Antwort geben, manchmal vielleicht nicht so klar, wie man sich das wünscht, aber zumindest in die Richtung nach richtig. Wenn wir die Bibel und den Geist der Weissagung wirklich aufrichtigen Herzens und demütigen Geistes studieren würden, dann hätten wir Antworten auf all diese Fragen und müssten uns nicht die Köpfe darüber einschlagen. Aber der Stolz und die Eigenliebe verhindern das oft. Und deswegen ist auch das ein sehr entscheidender Punkt, dass wir das beiseite legen, mit Christi Hilfe.
[10:32] Aber trotzdem die Frage bleibt: Wenn wir Christus zeitlich näher kommen, wenn die Wiederkunft zeitlich von den Zeichen her immer näher rückt, was sollen wir dann tun? Oder auch diese Frage ist klar beantwortet worden im Buch Amos, Kapitel 4, Vers 12: "So mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen."
[10:53] Jetzt, bevor wir auch darauf genauer eingehen, ich hatte diese Diskussion auch mit einem lieben Bruder in der Gemeinde, und er hat dann gesagt: "Dieses 'bereit machen', das ist doch Werksgerechtigkeit." Aber das ist eigentlich auch so eine Sache, die eigentlich überhaupt keine Frage aufwerfen dürfte. Werksgerechtigkeit beinhaltet ja, wie der Name schon sagt, das Bestreben, dass ich mich selber durch meine guten Taten im Himmel katapultiere. Und zumindest theoretisch verneint das ja auch jeder Adventist. So, wie ich das mitbekommen habe, ich habe zumindest noch keinen kennengelernt, der gesagt hatte: "Ich meine eigenen Werke kann ich mich retten." Aber, und das ist der entscheidende Punkt, in Offenbarung 19, Vers 7 und 8, zum Beispiel heißt es über die Braut Christi, über die Gemeinde: "Ihr könnt das gerne nachlesen, dass sie sich bereitet hat für den Bräutigam." Oder auch im Dienst von Johannes, Johannes Kapitel 1, heißt es über Johannes, dass er den Weg für den Messias vorbereitet hat. Oder über das Volk der Juden damals heißt es auch im gleichen Kapitel, dass sie nicht bereit waren, Christus aufzunehmen.
[12:01] Also, ist hier die Frage, ist das wirklich Werksgerechtigkeit, wenn man sich für Gott bereit macht, oder hat das wirklich einen tiefen biblischen Grund? Oder ist man erst mal bei einem alltäglichen Beispiel zu lassen. Wer von euch, wenn ihr Besuch erwartet, das sagen wir, der Besuch wird um 18 Uhr kommen. Ihr habt das den ganzen Tag voll vergessen und 17:25 fällt es euch ein: "Kommt ja bald eine ganze Familie!" Wer würde da nicht zumindest noch schnell den Staub unter den Teppich kehren oder das Bild an der Wand gerade hängen oder noch den Boden kurz zwischen damit diese Menschen sehen: "Wir haben uns bereit gemacht, dass ihr kommen könntet." Und hier stehen nicht die Kartons rum, da hinten noch die stinkenden Socken vom Tennissport. Diese Vorbereitung machen wir für Menschen. Ja, auch wie viel mehr sollten es dann für Gott machen? Und auch das, dass es, wie gesagt, es hat nichts mit Werksgerechtigkeit zu tun. Als Gott die zehn Gebote gegeben hat, hat er doch zu den Israeliten gesagt, dass sie sich vorbereiten sollen, die Kleider waschen sollen, die Herzen prüfen sollen. Also, wenn das bei der Gabe der zehn Gebote wichtig war, wo die Menschen nachher immer noch in der Sünde weiter gelebt haben, wie viel wichtiger ist es dann, wenn Jesus in Herrlichkeit und Majestät wiederkommt?
[13:15] Aber wie gesagt, "Mach dich bereit, deinem Gott zu begegnen" ist ein klares biblisches Prinzip. Dazu möchten wir auch noch ein paar Zitate lesen aus dem Geist der Weissagung. Das erste finden wir in einem Brief 201 aus dem Jahr 1899. Dort sagt sie: "Den weit, den großen Konflikt zwischen den unsichtbaren Kräften verstehen wir als Volk nicht, wie wir die Dinge verstehen sollten. Den untreuen, den Kampf zwischen den treuen und den untreuen Engeln. Böse Engel sind fortwährend am Werk und planen ihre Angriffe und beherrschen als Befehlshaber Könige und Herrscher, die untreuen menschlichen Mächte. Ich rufe die Prediger Christi auf, dem Verständnis aller, die in ihrem Wirkungskreis gelangen, die Wahrheit betreffs des Dienstes der Engel einzuprägen."
[14:03] Falls ihr euch jetzt die Frage stellt, was hat das jetzt mit dieser Thematik der Vorbereitung zu tun? Wie ich weiß, gleich ein bisschen genauer erklären. Wir sehen das auch in den weiteren Zitaten, worum es dann geht. Aber sie sagt letzten Endes, wir sind als Volk nicht auf dem Stand, dem sein sollten, zu verstehen, was wirklich in der Welt abgeht. Viele von uns haben sich natürlich damit auseinandergesetzt und verstehen das auch. Aber leider gibt es auch unter dem Volk Gottes einige Menschen, die sich nicht bewusst sind, in was für einem Kampf ja eigentlich leben. Und natürlich, die ganzen Menschen, die nicht an die Bibel glauben, haben noch viel weniger Ahnung davon, was für ein Kampf wir letzten Endes durchmachen. Und darauf kommt es ja an. Sie sagt, das ist, sehen wir gleich am Ende vom Zitat, wir müssen diesen Konflikt verstehen, um uns vorbereiten zu können.
[14:47] Weiter sagt sie: "Befasst euch nicht mit jählichen Vorstellungen. Das geschriebene Wort ist unsere einzige Sicherheit. Wir müssen wie Daniel beten, damit wir von himmlischen Wesen behütet werden. Als dienstbare Geister werden Engel zu denen gesandt, die die Erben der Erlösung sein sollen. Betet, meine Brüder, wie nie zuvor. Wir sind auf das Kommen des Herrn nicht vorbereitet. Wir müssen ein gründliches Werk für die Ewigkeit tun."
[15:18] Sie sagt ja, also wir sind nicht bereit für die Ewigkeit oder für das Kommen, damit wir in die Ewigkeit gelangen können. Und was ich von gerade eben angeschnitten habe, das möchte ich noch kurz ein bisschen ausführen. Es heißt hier, dass wir diesen Konflikt verstehen müssen. Und das habe ich letztens auch, als in einer Predigt von einem lieben Bruder, ist mir klar geworden, sage ich mal. Die Bibel sagt ja in Daniel 12, Vers 1, dass diese Zeit der Trübsal, die der Wiederkunft vorausgeht, eine Zeit der Trübsal ist, wie sie nie war und auch nie wieder sein wird. Und ich glaube, wenn wir auch den großen Kampf glauben schenken, dass normalerweise jede Krise, die uns bevorsteht, ist im Nachhinein gar nicht so schlimm, wenn man sich das ausgemalt hat. Die meisten, aber sie sagt, das trifft nicht auf die letzte Krise zu. Und ich glaube, wir haben keine Ahnung, was uns da erwartet.
[16:11] Und deswegen ist es so wichtig, sich vorzubereiten und ernsten Herzens und demütigen Geistes vor Gott zu kommen und sagen: "Bereite mich vor." Wir denken, das sehen wir auch im nächsten Vortrag noch, in der "Optischen Täuschung", dass wir in unserem Zustand völlig an optischen Täuschung unterliegen. Wir haben den Gedanken, wir verstehen alles, wir wissen alles, wir kennen alles theoretisch, aber wir haben praktisch keine Ahnung und wir haben keine Ahnung, was uns erwartet. Und deswegen brauchen wir diese Vorbereitung so dringend.
[16:42] Ein weiteres Zitat, Summer School Workers, am 23. März 1905. "Die Botschaft Christi, die voranging, war: Tut Buße, Söhne und Töchter, tut Buße, Pharisäer und Sadduzäer, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen. Unsere Botschaft ist keine Botschaft des Friedens und der Sicherheit, als ein Christi baldiges Erscheinen glaubend. Das Volk haben wir eine klare Botschaft zu tragen: Mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen (nach Amos 4, Vers 12). Unsere Botschaft muss so direkt sein wie die von Johannes. Er wies Könige für ihre Missetat zurecht, ungeachtet der Gefahr, in welcher sein Leben war. Erlaubte er es der Wahrheit nie von seinen Lippen zu schmachten. Unsere Arbeit in dieser Zeit muss genauso treu getan werden."
[17:36] Auch hier, lass mich noch ein bisschen das ausführen, ein paar Worte dazu sagen. Ellen White sagt hier, dass die Botschaft, die dem ersten Erscheinen Christi voranging, die Botschaft "Tut Buße", war. Und auch Jesus selber das erste Mal öffentlich gepredigt hat: "Tut Buße, das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen." Und manche einer, ich weiß nicht, was für Gefühle jetzt habt, wenn ihr das lest oder hört. Manch einer mag sich denken: "Endlich mal eine klare Botschaft ist heraus und knüppeln alle diese Botschaft über." Aber diese Botschaft, um die es hier geht, geht in aller erster Linie um mich, um mich persönlich. Es geht auch darum, die anderen zu warnen, aber das geht nur, wenn wir selber von Gott gereinigt wurden.
[18:22] Ein gutes Beispiel ist der Prophet Jesaja. Die ersten Kapitel in Jesaja, in Buch Jesaja, hat er die anderen gerügt und ihnen die Sünden vorgezeigt und gezeigt, was sie falsch machen und hat Rufe ausgestoßen. Aber als in Jesaja Kapitel 6 dann Gott in seinem himmlischen Heiligtum sieht, auf seinem Thron sieht, dann hat er auf einmal gesagt: "Weh mir, ich vergehe!" Jesaja hat lange in einer Illusion gelebt, hat lange eine religiöse Form gehalten, aber erst als er sich selber gesehen hat, wie Gott ihn sieht, war dann in der Lage, die anderen auch richtig zuzurechtzuweisen.
[19:01] Noch hier, man das immer so, manche vermischen das oder spülen das zu weich, wo sie sagen: "Entweder ich muss alle zurechtweisen, oder ich darf niemanden zurechtweisen, weil ich bin ja selber Sünder." Man hört immer dieses Totschlag-Argument: "Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein." Aber wer den White sagt, Johannes der Täufer war auch keine fehlerlose Manager. Auch gesündigt, aber auch er hat die Menschen zurechtgewiesen, aber nur, weil Gott ihn dazu befähigt hatte und erst dann auch aus einem Heiligen Geist erfüllt sein getan hat. Jedenfalls brauchen wir eine direkte Botschaft für diese Zeit.
[19:37] Wie gesagt, im nächsten Vortrag möchte ich das noch ein bisschen tiefer genauer ausführen. Das trägt dann die "Optische Täuschung" als Titel. Und das brauchen wir. Wir brauchen das ganz, ganz dringend. Eine klare, direkte Botschaft. Ich kann nicht aus meiner Erfahrung sagen, als ich angefangen habe, mich mit dem Glauben wirklich zu interessieren, mit 14, 15, was mich aufgerüttelt hat, geweckt hat, das war nicht einfach nur der Lösungsplan, sondern was mich zuerst aufgerüttelt hat, war das Bewusstsein, dass Jesus bald wiederkommt und dass ich eine Umwandlung brauche. Und als ich dann in den folgenden Studien den Lösungsplan studiert habe, habe ich auch...
[20:13] lösungsplan studiert habe, habe ich auch für mich geltend machen können.
[20:15] Und versteht mich nicht falsch, ich will nicht sagen, dass wir nichts mehr von Lösungsplänen sagen sollen. Auf keinen Fall. Das ist das Nonplusultra, das wir brauchen von Anfang bis Ende. Aber viele Menschen reagieren heutzutage nicht mehr, wenn man sagt: "Jesus liebt dich." Man, wenn man auf sein Auto so schön Kleber drauf klebt: "Gott liebt dich." Die meisten lachen da heute darüber. Die Menschen müssen wachgerüttelt werden. Und vor allem wir in der Gemeinde müssen wachgerüttelt werden, um zu verstehen, in was für einem Zustand wir sind. Und dann, wenn wir wach sind, wenn wir erkennen, dass wir einen Erlöser brauchen, dann können wir den Erlöser den Menschen bringen. Aber viele brauchen erstmal diese klare, aufrüttelnde Botschaft.
[20:52] Ein weiteres Zitat aus "Erfahrungen und Gesicht", Seite 62: "Ich sah, dass viele die so nötige Vorbereitung versäumten und auf die Zeit der Erquickung und Inspiration schauten, die sie bereit machen sollten am Tage des Herrn zu bestehen und vor seinem Angesicht zu leben."
[21:13] Ich habe gleich zu sagen, warum ich dieses Zitat am Anfang überhaupt nicht mochte. Aber ich denke, ich könnte es euch gleich selber vorstellen. Jedenfalls sagt sie dann weiter: "Ich sah, dass keiner an der Entwicklung teilhaben kann, der nicht den Sieg über jegliche Sünde, über Stolz, Selbstsucht, Liebe zur Welt und über jedes unrechte Wort und jede unrechte Tat erlangt hat." Wir sollten deshalb immer näher zu dem Herrn kommen und ernstlich suchen, diese nötige Vorbereitung zu erlangen, die uns befähigt, im Kampf am Tage des Herrn zu bestehen. Lasst uns daran denken, dass Gott heilig ist und dass nur heilige Wesen in seiner Gegenwart wohnen können.
[21:53] Das ist ein ziemlich starkes Zitat. Ich kenne wenige Zitate, und das Zitat ist auch gar nicht so unbekannt, aber ich kenne wenige Zitate, die so deutlich und so klar, ich sag mal, auf den schwächsten Punkt in unserem Herzen zeigen.
[22:13] Jetzt, was meinst du hier? Und wie können wir das verstehen, dass sie sagt, dass wir jede Sünde, Selbstsucht und jedes unrechte Wort überwinden müssen, weil wir sonst nicht die Vorbereitung erlangen können? Man kann da wirklich Angst vor bekommen von diesem Zitat. Denn ich kenne einige, und das hat, war, ist wahrscheinlich auch der Grund, warum ich das früher als Kind nicht mochte, dieses Zitat. Weil man das wirklich so mit dieser bösen Ellen White Keule verwenden kann.
[22:38] Aber ich möchte ich das an einem praktischen Beispiel zeigen, weil es geht um die Praxis. Ich denke, die wenigsten von uns haben Probleme damit, wenn sie jemanden auf der Straße sehen, sich zurückzuhalten zu müssen, ihn abzustechen. Es gibt solche Leute, die diese Kämpfe haben, die von Satan so ferngesteuert geworden sind, dass sie diesen Morddrang haben. Aber die wenigsten von uns, die wir hier zuschauen, denke ich, haben solche Kämpfe. Aber es geht hier vor allem um diese kleinen Kämpfe im Alltag, die jeder befinden muss.
[23:07] Möchte euch ein Beispiel geben. Ich habe das schon einige Male in den Gemeinden erzählt, wenn ich zum Predigen unterwegs war und jeder hatte dieses Problem, ausgenommen jener. Mal sehen, vielleicht habt ihr das Problem auch. Wir, die wir hier in Deutschland leben, wir sind eigentlich ganz zivilisierte und nette Menschen. Wir wissen, wie man sich anzieht, ja, Anzug und Krawatte. Wir haben Manieren am Essen, wir sind pünktlich, zumindest die meisten von uns. Wenn man sagt: "Ich bin um 15 Uhr da", dann kommt man um 15 Uhr, 14 Uhr 55 allerspätestens. Und wir sind eigentlich ein ganz gesittetes Volk, die sagen: "Okay, wir haben einen Termin und da und da müssen wir die Ware abliefern, dann kommt sie auch an dem Tag an."
[23:58] Aber, und ich weiß nicht warum, irgendwas passiert in den Köpfen der in Deutschland lebenden, wenn wir ins Auto steigen. Irgendwas passiert da. Da ist noch alles ganz normal. Wir kommen schön von der Arbeit nach Hause oder gehen gerade Feierabend und verabschieden uns von den Kollegen, alles unter schön. Steigen ins Auto und auf einmal werden wir zum zum Biest. Dann wird sie eine 30er Zone gefahren, und dann fährt einer vor uns, der 29 fährt. Und für das deutsche Autofahrerherz, 29 in der 30er Zone, das geht gar nicht. Das ist Schneckentempo. Und dann wird er aufgeregt. Und die meisten polen wahrscheinlich Leute im Auto rum: "Wo hast du deinen Führerschein gemacht? Hast du aus dem Kaugummiautomaten gezogen oder was?"
[24:43] Kommst du auf die Autobahn und es ist ja so, in vielen Ländern gibt es das Tempolimit. In Österreich 130, in der Schweiz es 120, Schluss aus. Ich weiß nicht, ob das stimmt oder ob das nur eine Überlegung war, aber ich habe mal gehört, dass auf den holländischen Autobahnen Tempo 100 maximal ist oder sein sollte. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Aber ich meine, 100. Die meisten deutschen Autofahrer tun mit 100 rückwärts einparken. Und wenn man dann auf die Autobahn kommt in Deutschland, man kommt gerade aus einem schönen Skiurlaub aus der Schweiz, ist auf 120 gedrosselt. Werde auf die linke Spur auf deutschen Autobahnen und 120, das ist keine gute Idee.
[25:27] Keine drei Sekunden später hat der Mercedes Stuttgart ihr schon seinen Mercedes-Sterne im Nacken gedrückt. Und dann gibt es ein Lichtkonzert, und da wird gehupt und geschimpft. Und manche sind schon so eilig, dass sie fast auf zwei Rädern an der Leitplanke dich überholen. Also irgendwas passiert in den Köpfen der Autofahrer in Deutschland, wenn sie ins Auto steigen. Und genau das sind diese kleinen Alltagssünden, die wir überwinden müssen.
[25:49] Weil, was ist, wenn diese kleinen Wutausbrüche, dieses kleine Aufbegehren des fleischlichen, nächsten Egos, das aufkommt, das versaut unser ganzes Denken. Und oftmals ist es ja so, dass wir aus der Gemeinde kommen, eine wunderbare Predigt gehört haben, eine wundervolle Missionsgeschichte gehört haben, auf Wolke sieben aus der Gemeinde schweben, dann ins Auto steigen, dann kommt die nächste Situation und alles ist weg.
[26:15] Und genau das ist der Punkt, was sie sagt: Selbstsucht, Liebe zur Welt, über jedes unrechte Wort, jede unrechte Tat. Darüber müssen wir sie verlangen. Weil, glaubt ihr, dass sich Engel über solche Kleinigkeiten aufregen? Und auch das sollte uns doch nicht entmutigen.
[26:30] Manchmal kommt man schnell der Gedanke auf: "So, Hilfe, ich muss Sünden loswerden." Aber ich möchte euch mal vorschlagen: Vergesst diesen Gedanken, streicht das neu im Kopf durch. Es geht nicht darum: "Ich muss Sünden loswerden", sondern seht es mal aus einer anderen Perspektive.
[26:49] Wow, Gott wird mich Sünden losmachen. Und auch hier noch mal, bevor ich weitermache, ein kurzer Einschub. Ich habe letztens mit einem Bruder aus der Gemeinde, der auch schon einige Jahre erfahren ist, auch im Predigerdienst und auch schon unterrichtet hat, über dieses Thema gesprochen. Und er hat mir gesagt: "Wir werden diese Erde nie so endlos verlassen."
[27:11] Aber ich habe das selber mal für mich studiert in der Bibel und ich möchte ich Ihnen und Bild zeigen. Entschuldigt meine krakelige Handschrift. Ich habe mir alle Texte herausgeschrieben aus ein paar Briefe nur im Neuen Testament, die uns zeigen, was Gott uns erreichen möchte. Und auch hier, es geht nicht darum, dass ich so etwas werden muss, sondern dass Gott mich Sünden es machen kann, wenn ich möchte.
[27:32] Und ich habe ja einige Texte aufgeschrieben, habe es irgendwann dann bleiben lassen, weil es so eindeutig war. Die Bibel spricht so oft davon, dass wir heilig und tadellos Angesicht gestellt werden können, dass er uns das Ebenbild Jesu wiederherstellen möchte, dass wir ja einfach das tun, was Jesus auch charakterlich ist. Und diese Bruder dann zu mir gesagt: "Ja, das stimmt, aber so nicht. Wir werden in der Liebe vollkommen werden, aber nicht in unserem Wesen."
[28:02] Aber wenn wir es mal lieblich betrachten, Jesus sagt z.B. in der Bergpredigt, Matthäus 5, ich glaube fast 48: "Darum soll dir vollkommen sein, wie auch euer Vater im Himmel vollkommen ist." Im Lukas-Evangelium, in der Parallelstelle, sagt Jesus, dass wir perfekt oder vollkommen lieben sollen, so wie Gott liebt. Also, wenn wir vollkommen lieben, was tun wir dann? Ihr spiegelt Gottes Charakter wieder, weil sein Charakter Liebe ist. Wenn Jesus sagt, wir sollen vollkommen werden, wie unser Vater im Himmel vollkommen ist, nicht mal die Engel haben ja die Engel sind auch Gott unterwürfig, haben nie gesündigt. Aber auch sie erreichen die dem Standard. Aber in der Liebe seine vollkommen werden. Und das ist der Charakter und es ist möglich.
[28:46] Nur die Frage ist jetzt: Will ich das? Will ich das nicht? Aber lasst uns das nicht mit Angst betrachten. So, ich muss Sünden loswerden, sondern ich möchte. Und ich weiß nicht, vielleicht habe ich ja auch schon Erfahrungen gemacht. Wir haben an uns was entdeckt. Sie haben gebetet: "Herr, durchforsche mich." Und irgendwas in unserem Charakter hat Gott uns dann gezeigt. Wir sind ungeduldig, oder wir rasten beim Autofahren aus, oder was auch immer. Aber wenn wir dann gesagt haben: "Herr, hilf mir, das zu ändern", und es über manchmal lange Zeit Gott es wirklich geändert hat, was für eine Freude war das für uns, dass wir gesehen haben, wir haben Sieg errungen über diese schlechte Eigenschaft. Und wie schöner, wie viel schöner muss es sein, wenn wir über alle schlechten Eigenschaften Sieg erringen können.
[29:32] Niemals aus eigener Kraft. Kein Mensch kann das. Wenn wir das selbe probieren, dann machen wir die Erfahrung, die Luther gemacht hat. Wir werden völlig zerstört und völlig unnötig. Aber wenn wir es in Gottes Kraft tun, dann können wir wirklich Siege erringen. Und das ist das Schöne.
[29:51] Die Frage ist: Wie soll das funktionieren? Weil, wie gesagt, aus eigener Kraft klappt das nicht. Die Antwort ist einfach, und wir kennen sie auch. Also, genau, ich habe mir dann noch mal studiert, wodurch es klappt. Deal ist das nicht vollständig, aber man könnte es natürlich noch ausführen. Jedenfalls, was sagt uns der Prophet Jeremia, Kapitel 32, 38 bis 41? Gott sagt hier: "Sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. Und ich will ihnen ein Herz, einen Wandel geben, dass sie mich allezeit fürchten, ihnen selbst zum Besten und ihren Kindern nach hinten."
[30:28] Also, wenn Gott unser Herz verändert, wenn er uns einen neuen Wandel, ein neues Herz gibt, laut diesem Text, ist es zu unserem eigenen Besten und zu den Besten derer, mit denen wir zu tun haben. Ist das nicht wundervoll?
[30:43] "Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohl zu tun. Und ich werde die Furcht vor mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen. Und damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohl zu tun. Und ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit, mit einem ganzen Herzen und meiner ganzen Seele."
[31:05] Also, Gott allein kann uns verändern. Und wenn Gott uns verändert, wird es nicht nur zu unserem eigenen Wohl sein, sondern zum Besten von allen anderen auch.
[31:13] Hier ganz kurzes Beispiel, was das bedeutet, wenn wir eine schlechte Eigenschaft haben, wenn wir, und ich denke auch hier, jeder hat diese Eigenschaft, wenn wir müde sind und gleichzeitig hungrig und gleichzeitig gestresst und gleichzeitig verschwitzt, dann ist es eine ganz schlechte Kombination. Und wenn wir dann kleine Ausbrüche haben und die Menschen um uns herum verletzt werden, und wir hinterher zur Besinnung kommen, dann denken wir uns: "Was habe ich wieder gemacht?"
[31:44] Und wenn Gott uns aber verändert, und dass nicht mehr passiert, das ist ein wundervolles Gefühl, eine wundervolle Eigenschaft, wenn wir sehen, dass auch unser Umfeld davon profitiert.
[31:55] Möchte noch ein kleines Beispiel geben. Es gibt ein schönes Buch von Jim Hohenberger, einige von euch kennen das bestimmt, das heißt "Flucht zu Gott". Und um es kurz zu machen, er beschreibt da eben, wie er sein Leben praktisch mit Gott gelebt hat. Er war, er hat diesen American Dream gelebt. Er hat aber irgendwann gemerkt, also, wenn Kinder drei und fünf Jahre alt waren, erkennt seine Kinder nicht. Er wusste, wie sie heißen, dass er das Hemd, das er ja biologischer Vater war, aber er hat sie nicht gekannt. Hat er mit seiner Frau beschlossen, dass sie ihr Leben verlangsamen und stark entschleunigen und Gott kennenlernen wollen und nicht mehr nur in dieser reinen Theorie-Welt leben wollen.
[32:32] Letzten Endes, und darauf möchte ich hinaus, hat er dann viele Erfahrungen gezeigt im Business-Buch. Das war so wertvoll für mich, und ich lade jeden ein, ist auch zu lesen "Flucht zu Gott" von dem Hohenberger. Es gibt da noch Fortsetzungen davon, aber er beschreibt darin gerade in diesen Alltagssituationen, wie wir siegreich werden können. Und hat er eine Situation erwähnt, die mich auch sehr angesprochen hat, weil ich dieses Vorgehen auch oft begangen habe.
[32:57] Er war da, hat sich die Hände gewaschen, beschreibt er, und dann kommt seine Frau um die Ecke und fragte: "Was machst du da?" Hat er gesagt: "Dann kommt dem Stand dieses Gefühl auf und dieses 'Ich, dass er gleich los, 'Proton' möchte, dieses 'Zieh's du doch, was ich hier mache, ist doch offensichtlich, dass ich meine Hände wasche.' Aber dann da auch gesagt, er hat diese Situation Gott übergeben, hat gesagt, in Gedanken dann: 'Herr, ich übergebe es dir.' Gott hat dem Land Frieden geschenkt. Und dann hat er ganz friedlich antworten können: 'Ich war schon immer die Hände, Liebling.' Und das hat seine Frau so gut getan, diese kleinen Worte, und auch ihm selber.
[33:33] Und das ist genau das, was Gott uns bewirken möchte, dass wir diese kleinen Dinge überwinden, weil diese kleinen Dinge sind oft die Stolpersteine, die uns zu größeren Fehlern kommen lassen.
[33:46] Noch ein Zitat, um das ein bisschen abzurunden. Noch Manuskript 28 aus dem Jahr 1897. "Der Herr ist der menschlichen Familie gegenüber so großzügig, dass von ihnen nicht gesagt werden kann, dass er mehr tun könnte, als er unserer Welt, Jesus gab er den ganzen Himmel. Seine Liebe ist unvergleichlich. Sie hört von nichts auf für menschliche Vernunft ist der gesamte Erlösungsplan eine Verschwendung, eine Gnade und Ressourcen." Das ist auch eigentlich witzig, wenn man darüber nachdenkt, aus menschlicher Sicht, aus jeglicher Sicht, wenn man das rein menschlich nach diesem, sage ich mal, wirtschaftlichen Sinn betrachtet, ist der Lösungsplan eine reine Verschwendung. Völlig übertrieben, völlig maßlos, völlig unvorstellbar. Aber Gott hat sich gesagt: "Wenn das steht am Anfang von diesem Zitat, er würde es nicht zulassen, dass jemals irgendjemand sagen würde zu ihm: 'Du hattest viel mehr tun können für die Welt.' Er hat alles gegeben, was möglich war. Er hat den ganzen Himmel entleert."
[34:51] Und es gibt auch dieses schöne Zitat im "Leben Jesu", wo er dann weit schreibt, dass Jesus selbst den Himmel nicht als einen schönen Ort betrachtet hat, solange du nicht verloren warst. Und das ist wirklich faszinierend. Für menschliche Vernunft ist der gesamte Erlösungsplan eine Verschwendung, ein Gnade und Ressourcen. Aber Gott hat es Freude gemacht, das zu tun.
[35:16] Also, Gott bewirkt, dass alles in uns. Aber die Frage, und darauf zielt es auch ein bisschen ab, jetzt, wo genau das ist unsere Rolle? Wie gesagt, Gott stellt die Bedingungen vor. Gott ist derjenige, der das Wollen vollbringt und jetzt auch die Kraft gibt, das dann zu tun. Aber wo ist unsere Rolle?
[35:36] Auch hier in Zitaten, auch hier dieses Zitat ist sehr deutlich und sehr direkt. Hat mir am Anfang sehr weh getan, also meinem Stolz wehgetan. Aber schauen wir mal, was es dort heißt. In dem Manuskript "Maranatha", auf Seite 62, heißt es: "Wenn Siebenten-Tags-Adventisten praktizieren würden, was sie zu glauben behaupten, wenn sie auf richtige Gesundheitsreform wären, während sie in der Tat ein Spektakel für die Welt, für die Engel und für Menschen."
[36:08] Also, auch hier, bevor weiter lesen, es geht hier um die kleinen Dinge im Alltag, die wir überwinden müssen, die uns wirklich davon abhalten können, auch eines Tages in den Himmel zu kommen, wenn wir den Stolz immer so nähren und hochpushen.
[36:23] Und jetzt sagt sie hier: "Wenn wir wir lesen das gleich noch weiter, aber wenn wir als Siebenten-Tags-Adventisten diese Gesundheitsbotschaft, die wir von Gott bekommen haben, so ausleben würden, wie wir es vorgeben zu glauben, während wir ein Spektakel für die Welt, für die Engel und für Menschen." Wir wissen ja oft, und dann den einzelnen sind so erstaunt, was für ein wunderbarer, was für eine wunderbare Auswirkung dieser kleine Lebensstil für Dani und seine Freunde hatte. Babylonische Königshöfe, wie Gott sie gesegnet hatten, wir sie weitaus besser aussahen nach nur zehn Tagen von dieser einfachen Ernährung.
[36:59] Aber machen wir das selber auch? Wir lesen weiter: "Und sie würden einen weitaus größeren Eifer für die Errettung derer zeigen, die die Wahrheit nicht kennen." Das ist auch interessant. "Größere Reformen sollten unter den Menschen gesehen werden, die behaupten, nach dem Erscheinen Christi zu suchen. Die Gesundheitsreform soll unter unseren Geschwistern die Arbeit leisten, die sie noch nicht geleistet hat."
[37:27] "Die Kontrolle der Macht des Appetits wird den Ruinen von Tausenden erweisen. Wenn sie in diesem Punkt der Esslust moralische Macht gehabt hätten, hätten sie auch den Sieg über jede andere Versuchung Satans gehabt." Jetzt kommt das: "Sagt nicht ich, wenn ihr damit ein Problem habt, beschwert euch bei Gott, nicht bei mir. Aber diejenigen, die Sklaven des Appetits sind, werden den christlichen Charakter nicht perfektionieren können."
[37:52] Und wenn wir uns am Ende der Zeit nähern, wird Satans Versuchung, dem Appetit nachzugeben, stärker und schwieriger zu überwinden sein.
[38:01] Immer wieder wurde mir gezeigt, dass Gott versucht, uns Schritt für Schritt zu seinem ursprünglichen Plan zurückzuführen, dass der Mensch von den natürlichen Produkten der Erde leben sollte.
[38:13] Gut, bevor es einige von uns hier aus den Socken gehauen werden, auch hier lassen sich das noch ein bisschen ausführen und aus eigener Erfahrung auch erzählen. Als ich das zum ersten Mal gelesen habe, dann auch an anderen Stellen gelesen habe, wie wichtig es ist zu wissen, dass Milch und Zucker und Kombination eine ganz, ganz, ganz schlechte Eigenschaft haben. Da war ich so übel und ich habe gesagt: "Lieber Gott, das kann nicht sein, nicht meine Milka Schokolade, die schmeckt so gut, ich will nicht aufgeben."
[38:43] Aber Gott hat mir geholfen, auch das zu überwinden. Wenn wir nämlich, das ist der Anfang von dem Zitat, wenn wir das, was wir theoretisch haben, in die Praxis umsetzen würden, wenn wir nicht im eigenen Ich so viel Raum geben würden, sondern sagen würden: "Okay, du hast das gesagt, ich, deine Propheten, ich werde es annehmen", würden wir viel, viel mehr tun können. Wir werden ein Spektakel für die Engel und für die Menschen. Wir würden einen weitaus größeren Eifer zeigen, um Menschen zu erretten, die noch an der Sünder leben. Wenn wir diese einfachen Dinge beachten würden.
[39:17] Und auch hier, dann wird zum Beispiel das Buch "Der Weg zur Gesundheit" lesen oder "Bewusst essen und leben" von der Ellen White. Sie schreibt so oft, dass diese einfache Ernährung nicht einfach nur aus, also,
[39:26] Ernährung nicht einfach nur aus, sinngemäß, dass es nicht einfach nur aus Tomaten und Karotten essen besteht. Das ist ja auch mal so eine Extreme, in das viele verfallen. Was ich denke: "Oh, okay, jetzt habe ich nur noch Gemüse essen und ein bisschen Möhrensaft und sechseinhalb Liter Wasser am Tag trinken." Was viel zu viel ist. Aber besteht ihr, wie ich meine? Wir dürfen auch dann in Extreme fallen, gesagt auch dort, wenn wir dieses Speisen zubereiten, diese einfache Nahrung, die nicht stark gewürzt, nicht mit Konservierungsmitteln, nicht mit Zucker, nicht mit Salz voll, nicht mit allen möglichen, auch das muss fürs Auge gut aussehen, muss nachhaft sein, muss alle Nährstoffe abdecken und muss auch immer noch lecker sein. Und das ist der Punkt.
[40:06] Viele, die die Gesundheitswirtschaft annehmen, zumindest auch dem Augenmerk nach, haben auch da viel zu wenig verstanden, worum es eigentlich geht. Weil es geht nicht einfach nur darum, Schnitzel mit Pommes zu essen. Das Schnitzel wegzulassen, weil die Pommes und auch vegan. Aber wenn man nur Pommes isst, ist es natürlich auch extrem unterernährt. Besteht ihr, wie ich meine? Und da müssen wir uns da auch viel tiefer reindenken. Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, aus therapeutischen Gründen habe ich im Januar 2021 angefangen. Müssen jetzt fast sechs Monate habe ich angefangen, roh vegan zu essen. Es muss nicht jeder roh veganer essen, aber rein pflanzlich.
[40:49] Dass sie am Ende hier ist Gottes Absicht, dass wir uns Schritt für Schritt, Schritt für Schritt, nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt zurückführt zu dem ursprünglichen Plan, den Gott den Menschen im Garten Eden gegeben hat, was Ernährung betrifft. Jedenfalls habe ich aus therapeutischen Gründen roh vegan jetzt seit einiger Zeit und ich muss euch sagen, wenn man sich mal damit beschäftigt, Gedanken darüber macht und schaut, was kann ich essen, welche Samen, welche Nüsse, welche Hülsenfrüchte, das alles zu kombinieren und das zu beachten, es ist so ein Segen. Der Verstand ist so viel klarer und da sieht man Daniel 1 wirklich im eigenen Leben. Der Verstand ist klarer. Selbst einmal in jungen Jahren sieht, wie die Haut besser wird. Das ist der Wahnsinn.
[41:31] Das ist der Wahnsinn. Wenn du mit Anfang zwanzig siehst, deine Haut besser wird, wenn du dich nur pflanzlich ernährst, wie viel mehr, wenn wir älter sind. Und abgesehen davon, ich fühle mich so kräftig und so fit. Auch ich habe durch das Rohkost-Ernährung, glaube ich, 45 Kilo zugenommen, Muskelmasse, nicht Fett. Und ich fühle mich wirklich sehr, sehr gut.
[41:51] Und Ellen White sagt hier: "Also, wenn wir das alles praktizieren würden, wir wären ein Spektakel für die ganzen Menschen drumherum." Ich weiß noch, einige Menschen kamen zu mir, als ich damit angefangen habe. Haben sie mal eine Rippe reingeschaut, meinten so: "Hast du noch Speck an dir? Du bist ja überhaupt nichts energiereiches mehr." Was nicht stimmt. Ich habe sehr viel energiereiches gegessen, aber halt pflanzlich. Und wenn die Menschen dann sehen, dass es einem so gut geht, dann sind sie wirklich erstaunt. Die, die offen sind dafür, natürlich. Deswegen gerade die Sache mit dem Appetit, das wird auch oft belächelt, abgelehnt.
[42:25] Gesagt: "So ein Blödsinn, brauchen wir nicht." Es reicht, wenn drei meiner Woche joggen gehen oder was weiß ich. Wir müssen viel tiefer da hinein kommen. Weil, lasst uns das auch auf der Zunge zergehen. Wir werden ein Spektakel für die Engel und wir würden in größerem Eifer zeigen, Menschen zu erretten, den Sündern Leben. Und Gott möchte uns wieder zurückführen zu dem Ernährungsplan, den er für uns hatte.
[42:53] Gehen noch einen Schritt weiter. Die Bibel sagt, dann Offenbarung 18, Vers 1: "Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hat die große Vollmacht, und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit." Dieser Text zeigt uns, dass kurz vor der Wiederkunft eine gewaltige religiöse Erweckung stattfinden wird. Die Erde wird erleuchtet sein von dem Wirken des Heiligen Geistes. Und die Frage ist: Was genau ist dieser Herrlichkeit?
[43:25] Lesen wir uns ein paar Texte in der Bibel durch und zu verstehen, was die Bibel sagt. Weil das Argument ist, und das Argument stimmt: Die Bibel erklärt sich selber am besten.
[43:33] Jesaja 60, Verse 1 bis 3: "Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und tiefes Dunkel die Völker. Über dir aber geht auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und Heidenvölker werden zu deinem Licht kommen und Könige zu dem Glänze, über dir aufgeht." Jesaja sagt noch nicht ganz genau, was diese Herrlichkeit sein wird. Zeigt uns aber, dass sie sehr eng verbunden ist mit dem Wirken Gottes.
[44:09] Jesaja 58, Verse 6 bis 8 zeigt uns letzten Endes, was hier geschehen wird. Hier heißt es: "Ist nicht das ein Fasten, an dem ich gefallen habe, dass die Ungerechten Fesseln losmacht, dass er die Knoten des Jochs löst, dass ihr die Unterdrückten freilässt und jegliches Joch brecht? Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und Arme verfolgst, der dein Haus fürst? Dass, wenn du einen Entblößten siehst, du ihn bekleidest und dich nicht von deinem eigenen Fleisch entziehst? Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und eine Heilung wird rasche Fortschritte machen. Deine Gerechtigkeit wird von dir her gehen und die Herrlichkeit des Herrn seinen Nachwuchs sein."
[45:00] Jesaja Kapitel 58 sagt uns, was ihr zuvor beschrieben ist, ist nichts anderes als der Charakter Jesu. Also, Jesus sein öffentliches Wirken begann, das lesen wir am Anfang der Evangelien. Und dann diesen Text aus dem Buch Jesaja vorgelesen hat, Jesaja 60 oder 61, die ersten paar Verse. Das ist der Charakter Jesu: Den Menschen zu helfen, die Bedürftigen zu kleiden, den Hungrigen zu speisen, die, die ermüdet sind und deprimiert sind, ein Wort Ermutigung zu sprechen. Das ist Jesus. Das ist der Charakter Jesu.
[45:36] Und die Bibel sagt hier: Wenn Gottes Volk den Charakter Jesu widerspiegelt, dann wird Gott dieses Licht hervorbrechen lassen. Und das ist das, was die ganze Erde erleuchten wird. Wenn Gottes Volk den Charakter Jesu widerspiegelt, den Menschen so hilft, wie Jesus getan hätte. Das ist sehr, sehr entscheidend zu verstehen. Oftmals denken wir, wenn wir eine neue Predigt hören über das, was der Papst im Vatikan von sich gibt, heute die neuesten Ereignisse der Endzeit hören, verstehen darüber eine Predigt anschauen, dass dann Jesus bald wiederkommen muss, dass dann die Herrlichkeit Gottes die Erde umstrahlt. Aber die Bibel sagt, das ist so eigentlich, dass Gott mit uns zusammenarbeiten möchte.
[46:19] Wenn wir nicht bereit sind zu laufen, kann Gott unsere Schritte nicht lenken. Der kann es nur im Kreis drehen. Wenn wir laufen möchten, wenn wir das tun wollen, wozu Gott uns aufruft, durch seine Gnade, nicht aus eigener Kraft, dann kann er auch die Schritte lenken. Und dann wird unser Licht hervorbrechen wie die Morgenröte. Und dieser Text ist im Übrigen auch noch eine sehr schöne Verheißung für alle, die von Krankheit geplagt sind.
[46:47] Es gibt einige Stellen, wo Gott sagt, wenn wir ihm dienen, dann wird er auch unsere Krankheit von uns nehmen. Und hier sagt die Bibel auch, wenn wir den Menschen helfen möchten, dann wird unsere Heilung rasche Fortschritte machen, geistlich und auch körperlich, wenn es zu Gottes Ehre dient.
[47:05] Bilder vom Reich Gottes, Seite 256: "Gerechtigkeit heißt das Richtige zu tun." Jeder wird also nach seiner Handlungsweise, die ja ein Spiegel seines Charakters ist, gerichtet werden. Unser Leben zeigt aber, ob unser Glaube echt ist. Den zweiten und dritten Satz und diesem Zitat kennen wir sehr gut. Das hören wir oft. Das kennen wir, aber den ersten Teil: "Gerechtigkeit heißt das Richtige zu tun." War für mich persönlich bis vor einigen Monaten komplett neu.
[47:33] Es geht hier nicht darum um Werksgerechtigkeit. Auch hier, es geht nicht um Werksgerechtigkeit. Die Gerechtigkeit, die wir verliehen bekommen von Christus, geschieht durch Glauben allein. Und durch diesen Glauben kann er uns dieses gerechte Handeln bewirken. Das geht Hand in Hand. Man kann es nicht trennen.
[47:51] Jetzt wird's Adventisten, wir sind ganz gut darin, gewisse Dinge nicht zu tun. Ja, wir stehen nicht, wir töten nicht, wir brechen nicht die Ehe, wir lügen nicht, haben keine falschen Götter, kein Schweinefleisch, trinken keinen Alkohol. Wird und dieses und jenes nicht. Aber darum geht es nicht.
[48:07] Gerechtigkeit heißt das Richtige zu tun. Es geht nicht darum, gewisse Dinge nicht zu tun, sondern es geht darum, die anderen Dinge zu machen. Und das ist das, was Jesus auch gemacht hat. Weil das Argument ist ja: "Ich muss anfangen." Ich habe auch mit einer Schwester über dieses Thema gesprochen und immer wieder, man hört es, immer wieder kommt es auf www.diese-erde-nie-so-endlos-verlassen.
[48:30] Ihr Lieben, ich möchte euch eine Frage stellen: Welche Sünde kann Gott nicht überwinden? Es gibt keine, die Gott nicht überwinden kann. Es liegt aber an uns, ob wir es zulassen, dass er überwindet durch seine Kraft. Wenn wir uns weigern, kann er uns auch nicht charakterlich vollkommen machen. Aber wenn wir bereit sind, dann können wir diese Schritte der Heiligung immer weiter gehen. Und das Argument ist ja: "Wir werden nur Jesus ähnlich sein." Ja, genau das ist der Punkt.
[49:01] Wir werden Jesus nämlich seine werden. Niemals ihn erreichen können, geht schon gar nicht, weil wir Geschöpfe, nicht der Schöpfer. Aber solange ich mich damit entschuldige und sage: "Ich werde die Erde nicht Sonntag verlassen, und ich bin halt Mensch." Ist auch so ein Argument. Solange wir diese Haltung haben, werden wir Jesus dreimal nicht ähnlich sein.
[49:23] Versteht ihr diesen Zwiespalt dabei? Man sagt auf der einen Seite, wir werden das Ende der Dinge los, verlassen, werden Jesus mehr ähnlich sein. Aber auf der anderen Seite, man setzt sich so in seinen Stolz rein und sitzt in seinem Kämmerchen und nein, mag ich nicht. Und weigert sich, die tägliche Charakterveränderungen zuzulassen. Das ist ein Widerspruch in sich selber. Aber Jesus hat diese Taten der Barmherzigkeit getan. Und dazu sind wir aufgerufen durch die verliehene Gerechtigkeit.
[49:47] Die Gerechtigkeit weiterzugeben. Gerechtigkeit heißt das Richtige zu tun und nicht nur gewisse Dinge nicht zu tun.
[49:56] Ein sehr schönes Zitat. Lohnt sich auswendig zu lernen. Jesaja 62, Verse 1 bis 3: "Um Zions willen schweige ich nicht und um Jerusalems willen lasse ich nicht ab, bis seine Gerechtigkeit hervorbricht wie Lichtglanz und sein Heil wie eine brennende Fackel." Also auch hier: Gerechtigkeit wird ihr gleichgesetzt mit Licht, mit Herrlichkeit. Und die Heiden werden damit Gerechtigkeit sehen. Und nun alle Könige deine Herrlichkeit.
[50:25] Gerechtigkeit gleich Herrlichkeit. Und du wirst mit einem neuen Namen genannt werden, denn der Mund des Herrn bestimmen wird. Und du wirst eine Ehrenkrone in der Hand des Herrn sein und ein königliches Diadem in der Hand deines Gottes.
[50:41] Und das Leben ist der zweite und das ist der entscheidende Punkt, dass wir Jesus beziehungstechnisch näher kommen. Wir kommen ihm zeitlich immer näher. Die Zeichen der Zeit sind eindeutig, wie ich vorhin schon gesagt habe. Keiner, der die biblische Prophetie studiert, dann daran glaubt, kann verleugnen, dass wir nicht am Ende der Tage leben und dass wir nicht praktisch unmittelbar vor der Wiederkunft leben. Wann sie stattfindet, weiß ich nicht. Aber der entscheidende Punkt ist: Wir müssen Jesus beziehungstechnisch näher kommen.
[51:12] Weil die Bibel sagt, wenn das Evangelium in aller Welt verkündigt wird, sind Matthäus 24, Vers 14, dann wird das Ende kommen. Das Ende wird nicht kommen, weil der Papst irgendwas macht. Das Ende der Welt oder auch nicht kommen, weil irgendwelche Chips und Barcodes in der Presse diskutiert werden. Und ist das vielleicht das Malzeichen? Dass es nicht der Punkt. Das zeigt, dass alles, was es nahe kommt. Und ja, die Konflikte werden dem Ende hin immer spitzer, immer gefährlicher. Aber es geht hier um weitaus mehr. Wenn das Evangelium gepredigt wurde, dann kommt Jesus wieder.
[51:48] Aber Offenbarung 18, Vers 1 sagt uns, damit das geschieht, brauchen wir. Und was Jakobus sagt, der Kommissionsvers 7: "Erwartet nun, ihr Brüder, geduldig auf die Wiederkunft des Herrn. Siehe, der Landmann wartet ihretwegen und geduldet sich, bis sie den Früh- und Spätherbst empfangen hat." Wenn dieser Spätherbst kommen wird, die Fülle des Heiligen Geistes, davon ist eine Offenbarung 18, dass einst die Rede. Dann wird das Evangelium überall hin getragen werden, was jetzt noch nicht ist. Und dann wird Jesus wiederkommen. Aber das geschieht nur, wenn wir auch zulassen, dass wir von ihm verändert werden.
[52:26] Und auch hier noch eine kleine Sache. Den Bruder, von dem ich voll gesprochen habe, ich habe das mit ihm auch gesprochen. Dann meint er irgendwann ganz im CCA. Dann sagst du ja quasi, dass wir die Wiederkunft auf ewig hinauszögern können, wenn wir nicht bereit sind. Aber da habe ich gesagt: "Nein, das meine ich nicht." Wir können die Wiederkunft nicht auf ewig hinauszögern.
[52:45] Das alte Israel ist ein gutes Beispiel. Als Israel immer und immer wieder Gott abgelehnt hat und spätestens als Jesus kam und sie ihn völlig abgelehnt haben, nach dem Ende dieser 70 Jahrwochen, da hat Israel aufgehört, Gottes auserwähltes Volk zu sein. Und das Evangelium ging an die Heiden, nicht mehr nur an das Volk Israel. Und jetzt sagt ja auch, nachdem die Pharisäer und Sadduzäer es zur Schnecke machen wollten und gesagt haben: "Die Kinder preisen ihn, und ich zeige ihnen soll ruhig sein." Hat Jesus gesagt: "Wenn sie schweigen, werden die Steine reden." Und genau so ist es auch bei uns.
[53:20] Wenn wir unseren Auftrag nicht erfüllen, würden wir können die Wiederkunft nicht auf ewig hinauszögern. Das geht nicht. Gott würde jemand anderes berufen. Und wenn das nicht funktioniert, dann würden die Steine schreien. Gott hat schon seine Wege. Aber der Punkt ist, jetzt habe ich auch diesen Bruder gesagt, es wäre tragisch, wenn wir nicht dabei sein können, am lauten Ruf teilnehmen könnten. Das wäre doch enorm tragisch. Und darum geht's.
[53:44] Die Wiederkunft können wir nicht auf ewig hinauszögern. Der Gruppe 5, 7, wie ich gerade gesagt habe, zeigt uns zwar, dass Gott lange wartet, in Geduld hat, bisher den Spätherbst schicken kann. Aber es wird nicht auf ewig gehen. Aber wenn sich Gottes Volk weigert, dann wird es auf jemand anderes übergehen. Aber die Prophetie sagt uns, Gottes Volk wird dieses Werk auch zum Abschluss bringen können und es letzten Endes auch tun.
[54:10] Aber wie gesagt, der zweite Aspekt an das ist, das ist sehr wichtig. Das ist das, was ihr unbedingt mitnehmen müsst. Wenn wir Jesus wieder kommen sehen wollen, möglichst bald, und ich glaube, dass wir die Generation sein können, die Jesus kommen sieht, dann müssen wir in beziehungstechnisch näher kommen.
[54:28] Zweiter Petrus 3, Verse 1 und 12: "Dann und dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht, indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegen eilt, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden." Petrus sagt ja, also quasi, wenn wir sehen, dass wir der Wiederkunft zeitlich immer näher kommen, wie viel mehr sollten wir dann endlich das tun, was Christen zu tun haben? Jesus widerspiegeln.
[55:01] Das ist das, was wir tun sollten. Wenn er sagt, wenn wir das sehen, dann sollten wir diesen Tag entgegen eilen. Und das griechische Wort, dass sie entgegen eilt, übersetzt wird des Wortes "spoudazo". "Spoudazo" beschreibt eigentlich mehr ein ernsthaftes Sinnen, ein Drängen oder auch ein Beschleunigen. Also, wenn Petrus hier sagt, dass wir das Kommen des Tages Gottes, diesem Kommen entgegen eilen sollen, dann sagt er, wenn wir bereit sind, uns von Gott erfüllen zu lassen, können wir die Wiederkunft auch beschleunigen.
[55:36] Heißt auch hier nicht, dass wir es auf ewig hinauszögern können, wenn wir nicht wollen, dass ein anderer berufen würde. Aber und das ist kein unübliches Prinzip, wie ich vorhin gesagt habe, Jakobus 5, 7. Es geht um die Ernte auf den Bahnen 14, 15 und 16. Es geht um die Ernte der Gerechten. Es ist ein Reifen. Und das hängt viel von uns ab, ob wir bereit sind, uns auch reifen zu lassen.
[56:03] Darum, lasst uns das nicht vergessen. Und dann wird geschehen, wie es heißt, Matthäus 24, Vers 14: "Dieses ganze Evangelium wird zum Reich vom Reich wird in der ganzen Welt verkündet werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker." Und dann wird das Ende kommen.
[56:22] In Christi Gleichnissen, Seite 67, schreibt Ellen White: "Christus wartet mit sehnsüchtigem Verlangen darauf, sich durch seine Gemeinde auf den Bart zu sehen. Wenn der Charakter Christi vollkommen in seinem Volk hergestellt sein wird, dann wird er kommen, um es als sein Eigentum zu beanspruchen. Wenn die Frucht reif ist, dann wird Jesus kommen und uns zu sich holen." Und darum auch hier: Es geht nicht um ein "Ich muss". Wenn ihr Angst davor habt, dann sagt: "Herstellen wir auch das. Wollen wir auch das." Das ist eine Verheißung.
[56:55] Und in Zweiter Petrus 1, Vers 4 heißt es, dass wir durch diese kostbaren Verheißungen teilhaben können an der göttlichen Natur. Also, wenn wir Angst davor haben, und es hat mir auch oft Angst gemacht, dann lasst uns beten: "Herr, hilf mir, es auch zu wollen." Und ihr glaubt nicht, was Gott dann machen kann.
[57:12] Ich möchte noch eines sagen: Seid vorsichtig mit dem, was ihr betet, weil Gott kann ganz, ganz genau beantworten. Aber das ist als Spaß gemeint. Wird auf das antworten, was wir flehen, wenn es zu seiner Ehre dienen wird.
[57:25] Ich möchte abschließend noch mit einem Zitat und der Frage stellen: Wie werden uns entscheiden? Weil, wie gesagt, wir kommen ihm zeitlich näher. Wir wissen, dass wir uns verändern sollten, dass er uns verändern kann. Die werden uns entscheiden.
[57:42] Das tat er sich vorlesen möchte, werde ich im nächsten Vortrag auch noch mal vorlesen, noch ein bisschen ausführen. Aber Lewis Wolcott schreibt in dem Buch "Entscheidungen am Jordan", Seite 84, folgendes ist übrigens ein sehr empfehlenswertes Buch. Wert hat, bitte lest es oder bestellt es euch. Ist gerade mal 90 Seiten lang, liest man relativ schnell durch, aber hat sehr viel Inhalt. Er schreibt hier: "Die allerletzte Verführung Satans wird darin bestehen, das Zeugnis des Geistes Gottes wirkungslos zu machen." Selected Messages, Band 1, Seite 48. Das ist für die Gemeinde geschrieben. Band 1, Seite 50 im Deutschen.
[58:20] Uns ist die Wahrheit, uns heute die Aufgabe übertragen, Gottes Wahrheit in der Stunde der größten Gefahr, inmitten der heutigen Welt zu verteidigen. Von Anbeginn der Geschichte hat das Volk Gottes im Glauben diesen Augenblick vorausgesehen, dem das Banner der Wahrheit zum letzten Mal den Sieg erringen wird. An dieser Stelle befinden wir uns jetzt alle. Teile des großen Mosaiks sind schon eingesetzt. Und er spricht hier von dem Profitieren. Alle profitieren. Sind eigentlich fast vollkommen erfüllt.
[58:54] Es wird jetzt etwas geschehen. Wie Israel damals, so müssen wir heute die beiden großen Fragen beantworten: Wollen wir der Wahrheit glauben, die Gott offenbart hat, und werden wir ihr Folge leisten? Wir haben den Jordan erreicht, und die Zeit ist gekommen, dass wir uns entscheiden.
[59:17] kurz zu dem Zitat noch, wie gesagt, im nächsten Vortrag, wozu ich euch recht herzlich einladen möchte, mit dem Titel "Die optische Täuschung", möchte ich das noch ein bisschen genauer ausführen. Aber worum es hier geht, ist, er beschreibt die Geschichte vom alten Israel, wie sie kurz vor dem Einzug ins Land kamen, vor dem Jordan standen und Gott gesagt hat, dass sie dahin durchschreiten sollen.
[59:36] Und wir kennen die Geschichte, ist eine bekannte Geschichte. Die Wasser des Jordan sind erst dann zur Seite gewichen, als sie schon die Füße im Wasser hatten. Und er sagt hier, alle Teile des großen prophetischen Mussa Ericson schon eingesetzt. Und die Frage, die wir uns selbst stellen müssen: Wollen wir der Wahrheit, die Gott offenbart hat, Folge leisten? Erstmal glauben, wollen wir glauben?
[59:57] Wollen wir theoretisch zustimmen und wenn wir theoretisch zustimmen, werden wir auch Folge leisten. Denken, dass die Tat aus Erfahrung und Gesicht ist, heute 62, dass wir jede unrechte Tat, jedes Wort, jeden Stolz Sieg erringen müssen, damit wir am Tag des Herrn bestehen können. Das darf uns nicht traurig und zermürbt machen im Sinne von, dass wir den Kopf in den Sand stecken. Es soll eine gut geführte Trauer darüber geschehen, dass wir über die Sünde trauern.
[1:00:26] Und wir haben als Gemeinde viel, wie radwege Jahren ja alle unsere Glaubenspunkte, zumindest die meisten von uns, theoretisch, aber praktisch müssen wir noch viel, viel lernen.
[1:00:40] Und deswegen ist das, was ich ja sage, wir haben den Jordan erreicht. Die Zeit ist gekommen, dass wir uns entscheiden wollen, wir der Wahrheit glauben und wenn ja, wollen wir auch das tun, was sie verlangt. Und wenn wir das tun, dann werden wir bald durch diesen Jordan schreiten und in ziemliches Kanaan einziehen können.
[1:00:59] Ihr Lieben, wir kommen zum Ende diesen von diesem dritten Teil der Serie "Vom Ende zum Anfang". Und wie das Cover auch von der Serie gezeigt, wir sind jetzt in einer dunklen Welt und durch die prophetischen, durch die biblischen Versprechen, durch die Bibel allein, werden wir in dieses neue Reich kommen, in diese neue Welt kommen. Vom Ende der Welt bis zum Anfang der neuen Erde.
[1:01:24] Ja, und heute haben wir gesehen, zeitlich fehlt nicht mehr viel, aber wir werden uns entscheiden. Wenn ihr auch jetzt spürt, dass der Heilige Geist euch dringend eine Entscheidung für Christus zu treffen, und jeder von uns hat in gewissem Maße auch persönliche Dinge, die er überwinden muss. Wenn ihr spürt, dass der Heilige Geist euch in diese Dinge überführt, dann ladet ihr euch jetzt ein, mir zu beten, dass wir diese Dinge überwinden, dass wir diese Dinge Gott vorlegen, dass er sich verändert und dass wir die Freude im Heiligen Geist erfahren werden und dass wir dann bald in den Besitz von 444 köstlichen, himmlischen Erfahrungen kommen werden.
[1:02:02] Himmlischer Vater, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir dieses Studium machen konnten, dass wir sehen konnten, bekommt jetzt zeitlich immer näher und Herr, jeder von unserer persönlichen Sünden, persönliche Neigungen, die du uns jetzt zeigst, die wir überwinden sollten. Und ich bitte dich, hilf uns jetzt eine Entscheidung zu treffen. Nimm uns diese Neigung weg, nimm uns diese Abscheu vor dieser Neigung und hilf uns, alles dir zu Füßen zu legen, um deinen Charakter anzunehmen, um der Welt zu zeigen, wie du bist und wer du bist, damit du bald kommen kannst.
[1:02:33] Gedanken jetzt so sehr, dass du in unserem Herzen arbeitest, dass du uns verändert und dass wir deine Kinder heißen dürfen. Und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
[1:02:46] Ihr Lieben, wir sind jetzt bei der Hälfte angelangt, diese Serie "Am Ende zum Anfang". Und wir möchten sehr gerne möglichst bald fortsetzen und zum Thema der optischen Täuschung widmen und schauen, wo leben wir als Gemeinde ab, wo liebe ich persönlich in einer optischen Täuschung? Wo denke ich, dass mein Zustand besser ist, als er eigentlich ist? Wie könnte dem entfliehen? Was sagt die Bibel dazu? Was sagt der Geist der Weissagung dazu? Ich lade euch sehr gerne dazu ein. Amen.
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