[0:00] Gesegneten Sabbat. Es kommt ja selten vor, dass man das Vorrecht hat und das Privileg, zwei Sabbate hintereinander in der gleichen Gemeinde zu predigen. Und wie ich das letzte Mal schon angekündigt habe, werden wir heute den zweiten Teil von letzter Woche haben. Also wer letzte Woche nicht da gewesen ist, der wird jetzt gleich nach dem Gebet die Ohren spitzen müssen für unsere 50-Sekunden-Zusammenfassung der letzten Predigt.
[0:36] Bevor wir das machen, möchte ich noch einmal ganz herzlich einladen für heute Nachmittag 15 Uhr zu unserem Bericht von der Mexiko-Reise und dann so gegen 15:45 Uhr schätzungsweise werden wir dann über die Generalkonferenz sprechen, der Gabriel wird sicherlich auch einiges noch erzählen und die Gerlinde war ja auch da gewesen und ich hoffe, ihr kommt alle und wir können euch einige Informationen dann auch geben, was dort eigentlich so alles besprochen und abgestimmt worden ist und was so hinter den Kulissen sich abgespielt hat. Wird ganz spannend werden.
[1:12] Unser Thema heute zu dieser Predigt von San Antonio zum Himmel Teil 2. Wir haben ja letzte Woche schon den ersten Teil gehabt und bevor wir beginnen, möchte ich euch einladen, dass wir gemeinsam niederknien für ein Anfangsgebet. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für diesen Sabbatag. Danke, dass wir mit all den Unzulänglichkeiten und Sünden und Problemen, die wir haben, die wir mitgeschleppt haben die ganze Woche, dass wir zu dir kommen können und wissen dürfen, dass du treu bist, dass wir unsere Sünden bekennen, dass du uns reinigst von aller Ungerechtigkeit, dass du unsere Gerechtigkeit bist und dass wir heute erneut die Gelegenheit haben, aus deinem Wort zu lernen, wie wir unseren Blick auf das Wesentliche und das Entscheidende richten können. Wir wissen, der Satan versucht uns abzulenken mit vielen Dingen und so wollen wir heute lernen von dir, auf dich schauen und von dir ermutigt und gestärkt werden. Bitte sei du in diesem Ort, gib, dass unsere Konzentration und unsere Aufnahmebereitschaft durch Engel gestärkt wird und dass dein Heiliger Geist zu uns spricht. Das alles bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.
[2:38] Schlagt mit mir auf, Joshua Kapitel 1, wie gesagt eine 50 Sekunden Zusammenfassung oder so von letzter Woche. Wir haben gesprochen über diese ersten Verse hier in Joshua, wo Gott dem Volk durch Joshua mitteilt, dass es Zeit ist, über den Jordan zu gehen. Könnt ihr euch daran erinnern? Lange genug waren sie in der Wüste gewesen, lange genug haben sie gemurrt und geklagt und sich Gedanken gemacht über viele wichtige und unwichtige Dinge, aber jetzt war es Zeit ins gelobte Land zu gehen und wir haben die ganzen Verse gelesen bis Vers 9 und haben dann viele geistliche Parallelen dazu gezogen.
[3:25] Bevor ich die wiederhole, ganz kurz eine Geschichte von letzter Woche. Ich hoffe ich darf sie erzählen, ich denke der Marc hat nichts dagegen. Als wir letzte Woche die Predigt hier gehabt haben und wir über das erste Kapitel von Joshua gesprochen haben, da saß der Marc hier irgendwo da in der zweiten, dritten Reihe und die Situation war so gewesen, dass er sich einen Tauftext für den Jakob ausgesucht hatte und als er hier in der Predigt saß und Joshua 1 gelesen hat, da hat er sich gedacht, naja eigentlich wäre doch Joshua 1 Vers 8 und 9, das wäre doch ein perfekter Tauftext. Naja, jetzt habe ich mir schon einen ausgesucht. Er kam dann am Sabbatnachmittag zum Reini und hat ihn gefragt und passt mal auf, ich habe jetzt relativ spät noch einen Tauftext rausgesucht, kann ich den dir noch geben? Da hat der Reini gesagt, du es tut mir leid, ich habe bereits schon einen ausgesucht und hat der Marc gefragt, ja aber ich habe auch einen rausgesucht, aber und da hat der Reini gesagt, naja ich habe ihn schon aufgeschrieben auf dem Taufzeugnis und hat der Marc mir erzählt, hat er gesagt, naja okay, dann hat das Gott wohl so geführt, hat er gefragt, ja was war denn der Tauftext, den du aufgeschrieben hast? Hat der Reini gesagt, ja Joshua 1 Vers 8 und 9 und so ist unser Jakob geboren worden mit diesem Vers, den wir letzte Woche alle gemeinsam studiert haben und festgestellt haben, dass Gottes Ziel ist, dass wir uns aufmachen und dass wir endlich über den Jordan ziehen, dass wir kurz vor Kanaan stehen.
[5:01] Wir haben festgestellt, dass es viele Zeichen der Zeit gibt, die deutlich machen, dass Jesus sehr, sehr, sehr bald kommen kann und kommen möchte. Wir haben gleichzeitig gesprochen über die erste Vision von Ellen White, die sie gesehen hat, wo auf diesem schmalen geraden Weg nach Neu-Jerusalem oben über der Welt sie die Adventgemeinde gesehen hat, wie sie gepilgert ist und das Licht hinter ihnen den Weg gezeigt hat. Wir haben festgestellt, wie viele den Weg verlassen haben, weil sie wohin geschaut haben, nach rechts und nach links und nach all diesen verschiedenen Himmelsrichtungen, wo man vielleicht wichtige Diskussionen entdeckt hat oder wichtige Dinge, aber die gar nicht wichtig waren. Wir haben festgestellt, dass es ein prophetisches Fundament gibt, das von hinten und den ganzen Weg erleuchtet. Die Botschaft von 1844, die Botschaft vom Gericht, die Botschaft der drei Engel und dann haben wir festgestellt, von allen Dingen am wichtigsten ist, dass direkt vor uns, wer ist? Jesus Christus geht uns voraus und wenn wir in Neu-Jerusalem ankommen wollen, dann dürfen wir nicht nach links schauen, nicht nach rechts, nicht nach oben und uns nicht in mögliche Streitthemen verwickeln, sondern wir müssen nach vorne schauen auf Jesus und Jesus folgen und er wird uns sicher nach Neu-Jerusalem bringen.
[6:28] Im Zusammenhang möchte ich gleich mit euch noch zwei, drei Texte lesen, um dann überzuleiten in den heutigen Teil. In Johannes Kapitel 1, da sehen wir, welche entscheidende Bedeutung Jesus für uns hat. Johannes 1 und dort ab Vers 1, wahrscheinlich kennt ihr es auch auswendig, dürft trotzdem aufschlagen. Dort heißt es, im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden. Was entstanden ist? Wir kennen den Vers, wir wissen, es spricht von wem? Es spricht von Jesus. Die Bibel sagt, dass alles, was entsteht, entsteht durch wen? Ein neues Herz entsteht durch, Frieden im Herzen entsteht durch, eine einige Gemeinde entsteht durch, Mut zur Mission entsteht durch. Wenn wir auf Jesus schauen, dann kann er uns helfen, aber außerhalb von Jesus, an der Seite von Jesus, neben ihm entsteht nichts. Das heißt, egal was wir vorhaben, egal was unsere Agenda ist, egal was unsere Ziele sind, ohne Jesus wird es nichts. Er ist das Zentrum und deswegen müssen wir auf ihn schauen und es ist der Jesus, der im Wort Gottes offenbart ist. Nicht der Jesus, den sich manche so einbilden, nicht der Jesus, den manche sich so ausmalen als ihren persönlichen Privatjesus, den sie vor sich herschieben, sondern der Jesus im Wort Gottes, der Jesus, der von der Prophetie angeleuchtet ist. Wenn wir auf diesen Jesus schauen, dann werden wir am Ziel ankommen.
[8:04] Nun, dieser Vers ist natürlich eine Parallele zu welchem anderen bekannten Vers. Johannes 1, Vers 1 bis 3 ist eine Parallele zu 1. Mose 1, Vers 1 bis 3, wo es heißt, im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde und die Erde war Wüste und leer und Finsternis lag auf der Tiefe. Und dann kennt ihr diesen berühmten Vers, wie es in Vers 3 heißt, nachdem es heißt, dass der Geist Gottes mit dem Wasser schwebte und Gott sprach, es werde Licht und es wurde Licht. Nun, die Schöpfung ist ja eigentlich ein Neuanfang gewesen, oder? Da gab es bereits einen Konflikt im Himmel, da gab es eine Krise und Gott fängt mit der Schöpfung quasi von vorne an. Das hat er immer wieder gemacht. Schlagt mal mit mir auf in 2. Korinther 4, Vers 6. Auch in unserem Leben fängt er immer wieder von vorne an, oder? Oder gibt es jemand, der unter uns sagen kann, mein Leben war bisher von vorne bis hinten eine glatte, geradeausgehende Laufbahn. Wir alle haben doch Neuanfang gehabt, oder? Schaut in 2. Korinther 4, Vers 6, wie dieser Neuanfang für jeden einzelnen Menschen aussehen kann. 2. Korinther 4, Vers 6 und dann sind wir gleich im Thema. Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch wohl in unseren Herzen Licht werden lassen. In unseren Herzen Licht werden lassen, damit wir erleuchtet werden mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. Die Erde war wüst und leer und finster und Gott fängt von vorne an. Unsere Herzen sind wüst und leer und finster und Gott fängt von vorne an.
[9:43] Glaubt ihr, er kann das auch mit einer Gemeinde tun? Kann es denn auch vorkommen, dass eine Gemeinde wüst und leer und finstern ist? Vielleicht haben wir die Assoziationen in Stuttgart-Wangen nicht, preist den Herrn dafür. Aber auch für alle, die jetzt live zuschauen, da gibt es Menschen unter uns, vielleicht in anderen Gebieten Deutschlands, Europas oder der Welt, wo man vielleicht auf die Gemeinde schaut und man hat das Gefühl, es ist alles Chaos. Vielleicht ist die Gemeinde sogar leer und vielleicht gibt es da viel Finsternis. Aber Gott kann einen Neuanfang machen durch sein Wort, durch Jesus Christus. Unsere Gemeinde weltweit und lokal braucht einen Neuanfang. Immer wieder von vorne, immer wieder sich neu ausrichten auf Jesus Christus, immer wieder die schöpferische Kraft Jesu in unserem Herzen sichtbar werden lassen.
[10:41] Und damit sind wir bei dem ersten Punkt, den wir letztes Mal schon angesprochen haben. Ihr erinnert euch, der Ted Wilson, habe ich euch erzählt, hat drei Kernthemen herauskristallisiert für die Adventgemeinde für die nächsten Jahre. Und weißt du immer noch, was der erste Punkt war, den wir letzte Woche schon angesprochen haben? Die Punkt zwei und drei kommen heute. Punkt eins war, wenn ihr jetzt nicht alle wie im Bilderbuch anfordert, halte ich die ganze Predigt vom letzten Mal nochmal. Es war Jesus Christus und seine Gerechtigkeit. Das kommt natürlich aus Jeremia. Wenn ihr ganz kurz aufschlagen wollt, wir werden heute ein bisschen mehr blättern als letztes Mal. Jeremia und dort Vers Kapitel 23. Jeremia 23 und dort Vers 5 und 6. Da kommt diese Idee von Christus und seine Gerechtigkeit. Jeremia 23, Vers 5 und 6. Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken. Der wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. In seinen Tagen wird Judah gerettet werden und Israel sicher wohnen. Und das ist der Name, den man ihm geben wird. Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.
[12:01] Und wir haben festgestellt, dass das bedeutet, dass in allem, was wir tun in unserem privaten Leben, als auch in der Gemeinde, wir uns die Frage stellen möchten, ist Jesus meine Gerechtigkeit? Kann er gesehen werden? Geht er mir voraus? Ist er meine Nachhut. Ein neutestamentlicher Schreiber, der Paulus, hat es so ausgedrückt. Schlagbewerten wir auf Kolosser Kapitel 1. Auch ein recht bekannter Vers. Kolosser 1, Vers 27. Am Kern aller Erneuerung, am Anfang aller Erneuerung steht nicht ein Programm, nicht eine tolle Idee, nicht ein Manifest, sondern die Person Jesus, der nur er kann etwas Neues bringen. Nur er kann die Gemeinde erneuern und stärken und etwas Neues schaffen. Kolosser 1, Vers 27. Dort heißt es, ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses und den Heiden ist. Nämlich Christus wo? Christus am Kreuz? Christus im himmlischen Heiligtum? All das sind wichtige Wahrheiten. Christus ist am Kreuz gewesen. Christus ist noch heute im himmlischen Heiligtum. Aber das Geheimnis der Herrlichkeit Gottes ist, Christus in uns.
[13:09] Das heißt auf Deutsch, kennt ihr noch vor einigen Jahren, ich weiß nicht, ob ihr euch noch daran erinnern könnt, da gab es so eine Mode unter christlichen Jugendlichen, die hatten so Armbänder und da waren vier Buchstaben drauf, ein W und noch ein W und ein J und ein D. Und das war die Abkürzung von, what would Jesus do? Könnt ihr euch daran erinnern? Das hieß auf Deutsch, was würde Jesus tun? Das war eine ganz tolle Idee. Man konnte nämlich durch den Alltag gehen und immer wenn man dieses Handbändchen gesehen hat, hat man sich daran erinnert, was würde Jesus tun? Was würde Jesus sagen? Was würde Jesus denken? Und wir haben, glaube ich, letztes Mal darüber gesprochen, wie würde sich unser Familienleben verändern? Wie würde sich unser Gemeindeleben ändern, wenn jedes Mal, bevor ich etwas in der Gemeinde tue, ich mir die Frage stelle, würde das Jesus jetzt auch tun? Jedes Mal, wenn ich den Mund aufmache, um Bruder X und Y die Meinung zu geigen, ich mich fragen würde, würde Jesus das auch sagen und würde er es so sagen und würde er die Worte wählen? Jedes Mal, wenn ich, wenn mein Blick etwas erblickt, was ich hätte nicht erblicken sollen und ich mir dann denke, meine Güte, das gibt es doch gar nicht und meine Gedanken kreuz und quer laufen, ich mir dann die Frage stelle, würde Jesus jetzt auch so denken? Das ist die praktische Konsequenz von Christus Gerechtigkeit, oder? Einfach und doch so wichtig. Was würde Jesus tun? Was würde er sagen? Was würde Jesus denken?
[14:42] Und deswegen ist es notwendig, dass wir auf ihn schauen, denn je mehr wir auf ihn schauen, je mehr wir über ihn nachdenken, desto mehr wird er uns verändern. Zweite Korinther 3 und dort Vers 18, auch bekannte Vers, gibt ja nichts Neues unter der Sonne. Zweite Korinther 3 und dort Vers 18. Und deswegen versteht ihr jetzt auch, oder wenn ihr den Vers liest, werdet ihr verstehen, warum es so wichtig ist, dass wir auf dem Weg nach Neu-Jerusalem unsere Augen auf Jesus gerichtet halten müssen. Zweite Korinther 3, Vers 18. Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, werden was? Wir werden verklärt, ja verklärt, das ist so altes Deutsch. Hat jemand ein bisschen neueres Deutsch? Verwandelt, und zwar in dasselbe Bild, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nämlich vom Geist des Herrn.
[15:42] Je mehr wir auf Jesus schauen, je mehr Jesus unsere Gerechtigkeit ist, desto mehr werden wir so denken, handeln, sprechen, tun wie Jesus. Oder anders ausgedrückt, überall dort, wo in unserem Privatleben, in der Familie, in der Gemeinde Christusähnlichkeit kaum zu erkennen ist, liegt es vielleicht daran, dass wir ganz tief in den rechten Graben gucken, oder in den linken Graben gucken, oder nach oben gucken, oder sonst wohin gucken, aber nicht auf Jesus. Denn allein durch das Anschauen würden wir verwandelt werden, oder? Allein durch das Anschauen. Also ist unsere allererste und wichtigste und vordringlichste Aufgabe, unseren Blick, wo immer er gewesen ist, oder jetzt gerade ist, zu drehen, von links, von rechts, von wo auch immer, auf Jesus. Weg von Menschen, hin auf Jesus.
[16:30] Und wenn das so ist, dass unser Leben sich verändert, wenn es sich verwandelt, dann sind wir damit beim zweiten Punkt, den Herr Ted Wilson angesprochen hat. Erster Punkt, Christus und seine Gerechtigkeit. Punkt Nummer zwei, die Treue der Gemeindeschwester. Treue in unserem geistlichen Leben. Nun, was hat es damit auf sich? Was ist eigentlich Treue? Schaut mal mit mir in 2. Mose 34 und dort ab Vers 6. 2. Mose 34 und dort Vers 6. Da haben wir diese berühmte Gestelle, wo Gott sich offenbart, wo er zu seinem Diener Mose sagt, wie er ist, wer er ist, was seine Charaktereigenschaften sind. 2. Mose 34 und dort Vers 6. Und der Herr ging vor seinem Angesicht vorüber und rief, der Herr, der Herr, der starke Gott, der barmherzig und gnädig ist, langsam zum Zorn und von großer Gnade und was? Treue. Eine Kerneigenschaft Gottes ist seine Treue.
[17:46] Wenn wir also über Treue nachdenken, Treue in der Gemeinde, Treue im Familienleben, Treue in unserem Privatleben, dann müssen wir uns bewusst sein, dass es eine Eigenschaft Gottes ist. Eine Eigenschaft, die wir alle in Anspruch nehmen, oder? Kann mir jemand sagen, bei welchem Thema wir alle die Treue Gottes immer wieder in Anspruch nehmen? Was fällt euch da ein? Bei welchem Thema nehmen wir die Treue Gottes in Anspruch? Dürft gerne antworten. Bei der Sündenvergebung. Kennt ihr einen Vers, wo die Sündenvergebung mit der Treue Gottes verknüpft wird? 1. Johannes 1, Vers 9. Lasst uns da schnell hingehen. Die Treue Gottes ist nicht nur ein theologisches Konzept. Die Treue Gottes ist etwas, was wir dringend brauchen. 1. Johannes 1, Vers 9. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er? Treu und gerecht. Dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Frage, müsste er das tun, ja oder nein? Mittlerweile schon, er hat sie ja versprochen, nicht wahr? Aber er hätte es uns nicht versprechen brauchen. Für Gott ist es keine Frage von Leben und Tod, ob er uns die Sünden vergibt oder nicht. Gott tut es aus Treue und jedes Mal, wenn wir mit Tränen in die Augen, auf unseren Knien Gott bitten, Herr, vergib mir das. Dann kann er vergeben, wegen seiner Treue. Gott ist treu.
[19:22] Nun, wie steht es um die Treue von Menschen? Schauen wir mal in die Bibel. In Psalm 5, Psalm 5, und dort fährst 10. Psalm 5, Vers 10. Denn in ihrem Mund ist, wie viel? Zuverlässiges. Nichts zuverlässiges. Einige übersetzen hier auch das Wort, das hier steht, ist eigentlich Treue. Der Paulus verwendet unter anderem diesen Vers später im Römerbrief und sagt, dass Menschen, unbekehrte Menschen, nicht treu sind, lügen, alle sündig sind. Wenn wir auf unsere eigene Treue schauen, da müssen wir feststellen, es ist nicht groß, um sie zu bestellen, oder?
[20:27] Schaut mal mit mir in Sprüche 20, Sprüche 20, Vers 6. Wer hat denn die Sprüche geschrieben? Der Salomone, ja? Und er stellt eine interessante Frage in Sprüche 20, Vers 6. Dort sagt er, ähnlich wie der Psalmist, als er sich umschaut in der Welt und nach treuen Männern, nach treuen Frauen, nach treuen Jugendlichen Ausschau hält, da stellt er die Frage hier in Vers 6, die meisten Menschen rühmen ihre eigene Güte. Wer findet aber einen treuen Mann? Der Salomone hat festgestellt, dass wenn es um Freundlichkeit und Güte geht, gibt es viele Menschen, die sagen, ja, dass sie freundlich sind und gütig sind und viele halten sich für gut. Aber Salomone hat ausgeschaut nach einem treuen Mann und er konnte keinen finden. Selbst er selbst war nicht wirklich treu am Ende, oder? Wer findet einen treuen Mann? Wer findet eine treue Frau? Wo gibt es in der Welt, in der Gemeinde, eine Widerspiegelung von Gottes Charakter? Gott ist treu. Wer findet einen treuen Menschen?
[21:51] In den Psalmen, da wird das Thema oft aufgegriffen. Schaut mal in Psalm 78, da sind wir bei dem Volk Israel jetzt und das ist ja das Thema von Joshua, nicht wahr? Das Volk Gottes. Psalm 78. Kommt gleich mehrere Male dieses Konzept vor. Fangen wir mal in Vers 8 an. Psalm 78 und dort Vers 8. Und nicht würden, wie ihre Väter, ein trotziges und widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, das kein festes Herz hatte und dessen Geist, wie war? Nicht treu war gegen Gott. Die Israeliten in der Wüste, die haben die Segnung Gottes gerne in Anspruch genommen, oder? Das Manna, das Wasser, der Honig, die Wachteln, die Tatsache, dass man 40 Jahre keine Schlange erblickt hat, bis auf einmal kurz, aber in ihrem Geist waren sie nicht treu. Und auch das war das einzige Konstant in den 40 Jahren, dass sie nicht treu waren.
[23:01] Und schaut mal, was in Vers 37 steht. Da werden die beiden kontrastiert, Gott und sein Volk. Die wollen ja eine Beziehung haben, nicht wahr? Schaut mal, was über Gott heißt. In Vers 37 und 38. Denn ihr Herz war nicht aufrichtig gegen ihn und sie hielten nicht treu an seinem Bund fest. Er war aber was? Er war aber barmherzig und vergab die Schuld und vertilgte sie nicht. Und warum kann Gott die Schuld vergeben, haben wir gerade gelernt? Weil er treu ist. Also das Volk Gottes ist untreu und Gott ist trotzdem treu. Stellt euch vor, Gott wäre nur treu, wenn wir treu wären. Eins können wir sicherstellen, dass Gott auch dann treu ist, wenn wir untreu sind.
[23:57] Schaut mal noch den nächsten Vers an, Vers 72. Und das ist ein schöner Vers. Vers 72. Psalm 78, Vers 72. Und er weidete sie. Was ist Weiden für ein Tätigkeitswort? Wer weidet normalerweise? Wen? Ein Hirte, oder? Der treue Hirte, der gute Hirte. Und wie hat er sie geweidet? Schaut mal weiter. Er weidete sie mit aller Treue. Von woher? Seines Herzens. Also hier haben wir ein Volk von zwei Millionen untreuen Menschen, die 40 Jahre sich treu blieben, indem sie untreu waren. Und Gott hat sie doch geleitet und geführt wie ein guter Hirte. Nicht mit ein bisschen Treue, sondern mit aller Treue seines Herzens.
[25:08] Was ist, wenn wir untreu werden? Ist schon mal passiert, dass du untreu geworden bist? Lieber Freund, liebe Freundin, lieber Bruder, liebe Schwester, wenn wir untreu sind, Gott ist treu. Wenn wir untreu sind, Gott schaut in sein Herz und in seinem Herz sieht er keine Untreue. In seinem Herz sieht er nichts, was ihn veranlassen könnte, uns einfach loszulassen. In seinem Herzen sieht er nur Treue. Und das, obwohl er nicht dazu gezwungen ist und obwohl er nichts davon hat. Für Gott ist es keine Erlösungsfrage, ob er treu zu uns ist, oder? Gottes Erlösung hängt nicht davon ab, ob er treu zu uns ist. Er könnte uns verlachlässigen, er könnte uns sterben lassen auf diesem Planeten und für ihn würde sich nichts ändern, oder? Er wäre genauso noch Gott, er wäre immer noch von allen Engeln angebetet, er wäre immer noch der König des Universums, er würde immer noch ewig leben. Für Gott würde sich nichts ändern. Gottes Treue ist keine Erlösungsfrage.
[26:09] Warum erzähle ich das? Weil es so viele Dinge gibt, wo wir sagen, na, ja ich bin ein bisschen untreu, aber das ist in unserem kleinen Gebiet, weil das ist ja keine Erlösungsfrage. Wenn wir gleich darauf zu sprechen kommen. Aber halten wir fest, für Gott ist es keine Erlösungsfrage, treu zu sein. Aber es ist in seinem Herzen, weil er uns liebt und deswegen ist er treu, auch wenn wir ihm ins Angesicht rebellieren. Übrigens wisst ihr, warum er das tut? Schaut mal, 2. Timotheus, toller Vers. 2. Timotheus 2, und dort Vers 13. Und das finde ich so schön, wie das hier steht. 2. Timotheus 2, Vers 13. Da ist es zusammengefasst. Und wenn ihr euch alles andere vergesst von der Predigt, merkt euch den Vers. Schreibt ihn euch auf, schreibt ihn euch an euer Spiegel oder an den Kühlschrank, irgendwo, wo ihr oft lang geht. Es könnte sein, dass dieser Vers euer Leben rettet. In 2. Timotheus 2, Vers 13. Wenn wir untreu sind, so bleibt er doch, ihr schlaft, so bleibt er doch treu. Und warum? Er kann sich selbst nicht verleugnen. Er kann gar nicht anders.
[27:30] Wisst ihr, was das bedeutet? Wenn wir untreu sind, was tun wir dann? Also Gott sagt, ich bin nicht untreu, weil ich kann mich nicht selbst verleugnen. Ich kann meine Identität nicht aufgeben. Wenn wir untreu sind, was tun wir dann? Wir verleugnen uns. Wir verleugnen unsere eigene Identität. Denn was ist unsere Identität? Wir sind Kinder Gottes, oder? Geschaffen zu seiner Herrlichkeit, geschaffen zu seiner Ehre. Und wenn wir Gott untreu sind, dann verleugnen wir eigentlich, wer wir sind. Wir schaden uns selbst, aber Gott schadet sich nicht selbst. Gott ist immer treu. Selbst wenn wir untreu sind, er ist treu.
[28:21] Habt ihr schon mal erlebt, dass ihr so richtig motiviert gewesen seid nach einer Predigt oder nach einer Konferenz oder nach einem Kongress und man hat so das Gefühl, man schwebt so diese dreieinhalb Zentimeter über dem Boden und man weiß ganz genau, was geschehen muss in den nächsten zehn Jahren. Schon erlebt? Und ihr seid so voller Tatendrang und es kann euch gar nicht schnell genug gehen und man möchte vor Gott wirken und alles, was man sieht, ist herrlich und überall sieht man Gebetserfahrungen. Man ist vollkommen begeistert. Preis den Herren, wenn das so ist. Aber vielleicht habt ihr dann auch die Erfahrung gemacht, dass manchmal dieses Feuer ganz schnell wieder ausgeht, oder? Das sind so Wellen von Treue und Wellen von Euphorie und Wellen von Begeisterung und irgendwann zieht sich das wieder zurück und dann ist man im Alltag angekommen.
[29:03] Schaut mal, wie Gott das sieht in Hosea. Gott schreibt darüber. Das ist eine ganz, ganz oft gemachte Erfahrung. Hosea 6, Vers 4, ganz spannende Stelle. Hosea 6, Vers 4. Habt ihr mal Gott gehört, wie er verzweifelt ist? Wie klingt Gott, wenn er nicht mehr weiß, was er machen soll? Hier habt ihr ein Vers. Hosea 6, Vers 4. Er sagt, was soll ich mit dir tun, Ephraim? Habt ihr mal erlebt, wenn Eltern völlig verzweifelt sind und das Kind jammert und schreit und die Eltern haben alles versucht, im Guten und im Schlechten, mit allen Mitteln versucht, das Kind ruhig zu stellen und irgendwann stehen sie verzweifelt und sagen, was soll ich tun mit dir? Was soll ich machen? Man weist nicht mehr ein oder ein. Aus. Gott sagt hier, was soll ich mit dir tun, Ephraim? Was soll ich mit dir tun, Judah? Warum? Eure Liebe ist so flüchtig wie eine Morgenwolke. Ja, wie der Tau, der früh vergeht. Gott sagt nicht, ihr liebt mich nicht. Er sagt, ihr liebt mich, aber ihr liebt mich immer nur ab und zu. Ihr liebt mich und dann freue ich mich und dann denke ich mir, jetzt ist es soweit und dann liebt er mich nicht mehr. Und ich liebe euch immer noch, ich bin immer noch treu und ich gehe euch nach und dann seid ihr wieder begeistert und dann liebt er mich und dann liebt er mich wieder nicht. Und wenn wir das Volk Israel anschauen, ist das einmal passiert oder mehrmals? Ständig, oder? Altes Testament, Volk Israel. Ständig, ständig, ständig. Rein, raus, rein, raus, nicht wahr? Begeistert, deprimiert. Begeistert, abgefallen. Begeistert, doch nicht. Und manchmal in unserem Leben auch, oder? Fast so oft, wie wir Konferenzen besucht haben, oder? Rauf auf die Konferenz, wunderbar. Zurück im Alltag, oh nein.
[30:58] Könnte es sein, dass wir manchmal Bekehrung mit Begeisterung vergessen, verwechseln. Dass wir begeistert sind, aber nicht wirklich bekehrt. Dass wir es ernst meinen, aber nicht wirklich uns entschieden haben. Dass wir Gott lieben, aber halt nur so lange, bis der nächste Liebhaber kommt. Was soll ich mit dir tun? Das fragt Gott.
[31:38] Wisst ihr, was Gott tut? Im gleichen Buch? Schaut mal zwei Kapitel vorher, vier Kapitel vorher. In Hosea 2, das ganze Bild ist ja von dieser hurerischen Frau, nicht wahr? Dieser Prostituierten, die ständig den Hosea verlassen hat. Oder ein Bild für die Gemeinde, die zwar mit Gott einen Bund hat, aber ständig woanders unterwegs ist, statt da, wo Gott sie haben will. Hosea 2 und dort Vers 21. Nachdem Gott alles aufgezählt hat, was die Gemeinde falsch gemacht hat. Schaut mal, was er sagt. Hosea 2, Vers 21. Und ich will dich mir verloben auf ewig. Ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit, in Recht, in Gnade und Erbarmen. Ja, ich will dich mir verloben in Treue. Und du wirst den Herrn erkennen.
[32:31] Alle, die am Dienstagabend da gewesen sind, die wissen jetzt, was Verlobung bedeutet, oder? Was ist das Besondere an der hebräischen Verlobung? Kann mir was helfen? Genau, es ist was ganz offizielles. Also heute ist ja so, man verlobt sich, nicht wahr? Und dann stellt man fest, irgendwie passte mir doch nicht und dann lässt man ihn wieder laufen, nicht wahr? Und übrigens, das ist auch eine gute Entscheidung, wenn man weiß, der passt mir nicht, dass man ihn dann nicht heiratet. Ja, das ist schon richtig so. Nur der Punkt ist, heute kann man das so ganz einfach so machen und so zack, zack, zack. Damals ging das nicht. Damals war man mit einer Verlobung schon offiziell rechtlich der Person angehörig. Man hat nicht zusammen gelebt, man war nicht verheiratet, aber man war halt schon verlobt. Und wenn man sich entloben wollte, musste man das ganz offiziell bei Gericht tun. Quasi wie eine Scheidung. Das war zwar möglich, war auch bei Gott nicht verboten. Ich weiß, anders als eine Scheidung von der Hochzeit, aber man konnte nicht so einfach den Verlobungsbund aufkündigen.
[33:40] Und schaut mal, was das bedeutet, wenn Gott sagt, ich will mich dir verloben. Wann wird er uns heiraten? Wenn er wiederkommt, das ist ja Hochzeitsmahl, oder? Wenn die Brau zu ihm gebracht wird. Dann, weil der Unterschied, der einzige Unterschied zwischen Verlobung und Hochzeit in Israel war, dass man nach der Hochzeit zusammen gewohnt hat, körperlich. Und das kommt erst bei der Wiederkunft. Aber die Verlobung bedeutete, wir sind rechtlich gesehen eigentlich schon Mann und Frau, aber wir wohnen halt noch nicht zusammen. Wenn Gott sagt, ich will mich dir verloben in Gerechtigkeit und Treue, sagt er, wir sind jetzt eigentlich schon so in einer Beziehung wie im Himmel, nur dass ihr noch nicht im Himmel seid. Wir sind schon so fest miteinander verbunden, als ob ihr die Bürger von Neu Jerusalem wärt, nur ihr seid noch nicht da. Aber diesen Bund kann man nicht so einfach trennen. Den kann man nicht so einfach auflösen.
[34:26] Manchmal haben wir das Idee, dass Gott uns annimmt und dann gleich wieder losschickt, wenn wir was falsch gemacht haben, oder? Wir haben einmal gesündigt und plötzlich will Gott nichts mehr von uns wissen. Nein, er hat einen Bund gemacht, er will sich uns verloben. Und den Bund kann er nicht so einfach lösen. Das müsste schon ein ziemlich langes Gerichtsverfahren beinhalten. Übrigens erhält Gott Gericht nicht. Gott fängt von vorne an, mit seinem Wort, mit seinem Licht, mit Jesus Christus.
[34:59] Und vielleicht brauchst du mal wieder eine Verlobung. Also wenn du verheiratet bist, ich weiß, du brauchst keinen Ehepartner, aber vielleicht brauchst du eine Verlobung mit Gott oder ein Bewusstsein, dass deine Beziehung zu Gott mehr ist als nur eine freundschaftliche, kameradschaftliche Bekanntschaft, dass es eine Verlobung ist. Und in einer Verlobung sollten ja eigentlich wie viele Parteien treu sein? Beide, oder? Nicht nur der eine, sondern auch der andere.
[35:31] Übrigens kennt ihr jemanden in der Bibel, der ein Musterbeispiel an Treue gewesen ist? Daniel, Josef, Johannes. Die Bibel ist voller Beispiele an anderen treuen Leuten. Treue Männer, treue Frauen, das ist ja wunderbar. Schreibt mal mit mir 4. Mose. 4. Mose, Kapitel 12, Vers 7. 4. Mose 12 und dort Vers 7. Und das ist jetzt nicht irgendein Mensch, der das schreibt, das ist jetzt Gott persönlich. Also Gott, der die Treue kennt, der Treue in seinem Herzen hat, der seine eigene Charaktereigenschaft kennt. Er bewertet jetzt einen Menschen als treu. Schaut mal, wen er bewertet. 4. Mose 12, Vers 7. Aber nicht so mein Knecht Mose, er ist treu in meinem ganzen Haus.
[36:29] Mose ist eines der Musterbeispiele für Treue. Als er die Wahl hatte zwischen einer glänzenden Karriere und dem Volk Gottes, hat er sich entschieden für das Volk Gottes. Als er die Wahl hatte zwischen einem ganz netten, zurückgezogenen Familienleben in der Wüste von Midian und anstrengender Gemeindearbeit, hat er sich entschieden für die, er hat lange gebraucht, bis er sich entschieden hat. Das war schon attraktiv da. Aber letztendlich hat er sich entschieden. Und wisst ihr, was das Interessanteste an Mose ist? Ja, wir wissen, er hat gesündigt, oder? Aber denkt mal drüber nach. Die letzten 40 Jahre berichtet die Bibel von einer Sünde. Und das, obwohl er 40 Jahre lang mit 2 Millionen, ich sage jetzt nicht 7-Tags-Adventisten, aber sowas wie 7-Tags-Adventisten unterwegs war. In der Wüste. Nichts zu essen, nichts zu trinken. Ich meine, wollt ihr mit unserer Gemeinde eine Woche durch die Wüste marschieren? Und die Verantwortung für sie haben? Und Gott versprechen, dass ihr höchstens einmal sündigen werdet? Der hat 2 Millionen Israeliten durch 40 Jahre lang durch die Wüste geführt. Und ja, er hat einmal gesündigt. Das hat ihm das gelobte Land gekostet. Aber meine Herren und Frauen, er hat nur einmal gesündigt. Eigentlich ziemlich krass, oder? Er war treu.
[38:06] Wenn sie ihn mit Worten angegriffen haben, war er treu. Wenn sie ihn beleidigt haben, war er treu. Wenn sie ihm vorgeworfen haben, du bist hier Diktator, war er treu. Hat sie nicht gesagt, komm, mach doch alleine? Wenn sie rebelliert haben, war er treu. Wenn sie Steine aufgehoben haben, um ihn zu steinigen, war er treu. Er war treu zu Gottes Gemeinde. Aber Treue ist nicht nur auf die Gemeinde beschränkt.
[38:26] Anderes Beispiel, ich glaube, ihr habt es schon gesagt. Schaut mal in Daniel, Kapitel 6, Vers 5. Daniel. Daniel, Kapitel 6 und dort Vers 5. Jetzt, das ist auch ein ziemlicher Hammer hier. Daniel, 6, Vers 5. Da suchten die Minister unserer Trappen, eine Anklage gegen Daniel zu finden, im Hinblick auf die Regierungsgeschäfte. Habt ihr ein bisschen Ahnung, wie das so in der Politik vor sich geht? Ist jemand Politiker von euch? Oder in der Partei lieber nicht? Solltet ihr nicht tun, ist eigentlich meistens ziemlich daneben. Ich meine, wo in der Welt findet man einen Politiker? Ihr könnt mal auf Lokalebene suchen, da wird es schon ziemlich schwierig. Geschweige denn auf Bundesebene, wo das sich sagen lässt, was wir jetzt lesen werden. Sie suchten eine Anklage im Hinblick auf die Regierungsgeschäfte. Hat er irgendwo mal Vetternwirtschaft betrieben? Hat er irgendwo mal ein bisschen Steuergeld hinterzogen? Hat er irgendwo irgendeinen Paragraphen vielleicht etwas zu breit ausgelegt? Hat er sich irgendetwas zu Schulden kommen lassen? Sie konnten keine Schuld oder irgendetwas Nachteiliges finden, weil er, was war? Treu war.
[40:03] Wenn deine Arbeitskollegen, deine Universitätskollegen, Schulkameraden mal deinen Alltag unter die Lupe nehmen würden, ob alles, was du sagst, wahr ist, ob alles, was du tust, wirklich unanfechtbar ist, würden sie auch zu dem gleichen Ergebnis kommen, wie hier der babylonische CIA, der nach einer gründlichen Datenspähaktion nichts auf Facebook gefunden hatte, was man gegen Daniel hätte verwenden können, nachdem alle Konten durchsucht worden waren. Er war treu und Gott konnte ihn gebrauchen. Und wir sagen, wir würden auch gerne ein Daniel sein. Ich weiß nicht, sind wir auch so treu wie Daniel in unserem Alltag, in unserem Arbeitsplatz, in der Familie?
[40:51] Schaut mal noch ein interessanter Vers über Treue. Sprüche 11, Vers 3. Ich glaube, es wird zu wenig gepredigt darüber. In Sprüche 11 und Vers 13, Entschuldigung. Sprüche 11, Vers 13, das ist noch ganz interessant. Das hat was mit persönlichen Beziehungen zu tun. Und wenn ihr den Vers noch nie gelesen habt, ich glaube, ihr seid froh, wenn ihr ihn jetzt lesen werdet. Ich werde euch merken. Sprüche 11, Vers 13, ein umhergehender Verleumder plaudert Geheimnisse aus. Aber eine was? Eine treue Seele hält geheim, was man ihr sagt. Oh, stellt euch mal die Gemeinde vor, wo jeder das für sich behalten würde, was er geheim behalten sollte. Auch was mit Treue zu tun, oder? Eine treue Seele hält geheim, was man ihr sagt und plaudert nicht alles links und rechts und überall aus. Hat auch was mit Treue zu tun. Ihr seht, Gottes Wort ist ziemlich praktisch, oder?
[41:58] Lukas 16, Vers 10, und den Vers kennt ihr bestimmt. Und ihr werdet mir zustimmen, dass Jesus hier den Nagel auf den Kopf trifft. Lukas 16, Vers 10, ganz bekanntes Prinzip, wird oft zitiert. Leider nicht so oft praktiziert. Lukas 16, Vers 10, wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht. Wisst ihr, ihr Lieben, wenn wir sagen, wir wollen den Jordan überqueren, dann sagen wir auch, dass die Endzeit nahe ist, oder? Wir sagen damit, dass bald das Mahlzeichen des Tieres kommt, dass bald die Verfolgung kommt, dass wir bald fliehen werden, oder? Wir haben alle die Fluchtpläne im Kopf, oder? Oder hat jemand hier vor, sich dem Mahlzeichen zu ergeben? Hat jemand jetzt schon Kapitulationsurkunde unterzeichnet? Nein, wir wollen alle treu sein, oder? Aber der Vers sagt, dass wir dann treu sein werden bei den großen Dingen, wenn wir im Kleinen treu sind.
[42:56] Und vielleicht denken wir, das sind doch alles Nebensächlichkeiten, sind doch keine Erlösungsfragen. Naja, aber wenn es mich trainiert für das Mahlzeichen des Tieres, ist es doch eine Erlösungsfrage, oder? Oder für das Siegel Gottes. Ellenwhite sagt einmal ganz berühmtermaßen, der Erfolg in diesem Leben, der Erfolg darin, ein zukünftiges Leben zu erwerben, hängt von unserer treuen, gewissenhaften Aufmerksamkeit ab, mit der wir uns mit kleinen Dingen beschäftigen. Also wenn du Erfolg in diesem Leben hast, haben willst, ich spreche jetzt vor allem zu den Jüngeren, deren Leben noch vor ihnen liegt, nicht wahr? Größtenteils. Wenn ihr Erfolg im Leben haben wollt, und zwar in diesem Leben, als auch in dem Leben, das kommen wird, dann hängt das davon ab, wie treu wir und gewissenhaft in den kleinen Dingen sind. Ellenwhite sagt, Vollkommenheit wird genauso in den kleinsten Werken Gottes gesehen, als auch in den größten. Derselbe Gott, der die Welten in das Universum hineingehangen hat, er hat auch mit ganz delikater Fertigkeit die Lilien auf dem Feld gemacht. Gott ist nicht nur ein Gott für das Große, er hat sich bei den kleinen Dingen, obwohl scheinbar unwichtig, genauso viel Mühe und Treue gegeben, wie bei den großen Dingen. Und dann sagt sie, sollten wir genau dasselbe tun.
[44:22] Vielleicht denkst du, das was ich sehe, was ich mir anschaue im Fernsehen, ist keine Erlösungsfrage. Na und? Dass Jesus treu zu dir ist, ist auch keine Erlösungsfrage für ihn. Vielleicht sagst du, was ich ernähre, was ich esse oder was ich trinke, wie ich mich kleide, ist keine Erlösungsfrage. Na und? Dass Jesus dir vergibt, ist auch keine Erlösungsfrage für ihn. Er tut es, weil er treu ist, weil er dich liebt. Jesus schaut auf uns. Seid ihr dankbar dafür, dass er auf uns schaut? Sollten wir dann nicht treu sein und auch überlegen, was wir uns anschauen? Seid ihr dankbar dafür, dass Jesus unsere Gebete erhört? Sollten wir nicht treu sein und überlegen, was wir uns so anhören? Seid ihr dankbar, dass Jesus unser Leben erhält? Sollten wir nicht treu sein und uns Gedanken machen, wie was wir so essen und trinken? Seid ihr dankbar, dass Jesus sich entäußert hat, seine Kleider, seine königlichen Kleider aufgegeben hat, um Mensch zu werden? Sollten wir dann nicht einfach treu sein und uns überlegen, wie wir uns kleiden und anziehen? Das hat nichts mit Erlösungsfrage zu tun. Das hat was mit Treue zu tun. Und Treue ist einfach die Widerspiegelung von dem, was er mir zeigt.
[45:39] Treue in finanziellen Angelegenheiten. Zehnten ist doch keine Erlösungsfrage, oder? Preis den Herren. Deutschland gehört zu den Ländern in der Adventgemeinde mit dem allerhöchsten Zetenaufkommen. Wusstet ihr das? Es gibt ja manche andere Dinge, wo wir vielleicht die Augenbrauen heben, aber wenn es um zehnten Treue geht, ist Deutschland ziemlich hoch. Es gibt andere Teile der Welt, da hat man jetzt begeistert berichtet, dass die zehnten Treue von 19% auf 50% gestiegen ist. Preis den Herren für dieses Zwischenergebnis. Also 19% auf 50%. Naja, aber auch vielleicht gibt es einen oder anderen von uns, der damit kämpft. Treue zeigt sich auch in unseren finanziellen Angelegenheiten.
[46:26] Treue zeigt sich in unseren Beziehungen. Vielleicht ist es keine Erlösungsfrage, mit wem wir Beziehungen eingehen. Vielleicht ist es eine Frage von Treue, was Gottes Wort sagt. Eine Frage von Treue. Und dann die Berühmtheit, das bringt uns jetzt zum Abschluss, zum letzten Punkt, der wird nicht so lange dauern, weil den habe ich auch schon oft gepredigt und ihr werdet, ich werde offene Türen euch einrennen, hoffentlich. Matthäus 24, und dort Vers 45, Treue in der Endzeit. Matthäus 24, Vers 45, wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt, zur rechten Zeit. Ein Teil von Treue in der Endzeit ist es, dass wir Gottes Werk tun. Und zwar nicht, weil es uns gut bekommt, nicht weil wir was davon haben, nicht mal, weil es eine Erlösungsfrage ist, sondern weil es eine Frage von Treue ist. Gott ernährt uns geistlich, wir haben die Aufgabe, anderen das Brot des Lebens zu brechen. Wer ist nun der treue und kluge Knecht?
[47:43] Und ein Kapitel weiter, da gibt es noch so ein interessantes Gleichnis, kennt ihr das? Nicht das von den Jungfreunden, sondern das danach. Da gibt es nämlich verschiedene Verwalter und was bekommen die geschenkt? Talenten, ja? Die bekommen Talente, oder? Talente, und was sollen sie machen mit den Talenten? Jeden Sabbat in den Gottesdienst bringen und dann schön wieder nach Hause bringen und wieder abstellen, oder? Was sollen sie mit ihren Talenten machen? Einsetzen. Und was sagt Jesus zu dem Knecht in Matthäus 25, Vers 21, über den, der seine Talente eingebracht hat in das Werk Gottes? Was sagt er? Matthäus 25, Vers 21, da sagt sein Herr zu ihm, recht so, du guter und treuer Knecht. Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen.
[48:38] Vielleicht wartest du darauf, kurz vor der Wiederkunft ein großes Werk für Gott zu tun. Wie fängt es an? Klein, ganz kleinen Dingen. Der dritte Punkt in Ted Wilsons Plan für die Adventgemeinde ist es, jedes Gemeindeglied, und jedes Gemeindeglied meint dann natürlich auch dich. Jedes Gemeindeglied involviert in der Mission der Gemeinde. Mit anderen Worten, nie wieder Zeiten, wo wir eine Gemeindeliste haben mit Geschwistern und davon ist ein Prozentsatz, klein oder groß, irgendwie aktiv. Sondern jedes Gemeindeglied, irgendwo, entsprechend den Gaben und Fähigkeiten und Talenten, einer hat fünf, einer hat zwei, einer hat vielleicht nur anderthalb oder eins, einer hat vielleicht 35, ist ja keine Rolle. Jeder ist involviert.
[49:30] Übrigens, als das Volk Israel über den Jordan ging, wie viele blieben zurück? Die sind alle rübergegangen. Nicht nur die 35 Prozent besonders treuen, sind alle gemeinsam rübergegangen. Wenn Gott nur ein paar hätte retten wollen, hätte er schon 40 Jahre vorher vier gehabt. Joshua, Kaleb, damals noch Mose, Aaron oder vielleicht noch Miriam. Ein paar hätten es rüber geschafft. Aber Gott wollte nicht ein paar retten, Gott wollte die ganze Gemeinde retten.
[49:58] Schaut mal mit mir in Johannes 4. Johannes 4. Jedes Gemeindeglied, Teil der Mission. Johannes 4, Vers 35. Jesus spricht hier, auf den wir schauen. Johannes 4, Vers 35. Sagt ihr nicht, es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte. Siehe, ich sage euch, hebt eure Augen auf und seht die Felder an, denn sie sind was? Weiß zur Ernte.
[50:45] Meine Lieben, es ist Zeit, aus dem Schlaf aufzuwachen. Vielleicht hast du bisher tief und fest geschlafen, wie der Jona. In unserer Sabbatschuh-Lektion. Könnt ihr euch an den Jona erinnern? Der hat da unten im Schiff geschlafen und um ihn herum hat es getobt. Die Zeichen der Zeit waren so heftig, dass die Heiden gemerkt haben, wir brauchen Gott. Nur der Prophet Gottes, der hat es nicht gemerkt, der hat geschlafen. Und dann haben die Heiden ihn aufgeweckt und die Heiden haben ihn förmlich gezwungen, gib mal endlich dein Zeugnis. Zu welcher Gemeinde gehörst du? Was glaubst du? Und er hat einer Not gedrungen, sein Zeugnis gegeben und es haben sich sogar Menschen bekehrt.
[51:23] Ich lese mal was vor, was Ellenwhite sagt. Ziemlich interessant. Das Werk, das die Gemeinde während einer Zeit des Friedens und des Wohlstandes nicht getan hat. Also haben wir jetzt noch Zeit von Frieden und Wohlstand? Ziemlich, oder? Wird sie in schrecklicher Prüfung unter den entmutigendsten und widrigsten Umständen verrichten müssen. Der Jona hätte wählen können, zwischen ich gehe nach Nineveh, predige, die ganze Stadt bekehrt sich und ich werde vielleicht noch gefeiert. Oder ich gehe nach Tharsis, predige dann gezwungenermaßen, werde ins Meer geschmissen, sterbe beinahe und es bekehrt sich auch Menschen. Ihr könnt wählen. Gott sagt uns, ihr habt zwei Möglichkeiten, entweder ihr macht es jetzt oder später. Und wir sagen, vielleicht kommt er nie später, wir machen jetzt einfach nichts, vielleicht ändert er seine Meinung. Und dann kommt später und wir werden uns wundern. Unter den entmutigendsten und widrigsten Umständen, Anpassung an die Welt, hat die Warnungsbotschaft gedämpft und zurückgehalten. Dann wird die Botschaft unter grimmigstem Widerstand, also das ist schon ein ziemlich krasses Wort, oder? Grimmigster Widerstand, der Feinde des Glaubens verbreitet werden und so weiter und so fort. Die Geschwister werden in Verhältnisse geraten, die sie zwingen, ein Zeugnis für die Wahrheit abzulegen. So wie bei Jona. Der wollte nicht, Gott sagt, pass auf, du willst nicht, aber ich will. Sturm, los, jetzt bist du dran. Und er muss sein Zeugnis geben. Er hat ein gutes Zeugnis gegeben, die Leute haben sich bekehrt, nur er wäre beinahe gestorben.
[53:00] Ihr Lieben, lasst uns doch gleich den richtigen Weg gehen, lasst uns doch gleich dann tun, wenn es doch einfach ist, wenn wir nicht dann um unser Leben schwimmen müssen und von irgendwelchen Haifischen oder Walfischen beinahe aufgefressen werden. Übrigens, wisst ihr, was die Botschaft an Jona war? Mache dich auf. Wisst ihr, was die Botschaft an Josua war? Mache dich auf. Gott sagt dem Jose, mache dich auf, zieh über den Jordan. Was sagt der Gott dem Jone? Mache dich auf, geh nach Niniwe. Mache dich auf.
[53:38] Noch ein Zitat. Wir haben keine Zeit zu verlieren, das Ende ist nah. Die Möglichkeit, die Wahrheit von Ort zu Ort zu tragen, wird bald durch Gefahren eingeschränkt sein. Alle nur möglichen Hindernisse wird man den Boden Gottes in den Weg legen und wir sehen jetzt schon in Amerika, dass es immer heißer wird. Wenn ihr in Amerika zu allen 28 Glaubenspunkten Stellung bezieht als Pastor, dann wird es schon kritisch. Stellt euch vor, da kommt ein homosexuelles Paar und will dich trauen lassen. Das wird schon ein bisschen schwieriger, aber ich meine, der Teufel, dem wird noch viel mehr einfallen, macht euch mal keine Sorgen. Aber der Punkt ist hier, alle nur möglichen Hindernisse wird man den Weg legen, sodass wir nicht mehr in der Lage sein werden, das zu tun, was ihnen heute noch möglich ist. Wir müssen unsere, ich liebe dieses Zitat, ich weiß, ich habe es schon oft erzählt, ich sage es nochmal. Wir müssen unserer Aufgabe klar bewusst werden und sie so schnell wie möglich gleichsam in einem Angriffskrieg erledigen. Das ist ein starkes Wort, oder? Wisst ihr, warum Leute einen Angriffskrieg starten? Weil sie wissen, wenn wir nicht angreifen, greifen die anderen an. Noch haben wir Zeit. Angriffskrieg, nicht warten.
[54:44] Als Adventgemeinde sind wir Meister eben Verteidigungskrieg. Ja, lasst die Leute kommen, lasst sie mal eine Frage stellen. Ich arbeite 35 Jahre an demselben Arbeitsplatz und ich bete, dass Gott irgendwann mal jemand schickt, der mir eine Frage stellt, wo ich dann sagen kann, jawohl, ich bin Sieben-Tags-Adventist. Wunderbar, den Glauben verteidigt. Aber ihr Lieben, das ist zu wenig, das ist kein Angriffskrieg. Angriffskrieg ist, da gibt es Leute, die sind noch unerobertes Territorium, sozusagen. Und da muss man sich von seinem eigenen Territorium in das andere Territorium bewegen, ansonsten ist es kein Angriffskrieg. Ich verstehe das Bild, wir wollen die Leute nicht angreifen, aber das ist die Idee. Aktiv.
[55:23] Und wisst ihr was? Jetzt mal die grimmigen Zitate weg, ein positives Zitat. Oh, das ist so wunderbar. Schaut mal hier. Generalkonferenz 1913. Bilder die kürzlich in der Nacht an meinem Auge vorüberzogen, haben mich tief beeindruckt. Das hat sie gesehen. Und wenn ihr jemals sagt, das wird ja nie passieren, was du beschreibst, Christopher, hier kommt dagegen Beweis. An vielen Plätzen, das ist eine Vision, die sie gesehen hat, in der Nacht hat sie das gesehen, an vielen Plätzen schien eine Bewegung, eine Erweckung vor sich zu gehen. Unsere Geschwister traten in die Kampffront, indem sie dem Ruf Gottes nachkamen und so weiter und so fort. Dann sagt sie, jeder sollte sich die Seele, sich jede Seele in rückhaltloser Treue Gott ergeben, mehr als in den vergangenen Jahren. Sie hat gesehen, ihr Leben. Sie hat es gesehen. Sie hat Geschwister gesehen, die gemeinsam, erweckt vom Heiligen Geist, Christus folgen, Christus und seine Gerechtigkeit an die erste Stelle setzen, die treu sind in ihrem privaten Leben und die die Mission zu ihrer obersten Aufgabe machen und die auf irgendeine Art und Weise mit ihren Gaben und Fähigkeiten sich beteiligen an der Mission. Sie hat es gesehen. Die Frage ist nur, hat sie dich gesehen oder deine Enkel? Das ist die Frage. Sie schreibt nicht, wen sie gesehen hat, aber sie hat es gesehen. Sie hat gesehen, dass es stattfand und dass es stattfinden wird.
[56:40] Und dann noch ein Zitat, wir sind gleich am Ende. Das fand ich sehr interessant. Vielleicht kennt ihr dieses adventistische Märchen vom Spätregen. Das adventistische Märchen vom Spätregen geht so, in einer nicht allzu fernen Zeit wird Gott irgendwann irgendwie aus irgendeinem Grund den Spätregen senden und dann wird es uns durchfahren. Dann werden wir alle Texte der Bibel auswendig kennen. Wir werden Daniel 11 auf hebräisch auslegen können. Wir werden Stadien mieten und dann wird die Welt bekehrt werden. Kennt ihr das? So geht das ungefähr. Wir warten auf den Spätregen, weil dann werden wir Großes tun können.
[57:20] Jetzt hört mal die Realität an. Es heißt hier, Moment, Spätregen, Spätregen, Moment, so viele Zitate hier. Moment, ich hätte mir nicht so viele Zitate aufschreiben sollen. Hier, jede wahrhaft bekehrte Seele hat das innige Verlangen, andere von der Finsternis des Irrtums in das wunderbare Licht der Gerechtigkeit Jesu Christi zu führen. Jetzt hört genau zu, haltet euch gut fest. Die Ausgießung des Heiligen Geistes, von der die ganze Erde erfasst werden soll, wird erst dann erfolgen, wenn wir ein erleuchtetes Volk sind, das aus Erfahrung weiß, was es bedeutet, Mitarbeiter Gottes zu sein. Heißt auf deutsch, wann kommt der Spätregen? Wenn wir, nicht Walter Pfeiffer und Mack Finley, sondern wir aus Erfahrung wissen, das heißt wir können zurückschauen und sagen, hey, ich habe das schon erlebt, was es bedeutet, ein Mitarbeiter Gottes zu werden. Worauf wartet Gott? Er wartet nicht auf einen zweiten Mack Finley, er wartet nicht auf einen zweiten Walter Pfeiffer, er wartet auf uns. Und wenn wir alle aus Erfahrung wissen, was es bedeutet, ein Mitarbeiter Gottes zu sein und wenn du an deinem Arbeitsplatz ein Traktat weitergibst oder ein Gespräch führst oder für jemanden betest, irgendetwas tust und aus Erfahrung weißt, was es bedeutet, mit Gott zusammenzuarbeiten, an der Kampffront, wo auch immer die ist, ob im Gebirge oder im Tal, ist ja egal. Dann kommt der Spätregen und dann teilt sich das Wasser und wir gehen nach Kanaan und haben eine Ewigkeit, uns die Erfahrung zu erzählen.
[59:23] Ihr Lieben, Christus ist unsere Gerechtigkeit. Treue zu Gott in allen Lebenslagen und drittens, jedes Gemeindeglied involviert in die Mission der Gemeinde. Wenn ihr sagt, in meinem Gebiet kann man keine Mission machen, stellt euch vor, ihr würdet in der Antarktis leben. Das ist da, wo es nur Pinguine gibt und ein paar Forscher. Das wäre doch wirklich ein Grund, keine Mission zu machen, oder? Wir haben auf der Generalkonferenz einen Bericht gehört von einem Menschen, der lebt in der Antarktis und seine Mission besteht darin, die ganzen Antarktis-Forscher zu missionieren. Der geht mit ihnen auf Touren und hilft ihnen und schenkt ihnen große Kämpfe. In der Antarktis, wo es nicht einen einzigen permanenten Bewohner gibt, nur Forscher. Also wenn man in der Antarktis Leute findet, die einem im Glauben interessiert sind, dann findet man sie auch in dem emotional kalten Deutschland. Sagt bloß nicht, es ist zu emotional kalt hier.
[1:00:25] Und übrigens, manchmal passiert es ja, dass Kinder deswegen so verhaltensauffällig sind, weil sie unterfordert sind und nicht überfordert. Viele von uns sind überfordert mit der Mission. Viele von uns sagen, ich will lieber weniger machen, das ist gut. Nicht jeder von uns muss von Haus zu Haus gehen und nicht jeder kann Vortrag halten, aber irgendwas kann jeder tun. Aber manche sind vielleicht unterfordert, manche machen vielleicht deswegen nichts, weil noch die Aufgabe nicht groß genug war. Und wenn das auf dich zutrifft und sagt, ich brauche eine richtig große Aufgabe, ich will entweder ganz extrem gehen, kommt nachher zu mir. Es gibt Gelegenheiten. Die Lepra-Kolonien in China suchen Leute. Oder wenn ihr als Student in den Nahen Osten gehen wollt, nicht weil dort die besten Universitäten sind und die besten Professoren, sondern mit dem einzigen Ziel wie die Valdenza. Ich studiere dort irgendwo in Saudi-Arabien oder Jemen oder Oman, weil ich eventuell die Möglichkeit habe, meinen muslimischen Kollegen trainiert vom Glauben zu erzählen. Ich könnte mein Leben verlieren, das ist mit einkalkuliert. Aber nur so wird man sie erreichen. Also wenn ihr unterfordert seid in der Mission, kommt zu mir. Es gibt großartige Möglichkeiten, aber nicht alle von uns müssen in den Nahen Osten, nicht alle von uns werden in die Antarktis gehen. Die meisten von uns werden wahrscheinlich hier in Stuttgart bleiben. Und egal ob deine Gabe des Singen oder des Reden ist oder das Zuhören, ob du mit Gesundheit oder mit Literatur oder mit Medien oder was du auch immer kannst, ob du backen kannst oder auf Kinder aufpassen, irgendetwas. Mach dir selbst Gedanken, wie du dich einbringen kannst. Elmar spricht von der eigenverantwortlichen Mission. Und das wird dann Gott schon zusammenführen, oder? Glaubt ihr, wenn alle gemeinsam beten und sagen, her, zeig mir meinen Platz. Glaubt ihr, Gott wird dann die Geschwister so zusammenführen, dass jeder einen Platz hat, sodass alles zusammenfügt? Gott wird es tun. Und wir werden das natürlich auch koordinieren, aber dazu braucht es unsere Bereitschaft.
[1:02:18] Zum Schluss, letzter Vers. Könnt ihr euch erinnern, was die Botschaft an Joshua war? Mache dich auf. Was war die Botschaft an Jonah? Mache dich auf. Was die Botschaft an uns? Jesaja 60. Ellen White sagt, dass dieser Vers ist insbesondere für die Endzeitgemeinde geschrieben. Jesaja 60, Vers 1. Abgewandelt war das das Motto der Generalkonferenz. Arise, shine, Jesus is coming. Mache dich auf, werde Licht, Jesus kommt. Hier im Vers heißt es, mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht kommt. Und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir. Christus und seine Gerechtigkeit ist über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und tief ist dunkel die Völker. Wie damals bei der Schöpfung, oder? Finsternis, Chaos, Leere. Aber Gottes Licht geht über uns auf und wenn Christus uns vorangeht, wenn das Licht seines prophetischen Wortes auf unserem Weg scheint und wenn wir ihm treu sind und einfach Schritt für Schritt ihm folgen und uns einbringen in seine Gemeindearbeit. Was meint ihr, was passieren würde von einer Gemeinde, die immer auf Christus schaut, die mit Gottes Hilfe treu ist in den kleinen Dingen und die sich einbringt in die Mission? Wisst ihr, was mit der Gemeinde passieren wird? Im Englischen sagen, soon and very soon. Sehr bald wird sie den Jordan überqueren. Wir werden gemeinsam Sabbat im Himmel feiern. Da wird es dann nicht so heiß sein, hoffe ich. Ich möchte so gerne in den Himmel. Was mit euch? Ich möchte nicht nochmal 40 Jahre durch die heiße Wüste und ich glaube ganz fest, ich habe gestern nochmal die Predigt von dem von dem GTI gehört, unserem Generalsekretär. Der hat von vorne vor 65.000 Leuten gesagt, er glaubt nicht, dass es noch fünf Jahre gibt. Wer weiß, wir wissen es nicht. Die Zeichen stehen aufs Sturm.
[1:04:26] Und was jetzt in deinem Kopf sein soll, sind drei Fragen. Wie kann ich Christus und seine Gerechtigkeit sehen und erleben? Wie kann ich Gott treu sein? In welchem kleinen Bereich meines Lebens bin ich gerade untreu? Und wie kann ich mich einbringen in die Gemeinde? Und wenn du eine Idee hast, die wir hier noch nicht gekommen sind, bitte komm zu mir. Es gibt so viele Möglichkeiten, wie wir dich noch einbinden können. Aber lasst uns gemeinsam zusammenarbeiten und dann den Jordan überqueren. Wer von euch möchte sagen, ich habe auch Lust auf das himmlische Kanaan, ich möchte den Jordan überqueren? Vorwärts. Lasst uns gemeinsam in der Knie und beten.
[1:05:07] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass dein Wort zu uns gesprochen hat. Du hast sehr deutlich gesprochen. Und eigentlich müssen wir zugeben, das meiste von dem, was wir gehört haben, haben wir schon vorher gewusst. Aber das Problem ist, dass wir so oft die Dinge gehören, davon begeistert sind und sie wieder vergessen. Und dass unsere Liebe wie der Morgentau ist, die so leicht verschwindet. Immer wieder kommt und dann verschwindet. Und Herr, wir wünschen uns nicht nur so ein ab und zu Auflackern der Liebe zu dir. So alle sieben Tage uns wieder daran erinnern, dass du uns auch lieb hast. Wir wünschen uns ein geradliniges, treues Leben zu dir. Und du hast die Kraft dazu, weil in deinem Herzen nur Treue ist. Ellen White hat mal gesagt, wenn wir auf uns schauen, dann wissen wir nicht, wie wir gerettet werden. Aber wenn wir auf dich schauen, dann wissen wir nicht, wie wir verloren gehen können. Und so wollen wir weg von uns schauen und hin auf dich schauen, so dass wir nicht mehr wissen, wie wir verloren gehen können, wenn du uns vorangehst, wenn du uns umgibst, wenn du in uns bist. Habt Dank, Herr Jesus, dass du uns voller Liebe immer wieder zu dir ziehst und dass du mit deiner Gemeinde Großes vorhast. Und wir wollen uns dir in den Dienst stellen, wollen uns dir übergeben und unser ganzes Leben in deine Hände legen, aufs Neue. Und danken dir, dass du uns voranführen wirst. Im Namen Jesu. Amen.